Die Uni im Sprach-Labyrinth versunken

Lesezeit: 4:00

Das Rektorat der Universität Wien hat im Dezember 2019 eine "Leitlinie für "geschlechterinklusiven Sprachgebrauch" erlassen. Um Diversität auszudrücken, seien Anreden wie "Herr" oder "Frau" zu unterlassen, Mehrfachnennungen wie "Studenten und Studentinnen" ebenso wie Binnen-I, Gender-Gap und dergleichen zu vermeiden; stattdessen sei die geschlechtliche Diversität mittels Genderstern ("Liebe*r Studierende*r") auszudrücken. Weiters liest man: "Der sogenannte Gender­stern * wird in der mündlichen Kommunikation als kurze Pause gesprochen."

Der Verein Muttersprache in Wien argumentiert seit Jahren in den von ihm heraus­gegebenen "Wiener Sprachblättern" gegen rechtschreibwidrige und unaussprech­liche Sprachverformungen, die unter dem Vorwand der Geschlechter­gerechtigkeit von verschiedenen Institutionen als sogenannte Leitfäden verordnet werden. Wir verweisen auf Gutachten maßgeblicher Sprachwissenschaftler, auf den "Offenen Brief der 800", auf Publikationen wie Tomas Kubeliks "Genug gegendert" oder Birgit Kelles "Gender Gaga", auf Horst Fröhlers Expertise "Gendern – aber richtig" und auf den Bescheid der Österreichischen Volksanwaltschaft, den Zwang zum Gendern in wissenschaftlichen Arbeiten auf die öffentliche Missstandsliste zu setzen.

Vor allem weisen wir darauf hin, dass der Rat für deutsche Rechtschreibung die genannten Empfehlungen Horst Fröhlers als Richtlinie übernommen und damit dem Ansinnen, den "Genderstern" als Regel aufzunehmen, faktisch einen Riegel vorgeschoben hat. Die unmittelbare Sprechbarkeit und Verständlichkeit sind unverzichtbare Anforderun­gen bei der Textgestaltung.

Der neuerliche davon abweichende Regelungsversuch durch die Universität Wien wird von uns für zweckwidrig, gesetzwidrig, asozial und bildungsfeindlich erachtet: zweckwidrig, weil er dem Ziel der Gleichstellung der Geschlechter nicht dient, sondern den Widerstand breiter Bevölkerungskreise erregt; gesetzwidrig, weil er den geltenden Rechtschreibregeln widerspricht; asozial, weil er Keile zwischen Genera­tionen, Regionen und Bildungsschichten treibt; bildungsfeindlich, weil er Sprach­erwerb und Integration von Neubürgern behindert.

Wir sind entsetzt über die Grausamkeit, mit der unsere schöne Sprache verstümmelt wird, ausgerechnet in Wien, wo das Burgtheaterdeutsch sein hohes Ansehen erworben hat. Es darf ausgeschlossen werden, dass jemand aus der formulierenden Task Force die Force für den Task aufgebracht hat, sich zur Lektüre von George Orwells "1984" oder Václav Havels "Benachrichtigung" zu bequemen, sonst hätte * sich von Neusprech oder Ptydepe abschrecken lassen.

Kaum eine andere Maßnahme ist erinnerlich, die so gründlich das angestrebte Ziel verfehlt. Mit dem Leitlinienverordnungsschwenk vom Binnen-I zum Genderstern gerät die gekünstelte Amtssprache vom Regen in die Traufe. Die Wurzel der Verwirrung liegt in der zur Phrase erstarrten Metapher, man müsse die Frauen in der Sprache sichtbar machen. Nun erst wurden mit Binnen-I, Gender-Gap und anderen Konstruk­ten alle objektiv oder subjektiv vorhandenen geschlechtlich abweichenden Erschei­nungs­formen ausgegrenzt.

Dabei wurde die Tatsache des generischen Masku­linums ("der Star", "der Gast") und Femininums ("die Person", "die Hoheit"), also die Ver­schiedenheit von grammatischem und biologischem Geschlecht, erst übersehen und dann schlichtweg verleugnet. Wer auf diese grundlegende Tatsache hinwies, wurde als "Anhänger des generischen Maskulinums" verhöhnt, als ob es um einen Fußballverein ginge.

Durchgehende Doppelnennung (laut SPIEGEL "Blähdeutsch") und Ausweich­gram­ma­tik ("Flüchtende, Säugende, Studierende") kamen in Mode. In die "Genderfalle" tappten vor laufender Kamera Harald Mahrer ("Kinder und Kinder­innen") und Eva Glawischnig ("Eltern und Elterinnen"), und die Broschüre "Liebe Prostatapatienten und Prostatapatientinnen" wurde nur durch eine aufmerksame Grafikerin am millionenfachen Druck gehindert.

