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Wenn Streiks nicht mehr wirken

In Mödling streiken die Arbeiter eines großen deutschen Druckmaschinenherstellers. Wenn auch in Österreich selten, so sind doch auch hier Arbeitskämpfe prinzipiell durchaus normal. Streiks oder Streikdrohungen haben sich bisher immer als sehr effektiv für die Interessen der Gewerkschaft erwiesen. Bisher. Denn inzwischen beginnen sich die Verhältnisse grundlegend zu ändern. Das hat nur die Gewerkschaft noch nicht begriffen. Die Wirkung der meisten Streiks ist heute total auf den Kopf gestellt. Jedenfalls im Fall Mödling. Daher wird der dortige Arbeitskampf und sein Ende noch sehr spannend.

Der Mödlinger Streik richtet sich gegen die Pläne, dass ein Großteil des Betriebes zugesperrt werden soll. Damit aber ist seine Erpressungswirkung gleich Null. Ein Streik dürfte dort eher bewirken, dass auch die restlichen Teile der Produktion zugesperrt werden. Das stört einen Druckmaschinenhersteller aber nicht sonderlich, auch wenn der abrupte Totalstillstand kurzfristig ungeplante Kosten hervorruft. Diese werden jedoch durch den endgültigen Wegfall von Gehältern, Abfertigungsansprüchen und Kündigungsfristen für die Arbeiter wohl mehr als kompensiert.

Gewerkschaften und die von ihnen in die Irre geleiteten Arbeiter begreifen nämlich nicht: Die Nachfrage nach Druckmaschinen wird nie mehr wieder so groß werden, wie sie einst war. Praktisch allen Zeitungen geht es katastrophal. Die Auflagen schrumpfen. Die Inserate schrumpfen. Die Umfänge schrumpfen. Zugleich aber ist jede neue Druckmaschinengeneration um ein Vielfaches effizienter, als es die Vorgänger waren.

Und von der allergrößten Gefahr wollen wir gar nicht reden. Die besteht darin, dass wohl auch solche Maschinen wie viele andere Industrieerzeugnisse eines Tages aus Asien kommen werden. Zwar sind sie heute den Chinesen noch zu kompliziert; große Druckmaschinen sind ja nur noch mit einem modernen Flugzeug vergleichbar. Aber langfristig wird sich auch das ändern.

Der ÖGB hat einst durchgesetzt, dass die Erpressung, die ein Streik ja wahrscheinlich ist, rechtlich nicht als Erpressung behandelt wird. Überdies sind alle bisherigen Streiks am Ende so geregelt worden, dass die Arbeitnehmer mehr oder weniger voll entschädigt werden. Aber das wird es wohl im Fall der KBA-Mödling-AG nicht mehr geben. Wie bei der AUA ist in Mödling bemerkbar, dass bei dem deutschen Druckmaschinenbauer deutsche und nicht knieweiche österreichische Manager auf der Gegenseite sitzen (oder gar der noch knieweichere Bundeskammer-Chef).

Aber vor allem: Was soll ein Streik gegen eine Werksschließung für einen Sinn haben? Der ist für die Arbeiter doch nur selbstbeschädigend.

Streiks, Streikdrohungen unterstreichen in der Regel die Forderung nach höheren Löhnen bei gesunden Betrieben. Aber auch dann waren sie nur in bestimmten Fällen wirklich erfolgreich: Das Ergebnis der Gewerkschaften war bloß dann gut, wenn sie wirklich jemanden unter Druck setzen können. Wenn Arbeitgeber dringend an der Vermeidung, an der Beendigung eines Streiks interessiert sind. Wenn die Arbeitnehmer bei nur wenigen Arbeitgebern konzentriert sind. Wenn die Folgen eines Streiks sehr rasch eintreten.

Daher genießen etwa die Arbeiter bei Stromversorgern bis heute extrem gute Bedingungen, weil bei ihnen ein Ausstand, also ein Stromabschalten binnen weniger Sekunden landesweit katastrophale Folgen auslöst. Daher sind auch Beamte und Energieversorger sehr effiziente Streikende. Hingegen gehen die Privilegien der einst übermächtigen Eisenbahner langsam zurück, weil immer mehr der Fracht auf die Straße ausweichen kann. Textilarbeiter haben überhaupt keine Streik-Kraft, weil es die Öffentlichkeit erst nach vielen Monaten überhaupt spüren würde, dass gestreikt wird. Noch ärmer sind die Arbeitslosen, die Arbeit Suchenden, die de facto automatisch im Dauerstreik-Zustand sind: Aber ihre Interessen sind ja noch nie von einer Gewerkschaft vertreten worden.

Und Streiks gegen die Schließung eines Unternehmens sind überhaupt das Dümmste, was es gibt. Denn dadurch bringt die Gewerkschaft die Arbeitnehmer um all ihre Ansprüche und die Vorteile eines Sozialplans. Aber langfristige Intelligenz ist ja noch nie die Eigenschaft eines Gewerkschafters gewesen. Irgendwann werden sie begreifen müssen, dass sie immer öfter als Kaiser ohne Kleider dastehen.

PS: Auch 1945 hat kein Betrieb, keine Gewerkschaft gestreikt. Damals wusste jeder, es geht täglich ums Überleben . . .

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2014 03:00

    Die führenden Gewerkschafter sind offensichtlich in der Verstaatlichten steckengeblieben. Da hatten Streiks noch (doppelte!) Wirkung, man konnte die Forderungen der Streikenden ganz leicht mit sauer verdientem Steuergeld befriedigen und kaufte damit gleich auch Wählerstimmen.

    Diese "große Zeit der Linken" gehört hoffentlich endgültig der Vergangenheit an.

    Zum Streikgrund, weil der Betrieb geschlossen werden soll, fällt mir nur ein:
    Bitte, liebe Genossen - dann übernehmt das Werkel in die ARBEITERSELBSTVERWALTUNG und führt es ganz einfach weiter. Dann könnt ihr beweisen, was ihr draufhabt und besser macht, als der Klassenfeind Unternehmer. Auf geht's und in die Hände gespuckt..................!

  2. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2014 08:07

    Es ist nichts Neues:
    die größte Gefahr für die Industrie Europas und damit auch Österreichs besteht im Überhandnehmen der Konkurrenzierung durch moderne, großteils mit europäischem Know-How errichtete nah- und fernöstlicher Werke, die sich der "billigen Millionenheere" immer noch genügsamer, jedoch strebsamer und vorwärtsstrebender Menschen bedienen!

    Wenn wir hier so weitermachen, die schwierige Lage unserer Industrien noch durch ungeschickte und gewerkschaftsprovozierte Arbeitsniederlegungen zusätzlich erschweren, dann wird's recht bald heißen: Adieu, Industriestandort Europa.

    Ich arbeite seit sechzig Jahren im europäischen Stahlgeschäft: Dutzende ehemals große Stahlwerke In Holland, England, Italien sah ich die Rolladen herunterziehen, oder in fremde (vorzugsweise indische und chinesische) Hände übergehen.
    Sogar die "armen" Ukrainer sind dabei, bei diesem Industrie-Ein- und Ausverkauf mitzumachen!
    Ursache und Gründe für diese "schiefe Ebene" in unserer Industrielandschaft:
    die immer noch ganz wesentlichen Einkommens-Unterschiede zwischen den
    "Einkaufs-Ländern", und unserem wohlstandsverwöhnten Europa!

    Ziemlich sicher, dass sich die Einkommensverhältnisse der Arbeitnehmer auch in den asiatischen "Tiger- und Löwenstaaten" Zug um Zug bessern, und sich damit die Unterschiede etwas einebnen werden: doch zu diesem Zeitpunkt wird es praktisch keine europäische Industrie mehr geben (oder eben in "fremden" Händen sein).

