Privater Waffenbesitz: USA und Europa - der große Unterschied

Lesezeit: 3:00

In politischer Hinsicht bestehen zwischen Europa und den USA wesentliche Unterschiede. Einer der wichtigsten betrifft das Verhältnis der Bürger zur Regierung. Dieses manifestiert sich in zehn Zusatzartikeln zur Verfassung der Vereinigten Staaten; nämlich in der am 25. September 1789 vom Kongress beschlossenen "Bill of Rights". Der zweite dieser Zusatzartikel, das vieldiskutierte "Second Amendment", garantiert das Recht der Bürger auf den Besitz und das Tragen von Waffen.

Er lautet: "Da eine wohlgeordnete Miliz für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, darf das Recht des Volkes, Waffen zu besitzen und zu tragen, nicht beeinträchtigt werden." Bis heute steht diese Textpassage im Mittelpunkt heißer Kontroversen – insbesondere dann, wenn es zu einem Missbrauch privater Waffen kommt.

Bemerkenswert ist weniger die Tatsache, dass der private Waffenbesitz in den Vereinigten Staaten im Verfassungsrang steht und "nicht beeinträchtigt werden" darf, sondern vielmehr die Begründung dafür. Es geht nämlich ausdrücklich nicht um den Waffenbesitz zwecks Jagdausübung oder als Mittel zur Selbstverteidigung gegen gewöhnliche Kriminelle, sondern um die Abwehr von Übergriffen der eigenen Regierung. Mehrere Zitate führender Politiker und Gründerväter der USA liefern dafür eindrucksvolle Belege.

 

Die Stimmen von vier Präsidenten

Der erste Präsident der Vereinigten Staaten, George Washington, sagte: "Ein freies Volk muss nicht nur bewaffnet und diszipliniert sein. Es sollte vielmehr so ausreichend mit Waffen und Munition ausgerüstet sein, dass es jederzeit seine Unabhängigkeit gegen jedermann verteidigen kann, der es zu missbrauchen versucht. Das schließt insbesondere die eigene Regierung ein."

Der Nachfolger Washingtons im Amt des Präsidenten, John Adams, fügte hinzu: "Waffen in den Händen der Bürger können nach ihrer eigenen Entscheidung zur Verteidigung ihres Landes, zum Sturz der Tyrannei oder zur privaten Selbstverteidigung benutzt werden."

Schließlich meinte der vierte Präsident des Landes, James Madison: "Eine Regierung, die ihren gesetzestreuen Bürgern nicht zutraut, Waffen zu besitzen und zu tragen, ist selbst nicht vertrauenswürdig."

In den Ohren mehrheitlich obrigkeitshöriger und politikgläubiger Europäer klingt das haarsträubend. Die Rechtschaffenheit der Machthaber und Bürokraten anzuzweifeln, grenzt in der Alten Welt an Blasphemie. Besonders Deutsche und Österreicher, die nie eine erfolgreiche Revolution zustande gebracht oder – anders als Briten und Franzosen – einen Herrscher enthauptet haben, verschwenden, trotz übler Erfahrungen in der gar nicht so fernen Vergangenheit, keinen Gedanken daran, sich mit Waffengewalt ihrer eigenen Regierung zu erwehren. Staat, Regierung und Bürokratie wähnen sie stets im Recht.

Ganz anders die Mentalität jenseits des Atlantiks: Bis heute würde es dort eine Regierung politisch nicht überleben, sollte sie den ernsthaften Versuch unternehmen, das Recht der Bürger zum Waffenbesitz auszuhebeln.

Der Unterschied im Selbstverständnis der Bürger zum Staat wird besonders an der Einstellung zum Waffenbesitz deutlich: Selbstbewusste US-Amerikaner werden sich ihre Waffen allenfalls aus den "kalten, toten Händen" nehmen lassen, wie es der seinerzeitige Chef der National Rifle Association, Charlton Heston, formuliert hat. Offenbar ist in den USA die Erinnerung an die Zeit des Kampfes der Kolonisten gegen die britische Tyrannei – und an die dafür notwendigen Mittel – noch nicht verblasst.

