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Das Dahinsiechen einer Kulturstadt

Auch wenn die Wiener selbst nicht sonderlich oft in Museen gehen, so wissen sie doch sehr genau, dass die Museen ein Hauptgrund für den Touristenansturm auf Wien sind. Sie wissen im Gegensatz zur Politik auch: Vom Tourismus lebt ein immer größerer Anteil der Berufstätigen in dieser Stadt. Er bringt noch Geld nach Wien. Während ja viele andere Branchen Wien mit seinen hohen Steuern und wuchernden Vorschriften zunehmend meiden (und während auch das in Wien besonders häufige Leben von der Gratis-Mindestsicherung nur in den Augen sehr doktrinärer Sozialisten nachhaltig funktionieren kann). Daher ist es nur als tragisch zu bezeichnen, was in der Wiener Museumslandschaft passiert.

Denn dort findet das große Sterben statt. Auch wenn daran vor allem der Bund – genauer: der aus dem Burgenland gekommene Kulturminister Ostermayer – hauptschuld ist, so treffen die Konsequenzen doch vor allem die Wiener.

Da ist die fixe Schließung des Essl-Museums in Klosterneuburg nur noch die – bisher – letzte Etappe. Gewiss, Klosterneuburg gehört verwaltungsrechtlich nicht zu Wien. Aber den Nutzen aus der Existenz dieses Museums hat eindeutig der Wien-Tourismus, nicht jener in der Kleinstadt an seinem Westrand gehabt. Immerhin war das Essl-Museum das größte Privatmuseum in ganz Österreich. Es ist jetzt in den Strudel der Pleite einer Baumarkt-Kette geraten – der Museumsbetrieb hätte aber problemlos fortgeführt werden können. Ähnlich wie es in früheren, kulturaffineren Zeiten mit den Sammlungen Leopold und Ludwig geschehen ist.

  1. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren viele Kunstsammlungen von Banken und Versicherungen zum Teil bis auf Null heruntergefahren werden mussten (weil es den Eigentümer-Gesellschaften fast durchwegs schlecht geht).
  2. Dazu kommt, dass in den staatlichen Museen im Gegensatz zu früher kaum noch attraktive Großausstellungen durchgeführt werden können (obwohl diese für den Tourismus besonders attraktiv sind).
  3. Dazu kommt, dass das Künstlerhaus seit rund einer Dekade nur noch eine Schein-Baustelle ist (hinter deren Baugerüst man seit langem nicht mehr das Geld hat, um weiter zu renovieren).
  4. Dazu kommt, dass im Liechtenstein-Stadtpalais im Gegensatz zu früheren Planungen nun doch kein Museum eingerichtet wird (weil die Gemeinde Wien ein Liechtenstein-Museum schlechter behandeln wollte als alle anderen Museen, was man sich dort begreiflicherweise nicht gefallen lassen wollte).
  5. Dazu kommt, dass das Weltmuseum und die Musikaliensammlung in der Hofburg dramatisch beschnitten werden.

Nun gewiss, die Zeiten sind schlecht. Da muss man Verständnis haben, dass nicht mehr alles geht, dass nicht alles finanzierbar ist.

Nur: Überhaupt kein Verständnis hat man dann, wenn gleichzeitig sehr wohl sehr viel Steuergeld ausgegeben wird für die Neuschaffung eines Museums. Das noch dazu inhaltlich extrem problematisch und einseitig ideologisch ist. Also für das sogenannte „Haus der Geschichte", das Herzensanliegen des burgenländischen Ministers.

Aber offenbar ist die Realität dieser Republik so, dass sich ein Herr Ostermayer wie einst die Feudalfürsten alle seine privaten Vorstellungen auf Kosten der Allgemeinheit teuer finanzieren lassen kann.