    Zuletzt noch ein typisches Beispiel:
    British Steel, das Flaggschiff der einstmals weltführenden Stahlnation Europas, nach Fusion mit dem niederländischen Stahlwerk "Hoogovens" als "Corus" firmierend, ist seit Jahren als "Tata" zu 100% in Händen indischer "Neureicher", andere große europäische Stahlriesen detto! Britische Manager katzbuckeln devot vor Emporkömmlingen ihres vormaligen Dienervolkes!!!

    Macht nur so weiter, Gewerkschaften und Gewerkschafter Österreichs und Europas!
    Nur dürft Ihr euch dann nicht wundern, wenn Ihr eines Tages in einer fremdbestimmten Industrielandschaft unter weit härteren Arbeitsbedingungen und mit ziemlich sicher geringer gefüllten Lohnsackerln Eure Arbeit zu verrichten haben werdet!
    Wenn's dann überhaupt noch Arbeit für Euch gibt!

    Dies nur zum Nachdenken!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  3. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2014 07:28

    wie ich seit jahren schreibe:

    die gewerkschaften haben ihre aufgaben schon lang erfüllt.

    jetzt aber sind sie selbst die besten und effektivsten arbeitsplatzvernichter - mehr nicht.

  4. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2014 11:13

    'Praktisch allen Zeitungen geht es katastrophal. Die Auflagen schrumpfen. Die Inserate schrumpfen. Die Umfänge schrumpfen.'

    Stimmt. Mit dem Nach-Links-zu-den-Grünen-Rutsch der Presse gibt es auch seit einiger Zeit in Österreich keine lesbare Zeitung mehr.

    Die Berichterstattung der Presse zu der intelligentesten Volksabstimmung seit Jahrzehnten Volksabstimmung der Schweizer in Bezug auf Zuwanderung ist für mich nicht akzeptabel.
    Da wird im Leitartikel beispielsweise Ursache und Wirkung verwechselt - man brauche jetzt mehr Ärzte, daher Zuwanderung. Die mehr Ärzte braucht man wegen der Zuwanderung!

    Egal, was rege ich mich auf - wir bestellen die Presse ohnedies in Kürze ab.

    Aber so eine Volksabstimmung hätte ich in Österreich auch gerne, das wäre seit Jahren wieder einmal EINE SINNVOLLE MASSNAHME !

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2014 12:17

    OT

    Geht es noch dreister? Im rot-grünen Wien ist alles möglich!
    Wer tritt diese verlogene Demo mit Täterumkehrparolen wie diese zurück:
    "Wer Grundrechte und Demokratie mit Füßen tritt, muss zurücktreten“?

    http://wien.orf.at/news/stories/2629684/

    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Puerstl-Angst-vor-Krawalldemo/131209834

    Hier kann man die angeblich "unfaßbaren Gewalttaten der Polizei" genau erkennen:

    http://tinyurl.com/nlke5n2

    Warum wird eine solche Demo schon wieder genehmigt.

    Rot-Grün - raus aus Wien!

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2014 13:29

    Wer erinnert sich noch an die große VOEST-Katastrophe in Linz, als in den 70er-,/80er-Jahren plötzlich ruchbar wurde, daß dieses Monument der Verstaatlichten Industrie einen für damalige Zeiten gigantischen Schuldenberg angehäuft hatte?

    Es schlug wie eine Bombe ein, als es zunächst hieß, die Voest habe 2,5 Milliarden S Schulden. Nach und nach kam die ganze Wahrheit zutage; bald hörte man von 6 Mrd, von 12 Mrd, von 20 Mrd, zuletzt waren es weit über 30 Mrd!

    Zu verdanken war diese Katastrophe der völlig SORGLOSEN Schuldenpolitik Kreiskys und der ROTEN Gewerkschaft, die damals noch auf dem hohen Roß saß; deren Chefs waren ausgefuchste Gauner, die aber nie hinter Gittern saßen!
    Sie nahmen in ihrer Präpotenz nicht zur Kenntnis, daß dank ihrer Aktivitäten viel zu VIELE Arbeiter für viel zu WENIG Arbeit vorhanden waren ---und noch immer forderten die Gewerkschaftsbosse noch mehr Privilegien für ihre Mitglieder.
    Eine Liste der damaligen Privilegien würde Erstaunliches aufzeigen!

    Von einem Berufsschlosser, der absolut glaubwürdig war, erfuhren wir, daß die Arbeit---nicht nur in der Voest, sondern auch in der damals ebenfalls verstaatlichten Chemie AG in LINZ, vormals "Stickstoffwerke"!---die tägliche "Arbeit" in ZWEI Stunden erledigt war; den "Rest" der Zeit stand man herum!

    Zusätzlich konnten sich die Arbeiter auf die saftige Abfertigung freuen, die sie in relativ jungen Jahren abholen konnten; sie war so hoch, daß sich für jeden Voest- und Chemie-AG-Arbeiter locker ein dicker BMW ausging. Mit dem konnten sie dann PFUSCHEN fahren.

    Von einem der zahllosen Voest-Generaldirektoren weiß ich, daß er sich täglich von seinem Chauffeur mit dem stattlichen Dienstwagen von seinem Wohnort Krems abholen und von Linz wieder zurückbringen ließ.

    Von den exorbitant hohen Gagen der Gewerkschaftsbosse brauche ich nicht zu reden.

    Summa summarum kann man behaupten, daß an dem gigantischen Schuldenberg, der seit Kreisky völlig verantwortungslos und sorglos angehäuft worden ist, ein gerüttelt' Maß an Schuld die GEWERKSCHAFTEN trifft, die Kreisky nicht eingebremst hat.
    Die Gewerkschaften sind RUINÖS!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Februar 2014 08:20

    Gefragt sind in der Realität stehende Arbeitnehmervertreter und keine Vorfeldorganisationen der Parteien, die auf den Rücken der Arbeiter packeln wie es gerade opportun ist.

    Das Geschäft der Zukunft wird hart, sehr hart. Der Großteil der Arbeiter hat das längst begriffen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorUKW
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    08. Februar 2014 08:13

    Nur ja nicht zu viel über die wahren Erpresser und Blutsauger in diesem Land schreiben: Die Beamten. Gerade einmal eine kurze Erwähnung hat sich Unterberger abringen lassen, weil offenbar sehr viele zahlende "Partner" Beamte sind und noch dazu als ÖVP-Klientel gelten (obwohl die Roten, Blauen und Grünen natürlich ebenfalls Beamtenlobbyisten sind).

    Die Streikdrohungen der Beamten sind vor allem deshalb von Erfolg gekrönt, weil die ASVG-Deppen ohnehin die Rechnung zahlen. Die großzügigen Gehälter, Biennalsprünge und jährlichen Gehaltserhöhungen müssen ja nicht am freien Markt erwirtschaftet werden. Außerdem werden die Gehaltsverhandlungen nicht mit Arbeitgebern geführt, die höhere Personalkosten aus der eigenen Tasche zahlen müssen, sondern die Gewerkschafter verhandeln mit Regierungmitgliedern, die in den meisten Fällen selbst Beamte sind. Sie haben ein Rückkehrrecht in ihre Beamtenjobs und profitieren selbst von möglichst hohen Zugeständnissen. Die Biennalsprünge und Beförderungen laufen weiter. Da sind Streiks rasch von Erfolg gekrönt. Die ASVG-Deppen werden die Rechnung schon bezahlen.

    Na ja und zwischen einem Ausstand bei den Stromversorgern und dem Stromabschalten ist halt auch ein Unterschied. Die hohen Kollektivverträge gelten ja im Prinzip für alle Versorger. Auch hier gilt: Wenn die Löhne steigen, steigen eben die Strompreise und Durchleitungsgebühren mit. Ohne Strom geht es ja heutzutage nicht mehr, daher muss man die hohen Leitungsgebühren an die jeweiligen Landesversorger ohnehin zahlen. Da gibt es kein Entkommen.

