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Schwule Subventionsempfänger

Viele Menschen denken sich: Schwule Paare sollen doch heiraten können, wenn sie das wollen. Und wo und wie sie wollen. Warum auch nicht? Die Antwort, wo das wirkliche Problem mit diesem scheinbar harmlosen Detail steckt, hat soeben das deutsche Verfassungsgericht geliefert.

Das deutsche Gericht hat schwulen Paaren, die in "eingetragenen Partnerschaften" leben, prinzipiellen Anspruch auf bessere (=sonst nur Ehepaaren zustehende) Steuerklassen und auf Witwer/Witwen-Renten zugebilligt. Der Zuspruch erfolgte aus einem einzigen Grund: Wegen der nach Ansicht der Richter notwendigen Gleichbehandlung solcher Paare mit Ehe-Paaren - obwohl im deutschen Grundgesetz zum Unterschied von der österreichischen Verfassung eine Pflicht zur Privilegierung der Ehe steht. Ein Privileg dürfe aber niemanden anderen benachteiligen, meinten die Richter. Was aber ist dann, bitte, eigentlich ein Privileg?

Zweitens muss man sich fragen: Warum steht diese Gleichbehandlung, die steuerliche Begünstigung und Förderung, nicht auch Geschwistern zu? Geschwister leben bisweilen lebenslang zusammen und helfen und pflegen sich bis ins hohe Alter gegenseitig. Gibt es irgendeinen Grund für deren Diskriminierung? Oder müssen die erst ein inzestuöses Verhältnis haben (zumindest fingieren), um die gleichen Ansprüche zu haben wie ein schwules oder Ehe-Paar?

Drittens ist es wirklich deprimierend, dass in Zeiten, wo alle Wegweiser auf Sparen gerichtet sind, eine politisch-korrekte Richter-Klasse ständig neue Ansprüche an die fast schon bankrotten Staaten entwickelt, ohne dass es irgendeine objektive Not gäbe.

Und viertens darf man daran erinnern, dass die Förderungen der Ehe einen einzigen legitimen Zweck haben: Die Lasten der Kinderaufzucht zu erleichtern. Da früher praktisch jede Ehe in Kinderproduktion mündete, hat man die Kinderförderung oft über den Weg der Eheförderung betrieben. Das ist schon seit einigen Jahren nicht mehr stimmig gewesen, haben doch immer mehr Ehepaare die Kinderproduktion verweigert. Aber statt dass man eine ehrliche Diskussion zur Entflechtung der Kinderförderung von der Ehe beginnt, wird nun die Kinderförderung via Ehe auch solchen Paaren zugesprochen, die gar nie Kinder miteinander bekommen können.

Aber wir haben es ja, die Deutschen wie die Österreicher. Die Kinder der anderen werden es schon einmal zurückzahlen.

Wenn die Dummheit der Political correctness nicht nur via Politiker und Journalisten verbreitet wird, sondern via Richter, dann wird sie gemeingefährlich.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNieder mit der Dummheit
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. August 2010 14:56

    Nicht umsonst wird die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare so protegiert, z.B. in Wien.
    Die Ehe hat man dadurch so verwässert, dass es besser wäre sie abzuschaffen. Nicht mehr zeitgemäß.
    Kinderförderung ganz neu und ganz anders basteln.


alle Kommentare

  1. Nieder mit der Dummheit
    12. August 2010 14:56

    Nicht umsonst wird die Adoption von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare so protegiert, z.B. in Wien.
    Die Ehe hat man dadurch so verwässert, dass es besser wäre sie abzuschaffen. Nicht mehr zeitgemäß.
    Kinderförderung ganz neu und ganz anders basteln.

  2. Politische Korrektheit aus Richtermund? ::: CSU-Blogger (kein Partner)
    29. Oktober 2009 09:47

    [...] österreichischen Sozialdemokratie, auf das ich über diesen Umweg aufmerksam gemacht wurde , hat hier sehr treffend formuliert: Wenn die Dummheit der Political correctness nicht nur via Politiker und [...]

