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Die Neos, ein begeistertes Chamäleon

Lesezeit: 4:30

Der erstaunlichste Wahlsieger des Sonntags sind zweifellos die Neos. Ähnlich wie in Deutschland die „Alternative für Deutschland“ haben sie aus dem Stand ein eindrucksvolles Ergebnis geschafft. Mit sehr vielen Interpretationsebenen.

Die Neos übertreffen sogar die historische Leistung der Grünen, der einzigen Partei vor ihnen, die im letzten halben Jahrhundert von außen, also ohne Abspaltung von einer anderen Partei, den Einzug ins Parlament geschafft hat: Denn die Grünen konnten damals auf ein dichtes Netzwerk von Vereinen und Bürgerinitiativen aufbauen. Das können die Neos in keiner Weise. Umso größer die Leistung ihrer Kampagne.

Daraus kann man ganz eindeutig lernen (wenn man‘s nicht ohnedies schon gewusst hatte): Die Wähler sind volatiler denn je. Sie haben keine fixen Lebensabschnittsbindungen mehr. Sie sind bereit, sich relativ oft auf neue Bindungen einzulassen. Während die Menschen seit dem Auftreten von Aids viel öfter monogam geworden sind, sind sie das in politischen Verhältnissen keineswegs.

Schillernd ist der Vergleich der Neos mit der „Alternative für Deutschland“. Die Neos sind ins Parlament gekommen, die AfD auf Grund des rigideren deutschen Wahlrechts hingegen nicht. Aber umgekehrt hat man bei der AfD genau und scharf gewusst, wofür sie in ihrem zentralen Anliegen steht. Bei den Neos weiß ich das hingegen nicht – und vermutlich auch die meisten ihrer Wähler nicht.

Die Neos haben letztlich sogar von dem Umstand profitiert, den sie selber und auch ich eigentlich für eine große Benachteiligung gehalten hatten: Sie standen nicht im oft kritischen Scheinwerferlicht der zahllosen TV-Debatten, sondern wurden kaum beachtet. Genau das aber hat es ermöglicht, dass Wählergruppen viele sehr unterschiedliche Hoffnungen und Meinungen in die Neos hineinprojizieren konnten. Es wurde nie scharf aufgezeigt, dass das oft total unvereinbare Hoffnungen sind. Die einen haben in den Neos beispielsweise eine Partei gesehen, die gegen Steuererhöhungen ist, die anderen haben sie gewählt, weil der Neos-Ministerkandidat Haselsteiner von 95-prozentigen Steuersätzen gesprochen hat. Zuerst schienen die Neos für Zwangsgesamtschulen zu sein, dann waren sie plötzlich für Vielfalt.

Im Wählerkreis der Neos hat sich eigentlich Unvereinbares verbunden: Er rekrutiert sich laut Wählerstromanalyse primär aus ehemaligen ÖVP- und ehemaligen Grün-Wählern. Und zwar jeweils zu ziemlich gleichen Teilen. Grün und Schwarz sind freilich noch immer zwei sehr unterschiedliche Lebenswelten. Beides ist nur in den romantischen Träumereien junger Politikberater und in der medialen Beliebigkeitswelt leicht vereinbar. Solange nicht harte und konkrete politische Entscheidungen getroffen werden müssen, passt jedoch alles in den gleichen rhetorischen Schmelztiegel hinein: ökologisch, sozial, marktorientiert, freiheitsorientiert, genderistisch, politisch korrekt . Für die einen sind die Neos das alte linke Heide-Schmidt-LIF, das durch scharfe Antikirchenaktivisten sogar noch weiter nach links gerückt ist. Für die anderen sind sie neoliberal, wie es etwa die Kommunisten am Wahlabend formuliert haben.

Umso interessanter wird es, wenn die Neos jetzt im Parlament Farbe bekennen müssen. Da wird die Rolle als Chamäleon und sich ständig änderndes Vexierbild durch konkrete Positionierungen ersetzt werden müssen. Politischer Populismus allein (etwa mit dem Kronenzeitungs-artigen Kampf gegen die Parteienförderung) wird da jedenfalls zuwenig sein.

Sollte es wirklich wie vielfach befürchtet wieder zu einer rot-schwarzen Koalition kommen, dann sollten die Neos auch nicht die Schwierigkeit der Oppositionsrolle unterschätzen: Gleich vier Oppositionsparteien werden im Nationalrat gegen die Regierung, aber genauso auch gegeneinander um Aufmerksamkeit und Profilierung kämpfen müssen. Da kann man sehr leicht untergehen.

Den Neos ist aber jedenfalls zu attestieren: Sie haben sehr begeistert Wahlkampf geführt. Dafür hat vor allem die Ausstrahlung des Partei-Teilgründers Strolz gesorgt. Er hat mit seinem beharrlichen Optimismus viele mitgerissen, ein Schwung, der bei vielen anderen Parteien gefehlt hat. Strolz ist damit auch zumindest vorerst total glaubwürdig drübergekommen ist.

Im Vergleich dazu hat der Versuch der SPÖ, sich trotz des deutlichen Minus und des aschfahlen Auftritts von Werner Faymann als Sieger zu präsentieren, nur noch peinlich gewirkt. Dabei hat sie bis auf den Zehntelprozentpunkt genauso viel verloren wie die ÖVP. Die Sprachregelung der Volkspartei, offen von einem „Denkzettel“ zu sprechen, klang da jedenfalls viel ehrlicher. Das ist insofern erstaunlich, als die ÖVP nach fast allen früheren Wahlen berühmt dafür war, besonders ungeschickt auf Wahlergebnisse zu reagieren. Diesmal nicht. Das könnte der Anfang einer Besserung sein.

In der nicht eindeutig beantwortbaren Frage, ob hinter dem pinken Farbenzauber der Neos eigentlich eher eine Links- oder Rechtspartei zu finden ist, würde auch die Antwort auf die Frage liegen, ob der Wahltag in Summe einen Rechts- oder Linksruck gebracht hat. Denn eines ist klar: Die SPÖ hat deutlich mehr verloren, als die zarten Zugewinne der Grünen ausmachen. Auf der anderen Seite ist aber mit dem BZÖ ein doch nennenswerter Prozentsatz rechter Stimmen nicht ins Parlament gekommen. So wie es in Deutschland bei gleich zwei Rechtsparteien passiert ist.

PS: Noch ein interessanter Vergleich zu Deutschland: Dort wird die große Siegerin Angela Merkel am Ende wohl substanzielle Konzessionen an einen linken Koalitionspartner machen müssen. Sie hat ja keine Alternative. In Österreich hat die ÖVP hingegen trotz des Rückschlags bei den Wahlen derzeit sogar drei Koalitionsmöglichkeiten (mit der SPÖ, mit FPÖ-Stronach, mit FPÖ-Neos). Das macht sie im Vergleich zur SPÖ, die de facto ohne Alternativen dasteht, enorm stark. Freilich muss diese Stärke jetzt auch noch taktisch geschickt eingesetzt werden . . .

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 00:35

    Erwin Pröll, die "graue" Eminenz im Hintergrund bei der ÖVP hat die Neuauflage der GROKO bereits abgesegnet und daher wird niemand in dieser Partei wagen, eine andere Option zu verwirklichen, auch wenn es für die Schwarzen ein letzter Befreiungsschlag wäre. Denn nur weiter den Steigbügelhalter für die Sozis abzugeben, wird sie bei den nächsten Wahlen endgültig atomisieren.

    Nachdem sich die NEOS weder links noch rechts eindeutig positioniert haben und daher aus beiden Richtungen Wähler lukrierten (was auch Zweck dieser opportunistischen Übung war!), ist mit ihnen kein Staat zu machen und sie werden sehr rasch am Boden der Realität landen müssen. Das wird auch für Herrn Strolz, der mir etwas zu umtriebig erscheint, noch eine harte Landung.

    So bliebe lediglich eine einzige (Wunsch-)Alternative:
    ÖVP-FPÖ-TS

  2. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 08:05

    In eigener Sache:
    Farewell ist bei mir angesagt, denn alles Gute hat auch einmal ein Ende. Natürlich könnte ich auch „sang- und klanglos“ verschwinden oder nur „Tschüss“ sagen. Aber es ist mir ein Bedürfnis, doch ausführlich zu schreiben. Mangels anderer Möglichkeiten stelle ich diesen Text hier herein. Ich ersuche gleich um Nachsicht, dass ich hier ausnahmsweise etwas länger werde.
    Nach fast dreijähriger Diskussionsteilname (fast 3.300 Beiträgen) und der nun geschlagenen Nationalratswahl möchte ich die aktive und tägliche Teilnahme in diesem Forum beenden. Es sind wohl folgende Gründe dafür verantwortlich: mein Alter, andere private Aufgaben und Interessen, aber besonders auch der Frust, dass trotz intensiver Aktionen gegen den sog. allgemeinen Trend sich kaum etwas ändert und auch viele Gleichgesinnte aus früheren Zeiten hier nicht mehr dabei sind. Ich freue mich trotzdem, immer wieder neue Teilnehmer festzustellen, so gehen diese wichtigen Arbeiten auch auf jüngere Generationen über. Ich fragte mich trotzdem beim täglichen Aufrufen der AU-Tagebuch-Seite: Was bringt’s? Ist dies nur ein Forum, wo man seinen Frust als WUTBÜRGER ablassen kann oder können solche Initiativen durch diese MUTBÜRGER auch etwas verändern? AU und seine Mitstreiter bemühen sich in idealistischer Weise - die bescheidenen Partnerbeiträge decken doch kaum die laufenden Unkosten? - sehr, dass es in Österreich auf legale Weise zu Verbesserungen kommt. Konnte man dazu in den vergangenen Jahren etwas erkennen? Vermutlich zu wenig, denn die Mehrheit der Österreicher ist träge und dumm und nach deren Meinung sollte weiterhin lieber alles „so bleiben wie bisher“ (siehe Wahlen von gestern).
    Obwohl ich ein Optimist bin und immer noch an eine gute und friedliche Zukunft glaube, muss ich als Realist feststellen, dass erst eine Staatspleite, eine Revolution oder ein Aufstand den unsinnigen staatlichen Maßnahmen und derzeitigen Regelungen ein Ende bereitet und so zu Änderungen zwingen wird. Denn erst wenn die Mehrheit erkennt, dass die immer größer werdende Staatsschuldenlast, die Umverteilungen und die Vollkaskomentalität auch ein Ablaufdatum haben und es nach dem HEUTE auch noch ein MORGEN geben wird, werden sie zu einer Umkehr bereit sein (müssen). Denn die Mehrheit der Bürger stimmt nur dann Veränderungen zu, wenn sie es vorher in den eigenen Geldtaschen drastisch spürt.
    Ich danke Herrn Dr. Andreas Unterberger. seinen Mitarbeitern im Hintergrund, Partnern und auch den übrigen Teilnehmern, dass die Diskussionen auf diesem Blog auf einem ziemlich hohen Niveau stattfinden und persönliche Angriffe eher die Ausnahme sind. Diese ständigen Kritiker an Mitpostern haben bisher nach einiger Zeit ohnehin dieses wichtige Forum wieder verlassen. Wenn ich auch mit manchen Ausführungen (auch von AU) nicht einverstanden war, so schätze ich es, dass es Leute gibt, welche „hart im geben“, aber auch „hart im Einstecken“ sind und trotzdem Anstand gegenüber den Mitmenschen zeigen. Ich bin kein Freund der Sternevergabe, habe auch selbst kaum welche verteilt und mich trotzdem immer „gefreut“, wenn ein Spaßvogel seine Ablehnung meiner Beiträge mit jeweils einem halben Stern honoriert hatte.
    Dem Blogbetreiber, seinen Mitarbeitern sowie allen Teilnehmern (auch denen, welche mich ablehnten!) wünsche ich alles Gute und hoffe, dass langfristig auch unter den hiesigen politischen Entscheidungsträgern mehr Vernunft einkehrt. Dies kann voraussichtlich aber erst mit neuen Köpfen gelingen. Ich werde zeitweise weiterhin den Blog verfolgen und mich gelegentlich auch unter meinem richtigen Namen melden.
    Ich verabschiede mich als Ihr dankbarer
    Gerhard Pascher (@Mail: gerhard.pascher@aon.at) alias Observer und GOP. Eigentlich lehne in nun nicknames ab, außer man würde im aktuellen Beruf sonst Schaden nehmen. Auch meine Gattin mit dem hier verwendeten Spitznamen Supa, welche mich anfangs auf diesen interessanten Gedankenaustausch aufmerksam machte und mehrere Wochen auch Beiträge leistete, wünscht allen hier tätigen Personen viel Freude und Gesundheit für die nächsten Jahre.

