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"Beschäftigungsbonus": Ein Exzess an Dummheit und Verantwortungslosigkeit

Kaum liegt (abgesehen von dem seit Sommer fertigen Integrationsgesetz) das erste Thema aus dem von den Medien gefeierten „Arbeitsprogramm“ auf dem Tisch, zeigt sich, welch gewaltiger Pfusch diese PR-Inszenierung des SPÖ-Bundeskanzlers ist. Aber der Finanzminister als einziger Träger verbaler Wirtschaftsvernunft in dieser Regierung schweigt seit Wochen (mit nachträglicher Ergänzung).

Die Qualifikation als Pfusch ist nun unbestreitbar, seit die Koalition versucht, das Kapitel „Beschäftigungsbonus“ für bestimmte Arbeitsplätze zu konkretisieren. Dabei geht es um einen 50-prozentigen Ersatz der Lohnnebenkosten für drei Jahre. Im Kern-Mitterlehner-Programm waren ja alle heiklen und schwierigen Fragen bisher auf- und beiseitegeschoben worden. Statt dessen hat man nur zu jedem Punkt ein Datum hingeschrieben.

Die Details, warum das ein Pfusch ist:

  1. Christian Kern hat die ersten Details seiner Überlegungen dazu jetzt ausgerechnet via Kronenzeitung skizziert, bevor er seinen Koalitionspartner informiert hat. Das ist kennzeichnend für den Stil dieser Regierung. Das ist besonders skurril, da sich Kern selbst laut aufgeregt hat, dass der Innenminister nicht im Arbeitsprogramm enthaltene Vorschläge gemacht hat.
  2. Der Beschäftigungsbonus soll schon am 1. Juli in Kraft treten, was eine sorgfältige organisatorisch, legistisch und ökonomisch durchdachte Realisierung absolut unmöglich macht.
  3. Die noch völlig fehlende Detailabgrenzung allein wird ein unglaubliches legistisches Monster: Soll der Bonus auch für Jobwechsler gelten? Wird dann nicht halb Österreich den Job wechseln? Oder gibt es ihn nur für angemeldete AMS-Kunden, wie Kern einen Tag lang vorgeschlagen hat (die aber zu 30 Prozent Pass-Ausländer und zu einem weiteren hohen Prozentsatz schwer vermittelbare Österreicher „mit Migrationshintergrund“ sind)? Gilt er auch für in den Arbeitsmarkt zurückkehrende Mütter? Für Studienabsolventen? Studienabbrecher? Schulabsolventen? Aufstocker von Teilzeit auf Vollzeit? Von geringfügigen Tätigkeiten auf Teilzeit-Jobs? Gilt er auch für Bezieher hoher Einkommen?
  4. Rechtlich völlig aussichtslos ist es, einen solchen Bonus so zu konstruieren, dass er nur für Österreicher gilt. Das wissen sie alle seit der ersten Stunde, geben es nur bis jetzt nicht zu. Alleine das zeigt: Man will ohnedies nur einen Wahlkampfslogan haben, bis dann halt leider, leider VfGH und EuGH das ganze Gesetz kübeln werden. Da kann ja dann Kern nichts dafür.
  5. Es wird absolut unmöglich sein, alle Umgehungskonstruktionen zu verhindern. Da sind die Menschen immer sehr kreativ. Zum Beispiel: Ein Arbeitsplatz verschwindet, aber die gleiche Arbeit wird bei einer anderen Firma – gefördert – weitergehen. Denn selbst wenn man, wie es jetzt heißt, Verschiebungen innerhalb eines Konzerns per Gesetz ausschließt, kann man nicht verhindern, dass Aufträge an eine rechtlich fremde Firma wandern, die dann naturgemäß deutlich billiger anbieten kann. Egal, ob diese Arbeit bisher konzernintern oder bei einer weiteren Fremdfirma mit voller Nebenkostenbelastung erledigt worden ist.
  6. Auf die Unternehmen kommt – wie auch immer die Details zu all dem aussehen – ein weiteres Bürokratie-Monster samt riesigem Kontrollapparat zu. Anders lässt sich nämlich niemals der Unterschied zwischen Arbeitsplätzen, wo dieser Bonus zustehen wird, und jenen nachvollziehen, wo das nicht der Fall ist.
  7. Es ist sogar sehr zweifelhaft, dass es künftig noch eine nennenswerte Anzahl an neuen Arbeitsverhältnissen ohne Bonus geben wird. Das wird sich einfach für kein Unternehmen rechnen. Das wird aber die  jetzt schon exorbitanten Kosten des Projekts nach oben explodieren lassen.
  8. Nach drei Jahren werden dann viele der echt neu geschaffenen Jobs wieder verschwinden (nur die Umgehungskonstruktionen werden bleiben).
  9. All diese Punkte verblassen aber in ihrer Bedeutung im Verhältnis zur völlig offenen finanziellen Bedeckung dieses Programms. Für diese liegt noch kein einziger Vorschlag auf dem Tisch. Dabei geht es aber, wie nun offiziell zugegeben wird, um gigantische drei Milliarden Euro jährlich! Nur damit man sich eine Vorstellung über diesen Betrag machen kann: Das ist mehr als das gesamte jährliche Budget fürs Bundesheer, einschließlich der nun von der rotgrünen Propaganda so dramatisierten Eurofighterkosten. Und einschließlich der versprochenen Erhöhungen des Heeresbudgets, für die sich Rot-Schwarz so feiern hat lassen.

