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Die Gewerkschaften und die jungen Arbeitslosen

Lesezeit: 8:00

Die Jugendarbeitslosigkeit nimmt in immer mehr Ländern dramatische Formen an. In manchen beträgt sie schon weit über 50 Prozent. Diese vielfach kolportierten Zahlen sind freilich zu relativieren – aber in zweierlei Richtungen. Die Arbeitslosigkeit der Jungen wie der Alten wird aber dennoch zur historischen Gefahr, welche die europäischen Gesellschaften zerstören kann. Über die wahren Schuldigen spricht freilich kaum jemand.

Zu relativieren sind diese Prozentsätze vor allem, weil sie etwas anderes messen, als die meisten glauben: Sie geben nämlich immer nur den Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtheit jener Jugendlichen aus, die sich auf dem Arbeitsmarkt bewegen. Das heißt aber beispielsweise, dass Studenten oder Menschen, die aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt fernbleiben, nicht dazuzählen, etwa weil sie sich dort ohnedies Null Chancen ausrechnen. Damit ist natürlich der Anteil der formal arbeitslosen Jugendlichen an der gesamten Altersgruppe deutlich geringer, der Anteil der real Arbeitsplatzlosen ist jedoch noch viel höher.

Der objektive Vergleich

Objektiv wäre nur eine einzige Vergleichsziffer: der Anteil der Berufstätigen an der Gesamtbevölkerung. Wie viel Prozent aller 15 bis 25-Jährigen, wie viel Prozent aller 15 bis 65-Jährigen haben einen Arbeitsplatz, gehen einer – selbständigen oder unselbständigen – Arbeit nach? Nur dieser Vergleich wäre objektiv und würde alle möglichen Verzerrungen ausschalten. Dies gilt insbesondere, wenn man unter den EU-Staaten vergleichen will, die sich ja in ihren Strukturen ansonsten relativ weit angeglichen haben.

Jedoch mögen Länder wie Österreich diese objektiven Vergleiche aber überhaupt nicht. Und sie publizieren sie daher auch nicht. Denn dann gerieten sie plötzlich in eine viel schlechtere Optik.Sie lägen plötzlich nur im Mittelfeld. Vor allem aus zwei Gründen:

  1. Österreich lässt seine jungen Menschen deutlich länger auf den Unis verweilen – um nicht zu sagen: herumlungern – als andere Länder. Das weitgehende Fehlen von Gebühren und Zugangsschranken vergrößert deren Zahl zusätzlich.
  2. Und Österreich lässt am anderen Ende der Berufskurven seine älteren Menschen viel früher und zu besseren Konsitionen in Pension gehen als andere Länder (vier Jahre vor dem EU-Schnitt). Es manipulierte dadurch die offiziell publizierten Arbeitslosigkeits-Vergleiche stark zu seinen Gunsten.

In den Studenten- wie auch in den Pensionistenzahlen versteckt sich also ein hoher Anteil an Arbeitslosigkeit. Dass die Arbeitslosen-Statistik keineswegs alle Arbeitslosen erfasst, sollte man den versteckten Arbeitslosen keineswegs zum Vorwurf machen. Zu ihnen gehören eben Menschen, die sich auf Grund ihres Alters – obwohl voll arbeitsfähig – noch schwerer tun als andere, einen Job zu finden; sie nutzen daher jede Möglichkeit, ins Pensionssystem zu flüchten, sobald es diese Möglichkeit gibt.

Lieber an der Uni als am Arbeitsamt

Zu den versteckten Arbeitslosen gehören vor allem viele junge Leute, die halt lieber ewig herumstudieren, statt sich in die demütigende Position eines Anstellens am Arbeitsamt zu begeben. Sie schließen ans Bachelor-Studium noch einen ursprünglich gar nicht geplanten Master an, an diesen noch ein Doktoratsstudium, an dieses noch einen Lehrgang, an diesen wieder die prekär bezahlte Mitarbeit an irgendwelchen Forschungsprojekten. Und so weiter. Oder sie beginnen überhaupt noch mit einem weiteren Studium.

Es klingt ja auch viel besser, zu sagen „Ich studiere“ als „Ich bin arbeitslos“. Damit beruhigt man Familie, Freunde und Gesprächspartner, aber auch sich selber.

Am Faktum, dass es weder für die älteren Menschen ohne Job, noch für die jüngeren einen Arbeitsplatz gibt, können solche Verschleierungen aber nichts ändern. Viele Frühpensionisten wie Langzeitstudenten wären ja durchaus arbeitsbereit, fänden sie nur einen Job. Es gibt aber keinen, zumindest keinen zu den einträglichen Bedingungen eines Kollektivvertrags. Solche Jobs sind nämlich samt allen Lohnnebenkosten so teuer geworden, dass sich immer weniger Arbeitgeber bereitfinden, jemanden zu diesen Bedingungen anzustellen.

Kündigungsverbote schaffen noch mehr Arbeitslose

Noch schlimmer ist der Arbeitsmarkt in den sozialutopischen Südländern: Dort gibt es insbesondere ein weitgehendes Kündigungsverbot. Dieses macht jede Anstellung für Arbeitgeber langfristig besonders teuer. Jobs sind für jene, die keinen haben, die draußen und nicht drinnen sind, wo sie von der gewerkschaftlichen Macht profitieren, daher in Südeuropa schon ähnlich selten wie ein Totozwölfer geworden.

Die meisten Gewerkschaften stehen überdies immer an der Spitze der Forderungen, wenn es um eine Erhöhung der Lohnnebenkosten geht, also um eine Vergrößerung der Differenz zwischen Brutto- und Netto-Bezügen. Man denke etwa an die hohen Kosten der gewerkschaftlich kontrollierten und auf diesem Weg finanzierten Sozialversicherungen. Man denke an den dort versteckten Zwangsbeitrag zur Arbeiterkammer in Österreich.

All das zeigt ganz klar: Die Hauptschuld an der Arbeitslosigkeit tragen die Gewerkschaften. Gerade ihre Erfolge für die Lohnbezieher hat sie zu den Todfeinden der Arbeitslosen gemacht, der versteckten wie der deklariert Arbeitslosen.

Die Opfer der Mindesteinkommen

Und die Feinde der Arbeitslosen kämpfen weiter: Jetzt will Rot-Grün in Deutschland ein landesweites Mindesteinkommen erzwingen. Die Linksparteien erwarten dadurch um 18 Milliarden Euro erhöhte Konsumausgaben. Falls diese Berechnungen stimmen, heißt das, dass die deutschen Arbeitgeber um fast das Doppelte dieser 18 Milliarden zusätzlich für die gleichen Arbeitsleistungen wie bisher zahlen müssen (wegen der versteckten und offenen Lohnnebenleistungen). Das ist gewaltig viel Geld, das nur in den Märchenbüchern mancher Ökonomen aus dem Nichts geschaffen werden kann.

Sie argumentieren halt damit, dass wenigstens diese 18 Milliarden in die eigene Wirtschaft fließen würden. Nur: Ein hoher Anteil davon fließt in Fernreisen und fließt in den Import von Gütern, kommt also dem Ausland zugute.

Finanziert muss das alles aber zur Gänze von Arbeitgebern in Deutschland werden. Das heißt aber nach absolut zwingender wirtschaftlicher Logik: Ein guter Teil dieser Arbeitgeber wird sich das nicht leisten können oder wollen. Sie werden Personal abbauen, um sich die betriebswirtschaftlich nicht mehr gedeckten Ausgaben zu ersparen. Da Bezieher kleiner Einkommen vor allem in prekären Branchen arbeiten, werden dort staatlich erzwungene Lohnverteuerungen besonders stark zu Kündigungen führen.

Folge: Die Konsumausgaben werden sich keineswegs um den erhofften Betrag erhöhen. Aber die Arbeitslosigkeit wird sich sehr wohl erhöhen. Und dabei gibt es auch in Deutschland jetzt schon echte Arbeitslosigkeit.

Auch in anderen Ländern haben solche Taschenspielertricks wie ein Mindestlohn nicht funktioniert. Man schaue etwa nach Italien, also in ein Land, wo der Arbeitsmarkt jahrzehntelang von besonders vielen utopisch-gutmenschlichen Regeln überhäuft worden ist. Man hat Arbeit so teuer gemacht, dass sich immer weniger potenzielle Arbeitgeber und Auftraggeber solche Arbeit leisten konnten. Diese haben daher viel weniger Aufträge vergeben.

Als Folge sind in Italien alleine in der Baubranche in den letzten fünf Jahren 360.000 Arbeitsplätze verloren gegangen; dazu kommen 550.000 weitere in abhängigen Branchen. Viele Unternehmen mussten zusperren oder in Konkurs gehen, weil sie jahrelang weit unter den entstehenden Kosten angeboten haben. Dieses Verhalten hat ja soeben auch den europaweit tätigen Alpine-Konzern umgebracht.

Die Jugend als Opfer der Jobbesitzer

Wir haben daher nur oberflächlich ein spezifisches Jugendphänomen. Das Problem ist aber nicht die Jugend, sondern das Verhalten der Arbeitsplatzbesitzer. Die Jugend ist nur das Opfer.

Die Jungen sind halt jene, die nicht den protektionistischen Schutz der gewerkschaftlichen Gehaltsstrukturen haben, weil sie noch außerhalb derselben stehen. Sie sind daher direkte Opfer kollektivvertraglicher Löhne, die höher sind, als es der Markt hergibt. Für sie bleibt dann logischerweise kein Job mehr über, denn die paar noch vorhandenen Jobs werden von den glücklichen Besitzern eines solchen mit Klauen und Zähnen verteidigt. Diese tun das legitimerweise individuell. Sie tun das mit katastrophalen Folgen aber auch kollektiv. Der Markt ist nun einmal ein Weltmarkt und lässt sich weder durch Leitartikel noch durch Politikerprogramme ändern. Und schon gar nicht durch Gewerkschaften.

Man ist nun verleitet, fatalistisch zu sagen: Das ist halt so und wird so bleiben, bis Gewerkschaften und populistische Politiker – oder ihre Wähler – endlich die Grundregeln der Ökonomie lernen. Das wird freilich noch lange dauern.