Wie in einem Albtraum erinnert man sich an Ausbildungspläne der deutschen Bundeswehr über das "Lösen vom Feind/von der Feindin" und an eine Leitlinie für das österreichische Bundesheer, die Ausdrücke wie "man", "jemand", "jedermann" und "niemand" unterbinden wollte. Unvergessen sind die skurrilen Bemühungen, das Binnen-I in die Blindenschrift zu implementieren, und Robert Sedlaczeks Spaß mit dem "Knacklaut des Wiener Bürgermeisters", als dieser das Binnen-I per Glottisschlag vertonte (gelesen in der "Wiener Zeitung").

Nun also setzt die universitäre Task Force forciert auf den Asterisk als Jolly Joker im Amtsdeutsch und macht uns damit zu Gendersterndeutern. Doch bereits in ihrer Empfehlung Nr. 2 dämmert ihr der Widerspruch zwischen Absicht und Regel, indem geschlechtsneutrale Formulierungen die Geschlechtervielfalt eben nicht wieder­geben.

Am Ende der Sackgasse angelangt, sei die Task Force darauf hingewiesen, dass der Ausweg aus dem Dilemma allein in der Rückbesinnung auf die seit jeher bestehende, früher allgemein anerkannte geschlechtsneutrale Ausdrucksweise des generischen Maskulinums, Femininums und Neutrums liegt. Bei "Lieber Leser!" ist eben nicht die Leserin "nur mitgemeint", sondern es sind schlicht alle gemeint. Im Heft 2/2019 der "Wiener Sprachblätter" hat Horst Fröhler dazu ausführlich Stellung genommen.

Die vielgeforderte Rückkehr zur sprachlichen Vernunft liegt nun, nach den zahlreichen sprachpolitischen Geisterfahrten, mehr denn je als einzig vernünftige Lösung auf der Hand.

Dieter Schöfnagel ist Obmann des Vereins "Muttersprache" und Herausgeber der "Wiener Sprachblätter".

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2020 10:57

    Leute mit Hirn können nie und nimmer mit Hirnlosen auf Augenhöhe diskutieren.
    Daher sind alle Versuche, diesen Wahnsinn abzustellen, vergebens.

  2. Ausgezeichneter KommentatorLiberio
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2020 14:27

    Völlig außer Acht gelassen wird in dieser Debatte auch, dass in Österreich wie anno dazumal in der Sowjetunion, der DDR oder heute noch in Nordkorea Studenten einer massiven, nötigenden politischen Verfolgung ausgesetzt sind. Wer das links-feministische Gendern in Studienarbeiten verweigert, wird nicht bzw. negativ beurteilt.
    Es ist gleich wie in Diktaturen: wer politisch nicht auf Linie ist, bekommt keinen Abschluss und ein Berufsverbot. Das ist Österreich 2020!!!
    Einziger Unterschied noch zur DDR: die eigenen Kinder kommen noch nicht in die Sippenhaft. Auch das wird sich bald ändern.
    Auch die ÖVP fordert und fördert die politische Verfolgung von Studenten, es sind nicht nur die kommunistischen Grünen und Sozialisten. Auch unter ÖVP Wissenschaftsministern gibt es keine politische Freiheit mehr.

  3. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2020 14:50

    Um derartigen Unfug erfolgreich umzusetzen, bedarf es in modernen (= staatssozialistischen) Gesellschaften nur einiger gut vernetzter, lautstarker Agitatoren, die wieselflink mögliche zeitgeistige Strömungen früh antizipieren und – weil in der Regel medial und gesellschaftlich gut vernetzt – entsprechenden Druck auf Entscheidungsträger aufbauen können.

    Denen bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als zähneknirschend gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

    Anderweitig werden sie in sozialen Netzwerken, im politmedialen Komplex als Ignoranten, denen „das Weltklima“, „unsere Kinder“, die „Gleichberechtigung“ kein Anliegen ist, geoutet und sind damit oft sogar beruflich und gesellschaftlich erledigt.
    Und wer kann sich das in einer hysterischen Gesellschaft schon leisten, in der stündlich ein neuer „Skandal“ durchs Dorf getrieben werden muß, um das dankbare Auditorium in der besten aller Demokraturen zu beschäftigen.

