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Fußnote 380: Die Taxis, der Bürgermeister und der freie Markt

In Wien werden die Taxis gerade wieder saftig teurer. Was etliches Kopfschütteln auslöst.

Erstens deshalb, weil Wiens Taxis ja derzeit ohnedies enorm von den grünen Bemühungen profitieren, das Verkehrschaos zu vermehren; das müsste ihnen eigentlich automatisch ständig mehr Geschäft verschaffen – freilich durchs Fahren, nicht durch Preiserhöhen. Zweitens ist es ziemlich absurd, dass hierzulande Preise noch immer wie einst im Ostblock vom Bürgermeister fixiert werden. Und drittens ist es unverständlich, dass in der Taxi-Branche noch immer keine Konkurrenz erlaubt ist. Ein Stefan Wehinger hat das hingegen sogar auf der Westbahnstrecke der ÖBB geschafft. In Wien zahlst Du jedoch immer gleich viel für ein Taxi. Ob es sauber ist oder schmutzig. Ob groß oder klein. Ob der Chauffeur vertrauen- oder (vor allem für einzelreisende Frauen) angsteinflössend ist. Ob er zumindest auf 20-Euro-Scheine herausgeben kann oder nicht. Ob er einen Rechnungsblock an Bord hat oder nicht. Ob er bei telefonischen Bestellungen auch wirklich kommt oder nicht. Ob er sich in Wien auskennt oder nach dem Motto pilotiert: „Du sagen, ich fahren.“ Die größte Absurdität ist da noch gar nicht erwähnt: Dass man nach wie vor bei Fahrten zwischen Stadt und Flughafen sogar weit mehr als den üppigen Betrag zahlen muss, den ein Taxameter errechnet; denn die Fahrzeuge dürfen im feindlichen Bundesland noch immer keine Passagiere aufnehmen. Dennoch rennen noch immer irgendwelche Idioten herum und schwätzen etwas von einer neoliberalen Deregulierung in Österreich . . .

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLa Rochefoucauld
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 15:12

    Wien wird von Kommunisten regiert.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 03:19

    reinhard.horner@chello.at

    Wien ist anders. Ja, hier wird kommunistische Zwangswirtschaft gepflegt. Und ein Unternehmervertreter hilft mit, indem er beklagt, dass es hier zu viele Taxis gibt.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 08:51

    'Neoliberalen Deregulierung' ist ein gutes Stichwort.
    Jede Rede unserer Sozialisten beginnt mit dem Hinweis auf die Ursache aller Probleme der Menschheit: Eben jene neoliberale Deregulierung.
    In Wahrheit ist es umgekehrt, die ständigen staatlichen Eingriffe (Zinsfestsetzung, Mietrecht, utopische Steuern und Sozialabgaben, zu viele und sich widersprechende Gesetze, Schuldenmacherei, Erhaltung von unrentablen Betrieben usw) haben uns längst in eine sozialistische Wirtschaftsordnung, mit ein paar Einsprengsel von Privatwirtschaft, gebracht – und Sozialismus hat noch nie funktioniert.

    Ich bin mir sicher die AK wird jetzt wieder auf die bösen Kapitalisten schimpfen, weil ja alles (hier Taxis, gestern Wohnen ...) teurer wird.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 15:21

    Daß der Wr. BGM die Taxipreise bestimmt scheint mehr als eine Groteske zu sein, zumal wir einen "Taxifachmann" als BK vorweisen können - zumindest nach der nun geltenden offiziellen Ausrede für die fehlenden "Lebenslaufjahre".
    Wenn schon, sollte doch der "Experte" dafür zuständig sein. ;-)

  5. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 12:01

    Es liegt der Verdacht nahe, daß den Taxiunternehmen die Preisbindung gar nicht so unangenehm ist, fällt doch die gegenseitige Konkurrenz weg und der Fahrgast kann bequem gleichmäßig geschröpft werden.