Die über die Meinungshoheit gebietende Linke Europas hat es dagegen geschafft, den Staat zu heiligen und jeden Widerstand gegen ihn zu kriminalisieren. Solange sie selbst noch nicht an den Schalthebeln der Macht saß, war das nicht so. Karl Marx sagte einst: "Die Waffen und die Munition dürfen unter keinem Vorwand aus den Händen gegeben werden, jeder Entwaffnungsversuch muss nötigenfalls mit Gewalt vereitelt werden." Nach dem Marsch der Marxisten durch die Institutionen sieht das anders aus.

Das Leben in Europa wird – aus sattsam bekannten Gründen – immer gefährlicher. Wie der Einzelne, ungeachtet der waffengesetzlichen Bestimmungen, darauf reagiert, ist letztlich seine Entscheidung.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorglockenblumen
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2019 08:57

    Herr Tögel: ******************************************!!!

    Danke für die Zitate, die zeigen, daß es auch mal verantwortungsvolle Menschen gab, welche die Geschicke eines Landes lenkten, solche, die auf ihr Volk bauten.

    Ganz im Gegenteil zum heutigen Europa, wo (bis auf wenige Ausnahmen) GEGEN die eigene Bevölkerung auf die verachtenswerteste Weise agitiert und abscheulicher Verrat geübt wird!
    Gelenkt, bezahlt und ausgeführt von unbeschreiblich widerlichen Gestalten!

    Das Traurige dabei ist, daß soviele sich willig manipulieren lassen, sich in ihrer (noch) sicheren Welt in ihrem zur Schau gestellten (geheuchelten) Mitgefühl suhlen um nur ja zu zeigen, wie gut sie sind.
    Und dabei penibel darauf schauen, daß jeder bemerkt, wie sehr sie doch Andersdenkende verfemen und für wie verwerflich sie das doch halten.
    Sie berauschen sich an ihrem Gutsein, predigen Toleranz und bemerken nicht mal ihre absolute, intolerante Haltung, das Totalitäre in ihren Worten und die Mißachtung der freien Meinung und der freien Rede!

    Ein Typus Mensch, der vor 80 Jahren genauso mit zur Schau gestellter Miene gezeigt hätte, daß er eh zur "richtigen" Seite gehört, damit es auch jeder sehen kann und willig mitmarschiert wäre.
    ... um danach wehleidig zu jammern, daß man das alles doch nicht gewußt und eh nicht gewollt hätte und das sowas "nie wieder" passieren darf...
    :-(

  2. Ausgezeichneter Kommentatorelfenzauberin
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2019 11:16

    Es war niemand anderer als Adolf Hitler, der den privaten Waffenbesitz verboten hat. Das war eine seiner ersten Maßnahmen, als er an die Macht kam.

    Wahrscheinlich wäre es für die Nazis nicht ganz so einfach gewesen, Millionen und Abermillionen von Juden zu töten, wenn diese bewaffnet gewesen wären.

    Die Gründerväter der USA hatten mit ihrem 2.nd amendment zur amerikanischen Verfassung klare Ziele. Es sollte verhindert werden, dass die Bürger den amerikanischen Staat nicht mehr verteidigen konnten, wenn eine diktatorische Regierung an die Macht kommt. Bekanntlich kann das auch auf demokratischen Weg passieren, wie das Beispiel des 3. Reiches zeigt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAlmut
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2019 11:20

    In früheren Zeiten war nur Sklaven verboten Waffen zu tragen - das ist offensichtlich auch heute noch so.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorotti
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2019 08:39

    Herr Tögel - danke für die Darlegung ! Die Aussagen der ersten Präsidenten und deren Verankerung in der Verfassung war mir so nicht bekannt.
    Der Unterschied zu uns ist unüberwindbar.