    Daß jene Nettostaatsempfänger im universitären Umfeld, die sich für die geistige Elite des Landes halten, besonders anfällig sind für jede Art der Anbiederung an den Zeitgeist, liegt auf der Hand: hält sie sich doch zunehmend für die Avantgarde, die etwas „bewegen“ will, ihren „Beitrag“ leisten will zur Entwicklung unserer Gesellschaft. Und zwar in dem Maß, in dem das, was sie an Expertise zu bieten hat und für deren Vermittlung sie schließlich auch bezahlt wird, international immer weniger nachgefragt ist und der US-amerikanischen und vor allem ostasiatischen Konkurrenz immer weniger standhalten kann.

    Ausnahmen an den TUs, den MedUnis, Boku, VetMed bestätigen die Regel.

    Und da sich niemand gerne seine relative Bedeutungslosigkeit eingestehen will und sich in einigen vielleicht doch ein Rest an Anstand regt, der sie veranlaßt, ihre pragmatisierte parasitäre Existenz im ärarischen Speck zu rechtfertigen, ist man eben „engagiert“ und zeigt gratismutig dort, wo es nichts kostet, „Haltung“ den wirklich weltbewegenden Problemen gegenüber.
    Und wenn man dann dafür auch noch breite mediale Anerkennung erhält – wer könnte da schon widerstehen!

    Dem blöden Steuerzahler, der dies alles zu berappen hat, bleibt nur die Hoffnung, daß das Werkel umso schneller vielleicht doch einmal an die Wand fährt, je mehr „Engagement“ jene Existenzen zeitigen.
    Denn auf evolutionärem Weg scheint da nix mehr zu gehen. Da bedarf es schon kräftigerer Interventionen. Zuviele profitieren inzwischen vom System. Als Genderwissenschaftler*Innen, als Gleichstellungsbeauftragte, Klimaberater, Expert*Innen für eh alles.

    Der Ehrenrettung wegen sei gesagt: der Mehrheit des universitären Personals ist das Ganze relativ wurscht. Die machen halt mit. Denn auch Uni-Professoren haben Familie, Kinder, deren Ansprüche finanziert werden wollen.

    Und die wenigen, die Rückgrat zeigen: die bekommen umgehend Besuch im Hörsaal, wär´ ja noch schöner! Und zwar von den steuergeldfinanzierten Demokratiewächtern aus dem linksgrünen Extremistenlager, das es aktuell sogar in die Regierung geschafft hat.

    Das, was Noelle-Neumann als Schweigespirale bezeichnet hat, führt eben dann zu Ergebnissen wie die oben zitierte, vom Rektor dekretierte Sprachregelung.

    Es gab Zeiten, da hätte weniger gereicht, damit sich ein paar Mutige zusammenrotten, um jene erlauchten Spektabilitäten und Magnifizenzen, die aus Eitelkeit, Gefallsucht, Opportunismus oder einfach aus purer Feigheit für diese Entwicklungen verantwortlich zeichnen, mit nassen Fetzen von ihrem Thron zu scheuchen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorKyrios Doulos
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2020 22:18

    Das Gendern, besonders dieser nun nur mehr dummen Art mit Sternderl und Pause beim Reden, hat einen nicht zu verachtenden Vorteil.

    Gendern = Feminismus = Intolernaz pur = Überheblichkeit = Tugendterror = Totalitarismus = LInksextrem .... das ist alles mein Feind.

    Wer so gendert, gibt sich mir sogleich als mein Feind zu erkennen, auch wenn er nur über das Wetter für die Salzburger*innen redet.

    Wunderbar. Keine Täsuchung, keine Tarnung. Ich brauch nur 1 Satz zu lesen oder zu hören und weiß, mit wem ich es zu tun habe.

    Wenn mich dann so ein Flintenweib mit "Herr ..." anspricht, unterbreche ich ES sofort harsch: "Woher, gnädigES FRÄULEIN, wollen Sie wissen, daß ich ein Mann bin?"

  5. Ausgezeichneter KommentatorKonrad Loräntz
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    15. Februar 2020 13:37

    Wieso kann etwas, das die deutliche Mehrheit aller Österreicher und auch Österreicherinnen so nicht wünscht, zur unbedingt befolgenden Norm werden ?
    In einer Demokratie !

    Genügend Damentoiletten bei Veranstaltungen gibt es hingegen noch immer fast nirgends.

  6. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Februar 2020 18:50

    Wahrscheinlich wird es in Zukunft notwendig sein, seine Kinder nach Rußland zum Studieren zu schicken.