    Häupl hat angedeutet, daß ihm an diesem Preiszwang nichts liegt und daher: bitte, nicht nur Worte, sondern TATEN setzen. Damit gewinnt auch der Konsument - nämlich Durchblick und womöglich Geld- und Zeitersparnis!

  6. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2012 23:36

    Ich sage es schon seit Jahren, und es wird so bleiben. so lange sich der besoffene rote Koffer, ob mit oder ohne Unterstützung durch die lächerlichen Griechin und ihre verwelkten Grünpflanzen, an der Macht halten kann: die Gemeinde Wien ist die letzte noch funktionierende stalinistische politische Einheit in Europa. Von Demokratie kann da keine Rede sein. Und leider zeigt sich auch nicht die geringste Chance, das Gesindel dorthin entsorgen zu können, wo es hingehört: In den Abfallkübel der Geschichte.

  7. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 07:21

    Und über Graz regen sich hier einige auf. Natürlich ist es ein Wahnsinn, wenn hier die Kummerl auf 20% kommen und diese Partei aus historischen Gründen verboten gehört. Nur richten die hier nicht so einen Schaden an wie in Wien Rot und Grün, die von über 50% gewählt wurden. Die wahren Kommunisten sind in Wien zu finden und das mit einer bedrohlichen Mehrheit ihrer Wähler.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2012 07:21

    Und über Graz regen sich hier einige auf. Natürlich ist es ein Wahnsinn, wenn hier die Kummerl auf 20% kommen und diese Partei aus historischen Gründen verboten gehört. Nur richten die hier nicht so einen Schaden an wie in Wien Rot und Grün, die von über 50% gewählt wurden. Die wahren Kommunisten sind in Wien zu finden und das mit einer bedrohlichen Mehrheit ihrer Wähler.


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  1. Satchell (kein Partner)
  2. Bubby (kein Partner)
    15. Februar 2015 20:53

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  10. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    03. Dezember 2012 19:37

    Lernt Unterberger eigentlich noch, dass man Haupt- und Nebensatz am besten mit einem Beistrich verbindet, wenn das Lesen flüssig von Statten gehen soll?

  11. Jörg Fahrenhorst (kein Partner)
    03. Dezember 2012 18:04

    In Deutschland existiert das selbe, absurde System. Liebe Österreicher beruhigt euch, der große Brunder ist nicht schlauer. Was hier vor sich geht, hat mit Markt nur im entferntesten zu tun.

  12. Torres (kein Partner)
    03. Dezember 2012 15:42

    Das ist ja noch nicht alles: Bei einem Taxistandplatz muss man immer das an erster Stelle stehende Taxi nehmen, ob es (oder der Fahrer) einem gefällt oder nicht. Allerdings gibt es ja (à propos freier Markt) auch hier die Möglichkeit, ganz einfach kein Taxi mehr zu nehmen - wenn das möglichst viele tun und der Gesamtumsatz um 20-30% zurückgeht, da werden sehr bald die Preise wieder sinken, oder es wird sich eine natürliche Konkurrenz bilden mit Diskontern oder so ähnlich.

    • Gerhard Pascher
      03. Dezember 2012 20:16

      Torres:
      Nein, wenn weniger gefahren wird, dann werden die Fixkosten eben auf weniger Kunden aufgeteilt und es wird nochmals teurer. Die Taxler haben bisher in einer "geschützten Werkstätte" gearbeitet und wollen sich nicht dem Wettbewerb mit Angebot und Nachfrage aussetzen.

  13. Robert Bond (kein Partner)
    03. Dezember 2012 10:02

    Nennen Sie mir doch bitte EINE halbwegs lebenswerte Stadt auf der Welt, wo der Taxipreis frei vereinbart wird. Auch in New York, Washington oder sogar Bangkok gibt es einheitliche Preise (in Südostasien und Indien ist bei Touristen die Uhr oft kaputt und dann wirds richtig teuer). Frei verhandelt wird der Preis überall dort, wo der Staat nicht so recht funktioniert. Also z.B. in großen Teilen Afrikas.