  5. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2019 09:02

    Alles Gute kommt vom Staat, dem einzigen Garanten für ein glückliches, erfülltes und sicheres Leben in Freiheit und Wohlstand. Eigeninitiative und individuelle Talente, die einem einen Vorteil schaffen könnten, sind undemokratisch, sorgen nur für Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Und müssen daher soweit wie möglich wegnivelliert und durch konfiskatorisch hohe Steuern verhindert und vernichtet werden - der europäische, der deutsch/österreichische sozialistische way of life.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Oktober 2019 10:37

    Auch in den USA versuchen die Demokraten und Händler die Waffen zu verbieten. Das 2end Amendement wurde an die Verfassung, die auf der französischen Revolution fußt, angehängt, da auch den Franzosenvolk der Waffenbesitz und die freie Jagd erlaubt wurde um sie für die Revolution zu gewinnen. Nur 50% waren gegen die Monarchie und damit war jedes Mittel das Volk zu überreden recht. Dieses Recht wurde immer mehr eingeschränkt und verschwand in der EU fast ganz. Die Mächtigen nehmen dem Volk die Freiheit und die Möglichkeit der Widerstandes damit Zustände wie in der Vendee, Bretagne und Provence wieder möglich werden, wo die infernalen Kolonnen unter Turreau die Bevölkerung ausrotteten und grausamer waren wie die KZ Schergen.
    In der Zeit der Herstellung von Gegenständen mittels Drucker, dem Internet und der Bauhäuser geht das nur mit totalem Terror. Die Medien sollen das Volk verblöden was ihnen schon weitgehend gelungen ist. In der EU ohne GB gibt es keinen Soldat der für Brüssel und seine Anordnungen kämpfen wir

  7. Ausgezeichneter KommentatorNorbert Mühlhauser
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Oktober 2019 21:45

    @ Herby ( www.andreas-unterberger.at/2019/10/privater-waffenbesitz-usa-und-europa-der-groe-unterschied/#comment-635870 ):

    Sie bekommen von mir ausnahmsweise sogar 3 Sterne, weil Sie sich diesmal um eine ausreichend konkrete Argumentation bemüht haben. Aber:

    Ihre Vergleiche sind schon deshalb nicht zielführend, weil Messerattentate mit gezählt werden, und sich diese nicht durch Eliminierung eines verfassungsmäßigen Waffenrechts, sondern nur durch Verbot des Verkaufes von Messern aller Art (einschließlich Küchenmessern) ohne psychologisches Gutachten zurückdrängen ließen. Noch schwieriger wird es bei Hiebwaffen (zB Gehstöcke) oder gar beim Umbringen mit den bloßen Händen. Außerdem gibt es ja die KFZ-Attentate im Namen des Jihad.

    Überdies kann man nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen, womit die Gegenüberstellung Österreich – USA gemeint ist. Die USA haben Rassenspannungen, Bandenprobleme, und ungelöste Fragen rund um die als U-Boote lebenden illegal Eingewanderten. Außerdem gibt es dort viele locker verbaute Siedlungsgebiete oder Farmlandstriche, die die Polizei nur in - womöglich : - 30 Minuten erreichen kann.

    Auch stimmt die Vorstellung nicht, dass wegen des verfassungsgeschützten Waffenrechts dort ein jeder wie im wilden Westen auftreten kann. Jeder US-Bundesstaat regelt die Bedingungen anders, meistens kann man Waffen nicht mit sich führen, und gibt es auch verschieden festgelegte Barrieren hins Unbescholtenheit oder Geistesverfassung. Dem Vernehmen nach gibt es die strengsten Einschränkungen im US-Bundesstaat der Stadt Chicago, trotzdem ist dort die Tötungsrate am Größten.

    Außerdem sind Todesraten nicht alles. Um häusliche Gewalt mit Todesfolgen hintanzuhalten, könnte man zB jeden in eine Einzelzelle stecken, was aber trotzdem nicht vorzuziehen wäre.

    Auch wäre es nicht vorzuziehen, den Individualverkehr zu verbieten, nur um sich tödliche Unfälle zu ersparen. Auch die Radler brechen sich oder anderen manchmal das Genick, um sich dieser Gruppe gegenüber verständlich auszudrücken.