Ohne Übertreibungen kann man sagen: Wir haben eine Regierung, die weder von Recht noch von Organisation noch von Betriebswirtschaft noch von Volkswirtschaft eine Ahnung hat. So ein unseriöser, populistischer und undurchdachter Vorschlag ist in den letzten 70 Jahren noch nie von einer österreichischen Regierung vorgelegt worden. Das hat schon griechische und italienische Qualitäten.

Daher wird zunehmend besorgniserregend, dass der Finanzminister seit Wochen zu all dem schweigt. Nun, seit dem Wochenende ist er krank gemeldet. Deshalb ist ihm alles Gute zu wünschen. Da wir hoffen, dass es da nicht um etwas Dauerhaftes geht, wird es aber umso dringender notwendig, dass Herr Schelling nach dieser Krankheit sein Schweigen bricht. Dass er dann endlich laut hinausdonnert: So nicht!

Oder ist seine Krankheit gar eine Vorstufe zu einem frustrierten Rückzug des Ministers angesichts der exzessiven Verantwortungslosigkeit der Regierungsspitze? Im Wissen, dass ein solcher Rückzug schon einmal einem Finanzminister (Josef Klaus) eine triumphale Rückkehr ermöglicht hat?

Oder muss er gar gemäß einer schon getroffenen Geheimabsprache der Koalitionsspitzen einem willigen Vollstrecker des Koalitions-Schwachsinns der „Qualitäts“-Klasse Mahrer oder Amon weichen?

In dieser Koalition ist wirklich alles möglich.

PS: Die meisten dieser Punkte, die jetzt zum peinlichen Chaos gerinnen, sind übrigens auf diesem Tagebuch sofort nach Bekanntwerden des „Arbeitsprogramms“ im Wesentlichen schon zweimal aufgezeigt worden (erstens und zweitens). Es ist schwer vorstellbar, dass nicht auch die Akteure all das erkannt haben – bevor sie es dennoch hineingeschrieben haben.

Nachträgliche Ergänzung: In hektisch verzweifelten Verhandlungen haben Bundes- und Vizekanzler jetzt dekretiert, dass das Ganze doch statt drei nur zwei Milliarden kosten dürfe. Freilich: Im Finanzministerium sorgt das nach wie vor für totales Kopfschütteln, weil ja auch dieser Betrag allen Versprechungen des Ministers widerspricht, dass es keine neue Schulden geben dürfe. Bezeichnend absurd ist auch das Wie der Reduktion von drei auf zwei Milliarden: Bundes und Vize wollen das Programm einfach stoppen, wenn die zwei Milliarden erreicht sind.
Noch dramatischer ist, auf was jetzt eine Wirtschaftstreuhänderin hingewiesen hat: Sämtliche Firmen, die den Bonus kassieren, könnten ihn Jahre später zurückzahlen müssen, wenn die EU - erwartungsgemäß - ihn als rechtswidrig einstufen sollte.
Eine unglaublich unseriöse Politik. 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2017 09:54