  14. cmh (kein Partner)
    03. Dezember 2012 08:38

    Und die Wirtschaftskammer spielt dabei genau welche Rolle?

    Hat sich Frau Jank (gesprochen Tschank wie engl. junk) dazu eigentlich geäußert?

  15. Segestes (kein Partner)
    03. Dezember 2012 07:24

    Es hat sicher seine Gründe, warum sich Unterberger, oben auf seinem Elfenbeinturm thronend, dermaßen über Taxipreise im Wasserkopf alteriert, ihm aber viele Hunderttausend geschröpfte Pendler eher am Varlängerten Rücken vorbeigehen.

    • cmh (kein Partner)
      03. Dezember 2012 08:34

      WErter Germanenhäuptling!

      Täten Sie mit der Bahn pendeln, täten Sie sich besser informieren können und täten psychisch ausgeglichener erscheinen.

    • Segestes (kein Partner)
      03. Dezember 2012 09:33

      Warum soll ich von meinem Schlafzimmer in mein Arbeitszimmer mit der Bahn pendeln?
      Mit ausgeglichenen Grüßen,
      dein Fürst

    • AppolloniO (kein Partner)
      03. Dezember 2012 11:18

      Ach Segestes...
      der ökologisch negative Füßabdruck der Pendler wird nichteinmal von diesen selbst bestritten. Warum soll das auch noch der Staat fördern? Richtig, reiner Stimmenkauf.
      Keinen freien Markt für Taxi zuzulassen schädigt gefühlte 99% aller Wiener und ist deshalb anzuprangern

    • Segestes (kein Partner)
      03. Dezember 2012 12:18

      @AppolloniO:
      "Ökologisch negativer Fußabdruck" - sind wir hier jetzt in einem Forum der Baumliebhaber, oder was? :)

      Ich finde es übrigens lustig, dass du der Meinung bist, ein freier Markt führe automatisch zu sinkenden Preisen oder einer Qualitätsverbesserung. Unser Alltag schließlich ist voll mit Beispielen, die das genaue Gegenteil beweisen: Preisabsprachen auf hohem Niveau, Kartelle, Oligopole, usw. usf

  16. numerus clausel (kein Partner)
    03. Dezember 2012 07:21

    Und über Graz regen sich hier einige auf. Natürlich ist es ein Wahnsinn, wenn hier die Kummerl auf 20% kommen und diese Partei aus historischen Gründen verboten gehört. Nur richten die hier nicht so einen Schaden an wie in Wien Rot und Grün, die von über 50% gewählt wurden. Die wahren Kommunisten sind in Wien zu finden und das mit einer bedrohlichen Mehrheit ihrer Wähler.

    • Segestes (kein Partner)
    • nometa (kein Partner)
      03. Dezember 2012 15:19

      Das ist einfach falsch. Ja, es gibt natürlich viele Schnittstellen, aber weder die Grünen noch die Roten wollen den Kapitalismus "überwinden".
      Man muss nicht ständig übertreiben, auch wenn das hier im Unterberger-Forum anscheinend dazugehört.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      03. Dezember 2012 20:23

      Den Kapitalismus zu "überwinden" wäre ja wenigstens ein Plan. Aber zumindest die Roten haben in Wirklichkeit überhaupt keinen solchen.

  17. Gandalf
    02. Dezember 2012 23:36

    Ich sage es schon seit Jahren, und es wird so bleiben. so lange sich der besoffene rote Koffer, ob mit oder ohne Unterstützung durch die lächerlichen Griechin und ihre verwelkten Grünpflanzen, an der Macht halten kann: die Gemeinde Wien ist die letzte noch funktionierende stalinistische politische Einheit in Europa. Von Demokratie kann da keine Rede sein. Und leider zeigt sich auch nicht die geringste Chance, das Gesindel dorthin entsorgen zu können, wo es hingehört: In den Abfallkübel der Geschichte.