  7. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Februar 2020 12:52

    Das Hauptproblem, das die Vertreter einer schönen, deutschen Sprache haben, ist ihre gute Erziehung. Im Diskurs mit Proleten ist diese hinderlich.
    Solange die Gegner des Gender-Gaga die Vertreter des Gender-Gaga wie normale Menschen behandeln, fühlen sich diese ernst genommen und ihre eigenartigen Hirnergüsse als einen Ausdruck von Intelligenz.
    Bevor ihnen nicht in ihrer eigenen Denkweise begegnet wird, verstehen sie einfach nicht, dass sie geistig minderbemittelt sind.
    WEIL ES IHNEN NIEMAND SAGT!
    Noch dazu wenn sie einen Bachelor haben (Synonym für "Am Arbeitsmarkt schwer vermittelbar").
    Es sind Idioten, auch wenn sie weiblich sind. Weiblich zu sein schließt Dummheit nicht aus, was sich bis zu den Frauenvertretern, die auch weiblich sein können, noch nicht durchgesprochen hat.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEisbär
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Februar 2020 09:36

    .... Und wenn der Bürgermeister von Eberschwang ( eine kl. Gemeinde in O.Ö. ) dann zu seinen Bürgern spricht, hört sich dann so an:
    Lieber Eberschwanger und Schwangerinnen .......


alle Kommentare

  1. fewe (kein Partner)
    23. Februar 2020 06:17

    Die Universität Wien scheint eher ein Irrenhaus zu sein.

    Künftige Generationen werden dann nicht mehr die Geschichten der Schildbürger brauchen.

  2. mayerhansi (kein Partner)
    18. Februar 2020 14:36

    Diese Tschändertrottelei stellt ein eindeutiges Studienhindernis dar, da man diese verbrecherische Idiotie nicht ablehnen kann, sondern sich verstellen und damit verleugnen muß! Gerichtliche Klagsverfahren gegen diese debilen Politverbrechen sind längst überfällig, aber wenn man sich diverse absurde "Rechtssprüche" von Höchstgerichten ansieht, können einem schon die Grausbirnen aufsteigen!
    Noch vor 30 Jahren hätte man jemanden für geistesgestört erklärt, der heutige Zustände prognostiziert hätte!

  3. Hans M. (kein Partner)
    18. Februar 2020 12:42

    Ein widerlicher Oberdolm von der ZiB1 produziert neuerdings (17.2. um 19:30 Uhr) Verbal-Exkremente, indem er überhaupt nur weibliche Formen ("Ärztinnen", "Kundinnen") ausspeit und sich damit eindeutig und nachweislich als dummdreister LÜGNER betätigt.
    In einem wirklichen Rechtsstaat würden in einem zwangsfinanzierten Staatssender solche ungeheuerlichen und abgrundtiefen Blödheiten sofort abgestellt werden, hier dürfen Blödisten die Zwangsfinanzierer dauerverarschen, und das nicht nur im Fasching!

  4. Rau
    18. Februar 2020 07:45

    Der Verfall der Unis beschränkt sich nicht auf die Uni Wien. Die Eliteuniversität Cambridge fällt durch seltsame Blüten auf

    https://www.youtube.com/watch?v=066WFZu-tmM

    Patricia Mac Cormack "unterrichtet" soetwas wie Hexerei und fällt durch sehr extravagante Thesen zur Rettung des Klimas auf. Danach kann nur das Verschwinden der Menschheit das Klima Retten
    https://www.bloomsbury.com/us/the-ahuman-manifesto-9781350081093/

    Da ist generell einiges im Argen!

  5. Hausfrau (kein Partner)
    16. Februar 2020 07:50

    Frage an die Trottel und Trottelinnen des Uni Wien-Rektorates:
    Darf der Vereinsvorstand bei der Jahreshauptversammlung die Anwesenden wie folgt ansprechen:
    "Liebe Mitglieder und ohne Gl...."?

    • Rau
      18. Februar 2020 07:47

      Ich glaub dazu gabs den Vorschlag Frauen als "Mitklit" zu bezeichnen. Diese Feministen scheinen auf Sex fixiert zu sein. Angeblich verfolgt einen ja das am meisten, was einem am meisten abgeht im Leben ;)

  6. Konrad Loräntz
    15. Februar 2020 13:37

    Wieso kann etwas, das die deutliche Mehrheit aller Österreicher und auch Österreicherinnen so nicht wünscht, zur unbedingt befolgenden Norm werden ?
    In einer Demokratie !

    Genügend Damentoiletten bei Veranstaltungen gibt es hingegen noch immer fast nirgends.

  7. Zraxl (kein Partner)
    14. Februar 2020 17:42

    Im Grunde sollte es doch reichen, wenn sich ein einziges Institut mit Gesinnungswissenschaft beschäftigt. Dafür bräuchte doch nicht gleich eine ganze Universität.
    Es ist unglaublich wie schnell und wie nachhaltig man eine Universität ruinieren kann!

  8. Torres (kein Partner)
    14. Februar 2020 13:13

    Kein Wunder, dass bei einer derartigen Führung die Universität Wien schon lange nicht mehr zu den 100 besten derartigen Instituten der Welt gehört.

  9. fxs (kein Partner)
    14. Februar 2020 12:41

    Also ich bin für die Einführung kostendeckender Studiengebühren, d.h. die Universitäten finanzieren ihren Studienbetrieb über die Studiengebühren. Der Staat kann dan Stipendien vergeben, mi denen die Studenten diese Studiengebühren bezahlen können.Die Anzahl der vergebenen S tipendien könnte dem Bedarf an Absolventen angeglichen werden. Viele für MINT Fächer, wenige für "Orchideenfächer".

  10. Tausendschön (kein Partner)
    14. Februar 2020 11:37

    Der Genderterrorismus auch Gendertrottelei genannt, ist eine schwere und unheilbare Geisteskrankheit.
    Ganz besonders schrecklich ist, dass das Universitätspersonal bis hinauf zum Rektor von der Ansteckung ergriffen ist.
    Die Einweisung in eine Irrenanstalt wird wohl der letzte Ausweg sein.....

  11. Eisbär (kein Partner)
    14. Februar 2020 09:36

    .... Und wenn der Bürgermeister von Eberschwang ( eine kl. Gemeinde in O.Ö. ) dann zu seinen Bürgern spricht, hört sich dann so an:
    Lieber Eberschwanger und Schwangerinnen .......

  12. Pennpatrik
    13. Februar 2020 12:52

    Das Hauptproblem, das die Vertreter einer schönen, deutschen Sprache haben, ist ihre gute Erziehung. Im Diskurs mit Proleten ist diese hinderlich.
    Solange die Gegner des Gender-Gaga die Vertreter des Gender-Gaga wie normale Menschen behandeln, fühlen sich diese ernst genommen und ihre eigenartigen Hirnergüsse als einen Ausdruck von Intelligenz.
    Bevor ihnen nicht in ihrer eigenen Denkweise begegnet wird, verstehen sie einfach nicht, dass sie geistig minderbemittelt sind.
    WEIL ES IHNEN NIEMAND SAGT!
    Noch dazu wenn sie einen Bachelor haben (Synonym für "Am Arbeitsmarkt schwer vermittelbar").
    Es sind Idioten, auch wenn sie weiblich sind. Weiblich zu sein schließt Dummheit nicht aus, was sich bis zu den Frauenvertretern, die auch weiblich sein können, noch nicht durchgesprochen hat.

  13. Kyrios Doulos
    12. Februar 2020 22:18

    Das Gendern, besonders dieser nun nur mehr dummen Art mit Sternderl und Pause beim Reden, hat einen nicht zu verachtenden Vorteil.

    Gendern = Feminismus = Intolernaz pur = Überheblichkeit = Tugendterror = Totalitarismus = LInksextrem .... das ist alles mein Feind.

    Wer so gendert, gibt sich mir sogleich als mein Feind zu erkennen, auch wenn er nur über das Wetter für die Salzburger*innen redet.

    Wunderbar. Keine Täsuchung, keine Tarnung. Ich brauch nur 1 Satz zu lesen oder zu hören und weiß, mit wem ich es zu tun habe.

    Wenn mich dann so ein Flintenweib mit "Herr ..." anspricht, unterbreche ich ES sofort harsch: "Woher, gnädigES FRÄULEIN, wollen Sie wissen, daß ich ein Mann bin?"

    • fewe (kein Partner)
      23. Februar 2020 06:23

      Jemand der einen Salzburger innen hat, muss nicht zwangsläufig Salzburgerin sein.

  14. Riese35
    12. Februar 2020 18:50

    Wahrscheinlich wird es in Zukunft notwendig sein, seine Kinder nach Rußland zum Studieren zu schicken.

  15. oberösi
    12. Februar 2020 14:50

    Um derartigen Unfug erfolgreich umzusetzen, bedarf es in modernen (= staatssozialistischen) Gesellschaften nur einiger gut vernetzter, lautstarker Agitatoren, die wieselflink mögliche zeitgeistige Strömungen früh antizipieren und – weil in der Regel medial und gesellschaftlich gut vernetzt – entsprechenden Druck auf Entscheidungsträger aufbauen können.

    Denen bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als zähneknirschend gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

    Anderweitig werden sie in sozialen Netzwerken, im politmedialen Komplex als Ignoranten, denen „das Weltklima“, „unsere Kinder“, die „Gleichberechtigung“ kein Anliegen ist, geoutet und sind damit oft sogar beruflich und gesellschaftlich erledigt.
    Und wer kann sich das in einer hysterischen Gesellschaft schon leisten, in der stündlich ein neuer „Skandal“ durchs Dorf getrieben werden muß, um das dankbare Auditorium in der besten aller Demokraturen zu beschäftigen.

    Daß jene Nettostaatsempfänger im universitären Umfeld, die sich für die geistige Elite des Landes halten, besonders anfällig sind für jede Art der Anbiederung an den Zeitgeist, liegt auf der Hand: hält sie sich doch zunehmend für die Avantgarde, die etwas „bewegen“ will, ihren „Beitrag“ leisten will zur Entwicklung unserer Gesellschaft. Und zwar in dem Maß, in dem das, was sie an Expertise zu bieten hat und für deren Vermittlung sie schließlich auch bezahlt wird, international immer weniger nachgefragt ist und der US-amerikanischen und vor allem ostasiatischen Konkurrenz immer weniger standhalten kann.

    Ausnahmen an den TUs, den MedUnis, Boku, VetMed bestätigen die Regel.

    Und da sich niemand gerne seine relative Bedeutungslosigkeit eingestehen will und sich in einigen vielleicht doch ein Rest an Anstand regt, der sie veranlaßt, ihre pragmatisierte parasitäre Existenz im ärarischen Speck zu rechtfertigen, ist man eben „engagiert“ und zeigt gratismutig dort, wo es nichts kostet, „Haltung“ den wirklich weltbewegenden Problemen gegenüber.
    Und wenn man dann dafür auch noch breite mediale Anerkennung erhält – wer könnte da schon widerstehen!

    Dem blöden Steuerzahler, der dies alles zu berappen hat, bleibt nur die Hoffnung, daß das Werkel umso schneller vielleicht doch einmal an die Wand fährt, je mehr „Engagement“ jene Existenzen zeitigen.
    Denn auf evolutionärem Weg scheint da nix mehr zu gehen. Da bedarf es schon kräftigerer Interventionen. Zuviele profitieren inzwischen vom System. Als Genderwissenschaftler*Innen, als Gleichstellungsbeauftragte, Klimaberater, Expert*Innen für eh alles.

    Der Ehrenrettung wegen sei gesagt: der Mehrheit des universitären Personals ist das Ganze relativ wurscht. Die machen halt mit. Denn auch Uni-Professoren haben Familie, Kinder, deren Ansprüche finanziert werden wollen.

    Und die wenigen, die Rückgrat zeigen: die bekommen umgehend Besuch im Hörsaal, wär´ ja noch schöner! Und zwar von den steuergeldfinanzierten Demokratiewächtern aus dem linksgrünen Extremistenlager, das es aktuell sogar in die Regierung geschafft hat.

    Das, was Noelle-Neumann als Schweigespirale bezeichnet hat, führt eben dann zu Ergebnissen wie die oben zitierte, vom Rektor dekretierte Sprachregelung.

    Es gab Zeiten, da hätte weniger gereicht, damit sich ein paar Mutige zusammenrotten, um jene erlauchten Spektabilitäten und Magnifizenzen, die aus Eitelkeit, Gefallsucht, Opportunismus oder einfach aus purer Feigheit für diese Entwicklungen verantwortlich zeichnen, mit nassen Fetzen von ihrem Thron zu scheuchen.

    • Kyrios Doulos
      13. Februar 2020 09:26

      @oberösi: "Der Ehrenrettung wegen sei gesagt: der Mehrheit des universitären Personals ist das Ganze relativ wurscht. Die machen halt mit. Denn auch Uni-Professoren haben Familie, Kinder, deren Ansprüche finanziert werden wollen." In der Praxis ist es tatsächlich so wie Sie das beschreiben. Ich vergleiche das gern mit "Heil Hitler," das man halt gesagt hat oder vor der Unterschrift hingeschrieben hat. Warum ein Beruf & Brot verzichten, wenn es so leicht ist, totalitäre Monster oder totalitäre Tussen zurfriedenzustellen. Wenn die das brauchen, sollen sie es kriegen. Daß sie für total dumm & hysterisch gehalten werden, erkennen sie nicht, daher kümmert es sie nicht.