    Der EZB-Chef schreibt den Parlamentariern einen Brief: Wie man aus dem Euro austreten kann. Stiglitz und Weidmann sind nur mehr bei der Dauer des Eurozerfalls verschiedener Meinung, zwei oder doch drei Jahre?
    Der Währunskommisar kommt mit verzweifelten Plänen, wie noch mehr von der schlechten Medizin diesem Europa noch Zeit kaufen könnte.
    Renzi tritt von der Parteispitze zurück, die eurofeindlichen Grillini sind einfach zu stark.
    Die eurofeindliche FN bekommt jeden Tag Wahlwerbung in den Pariser Vororten.
    Der IWF legt sich bei Griechenland quer; und zwar mit sehr guten Argumenten.

    Ich glaube Kern, Mitterlehner und Co wissen um das Euro-Endspiel. Denen sind allfällige Schulden einfach egal, die wollen solange als möglich selber abkassieren und sich dann in ein weit entferntes Ausland verdrücken. Also muss den Wählern Honig ums Maul geschmiert werden.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2017 02:01

    Wie lange wird diese "Regierung" es durchhalten, nur Luftblasen zu erzeugen? Aber: Wird eine andere Regierung, mit anderen Partnern Gescheiteres, Besseres, Aufbauendes etc. zustande bringen? Rot und Grün + Neos?
    Die "Pfusch-Details brauchen nur einen weiteren Punkt, um das negative Abbild der 10 Gebote des alten Testaments zu widerspiegeln. Weit haben wir es gebracht. Kern und Mitter... sind unsere Spitzen, habe d' Ehre!

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2017 13:24

    "Quousque tandem, Häupl und Co., abutere patientia nostra!"

    Diese wütende Einleitung einer Rede Ciceros ist nun schon bald 2080 Jahre alt und "verständlich"!
    Man möchte diese Worte ---natürlich übersetzt, denn die wenigsten Figuren in unserer Regierung, in unserem Parlament verstünden sie dank der notorischen Berührungsängste der Linken mit (humanistischer) Bildung!---in großen Lettern beim Eingang zum Rathaus, zur Hofburg, zum Kanzleramt und zum Parlament anbringen!
    Dem geplagten Volk reicht es nämlich längst!

  4. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2017 08:57

    Ich vermute dahinter einen einfach zu erklärenden Grund: Raiffeisen. Dort sitzen nämlich auf schwarzer Seite die vehementesten Treiber einer Ankettung der ÖVP an die SPÖ. Wer weiß, wenn die ÖVP nicht mitspielt, vielleicht detoniert dann dort eine Hypo-Bombe zum Quadrat. Anfang Jänner gab es dazu einen Gastbeitrag von Hermann Kulterer:
    http://www.andreas-unterberger.at/2017/01/mais-der-weltmarkt-und-die-agrarpolitik/

  5. Ausgezeichneter KommentatorBob
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2017 07:52

    Wie viele Gesetze, die von unseren geistigen Eliten im Parlament fabriziert werden, gleichen einem Gummiband das man jeweils nach Verwendungszweck dehnen kann. Warum soll sich das in Zukunft ändern?

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2017 14:09

    Danke für den Hinweis, Hr. Dr. Unterberger!

    Ach, was für eine seltene Wonne! Es gibt noch junge Menschen---natürlich KEINE Österreicher!!!---die vor laufender Kamera die WAHRHEIT aussprechen, weil sie offensichtlich keiner Gehirnwäsche unterworfen sind!