  • Obwohl wahrscheinlich kein einziger Tourist wegen dieses neuen Museums nach Wien kommen wird.
  • Obwohl es kaum relevante Objekte für dieses Museum gibt, die nicht längst schon irgendwo zu sehen wären.
  • Obwohl das Museum nur einen kleinen Teil der österreichischen Geschichte behandeln soll, nämlich die ab 1848 (das ist ganz zufällig der Zeitpunkt, als es erste Vorläufer der Sozialdemokratie gegeben hat). Österreich hat hingegen eine über tausendjährige Geschichte. Und es hat auch schon davor auf dem Boden der heutigen Republik insbesondere zur Römerzeit sehr spannende Dinge gegeben (wie etwa gerade ein neuerschienenes Buch von Martin Haidinger (Franz Josephs Land: Eine kleine Geschichte Österreichs) in gut leserlicher, humorvoll betrachtender wie analytisch distanzierter Weise zeigt).
  • Obwohl für die Leitung des Museums der absolut SPÖ-nächste Historiker nominiert worden ist, der in Österreich zu finden war. Dessen innige SPÖ-Einseitigkeit ist nicht nur durch die jahrelange Leitung des parteieigenen Kreisky-Archivs ausgewiesen, sondern auch durch all seine Publikationen und Interviews, sowie durch Studentenberichte über seine Vorlesungen.
  • Obwohl praktisch alle österreichischen Historiker das Konzept des Museums in Grund und Boden kritisieren (bis auf jene, die daran zu verdienen hoffen).
  • Obwohl selbst die Grünen massiv Kritik an diesem Haus üben, das ganz offensichtlich nur zur Beweihräucherung der sozialdemokratischen Vergangenheit da ist (zugegeben: an der Gegenwart der SPÖ gibt es nichts mehr zu beweihräuchern).
  • Obwohl das schriftlich vorgelegte Konzept die schlimmsten Befürchtungen über eine ideologisch völlig einseitige Propaganda-Schau bestätigt.

Trotz all dieser Gründe scheint das Ostermayer-Museum nichts mehr aufzuhalten. Denn die ÖVP hat derzeit riesige blinde Flecken in Sachen Geschichte, Bildung und Kultur und offenbar deswegen (wieder einmal) grundlos einem total linken Projekt zugestimmt. Sie hat nicht einmal ihren sonst hie und da in Sonntagsreden des Finanzministers lobenswert aufblitzenden Willen zur Sparsamkeit gezeigt. Und im Wiener Rathaus ist Kultur sowieso nur ein Fremdwort, wenn man darunter nicht künstliche Eislaufplätze vor dem Rathaus, exzedierende Schwulenbälle im Rathaus oder Popfestivals auf der Donauinsel verstehen will.

Da ist es kein Wunder, wenn für die wirklich kulturell – und touristisch – wichtigen Dinge in und rund um diese Stadt kein Geld mehr da ist.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2016 02:18

    Wenn man eine Ahnung bekommen möchte, wohin sich das SPÖ-Propagandamuseum entwickeln wird, braucht man sich nur die aktuellen Schulbücher für Geschichte anzuschauen, wo auf jeder Seite der künftige Museumsleiter mindestens 5x seinen Senf dazu abgibt und nichts - absolut nichts - unkommentiert läßt und jedes Substantiv mit den nötigen Attributen versieht wie z.B. "demokratisch", "solidarisch", "sozial" oder "gerecht", wenn es um etwas SPÖ-Nahes geht, und "populistisch", "hetzerisch", "faschistisch" oder "umstritten" für alles andere.

    Zur ÖVP: die hat nun vollkommen absalutiert. Die Bundespartei ist auf eine Dependance des St. Pöltner ÖVP-Pressedienstes herabgestuft worden und hat Mitterlehner zum Nachrichtensprecher gemacht, der regelmäßig die Verlautbarungen aus St. Pölten (oder der Löwelstraße) verkündet. Warum man statt Mitterlehner nicht gleich einen Lautsprecher hinstellt, bleibt mir rätselhaft.

  2. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2016 09:00

    Für die vielen lieben neuen Facharbeiter braucht es keine Kultur, denn die sind so fleißig, daß einfach keine Zeit zum Kulturgenuss bleibt.
    Aber auch Touristen werden bald rar werden, denn wenn die, ach so willkommenen, Facharbeiter ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen, für die sie ja schließlich auch bezahlt werden, also Drogenhandel, Frauen belästigen, Sachbeschädigung, Taschendiebstahl, Körperverletzung usw. dann werden sich die klassischen Touristen so gar nicht wohl fühlen. Wien wird also umsatteln müssen auf Abenteuertouristen, die sind aber wenig bis gar nicht an Museen und Opernhäusern interessiert.