    Ob die Privilegien der Eisenbahner zurückgehen weiß ich nicht, aber die hohen Gehälter steigen jedenfalls Jahr für Jahr weiter. Dank einem jährlichen Milliardenzuschuss von den ASVG-Deppen. Die ÖBB bleiben so oder so ein Fass ohne Boden, ob die Fracht teilweise von der Schiene auf die Straße verlagert wird oder nicht.

    Fazit: in den richtigen "Branchen" wirken Streiks immer.


alle Kommentare

  1. cmh (kein Partner)
    09. Februar 2014 15:19

    Jeder Gewerkschaftsfunktionär sollte drei Studienmonate in einer chinesischen Fabrik gleichen Gewerbes verbringen.

    Unser Land würde aufblühen!

  2. A.E.I.O.U. (kein Partner)
    09. Februar 2014 14:08

    Es ist ganz einfach:

    Streiken kann nur, wer gebraucht wird !

  3. Tik Tak (kein Partner)
    08. Februar 2014 15:37

    " ... Zwar sind sie heute den Chinesen noch zu kompliziert; große Druckmaschinen sind ja nur noch mit einem modernen Flugzeug vergleichbar. ..."

    Wow, wieder einmal ein typischer Unterberger.
    Außerhalb der Pyrkergasse gibt es wohl noch andere Informationen.

    Z.B. über die "Shanghai Dragon Printing Machinery Co.", oder die "Ningbo Xinda Printing Machine Co., Ltd" .
    Das sind mittlerweile auch technologisch den Europäern überlegene und auf dem, speziell asiatischen und südamerikanischen, Markt viel besser verankerte Hersteller von großen Drucksystemen mit eigener Entwicklung - um nur zwei zu nennen.
    Von den ach so unterlegenen Chinesen und da müssen wir noch lange nicht nach Korea schauen, um die dort befindlichen Weltmarktführer zu suchen, die ja keine Ahnung von dem Geschäft haben.
    Die liefern übrigens bessere Qualität als KBA und zwar um ein Drittel billiger.

    Der Streik selbst ist, da stimme ich zu, sinnlos und wird die Werksschließung beschleunigen.
    Das ist also wieder nur ein Nachweis für die weltfremde Ansicht der Gewerkschaft, die einen Streik als probates Mittel zur Erpressung der Unternehmen sehen.

    Besser wäre es gewesen die bestehende Infrastruktur für andere Produkte von KBA zu nutzen.
    Aber dafür braucht man ja Gehirn und keinen starken Arm.
    Also wird KBA die Produktionsmittel aus Mödling früher als geplant abziehen und den Betrieb dort stillegen.

    Das wenigstens hätte die Gewerkschaft aus ihren Fehlern in Traiskirchen oder Hallein lernen können.
    So ein Streik beschleunigt den Abbau von Arbeitsplätzen.

    Und kein Wort vom Arbeitsminister, vom Wissenschaftsminister (ach ja, den gibt es nicht mehr) oder vom Finanzminister (ach ja, den gibt ja auch nur mehr auf dem Papier).

  4. UKW (kein Partner)
    08. Februar 2014 08:13

    Nur ja nicht zu viel über die wahren Erpresser und Blutsauger in diesem Land schreiben: Die Beamten. Gerade einmal eine kurze Erwähnung hat sich Unterberger abringen lassen, weil offenbar sehr viele zahlende "Partner" Beamte sind und noch dazu als ÖVP-Klientel gelten (obwohl die Roten, Blauen und Grünen natürlich ebenfalls Beamtenlobbyisten sind).

    Die Streikdrohungen der Beamten sind vor allem deshalb von Erfolg gekrönt, weil die ASVG-Deppen ohnehin die Rechnung zahlen. Die großzügigen Gehälter, Biennalsprünge und jährlichen Gehaltserhöhungen müssen ja nicht am freien Markt erwirtschaftet werden. Außerdem werden die Gehaltsverhandlungen nicht mit Arbeitgebern geführt, die höhere Personalkosten aus der eigenen Tasche zahlen müssen, sondern die Gewerkschafter verhandeln mit Regierungmitgliedern, die in den meisten Fällen selbst Beamte sind. Sie haben ein Rückkehrrecht in ihre Beamtenjobs und profitieren selbst von möglichst hohen Zugeständnissen. Die Biennalsprünge und Beförderungen laufen weiter. Da sind Streiks rasch von Erfolg gekrönt. Die ASVG-Deppen werden die Rechnung schon bezahlen.

    Na ja und zwischen einem Ausstand bei den Stromversorgern und dem Stromabschalten ist halt auch ein Unterschied. Die hohen Kollektivverträge gelten ja im Prinzip für alle Versorger. Auch hier gilt: Wenn die Löhne steigen, steigen eben die Strompreise und Durchleitungsgebühren mit. Ohne Strom geht es ja heutzutage nicht mehr, daher muss man die hohen Leitungsgebühren an die jeweiligen Landesversorger ohnehin zahlen. Da gibt es kein Entkommen.

    Ob die Privilegien der Eisenbahner zurückgehen weiß ich nicht, aber die hohen Gehälter steigen jedenfalls Jahr für Jahr weiter. Dank einem jährlichen Milliardenzuschuss von den ASVG-Deppen. Die ÖBB bleiben so oder so ein Fass ohne Boden, ob die Fracht teilweise von der Schiene auf die Straße verlagert wird oder nicht.

    Fazit: in den richtigen "Branchen" wirken Streiks immer.

    • fewe (kein Partner)
      08. Februar 2014 12:36

      Ich verstehe die permanente Jammerei der Privatangestellten nicht. Es hat doch jeder die Möglichkeit in den Staatsdienst, zu einem Energielieferanten oder zur ÖBB zu gehen. Oder sich einfach selbständig zu machen.

      Vor etwa 30 Jahren als ich berufstätig wurde, wurden alle bemitleidet, die in den Staatsdienst gegangen sind, weil man in der Privatwirtschaft mindestens das Doppelte verdient hatte. Heute ist das früher "wenige, aber dafür sicher" nicht nur sicher sondern erheblich mehr.

      Die Wirtschaft ist stark zurückgegangen und die Arbeitgeber haben eine große Auswahl an Bewerbern, die auch für immer weniger Geld arbeiten. Die Politik hat leider die Rahmenbedingungen dafür geschaffen. Ich wäre beispielsweise für ein Verbot von Leiharbeit, weil das Menschenhandel ist. Aber es ist ja alles voll super und modern.

    • UKW (kein Partner)
      08. Februar 2014 13:47

      Sehr geehrter Herr oder Frau "fewe",

      Sie meinen also, wir sollten alle in den Staatsdienst gehen, dann geht es uns allen gut? Und wer soll dann bitte das Schlaraffenland finanzieren? Diesen verzweifelten Versuch die hohen Gehälter und Privilegien zu rechtfertigen, habe ich schon 100 mal gehört. Dürfte eine Empfehlung der Beamtengewerkschaft sein.

      Außerdem wäre ich sehr gerne Beamter. Ich habe es aber mein Leben lang abgelehnt einer Partei beizutreten. Ich kenne persönlich sehr viele Menschen die bei einer Partei sind und daher als Beamte oder Vertragbedienstete arbeiten (fast alle übrigens bei der SPÖ). Das ist natürlich kein Zufall sondern Korruption, die in Österreich auch von den Medien stets als "Parteibuchwirtschaft" verharmlost wird.

      Darf man fragen, wer Sie damals reingebracht hat in den Staatsdienst? Gab es einen Schieber? Eine Partei? Einen Bekannten? Hand aufs Herz, wer war es? Und fanden Sie das im Sinne der Gerechtigkeit in Ordnung?

      An der Postenkorruption hat sich übrigens bis heute nichts geändert.