    Es gibt neben statistischen Daten auch den Bedarf nach Freiheit, einen Freiheitshunger. Und dass das Sicherheits- und damit Komfortgefühl wesentlich größer ist, wenn man in einem abgelegenen Haus waffenberechtigt ist, bedarf wohl keiner Erörterung.

    Und die Strahlkraft der NRA gibt es nicht wegen des Geldes der Waffenproduzenten, sondern wegen der großen Zahl Gleichgesinnter. Anderes könnte nur behauptet werden bei einem gesetzlichen Zwang, Waffenkritiker zu ächten, ähnlich wie uns die Pro-Immigrationskampagne nur vom gesetzlichen Zwang lebt, sich nicht xenophob, also dem Fremden gegenüber abgeneigt, auszusprechen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorandreas.sarkis
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Oktober 2019 17:44

    Bei diesen ganzen Vergleichen zwischen Kiwis, Heidelbeeren und Mangos fehlt das Entscheidende, das auch die europäischen Medien stur übersehen:

    Sämtliche "bekannteren" Morde mit Schusswaffen in den USA, jedenfalls in der letzten Zeit, wurden mit illegalen Waffen verübt.
    Solchen, die die Täter weder legal erwerben noch legal besitzen noch legal verwenden durften.

    Die gesamte Diskussion am Second Amendment (in der Übersetzung oben nur ungenau wiedergegeben) geht deshalb am Kern vorbei: an der Drogenkriminalität vorwiegend der schwarzen Bevölkerungsteile. Mit großen Verschuldensteilen bei Obama.


alle Kommentare

  1. Segestes (kein Partner)
    28. Oktober 2019 19:08

    Wenns doch nur so einfach wäre!

    Es gibt mittlerweile (linke) US-Bundesstaaten, in denen sind die Waffengesetze teilweise schärfer als bei uns! Z.B. sind in einigen nur noch Waffen mit einer Magazinkapazität von 10 "Rounds" erlaubt. New York wollte sogar auf 7 limitieren, ist damit aber vorerst juristisch gescheitert.

    Währenddessen mästen sich NRA-Bonzen an Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Und völlig instinktlose Open-Carry-Aktivisten laufen in Gruppen mit geschulterten ARs durch Innenstädte um zu "demonstrieren", sorgen damit aber vor allem für Panik und bringen so nur Menschen gegen sich auf, die eigentlich schusswaffenfreundlich wären.

    Der 2. Zusatz ist auf dem absteigenden Ast!

    • Mentor (kein Partner)
      29. Oktober 2019 08:42

      @Segestes (kein Partner)

      ""Z.B. sind in einigen nur noch Waffen mit einer Magazinkapazität von 10 "Rounds" erlaubt.""

      Aktuelles EU Waffenrecht: (seit 2017?)
      Verbot aller Magazine über 10 Schuß für Langwaffen und über 20 Schuß für Faustfeuerwaffen. Es werden aber nicht nur die Magazine alleine verboten, sondern auch gleich die Waffen mit, die jeder Einzelne besitzt und in denen die Magazine Verwendung finden.

  2. andreas.sarkis (kein Partner)
    28. Oktober 2019 17:44

    Bei diesen ganzen Vergleichen zwischen Kiwis, Heidelbeeren und Mangos fehlt das Entscheidende, das auch die europäischen Medien stur übersehen:

    Sämtliche "bekannteren" Morde mit Schusswaffen in den USA, jedenfalls in der letzten Zeit, wurden mit illegalen Waffen verübt.
    Solchen, die die Täter weder legal erwerben noch legal besitzen noch legal verwenden durften.

    Die gesamte Diskussion am Second Amendment (in der Übersetzung oben nur ungenau wiedergegeben) geht deshalb am Kern vorbei: an der Drogenkriminalität vorwiegend der schwarzen Bevölkerungsteile. Mit großen Verschuldensteilen bei Obama.

  3. Almut
    26. Oktober 2019 11:20

    In früheren Zeiten war nur Sklaven verboten Waffen zu tragen - das ist offensichtlich auch heute noch so.

