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Wollt Ihr den totalen Wahlkampf?

Der Wiener Wahlkampf wirft immer dunklere Schatten. Obwohl angeblich erst in einem Jahr gewählt wird. Nun hat er auch schon die Schulen erfasst. Die Pflichtschulen werden derzeit von einer als Fragebogen getarnten SPÖ-Werbung auf Steuerzahler-Kosten überschwemmt. Und die Bezirksschulinspektoren üben heftigen Druck aus, dass diese auch verteilt werden.

Die Prospekte sind, so wird einem gleich mehrfach mitgeteilt, „eine Initiative von Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch“. Natürlich lachen einem die mäßig attraktiven Herren auch von Bildern entgegen. Oxonitsch in den Prospekten für Lehrer und Eltern gleich zweimal; den Schülern bleibt das erspart, sie  brauchen ihn nur einmal anzuschauen.

Seitenweise brüsten sich die zwei SPÖ-Politiker in allen Prospekt-Variationen mit einer „Bildungsoffensive“ und überschütten die Leser des Prospekts mit Zahlen; so wissen nun alle Kinder Wiens, dass eine Volksschule in der Pülslgasse neue Brandmelder bekommen hat. Und dass für „neue Klassenabfallstränge“ in 24 Schulen 1,5 Millionen Euro ausgegeben wurden. Was ein Klassenabfallstrang ist, erfahren wir leider nicht.

Ach ja, und dann gibt es auch noch den Fragebogen mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten. An dem fällt vor allem auf, was nicht gefragt wird. Etwa nach der Gesamtschule, oder nach der verpflichtenden Ganztagsschule. Auch fehlt die Frage: „Finden Sie es fair, dass derzeit für jeden Schüler in Gesamtschulen viel mehr Geld ausgegeben wird und dass dort viel mehr Lehrer pro Schüler tätig sind als an allen anderen Schulen?“

Man wird doch nichts fragen, was unerwünschte Antworten bringen würde. Da fragt man dann halt lieber nach dem „Umgang der Schüler miteinander“ oder nach der „Einstellung zum Thema Nachhilfe“.

Und damit auch bei diesen entschärften Fragen nichts passieren kann, wurde nach Angabe von Lehrervertretern die Firma  des langjährigen Kommunikationschefs der Wiener SPÖ mit der Auswertung beauftragt. Eine bekannt wissenschaftlich objektive Institution.

Wovor warnte Michael Häupl unlängst so richtig? Vor den „Grauslichkeiten“ des Wiener Wahlkampfs. In der Tat: Nach der Gleichschaltung der Medien wird nun auch in den Schulen voller Wahlkampf gemacht. Und zwar schon in den Pflichtschulen.

Bald werden die Herren Putin und Berlusconi nach Wien pilgern, um zu lernen, wie man Wahlkampf macht.

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