  18. Herby
    02. Dezember 2012 22:36

    Es gibt ein Gesetz welches mit Zweidrittelmehrheit beschlossen wurde und somit in Verfassungsrang ist:

    Über die Vergabe von Taxikonzessionen! Auf der ganzen Welt schüttelt man den Kopf darüber.

    Siehe auf seite 10 dieser Diplomarbeit:
    http://othes.univie.ac.at/9846/1/2010-05-20_0302459.pdf

    und:
    http://www.konvent.gv.at/K/PRESSE/PAUSK/JAHR/OK0022/OK0022.shtml

  19. Josef Maierhofer
    02. Dezember 2012 17:36

    Wären die Taxis frei und qualifiziert, gäbe es eine natürliche Konkurrenz und auch Auslese und damit auch Qualität.

    Ich möcht auch noch ergänzen, dass manche Fahrer auch rauchen und verrauchte Taxis mag ich nicht.

    • Schani
      02. Dezember 2012 23:38

      Da würden ja die Taxler mit Migrationshintergrund, welche sich in Wien hint`und vorn` nicht auskennen, diskriminiert!

    • Josef Maierhofer
      03. Dezember 2012 07:38

      @ Schani

      Da wäre aber die Frage, wie die zu einer Taxikonzession, wenn sie überhaupt eine haben, gekommen sind.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      03. Dezember 2012 20:25

      Wären die Taxis frei, würde es aber unter Garantie mehr Rauchertaxis geben. Und jeder könnte sich aussuchen, ob er mit einem Raucher- oder Nichtrauchertaxi fährt. ;).

    • Schani
      04. Dezember 2012 00:39

      @Josef Maierhofer
      Ist mir vor Jahren selbst passiert und die selbe Frage habe ich mir auch gestellt! Der Kerl war noch dazu beleidigt, als ich ihn ob seiner Unkenntnis bewog anzuhalten und mich aussteigen zu lassen.
      In Graz habe ich indessen bis jetzt nur gute Erfahrungen mit Taxlern, auch mit ausländischen, gemacht.

  20. Brigitte Imb
    02. Dezember 2012 15:21

    Daß der Wr. BGM die Taxipreise bestimmt scheint mehr als eine Groteske zu sein, zumal wir einen "Taxifachmann" als BK vorweisen können - zumindest nach der nun geltenden offiziellen Ausrede für die fehlenden "Lebenslaufjahre".
    Wenn schon, sollte doch der "Experte" dafür zuständig sein. ;-)

  21. La Rochefoucauld
    02. Dezember 2012 15:12

    Wien wird von Kommunisten regiert.

    • Brigitte Imb
      02. Dezember 2012 15:22

      Genau, nur die sind schlauer als die Grazer, die nennen sich anders.

    • La Rochefoucauld
      02. Dezember 2012 16:33

      Rotgrüne Wölfe im Schafpelz halt.

    • dssm
      02. Dezember 2012 17:00

      @La Rochefoucauld
      Das war eine verharmlosende Aussage. :=)
      Die NÖP unter Lenin war zweifelsohne besser als die momentanen Zustände in Wien – daher:
      Wien wird von unfähigen Kommunisten regiert.

    • La Rochefoucauld
      02. Dezember 2012 20:16

      ... ginge auch "saturierte" und "ökosozialgutmenschliche" Kommunisten?

  22. S.B.
    02. Dezember 2012 12:01

    Es liegt der Verdacht nahe, daß den Taxiunternehmen die Preisbindung gar nicht so unangenehm ist, fällt doch die gegenseitige Konkurrenz weg und der Fahrgast kann bequem gleichmäßig geschröpft werden.

    Häupl hat angedeutet, daß ihm an diesem Preiszwang nichts liegt und daher: bitte, nicht nur Worte, sondern TATEN setzen. Damit gewinnt auch der Konsument - nämlich Durchblick und womöglich Geld- und Zeitersparnis!

  23. HJR
    02. Dezember 2012 09:55

    OT - Zusammenfassender Kommentar
    nicht nur zu den Ereignissen, Meldungen
    und Kommentaren der jüngsten Tage

    Das NARRENSCHIFF!
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

  24. Politicus1
    02. Dezember 2012 09:19

    Im Gegensatz zu vielen anderen Großstädten in anderen Ländern ist das Taxi in Wien noch immer nicht Teil des öffentlichen, für alle leistbaren Verkehrs.
    Es gilt noch immer nahezu als Luxus privilegierter Klassen in ein Taxi einzusteigen. Oder man braucht ein Taxi in besonderen Situationen für einen Gepäckstransport zum Bahnhof oder als Krankentransport für ein gebrochenes Bein.
    Dabei böte gerade die dem individuellen, privaten PKW-Verkehr von den GrünInnen angesagte Kriegserklärung eine großartige Chance, die Taxis in die Öffis zu integrieren.
    Dazu bräuchte es ein einfaches Rezept: nicht hinauf, sondern runter mit den Fahrpreisen!
    Statt stundenlang an einem Taxistandplatz auf Kundschaft zu warten, sollten Taxis fahren und "Laufkundschaft" aufnehmen. Zu einem Preis, den sich auch kleine Angestellte leisten können. Und auch für kurze Fahrten, als Zubringer zur U-Bahnstation, in der Inneren Stadt, von der Wohnung zum etwas entfernt gelegenen Supermarkt für eine Einkaufsfahrt ...
    Sollte die Frau Verkehrsstadtrat und Vizebürgermeisterin noch witer gehende Ideen haben, könnte Sie vielleicht eine Taxibeauftragte installieren (ich wäre dazu bereit!), die darüber nachdenkt, wie man z.B. einen Kombitarif einer BIM-Kahreskarte gestalten könnte, dass etwa in den späten Abend- und in den Nachtstunden eine Taxifahrt zur Wohnadresse von der nächst gelegenen U-Bahnstation inkludiert ist.
    Da gebe es genug zu denken für Stadtpolitker - aber es ist halt einfacher, Gebühren zu erhöhen ....

    • Schani
      02. Dezember 2012 18:51

      ...eine Taxifahrt.... inkludiert ist. Schwupsdiwups sind die Wiener Taxis in die Wiener Verkehrsbetriebe inkludiert und als Fahrer nur mehr Parteimitglieder etc. erlaubt!

    • Konrad Loräntz
      03. Dezember 2012 12:25

      .... auch für kurze Fahrten.
      Vor einigen Jahren hatte ich einmal ein kurzfristiges Gehproblem und wollte den 12-min Fußweg von U-Bahn zu Wohnung per Taxi entschärfen. Kommentar des Taxlers beim Zahlen: "Do kummt ma des G´schi.... ne" hoch".
      Gut, ein Einzelfall vielleicht. Und dieses Idiom hört man heutzutage ohnehin fast nicht mehr.

  25. dssm
    02. Dezember 2012 08:51

    'Neoliberalen Deregulierung' ist ein gutes Stichwort.
    Jede Rede unserer Sozialisten beginnt mit dem Hinweis auf die Ursache aller Probleme der Menschheit: Eben jene neoliberale Deregulierung.
    In Wahrheit ist es umgekehrt, die ständigen staatlichen Eingriffe (Zinsfestsetzung, Mietrecht, utopische Steuern und Sozialabgaben, zu viele und sich widersprechende Gesetze, Schuldenmacherei, Erhaltung von unrentablen Betrieben usw) haben uns längst in eine sozialistische Wirtschaftsordnung, mit ein paar Einsprengsel von Privatwirtschaft, gebracht – und Sozialismus hat noch nie funktioniert.

    Ich bin mir sicher die AK wird jetzt wieder auf die bösen Kapitalisten schimpfen, weil ja alles (hier Taxis, gestern Wohnen ...) teurer wird.

    • schreyvogel
      02. Dezember 2012 09:50

      Genau so ist es.
      Der derzeit stärkste Eingriff in die Marktwirtschaft ist jedoch die künstliche Fixierung der Kapitalzinsen bei nahezu Null durch die Zentralbanken.
      Damit ist privates Sparen fast sinnlos geworden, auch in Form von Beiträgen an Pensionskassen.

  26. mannbar
    02. Dezember 2012 07:49

    "Dennoch rennen noch immer irgendwelche Idioten herum und schwätzen etwas von einer neoliberalen Deregulierung in Österreich . . ."

    Diesen Satz kann man nicht oft genug wiederholen. Alle kritisieren jetzt den "Kapitalismus" - ja, aber welchen denn? Wo haben wir denn Kapitalismus und freien Markt? Wir leben schon lange in einem sozialistisch-kapitalistischen Mischsystem, dessen kapitalistischer Anteil kontinuierlich schrumpft.

    Es ist ein Irrsinn, dass in Wien das Taxiwesen vom Bürgermeister reguliert wird. Was kümmert sich der Staat um die Taxis?

  27. Observer
    02. Dezember 2012 06:47

    Jammern ist der Morgengruß der Taxifahrer!

    Anstelle nach einem bezahlten Personentransport durch die Hauptstraßen Wiens zu fahren und aktiv nach neuen Passagieren Ausschau zu halten (wie es z.B. in London geschieht), stellt man sich lieber zu einem Taxistandplatz in die Reihe der wartenden Kollegen und wartet und wartet. Diese unproduktive Zeit muss natürlich in den Fahrpreisen untergebracht werden.

    Eine Sauerei sind auch die Erpressermethoden der Taxirufzentralen mit deren Knebelverträgen. So ist es derzeit für die Betriebe sehr schwer, mit neuen Kommunikationsmöglichkeiten dieses Monopol zu umgehen, damit die Taxiunternehmen kostengünstig Fuhraufträge entgegennehmen können.

    Fahrten zum Flughafen Schwechat: dies ist ein Skandal und einer Großstadt unwürdig, für welche die vom Land NÖ geschützen Taxi-Mafia aus Schwechat verantwortlich ist. Es sind nur einige wenige Schwechater Großbetriebe, welche mit einer riesigen Fahrzeugflotte das Geschäft machen. Wie ist dies eigentlich mit den "grünen" Ideen vereinbar, wo unnütze Leerfahrten vermieden werden sollten? Ich habe schon erlebt, wo Wiener Rebellen versuchten, in und vor der Ankunftshalle Passagiere für Wien zu keilen und dabei von den "Schwechatern" angezeigt wurden. Allerdings wird dabei oft auch von unselbständigen Taxifahrern der Unternehmer betrogen, indem entweder die Rückfahrten im Zählgerät schon ab dem Flughafen als Leerfahrt gemessen werden bzw. die erwähnten "schwarzen Fuhren" nicht über den Taxameter laufen, damit der Fuhrlohn in die eigene Tasche fließt.
    Nur ein freier Markt (ggfs. mit Preisobergrenzen) können das Geschäft beleben und ein gesundes Verhältnis zwischen Angebot und Nachgfrage herstellen. Dies sollten die Du-Freunde Pröll und Häupl bei deren nächster "Weinverkostung" besprechen.

  28. RR Prof. Reinhard Horner
    02. Dezember 2012 03:19

    reinhard.horner@chello.at

    Wien ist anders. Ja, hier wird kommunistische Zwangswirtschaft gepflegt. Und ein Unternehmervertreter hilft mit, indem er beklagt, dass es hier zu viele Taxis gibt.





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