      Zu ihrer weiteren Argumentation, die ebenfalls ein alter Hut ist: Erstens bezweifle ich, dass sie vor 30 Jahren bemittleidet wurden. Zweitens bezweifle ich, dass andere für eine gleichwertige Tätigkeit das Doppelte bezahlt bekamen. Drittens haben Sie vergessen zu erwähnen, dass man damals wie heute in der Privatwirtschaft mindestens das Doppelte leisten muss. Von anderen Selbstverständlichkeiten, die Sie genießen ganz zu schweigen: Arbeitsplatzsicherheit, Beamte drücken sich sogar davor, in die Arbeitslosenkasse einzuzahlen, Sie bekommen Überstunden auch bezahlt, die sie geleistet haben, und müssen nicht mit Ihrem Arbeitgeber streiten....

      Oder warum sind Sie damals zum Bund gegangen: War es Sadomasochimus, wenn dort alles so furchtbar ist?

      Vielleicht sollten wir nicht nur Leiharbeit verbieten, sondern gleich den ganzen Leistungsdruck, den es in der Privatwirtschaft gibt? Dann werfen wir die Druckerpresse an und wir Leben alle im Schlaraffenland (sprich: Wie die Beamten).

    • fewe (kein Partner)
      08. Februar 2014 18:39

      @UKW: Ich bin und war nie im Staatsdienst.

      Warum sollte ein Beamter für eine Arbeitslosenversicherung Prämien zahlen, wenn er doch nie arbeitslos werden kann? Welchen Sinn soll das denn haben?

      Vor 30 Jahren war es jedenfalls so, dass Leute mit selber Qualifikation im Staatsdienst etwa die Hälfte dessen verdient haben wie in der Privatwirtschaft. Freilich muss man in der Privatwirtschaft mehr arbeiten und bekommt dann auch mehr. Aber als Beamter kann man mehr arbeiten und bekommt nicht mehr.

      Ich habe kein Parteibuch, aber wenn man nur mit Parteibuch in den Staatsdienst gehen kann, und Sie daran so interessiert waren verstehe ich nciht, warum Sie nicht einfach einer Partei beigetreten sind. Selbstverständlich ist das nicht ideal, aber Ihre Eltern sind offenbar - so wie auch meine - nicht jene, die ide Regeln gemacht haben. Man kann sich danach richten oder dem ausweichen oder das ganze Leben deswegen trotzig sein. Von der Gleichheit der Menschen kann man träumen, aber die gibt es nicht einmal im Kommunismus. Es sind einfach nciht alle Menschen gleich, man ist nur bestrebt, möglichst allen gleiche Chancen zu geben. Das ist doch schon genug Fortschritt. Dass manche schlauer, sympathischer, intelligenter sind kann man damit nicht nivellieren.

      Leiharbeit ist einfach Sklaverei. Das hat nichts mit viel oder wenig arbeiten wollen zu tun sondern mit Arbeiten für eine adäquate Bezahlung und unter würdigen Bedingungen.

    • UKW (kein Partner)
      08. Februar 2014 19:49

      Sehr geehrte Frau bzw Herr "fewe",

      zu Ihren ersten Fragen: "Warum sollte ein Beamter für eine Arbeitslosenversicherung Prämien zahlen, wenn er doch nie arbeitslos werden kann? Welchen Sinn soll das denn haben?"

      Gegenfragen: Warum soll ich mit meinen Steuergeldern die Wiener Staatsoper bezuschussen? Wenn ich doch niemals in die Oper gehe? ...... etc, etc verstehen Sie was ich meine?

      Womöglich werfen Sie noch die Frage auf, warum Sie für Entwicklunghilfe in Afrika mit Ihrem Steuergeld zahlen müssen? Welchen Sinn soll das denn haben, werden Sie fragen.

      Außerdem ist es falsch, dass Beamte niemals arbeitslos werden können. Sie müssen zwar goldene Löfffel stehlen, bevor sie entlassen werden, aber das kommt vor. Wenn sie ertappt werden, werden sie vorerst mit cirka 75 Prozent des Gehalts dienstfreigestellt, um dann vielleicht 12 Monate danach nach einer angemessenen Frist entlassen zu werden.

      Oder ein Beamter quitiert freiwillig den Dienst, weil er in eine private Firma wecheln will (ich weiß so verrückt ist niemand, dass er freiwillig sein Biotop verlässt, aber nur als Beispiel). Die Firma kommt aber rasch drauf, dass der Typ nicht zu gebrauchen ist und kündigt ihn. Und schon ist man arbeitslos.

      Beamte haben nachdem sie entlassen wurden außerdem sehr wohl Anspruch auf Arbeitslosengeld und Notstandshilfe obwohl sie niemals eingezahlt haben. Nur heißt das dort Unterstützungskasse. Die Höhe der staatlichen Zuwendungen ist aber gleich hoch, wie bei AL-Geld und Notstand. Jetzt haben Sie wieder was gelernt. Stimmts? Der Sie von der Materie zwar wenig Ahnung haben, aber trotzdem so uneigennützig die Beamten verteidigen, obwohl sie doch siiiicher kein Beamter sind. Ehrlich gesagt, ich nehme Ihnen das nicht ab. Sie werden verstehen, dass ich mit mutmaßlichen Lügnern nicht weiter kommuniziere.

    • fewe (kein Partner)
      08. Februar 2014 22:23

      Lieber UKW,

      es wäre lieb, wenn Sie mir überlassen würden, welche Fragen ich stellen würde...

      Ich bin sehr wohl der Meinung, dass es in Österreich viel zu viele Beamten und allgemein Staatsbedienstete gibt; insbesonders seit Erfindung des Computers.

      Die Beamten bekommen aber keine Zahlungen aus der Arbeitslosenversicherung, in die die Privatangestellten ihre Prämien einzahlen. Warum sollen sie da mitzahlen, das ist ja das Geld, das sie verdienen.

      Die Staatsoper wird aus den Steuergeldern gezahlt. Die Prämie für die Arbeitslosenversicherung ist eine Versicherung für sich selbst und nicht für die Allgemeinheit.

      Wären Sie halt einfach Beamter geworden, wenn Sie denen alles neidig sind. Ich bin denen nichts neidig. Man muss sich halt aussuchen, was man will und hat dann entsprechende Vor- und Nachteile. Da das Arbeitsleben eben über mehrere Jahrzehnte geht, ist es nicht unwahrscheinlich, dass man irgendwann lieber eine andere Entscheidung getroffen hätte.

    • kaffka (kein Partner)
      10. Februar 2014 18:19

      UKW (kein Partner)
      08. Februar 2014 08:13

      Ganz so einfach wird es für die Stromversorgungs-sabotierer auch nicht lange gehen.

      Die Photovoltaik- und Windkraft- Inselanlagen werden halt schneller ausgebaut werden. Die brauchen auch keine Leitungs etc. Gebühren zahlen.

  5. Knut (kein Partner)
    08. Februar 2014 07:58

    Mir kommt das vor wie ein Skilehrer, der - auf einer Lawine talwärts gerissen - einen Streik ausruft. Selten dämlich ...

    Gibt es bei der Gewerkschaft noch Leute mit Hirn?

  6. Harun al Raschid
    07. Februar 2014 22:47

    Endlich hat sich die fundamentalistische Gemeinschaft der Gewerkschaftsbrüder selbst und ohne Not in die Wüste verirrt. Und hoffentlich wird es den vernünftig denkenden Frauen und Männern unseres Khalifates (und, vielleicht, auch dem einen oder anderen Gewerkschaftsbruder) jetzt endlich klar, dass diese zwar grösste, aber auch unnötigste Brüderschaft unseres Landes als Folge nur mehr einen Beschluß fassen kann: jenen auf umgehende, ersatzlose Selbstauflösung. Damit wäre auch deutlich erkennbar ein lange andauernder Irrtum endgültig aus der Welt geschafft, nämlich der, dass die Verweigerung von Arbeiten, zu denen sich einer verpflichtet hat, auch durch Gesetze gedeckt und sogar geregelt wäre: Das hat es nämlich - Allah sei Dank - nie gegeben: und die Agitatoren aus der Wüste Ögebeh, die anderes behaupte(te)n, waren und sind schlicht und einfach Lügner. Aber von solchen Typen, die ihren Mitmenschen den Sandsturm in die Augen treiben, gibt es ja leider genug....bei uns, in Bagdad.