  4. socrates
    26. Oktober 2019 10:37

    Auch in den USA versuchen die Demokraten und Händler die Waffen zu verbieten. Das 2end Amendement wurde an die Verfassung, die auf der französischen Revolution fußt, angehängt, da auch den Franzosenvolk der Waffenbesitz und die freie Jagd erlaubt wurde um sie für die Revolution zu gewinnen. Nur 50% waren gegen die Monarchie und damit war jedes Mittel das Volk zu überreden recht. Dieses Recht wurde immer mehr eingeschränkt und verschwand in der EU fast ganz. Die Mächtigen nehmen dem Volk die Freiheit und die Möglichkeit der Widerstandes damit Zustände wie in der Vendee, Bretagne und Provence wieder möglich werden, wo die infernalen Kolonnen unter Turreau die Bevölkerung ausrotteten und grausamer waren wie die KZ Schergen.
    In der Zeit der Herstellung von Gegenständen mittels Drucker, dem Internet und der Bauhäuser geht das nur mit totalem Terror. Die Medien sollen das Volk verblöden was ihnen schon weitgehend gelungen ist. In der EU ohne GB gibt es keinen Soldat der für Brüssel und seine Anordnungen kämpfen wir

  5. Norbert Mühlhauser
    25. Oktober 2019 21:45

    @ Herby ( www.andreas-unterberger.at/2019/10/privater-waffenbesitz-usa-und-europa-der-groe-unterschied/#comment-635870 ):

    Sie bekommen von mir ausnahmsweise sogar 3 Sterne, weil Sie sich diesmal um eine ausreichend konkrete Argumentation bemüht haben. Aber:

    Ihre Vergleiche sind schon deshalb nicht zielführend, weil Messerattentate mit gezählt werden, und sich diese nicht durch Eliminierung eines verfassungsmäßigen Waffenrechts, sondern nur durch Verbot des Verkaufes von Messern aller Art (einschließlich Küchenmessern) ohne psychologisches Gutachten zurückdrängen ließen. Noch schwieriger wird es bei Hiebwaffen (zB Gehstöcke) oder gar beim Umbringen mit den bloßen Händen. Außerdem gibt es ja die KFZ-Attentate im Namen des Jihad.

    Überdies kann man nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen, womit die Gegenüberstellung Österreich – USA gemeint ist. Die USA haben Rassenspannungen, Bandenprobleme, und ungelöste Fragen rund um die als U-Boote lebenden illegal Eingewanderten. Außerdem gibt es dort viele locker verbaute Siedlungsgebiete oder Farmlandstriche, die die Polizei nur in - womöglich : - 30 Minuten erreichen kann.

    Auch stimmt die Vorstellung nicht, dass wegen des verfassungsgeschützten Waffenrechts dort ein jeder wie im wilden Westen auftreten kann. Jeder US-Bundesstaat regelt die Bedingungen anders, meistens kann man Waffen nicht mit sich führen, und gibt es auch verschieden festgelegte Barrieren hins Unbescholtenheit oder Geistesverfassung. Dem Vernehmen nach gibt es die strengsten Einschränkungen im US-Bundesstaat der Stadt Chicago, trotzdem ist dort die Tötungsrate am Größten.

    Außerdem sind Todesraten nicht alles. Um häusliche Gewalt mit Todesfolgen hintanzuhalten, könnte man zB jeden in eine Einzelzelle stecken, was aber trotzdem nicht vorzuziehen wäre.

    Auch wäre es nicht vorzuziehen, den Individualverkehr zu verbieten, nur um sich tödliche Unfälle zu ersparen. Auch die Radler brechen sich oder anderen manchmal das Genick, um sich dieser Gruppe gegenüber verständlich auszudrücken.

    Es gibt neben statistischen Daten auch den Bedarf nach Freiheit, einen Freiheitshunger. Und dass das Sicherheits- und damit Komfortgefühl wesentlich größer ist, wenn man in einem abgelegenen Haus waffenberechtigt ist, bedarf wohl keiner Erörterung.

