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Zypern: Die Lösung hat sich verschlechtert

Lesezeit: 4:30

Warum nicht gleich, werden sich nun viele fragen. Die positive Nachricht der verhangenen Nacht lautet jedenfalls: Zypern hat nun zum zweiten Mal zugestimmt, dass die Sparer bei zypriotischen Banken genau den schon beim ersten Mal fixierten Anteil der Pleite zahlen müssen. Das ist gut so. Die Zahlerländer sind diesmal endlich hart geblieben. Die Einigung löst aber auch viele negative Konsequenzen aus. Mehr als die erste Variante.

Zuerst das große Fragezeichen des „Vorerst“: Noch ist nichts fix. Es sind noch jede Menge formaler Beschlüsse zu treffen. Und die sind oft nicht nur eine formale Frage, wie man am ersten Njet des zypriotischen Parlaments sehen konnte, das eine turbulente Woche für Europa ausgelöst hat.

Viel deutet darauf hin, dass die Detailregelungen der ersten Runde viel klüger waren. Damals hätten alle Sparer ihren Beitrag leisten müssen, die kleinen wenig, die großen mehr. Aber keiner hätte so viel abliefern müssen, wie er in den letzten Jahren an überhöhten Zinsen kassiert hat. Die lagen ja jahrelang weit über dem Niveau der nunmehrigen Zahlerländer. Lediglich für jene, die erst im letzten Jahr auf ein zypriotische Konto eingezahlt haben, hätte die Regelung eine Härte bedeutet. Das sind aber nicht sehr viele.

Diese sinnvolle Regelung der Vorwoche ist jedenfalls am Populismus der zypriotischen Abgeordneten gescheitert. Dies passierte wahrscheinlich auch deshalb, weil diese in ihrem Schock und ihrer Realitätsferne irgendwie geglaubt haben, die Realität abwählen zu können.

Nun werden die kleinen Profiteure ganz geschont, die großen aber gewaltig beschnitten. Da spielt natürlich auch wahltaktischer Populismus in den Zahlerländern mit, wo die Politik weiter den – absurden! – Eindruck erwecken will, irgendeine Veranlagung, etwa eine solche bis 100.000 Euro, wäre absolut sicher. Was natürlich ein Unsinn ist. Jede Einlage ist nur so sicher wie jene, die dafür haften.

Wobei aber auch bei der Verteilung der Lasten auf die Besitzer größerer Sparbücher nicht wirklich irgendein Gerechtigkeitsgrundsatz erkennbar ist. Warum sollen diese bei der einen Bank ganz umfallen, bei der zweiten kräftig beschnitten werden, während sie bei anderen gut davonkommen? Bisher ist man jedenfalls jede Erklärung schuldig geblieben, wie man diese Differenzierung begründet. Solange diese Erklärung fehlt, müssen wir davon ausgehen, dass wieder einmal nicht der Markt entschieden hat, sondern dass es die über Nacht am grünen Tisch würfelnde politische Willkür war. Das wäre ja freilich nur eine Fortsetzung der letzten drei Jahre.

Um nicht missverstanden zu werden: Selbstverständlich ist es gut und richtig, wenn überschuldete Banken „abgewickelt“ werden, also in Konkurs gehen müssen, und die Gläubiger, also Sparer nur einen Teil ihrer Forderungen bekommen. Das ist wie im normalen Wirtschaftsleben die einzig gerechte Form. Der seit 2010 eingeschlagene Weg, statt der Gläubiger irgendwelche Dritte bluten zu lassen, war hingegen immer ein wahnwitziger Irrweg. Ganz unabhängig davon, dass die Pleitiers von Griechenland bis Spanien diese Dritten – also vor allem die Deutschen – nachher noch auf das Mieseste beschimpft haben.

Aber warum darf plötzlich die Bank of Cyprus überleben, während die Laiki-Bank zusperren muss? Das schafft jede Menge Misstrauen. In einem funktionierenden Rechtsstaat sollte man eben einzig die rechtlichen und ökonomischen Kräfte wirken lassen, die ein Unternehmen in den Konkurs führen. Und nicht politisch darüber entscheiden.

Natürlich ist es gut, dass jetzt auch einmal die europäische Politik den Mut zum Zusperren einer Bank hat. Dies hätte nur schon in Hunderten Fällen geschehen sollen. Nur müsste man jetzt exzellent begründen, weshalb es ausgerechnet die Laiki-Bank ist.

Offensichtlich hat man jetzt wenn auch unausgesprochen versucht, ausländische Investoren besonders zu treffen. Das sind vor allem – mehrheitlich durchaus legal handelnde – Russen und Briten, die Veranlagungen in Zypern aus vielen Gründen (Zinsen, Steuern, Wetter, Euro) als besonders attraktiv angesehen haben.

Nun gibt es zwar keinen Grund, mit Russen oder Briten besonderes Mitleid zu haben. Es wird aber brandgefährlich, wenn jetzt versucht wird, andere Nationen zu diskriminieren. Denn dann wird mit Sicherheit wieder in der Gegenrichtung zurückdiskriminiert, erpresst und behindert. Dann haben wir bald wieder den überwunden geglaubten mörderischen Wettlauf, wer seine Grenzen am vehementesten mit Kapitalverkehrskontrollen und dergleichen verriegelt. Solche Zeiten waren aber logischerweise immer besonders schlechte Zeiten. Die sich nur der Ökonomieclown Schulmeister mit seinem Zurück zum Merkantilismus wünscht.

Man sollte die Akteure der letzten zwei Wochen nicht zu heftig prügeln. Denn die Ursache der zypriotischen Krise ist erstens die katastrophale Politik der bis vor kurzem auf der Insel regierenden Kommunisten gewesen. Und zweitens ist Zypern natürlich ein Dominostein des griechischen Dramas, ist doch in Griechenland sehr viel Geld aus Zypern gelegen. Daher hatten die zypriotischen Banken den kräftigen Schnitt bei den privaten Inhabern griechischer Anleihen besonders stark gespürt. Seither war eigentlich klar, dass das zypriotische System kollabieren muss. Nur die bisherige zypriotische Regierung ist einfach untätig geblieben.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorInteressierter Leser
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2013 11:52

    Eine Sternstunde - trotz Ingrid Thurnher (gestern ORF-Sendung „Im Zentrum“) - über Zypern, durch das Dabeisein von Wolfgang Schüssel. Wo sind die Zeiten, als Österreich noch solch geniale Spitzenpolitiker hatte!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2013 11:38

    Schon unser Taxichauffeur in Zypern wußte über die Probleme der Banken Bescheid. C.Schmied und die Anleger der EU wußten trotz hochdotierter Posten nichts. Sie werden auch nicht zur Verantwortung gezogen. Putin hat den Crash schon 2002 vorausgesagt. Wenn man wegschaut und kassiert, sollen die Kleinen zahlen. Die Verluste werden demokratisiert.
    Zur Gerechtigkeit: Jeder Anleger, groß und klein, soll die Hälfte seines Profites zurückzahlen. Dazu zählen auch die Vermittler und die Bonikassierer. Dann ist die Verteilung gerecht, und es kommt genug Geld zusammen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2013 11:13

    Baut man sich ein Bild, um breites Versagen zu verschleiern? Schauen Sie, die Griechen, die in Zypern veranlagt werden, werden von Griechenland für den Verlust entschädigt. Die Briten von den GB. Was bei den Briten egal sein kann, kann es von Griechenland nicht.

    Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, der Versagen kaschierte und weiterhin kaschiert.

  4. Ausgezeichneter KommentatorMaigret
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2013 21:54

    Off Topic:

    Einer der besten und erschüttensten Artikel die ich jemals über die Multi-Kulti Ideologie und ihre Folgen gelesen haben: UNBEDINGT LESEN!!!!

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_schlachten_hat_begonnen

  5. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2013 22:05

    Wie putzig! Der Euro wieder einmal - im Wochentakt - gerettet. In Wahrheit ist gar nichts gerettet.
    Zypern ist mit 140% der BIP verschuldet, die 10 Milliarden, die man in dieses Fass ohne Boden wirft, decken gerade mal den dringendsten Bedarf.

    Halten wir uns an die Fakten: Zypern hat mit den jetzt noch hinzukommenden Schulden von rund 17 Mrd. - von denen die EU 10 aufbringen muss mittlerweile etwa 31 Mrd. Euro Schulden. 870.000 Einwohner gibt es, macht pro Kopf also runde 35.000.- Euro. Vom lallenden Kindlein bis zum lallenden Greis wohlgemerkt!
    Wenn man es auf 371.000 Erwerbstätige aufrechnet, wird die Sache vollends zur Farce. Dann lasten auf jedem Erwerbstätigen rund 83.000 Euro Schulden.
    Bei einem pro Kopf-Einkommen von etwa 18.000.- Euro im Jahr.

    Es ist wohl der Weisheit unserer Schotter-Mitzi bzw. der des Bundesrollstuihlfahrers vorbehalten zu wissen, wie auch nur die Zinsen dieser Schulden bedeckt werden sollen.
    Bald stehen die zum nächsten Bailout an.

    Ach ja, dann kommt natürlich noch Slowenien und bald auch Luxemburg.
    Vielleicht auch schon demnächst Italien.
    Die Banken reißen die Staaten in den Abgrund und dann kommt Stimmung auf!

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2013 15:48

    Jede Art von Zwangsabgabe ist strikt abzulehnen, egal ob es 1.000 oder 100.000 Euro betrifft, es ist der Beginn einer Willkürherrschaft von Regierenden die gleich einer Räuberbande handeln!

    Aus Wiki:

    "Konfiskation (lateinisch confiscatio) bezeichnet die Enteignung und Beschlagnahme von Gütern oder Vermögensteilen durch den Staat ohne Entschädigung. In Unrechtsstaaten und in revolutionären Situationen erfolgt die Konfiskation oft ohne jede Rechtsgrundlage, nur auf Grund der Macht des Staates oder der Revolutionäre........"

    Wehret den Anfängen!!!

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    25. März 2013 18:54

    Zypern-Deal: EU übernimmt Kontrolle über Bank-Guthaben in Europa

    Der Deal Zyperns mit der EU bedeutet die Übernahme der Kontrolle aller europäischen Bank-Guthaben durch die EU. Wer sein Geld auf die Bank getragen hat, hat ab sofort keine Sicherheit mehr, dass er es jemals wiedersieht. Ab sofort sind alle Banken in der Euro-Zone offizielle Hausbanken der Bürokraten in Brüssel.

    Mehr auf:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/25/zypern-deal-eu-uebernimmt-kontrolle-ueber-bank-guthaben-in-europa/

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. März 2013 12:47

    Italienische Zentralbank warnt:

    Es geht bergab

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 24.03.13 – Neue Turbulenzen auf den Fi-nanzmärkten und die politische Handlungsfähigkeit in Italien werde das Land tiefer in die Rezession stürzen. Die Zentralbank fordert die politische Elite dazu auf, so schnell wie möglich eine Regierung bilden.

    Fast ein ganzer Monat ist seit der Parlamentswahl in Italien vergangen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hat noch immer keine Regierung. Der Sozialist Pier Luigi Bersani will in den kommenden Wochen versuchen, eine Koalition zu schmie-den. Er erhielt am Samstag den Auftrag zur Regierungsbildung.
    Bis es dazu kommt, werde die „Unsicherheit über den weiteren Verlauf der italieni-schen Wirtschaft erneut erwachen“, sagte Fabio Panetta, Vorstandsmitglied der italie-nischen Zentralbank einem Bericht von Reuters zufolge.

    Die schwache Erholung der italienischen Wirtschaft sei in Gefahr, so Panetta weiter. Die unvorhersehbare innenpolitische Situation und ein Wiederaufkeimen der finanziellen Turbulenzen in Europa machen einen Ausweg aus der Rezession in Italien unwahr-scheinlich. Die Wirtschaft Italiens wird dieses Jahr nach Prognosen der Monti-Administration voraussichtlich um 1,3 Prozent schrumpfen. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordhoch (11,7%).

    Die Rezession infolge der Finanz- und Schuldenkrise habe Italien Schätzungen zufolge bereits etwa 600.000 Arbeitsplätze und sieben Prozent des BIPs gekos-tet, sagte Panetta. Die Zentralbank fordert die italienischen Kreditinstitute dazu auf, Kosten einzusparen und Vermögenswerte zu verkaufen. Die Bevölkerung befürchtet indes eine Zwangsabgabe, wie sie derzeit den zypriotischen Anlegern droht (hier). Allein wegen dieser Gefahr ist ein Sturmlauf auf die italienischen Banken bereits jetzt abzusehen (hier).