    Verbesserungsvorschläge an AU als Post Scriptum:
    Der Rahmen des Blogs ist durch die Vielzahl an Postings sehr umfangreich geworden und es ist z.B. am Abend sehr zeitraubend - wenn nicht gar unmöglich -, all die vielen Dutzende an interessanten Beiträgen zu lesen. Wäre da eine Textlimitierung wie bei SMS oder Twitter hilfreich? Auch die extra Anführung der drei Besten gibt keine Zusammenfassung der Beiträge wieder.
    Vielleicht kann man auch eine eigene Rubrik der vielen interessanten Anmerkungen von Postern zu aktuellen Ereignissen schaffen, welche nicht direkt mit dem Hauptthema zu tun haben und bisher immer als OT (offtopic) unter die Beiträge gemischt wurden? So gehört eigentlich auch dieser Abschiedsbrief nicht hierher.
    Wie wäre es auch, wenn das Blogprogramm künftig auch die Bewertung von Subkommentaren ermöglicht? Außerdem gibt es bei vielen Foren die Gelegenheit, dass man kurz nach Eingabe gleich erkannte Tippfehler noch korrigieren kann. Dies kostet natürlich Geld, das ist klar.
    “Das Bessere ist der Feind des Guten“ oder wie man in den USA zu sagen pflegt: If it work’s improve it, was einen wesentlichen Grund für die dortige Innovationskraft darstellt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 14:28

    Daß die GRÜNEN, die Spitzengewinner aller Umfragen, letztendlich nicht wirklich weiterkommen zeigt, daß die Wähler mit dem intoleranten, schulmeisterlichen, besserwisserischen, autoritären, moralinsauren, denunzierfreudigen, militanten, Wesen des grünen Haufens nicht viel anfangen können.
    Es ist schon gut, daß das grüne Unkraut nicht in den Himmel wächst!

  4. Ausgezeichneter KommentatorKomma
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 09:02

    Die Neos sind eine absolut perverse Partei: Für Kindermord, Euthanasie, Homoehe, Homoadoptionsrecht, Drogenfreigabe, Gesamtschule, Kitas ab Jahr 1, Patchwork-Families, Immigration, Asylmißbrauch, Abschiebungsverbote für Kriminelle, und besonders wichtig:

    SIE SIND EINE MIT EU-MITTELN AUFGEPÄPPELTE PARTEI FÜR DIE IDIOTISCHE EURO-, ESM-, SCHULDEN-,HAFTUNGS-, FISKAL-, Transfer- UND BANKENUNION.

    Daher die große Unterstützung durch die obskure "Gesellschaft für Europapolitik" und die bezahlten Medien (siehe PRESSE-Beilage "Europa vertiefen! vom Samstag!). Die Neos wollen unbedingt einen EUROPÄISCHEN BUNDESSTAAT, in dem Österreich aufgelöst würde, wie Zucker im Kaffee.

    Die Neos, konnte man gestern sehen, schmeißen sich an die aus Lug und Trug bestehenden Hochverräterparteien SPÖVP geradezu an.

    Die Neos sind das Widerlichste, was je in Österreich die politische Bühne betreten hat!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 08:39

    Herr Dr. Unterberger hat es bereits erwähnt, dass die mediale Nichtbeachtung der NEOS Truppe mehr genützt als geschadet hat.

    Im Umkehrschluß muß aber auch erwähnt werden, dass sich die umfangreichen Anfütterungen, Inserateschaltungen und teuer bezahlten Gesinnungsvasallen im ORF und bei der schreibenden Zunft (wenn auch schwer quantitav feststellbar) bezahlt gemacht haben.

    Sowohl FPÖ als auch TS wurden bei jeder nur denkbaren medialen Gelegenheit negativ, herablassend bis unverschämt dargestellt, behandelt und abgekanzelt und nach möglichkeit negativ konotiert. Auch die mehrfachen alles andere als dezenten Hinweise auf das hohe Alter von Stronach nach dem Motto "Naja, lange kann er es eh nicht mehr machen" oder sein "Auswanderer-Deutsch" sind für die sonst so pc-korrekten Heuchler mehr als uncharmant gewesen.

    Man denke nur an die meines Erachtens völlig unnötige Aktion mit dem Mercedes und dem Settele. Das war wieder nur eine weitere einseitige Anpatzungsaktion des linken ORF Flügels. Der Todesstrafe-Sager wurde vom Settele ohne erkennbaren Zusammenhang einfach vom Zaun gebrochen. Gerade dem Stronach wurden ja körbeweise Seifen vor die Füße geworfen und in der Zunft hat man sich dann gefreut und auf Twitter einschlägig abgefeiert, was der "alte Depp" doch für einen Blödsinn verzapft. Die subtilen Schnitte und oftmaligen Wiederholungen in allen Ankündigungen und Kommentaren haben diese Auswirkung des eigentlich total unwichtigen Sagers vervielfacht. Und das wirklich Schlimme daran ist, dass Stronach in der Sache selbst ja garnicht so unrecht hatte. Aber darum ging es ja nicht, sondern um eine weitere Möglichkeit des dirty/negative campaining vom Stapel zu lassen. Mission accomplished.

    Selbiges bei Strache, der von jedem erdenklichen ORF Mitarbeiter bei jeder erdenklichen Möglichkeit, untergriffig verunglimpft, unterbrochen und verniedlicht/verteufelt wurde.

    Umgekehrtes Beeinflussungsverhalten natürlich bei SPÖ+GRÜN sowie dem prolongierten Beharren auf der "Großen Koalition" als einzige Möglichkeit des Fortbestandes der österreichischen Glückseligkeit.

    Summa summarum hat es meines Erachtens ausgereicht, das ROT+SCHWARZ knapp über 50% geblieben sind, die SPÖ und GRÜN nicht mehr verloren haben und sich deshalb die beträchtlichen monetären Investitionen in die linke Medienorgel sehr wohl gelohnt haben.

    Weitere 5 Jahre Zugang aller Beteiligten zu den Förder-Silberlingen und Befütterung der Medienorgel zu Lasten und auf Kosten Dritter; Propaganda at its best.

    Auch gestern während der Berichterstattung zum ganzen Wahlgeschehen wurde diese Gesinnung von sämtlichen ORF Beteiligten und Vasallen offensichtlich, unverschämt und unbekümmert zur Schau getragen. Das ganze ist schon so eingespielt, dass sich niemand mehr daran "kratzt".

    Ceterum censeo ORFem esse delendam.

    Oder anders gesagt:Wir hätten jetzt 5 Jahre Zeit ein Volksbegehren zur Abstimmung über die Privatisierung des ORF und somit Aufhebung der Zwangsgebührenfinanzierung auf die Beine zu stellen.

    Freiwillige???

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 09:09

    Die gute Nachricht des Tages (ÖRF-Nachrichten 9:00):

    Claudia Schmid wird nicht mehr als Ministerin zur Verfügung stehen, sie wird sich einen neuen Aufgabenbereich in der Privatwirtschaft suchen.
    Mit ihren erstklassigen Referenzen aus ihrer Tätigkeit in der Kommunalkredit wird das sicherlich kein Problem sein, die Banken suchen dringend Manager mit Insolvenzerfahrung!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorhamburger zimmermann
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. September 2013 00:26

    ich gestehe, die neos waren anfänglich für mich ernstlich eine wahl-alternative. dann jedoch begann herr haselsteiner, sich dort mit seinem linken lif, der peinlichen heide schmidt und intelligenten steuersätzen von 90% einzukaufen und wichtig zu machen => alles hat ein ende, nur die wurscht hat zwei.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGerald
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Oktober 2013 11:32

    Nun, ein Teil der NEOS-Maskerade ist schon gefallen. Just nach dem Wahlergebnis wurde bekannt, dass die NEOs keinesfalls mit der FPÖ in eine Koalition wollen, also sich diesbezüglich nahtlos in eine Reihe mit SPÖ und Grünen stellen. Angeblich war das eine Bedingung des Heide Schmidt-Spezis Haselsteiner für sein finanzielles Engagement.
    Die Variante ÖVP-FPÖ-Neos kann man also getrost vergessen, da sollte man es eher bei Stronach versuchen. Denn der ist sicher nicht in die Politik gegangen, um am Oppositionsbankerl zu sitzen. Nur halte ich selbst dann ÖVP-FPÖ-TS für höchst unwahrscheinlich. Denn der FPÖ müsste man schon sehr viele Zugeständnisse machen, um sie aus der Oppositionsrolle zu locken und auch in der ÖVP sind viel zu viele Personen an einflussreicher Stelle, die lieber als Beiwagerl der Sozis langsam zu Grunde gehen, anstatt wie weiland Schüssel gestalten und regieren zu wollen.


alle Kommentare

  1. Jenay (kein Partner)
    23. Januar 2015 11:05

    This is an arictle that makes you think "never thought of that!"

  2. Lyvan (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:10

    Hello fellow space enshatiust. I just thought I should do a bit of an info brief here. As of August 5th 2006 Apophis was demoted to a level 0 on the Torino impact probability scale . The current calculated probability of Apophis is 1 in 250,000(It was as high as 1 in 32 at one time). Also, the composition of Apophis most closely resembles that of an LL chondrite asteroid wich contains 19 22% total iron and only 0.3 3% metallic iron. That means that most of the iron is present as iron oxide (FeO) in the silicates; olivine contains 26 to 32 mol% fayalite (Fa). The most abundant minerals are hypersthene (a pyroxene) and olivine. Other minerals include Fe-Ni metal, troilite (FeS), feldspar or feldspathic glass, chromite, and phosphates.Hypersthene and olivine are some of the most common compositions available on Earth. So, Apophis is not likely to be extremely valuable for mining. However, using it as a space port certainly has exciting potential and capturing it in geosync orbit would save a lot of money if you calculate how much it would cost to bring that amount of mass to escape velocity. I don't know about you, but I prefer good solid rock over living in a balloon. -Ad Astra

  3. Scilla (kein Partner)
    03. Oktober 2013 18:08

    Da dürfte A.U. falsch liegen. Strache will nur nicht den Eindruck erwecken, dass er ein biliger Mehrheitsbeschaffer ist. Er würde sofort für die ÖVP als Koalitionspartner zur Verfügung stehen, sollte ihm ein ernstes seriöses Angebot gemacht werden.
    Aber da mangelt es der ÖVP, insbesonders Spindelegger an Mut.
    Für den Fall, dass sich SPÖ und ÖVP nicht einigen, wird der BP den Sozialisten zu einer
    Minderheitsregierung raten. Für eine Unterstützung derselben soll die FPÖ gewonnen werden. Hat ja unter Steger schon einmal funktioniert. Dass sich Strache dazu nicht hergibt, ist nur allzu verständlich.

  4. nometa (kein Partner)
    03. Oktober 2013 14:35

    Was ist bitte an Antikirchenaktivismus "links"? Herr Unterberger, bitte, trinken S' net so vü...

  5. Johann Glaser (kein Partner)
    03. Oktober 2013 00:03

    Stimmt das, dass Herr Strolz vor seiner Parteigründung ein Mitarbeiter vom ÖVP Klubobman Karl-Heinz Kopf war, und dass er von Erhard Busek bei der Parteigründung stark unterstützt wurde? Gestern hat mir jemand auch noch etwas über Freimaurer-Verwicklungen erzählt. Das klingt für mich alles viel zu selbstschädigend für die ÖVP, drum frag ich mal lieber, ob das überhaupt stimmt.

  6. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    01. Oktober 2013 20:43

    "Während die Menschen seit dem Auftreten von Aids viel öfter monogam geworden sind"

    ?!?

    Vom grottigen Deutsch mal abgesehen, sollte man Unterberger vielleicht langsam wirklich eine Witwenrente spendieren und dem Schicksal des BZÖ zuführen.