In der Zwischenzeit entsteht jedoch durch die wachsende Arbeitslosigkeit eine weitere, noch viel größere Gefahr: nämlich die einer sozialen Explosion.

Zwar nicht durch Grüppchen wie Occupy, Attac, „99 Prozent“ oder wie die epigonalen Aufgüsse der alten 68er Generation sonst immer heißen mögen. Diese Grüppchen schaffen mit ihrem Aktionismus immer nur jeweils kurzfristig Euphorie und Revolutionsgeilheit bei altlinken Journalisten, die dann aber bald immer versiegen.

Wann erreicht Krise den Mittelstand?

Wirklich explosiv wird die Lage jedoch dann, wenn die Krise, wenn die Arbeitslosigkeit den Mittelstand voll erreicht. Wenn diesem gleichzeitig die Ersparnisse durch Inflation weggefressen werden. Dann wird der antidemokratische Aufstand nicht nur in ein paar Zelten auf öffentlichen Plätzen bestehen. Wir werden dann mit einem dramatischen Zuwachs links- und rechtsradikaler Parteien konfrontiert sein, mit dem Zusammenbruch von Rechtsstaat und öffentlicher Ordnung, mit revolutionären Umtrieben.

Dann droht sich die Zwischenkriegszeit zu wiederholen. Damals sind viele Länder durch die Folgen der Arbeitslosigkeit demokratisch unregierbar geworden. Die Arbeitslosigkeit wiederum war eine Folge der Inflation. Nach dem ersten Weltkrieg hatte populistische Politik geglaubt, die Kosten und Folgen des Krieges (und der nachfolgenden Bürgerkriege) einfach durch Inflation beseitigen zu können. Dadurch hatten sich die Regierungen die Bedienung von Anleihen erspart. Das wiederum hat jedoch sämtliche Ersparnisse total entwertet. Und das hat den Mittelstand in Verzweiflung, in antidemokratische Reflexe und Empörung getrieben.

Heute glaubt die Politik, dass sie die seit Jahrzehnten angehäuften unbeglichenen Rechnungen des exzessiven Wohlfahrtssystems auf diesem Weg beseitigen kann. Sie denkt nicht daran, am Wohlfahrtssystem substanzielle Einsparungen vorzunehmen. Die Parteien wollen ja wiedergewählt werden.

Ein Teufelskreis droht sich zu wiederholen.

Ich schreibe regelmäßig Beiträge für das unabhängige Internet-Portal eu-infothek.com

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    23x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 01:10

    Die nunmehr Alt 68er sind dank ihrer stalinistischen Partnerfraktion aus den Reihen der Steinzeit-Gewerkschafter genau dort angekommen, wo zu erwarten war, daß sie landen würden - mitten im Niedergang jeglicher Zukunft. Zur Nulleistung erzogen, Konkurrenzen auf dem Arbeitsmarkt ausweichend, sind die Hippie Eltern von einst fade Bürohengste in nutzlosen Bürokratien geworden, die den ganzen Tag andere daran verhindern oder behindern, Leistungen zu erbringen. Sie fressen auf, was andere erwirtschaften, dünken sich gerecht und sozial, weil sie verteilen, was anderer Leute Fleiß ihnen via Steuerzwang in den Schoß gespült hat - und weil es niemals reicht und weil es niemals genug ist und weil immer mehr von diesen Roten lernen, daß man auch ohne Leistung zu erbringen alle Chancen intakt wahren kann, so wird halt mittlerweile verjuxt, was längst den Kindern und Kindeskinder gehören sollte. Denen gehört gesagt, trau keinem über Dreißig.

    Der einzige Punkt an dem sie wohl recht hatten, diese verantwortungslosen Idioten, die uns diesen Dreckstaat von heute beschert haben. Unter Marx und Murx und einstmals langen Haaren, weht der Mief von Hasch und tausend faulen Jahren.

  2. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 07:24

    Ich kenne ...
    ... Schulabbrecher, welche kein großes Interesse haben, einen Beruf zu erlernen und 40 Stunden einer bezahlten Arbeit nachzugehen. Irgendwie kommen sie durch Eltern, Großeltern und teilw. auch staatliche Unterstützung auch über die Runden. Vielleicht auch durch kleine kriminelle Handlungen?
    ... Firmen, welche die meisten Lehrplatzsuchenden ablehnen müssen, da sie nicht die wichtigsten Grundkenntnisse (Rechnen, Schreiben, Artikulieren) aufweisen und sich auch sonst "schlecht verkaufen"
    ... Arbeitslose, welche sich nicht vermitteln lassen (wollen). Durch dumme Bestimmungen müssen sie keinen anderen Beruf, keine Arbeitsstelle weg vom Heimatort und keine niedrigere Bezahlung als früher annehmen. So ergibt es sich, dass bereits 48jährige anschließend fast 15 Jahre in der AL-Statistik regelmäßig durch "Schulungen" nicht aufscheinen.
    ... Frauen, welche nur unqualifizierte Teilzeitarbeitsstellen haben und damit relativ zufrieden sind
    ... viele Leute ab 30 Jahren, welche sich durch kleine "Wehwehchen" laufend krank schreiben lassen und dann schließlich in einer Art Pension landen und damit auch zufrieden sind. Sehr oft sind sie aber körperlich in der Lage, im Wald zu arbeiten und "im Pfusch" Arbeiten für anderes "schwoarz" durchzuführen.
    ... rüstige Witwen, welche nur in neuer Lebensgemeinschaft leben, um die Pension ihres verstorbenen Mannes nicht zu verlieren
    ... mittelgroße Firmen, welche oft durch sehr teure Maschinen Arbeitskräfte einsparen, damit sie keine Probleme mit arbeitsunfähigen, aber durch dumme Bestimmungen "geschützte" Mitarbeiter haben. Langfristig lohnen sich solche Investitionen und man kann mit ganz wenigen Arbeitskräften (Staplerfahrer, Mechaniker, Verkäufer) einen Produktionsbetrieb laufen lassen.

    Danke Gewerkschaft und Rot/Grün *), dass wir in unserem Land diesen Zustand erreicht haben und damit die Wirtschaft langsam kaputt machen.

    *) mit Unterstützung von Schwarz

  3. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 01:42

    "Jetzt will Rot-Grün in Deutschland ein landesweites Mindesteinkommen erzwingen."

    Es ist zu hoffen, daß der deutsche Wähler diesem wirtschaftlichen Harakiri von Rot-Grün im Herbst eine klare Absage erteilt und diese sich beispielhaft auf die österreichischen Wahlen auswirkt.

    Wobei sich sowieso erst nach diesen Schicksalswahlen herausstellen wird, wie weit das EU-weite Wohlfahrtskartenhaus, aufgebaut auf einem enormen Schuldenberg mitsamt einer Hyperinflation, überhaupt noch aufrecht erhalten werden kann. Auch dieses Mal wird es nicht friedlich zusammenbrechen.

    Der drohende Teufelskreis hat sich bereits zu drehen begonnen und läßt die herrschende Pseudodemokratie mit ihrer rücksichtslosen Politikerkaste schon jetzt sehr alt aussehen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 08:32

    Während einer KV Verhandlung machte ich den Gewerkschaftern den Vorwurf, daß sie mit ihren überzogenen Forderungen die Arbeitslosigkeit massiv fördern.
    Ihre Antwort darauf war folgende: "Wir vertreten nicht die Arbeitslosen, sondern die noch arbeitenden Menschen, und für die haben wir das Optimum herauszuholen."

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 12:53

    Keine Studiengebühren, bedingungsloses Grundeinkommen und frühe Pensionierung,
    das wird immer mehr zum Lebenskonzept der jüngeren Generation.
    Die grün/rote Bagage im Verein mit den Systemmedien und der Konsumindustrie propagiert die Spass- und Genussgesellschaft als das alllein selíg machendes Lebensziel:
    Studieren bis 40 (möglichst Orchideenfächer), dann einen kurzes Gastspiel als Beamter und dann möglichst rasch in die Pension.
    Arbeiten war gestern, heute gibt es Hedonismus pur, das Morgen ist uns wurscht!

    Die durch die Massenmedien verblödeten und von den Eltern vernachlässigten Jugendlichen können gar nicht anders, als auf diesen Zug aufzuspringen!
    Wer etwas darüber nachdenkt erkennt sehr bald, dahinter steckt System!!!

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 11:39

    OT---aber wo bleiben die GRÜNEN, wenn man sie einmal braucht?

    "Illegale Sperrmüllsammler gefährden ökonomische Abfallentsorgung "

    Mit Müllnomaden haben es einige Regionen in Niederösterreich zu tun. Illegale Müllsammler aus der Slowakei, Ungarn und sogar Rumänien suchen immer wieder die Bezirke Wiener Neustadt, Schwechat und Neunkirchen heim und vergreifen sich an Sperrmüllsammlungen. Dabei nehmen sie vorerst alles in Bausch und Bogen mit, um für sie wertloses Gut noch vor der österreichischen Grenze einfach neben der Straße oder auf Rastplätzen abzuladen. Die verwertbaren Altmetalle oder Elektrogeräte werden dann über die Grenze gebracht und dort zu Geld gemacht."

    http://www.unzensuriert.at/content/0013437-Illegale-Sperrm-llsammler-gef-hrden-konomische-Abfallentsorgung

    OT---aber davon wird im ORF nicht berichtet; da versteht man sich offensichtlich nur darauf, mit der Lupe nach "rechten" (deutschen und österreichischen) Tätern zu berichten, und, weil es zu wenige Fälle gibt, diese dafür 1000x zu wiederholen.

    http://www.unzensuriert.at/content/0013447-Tumult-deutschem-Gerichtssaal-nach-Ehrenmord-Urteil

  7. Ausgezeichneter KommentatorGOP
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Juli 2013 10:59

    Unsere Kapos (Faymann & Spindelegger) erzählen uns immer wieder, dass die österr. Arbeitslosenrate die Niedrigste im EU-Raum ist. Erstens stimmt dies nicht, denn seit vielen Jahren belegt Luxemburg den Platz eins und zweites wird mit allerhand Tricks und Kosmetik der veröffentlichte Prozentsatz niedrig gehalten und kann mit den anderen Löndern aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden nicht direkt verglichen werden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Juli 2013 09:17

    Herr Volpini hat eine wichtige Feststellung gemacht: die Gewerkschaften vertreten nur jene, die einen Job haben und für diese holen sie das Maximum heraus.

