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Die Gesundheitsministerin Korinna Schumann findet den (von ihren Untergebenen erstellten) Bericht "erschütternd" und der ORF nennt ihn (wie immer mit Begeisterung grünlinks) gar "grausig": Angeblich "wissenschaftlich" wurde in einem Bericht einer Agentur der Frau Schumann nämlich festgestellt, dass es im Juni 395 Hitzetote gegeben hat.
Nun ja, seit der Oberste Gerichtshof dekretiert hat, dass sogar die Denunziationsagentur DÖW als etwas "Wissenschaftliches" zu akzeptieren ist, wagen wir die Wissenschaftlichkeit von Schumanns Gesundheitsagentur AGES natürlich nicht einmal andeutungsweise in Frage zu stellen. Aber – ganz an den strengen und zweifellos objektiven Höchstrichtern vorbei – denken wir uns halt doch unseren Teil. Aber eben nur streng im Geheimen.
Und dort fragen wir uns zum Beispiel schon, warum Frau Schumann und der Zwangsgebührenfunk nie von "erschütternd" und "grausig" sprechen, wenn sie sich jeden Winter die Todeszahlen vorlegen lassen. Oder tun sie das nicht? Das sollten sie aber. Denn da hätten sie viel mehr Anlass, erschüttert zu sein. Nur hätten halt beide dann viel schwieriger Anlass, um linke Klimapanik zu betreiben.
Die Todes-Zahlen der Statistik Austria zeigen jedenfalls ganz eindeutig, dass der Winter viel tödlicher ist als der Sommer, so unangenehm man derzeit auch einzelne Hitzephasen empfindet. Auch wenn unsere Kultur sich seit vielen Generationen viel besser auf den Winter einstellt – von der warmen Kleidung über die Bauweise unserer Häuser bis zur Heizung – bringt er viel mehr Menschen ums Leben als der Sommer, auch wenn wir auf Hitzeschutz oft nicht ausreichend vorbereitet sind, was man etwa durch Klimaanlagen, wärmeschützende Bauweise wie zumindest Außenjalousien und Fensterläden, viel mehr Trinken und Tragen von Hüten im Freien sein könnte (vom Meiden der Wiener Straßenbahnen gar nicht zu reden, von denen ich offenbar immer eine nicht klimatisierte erwische …).
Um die Lebensgefährlichkeit des Winters herauszufinden, hätte Frau Schumann nur in die Excel-Tabellen der "Statistik Austria" schauen müssen, egal ob sie und der OGH eine solche Tätigkeit als wissenschaftlich oder unwissenschaftlich bezeichnen (aber ich gebe zu, dass SPÖ-Politiker hierzulande eine Heidenangst vor Excel-Tabellen haben, seit sie wegen eines seltsamen Verwirrspiels mit angeblich vertauschten Excel-Tabellen mit Andreas Babler als Parteichef auskommen müssen …).
Jedenfalls müsste eine wirklich um die Gesundheit der Österreicher besorgte Gesundheitsministerin sich viel mehr auf die Bekämpfung der Todesfälle im Winter konzentrieren als auf jene im Sommer. Jedenfalls müsste ein Gebührensender, der einmal nicht Fakenews verbreiten will, schon darauf hinweisen, dass das Panikmachen von Frau Schumann über die Juni-Toten ein wenig faktenwidrig ist. Und jedenfalls müsste eine Agentur, die halbwegs seriös arbeitet, an die Spitze einer solchen Auftragsstudie die Tatsache stellen, dass die Monate Dezember, Jänner, Februar in jedem (!) Jahr viel lebensgefährlicher sind als Juni, Juli oder August, auch wenn es in diesem Jahr halt im Juni mehr Tote als im vorigen Juni gegeben hat, aber eben noch immer viel weniger als im Jänner.
Im Detail: In den veröffentlichen Daten der Statistik Austria kann man zwar nur die Wochenwerte und nicht die Zahlen für Monate finden. Aber die Wochenwerte sind aussagefähig genug, wenn man einfach jeweils all jene fünf Wochen addiert, die zumindest zum Teil im Jänner, beziehungsweise Juni liegen. Da kommt man auf folgende Werte:
Gegen diese Unterschiede verblasst die so dramatisch präsentierte Schwankung zwischen diesem Juni und dem vorigen total.
Jetzt kann ich zweifellos davon ausgehen, für diese Additions- und Divisionsleistung von Frau Schumann das in ihrem Ministerium übliche satte Honorar zu bekommen, und von OGH, ORF und DÖW als Wissenschaftler bezeichnet zu werden. Einen Preis der ständig medial präsenten Klimapanikmacher aus Potsdam oder Graz werde ich freilich nicht bekommen. Denn dazu stören diese Excel-Zahlen deren Geschäftsmodell zu sehr.
Für das Honorar würde ich Frau Schumann im Gegenzug gerne ein Exemplar des "Economist" (samt Übersetzung) zur Verfügung stellen, in dessen vorletzter Nummer eine ziemlich brisante Analyse zu finden war, derzufolge alle bisher veröffentlichten Klimamodelle hinten und vorne nicht mit den wirklichen Daten über die Klimaerwärmung zusammenpassen. Das heißt zwar nicht, dass es keine Erderwärmung gäbe, aber die Konzentration auf die CO2-Emissionen als Ursache dürfte völlig falsch sein. Statt dessen sollte sich echte Forschung – unter anderem – viel mehr auf die Wirkung der Aerosole konzentrieren, deren deutlicher Rückgang dank einer sehr intensiven Umweltpolitik ganz offenbar viel zur Klimaerwärmung beigetragen hat. Dabei waren wir doch alle so stolz darauf, dass viel weniger Teilchen aus Schornsteinen und Auspuffen kommen.