    • Sf (kein Partner)
      01. Oktober 2013 21:43

      Niemand zwingt Sie hier zu lesen.

      Ihre selbstgefälligen Kommentare würde ich nicht vermissen.

    • Herby
      01. Oktober 2013 21:54

      Grüss Gott Herr Schnabeltierfresser!

      Immer noch der Alte, was? An Ihrer Wortakrobatik gemischt mit galligem Zynismus hat sich in den letzten Jahren nichts geändert.

      Ich denke, Ihnen geht es vor allem darum Herrn Unterberger täglich einen nicht zu kleinen Dreckbatzen vor den Latz zu knallen und zwar so persönlich wie möglich & am besten unter der Gürtellinie - stimmt's oder habe ich recht?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      02. Oktober 2013 09:37

      Na ja, nicht ganz. Wenn ich hier schon mal reinschaue, hinterlasse ich auch eine Duftspur. Wenn es Anlass zu inhaltlichen Diskussion gibt, gerne (mache ich auch öfter, aber bei konkreten Argumenten fernab von Ideologie hält sich die Diskussionsfreude der versammelten Belegschaft in Grenzen).

      Aber warum sollte man es nicht offen aussprechen, wenn so ein fester Topfen, der nicht einmal irgendwas mit der wirklichen Welt zu tun hat, von Unterberger geschrieben wird?

    • BHB (kein Partner)
      02. Oktober 2013 15:46

      Das BZÖ gibt im Nationalrat nicht mehr ich bin zudem aufgetreten weil ich von der Politik insgesamt die Schnauze voll habe! Hörens auf Dr. Unterberger seine schreibweise zu kritisieren und nur deswegen den blog weg haben zu wollen. vielleicht ist ja facebook ihr Niveau! Jeder der selbst bloggt weiß das korrekturlesen keine Freude ist. Dr. Unterberger bloggt mit Leidenschaft und es macht viel spaß zu lesen was es neues gibt. Und es ist unterhaltsam wenn er selbst politisiert (nicht wie Zeitungen die "überparteilich"
      etikettieren aber das Gegenteil dank inserate vom bundeskanzler oder Minister sind)und nichtbehauptet neutral zu sein!

  7. BHB (kein Partner)
    01. Oktober 2013 16:33

    Für.mich als aus dem bzö ausgetretener stellt sich die frage ob matt stroltz wirklich mit Herrn bucher einen Kaffee trinkt und ob bucher dann eine NEOS schürtze trägt und parteiinterner Koch wird. ist sicher keine So langweile Arbeit wie bei Mama und Papa in friesach ;-)

  8. Scilla (kein Partner)
    01. Oktober 2013 14:10

    Bei den NEOS ist es wie bei der Taufe eines Neugeborenen. Über seinen Charakter und Werdegang kann man noch nichts sagen. Man muss sich die Eltern und Taufpaten ansehen, um etwas schlauer zu werden.
    Ein Elternteil ist sicher das Liberale Forum von Heide Schmidt. Das arme Kind. Mit diesen Erbmalen durchs Leben zu gehen ist beschwerlich. Taufpate ist der Onkel Millionär, Haselsteiner, der sich bei seinem gesicherten luxuriösen Wohlstand das Hobby eines " Linken " leisten kann. Als Taufpate sicher zu alt und an der Sucht
    " Ministerwerden " leidend. Nicht zuletzt der Vater, der von seiner früheren Frau ÖVP verstoßen wurde und nun in einer Vaterschaft seinen Frust überwinden will.
    Was soll aus diesem Kind werden ?

  9. Gerald (kein Partner)
    01. Oktober 2013 11:32

    Nun, ein Teil der NEOS-Maskerade ist schon gefallen. Just nach dem Wahlergebnis wurde bekannt, dass die NEOs keinesfalls mit der FPÖ in eine Koalition wollen, also sich diesbezüglich nahtlos in eine Reihe mit SPÖ und Grünen stellen. Angeblich war das eine Bedingung des Heide Schmidt-Spezis Haselsteiner für sein finanzielles Engagement.
    Die Variante ÖVP-FPÖ-Neos kann man also getrost vergessen, da sollte man es eher bei Stronach versuchen. Denn der ist sicher nicht in die Politik gegangen, um am Oppositionsbankerl zu sitzen. Nur halte ich selbst dann ÖVP-FPÖ-TS für höchst unwahrscheinlich. Denn der FPÖ müsste man schon sehr viele Zugeständnisse machen, um sie aus der Oppositionsrolle zu locken und auch in der ÖVP sind viel zu viele Personen an einflussreicher Stelle, die lieber als Beiwagerl der Sozis langsam zu Grunde gehen, anstatt wie weiland Schüssel gestalten und regieren zu wollen.

  10. AppolloniO (kein Partner)
    01. Oktober 2013 11:03

    Jedenfalls wird es sich lohnen, das Abstimmungsverhalten und die Diskussionen der NEOS im Parlament zu verfolgen. Setzt sich die ursprüngliche Idee durch-gegen Steuererhöhungen, Politik raus aus den Schulen uva.? Das wäre sehr vernünftig. Oder beginnen die ehemaligen LIFler den Laden zu übernehmen (wer das Gold hat bestimmt die Regeln)?
    Linke haben wir genug. Österreich braucht richtige Liberale.
    Möchtegern-Liberale werden genauso scheitern wie einst die Heide.

  11. Torres (kein Partner)
    01. Oktober 2013 10:25

    Das BZÖ ist (war!) keineswegs mehr eine "rechte" Partei. Bucher ist es gelungen, sie völlig und glaubwürdig aus dem "rechten Eck" herauszuholen und sie irgendwie als "liberal" zu positionieren. Nachträglich scheint sich das als falsch herausgestellt zu haben, möglicherweise wäre das BZÖ als "stramm" rechte Partei (mit einigen Stimmen von der FPÖ, die ja auch etwas "streichelweich" geworden ist) doch noch ins Parlament gekommen. "Möglicherweise" - das ist ja nicht mehr beweisbar.

  12. cmh (kein Partner)
    01. Oktober 2013 09:55

    Die Neos als patchworkparty.

    Fern eines ideologischen Unterbaues kommen sie von allen Seiten und haben sich dennoch lieb.

  13. Brigitte Imb
    01. Oktober 2013 00:10

    Wenig, aber immerhin, noch ein Mandat weniger "Ruhm" für den Schulabbrecher Faymann, leider zwei mehr für die GrüNInnen.

    http://orf.at/stories/2200573/

  14. Inger
    30. September 2013 22:48

    "Die Neos übertreffen sogar die historische Leistung der Grünen, der einzigen Partei vor ihnen, die im letzten halben Jahrhundert von außen, also ohne Abspaltung von einer anderen Partei, den Einzug ins Parlament geschafft hat....."
    Ehre, wem Ehre gebührt, aber heute muss ich einmal eine Feststellung von Hr. Unterberger hinterfragen:
    Die NEOS bestehen ja zum Teil aus dem RestLIF und wie sattsam bekannt, war das ja eine Abspaltung von der FPÖ unter dem Schutz und Schirm von Heinz Fischer. Heute Bundespräsident damals Parlamentspräsident, wenn ich mich
    richtig erinnere.
    Tja und jetzt stellt sich für mich die Frage, wie groß ist der aktive Teil des LIFs, der sich jetzt beim Wahlkampf für die NEOS eingesetzt hat und vor allen Dingen,
    wäre Hans Peter Haselsteiner ohne Heide Schmid (die ja seinerzeit sich in Grausen von der FPÖ abgewendet hat, nachdem sie vorher jahrzehntelang an massgeblicher Stelle an allen Aktionen der FPÖ beteiligt war, dort auch gut versorgt wurde, etc.etc) auch zu den NEOS gestossen??? Und ohne Haselsteiner wäre der Erfolg wohl nicht so groß ausgefallen.

    • bécsi megfigyelö
      01. Oktober 2013 01:41

      @ Inger

      Genau das sind die Neos-Probleme. Fürs Links-LIF gilt das Sprichwort "Ist die Weide kahlgefressen, wird sie bald vom Vieh vergessen" und nun kauft sich Herr Haselberger mit seinen Millionen halt woanders ein und will auch dort einen strammen Linkskurs aufzwingen. Trotz kindischem Herumhupfen des Vorzeige-Kommandeurs am Wahlabend folgen Gekeife und Konflikte mit Sicherheit.

  15. simplicissimus
    30. September 2013 22:05

    Aber nein, nichts wird die VP oder SP "atomisieren" bei der naechsten Wahl.
    Es wird bloss eine Ampel mit einem weiteren Hampel geben, ob dieser nun Gruene, Strohnach oder Neos heisst.
    Unser oesterreichischer Waehler kapiert nicht die Notwendigkeit einer KLAREN Abwahl und Wende.
    Auch wenn diese Wende mit den ueblichen Gebirtswehen behaftet waere.

    Bestes Beispiel diese - vorausgesagt - verpfuschte Wahl, in der der Oesi begeistert viele kleine "Protestparteien" waehlte, ohne zu bedenken, dass nur GROKO oder AMPEL dabei rauskommt.

    Das einzige Heilmittel: Eradikation durch Zusammenbruch. Da die Krankheit aber ein langsam schleichender Krebs ist, hoffen viele derzeit vergeblich auf den irgendwann natuerlich unabwendbaren Zusammenbruch.
    Aber der kann auch erst in dreissig Jahren kommen.

    • machmuss verschiebnix
      30. September 2013 23:06

      @simplicissimus

      Sie mögen hinsichtlich der zeitlichen Dehnbarkeit ja recht behalten, denn mit der
      Drucker-Presse läßt sich vieles ziemlich weit dehnen (siehe Japan, USA, ...) .
      Eine krasse Unwägbarkeit ist dabei aber der Zustand der USA - nicht nur Detroit ist
      dort pleite - die Armut erreicht zuweilen 3.Welt-artige Dimensionen, aber die Regierung
      pulvert den Löwenanteil des Budgets in die Rüstungs-Industrie.

      Man kann im Fall der USA nichtmal ausschließen, daß der Staatenbund infolge
      innerer Unruhen in mehrere Teile auseinander fällt . Die Frage ist nur noch, ob
      der letzte große Waffengang vorher oder nachher kommt. Jedoch würden beide
      Ereignisse den Druck auf die europäischen Regierungen dermaßen erhöhen, daß
      es hier vermutlich zu einer seltsamen Form von Diktatur kommen wird anders
      ist die unvermeidliche politische Union nicht durchzubringen, weil die Bevölkerung
      mehrheitlich in ihrer mentalen Einstellung vom Sozialismus buchstäblich versaut ist.

      Das Stein um den Hals der Europäer ist ihre Prägung durch den Sozialismus


      In derselben Zeit setzen aber die Asiaten ihre 2-stelligen Wachstumsraten fort und
      erobern nicht nur die 3.Welt, sondern auch so typische US-Domains wie die
      IT-Industrie.

      Wenn man sich solche Dinge vor Augen führt, dann sind die aktuellen Vorgänge
      in der österreichischen Politik geradezu grotesk.

      .

  16. machmuss verschiebnix
    30. September 2013 18:18

    Wer eine völlig neue Partei / Bewegung wählt, ohne zu wissen wie die sich letztlich
    entwickeln wird, der tut das mit Sicherheit aus einer begründbaren Hoffnung, daß
    dadurch die bestehende Misere bereinigt oder zum Absturz gebracht wird.

    Umso mehr, als sich derzeit der Schaden noch in Grenzen hält, falls es sich doch
    nicht positiv entwickelt. Jedenfalls ist der Beweggrund für so eine Wahl nicht
    in der zukünftige Leistung der Neuen, sondern im nicht vertreten werden durch die Alten
    zu finden.

    Mit den Altparteien GEHT ES EINFACH NICHT MEHR - das ist das ganze Geheimnis

  17. Undine
    30. September 2013 16:19

    Die angekündigten Abgänge von @Observer und @Erich Bauer empfinde ich als wirklich schlimmen Aderlaß in diesem Forum: Die beiden Herren werden sich ihren Schritt gut überlegt haben, und das muß man akzeptieren---aber sie werden mir SEHR fehlen! Keinen ihrer Kommentare habe ich mir entgehen lassen. Schade! Aber von Herzen alles Gute weiterhin!