  3. Silvia Berger (kein Partner)
    26. Oktober 2009 22:23

    Die Anpassung kinderloser Ehepaare an geänderte Gesellschaftsverhältnisse hätte schon vor Jahren vom Gesetzgeber vollzogen gehört, dann würde wir uns jetzt das Schlamassel mit den eigetragenen Partnerschaften ersparen.
    Ich wage aber zu prophezeien, daß die Adoption für Schwule auch noch kommt und dann beginnt doch alles wieder von vorne.
    Erst wenn der Staat bankrott ist, wird die echte Gleichbehandlung einkehren, weil dann nichts mehr Anderes überbleibt (= Volkspension etc.).
    Muß es wirklich soweit kommen, ehe Vernunft einkehrt? Offensichtlich!

  4. Norbert Mühlhauser (kein Partner)
    26. Oktober 2009 19:51

    Sg Hr Unterberger! Der Gesetzgeber hat zwar sicherlich die Witwenpension zur Förderung der Nachwuchsbedingungen vorgesehen, er hat aber vergessen, diesen Anspruch von der tatsächlichen Schaffung von Nachwuchs abhängig zu machen. Genau deshalb muss diese Pension nun auch Homosexuellen gewährt werden. - Allenfalls auf kinderlose Paare träfe nämlich der von Sozialdemokraten pejorativ verwendete Begriff des "Luxusweibchens" für die Hausfrau zu! Jedenfalls zählt es bei kinderlosen Ehepaaren zum Privatvergnügen der Hausfrau/des Hausmannes, nicht arbeiten zu gehen.

    • Charlotte (kein Partner)
      27. Oktober 2009 12:36

      Der Gesetzgeber kann mangelhafte Gesetze jederzeit ändern oder besser gesagt "könnte". Will er aber anscheinend nicht, stattdessen unterstützt er die Schaffung von "Luxusmännchen".

  5. Dr. Gudrun Eussner (kein Partner)
    26. Oktober 2009 19:25

    Ich habe das noch nie so gesehen, daß Heiraten auch für Schwule sein sollte. Da habe ich vielleicht manchem voraus, daß ich als Studentin in den 60er Jahren (vor 1968) die Szene jahrelang gekannt habe. Es ist etwas komplett Verschiedenes. Ich bin für juristische Absicherungen von gleichgeschlechtlichen Paaren oder von Geschwistern, wenn sie zusammenleben, beim Erben, daß der andere beim Tod nicht die Mietwohnung verlassen muß etc.

    Ich war noch nie dafür, daß Schwule Kinder adoptieren dürfen. Dazu habe ich zu viele solche Familien erlebt, in denen die eigenen Kinder, aus früheren Hetero-Verhältnissen, eingebracht wurden, und Fälle, wo schwule Paare oder einzelne Schwule sich um Jungen "kümmern", kannte ich auch.

    Am schlimmsten finde ich es, daß die Zerstörung unserer gesellschaftlichen Werte jetzt von deutschen höchsten Gerichten bestätigt und unterstützt wird. Das Urteil widerspricht dem Grundgesetz, nicht nur dessen Intentionen, sondern dessen Wortlaut.

    PS: Ich weiß aber spätestens jetzt, warum Dr. Andreas Unterberger aus der Wiener Zeitung entlassen wurde ....

    • Silvia Berger (kein Partner)
      26. Oktober 2009 22:25

      ad PS: War aber von Anfang völlig durchsichtig, wenn man das Unterberger'sche Tagebuch länger verfolgt hat! :-(

  6. Gennadi (kein Partner)
    24. Oktober 2009 22:22

    Das deutsche Grundgesetz verdeutlicht sehr gut, worum es geht.
    Artikel 6 lautet:
    (1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
    (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

    "Gleichgeschlechtliche" Paare entsprechen nicht dieser Vorgabe. Sie in den grundgesetzlichen Begriff "Ehe und Familie" einzubeziehen, ist falsch. Oder politisch korrekt, je nach Standpunkt. Eher pervers ist es allerdings, so viel Aufhebens darum zu machen. Die geringe, wenn auch laute Zahl der Betroffenen ist den Aufwand sicherlich nicht wert.

  7. Reinhard (kein Partner)
    24. Oktober 2009 06:27

    Das System hat viele Lücken, es fehlen Regelungen für das Festschreiben von Verantwortungen sowie Einschleifregelungen in den Graubereichen.
    Einfaches (reales) Beispiel:
    Ein junge Frau bleibt mit zwei Kindern allein, weil der Kindsvater sie verlässt und sich ins Ausland absetzt. Er zahlt keine Alimente und gilt als "abgetaucht".
    Der Staat springt helfend ein (behält sich Regress gegen den Vater vor, sollte er zurückkommen, was er also nie tun wird) und unterstützt die junge Frau.
    Aber sobald sie einen anderen Mann kennenlernt und beide vier zusammenziehen, darf der neue Mann mit seinem Einkommen die gesamten Kosten für die Kinder, die nicht seine sind, allein übernehmen. Da das "Haushaltseinkommen" bei der Förderwürdigkeit herangezogen wird, fällt die junge Frau um alle Förderungen um.
    Natürlich kann der Staat und damit wir Steuerzahler nicht für alles aufkommen, aber es fehlen Regelungen des EInschleifens. Wie kommt ein Mann dazu, für das Fehlverhalten eines anderen zur Kassa gebeten zu werden (indem sein Gehalt als Haushaltseinkommen zur Versorgung der Kinder herangezogen wird)? Wie kommt eine Frau dazu, für das Eingehen einer neuen Partnerschaft finanziell bestraft zu werden (indem der Staat die Kinder genauso behandelt, als wären es jene des neuen Partners und dieser voll finanziell verantwortlich für sie)? Wieso soll der neue Partner zwar in die volle finanzielle Pflicht genommen werden, darf aber keinerlei Rechte anmelden (und darf in der Schule nicht einmal eine Auskunft erfragen, wie sich die Kinder so benehmen, darf keine Privatsachen der Kinder entgegennehmen und nicht ohne ausdrückliche schriftliche Vollmacht der Eltern als deren Vertreter auftreten - also Geld zwangsabliefern und Klappe halten; sowas nennt man wohl doppelte Rechtlosigkeit).
    Wozu führt das? Der Mann bleibt irgendwo bei seinen Eltern gemeldet, lebt inoffiziell bei seiner Freundin, beide verschweigen die Gemeinsamkeit ihrer Einkünfte und werden somit zu "Sozialschmarotzern".

    Kommt es nur mir so vor, oder züchtet das System da seine eigenen Betrüger?
    Würden Partnerschaft (beide Einkommen gelten als ein gemeinsames) und Versorgung der Kinder (die Einkommen bzw. Alimentezahlungen der verantwortlichen Eltern werden zur Berechnung herangezogen) als zwei verschiedene Paar Schuhe betrachtet, und würden die Partnerschaft nicht, aber die Elternschaft sehr wohl gesellschaftlich gefördert werden, käme es nicht zu solchen Auswüchsen.
    Die Hälfte der Alleinerzieherinnen ist nicht allein, wird dies aber nicht zugeben, weil sie dann um teilweise eine Menge Geld und geldwerte Vorteile umfallen.
    Einschleifregelungen würden zumindest verhindern, dass Paare aus der billigen Arbeiterschaft, die wenn sie Zusammenziehen um 10 Euro die gemeinsame Verdienstgrenze überschreiten hunderte Euro verlieren, weil sie als genauso wenig unterstützungswürdig gelten wie eine Bestverdienerfamilie.

    • Charlotte (kein Partner)
      24. Oktober 2009 10:21

      Ein ausuferndes Sozialsystem das keinerlei Moralansprüche stellt und auch nicht den Nutzen für die Gesellschaft in Betracht zieht, wird zwangsläufig unfinanzierbar.

      Es ist in den sozialistisch regierten Jahrzehnten -in denen nur linke Ideologie maßgeblich war- viel falsch gelaufen.
      AlleinerzieherInnen -vor allem Frauen- wurden per se als arm und allein dargestellt und daher gefördert, anstatt das Recht der Kinder auf Mutter und Vater vor anzustellen. Die Fremdbetreuung von Kleinkindern lässt sich der Staat mehr kosten als die für die meisten Kinder wertvollere Betreuung durch die eigenen Familie. Witwen(r)pensionen werden auch an mehrere Hinterbliebene ausbezahlt, Und auch Homo-Ehen werden dem Staat mehr kosten als Nutzen bringen und -wie Andreas Unterberger richtig argumentiert- geförderte Ehe hat den legitimen Zweck : Lasten des Kinderkriegens und der Kinderbetreuung zu unterstützen. Auch sollte die Ehe den Kindern, Mutter und Vater gewährleisten und nicht beliebig austauschbare Vormunde, Haushaltsangehörige, Partner nach Gutdünken von AlleinerzieherInnen oder im Fall von Homo-Ehen Eltern in Zukunft zu Samenspender und Leihmütter degradieren.

  8. Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
    23. Oktober 2009 21:32

    und noch eines:
    vielleicht sollte man, d.h. v.a. die christlichen Kirchen, einen Trennstrich zwischen den Instituten ziehen:
    Heirat ist das, was sich vor dem Standesamt mit allen zivilrechtlichen Folgen abspielt.
    Das Sakrament der Ehe ist etwas gänzlich anderes, hat einen viel tiefer gehenden Inhalt.
    Nennen wir es also nicht "Heirat", sondern Matrimonium, Ehesakrament...
    Dann können alle in allen möglichen Variationen vor einem Standsbeamten nach staatlichem recht "heiraten" wie sie und so oft sie wollen...
    Und in der Kirche findet eben etwas ganz anderes statt: eine sakramentale Handlung.

    • Reinhard (kein Partner)
      24. Oktober 2009 06:38

      So ist es doch auch.
      Geschiedene und wieder (standesamtlich) Verheiratete dürfen die Heiligen Sakramente der Ehe in der rkK ebenso wenig empfangen wie schwule Partnerschaften.
      Das Steuerrecht bezieht sich auch nur auf die standesamtliche Heirat, also die vertragliche Verpflichtung zur Teilung des Hausrates, und nicht auf die kirchliche Ehe. Amtliche Heirat und kirchliche Hochzeit geschehen oft gleichzeitig und werden deshalb aus traditioneller Sicht als eines betrachtet. Sie sind es aber nicht.

      Kirche und Staat sind getrennt zu betrachten, zumindest rechtlich, in den Köpfen sieht es da ganz anders aus.

  9. Dr. Günter Frühwirth (kein Partner)
    23. Oktober 2009 21:27

    ein wichtiges ABER muss ich anmerken:
    Präs. Korinek hat erst kürzlich in der WZ festgestellt, dass es grundfalsch ist, schlechte Gesetze "zu recht zu biegen" - seit es durch Veraltungsorgane, sei es durch Gerichte.
    Wenn also die deutsche Gesetzeslage einen solchen Rechtsspruch zulässt, bzw. auslöst, dann sollen die MdBs gefälligst rasch zur Tat schreiten und die Gesetze entsprechend ändern!
    Im übrigen: der Verweis auf einenander unterstützende und zusammenlebende Geschwister ist interessant.

    • Reinhard (kein Partner)
      24. Oktober 2009 06:47

      Was ist falsch am Verändern von etwas, das sich aus rechtlicher bzw. verfassungsrechtlicher Sicht als nicht haltbar erweist? Wenn es keine Institutionen zur Überwachung und Veränderung von Gesetzen gibt, die sich gegen geltendes Verfassungsrecht und damit die Interessen der demokratischen Republik und ihrer dem Gleichheitsgrundsatz unterworfenen BürgerInnen richten können, kann also das Parlament jeden Pfusch verabschieden (und da sind schon Dinge verabschiedet worden, ohne dass auch n ur einer von 183 Abgeordneten reingeschaut und festgestellt hätte, dass nicht einmal ein Datum im Gesetzblatt steht - nicht ein einziger!) ohne dass der jemals verändert werden kann.
      Alle Macht den Durchwinkern im Parlament, die auf Klubweisung Ärmchen heben wie die pawlowschen Hündchen beim Glöckchenklang?
      Der VFGH mag seine Schwächen haben, nichts ist perfekt, aber wenn unsere Gesetzgeber ihre Arbeit als Vollzeitjob betrachten würden und nicht gelegentliche Sitzungstermine zum Armheben als lästige aber fett belohnte Unterbrechung ihrer vielfältigen Einkommenstätigkeiten ansehen würden; wenn diese Gestalten ihren Job als Vertreter der Interessen ihres Volkes und jedes einzelnen Bürgers ausführen würden wäre der VFGH fast arbeitslos.
      Das Ideal ist bekannt, aber weiter entfernt als der nächste bewohnte Planet.

  10. walter g. heimerl (kein Partner)
    23. Oktober 2009 20:57

    Ulrike Junacek hat schon vor Jahren die Homo- Ehe als wünschenswert angesehen, als diese noch von vielen Gays abgelehnt wurde. Lunaceks Köder: gegenseitigeVerpflichtungen der Partner klein halten, Rechte degenüber Dritten ausbauen. Sozialschmarotzerei!
    Heute legt jeder Erwerbszweig Wert darauf, homogerecht zu sein. Tourismus, Mode, Medien, Wellnessprodukte. Warum? Homos haben jetzt schon dreifache Kaufkraft gegenüber "Heten", auch ohne direkte staatliche Subvention. Noch mehr Förderung? Für "gleichviel Liebe" ! "Liebe" ohne jegliche Voraussetzung und Konsequenz ! ? Auch In den vielbeworbenen Darkrooms ?
    Einzig mögliche Konsequenz in Gestalt von AIDS. (Die Wahrscheinlichkeit dieser Krankheit ist bei Gays / " Bis" auf das Sechsfache erhöht.). Die Konsequenzen für die "Normalen": Die anfallenden Sozialkosten müssen zum Großteil von ihnen getragen werden.
    Ich halte eine verschiedengeschlechtliche Ehe auf religiöser Basis noch immer für die beste Sicherung der erwarteten und ersehnten Folgen einer Ehe, wie sie Unterberger darstellt.. Garantie giebts leider keine.
    Für alle anderen Formen der "Partnerschaft" oder "Beziehung" gibts noch viel weniger Garantie . Alle Untersuchungen , Gerichtsakte etc. bis zur Karlich- Show zeigen das.

  11. E.B. (kein Partner)
    23. Oktober 2009 16:49

    Und wann bitte kommt endlich die vom Propheten (zurückhaltend ausgedrückt:) offiziell gebilligte Vielehe? Wie kommen unsere Muselmanen dazu, sich offiziell mit einer -manin begnügen zu müssen? Ich sehe da einen dringenden Nachholbedarf. Wo bleiben die Grünen?

    • Dr.Ulrich Rapp (kein Partner)
      24. Oktober 2009 17:39

      Richtig, und im Zusammenspiel von schwuler Ehe und Vielehe entfaltet sich erst der ganze Charme des Pensionsanspruches - Stichwort Boygroup.

  12. Galler Urban (kein Partner)
    23. Oktober 2009 13:38

    Wieder einmal ein Wespennest getroffen. Ihr letzter Satz fast die bedauerliche Degeneration der westlichen Gesellschaft, auch an vielen anderen Political correktness Entscheidungen ersichtlich, zB. Genderwahn, kurz und bündig zusammen. Allerdings stört mich der Begriff der "Kinderzucht", da ich meine, das wir Kinder zwar zeugen, aber nicht züchten.

  13. Georg Kugi (kein Partner)
    23. Oktober 2009 12:45

    Wie blendend ausgeführt: Das eigentliche Problem ist der zunehmende Größenwahn der (Verfassungs-) Richterkaste, verbunden mit einer weltanschaulichen Verengung (= Ideologisierung). Eine Entmachtung der demokratiegefährdenden Richter tut not!

  14. Erich Bauer (kein Partner)
    23. Oktober 2009 11:56

    Also, wenn Gerichte das politische "Umverteilungsgeschäft" übernehmen, sollten sämtliche Alarmglocken schrillen. Wozu dann überhaupt noch Parlament und politische Parteien, wenn sich richterliche "Gerechtigkeit" bedrohlich, inquisitorisch über die Bürger legt. Sammelklagen der CARITAS werden richterlicher Alltag. Die "Nächstenliebe" gesetzlich verpflichtend (natürlich nur für Inländer). Ein Mangel an derselben mit Umerziehungslager sanktioniert. Jeder, auf den sich die Augen des Inquisitors richten, ist schuldig! Das Ziel von "Links-Grün", das Huxley'sche Zeitalter, der ewige Faschismus, wäre dann erreicht.

    Bevor es jedoch so weit kommt, sollte der Gesetzgeber die Zuständigkeit der Verfassungsgerichte eindeutiger regeln. Denn die Verfassungsrichter sind nicht mehr in der Lage ihre Unzuständigkeit bei verteilungspolitischen Regelungen zu erkennen. Es geht sie nämlich schlicht und ergreifend nichts an.

    Seit geraumer Zeit schon läuft mir beim Wort "Gerechtigkeit" die kalte Schauer übe den Rücken. Schon beim Tippen verkrampfen sich mir die Finger. Immer lauter höre ich die Worte: "Rache" und "Neid" mitschwingen.

    • Josef Zimmel (kein Partner)
      23. Oktober 2009 23:39

      Danke für Ihre Ausführungen !
      Unsere Vertreter im Parlament sind richtige Hanswurschteln - sie lassen sich von Verfassungsrichtern so richtig gängeln.
      siehe auch die soeben getroffene Entscheidung bezgl. Pensionsanpassung 2008
      für Pensionen unter der Ausgleichszulagenhöhe.

  15. Maria Pruckner (kein Partner)
    23. Oktober 2009 09:44

    Das Wort "heiraten" hat ursprünglich gar nichts mit Sex oder Liebe zu tun, sondern mit rein wirtschaftlichen Belangen. (Was übrigens auch noch heute von Ehe-Erfahrenen auch noch zu bemerken ist): Das Wort "Heirat" kommt vom althochdeutschen "hīrāt". Die Silbe "hei-" geht auf germanisch "hīwa" = "Haus, Hausgemeinschaft" zurück, die sich wiederum auf das indogermanische "kei" für "liegen, Lager, sich niederlassen" zurückführen lässt. Die Silbe "-rat" (ist zwar verwandt mit "raten" und "reden") meinte ursprünglich Mittel für den Lebensunterhalt sowie deren Beschaffung. Mit "Hîrât" war ursprünglich der Hausstand und Hausrat eines Paares gemeint und erst später die Eheschließung.

    Ich fände es ungeheuer attraktiv, würden sexuelle Ausrichtungen und Neigungen wieder Themen der Privat- ja Intimsphäre werden. (Sexuelle Ausbeutung von Kindern und andere Vergewaltigungen natürlich ausgenommen).

    In den nächsten Jahrzehnten werden wir u.a. vor einer wachsenden Anzahl privat organisierter Alters-Wohngemeinschaften stehen, in denen mehr als zwei Leute zusammen einen Haushalt gründen, bewirtschaften, einander unterstützen. Mir graut bei dem Gedanken, müssten die dann bekanntgeben und begründen, ob wer, wer mit wem und wer mit wem wie schläft, um in den Genuss sozialer Gelder und Rechte zu kommen.

  16. dieter (kein Partner)
    23. Oktober 2009 09:21

    Eine andere Variante wäre es, Ehen erst dann anzuerkennen, wenn Kinder da sind. Kinderlose Ehen sind für die Gesellschaft nicht sonderlich relevant. Und die Ehepartner legen damit schon den Grundstein für einen in aller Wahrscheinlichkeit nach zu erwartenden Scheidungskrieg. Uneheliche Paare trennen sich hingegen in großer Zahl jeden Tag ganz unkompliziert und dividieren ihre sieben Sachen informell auseinander, ganz ohne Gerichte und Anwälte.

    Eine fiskalische Relevanz messe ich der Homo-Ehe nicht bei. Es gibt weit weniger Homosexuelle, als uns die Homo-Lobby glauben machen will. Und nur wenige wollen tatsächlich heiraten, wie man in Ländern sieht, in denen die Homo-Ehe bereits eingeführt wurde.

    Das Thema eignet sich halt zur politischen Polarisierung und zur Mobilisierung und Spendenfreude für die Homo-Lobby auf der einen, sowie für die homophoben Paranoiker auf der anderen Seite.

  17. Heri (kein Partner)
    23. Oktober 2009 08:35

    Ich finde es schon ok, gleichgeschlechtliche und hetero Ehen gleich zu stellen. Nur warum Privilegien für Ehen überhaupt? Heutzutage sollte es doch keinen Unterschied machen wie man zusammlebt, oder?
    Privilegien sind immer mit Vorsicht zu genießen. Wenn die Kinderaufzucht subventioniert werden soll, dann soll das explizit nur damit verbunden sein. Das hat aber nichts mit Ehe oder nicht-Ehe zu tun. Man kann Kinder auch ohne Ehe zeugen und aufziehen.