    Steltzer (FAZ) heute:

    Rettungs-Chaostage

    FAZ.NET, 25.03.2013 – Durch ihr Agieren stellt die Eurogruppe selbst die Le-gitimität von Zyperns „Rettung“ infrage. Und: Ihre stümperhaften Rettungsver-suche haben das Vertrauen in die Sicherheit von Euro-Bankkonten zerstört. ...

    Krugman: EU fordert Italiener und Griechen auf, ihre Banken zu stürmen

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 18.03.13, 21:01 | Aktualisiert: 18.03.13, 21:02 | 31 Kommentare

    Paul Krugman ist überrascht von der EU: Die Zwangs-Abgabe für alle zyprio-tischen Sparer sei wie ein Neon-Schild in Griechisch und Italienisch mit ei-ner Aufforderung zum Bank-Run.

    Auch das kommt nicht allzuoft vor: Paul Krugman ist sprachlos.
    In seinem Blog räumt Paul Krugman ein, dass er nicht gedacht hätte, dass die Euro-Krise in Zypern eskalieren würde. Er zeigt sich von der Taktik der EU überrascht: Alle kleinen Leute und mittelständischen Betrieb zu einem Verlust zu zwingen, sei eine überraschende Idee.

    Kruman wörtlich: „Das ist so, als würden die Europäer ein Neon-Schild hochhalten, auf dem in Griechisch und Italienisch geschrieben steht: Es ist Zeit für Euch, dass ihr eure Banken stürmt!“

    Manchmal fallen auch altgedienten Keynesianern originelle Dinge ein.

    Den Schwätzern hier: repariert mal schön ...


alle Kommentare

  1. Veanna (kein Partner)
    12. Februar 2015 23:12

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  9. Dr. Knölge (kein Partner)
    27. März 2013 18:25

    Etwas macht mich mißtrauisch. Anfangs sollten Vermögen über 100.000 € mit 9,9 % belastet werden. Gerade höre ich im Radio, daß die Zyprer mit 40 % dabei sind.
    Wie kommt es zu dieser Vervierfachung?
    Sind jetzt die Russen außen vor? Werden letztlich nur ein paar Idioten, die weder Verbindungen noch Druckmittel haben, zur Kasse gebeten?

    Ich glaube auch hier wieder einmal gar nichts. Wir werden ja sehen, ob Zypern tatsächlich die 5 Komma Milliarden aufbringen wird.

  10. haiti (kein Partner)
    26. März 2013 23:10

    Gut nur, dass Unterberger nichts zu melden hat, da draußen, und TAT - SÄCHLICH! Es wäre der blanke Wahnsinn freiglassen!

  11. Pius (kein Partner)
    26. März 2013 20:43

    Ein Veteran klagt an

    Mein letzter Brief
    Thomas Young wurde im Irakkrieg schwer verwundet. Jetzt liegt der Friedensaktivist im Sterben und schreibt einen letzten Brief an George W. Bush – eine schonungslose Abrechnung.

    An: George W. Bush und Dick Cheney
    Von: Thomas Young
    InfoboxThomas Young
    Thomas Young (33) wurde am 4. April 2004, nur fünf Tage nach seiner Ankunft im Irak, in Bagdad von einer Kugel in die Wirbelsäule getroffen und ist seither von der Brust abwärts gelähmt. Nach seiner Rückkehr war er zu einer der ersten Veteranen, die den Irakkrieg öffentlich kritisierten. Der Dokumentarfilm «Body of War» (2007) handelt von seinem erfolglosen Versuch der Wiedereingliederung ins Zivilleben. Nach mehreren schweren Komplikationen, die von seinen Kriegswunden herrühren, kann Young nur noch über einen Schlauch ernährt werden. Inzwischen liegt er in einer Sterbeklinik in Kansas City und hat angekündigt, die künstliche Ernährung im April einzustellen.

    Ich schreibe diesen Brief am 10. Jahrestag des Irakkriegs und im Namen meiner Kameraden. Ich schreibe diesen Brief im Namen der 4488 Soldaten, die im Irak fielen. Ich schreibe diesen Brief im Namen der Hunderttausenden verwundeter Veteranen und im Namen jener, denen seelische und körperliche Wunden das eigene Leben zerstört haben. Ich bin einer von denen, die schwer verwundet wurden. Ich bin querschnittgelähmt, seit ich 2004 in Sadr City in einen Hinterhalt geriet. Mein Leben neigt sich dem Ende zu. Ich befinde mich in einer Sterbeklinik.

    Ich schreibe diesen Brief im Namen der Männer und Frauen, die ihren Ehepartner verloren haben, im Namen von Kindern, die einen Elternteil verloren haben, im Namen von Vätern und Müttern, die Söhne und Töchter verloren haben und im Namen jener, die meine Tausenden Kameraden mit Hirnverletzungen pflegen. Ich schreibe diesen Brief im Namen jener Veteranen, deren Trauma und Ekel über das, was sie im Irak gesehen, ertragen und selbst gemacht haben, sie in den Selbstmord getrieben haben und im Namen jener Soldaten, von denen im Schnitt jeden Tag einer Selbstmord begeht. Ich schreibe diesen Brief im Namen der rund einen Million toten Iraker und der zahllosen irakischen Verwundeten. Ich schreibe diesen Brief in unser aller Namen – dieser menschlichen Trümmerlandschaft, die Ihr Krieg zurückgelassen hat. Im Namen jener, die den Rest ihres Lebens mit endlosem Schmerz und Kummer verbringen werden.

    Ich schreibe diesen Brief, meinen letzten Brief, an Sie, Herr Bush und Herr Cheney. Ich schreibe nicht, weil ich glaube, dass Sie die schrecklichen menschlichen und moralischen Konsequenzen Ihrer Lügen, Täuschungen und Ihres Macht- und Geldhungers begreifen. Ich schreibe diesen Brief, bevor ich selbst sterbe, weil ich Ihnen klarmachen will, dass ich und Hunderttausende meiner Kameraden und Millionen meiner Mitbürger und Hunderte Millionen im Irak und Nahen Osten begriffen haben, wer Sie sind und was Sie gemacht haben. Sie mögen sich dem Zugriff der Justiz entziehen, aber in unseren Augen haben Sie sich ungeheuerlicher Kriegsverbrechen, Plünderungen und des Mordes schuldig gemacht, einschliesslich des Mordes an Tausenden jungen Amerikanern – meinen ehemaligen Kameraden –, die Sie ihrer Zukunft beraubt haben.

    Ihre politischen Ämter, Ihre Millionen an Privatvermögen, Ihre PR-Berater, Ihre Privilegien und Ihre Macht vermögen nicht Ihre Charakterlosigkeit zu verbergen. Sie haben uns in den Kampf und in den Tod im Irak geschickt, Herr Cheney, nachdem Sie selbst sich vor der Einberufung nach Vietnam gedrückt haben, und Sie, Herr Bush, sich damals unerlaubt von Ihrer Einheit in der Nationalgarde entfernt hatten. Ihre Feigheit und Selbstsucht sind seit Jahrzehnten bekannt. Sie weigerten sich, für unser Land das eigene Leben aufs Spiel zu setzen, aber Sie schickten Hunderttausende junger Männer und Frauen in einen sinnlosen Krieg, so gedankenlos, wie man den Müll hinausbringt.

    Zwei Tage nach 9/11 wurde ich Soldat. Ich tat es, weil unser Land angegriffen worden war. Ich wollte gegen jene zurückschlagen, die knapp 3000 meiner Landsleute umgebracht hatten. Ich wurde nicht Soldat, um in den Irak zu gehen, ein Land, das mit 9/11 nichts zu tun hatte und keine Bedrohung für seine Nachbarn, geschweige denn für die USA darstellte. Ich wurde nicht Soldat, um die Iraker zu «befreien» oder imaginäre Massenvernichtungswaffen auszuschalten oder etwas, was Sie zynisch «Demokratie» nannten, in Bagdad und im Nahen Osten zu installieren. Ich wurde nicht Soldat, um den Irak wiederaufzubauen, was mit dem Ölreichtum Iraks bezahlt werden sollte, wie Sie uns damals weismachten. Tatsächlich kostete dieser Krieg die USA über drei Billionen Dollar. Vor allem aber wurde ich nicht Soldat, um einen Präventivkrieg zu führen, was laut internationalem Recht illegal ist. Als Soldat im Irak beförderte ich, wie ich heute weiss, Ihren Schwachsinn und Ihre Verbrechen. Der Irakkrieg ist der grösste strategische Fehltritt in der amerikanischen Geschichte. Er hat das Kräftegleichgewicht im Nahen Osten zerstört. Er brachte eine korrupte und brutale pro-iranische Regierung an die Macht, die ihre Herrschaft mit Folter, Todesschwadronen und Terror zementiert. Der Iran ist nun die dominierende Regionalmacht. Egal in welcher Beziehung – moralisch, strategisch, militärisch und wirtschaftlich: Der Irakkrieg war ein Desaster. Sie, Herr Bush und Herr Cheney, haben ihn angefangen. Also sollten auch Sie die Konsequenzen tragen.

    Ich würde diesen Brief nicht schreiben, wäre ich in Afghanistan verwundet worden, beim Kampf gegen jene Mächte, welche die Terroranschläge von 9/11 verübt haben. Wäre ich dort verwundet worden, würde ich mich zwar elend fühlen, wegen meines sich verschlechternden Gesundheitszustandes und nahenden Todes. Aber wenigstens hätte ich die Gewissheit, dass meine Verletzungen ein Resultat meiner Entscheidung sind, das Land, das ich liebe, zu verteidigen. Ich müsste nicht in meinem Bett liegen, den Körper voller Schmerzmittel, langsam sterbend, im Wissen, dass Hunderttausende Menschen, einschliesslich Kinder und ich selbst, von Ihnen geopfert wurden. Für wenig mehr als die Gier von Ölfirmen, für Ihr Bündnis mit den Ölscheichs in Saudi-Arabien und für Ihr wahnhaftes Streben nach einem Weltreich.

    Ich habe wie viele andere Kriegsversehrte unter der unzureichenden und oft unfähigen Betreuung des Kriegsveteranenministeriums gelitten. Ich habe wie viele andere Kriegsversehrte begriffen, dass Sie und vielleicht alle Politiker sich nicht um unsere seelischen und körperlichen Wunden scheren. Wir wurden benutzt. Wir wurden verraten. Und wir wurden im Stich gelassen. Sie, Herr Bush, geben lautstark vor, ein Christ zu sein. Aber ist nicht die Lüge eine Sünde? Ist nicht Mord eine Sünde? Sind nicht Diebstahl und Egoismus Sünden? Ich bin kein Christ, aber ich glaube an christliche Ideale. Ich glaube, was man dem Geringsten antut, tut man letztlich sich selbst und seiner Seele an.

    Mein Tag der Abrechnung naht. Auch Ihrer wird kommen. Ich hoffe, dass Sie vor Gericht gestellt werden. Aber am meisten hoffe ich, in Ihrem Interesse, dass Sie irgendwann den Mut finden zu akzeptieren, was Sie mir und vielen anderen angetan haben, die es verdient hätten, zu leben. Ich hoffe, dass, bevor Ihre Zeit auf der Erde endet, wie meine nun endet, Sie die Charakterstärke finden werden, sich vor die amerikanische Bevölkerung, die Welt und vor allem die irakische Bevölkerung zu stellen und um Vergebung zu bitten.

    Genehmigter Abdruck von «The Last Letter», erschienen am 18. März auf «truthdig». Übersetzung: Kian Ramezani

    http://www.20min.ch/ausland/dossier/irak/story/Mein-letzter-Brief-13758049

    • heartofstone (kein Partner)
      26. März 2013 22:15

      Tja früher war alles besser ... da hat die Artillerie noch vorab alles platt gemacht ... 155mm Howitzer Granaten direkt ins Ziel, solange bis sich dort nichts mehr gerührt hat. Aber heute, muss man EMRK gerecht ein Kampfgebiet befrieden, "Rücksicht" auf die Belange der sog. Zivilbevölkerung nehmen auch wenn diese jederzeit eine AK in die Hand nimmt und als nicht-Uniformierte Kämpfer völlig legitime Ziele abgeben und sie sich hinter den Röcken ihrer wandelnden Zelte und Kinderwägen ihrer Nachkommen verstecken ... dehalb richten, feuern und das was dann noch Bewegung zeigt unter Punktbeschuß nehmen ... ach ja und ich bleib dabei ... sollten Mekka und Medina in der Explosion einer schweren H-Bombe verdampfen werde ich ein Faß aufmachen ... aber sicher nicht nur ich ... nein ich mag keine Mohammedaner ... dazu kann mich auch kein Gesetz dieser Welt zwingen.

