Nach dem Terror: die feige Reaktion in Wiener Gymnasien

Am Abend des 2. November 2020 wurde in einem privaten Chat einer Unterstufenklasse eines Wiener Gymnasiums über den Anschlag im ersten Bezirk debattiert. Aus den Medien war bereits zu erfahren, dass in der Seitenstettengasse, bei der Hauptsynagoge, also dem jüdischen Stadttempel, Schüsse abgegeben worden seien und eine Person einen Sprengstoffgürtel trage bzw. sich jemand mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft gejagt habe.

Wer eins und eins zu zwei zusammenzählen kann, der hatte bald die Vermutung, dass es sich wohl um ein islamistisches Attentat handle. In dem genannten Chat kam tatsächlich die Frage auf, wer denn zu so etwas fähig sei bzw. wer denn so etwas mache: auf unschuldige Menschen schießen. Der Klassenvorstand dieser Chat-Gruppe äußerte also am späten Abend: "Es wird wohl ein islamistischer Terroranschlag sein. Ansonsten ist niemand so blöd und sprengt sich in die Luft … vor der Synagoge."

Der Klassenlehrer beruhigte die Kinder – denn ein Schüler äußerte später, er schäme sich ein Moslem in Österreich zu sein – und wies darauf hin, dass die Schüler damit nichts zu tun hätten, nicht dafür verantwortlich und außerdem gut integriert seien und sich für nichts und niemanden zu schämen haben. Vielleicht war der zweite Satz des Lehrers ein wenig frei formuliert, aber im Wesentlichen stimmt es. Nun gut.

Im Stile einer stillen Post wurde genau diese oben genannte Aussage unter anderen Schülern verbreitet, die der Wahrheit entspricht, und Dritte begannen einen regelrechten Hexenprozess gegen den Lehrer. Die Aussage sei rassistisch, und überhaupt sei der Lehrer ein Rassist, Sexist und diskriminierend. Anonym wurde im Internet eine Petition gegen den Lehrer gestartet, eine Beschwerde bei der Bildungsdirektion sollte gemacht werden, denn dem Lehrer sei endlich das Handwerk zu legen, da er ohnehin ein Wiederholungstäter sei.

Der Lehrer selbst hat von der ganzen Geschichte erst durch einen ehemaligen Schüler erfahren. Die Schulleitung hat zunächst gar nichts unternommen, denn das sei im privaten Raum passiert und daher nicht zuständig, schließlich soll der Ball flach gehalten werden.

In den darauffolgenden Tagen hat die Schülervertretung dazu aufgerufen, Beschwerden, auch anonym, gegen den Lehrer vorzubringen, um endlich gegen ihn vorgehen zu können. Beschwerden wurden von unbeteiligten Dritten, welche die Aussagen nur vom Erzählen kannten, vorgebracht und angeblich von einem Elternteil an die Schulleitung übermittelt. Zwar gab es in der Folge Gespräche zwischen dem betroffenen Lehrer und der Schulleitung, allerdings hat der betreffende Lehrer niemals erfahren, wer die falschen Vorwürfe vorgebracht und an die Schulleitung übermittelt hat. Insgesamt wurde die Sache mehr oder weniger schubladisiert, allerdings hatte der Lehrer keine Möglichkeit, sich zu wehren.

Derselbe Lehrer hatte in einer vierten Klasse ein Gespräch mit den Schülern über den Terroranschlag. Klarerweise hat der Lehrer wieder betont, die Schüler seien alle vernünftig, gut integriert und man könne den Gläubigen bzw. dem Islam nicht grundsätzlich und pauschal unterstellen, gewalttätig zu sein, allerdings ließen sich im Koran durchaus Stellen finden, auf die sich ein Attentäter berufen könnte. Und der Lehrer wies darauf hin, dass es durchaus auch in anderen Heiligen Schriften Gewalt gebe (man denke an: Auge um Auge, Zahn um Zahn – Selbstjustiz), es jedoch Auslegungssache sei, ob die Dinge wörtlich zu nehmen seien bzw. wie die Worte Gottes heute zu interpretieren seien.

Trotzdem brach ein Sturm der Entrüstung los. Nein, im Koran lasse sich keine Stelle finden, die mit Gewalt zu tun habe und auf die sich Terroristen berufen könnten, denn Terroristen würden die Religion missbrauchen und all das habe mit dem Islam nichts zu tun.