    Den Eindruck hatte ich als Außenstehender zwar auch, aber daß dies auch tatsächlich deren Maxime sei, wußte ich nicht. Damit disqualifizieren sie sich als Vertretung jener, die sich mit unselbständiger Arbeit den Lebensunterhalt verdienen müssen, sind also asozial und aus staatspolitischer Sicht gänzlich unverantwortlich. Ich habe immer die Notwendigkeit von einer Interessenvertretung der „Arbeit“ gegenüber dem „Kapital“ betont und, da natürlich die Organisationsfähigkeit des Kapitals unendlich stärker ist als jene der Arbeitermassen war mir immer auch klar, daß die so angegriffene „Zwangsmitgliedschaft“ ein notwendiges Übel ist, um überhaupt Verhandlungsstärke gegenüber dem Kapital zu bekommen.

    Bedauerlicherweise sind die Gewerkschaften und ihre roten Gesinnungsgenossen längst verkommen und zu einer Funktionärs-Clique mit Selbstversorgungscharakter mutiert.

    Es wurde auch die Frage gestellt, was passiert, wenn die Krise die mittelständische Wirtschaft erreicht. Hier hat m.E. Dr. Unterberger die Frage nicht, bzw. er hat sie gar nicht korrekt formuliert. Was er andeutet trifft nämlich nicht den Kern des Problems. Die Wirtschaftspolitik der EUdSSR ist nämlich eine für Konzerne und gegen die KMU gerichtet. Diese werden in jeder weise systematisch benachteiligt, von leistbaren Krediten abgeschnitten, usw. was zu deren Absterben und/oder Aufgeben führt. Da aber die KMU ca. 75% der Arbeitsplätze in D wie auch in A schafften, ist dies die Hauptursache für nicht ausreichende Arbeitsplätze.

    Der andere, politisch völlig unkorrekte Grund ist die Überflutung mit bildungsresistenten Immigranten nach Europa. Österreich hatte Anfang der 1960-er Jahre 6,9 Mio. Einwohner, die bei sinkender Geburtenrate nur auf vielleicht 6 Mio. abgesunken sein müßte. Heute leben offiziell 8,5 Mio. hier (die Schwararbeiter, etc. nicht mitgerechnet), also um 2,5 Mio. mehr.

    Wie sollen diese in einer gesättigten Wirtschaft untergebracht werden? Solange wir uns diesen Unsinn leisten, wird die Lage sich nicht entspannen. In den Olivenländern ist es wohl noch schlimmer, zusätzlich zu einer nicht funktionierenden Wirtschaft.


alle Kommentare

  1. Ival (kein Partner)
  2. Raingamphi (kein Partner)
  3. Payton (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:35

    What a pluasere to meet someone who thinks so clearly

  4. Anifa (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:06

    Good job manikg it appear easy.

  5. ohne Worte (kein Partner)
    20. Juli 2013 19:26

    Bruch zwischen Saudis und Washington über Haltung zu Ägypten
    F. William Engdahl

    In der Berichterstattung über den Militärputsch vom 3. Juli in Ägypten, bei dem der bisherige Präsident Mohammed Mursi, ein Anhänger der Muslimbruderschaft, gestürzt und zahlreiche Mitglieder der Bruderschaft, die die ägyptische Politik im letzten Jahr bestimmt hatte, entlassen wurden, wird ein Aspekt nur ganz selten kommentiert, nämlich die trotzige Reaktion des saudischen Königshauses, das den Rauswurf der Bruderschaft begrüßt und die Wiedereinsetzung des Militärs unterstützt.
    Wüstendämmerung?
    Seit US-Präsident Roosevelt 1945 auf dem Rückweg von der verhängnisvollen Jalta-Konferenz bei einem Treffen mit dem saudischen König Ibn Saud den Rockefeller-Ölgesellschaften den Zugang zum Ölreichtum Saudi-Arabiens sicherte, glichen die außenpolitischen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den USA auf saudischer Seite beinahe denen einer Satrapie.
    Nach dem von Kissinger inszenierten »Ölschock« von 1973, bei dem die OPEC die Preise um rund das Vierfache erhöhte, rang Washington den Saudis das Versprechen ab, sicherzustellen, dass die OPEC ihr Öl ausschließlich gegen Dollars verkaufte. Damit war die Vorherrschaft des Dollar als Weltreservewährung auch weiterhin gesichert. Im Gegenzug willigte Washington ein, Waffen zu liefern und die saudische Luftwaffe auszubilden.

    2010, als Washington die »Demokratie«-Offensive des Arabischen Frühlings in Tunesien, Ägypten und dem gesamten islamischen Krisenbogen vorbereitete, gab die Regierung Obama das größte Waffengeschäft der US-Geschichte bekannt. Im Rahmen eines 46 Milliarden Dollar schweren Vertrages verpflichteten sich die USA, den Saudis 84 neue Kampfflugzeuge vom Typ F-15 zu liefern und 70 weitere aufzurüsten. Das Ganze war auch ein Schritt zur Isolierung des Iran.

    Wie bereits in einem früheren Artikel berichtet, hatten die Saudis vor dem Militärputsch in Ägypten dem Verteidigungsminister und Generalstabschef der Armee, General Abdul Fattah al-Sisi, insgeheim zugesichert, nicht nur Saudi-Arabien, sondern auch andere konservative Ölstaaten am Golf, wie Kuwait und die VAE, würden Ägypten finanzielle Hilfe gewähren, falls die Regierung Obama als Vergeltung für den Sturz ihres Mannes Mursi durch das ägyptische Militär die jährliche Hilfe in Höhe von einer Milliarde Euro aussetzen sollte.

    Am 17. Juli bestätigte die neu vereidigte Übergangsregierung in Ägypten den Erhalt von sechs Milliarden Euro in Form von Zuschüssen, Krediten und Treibstoff aus Saudi-Arabien und den VAE. Saudi-Arabien hatte Hilfen über vier Milliarden Euro an Ägypten bewilligt, die VAE zwei Milliarden als dringend benötigte Unterstützung für die Wirtschaft des Landes. Wie der saudische Finanzminister Ibrahim Al-Assaf erklärte, setzten sich die Gelder aus Saudi-Arabien aus einer Zentralbankeinlage in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, weiteren 1,5 Milliarden Euro an Energieprodukten und 750 Millionen Euro Bargeld zusammen. Die VAE gewähren Ägypten ein Darlehen über 750 Millionen Euro und einen Kredit über 1,5 Milliarden Euro in Form einer unverzinsten Einlage bei der ägyptischen Zentralbank.

    hier der gesamte Artikel
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/f-william-engdahl/bruch-zwischen-saudis-und-washington-ueber-haltung-zu-aegypten.html

  6. Wilhelm Conrad (kein Partner)
    20. Juli 2013 19:18

    "Unter Marx und Murx und einstmals langen Haaren, weht der Mief von Hasch und tausend faulen Jahren".

    Ich habe die Schwachköpfe von 1969 (wir waren ja ein Jahr später dran, 1968, das war Deutschland) noch in natura auf der Uni Wien erlebt. "Unter den Talaren der Mief von tausend Jahren". Jaja. Das war schon damals das Gewäsch von wirren Schwachköpfen, die nichts zusammengebracht haben. Null. Nada.

    Meine Einschätzung von damals bestätigt sich jetzt. Helmut Oswald, danke für die klare Analyse.

  7. ohne Worte (kein Partner)
    20. Juli 2013 12:53

    Wo die Gier regiert – ist für Menschlichkeit kein Platz!

    Der Reichtum & die Not – nach einer Ballade von Adolf
    Glaßbrenner (1844)

    Es war einmal Bruder und Schwester: der Reichtum und die Not!
    http://www.youtube.com/watch?v=hiQCwLjBWA4#at=26

  8. Seppl (kein Partner)
    20. Juli 2013 11:18

    Ich hab keine Ahnung, ob auch andere außer Herr Richter sich die Zeit genommen haben, sich diese Rede anzuhören. Wahrscheinlich nicht! Und das macht mich traurig.
    Denn dieser Mann hat es verdient, dass man sich an ihn erinnert. Er den Mut hatte die Wahrheit auszusprechen. Heutzutage eine seltene Tugend! Dafür gebührt ihm Dank!
    Benjamin Freedman - Ein Insider warnt Amerika - Originalaufzeichnung mit deutscher Übersetzung
    http://www.youtube.com/watch?v=1BR0wMndSSI