  12. Pius (kein Partner)
    26. März 2013 19:57

    Soddom und Gomorra !!!! Wen man denkt es geht nicht tiefer ...

    Leverkusener Anzeiger!
    RTL-II Reportage
    Dümmliche Doktorspiele im TV

    Die Werbung des Leichlinger Politikerpaars für ein Kölner Großbordell lässt sich kaum mit dem C in der Partei vereinbaren. Die Fraktion wäre gut beraten, Sandy Horn aus dem Jugendhilfeausschuss zurückzuziehen. Ein Kommentar von Jan Sting.

    Leichlingen.

    Es ist wohl weniger die Prüderie, die Empörung weckt. Aber es macht fassungslos, dass ein Leichlinger Politikerpaar Werbung für das Kölner Großbordell Pascha macht und sich dann noch verschnupft gibt, wenn man es auf den Kopf zu fragt, wie sich das mit dem C in der Partei eigentlich vereinbaren lässt. Sandy Horn und Tobias Unger kommen mit ihren dümmlichen Doktorspielen in Privatfernsehen und Internet zum absoluten Tiefpunkt der ohnehin tief gefallenen Leichlinger CDU. Was sitzen da denn eigentlich für Leute – selbst wenn sie es bislang über die Hinterbank nicht hinausbrachten?

    Tobias Unger trat nach drei Jahren im Vorstand der Leichlinger CDU im Januar aus. Und die Fraktion wäre gut beraten, seine Frau sofort aus dem Jugendhilfeausschuss zurückzuziehen. Eine sachkundige Bürgerin, die an einem Filmchen mitwirkt, das den Jugendschutz gefährdet und somit im Internet erst ab 23 Uhr zugänglich ist, hat in einem solchen Gremium überhaupt rein gar nichts verloren.

    http://www.ksta.de/leichlingen/rtl-ii-reportage-duemmliche-doktorspiele-im-tv,15189136,22216086.html

  13. Marco Lorenz (kein Partner)
  14. Pius (kein Partner)
    26. März 2013 19:30

    “[15:15] Leserzuschrift-DE zu Zusammenbruchsvorbereitungen:

    Hatte in der Woche vor dem “Zypern-Desaster” ein interessantes Gespräch mit einem Oberstleutnant der Bundeswehr. Das Gespräch drehte sich hauptsächlich um die schlechte wirtschaftliche Lage und was man dagegen tun kann.
    Nach einiger Zeit sagte er, wissen Sie: “Ich war jetzt ein halbes Jahr in Spanien. Wir bereiten uns auf das Szenario EU-Zusammenbruch vor. Die Regierungen planen einen Zeitraum zwei Jahren. Wortwörtlich sagte er: “Wir werden ausgebildet den Pöbel in Schach zu halten.” Er riet mir eindringlich dafür zu sorgen Grundnahrungsmittel für mindestens 6 Wochen im Haus zu lagern, solange dürfte es dauern bis wieder einigermassen Normalität hergestellt sei.
    Am Samstag morgen dann die Meldung Zypern. Den Zeitraum zwei Jahre kann man also halbieren. Das Gespräch fand auf dem Flug nach Krakau statt, wo das nächste 6-monatige Ausbildungslager stattfindet.”

    http://www.hartgeld.com/systemkrise.html

  15. Eso-Policier (kein Partner)
    26. März 2013 19:23

    Kann mal jemand diesen Jerobeam-ähnlichen "Off topic" aus diesem Forum wegschaffen?!

  16. Eso-Policier (kein Partner)
    26. März 2013 17:54

    Der ökologische Endsieg ist nahe. Bei der Wahl im September in Deutschland wird die neue Partei AfD enorm viele Stimmen bekommen. Die AfD kämpft nicht nur gegen die €urokratie, sondern auch gegen eine übermäßige Zuwanderung. Mehr dazu unter
    www.esopolice.wordpress.com

  17. Marco Lorenz (kein Partner)
    26. März 2013 14:36

    Ja die Weltpolizei und Friedensbringer ....
    Iran-Sanktionen: USA nehmen europäische Gerichte ins Visier!

    Brüssel (TRT/IRIB) - Die USA befürchten, dass die europäischen Staaten die Sanktionen gegen den Iran lockern werden.
    In Anbetracht des iranischen Vorgehens bei den europäischen Gerichten gegen die Sanktionen riefen die USA die europäischen Länder zu sofortigen Maßnahmen auf. Die USA und die europäischen Staaten hatten aufgrund des iranischen Atomprogramms die Einfrierung des Vermögens iranischer Banken gefordert. Der Iran führt vor den europäischen Gerichten einen Rechtsstreit zur Aufhebung dieses Beschlusses. Iranische Banken haben zur Freigabe ihres eingefrorenen Vermögens vor dem obersten Gericht in Großbritannien eine Klage eingelegt. Auch dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg liegen 30 Prozesse iranischer Banken vor. In einem dieser Prozesse hat der Europäische Gerichtshof die Freigabe des Vermögens von zwei iranischen Banken angeordnet. In der entsprechenden Urteilsbegründung wurden unzulängliche Beweise für die Verbindung der Banken zum iranischen Atomprogramm aufgeführt. Es wird erwartet, dass die Regierungen der europäischen Staaten diese Woche gegen diese Urteile Widerspruch einlegen. Die USA entsandten indessen eine Delegation nach Europa, um einen Urteil im eigenen Sinn zu bewirken. Die US-Delegation will die europäischen Regierungen dazu überreden, geheime Dokumente, nach Garantie einer Nichtveröffentlichung, dem Gericht einzureichen.

  18. Pius (kein Partner)
    26. März 2013 14:02

    Der Kopf der russischen Mafia, Boris Berezovsky, im englischen Exil tot aufgefunden

    Der russische Oligarch Boris Berezovski wurde am Samstag, den 23. März 2013 um 11 Uhr tot im Badezimmer seines Eigentums in Berkshire (South West London) aufgefunden.

    Die graue Eminenz Russlands während der Jelzin-Ära hatte sich die wichtigsten nationalen Ressourcen mit einem Dutzend Freunden geteilt und eine mächtige Mafia-Organisation geleitet, die Solnzew-Bruderschaft. Von zwei seiner Berater hintergangen, hatte er törichterweise Wladimir Putin als Premierminister ernennen lassen. Sobald dieser die Möglichkeit sah, hatte er Boris Jelzin zum Rücktritt gezwungen und begann einen Kampf gegen die Mafia, um den Staat wieder aufzubauen.

    Boris Berezowski war bald nach Großbritannien geflohen, nicht ohne die von der Privatisierung der Landesgesellschaften Aeroflot, LogoVAZ und AvtoVAZ umgeleiteten $ 2 Milliarden mitzunehmen. Er hatte den Schutz der Crown [Synonym für die City of London] ] und politisches Asyl unter dem Pseudonym Platon Elenin erhalten, aber wurde in seiner Abwesenheit in Russland zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt. In enger Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten ihrer Majestät hatte er an verschiedenen Komplotten mitgearbeitet, um den Krieg in Tschetschenien zu fördern, die Russische Föderation zu zerstückeln oder Präsident Putin zu ermorden.

    Jedoch scheiterte er daran, den neuen Zar zu stürzen und war mehr unliebsam als nützlich geworden. Er hatte vor dem High Court in London seinen ehemaligen Partner geklagt, den Oligarchen Roman Abramovich (Besitzer des Chelsea Football Club), dem er vorwarf, ihn erpresst und gezwungen zu haben, verschiedene Firmen zu verkaufen. Letztendlich wurde er vor sieben Monaten von den Richtern abgewiesen. Diese begnügten sich nicht einfach mit der Bezahlung der extravaganten Gerichtskosten (41 Millionen EUR), sondern entehrten ihn und nannten ihn “unehrlich”, “unzuverlässig” und “Lügner“, was aus ihm einen Paria in der Stadt machte.

    Ein Unglück kommt selten allein, seine zwei Ex-Frauen und seine Geliebte Elena Gorbunova begannen alle Arten von Schadenersatz von ihm zu verlangen. Von der Crown verlassen, wurde er schnell ruiniert, gezwungen seine Liegenschaften und seine Sammlung von Gemälden zu verkaufen. Deprimiert schrieb er vor zwei Monaten an Präsident Putin und bat um Vergebung und Amnestie. Laut seinem Anwalt Alexandre Dobrovinski soll er Selbstmord begangen haben. Laut einer englischen Quelle ist er an einem Herzinfarkt gestorben.

    Leben und Tod der Mafia-Häupter ist jedoch nie einfach: die britischen Behörden haben ein forensisches Spezialteam entsandt, um seinen Wohnsitz zu durchkämmen. Nach der Affäre Litwinenko wird unter anderem eine Ermordung für möglich gehalten, dass man ihn kurz mit Radioaktivität in Berührung gebracht hatte. Diese Hypothese sollte umgehend untersucht werden.

    Zur Vertiefung des Themas verweisen wir auf unseren Artikel « Boris Berezovski, le receleur », Réseau Voltaire, 26 avril 2004. Lesen Sie vor allem die bemerkenswerte Untersuchung in Buchform von Paul Klebnikov (Forbes Magazine) : Parrain du Kremlin – Boris Berezovski et le pillage de la Russie , Robert Laffont, 2001. Der Autor wurde im Jahr 2004 im Auftrag des Oligarchen ermordet.

    weiterführende Links:
    http://www.politaia.org/wirtschaft/der-tod-von-mafia-boss-boris-berezowsky/

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. März 2013 14:28

      "Cosher nostra", mehr fällt mir dazu nicht ein.

    • Pius (kein Partner)
      26. März 2013 14:34

      Neppomuck
      ***********

    • F.V. (kein Partner)
      26. März 2013 16:48

      Ist es nicht amüsant zu sehen, daß sich die russischen Juden auch gegenseitig betrügen? - Muß ja schlimm sein, wenn einem das ergaunerte Vermögen von anderen Gaunern wieder abgejagt wird.

      Die haben ja überhaupt keine Ehre mehr im Leib.

    • Pius (kein Partner)
      26. März 2013 18:02

      F.V. (kein Partner)
      *********
      Herbert Richter (kein Partner)
      *********

      Ja wenn es zu bröckeln beginnt, dann bekämpfen sie sich gegenseitig.

    • Marco Lorenz (kein Partner)
      26. März 2013 18:07

      F.V. (kein Partner)
      ************ So etwas wie Ehre kennen diese Menschen nicht. Diese Tugenden wollen sie uns ja austreiben, aber es wird ihnen nicht bei allen gelingen. Das steckt in den Genen. Deshalb wollen sie ja eine Mischrasse!

  19. F.V. (kein Partner)
    26. März 2013 12:47

    Italienische Zentralbank warnt:

    Es geht bergab

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | 24.03.13 – Neue Turbulenzen auf den Fi-nanzmärkten und die politische Handlungsfähigkeit in Italien werde das Land tiefer in die Rezession stürzen. Die Zentralbank fordert die politische Elite dazu auf, so schnell wie möglich eine Regierung bilden.

    Fast ein ganzer Monat ist seit der Parlamentswahl in Italien vergangen. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hat noch immer keine Regierung. Der Sozialist Pier Luigi Bersani will in den kommenden Wochen versuchen, eine Koalition zu schmie-den. Er erhielt am Samstag den Auftrag zur Regierungsbildung.
    Bis es dazu kommt, werde die „Unsicherheit über den weiteren Verlauf der italieni-schen Wirtschaft erneut erwachen“, sagte Fabio Panetta, Vorstandsmitglied der italie-nischen Zentralbank einem Bericht von Reuters zufolge.