  7. Undine
    07. Februar 2014 13:29

    Wer erinnert sich noch an die große VOEST-Katastrophe in Linz, als in den 70er-,/80er-Jahren plötzlich ruchbar wurde, daß dieses Monument der Verstaatlichten Industrie einen für damalige Zeiten gigantischen Schuldenberg angehäuft hatte?

    Es schlug wie eine Bombe ein, als es zunächst hieß, die Voest habe 2,5 Milliarden S Schulden. Nach und nach kam die ganze Wahrheit zutage; bald hörte man von 6 Mrd, von 12 Mrd, von 20 Mrd, zuletzt waren es weit über 30 Mrd!

    Zu verdanken war diese Katastrophe der völlig SORGLOSEN Schuldenpolitik Kreiskys und der ROTEN Gewerkschaft, die damals noch auf dem hohen Roß saß; deren Chefs waren ausgefuchste Gauner, die aber nie hinter Gittern saßen!
    Sie nahmen in ihrer Präpotenz nicht zur Kenntnis, daß dank ihrer Aktivitäten viel zu VIELE Arbeiter für viel zu WENIG Arbeit vorhanden waren ---und noch immer forderten die Gewerkschaftsbosse noch mehr Privilegien für ihre Mitglieder.
    Eine Liste der damaligen Privilegien würde Erstaunliches aufzeigen!

    Von einem Berufsschlosser, der absolut glaubwürdig war, erfuhren wir, daß die Arbeit---nicht nur in der Voest, sondern auch in der damals ebenfalls verstaatlichten Chemie AG in LINZ, vormals "Stickstoffwerke"!---die tägliche "Arbeit" in ZWEI Stunden erledigt war; den "Rest" der Zeit stand man herum!

    Zusätzlich konnten sich die Arbeiter auf die saftige Abfertigung freuen, die sie in relativ jungen Jahren abholen konnten; sie war so hoch, daß sich für jeden Voest- und Chemie-AG-Arbeiter locker ein dicker BMW ausging. Mit dem konnten sie dann PFUSCHEN fahren.

    Von einem der zahllosen Voest-Generaldirektoren weiß ich, daß er sich täglich von seinem Chauffeur mit dem stattlichen Dienstwagen von seinem Wohnort Krems abholen und von Linz wieder zurückbringen ließ.

    Von den exorbitant hohen Gagen der Gewerkschaftsbosse brauche ich nicht zu reden.

    Summa summarum kann man behaupten, daß an dem gigantischen Schuldenberg, der seit Kreisky völlig verantwortungslos und sorglos angehäuft worden ist, ein gerüttelt' Maß an Schuld die GEWERKSCHAFTEN trifft, die Kreisky nicht eingebremst hat.
    Die Gewerkschaften sind RUINÖS!

    • Undine
      07. Februar 2014 14:00

      "Von einem Berufsschlosser, der absolut glaubwürdig war, ....."

      Korr.: Der Mann war BETRIEBSschlosser!

  8. mischu
    07. Februar 2014 12:17

    OT

    Geht es noch dreister? Im rot-grünen Wien ist alles möglich!
    Wer tritt diese verlogene Demo mit Täterumkehrparolen wie diese zurück:
    "Wer Grundrechte und Demokratie mit Füßen tritt, muss zurücktreten“?

    http://wien.orf.at/news/stories/2629684/

    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Puerstl-Angst-vor-Krawalldemo/131209834

    Hier kann man die angeblich "unfaßbaren Gewalttaten der Polizei" genau erkennen:

    http://tinyurl.com/nlke5n2

    Warum wird eine solche Demo schon wieder genehmigt.

    Rot-Grün - raus aus Wien!

  9. Rosi
    07. Februar 2014 11:13

    'Praktisch allen Zeitungen geht es katastrophal. Die Auflagen schrumpfen. Die Inserate schrumpfen. Die Umfänge schrumpfen.'

    Stimmt. Mit dem Nach-Links-zu-den-Grünen-Rutsch der Presse gibt es auch seit einiger Zeit in Österreich keine lesbare Zeitung mehr.

    Die Berichterstattung der Presse zu der intelligentesten Volksabstimmung seit Jahrzehnten Volksabstimmung der Schweizer in Bezug auf Zuwanderung ist für mich nicht akzeptabel.
    Da wird im Leitartikel beispielsweise Ursache und Wirkung verwechselt - man brauche jetzt mehr Ärzte, daher Zuwanderung. Die mehr Ärzte braucht man wegen der Zuwanderung!

    Egal, was rege ich mich auf - wir bestellen die Presse ohnedies in Kürze ab.

    Aber so eine Volksabstimmung hätte ich in Österreich auch gerne, das wäre seit Jahren wieder einmal EINE SINNVOLLE MASSNAHME !

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  10. Erich Bauer
    07. Februar 2014 10:54

    DIE REALWIRTSCHAFT ZIEHT SICH ZURÜCK. SIE VERLÄSST DAS LAND. UND BLEIBT UNAUFFINDBAR… „ATLAS SHRUGGED“

    Es stellt sich die Frage ob der „Rückzug“ der Realwirtschaft konjunktureller oder bereits STRUKTURELLER Natur ist…

    Auch das Drehen der Volkswirte an den „Stellschrauben“ erweist sich nicht mehr als „das Gelbe vom Ei“…

    Die beliebteste „Stellschraube“ für Volkswirte – der LEITZINS – scheint ja zur Überraschung der „Experten“ nicht mehr zu „funzen“… 0,25 Prozent! Warum diese „Schraube“ nicht überhaupt gleich wegschmeißen? Es stellt sich die Frage ob der „Rückzug“ der Realwirtschaft konjunktureller oder bereits STRUKTURELLER Natur ist…

    Die NIEDRIGZINSPOLITIK… Leider „kurbelt“ diese „Stellschraube“ gar nix an. Jedenfalls nicht die „Wirtschaft“, vor allem nicht die „reale“. Nur TENDENZIELL… das wissen sogar die Volkswirte.

    Die „Börsianer“ haben auch schon den Grund für die missliche Lage gefunden. Es ist die geschwundene HOFFNUNG in der REALWIRTSCHAFT auf „Unterstützungsmaßnahmen“ der NOTENBANK! Tatsächlich aber, ist die NOTENBANK nur sehr marginal für Investitionsentscheidungen in der Realwirtschaft ein Kriterium…

    Für die Realwirtschaft, resp. KMUs, ist ein gedeihliches Fortkommen unter den derzeitigen abgaben-, steuerrechtlichen und sonstigen Rahmenbedingungen NICHT möglich! Da macht bald (jetzt schon?) NIEMAND mehr mit. Und „ante portas“ stehen schon die Quoten- und Genderbeauftragten! Nebst den Ge- und Verbotsneurotikern… die ihre „Lebensberechtigung“ im Ausstellen von „Strafzetteln“ begründen.

    Das wird noch bitter. Der „Schurkenstaat“ kann seine Umverteilungsmaschinerie ohne fortwährendes „Geld aus dem Nichts“ nicht in Gang halten. Denn mit den produktiven Leistungen aus der Volkswirtschaft ist das schon längst nicht einmal annährend möglich … Und, wenigstens ein BISSCHEN Realwirtschaft, resp. KMUs, brauchen die „Schurken“ schon… für die KREDITBEWILIGUNG.

    Einziger „Trost“: An diesen globalen RIESENBETRUG haben halt auch die BÜRGEN(=Bürger) über den Weg der stimmenmaximierenden "Umverteilung" ganz gut "verdient"...

    • Erich Bauer
      07. Februar 2014 15:51

      Bitte, bitte... An meine 1-2 treuen Fans: Gebt mir KEINE "Sterndln"! Ich weiß, das ist schwer...