    Der neue Werbeslogan wird dann die festungsartigen Hotels anpreisen, die im Preis inbegriffene Glock (made in Austria!!!), die Splitterschutzweste und eine waffentechnische Schulung durch das freundliche Bundesheer.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2016 08:39

    Was hat Kultur mit Politiker zu tun- absolut nichts. Gefördert werden von der roten Brut nur Parteibekenner, deren oft einzige Aufgabe ist die FPÖ zu diffamieren. Wer das ausreichend tut, hat gute Karten, und kann es bis zum Nobelpreis bringen.
    Die schwarzen Umfaller verfahren in NÖ nach der gleichen Methode.
    Ist man parteilos, ist man chancenlos.

  4. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2016 08:39

    Es ist auch in Wahrheit kein Geld mehr für die Spitäler, den Wohnbau und die Wiener Krankenkasse da. Auch für die Mindestsicherung fehlt hinten und vorne das Geld. Wien ist nach Kärnten pleite und abgewirtschaftet!

    Ein unrettbar verlorene Stadt. So verloren wie das Merkel-Land!

  5. Ausgezeichneter KommentatorCamilla
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2016 10:02

    Die einzigartige Sammlung alter Musikinstrumente in der Hofburg ist mir ein persönliches Anliegen.
    Vor über einem Jahr habe ich bzgl. Haus der "Geschichte" - zugegeben - etwas polemische Mails
    an die Herren Mitterlehner und Ostermayer geschickt. Von der Kanzlei Mitterlehner habe ich bis heute keine Antwort.
    Vom Büro Ostermayer bekam ich nach kurzer Zeit ein sehr freundliches Mail, das mich eigentlich mehr ärgert.
    Man teilt mir in sehr wohlwollenden Worten mit, wie sehr man schätzt, wenn sich die Bürger interessieren
    und wie wichtig meine Worte sind - und das war es dann.
    Ja natürlich schon noch etwas von Experten, wichtig usf.

  6. Ausgezeichneter KommentatorAbaelaard
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2016 08:25

    Die VP hat schon lang absalutiert, seit der Installierung inferiorer Justizminister deren Krönung nun ein gewisser Brandstetter oder wie er auch heissen mag ist und der Aufgabe jeglicher Medienpolitik ist sie hoffnungslos ins Hintertreffen gekommen. Ich war Montag in Grafenegg, ein Auftrieb der gewohnten Klasse wie er nur in NÖ zustande kommen kann. Da hat der Landeserwin allen Anderen noch einmal gezeigt wo der Hammer hängt. Nur mit einem Schönheitsfehler, es sind immer die gleichen Leute ich kenne viele schon seit Jahren die sehe ich schon seit 38 Jahren zum Teil, aber die sind nur gut für die 50 Prozent in NÖ im Landtag darüber hinaus ist eben Ebbe da kommt nix mehr, keine Impulse, keine Treue zu den angestammten Wählern, zeitgeistiger Schmarren wohin man schaut, wo soll das alles enden?

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2016 14:19

    Was soll's! Wien wird in absehbarer Zeit fest in moslemischen Händen sein---da kräht dann kein Hahn mehr danach, wie sich die autochthonen Wiener fühlen.

    Ausgerechnet die 3. TÜRKENBELAGERUNG gelangte ohne Waffengewalt---wenn man von den täglichen privaten Messerstechereien und dem ebenso privaten SCHUSZWAFFEN-GEBRAUCH, bzw. dem Gebrauch von Autos als Waffe einmal absieht---ans Ziel: WIEN ist bald ISLAMISCH, viel fehlt nicht mehr.

    MUSEEN? Da wird dann ohnedies alles eingestampft werden, was der Islam nicht mag---und das wird sehr vieles sein, was in unseren Museen heute noch zu bewundern ist.

    PS: Ich nehme an, SULTAN ERDOGAN wird dann im BELVEDERE RESIDIEREN, oder zwischen Schönbrunn und Hofburg pendeln wollen.


alle Kommentare

  1. AppolloniO (kein Partner)
    15. April 2016 11:12

    Womit sind mehr Wählerstimmen zu gewinnen? Freibier für alle, mit entsprechend teurer Bekanntmachung am Boulevard, oder dem Erhalt eines bedeutenden Privat- Museums? Na, also!
    Und der Verein schwarzer Christen, gesteuert von einem LH, hat sowas von die Hosen voll (kaum über 20% bei Neuwahl), dass sie aber auch schon jedem roten Blödsinn zustimmt.