    Die schwache Erholung der italienischen Wirtschaft sei in Gefahr, so Panetta weiter. Die unvorhersehbare innenpolitische Situation und ein Wiederaufkeimen der finanziellen Turbulenzen in Europa machen einen Ausweg aus der Rezession in Italien unwahr-scheinlich. Die Wirtschaft Italiens wird dieses Jahr nach Prognosen der Monti-Administration voraussichtlich um 1,3 Prozent schrumpfen. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem Rekordhoch (11,7%).

    Die Rezession infolge der Finanz- und Schuldenkrise habe Italien Schätzungen zufolge bereits etwa 600.000 Arbeitsplätze und sieben Prozent des BIPs gekos-tet, sagte Panetta. Die Zentralbank fordert die italienischen Kreditinstitute dazu auf, Kosten einzusparen und Vermögenswerte zu verkaufen. Die Bevölkerung befürchtet indes eine Zwangsabgabe, wie sie derzeit den zypriotischen Anlegern droht (hier). Allein wegen dieser Gefahr ist ein Sturmlauf auf die italienischen Banken bereits jetzt abzusehen (hier).

    Steltzer (FAZ) heute:

    Rettungs-Chaostage

    FAZ.NET, 25.03.2013 – Durch ihr Agieren stellt die Eurogruppe selbst die Le-gitimität von Zyperns „Rettung“ infrage. Und: Ihre stümperhaften Rettungsver-suche haben das Vertrauen in die Sicherheit von Euro-Bankkonten zerstört. ...

    Krugman: EU fordert Italiener und Griechen auf, ihre Banken zu stürmen

    Deutsche Wirtschafts Nachrichten | Veröffentlicht: 18.03.13, 21:01 | Aktualisiert: 18.03.13, 21:02 | 31 Kommentare

    Paul Krugman ist überrascht von der EU: Die Zwangs-Abgabe für alle zyprio-tischen Sparer sei wie ein Neon-Schild in Griechisch und Italienisch mit ei-ner Aufforderung zum Bank-Run.

    Auch das kommt nicht allzuoft vor: Paul Krugman ist sprachlos.
    In seinem Blog räumt Paul Krugman ein, dass er nicht gedacht hätte, dass die Euro-Krise in Zypern eskalieren würde. Er zeigt sich von der Taktik der EU überrascht: Alle kleinen Leute und mittelständischen Betrieb zu einem Verlust zu zwingen, sei eine überraschende Idee.

    Kruman wörtlich: „Das ist so, als würden die Europäer ein Neon-Schild hochhalten, auf dem in Griechisch und Italienisch geschrieben steht: Es ist Zeit für Euch, dass ihr eure Banken stürmt!“

    Manchmal fallen auch altgedienten Keynesianern originelle Dinge ein.

    Den Schwätzern hier: repariert mal schön ...

    • Erich Bauer
      26. März 2013 13:34

      @ (F.V.) - "...repariert mal schön ...

      Studien in der Gehirnforschung belegen, daß 80 Prozent der Menschen besorgniserregende Nachrichten überhaupt nicht verarbeiten können. Gehirnforscher nenne dies den "unrealistischen Optimismus". So fährt der Stirnlappen (präfrontaler Cortex) einfach herunter, wenn sich Tatsachen nicht mit der Wohlfühlwelt im Einklang befinden...

    • Pius (kein Partner)
      26. März 2013 13:47

      F.V.
      **********

      Erich Bauer
      ********** erst wenn der Magen knurrt, dann kommt es auch an!

  20. Scipio
    25. März 2013 23:09

    "Lösung verschlechtert?" AU begreift noch immer nicht, dass es für den Euro KEINE LÖSUNG gibt. Die Europäische Währungsunion ist restlos gescheitert. Sie war ein "idée fausse", eine Totgeburt von Anfang an. Dies sind die Gründe:

    1.Der Euro ist eine „Fehlkonstruktion“.(sogar lt. Schäuble und Merkel!!). Er verstößt gegen Prinzip „One State-One Money“ (Prof. Breuss). Die EU ist kein Staat und wird nie einer werden!
    2.Er ist irreparabel. Man kann nicht Staaten mit ihren verschiedenen „Kulturen“ über einen Kamm scheren. „Germanic rules“ passen nicht für andere Länder (Sarrazin: Europa braucht den Euro nicht, 2012). In der Währung drückt sich aus „was ein Volk ist“ (Schumpeter).
    3. Der Verzicht auf eigene Währung ist Verzicht auf eigene Souveränität.(Vaclav Klaus: Europa?, 2010).Den Superstaat Europa will niemand!
    4.Daher ist die Rückkehr zur eigenen Währung die Bedingung für die Wiederherstellung der Ordnung in der Eurozone .
    5.In Europa hat vor allem die Schweiz die einzige vernünftige Politik betrieben, sie ist nicht einmal dem EWR beigetreten! Begeben wir uns schnellstens auf den Weg der Schweiz!

    • phaidros
      26. März 2013 00:11

      2. Die Zahlen, die Sarrazin (warum sprechen den eigentlich alle deutsch aus?) präsentiert, geben seine Buchaussage einfach nicht her. Ich hab's mir angeschaut.

      3. Kein europäischer Staat wird im Alleingang seine Souveränität aufrecht erhalten können, ob mit eigener Währung oder sonst einer. Und was einen Staat Europa betrifft: ich will den zum Beispiel. Und ich kenne auch andere. (Churchill. So wie, glaube ich, auch Schüssel. Und die Römer Verträge sowieso)

      4. Aus falscher Prämisse gezogener Schluss.

      5. ROFL! Jetzt ist es klar: das war Satire, oder?

      Lediglich 1 stimmt. Daher ist bei der Reparatur auch dort anzusetzen: wir müssen einen Staat schaffen.

    • Scipio
      26. März 2013 08:34

      @phaidros

      Präsentieren Sie doch, bitte, die Zahlen! Sarrazins Angaben werden vom Ifo München bestätigt (siehe auch Hans-Werner Sinn die Targetfalle).

      Natürlich gibt es paneuropäische Freimaurer, Liberale, Kommunisten, linke Internationalisten und NWO-Anhänger, die den "Bundesstaat Europa" forcieren.
      Doch die Völker wollen ihn nicht. Sie wollen Autonomie und nach ihrer Facon leben.Sie beharren auf ihrem "Naturrecht zur nationaler Existenz". Ministerpräsident David Cameron (14. Nov. 2011). Die EU sollte eine Allianz sein, „that understands and values national identity and sees the diversity of Europe nations as a source of strength“."Jede Nation ist eine unverzichtbare Facette Gottes in der Krone seines Reiches" (Solowjew). Dazu die hervorragende Diskussion "Europa der Vaterländer - Vaterland Europa" (http://de.gloria.tv/?media=348554 ).

      Nehmen Sie Abschied, lieber Phaidros, von Ihren abstrusen Ideen!

    • phaidros
      26. März 2013 08:52

      Bitte sehr: http://www.andreas-unterberger.at/2012/06/thilo-sarrazin-kommt-zu-den-tagebuch-abonnenten/?s=Sarrazin#comment-190732

      Ich habe nicht gesagt, sie wären falsch, ich habe gesagt, sie geben die Buchaussage nicht her (erklärt im Link)

      Und das ist nicht abstrus, das ist Statistik.

      Sarrazin weiß das selbst (beachten Sie seine zitierte Äußerung im Link), aber er weiß auch, wie man Leuten wie Ihnen Bücher verkauft.

      BG phaidros.vie@gmail.com

      P.S. Und Ihnen als jemand, der vorschlägt, grad mal so eben einen Weg einzuschlagen, den ein anderes Land ein ¼ Jahrtausend lang als Sonderweg gegangen ist, würde ich raten, etwas vorsichtiger mit Worten wie »abstruse Ideen« umzugehen.

    • phaidros
      26. März 2013 08:57

      …und bitte, ersparen Sie uns jetzt den Kalauer von der selbst gefälschten Statistik, danke!

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      26. März 2013 13:10

      Lieber phaidros,
      offenbar sind wir nicht nur beim Thema Klima Kontrahenten.
      1975 bildeten drei Staaten in Europa die Einkommensspitze: Deutschland, Schweiz und Schweden, praktisch gleichauf.
      Heute ist das Einkommen der Schweden etwa 27 %, das der Schweizer fast 50 % höher. Die Zahlen für Dänemark und Norwegen habe ich im Moment nicht, das heutige Einkommen liegt aber erheblich über dem deutschen.
      Welche Schlüsse wollen wir daraus ziehen? Könnte man annehmen, daß kleine Staaten, vernünftig regiert und ohne Euro, sich besser entwickelt haben? Glauben Sie im Ernst, daß der Euro mit dieser Entwicklung nichts zu tun hat?
      Ich habe mehr als zwei Jahre in der Schweiz gelebt und bekenne mich als Bewunderer dieses Landes. Ihre Antwort auf Punkt 5 finde ich daher armselig.

    • phaidros
      26. März 2013 13:24

      Lieber Dr. Knölge, wenn Sie, wie offenbar Scipio, der Meinung sind, dass wir einfach einen Weg einschlagen können, der von anderen bereits seit 250 Jahren beschritten wird, und hoffen damit an denselben Punkt kommen zu können — gut, dann verstehe ich, dass Sie meine Reaktion armselig finden.

      Sonst eigentlich nicht.

    • phaidros
      26. März 2013 13:27

      Und: Könnte man annehmen, daß kleine Staaten, vernünftig regiert und ohne Euro, sich besser entwickelt haben?

      Könnte man.

      Aber in Anbetracht des geopolitischen Umfelds wäre es grob fahrlässig, das in die Zukunft zu extrapolieren. Ihnen brauche ich sicher nicht zu erklären, dass Extrapolationen fast immer Mist sind.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. März 2013 13:44

      "Planung ersetzt den Zufall durch den Irrtum."
      Altes chinesisches Sprichwort

    • phaidros
      26. März 2013 13:47

      Ja dann is ja eh wurscht, was wir machen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. März 2013 13:54

      Im Prinzip schon.

      "Wer nicht am Drücker sitzt wird zerdrückt."
      Kurzfassung aller Machttheorien.

    • phaidros
      26. März 2013 16:35

      So, und jetzt sapere aude:

      Welches Interesse haben Mächte wie Indien, China, Russland, auch die USA eher:

      ° dass Europa sich einen Drücker verschafft und sich dran setzt?

      ° Oder dass sie gegen – Zitat – ›kleine Staaten, vernünftig regiert und ohne Euro‹ antreten müssen?

      Was werden die also vorantreiben?

      Tipp: bitte denken Sie daran, wie China europäische Anliegen behandelt (meiner Wahrnehmung nach begann das in etwa mit dem Tiananmen Massaker)

      Noch ein Tipp: denken Sie daran, wie Russland dieser Tage das Zypern-Problem abgehandelt – eher -schaselt – hat.

      Das fügt sich alles in ein Bild.

      Wem spielen wir also in die Hände, wenn wir die eigene Auflösung betreiben?

      Wie sehen die Konsequenzen aus österreichischer Sicht aus?

      Da nützen Hinweise genau nix auf Schweden und Dänemark (liegen kaufkraftbereinigt hinter Ö), Norwegen (hat Öl) oder die Schweiz (hat seinen Finanzplatz, der gerade im Begriffe ist, demontiert zu werden – durch ausländischen Druck. Denken Sie mal drüber nach)

      BG phaidros.vie@gmail.com

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      27. März 2013 18:14

      Lieber phaidros,
      so einfach ist es nicht.

      Ich bitte Sie, ich will doch nicht 250 Jahre nachholen. Ich habe den Zeitraum 1975 bis heute angesprochen. Ich kenne den Wohlstand in der Schweiz aus bester eigener Erfahrung. Als ich zum ersten Mal dort war, war der Aufenthalt preiswerter als jeder Urlaub im eigenen Lande. Die DM war stark, der Franken nicht. Der Kurs betrug 60 Pfennig für einen Franken, das war 1968. Heute liegt er bei 160 Pfennig, und würde er nicht künstlich stabilisiert, wären es wohl 200 Pfennig. Auch da hat die Schweiz also ganz mächtig zugelegt. Es ist mir auch nicht bekannt, daß die Schweizer erst 1968 begonnen haben, das Geld aufzusaugen. Was kann man da kleinreden?
      Jetzt wird die Schweiz unter dem Mühlstein Euro zermahlen.

      Armselig nenne ich noch immer Ihren gelangweilten Kommentar zu

      5.In Europa hat vor allem die Schweiz die einzige vernünftige Politik betrieben, sie ist nicht einmal dem EWR beigetreten! Begeben wir uns schnellstens auf den Weg der Schweiz!