    • Konrad Loräntz
      15. Februar 2020 13:35

      "Ausnahmen an den TUs, den MedUnis, Boku, VetMed "

      Täuschen Sie sich nicht. Der Gender-Imperativ wird dort genauso jakobinisch ernst gelebt, wie an den anderen Unis, auch wenn die meisten Lehrenden und Studenten (sic) das als entbehrlich betrachten.

  16. Liberio
    12. Februar 2020 14:27

    Völlig außer Acht gelassen wird in dieser Debatte auch, dass in Österreich wie anno dazumal in der Sowjetunion, der DDR oder heute noch in Nordkorea Studenten einer massiven, nötigenden politischen Verfolgung ausgesetzt sind. Wer das links-feministische Gendern in Studienarbeiten verweigert, wird nicht bzw. negativ beurteilt.
    Es ist gleich wie in Diktaturen: wer politisch nicht auf Linie ist, bekommt keinen Abschluss und ein Berufsverbot. Das ist Österreich 2020!!!
    Einziger Unterschied noch zur DDR: die eigenen Kinder kommen noch nicht in die Sippenhaft. Auch das wird sich bald ändern.
    Auch die ÖVP fordert und fördert die politische Verfolgung von Studenten, es sind nicht nur die kommunistischen Grünen und Sozialisten. Auch unter ÖVP Wissenschaftsministern gibt es keine politische Freiheit mehr.

    • Kyrios Doulos
      13. Februar 2020 09:31

      Was im Staatsgrundgesetz steht, ist das Papier nicht merh wert, worauf es geschrieben steht: Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei. Gar nicht so sehr, weil Politiker solcherlei Bestimmungen in die Welt setzen, sondern die Wissenschafter das selbst erledigen. Das ist ja sowas von pervers. Die Wissenschaft schränkt ihre Freiheit selbst ein. Analogie: Die Presse schränkt mit pol. correctness und Feminismus ihre Pressefreiheit auch selbst ein. Lauter Narren, die Linken. Chuzpe zum Schluß: Und diese Leut*INNEN holen die Mohammedaner ins Land, die das, einmal an der Macht, ganz, ganz schnell wieder abschaffen und die Frauen an die von Allah vorgesehene Position setzen werden.

  17. Politicus1
    12. Februar 2020 10:57

    Leute mit Hirn können nie und nimmer mit Hirnlosen auf Augenhöhe diskutieren.
    Daher sind alle Versuche, diesen Wahnsinn abzustellen, vergebens.

    • Leodorn
      12. Februar 2020 13:33

      Im Grunde ist dies (Ihre Beobachtung, Behauptung, Aufforderung) schon Realität. Im gelebten Pluralismus der Freiheit müssen wir mit vielen „Wahnsinnigen“ zusammenleben (hoffentlich nicht diskutieren) , im Kulturleben mitunter sogar zusammenarbeiten.

      Dabei lernen wir dann „Toleranz“ – eine eigenartige Mischung von Verachtung und Anerkennung. Erblicken wir einen mit Blut beschmierten Opernvorhang oder ein mit Plastik verhülltes Reichstagsgebäude reagieren wir systemkonform mit „verrückt, aber erfolgreich.“

      Im Fall der aktuellen Sprachzerstörung durch kreative Gender-Geister müßten Deutschlehrer und Germanisten einen war against gender-terror eröffnen.
      LD

  18. Sukkum
    12. Februar 2020 10:28

    Nachdem ALLE Begriffe in der Mehrzahl weiblich sind (die Männer, die Tische ...) sollte man diesen Unfug endlich beenden.

    Leichter wäre die dt. Sprache zu erlernen wenn man der-die-das durch 'dir' (der/die)ersetzen würde. Im Englischen gibt es ja auch nur das 'the'.
    'Dir' gibt es bisher ohnehin nicht und wäre als genderneutral in Kürze in die Sprache eingegliedert.

    • Romana
      12. Februar 2020 10:36

      Der "Dir"-Vorschlag kann wohl nur Satire sein. Man greift sich an den Kopf.

    • Schani
      12. Februar 2020 10:39

      Dir gibt es bisher nicht? Und ich Einfaltspinsel dachte, das sei eine Dativform.....