  2. Waltraut Kupf
    15. April 2016 00:17

    Wenn vom Niedergang der Kulturstadt Wien die Rede ist, so darf man nicht die vielen Richtlinien, die von den quasi autonomen Stadtplanern herausgebracht worden sind, vergessen. Da gibt es den Masterplan Glacis, die Hochhausrichtlinien etc., welche durch die Hintertür die Möglichkeit zur radikalen Umgestaltung (sprich: Verschandelung) Wiens bieten, obgleich das bei oberflächlicher Betrachtung zunächst nicht ins Auge springt. Ein Pilotprojekt und Eisbrecher ist der geplante Wohnturm (nebst Aufstockung und Verbreiterung des Hotels Intercontinental) auf dem Areal des Wiener Eislaufvereins, über dessen fragwürdige Umstände schon an anderer Stelle berichtet wurde. Ein relativ aktueller Aspekt ist der Bericht der ICOMOS (Internationaler Denkmalbeirat der UNESCO), die im vergangenen November einen Emissär nach Wien entsandte. Obgleich man seitens der Stadt Wien versuchte, wichtige Fakten zu verschweigen oder gar zu verfälschen, gelang es den Kritikern des Projekts, Herrn Giancarlo Barbato vollumfänglich zu informieren, mit Visualisierungen zu versorgen und auch auf den Umstand hinzuweisen, daß der völkerrechtlich gültige Vertrag der Republik mit der UNESCO durch die Wiener Bauordnung ausgehebelt werden kann, daß die Stadt Wien sich also wie eine autonome Enklave innerhalb der Republik verhalte. Über den im Februar 2016 erschienenen Report (siehe 2015 ICOMOS Reactive Monitoring Mission Historic Centre of Vienna FINAL.pdf), der überaus kritisch (um nicht zu sagen vernichtend) ausfiel, schwieg man sich seitens der Stadt Wien aus und erklärte, der Bericht sei noch nicht endgültig, sodann, er müsse vor seiner Veröffentlichung erst ins Deutsche übersetzt werden, worüber bisher nichts bekannt wurde. Der Report kann übrigens von der oben genannten Website gedownloadet werden, und trotz allgemeinen Bildungsniederganges wird es ja doch noch ein paar Leute geben, die den englischen Text verstehen. (Die Initiative Stadtbildschutz hat inzwischen eine autorisierte Übersetzung erstellen lassen.) Obgleich dort sehr deutlich erklärt wird, daß das gegenständliche Projekt mit den Richtlinien zur Erhaltung der Wiener Innenstadt als Weltkulturerbe nicht kompatibel sei, hatte die Vizebürgermeisterin auf Anfrage eines FPÖ-Gemeinderates die Stirn zu behaupten, der Welterbestatus werde durch das Projekt „nicht negativ beeinträchtigt“ (sic). Der Report empfiehlt auch die Erstellung neuer Richtlinien und bis dahin einen Planungsstopp, desgleichen die Ergreifung legistischer Maßnahmen, welche eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund und Stadt Wien gewährleisten. Diese Zusammenarbeit findet allerdings durchaus statt, nur nicht im Sinne der UNESCO. Die Aberkennung des Weltkulturerbeprädikats steht im Raum, was aber den Stadtplanern und ihren Brötchengebern eher willkommen wäre. Vereint mit dem roten Kulturminister und dem roten Welterbebeauftragten fuhrwerken Böcke als Gärtner munter weiter. Wie lange das noch so gehen wird, hängt von den Präferenzen des Wahlvolkes ab.