      5. ROFL! Jetzt ist es klar: das war Satire, oder?

      Bei allem Respekt, aber das war wohl doch nicht durchdacht.
      Sind Sie nicht der Meinung, daß Deutschland und Österreich besser gefahren wären, hätten sie darauf gedrungen, die EU als reinen Wirtschaftsraum zu entwickeln?
      Daß Dänemark und Schweden in der Kaufkraft hinter Österreich liegen, glaube ich ebenfalls nicht. Da kann man die zum Teil exorbitanten Steuern in diesen Ländern schlecht einrechnen, denn das ist ein politisches und kein wirtschaftliches Problem.
      Diesen kleinen Ländern geht es prächtig, und das zu relativieren, zeigt, daß Sie gewisse Wahrheiten ungern akzeptieren wollen.

    • phaidros
      27. März 2013 20:22

      Ich kenne den Wohlstand in der Schweiz aus bester eigener Erfahrung.

      Unbenommen, aber ist es denn so naiv, der Meinung zu sein, dass dieser Wohlstand darin begründet ist, dass die Schweiz sich 250 Jahre lang aus allen Kriegen heraus halten konnte, nicht zuletzt deswegen zum Finanzplatz avancierte (oft genug unter einer Decke mit fragwürdigen Charaktern) – also völlig kompatibel mit Ihrer Aussage, dass nicht erst 1968 begonnen wurde, Geld aufzusaugen? Eigentlich sogar genau in meiner Kerbe, würde ich sagen. Und das wiederum machte einen industriellen und wirtschaftlichen Höhenflug möglich, oder etwa nicht?

      Ob ich also Wahrheiten ungern akzeptiere, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich nachschaue, bevor ich poste. Zum Beispiel, was Dänemark und Schweden betrifft:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Bruttoinlandsprodukt_pro_Kopf

      Mein Einduck ist offen gesagt also in diesem Fall eher der, dass Sie hier etwas nicht glauben – und das sagen Sie ja schließlich auch.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • phaidros
      27. März 2013 20:24

      Schlussatz fehlte:

      Denn nach wie vor bin ich der Meinung, dass die Schweiz nur deswegen dort stehen kann, wo sie steht, weil sie 250 Jahre lang einen Sonderweg gegangen ist. Das holt niemand auf, weil er sich einfach so dafür entscheidet.

      LG phaidros.vie@gmail.com

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      28. März 2013 14:27

      Werter phaidros,
      Sie betonen immer den Zeitraum von 250 Jahren. Ich wiederhole noch einmal: Vor 40 Jahren aber standen Deutschland und Schweiz auf Augenhöhe. Das war 30 Jahre nach der Zerstörung (nicht nur) meines Landes, während die Schweiz sehr glimpflich davongekommen ist. Davon habe ich geschrieben. Also machen wir uns Gedanken, warum in den letzten 40 Jahren die Entwicklung so konvergiert ist.
      Und da kommt auch der Euro ins Spiel. Der Euro hat gegenüber allen von vernünftigen Regierungen gelenkten Staaten mächtig verloren, und das wird so weitergehen.
      Schauen Sie sich folgende Währungskurse der letzten Jahre an: CHF, NOK, NZD, CAD, AUD, DKK, SEK...

      Sind Sie immer noch der Meinung, daß der Euro eine vernünftige Währung ist?

      Haben Sie eigentlich sichere Altersversorgung? Gute Rente oder Pension?
      Die hat nicht jeder. Doch mancher hat noch vor fünf Jahren gedacht, daß die privaten Ersparnisse für ein kommodes Leben im Alter ausreichen.
      Dann begannen die Gangster in D und EU, alle Verträge und Versprechen zu brechen.

      Einen kleinen Rat noch. Zitieren Sie als seriöser wissenschaftlich gebildeter Mensch niemals Wikipedia.
      Schauen Sie sich hier einmal das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung an. Da sehen Sie, wo Deutschland inzwischen steht und wo die von mir genannten kleinen Länder.

      http://de.statista.com/statistik/daten/studie/166224/umfrage/ranking-der-20-laender-mit-dem-groessten-bruttoinlandsprodukt-pro-kopf/

      2012, in USD, ca.
      D: 41.200
      A: 46.300
      Dänemark, Schweden: 55.000
      CH: 77.800
      N: 91.300

      Ihre Widerlegung?

      Man sieht, nur D kann den Euro noch retten. Die Statistik beweist es.

    • phaidros
      28. März 2013 17:25

      Auf mich wirkt das alles hingebogen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

      Nicht bös sein bitte, aber ununterbrochen das Wort im Mund umgedreht zu bekommen wird mir langsam zu mühsam. Wo deute ich beispielsweise auch nur an, dass der Euro eine vernünftige Währung wäre?

      Alles, was ich gesagt habe: Sarrazin beweist seine Titelaussage im Buch nicht, und das ist so.

      Wiki: Ach Herrje, wie konnte ich auf das alleserschlagende Universalargument "zitieren SIe niemals Wikipedia" vergessen?! Ich komme drauf zurück.

      Vorher schauen wir uns aber an, was Sie anzubieten haben: Umfragedaten?
      Messen Sie Umfragen mehr Aussagekraft oder Wahrheitsgehalt oder was weiß ich als der Wikipedia zu? (Und das, obwohl die Wikipedia praktisch immer die Einzelnachweise angibt, und das Keulenargument so gut wie immer einfach nur dumm ist)?

      (Ihr Link: …/studie/166224/umfrage/ranking-…)

      Ich sch?age daher vor, halten wir uns doch besser an Eurostat: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&plugin=1&language=de&pcode=tec00114

      Und was Ihre kleine Aufstellung betrifft, warum sollte ich da etwas widerlegen wollen? Sie belegt genau, was ich sagen möchte.

      Sonderwege: N: Öl, Ch: Finanzplatz, 250 Jahre Sonderweg (denn – nur einmal so gesponnen: wenn vor 40 Jahren die Schweiz eine etwas schwierigere Phase hatte und der Rest Europas z.B. ein Wirtschaftswunder finanziert bekam und erlebte und sich danach wieder alles normalisert (gleichsam eine gespannte Feder entspannt), dann haben Sie genau die beobachtete Situation)

      Die anderen Länder kaufkraftbereinigt wie gesagt und ignoriert nicht so gut, wie Sie sie haben möchten, sondern in der Kaufkraft hinter Ö.

      Im übrigen habe ich den leisen Verdacht, dass wir einander kennen könnten. Oder irre ich mich da, Dr. Krösenwan?

  21. Komma
    25. März 2013 22:47

    @interessierter Leser

    "Die erste Plicht eines Politikers ist die Verteidigung der nationalen Souveränität", so Papst Franz mit großem Nachdruck. Schüssel hat dieser Pflicht nicht genügt, er hat den "Anschluß" Österreichs an die EU und den Beitritt zur Casino-Währung Euro forciert. Wörtlich hat er das Aufgehen Österreichs in einem Europäischen Bundesstaat immer wieder gefordert. Mit Vranitzky, Mock und Busek gehört er zu den Totengräbern Österreichs. Schade, dass Landesverrat nicht mehr mit dem Tode bestraft wird. Eine solche Strafe hätten die Vorgenannten verdient!

    Die Quelle des Papstzitats finden man hier: http://www.lanacion.com.ar/1326530-aportes-del-dialogo-interreligioso

  22. Sensenmann
    25. März 2013 22:05

    Wie putzig! Der Euro wieder einmal - im Wochentakt - gerettet. In Wahrheit ist gar nichts gerettet.
    Zypern ist mit 140% der BIP verschuldet, die 10 Milliarden, die man in dieses Fass ohne Boden wirft, decken gerade mal den dringendsten Bedarf.

    Halten wir uns an die Fakten: Zypern hat mit den jetzt noch hinzukommenden Schulden von rund 17 Mrd. - von denen die EU 10 aufbringen muss mittlerweile etwa 31 Mrd. Euro Schulden. 870.000 Einwohner gibt es, macht pro Kopf also runde 35.000.- Euro. Vom lallenden Kindlein bis zum lallenden Greis wohlgemerkt!
    Wenn man es auf 371.000 Erwerbstätige aufrechnet, wird die Sache vollends zur Farce. Dann lasten auf jedem Erwerbstätigen rund 83.000 Euro Schulden.
    Bei einem pro Kopf-Einkommen von etwa 18.000.- Euro im Jahr.

    Es ist wohl der Weisheit unserer Schotter-Mitzi bzw. der des Bundesrollstuihlfahrers vorbehalten zu wissen, wie auch nur die Zinsen dieser Schulden bedeckt werden sollen.
    Bald stehen die zum nächsten Bailout an.

    Ach ja, dann kommt natürlich noch Slowenien und bald auch Luxemburg.
    Vielleicht auch schon demnächst Italien.
    Die Banken reißen die Staaten in den Abgrund und dann kommt Stimmung auf!

  23. Maigret
    25. März 2013 21:54

    Off Topic:

    Einer der besten und erschüttensten Artikel die ich jemals über die Multi-Kulti Ideologie und ihre Folgen gelesen haben: UNBEDINGT LESEN!!!!

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_schlachten_hat_begonnen

    • byrig
      26. März 2013 00:15

      nicht neu-aber so ist es.und soviel auch zu den grünen.die sogenannten intellektuellen sind offenbar zu blöd,die gefährlichkeit dieser bewegung zu erkennen.

    • Johann Scheiber
      26. März 2013 07:08

      Die Anfänge des Dramas sollte man gut dokumentieren, denn enden wird es ganz anders, als die türkischen Barbaren und ihre Aufhetzer es auch nur zu ahnen vermögen. Wenn sich die Deutschen besinnen, wer sie sind, ist der Türkenspuk im Handumdrehen vorbei.
      Nur was dann folgt, ist die Frage!

    • Undine
      26. März 2013 08:32

      @Maigret

      Wirklich lesenswert!*****!

      @Johann Scheiber

      "Die Anfänge des Dramas sollte man gut dokumentieren,..."

      Ganz richtig, denn hinterher wollen eh alle "dagegen" gewesen sein und nach einigen Jahrzehnten wird, dank der geschickten, natürlich "renommierten Geschichtsschreiber" alles ganz, ganz anders gewesen sein und der Spieß einfach umgedreht und die Geschichte "getürkt".

    • F.V. (kein Partner)
      26. März 2013 13:06

      Maigret,

      an diesem Artikel sieht man, wie wichtig es ist Klartext zu reden.

      Täten dies ein paar mehr, verschwände der Spuk schneller. Aber die meisten machen sich in die Hose, wenn irgend ein geistiger Taglöhner "Nazi" sagt oder "Tolleranz" fordert.

      Man muß nur wieder die Dinge beim Namen nennen: Politiker als Hoch- und Landesverräter, Korruptionäre und Selbstbediener, die bildungssresitenten Kulturbereicherer als bildungsresistente Kulturbereicherer, ZARA, DÖW, und dgl. als Privatstasis die mit Lüge und Verleumdung den Staat unterminieren, usw.

      Die Menschen ahnen es ohnedies längst, und wer als erster die richtige Tonart anschlägt, nach dessen Melodie wird dann auch gesungen. Bisher haben wir dies den Krakelern und linken Jakobinern überlassen. Es liegt an uns es zu ändern.

    • Pius (kein Partner)
      26. März 2013 13:49

      Maigret
      *********
      F.V. (kein Partner)
      *********

    • DerSchrei (kein Partner)
      26. März 2013 14:28

      Hier ist der Fall Daniel S. und das Drumherum sehr gut dokumentiert :

      http://www.sezession.de/

    • DerSchrei (kein Partner)
    • Undine
      26. März 2013 19:05

      @DerSchrei

      Sehr lesenswert!***

    • Carlo (kein Partner)
      26. März 2013 23:53

      Hat das der Breivik geschrieben oder wollt ihr Halbnazis gleich einen Lynchmob mobilisieren? Wenn rechte Volldeppen über Evolution schreiben, kann eigentlich nichts gescheites dabei heraus kommen, außer Inhumanes.

    • F.V. (kein Partner)
      27. März 2013 13:42

      carlo dixit" - Hört! Hört!

  24. Tullius Augustus
    25. März 2013 21:14

    Ein Kleinststaat wie Zypern hat die gesamte Eurozone tagelang in Nervosität versetzt. Jetzt wissen alle wie gut man in Zypern pokern kann. Die Zyprioten haben die ganze Eurozone in Schach gehalten und zu erpressen versucht.

