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Die Corona-Beschränkungen werfen im Rückblick Fragen auf

Schritt für Schritt werden die pandemiebedingten Einschränkungen aufgehoben. Zeit für einen Rückblick. Ich persönlich habe in den vergangenen Wochen einiges erlebt, was ich bisher nur theoretisch wusste:

  • In der Krise sehnen sich viele Menschen nach einer starken Führung. Sie sind in einer solchen Situation – für mich erstaunlich schnell – bereit, Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheiten und Bürgerrechte widerspruchslos zu akzeptieren.
  • Der Zweck heiligt für viele die Mittel. Korrekte Abläufe interessieren die meisten Menschen nicht, wenn das Ergebnis stimmt.
  • Abweichende Meinungen werden nicht nur abgelehnt, sondern quasi als Hochverrat verteufelt. "Das geht in manchen Fällen bis zu einem gehässigen Denunziantentum von Aufpassern aus dem Volk, die von einem bekannten österreichischen Chefredakteur "Corona-Blockwarte" genannt werden." (1)

Das alles geschah bzw. geschieht nach 75 Jahren Zweiter Republik, in einem der reichsten Länder der Erde, in einer wirtschaftlich guten Zeit. Wie muss es erst fünfzehn Jahre nach einem verheerenden Krieg, dem Ende einer Monarchie und in einer wirtschaftlich desaströsen Situation gewesen sein?

Ich bitte, mich nicht falsch zu verstehen: Ich sehe die Demokratie in Österreich derzeit keinesfalls gefährdet. Ich kritisiere auch nicht grundsätzlich die getroffenen Maßnahmen. Ich glaube aber, dass wir alle uns Fragen wie etwa die folgenden stellen sollten:

  • "Ist Gesundheit immer und unter allen Umständen das Wichtigste?
  • Müssen wir der Gesundheit alles opfern?
  • Auch wenn es beispielsweise bedeutet, einsame, leidende und sterbende Menschen aufgrund von Besuchsbeschränkungen in ihren letzten Stunden allein zu lassen?
  • Sollen wir unsere Privatsphäre opfern, indem wir im Namen der Gesundheit dem Staat erlauben, alle Bürgerinnen und Bürger per Handy-Tracking-Software zu überwachen?
  • Wie lange sollen wir unsere sozialen Beziehungen, unsere öffentlichen kulturellen und religiösen Praktiken einschränken, weil auch nach dem Abflauen der Pandemie in Österreich ein Restrisiko lange nicht ausgeschlossen werden kann?" (2)

Die einzig richtige Antwort darauf gibt es wahrscheinlich nicht. Aber darüber nachdenken und diskutieren sollten wir, denn Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit.

(1) Was sollen wir opfern in Zeiten der Corona-Angst? In: ORF online vom 13. Juni 2020.
(2) Ebenda.

Mag. Dr. Eckehard Quin ist Präsidiumsmitglied und Bereichsleiter für Dienstrecht und Kollektivverträge in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2020 09:32

    Ich merke ganz einfach, dass ich mich mit vielen Menschen einfach nicht mehr unterhalten mag, weil sie sich so verängstigen haben lassen, dass sie nicht mehr klar denken können. An sich gescheite Leute mit Hausverstand, aber die Angst hat sie großteils zu Hascherln gemacht und wer hat die Angst geschürt und schürt immer noch? Unsere Regierung, allen voran Kurz und Anschober.
    Und jetzt, wo Kurz gesehen hat, dass man mit verängstigten Menschen alles machen kann, weil keiner aufmuckt, werden wir noch sehen, wozu das Bürschchen noch fähig ist, bzw. eher, wozu er sich noch drängen lässt, weil viele der Ideen kommen ja gar nicht von ihm.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfrajo
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2020 07:45