    A.U. gibt bei "Spannend" den Link zu einer wahren RARITÄT:

    Ein AFGHANISCHER SCHIFAHRER---ein ganz und gar vom gängigen PC- Zeitgeist im ORF unbelasteter, offener, sehr sympathischer junger Mann spricht GROSZE WORTE GELASSEN aus!

    http://tvthek.orf.at/profile/Ski-WM-in-St-Moritz/13886867/Ski-WM-in-St-Moritz-RTL-der-Damen-WM-Studio-Die-Analyse/13917113/Afghanen-beim-RTL/13984633

    Als der junge Mann NOCH einmal betonte: "Wir leben in Frieden" wurde das allerdings nicht mehr übersetzt, sondern übergangen.....

  7. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2017 09:11

    Christian Kern wird - so wie früher Karl-Heinz Grasser - wegen seiner gut inszenierten Auftritte besonders von Frauen gerne gesehen. Dies kann ich als Mann nicht beurteilen. Fest steht aber, dass Kern der falsche Mann am falschen Platz ist. Wenn man seinen Lebenslauf studiert, stellt man fest, dass er mit der realen Wirtschaft nie Kontakt hatte. Theoretisch hat er zwar auch etwas beim Managementzentrum in St. Gallen (Schweiz) gelernt und im kaum bekannten Wirtschaftmagazin Option als Journalist verwendet, aber in seinen diversen politischen Funktionen sowie bei den Staatsunternehmen Verbund und ÖBB nichts bedeutendes geschaffen.

    Kern bemüht sich zwar, mit neue Ideen den Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden, aber diese sind meist unausgegoren und unrealistisch. Vor allem zeigen sie eine starke linke Handschrift. Warum der Koalitionspartner nach anfänglichen Protesten dann doch oft zustimmt, bleibt mir ein Rätsel. Ich habe den Eindruck, dass in der bisherigen konservativen ÖVP es schon einige Leute gibt, denen das eigene Herz - nicht nur anatomisch - oftmals links schlägt (Mitterlehner, Brandstätter, Rupprechter, Karmasin - nicht aber Kern, Sobotka, Schelling!).


alle Kommentare

  1. heartofstone (kein Partner)
    24. Februar 2017 00:38

    Die junge Mutter schrie er an: “Weiße Menschen sollten sich nicht fortpflanzen!” *

    Was wohl passiert wenn man zu Faschisten ähhh Mohammedanern sagt, dass sie sich in das Ursprungsland ihrer mörderischen Ideologie schleichen sollen? Ich persönlich brauch keinen einzigen Sprenggläubigen in Österreich. Keinen. Null Zero.

    * auf pi-news.net nach dem Artikel suchen, verlinken leider nicht möglich ....

  2. Torres (kein Partner)
    23. Februar 2017 13:33

    Unterberger sagt es gleich am Anfang: der Finanzminister, "Träger verbaler Wirtschaftsvernunft". Richtig: "verbaler". Man weiß ja inzwischen, dass Schelling immer groß redet, was wirtschaftlich notwendig wäre, aber immer genau das Gegenteil tut: Mehrwertsteurerhöhung für das Gastgewerbe, Registrierkassen, Erhöhung der Erbschaftssteuer für Immobilien, zuletzt völlig danebengegangene angebliche Abschaffung der kalten Progression usw. Er wird wohl auch hier vielleicht etwas dagegen sagen, aber dann doch schön brav tun, was ihm sein ahnungsloser Parteichef auf Abruf befiehlt.

  3. Theosoph343 (kein Partner)
    23. Februar 2017 12:01

    Die verächtliche 40-Stunden-Woche kann durch die 5-Stunden-Woche (bitte googeln) ersetzt werden.

  4. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    23. Februar 2017 11:25

    Der Kern kapiert sowieso nichts, wo sollte er es denn her haben. Er plappert einfach, was ihm der Spinn-Doktor sagt, der grad den Turnusdienst macht. Die övp? O je. Die leistet sich noch immer den Mitterlehner oben drauf, und der kämpft um jeden Tag als Vize.

    Nicht so schlimm. Dieses Land funktioniert trotz seiner Politik, bestimmt nicht wgen ihr. Ewig wird das auch nicht gehen.

  5. Anmerkung (kein Partner)
    23. Februar 2017 07:14

    Soll denn der Kernkanzler als großer Missverstandener in die österreichische Geschichte eingehen? Sein Konzept ist doch völlig durchschaubar angelegt: Er setzt auf maximale Undurchschaubarkeit und permanentes Hakenschlagen .