"Ungläubig sind, die sagen: Siehe, Gott ist Christus, Marias Sohn." (Sure 5, 17 bzw. Sure 5, 72) oder "Ungläubig sind, die sagen: Siehe, Gott ist der Dritte von dreien." (Sure 5, 73). Im Koran sind Ungläubige offenbar genau definiert, also in diesem Fall Christen.

Und wie mit Christen bzw. Ungläubigen zu verfahren ist, darüber gibt der Koran auch Aufschluss, denn in Sure 4, 101 heißt es: "Siehe, die Ungläubigen sind für euch ein klarer Feind." oder "Siehe, Gott hält für die Ungläubigen erniedrigende Strafe bereit." oder "Den Ungläubigen ist schmerzhafte Strafe bestimmt." (Sure 2, 104) oder "Die glauben, die kämpfen auf dem Wege Gottes, und die ungläubig sind, die kämpfen auf dem Weg der Götzen. So bekämpft des Satans Freunde!" (Sure 4, 76) und "Halte die, die auf dem Wege Gottes getötet wurden, nicht für tot! O nein! Sie sind am Leben, bei ihrem Herrn, und werden wohlversorgt." (Sure 3, 169).

Und überhaupt: "Bekämpft sie, so wird sie Gott durch eure Hände strafen und erniedrigen und euch gegen sie helfen und die Herzen gläubiger Leute heilen und den Zorn ihrer Herzen vergehen lassen" (Sure 9, 14). "Die Ungläubigen werden zur Hölle versammelt, Gott will das Böse vom Guten scheiden, das Böse zueinander bringen, es zusammen zu einem Haufen machen und es in die Hölle schaffen. Das sind Verlierer." (Sure 8, 36f). "Nicht ihr habt sie getötet, sondern Gott. Nicht du hast, als du warfst, geworfen, sondern Gott, und zwar, um die Gläubigen auf gute Weise einer Prüfung auszusetzen. Siehe, Gott ist hörend, wissend." (Sure 8, 17).

Die Aufzählung solcher Anleitungen ließe sich noch lange fortsetzen. Nun wurden diese Zeilen vor vielen hunderten von Jahren geschrieben und jeder vernünftige und gebildete Mensch wird diese Worte weder wörtlich noch als Aufforderung verstehen. Allerdings gibt es einige verlorene und verirrte sowie verwirrte Seelen, die tatsächlich zur Tat schreiten, weil sie die Botschaft falsch interpretieren und deshalb morden und zu Auftragsmördern Gottes werden.

Aber in unserer Gesellschaft ist es offenbar nicht erlaubt, unangenehme Sachverhalte anzusprechen. Muslime sollen nicht verärgert werden. Kritik am Islam wird mit Hass auf den Islam bzw. auf Muslime gleichgesetzt, was klarerweise blanker Unsinn ist. Man wird doch noch über kritische Stellen in einer Heiligen Schrift diskutieren dürfen.

Es ging dem Lehrer nicht darum, einen Muslim als potentiellen Gewalttäter darzustellen, sondern zu zeigen, dass sich verirrte Seelen sehr wohl auf den Islam bzw. dessen Heilige Schrift berufen könnten. Islamistischer Terror hat mit dem Islam zu tun, auch wenn zahlreiche Medien, Politiker und Mitglieder der Religionsgemeinschaft so tun, als wäre das nicht so.

Über das Christentum kann heute jeder offen sprechen und Kritik üben, im Islam ist das offensichtlich nicht möglich. Hier ist die Kritikfähigkeit, die Diskussion über die eigene Religion nicht möglich bzw. unerwünscht.

Der Punkt an dieser Geschichte ist, dass die Schüler sehr aufgebracht waren, ihren Unmut offenbar in der darauffolgenden Stunde bei ihrer Geschichte- und (Katholische) Religion-Lehrperson geäußert haben und diese nicht in der Lage war, Klartext zu sprechen oder dies auch nicht wollte. Wer will schon den Zorn der Schüler auf sich ziehen. In Frankreich ist jener Lehrer, der Karikaturen zeigte, im wahrsten Sinne des Wortes, allerdings unfreiwillig, einen Kopf kürzer – wie man hier in Wien sagt – und tot.