  3. Waltraut Kupf
    14. April 2016 00:20

    Beim Dahinsiechen einer Kulturstadt sollten auch der Masterplan Glacis, der STEP25, das Hochhauskonzept etc. nicht vergessen werden, die durch die Hintertür den Ruin des Wiener Stadtbildes gewährleisten. Das Pilotprojekt und der Eisbrecher für zahlreiche geplante Hochhäuser an sensiblen Punkten ist der Wohnturm auf dem Areal des Wiener Eislaufvereins und die Aufstockung und Verbreiterung des Hotels Intercontinental. Die mehr als fragwürdigen Begleitumstände wurden schon an anderer Stelle erörtert und würden den hier gegebenen Rahmen sprengen. Relativ neu ist der Umstand, daß die ICOMOS (internationaler Denkmalbeirat der UNESCO) nach Mission im, November 2015 einen vernichtenden Report herausgegeben hat (man google 2015 ICOMOS Reactive Monitoring Mission Historic Centre of Vienna), welcher das Projekt als völlig inkompatibel mit den Richtlinien des völkerrechtlich verbindlichen Vertrags mit der UNESCO bezeichnet, den die Republik unterzeichnet hat. Die Aberkennung des Weltkulturerbeprädikats, die eine heillose internationale Blamage wäre, steht im Raum, wäre aber den Apparatschiks egal, und hier spielt auch die ÖVP mit, die offenbar noch immer nicht kapiert hat, daß das Anklammern an die rote Schutzmantelmadonna nichts mehr bringt. Die einzige Partei, die sich anscheinend gegen den geplanten Schandfleck positioniert, ist die FPÖ. Die Bauordnung ermöglicht es, einen Staatsvertrag auszuhebeln. ICOMOS empfiehlt die Erstellung neuer Richtlinien und bis dahin einen Planungsstopp, worum man sich nicht zu scheren gedenkt. Auch eine Ergreifung revidierter legistischer Maßnahmen wird empfohlen. Wer wird aber daran denken, wenn doch so viele Leute davon profitieren. Zunächst trachtete man, den Report geheim zu halten, als das nicht funktionierte, zögerte man die Übersetzung ins Deutsche hinaus; es gibt allerdings trotz eklatanten Niedergangs der Allgemeinbildung noch immer Leute, die einigermaßen Englisch können.

  4. Josef Maierhofer
    13. April 2016 20:54

    Dass die SPÖ das Richtige und Wichtige nicht sieht und das Unwichtige, nämlich Parteipropaganda, für notwendig erachtet, war eigentlich immer schon so seit etwa 1955.

    So natürlich auch in der Kulturbranche.

    Sicher sind Donauinselfeste für viele Menschen attraktiv, nicht attraktiv ist allerdings die Parteipropaganda, die darum gemacht wird und die 'Manipulation der Massen'.

    Ein Linker hat kein Verständnis für Kunst und Kultur, solange sie nicht links ist und propagandistisch und ein linker ORF versucht bei wirklichen traditionellen Kunstereignissen zu zerstören, was nur geht.

    Diese Politiker sind ebenso, sie können nicht wichtiges von unwichtigem, höherwertiges von niederwertigem unterscheiden, denn für sie ist alles gleich niedrig. Das erklärt alle diese angeführten Klagen.

  5. Undine
    13. April 2016 14:19

    Was soll's! Wien wird in absehbarer Zeit fest in moslemischen Händen sein---da kräht dann kein Hahn mehr danach, wie sich die autochthonen Wiener fühlen.

    Ausgerechnet die 3. TÜRKENBELAGERUNG gelangte ohne Waffengewalt---wenn man von den täglichen privaten Messerstechereien und dem ebenso privaten SCHUSZWAFFEN-GEBRAUCH, bzw. dem Gebrauch von Autos als Waffe einmal absieht---ans Ziel: WIEN ist bald ISLAMISCH, viel fehlt nicht mehr.

    MUSEEN? Da wird dann ohnedies alles eingestampft werden, was der Islam nicht mag---und das wird sehr vieles sein, was in unseren Museen heute noch zu bewundern ist.

    PS: Ich nehme an, SULTAN ERDOGAN wird dann im BELVEDERE RESIDIEREN, oder zwischen Schönbrunn und Hofburg pendeln wollen.

    • fewe (kein Partner)
      15. April 2016 05:54

      Ja, und am Haus in der Löwelstraße wird der ehemaligen SPÖ gedacht, die erfolgreich im Kampf um Wien hilfreich gewesen ist. Unter besonderer Erwähnung des Ehren-Kalifen Michael Häupl, der sich durch die widerspenstige christliche Bevölkerung nicht vom Auftrag des Propheten abbringen ließ.

    • Torres (kein Partner)
      15. April 2016 12:02

      Daher ist auch der neutrale Name "Haus der Geschichte" gut und zukunftsweisend gewählt. Je nach Bedarf, kann das Museum dann kurzfristig in ein Haus der Geschichte des Islams in Österreich (oder auch weltweit) umgewandelt werden.