    Und die Strahlkraft der NRA gibt es nicht wegen des Geldes der Waffenproduzenten, sondern wegen der großen Zahl Gleichgesinnter. Anderes könnte nur behauptet werden bei einem gesetzlichen Zwang, Waffenkritiker zu ächten, ähnlich wie uns die Pro-Immigrationskampagne nur vom gesetzlichen Zwang lebt, sich nicht xenophob, also dem Fremden gegenüber abgeneigt, auszusprechen.

    • Norbert Mühlhauser
      25. Oktober 2019 21:49

      Korrektur:

      Und die Strahlkraft der NRA gibt es nicht wegen des Geldes der Waffenproduzenten, sondern wegen der großen Zahl Gleichgesinnter. Anderes könnte nur behauptet werden bei einem gesetzlichen Zwang, Waffenkritiker zu ächten, ähnlich wie bei uns die Pro-Immigrationskampagne nur vom gesetzlichen Zwang lebt, sich nicht xenophob, also dem Fremden gegenüber abgeneigt, auszusprechen.

  6. Herby
    25. Oktober 2019 12:38

    Wollen Sie Herr Tögel von Ihrem drogensüchtigen Nachbarn der dringend Geld für neuen Stoff braucht mit einer Pistole umgebracht werden?

    Oder wollen Sie auf offener Straße per Pistole von Drogensüchtigen oder kriminellen Banden umgebracht werden? Die stoppen ganz einfach u. leicht ein fahrendes Auto.

    In den USA gehört das zum Alltag!

    Und was ist mit den Schulmassakern? Und wie war das bei der jüngsten Bluttat in Kitzbühel: 5 unschuldigen Menschen ausradiert die alle voll im Leben standen! Grund: Unzureichend abgesichte private Waffen in e. Privathaushalt.

    Ich hoffe der Mann (Bruder) des Fünffachmörder kriegt die Verwaltungs-Höchststrafe und muss seine Privatwaffen abgeben!

    In den USA wenn Sie in gewissen Gegenden leben, können Sie froh und glücklich sein wenn sie ein hohes Alter erreichen können & nicht vorher umgebracht oder ausgeraubt werden. Beschaffungskriminalität im Zusammenhang mit Drogensucht nennt man das.

    Die USA sind vollgefüllt mit Waffen aller Art: Halbautomatische Gewehre, Pumpguns, Pistolen aller Art. Sämtliche Waffenfirmen der Welt sind froh über den riesigen dankbaren Markt USA.

    In den USA ist privater Waffenbesitz vor allem wegen der Verfassung erlaubt. Wegen dem 2. Amandement. Die Gründerväter der USA haben vor Jahrhunderten im Auge gehabt dass Privatpersonen mit Hilfe ihrer eigenen Waffen als Milizionäre die Engländer, Kanadier, Spanier, Mexikaner usw. bekämpfen wenn sie das Gebiet der USA erobern wollen.

    Privater Waffenbesitz als Grundlage für die Bildung von nationalen Verteidigungs-Milizen - das wollen die Verfassungsväter der USA! Das was heute in den USA in Bezug auf den Waffenbesitz los ist - ist 1. eine Perversion und 2. eine Karikatur dessen was die Verfassungsväter wollten.
    Die Waffenbranche ist ein riesiger Industriezweig geworden mit Milliardenumsätzen die politisch vor allem durch die NRA bestens vernetzt ist. Die haben flächendeckend alle Politiker in ihren Wahlkreisen an der kurzen Leine mit allen politischen und PR-Tricks. Das geht soweit dass man angeblich gar kein Patriot mehr ist wenn man keine Pistole zu Hause hat usw.

    Dementsprechend inferior schaut die Mordrate (da sind auch Messermorde dabei) in den USA aus - ein Vergleich USA u. andere vergleichbare Länder:

    USA: pro hunderttausend Einwohner u. Jahr: 5,4 Getötete

    Das benachbarte Kanada wo man e. ähnlichen Lebensstil hat: 1,7 Getötete

    Australien: 0,9 Getötete

    Neuseeland: 1,0 Getötete

    Vereintes Königreich (U.K.): 1,2 Getötete

    Japan: 0.3 Getötete

    Österreich: 0,7 Getötete !!!