      Mein Bestreben ist es, als einziger "Krönchen"-Poster für einen ganzen Monat lang... nicht ein EINZIGES "Sternderl" einzuheimsen!!! Natürlich wäre dazu der aussichtsreichste Weg, ÜBERHAUPT NIX MEHR Zu POSTEN... Das scheint mir als Herausforderung aber etwas zu mickrig.

      Und auf keinen Fall will ich als "QUOTENMANN" das Monats-Podest, so als "Feigenblatt", für noch so sanfte und verständnisvolle Amazonen, zieren... ICH BIN NÄMLICH KEIN SOFTIE! ICH BIN 'KEIN SCHLEIMIGER ODYSSEUS... :-)))

  11. Josef Maierhofer
    07. Februar 2014 10:24

    Betonhirne.

    Sie folgen blind ihrer Ideologie (=Idiotie).

    Die Ideologie ist einfach, alles ist gleich (hat gleich zu sein, außer ihr Bonzendasein, das hat gleicher zu sein), alles ist egal, denken ist verboten für die 'Vertretenen'.

    Sie bemerken nicht die Veränderungen, sie bemerken nicht die Branchenunterschiede, sie bemerken nicht das Europa allgemein stark im Rückschritt ist, sie bemerken gar nichts, sind halt Steinzeitkommunisten.

    Ja, Europa geht zurück, vor allem die Produktion, wird ja alles ausgelagert, weil hier nicht mehr realisierbar.

    Gerade hat mir ein Kunde, der bei seinen Kunden in Fernost war, dass dort an den Banken Euros nicht mehr angenommen werden, egal wo. Aber diese Realität bemerken die Betonhirne auch nicht.

    So war es auch bei Voith St. Pölten, es mussten 200 gekündigt werden.

    Schön langsam können diese realitätsfernen Gewerkschaftsbonzen die 'Ernte' für 40 Jahre 'Sozialromantik', die sie gepredigt haben, einfahren und zu erkennen beginnen, dass sie in einer falschen Zeit auf das falsche Pferd setzen. Nicht zuletzt sind sie schuldig zu erkennen für die Vertreibung der Arbeit aus Europa und unsere Betonhirne für die Vertreibung der Arbeit aus Österreich.

  12. Wolfgang Bauer
    07. Februar 2014 09:38

    Die Gewerkschaft hat ja auch die schädliche Formel vom "vollen Lohnausgleich" - übrigens ein völlig verfehlter Begriff, der offensichtlich zur Vernebelung dienen soll - für die Arbeitszeitverkürzungen geprägt. Dadurch wurde letztlich verhindert, dass die Arbeitszeitverkürzungen zu höherer Beschäftigung führten. So führten sie halt zu mehr Robotern und einem neuen Klassensystem: Die Jobinhaber vs. die Arbeitslosen.

    Die Gewerkschaft glaubt immer: "A bissl was geht immer noch". Da haben sie die Globalisierung noch nicht verstanden. Zu Lasten ihrer Mitglieder und Zahler.

    • no na (kein Partner)
      08. Februar 2014 19:21

      Der Ausdruck "mit vollem Lohnausgleich" ist wirklich total vertrottelt und nur für ein Gewerkschaftshirn verständlich. Aber wenn man echte Geweakschofta bei der Arbeit beobachten konnte, dann wundert man sich über nichts mehr. Eine verständliche Sprache zeichnet den "Klassenfeind" aus, so ist das, alles klar?

  13. Gerhard Pascher
    07. Februar 2014 09:01

    Auch wenn es im Art. 11 der Europäischen Menschenrechtskonvention erwähnt wird, gibt es eigentlich in Österreich kein Streikrecht, welches verfassungsrechtlich anerkannt ist. Aber es gibt auch kein gesetzliches Streikverbot. Streik ist – wie AU richtig erwähnt – eine Erpressung gegenüber dem Arbeitgeber bzw. z.B. beim Steuerstreik gegenüber den Behörden und ein Vertragsbruch bzw. im Steuerfall eine Gesetzesverletzung. Bei einem Arbeitskampf könnte es daher zur fristlosen Entlassung der Streikenden führen, was aber bisher kaum geschehen ist. In manchen Ländern gibt es aber eine gesetzliche Abkühlphase mit Schlichtern, wo nach einer gemeinsamen Lösung im Arbeitskampf gerungen wird.

    Die Gewerkschaften sind sich dieser „Schwäche“ durchaus bewusst und versuchen aber weiterhin, mit solchen ultimativen Kampfmaßnahmen ihre Forderungen durchzusetzen. Österreich ist stolz auf die sog. Sozialpartnerschaft, welche aber nicht mehr so wie zu Benya's Zeiten funktioniert. Denn auch die Gewerkschaften haben erkannt, dass sich die Zeiten geändert haben und auch die Mitglieder scharenweise davonlaufen. Langfristig sind Streiks vielleicht bald wirkungslos und sogar ein Auslaufmodell. Auch der Wunsch des ÖGB an die deutsche Gewerkschaft, dass beim Stammbetrieb des DRuckmaschinenherstellers eine entsprechende Unterstützung (Streik?) der österreichischen Forderungen erfolgt, bleibt wirkungslos.

    Wenn Branchen durch neue Entwicklungen an Bedeutung verlieren, dann müssen auch Arbeitnehmer flexibel sein, denn eine lebenslange Garantie auf einen Arbeitsplatz gibt es nicht. LLL (Lebenslanges Lernen) ist angesagt. Es wäre besser, wenn die Gewerkschaften ihren Mitgliedern Kurse anbieten würden, wo eben auch auf andere Berufe umgesattelt werden könnte. Man darf auch nicht vergessen, dass es nun hundertausende völlig neue Arbeitsplätze gibt, welche vor 20 oder 30 Jahren noch undenkbar gewesen wären. Ebenso muss man bezüglich des eigenen Wohnsitzes künftig viel flexibler werden. Wenn man nicht lange Anfahrtswege in Kauf nehmen will, dann muss eben eine neue Wohnung gefunden werden.

    In Großbritannien, Kanada und Australien habe ich gesehen, dass Leute zuerst eine Arbeitsstelle suchen und bei Erfolg sich anschließend in der Umgebung um ein neues Heim kümmern. Dazu muss aber erwähnt werden, dass erstens man nicht so sehr wie bei uns am Eigenheim bzw. der Wohnung „hängt“ und zweitens der Umstieg auf eine neue Bleibe nicht mit so hohen Kosten wie bei uns verbunden ist. Oft helfen sogar die neuen Arbeitgeber bei der Übersiedlung durch Kostenbeteiligung usw. So wird hierzulande vom Makler sowohl vom Verkäufer/Vermieter als auch vom Käufer/Mieter eine Provision verlangt, während es anderswo nur eine Gebühr gibt. Ebenfalls entfällt vielfach die Einschaltung eines Notars/Anwalts, da der Makler auch diese notwendigen Arbeiten und z.B. die Treuhandverwaltung von Geldern erledigt. Dies ist auch ein Grund, warum es kaum Privat-zu-Privat-Verkäufe/Vermietungen gibt, denn beide Seiten sind froh, einen Profi dazwischengeschaltet zu haben. Übrigens verhält es sich mit Versicherungen usw. ähnlich, da ist man mit einem (möglichst) unabhängigen Makler viel besser bedient.

  14. brechstange
    07. Februar 2014 08:20

    Gefragt sind in der Realität stehende Arbeitnehmervertreter und keine Vorfeldorganisationen der Parteien, die auf den Rücken der Arbeiter packeln wie es gerade opportun ist.

    Das Geschäft der Zukunft wird hart, sehr hart. Der Großteil der Arbeiter hat das längst begriffen.

  15. Wertkonservativer
    07. Februar 2014 08:07

    Es ist nichts Neues:
    die größte Gefahr für die Industrie Europas und damit auch Österreichs besteht im Überhandnehmen der Konkurrenzierung durch moderne, großteils mit europäischem Know-How errichtete nah- und fernöstlicher Werke, die sich der "billigen Millionenheere" immer noch genügsamer, jedoch strebsamer und vorwärtsstrebender Menschen bedienen!