    Man muss ihn nur lange genug agieren lassen. Dann kann das EU-Recht immer weniger zum Stolperstein werden, mit dem seine Ideen kollidieren könnten, weil ganz einfach die Gerichte mit den Verurteilungen nicht mehr nachkommen.

    Man sieht ja, dass er jedes Vierteljahr mit Neustarts und Programmänderungen daherkommt. Als Nächstes wird er den Beschäftigungsbonus mit einem erneuerten Blum-Bonus und einer 50+/4.0-Prämie koppeln. Die EU wird immer mehr auf der Seife stehen.

  6. Undine
    21. Februar 2017 14:09

    Danke für den Hinweis, Hr. Dr. Unterberger!

    Ach, was für eine seltene Wonne! Es gibt noch junge Menschen---natürlich KEINE Österreicher!!!---die vor laufender Kamera die WAHRHEIT aussprechen, weil sie offensichtlich keiner Gehirnwäsche unterworfen sind!

    A.U. gibt bei "Spannend" den Link zu einer wahren RARITÄT:

    Ein AFGHANISCHER SCHIFAHRER---ein ganz und gar vom gängigen PC- Zeitgeist im ORF unbelasteter, offener, sehr sympathischer junger Mann spricht GROSZE WORTE GELASSEN aus!

    http://tvthek.orf.at/profile/Ski-WM-in-St-Moritz/13886867/Ski-WM-in-St-Moritz-RTL-der-Damen-WM-Studio-Die-Analyse/13917113/Afghanen-beim-RTL/13984633

    Als der junge Mann NOCH einmal betonte: "Wir leben in Frieden" wurde das allerdings nicht mehr übersetzt, sondern übergangen.....

  7. Undine
    21. Februar 2017 13:24

    "Quousque tandem, Häupl und Co., abutere patientia nostra!"

    Diese wütende Einleitung einer Rede Ciceros ist nun schon bald 2080 Jahre alt und "verständlich"!
    Man möchte diese Worte ---natürlich übersetzt, denn die wenigsten Figuren in unserer Regierung, in unserem Parlament verstünden sie dank der notorischen Berührungsängste der Linken mit (humanistischer) Bildung!---in großen Lettern beim Eingang zum Rathaus, zur Hofburg, zum Kanzleramt und zum Parlament anbringen!
    Dem geplagten Volk reicht es nämlich längst!

  8. Arbeiter
    21. Februar 2017 10:41

    Wahnsinn! Und da reden sie von "Populismus". Spinnen alle? Spinnen speziell die Medien, die das Offensichtliche nicht als Wahnsinn auf der Titelseite bringen?

  9. Josef Maierhofer
    21. Februar 2017 10:11

    Neuwahlen wäre die einzige Lösung für diese Versagertruppe.

    Wichtig war UHBK ja nicht das Arbeitsprogramm, sondern, dass ja alle Minister brav darauf 'unterschrieben' haben.

    Ich als Minister Schelling würde sagen, so nicht, und wenn die Meute dann trotzdem weitermacht, einfach zurücktreten.

    Dass Kern eine noch schlimmere und rein formale Propagandahülse ist als Faymann, zeigt seine Politshow, die er abzieht, ohne Inhalt. Alles, was bisher geboten war, waren die 'Neustarts' (Fehlstarts) ....

    Also so was hat in einer österreichischen Regierung normaler weise nichts verloren.

    Schön langsam wird dieser Zirkus beendet werden müssen, Österreich geht daran zu Grunde.

    • dssm
      21. Februar 2017 11:53

      Und was kommt nach Neuwahlen?
      Die meisten Gesetze werden EINSTIMMIG verabschiedet.
      Strache hat ja anläßlich der Wiener Wahlen sehr deutlich gezeigt was er ändern will: Nichts! Alle Privilegien der Beamten sollen bleiben.
      Und wer formuliert die Gesetze? Die Beamten!