    "Ich kritisiere auch nicht grundsätzlich die getroffenen Maßnahmen." Kann man so sehen. Ich betrachte sie als reines Ablenkungsmanöver. Auch dass schritt für Schritt die Maßnahmen aufgehoben werden kann ich nicht erkennen. Aus meiner Sicht stehen die Kurz'schen Worte von der neuen Normalität. Die Zügel werden nur etwas gelockert, um uns an eine neue Normalität zu gewöhnen. Ich sehe die 2. Welle im Herbst tatsächlich, obwohl es ja gar keine erste gegeben hat. Dann kommt die App, dann kommt das Pekinger Ampelsystem: Grün-Gelb-Rot, je nach Wohlverhalten.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorpressburger
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2020 10:34

    Kann nur widersprechen. Die Demokratie ist mehr als nur gefährdet. Die Demokratie wird Stück für Stück entsorgt. Die neue Wirklichkeit impliziert, dass es eine Rückkehr zum früheren Zustand, in dem eine offene Diskussion noch möglich war, nicht geben wird.
    Eine offene Diskussion wird mit allen propagandistischen Mitteln unterdrückt. Die Medien gebärden sich wie ein mittelaterlicher öffentlicher Pranger. Wer nicht die gleiche Meinung, wie die Regierung von sich gibt, ist Verschwörer, ewig gestriger, rechtsradikaler, Rassist, Klimaleugner, Feind des Islams, usw. etc.
    Diese bösartige Etikettierung hat nur ein Ziel, Kritiker mundtot machen. Das zielgerichtete abwürgen der Diskussion, erstreckt sich über alle Themen die unsere Gesellschaft in der letzten Zeit beschäftigt haben.
    Es darf das Klima, die E-Mobilität, die Migration, die Mobilität, das Virus, die Rettung des Euros, nicht öffentlich kritisch diskutiert werden. So soll es nach dem Wunsch von Kurz und seiner Partie, auch bleiben.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2020 17:06

    Die Corona-Beschränkungen werfen in der Tat Fragen auf, sehr kritische Fragen. Mit welchem Recht wurden diese Maßnahmen eigentlich den Bürgern oktroyiert?

    Leider sieht der Autor nicht, daß die Demokratie nicht nur gefährdet ist, sondern sich - je nach dem, was man nun genau unter "Demokratie" versteht - im Zustand der Schwindsucht befindet: 2008 wurde der Lissabon-Vertrag durchgewunken. Keine Volksabstimmung, keine Diskussion.

    2017 wurde so gewählt, daß eine ÖVP-FPÖ-Koalition möglich war. Keine zwei Jahre später wurde diese aufgrund eines illegal aufgenommenen Videos gesprengt und das Elektorat bekann ÖVP-Grüne, letztere eine Partei, die 2017 aus dem NR geflogen war.

    Wahlen ändern offensichtlich nicht wirklich etwas.

    Dazu kommt das Regiment der Höchstrichter. Wer hat denen das Recht gegeben, die Ehe neu zu definieren, recte umzulügen? Läßt sich das aus der Verfassung ableiten? Natürlich nicht. Wurde das Volk (der Demos) gefragt? Nein.

    Ich teile die von Dr. Quin aufgeworfenen Bedenken, ermutige ihn aber gleichzeitig, die Einsicht, daß "Demokratie keine Selbstverständlichkeit" ist, mit der Wirklichkeit zu konfrontieren.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2020 08:23

    Ich sehe die Demokratie in Österreich gefährdet.

    Medial gelenkt wird mittels Mediendiktatur, ideologisch indoktriniert wird nicht das Beste getan, sondern der Mainstream ausgeführt. Traditionen, Heimat, Familie, Schulbildung wird politisch massiv bekämpft bzw. beeinflusst bis diktiert.

    Die Menschen merken diese Manipulation zu dieser 'neuen Normalität' gar nicht mehr. Sie sind nicht mehr imstande zufolge Desinformation frei zu sein und frei zu entscheiden.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsteinmein
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Juli 2020 10:53

    Die Situation würde ich so sehen: das bashing gegen Orban efolgt m.E. nach dem Motto: "Haltet den Dieb!"