  6. Camilla
    13. April 2016 10:02

    Die einzigartige Sammlung alter Musikinstrumente in der Hofburg ist mir ein persönliches Anliegen.
    Vor über einem Jahr habe ich bzgl. Haus der "Geschichte" - zugegeben - etwas polemische Mails
    an die Herren Mitterlehner und Ostermayer geschickt. Von der Kanzlei Mitterlehner habe ich bis heute keine Antwort.
    Vom Büro Ostermayer bekam ich nach kurzer Zeit ein sehr freundliches Mail, das mich eigentlich mehr ärgert.
    Man teilt mir in sehr wohlwollenden Worten mit, wie sehr man schätzt, wenn sich die Bürger interessieren
    und wie wichtig meine Worte sind - und das war es dann.
    Ja natürlich schon noch etwas von Experten, wichtig usf.

  7. Leopold Trzil
    13. April 2016 09:50

    Das "Haus der Geschichte" kann man aber auch so sehen:
    Nach Parkinsons Gesetz ist die Schaffung von repräsentativen Hauptquartieren ein Zeichen für den Niedergang einer Institution -
    was ja gerade die Neue Hofburg zeigt. Jahrhundertelang war die Stadtresidenz der Habsburger ein unübersichtliches Winkelwerk
    und kurz vor dem Zusammenbruch fügte man imperiale Prachtbauten an.
    Es kann sein, daß das Haus der sozialdemokratischen Geschichte just zu der Zeit fertig wird, da die Partei selbst zur Mittelpartei absinkt.

  8. dssm
    13. April 2016 09:00

    Für die vielen lieben neuen Facharbeiter braucht es keine Kultur, denn die sind so fleißig, daß einfach keine Zeit zum Kulturgenuss bleibt.
    Aber auch Touristen werden bald rar werden, denn wenn die, ach so willkommenen, Facharbeiter ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen, für die sie ja schließlich auch bezahlt werden, also Drogenhandel, Frauen belästigen, Sachbeschädigung, Taschendiebstahl, Körperverletzung usw. dann werden sich die klassischen Touristen so gar nicht wohl fühlen. Wien wird also umsatteln müssen auf Abenteuertouristen, die sind aber wenig bis gar nicht an Museen und Opernhäusern interessiert.

    Der neue Werbeslogan wird dann die festungsartigen Hotels anpreisen, die im Preis inbegriffene Glock (made in Austria!!!), die Splitterschutzweste und eine waffentechnische Schulung durch das freundliche Bundesheer.

    • riri
      13. April 2016 17:01

      Jörg Haider sagte, Wien darf nicht Chicago werden. Darauf Häupl: des schau ma uns an, da Haider ist wieder polemisch, Wien wird vü besser als Chicago.

      Abenteuertouristik ist jetzt schon in vielen Bezirken möglich, so z.B. ein Rundgang am Praterstern, die Hinfahrt mit der U-oder S-Bahn ist schon ein Erlebnis, bei Einbruch der Dunkelheit steigert sich der Nervenkitzel, und noch dazu unbewaffnet erlebt man ein hohes Glücksgefühl (wer fährt da noch mit der Geisterbahn?).
      Deshalb wurde dort auch die Polizeistelle abmontiert, denn Wien zeigt sich als eine tourismusfreundliche Stadt.

      Übrigens bei Einbruch der Dunkelheit, die Asylos verstehen das so, bei Dunkelheit Einbruch.

      Also die SPÖ-Wien mit den GRÜNEN, die machen das schon, Wien ist eben fortschrittlich und anders. Steht schon an der Ortstafel.

    • Undine
      13. April 2016 21:39

      @riri

      Das ist ein nettes Wortspiel:

      "Übrigens bei Einbruch der Dunkelheit, die Asylos verstehen das so, bei Dunkelheit Einbruch"!*******!

    • dssm
      13. April 2016 23:44

      @riri
      Chicago ist wirklich ein gutes Beispiel! Dort flüchten alle die es sich leisten können aus der Stadt (und dem Umland).
      Und das ist genau die Stadt, wo Polizisten besonders gerne auf schwarze 'Bürger' schießen; einfach weil diese Schwarzen alle was ihnen in den Weg kommt totschießen. Als Polizist würde ich da auch zuerst schießen und dann fragen. Aber linke Gutmenschen sterben ja eher, als ihre Ideologie aufzugeben und haben daher kein Verständnis für uns Normalmenschen.