      Abgesehen davon, die meisten Gesetze kommen direkt aus Brüssel! Und wenn die EZB momentan nur leise den Finger hebt, gibt jede Regierung klein bei.

    • Josef Maierhofer
      21. Februar 2017 15:59

      @ dssm

      Ob alle daran glauben an diese EU - Ideologie (= ...) wage ich zu bezweifeln. Und wenn die direkte Demokratie zur Anwendung kommt, nehme ich doch an, dass der eine oder andere bereit ist Verantwortung zu übernehmen.

      Nein, wir brauchen von dieser EU nur den Handelsvertrag, wie vor dem Beitritt, den Rest könnten wir locker abkündigen.

      Brexit, Frexit, .... bald werden wir auch gefragt werden.

  10. dssm
    21. Februar 2017 09:54

    Der EZB-Chef schreibt den Parlamentariern einen Brief: Wie man aus dem Euro austreten kann. Stiglitz und Weidmann sind nur mehr bei der Dauer des Eurozerfalls verschiedener Meinung, zwei oder doch drei Jahre?
    Der Währunskommisar kommt mit verzweifelten Plänen, wie noch mehr von der schlechten Medizin diesem Europa noch Zeit kaufen könnte.
    Renzi tritt von der Parteispitze zurück, die eurofeindlichen Grillini sind einfach zu stark.
    Die eurofeindliche FN bekommt jeden Tag Wahlwerbung in den Pariser Vororten.
    Der IWF legt sich bei Griechenland quer; und zwar mit sehr guten Argumenten.

    Ich glaube Kern, Mitterlehner und Co wissen um das Euro-Endspiel. Denen sind allfällige Schulden einfach egal, die wollen solange als möglich selber abkassieren und sich dann in ein weit entferntes Ausland verdrücken. Also muss den Wählern Honig ums Maul geschmiert werden.

    • Erich Bauer
      21. Februar 2017 12:39

      Nach dem EURO-Crash gibt´s neue "Jetons"´und dieselben Herrschaften schwingen sich unter lauten Anfeuerungsrufen wieder in den "Sattel"... und sitzen dann fester drauf als vorher.

  11. Ausgebeuteter
    21. Februar 2017 09:11

    Christian Kern wird - so wie früher Karl-Heinz Grasser - wegen seiner gut inszenierten Auftritte besonders von Frauen gerne gesehen. Dies kann ich als Mann nicht beurteilen. Fest steht aber, dass Kern der falsche Mann am falschen Platz ist. Wenn man seinen Lebenslauf studiert, stellt man fest, dass er mit der realen Wirtschaft nie Kontakt hatte. Theoretisch hat er zwar auch etwas beim Managementzentrum in St. Gallen (Schweiz) gelernt und im kaum bekannten Wirtschaftmagazin Option als Journalist verwendet, aber in seinen diversen politischen Funktionen sowie bei den Staatsunternehmen Verbund und ÖBB nichts bedeutendes geschaffen.

    Kern bemüht sich zwar, mit neue Ideen den Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden, aber diese sind meist unausgegoren und unrealistisch. Vor allem zeigen sie eine starke linke Handschrift. Warum der Koalitionspartner nach anfänglichen Protesten dann doch oft zustimmt, bleibt mir ein Rätsel. Ich habe den Eindruck, dass in der bisherigen konservativen ÖVP es schon einige Leute gibt, denen das eigene Herz - nicht nur anatomisch - oftmals links schlägt (Mitterlehner, Brandstätter, Rupprechter, Karmasin - nicht aber Kern, Sobotka, Schelling!).

    • Ingrid Bittner
      21. Februar 2017 09:30

      @ Ausgebeuteter: "besonders von Frauen" gern gesehen wird - das ist ja unerhört! Damit stellen sie die Frauen für deppert hin. Frauen erkennen genau, was echt und was falsch ist. Und bei Kern ist alles Show, das ist deutlich kennbar. Glauben sie nicht, dass sich nicht auch die Männer reihenweise von dem Blabla blenden lassen, das hört sich ja so gelehrt an, da bekommt man vielleicht als nicht so redegwandter Mann leicht einen Neidkomplex. Und dass das Reden den Männern im allgemeinen nicht so liegt, ist ja bekannt.