Islam ist ein Tabu-Thema, ganz abgesehen davon, dass nicht wenige heutige katholische Religionslehrer nichts mit ihrer eigenen Religion am Hut bzw. keine Ahnung davon haben und noch weniger Wissen über fremde Religionen besitzen. Ein anderer Religionslehrer sagte unlängst, er glaube nicht an Gott, denn diesen gebe es ohnehin nicht.

Obwohl, wer soll sich daran stören, selbst die Kirchenführer Österreichs haben mit dem Katholischen Glauben recht wenig zu tun, sondern sehen sich eher als Gehilfen der Politik bzw. linker NGOs und sprechen lieber über Migration und Klimawandel als über den christlichen Glauben.

Die Unwissenheit unter Lehrern und Schülern ist erschreckend. Noch erschreckender ist allerdings die Einschränkung der Grund- und Freiheitsrechte. Die Schülervertretung hat den betreffenden Lehrer übrigens aufgefordert, besser auf die Wortwahl zu achten, um Missverständnissen vorzubeugen, und darauf hinzuweisen, dass die Schüler nicht der Meinung des Lehrers sein müssten.

Mit anderen Worten: Dem Lehrer soll ein Maulkorb umgehängt werden. Meinungen abseits des Mainstreams sind unerwünscht, wer davon abweicht, den könnten dienstrechtliche Folgen treffen. Grundsätzlich gilt ja Meinungsfreiheit, auch in der Schule, und ein Lehrer darf seine Schüler durch seine Meinung nicht überwältigen.

Allerdings tut sich der Lehrer damit ein wenig schwer, denn man stelle sich vor, ein Schüler behauptet, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums oder überhaupt eine Scheibe oder ein reales Beispiel, die Erde sei in dreißig Jahren wegen des Klimawandels nicht mehr bewohnbar. Wäre es nicht verantwortungslos, diesem Unsinn nicht zu widersprechen?

Zwar ist ein Lehrer kein Hellseher, jedoch ist diese Perspektive sehr unwahrscheinlich. Dennoch ist Vorsicht angebracht. So wie es dort Sittenwächter gibt, gibt es hier Tugendwächter und Moralaposteln, die nur darauf warten, Andersdenkende aus dem Weg zu räumen. So viel zur Meinungsfreiheit.

Zur Überwältigung sei auch noch ein Satz gesagt. Stellt es nicht auch eine Überwältigung dar, wenn im Jahr 2020 in einem Amtszimmer ein Bild von Bruno Kreisky hängt? Muss ein Dienststellenleiter auf diese Art und Weise seine politische Orientierung zur Schau stellen? Man stelle sich vor, in einem Amtszimmer hinge ein Bild von Prälat Ignaz Seipel (von Engelbert Dollfuß möchte ich erst gar nicht sprechen)! Da wäre wohl Feuer am Dach.

Aus meinen Jahren des Studiums, das mich oft in das Neue Institutsgebäude in der Universitätsstraße geführt hat, hat sich ein Satz in meinen Kopf eingebrannt. Er stammt aus dem Staatsgrundgesetz: "Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei!". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Mag.phil. et Mag.rer.nat. Harald Helml ist AHS-Lehrer in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    23. November 2020 08:31

    Das ist mittlerweile ein eingespielter Mechanismus und es erscheint fast unmöglich ihn aufzubrechen, wie das Amen im Gebet.

    Es gibt eine gesellschaftliche Gruppe, salopp formuliert "die Nazis" (wen immer man dazuzählt), gegen die ist auszuteilen. Es gibt eine andere Gruppe "die Moslems" bei denen ist zu schweigen. Wer den Mechanismus verletzt wird selbst zu "den Nazis" gezählt.

    Summieren wir auf: die Opfer islamischen Terrors (europaweit, weltweit) und vergleichen wir sie mit den Opfern christlichen, hinduistischen, buddhistischen Terrors (und was für Religionen man sonst noch findet). Wer ist da unangefochten, weit abgeschlagen an der Spitze. Da liegen Potenzen zwischen den Opferzahlen und das perverse daran: Die Spitzengruppe zählt sich selbst zu den Opfern, weinerlich aber trotzdem fordernd.

    Hat ein bisschen was weibisches, trotzdem finden sich auch viele Frauen die sich auf diese Art bedingungslos bei Männern durchsetzen können.