    • Erich Bauer
      30. September 2013 17:27

      Das ist mir mehr wert als alle "Sternderl" dieser Welt... (*g*)

    • Observer
      30. September 2013 20:43

      Thank you dear Undine for the flowers.

    • Mitleserin (kein Partner)
      01. Oktober 2013 19:55

      Da möchte ich mich Undines Kommentar anschließen. Poste nur selten, weil mir oft die Zeit fehlt. Schaue hier aber auch täglich rein. Lese viel und amüsiere mich manchmal still wenn es eine lebhafte Diskussion gibt.

  18. Erich Bauer
    30. September 2013 15:48

    Bevor ich meine Schritte dem Steig zuwende, noch ein bißchen was Grundsätzliches:

    Vorläufige Mandatsverteilung:

    SPÖ 52
    ÖVP 47
    GRÜ 23 ergibt zusammen 122 Mandate!

    Danke. Das genügt. Damit kann man jederzeit, mit 2/3 Mehrheit, jegliches landesverräterische Gesetz in Verfassungsrang heben... Darum gings. Die 2er GROKO kann sich der GRÜNEN, wenn's um Landesverrat geht, absolut sicher sein... Die GROKO braucht die BLAUEN Nichtwisser nicht zu behelligen und läßt die anderen "Erscheinungen" halt lallen...

    Ab Mitte nächster Woche bin ich in Frankfurt. Dort treffe ich u.a. einen jungen Mathematiker... weltweit unterwegs in allen namhaften Universitäten und bei der EZB. Er kennt sich auch in "Währungen" aus. Fast schon sein Spezialgebiet (*g*). Ich freu' mich schon wahnsinnig drauf. Endlich treffen wir uns dort wieder persönlich. Wahrscheinlich wird's dort an einem Tag einen exzessiven Streifzug durch Sachsenhausen geben.

    Ich möchte ja niemanden enttäuschen. Aber, der große CRASH läßt noch auf sich warten. Es wird noch viel, viel mehr Zeit verstreichen, als manche so lustvoll fürchten. Daher! Macht Euch keinen Stress! Es sind längst noch nicht alle Folterwerkzeuge zur Anwendung gekommen...

    Die "Lust am UNTERGANG" mag ja in der Tat ein wohliges Gruseln hervorrufen. Dabei läßt sich gut einschlafen. Auch so manche parteipolitische Naturbelassenheit singt gern dieses Schlaflied. Und die wexelnden Sänger kassieren am ERSTEN das Beutegeld...

    Unwägbarkeiten sind natürlich nie ausgeschlossen. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hot Spot-"Lösungen"... C'est la vie" halt.

    • terbuan
      30. September 2013 17:49

      Keine Sorge lieber Erich,
      meine "Crash-Szenarien" kommen zumeist ganz schlecht weg, aber ich bin ja nicht auf Sternenjagd und brauche daher auch niemandem nach dem Mund zu schreiben!
      Mach's gut Erich, viel Glück und grüß' mir Sachsenhausen,
      lG/terbuan

    • Erich Bauer
      30. September 2013 18:01

      Ich werd's ausrichten, lieber@terbuan...

    • machmuss verschiebnix
      30. September 2013 19:12

      @Erich Bauer

      wenn's wirklich dazu kommt ( SPÖ, ÖVP, GRÜN ) , dann gibt' in 5 Jahren eine
      FPÖ-Mehrheit, meinen Sie nicht ?

      Die Altparteien scheinen es zumindest schon zu ahnen, aber werden die sich
      auch bewegen ?

      Übrigens - alles Gute und viel Elan wünsche ich Ihnen für die neue Aufgabe - Ciao.

      .

  19. lupo
    30. September 2013 15:48

    Zu NEOS :
    Empfinde die Kommentare und Aussagen von M.Strolz bisher als wirres Geschwafel.
    Er hat zwar erkannt, daß die Ideologien - Sozialismus gegen Liberalismus - nicht mehr klar abgrenzbar sind, denn der verwaschene Sozialismus hat bei allen Parteien mehr oder weniger Einzug gehalten und die Idee der Freiheit kann nur mehr Rückzugsgefechte liefern.
    Aus dieser Faktenlage eine neue Partei zu definieren ist schwierig für ihn. Wohlfahrtsstaat, liberaler Staat, effizienter Staat ( d.h. ein Minimum an Staat ) und das alles zusammen als Grundlage eines Parteiprogramms ist leider Utopie und das dürfte er spüren !

  20. Undine
    30. September 2013 14:28

    Daß die GRÜNEN, die Spitzengewinner aller Umfragen, letztendlich nicht wirklich weiterkommen zeigt, daß die Wähler mit dem intoleranten, schulmeisterlichen, besserwisserischen, autoritären, moralinsauren, denunzierfreudigen, militanten, Wesen des grünen Haufens nicht viel anfangen können.
    Es ist schon gut, daß das grüne Unkraut nicht in den Himmel wächst!

    • DailyMirror (kein Partner)
      01. Oktober 2013 08:02

      Jaja, genau. Die Wähler haben sich stattdessen den total liberalen, toleranten, weltoffenen, pazifistischen Parteien zugewendet. Wie zum Beispiel der FPÖ.

    • Trollwatsch (kein Partner)
      01. Oktober 2013 10:02

      DailyMirror

      Anscheinend verwechselst du "einer Partei die Stimme geben" mit "einer Partei beitreten".

      Tatsächlich will man doch nur den Gouvernanten und sonstigen Antifaschisten wie dir auskommen.

    • DailyMirror (kein Partner)
      01. Oktober 2013 13:50

      Jö, Trolli, du bist wieder da. Weißt du, ich freue mich schon darauf, mal mit dir über Bildung zu diskutieren. Schließlich interessiert es mich immer, welchen Standpunkt Unbeteiligte vertreten.

    • Gast (kein Partner)
      01. Oktober 2013 19:35

      Gibt es eigentlich Analysen, die verraten wie hoch der Migrantenanteil - speziell jener der Türken - bei den Grünen bzw. Sozialisten ist ? Das würde mich sehr interessieren. Habe auf der Mariahilferstraße beobachtet mit welch großer Begeisterung die Damen mit Kopftuch die Flyer der Grünen in Empfang genommen haben.

      Es gibt übrigens bereits Lokale, die FPÖ-Wählern Lokalverbot (siehe ORF.at "Grelle Forelle") erteilen. "FPÖ-Wähler unerwünscht" - heißt es dort. Müssen die FPÖ-Wähler jetzt auch bald Abzeichen tragen und sind ihre Kinder noch sicher vor Übergriffen der Linken ?
      Unfassbar !

      Woran erinnert mich das bloß... ?

  21. Undine
    30. September 2013 14:15

    Die NEOS sind für mich ein knallbunter Haufen, bei denen ein Teil HÜ schreit, der andere HOTT---und zwar gleichzeitig!
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß mit denen vernünftige Politik gemacht werden kann.

    • Undine
      30. September 2013 16:12

      Was mich an den Neos AUCH stört, abgesehen von den etwas wirren Aussagen des "Parteichefs"---von dem infantilen Surm mit dem Nudelsieb will ich erst gar nicht reden---ist die ROSA Parteifarbe; man kam sich vor wie in einem Geburtstagsfest in einem kitschigen Kinderzimmer eines Mädchens, dessen Mutter vermutlich ein Barbie-Puppenfan war und die gräßliche amerikanische Ausstattung der Barbiepuppe als geschmackvoll ansieht. Besonders eklig war das Geschöpf, das in einem rosa Ganzkörpertrikot steckte---irgendwie schwuchtelig.

    • plusminus
      30. September 2013 20:43

      @Undine

      ********************!

      Es halt die Reanimation des LIFs und daher ein besonders inhomogener Haufen mit einem verhaltensoriginellen "Parteichef"!!!!

    • F.S. (kein Partner)
      01. Oktober 2013 00:48

      Da werden die (hauptsächlich) ÖVP Wähler, die diesen nihilistischen Haufen von Sozialisten-Freimaurer Gnaden gewählt haben, sich noch schwer ärgern über die sogenannte "liberale" Partei der - nicht nur körperlichen - Nudelsiebträger.

      Abgesehen davon haben die NEOS nicht das Geringste mit der AFD gemein wie Unterberger vermeint. Dort vermute ich übrigens Wahlbetrug.

  22. Erich Bauer
    30. September 2013 12:56

    @ Observer
    @ GOP
    @ Gerhard Pascher
    @ Erich Bauer
    @ Bosnigl
    @ Diaboli Advocatus
    @ Scharwenzler
    @ Ranftl
    @ interessierter Schreiber

    Auch ich nehme heute die Gelegenheit wahr, mich als Poster zu verabschieden. Nicht ohne mich bei allen Teilnehmern hier zu bedanken. Auch wenn es tatsächlich hier manchmal ziemlich "rund" ging, war dieser Blog für mich sehr, sehr wichtig. Gerne werde ich mich an den lebhaften Austausch, schon und besonders in den Anfängen erinnern. Mein besonderer Dank gilt "Francois Villion", der mich an neue Sichtweisen, mit fundierter Hintergrundinformation (zu denen man stehen kann wie man will), herangeführt hat.

    Nicht nur die Tatsache, daß ich mich für die nächsten 5 Jahre Aufgaben gestellt habe, die den Großteil meiner Zeit beanspruchen, sind der Grund für meinen "Rückzug". Auch der Umstand, daß ich immer "grantiger" (*g*) wurde, hat mich zu dieser Entscheidung veranlaßt.

    Ich glaube nicht, daß diese ein Abschied für IMMER ist. Es ist nur so, daß ich an einer Wegkreuzung angelangt bin. Und ich bilde mir ein, daß ich diesen Steig nehmen muß. Wir treffen uns dann am Gipfel... (*g*)

    PS: Selbstverständlich werde ich auch weiterhin meinen bescheidenen finanziellen Beitrag für diesen, für mich und viele andere, so wertvollen Blog leisten... (Meine "Sockenpuppen" stelle ich nicht zur Verfügung, auch wenn ich sie so gut wie gar nicht verwendet habe *g*)

    • Herby
      30. September 2013 13:58

      Vielen Dank für Ihre zahlreichen Beiträge und ich denke, dass es Sie vielleicht irgendwann durchaus in den Fingern jucken könnte hier wieder einmal etwas zu schreiben.

      Mich würde es freuen.

      Ich hoffe doch dass sich heute hier nicht alle Mitdiskutanten verabschieden ;-)

    • Brigitte Imb
      30. September 2013 23:27

      Ist ja unglaublich, der harte Kern beginnt sich aufzuweichen!

      Das Internet funktioniert sicher auch in Frankfurt und möglicherweise "erleidet" dadurch sogar der A.U.-Blog Bekanntheit in Deutschland.

      Alles Gute!

    • simplicissimus
      01. Oktober 2013 06:48

      Alles Gute und kommen Sie wieder!

  23. Politicus1
    30. September 2013 11:52

    1) Haben die Neos tatsächlich gewaltig davon profitiert, dass sie sich in keiner ORF-Runde den Fragen der anderen Parteien und solchen von Frau Thurnher stellen mussten. Auch die schöne Eva konnte sie nicht mit einem Taferl bloss stellen ...
    Ob das Ergebnis nicht doch anders ausgefallen wäre, wenn Herr Strolz und Herr Niko Alm ihre Ideen öffentlich diskutieren hätten müssen?
    2) Bin ich gespannt auf die Angelobung des Pastaverehrers Niko Alm mit einem Nudelsieb auf dem Kopf! Ob das hohe Parlamentspräsidium das durchgehen lassen wird ....?
    3) wenn eine Partei ein paar wenige Mandate verliert, ihre Position aber dennoch halten kann, dann ist das nur für die Abgeordneten relevant, die ihren Absschied nehmen müssen. Who are the Losers ...?

  24. Erich Bauer
    30. September 2013 11:35

    Das Ergebnis der NEOS, vor allem deren Zusammensetzung (Ex-SCHWARZE+Ex-GRÜNE "Young-Urbans"), bietet bereits einen Blick in eine sich immer schneller nähernde Zukunft...