    Ich sehe mich veranlasst ihnen meine (Selbst)Erkenntnis , die ich aus dieser Rede gewonnen habe, mitzuteilen.
    Die Wahrheit tut weh, aber noch mehr schmerzt mich die Erkenntnis, dass wir alle, ausnahmslos diese Zustände mitverursacht haben. Wir haben in unserer Obrigkeitshörigkeit (Hirachiedenken) alles geglaubt, nichts mehr hinterfragt und unsere Eigenverantwortung in fremde Hände gelegt.
    Wir haben all die Geschichten übernommen, anstatt selbstständig zu denken bzw. auf unser Herz zu hören, wie es denn sein kann, dass z.B. aus einem Barbarenvolk (wie man uns ja ständig einredet) dennoch ein anständiges, fleißiges und gutmütiges Volk werden kann. Welche Gene wurden uns mitgegeben?
    Wir haben es zugelassen, dass man unsere Vorfahren (die ihr Leben für unsere Freiheit geopfert haben) mit Füßen tritt. Ja wir haben es zugelassen, dass man ihnen noch ins Grab nachspuckt. Ja wir himmeln andere Kulturen an, weil wir selbst immer weniger davon besitzen.
    Wir haben es zugelassen, dass wir nicht einmal um unsere eigenen Opfer trauern dürfen. Wir haben unsere Wurzeln verloren. Zerstöre die Wurzeln eines Baumes und der Baum wird sterben. Ohne Wurzeln haben wir keine Identität mehr, wir sind nur mehr Individien, ohne Herz und Verstand. Allen Völkern geht es gleichermaßen. z.B. Die wenigen Überlebenden der Indianer haben die Wahrheit und Kultur heimlich weitergeben müssen und wenige haben sie geglaubt und angenommen. Wir wissen über die schrecklichen Taten einiger Weniger bescheid und dass es genau umgekehrt war, aber dennoch haben wir die Augen verschlossen. Wir erkennen, dass viele Kriege mit Lügen begannen. Und gibt es Konsequenzen? Nein! Noch immer werden mit Lügen Kriege provoziert und geführt.
    Wir haben nur mehr Ziele vor unseren Augen, die andere uns vorgesetzt haben. So wie beim Autofahren, sehen wir nur mehr in eine Richtung und übersehen die Gegend an der wir vorbeifahren. Und das Tempo wird immer schneller, sodass wir immer weniger erkennen. Immer das Ziel vor Augen, dass es unseren Kindern besser geht. Aber geht es ihnen besser? Wie herzzerreißend klingen die Schreie der Kleinsten, wenn sie das erste Mal von der Mutter getrennt bei fremden Erzieherinnen abgegeben werden und nicht verstehen, warum das so ist. Und wofür? Für all den Schrott den wir angeblich wollen (nicht brauchen)? "Du bist die beste Mammi der Welt" schallt es in der Werbung, wenn sie ihnen dieses und jenes Spielzeug kauft und ihnen dadurch die Fähigkeit zur eigenen Kreativität genommen wird. Wir waren für unsere Handwerkskunst und Kreativität bekannt, wo ist sie hin? Man nannte es nicht umsonst "das goldene Handwerk".
    Wir glauben an eine Religion, die sich schon längst vom wahren Ur-Christentum verabdschiedet hat. Die das genaue Gegenteil tut, von uns aber verlangt. Wir alle wissen das und ignorieren es. (Der neue Papst predigt von Demut und Genügsamkeit. Gleichzeitig fordert der Vatikan aber 40 Mio. mehr von Brasilien für den Papst-Besuch.) Ich habe diesem Kasperlverein Kirche schon lange den Rücken (innerlich schon als Kind) gekehrt, aber trotzdem meinen christlichen Glauben nie verloren. Als Kind hinterfragt man noch alles (bis es einem verboten wird), diese natürliche Eigenschaft verschwindet mit zunehmendem Alter. Man denke an das Märchen "des Kaisers neue Kleider", wo nur ein Kind sich die Wahrheit auszusprechen traute. Alle Erwachsenen haben es gesehen, aber sie waren zu feige. So wie wir!!! Im Gegenteil, wir hören nicht auf diejenige die uns die Wahrheit mitteilen und wir lassen zu, dass die wenigen Mutigen ins Gefängnis (oder Irrenanstalt) gesteckt werden. Verschwörer nennt man sie (aber wer hat diesen Begriff überhaupt erfunden?) Hauptsache es betrifft einen nicht selbst. Noch nicht! Doch es wird der Zeitpunkt kommen, da wird es einen selbst treffen und dann ist keiner da, der einem hilft, weil man selbst auch niemanden geholfen hat. Jesus konnte nur getötet werden, weil alle zusahen!
    Denn jede Diktatur endet am Ende mit Gewalt, wenn sie erkannt wird und der Unmut lauter wird.
    Wir wurden mit viel unnötigem und falschen Wissen vollgestopft, uns verwirren lassen. Dadurch können wir nicht mehr klar denken. Nicht Wissen ist Macht, sondern die Wahrheit macht frei und mächtig.
    Unsere Ahnen haben noch die Lehre Christi gelebt,(deshalb hat man alle Denkmäler, Bücher, Artifakte und Erinnerungen daran vernichtet). Wo jeder gleich viel wert war, keiner war besser oder schlechter. Es gab kein Hirachiedenken. Das Wohl der Gemeinschaft hatte Vorrang vor allem anderen. Nicht das Materielle stand im Vordergrund, sondern das Leben jedes einzelnen zählte. Respekt vor allem Lebendigen war höchstes Gebot. So lebten die Heiden (Urvölker), die man als Monster hinstellte um die Gewalt gegen sie rechtfertigen zu können. So wie man das heute noch tut.
    Warum hat Jesus wohl die Geldwechsler und Wucherer aus seinem Haus gejagt? Viele Philosphen und Dichter wiesen darauf hin. Es gibt ein Bild, worauf eine Szene aus Goethes Faust dargestellt wird. Darauf sieht man wie der Teufel dem König einen Papierfetzen gibt. Einen GeldSchein!

    Es heißt, erkenne dich selbst, dann erkennst du Gott.
    Wir alle haben die Hinweise unserer Ahnen ignoriert und haben uns verführen lassen von dieser Glitzerwelt.
    Von Generation zu Generation haben wir es zugelassen, dass unsere Kultur, unsere Werte zerstört wurden. Die Kunst wurde missbraucht. Wir sind dekadent geworden Anstatt uns von dieser pervertierten Kunst (ohne jede Moral) abzuwenden, philosphieren wir darüber und finden es toll, weil wir dazugehören wollen. Außenseiter, die sich diesem Irrsinn nicht anschließen haben es schwer. Sie werden als abnormal bezeichnet. Dabei sind sie es, die diesen Schwachsinn erkannt haben.

    Ja wir sind anständig, fleißig und obrigkeitshörig (brave Partei- Arbeitssoldaten). Ja darauf sind wir stolz. Aber wir haben viele Tugenden die einen Menschen erst ausmachen über Bord geworfen. Stolz, Ehre, Mut, Moral und die Fähigkeit mit anderen Lebenwesen Mitgefühl zu haben. Wir sehen mit offenen Augen, dass Lebewesen als Ware behandelt werden und übersehen dabei, dass wir selbst bereits nur mehr als Ware angesehen werden. Wir strampeln im Hamsterrad, kommen nicht vom Fleck und befinden uns dennoch im Käfig.
    Wir haben z.B. kein Mitgefühl mit den Arbeitslosen, weil es uns nicht betrifft und man uns einredet, dass die alle selbst schuld daran seien (dabei bräuchte man nur nachdenken, dass die Arbeitsplätze jedes Jahr weniger werden und diese Menschen in die noch zu verbleibenden Jobs zu niedrigsten Löhnen und zu den unnützesten Arbeiten genötigt werden). Man hält sich Sündenböcke um sie dann der Meute zu präsentieren. Bis wir selbst davon betroffen sind. Wir reden über Symptome, aber nicht über die Ursachen - über die Wurzel (Radix) allen Übels. Warum gibt es immer mehr psychisch Kranke? Warum erkranken immer mehr an Bornout? Weil sie spüren, dass dieses Leben nicht der Natur entspricht. Sehen wir uns doch den Begriff Schönheit an: immer mehr Schönheitsoperationen, weil wir eitel geworden sind und einem vorgegebenen Schönheitsideal nachlaufen. Sehen wir uns doch an, was viele Frauen aus sich machen lassen. Frau Schiller (oder die gesamte high Society) mag eine nette Frau sein, aber sie sieht aus wie ein künstliches Etwas. Aufgespritzt bis zur Unkenntlichkeit. Oder die vielen, Frauen, die sich Hyper-Brüste implantieren lassen. Viele mögen das als Schönheitsideal propagieren, aber ist es natürlich? Die natürliche Schönheit ist nicht mehr gefragt. Alles muss künstlich sein.
    Nein, Leute jeder von uns ist den Verführungen erlegen. Dem Mammon Geld. Wir glauben, dass die Reichen glücklich sind. Aber sind sie es wirklich? Nein, sie können sich nur teurere Psychiater leisten. Es gibt eine kleine kriegerische Rasse, ja das stimmt, aber wir haben es zugelassen. Sie tun das was sie am besten können. Aber dazu gehören immer noch zwei. Die die es tun und die die nur dabei zusehen. Wir die 99% haben es in der Hand, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Dazu müssten wir wieder zu unseren guten alten Werten zurückkehren (ich weis, dass klingt alltmodisch, aber das Neue hat uns erst dorthin gebracht, wo wir heute stehen). Wir müssen bei uns selbst beginnen. Wir haben zwar materialistischen Reichtum , aber wir sind arm im Geiste geworden.
    Auch wenn unser Wandel nur in Gedanken stattfindet, so ist es dennoch ein Anfang!

    Zum Schluss noch ein paar Zitate, die zum Nachdenken anregen sollen:

    Friedrich Schiller
    Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.
    Die goldne Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes.

    Albert Pike
    Mache den Betrug so gigantisch, daß ihn niemand für möglich hält!

    Dan Brown
    Durch das Leben zu gehen, ohne sich über den tieferen verborgenen Sinn bewusst zu werden, ist als wenn man durch eine Bibliothek geht ohne in die Bücher hinein zu schauen!

    Wahrheit kann erst wirken, wenn der Empfänger für sie reif ist. Nicht an der Wahrheit liegt es daher, wenn die Menschen noch so voller Unweisheit sind. Alle Geheimnisse liegen in vollkommener Offenheit vor uns. Nur wir stufen uns gegen sie ab, vom Stein bis zum Seher. Es gibt keine Geheimnisse an sich, es gibt nur Uneingeweihte aller Grade.
    (Christian Morgenstern)

    • terbuan
      20. Juli 2013 15:21

      @Seppl
      Ich danke Ihnen für diesen Kommentar, es ist einer der besten seit langem!

  9. Torres (kein Partner)
    20. Juli 2013 09:50

    Unterberger wiederholt und erklärt hier eine längst bekannte Tatsache: Gewerkschaften setzen sich immer und ausschließlich nur für die (oft auch nur scheinbare) Verbesserung der Lage derer ein, die Arbeit haben; diejenigen, die keine haben, sind den Gewerkschaften völlig "wurscht". Sie sind nicht bereit, auch nur geringste Abstriche der Aktiven hinzunehmen, auch wenn dadurch Tausende Arbeitslose wieder Chancen hätten; ja es ist ihnen auch völlig egal, dass Tausende ihren Arbeitsplatz verlieren, wenn auch nur die Gefahr besteht, dass die anderen irgendwelche (oft ebenfalls auch nur scheinbare bzw. minimale) Verschlechterungen in Kauf nehmen müssen (wie gerade eben bei Dayli - hier mit aktiver "Hilfe" des Wirtschaftsministers; es sind also nicht die Gewerkschaften allein, sondern auch die Wirtschaftskammer und die Regierung voll mit dabei. Diese vergießen dann auch noch Krokodilstränen wegen der armen Arbeitslosen, die sie selbst verursacht haben).