    Wenn wir hier so weitermachen, die schwierige Lage unserer Industrien noch durch ungeschickte und gewerkschaftsprovozierte Arbeitsniederlegungen zusätzlich erschweren, dann wird's recht bald heißen: Adieu, Industriestandort Europa.

    Ich arbeite seit sechzig Jahren im europäischen Stahlgeschäft: Dutzende ehemals große Stahlwerke In Holland, England, Italien sah ich die Rolladen herunterziehen, oder in fremde (vorzugsweise indische und chinesische) Hände übergehen.
    Sogar die "armen" Ukrainer sind dabei, bei diesem Industrie-Ein- und Ausverkauf mitzumachen!
    Ursache und Gründe für diese "schiefe Ebene" in unserer Industrielandschaft:
    die immer noch ganz wesentlichen Einkommens-Unterschiede zwischen den
    "Einkaufs-Ländern", und unserem wohlstandsverwöhnten Europa!

    Ziemlich sicher, dass sich die Einkommensverhältnisse der Arbeitnehmer auch in den asiatischen "Tiger- und Löwenstaaten" Zug um Zug bessern, und sich damit die Unterschiede etwas einebnen werden: doch zu diesem Zeitpunkt wird es praktisch keine europäische Industrie mehr geben (oder eben in "fremden" Händen sein).

    Zuletzt noch ein typisches Beispiel:
    British Steel, das Flaggschiff der einstmals weltführenden Stahlnation Europas, nach Fusion mit dem niederländischen Stahlwerk "Hoogovens" als "Corus" firmierend, ist seit Jahren als "Tata" zu 100% in Händen indischer "Neureicher", andere große europäische Stahlriesen detto! Britische Manager katzbuckeln devot vor Emporkömmlingen ihres vormaligen Dienervolkes!!!

    Macht nur so weiter, Gewerkschaften und Gewerkschafter Österreichs und Europas!
    Nur dürft Ihr euch dann nicht wundern, wenn Ihr eines Tages in einer fremdbestimmten Industrielandschaft unter weit härteren Arbeitsbedingungen und mit ziemlich sicher geringer gefüllten Lohnsackerln Eure Arbeit zu verrichten haben werdet!
    Wenn's dann überhaupt noch Arbeit für Euch gibt!

    Dies nur zum Nachdenken!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Erich Bauer
      07. Februar 2014 08:41

      @Wertkonservativer,

      Die Deindustrialisierung ist PROGRAMM. Das wurde im Zuge der EU-Abstimmung nicht einmal verheimlicht! Und unsere ÖVP hat diese "Segnungen" leuchtenden und feuchten Auges, als PRO-EU-Argument, gebetsmühlenartig vorgebracht... Begeistert wurde der Wegfall des "Ursprungszeugnisses" ins Treffen gebracht.

      Und die anwesenden BÜRGER klatschten dazu... Gegenargumente brachten sie zwar kurz (wirklich nur ganz kurz) ins Stocken. Der Status des Nachdenkens wurde gar nicht erreicht... als da schon wieder der Ruf: "Weg mit dem Ursprungszeugnis"!"...

    • Gerhard Pascher
      07. Februar 2014 10:30

      Europa schafft sich ab
      trifft auch hier zu. Ich habe diesen Begriff in Anlehnung an den Buchtitel "Deutschland schafft sich ab" von umstrittenen Thilo Sarrazin gewählt. Ich bin froh, dass es Zeitgenossen wie ihn gibt, welche uns - und vor allem den Politikern - ständig den Spiegel vor das Gesicht halten.
      Übrigens kommt Ende des Monats ein neues Buch von ihm heraus, welches sich mit der heutigen sog. Meinungsfreiheit beschäftigt. Der linke Journalist Helmut Schümann vom ebenfalls links orientierten Berliner Tagesspiegel konnte es nicht lassen - ohne den Inhalt gelesen zu haben - allein aufgrund des Autors sowie des Titels das Buch schon vorab zu "verreißen".

    • A.K.
      07. Februar 2014 11:39

      @Erich Bauer und Gerhard Pascher:
      ************************************

    • FranzAnton
      07. Februar 2014 17:39

      Geschätzter Wertkonservativer!
      Alles Lebendige muß sich unaufhörlich und unvermeidlich dem Evolutionsprinzip "Konkurrenz" stellen. Dieses Prinzip gefällt vielen Menschen nicht, weil es tatsächlich, mit menschlichen Augen betrachtet, grausam und inhuman wirkt. Es sorgt nämlich, zum Nachteil weniger fitter Organismen, dafür, daß nur die leistungsfähigsten Organismen gut gedeihen. Da Unternehmungen von Menschen geführt werden, und diese sich evolutionsgemäß verhalten, agieren Unternehmungen ebenfalls gleichsam evolutionär. Kommt eine Unternehmensleitung also, nach reiflicher Überlegung sämtlicher relevanter Parameter, zum Schluß, daß mit dem bisherigen Geschäftsmodell künftig kein hinreichender Ertrag mehr erwirtschaftet werden kann, muß besagtes Geschäftsmodell gegen ein besser an die Zukunftserfordernisse angepasstes ausgetauscht werden. Denkresistente, ideologisch festgefahrene Machthaber (Politiker) könnten nun versuchen, Zollmauern "zum Schutz der heimischen Wirtschaft" zu errichten. Was Kontraproduktiveres könnte ihnen wohl nicht einfallen, denn das so "geschützte" Produkt verliert mit der Zeit immer noch mehr an Attraktivität, weshalb es nicht einmal mehr die eigene Bevölkerung kaufen möchte. Die einzige, erfolgversprechende Methode, um Arbeitsplätze zu erhalten oder neu zu schaffen, besteht eben darin, Produkte zu entwickeln, welche in irgend einer Weise besser sind als alles Bisherige, und die genau deshalb von den Menschen massenhaft gekauft werden. Forschung und Innovation müssen daher, unabdingbar, höchstes Ansehen genießen, und jene Wirtschaftstreibenden, welche mit intelligenten Produkten Arbeitsplätze schaffen, sollten für solche Leistung jede nur denkbare Vergünstigung erhalten. Frank Stronch etwa hat zigtausend Arbeitsplätze geschaffen; seine Wertschätzung in Österreich ist aber endenwollend. Gewiß, er ist jetzt alt, und nicht mehr leistungfähig wie ehedem; mit seiner Lebensleistung aber können wohl die allerwenigsten mithalten; bei uns erhalten, vosichtig formuliert, mediokre Politiker posthum Straßennamen (womit etwa haben ehemalige Bundespräsidenten solches verdient?); Stronach wird - leider - wohl keinen erhalten.
      Kern meiner Aussage: Gegen die Evolutionsmethode anzukämpfen endet regelmäßig im Desaster; vielmehr muß diese Methode vorauschauend nachgeahmt werden, damit sich Erfolg einstellen kann. Das marxistische Gedankengut stellt sich dem entgegen, weshalb es, quasi naturgesetzlich, zum - für Viele ruinösen - Scheitern verurteilt ist.

