Bischof Kapellari: Verteidiger des Islam und der praktizierten Homosexualität?

Lesezeit: 8:00

Der steirische Pfarrer Karl Tropper wurde in den letzten Wochen von seinem eigenen Bischof einem beispiellosen Demütigungsritual unterzogen, das nicht nur in seiner eigenen Gemeinde, sondern auch in breiten Kreisen der Katholischen Kirche Österreichs, und darüber hinaus auch auf internationaler Ebene für beträchtliches Befremden gesorgt hat. Tropper wurde am 21. März darüber informiert, dass es ihm verboten sei, die Osterliturgie zu leiten und er für die Zeit der Karwoche nicht nur Predigtverbot hätte sondern auch – für seine Gemeinde unerreichbar – unterzutauchen hätte.

Zur gleichen Zeit erschienen in der „Kleinen Zeitung“, auf ORF.online und im „Falter“ Tropper-kritische Artikel, die den Eindruck vermitteln wollten, sie würden auf persönlichen Interviews und direkten Recherchen beruhen. Tropper verharrte treu im Kirchendienst, wich aber in den ihm gemachten Vorwürfen inhaltlich nicht zurück. Die Diözese setzte nach. Von einer sofortigen Zwangspensionierung des Pfarrers und einer Kuratierung der unbotmäßigen Gemeinde war die Rede. Was war passiert?

Karl Tropper ist so etwas wie ein südsteierischer Don Camillo. Seit Jahren steht er der Gemeinde St. Veit am Vogau vor und hat sich nicht nur als hervorragender Seelsorger, spiritueller Beistand und Lehrer, sondern auch als Träger des Kultur- und Gemeinschaftslebens in der Region einen guten Namen gemacht. Die Ehrenbürgerschaft seiner Gemeinde zeugt von der Anerkennung seiner Verdienste um die Bürgergesellschaft. Lange schon begreift er seine Aufgabe auch als Aufklärer und als Verteidiger der geistigen und religiösen Grundlagen des zivilisierten Zusammenlebens in unserem Kulturkreis. Nicht verwunderlich, dass er dabei schnell auf die Gegnerschaft „politisch korrekter“ Tabuisierer und Sprachregulierer stieß, die es nicht zulassen wollen, dass ein Vertreter der Kirche die geistige und kulturelle Transformation der Gesellschaft in Frage stellt.

Im Dezember des Vorjahres nannte Tropper in seinem – ebenso liebevoll wie professionell gemachten – Pfarrblatt praktizierende Schwule „Homo-Perverse“ und warnte, u.a. durch den Verweis auf die dramatisch überproportionalen HIV-Neuinfektionen in diesem Bevölkerungssegment, vor den gesundheitlichen Gefahren, die mit dem homosexuellen Lebensstil einhergehen.

Weiters verwies er unter Angabe zahlreicher Publikationen auf die vielfältigen Möglichkeiten, sich über die Ergebnisse islamkritischer Analysen und Kommentare zu informieren. Bischof Kapellari war diese Schrift ein Dorn im Auge, und so verhängte er mit 13. Jänner das Verbot über Pfarrer Tropper, sich künftighin nochmals zum Thema „Homosexualität“ öffentlich zu äußern. Seine Positionen zu diesem Thema würden die erforderliche „Ausgewogenheit“ und „Sensibilität“ missen lassen. Tropper hielt sich bis zum heutigen Tag strikt an dieses Verbot.

Nicht inaktiv wollte er aber zum Thema „Islam“ sein, dessen Kritik ebenfalls vom Bischof mit Argwohn verfolgt, aber noch nicht zum Gegenstand irgendwelcher Verbote gemacht worden war. Tropper richtete daher eine großangelegte Informationsveranstaltung aus, zu der er neben der lokalen Bevölkerung auch zahlreiche steierische Politiker sowie Vertreter der Diözese und den gesamten südsteierischen Klerus einlud.

Am 19. März traten also vor 250 Teilnehmern, die den Gemeindesaal von St. Veit am Vogau prall füllten, die exmuslimische katholische Konvertitin Sabatina James, Buchautorin und Menschenrechtsaktivistin, die Islamexpertin und Aktivistin Elisabeth Sabaditsch-Wolff, Opfer wahrheitszensierender Politjustiz, der führende Vertreter der australischen islamkritischen Szene Warren Raymond und der Schreiber dieser Zeilen auf. Die Vorträge und Antworten wurden mit großem Zuspruch und Beifall aufgenommen. Schon während der Veranstaltung fiel auf, dass die eingeladenen Politiker und Kleriker durchgehend ferngeblieben waren. Sie vermeinten entweder, zum Thema „Islam“ bereits über erschöpfendes Wissen zu verfügen oder wollten mit einer kritischen Aufarbeitung der Gefahrenpotentiale – „um Gottes Willen!“ – nicht in Verbindung gebracht werden.

Disziplinierung durch den Generalvikar

Nachdem die Fakten und Zusammenhänge zwar schonungslos aufgezeigt wurden, der Ton der Veranstaltung aber durchwegs verbindlich war, blieb der offenkundige Plan, für die intendierte Sanktionierung Pfarrer Troppers einen aktuellen Anlass – sozusagen eine Legitimation für die Bestrafung – zu finden, erfolglos. Es muss daher als merkwürdiger Zufall betrachtet werden, dass just zwei Tage nach der Veranstaltung ein Redakteur der „Kleinen Zeitung“ (Styria-Verlag) anrief, der den Pfarrer ganz offenkundig zu medial verwertbaren „Sagern“ provozieren wollte. Ein Schelm auch, der denkt, dass das schließlich veröffentlichte Scheininterview und die korrespondierenden Beiträge in ORF.online und FALTER gezielt akkordiert waren, um eine rasche Züchtigung des Pfarrers durch den Bischof zu rechtfertigen und so Tropper endgültig verächtlich zu machen.

Faktum jedenfalls ist, dass Generalvikar Schnuderl tags darauf ohne jede objektivierbare Rechtfertigung im St. Veiter Pfarrhof erschien, um Tropper in die Details seines erzwungenen Verschwindens in der Karwoche einzuweisen und allfälligen Widerstand zu brechen. Ein solcher wurde tatsächlich angekündigt, indem eine zufällig anwesende Pfarrmitarbeiterin anmerkte, die Gemeinde würde sich eine derartige Ungerechtigkeit möglicherweise nicht gefallen lassen. Der Generalvikar verstieg sich daraufhin tatsächlich zu der Drohung, dann würde „eben das Interdikt gegen die Gemeinde verhängt“ und die Pfarre dauerhaft kuratiert werden. Tropper bot schließlich an, sich vollständig als Pfarrer zurückzuziehen, wurde jedoch von diözesanen Autoritäten dazu überredet, bis 31. August im Amt zu bleiben, da keine personellen Alternativen bestehen würden.

Der Vorfall ist insgesamt weit mehr als eine peinliche Vorführung der mittlerweile offenkundigen persönlichen Überforderung des Bischof Kapellari und seines arroganten Generalvikars. Er ist zutiefst Ausdruck des völlig aus dem Gleichgewicht geratenen Zustands der Amtskirche in Österreich. Die völlig asymmetrische Behandlung von konservativen, traditionell ausgerichteten, romtreuen, der Lehre der Kirche verbundenen Geistlichen und Aktivisten auf der einen Seite und linksliberalen, modernistischen, „reformistisch“ orientierten Priestern und (meist bezahlten) Funktionären auf der anderen Seite ist mehr als augenscheinlich. So sehr, dass sie mittlerweile bereits als Programm begriffen werden muss.

Priester, die jahrelang in aller Öffentlichkeit ihr Zölibatsversprechen brechen, homosexuell aktive Pfarrgemeinderäte und politisierende Pfarrer, die agitatorisch zum Ungehorsam aufrufen, werden nicht nur dauerhaft pardoniert, sondern auch demonstrativ gehätschelt und mit öffentlichkeitswirksamen Plattformen ausgestattet. Priester und Laien hingegen, die sich für die Verbreitung einer dem kirchlichen Lehramt entsprechenden Ethik und Moral und für eine aktive Auseinandersetzung mit den spirituellen, gesellschaftlichen und kulturellen Bedrohungen der Zeit einsetzen, werden systematisch ausgegrenzt, verächtlich gemacht, gemaßregelt, behindert und bekämpft.

Es geht nicht um den „sprachlichen Ausdruck“ bei der Darstellung eines Anliegens, denn da dürfte man nicht bei den „pösen Reaktionären“ stets hysterisch-hypersensibel reagieren, während bei den prononcierten Linksabweichlern regelmäßig alle Augen zugedrückt werden. Vielmehr geht es um ein inhaltliches Bekenntnis, mit dem sich die Amtskirche durch ihre asymmetrische Verhaltensweise unmissverständlich positioniert. Was sonst sollte die Urgenz der „Ausgewogenheit“ in den Fragen „praktizierter Homosexualität“ und „Gefahrenpotentiale des Islam“ zum Ausdruck bringen?

Kampf gegen die linke Unterwanderung

Die Botschaft ist klar: Die österreichische Amtskirche entfernt sich schrittweise von den wohlbegründeten Positionen der kirchlichen Tradition und versucht auf diesem Weg, „konservative Abweichler“ zu stigmatisieren und zu marginalisieren. Wie sollte ansonsten praktizierte Homosexualität „ausgewogen“ dargestellt werden – angesichts des einschlägigen päpstlichen Lehrschreibens aus dem Jahr 2003, welches diese Lebensform explizit als „Anomalie“ bezeichnet? Und wie sollte die islamische Lehre „ausgewogen“ benannt werden, angesichts der Tatsache, dass die meisten Imperative ihrer Handlungsethik aus christlicher Sicht mit der Aufforderung zur Verwirklichung schwerer Sünden identisch sind?

Die meisten Teilnehmer der Informationsveranstaltung in St. Veit am Vogau haben sich gefragt, wieso die Spitzenrepräsentanten der Kirche mit dem „Wir-beten-alle-den-gleichen-Gott-an“-Mantra hausieren können, während in islamischen Ländern Vergeltungsrecht (d.h. Mord), körperliche Züchtigungen der Frauen, Vielweiberei, Ehebruch, Beutezug (d.h. Raub), Christenverfolgung, Diskriminierung von Andersdenkenden u.v.m. als ehrbare Verhaltensweisen gelten – und zwar völlig in Übereinstimmung mit den Glaubensgrundlagen des Islam.

Die Veranstaltungsteilnehmer, durchwegs kreuzbrave Kirchgänger und ehemalige ÖVP-Wähler, hatten kein Verständnis dafür, dass es angesichts der Perspektiven einer Verbreitung des islamischen Kulturmusters auch in den Gesellschaften Europas seitens der Politik und besonders auch seitens hochrangiger Kirchenvertreter außer Beschwichtigung und Dialog-Aufforderung nichts zu hören gibt. Sie sind durchaus repräsentativ für die Mehrheit der Bevölkerung, die genug davon hat, in den wesentlichen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft seit Jahr und Tag Konzepte aufgenötigt zu bekommen, die das radikale Gegenteil ihrer eigenen Wünsche und Ansichten darstellen.

Freilich ist Kirchenaustritt, von dem man gerade angesichts des Votivkirchen-Skandals in letzter Zeit besonders viel zu hören bekam, keine adäquate Antwort. Denn die Kirche ist nicht der Fan-Klub einer Fußballmannschaft, den man verlässt, weil einem der Mittelstürmer nicht in den Kram passt. Sie ist der geheiligte Leib Christi, dem alle Gläubigen angehören, und zu dem sich alle – trotz und besonders auch wegen zeitlich bedingter Fehler und Schwächen – bekennen sollten. Die Antwort muss daher lauten: Auf in die innerkirchliche Partizipation durch die Gegner des Zeitgeistes!

Christian Zeitz ist wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Angewandte Politische Ökonomie sowie Islambeauftragter des Wiener Akademikerbundes und begreift sich als evangelikaler Katholik.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2013 19:15

    Auch ein Pfarrer muß in einer funktionierenden Demokratie das Recht auf Meinungsfreiheit haben. Es sollte daher nicht darauf ankommen, OB er seiner Meinung Ausdruck verleiht, sondern WIE. Am Ton, der bekanntlich die Musik macht, könnte der "Diener Gottes" allerdings noch feilen!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2013 11:37

    In St. Veit am Vogau gibt es sehr wohl unterschiedliche, sehr kontroverse Meinungen zu Pfarrer Tropper. Immerhin lässt er sich auch hinreißen, dass er eine Taufe ablehnt, wenn ihm der ausgewählte Name für das Kind nicht passt und da geht es nicht um Namen wie Kevin oder Pumuckl. Außerdem weichen viele in andere Pfarren aus, die das Geschwurbel und die pauschalen Verurteilungen von Menschen von der Kanzel runter nicht ausgewogen finden.

    So hat der Pfarrer durchaus ernstzunehmende Schwächen, die sich mit zunehmendem Alter eben verschärften. Er mag in vielen Dingen recht haben, doch als öffentliche Person sollte er die Wirkung seiner Worte bedenken. Nachdem er das nicht tut, soll man auch nicht den Stab über die Vorgesetzten brechen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2013 10:42

    Daß einer Pfarre mit dem "Interdikt" gedroht wird, ist meinem Kenntnisstand nach ein geradezu historisches Ereignis.

    Es wäre ein interessantes Forschungsthema, wann zuletzt eine Pfarrgemeinde auf dem Gebiet des heutigen Österreich interdiziert wurde. Im 16. Jahrhundert in den Wirren der "Reformation"? Im Josephinismus? Keine Ahnung.

    Alleine, daß der Generalvikar diese Drohung ausspricht, ist unglaublich und für den Zustand der österreichischen Kirche charakteristisch: Die Ungehorsamsinitiative kann schalten und walten, und bei einer Landpfarre wird mit Kanonen bzw. canones auf Spatzen geschossen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorCollector
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2013 11:39

    1. Homosexualität: Im Katechismus der Katholischen Kirche, n. 2357, wird die Homosexualität als "schlimme Abirrung" bezeichnet. Homosexualität verstößt gegen "das natürliche Gesetz".Praktizierte Homosexualität ist Sünde, Sünde erfordert Umkehr und hinfort Unterlassung. Praktizierte Homosexualität ist "in keinem Fall zu billigen" (ebenda). Wie die Kirche, eine societas perfecta, weder homosexuell veranlagte Priester noch homosexuelle Praktiken in ihrem Bereich duldet, so ist es auch das Recht, ja die Pflicht jeder "gesunden" societas (Gemeinschaft, Gesellschaft, Staat), schwere "ordnungswidrige Handlungen zu brandmarken", welche der Zielsetzung widersprechen, die Gott mit dem Geschlechtsakt verbunden hat (vgl. KKK, n. 2352). Denn jede "societas" der natürlichen Ordnung - und eben auch der Staat - ist "ein Abbild der Dreifaltigkeit" (Pius XII). Das ist auch die ganz eindeutige Haltung des neuen Heiligen Vaters, Papst Franz: Homosexualität und die Gleichstellung von Homo-Partnerschaften mit der Ehe sind "ein destruktiver Vorwand zu Bekämpfung der göttlichen Schöpfung, eine Machination des Vaters der Lügen zur Verwirrung und Täuschung der Kinder Gottes." Der Staat, der solches zuläßt und auch noch fördert, verstößt gegen das Naturrecht, an das er gebunden ist. Er macht mit dem Vater der Lüge gemeinsame Sache und verliert seine Legitimität vor Gott (Johannes XXIII.). Schlimmeres als in einem Staat zu leben, der seine Legitimität verloren hat, kann einem Bürger nicht passieren, denn was ihm droht, ist Rechtlosigkeit, und am Ende gar KZ, Gulag, Genickschuß und Gaskammer. Denn ein Staat ohne Legitimität wird notwendig immer totalitärer und beruht zuletzt nur noch auf Gewalt und Terror.

    Wie ich dem Bericht von Christian Zeitz entnehme, ist Pfarrer Tropper seiner geistlichen Pflicht zur "Brandmarkung" praktizierter Homosexualität in der ihm eigenen kräftigen Sprache in seiner Gemeinde nachgekommen.

    2. Islam: Religionsfreiheit, Menschenwürde, Geschlechterverhältnis, Gleichheitsgrundsatz, Familienrecht, Eigentumsordnung, Toleranzgebot, ja überhaupt alle Menschenrechte stellt der Islam unter Koran- und Schariavorbehalt, wodurch der Inhalt dieser Rechte und Verhältnisse mit den Wertvorstellungen unserer christlich geprägten Zivilisation in einem schroffen, unüberbrückbaren Gegensatz steht. Papst Benedikt XVI. hat in seiner berühmten Regensburger Rede (12.09.06) zum Islam in eindeutiger und unmißverständlicher Weise Stellung genommen. Der Islam sei keine "wahre" Religion und mit dem Christentum absolut unvereinbar. Ich nehme an, auch hierauf hat Hw. Mag. Tropper in deutlicher und Christenpflicht entsprechender Weise hingewiesen.

    Die Maßregelung von Hw. Mag. Tropper durch Se. Exzellenz, den ob seiner profunden Bildung und Kultur besonders hoch zu schätzenden Bischof Dr. Egon Kapellari, und seinen Generalvikar, Prälat Mag. Dr. Heinrich Schnuderl, ist mir absolut unverständlich. Nichts nämlich ist heute notwendiger als Priester, die als "Soldaten Christi" an vorderster Front den Glauben verkünden und mannhaft für ihn eintreten. Sie mit Predigtverbot gerade in der Passionszeit zu belegen und sie so von ihrer Gemeinde zu trennen, gehört das nicht zu den Sünden wider den Heiligen Geist, die nicht vergeben werden?

  5. Ausgezeichneter Kommentatormitzi
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2013 18:01

    Ein Pfarrer kann polarisieren, Gott sei Dank, aber in Zeiten, wo wir immer weniger Pfarrer haben, warum kann die Pfarrobrigkeit dieses Problemchen nicht mit mehr Einfühlung und Klugheit - etwas Patientia - bereinigen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. April 2013 13:39

    Programmierte Konflikte [1] – oder wie sich die Ansichten ändern.

    Zur Person: Bischof Egon KAPELLARI, geboren am 12. Jänner 1936 in Leoben/Steiermark. Studium der Rechtswissenschaften, anschließend Theologiestudium.1961 Priesterweihe in Graz, 1962 bis 1964 Kaplan in der Grazer Pfarre Kalvarienberg.7. Dezember 1981 Ernennung zum Bischof der Diözese Gurk.3. Jänner 1982 Übernahme der Leitung der Diözese, 24. Jänner 1982 Bischofsweihe im Dom zu Klagenfurt. Seit 1997 Mitglied der Kommission der Bischofs-konferenz in der EU. Seit 2001 Referent für Medienfragen in der Österreichischen Bischofs-konferenz. Seit 14. März 2001 Bischof von Graz-Seckau. Am 4. Apri1 200.1 zum stellvertre-tenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt.

    "Ich sehe da manchmal im Westen doch Leute, die nicht im Stande oder gewillt sind, die Komplexität des Problems zu erkennen."
    Die zweite große Religion neben den Christen sind die Muslime. Bischof Kurt KRENN meint, man müsse sich gegen sie klar abgrenzen. Der Islam ist gegen manche Erwartungen wiedererwacht und er ist sehr plural. Das Problem für Europa ist folgendes. Wenn eine gro-ße Zahl von Muslimen bei aller gegebenen Pluralität des Weltislams in einem westlichen Land ohne lange Vorbereitung etabliert wird, dann gibt es die Gefahr einer Destabilisierung dieses Landes. Das hat nichts mit Minderachtung einer Weltreligion zu tun. sondern ist eine Konsequenz politischer, historischer, kultureller und religionsvergleichender Betrachtung. Natürlich müssen wir versuchen als Christen mit allen Menschen gut auszukommen. Wir werden aber nicht aufhören können. Muslime daran zu erinnern, daß es in fast allen musli-mischen Länder keine Reziprozität zu Gunsten der Christen gibt, daß Christen also nicht voll respektiert werden. Wir sind im religiösen Gespräch auf die Standards des II. Vatikanischen Konzils und des Papstes verpflichtet.
    Naivität in der Einschätzung des Islams sollte es aber nicht geben. Ich sehe da manchmal im Westen doch Leute, die sehr intelligent, aber nicht im Stande oder gewillt sind, die Kom-plexität des Problems zu erkennen Sie reduzieren das Problem auf zwei, drei Faktoren, die es auch gibt. aber sie verkennen ganz, daß ein starker Islam, wenn er nicht durch das Feuer der Aufklärung auch nur ansatzweise hindurchgegangen ist, in westlichen Ländern zu pro-grammierten Konflikten führt. Von daher glaube ich, ist es legitim, daß sich Leute in Deutschland, Frankreich oder Österreich wünschen, es möge das, was man christlich gepräg-te Leitkultur nennt, nicht verschwindet oder in einen Winkel gedrängt wird. Das hat über-haupt nichts mit Intoleranz zu tun. sondern mit Optionen für oder gegen Aufklärung.
    Sind Ihrer Meinung nach christlich geprägte Gesellschalten höherwertig als muslimisch geprägte?
    Wir dürfen nicht glauben, daß wir als eine Gruppe konkreter Christen generell großartiger oder gar heiliger sind als eine Gruppe aus anderen Religionen. Das befreit uns aber nicht von der Frage, ob das Christentum selber, ob Christus selber eine austauschbare Offenbarung Gottes ist, austauschbar gegen Buddha oder Mohammed. Das müssen wir verneinen. Wir können schlechte Christen sein und sind es auch oft. Muslime können edle Muslimen sein und sind es auch oft. Aber als Christen müssen wir sagen, was Hölderlin gesagt hat: „Chris-tus aber ist das Ende". Er meint hier nicht ein zeitliches Ende, sondern die höchste Qualität von Göttlichkeit.
    Ein starker Islam führt, wenn er nicht durch das Feuer der Aufklärung auch nur ansatz-weise hindurchgegangen ist, in westlichen Ländern zu programmierten Konflikten.

    [1] Sonntags Rundschau 21. Dez. 2003, S. 3, Der Grazer Diözesanbischof Egon KAPELLARI warnt vor zu vielen Muslimen und damit verbundener Destabilisierung.

  7. Ausgezeichneter KommentatorGeheimrat
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2013 10:48

    Die Kriecherei der Kirchenfürsten ist einfach unerträglich.

    Der Herr Bischof sollte einmal auch darüber nachdenken:

    Ägypten: Schwere Krawalle bei Christen-Begräbnis.
    Ein Mob griff Christen an, die während einer Trauerfeier für vier ermordete Kopten Parolen gegen Mursi skandierten. Es gibt mindestens ein Todesopfer.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1385779/Aegypten_Schwere-Krawalle-bei-ChristenBegraebnis-?_vl_backlink=/home/index.do

    Die Kopten waren einmal die Mehrheit in Ägypten.........

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2013 10:42

    Daß einer Pfarre mit dem "Interdikt" gedroht wird, ist meinem Kenntnisstand nach ein geradezu historisches Ereignis.

    Es wäre ein interessantes Forschungsthema, wann zuletzt eine Pfarrgemeinde auf dem Gebiet des heutigen Österreich interdiziert wurde. Im 16. Jahrhundert in den Wirren der "Reformation"? Im Josephinismus? Keine Ahnung.

    Alleine, daß der Generalvikar diese Drohung ausspricht, ist unglaublich und für den Zustand der österreichischen Kirche charakteristisch: Die Ungehorsamsinitiative kann schalten und walten, und bei einer Landpfarre wird mit Kanonen bzw. canones auf Spatzen geschossen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. April 2013 13:39

    Programmierte Konflikte [1] – oder wie sich die Ansichten ändern.

    Zur Person: Bischof Egon KAPELLARI, geboren am 12. Jänner 1936 in Leoben/Steiermark. Studium der Rechtswissenschaften, anschließend Theologiestudium.1961 Priesterweihe in Graz, 1962 bis 1964 Kaplan in der Grazer Pfarre Kalvarienberg.7. Dezember 1981 Ernennung zum Bischof der Diözese Gurk.3. Jänner 1982 Übernahme der Leitung der Diözese, 24. Jänner 1982 Bischofsweihe im Dom zu Klagenfurt. Seit 1997 Mitglied der Kommission der Bischofs-konferenz in der EU. Seit 2001 Referent für Medienfragen in der Österreichischen Bischofs-konferenz. Seit 14. März 2001 Bischof von Graz-Seckau. Am 4. Apri1 200.1 zum stellvertre-tenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt.

    "Ich sehe da manchmal im Westen doch Leute, die nicht im Stande oder gewillt sind, die Komplexität des Problems zu erkennen."
    Die zweite große Religion neben den Christen sind die Muslime. Bischof Kurt KRENN meint, man müsse sich gegen sie klar abgrenzen. Der Islam ist gegen manche Erwartungen wiedererwacht und er ist sehr plural. Das Problem für Europa ist folgendes. Wenn eine gro-ße Zahl von Muslimen bei aller gegebenen Pluralität des Weltislams in einem westlichen Land ohne lange Vorbereitung etabliert wird, dann gibt es die Gefahr einer Destabilisierung dieses Landes. Das hat nichts mit Minderachtung einer Weltreligion zu tun. sondern ist eine Konsequenz politischer, historischer, kultureller und religionsvergleichender Betrachtung. Natürlich müssen wir versuchen als Christen mit allen Menschen gut auszukommen. Wir werden aber nicht aufhören können. Muslime daran zu erinnern, daß es in fast allen musli-mischen Länder keine Reziprozität zu Gunsten der Christen gibt, daß Christen also nicht voll respektiert werden. Wir sind im religiösen Gespräch auf die Standards des II. Vatikanischen Konzils und des Papstes verpflichtet.
    Naivität in der Einschätzung des Islams sollte es aber nicht geben. Ich sehe da manchmal im Westen doch Leute, die sehr intelligent, aber nicht im Stande oder gewillt sind, die Kom-plexität des Problems zu erkennen Sie reduzieren das Problem auf zwei, drei Faktoren, die es auch gibt. aber sie verkennen ganz, daß ein starker Islam, wenn er nicht durch das Feuer der Aufklärung auch nur ansatzweise hindurchgegangen ist, in westlichen Ländern zu pro-grammierten Konflikten führt. Von daher glaube ich, ist es legitim, daß sich Leute in Deutschland, Frankreich oder Österreich wünschen, es möge das, was man christlich gepräg-te Leitkultur nennt, nicht verschwindet oder in einen Winkel gedrängt wird. Das hat über-haupt nichts mit Intoleranz zu tun. sondern mit Optionen für oder gegen Aufklärung.
    Sind Ihrer Meinung nach christlich geprägte Gesellschalten höherwertig als muslimisch geprägte?
    Wir dürfen nicht glauben, daß wir als eine Gruppe konkreter Christen generell großartiger oder gar heiliger sind als eine Gruppe aus anderen Religionen. Das befreit uns aber nicht von der Frage, ob das Christentum selber, ob Christus selber eine austauschbare Offenbarung Gottes ist, austauschbar gegen Buddha oder Mohammed. Das müssen wir verneinen. Wir können schlechte Christen sein und sind es auch oft. Muslime können edle Muslimen sein und sind es auch oft. Aber als Christen müssen wir sagen, was Hölderlin gesagt hat: „Chris-tus aber ist das Ende". Er meint hier nicht ein zeitliches Ende, sondern die höchste Qualität von Göttlichkeit.
    Ein starker Islam führt, wenn er nicht durch das Feuer der Aufklärung auch nur ansatz-weise hindurchgegangen ist, in westlichen Ländern zu programmierten Konflikten.

    [1] Sonntags Rundschau 21. Dez. 2003, S. 3, Der Grazer Diözesanbischof Egon KAPELLARI warnt vor zu vielen Muslimen und damit verbundener Destabilisierung.

alle Kommentare

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  2. Colleen (kein Partner)
    07. März 2015 09:24

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  3. Kesaksian (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:58

    Ist doch unfassadbar, oder? Der Mann zeigt keiadneradlei Einsicht und denkt er kf6nnte oben auf der Kanzel jegadliadche Lfcge veradbreiadten, ohne dass ihm einer was anhaadben kann. Ich ziirete das Urteil des Bayerische Verwaltungsgerichts: „faladsche Tatsachenbehauptungen zu Lasten Dritter sind nicht durch die reliadgif6se c4udfeadrungsadfreiadheit gedeckt“.

  4. Kristina (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:11

    ich habe das gesadtern bei Facebook mit “Lass ihn komadmen” komadmenadtiert …Wenn Mfcller er so will, wird ihm auch das oberste Gericht mitadteiadlen, dass seine Hetzreden nicht durch die Meinungsfreiheit gekdcet sind.

  5. Gerd Macher (kein Partner)
    13. April 2013 03:22

    Hat irgendein bischöflicher Kretin schon irgendetwas gegen/für das "Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien" abgesondert?

    • brechstange
      16. April 2013 07:34

      Ja, das haben die Bischöfe, aber Ihre Ausdrucksweise, Herr Macher, ist unwürdig.

  6. Veronica (kein Partner)
    12. April 2013 16:46

    Es wäre höchste Zeit, dass in Österreich, bzw. ganz Europa, eine Persönlichkeit wie Marco d 'Aviano oder P. Petrus Pavlicek aufsteht und alle dazu aufruft, die Botschaften und Forderungen von FATIMA in die Tat umzusetzen. Wir brauchen einen weltweiten Gebetssturm, um der Gefahr des Islam bzw. der geplanten Entchristlichung Europas wirksam entgegen zu treten.
    Beginnen wir heute - mit Entrüstung allein richten wir nichts aus... mit dem Rosenkranz in der Hand sehr wohl.

  7. Dr. Endre Attila Bárdossy
    11. April 2013 15:30

    Die feige Haltung der Österreichischen Amtskirche in allen moralischen und politischen Fragen mit polemischem Zündstoff ist eine Frucht vom Baum des Zweiten Vatikanischen Konzils, wo die Würdenträger beschlossen haben, angesichts des französischen Liberalismus und Egalitarismus kleinbeizugeben. In diesem beschämenden Dialog mit unseren Erzfeinden fürchten die Defaitisten wahrscheinlich den Entzug von Subventionen im Denkmalschutz, im Schul- und Spitalswesen, den Verfall von historisch verbrieften Rechten im Konkordatsbereich, etc. Die werden aber so und so verfallen, je mehr wir weiterhin nur Blöße und Schwäche zeigen. Aber was nützen uns die katholischen Schulen, wenn die Schüler von Feiglingen erzogen werden? Es gibt eine Grenze, wo der Aggiornamento bereits Verrat heißt.

    Heute wird sogar Rede- und Predigtverbot einem aufrechten, alten Landpfarrer vom eigenen Bischof auferlegt – und der junge Schwechater Dechant (übrigens ein Wortführer der Ungehorsamen) kann ungehindert und ungeniert seine Irrlehren über die sogenannte „sexuelle Orientierung“ im Fahrwasser der Freudschen Pseudowissenschaft verbreiten. Das sei Kardinal Schönborn ins Tagebuch geschrieben.

    In diesem immer schärfer zugespitzten Kultur- und Prinzipienkampf wäre aber eine mannhafte Gegenrevolution dringender denn je. In der spirituellen Ordnung die Piusbruderschaft, und auf der armseligen politischen Bühne die „Alternative für Deutschland“: Thomas Bachheimer, Wilhelm Hankel und last not least der gute, alte Steirer Stronach sind meine letzten Hoffnungen. Kann mir jemand sagen: Wer sonst?

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      12. April 2013 11:00

      Lieber Dr. Bárdossy,
      ich danke für Ihre sehr gute Analyse, der ich - mit Ausnahme Ihrer Hoffnung auf Herrn Stronch - zustimme.

      In diesen Vorgängen zeigt sich zweifellos eine gewaltige Apostasie unter den geweihten Amtsträgern.

      MfG, WS

  8. Roms (kein Partner)
    11. April 2013 15:07

    Dem Aufruf zur "innerkirchliche Partizipation durch die Gegner des Zeitgeistes" bin ich schon um einige Wochen zuvorgekommen, indem ich diesen Herrschaften meinen persönlichen Geldhahn auf null gestellt habe.
    Diese Entscheidung ist mir zugegebenerweise nicht ganz leicht gefallen, aber jetzt bin ich mit mir im Reinen!
    Den Votivkirchenrüpeln und ihren Caritas-Komplizen, sowie Allen, die ihnen nachfolgen werden, wird (direkt oder indirekt) nicht der Bruchteil eines Cents freiwillig von mir überlassen.

  9. F.V. (kein Partner)
    10. April 2013 12:31

    Könnte jemand - vielleicht Dr. Unterberger - den Inhalt des ganzen Diskussionsstrangs dem Kardinal Schönborn und dem Bischof Kapellari zusenden?

    Wer weiß, was denen ihre Hofschranzen über die Ansichten "draußen" so alles erzählen.

    • Dr. Endre Attila Bárdossy (kein Partner)
      11. April 2013 15:39

      Ich schließe mich diesem Vorschlag an!
      Mit freundlichem Gruß!

    • Dr. Endre Attila Bárdossy
      11. April 2013 15:42

      Kleiner Tippfehler von mir: ich bin partner.

    • Alwis (kein Partner)
      16. April 2013 22:31

      Man kann es versuchen, aber wahrscheinlich werden der Bischof bzw. der Kardinal die Post nicht selber öffnen und lesen. Bischöfe sind hinsichtlich Information abhängiger von ihrer Umgebung als man glauben möchte.

  10. Eso-Policier (kein Partner)
    09. April 2013 22:19

    Homos sollen nicht diskriminiert werden. Aber Homosexualität muss allmählich zurückgedrängt werden. Der Islam muss aus Europa verschwinden. Zudem ist es sinnvoll, den christlichen Glauben durch eine alternative Religiosität zu ersetzen. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  11. Luther (kein Partner)
    09. April 2013 19:56

    Die Bischöfe um Kardinal Schönporn stehen für eine geharnischte Abfertigung der Rest-Gläubigen, welche sie am liebsten mit ihren Bischofsstäben erschlagen wollen.

  12. F.V. (kein Partner)
    09. April 2013 13:39

    Programmierte Konflikte [1] – oder wie sich die Ansichten ändern.

    Zur Person: Bischof Egon KAPELLARI, geboren am 12. Jänner 1936 in Leoben/Steiermark. Studium der Rechtswissenschaften, anschließend Theologiestudium.1961 Priesterweihe in Graz, 1962 bis 1964 Kaplan in der Grazer Pfarre Kalvarienberg.7. Dezember 1981 Ernennung zum Bischof der Diözese Gurk.3. Jänner 1982 Übernahme der Leitung der Diözese, 24. Jänner 1982 Bischofsweihe im Dom zu Klagenfurt. Seit 1997 Mitglied der Kommission der Bischofs-konferenz in der EU. Seit 2001 Referent für Medienfragen in der Österreichischen Bischofs-konferenz. Seit 14. März 2001 Bischof von Graz-Seckau. Am 4. Apri1 200.1 zum stellvertre-tenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz gewählt.

    "Ich sehe da manchmal im Westen doch Leute, die nicht im Stande oder gewillt sind, die Komplexität des Problems zu erkennen."
    Die zweite große Religion neben den Christen sind die Muslime. Bischof Kurt KRENN meint, man müsse sich gegen sie klar abgrenzen. Der Islam ist gegen manche Erwartungen wiedererwacht und er ist sehr plural. Das Problem für Europa ist folgendes. Wenn eine gro-ße Zahl von Muslimen bei aller gegebenen Pluralität des Weltislams in einem westlichen Land ohne lange Vorbereitung etabliert wird, dann gibt es die Gefahr einer Destabilisierung dieses Landes. Das hat nichts mit Minderachtung einer Weltreligion zu tun. sondern ist eine Konsequenz politischer, historischer, kultureller und religionsvergleichender Betrachtung. Natürlich müssen wir versuchen als Christen mit allen Menschen gut auszukommen. Wir werden aber nicht aufhören können. Muslime daran zu erinnern, daß es in fast allen musli-mischen Länder keine Reziprozität zu Gunsten der Christen gibt, daß Christen also nicht voll respektiert werden. Wir sind im religiösen Gespräch auf die Standards des II. Vatikanischen Konzils und des Papstes verpflichtet.
    Naivität in der Einschätzung des Islams sollte es aber nicht geben. Ich sehe da manchmal im Westen doch Leute, die sehr intelligent, aber nicht im Stande oder gewillt sind, die Kom-plexität des Problems zu erkennen Sie reduzieren das Problem auf zwei, drei Faktoren, die es auch gibt. aber sie verkennen ganz, daß ein starker Islam, wenn er nicht durch das Feuer der Aufklärung auch nur ansatzweise hindurchgegangen ist, in westlichen Ländern zu pro-grammierten Konflikten führt. Von daher glaube ich, ist es legitim, daß sich Leute in Deutschland, Frankreich oder Österreich wünschen, es möge das, was man christlich gepräg-te Leitkultur nennt, nicht verschwindet oder in einen Winkel gedrängt wird. Das hat über-haupt nichts mit Intoleranz zu tun. sondern mit Optionen für oder gegen Aufklärung.
    Sind Ihrer Meinung nach christlich geprägte Gesellschalten höherwertig als muslimisch geprägte?
    Wir dürfen nicht glauben, daß wir als eine Gruppe konkreter Christen generell großartiger oder gar heiliger sind als eine Gruppe aus anderen Religionen. Das befreit uns aber nicht von der Frage, ob das Christentum selber, ob Christus selber eine austauschbare Offenbarung Gottes ist, austauschbar gegen Buddha oder Mohammed. Das müssen wir verneinen. Wir können schlechte Christen sein und sind es auch oft. Muslime können edle Muslimen sein und sind es auch oft. Aber als Christen müssen wir sagen, was Hölderlin gesagt hat: „Chris-tus aber ist das Ende". Er meint hier nicht ein zeitliches Ende, sondern die höchste Qualität von Göttlichkeit.
    Ein starker Islam führt, wenn er nicht durch das Feuer der Aufklärung auch nur ansatz-weise hindurchgegangen ist, in westlichen Ländern zu programmierten Konflikten.

    [1] Sonntags Rundschau 21. Dez. 2003, S. 3, Der Grazer Diözesanbischof Egon KAPELLARI warnt vor zu vielen Muslimen und damit verbundener Destabilisierung.

  13. F. König (kein Partner)
    08. April 2013 15:35

    Wenn man sich ansieht, wie unsere menschenverachtenden Bischöfe mit katholischen Priestern umspringen (wie etwa mit Pfarrer Wagner), kommt einem das Kotzen!

    • Sabine (kein Partner)
      08. April 2013 22:45

      In der Kirche in Österreich herrscht eine Progromstimmung gegen alles, was in der Kirche einmal selbstverständlich war. Diese Progromstimmung gegen alles, was in der Kirche einmal selbstverständlich war, wird von den Bischöfen geschürt. Normal Katholisches macht unsere Bischöfe nur aggressiv und zornig.

  14. Beatrix (kein Partner)
    08. April 2013 15:13

    Unsere ekelhaften Bischöfe biedern sich einem Zeitgeist an, der gerade dabei ist, ganz Europa den Bach hinuntergehen zu lassen.

    • Alwis (kein Partner)
      16. April 2013 22:37

      Gerechterweise muß man aber auch bemerken:
      Die Bischöfe können es nicht richtig machen.
      Ein Bischof Krenn, ein Bischof Eder z.B., die haben sich dem Zeitgeist nicht angebiedert, aber wie wurden sie bekämpft, wenn auch von vielen anderen bewundert.
      Wie heftig wurde Pfarrer Dr. Gerhard Maria Wagner bekämpft, als er Weihbischof in der Diözese Linz werden sollte - bekämpft vor allem von seinen Mitbrüdern im Amt.
      Und wie schwer hat es ein Bischof Schwarz in Linz, der die gesunde katholische Lehre vertritt.
      Ich habe allerdings derzeit auch den Eindruck, daß die Bischöfe mehrheitlich eher ängstlich sind und vor allem bei den Linken nicht anecken wollen. Da gab es wohl in der NS-Zeit noch mehr tapfere Bischöfe als heute. Ist der linke Meinungsterror mehr zu fürchten?

  15. Homo Faber (kein Partner)
    08. April 2013 15:08

    Die österreichische Kirchensteuerkirche ist eine Kirche für angepasste Mitläufer -

    das genaue Gegenteil von Christus.

    Sieht man sich die Mehrzahl unserer "Hirten" an, dann muss Jesus Christus wohl ein geldgieriger und speichelleckerischer Kirchenbeitragseintreiber gewesen sein. Unsere Opportunisten-Bischöfe haben mehr Laute aus den Kirchen hinausgetrieben als es dem NS-Kirchenkampf von Joseph Goebbels gegönnt war.

    • Homo Faber (kein Partner)
      09. April 2013 20:17

      Das einzige Erfolgsmodell der Kirche in Österreich ist die Stiftsbrauerei Schlägl.

  16. F.V. (kein Partner)
    08. April 2013 13:00

    Die Furche, 21. Okt. 1999, S. 6

    Über die Europasynode in Rom

    Am 21. Okt. 1999 berichtet die katholische Wochenzeitung "Die Furche" (S.6) von der Europasynode in Rom. Unter dem Titel Ökumene, Islam ist u. a. zu lesen: "Aufsehen erregte die Äußerung des Bischofs von Izmir, des Minoritenpaters Guiseppe Germano Bernardini. Ein `einflußreicher Vertreter der Muslime´ habe sich während eines Dialogtreffens an die christlichen Teilnehmer (gewandt) und laut Bernardini gesagt: `Dank eurer demokratischen Gesetze werden wir euch überwältigen, dank eurer religiösen Gesetze werden wir euch beherrschen´.

    Bernardini berichtet noch zwei weitere Beispiele und warnte vor Naivität im Umgang mit den Vertretern des Islam. Schon bald sollte ein Symposion betroffener Bischöfe einberufen werden, um gemeinsame Prinzipien im Umgang mit den in Europa lebenden Muslimen zu finden, regte der Bischof an den Papst gewandt an. -

    Begegnungen, informell - Ähnlich wenn auch weniger scharf, äußerten sich andere Bischöfe. Karl Lehmann erzählte am Rande der Synode von den Schwierigkeiten mit fundamentalistischen Muslimen in seiner Diözese. Mit den religiösen Führern der Türken, die die fünf Moscheen in Mainz dominierten, sei ein Dialog kaum möglich, meinte der Bischof. Bischof Kapellari erinnerte daran, `daß es in islamischen Ländern kaum Toleranz für dort lebende Christen gibt.´ ..."

  17. Der Realist (kein Partner)
    08. April 2013 11:45

    Seit Jahren bemüht sich die Führungsgarnitur der Kuttenbrunzer um Applaus von der Linken und von denen, die mit der Kirche am wenigsten am Hut haben. Herr Kapellari, der ja stets in voller Montur auftritt, reagiert sehr rasch verschnupft, wenn auch nur leise Kritik in Richtung Mohammendaner gibt, werden Christen irgendwo in der Welt von echten "Gläubigen" abgeschlachtet, herrscht betretenes Schweigen. Dass sich die Kirche in der öffentlichen Diskussion mit Homosexualität schwer tut, ist aufgrund der innerkirchlichen Vorkomnisse irgendwie nachvollziehbar, unverständlich ist allerdings die Sanktionierung von Bischöfen und Priestern die die christliche Lehre leben und auch den Gläubigen Vorbild sind. Dass sich jene, die das ganze Jahr keine Kirche von innen sehen, um diese Sorge machen und Reformschritte einfordern, ist schon bemerkenswert.
    Die meisten der Kirchenaustritte haben ja nicht ihre Ursachen in den sogenannten Skandalen, diese dienen vordergründig nur als Ausrede. Die Kirche muss sich klarerweise auch behutsamen Reformen öffnen, in erster Linie muss sie aber den Glauben auch glaubhaft vermitteln können. Mit Wegfall des gesellschaftlichen Zwanges fällt vielen ein Verlassen der Kirche immer leichter.
    Mich würden Reaktionen Vertreter anderer Religionen, würden katholische "Würdenträger" von denen vehement Reformen und Öffnung verlangen.

  18. Geheimrat
    08. April 2013 10:48

    Die Kriecherei der Kirchenfürsten ist einfach unerträglich.

    Der Herr Bischof sollte einmal auch darüber nachdenken:

    Ägypten: Schwere Krawalle bei Christen-Begräbnis.
    Ein Mob griff Christen an, die während einer Trauerfeier für vier ermordete Kopten Parolen gegen Mursi skandierten. Es gibt mindestens ein Todesopfer.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1385779/Aegypten_Schwere-Krawalle-bei-ChristenBegraebnis-?_vl_backlink=/home/index.do

    Die Kopten waren einmal die Mehrheit in Ägypten.........

    • Alwis (kein Partner)
      16. April 2013 22:43

      Und in der Türkei:
      Kleinasien war einst ein christliches Land – bis die muslimischen Osmanen kamen.
      Noch 1900 machten die Christen mehr als 20% der Bevölkerung der Türkei aus.
      Heute dagegen gibt es nur mehr unter 0,2% Christen in der Türkei – und die leben unterdrückt.
      Siehe auch hier:
      http://schreibfreiheit.eu/2011/01/09/kopten-in-agypten-christen-in-europa/

      Und wie wird es in Europa in 100 Jahren aussehen, wenn wir so weitermachen?

  19. Wolfram Schrems (kein Partner)
    08. April 2013 10:42

    Daß einer Pfarre mit dem "Interdikt" gedroht wird, ist meinem Kenntnisstand nach ein geradezu historisches Ereignis.

    Es wäre ein interessantes Forschungsthema, wann zuletzt eine Pfarrgemeinde auf dem Gebiet des heutigen Österreich interdiziert wurde. Im 16. Jahrhundert in den Wirren der "Reformation"? Im Josephinismus? Keine Ahnung.

    Alleine, daß der Generalvikar diese Drohung ausspricht, ist unglaublich und für den Zustand der österreichischen Kirche charakteristisch: Die Ungehorsamsinitiative kann schalten und walten, und bei einer Landpfarre wird mit Kanonen bzw. canones auf Spatzen geschossen.

    • Johann Scheiber
      09. April 2013 08:49

      Genau dasselbe habe ich mir auch gedacht. Aber so sind sie eben, die Modernisten mit ihren Janusgesichtern, liberal bis zum Erbrechen, aber wenn es für sie unangenehm wird, packen sie die Instrumente aus dem Mittelalter aus, wenn es noch ginge, wahrscheinlich auch die peinliche Folter.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      09. April 2013 11:30

      @Johann Scheiber

      "Zum Erbrechen" ist - leider - sehr passend formuliert.

      Das ist das Paradox der "geschwisterlichen Liebeskirche" des "wandernden Gottesvolkes" im Gefolge des glorreichen "Aufbruchs des II. Vatikanischen Konzils", daß praktisch keine Regeln mehr gelten und die nackte Willkür regiert.
      Die brutale Macht hat in der Kirche die Herrschaft der Wahrheit ersetzt, hat die Piusbruderschaft schon vor langer Zeit konstatiert. Da hat sie durchaus Recht behalten.

      Ich muß Sie also warnen: Wer den "Geschwisterlichen" in die Hände fällt, hat nichts mehr zu lachen.

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      11. April 2013 16:16

      Das - im Grunde frühmittelalterliche - "Interdikt" kann in der heutigen Zeit gemäß dem Codex iuris canonici von 1983 unter anderem gegen Leute angewandt werden, die kirchenfeindliche Vereinigungen unterstützen. Nun ja, da fiele mir von Bischof Kapellari über die gesamten Kirchenvolksbegehrer bis hin zum Herrn Generalvikar eine Menge Leute ein.

  20. Nona (kein Partner)
    08. April 2013 09:58

    Der liebe Pfarrer hat sich äußerst abfällig über Homosexuelle geäußert, selbst die nicht gerade schwulenfreundliche Kirche steht nicht für die Beschimpfung von Homosexuellen. Jetzt musste er gehen, er hat mehrfach gegen die Regeln seiner Institution (die übrigens nicht demokratisch ist) verstoßen. Kein Grund hier weinerlich zu werden. Aber eh klar, die bösen Linkslinken haben den armen Mann abgesetzt...eh klar, wie immer.

    Nona
    ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für antrosophische Ökonometrik und Engelsheilkunde, Multinometrieexperte sowie Fachbeirat für Außerirdischenfragen bei der Tanzgruppe Freudenreigen.

    • DieWahrheit
      08. April 2013 18:57

      Warum diese pappige Pseudokritik von linken Feindbeobachtern nicht unter de Klarnamen durchgeführt? Feigling!

    • Clemens Taferner (kein Partner)
      11. April 2013 16:17

      Wo hat er denn gegen die Regeln der Kirche verstoßen?

  21. Francois Villon (kein Partner)
    08. April 2013 08:50

    Kapellari und die "moralische Gewißheit" - eine Anmekrung aus dem Jahre 1998

    Was ist "moralische Gewißheit?" kirchemoral_ge.doc 2. 3. 1998

    Wie zu erwarten sind die Großinquisitoren mit einem Schuldbekenntnis der vier oder inzwischen fünf Bischöfe über die Schuld eines anderen nicht zufrieden.

    Die hämische Frage, was moralische Gewißheit eigentlich sei, ist dabei nur der Anfang. Der Artikel Friedrich Grubers in den OÖN vom 2. März stellt konsequenterweise die Frage, wo denn die "moralische Gewißheit" all die Zeit gewesen sei, und bringt ihren Ausbruch gerade jetzt mit der Einhebung der Kirchenbeitragsvorschreibungen in Zusammenhang, mit denen "die Finanzkammern um diese Zeit schockieren". Dabei muß man den Überlegungen Grubers die nüchterne Distanziertheit und innere Folgerichtigkeit durchaus zuerkennen, nämlich daß es moralische Gewißheit durchaus gäbe: wenn es als "aus von moralischen Grundsätzen abgeleiteten Überzeugungen, praktisch richtig zu handeln" - also die vom Gewissen geforderte Anleitung für persönliche - christliche - Lebensführung - verstanden wird. Und er macht den fundamentalen Unterschied dieser Gewißheit zu einer auf dieser "Grundlage" ausgesproch-enen Verurteilung klar.

    Wie es weitergeht, zeigt der Kommentar Gerhard Marschalls "Nach Beichte jetzt Buße". Wenn ein Jakobiner aus dem Stall eines rosaroten Blattes moralisch wird, ist das nicht unähnlich der Predigt über die Enthaltsamkeit durch Säufer oder über die Keuschheit durch Huren. Es ist die Moral, die natürlich auch Blut verlangt. Kardinal Groer ist - wie immer klar war - und von diesem Moralisten nun bestätigt wird: ein "Randproblem". Es geht um die "Buße" und die "Demut" - der Kirche, d. h. um die Rache und die Unterwerfung, wie es im Ritual der jakobinischen Feinde eben üblich ist. Das "Problem" ist nämlich keineswegs aus der Welt geschafft, sagt einer der Großinquisitoren. In der Tat: die Strategie verlangt nach dem Sieg in einer Schlacht diesen zu nutzen, - nachzusetzen, um den Krieg zu gewinnen! Also wird die Hetze nun weitergehen, legitimiert mit dem "Eingeständnis" der Schuld und einer "moralischen Gewißheit", der man überdies die mangelnde positivistisch-rechtsstaatliche Legalität sofort abgesprochen hat!

    Auch die Exponenten von "Wir-sind-Kirche" nutzten die Gunst des Augenblicks zur Frontbegradigung: Plankensteiner kann "legitimiert" durch die (versuchte) Isolierung der wenig klugen und noch weniger solidarischen Amtsbrüder Bischof Krenns die Attacken verschärfen - unter dem Beifall der aufgeputschten Horde. Selbst ein atheistischer Parlamentspräsident kann sich, mit kirchlichen und religiösen Kategorien vertraut, als Hüter des Glaubens und der rechten christlichen Gesinnung darstellen. Als er dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Bischof Weber zum mutigen und klugen Entschluß gratulierte, machte Fischer fast einen Fehler. Mancher könnte sich, ob dies Beifalls aus dieser Ecke, fragen, ob es am Ende den atheistischen, jakobinischen Todfeinden und nicht der Kirche genützt haben mag, ja ob es nicht ohnedies nichts anderes war, als Strategie zur Unterminierung der Kirche!

    Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

  22. Infophil
    07. April 2013 20:09

    Warum Bischof Kapellari wohl so reagiert - liegt auf der Hand!

  23. fokus
    07. April 2013 19:15

    Auch ein Pfarrer muß in einer funktionierenden Demokratie das Recht auf Meinungsfreiheit haben. Es sollte daher nicht darauf ankommen, OB er seiner Meinung Ausdruck verleiht, sondern WIE. Am Ton, der bekanntlich die Musik macht, könnte der "Diener Gottes" allerdings noch feilen!

  24. mitzi
    07. April 2013 18:01

    Ein Pfarrer kann polarisieren, Gott sei Dank, aber in Zeiten, wo wir immer weniger Pfarrer haben, warum kann die Pfarrobrigkeit dieses Problemchen nicht mit mehr Einfühlung und Klugheit - etwas Patientia - bereinigen.

  25. Collector
    07. April 2013 11:39

    1. Homosexualität: Im Katechismus der Katholischen Kirche, n. 2357, wird die Homosexualität als "schlimme Abirrung" bezeichnet. Homosexualität verstößt gegen "das natürliche Gesetz".Praktizierte Homosexualität ist Sünde, Sünde erfordert Umkehr und hinfort Unterlassung. Praktizierte Homosexualität ist "in keinem Fall zu billigen" (ebenda). Wie die Kirche, eine societas perfecta, weder homosexuell veranlagte Priester noch homosexuelle Praktiken in ihrem Bereich duldet, so ist es auch das Recht, ja die Pflicht jeder "gesunden" societas (Gemeinschaft, Gesellschaft, Staat), schwere "ordnungswidrige Handlungen zu brandmarken", welche der Zielsetzung widersprechen, die Gott mit dem Geschlechtsakt verbunden hat (vgl. KKK, n. 2352). Denn jede "societas" der natürlichen Ordnung - und eben auch der Staat - ist "ein Abbild der Dreifaltigkeit" (Pius XII). Das ist auch die ganz eindeutige Haltung des neuen Heiligen Vaters, Papst Franz: Homosexualität und die Gleichstellung von Homo-Partnerschaften mit der Ehe sind "ein destruktiver Vorwand zu Bekämpfung der göttlichen Schöpfung, eine Machination des Vaters der Lügen zur Verwirrung und Täuschung der Kinder Gottes." Der Staat, der solches zuläßt und auch noch fördert, verstößt gegen das Naturrecht, an das er gebunden ist. Er macht mit dem Vater der Lüge gemeinsame Sache und verliert seine Legitimität vor Gott (Johannes XXIII.). Schlimmeres als in einem Staat zu leben, der seine Legitimität verloren hat, kann einem Bürger nicht passieren, denn was ihm droht, ist Rechtlosigkeit, und am Ende gar KZ, Gulag, Genickschuß und Gaskammer. Denn ein Staat ohne Legitimität wird notwendig immer totalitärer und beruht zuletzt nur noch auf Gewalt und Terror.

    Wie ich dem Bericht von Christian Zeitz entnehme, ist Pfarrer Tropper seiner geistlichen Pflicht zur "Brandmarkung" praktizierter Homosexualität in der ihm eigenen kräftigen Sprache in seiner Gemeinde nachgekommen.

    2. Islam: Religionsfreiheit, Menschenwürde, Geschlechterverhältnis, Gleichheitsgrundsatz, Familienrecht, Eigentumsordnung, Toleranzgebot, ja überhaupt alle Menschenrechte stellt der Islam unter Koran- und Schariavorbehalt, wodurch der Inhalt dieser Rechte und Verhältnisse mit den Wertvorstellungen unserer christlich geprägten Zivilisation in einem schroffen, unüberbrückbaren Gegensatz steht. Papst Benedikt XVI. hat in seiner berühmten Regensburger Rede (12.09.06) zum Islam in eindeutiger und unmißverständlicher Weise Stellung genommen. Der Islam sei keine "wahre" Religion und mit dem Christentum absolut unvereinbar. Ich nehme an, auch hierauf hat Hw. Mag. Tropper in deutlicher und Christenpflicht entsprechender Weise hingewiesen.

    Die Maßregelung von Hw. Mag. Tropper durch Se. Exzellenz, den ob seiner profunden Bildung und Kultur besonders hoch zu schätzenden Bischof Dr. Egon Kapellari, und seinen Generalvikar, Prälat Mag. Dr. Heinrich Schnuderl, ist mir absolut unverständlich. Nichts nämlich ist heute notwendiger als Priester, die als "Soldaten Christi" an vorderster Front den Glauben verkünden und mannhaft für ihn eintreten. Sie mit Predigtverbot gerade in der Passionszeit zu belegen und sie so von ihrer Gemeinde zu trennen, gehört das nicht zu den Sünden wider den Heiligen Geist, die nicht vergeben werden?

    • Alex
      07. April 2013 14:30

      ***

      es ist ganz sicher eine Sünde wider den heiligen Geist, wenn man es Priestern verbieten Sünden anzuklagen und vor einem Irrglauben zu warnen. Es ist eigentlich unfassbar in welcher Zeit wir leben und was man von manchem kirchlichen Würdenträger hört!

  26. brechstange
    07. April 2013 11:37

    In St. Veit am Vogau gibt es sehr wohl unterschiedliche, sehr kontroverse Meinungen zu Pfarrer Tropper. Immerhin lässt er sich auch hinreißen, dass er eine Taufe ablehnt, wenn ihm der ausgewählte Name für das Kind nicht passt und da geht es nicht um Namen wie Kevin oder Pumuckl. Außerdem weichen viele in andere Pfarren aus, die das Geschwurbel und die pauschalen Verurteilungen von Menschen von der Kanzel runter nicht ausgewogen finden.

    So hat der Pfarrer durchaus ernstzunehmende Schwächen, die sich mit zunehmendem Alter eben verschärften. Er mag in vielen Dingen recht haben, doch als öffentliche Person sollte er die Wirkung seiner Worte bedenken. Nachdem er das nicht tut, soll man auch nicht den Stab über die Vorgesetzten brechen.

    • Beatrix (kein Partner)
      13. April 2013 03:25

      Denkfehler von brechstange:

      "...das Geschwurbel und die pauschalen Verurteilungen von Menschen von der Kanzel runter..."

      verurteilt werden nur die Menschen (Priester) auf der Kanzel!

    • brechstange
      13. April 2013 12:08

      Wenn man von der Kanzel spricht, hat man Verantwortung. Dieser Verantwortung war sich der Herr Pfarrer nicht immer bewusst. Das ist ein Fakt.
      Doch ich gebe Ihnen recht, dass oft auch eine einseitige Menschenhatz betrieben wird, was gegen jedes Menschenrecht ist. Doch sollte man sich als öffentliche Person nicht dazu verführen lassen, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.

  27. simplicissimus
    07. April 2013 08:46

    Als am Thema interessierter Atheist kann ich da nur fragen: Besteht Hoffnung durch den neuen jesuitischen Papst?

    • raeter
      07. April 2013 09:48

      Die gleiche Frage bewegt mich!

    • ambrosius
      07. April 2013 16:02

      Auf Grund der Lektüre der "einfachereren" Bücher von Dr. Ratzinger ( mit Theologie will ich nach einigen Versuchen nämlich nur noch recht wenig zu tun haben), wenn man nach diesen Büchern geht, so habe ich von Ratzinger bei Amtsantritt schon Wunder an vernünftigen Reformen des Denkens erwartet. Wenn er denn hätte tun können dürfen.....
      Die gleiche Frage stellt sich natürlich auch bei Franz I. Bis jetzt hat er sich auf Populismus in Reinkultur gestützt.
      Andererseits: niemand verlangt ja auch von ihm, daß er nach der Pfeife von Kirchengegnernoder Feinden der Botschaft des Jesus von Nazareth tanzen soll.

      Die Quadratur des Kreises wird sein: all das bronzezeitliche Beduinendenken zu entsorgen sowie all den theologischen Schrott zu entsorgen, der sich da in den Jahrtausenden angesammelt hat und dennoch die Botschaft des Jesus von Nazareth zu bewahren, vielleicht sogar noch deutlicher unter die Leute zu bringen, als das bisher geglückt ist.

    • Zraxl (kein Partner)
      08. April 2013 14:47

      Für Österreich und Deutschland besteht wenig Hoffnung auf Änderung. Der Papst hat bei realistischer Betrachtung keine Chance das zu ändern. Der größte Teil des Episkopats hierzulande ist moralisch verrottet, die zweite Reihe ist voll von machtgeilen Karrieristen. Der Nuntius belehrt die Menschen mittels Internet, in welch prachtvollem Palais er residiert und mit welchen hochtrabenden Titeln er anzusprechen ist. Im niederen Klerus herrschen Anarchie in der Lehre und Unzucht in der Lebensführung. Worauf soll man hoffen?

      Doch der Papst verweist schon durch seine Namenswahl auf ein sehr tief liegendes Prinzip der Katholischen Kirche: Gerade in schwierigen Zeiten ist eine Wende von unten möglich. Anders als zu Zeiten des Heiligen Franziskus, kann heute jedermann lesen und schreiben und im Internet recherchieren, und sich somit selbst einen zuverlässigen Eindruck über die authentische Lehre des Jesus verschaffen.

    • cmh (kein Partner)
      08. April 2013 15:51

      "all das bronzezeitliche Beduinendenken zu entsorgen"

      Immerhin haben es die bronzezeitlichen Beduinen geschafft (zumindest teilweise) Nachkommen in der Jetztzeit zu haben.

      Bei aller Wertschätzung:

      Es ist ja nicht so, dass die christliche LEhre ein Problem hätte, es ist vielmehr so, dass wir mit uns ein Problem haben. Die christliche Lehre stört uns doch nicht an sich, sondern nur uns beim Herumpfuschen mit unseren Wasch-mir-den-Pelz-aber mach-mich-nicht-nass-Visionen.

      Zu meinen, dass sich die christliche LEhre für unsere Tage zu bessern hätte, ja dass wir selber in der Lage wären, diese zu verbessern ist schon etwas verwegen.

      Es ist da sicher so wie bei den heutzutage so im Schwange befindlichen Schönheitschirurgen. (zum Beleg diene eine beliebige Dokusoap). Das wollen doch tatsächlich diese Kotzbrocken von "Ärzten" "Damen" "schöner" machen, als die eh schon nicht sind. Unglaublich - und aus dem gleichen MAchbarkeitsfimmel gepaart mit Schönheitsidolatrie wollen wir - was eigentlich ? - verbessern?

      Christus wird weder für simplicissimus noch für sonstwen vom Kreuz steigen noch wird sich die christliche LEhre nach der hiesigen Mehrheitsmeinung richten. Warum interessiert Sie das eigentlich als Atheisten?

    • ambrosius
      08. April 2013 19:05

      @cmh
      Ich glaube nicht, daß es sehr sinnvoll ist, jede auch nur andeutungsweise kirchenkritische Bemerkung zu einem Rundumverteidigungsreflex zu benützen.

      Ich meine auch, daß man einmal darüber nachdenken sollte, was das Wort "Lehre"
      im Zusammenhang mit der Sche nach Gott bedeuted, einer Suche, die man nur höchstpersönlich durchmachen kann und bei der jedwede " Lehren" bestensfalls ein Krückstock sein können, wenn sie nicht überhaupt ein Fallstrick sind.

      Gerade als Sucher von Christus/Gott halte ich, mit gutem und auch wissenschaftlichem Grund, meine Aussage über das bronzezeitliche Beduinendenken und den Schrott von 2000 Jahren vollinhaltlich aufrecht.

    • cmh (kein Partner)
      09. April 2013 10:42

      Principiis obsta (sero medicina paratur) (Ovid in den remedia amoris)

      Selbstverständlich dürfen Sie Ihre bronzezeitlichen Beduinen, die Sie offensichtlich nicht sehr schätzen, gerne behalten. Die meinen dürften jedoch von besserer Qualität sei und daher behalte ich sie lieber.

      Das vergelten mir meine dankbaren Beduinen der Bronzezeit damit, dass sie mich darauf hinweisen, dass bereits sie sich mit ähnlichen Vorwürfen beschäftigen mussten.

      Nichts neues unter der Sonne also.

      (1) Da wäre zunächst der Vorwurf, die Lehre wäre veraltet, jetzt mache man das anders. Im formalen ist dieses Argument ja immer einleuchtend, aber kann es auch die Konfrontation mit der Realität aushalten. Wie will man wissen, ob etwas Neues tatsächlich besser ist, als das Alte bevor man es ausgiebig getestet hat? Die Versuche der Vergangenheit haben sich je bekanntlich nie als stabil erwiesen. Der Hochstimmung des Alkohols ist immer noch der Kater am Tag danach gefolgt.

      (2) Dann die Behauptung, die Suche nach Gott wäre nur als höchstpersönliche denkbar. Wollen Sie das Christentum zur Virtuosenreligion verkommen lassen, die Erlösung in welcher Form auch immer nur denen erteilen möchte, die zufälligerweise das Richtige getroffen haben. Die eigenverantortliche Suche nach Gott ist doch - soweit mir bekannt ist - eher ein dorniger Weg, den auch allerbesten Willen vorausgesetzt nicht jeder zu beschreiten in der Lage ist. Für die anderen bleibt dann die höchstpersönliche Heterodoxie mit einem Bisschen von hier und einem Bisschen von dort. Höchstpersönlich unüberprüfbar halt alles.

      Tatsächlich kann es nicht anders sein (und ist auch bei anderen ernsthaften Religionen nicht der Fall) dass die Suche nach Gott aus eigener Kraft, aber nach einem Vorbild erfolgt.

      Jeder Lehrer wird zunächst einige Regeln aufstellen, die der Schüler nona als Zwang auffassen kann wenn er will. Aber vor dem Verfassen freier Sonette kommt halt die Beherrschung (mit Leichtigkeit) der Rechtschreibregeln. (Sie können zwar auch vielleicht selbsterfundene Regeln anwenden, aber das drückt den Erfolg.)

      Ich sage jetzt einmal, dass alles das, was man der Kirche als "Ausübung von Zwang" ankreidet, eigentlich nur das eigene Nichtbeherrschen der Elementarregeln ist. Wobei ich Ihnen danke, dass Sie mich zur Formulierung dieser Idee gezwungen haben.

      (3) Die römisch-katholische Kirche ist meine Kirche, an der ich einen für mich nicht unwesentlichen Teil darstelle. Wie wollen Sie von mir erwarten, dass ich mit dem Chor der Externen zustimmend einstimme? Meine Missbilligung ist nicht unbeträchtlich, wenn auch nicht an den Stellen, wo der Mainstream hingeht. Und ich äußere diese Missbilligung auch, aber nicht hier. Nicht weil es geheim wäre, sondern weil es nichts bringen würde.

      Ihnen jedoch will ich einen einzelenen meiner Kritikpunkte offenlegen:

      Es handelt sich dabei um die Tatsache, dass ich mich hier mit kirchenkritischen Anwürfen auseinandersetzen muss. Die Theologen von berufswegen sind offensichtlich gerade schähstaad. Dabei hätte jeder Christ die Verpflichtung dazu, über seinen Glauben Rechenschaft abzulegen. Immer und überall und vor allem als Theologe.

      Nehmen Sie bitte daher meinen Beitrag als Scherflein der Wittwe.

      (4) Wenn Sie nicht stehenbleiben ist Ihr Nick vielleicht nicht ganz ohne Hintergrund gewählt.

    • ambrosius
      09. April 2013 17:43

      @cmh
      Zunächst Dank und Anerkennung dafür, daß Sie sich so viel Zeit und Mühe genommen haben, mir zu antworten.

      ad Lehre: wenn ich nichts überlesen habe, dann war es erst Lucas, der schon in seiner Einleitungsepistel erstemal von einer Lehre gesprochen hat, inder sein Schüler mit der Schrift unterwiesen werden sollte.
      Vorher hat man sich offenbar bloß auf das Wirken Jesu und die dabei von ihm ausgesprochenen Ratschläge, oder wie soll man das bezeichnen, beschränkt.
      Je weiter man in Chanon- und auch in späteren Schriften- zeitlich von Jesus wegrückt, umsomehr ist das Bestreben zu erkennen, ein Lehrgebäude, wie es einer Kirche zukommt, mit Regeln und Sanktionen aufzubauen und umso mehr tritt die Aufforderung, Jesus zu erkennen, zu verstehen und ihm nachzufolgen in den Hintergrund.

      ad: eigener Weg: Vorneweg: das Totschlagargument der Beliebigkeit gilt nicht. Wer seine Moral nach Beliebigkeit ausrichtet ist nicht auf dem Weg zu Gott.
      Ohne Ethik und ohne die Bereitschaft, ethischen Postulaten auch dann zu folgen, wenn es unbequem ist gibt es auch keinen Weg zu Gott.
      Sonst aber gibt es eine fast unbegrenzte Anzahl von Wegen, in der r.k.Kirche und auch außerhalb, wie auch Dr. Ratzinger eingesteht. Solche Wege kann ich mit kirchlicher Lehre und auch ohne beschreiten(Oben habe ich wohl von einem Krückstock gesprochen. Die Gefahr " sich zu verrennen" ist, wie die Geschichte hinlänglich zeigt in jedem Fall riesengroß.

      ad: Kritik an der r.k.Kirche von außen: Die r.k.Kirche hat über Jahrhunderte hinweg eine sehr weltliche, diesseitige und das Volk mit allen Mitteln disziplinierende Rolle gespielt. Schon die Taufe als Baby und die gleich darauf einsetzende Erziehung ist in ihrem Einfluß auf die Menschen nicht gering zu schätzen. Die Kirche übt eine gewaltig stärkere Bindung auf seine Menschen aus, wie ein Kegelcub, den man einfach verlassen kann. Daher muß sich die Kirche auch Agitation und Kritik von Leuten gefallen lassen, die eigentlich ihre Existenz selbst als Zahlscheinkatholiken bereits aufgegeben haben sollten.

      Außerdem, wer zu seiner religiösen Anschauung steht, der muß sich ja über anders gesinnte Leute nicht aufregen, oder ?

      Wie würde Franz sagen?: buona cena !

    • cmh (kein Partner)
      09. April 2013 20:54

      Da es von Lukas keine Briefe gibt, nehme ich eher einen Paulusbrief an.

      Trotzdem verstehe ich nicht, warum alle immer behaupten, die Kirche hätte sich von den Lehren Jesu fortentwickelt.

      Die Lehre Jesu ist nämlich im Wesentlichen in der Bergpredigt zu sehen. Diese ist eigentlich noch so überliefert, wie sie von Jesus gesprochen wurde. Also ist niemand gehindert, hier nicht nur dem Christus der Kirche, sondern auch dem historischen Jesus zu folgen. Das Argument greift also nicht, wenn man es von dieser Seite her sieht.

      Oder stellen Sie sich unter der Lehre des Jesus von Nazareth etwa einen unveränderlichen Kodex vor, der sich in den letzten 2000 Jahren nicht geändert hat? Dann sind Sie etwas 650 Jahre später genau richtig dran. Herummäkeln über die Lehre der Kirche ist dann aber auch nicht mehr.

      Sollten Sie aber hier immer noch Schwierigkeiten haben, dann empfehle ich Ihnen den Römerbrief, in dem PAulus sagt, das Gesetz wurde den Juden gegeben, weil sie so halsstarrig waren. Eine etwas lockere Auslegung würde hier bedeuten, dass die Weisungen der Kirche befolgt werden sollten, weil sie Erleichterung bringen. Oder sie setzen doch auf die reine Lehre Jesu - aber die ist, obwohl bekannt, schwer zu befolgen.

      Dann das mit der Beliebigkeit:

      Ich würde ja auch gerne annehmen, dass alle in iherer Suche nacht Gott fündig werden, aber das findet aus vielerlei Gründen, die allesamt nicht in der Kirche zu suchen sind nicht statt. Wie oft haben sich die Leute ja auch schon in der Wahl der irdischen und damit sichtbaren Dinge geirrt. Da aber noch keine ausreichende Anzahl von Leuten das Heil in der Beliebigkeit gefunden haben und daher die Welt durch die Beliebigkeit nicht besser geworden ist, tut man gut daran, nicht auf die Beliebigkeit zu setzen.

      Das Argument mit der Neugeborenentaufe ist auch dann falsch, wenn es immer wieder und immer gleich ölig wiederholt wird. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, Kindern die Staatsbürgerschaft erst bei der Volljährigkeit zu geben und davor staatenlos sein zu lassen. Zudem ist die Taufe ein Geschenk und gratis.

      Ihre Funktion im Staat wurde der Kirche im übrigen erst von Konstantin aufgedrängt. Viel öfter hat sie diese Funktion zum ÄRger der Machthaber wahrgenommen als zu deren Stärkung. Gerade die katholische Kirche ist als Weltkirche gerade kein Minsterium irgend eines Staates wie die Protestanten oder ähnliche Religionsgemeinschaften.

      Es sollte daher auch ein Atheist, der einen gewissen Wert auf seine Freiheit legt, Interesse an einer starken Kirche haben. Oder wollen Sie Ihr Gewissen in der Löwelstraße in regelmäßigen Abständen updaten lassen.

      Angesichts der fortgeschrittenen Stunde: buon digestivo!

    • ambrosius
      10. April 2013 08:49

      Grazie tantissime





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