    • j.lang (kein Partner)
      23. Oktober 2009 08:51

      Servas HEri!
      Da sieht man wieder, daß Du keine Ahnung von Kindererziehung hast.
      Nur in einer funktionierenden Partnerschaft, Ehe (Mann&Frau) kan ein Kind zu einem normalen Menschen heranwachsen und braucht nicht schon in der Schule einen Psychologen.
      Aber wir entfernen uns immer mehr von Gottes Schöpfungsplan und wo das hinführt kann man ja anhand der jetzigen Zeit sehen, wo immer mehr Familien kaputt sind. Wenn man es sehen will.
      mfg
      Josef

    • dieter (kein Partner)
      23. Oktober 2009 09:33

      Aber wir entfernen uns immer mehr von Gottes Schöpfungsplan und wo das hinführt kann man ja anhand der jetzigen Zeit sehen, wo immer mehr Familien kaputt sind.

      Gottes Schöpfungsplan taugt wohl nicht viel, wenn er von uns westafrikanischen Hochlandaffen so einfach durchkreuzt werden kann.

      Hier gibt es einen Widerspruch zwischen dem Wirtschaftsliberalismus und dem Wertekonservativismus. Denn der Hauptgrund für die Zersplitterung der Familien ist, dass diese durch den Wohlstand erst ermöglicht wird.

      In der Mangelwirtschaft oder im Sozialismus halten die Leute hingegen zam.

    • Heri (kein Partner)
      23. Oktober 2009 09:34

      Hallo Josef,
      Also das finde ich ja interessant. Nur zur Info: Ich lebe in einer Lebensgemeinschaft seit x Jahre und wir ziehen 2 Kinder (bisher ;-) erfolgreich) auf. Aber Du hast recht: All die jungen Machotürken werden viel besser in der verheirateten Familie aufgezogen als unsere Kinder... ;-)

  18. Reinhard (kein Partner)
    23. Oktober 2009 05:42

    Das Problem ist nicht die rechtliche Anerkennung schwuler Paare. Sollen sie doch. Der Gesellschaft kann durchaus zugemutet werden, Menschen nicht wegen sexueller Ausrichtung in Klassen und Kasten zu unterteilen.
    Das Problem ist die angesprochene Förderung der Kindesaufzucht über das Eherecht. Denn dies benachteiligt massiv AlleinerzieherInnen, deren Zahl beständig steigt.
    Eine steuerliche Vergünstigung für die Ehe, unabhängig ob es Nachwuchs gibt, ist einzig und allein die Förderung einer Institution, aber ohne wirtschaftlichen Nutzen. Dass die Ehe als Institution massiv an Bedeutung verloren hat mag von konservativen Menschen bedauert werden, und es hätte auch keinen Sinn an dieser Stelle alle Gründe dafür aufzuzählen, aber sie ist nun einmal ein Fakt, auf den steuerrechtlich durchaus reagiert werden könnte. Wenn konservativ und flexibel sich nicht so kategorisch ausschließen würden.
    Steuererleichterung nur für Paare mit Kindern bzw. AlleinerzieherInnen.
    Eine Förderung der Kinder ist eine Investition in die Zukunft.

    • Mathias (kein Partner)
      23. Oktober 2009 09:41

      Sehe ich auch so - wenn schon Kinderförderung (muss meinetwegen auch nicht sein, ist in Bezug auf die demografische Entwicklung aber bestimmt recht nützlich) dann bitte nicht über das angebliche Hilfsmittel "Ehe" - in einer Zeit, in der einerseits diese des Öfteren auch kinderlos ausfällt bzw. andererseits viele Kinder in unehelichen Lebensgemeinschaften aufwachsen und das auch sehr gut funktioniert (ich muss es wissen).

      So gesehen halte ich die Existenz der staatlichen Ehe ganz allgemein für überdenkenswürdig. Geheiratet werden kann der Zeremonie bzw. des Status wegen auch in der Kirche oder bei Privatunternehmen, wie es meines Wissens nach in einigen amerikanischen Bundesstaaten möglich ist. Das wäre dann, sofern sie einen willigen Anbieter finden, auch Homosexuellen möglich. Ein "Recht auf Ehe" gibt es ja glücklicherweise nicht - egal ob für Homos oder Heteros.

  19. Philipp (kein Partner)
    23. Oktober 2009 01:12

    Gehns doch schloffn, ham alle was davon.
    Hochachtungsvoll,
    Philipp

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      23. Oktober 2009 12:07

      So eine wohlstandsverwahrloste Gesellschaft hat schon Sorgen, gell ?





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