  16. FranzAnton
    07. Februar 2014 07:44

    Grundprinzip der Evolution ist die Konkurrenz. Die Gewerkschaft etwa stellt die evolitionär unvermeidliche Konkurrenz zur ansonsten übermächtig werdenden Unternehmerschaft dar; es müssen aber beide Sozialpartner (wie sie bei uns heißen) vernünftig agieren. Sprich: Wenn einem Organismus (ein Unternehmen hat gewisse Eigenschaften eines Organismus) aus Altersschwäche oder zufolge übermächtiger, weltweiter Konkurrenz das Ende droht, kann mit simplen Streikmaßnahmen (a'la "alle Räder stehen still ..........") nichts Vernünftiges erreicht werden. Da müssen schon klügere Maßnahmen her, zwar möglichst lange, ehe noch Arbeitslosigkeit für die Mitarbeiter droht. Die Regierung etwa wäre dazu aufgerufen, unternehmerische Initiative durch massiven Bürokratie - und Steuerabbau zu "entfesseln", damit mehr neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Dazu bedürfte es wohl eines intensiven Paradigmenwechsels in unserer gesamten Parteienlandschaft, nicht nur, natürlich, aber vorrangig bei der linksgestrickten Politikerkaste, wie es im übrigen im ganzen Volk bzw. bei dessen Philosophen eines durchgreifenden, scheuklappenfreien Neudenkprozesses bedürfte, in welchem den sich ständig verändernden Umfeldbedingungen Rechnung zu tragen wäre. Die Evolution läßt sich nämlich nicht nachhaltig aushebeln, und alle Organismen(wozu auch von Menschen geschaffene Organisationen gehören) müssen sich dauernd ihren evolutionär erwachsenden Gegnern intelligent entgegenstellen, um überleben zu können.

  17. Brockhaus
    07. Februar 2014 07:34

    Ich glaub schon fast, die Gewerkschaften machen das nurmehr aus Jux und Tollerei, oder weil ihnen fad ist und ob ihrer zahnlosen "Macht" kein anderes Betätigungsfeld mehr haben.
    Fehlt nur noch, daß die Gewerkschafter die Pensionisten zu Streiks aufrufen ;-)

    Zuzutrauen wär's ihnen in ihrer grenzenlosen Dummheit.

    • Anonymus
      07. Februar 2014 09:23

      Die Gewerkschaften haben heutzutage ein Problem der Existenzberechtigung. Viele vor Jahren wirklich berechtigte Forderungen wurden bereits erfüllt und die meisten Leute sind heutzutage kaum mehr zu motivieren, zirka 2 % ihres Einkommens für den Mitgliedsbeitrag aufzubringen. Daher setzt man in den Behörden und Großbetrieben die Betriebsräte bzw. Dienststellenvertreter ein, mit teils erpresserischen Methoden eine Art Zwangsmitgliedschaft (genannt: organisieren) zu erreichen.

      Tatsächlich ist die Gewerkschaft nur ein Verein, denn die gesetzlichen Aufgaben der Arbeitnehmervertrtungen haben die Arbeiterkammern, welche ebenfalls einen Zwangsmitgliedbeitrag (versteckt in den Sozialversicherungsbeiträgen!) bekommen. In der Praxis sitzt sie aber am Verhandlungstisch an der Seite der AK und unterschreibt mit. Es gibt sogar Fälle, wo der Arbeiterkammerfunktionär gleichzeitig auch Gewerkschaftsfunktionen ausübt, also zwei Schreibtische mit zwei Einkommen hat.

      Wie viel Beschützer braucht eigentlich ein Bediensteter? (Betriebsratsumlage, Arbeiterkammerbeitrag, Gewerkschaftsbeitrag, Parteimitgliedsbetrag). Die Gewerkschaften sind zu millionenschweren Unternehmen verkommen, welche mit Steuerprivilegien eigentlich dem Selbstzweck dienen. Manche Ähnlichkeiten sehe ich auch bei der aktuellen Diskussion über die Missstände beim deutschen Automobilklub ADAC. Dort ein Monopol mit "Schutzfunktion", Steuerfreiheit, Umsatzmaximierung usw.

    • Brockhaus
      07. Februar 2014 11:10

      @ Anonymus

      MIt Ihrem Beitrag haben sie vollkommen recht. Er trifft genau ins Schwarze. Nur die Höhe des Gewerkschaftsbeitrages ist von Gewerkschaft zu Gewerkschaft unterscheidlich. Aber darauf kommt es nicht an.
      Fakt ist, daß die Gewerkschaften immer mehr Mitglieder verlieren und vehement versuchen, sie auch noch nach der Pensionierung zu halten. Ein automatischer Einbehalt des Gewerkschaftsbeitages von der Pension ist mangels rechtlicher Grundlage nicht möglich und ginge nur über eine Abtretungserklärung. Diese wird aber von nahezu allen Pensionisten nicht gegeben und es erfolgt der Austritt aus der Gewerkschaft spätestens mit dem Ende ihrer Berufslaufbahn.

  18. mike1
    07. Februar 2014 07:28

    wie ich seit jahren schreibe:

    die gewerkschaften haben ihre aufgaben schon lang erfüllt.

    jetzt aber sind sie selbst die besten und effektivsten arbeitsplatzvernichter - mehr nicht.

  19. mischu
    07. Februar 2014 03:00

    Die führenden Gewerkschafter sind offensichtlich in der Verstaatlichten steckengeblieben. Da hatten Streiks noch (doppelte!) Wirkung, man konnte die Forderungen der Streikenden ganz leicht mit sauer verdientem Steuergeld befriedigen und kaufte damit gleich auch Wählerstimmen.

    Diese "große Zeit der Linken" gehört hoffentlich endgültig der Vergangenheit an.

    Zum Streikgrund, weil der Betrieb geschlossen werden soll, fällt mir nur ein:
    Bitte, liebe Genossen - dann übernehmt das Werkel in die ARBEITERSELBSTVERWALTUNG und führt es ganz einfach weiter. Dann könnt ihr beweisen, was ihr draufhabt und besser macht, als der Klassenfeind Unternehmer. Auf geht's und in die Hände gespuckt..................!

  20. kritikos
    07. Februar 2014 02:41

    Bei aller Einsicht der Erfolglosigkeit eines Streiks: Sollen die Arbeiter und Angestellten der KBA einfach gar nichts tun? Angeblich war die Auftragslage gut, die Gemeinde hat einiges für den Betrieb gemacht und jetzt plötzlich "Aus". Es gab einmal den, zugegebenermaßen wenig beschriebenen, Begriff einer sozialen Marktwirtschaft. Der kommt vor lauter Gewinngier heute nicht mehr vor. Und da fällt mir das Buhlen der EU um die Ukraine ein: Reine Geschäftsgier, die nach wenigen Jahren - Jahren?- sich als Verlust mit gewaltigen Folgen (siehe Hypo-Bank) herausstellen dürfte. Was man im Osten des öfteren erfahren hat. Ich bin kein Wirtschaftsfachmann oder gar Globalisierungsexperte, aber als steurzahlender Bürger daran interessiert, dass auch Arbeitnehmer nicht einfach überfahren werden.

    • efrinn
      07. Februar 2014 03:00

      Vielleicht sollte auch eine Überlegung zu den in Ö horrenden Lohnnebenkosten angestellt werden. Ist es da möglicherweise für den Betrieb besser und billiger, in D seine Kapazitäten zu konzentrieren - wie es ja geplant ist - als sich in Ö bei höheren Kosten mit der Belegschaft (und der Gewerkschaft) zu streiten.

  21. Brigitte Imb
    07. Februar 2014 02:38

    Wie ist die rechtliche Situation tatsächlich? Der deutsche Konzern INFORMIERT die Mitarbeiter, daß es in Ö kein Streikrecht wie in D gibt und damit volle Haftung für die Bediensteten eintritt, hingegen BEHAUPTET die Gewerkschaft "Ein Streik sei ein Grundrecht in einer Demokratie und könne nicht untersagt werden".

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1559304/Streik-bei-KBAModling_Vorstand-droht-mit-Entlassungen?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

    Einen Betrieb der schließen möchte wird bestreikt, das ist tatsächlich skurril. Dann wird er eben rascher geschlossen werden, wenngleich nicht optimal in der Abwicklung, aber unabdingbar.

    Aus Sicht v. Gewerkschaft u. Betriebsrat scheint der sinnlose Streik verständlich, schließt ein Betrieb, od. verkleinert er sich, werden auch Gewerkschafts- u. Betriebsratsposten "frei". Und auf diese warmen Plätze will keiner verzichten, wo die Versorgungsposten ohnehin immer knapper werden.





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