  9. Le Monde
    13. April 2016 08:39

    Es ist auch in Wahrheit kein Geld mehr für die Spitäler, den Wohnbau und die Wiener Krankenkasse da. Auch für die Mindestsicherung fehlt hinten und vorne das Geld. Wien ist nach Kärnten pleite und abgewirtschaftet!

    Ein unrettbar verlorene Stadt. So verloren wie das Merkel-Land!

  10. Bob
    13. April 2016 08:39

    Was hat Kultur mit Politiker zu tun- absolut nichts. Gefördert werden von der roten Brut nur Parteibekenner, deren oft einzige Aufgabe ist die FPÖ zu diffamieren. Wer das ausreichend tut, hat gute Karten, und kann es bis zum Nobelpreis bringen.
    Die schwarzen Umfaller verfahren in NÖ nach der gleichen Methode.
    Ist man parteilos, ist man chancenlos.

    • Riese35
      13. April 2016 08:57

      In der ÖVP ist das Denken verboten. Alle Parteiapparatschiks sind zu körperlich-lebenden Lautsprechern degradiert, die ihre Nachrichten- und Kundmachungstexte aus St. Pölten beziehen. Jeder Denkansatz wird gnadenlos verfolgt.

      Und Kultur hat in linker Denkweise schon etwas mit Politik zu tun. Nach linker Denkweise hat alles politisch zu sein und dem politischen Kampfe zu dienen: Kultur, Geschichte Wissenschaft, Musik, Dichtkunst, ja selbst das Lernen von Fremdsprachen, Physik, Chemie etc. Alles ist nach ihrem Verständnis politisch. Ich glaube, ich sollte einmal ein paar Beispiele von Grammatikübungen für Volksschüler aus der realsozialistischen Zeit bringen. Muß ich noch heraussuchen.

      Daher verstehen die Linken unter diesen Begriffen auch etwas grundsätzlich anderes.

  11. Abaelaard
    13. April 2016 08:25

    Die VP hat schon lang absalutiert, seit der Installierung inferiorer Justizminister deren Krönung nun ein gewisser Brandstetter oder wie er auch heissen mag ist und der Aufgabe jeglicher Medienpolitik ist sie hoffnungslos ins Hintertreffen gekommen. Ich war Montag in Grafenegg, ein Auftrieb der gewohnten Klasse wie er nur in NÖ zustande kommen kann. Da hat der Landeserwin allen Anderen noch einmal gezeigt wo der Hammer hängt. Nur mit einem Schönheitsfehler, es sind immer die gleichen Leute ich kenne viele schon seit Jahren die sehe ich schon seit 38 Jahren zum Teil, aber die sind nur gut für die 50 Prozent in NÖ im Landtag darüber hinaus ist eben Ebbe da kommt nix mehr, keine Impulse, keine Treue zu den angestammten Wählern, zeitgeistiger Schmarren wohin man schaut, wo soll das alles enden?

  12. Wertkonservativer
    13. April 2016 07:51

    Der Herr Ostermayer als Kulturminister mag ja unter Blinden immerhin
    ein "Einäugiger" sein (einige Teilerfolge kann man ihm fairerweise nicht absprechen!), doch ist und bleibt er ein Partei-Apparatschik, weit weg vom Idealbild eines echten und gewachsenen Kulturpolitikers, der die Kultur auch im Herzen, nicht nur auf der Zunge trägt!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Bob
      13. April 2016 08:31

      WK
      Welchen Teilerfog kann Ostermayer vorweisen?

    • Riese35
      13. April 2016 08:44

      @Bob: Ostermayers Teilerfolg ist, daß er der ÖVP wenigstens zum Teil noch Leben einhaucht und so ihr Überleben sichert, d.h. daß sie noch am Stimmzettel aufscheinen kann, damit manche in ihrem Kadavergehorsam ihr noch ihre Stimme geben können.

