Kollektivistisches Stammesdenken und Strategien der Proletarisierung

Wir sind Zeitzeugen einer Renaissance des Sozialismus im Namen der (angeblichen) Rettung von nationalen, supranationalen und globalen Kollektiven. Anstatt die Bürger in die Lage zu versetzen, dass sie sich (mit Privateigentum, Eigenverantwortung und Eigenleistungen) vor allem selbst helfen können, verlangen die Mitglieder der Nomenklatura einer "öko-sozialistischen Internationale" (in allen Parteien und in der Bewusstseinsbildungsindustrie) von ihnen – im Namen von Humanität, von Ergebnisgleichheit und von Zwangssolidarität –, dass sie alle überschuldeten Staaten der Eurozone (mit der Last der Inflationspolitik und der Zinsmanipulation), das globale Klima (mit der Last der Energiewende-Politik/des beabsichtigten Ausstiegs aus fossiler Energie) und alle Menschen, die nach Europa (in einen "Versorgungsstaat auf Pump") einwandern wollen (mit der Last der "Politik der offenen Grenzen") retten sollen.

Im Namen eines "nationalen, supranationalen und globalen Wir" der antimarktwirtschaftlichen und konstruktivistischen Zwangsumverteiler werden individuelle Freiheiten eingeschränkt und der Wohlstand zerstört. Die Proletarisierung ist eine Folge sozialistischer Politik. Die Verursacher der Verarmung treten als "Retter" auf und verschleiern die Folgen ihrer Politik für die Bürger.

Zahlreiche Strategien der Inflations- und Öko-Sozialisten stehen im Dienste einer Zerstörung der (Reste der) bürgerlichen/rechtsstaatlichen und marktwirtschaftlichen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung. Tribalistisches Denken zerstört offene Ordnungen und führt in eine totalitäre geschlossene Gesellschaft.

Die Strategien der Sozialisten (in allen Parteien) orientieren sich am Ziel der Gleichheit im Ergebnis. Es geht ihnen stets um die Gleichschaltung der Gedanken, der Aussagen sowie der "Tugenden" und um die soziale und wirtschaftliche Ergebnisgleichheit für die "Untertanen". Ihr Feindbild ist der Kapitalismus, also die Marktwirtschaft mit individueller Freiheit und mit Leistungswettbewerb. Die Fanatiker hassen die bürgerliche Gesellschaft und die Errungenschaften der europäischen Zivilisationstradition. Sie sind für sie die "Quellen" aller sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Probleme.

Die Öko-Sozialisten leben in ideologisch geprägten Scheinwelten. Sie verbreiten Angst, emotionalisieren mit apokalyptischen Szenarien, bauen Fassaden – um abzulenken, beherrschen "das Geschäft mit der Lüge", pflegen Realitätsverleugnungen und sind Experten der Täuschung, des Verschweigens, der Verharmlosung, der Indoktrination und der Manipulation.

Die moralisierenden Tugendwächter wollen als "die Guten" nicht nur vorschreiben, was die Bürger denken und sagen, sondern auch, wie sie handeln sollen. Zahlreiche Tribunale der Systemüberwinder durch Überforderung des Systems schüchtern Andersdenkende ein.

Einschränkungen der Freiheit und Enteignungen durch die Zwangsumverteiler werden durch immer mehr supranationale und staatliche Planung, Steuerung, Regulierung, Ge- und Verbote sowie durch Interventionismus realisiert.

Die Anmaßung von Wissen führt zu immer mehr Ineffizienz, zu einer Fehlleitung und zur Verschwendung von Ressourcen. In der Bewusstseinsbildungsindustrie verbreiten die "vereinigten Antiliberalen und Antikapitalisten" nicht nur einen rechtsstaatlichen und einen marktwirtschaftlichen, sondern auch einen sozialistischen Analphabetismus. Zahlreiche – vor allem jüngere – Bürger können sozialistische Ideen nicht mehr erkennen.

Sozialistisch-totalitärer Analphabetismus ist in diesem Land – vor allem bedingt durch eine jahrzehntelange "linke antifaschistische Bildung" – (leider) sehr weit verbreitet. Verarmung und Proletarisierung nehmen in einem sozialistischen System der Verantwortungslosigkeit, des etatistischen Paternalismus, der kollektivistischen Bevormundung und der Knechtschaft zu.

Haben wir doch den Mut, in einer offenen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung zu leben! Aufgeklärtes Selbstinteresse, Eigenverantwortung und Eigenleistungen in einem Wettbewerb mit Regeln warten auf ihre Chance!

Josef Stargl ist AHS-Lehrer in Ruhe und ein Freund der Freiheit.

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