    Die Wahlentscheidung unterliegt einem "Markenbewußtsein", dem sich letztendlich bald schon ALLE Parteien unterwerfen müssen... Eine Periode davor war "La Coste" (z.B. GRÜN) für die "FEINEN" Leut' und heute ist's halt NIKE (z.B. NEOS). Möglicherweise wird die nächste Generation überhaupt nur noch nach IMAGE wählen. Der billige INHALT des Pullovers interessiert nicht. Hauptsache er hält bis zum nächsten Waschtag...

    Die "Hintermänner" finanzieren dann das (Parlament)-Schauspiel. Und die kommende Generation ist glücklich... Ich glaub' die ist schon so weit. Woher der "Pullover" kommt und von wem er billig hergestellt wird, hat keine Bedeutung mehr...

    Eigentlich ist das Sache der neuen Generation. Und nicht mehr meine...

    • La Rochefoucauld
      30. September 2013 11:51

      Alles wird gut. Die Zukunft wird schön.

      Endlich verschwindet langsam aber sicher diese total veraltete und unnötige Links-Rechts-Schubladeritis.

  25. Josef Maierhofer
    30. September 2013 11:15

    Genau, das habe ich hier schon einmal geschrieben.

    Die Situation ist hier anders als in Deutschland.

    Stronach ist eine Bereicherung und kann eine Koalition mitbilden, wenn er will. Er könnte endlich wieder Wirtschaftskompetenz bei der vergammelten ÖVP einbringen und Strache könnte seine Pensionssicherung mit der Verwaltungsreform realisieren.

    Die SPÖ muss natürlich für Verfassungsfragen auch mitmischen.

    Aber die Altparteien sehen alt aus, sie werden vermutlich die Dinausaurier- Etappe links gehen und die FPÖ weiter ausgrenzen.

    Schön langsam, und das sehen wir an den aufstrebenden Neos, werden die Leute lockerer und suchen einen Weg aus dem Selbstbedienungsschlamassel und aus der linken Parteidiktatur, was mit der SPÖVP natürlich nicht gelingt.

    Natürlich kann es auch mit Rot-Schwarz gehen, wenn sie die FPÖ mit ins Boot nehmen und damit alle Verfassungsfragen, die zur Verwaltungsreform nötig sind, endlich angegangen werden. Denn eines kann ich den etablierten Parteien der SPÖVP schwören, wenn sie die Selbst-, Klientel- und Privilegienbedienung nicht jetzt sofort beginnen zu beenden, fliegen sie das nächste Mal beide so tief, dass sie dastehen, wie das BZÖ diesmal unverdienter weise. Wenn sie nicht sofort die Europapolitik und die Schuldenpolitik ändern, passiert ihnen das Gleiche, wenn sie nicht sofort einen Österreichkurs einschlagen, sind die Österreicher gezwungen Strache die gesamte Mehrheit zu geben, er hat ja jetzt eine Legislaturperiode für weiteren Aufbau der FPÖ Zeit.

    Interessant wäre, wer die SPÖ überhaupt gewählt hat, die Türken, ich habe interne Aufrufe gelesen (mir übersetzen lassen) die 'Wahlhelfer', was tatsächlich zu überprüfen wäre, denn die machen das immer wieder, und die Sozialhilfeempfänger, denn die Arbeiter haben längst Strache gewählt.

    Also sind Neos und Stronach eine Bereicherung und beleben Österreich. Jedenfalls zeigen diese Effekte an, dass die Altparteien entweder endlich sich bewegen und die Absahnerstrukturen und den Parteifilz abbauen müssen, oder eben versinken werden, denn schön langsam werden die Österreicher munter und wachen auf aus dem Wohlstandstaumel, denn es schneit bereits zum Fenster herein und der Regen rinnt beim 'Schuldendach' hinein, und die ärmeren spüren das bereits sehr stark und wissen auch genau Bescheid über Privilegienbesitzer und schreiben zum Beispiel bei Faymann aufs Plakat 'Bankenhure' (Viktor Adlerplatz, Wien Favoriten, oder bei Spindelegger 'Dr. Raiffeisen' ebendort. Das heißt, schön langsam aber sicher geht es beits gegen 'Fayegger und Spindelmann' und ihre Klientel der SPÖVP und gegen das Pfründe- und brutale Machtdenken.

    Für mich heißt das, schön langsam wird es wieder aussen herum Demokratie, die ganz sicher das 'Kerneis' schmelzen wird über kurz oder lang.

    • machmuss verschiebnix
      30. September 2013 19:02

      Egal wie sehr die Altparteien mauern, in 5 Jahren sieht die kleine politische Ösi-Welt
      massiv anders aus, dessen bin ich überzeugt.
      Die Opposition ist ab jetzt in der Lage, viele Dinge zu thematisieren, die bisher totgeschwiegen
      wurden, darunter auch gar mancher Rot/Schwarzer Skandal, der bisher nach Kärnten
      oder sonstwo hin projeziert wurde.

      Allein der Elan von Strolz wird viele mitreißen - auf zu neuen Ufern !

  26. Erich Bauer
    30. September 2013 11:01

    An @simplicissimus (In eigener WETT-Sache)

    Immerhin zeigt sich Strache der SPÖ schon in Reizwäsche...

    http://www.andreas-unterberger.at/2013/02/sn-kontroverse-stronach-regierungsfaehigij#comment-228712

    Sg. Wertkonservativer,
    (8. Februar 2013)
    ich halte es für sehr unwahrscheinlich, daß sich der "Hatschi" mit der ÖVP verbindet. Der hat noch gut in Erinnerung wie die FPÖ von den "Schwarzen" über den Tisch gezogen wurde...

    Nur die SPÖ kann ihm einen "Smoking" für die EU anbieten... Daß der "Hatschi" dann halt trotzdem über den Tisch gezogen wird, weiß er halt noch nicht...

    http://www.andreas-unterberger.at/2013/02/die-wechselkurs-zuendeleien#comment-229847

    Ich setze eine 6er Auswahl vom "Diwald"... Darunter auch ein hervorragender "Frühroter".

    Allerdings, sollte wirklich Rot/Blau kommen... Dann brauch' ich was stärkeres. Ich denke da an irischen Whisky... Tullamore Dew.

    • simplicissimus
      01. Oktober 2013 07:02

      Erich Bauer: Den Wetteinsatz hab ich vorsorglich schon lange eingekauft, allerdings wird die Wette gegenstandslos sein, wetten?
      Trotzdem steht von meiner Seite einem Treffen nichts im Wege und ich wuerde dazu eine Reihe Mitposter ganz herzlich auffordern dabeizusein.
      Allerdings ginge das erst im November, da haetten wir dann wahrscheinlich auch absolute Klarheit.
      Wertkonservativer: Sie haben die Wette gewonnen, Strache wurde nicht Nummer 1, ohne Stronach (und ein bisschen auch Neos) haette es vielleicht ganz knapp gereicht, wahrscheinlicher waere ein zweiter Platz gewesen.
      Darf ich Ihnen die 6 Roten im November beim Treffen ueberreichen?
      Ich hoffe, es geht Ihnen gut, habe lange nichts von Ihnen gelesen.
      Brechstange: Unsere Wette, ob Stronach direkter oder indirekter Steigbuegelhalter der SPOe ist, ist noch offen. Sie ist auch schwer zu bestimmen, denn was ist, wenn SPOe nun erste Regierungspartei wird (was sie wird) und Stronach draussen bleibt? Da fehlt der schluessige Beweis zu beiden Seiten. Schluessig waere es nur, wuerde Stronach in Schwarz-Blau-TS landen, aber derzeit extrem unwahrscheinlich.

    • Undine
      01. Oktober 2013 09:03

      @simplicissimus

      "Trotzdem steht von meiner Seite einem Treffen nichts im Wege und ich wuerde dazu eine Reihe Mitposter ganz herzlich auffordern dabeizusein.
      Allerdings ginge das erst im November, da haetten wir dann wahrscheinlich auch absolute Klarheit"

      Da ich mich mitangesprochen fühle, hoffe ich sehr, daß das Treffen in der ersten Novemberhälfte stattfindet!!!

    • simplicissimus
      01. Oktober 2013 11:45

      Liebe Undine, natuerlich sehen wir uns dann, in KW 40, ich melde mich!

    • Gerhard Michler (kein Partner)
      02. Oktober 2013 07:32

      Sehr geehrte Blog-Freunde Erich Bauer und simplicissimus!

      Da ich von Ihnen Beiden hier erwähnt wurde, möchte ich mich zu unserer Wett-Angelegenheit doch kurz äußern:
      egal, wer was oder nichts gewonnen hat, möchte ich mein Interesse an einem freundschaftlichen Treffen irgendwann und irgendwo sicher deponieren!

      Dank der Nachfrage, lieber @ simplicissimus: mir geht's gut, ich habe den Achtziger inzwischen überschritten, fühle mich jedoch wie knapp unter 70!

      Also nochmals: man kennt meine Mailanschrift
      Gerhard@Michler.at !

      Liebe Grüße rundum!

  27. logiker2
  28. terbuan
    30. September 2013 09:09

    Die gute Nachricht des Tages (ÖRF-Nachrichten 9:00):

    Claudia Schmid wird nicht mehr als Ministerin zur Verfügung stehen, sie wird sich einen neuen Aufgabenbereich in der Privatwirtschaft suchen.
    Mit ihren erstklassigen Referenzen aus ihrer Tätigkeit in der Kommunalkredit wird das sicherlich kein Problem sein, die Banken suchen dringend Manager mit Insolvenzerfahrung!

    • Politicus1
      30. September 2013 09:25

      durch die Ausgliederung der roten Kommunalbetriebe (Strom, Gas, Wasser, Verkehr) gibt es eine Fülle von Privatunternehmen ...

    • brechstange
      30. September 2013 09:37

      Die Europäische Bankenaufsicht sucht geeignete Personen mit hervorragender Erfahrung und Kompromittierbarkeit. Weiterhin wird es jede Menge neuer Posten im ESM geben, etc. etc.

      Wer bietet diesem Wahnsinn Einhalt? Wer sagt STOPP? Wir vom TS tun es, daher hat der Haselsteiner wohl auch NEOS finanziert.

    • terbuan
      30. September 2013 09:48

      @Politicus1

      Vorstand in der Wien-Energie, ein direkt maßgeschneiderter Job für die Schmiedin!
      Verluste einzelner Sparten werden zunächst quersubventioniert und schließlich an die Steuerzahler weitergereicht, Insolvenz ist ausgeschlossen! :-)

    • cmh (kein Partner)
      01. Oktober 2013 10:06

      Die um die Schmiedin bereicherte PRivatwirtschaft tut mir schon jetzt leid.

  29. Komma
    30. September 2013 09:02

    Die Neos sind eine absolut perverse Partei: Für Kindermord, Euthanasie, Homoehe, Homoadoptionsrecht, Drogenfreigabe, Gesamtschule, Kitas ab Jahr 1, Patchwork-Families, Immigration, Asylmißbrauch, Abschiebungsverbote für Kriminelle, und besonders wichtig:

    SIE SIND EINE MIT EU-MITTELN AUFGEPÄPPELTE PARTEI FÜR DIE IDIOTISCHE EURO-, ESM-, SCHULDEN-,HAFTUNGS-, FISKAL-, Transfer- UND BANKENUNION.

    Daher die große Unterstützung durch die obskure "Gesellschaft für Europapolitik" und die bezahlten Medien (siehe PRESSE-Beilage "Europa vertiefen! vom Samstag!). Die Neos wollen unbedingt einen EUROPÄISCHEN BUNDESSTAAT, in dem Österreich aufgelöst würde, wie Zucker im Kaffee.

    Die Neos, konnte man gestern sehen, schmeißen sich an die aus Lug und Trug bestehenden Hochverräterparteien SPÖVP geradezu an.

    Die Neos sind das Widerlichste, was je in Österreich die politische Bühne betreten hat!

    • Komma
      30. September 2013 09:17

      Der Beitrag war als Antwort auf AU´s Frage gedacht: "In der nicht eindeutig beantwortbaren Frage, ob hinter dem pinken Farbenzauber der Neos eigentlich eher eine Links- oder Rechtspartei zu finden ist, würde auch die Antwort auf die Frage liegen, ob der Wahltag in Summe einen Rechts- oder Linksruck gebracht hat."

      Die Frage AU´s weist in eine völlig falsche Richtung! Sie ist eine bezahlte EU-Integrations-Förderungspartei!

    • brechstange
      30. September 2013 09:38

      Komma

      Endlich einer der es durchschaut.

    • logiker2
      30. September 2013 09:50

      ja, die schlagen die Grünen beim Zerstören der Gesellschaft noch bei weitem. Danke für diesen Beitrag.

    • ProConsul
      30. September 2013 09:57

      @Komma

      das ist auch meine Einschätzung der NEOS, wobei die Grünen noch einen Tick widerlicher sind.

    • terbuan
      30. September 2013 10:02

      @Komma

      Eine Punktlandung, besser kann man diesen ekelhaften Haufen nicht beschreiben!
      Ich schäme mich für meinen Heimatbezirk Döbling, dort erreichten diese Widerlinge einen Stimmenanteil von 12%!

    • Wyatt
      30. September 2013 12:20

      sehe das ebenso, - zumindest in ihrer Scheinheiligkeit sind die Grünen an Widerwärtigkeit den Neos noch voraus.

    • kakadu
      30. September 2013 13:19

      @Komma

      Vielen Dank für das vollkommene "Auf-den-Punkt-bringen"!!!!!!

      **********

    • Francois Villon (kein Partner)
      01. Oktober 2013 06:31

      Verehrtes Komma,

      dies ist der einzige lesenswerte Beitrag. - Mich ärgerte schon die wohl nur zum Schein gestellten rhetorischen Anmerkungen, Fragen oder "Klassifzierungen" Unterbergers, als ob er dasselbe, was Sie richtig festgestellt haben, nicht auch wüßte.

      Aber der "liberale" Odeur hat wohl die Wahrnehmung vernebelt. Und da ein erheblicher Teil der Leser des UTB vor allem eine Kommune darstellt, die dem Guru nach dem Maul redet, aber selber zu wenig Urteilvermögen beweist, merken diese Leute nicht welchen (Un-)Geist die diversen Parteien vertreten und was daher zusammenpaßt bzw. der totale Widerspruch ist.

      Wer selbst die von Ihnen genannten ideologischen Positionen nicht einzuordnen vermag - und somit nicht mehr erkennt aus welcher ideologischen Ecke sie kommen -, dem kann man alle möglichen "Kombinationen" rein rechnerisch unterjubeln.

      So wie die Sache liegt und steht, ist wenig noch zu hoffen. Mit der nun feststehenden 2/3-Mehrheit der Marxisten und Steigbügelhalter ÖVP ist endgültig Hopfen und Malz verloren.

    • AGLT (kein Partner)
      01. Oktober 2013 12:18

      @Komma: jedes Wort zutreffend! ****
      als Ergänzung: genderwahnsinnig
      die Mlinar sitzt als erklärte Vertreterin des LIF im Parlament (siehe ihre Facebook-Seite).

      @terbuan: Auch in meiner tiefschwarzen NÖ Heimatstadt kamen die Neos auf satte 12 %. Die erklären sich aber teilweise daraus, dass zahlreiche junge Wähler diesmal bei uns statt grün (die sind ihnen nicht mehr hipp genug) eben die Pinkies gewählt haben. Weil die urcool sind, so a tolle Werbung ghabt haben, vor allem im Internet. Wenn man sie dann fragte, wofür denn die Neos stehen (also ein bissl nach dem Parteiprogramm), erntete man nur erstaunte Blicke.

  30. caruso
    30. September 2013 08:39

    Herr Dr. Unterberger hat es bereits erwähnt, dass die mediale Nichtbeachtung der NEOS Truppe mehr genützt als geschadet hat.

    Im Umkehrschluß muß aber auch erwähnt werden, dass sich die umfangreichen Anfütterungen, Inserateschaltungen und teuer bezahlten Gesinnungsvasallen im ORF und bei der schreibenden Zunft (wenn auch schwer quantitav feststellbar) bezahlt gemacht haben.

    Sowohl FPÖ als auch TS wurden bei jeder nur denkbaren medialen Gelegenheit negativ, herablassend bis unverschämt dargestellt, behandelt und abgekanzelt und nach möglichkeit negativ konotiert. Auch die mehrfachen alles andere als dezenten Hinweise auf das hohe Alter von Stronach nach dem Motto "Naja, lange kann er es eh nicht mehr machen" oder sein "Auswanderer-Deutsch" sind für die sonst so pc-korrekten Heuchler mehr als uncharmant gewesen.

    Man denke nur an die meines Erachtens völlig unnötige Aktion mit dem Mercedes und dem Settele. Das war wieder nur eine weitere einseitige Anpatzungsaktion des linken ORF Flügels. Der Todesstrafe-Sager wurde vom Settele ohne erkennbaren Zusammenhang einfach vom Zaun gebrochen. Gerade dem Stronach wurden ja körbeweise Seifen vor die Füße geworfen und in der Zunft hat man sich dann gefreut und auf Twitter einschlägig abgefeiert, was der "alte Depp" doch für einen Blödsinn verzapft. Die subtilen Schnitte und oftmaligen Wiederholungen in allen Ankündigungen und Kommentaren haben diese Auswirkung des eigentlich total unwichtigen Sagers vervielfacht. Und das wirklich Schlimme daran ist, dass Stronach in der Sache selbst ja garnicht so unrecht hatte. Aber darum ging es ja nicht, sondern um eine weitere Möglichkeit des dirty/negative campaining vom Stapel zu lassen. Mission accomplished.

    Selbiges bei Strache, der von jedem erdenklichen ORF Mitarbeiter bei jeder erdenklichen Möglichkeit, untergriffig verunglimpft, unterbrochen und verniedlicht/verteufelt wurde.

    Umgekehrtes Beeinflussungsverhalten natürlich bei SPÖ+GRÜN sowie dem prolongierten Beharren auf der "Großen Koalition" als einzige Möglichkeit des Fortbestandes der österreichischen Glückseligkeit.

    Summa summarum hat es meines Erachtens ausgereicht, das ROT+SCHWARZ knapp über 50% geblieben sind, die SPÖ und GRÜN nicht mehr verloren haben und sich deshalb die beträchtlichen monetären Investitionen in die linke Medienorgel sehr wohl gelohnt haben.

    Weitere 5 Jahre Zugang aller Beteiligten zu den Förder-Silberlingen und Befütterung der Medienorgel zu Lasten und auf Kosten Dritter; Propaganda at its best.

    Auch gestern während der Berichterstattung zum ganzen Wahlgeschehen wurde diese Gesinnung von sämtlichen ORF Beteiligten und Vasallen offensichtlich, unverschämt und unbekümmert zur Schau getragen. Das ganze ist schon so eingespielt, dass sich niemand mehr daran "kratzt".

    Ceterum censeo ORFem esse delendam.

    Oder anders gesagt:Wir hätten jetzt 5 Jahre Zeit ein Volksbegehren zur Abstimmung über die Privatisierung des ORF und somit Aufhebung der Zwangsgebührenfinanzierung auf die Beine zu stellen.

    Freiwillige???

    • brechstange
      30. September 2013 09:40

      Viele hier haben mitgejubelt, jetzt muss man die Krot eben schlucken. Wir, Team Stronach, werden nicht aufhören, konstruktiv das Dilemma aufzulösen.

    • Erich Bauer
      30. September 2013 11:38

      Ähem... Finaziert euch Stronach da eine Indianer-Droge aus Kanada?

    • brechstange
      30. September 2013 21:17

      Nein, tut er nicht. Alles Gute in Frankfurt, Herr Bauer. Aufwiederhören.

  31. Politicus1
    30. September 2013 08:32

    was auffiel:
    1) Red. Bürger (ORF) sprach BK Faymann an mit: 'Sie sind der Sieger des heutigen Wahlabends...'
    2) Herr Strolz (Neos) mit seinem ersten Budgetvorschlag: die Millionen, die man da und dort einsparen kann, gleich für die Strukturverbesserung des Parlaments verwenden. Nachtigall - ick hör dir trapsen! ...
    Er wird doch nicht an höhere Mittel für die Parlamentsklubs oder mehr Mitarbeiter i den Klubs gedacht haben - oder?

    Ein genaues Studium des Neos-Programms hat auf mich teilweise wie eine Ansammlung von Transparentsprüchen einer Demo mit vielen Teilnehmern gewirkt.
    Ein Bündnis - als solches sind sie ja angetreten! - mit so divergierenden Personen, wie Strolz und der Pastaverehrer und Nudelsiebautofahrer Niko Alm sind halt wirklich unmöglich auf einen sinvollen gemeinsamen Nenner zu bringen.
    Bin gespannt, wie lange diese nicht eingetragene Partnerschaft im Parlament halten wird.

    • brechstange
      30. September 2013 09:43

      Leider war man ja mit Stronach-Bashing beschäftigt, obwohl unser Programm Hand und Fuß hat, sagte man uns nach, wir hätten nur Stronach und der würde sein Programm nicht kennen.

      Also diese Unterschwelligkeit und Obszönitäten wurden auch hier von einigen aus kurzfristigen Vorteilnahmen oder sonstigen Beweggründen mitgetragen, mitverbreitet. Schade.

  32. Gerhard Pascher
    30. September 2013 08:05

    In eigener Sache:
    Farewell ist bei mir angesagt, denn alles Gute hat auch einmal ein Ende. Natürlich könnte ich auch „sang- und klanglos“ verschwinden oder nur „Tschüss“ sagen. Aber es ist mir ein Bedürfnis, doch ausführlich zu schreiben. Mangels anderer Möglichkeiten stelle ich diesen Text hier herein. Ich ersuche gleich um Nachsicht, dass ich hier ausnahmsweise etwas länger werde.
    Nach fast dreijähriger Diskussionsteilname (fast 3.300 Beiträgen) und der nun geschlagenen Nationalratswahl möchte ich die aktive und tägliche Teilnahme in diesem Forum beenden. Es sind wohl folgende Gründe dafür verantwortlich: mein Alter, andere private Aufgaben und Interessen, aber besonders auch der Frust, dass trotz intensiver Aktionen gegen den sog. allgemeinen Trend sich kaum etwas ändert und auch viele Gleichgesinnte aus früheren Zeiten hier nicht mehr dabei sind. Ich freue mich trotzdem, immer wieder neue Teilnehmer festzustellen, so gehen diese wichtigen Arbeiten auch auf jüngere Generationen über. Ich fragte mich trotzdem beim täglichen Aufrufen der AU-Tagebuch-Seite: Was bringt’s? Ist dies nur ein Forum, wo man seinen Frust als WUTBÜRGER ablassen kann oder können solche Initiativen durch diese MUTBÜRGER auch etwas verändern? AU und seine Mitstreiter bemühen sich in idealistischer Weise - die bescheidenen Partnerbeiträge decken doch kaum die laufenden Unkosten? - sehr, dass es in Österreich auf legale Weise zu Verbesserungen kommt. Konnte man dazu in den vergangenen Jahren etwas erkennen? Vermutlich zu wenig, denn die Mehrheit der Österreicher ist träge und dumm und nach deren Meinung sollte weiterhin lieber alles „so bleiben wie bisher“ (siehe Wahlen von gestern).
    Obwohl ich ein Optimist bin und immer noch an eine gute und friedliche Zukunft glaube, muss ich als Realist feststellen, dass erst eine Staatspleite, eine Revolution oder ein Aufstand den unsinnigen staatlichen Maßnahmen und derzeitigen Regelungen ein Ende bereitet und so zu Änderungen zwingen wird. Denn erst wenn die Mehrheit erkennt, dass die immer größer werdende Staatsschuldenlast, die Umverteilungen und die Vollkaskomentalität auch ein Ablaufdatum haben und es nach dem HEUTE auch noch ein MORGEN geben wird, werden sie zu einer Umkehr bereit sein (müssen). Denn die Mehrheit der Bürger stimmt nur dann Veränderungen zu, wenn sie es vorher in den eigenen Geldtaschen drastisch spürt.
    Ich danke Herrn Dr. Andreas Unterberger. seinen Mitarbeitern im Hintergrund, Partnern und auch den übrigen Teilnehmern, dass die Diskussionen auf diesem Blog auf einem ziemlich hohen Niveau stattfinden und persönliche Angriffe eher die Ausnahme sind. Diese ständigen Kritiker an Mitpostern haben bisher nach einiger Zeit ohnehin dieses wichtige Forum wieder verlassen. Wenn ich auch mit manchen Ausführungen (auch von AU) nicht einverstanden war, so schätze ich es, dass es Leute gibt, welche „hart im geben“, aber auch „hart im Einstecken“ sind und trotzdem Anstand gegenüber den Mitmenschen zeigen. Ich bin kein Freund der Sternevergabe, habe auch selbst kaum welche verteilt und mich trotzdem immer „gefreut“, wenn ein Spaßvogel seine Ablehnung meiner Beiträge mit jeweils einem halben Stern honoriert hatte.
    Dem Blogbetreiber, seinen Mitarbeitern sowie allen Teilnehmern (auch denen, welche mich ablehnten!) wünsche ich alles Gute und hoffe, dass langfristig auch unter den hiesigen politischen Entscheidungsträgern mehr Vernunft einkehrt. Dies kann voraussichtlich aber erst mit neuen Köpfen gelingen. Ich werde zeitweise weiterhin den Blog verfolgen und mich gelegentlich auch unter meinem richtigen Namen melden.
    Ich verabschiede mich als Ihr dankbarer
    Gerhard Pascher (@Mail: gerhard.pascher@aon.at) alias Observer und GOP. Eigentlich lehne in nun nicknames ab, außer man würde im aktuellen Beruf sonst Schaden nehmen. Auch meine Gattin mit dem hier verwendeten Spitznamen Supa, welche mich anfangs auf diesen interessanten Gedankenaustausch aufmerksam machte und mehrere Wochen auch Beiträge leistete, wünscht allen hier tätigen Personen viel Freude und Gesundheit für die nächsten Jahre.

    Verbesserungsvorschläge an AU als Post Scriptum:
    Der Rahmen des Blogs ist durch die Vielzahl an Postings sehr umfangreich geworden und es ist z.B. am Abend sehr zeitraubend - wenn nicht gar unmöglich -, all die vielen Dutzende an interessanten Beiträgen zu lesen. Wäre da eine Textlimitierung wie bei SMS oder Twitter hilfreich? Auch die extra Anführung der drei Besten gibt keine Zusammenfassung der Beiträge wieder.
    Vielleicht kann man auch eine eigene Rubrik der vielen interessanten Anmerkungen von Postern zu aktuellen Ereignissen schaffen, welche nicht direkt mit dem Hauptthema zu tun haben und bisher immer als OT (offtopic) unter die Beiträge gemischt wurden? So gehört eigentlich auch dieser Abschiedsbrief nicht hierher.
    Wie wäre es auch, wenn das Blogprogramm künftig auch die Bewertung von Subkommentaren ermöglicht? Außerdem gibt es bei vielen Foren die Gelegenheit, dass man kurz nach Eingabe gleich erkannte Tippfehler noch korrigieren kann. Dies kostet natürlich Geld, das ist klar.
    “Das Bessere ist der Feind des Guten“ oder wie man in den USA zu sagen pflegt: If it work’s improve it, was einen wesentlichen Grund für die dortige Innovationskraft darstellt.

    • Herby
      30. September 2013 08:52

      @ Gerhard Pascher

      Danke für Ihren langen, ausführlichen Beitrag.

      Ich möchte gleich an Ihr ausgezeichnetes Sprichwort ein anderes Sprichwort anfügen:

      "Steter Tropfen höhlt den Stein." - und das ist etwas wo sicherlich auch der Unterberger-Blog in unserem Land beiträgt.

      Jedenfalls hoffe ich, dass Sie zumindest (zahlendes) Mitglied hier bleiben und somit die Möglichkeit behalten, hier tagesaktuell die neuesten Artikel von Dr. Unterberger zu lesen, sowie tagesaktuell die Gastbeiträge.

      Ich denke:
      Das Dr. Unterberger-Tagebuch ist ein zu 100% unabhängiges Medium, es ist ganz allein von Dr. Unterberger abhängig.

      Und allein dieses Faktum ist von enormen Wert für gesinnungs-liberale Menschen, die bereit sind nachzudenken.

      Durch diese absolute Unabhängigkeit ist das Unterberger-Tagebuch ein wichtiger Farbtupfer in den heimischen Medien, die ja samt und sonders in Abhängigkeitszwängen drinnen stecken.

      Dass hier so etwas wie Zensur - auch bei sehr kritischen Postings - so gut wie NIE angewendet wird ist ein Mittel dass sich hier auch Internetdiskutierer und Poster von weit links der Mitte hier einfinden und ihre Spuren hinterlassen.

      Das finde ich gut und es stellt sicher dass hier viel mitgelesen wird.

      Ihnen, Herr Pascher geht es darum dass womöglich so ein Blog wie dieser Verbesserungen und echte Reformen in Österreich beschleunigt.

      Und da ist dieser Blog sicherlich ein Beitrag und zwar vor allem: Weil hier auch die Entscheider mitlesen, d.h. hier lesen mit Sicherheit die Leute von der ÖVP- und FPÖ-Parteizentrale mit, die Generalsekretäre, Zentralsekretäre, Parteisekretäre und deren Mitarbeiter.

      Und sie lesen deshalb mit, weil der Blogbetreiber viel über die Politikpraxis, die Zeitgeschichte und Geschichte, sowie über die Weltanschauungen und Ideologien, sowie natürlich über die handelnden Personen und deren Stärken und Schwächen Bescheid weiß - und das auf nationaler sowie auch auf Europa- und internationaler Ebene.

      Wenn also die Entscheider (vor allem diejenigen in VP und FP) hier also täglich mitlesen dann kann man doch annehmen, dass sie ihre Politik durch die hier aufgegriffenen Ideen doch immer wieder fein-nach-justieren.

      Und das obige Sprichwort: "Steter Tropfen höhlt den Stein" das kann sich dann verwirklichen, indem eben vor allem die Parteivertreter von rechts der Mitte hier stetig dazulernen (ich drücke es ganz direkt aus).

      Drei Akteure der österr. Politik, von denen würde ich mir wünschen, dass sie hier mehr mitlesen würden:

      Erwin Pröll, Michael Häupl und Heinz Fischer - (drei auf ihre jeweilige Art eher konservative Typen) - beim ersteren ist es durchaus naheliegend dass er hier hereinschaut, bei den zwei anderen hat es kaum Sinn, weil sie ideologisch zu sehr festgelegt sind.

      Ihnen Herr Pascher wünsche ich alles Gute und hoffe dass Sie hier noch oft hier hereinschauen und zumindest ab und zu hier ein Posting schreiben!

    • terbuan
      30. September 2013 09:17

      Lieber Herr Pascher,
      es tut mir sehr leid, dass Sie als sehr geschätzter langjähriger Poster Ihren Abschied aus dem Blog bekanntgeben. Ihre Beiträge waren stets treffend und pointiert, ich habe sie zumeist mit großer Zustimmung gelesen!
      Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit, und vielleicht kehren Sie noch einmal zurück in das Forum! ("Sag niemals nie!").
      Herzliche Grüße
      terbuan

    • Herby
      30. September 2013 09:22

      @ Gerard Pascher - noch etwas fiel mir als Ergänzung ein:

      Zwei politische Tugenden, die gut zum von mir angeführten Sprichwort vom 'steten Tropfen' passt muss ich erwähnen:

      Die Beharrlichkeit und das Durchhaltevermögen - man kann es auch 'Zähigkeit' nennen.

      Diese zwei Tugenden sind im Moment etwas aus der Mode gekommen.

      Wer erinnert sich noch an Alois Mock, ein intelligenter, gebildeter, solider Politik-Handwerker aus dem ÖAAB. Er hatte wenig Charisma, und stand stets im Schatten anderer. Aber er war ein extrem fleißiger, durchhaltekräftiger und beharrlicher Politiker.

      Er wußte zu seiner genau, dass in der Politik die Mühlen langsam mahlen, aber sie stehen nie still. Und mit dieser Beharrlichkeit und Durchhaltevermögen setzte er dann seine Ziele durch.

      Und dieser Alois Mock, der leider viel zu früh schwer erkrankte erreichte, war wahrscheinlich das beste Musterbeispiel für das was ich oben ansprach.

      Meiner Meinung nach ist Spindelegger heute genau der Typ der für seine spezifischen Ziele und Visionen auf diese bekannten Tugenden: Beharrlichkeit, Durchhaltevermögen, Zähigkeit setzen sollte.

      Mock hatte noch den Vorteil dass er in einer weniger schnelllebigen und weniger hektischen Zeit tätig war.

      Spindi hat es da schwieriger, noch dazu sind die heutigen Medien sensationslüsterner und hysterischer als sie vor 30 Jahren waren.

    • brechstange
      30. September 2013 09:53

      Sehr geehrter Herr Pascher,
      Ihre Beiträge haben immer Wertvolles hier im Blog beigetragen. Ich hoffe, dass Sie uns hin und wieder hier besuchen werden.
      Den Wahlkampf selbst habe ich auch hier im Blog als erstmals aktiv Teilnehmender an einer Wahl, nicht unbedingt positiv empfunden, va Angriffe auf Stronach, er wäre Freimaurer bzw. den Vorwurf, er hätte an die Kultusgemeinde gespendet. Die Spende mit seinem Geld geht mE wohl keinem was an und die Unterstellung der Freimaurerei ist mehr als unseriös. Auch die Angriffe der FPÖ auf Reiche im Wahlkampf auf der unteren Ebene haben mich doch etwas mit Sorge erfüllt.

      Ich sage trotz mageren Wahlergebnisses: Jetzt erst recht. Auch wenn es zum Zusammenbruch kommt, ist es meines Erachtens wichtig, gut aufgestellt zu sein.

      Liebe Grüße
      Elisabeth Weiß

    • socrates
      30. September 2013 09:57

      Danke für Ihre Arbeit! Sie gehörten, mit Ihren klugen Beiträgen, zu meiner Pflichtlektüre. Sie werden uns sehr fehlen.
      Der Blog hat, im Ramen des Machbaren, große Verdienste. Viele rote Märchen, vom spanischen Bürgerkrieg, Dollfuß, die Existenz der Kultusgemeinde unter Hilti, die täglichen Lügen unserer Parteien, etc. wurden hier dokumentiert. Einige Dissertationen ließen sich daraus gewinnen.
      Wenn Sie ein Ventil für Ihren Ärger brauchen, denken Sie an uns!
      Viel Glück!

    • Florin
      30. September 2013 11:15

      Das also war des Pudels Kern!

      Ich habe Ihre Kommentare meistens mit "Genuß und Belehrung" gelesen und werde sie dementsprechend missen.

    • Brigitte Imb
      30. September 2013 13:21

      Schade, wirklich schade, daß Sie "uns" den Rücken kehren!

      Vielleicht sollten Sie überlegen mit dem "Dottore" zusammen zu arbeiten, denn es ist pure Vergeudung von (Ihrem) Wissen, wenn Sie uns daran nicht mehr teilhaben lassen.
      Ich persönlich habe sehr viel von Ihnen gelernt, bzw. erfahren und danke Ihnen dafür herzlich.
      Liebe Grüße, auch an Ihre Frau,
      Brigitte I.

    • Observer
      30. September 2013 14:06

      Liebe Mitposter (geschlechtsneutral!),
      ich bin tief gerührt von den freundlichen Worten, welche Sie mir anlässlich meines „offiziellen Abschieds“ zukommen ließen. Dafür danke ich sehr herzlich. Ich werde noch einige Monate dem Blog als Partner dienen (und manschmal auch posten). Trotzdem meine ich, dass im gesamten Leben – auch in der Politik – die nächsten Generationen nachrücken müssen, aber diese auch die Erfahrungen der „Alten“ schätzen sollten. Denn die Zukunft gehört langfristig immer den Nachkommen.

      Darf ich Ihnen noch von meinem gestrigen Traum erzählen? Folgendes Szenario wurde da „gespielt“:

      1. Fischer beauftragt Faymann mit der Regierungsbildung
      2. Faymann will die ÖVP weiterhin als Juniorpartner (= Mehrheitsbeschaffer), diese lehnt aber ab. Mit Blau will Faymann nicht, daher geht der Auftrag wieder zurück an UHBP.
      3. Fischer beauftragt daraufhin mit „ernster Miene“ Spindelegger mit einer Regierungsbildung. Dieser kommt mit FPÖ und TS zu einem brauchbaren Vorschlag.
      4. Fischer gelobt mit „noch ernsterer Miene“ (als seinerzeit Klestil) diese Regierung an.
      5. Mit Österreich geht es wieder bergauf!

      Dann bin ich plötzlich aufgewacht. Ober dieser Traum bzw. diese Vision jemals Wirklichkeit werden wird?
      Nochmals vielen Dank und beste Grüße
      Ihr
      Gerhard O. Pascher

    • Brigitte Imb
      30. September 2013 14:27

      @ Hr. Pascher,

      Ihr Traum ist vorzüglich und vermutlich gibt es viele solcher "Träumer". Daher sollten wir die ÖVP und Spindelegger mit vielen mails auffordern eine bürgerliche Koalition zu wagen.

    • Politicus1
      30. September 2013 17:34

      Observer- Pascher:
      Danke für Ihren vielen stets lesenswerten Beiträge und in jeder anderen Diskussionsrunde werden Sie der Gewinn sein, den wir hier missen werden ...
      Ihr Traum gefällt mir sehr gut!
      Ich wünschte, dass Erwin Pröll heute nachts auch so träumt und er morgen von diesem Albtraum schweissgebadet aufwacht ...(;-)

  33. Gerhard Pascher
  34. Erich Bauer
    30. September 2013 08:00

    Die NEOS haben jetzt 5 Jahre Zeit sich zu überlegen was sie machen sollen...

    Gut, sie haben überraschenderweise die 4 %-Hürde genommen. Überraschend ist aber vor allem, daß es am Wahlabend so ÜBERRASCHEND war... Die meisten Umfrageinstitute hatten das durchaus schon prognostiziert. Daraus jedenfalls eine "Phönix-aus-der-Asche"-Dramaturgie zu konstruieren, halte ich für etwas übertrieben. Wenngleich es für Medien natürlich verlockend ist. Fakt ist aber, daß der Einzug der NEOS für die kommende Gesetzgebungsperiode ohne Bedeutung ist. Halt... nicht ganz! Denn sollten sich landesverräterische Verfassungsgesetze mit GROKO+GRÜN doch nicht) doch nicht ausgehen (was ich nicht glaube), dann stehen die NEOS (wenn nötig auf "Befehl") sicher zur Verfügung...

    • brechstange
      30. September 2013 08:04

      Deswegen hat sich ja Haselsteier eingemischt, damit es eine Rückfallebene gibt.
      Stronach wurde abgekanzelt, weil er eine Währungslösung ausarbeiten ließ, die nicht dem Weg der europäischen Nomenklatura entspricht. Das ist sicher, wie das Amen im Gebet. Das haben die lieben Österreicher noch nicht begriffen.

    • Erich Bauer
      30. September 2013 10:49

      Ohne die NEOS wären die "Young-Urbans" (oder die, die sich als solche verstehen), allesamt bei den GRÜNEN gelandet... Was aber in den Auswirkungen gleichbedeutend ist.

      PS: die TS-Währungsexperten... das nötigt mir ein Schmunzeln ab. Und man braucht sie eh nicht dafür.

    • brechstange
      30. September 2013 11:35

      Herr Bauer,
      Herr Prof. Hankel ist ein Währungsexperte, ein Berater vieler Regierungen.

    • Erich Bauer
      30. September 2013 11:55

      Sitzt Herr Prof. Hankel im Parlament?

    • Charlesmagne
      30. September 2013 16:01

      Hatte ich inständig auf das Verfehlen der Verfassungsmehrheit für SPÖVPGrün gehofft, wurde ich durch den Einzug der NEOS von meiner Hoffnung auf eine Änderung des den ESM herbeistimmenden Zustandes befreit.
      Gott beschütze Österreich.

    • brechstange
      30. September 2013 21:21

      Herr Bauer, ich denke, keiner im Parlament kann ein Währungsmodell ausarbeiten. Dieses Währungsmodell wird sehr wohl auch von der deutschen Regierung beachtet.
      Sie wollen es offenbar nicht zur Kenntnis nehmen, dass TS gute Vorschläge und Lösungen hat.

  35. terbuan
    30. September 2013 07:39

    Die dämokratische Herrschaft der Großkoalitionäre steht vor einer Neuauflage.
    Mit einer Drittelmehrheit der Wahlberechtigten wird sie weiterhin legitmiert sein,
    das Land kaputt zu regieren.

    Zynisch könnte man meinen, sie haben sich diesen Pyrrhussieg verdient, denn was in den nächsten 5 Jahren an Herausforderungen auf uns zukommen wird, an schmerzlichen Einschnitten, nicht zu bewältigen Schuldenbergen und weltweiten Krisen wird alles in den Schatten stellen, was bisher im Schlaraffenland Österreich nicht einmal ansatzweise diskutiert wurde. Es herrscht weiterhin ein Wettlauf der Verdrängungskünstler, in allen Parteien.

    Mein braucht kein Prophet zu sein um ein Platzen der weltweiten Pyramidenspiel-Blase vorherzusagen. das kann keine 5 Jahre mehr so weitergehen!

    • diko
      30. September 2013 07:50

      @ terbuan
      traurig aber wahr - vor allem aber ist die Rechnung mit Stronach aufgegangen.

    • Cotopaxi
      30. September 2013 08:01

      Mit diesem Ergebnis bin ich noch pessimistischer als vor der Wahl. Und das Ganze wieder 5 volle Jahre lang. Ich traue Faymann zu, dass er mit Hilfe der ÖVP sogar 3 oder 4 Legislaturperioden regiert. Alle Achtung!

  36. Gerhard Pascher
    30. September 2013 06:31

    AU: .... Freilich muss diese Stärke jetzt auch noch taktisch geschickt eingesetzt werden . . .
    Ob man dies Michael Spindelegger zutrauen kann? Der Hofburgkaiser hat sich bereits klar für eine Fortsetzung der SPÖVP-Koalition ausgesprochen. Bleibt also alles doch beim alten?

  37. kritikos
    30. September 2013 01:01

    Es ist erestaunlich - oder doch nicht? - wie der ach so objektive ORF zuerst den Bürgermeister Häupl und dann den Landeskaiser Pröll mit seiner in gewohnt erfolgssicheren Pose proklamierten großen Koalition gezeigt hat. Wenn ORF, Häupl und Pröll für etwas sind, kann da etwas anderes passieren? Leider nein, fürchte ich.

  38. Das kleine Mäxchen
    30. September 2013 00:58

    Hören wir doch endlich auf mit dem pauschalen links und rechts. So primitiv ist unsere Welt nicht:

    Bis auf das Thema Immigration ist die FPÖ eine klassische Linkspartei. Ebenso ist die ÖVP keine Industrie oder Wirtschaftspartei mehr (hoffentlich bekommt der wirtschaftsflügel durch die NEOs etwas Auftrieb). Die SPÖ schützt auch nicht die kleinen Einkommen, ...

    Es ist echt langweilig, diese Einteilung von gestern - in links und rechts ...

    • MSc
      30. September 2013 09:36

      Danke dafür, dass hier endlich jemand ausspricht, dass die FPÖ in wesentlichen Forderungen die bessere SPÖ sein will ! Eben ein national geprägter Sozialismus ("soziale Heimatpartei" ...), der hier vertreten wird, im Gegensatz zum internationalen Sozialismus der SPÖ und dem christlichen der christlich-sozialen ÖVP. Wer ist denn in Österreich eigentlich nicht zumindest dem Namen und er Eigendefinition nach links ? Mit der "Mehrheit rechts der Mitte" ist es da eigentlich nicht weit her, weil die Mitte heute schon deutlich nach links gerückt ist ...
      Und das ständige NEOS-Bashing hier ist für mich auch nicht nachvollziehbar: die NEOS setzen sich nicht nur, wie hier ständig kolportiert wird, aus der (ursprünglichen) Gruppe um Matthias Strolz und dem LIF zusammen; auch die JuLis sind dort kräftig vertreten, und die würde ich als deutlich "liberaler" als das LIF verorten. Man wird sehen, welche Einflüsse sich hier intern durchsetzen werden.
      Woher allerdings diese Nibelungentreue zur EU bei den NEOS stammt, ist mir nach wie vor ein Rätsel ...

    • AGLT (kein Partner)
      01. Oktober 2013 12:31

      @Nibelungentreue der NEOS zur EU: sollte wirklich eine andere Einstellung vorhanden sein, würde sie diese sofort ins rechte Eck rücken.

    • Wanderer (kein Partner)
      01. Oktober 2013 13:21

      So ist es. Gerade bei den Neos lehnen die meisten Kandidaten die klassische links-rechts Klassifizierung ab.

      Das eindimensionale links-rechs-Schema ist einfach zu wenig, um die verschiedenen poltischen Strömungen zu beschreiben. Zweidimensionale Einteilungsschemata machen da mehr Sinn. Ich finde zum Beispiel das politische Wertedreieck auf Basis der drei Grundhaltungen liberal, konservativ, sozialistisch) schon viel aussagekräftiger: http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum#Politisches_Wertedreieck

  39. plusminus
    30. September 2013 00:35

    Erwin Pröll, die "graue" Eminenz im Hintergrund bei der ÖVP hat die Neuauflage der GROKO bereits abgesegnet und daher wird niemand in dieser Partei wagen, eine andere Option zu verwirklichen, auch wenn es für die Schwarzen ein letzter Befreiungsschlag wäre. Denn nur weiter den Steigbügelhalter für die Sozis abzugeben, wird sie bei den nächsten Wahlen endgültig atomisieren.

    Nachdem sich die NEOS weder links noch rechts eindeutig positioniert haben und daher aus beiden Richtungen Wähler lukrierten (was auch Zweck dieser opportunistischen Übung war!), ist mit ihnen kein Staat zu machen und sie werden sehr rasch am Boden der Realität landen müssen. Das wird auch für Herrn Strolz, der mir etwas zu umtriebig erscheint, noch eine harte Landung.

    So bliebe lediglich eine einzige (Wunsch-)Alternative:
    ÖVP-FPÖ-TS

    • plusminus
      30. September 2013 00:39

      Forsetzung, weil es leider irgendwo verlorenging:

      Aber das könnte nur eine mutige, brillante Persönlichkeit wie Dr. Wolfgang Schüssel "dastemmen". Spindelegger ist es leider nicht und daher wird er sich wieder - ZUM GROSSEN SCHADEN ÖSTERREICHS - mit seinem sozialistischen Duzfreund ins bequeme Koalitionsbett legen.

    • Riese35
      30. September 2013 08:21

      **********!

      Trotzdem redete ich lieber im Konjunktiv. Meine Einschätzung stimmt mit Ihrer überein. Die Hoffnung habe ich allerdings noch nicht aufgegeben, daß der Generalsekretär des Politbüros in St. Pölten endlich einmal ruhig gestellt wird. Dort und auch in dem inhaltlichen Spagat zwischen SPÖ und ÖVP, der ähnlich dem von AU aufgezeigten Spagat innerhalb der NEOS ist und fast überall stillgeredet wird, liegt das Hauptübel.

      Die SPÖVP hat kein Darstellungsproblem, sondern leidet am im Wiener Rathaus und St. Pölten angesiedelten Politbüro und an den unüberwindbaren inhaltlichen Differenzen.

      Und der ORF macht ständig Wahlwerbung für die FPÖ: während die FPÖ kaum ohne das Adjektiv "rechtspopulistisch" genannt wird, hört man von der SPÖ nicht, daß diese eine populistische Partei wäre. Denn wie anders könnte man ihre erneuten Forderungen nach dem Wünsch-Dir-Was verstehen. Der Wähler durchschaut das mittlerweile.

  40. hamburger zimmermann
    30. September 2013 00:26

    ich gestehe, die neos waren anfänglich für mich ernstlich eine wahl-alternative. dann jedoch begann herr haselsteiner, sich dort mit seinem linken lif, der peinlichen heide schmidt und intelligenten steuersätzen von 90% einzukaufen und wichtig zu machen => alles hat ein ende, nur die wurscht hat zwei.





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