    Die Moslems schlachten sich im Orient bedingungslos gegenseitig ab. Aber nur, weil sie dort keine oder kaum noch Christen oder andere Religionen finden. Sobald man etwas anderes hat, geht man geeint dagegen vor. Und das diese zahlenmäßig belegbare Ausrottung (Zeitverlauf) anderer Religionen führt augenblicklich zu einer Täter-Opfer Umkehr.

    Fragen Sie die Moslems doch einmal, warum es nicht eine einzige Demonstration ihrer Religionsgruppe gegen die Enthauptung des französischen Lehrers gegeben hat, aber dafür eine (zunächst) genehmigte Demo vor der französischen Botschaft, wegen "Diskriminierung von Moslems". Nicht einen einzigen habe ich hier in Vorarlberg gesehen mit einem Schild "das ist nicht meine Religion". Eine Karikatur wie Mohamed einen Christen den Kopf abschneidet wird zu keinerlei Reaktion führen. Ähnliches ist kürzlich meiner Mutter widerfahren als sie letztens in die Kirche wollte: Da standen 2 Moslems mit einer arabischen Zeitschrift auf deren Titelblatt eine Schlange einen christlichen Hasen umschlang und fraß. Sie haben auf den Hasen gezeigt und ihr gesagt: Das bist du.

    Hat natürlich alles nichts mit Hass zu tun, das wissen die 4 Weiber ja ganz genau.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    23. November 2020 09:20

    Und dann fragt sich genau jenes feige Denunzianten- und Blockwartklientel, welches sich in seinem selbsternannten Antirassismus-Bessermenschdasein sonnt, dieses wie einen Orden ans Revers heftet, wie es denn in den 30iger Jahren "dazu kommen konnte"......

  3. Ausgezeichneter KommentatorLämpel
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    23. November 2020 08:22

    Auch das „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ des Alten Testamentes wird im Neuen Testament durch Jesus aufgehoben:
    Mt 5. 38-39 „Ihr wisst, dass es heißt: 'Auge um Auge, Zahn um Zahn.' Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses antut! Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin.“

    Im Koran findet man solches nicht.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. November 2020 15:03

    "Islam ist ein Tabu-Thema, ganz abgesehen davon, dass nicht wenige heutige katholische Religionslehrer nichts mit ihrer eigenen Religion am Hut bzw. keine Ahnung davon haben"

    Das ist eine Beobachtung, die auch meiner Einschätzung entspricht.

    "und noch weniger Wissen über fremde Religionen besitzen."

    Das ist m. E. nicht richtig, zumindest nicht pauschal. Denn im katholischen Religionsunterricht lernt man oft mehr über Islam und Buddhismus als über den katholischen Glauben.

    Der Autor hat allerdings insofern recht, als die katholischen Religionslehrer die falschen Religionen nicht richtig in ihrer Selbstwidersprüchlichkeit und in ihren anderen Schwächen und Fehlern erfassen. Es fehlt also "die Unterscheidung der Geister". Es nützt nichts, die fünf Säulen des Islam herbeten zu können und dennoch das antichristliche Wesen des Islam nicht zu erfassen und auszusprechen.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. November 2020 18:03

    Die Erwartungen werden erfüllt. Warum hat sich die Meinung verbreitet, die beste Position um mit den Islamisten zu reden, ist sich vor ihnen auf den Bauch zu legen.
    Das ist die Haltung nicht nur der Ö Regierung, sondern auch die Überzeugung der Regierungen der aller West-EU Staaten
    Langweilig, redundant, aber notwendig. Warum werden in Budapest Frauen nicht überfallen, warum gibt es keine Angriffe mit Messern aller Art, mit Schusswaffen ? Warum laufen in Budapest, Prag, Pressburg, Warschau keine Mörder frei herum ?
    Blöd, immer wieder, das gleiche zu wiederholen.
    Der Untertan, wird weiter seiner Herrschaft gehorchen, sich ausliefern, keine Fragen stellen. Hirn weiter abgeschaltet halten.

  6. Ausgezeichneter KommentatorKyrios Doulos
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. November 2020 21:06

    Herr Professor Helml, vielen Dank für Ihre klaren Worte und daß Sie uns diese skandalös-traurige Geschichte zur Kenntnis gebracht haben.

    Schade, daß man (wohl aus Gründen des Schützes des betreffenden mutigen Lehrers) nicht erfährt, um welche Schule es sich handelt.

    Ein deutlicher Brief an den Direktor der Schule über das Bildungsziel des "Guten, Wahren und Schönen" tut Not.

    Freilich ist der ISlam eine antichristliche und antidemokratische Ideologie, die nur eine Art des Friedens kennt, den der Unterwerfung aller unter den Willen Allahs, der ein ganz anderer "Gott" ist als der lebendige Gott, Vater Jesu Christi.

    Merke: Monotheistisch ist keine Beschreibung der Identität eines postulierten oder lebendigen Gottes, sodern eine Aussage der Arithmetik. Allah ist eben 1 "Gott", der Dreieinige ist 1 Gott. Das ist aber schon das einzig Gemeinsame, nichts als eine Zahl.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Huss
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    23. November 2020 20:39

    Es gab einen oder zwei Tage nach dem Anschlag den Wunsch des Ministeriums, diese Taten im Unterricht zum Thema zu machen. Allerdings auf freiwilliger Basis. An meiner Schule wurden die Geschichtelehrer dazu aufgefordert.

    Deshalb Hut ab vor jenem Lehrer, über den der Autor berichtet. Besagter Pädagoge hat einen für Lehrer eher unüblichen Mut bewiesen. Es war zu erwarten, dass ein Kesseltreiben einsetzen würde, dennoch hat dieser Kollege sich getraut, das zu sagen, was er denkt. Nur wenige Kollegen haben den Mumm dazu.


alle Kommentare

  1. Hatschi Bratschi (kein Partner)
    04. Dezember 2020 11:54

    Wie sonst sollte man den Koran verstehen, wenn nicht wörtlich? Im Gegensatz zur Bibel, die eine Legendensammlung ist, von katholischen Päpsten unter Weglassung aller unangenehmen Schriften, die eine bereits erstandene katholische Administration gefährdet hätten, zu einem Buch geformt, ist der Koran nach den Worten seiner Gläubigen, das direkte, unwandelbare Gebot Allahs, übermittelt an Mohammed. Was also soll ein reformierter Euro-Islam sein? Wunschtraum abgehobener Wohlstandsidioten, die keine Ahnung davon haben, was der Islam ist: Eine klerikale Gesellschaftsdiktatur mit Allmachtsanspruch, angeblich göttlich legitimiert und von daher sakrosankt. Es gibt keinen Islamismus. Nur den Islam!

  2. Kyrios Doulos
    23. November 2020 21:06

    Herr Professor Helml, vielen Dank für Ihre klaren Worte und daß Sie uns diese skandalös-traurige Geschichte zur Kenntnis gebracht haben.

    Schade, daß man (wohl aus Gründen des Schützes des betreffenden mutigen Lehrers) nicht erfährt, um welche Schule es sich handelt.

    Ein deutlicher Brief an den Direktor der Schule über das Bildungsziel des "Guten, Wahren und Schönen" tut Not.

    Freilich ist der ISlam eine antichristliche und antidemokratische Ideologie, die nur eine Art des Friedens kennt, den der Unterwerfung aller unter den Willen Allahs, der ein ganz anderer "Gott" ist als der lebendige Gott, Vater Jesu Christi.

    Merke: Monotheistisch ist keine Beschreibung der Identität eines postulierten oder lebendigen Gottes, sodern eine Aussage der Arithmetik. Allah ist eben 1 "Gott", der Dreieinige ist 1 Gott. Das ist aber schon das einzig Gemeinsame, nichts als eine Zahl.

  3. Alexander Huss
    23. November 2020 20:39

    Es gab einen oder zwei Tage nach dem Anschlag den Wunsch des Ministeriums, diese Taten im Unterricht zum Thema zu machen. Allerdings auf freiwilliger Basis. An meiner Schule wurden die Geschichtelehrer dazu aufgefordert.

    Deshalb Hut ab vor jenem Lehrer, über den der Autor berichtet. Besagter Pädagoge hat einen für Lehrer eher unüblichen Mut bewiesen. Es war zu erwarten, dass ein Kesseltreiben einsetzen würde, dennoch hat dieser Kollege sich getraut, das zu sagen, was er denkt. Nur wenige Kollegen haben den Mumm dazu.

    • Kyrios Doulos
      23. November 2020 21:11

      Was für ein Jammer. Kein Wunder, wenn daraus jämmerliche Schüler hervorgehen, ohne Rückgrat, ohne Willen, ohne Mut, ohne Liebe, ohne Werte außer die elenden Werte des Richtens über Andersdenkende und der Überheblichkeit der political correctness über jeden, der von der alleinselogmachenden Marschrichtung des Linksfaschismus abweicht. Mut ist da keiner, nur das feige Schwimmen mit dem Strom. Wie damals anno nazimal, nur halt mir einem andern Vokabular. Und mit der aggressiven Faust statt der ausgestreckten Handfläche des Heilrufers.

  4. Hegelianer
    23. November 2020 18:52

    Auch wenn ich mich jetzt vielleicht unbeliebt mache: Ich finde, ein Lehrer soll grundsätzlich nicht mit seinen Schülern in irgendwelchen Web2.0-Gruppen chatten.
    (Genauso, wie es mich stört, wenn ein amerikanischer Präsident Außenpolitik via Twitter macht.)

    • Kyrios Doulos
      23. November 2020 21:14

      Das ist auch ein außerordentlich wichtiger Aspekt in unserer Debatte über das traurige Ereignis. Ja, diese Chat- und Twittergeschichten haben schon viel Unheil hervorgebracht.

  5. pressburger
    23. November 2020 18:03

    Die Erwartungen werden erfüllt. Warum hat sich die Meinung verbreitet, die beste Position um mit den Islamisten zu reden, ist sich vor ihnen auf den Bauch zu legen.
    Das ist die Haltung nicht nur der Ö Regierung, sondern auch die Überzeugung der Regierungen der aller West-EU Staaten
    Langweilig, redundant, aber notwendig. Warum werden in Budapest Frauen nicht überfallen, warum gibt es keine Angriffe mit Messern aller Art, mit Schusswaffen ? Warum laufen in Budapest, Prag, Pressburg, Warschau keine Mörder frei herum ?
    Blöd, immer wieder, das gleiche zu wiederholen.
    Der Untertan, wird weiter seiner Herrschaft gehorchen, sich ausliefern, keine Fragen stellen. Hirn weiter abgeschaltet halten.

    • Wyatt
      24. November 2020 06:28

      Warum werden in Budapest, Prag, Pressburg, Warschau.......???

      Weil diese Länder eine eigenständige Regierung haben und nicht wie bei uns, nur Marionetten und Befehlsempfänger die dem Volk eine Regierung vortäuschen!

  6. Wolfram Schrems
    23. November 2020 15:03

    "Islam ist ein Tabu-Thema, ganz abgesehen davon, dass nicht wenige heutige katholische Religionslehrer nichts mit ihrer eigenen Religion am Hut bzw. keine Ahnung davon haben"

    Das ist eine Beobachtung, die auch meiner Einschätzung entspricht.

    "und noch weniger Wissen über fremde Religionen besitzen."

    Das ist m. E. nicht richtig, zumindest nicht pauschal. Denn im katholischen Religionsunterricht lernt man oft mehr über Islam und Buddhismus als über den katholischen Glauben.

    Der Autor hat allerdings insofern recht, als die katholischen Religionslehrer die falschen Religionen nicht richtig in ihrer Selbstwidersprüchlichkeit und in ihren anderen Schwächen und Fehlern erfassen. Es fehlt also "die Unterscheidung der Geister". Es nützt nichts, die fünf Säulen des Islam herbeten zu können und dennoch das antichristliche Wesen des Islam nicht zu erfassen und auszusprechen.

    • Kyrios Doulos
      23. November 2020 21:21

      So ist es! Diese 5 Säulen sind die Hauptprpaganda des Taquijja-ISlam, der uns vorgaugelt, der ISlam wäre eine fromme, friedliche, freie Religion, obwohl das Gegenteil wahr ist.

      Gerissen-heuchlerisch, kriegerisch, sklavenhalterisch ist diese Ideologie.

      Gibt es einen islamischen Staat auf dieser Welt, in dem Christen frei leben und glauben dürfen? Nein, den gibt es nicht. Keinen einzigen gibt es. Keinen.

  7. glockenblumen
    23. November 2020 09:20

    Und dann fragt sich genau jenes feige Denunzianten- und Blockwartklientel, welches sich in seinem selbsternannten Antirassismus-Bessermenschdasein sonnt, dieses wie einen Orden ans Revers heftet, wie es denn in den 30iger Jahren "dazu kommen konnte"......

  8. Bürgermeister
    23. November 2020 08:31

    Das ist mittlerweile ein eingespielter Mechanismus und es erscheint fast unmöglich ihn aufzubrechen, wie das Amen im Gebet.

    Es gibt eine gesellschaftliche Gruppe, salopp formuliert "die Nazis" (wen immer man dazuzählt), gegen die ist auszuteilen. Es gibt eine andere Gruppe "die Moslems" bei denen ist zu schweigen. Wer den Mechanismus verletzt wird selbst zu "den Nazis" gezählt.

    Summieren wir auf: die Opfer islamischen Terrors (europaweit, weltweit) und vergleichen wir sie mit den Opfern christlichen, hinduistischen, buddhistischen Terrors (und was für Religionen man sonst noch findet). Wer ist da unangefochten, weit abgeschlagen an der Spitze. Da liegen Potenzen zwischen den Opferzahlen und das perverse daran: Die Spitzengruppe zählt sich selbst zu den Opfern, weinerlich aber trotzdem fordernd.

    Hat ein bisschen was weibisches, trotzdem finden sich auch viele Frauen die sich auf diese Art bedingungslos bei Männern durchsetzen können.

    Die Moslems schlachten sich im Orient bedingungslos gegenseitig ab. Aber nur, weil sie dort keine oder kaum noch Christen oder andere Religionen finden. Sobald man etwas anderes hat, geht man geeint dagegen vor. Und das diese zahlenmäßig belegbare Ausrottung (Zeitverlauf) anderer Religionen führt augenblicklich zu einer Täter-Opfer Umkehr.

    Fragen Sie die Moslems doch einmal, warum es nicht eine einzige Demonstration ihrer Religionsgruppe gegen die Enthauptung des französischen Lehrers gegeben hat, aber dafür eine (zunächst) genehmigte Demo vor der französischen Botschaft, wegen "Diskriminierung von Moslems". Nicht einen einzigen habe ich hier in Vorarlberg gesehen mit einem Schild "das ist nicht meine Religion". Eine Karikatur wie Mohamed einen Christen den Kopf abschneidet wird zu keinerlei Reaktion führen. Ähnliches ist kürzlich meiner Mutter widerfahren als sie letztens in die Kirche wollte: Da standen 2 Moslems mit einer arabischen Zeitschrift auf deren Titelblatt eine Schlange einen christlichen Hasen umschlang und fraß. Sie haben auf den Hasen gezeigt und ihr gesagt: Das bist du.

    Hat natürlich alles nichts mit Hass zu tun, das wissen die 4 Weiber ja ganz genau.

  9. Lämpel
    23. November 2020 08:22

    Auch das „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ des Alten Testamentes wird im Neuen Testament durch Jesus aufgehoben:
    Mt 5. 38-39 „Ihr wisst, dass es heißt: 'Auge um Auge, Zahn um Zahn.' Ich aber sage euch: Verzichtet auf Gegenwehr, wenn euch jemand Böses antut! Mehr noch: Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin.“

    Im Koran findet man solches nicht.

    • stefania
      23. November 2020 14:32

      "Auge um Auge" steht ursprünglich im Codex Hammurabi,es soll die Verhältnismäßigkeit der Rache oder Wiedergutmachung regeln.-So soll also nur der Täter angemessen büßen und nicht etwa seine Familie. Das Gesetz ist also älter as die Bibel.

    • Wolfram Schrems
      23. November 2020 14:57

      @stefania
      Richtig, es geht um Verhältnismäßigkeit. Das wird heute leider oft übersehen. Und, so wie es aus dem Gesamtzusammenhang in Ex hervorgeht, geht es auch nicht um Selbstjustiz. M.a.W, es handelt sich um Strafgesetz, von der legitimen Macht zu exekutieren.

    • Kyrios Doulos
      23. November 2020 21:31

      Unser Religionsprofessor hat und Gymnasiasten damals echt überrascht, weil wir es ganz anders interpretiert hatten. Er sagte es in den 70ern schon so: "Aug' um Aug' etc. ist ein Gebot der Deeskalation."





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