    • Ingrid Bittner
      12. Februar 2020 13:11

      @Sukkum: "leichter wäre die dt. Sprache zu erlernen, wenn … ja wenn man denn alles so ließe wie es ist/war. Was das alles kostet!! Wieviele Menschen damit beschäftigt sind, den Unsinn in irgendeine Form zu pressen, mit der dann wieder keiner zufrieden ist. Ich passe manchmal genau auf, wie oft einer oder eine bei einer Rede z. B. im Parlament sagt, sehr geehrte … ja was dann, bei den ZuhörerInnen geht's ja noch, aber wie ist es dann mit den Anwesenden? Sind das dann AnwesendInnen oder wie??? Also für mich ist das ganze Gewurschtle eine Schnapsidee von "Überintelligentinnen", die glauben, was Wichtiges zum Erneuern gefunden zu haben. Sinn ergibt es keinen. Die Sprache lebt ohnehin, aber nic

  19. Leodorn
    12. Februar 2020 09:47

    Die Schwierigkeiten, dem vernünftigen Vorschlag zu folgen und zur Vernunft in der Sache (hier der Deutschen Sprache und ihrer gelebten und lebbaren Normeneinheit) zurückzukehren, steigen sozusagen von Jahr zu Jahr.

    Denn die Relativisten oder Postmodernisten oder sonstwie revolutionär agierenden Modernisten haben nicht nur den Zeitgeist hinter sich. Sie haben sowohl deren historische Genesen als Rückenwind hinter sich, und sie glauben zugleich die Zukunft der Geschichte vorweg gepachtet zu haben. (Sie sind überzeugt, „auf der richtigen Seite der Geschichte zu kämpfen.“)

    Erstes Bruch-Argument: Es gibt gar keine Vernunft, nirgendwo und nirgendwann. Ein radikales philosophisches Argument, das sich mit Nietzsche und den Seinen aufkochen läßt.

    Zweites Bruch-Argument: Es gibt immer nur historische Erscheinungen der Vernunft, die sich nach Gesetzen oder nach (Macht)Zufällen der Geschichte ändern. Das bekannte historistische Argument, aus dem folgt: lediglich Als-Ob-Vernünfte sind auf dem Dampfer der Geschichte (den niemand verlassen kann) zu erben.

    Drittes Bruch-Argument: entweder als Variante des zweiten oder als eigenständiges und primäres: als evolutionäres Argument. Evolutionisten wußten schon immer, daß auf dem Fließband der Evolution jeder Versuch, Normen zu installieren vergeblich ist. Kannibalismus war schon mal, könnte auch mal wieder kommen …

    Auffällig aber beim aktuellen Genderismus: (wie auch bei den anderen Ideologien des modernen „Globalismus“): es fehlt die politische Avantgarde. Es fehlen zwei starke (deutsche) „philosophierende“ Männer, die mit dicken Büchern bewiesen haben, wo der einzig wahre Weg in die Zukunft führt. (Wie für die 68-Generation noch möglich.)
    Daher hat der Genderismus (und alle anderen verwandten Ideologien) mit starkem Gegenwind zu rechnen, und selbst die fragwürdige Rechtschreibreform (von fragwürdigen deutschen „Linguisten“) in die Welt geworfen, ist noch weit entfernt, „genug Schaden angerichtet zu haben.“

    Eine interessante und spannende Zeit (in der man lieber nicht gelebt haben wollte): Normenvielfalt in jeder zentralen Sache muß jede Sache fragmentieren und zertrümmern. Diese „Vielfalt“ und ihr „Reichtum“ sollte nicht mit dem jederzeit möglichen „Multi-Perspektivismus“ verwechselt werden. (Daß wir den Kreis in tausend Perspektiven betrachten, berechnen und erklären können, ändert nichts an seiner bleibenden Identität.)

    Der Moment der Grenze (im grenzenlosen Erweitern, Cross-Overn und Diversifizieren) ist somit dieser: wenn die Praxis der neuen „Normen“ unlebbar wird, dann erst wacht auch das politische System auf und schreit nach Hilfe. Eine No-Go-Alltagssprache, eine No-Go-Kultur, eine „Vielfalt für alle und niemand“ kann zwar immer noch als Utopie und Vision angepriesen werden, aber die Gefolgschaft in der Gesellschaft versickert nach und nach. Selbst politische Parteien können erodieren.

    Auf den Zug welcher politischen Partei möchte der Genderismus aufspringen, im Parteiprogramm welcher Partei möchte er die Menschheit der Zukunft befreien und beglücken? An dieser Gretchenfrage geht jede zentrale Sache zur wirklichen (politischen) Sache über, - wie der Krug zu seinem Brunnen.

    Daher die politisch-moralische Grundfrage: wie ist entstehendes kollektives Irresein rechtzeitig zu verhindern? Rettende Vereine können ein Anfang sein. Viel Glück im Kampf der vielen Geister!
    LD





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