    Man muss Herman van Rompuy und Barroso dankbar sein, dass sie die Zypern-Krise zur Chefsache erklärten und den zyprischen Präsidenten per belgischem Militärflugzeug nach Brüssel beorderten. Somit wurde das neue Zypern-Paket noch in der Nacht finalisiert: http://orf.at/stories/2173572/2173558/

    Wie wird es erst sein, wenn Malta in finanzielle Schwierigkeiten kommt. Den Maltesen traue ich zu dass sie mindestens genauso gut pokern werden wie die Zyprioten. Ich schließe mich daher der Meinung von Danuta Szarek (Focus.de) an:


    Inselstaat stürzt Eurozone ins ChaosUnwürdiges Schauspiel in Brüssel: Zypern hat die Euro-Retter gnadenlos vorgeführt

    Montag, 25.03.2013, von FOCUS-Online-Redakteurin Danuta Szarek

    Schön und gut: Das Zypern-Hilfspaket steht. Die Märkte atmen auf, und die Euro-Retter klopfen sich auf die Schulter. Zurück bleibt ein unfassbarer Schaden für die Eurozone – weil die EU einen kapitalen Fehler gemacht hat.

    Als der Abend immer später wurde und die Gespräche immer härter, bestellten die Euro-Retter erst einmal Pizza. Zumindest wurden am späten Sonntagabend Boten, mit Stapeln von Pizzakartons bepackt, unweit der Verhandlungsräume in Brüssel gesichtet.

    Das ist zwar nur eine Randnotiz vom Verhandlungspoker. Doch sie zeigt: Es waren – auf allen Seiten – letztlich nur Menschen, die da miteinander gerungen und gefeilscht haben. Und der Krisenmarathon hat den einen oder anderen von ihnen sicher an den Rand seiner Kräfte gebracht.

    Pleite ist verhindert – vorerst

    Das ist aber auch fast schon alles, was man den Verhandlungsparteien zu Gute halten kann. Zwar herrscht jetzt, nach der Einigung, die große Erleichterung. Doch die ganze Sache ist nur vordergründig – und auch nur vorerst – glimpflich ausgegangen: Das Rettungspaket für Zypern steht, die Pleite ist abgewendet. Und dennoch haben die Krisenmanager der Euro-Zone mal wieder ein Armutszeugnis abgelegt: Ausgerechnet ein Euro-Winzling wie Zypern hat es im dritten Jahr der Schuldenkrise geschafft, die Währungsgemeinschaft und ihre Partner an den Rand des Wahnsinns zu bringen. Und die Euro-Zone gefährlich nah an den Abgrund.

    Eine Woche lang trieb Zypern seine Verhandlungspartner vor sich her – und letztere sind zu einem gehörigen Teil selbst schuld daran. Der größte Fehler ist ihnen bereits Anfang der Woche unterlaufen: Sie haben sich in einem ersten Anlauf mit den Zyprern auf ein Rettungspaket eingelassen, das eine Zwangsabgabe für Kleinsparer vorsah – auch für solche mit einem Kontostand unterhalb der europäischen Einlagensicherung von 100.000 Euro.

    Dann die Ohrfeige: Das zyprische Parlament machte alles zunichte, indem es das Rettungspaket durchfallen ließ.

    Und damit nicht genug: Die zyprische Regierung ließ es so aussehen, als seien es die Euro-Retter gewesen, die den armen Zyprern die Zwangsabgabe auferlegt hatten – federführend, natürlich, die bösen Deutschen. Dabei hatten die Vertreter von EU und IWF nach eigener Aussage lediglich gesagt: 5,8 Milliarden Euro müsst ihr selbst zusammenkratzen, um zehn Milliarden Kredit von uns zu bekommen – von wem ihr sie euch holt, ist uns egal.

    „Sündenfall auf Zypern“

    Zypern hat schlicht den Volkszorn unterschätzt, den die Abgabe im eigenen Land schürte, und damit verheerenden Schaden angerichtet: Auf einmal stand die europäische Einlagensicherung, die nach den Erfahrungen der letzten Finanzkrise erst ausgebaut worden war und die die Europäer gerne stolz vor sich hertragen, komplett in Frage. Europaweit fragten sich Sparer, ob es ihnen demnächst auch ans Konto geht. „Mit dem Sündenfall auf Zypern bricht eine neue Epoche an“, schreibt die „Neue Zürcher Zeitung“.

    Zwar ist letztlich eine Lösung gefunden, bei der Guthaben bis zu 100.000 Euro nicht angetastet werden. Doch es bleibt die Frage: Warum nicht gleich so? Warum hat die EU nicht frühzeitig die Reißleine gezogen, als sie merkte, dass sie das Vertrauen in die europäischen Sicherungsmechanismen riskiert? Und warum kann der Präsident eines Landes, das für 0,2 Prozent der Wirtschaftskraft der EU steht, absurde Vorschläge wie etwa die Einbeziehung der zyprischen Rentenkasse machen, mit dem Fuß aufstampfen, mit Rücktritt drohen und so im letzten Moment noch mal eben Zugeständnisse herausschlagen?

    Überforderte EU-Retter

    Die Odyssee zeigt zweierlei. Erstens: Es braucht nicht erst einen Italien-Crash, nicht einmal einen „Grexit“, um die Eurozone – mindestens aber ihre Glaubwürdigkeit – ernsthaft zu gefährden. Es braucht im Zweifel nur einen Zwergstaat und eine Truppe zerstrittener, überforderter Euro-Retter, die sich zum Narren halten lassen und nicht mit einer Stimme sprechen. Zypern stehe für eine „totale kommunikative Unfähigkeit an der Spitze von EU, Eurozone und Regierungen der Mitgliedstaaten, die ihresgleichen sucht“, schreibt der Wiener „Standard“.

    Restlos ad absurdum geführt würde das ganze bisherige Hickhack, wenn sich ein Bericht der Zeitung „Die Welt“ bestätigt: Demnach reicht das Geld, auf das sich die Verhandlungspartner geeinigt haben – insgesamt mehr als 17 Milliarden Euro -, womöglich gar nicht aus, um Zypern zu retten – weil der wirtschaftliche Absturz des Inselstaats dramatischer ausfällt als ursprünglich erwartet.

    Dann naht des unwürdigen Schauspiels nächster Akt. [Ende]

    Link:
    http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/unwuerdiges-schauspiel-in-bruessel-zypern-hat-die-euro-retter-gnadenlos-vorgefuehrt-_aid_947625.html

    • Undine
      25. März 2013 21:34

      @Tullius Augustus

      *********!
      Eine hervorragende, aber leider niederschmetternde und ernüchternde Bestandsaufnahme von Danuta Szarek! EU und EURO-Zone---ein Scherbenhaufen, angerichtet von ein paar Handvoll charakterloser, sich selber heillos überschätzenden Wirrköpfen.

  25. Josef Maierhofer
    25. März 2013 21:11

    Die Lösung hat sich verschlechtert.

    Weder die Zyprioten, noch die Gebrländer können damit zufreiden sein. Die Pleite wurde vertagt, um einige Jahre vielleicht oder sogar nur noch Monate, bis nämlich die 'Geberländer' auch so weit sein werden.

    Aber wer sichert deren Konkurs dann ab ?

  26. terbuan
    25. März 2013 18:54

    Zypern-Deal: EU übernimmt Kontrolle über Bank-Guthaben in Europa

    Der Deal Zyperns mit der EU bedeutet die Übernahme der Kontrolle aller europäischen Bank-Guthaben durch die EU. Wer sein Geld auf die Bank getragen hat, hat ab sofort keine Sicherheit mehr, dass er es jemals wiedersieht. Ab sofort sind alle Banken in der Euro-Zone offizielle Hausbanken der Bürokraten in Brüssel.

    Mehr auf:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/25/zypern-deal-eu-uebernimmt-kontrolle-ueber-bank-guthaben-in-europa/

  27. cicero
    25. März 2013 17:46

    Die genauen Ergennisse der Zyperndeals werden weiter verschwiegen. Die beste Meldung fand ich ich RT.com:

    Depositors in the Bank of Cyprus, the biggest bank on the island, will reportedly lose from 30 to 40 per cent on their holdings above 100,000 euro as result of a bailout agreement which Cyprus and the troika of international backers signed on Monday.

    Irish Radio is quoting the chairman of the Cypriot parliamentary finance committee, Nicholas Papadopoulos, who said that the levy of 30 per cent will be imposed on the deep-pocketed savers.

    "I haven't heard a formal announcement about the haircut, but this is the figure I heard," he said.

    Bloomberg reports an even bigger figure as it refers to two EU officials, who claimed that the losses would be no more than 40 per cent on uninsured depositors at the Bank of Cyprus.

    At dawn on Monday, Cyprus and the troika of international backers (EU, ECB, IMF) reached agreement on a €10bn bailout plan, aimed at preventing the bankruptcy of the island’s financial system and the country’s exit from the Eurozone.

    Under the plan the depositors in Bank of Cyprus will be compensated with equity in the bank, while Laiki Bank, which is the island’s second largest financial institution, will be closed down.

    Those with deposits under 100,000 euros in both banks will continue to enjoy the protection of the state's guarantees, after an earlier proposal to impose a 6.75% tax on them provoked anger.

    “The result that was found is right,'' German Chancellor Angela Merkel said. “It also makes those who helped cause these undesirable developments play their part. That is how it should be.”

    Germany has long insisted Cypriot banks, which attracted foreign investors with high interest rates, needed to contribute to the bailout.

    “I think that a fair sharing of the burden was achieved,'' she said. “On one hand, the banks have to take responsibility for themselves. That is what we have always said: we do not want taxpayers to have to rescue banks, we want banks to rescue themselves.”

    It will help

    "stabilize the situation in Cyprus and help Cyprus back onto a path of sustainable consolidation. I think the solution can help win back lost confidence for and in Cyprus," German Finance Minister Wolfgang Schaeuble told a news conference after the 11th-hour talks ended with a deal.

    "It is the best path possible even if it isn't an easy one."

    Russia doesn’t appear so optimistic.

    "I think they continue stealing what's already been stolen. We need to understand what this story will finally lead to," Russian Prime Minister Dmitry Medvedev commented on the move during a meeting with his aides on Monday.

    Despite the deal Cyprus will remain at risk of default and a Eurozone exit for a "prolonged period," believes Moody's senior credit officer Sarah Carlson.

    "The system's profile as an offshore financial center is unlikely to survive this crisis," Carlson added. "The potentially irreparable damage to the country's current drivers of economic growth leaves its ability to sustain its current debt highly in doubt."

  28. Gerhard Pascher
    25. März 2013 17:10

    AU: "Aber warum darf plötzlich die Bank of Cyprus überleben, während die Laiki-Bank zusperren muss?"

    Muss sie wirklich zusperren? Eigentlich wil man zwischen den beiden Großbanken tauschen, also eine Good und eine Bad Bank machen. Wichtig ist jetzt einmal, dass Kassasturz gemacht wird, denn bisher weiss man ja noch gar nicht genau, wieviel auf den Konten lagernden Gelder durch die Bank "verspielt" wurden und wieviel Kredite (besonders an den zypriotischen Staat) nun uneinbringlich geworden sind.

    Man spricht auch immer von Guthaben bis und über € 100.000. Nicht erwähnt dabei wird, was an täglich fälligen Girokonten liegt, was auf Sparbüchern geparkt ist und welche Gelder über Wertpapierkonten veranlagt sind. Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass diese hunderttausende Konten mit Milliardenbeträgen alle "täglich" fällig waren, denn niemand wird große Geldsummen zum niedrigsten Eckzinssatz mit täglicher Fälligkeit einer Bank übergeben. Andererseits kann ich mir durchaus erklären, dass ein etwas größerer Betrieb zur täglichen Geldbewegung (Wareneinkäufe, Auszahlung von Gehältern, Mieten, tägliche Einnahaamen aus der Bargeldkasse usw.) ein Gironto besitzt, welches zum Stichtag € 100.000 überschritten hat. Dieser brave Betrieb wird nun mit gleichem Maß wie die ausländischen Fluchtgelder "bestraft", was eigentlich unfair ist.

