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Donald Trump vereinbart total Widersprüchliches in einer einzigen Rede. Er kann binnen weniger Atemzüge unverschämt lügen und gleichzeitig mutig Wahrheiten aussprechen, die man in bestimmten Teilen Europas nicht hören will. Der Rest der Welt muss – auch wenn er eigentlich gar nicht will – mit diesen Widersprüchen zu leben lernen. Als irrelevant an den Rand schieben kann man den Präsidenten der Vereinigten Staaten aber sicher nicht.
Trump lügt jedenfalls unverschämt und infam, wenn er sich in Davos hinstellt und behauptet, er liebt Europa. Denn:
All diese Widersprüche und Drohungen sind erschütternd, aber Faktum. Es gibt jedenfalls keinen einzigen Europäer, der dabei irgendetwas von Liebe spürt.
Es gibt dennoch im generellen Trend seiner Selbstdarstellung in den letzten Stunden eindeutig eine gewisse Kursänderung Trumps, ein Einlenken zu erkennen. Aber das hat einzig mit inneramerikanischen Fakten zu tun: Seine Politik hat derzeit absolut verheerende Werte: Nicht weniger als 56 Prozent der Amerikaner missbilligen seine Politik und nur 37 Prozent stimmen ihr zu. Das ist ein Negativsaldo von 19 Prozentpunkten. Selbst die Hälfte der normalerweise loyalen republikanischen Wähler spricht sich gegen Gewaltanwendung zur Eroberung Grönlands aus. Etliche Abgeordnete seiner eigenen Partei gehen auch öffentlich auf zunehmende Distanz zu Trump.
Auf der langen Reise von Washington nach Davos hat dieser daher jetzt ganz offensichtlich auf seine Berater gehört, die ihn auf Grund dieser Umfragen mit der Bitte bestürmen, doch endlich Kreide zu fressen. Angesichts des kurzen Gedächtnisses der Wähler könnte ihm der Davoser Haufen von Lügen und die niederträchtige Vorspiegelung von Liebe für Europa jetzt im eigenen Land sogar nützen. Aber zweifellos nur ein wenig.
Die Bürger der USA selbst wollen jedenfalls keinen Krieg um Grönland. Die von manchen kritisierte Entsendung kleiner europäischer Truppeneinheiten nach Grönland hat in Hinblick auf Trumps Wählerschaft durchaus Wirkung gezeigt.
Neben all diesen Widerlichkeiten und Widersprüchen rund um seine ohne jede Notwendigkeit hochgekochte Grönland-Fixierung sei aber ausdrücklich hervorgehoben, dass Trump über Europa auch Wichtiges und Richtiges gesagt hat. Er hat neuerlich, so wie sein Vizepräsident Vance und zuletzt auch der Papst die rapide Einschränkung der Meinungsfreiheit in Europa kritisiert, ebenso tadelte er die unsinnige Verschwendung und Schäden durch das Übersäen Europas mit Windmühlen. Diese zwei Kritikpunkte sollten die Europäer – auch und eigentlich vor allem im Eigeninteresse – ernst nehmen.
So werden – um nur eines der vielen noch kaum ins allgemeine Bewusstsein gedrungenen Probleme zu nennen – die Berichte über die schweren Umweltprobleme durch ausgediente Rotorblätter von Windmühlen immer dichter, die als Verbund von Glasfasern und Kunststoffen weder wiederverwertet noch entsorgt werden können. Gleichzeitig bleiben Tausende Tonnen von Stahlbeton in der Natur zurück – so wie das Wiener Stadtbild an mehreren Stellen durch sechs riesige und nicht entfernbare Beton-Flaktürme aus dem Zweiten Weltkrieg dauerhaft beschädigt worden ist.
So wird durch einen Bericht von Cicero bekannt, dass die Biologin Vollbrecht seit einem Jahr keinen Job als Lehrerin in den queer-verseuchten Berliner Schulen bekommt, weil sie es vor vier Jahren gewagt hat zu sagen, dass es biologisch nur zwei Geschlechter gibt.
Mit anderen Worten: Man weiß wirklich nicht mehr, was widerlicher ist – die Lügen und Infamien des Donald Trump oder die Lügen und Infamien eines von grüner Klimapanikmache und linker Trans- und Schwulen-Ideologie zugemüllten Europa.