    Gemäß der Mordrate, Tötungsrate im internationalen Vergleich können wir in Ö. glücklich sein: Bei uns per Pistole, Gewehr oder Messer getötet zu werden ist um Eckhäuser weniger wahrscheinlich als in den USA.

    Herr Tögel sind Sie Mitglied bei der amerikanischen NRA? Bekommen Sie die Publikationen der NRA zugeschickt? Erhalten Sie die Newsletter der NSA zugeschickt? Gehen Sie zu den regelmäßigen Treffen der NRA?

    So wie es aussieht sind Sie bis oben hin vollgefüllt mit NRA-Propaganda. Diese Leute reißen die Aussagen der US-Präsidenten teilweise aus dem Zusammenhang um einseitig den privaten Waffenbesitz zu glorifizieren.
    So nach dem Motto: "Einer der eine Waffe zu Hause hat ist ein wertvollerer Bürger und größerer Patriot und größerer Held als ein Mensch der keine Waffe zu Hause hat."

    Unsinn.

    • Herby
      25. Oktober 2019 12:52

      Sorry vergessen, der Link für die Tötungsrate = Mordrate, wo man alle Infos sieht, bitte:

      https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%B6tungsrate_nach_L%C3%A4ndern

    • Norbert Mühlhauser
    • Armin
      26. Oktober 2019 09:00

      1.) Eine Korrelation ist etwas anderes als eine Kausalität. Die Schweiz starrt vor Privatwaffen und in der Hand von Reservisten befindlichen Sturmgewehren. Daraus folgt nicht, dass die Schweiz das sicherste Land Europas ist (was der Fall ist). Es widerlegt nur Ihre These vom Zusammenhang zwischen hoher Privatwaffendichte und Wildwestmanieren. USA sind ein schlechtes Beispiel, weil das Waffenrecht Bundesstaatssache ist. Jedenfalls korreliert dort ein rigides Waffengesetz IMMER mit hoher Gewaltkriminalitätsrate. Sie können das in der Arbeit von John Lott "More Guns, less Crime" nachlesen. Die von Ihnen genannten Massaker finden stets in "waffenfreien Zonen" statt - schon aufgefallen?

    • Armin
      26. Oktober 2019 09:06

      2.) Warum wohl gibt es keine Massaker auf privaten oder militärischen Schießplätzen, wo jedermann bewaffnet ist? Gewaltverbrecher bevorzugen hilflose Opfer. Wenn der Staat rechtschaffenen Bürgern die Notwehrfähigkeit nimmt, begünstigt er kriminellen Abschaum. Wenn in Ihr Haus ein paar Einbrecher einsteigen, wird Ihnen ein geladener Magnumrevolver (mit dem Sie auch umgehen können) mehr Sicherheit garantieren als ein Telephon, mit dem sie die Polizei rufen, die 20 Minuten später eintrifft und ihre Leiche begutachtet. Ihr gesamter Kommentar, das muß ich jetzt loswerden, trieft von einer geradezu abstoßenden Untertanenmentalität, wie sie im Land der Hämmer leider weit verbreitet ist.

    • Bürgermeister
      26. Oktober 2019 10:29

      In der Schweiz 0.5 - obwohl erheblich mehr Haushalte bewaffnet sind als in den USA.

    • otti
      27. Oktober 2019 06:53

      Armin !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • glockenblumen
      27. Oktober 2019 11:13

      @ Armin

      100% Zustimmung!
      ***********************************************

    • Christian Peter (kein Partner)
      27. Oktober 2019 13:49

      @Herby

      In den USA gibt es viele Tote, weil es viele Kriminelle gibt, die besitzen die Waffen in der Regel illegal. Selbst mit einem privaten Waffenverbot würde es in den USA kaum weniger Bandenkriminalität bzw. Tote geben.