  7. Ausgezeichneter KommentatorTyche
    3x Ausgezeichneter Kommentar

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorChristian Peter
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2020 11:54

    Erschreckend, was momentan abläuft. Ist eine Zuckerbrot und Peitsche - Politik, die wir erleben, wie ehemals in der DDR.


alle Kommentare

  1. Dr. Hans Christ (kein Partner)
    09. Juli 2020 21:13

    Ich bitte, Roß und Reiter zu nennen! Wer ist der bekannte Chefredakteur, der von Corona-Blockwarten gesprochen hat!
    Wenn er sich nachweislich so ausgedrückt haben sollte, gibt es keinen Grund, den Namen zu verschweigen!
    Ich bin fest davon überzeugt, dass solche Zeitungslemuren existieren, aber diese
    anonymisierten Hinweise gehen mir auf die Socken.
    Verzeihung!

  2. Rau
    09. Juli 2020 08:39

    Man muss diese Maßnahmen grundsätzlich anzweifeln. Noch nie, auch unter tatsächlichen Bedrohungen durch Krankheiten, hat der Mensch aufgehört zu arbeiten. Man hakt wegen einen Gelsendübels nicht die Hand ab. Diese Maßnahmen sind in jeder Hinsicht der blanke Irrsinn. Auch nur anzudenken, das ein 2. Mal durchziehen zu wollen, zeigt, dass wir es mit Wahnsinnigen zu tun haben. Die Psychiatrie hätte in den vergangenen Monaten des Coronawahnsinns eigentlich Hochkonjunktur haben sollen!

  3. fewe (kein Partner)
    08. Juli 2020 05:56

    Das Ergebnis stimmt, aber ob es einen Zusammenhang damit hat, dass die Bevölkerung mehr als zwei Monate lang unter Hausarrest gestellt worden ist, halte ich nicht für gesichert.

    Für einen Rückblick dürfte es eher zu früh sein. Vielleicht in zehn Jahren; frühestens in drei Jahren, schätze ich.

    Es werden neue Virenstämme kommen und es werden neue Infektionswellen kommen.

    Möglihcerweise so lange bis alle wimmernd und ohne Einkommen am Boden liegend alles hinnehmen. Und dann wird wieder einer kommen, der Autobahnen baut. Selbstverständlich ein Antifaschist. Und diesmal - vorerst - gleich in der ganzen "westlichen Wertegemeinschaft". Genau 1984 Werte gibt es da.

  4. oberösi
    04. Juli 2020 11:16

    Der Autor ist fester Bestandteil jener Parteienoligarchie, die den Österreichern seit Jahrzehnten ganz selbstverständlich immer mehr Steuergeld abpresst, um sie im Gegenzug mit einem immer dichteren Netz von Vorschriften, Gesetzen, Erlässen, Kontrollen, "Empfehlungen" zu überziehen. Er ist herausragender Proponent des "öffentlichen" Dienstes, der einzigen "Branche", die noch wächst in unserem Land und fröhlich vor sich dahinmetastasiert. Insofern ist der öffentliche Bereich der große Profiteur in der politisch gemachten Corona-Krise. Im Gegensatz zum privaten Sektor, den zahllosen KMUs, dem Mittelstand, die durch die Corona-Sanktionen am meisten zu leiden haben. Der "öffentliche Dienst" hingegen überdauerte die Sanktionen ohne finanzielle Einbußen im home office...

    Der Autor ist Profiteur jenes Systems, das uns diesen bedauerlichen Status quo als Demokratie verkauft. Tatsächlich aber teilt es das Land unter den beiden großen Parteiapparaten auf (mit immer nur temporären blauen und aktuell auch vereinzelten grünen Einsprengseln), und dies seit Jahrzehnten, flächendeckend, vom Bundespräsidenten abwärts bis zum Schulwart im kleinsten Provinzkaff. Ganz selbstverständlich.

    Ohne damit eine Präferenz für die FP zum Ausdruck zu bringen: ein System als Demokratie zu bezeichnen, das es mithilfe der "unabhängigen" Justiz und des mit Steuergeld ausgehaltenen Medienkomplexes schafft, Korruption in breiten Kreisen der Bevölkerung als primär blaues Phänomen darzustellen, ist aus Sicht eines Hauptprofiteurs nachvollziehbar. Nichtsdestoweniger ist es im höchsten Maß verlogen.

    • otti
      05. Juli 2020 06:24

      oberösi: ich stimme Ihnen vollstinhaltlich zu !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

      Addieren wir einmal in Österreich die Zahl der Rentner (ich gehöre dazu), der Beamten, der Gemeinde-Länder-Bundespoliiker, der sonstig geschützten Gewerkschafter, Arbeiterkämmerer, orf-ler auf - also ALLE jene, die zu KEINER Werterhöhung aktiv beitragen, und die im knock-down KEINERLEI finanzielle Abstriche machen mußten und die KEINERLEI berufliche Risiken tragen mußten, DANN wird klar, warum diese Maßnahmen funktioniert haben.
      Unterstützt von einer schrecklichen Medienlandschaft !

    • fewe (kein Partner)
      08. Juli 2020 06:08

      Ja, aber dennoch sind die einzelnen Beamten daran nicht schuld. Noch vor 30, 40 Jahren wurden die eher verlacht, weil sie für das halbe Geld, das man in der Privatwirtschaft bekommen würde, arbeiten.

      Dass Beamte heute zu den Gutverdienern zählen, liegt nicht an denen, sondern daran, dass in der Privatwirschaft zunehmend weniger bezahlt wird. Im Vergleich mit den Beamtengehältern sieht man es ja.

      Es ist ja nicht jeder Beamte Hofrat oder Sektionschef.

      Die aktuelle Situation haben die Politiker mit dem Hereinholen billig arbeitender Arbeitskräfte, Abschaffen von Zöllen und Bevölkerungszuwachs von 7 auf 9 Mio. und damit teureren Wohnraum geschaffen. Nur wenige Beamte waren daran beteiligt.

  5. Neppomuck
    03. Juli 2020 13:48

    "Starke Führung" bedeutet (für mich jedenfalls) eine "verlässliche Führung".
    "Verlässlichkeit" wiederum "begründetes Vertrauen".
    "Vertrauen" seinerseits ist die "Minimalsituation des Risikos".

    Womit eigentlich schon alles gesagt wäre.

    Zur Erläuterung:
    Wie soll man Vertrauen aufbauen, wenn man nicht weiß, zu wem?
    Die Anonymität der wahren Befehlsgeber lässt "Vertrauen" nicht zu.
    Die hektische Unsicherheit der Vollzugsorgane - das Produkt mangelnder Erfahrung in Tateinheit mit übertriebenem Ehrgeiz - ebenso wenig.

    "Gewaltenteilung" (checks & balances) ist ein probates Mittel um eine Demokratie stabil zu erhalten.
    Stabilität wiederum die Grundlage von Planbarkeit und damit Prosperität.
    Wenn eine Horde von Profil-Neurotikern den Tagesprognosen dubioser Meinungsforscher hinterherhechelt, wenn ihre Befehlsgeber selber nicht wissen, wie sie sich im "demokratischen Sattel" halten sollen, dann wird es stürmisch im Land. Was schlicht bedeutet, dass die "Schönwetterkapitäne" die Brücke, an die sie sich verzweifelt klammern, räumen müssen. Was aber nur dann möglich ist, wenn "man" (in diesem Fall der 'Souverän Wähler') sie von dort herunter holt.

    Jedes staatliche Gemeinwesen basiert auf drei "Faktoren".
    Nennen wir sie einmal (in alphabetischer Reihenfolge) "Kapital", "National" und "Sozial".
    Filialbetriebe mit einer vorgeschützten Schnittmenge mit einem diesen "Faktoren" - meist mit verkappten ideologischen Einsprengungen ausgestattet, die den nicht eingestandenen krausen Vorstellungen ihrer "Filialleiter" geschuldet sind und füglich nicht mehrheitsfähig wären - sollten bei einer klaren Programmgestaltung des "Mutterbetriebes" die Sperrklausel (Wahlhürde) nicht überwinden.
    Alles eine Frage der "politischen Bildung", die allerdings weltweit im argen zu liegen scheint.

    Diese drei "Faktoren" sollten im Idealfall auf Augenhöhe eingerichtet sein, bei Ungleichgewichtigkeiten hat der Bürger/Wähler die Möglichkeit, neue "Justierungen" vorzunehmen.
    Was aber eine unvoreingenommene Medienlandschaft voraussetzt.

    Also keine wie immer gearteten "Zuwendungen" bedingt.
    Dann herrschen wieder die Kräfte des freien Marktes, die ja bekanntlich am besten geeignet sind, verfahrene Wägen wieder flott zu bekommen.

  6. Christian Peter (kein Partner)
    03. Juli 2020 11:54

    Erschreckend, was momentan abläuft. Ist eine Zuckerbrot und Peitsche - Politik, die wir erleben, wie ehemals in der DDR.

    • fewe (kein Partner)
      08. Juli 2020 06:18

      Ja, das merkt man auch schon an der Diktion. Wenn wir nicht brav sind "werden die Schrauben wieder fester angezogen werden müssen". Mit so einer Diktion wäre Kurz vor 20 Jahren noch aus dem Amt geworfen worden. Heute bemüht sich die Mehrheit, zu gehorchen, und hört sich die - teilweise erwiesenermaßen faustdicken Lügen ("Besuche in Wohnungen waren ja nie verboten" etc.) - in den Auftritten der Vier an. Wie seinerzeit die Ansprachen von Hitler. Und die von den Grünen installierte Denunziations-Website glüht vor den Meldungen aufmerksamer Blockwarte.

      Schauderhafte Charaktere treten wieder zutage. Jetzt als glühende Antifaschisten.

  7. Wolfram Schrems
    01. Juli 2020 17:06

    Die Corona-Beschränkungen werfen in der Tat Fragen auf, sehr kritische Fragen. Mit welchem Recht wurden diese Maßnahmen eigentlich den Bürgern oktroyiert?

    Leider sieht der Autor nicht, daß die Demokratie nicht nur gefährdet ist, sondern sich - je nach dem, was man nun genau unter "Demokratie" versteht - im Zustand der Schwindsucht befindet: 2008 wurde der Lissabon-Vertrag durchgewunken. Keine Volksabstimmung, keine Diskussion.

    2017 wurde so gewählt, daß eine ÖVP-FPÖ-Koalition möglich war. Keine zwei Jahre später wurde diese aufgrund eines illegal aufgenommenen Videos gesprengt und das Elektorat bekann ÖVP-Grüne, letztere eine Partei, die 2017 aus dem NR geflogen war.

    Wahlen ändern offensichtlich nicht wirklich etwas.

    Dazu kommt das Regiment der Höchstrichter. Wer hat denen das Recht gegeben, die Ehe neu zu definieren, recte umzulügen? Läßt sich das aus der Verfassung ableiten? Natürlich nicht. Wurde das Volk (der Demos) gefragt? Nein.

    Ich teile die von Dr. Quin aufgeworfenen Bedenken, ermutige ihn aber gleichzeitig, die Einsicht, daß "Demokratie keine Selbstverständlichkeit" ist, mit der Wirklichkeit zu konfrontieren.

  8. Tyche
  9. steinmein
    01. Juli 2020 10:53

    Die Situation würde ich so sehen: das bashing gegen Orban efolgt m.E. nach dem Motto: "Haltet den Dieb!"

    • Tyche
      01. Juli 2020 15:49

      Nur im Gegensatz zu vielen der europäischen Regierungen hat Orban sein Notprogramm, die sogenannte Ausschaltung des Parlaments terminlich bergrenzt und HAT zum Termin wieder abgegeben!

      Terminliche Begrenzung gab´s in A soviel ich weiß keine und völlig zurückgefahren wurde bis heute nicht! Von D und Mme. Merkel brauchen wir erst überhaupt nicht zu reden!

      Das eine nenne ich eine gut funktionierende Demokratie - das andere????

  10. pressburger
    01. Juli 2020 10:34

    Kann nur widersprechen. Die Demokratie ist mehr als nur gefährdet. Die Demokratie wird Stück für Stück entsorgt. Die neue Wirklichkeit impliziert, dass es eine Rückkehr zum früheren Zustand, in dem eine offene Diskussion noch möglich war, nicht geben wird.
    Eine offene Diskussion wird mit allen propagandistischen Mitteln unterdrückt. Die Medien gebärden sich wie ein mittelaterlicher öffentlicher Pranger. Wer nicht die gleiche Meinung, wie die Regierung von sich gibt, ist Verschwörer, ewig gestriger, rechtsradikaler, Rassist, Klimaleugner, Feind des Islams, usw. etc.
    Diese bösartige Etikettierung hat nur ein Ziel, Kritiker mundtot machen. Das zielgerichtete abwürgen der Diskussion, erstreckt sich über alle Themen die unsere Gesellschaft in der letzten Zeit beschäftigt haben.
    Es darf das Klima, die E-Mobilität, die Migration, die Mobilität, das Virus, die Rettung des Euros, nicht öffentlich kritisch diskutiert werden. So soll es nach dem Wunsch von Kurz und seiner Partie, auch bleiben.

    • Wyatt
      01. Juli 2020 12:22

      ich vermute das ist nicht allein der Wunsch von Kurz, sondern das Umsetzen der Anordnungen jener Mächte, welche den EU-Zentralstaat durchzusetzen beabsichtigen.

    • glockenblumen
      01. Juli 2020 14:07

      leider stimmt jedes Wort!!!!!!!!!!!!!1

    • pressburger
      01. Juli 2020 17:11

      @Wyatt
      Wie Recht dass Sie haben. Kurz ist puppet on the string. Beim Wohlverhalten, winkt Beförderung, direkt ins Politbüro des ZK der EU.

    • fewe (kein Partner)
      08. Juli 2020 06:44

      Das Einzige, woran ich mich erinnern kann in den letzten Jahren, wo demokratisch dem Volkswillen entsprochen wurde, war die Wahl der Farbe der U-Bahnlinie U5.

      Wir haben heute Dissidenten, die - unbescholten - kein Bankkonto mehr bekommen, es gibt Sprech-Vorschriften, die Regierung lügt der Bevölkerung im Fernsehen Gesetze vor, die garnicht existieren. Sie macht sich darüber lustig, dass sie beschließen kann was sie will, weil der Verfassungsgerichtshof sowieso nicht eingreifen wird etc.

      Also mir wurde sowas als Definitionen für Unrechtsstaaten in der Schule erklärt. Mit Beispielen aus der DDR und Sowjetunion allgemein.

      Ich sehe also in Österreich keine Gefährdung einer Demokratie

  11. Ingrid Bittner
    01. Juli 2020 09:32

    Ich merke ganz einfach, dass ich mich mit vielen Menschen einfach nicht mehr unterhalten mag, weil sie sich so verängstigen haben lassen, dass sie nicht mehr klar denken können. An sich gescheite Leute mit Hausverstand, aber die Angst hat sie großteils zu Hascherln gemacht und wer hat die Angst geschürt und schürt immer noch? Unsere Regierung, allen voran Kurz und Anschober.
    Und jetzt, wo Kurz gesehen hat, dass man mit verängstigten Menschen alles machen kann, weil keiner aufmuckt, werden wir noch sehen, wozu das Bürschchen noch fähig ist, bzw. eher, wozu er sich noch drängen lässt, weil viele der Ideen kommen ja gar nicht von ihm.

    • Charlesmagne
      01. Juli 2020 10:04

      @ Ingrid Bittner
      Mir geht es wie Ihnen. Die Wahrheit zu suchen macht einsam.
      Was Ihre Einschätzung der Zukunft anlangt, stimme ich mit Ihnen ebenfalls überein.

    • Wyatt
      01. Juli 2020 12:17

      So ist es, aber jetzt bestätigen mir einige, die jetzt noch überall mit "Maske" umherlaufen, das - was ich auch schon vor Corona über sie dachte.

    • glockenblumen
      01. Juli 2020 14:07

      @ alle

      ***************************************

    • Konrad Hoelderlynck
      02. Juli 2020 09:15

      Gestern war ich in in unserer Bezirkshauptstadt zu Erledigungen.

      Sowohl auf der Straße, als auch in den Geschäften begegneten mir wieder vereinzelt "Maskierte", einer sogar auf dem Fahrrad, ein anderer allein im Auto usw... - Die neuerlichen Panikartikel der vergangenen Tage zeigen Früchte...

      Besonders schlimm erscheint mir, dass hier den Leuten das Gefühl implementiert werden soll, "der Nächste" sei immer eine potentielle Gefahrenquelle. So werden Menschen auseinander dividiert und zu scheinbar schutzlosen Einzelwesen erzogen.

      Wir erinnern uns: Ein Schwachpunkt der Sowjet- oder DDR-Diktatur war stets das Zusammenhalten unter Nachbarn gegenüber dem Regime, das trotz aller Bestrebungen des Regimes, Denunziantentum zu fördern, ein Restrisiko für den Staat darstellte. Indem man nun unter dem Mantel des Gesundheitsschutzes jeden zum potentiellen Gefährder des anderen stilisiert, dürfte dieses Problem in einer künftigen EUdSSR auch gelöst sein.

  12. Josef Maierhofer
    01. Juli 2020 08:23

    Ich sehe die Demokratie in Österreich gefährdet.

    Medial gelenkt wird mittels Mediendiktatur, ideologisch indoktriniert wird nicht das Beste getan, sondern der Mainstream ausgeführt. Traditionen, Heimat, Familie, Schulbildung wird politisch massiv bekämpft bzw. beeinflusst bis diktiert.

    Die Menschen merken diese Manipulation zu dieser 'neuen Normalität' gar nicht mehr. Sie sind nicht mehr imstande zufolge Desinformation frei zu sein und frei zu entscheiden.

    • glockenblumen
      01. Juli 2020 14:10

      "Ich sehe die Demokratie in Österreich gefährdet "

      nicht nur gefährdet sondern bereits schwer beschädigt!!

  13. frajo
    01. Juli 2020 07:45

    "Ich kritisiere auch nicht grundsätzlich die getroffenen Maßnahmen." Kann man so sehen. Ich betrachte sie als reines Ablenkungsmanöver. Auch dass schritt für Schritt die Maßnahmen aufgehoben werden kann ich nicht erkennen. Aus meiner Sicht stehen die Kurz'schen Worte von der neuen Normalität. Die Zügel werden nur etwas gelockert, um uns an eine neue Normalität zu gewöhnen. Ich sehe die 2. Welle im Herbst tatsächlich, obwohl es ja gar keine erste gegeben hat. Dann kommt die App, dann kommt das Pekinger Ampelsystem: Grün-Gelb-Rot, je nach Wohlverhalten.





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