    • Wertkonservativer
      13. April 2016 08:46

      Na, ja, @ Bob:

      bei einigen Causen (speziell auch im Burgtheater-Krimi) hat er einiges Verhandlungsgeschick bewiesen!
      Wenn er was kann (vor allem auch als Maturanten-Einflüsterer), dann das, die Schwächen der jeweils Anderen zu erkennen, und dann mit bescheidenem Auftreten den guten Ratgeber zu mimen!
      Meine persönliche Kritik ihm gegenüber scheint höherstehend doch ziemlich klar herausgearbeitet, oder?

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Bob
      13. April 2016 09:13

      WK
      Ostermayers Erfolg im Burgtheater war nicht kulturell geprägt, sondern er hat sich mit der betrügerischen Verwaltung beschäftigt.

    • Wertkonservativer
      13. April 2016 09:20

      @ Riese 35:

      Ihr Hass und Zorn in Richtung ÖVP ist derart offensichtlich, und kommt bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten eruptiv "zum Ausdruck"!
      Dass ich da ein geeignetes "Medium" für derlei oft an den Haaren herbeigezogene Argumente bin (wo und wie - bitte - hilft Ostermayer der ÖVP?), ist mir klar!

      Doch geht's nicht vielleicht ein wenig zielgerichteter, werter @ Riese 35?

      (mail to: gerhard@michler.at)

  13. Riese35
    13. April 2016 02:18

    Wenn man eine Ahnung bekommen möchte, wohin sich das SPÖ-Propagandamuseum entwickeln wird, braucht man sich nur die aktuellen Schulbücher für Geschichte anzuschauen, wo auf jeder Seite der künftige Museumsleiter mindestens 5x seinen Senf dazu abgibt und nichts - absolut nichts - unkommentiert läßt und jedes Substantiv mit den nötigen Attributen versieht wie z.B. "demokratisch", "solidarisch", "sozial" oder "gerecht", wenn es um etwas SPÖ-Nahes geht, und "populistisch", "hetzerisch", "faschistisch" oder "umstritten" für alles andere.

    Zur ÖVP: die hat nun vollkommen absalutiert. Die Bundespartei ist auf eine Dependance des St. Pöltner ÖVP-Pressedienstes herabgestuft worden und hat Mitterlehner zum Nachrichtensprecher gemacht, der regelmäßig die Verlautbarungen aus St. Pölten (oder der Löwelstraße) verkündet. Warum man statt Mitterlehner nicht gleich einen Lautsprecher hinstellt, bleibt mir rätselhaft.

    • Sensenmann
      13. April 2016 15:17

      Naja, sein Geschichtsverständnis hat dieser Khol schon vorgetragen. "Das Land Österreich war ein Opfer des Nationalsozialismus, viele Österreicher waren aber auch Täter", sagte er im ATV- Polit- Talk.
      Bundespräsident Kurt Waldheim verteidigte der ÖVP- Politiker als Ehrenmann und aufrechten Christdemokraten.

      Die "Kronen-Zeitung" weiter:
      Khol verteidigte Waldheim, dessen Rolle als Offizier der Wehrmacht umstritten war, auch diesmal: "Mitwissen heißt nicht Schuld." Der ehemalige Präsident habe vielleicht nicht alles gesagt, was er wusste, zudem habe er einen Krieg ausfechten müssen, "für den er nicht gestanden ist".

      Na DA weiß ich von Waldheim was Anderes. Und zwar direkt aus dem Hauptquartier der 11. Armee in Athen!

      Aber nach der leichenfledderischen Ansicht dieses Khol hätte man ja ohne weiteres den Herrn Stalin vom Nordkap bis zu den Kreidefelsen von Dover herrschen lassen sollen, weil Waldheim angeblich als Offizier für diesen Krieg "nicht gestanden ist".

      Rote und schwarze Sozis sind offenbar auch im Geschichtsbild austauschbar. warte jetzt noch auf die ansage eines Schwarzen, daß Stalin Europa ja nur befreien wollte....

      Der Dr. Waldheim war wenigstens noch ein gestandener Antimarxist, während Khol und Konsorten heute im Taumel orgiastischer Verzückung den Marxismus auf den After küssen!

      Nur mehr ekelhaft, dieser Mann. sein wahlergebnis wird ein köstlicher Hochgenuss! Ich sah schon vor Zeiten hier die ÖVP bei 12%. Das wird dieser Khol gerade noch bringen.
      Ha, werden die schwarzen Sozis da kreischen!





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