    • dssm
      25. März 2013 17:45

      Erschütternd, die Argumentation könnte direkt aus dem Dritten Reich kommen.
      Fluchtgelder – ja, da haben viele Russen in Zypern Geld geparkt, wie damals die Juden in der Schweiz. Zypern ist nämlich Teil der EU und die Russen glaubten damit sei Zypern ein Rechtsstaat.
      Diese Menschen wollten ihr Vermögen vor einer dubiosen Justiz in Sicherheit bringen!

    • socrates
      25. März 2013 18:07

      dssm
      Das haben die kleinen Sparer auch geglaubt, nur wollte die EU niemand verschonen. Einspruch mit Erfolg haben die Zyprioten erhoben. Wenn jemand in Zypern sicher Geld anlegen wollte oder will, dann soll er zu Barclays in der britischen Zone gehen und hat kein Problem. Das ist der Unterschied zum 3. Reich.

    • Undine
      25. März 2013 19:26

      @dssm

      "Diese Menschen wollten ihr Vermögen vor einer dubiosen Justiz in Sicherheit bringen!"

      Diese Menschen haben ihr unfaßbar hohes Vermögen auch auf DUBIOSE Weise "erworben"; wenn ein großer Teil dieses Geldes futsch ist, ist es---wie im Fall Zypern --- ein den Russen gestohlenes Vermögen. Eines ist jedenfalls mit Sicherheit zu behaupten: Auf redliche Weise kann solch gigantischer Reichtum NICHT angehäuft werden. Das war auch in früheren Zeiten so.

    • dssm
      25. März 2013 19:43

      @undine
      woher wissen Sie so genau wie diese Vermögen erworben wurden?
      Steuerflucht wird es ja wohl eher nicht sein, die russische Flattax ist so gering, da frisst einem der Neid!

      Ein generelles Problem bleibt (leider!).
      Es gibt kaum wissenschaftliche Literatur wie man entstaatlicht. Ich kenne eigentlich nur Rothbard und Hoppe. In beiden Fällen ist es eine kleine Randnotiz in Schriften über ganz andere Themen.
      Leider fehlt hier die Expertise von Mises!

      Wenn also nun die UDSSR (und andere) aufgelöst und das Staatsvermögen (=alle Produktionsmittel) verteilt wurde, dann gab es dazu kaum eine wissenschaftliche Hilfe. Wir haben die Ost-Staaten alleine gelassen. Vieles war gut gemeint und ist vollkommen daneben gegangen. Da wir aber nicht helfen wollten, dürfen wir heute auch niemanden beschimpfen!
      Fairerweise müssen Sie zugeben, daß die Bewohner der Ost-Staaten keine Ahnung haben konnten!
      Bei uns hat man aber lieber ständig neuen Sozialisierungsphantasien nachgejagt, anstatt sich mit einem akuten Problem zu beschäftigen.

    • Eva
      25. März 2013 21:46

      Der dieser Tage verblichene russische Oligarch Boris Berezovski hatte das Milliardenvermögen, das er sich nur unter dubiosen Umständen aneignen konnte, in seinem und seines Vermögens Exilland zur Gänze verjubelt und einen Berg Schulden hinterlassen.....eine reife Leistung! In seinen besten Jahren hat er mit diesem Geld mehrmals den Königsmacher gespielt nach der Devise: Wer das Geld hat, hat die Macht.

  29. terbuan
    25. März 2013 15:48

    Jede Art von Zwangsabgabe ist strikt abzulehnen, egal ob es 1.000 oder 100.000 Euro betrifft, es ist der Beginn einer Willkürherrschaft von Regierenden die gleich einer Räuberbande handeln!

    Aus Wiki:

    "Konfiskation (lateinisch confiscatio) bezeichnet die Enteignung und Beschlagnahme von Gütern oder Vermögensteilen durch den Staat ohne Entschädigung. In Unrechtsstaaten und in revolutionären Situationen erfolgt die Konfiskation oft ohne jede Rechtsgrundlage, nur auf Grund der Macht des Staates oder der Revolutionäre........"

    Wehret den Anfängen!!!

    • Karl Rinnhofer
      25. März 2013 17:17

      Das sehe ich genauso, schränke ein, die Verhältnisse in Zypern nicht genau genug zu kennen, um mich qualifiziert zu äußern, argumentiere hiermit allgemein: Auf Sparguthaben zuzugreifen, ist Enteignung, ist - genauso wie überdimensionale Bestuerung - schlicht Raub; das muss Tabu bleiben. Für diesen staatlichen Eingriff stehen sehr schnell populistische Begründungen (Solidarität, "Kaputtsparen"; Konsumkrafterhalt aller ...) bereit. Wenn man Exempel statuiert, brechen schnell Dämme. Illegaler Vermögenserwerb muss an der Quelle bekämpft werden, sicher nicht dadurch, dass man ALLE enteignet und dies noch mit „sozialer Gerechtigkeit“ begründet.

      Ideal (also vielfach nicht zutreffend) gedacht, aber doch tendenziell – sind die allerorts verhassten „Reichen“ und „Besserverdiener“ am ehesten die Leistungsträger, die verantwortlich Sparenden statt Drauf-Los-Konsumierende und Daueralimentierten ohne Bedeckungsbereitschaft.

      Man sollte also endlich einmal die Alleinfokussierung auf die „Sozial Schwachen“ (vulgo „Faulpelze“) hinterfragen.

      Ich weiß schon, dass diese Argumentation zu verallgemeinernd ist: Für unschuldig in Not geratene oder für Unverhältnismäßigkeit der Auswirkung von Fehlverhalten soll selbstverständlich die Solidargemeinschaft einspringen. Aber generell ist Bashing der Leistungs- und Qualifikationsbereiten unerträglich.

    • terbuan
      25. März 2013 18:38

      @Karl Rinnhofer,
      danke für Deine Zustimmung und auch für die Bedenken, die Verhältnisse in Zypern nicht wirklich detailliert zu kennen.
      Kennst Du eigentlich die Jubiläumsausgabe "4 Jahre Presse am Sonntag"" in der Nicht-Journalisten Beiträge geschrieben haben?
      Angelika Kirchschlager war die "Chefredakteurin" und hat ihre Sache sehr gut gemacht!
      http://diepresse.com/home/presseamsonntag/index.do
      lG/terbuan

    • Karl Rinnhofer
      25. März 2013 19:43

      @Terbuan
      Ich danke für Deine Reaktion und ersuche alle ähnlich Denkenden, weiter gegen den drohenden Taschengeld-Staat anzutreten, der in seiner Präpotenz zunehmend glaubt, erworbenes Eigentum besser verwalten zu können als derjenige, der es sich verdiente, und daher jederzeit auf dieses zugreifen zu dürfen oder gar zu müssen. Denn Eigentum ist Diebstahl in dieser pervertierten Ideologie, Enteignung und Raub dagegen bekommen das sattsam bekannte solidarisch-soziale Gesicht. Alles gestützt von einem bizarren Kult um die „sozial Schwachen“ als Stimmvieh, während (Besser-)Verdiener, Verzichtende, sich Einbringende, Qualifikations- und Leistungsbereite, Fleißige und Sparer permanent mit schlechtem Gewissen leben sollen, wenn es für diese Haltung gar einmal ein Ertrag zu lukrieren ist, auf den der Staat „selbstverständlich“ Zugriff haben muss. Das wird noch gestützt durch eine längst auf „Ochlokratie“ konditionierte Wählermasse. Legalisierter Raub, Enteignung, Entmündigung, Zucht eines unwürdigen Menschentums ist wohl schon Programm ...?

      Zu Angelika K.: Ja, ich kenne Ihren aktuellen Gehversuch in der Presse-Redaktion. Bezeichnend, wenn sie ihre erfrischenden Phasen hat, Unterschiedlichstes auszuprobieren: Dann geht sie mit Habeler auf den Großvenediger, singt mit Konstantin Wecker, träumt von tänzerischen Musicalauftritten am Broadway, (für Cats hatte sie sich schon seinerseits beworben), möchte ein Geschenkepackerl-Geschäft aufmachen, schauspielert mit Ulrike Beimbold, spielt im (englischen) Film die Frau von Hugo Wolf, wird von Trever Nunn für das englische Nationaltheater als Schauspielerin angeworben, möchte wieder – wie in der Studienzeit – Kuchenmädchen oder CD-Verkäuferin in Salzburg sein, Goldschmiedin oder Buchdruckerin werden, singender Gondoliere (=-in) in Venedig, singende Weinbäuerin in Südtirol, Schlagwerkerin (z.B. im Feuervogel unter Abbado), Klaviervirtuosin (kraft ihres Studiums) – und Professorin ist sie ohnedies (früher am Mozarteum, seit zwei Jahren Musikhochschule Graz). Dann tingelt die Frau Kammersängerin schon einmal durch kleinste Dörfer („Liederreise“), Singt Bodenständiges auf Hütten-Holzbänken, nimmt CDs und DVDs auf, schreibt Kommentare (auch im Unterberger– Buch „Österrreich. Und jetzt?“). Schau Dir einmal den „Kirchschlager-Zyklus“ 2013/14 im Wiener Konzerthaus an – welch Heilige Vielfalt – an Partnern, Sujets, Anforderungen. Aber so ist sie halt ... !

    • terbuan
      25. März 2013 20:41

      Danke Karl,
      diese Frau ist einfach genial und nicht nur eine begnadete Sängerin.
      Gerne wäre ich auch einmal Gast bei einem ihrer Liederabende, schön wenn ich Dich dabei wieder einmal treffen könnte!
      Herzliche Grüße,
      terbuan

    • diko
      26. März 2013 08:47

      Terbuan und Rinka,
      auch ich empfinde diese Frau als eine begnadete Sängerin. Und wäre gerne einmal Gast bei einem ihrer Liederabende, auch wäre es schön, wenn wir uns wieder einmal treffen könnten! - Eure Beiträge exzellent und zutreffend, - wie immer!
      Herzliche Grüße,
      diko

  30. Undine
    25. März 2013 14:31

    Gerade jetzt ist im Zusammenhang mit Zypern ständig von "russischen" Oligarchen die Rede; lesen Sie selbst, was auf ZNet (aus dem Jahr 2004; da gab es noch weniger Oligarchen als heute) Interessantes zu finden ist. Eine besondere Rolle spielte der vorgestern verstorbene Boris Berezovski:

    Die OLIGARCHEN

    Oder Wie die Jungfrau zur Hure wurde
    von Uri Avnery

    http://zmag.de/artikel/Die-Oligarchen

    • socrates
      25. März 2013 15:35

      Abramowich ist der größte Anleger in Zypern. Ist er Engländer oder Israeli oder Russe?

    • terbuan
      25. März 2013 16:06

      Ich nehme an, er wird seinen israelischen Pass vorweisen und diplomatische Immunität für seine Einlagen begehren und nach Interventionen sie auch bekommen :-)

    • Undine
      25. März 2013 16:19

      @socrates

      Vermutlich das, was ihm im jeweiligen Moment opportun erscheint!
      Jedenfalls hat er sich, wie in der "Presse" zu lesen war, am Attersee ein "standesgemäßes" Domizil beschafft:

      "Als plötzlich elf schwarze Limousinen in Burgau am Attersee auftauchten, um wenige Tage später ebenso plötzlich wieder zu verschwinden, da wussten die Einheimischen: Er war da. Roman Abramowitsch, russischer Oligarch, milliardenschwer und seit 2007 im Be­sitz einer der begehrtesten Immobilien des Landes, hatte samt russischstäm­miger Entourage, Vorkostern und Bodyguards seine erste Silvesterparty am Attersee verbracht. Der Wert von Abramowitschs Domizil, dem „Wald-schlössl” an der Südseite des Sees, mit gut 25.000 Quadratmeter Grundfläche soll 15 Millionen Büro betragen. Vor Abramowitsch logierte darin Uhren­großhändler Georg Weiner.

    • byrig
      26. März 2013 00:38

      undine,sie haben einen super-link geliefert!das hat mit hintergrundwissen zu tun.danke.

  31. Wolfgang Bauer
    25. März 2013 13:41

    Ad " Ökonomieclown Schulmeister ": Auch gestern im ORF wurde er wieder nicht gefragt, wie er sich eigentlich das Ende der von ihm geforderten weiteren Schuldenmacherei vorstellt. Und wie die Zinsenproblematik zu lösen wäre. (Schüssel lächelte wenigstens milde.)

    So konnte er wie gewohnt konsequenzfrei gurumäßig und missio-narrisch brabbeln. Viele Junge fallen auf diesen Spätpubertierenden herein: "Das sagt ja sogar der Schulmeister"habe ich in Diskussionen mit WU-Studenten (!) nicht nur einmal gehört.

  32. brechstange
    25. März 2013 12:40

    Irgendwie stellt es mir die Haare auf, wenn Brüssel ein Grünbuch zur Finanzierung der europäischen Wirtschaft rausgibt und das auch noch von einem gelernten Etatisten wie Barnier. Übrigens gibt es schon ein Grünbuch, eines von Gadaffi.

    "Brüssel stellt Pläne zur Finanzierung der europäischen Wirtschaft vor
    EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier stellt in Brüssel sein "Grünbuch" zur "langfristigen Finanzierung der europäischen Wirtschaft" vor. Teil des Plans könnte ein öffentlich gefördertes EU-Sparkonto sein. Weitere Vorschläge reichen von einer Umgestaltung der Körperschaftsteuer über gelockerte Kapitalanforderungen für langfristige Finanzierungen bis zu Mehrfach-Stimmrechten für Langfrist-Aktionäre auf der Hauptversammlung."

  33. dssm
    25. März 2013 12:33

    Ebenso wie bei Griechenland (…) werden wir uns jetzt an Zypern als Dauerkandidat für ‚kleine’ Finanzspritzen gewöhnen müssen. Da ganz am Ende der Verhandlungen der Finanzbedarf sich noch einmal ein klein wenig (2Mrd) erhöht hat, kann davon ausgegangen werden, dass niemand wirklich weiß wann wie viel benötigt wird.

    Die Rechnung ist ja sowieso falsch. Wenn jetzt eine grosse Bank geschlossen wird, dann sind viele, in Zypern sehr viele, Menschen arbeitslos, die zahlen dann keine Steuern mehr, haben aber Ansprüche an Arbeitslosenversicherung, soziale Beihilfen usw.
    Wenn der Bankensektor konsolidiert wird, ist es mit Neukrediten aus, also bricht die Bauwirtschaft zusammen, also sind wiederum zahlreiche Menschen arbeitslos.
    Das zieht sich dann wie ein roter Faden durch jede Statistik. Irgendwann reicht das Geld nicht einmal mehr für eine medizinische Grundversorgung – siehe Griechenland.

    Aber, sehen wir es positiv. Die Zyprioten haben schließlich ihre Regierungen demokratisch gewählt, also waren sie in ihrer grossen Mehrheit für das nun folgende Desaster. Diese herbei gewählten Katastrophen können nun gründlich ausgelebt werden. Der nicht masochistische Teil der Bevölkerung hat ja, wie auch bei uns, sein Geld längst von den Banken abgezogen.

    • socrates
      25. März 2013 18:11

      Auch Ösis haben Faymann demokratisch gewählt, weil er versprach, vor einer Haftung das Volk zu befragen. Hat es uns etwas genutzt?

    • dssm
      25. März 2013 19:51

      @socrates
      Ich darf Sie hier an Ihren genialen Einwand zu diesem Thema erinnern. Der Taxifahrer weiß mehr!
      Die Österreicher werden sich also gedacht haben, der Faymann hat nichts gelernt, Taxifahrer war er obendrein einmal – das ist unser Mann!

      Sie sehen also, eine gute Entscheidung der Österreicher; Faymann und Konsorten werden bald Möglichkeiten finden an das Ersparte der Österreicher zu kommen. Marode Banken haben wir auch genügend; eine davon transferiert fröhlich die Spargroschen der Ösis nach bella Italia. Aber die Ösis lieben dies, ich finde es zumindest als äußerst unterhaltsam.

    • Sensenmann
      25. März 2013 22:28

      Ich nehme an, die Bank ist die Bank Austria. Die versenkt aber die Milliarden speziell im Osten. (Was sie an die Unicredit in bella Italia abliefert, weiß ich nicht)
      Auf die aufgeblähten Bilanzsummen genehmigte man sich fette Boni, die Verluste trägt der Steuerzahler. Aber das ist ja normal im neuen Bankstersozialismus.
      "Ja, lustig i-ist das Banksterle-eben, faria, faria ho!
      Brauchen dem Sparer kein Zins zu ge-heben, faria, faria ho!"

      Ich habe nichts gegen das redliche Scheitern eines Geschäftes. Aber die Allgemeinheit hat nicht die Pleiten irgendwelcher Hasardeure zu bezahlen, die glauben, in Kasachstan die Perle der Wirtschaft entdeckt zu haben. Oder in der Walachei, oder in Bulgarien, oder...

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1322330/Bank-Austria_Debakel-in-Kasachstan

      Der volkswirtschaftliche Schaden, der durch den facto Transfer der zu Geld geronnenen Arbeitskraft der Österreicher an irgendwelche Operettenstaaten (bestenfalls) angerichtet wird und uns als Volk dramatisch entreichert, ist enorm.

      Man wird die Täter auch hierfür bestrafen müssen. Erstens die FMA, die wie immer versagt hat, diese Wahnsinnsgeschäfte zu lenken, zweitens die Hasardeure in den Banken, die den Schaden bezahlen müssen.
      Es dürften zwar nichtmal die sieben Leben einer Katze ausreichen, das zu erarbeiten, aber es reicht schon, wenn sich der Herr Direktor - nach Beschlagnahme des widerrechtlich erworbenen Vermögens - um eine Sozialwohnung anstellen darf.

    • socrates
      26. März 2013 08:21

      dssm
      Jetzt haben Sie mich erwischt! Daran habe ich nicht gedacht.

    • Pius (kein Partner)
      26. März 2013 12:05

      Sensenmann
      *********** !!!!

    • socrates
      26. März 2013 19:45

      dssm
      Unser Taxler in Zypern sprach pefekt englisch, Faymann gar nicht.

  34. Observer
    25. März 2013 11:59

    Hoffentlich ist mit den jetzigen Entscheidungen das Thema endgültig vom Tisch. Vermutlich aber doch nicht, denn es wird weiter gepokert werden und genügend Proteste geben. Das Finanzparadies Zypern gehört aber sicher der Vergangenheit an. Ich bin schon gespannt, was man mit den Leuten macht, welche noch rechtzeitig ihre Kohlen ins Trockene gebracht haben. Außerdem ist es nicht so, dass alle dort gebunkerten Gelder schon jahrelang auf den Konten liegen, vielmehr war es ein ständiges Kommen und Gehen. Putin und Medjew gehören vermutlich auch zu den Leuten, welche etwas Haare lassen müssen.

    Die Mehrheit der Bevölkerung muss sich auf völlig neue Situationen einstellen, denn abgesehen von der Geldvernichtung gehen auch viele Arbeitsplätze im Bankenbereich, bei den niedergelassenen Millionären und deren bevorzugten Geschäften sowie Lokale verloren. Aber genau genommen wird damit nur der südeuropäische "Normalzustand" erreicht.

  35. Interessierter Leser
    25. März 2013 11:52

    Eine Sternstunde - trotz Ingrid Thurnher (gestern ORF-Sendung „Im Zentrum“) - über Zypern, durch das Dabeisein von Wolfgang Schüssel. Wo sind die Zeiten, als Österreich noch solch geniale Spitzenpolitiker hatte!

    • WFL
      25. März 2013 14:34

      @Interessierter Leser:
      Völlig richtig. Selbst bei seinen kurzen Wortmeldungen musste man einmal mehr die geistige und verbale Präzision Schüssels bewundern. Eine moderne Tragödie, dass er 2006 die Wahl verloren hat.
      Aber er hätte früher begreifen müssen, dass er gegen die einheitliche mediale Ablehnungsfront (allen voran die Raiffeisen-Medien Kurier und profil!) etwas hätte tun müssen...
      (schlimmstenfalls "einkaufen", wie es ja auch Faymann tut).

    • Baldur Einarin
      25. März 2013 16:58

      Jedoch, Schüssel war soooo genial, daß er die Wahl gegen Gusenbauer einstens verlor ! Also Schüssel ist nicht zu den genialen Spitzenpolitikern zu rechnen.

    • H1Z
      25. März 2013 17:15

      Also, so toll war Schüssel auch wider nicht.vor allen hätte er den rotgewandeten " Clown" der offensichtlich sein Dufreund ist, bei seinen wirren Ansichten heftig wiedersprechen müssen.

    • byrig
      26. März 2013 00:42

      schüssel war kompetent,cool-und wirkte jugendlich.jedenfalls ist es angesichts der derzeit tätigen politiker schade,dass er in pension ist.

    • Torres (kein Partner)
      26. März 2013 11:16

      Über Schüssel kann man ja verschiedener Meinung sein, aber "genial" ist wohl eher absurd. Oder war das ironisch gemeint - dann bin ich ganz bei Ihnen; ich hoffe es jedenfalls.

    • Francois Villon (kein Partner)
      26. März 2013 12:39

      Interessierter Leser,

      ich muß mich wiederholen: Schüssel ist, wie dies auch Komma richtig sah, die Abrißbirne Österreichs.

      Die - sehr ausführliche - Begründung habe ich im vorigen Strang eingestellt, die ich schon vor 10 Jahren gab, deren Gültigkeit heute ad oculos bestätigt wird.

      Wenn sich mancher an den Worten begeistert, so vergißt er, daß es nicht um Rhetorik geht, sondern um das Wohl und Wehe von Volk und Vaterland. Für Deklamationen sollten diese Träumer besser ins Burgtheater gehen, vielleicht haben sie das Glück einer guten Aufführung.

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      26. März 2013 18:39

      Respekt für diesen wahrhaft bösartigen Zynismus.

    • machmuss verschiebnix
      26. März 2013 18:50

      @Baldur Einarin ,

      Ihrer Logik folgend, müßte also jeder, der gegen Faymann verliert dann auch ein
      Anti-Genie sein .

      Auch wenn Sie's nicht glauben, Genies sind die Ärmsten Schweine, solange sie
      sich in einer Gesellschaft von Faymann-Wählern "beweisen" müssen.

      Der Fortschritt konnte sich immer nur dort Bahn brechen, wo die Gesellschaft offen
      genug war, um die "ungewohnten" Neuerungen von Genies geschehen zu lassen.

      DAS IST ÖSTERREICH NICHT ! ! !

    • Pius (kein Partner)
      26. März 2013 20:25

      machmuss verschiebnix
      *********** !!!

  36. socrates
    25. März 2013 11:38

    Schon unser Taxichauffeur in Zypern wußte über die Probleme der Banken Bescheid. C.Schmied und die Anleger der EU wußten trotz hochdotierter Posten nichts. Sie werden auch nicht zur Verantwortung gezogen. Putin hat den Crash schon 2002 vorausgesagt. Wenn man wegschaut und kassiert, sollen die Kleinen zahlen. Die Verluste werden demokratisiert.
    Zur Gerechtigkeit: Jeder Anleger, groß und klein, soll die Hälfte seines Profites zurückzahlen. Dazu zählen auch die Vermittler und die Bonikassierer. Dann ist die Verteilung gerecht, und es kommt genug Geld zusammen.

    • fenstergucker
      25. März 2013 19:43

      @socrates

      *********!

      Das wäre die einzig gerechte Lösung.
      Und warum kommt in der EU niemand auf diese richtige Idee?
      Werden wir von lauter Idioten regiert?
      Ich faß es nicht mehr!

    • Josef Maierhofer
      25. März 2013 21:04

      @ socrates

      Könnten wir uns für Österreich merken, denn bald werden wir auch dort angelangt sein.

  37. brechstange
    25. März 2013 11:13

    Baut man sich ein Bild, um breites Versagen zu verschleiern? Schauen Sie, die Griechen, die in Zypern veranlagt werden, werden von Griechenland für den Verlust entschädigt. Die Briten von den GB. Was bei den Briten egal sein kann, kann es von Griechenland nicht.

    Der Euro ist eine Fehlkonstruktion, der Versagen kaschierte und weiterhin kaschiert.

    • Das kleine Mäxchen
      25. März 2013 12:59

      Sie meinen wohl eher die der Umgang mit dem Euro ist ein Verhau...

      Man hätte die Mechanismen hinter dem Euro längst reparieren können, ... das liegt aber nicht an der Münze/dem Schein!

    • brechstange
      25. März 2013 15:55

      Das kleine Mäxchen

      Münze oder Schein sind natürlich nicht schuld.





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