    • Ausgebeuteter
      21. Februar 2017 09:50

      @Ingrid Bittner:
      Im ursprünglich Entwurf hatte ich zum Vergleich Karl-Heinz Grasser als "idealen Schwiegersohn" genannt, dies aber wegen Kerns Alter (51) dann weggelassen.
      Damit wollte ich keinesfalls die "nachdenkenden Frauen" - wie Sie eine sind - beleidigen. Können Sie mir verzeihen?

    • Cotopaxi
      21. Februar 2017 14:09

      Hat uns nicht vor kurzem Ingrid Bittner berichtet, dass in ihrem Bekanntenkreis die Frauen voll auf den feschen Kern abfahren, oder war das eine andere Blogteilnehmerin?

    • Cotopaxi
      21. Februar 2017 14:14

      Dieser Bericht am 18.2. stammt nicht von Ingrid Bittner, sondern von Brigitte Imb. Sorry.

    • Undine
      21. Februar 2017 14:23

      @Ausgebeuteter
      @Cotopaxi

      Der gelackte Kern hätte mich auch in meiner Jugend völlig kalt gelassen! ;-)
      Sogar als "Inselmann" wäre er untauglich gewesen, da er die Nahrungsbeschaffung außerhalb der SPÖ nie wirklich gelernt hat! ;-)

    • Cotopaxi
      21. Februar 2017 15:53

      @ Undine

      Da hätte auch stundenlanges Herumtänzeln und Absondern heißer Luft bei Ihnen nichts bewirkt, vermute ich.

    • Ingrid Bittner
      21. Februar 2017 18:33

      @Cotopaxi: das mit dem Beleidigen ist so eine Sache, ich bin kein Hascherl, das schmollt und beleidigt ist, wenn was nicht passt. Ich sag's oder in dem Fall ich schreib's halt und die Sache ist erledigt. Und ich nehme an, in Zukunft werden sie schauen, wer was gesagt hat und dann erst den Versuch machen, wem was Falsches in die Schuhe zu schieben. Und Kern zum Kanzler gekürt haben mehrheitlich Männer, das noch zur Ergänzung, die dürften ihm reihenweise auf den Leim - den eigenen SPÖ-Leim - gegangen sein.

    • glockenblumen
      21. Februar 2017 21:43

      @ Ausgebeuteter

      "...von Frauen gern gesehen.."

      Davon distanziere ich mich!!!
      Und die Auftritte sind sowas von durchschaubar und recht übersichtlichem Niveau, daß von guter Inszenierung keine Rede sein kann!

  12. Riese35
    21. Februar 2017 08:57

    Ich vermute dahinter einen einfach zu erklärenden Grund: Raiffeisen. Dort sitzen nämlich auf schwarzer Seite die vehementesten Treiber einer Ankettung der ÖVP an die SPÖ. Wer weiß, wenn die ÖVP nicht mitspielt, vielleicht detoniert dann dort eine Hypo-Bombe zum Quadrat. Anfang Jänner gab es dazu einen Gastbeitrag von Hermann Kulterer:
    http://www.andreas-unterberger.at/2017/01/mais-der-weltmarkt-und-die-agrarpolitik/

  13. Bob
    21. Februar 2017 07:52

    Wie viele Gesetze, die von unseren geistigen Eliten im Parlament fabriziert werden, gleichen einem Gummiband das man jeweils nach Verwendungszweck dehnen kann. Warum soll sich das in Zukunft ändern?

  14. kritikos
    21. Februar 2017 02:01

    Wie lange wird diese "Regierung" es durchhalten, nur Luftblasen zu erzeugen? Aber: Wird eine andere Regierung, mit anderen Partnern Gescheiteres, Besseres, Aufbauendes etc. zustande bringen? Rot und Grün + Neos?
    Die "Pfusch-Details brauchen nur einen weiteren Punkt, um das negative Abbild der 10 Gebote des alten Testaments zu widerspiegeln. Weit haben wir es gebracht. Kern und Mitter... sind unsere Spitzen, habe d' Ehre!





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