  10. Francois Villon (kein Partner)
    20. Juli 2013 09:17

    Herr Volpini hat eine wichtige Feststellung gemacht: die Gewerkschaften vertreten nur jene, die einen Job haben und für diese holen sie das Maximum heraus.

    Den Eindruck hatte ich als Außenstehender zwar auch, aber daß dies auch tatsächlich deren Maxime sei, wußte ich nicht. Damit disqualifizieren sie sich als Vertretung jener, die sich mit unselbständiger Arbeit den Lebensunterhalt verdienen müssen, sind also asozial und aus staatspolitischer Sicht gänzlich unverantwortlich. Ich habe immer die Notwendigkeit von einer Interessenvertretung der „Arbeit“ gegenüber dem „Kapital“ betont und, da natürlich die Organisationsfähigkeit des Kapitals unendlich stärker ist als jene der Arbeitermassen war mir immer auch klar, daß die so angegriffene „Zwangsmitgliedschaft“ ein notwendiges Übel ist, um überhaupt Verhandlungsstärke gegenüber dem Kapital zu bekommen.

    Bedauerlicherweise sind die Gewerkschaften und ihre roten Gesinnungsgenossen längst verkommen und zu einer Funktionärs-Clique mit Selbstversorgungscharakter mutiert.

    Es wurde auch die Frage gestellt, was passiert, wenn die Krise die mittelständische Wirtschaft erreicht. Hier hat m.E. Dr. Unterberger die Frage nicht, bzw. er hat sie gar nicht korrekt formuliert. Was er andeutet trifft nämlich nicht den Kern des Problems. Die Wirtschaftspolitik der EUdSSR ist nämlich eine für Konzerne und gegen die KMU gerichtet. Diese werden in jeder weise systematisch benachteiligt, von leistbaren Krediten abgeschnitten, usw. was zu deren Absterben und/oder Aufgeben führt. Da aber die KMU ca. 75% der Arbeitsplätze in D wie auch in A schafften, ist dies die Hauptursache für nicht ausreichende Arbeitsplätze.

    Der andere, politisch völlig unkorrekte Grund ist die Überflutung mit bildungsresistenten Immigranten nach Europa. Österreich hatte Anfang der 1960-er Jahre 6,9 Mio. Einwohner, die bei sinkender Geburtenrate nur auf vielleicht 6 Mio. abgesunken sein müßte. Heute leben offiziell 8,5 Mio. hier (die Schwararbeiter, etc. nicht mitgerechnet), also um 2,5 Mio. mehr.

    Wie sollen diese in einer gesättigten Wirtschaft untergebracht werden? Solange wir uns diesen Unsinn leisten, wird die Lage sich nicht entspannen. In den Olivenländern ist es wohl noch schlimmer, zusätzlich zu einer nicht funktionierenden Wirtschaft.

  11. Statistiker (kein Partner)
    20. Juli 2013 02:01

    >> Solche Jobs sind nämlich samt allen Lohnnebenkosten so teuer geworden,
    >> dass sich immer weniger Arbeitgeber bereitfinden, jemanden zu diesen
    >> Bedingungen anzustellen.

    Lieber Herr Dr. Unterberger,
    werde ich es noch erleben, dass sie einmal aufwachen und der Realität ins Auge blicken ?

    Selbst wenn man alle Lohnnebenkosten auf NULL reduzieren würde, würde kein Arbeitgeber (aus der Produktion) nur eine(n) einzige(n) anstellen.

    Ganz einfach weil in China (trotz gestiegener Lohnkosten) die Leute für EUR 200,--/Monat (~ € 1,50/Stunde) arbeiten. Nachdem China zu teuer geworden ist, zieht der Billiglohn-Tross weiter nach Kambodscha. Das ist die Realität.

    Wollen wir es noch immer nicht wahrhaben ? Dann schauen wir uns einmal ein paar Statistiken an. Z.B. die der Beschäftigung in Amerika. Da werden jedes Monat 85 Milliarden Dollar zusäzliches Geld gedruckt um den Arbeitsmarkt anzukurbeln in der Hoffnung das neue Arbeitsplätze entstehen würden. Nur leider landet das billige Geld nicht dort, wo es soll, sondern in den Taschen der Bankster-Spekulanten. Nicht ein einziger Arbeitsplatz in der Produktion ist neu geschaffen worden. Kein Wunder, ist es doch weitaus profitabler in China (Kambodscha) produzieren zu lassen. Die einzigen Arbeitsplätze die neu hinzugekommen sind, sind im Dienstleistungssektor - und zwar hauptsächlich Teilzeit. Wer es nicht glauben sollte, hier sind die offiziellen Zahlen:
    http://www.zerohedge.com/sites/default/files/images/user5/imageroot/2013/07/restaurant%20vs%20mfg%20jobs.jpg

    Obwohl immer weniger Leute einen Arbeitsplatz haben - eh klar, man braucht sie ja nur noch zum "Verscherbeln" der fertigen Produkte - schaffen es die Konzerne dennoch, ihre Gewinne drastisch zu steigern:
    http://www.jsmineset.com/wp-content/uploads/2013/07/clip_image00118.jpg

    Das ganze Gelabbere um die hohen Lohnkosten ist völliger Schwachsinn und bekämpft bestenfalls das Symptom, aber sicher nicht die Ursache. Denn die liegt in Asien und einem Wort stammennd aus den 70´ern: Dumping.

    So lange in Österreich ein Kilo Brot ~ € 2,50 kostet, werden die Lebenshaltungskosten - und daher die erforderlichen Löhne - immer höher sein als in China und kein Konzernchef wird die bezahlen wollen.

    Wie wäre es wenn Herr Dr. Unterberger einmal das Übel an der Wurzel packen würde, und die Einführung von Zöllen in der Höhe von > 200 % für Waren aus Billiglohnländern propagieren würde - um eine "Kostenwahrheit" zu schaffen ?

    Dann würde es sich nämlich plötzlich wieder lohnen, im "Westen" zu produzieren, und die Arbeitsplätze würden wie Schwammerln aus dem Boden sprießen.

    Aber derartige Überlegungen wird Herr Dr. Unterberger natürlich sicher nie anstellen, denn dann würden seine Freunde aus der (Nur-mehr-Handels)-Wirschaft keine saftigen Profite mehr machen - und seine eigenen Altersvorsorge-Aktienpakete auch nichts mehr abwerfen.

    Also wird es beim alten unkonstruktiven Herumgejammere bleiben.... und Österreich (samt Europa) den Bach runtergehen.

    Einziger "Lichtblick": Bald werden auch US-Konzernriesen wie "Wal-Mart" Profite in Europa einfahren können.... mit Waren made in China.

    • ohne Worte (kein Partner)
      20. Juli 2013 13:34

      "Aber derartige Überlegungen wird Herr Dr. Unterberger natürlich sicher nie anstellen, denn dann würden seine Freunde aus der (Nur-mehr-Handels)-Wirschaft keine saftigen Profite mehr machen - und seine eigenen Altersvorsorge-Aktienpakete auch nichts mehr abwerfen."

      Es tut gut zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die sich nicht von der Propaganda in die Irre führen lassen. Und gottseidank werden es immer mehr.
      Herr Unterberger kann nur in eine Richtung denken, denn so wurde es ihm beigebracht. Und wenn man eine Lüge oft genug hört, so glaubt man sie schlussendlich. Solange nur der Profitgedanke herrscht, geht alle Vernunft und Menschlichkeit verloren. Doch am Ende werden auch diese Menschen erkennen, dass sie selbst diesem Irrtum verfallen sind. Leider wird es dann zu spät sein. Auf der Titanic spielte die Kapelle bis zum Untergang um den Schein "es wäre alles in Ordnung" zu wahren. Dass diejenigen die für den Untergang verantwortlich sind gar nicht an Bord sind, oder das Schiff bereits verlassen haben, das wird von der Spiel- und Spaßgesellschaft nicht wahrgenommen.

    • Ökonomie-Vergelter
      20. Juli 2013 22:53

      Nun ja:

      Bis zu einem gewissen Grad kann man Lohnkosten-Nachteile durch Automatisierung, Qualitäts-"Appeal" (Mercedes!), Innovation etc abfedern.

      Aber sicherlich bräuchte es auch deutlich mehr Zoll als bisher dazu!

    • Ökonomie-Vergelter
      20. Juli 2013 23:16

      Nachsatz:

      Der höhere Zoll würde nicht, wie es einige Propagandisten uns weis machen wollen, dazu führen, dass europäische oder amerikanische Firmen den Absatz in Asien aufgeben ("abschreiben") müssten, sondern nur dazu, dass diese Firmen für den Absatz in Asien eigene Niederlassungen oder Tochtergesellschaften errichten müssten, so dass in Asien für Asien produziert wird und in Europe/NAFTA für Europa/NAFTA!

  12. machmuss verschiebnix
    19. Juli 2013 20:40

    Tu felix Austria - Klappe die dritte

    Die dritte Republik muß her, weil die zweite grade im Sumpf seiner eigenen
    Korruption absäuft:

    Die Presse: "Telekom-Geld floss auch Richtung SPÖ und ÖVP"

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1432403/TelekomGeld-floss-auch-Richtung-SPOe-und-OeVP?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/1416677/index.do&direct=1416677

    Der Teufelskreis, der uns in die 30er-jahr-Zustände hinein saugen will, ist längst
    "etabliert" , nur sind die Österreicher einfach noch zu fleißig und bemerken
    offenbar gar nicht, wie sehr sie vom Staat schon jetzt ausgeplündert werden.
    Sie bemerken auch nicht, daß all das, was - zum Glück vor der Wahl - ans Licht
    kommt, bestenfalls eine "Geschmacksprobe" vom gigantischen Misthaufen ist,
    welchen die Parteien-Mafia wortreich, salbungsvoll und mit geballter Medienmacht
    zu verbergen trachtet.

    Ist noch irgendwem unklar, warum Hochegger (als quasi Treuhänder der Politmafia)
    so gut wie unbehelligt bleibt, während KHG schon seit mehr als 10 Jahren bis
    auf's Mark sekkiert wird ? Beweis genug, daß KHG eine Gefahr für die Parteikasse(n)
    war (gut so) und da seit 10 Jahren nichts Hib- und Stichfestes gegen ihn spricht,
    auch ein gutes Fundament für die berühmte Unschuldsvermutung.

    Obwohl es hier im Forum von gut informierten Zeitgenossen wimmelt, können wir
    den Ernst der Lage nur erahnen, aber nicht realistisch einschätzen wie brenzlig
    es tatsächlich schon ist - wieviel weniger dann die vielen Ösis, die nur hin und
    wieder mal nebenbei irgendwo was aufschnappen und gleich wieder abschmettern
    mit : " I g'schpüa nix vo koana Krise " .

    Wenn in Deutschland nach der Wahl die Roten NOCH MEHR zu sagen haben, dann ist
    der Weg frei für ganz Europa mit Vollgas ins 30er-jahr Chaos hinein zu rasen.

    Sollen wir uns freuen, daß es dann schneller soweit ist: Klappe die Dritte ?

    .

    • terbuan
      19. Juli 2013 21:21

      m.v.
      Wir schlittern ins Chaos, daran führt kein Weg mehr vorbei!
      Trotzdem ein schönes Wochenende!

  13. fokus
    19. Juli 2013 20:01

    OT

    Und noch eine Euro-Lüge, die man uns bei der Einführung auftischte.
    Hat es damals nicht geheißen, der Euro sei 100% fälschungssicher?

    http://oesterreich.orf.at/stories/2593844/

    Was soll man dieser EU und ihrer mehr als verünglückten Währungsgemeinschaft noch glauben?

  14. Der Jurist
    19. Juli 2013 16:13

    Es zeigt sich immer deutlicher: Die Demokratie neigt zur Wählerbestechung und damit zum Schuldenmachen. Es ist dies das Grundproblem der Demokratie.

    • gh57.at
      19. Juli 2013 16:53

      Democracy is the worst form of government except for all those others that have been tried.

      Winston Churchill

    • dssm
      19. Juli 2013 17:38

      Diktaturen sind um keinen Deut besser. Niemand kann gegen ein ganzes Volk auf Dauer regieren.
      Es ist eher eine Frage der Grösse der Struktur. Je kleiner, desto mehr soziale Kontrolle, je grösser, desto abgehobener die politische Klasse.

    • fokus
      19. Juli 2013 20:03

      Weg mit der repräsentativen Demokratie, her mit der direkten Demokratie (am besten in kleineren Einheiten, wie @dssm völlig richtig anmerkt) nach Schweizer Vorbild und schon wäre das Vertrauen in diese Staatsform wiederhergestellt.

    • Observer
      19. Juli 2013 21:39

      Manche Leute sehen in einer Monarchie die bessere Alternative.

  15. terbuan
    19. Juli 2013 13:15

    O.T.
    "Wir standen schon am Abgrund, jetzt gehen wir einen Schritt weiter":

    Zentralbanken bringen Waffen der Massenvernichtung in Stellung

    n einer konzertierten Aktion haben die EZB und China entschieden, gefährliche Risiko-Papiere als Sicherheiten für Kredite zuzulassen. Damit dürfen die Banken einen neuen Kasino-Tisch eröffnen. Es ist derselbe, an dem im Jahr 2007 die Bombe hochging, die die Finanzkrise auslöste.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/07/19/zentralbanken-bringen-waffen-der-massenvernichtung-in-stellung/

    Na dann, warm anziehen, nach der deutschen Wahl wird es ziemlich frostig werden!

    • fenstergucker
      19. Juli 2013 14:12

      Damit geht auch die enorme Verschuldung der Pleitestaaten in die Verlängerung.
      Der Wert des Geldes wird bald nurmehr für "hinterlistige" Zwecke taugen!

    • dssm
      19. Juli 2013 17:35

      Irgendwann, Mitte der 90er Jahre, ist der Zug abgefahren. Davor hätte man mit harten Maßnahmen, dafür ohne Katastrophen, die Wirtschaft heilen können, eine Wirtschaft welche nur aufgrund von politischer/universitärer Besserwisserei in Schwierigkeiten geriet.
      Heute kann die Herrschende Klasse nur mehr Zeit gewinnen, es gibt keinen einfachen Weg aus dieser Malaise. Diese Zeit wird auch gut angelegt, in neue Polizeitruppen, in Gesetzesänderungen welche den Einsatz des Militärs im Inneren erleichtern, in Erfinden von Schuldigen, in Ablenkung von den wahren Ursachen.

      So gesehen ist es völlig egal, ob nun noch intergalaktische-super-über-drüber Mittel eingesetzt werden, es ist nur mehr eine Frage kurzer Zeit bis es drastisch wird.

    • machmuss verschiebnix
      19. Juli 2013 21:41

      @dssm,

      tut mir leid, daß ich Ihre Einschätzung 1:1 teile !

  16. schreyvogel
    19. Juli 2013 12:56

    "ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt ..." so spottete Geier Sturzflug über die Leistungswilligen. In den 80er Jahren dröhnte dieser Dreck unablässig aus Ö3. Warum wohl wird das heute nicht mehr gespielt?

    • fenstergucker
      19. Juli 2013 14:09

      @schreyvogel

      Weil sich heute niemand mehr die Hände beim Arbeiten schmutzig machen will.
      Schmutzige Hände holt man sich heute auf ganz andere Art und Weise!

  17. terbuan
    19. Juli 2013 12:53

    Keine Studiengebühren, bedingungsloses Grundeinkommen und frühe Pensionierung,
    das wird immer mehr zum Lebenskonzept der jüngeren Generation.
    Die grün/rote Bagage im Verein mit den Systemmedien und der Konsumindustrie propagiert die Spass- und Genussgesellschaft als das alllein selíg machendes Lebensziel:
    Studieren bis 40 (möglichst Orchideenfächer), dann einen kurzes Gastspiel als Beamter und dann möglichst rasch in die Pension.
    Arbeiten war gestern, heute gibt es Hedonismus pur, das Morgen ist uns wurscht!

    Die durch die Massenmedien verblödeten und von den Eltern vernachlässigten Jugendlichen können gar nicht anders, als auf diesen Zug aufzuspringen!
    Wer etwas darüber nachdenkt erkennt sehr bald, dahinter steckt System!!!

  18. Undine
    19. Juli 2013 11:45

    Und noch ein OT---aber gestern wurde Mandelas 95. Geburtstag begangen und seine großen Verdienste zur Abschaffung der Apartheid hervorgehoben.

    Die Medaille hat allerdings auch eine Kehrseite:

    "BUREN kämpfen gegen umgekehrte APARTHEID in Südafrika"

    "Im Jahr 1990 ging das weiße Apartheidsregime in Südafrika zu Ende, 1994 übernahm der schwarzafrikanische ANC (African National Congress) die politische Macht im Land. Was von der Weltöffentlichkeit und vielen Medien als Fortschritt ohne Wenn und Aber viele Jahre gefeiert wurde, führte in letzter Konsequenz jedoch zu einer Umkehr der Apartheid. Heute sind vor allem die verbliebenen Weißen die Opfer einer politisch unterstützten Diskriminierung durch das ANC-Regime. Immer mehr haben in den letzten Jahren Südafrika den Rücken gekehrt und sind ausgewandert."

    http://www.unzensuriert.at/content/0013435-Buren-k-mpfen-gegen-umgekehrte-Apartheid-S-dafrika

  19. Undine
    19. Juli 2013 11:39

    OT---aber wo bleiben die GRÜNEN, wenn man sie einmal braucht?

    "Illegale Sperrmüllsammler gefährden ökonomische Abfallentsorgung "

    Mit Müllnomaden haben es einige Regionen in Niederösterreich zu tun. Illegale Müllsammler aus der Slowakei, Ungarn und sogar Rumänien suchen immer wieder die Bezirke Wiener Neustadt, Schwechat und Neunkirchen heim und vergreifen sich an Sperrmüllsammlungen. Dabei nehmen sie vorerst alles in Bausch und Bogen mit, um für sie wertloses Gut noch vor der österreichischen Grenze einfach neben der Straße oder auf Rastplätzen abzuladen. Die verwertbaren Altmetalle oder Elektrogeräte werden dann über die Grenze gebracht und dort zu Geld gemacht."

    http://www.unzensuriert.at/content/0013437-Illegale-Sperrm-llsammler-gef-hrden-konomische-Abfallentsorgung

    OT---aber davon wird im ORF nicht berichtet; da versteht man sich offensichtlich nur darauf, mit der Lupe nach "rechten" (deutschen und österreichischen) Tätern zu berichten, und, weil es zu wenige Fälle gibt, diese dafür 1000x zu wiederholen.

    http://www.unzensuriert.at/content/0013447-Tumult-deutschem-Gerichtssaal-nach-Ehrenmord-Urteil

  20. Stein
    19. Juli 2013 11:09

    Herzlichen Dank an A.U. für diese Analyse!

    Weder in Politik noch In den Medien beschäftigt sich jemand ernsthaft um die Problematik der steigenden und versteckten Arbeitslosigkeit -besonders der Arbeitslosigkeit junger Menschen- in Österreich, obwohl schon seit vielen Jahren bekannt. Die Krise hat bereits den Mittelstand erreicht. Noch können die Familien des Mittelstands ihre Studenten bzw. Arbeitslosen erhalten. Jene denen die Gewerkschaft auch noch neue Steuern aufbürden möchte und es vor allem für ihre Klientel die Arbeitnehmer keine Ausnahmen geben wird.

    Die Gewerkschaft ist auch vor allem schuld an den prekären Arbeitsverhältnissen die sie zugelassen hat. Diese vielen geringfügig Beschäftigungsverhältnisse auch bei Akademikern, weil sie keine fixe Anstellung erhalten und trotzdem faseln Politiker von zu erhöhenden Akademikerquoten oder Vermehrung von Kinderbetreuungsplätzen (für arbeitslose Mütter ?) um irgendwelche EU-Statistiken oder Rankings zu erfüllen.

    Und auch wenn es nicht politisch korrekt ist, so muss gesagt werden, dass Einwanderung, Arbeitnehmerpotential aus dem Ausland zum Lohndumping und zur steigenden Arbeitslosigkeit in Österreich geführt haben!

    • F.V. (kein Partner)
      20. Juli 2013 11:33

      Stein,

      wofür danken Sie eigentlich?

      Im ganze Unterberger-Artikel kam mit keiner Silbe die von Ihnen genannten ca. 2,5 Mio. Immigranten (seit Anfang der 60-er Jahre) vor.

      Und was ist das für eine "Analyse", die eine völlig einseitige Schuldzuweisung vornimmt? - Das ist liberale Propaganda und das Rühren der Kriegstrommeln in einer Auseinandersetzung zwischen dem (Groß-)Kapital und der Arbeit.

      Ich begreife nur nicht, wieso sich jemand der kein Milliardär oder Bankster ist für deren Agenda einsetzen kann.

  21. GOP
    19. Juli 2013 10:59

    Unsere Kapos (Faymann & Spindelegger) erzählen uns immer wieder, dass die österr. Arbeitslosenrate die Niedrigste im EU-Raum ist. Erstens stimmt dies nicht, denn seit vielen Jahren belegt Luxemburg den Platz eins und zweites wird mit allerhand Tricks und Kosmetik der veröffentlichte Prozentsatz niedrig gehalten und kann mit den anderen Löndern aufgrund unterschiedlicher Berechnungsmethoden nicht direkt verglichen werden.

  22. Wolfgang Bauer
    19. Juli 2013 10:39

    An alles denken sie, nur nicht an den nächstliegenden Weg: Effizienz im Polit- und Kammerbetrieb inkl. Privilegienabbau. Dieser Königsweg der Konsolidierung würde nämlich Budget sanieren und zugleich Wirtschaft entfesseln, Kreativität und Unternehmertum zulassen. Einsparen und Wachstum!

    Aber da müsste der denkfaule Mittelstand einmal vom TV-Sessel aufstehen!

    www.verwaltungsreform-jetzt.at

    • Erich Bauer
      19. Juli 2013 10:54

      Bin dabei. Es geht um die produktivitätsbewußten jungen Leute... (nicht um subventionierte Sexspielhzeughersteller)

  23. Undine
    19. Juli 2013 09:37

    A.U. schreibt:

    " Die Konsumausgaben werden sich keineswegs um den erhofften Betrag erhöhen"

    Einzig die Ausgaben für Eßbares scheinen horrend zu steigen! Wenn man nämlich mit offenen Augen durch die Straßen geht, trifft man auf eine rapid größer werdende Zahl vor allem von Kindern, Jugendlichen und "Mittelalterlichen", die offensichtlich genug Geld haben, sich rund um die Uhr Essen einzuverleiben. Was da an Speckwülsten zu sehen ist, ist einfach unglaublich. Sich auf die Gene auszureden ist falsch, denn dann muß die berechtigte Frage zulässig sein, wo sich denn die vielzitierten "Gene" in der Kriegs- und Nachkriegszeit versteckt hatten---oder gibt es gar "neue" Gene? Nach Hungersnot schaut's jedenfalls nicht aus! ;-)

    Auch die Ausgaben für Billig-Bekleidung werden steigen, weil die sich ihre Jahresringe anfressenden jungen Menschen jedes Jahr neue, ein paar Nummern größere Bekleidung benötigen.
    Die Ausgaben für Billigfutter und Billigkleidung werden also trotz der Krise steigen. ;-)

  24. dssm
    19. Juli 2013 08:38

    Die Linken verstehen eine einfache Gleichung nicht: Es kann nur konsumiert werden, was vorher produziert wurde.
    Fließt also mehr Geld in den Kreislauf, ohne dabei die Produktion zu erhöhen, dann sucht sich dieses Geld andere Quellen von Produkten, also Importe.
    Selbst wenn bei einem x-beliebig erhöhten Mindestlohn die Anzahl der Arbeitskräfte gleich bliebe, so wird sich die Produktion bestenfalls am vorherigen Niveau einpendeln, dann haben wir mehr Geld bei gleicher Produktion, ein Ungleichgewicht.

    In Realität werden die einen Unternehmer aufgeben, da ihre Produktion zu teuer wird, die anderen die Produktion mittels 'outsourcing' preislich im internationalen Rahmen halten.

  25. Anton Volpini
    19. Juli 2013 08:32

    Während einer KV Verhandlung machte ich den Gewerkschaftern den Vorwurf, daß sie mit ihren überzogenen Forderungen die Arbeitslosigkeit massiv fördern.
    Ihre Antwort darauf war folgende: "Wir vertreten nicht die Arbeitslosen, sondern die noch arbeitenden Menschen, und für die haben wir das Optimum herauszuholen."

    • Gerhard Pascher
      19. Juli 2013 11:06

      In Anlehnung an den Werbeslogan der Werkzeugfachhandelskette Zgonc frage ich mich bei übertriebenen Gewerkschaftsforderrungen immer wieder:
      Wenn sie es nur aushält, die österreichische Wirtschaft.

    • sauna-echo
      19. Juli 2013 16:52

      "Service" gibt es überall nur für die zahlenden Kunden ! Von ihren Beiträgen lebt die Firma. Warum soll diese Logik für Gewerkschaften nicht gelten ? Weil diese ein (Vertretungs-) Monopol haben kann sich ihr natürlicher Egoismus schädlich im Staat auswirken. Also muss der Staat die Macht aller Monopolisten (die nie Heilige sein werden) beschränken. "Heiligsprechung" von Monopolisten wegen vergangener Leistungen ist ein unlogischer Luxus. Warum sollte man Kammer und ewerkschaft besser behandeln als seinerzeit schin die Kirche ?

  26. socrates
    19. Juli 2013 07:39

    Die Überregelung und die Förderung der Homerl ist auch der Untergabg der Familie. RU hingegen hat eine positive Geburtenbilanz.

    Das Lehrerbashing und die drastisch Reduktion der Lebensverdienstsumme der Lehrer an höheren Schulen um 469.000€ wird die Bildung ebenfalls zu Grabe tragen. Ein weiterer "Sieg" von SPÖ , Medien und Gewerkschaft, die überhaupt verhandelt ohne Zahlen zu nennen.

    Bis zum Sommer wollen sich Lehrergewerkschaft und Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) auf ein Lehrerdienstrecht einigen. Schmied hat den Lehrern ihr Angebot überreicht. ÖSTERREICH liegen die geheimen 26 Seiten Gesetzestext mit Datum 3. Mai vor. Dieser regelt das gesamte Arbeitsleben aller Lehrer, die ab 2013 ihren Dienst antreten.
    • Arbeitszeit. Bisher lag die Unterrichtszeit bei 20 Stunden pro Woche – weniger für aufwendige Fächer, wie Sprachen, mehr z.?B. für Turnen. Künftig sollen es einheitlich 24 Stunden sein.
    • Weiterbildung. Die Fortbildung muss in der unterrichtsfreien Zeit erfolgen – das heißt in den Ferien.
    • Grundgehalt. Sieben Gehaltsstufen soll es künftig geben (siehe Faksimile): Das Grundgehalt soll zu Beginn bei 2.420 Euro brutto im Monat liegen. Bei AHS-Lehrern liegt derzeit das Einstiegsgehalt bei 2.223 Euro, bei Pflichtschullehrern bei 2.025 Euro.
    • Fächerzulagen. Für Mathe und Sprachen gibt es in der Unterstufe pro Stunde 24 Euro mehr im Monat, in der Oberstufe 36 Euro. Für Nebenfächer weniger oder gar keine Zulage.
    Verluste in 40 Jahren bis zu 469.000 Euro
    ÖSTERREICH hat für drei (fiktive) AHS-Lehrer errechnet, was das neue Dienstrecht bedeutet.
    • Lehrer 1: Mathe & Chemie. Derzeit würde dieser Lehrer (für 24 Wochenstunden) zu Beginn 2.658 Euro brutto verdienen. Im neuen Gehaltsschema sind es etwas mehr: 2.852 Euro. Aber: Das alte Endgehalt nach 40,5 Dienstjahren läge bei 6.146 Euro, das neue „nur“ bei 4.762 Euro. Verlust über das gesamte Erwerbsleben: 392.555 Euro.
    • Lehrer 2: Deutsch & Zeichnen. Für diese Fächerkombination gäbe es im neuen Dienstrecht pauschal 360 Euro Zulage pro Monat. Im alten Dienstrecht würden dafür Überstunden anfallen: bis zu 1.007 Euro monatlich. Minus: 405.280 Euro im Berufsleben.
    • Lehrer 3: Geografie & Turnen. Hier liegt der Verlust bei 468.955 Euro.
    Für alle Modelle gilt: Berufseinstieg mit 24,5 Jahren, kein Wehrdienst, keine Kinder, Pension mit 65 Jahren. Die Unterrichtszeit von 24 Stunden wird jeweils zur Hälfte auf die beiden Fächer und auf Ober- und Unterstufe aufgeteilt.
    http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Geheim-Die-neuen-Gehaelter-der-Lehrer/66829445

    • socrates
      19. Juli 2013 07:40

      Dazu kommt die künftige Pension nach ASVG und der Verlust des Beamtenstatus.

    • F.V. (kein Partner)
      20. Juli 2013 08:51

      Socrates,

      ich vermisse bei Ihrer interessanten Aufstellung einige Dinge.

      Wie verändert sich das Lebenseinkommen unter Hinzunahme der Pension. Mir sind Beispiele bekannt, wo aufgrund der Überstunden Lehrer mit 103% ihres Letztgehalts in Pension gegangen sind:

      Angestellte gehen mit ASVG in Pension, die wohl zwischen 2 - 3.000,-/M liegt.

      In der "freien Wirtschaft" in der sich immer mehr auch das hire and fire bemerkbar macht, findet man als Mann ab 50 keinen Job mehr, bei Frauen eher noch früher.

      Welchen in Zahlen ausgedrückten Wert hat Ihrer Ansicht nach der Beamtenstatus, d. h. die Unkündbarkeit (sofern man keine silbernen Löffel stiehlt)? Selbst dessen Verlust führt ja realistischerweise zu keiner Kündigung. Was wohl damit aufgebrochen werden soll ist der Anspruch auf schulfeste Stellung (also völlige Immobilität aus Sicht des Arbeitgebers) und das andere - an den normalen Pensionszustand angenäherte - Pensionsrecht. Angesichts der Dauereingriffe in die angeblich unfinanzierbaren Pensionen bei der Masse der Menschen wird es wohl nicht möglich sein die Lehrer weiter zu privilegieren.

      Und bei aller Wertschätzung der Lehrer, die auch tatsächlich in der "Freizeit" ihren Unterricht vorbereiten und damit mehr als 24 Wochenstunden etwas leisten, ist diese Freiheit solches zu Hause und in freier Einteilung machen zu können, doch ein eminenter Vorteil gegenüber jenen, die mindestens 40 Stunden im Büro zubringen müssen.

      Die Zumutung die Fortbildung in der unterrichtsfreien Zeit zu machen, ist ja wohl keiner Erwähnung wert. Wann denn sonst? Da sich diese Zeiten aber nicht annähend so summieren, daß damit die Ferientage den sonst üblichen Urlaubsanspruch auch bei den Lehrern auf dieses Maß reduzieren, sollte doch wohl auch dies in der Gesamtrechnung seinen Niederschlag finden.

      Aus eigener Berufserfahrung kann ich berichten, daß mein Arbeitstag eher bei 10 bis 12 Stunden lag und je höher die Position wurde auch noch weit mehr inklusive zahlreicher Wochenenden.

    • socrates
      20. Juli 2013 23:02

      Die Pension war 80% des letzten Gehaltes (bei 40 Berufsjahren) + Nebengebühren, die in Punkten berechnet wurden. Bei 20.000 Punkten, mehr wurden nicht gezählt, erreichte man 100%. Diese kamen von den Mehrdienstleistungen. Das gilt für ALLE Beamten, nur mussten die Lehrer wirklich die Stunden unterrichten, die anderen Beamten höherer Dienstklassen bekamen sie als Pauschale OHNE zu arbeiten. Das gilt auch für MINISTER. Auch ÖBB´ler bekommen Überstundenpauschale. Jetzt werden sie für Lehrer abgeschaft, für Schmied und die Bürohengste und -stuten bleiben sie.

  27. Observer
    19. Juli 2013 07:24

    Ich kenne ...
    ... Schulabbrecher, welche kein großes Interesse haben, einen Beruf zu erlernen und 40 Stunden einer bezahlten Arbeit nachzugehen. Irgendwie kommen sie durch Eltern, Großeltern und teilw. auch staatliche Unterstützung auch über die Runden. Vielleicht auch durch kleine kriminelle Handlungen?
    ... Firmen, welche die meisten Lehrplatzsuchenden ablehnen müssen, da sie nicht die wichtigsten Grundkenntnisse (Rechnen, Schreiben, Artikulieren) aufweisen und sich auch sonst "schlecht verkaufen"
    ... Arbeitslose, welche sich nicht vermitteln lassen (wollen). Durch dumme Bestimmungen müssen sie keinen anderen Beruf, keine Arbeitsstelle weg vom Heimatort und keine niedrigere Bezahlung als früher annehmen. So ergibt es sich, dass bereits 48jährige anschließend fast 15 Jahre in der AL-Statistik regelmäßig durch "Schulungen" nicht aufscheinen.
    ... Frauen, welche nur unqualifizierte Teilzeitarbeitsstellen haben und damit relativ zufrieden sind
    ... viele Leute ab 30 Jahren, welche sich durch kleine "Wehwehchen" laufend krank schreiben lassen und dann schließlich in einer Art Pension landen und damit auch zufrieden sind. Sehr oft sind sie aber körperlich in der Lage, im Wald zu arbeiten und "im Pfusch" Arbeiten für anderes "schwoarz" durchzuführen.
    ... rüstige Witwen, welche nur in neuer Lebensgemeinschaft leben, um die Pension ihres verstorbenen Mannes nicht zu verlieren
    ... mittelgroße Firmen, welche oft durch sehr teure Maschinen Arbeitskräfte einsparen, damit sie keine Probleme mit arbeitsunfähigen, aber durch dumme Bestimmungen "geschützte" Mitarbeiter haben. Langfristig lohnen sich solche Investitionen und man kann mit ganz wenigen Arbeitskräften (Staplerfahrer, Mechaniker, Verkäufer) einen Produktionsbetrieb laufen lassen.

    Danke Gewerkschaft und Rot/Grün *), dass wir in unserem Land diesen Zustand erreicht haben und damit die Wirtschaft langsam kaputt machen.

    *) mit Unterstützung von Schwarz

  28. mike1
    19. Juli 2013 07:09

    sagte ich doch schon immer:

    "All das zeigt ganz klar: Die Hauptschuld an der Arbeitslosigkeit tragen die Gewerkschaften."

    so ist es - nur die linken wollen es nicht glauben....

    • dssm
      19. Juli 2013 08:41

      Nein!!!
      Es sind die akademischen 'Eliten'. Zuerst kommen beim gegenständlichen Thema die Wirtschaftsprofessoren, welche so geisteskranke Theorien aufstellen.
      Dann kommen erst all die anderen, welche aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu fordern beginnen.

    • F.V. (kein Partner)
      20. Juli 2013 10:50

      dssm,

      Sie haben schon recht. Die eindimensionalen Ursachen-Zuschreibungen sind immer problematisch. Bei all dem partikularen Denken – auch der Gewerkschaften – kommt schließlich nichts Gescheites heraus.

      Vor nicht allzulanger Zeit schafften die einheimischen Menschen in A und D den Wiederaufbau eines völlig vernichteten Landes, das obendrein unter Kuratel der Militärdiktatur der Siegermächte stand und weitgehend seiner Rechte, Patente, Ressourcen, Wissenschaftler und (demontierter) Fabriken beraubt war. Als deutsches bzw. österreichisches Wirtschaftswunder ging dies in die Geschichte ein. An Fleiß, Zielstrebigkeit und Arbeitswillen fehlte es offenbar nicht, aber es galt, wohl auch noch eine aus früheren Zeiten herüberreichende Moral sowie Auffassung von Redlichkeit, Ordnung und Gewissen.

      Mit dem „American Way of Life“, der Gehirnwäsche durch die „Frankfurter Schule“ (= die Re-Immigration jener psychologischen Krieger, die den heißen Krieg nunmehr auf der noch gefährlicheren Ebene, dem Geist, fortsetzten), den amerikanischen Wirtschaftsdiktaten, die in Form von akademisch geadelten neuartigen Dogmen die „virtual reality“ anstelle der Real-Wirtschaft einführten, etc. wurden jene Rahmenbedingungen erst geschaffen, die nun ihre apokalyptischen folgen zeitigen.

      Das alte Sprichwort, daß der Fisch am Kopf zu stinken anfängt, gilt auch hier. Wenn die Globalsteuerung der Staatsangelegenheiten (und dazu gehört nun auch die Wirtschaft) so vollkommen absurd wurde, dann sind die leider auch ihre eigentliche Aufgabe vergessenden Gewerkschaftern nur der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt. Die hier auch – wie üblich – von Unterberger nicht genannten tieferen Ursachen der Malaise sind jene, die dssm auch angedeutet hat.

  29. fokus
    19. Juli 2013 01:42

    "Jetzt will Rot-Grün in Deutschland ein landesweites Mindesteinkommen erzwingen."

    Es ist zu hoffen, daß der deutsche Wähler diesem wirtschaftlichen Harakiri von Rot-Grün im Herbst eine klare Absage erteilt und diese sich beispielhaft auf die österreichischen Wahlen auswirkt.

    Wobei sich sowieso erst nach diesen Schicksalswahlen herausstellen wird, wie weit das EU-weite Wohlfahrtskartenhaus, aufgebaut auf einem enormen Schuldenberg mitsamt einer Hyperinflation, überhaupt noch aufrecht erhalten werden kann. Auch dieses Mal wird es nicht friedlich zusammenbrechen.

    Der drohende Teufelskreis hat sich bereits zu drehen begonnen und läßt die herrschende Pseudodemokratie mit ihrer rücksichtslosen Politikerkaste schon jetzt sehr alt aussehen.

    • Torres (kein Partner)
      20. Juli 2013 10:07

      In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist died Sendung "einsweiter gefragt" gestern Abend auf "eins festival", wo eine linke Aktivistin, Feministin, Sängerin usw. (die übrigens ausgerechnet "Hengst" mit Nachnamen hieß), ihre verquerten Ideen öffentlich bekanntgeben durfte. Wichtigste Forderung war die "Abkoppelung von Arbeit und Einkommen", also dass Einkommen mit der geleisteten Arbeit nichts mehr zu tun haben sollte; jeder soll also auf jeden Fall ein Einkommen erhalten, arbeiten kann er/sie dann je nach Lust und Laune. Ist wohl der nächste Schritt von Rot/Grün - in Deutschland und dann wohl auch bei uns.

  30. Helmut Oswald
    19. Juli 2013 01:10

    Die nunmehr Alt 68er sind dank ihrer stalinistischen Partnerfraktion aus den Reihen der Steinzeit-Gewerkschafter genau dort angekommen, wo zu erwarten war, daß sie landen würden - mitten im Niedergang jeglicher Zukunft. Zur Nulleistung erzogen, Konkurrenzen auf dem Arbeitsmarkt ausweichend, sind die Hippie Eltern von einst fade Bürohengste in nutzlosen Bürokratien geworden, die den ganzen Tag andere daran verhindern oder behindern, Leistungen zu erbringen. Sie fressen auf, was andere erwirtschaften, dünken sich gerecht und sozial, weil sie verteilen, was anderer Leute Fleiß ihnen via Steuerzwang in den Schoß gespült hat - und weil es niemals reicht und weil es niemals genug ist und weil immer mehr von diesen Roten lernen, daß man auch ohne Leistung zu erbringen alle Chancen intakt wahren kann, so wird halt mittlerweile verjuxt, was längst den Kindern und Kindeskinder gehören sollte. Denen gehört gesagt, trau keinem über Dreißig.

    Der einzige Punkt an dem sie wohl recht hatten, diese verantwortungslosen Idioten, die uns diesen Dreckstaat von heute beschert haben. Unter Marx und Murx und einstmals langen Haaren, weht der Mief von Hasch und tausend faulen Jahren.





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