    • Jonas (kein Partner)
      27. Oktober 2019 17:54

      An der "Argumentation" Herbys erkennt man mit dröhnend-schonungsloser Klarheit, wie wenig dieser Poster von der Materie versteht. Er hat von den verschiedenen Landesgesetzgebungen der US-Bundesstaaten keine Ahnung, vom ganz wesentlichen Unterschied von Straftaten mit legalen und illegalen Schusswaffen etc. etc. Daher ist jede intelligente auf Fakten basierende Auseinandersetzung mit diesem faktenresistenten Menschen verlorene Lebenszeit!

  7. elfenzauberin
    25. Oktober 2019 11:16

    Es war niemand anderer als Adolf Hitler, der den privaten Waffenbesitz verboten hat. Das war eine seiner ersten Maßnahmen, als er an die Macht kam.

    Wahrscheinlich wäre es für die Nazis nicht ganz so einfach gewesen, Millionen und Abermillionen von Juden zu töten, wenn diese bewaffnet gewesen wären.

    Die Gründerväter der USA hatten mit ihrem 2.nd amendment zur amerikanischen Verfassung klare Ziele. Es sollte verhindert werden, dass die Bürger den amerikanischen Staat nicht mehr verteidigen konnten, wenn eine diktatorische Regierung an die Macht kommt. Bekanntlich kann das auch auf demokratischen Weg passieren, wie das Beispiel des 3. Reiches zeigt.

  8. oberösi
    25. Oktober 2019 09:02

    Alles Gute kommt vom Staat, dem einzigen Garanten für ein glückliches, erfülltes und sicheres Leben in Freiheit und Wohlstand. Eigeninitiative und individuelle Talente, die einem einen Vorteil schaffen könnten, sind undemokratisch, sorgen nur für Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Und müssen daher soweit wie möglich wegnivelliert und durch konfiskatorisch hohe Steuern verhindert und vernichtet werden - der europäische, der deutsch/österreichische sozialistische way of life.

  9. glockenblumen
    25. Oktober 2019 08:57

    Herr Tögel: ******************************************!!!

    Danke für die Zitate, die zeigen, daß es auch mal verantwortungsvolle Menschen gab, welche die Geschicke eines Landes lenkten, solche, die auf ihr Volk bauten.

    Ganz im Gegenteil zum heutigen Europa, wo (bis auf wenige Ausnahmen) GEGEN die eigene Bevölkerung auf die verachtenswerteste Weise agitiert und abscheulicher Verrat geübt wird!
    Gelenkt, bezahlt und ausgeführt von unbeschreiblich widerlichen Gestalten!

    Das Traurige dabei ist, daß soviele sich willig manipulieren lassen, sich in ihrer (noch) sicheren Welt in ihrem zur Schau gestellten (geheuchelten) Mitgefühl suhlen um nur ja zu zeigen, wie gut sie sind.
    Und dabei penibel darauf schauen, daß jeder bemerkt, wie sehr sie doch Andersdenkende verfemen und für wie verwerflich sie das doch halten.
    Sie berauschen sich an ihrem Gutsein, predigen Toleranz und bemerken nicht mal ihre absolute, intolerante Haltung, das Totalitäre in ihren Worten und die Mißachtung der freien Meinung und der freien Rede!

    Ein Typus Mensch, der vor 80 Jahren genauso mit zur Schau gestellter Miene gezeigt hätte, daß er eh zur "richtigen" Seite gehört, damit es auch jeder sehen kann und willig mitmarschiert wäre.
    ... um danach wehleidig zu jammern, daß man das alles doch nicht gewußt und eh nicht gewollt hätte und das sowas "nie wieder" passieren darf...
    :-(

  10. otti
    25. Oktober 2019 08:39

    Herr Tögel - danke für die Darlegung ! Die Aussagen der ersten Präsidenten und deren Verankerung in der Verfassung war mir so nicht bekannt.
    Der Unterschied zu uns ist unüberwindbar.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2019 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung