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Das vergessene Drama

Hinter dem Völkerwanderungsdrama ist seit Monaten ein anderes für Österreich fast ebenso wichtiges Drama in erstaunliche Vergessenheit geraten: der wachsende Verlust der österreichischen Wettbewerbsfähigkeit.

Dieser ist doppelt schlimm, weil die Entwicklung im wichtigsten Nachbarland Österreichs, in Deutschland, in genau die andere Richtung geht. Im letzten Jahrzehnt hat sich sowohl bei den Lohnkosten als auch den noch wichtigeren Lohnstückkosten, die Schere geöffnet: Deutschland wurde immer wettbewerbsfähiger, Österreich immer weniger.

Das war nicht immer so. Nach der Jahrtausendwende hat Österreich eine Reihe wirtschaftsfördernder und sozialpolitischer Reformen gesetzt (Pensionen, Privatisierungen . . .), während Deutschland tief in einer Krise gesteckt ist. 2006 haben viele deutsche Medien sogar Kommentare mit dem Motto „Österreich, das bessere Deutschland“ veröffentlicht. Zehntausende Deutsche haben in Österreich einen Job gesucht.

Auch in den Jahrzehnten davor war die Alpenrepublik klug unterwegs. Das war auch Verdienst der Gewerkschaften: Diese haben fast nie gestreikt, sich bei ihren Lohnforderungen immer an der deutschen Konkurrenz orientiert – und dann ein oder zwei Zehntelprozent darunter abgeschlossen. So schaffte Österreich den Aufstieg vom 1945 ärmsten Land Europas an die Spitze. Wozu freilich auch das weitgehende Ausbleiben externer Schocks beitrug, wie es in Deutschland etwa die Wiedervereinigungskrise war.

Ab 2003 hat die deutsche Regierung zu reagieren begonnen: Mit der Agenda 2010 hat die rotgrüne Regierung Schröder in Kooperation mit der schwarzen Opposition dem Land zuerst eine mehrjährige Holperstrecke und dann einen kraftvollen Aufschwung verschafft. Dieser hat Deutschland etliche fette Jahre eingebracht. Dass die deutsche Sozialdemokratie damals sogar eine Konfrontation mit den Gewerkschaften und die Abspaltung der Linkspartei mit Oskar Lafontaine riskierte, war ein wichtiger und mutiger, aber für die SPD teurer Preis für diese später so erfolgreichen Sozial- und Wirtschaftsreformen war. Wenn man ganz optimistisch ist, könnte man jetzt übrigens auch für Griechenland einen ähnlichen Prozess erhoffen, seit sich der radikale Linksflügel von der Syriza-Partei abgespaltet hat.

Zurück nach Österreich: Beim ÖGB ist die kluge Zurückhaltung der Herrn Olah, Benya, Verzetnitsch vergessen. Und die Regierung ruhte sich seit 2008 auf den Lorbeeren aus. Ausruhen aber heißt für eine Nation genau dasselbe wie für ein Unternehmen: Man fällt mit Sicherheit rasch zurück. Das zeigt sich etwa an der im Gegensatz zu vielen anderen Ländern steigenden Arbeitslosigkeit. Das zeigt sich daran, dass nur noch in Krisenländern wie Spanien und Griechenland im Jahr 2014 die Einkommen pro Kopf der Gesamtbevölkerung noch stärker gesunken sind als in Österreich. Wobei heuer nun auch schon Spanien nach schmerzhaften Reformen wieder in die Wachstumskurve gekommen ist.

Wann endlich beginnt Österreich wieder zu agieren? Wann haben wir wieder eine lebende Bundesregierung? Wann wird die Politik entdecken, dass Österreich verloren ist, wenn es sich weiterhin auf die Gewerkschaft verlässt, dass diese zum Unterschied der ersten Nachkriegsjahrzehnte keine verantwortungsbewusste Kraft mehr ist?

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2015 01:30

    Wann?
    Wenn sich Österreicher in ausreichender Zahl entscheiden, nächstes Mal nicht mehr rot zu wählen.
    Wenn die (hoffentlich noch am Leben gebliebene) ÖVP den Mut hat, mit der FPÖ eine sachgerechte, wirtschaftsorientierte Koalition zu bilden.
    Wenn sich die eben Genannten trauen, der Gewerkschaft Prügel zwischen die Räder zu setzen, und sich an D oder GB (unter Thatcher) orientieren.
    Wenn sie in Folge der Sozialpartnerschaft nur einen Stockerlplatz lassen.
    Wenn sie , die Obigen, Maßnahmen setzen, die zur ausgewogenen Medienlandschaft führen.
    Wenn die Genannten den ORF komplett umkrempeln.
    Und alle diese Aktionen in raschen Zug durchsetzen und nicht in gewohnter Weise Zeit verstreichen lassen.
    Die Liste ist durchaus ergänzbar!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2015 10:01

    Wir sind teilweise bereits unter das Niveau Griechenlands gefallen, was die Wettbewerbsfähigkeit anbelangt, was die Schuldenquote anbelangt, dauert es nicht mehr lange bis wir Griechenland 'überholt' haben.

    Die Linke realisiert das nicht, lässt uns medial belügen und hat keinerlei Rezept für eine Hebung der Wettbewerbsfähigkeit, sie lässt medial sich in Bilanzfälschung, Schönreden, Verschweigen, Lügen üben und übt sich selbst in Klientelbedienung, Selbstbedienung und unkontrollierter Einwanderung, sie übt sich in 'Homo, Trans, Hinüber' und Genderismus, sie übt sich in Grundsicherung und Schmarotzertum, in Arbeitslosigkeitsverschleierung, im Kinderverderben und in der Schulzerstörung, 'Enteignet die Reichen', etc., statt an die wahren und schmerzhaften Probleme heranzugehen und Lösungsvorschläge zu liefern.

    Und das Volk applaudiert und skandiert 'Refugees Welcome', 'Nieder mit Faschismus' (Nieder mit Strache), .... viel mehr skandiert es inzwischen nicht mehr, seit das Versagen der Schulpolitik durchschlägt. Sehr bald wird auch das Versagen der Sozialpolitik, der Zuwanderungspolitik, der Pensionspolitik und der EU-Politik durchschlagen.

    Aber an die Arbeitsplätze denken sie nicht, an die Menschen hier und an die wahren Probleme, sie denken bloß an Ideologie (= ....).

    Und unsere Mehrheitsbeschaffer machen da mit.

    Nein, die sind genauso unwählbar geworden und es wäre tatsächlich Zeit für den Rücktritt dieser Regierung und für Neuwahlen, bevor noch alles zu spät ist für Österreich. Es wird ein schmerzhafter Weg nach oben und ein beschwerlicher, zu tief sind wir gesunken.

  3. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2015 07:36

    Laut WKO-Präsident Leitl geht es schnell wieder bergauf, wenn erstens das nun geplante TTIP-Abkommen mit den USA in Kraft tritt und zweitens die Migranten in Österreich sofort in der Wirtschaft Arbeitsplätze einnehmen dürfen.
    So einfach stellt sich der "kleine Maxi" das vor.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2015 10:17

    Es ist ja ganz einfach. Entweder die Lohn- und Lohnnebenkosten sind zu hoch oder es mangelt an der Produktivität. Denn wir fallen ja bei den Stückkosten in ein ganz grosses Loch.

    Also entweder mehr Leute einer produktiven Arbeit zuführen oder Löhne und Sozialabgaben kürzen.
    Klingt nach einem einfachen Programm!

    Also mehr Leute in der Produktion: Weniger Bürokratie! Pensionsalter hinauf! Einfacheres Steuersystem! Einfachere Arbeitsvorschriften! Arbeitszeit verlängern! Bildung heißt Technik statt Soziologie, Lehre statt Politikwissenschaften!

    Oder die Lohnkosten runter: Pensionsalter rauf! Weniger Bürokratie! (…) Sieh an, da wären ja schon wieder die gleichen Punkte?!?

    Welche im Parlament vertretene Partei vertritt auch nur einen dieser Punkte? Und schon haben wir das Problem entdeckt: Demokratie; es ist Wählerwunsch, daß sich nichts bewegt.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2015 10:00

    Kann man ein Investor einem Wirtschaftsraum - einem Staat Vertrauen entgegenbringen, WENN DESSEN MEHRHEITSPARTEI EINEN KANZLER GUSENBAUER DURCH WERNER FAYMANN ERSETZT ?

    Ich denke der freundliche Herr Faymann wäre doch schon hoffnungslos überfordert, wenn man ihm etwa die Verantwortung als Direktor eines IKEA-Möbelhauses aufbürden würde.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBob
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2015 10:25

    Wie soll es mit so einer Regierung wieder bergauf gehen. Größere Realitätsverweigerer hat es ja noch nie gegeben. Und auf der Reservebank sitzen noch größere Idioten.
    Aber wir Bürger sind ja selbst schuld. Es darf jeder Trottel wählen, Hauptsachen er hat einen IQ hoch genug um zu atmen und einen Stift zu halten.
    Und einen gehörigen Teil von Unvermögen liefern dann die Deppen der EU.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBob
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2015 10:37

    Solange im Parlament der undemokratische Fraktionszwang herrscht, wird sich in Österreich nie etwas ändern. Wenn man eine Abstimmung im Parlament verfolgt, kommt man zum Schluß das lauter Marionetten hier handeln. Selbst der Präsident schaut zwei Sekunden nach links und zwei Sekunden nach rechts und weiß sofort ob das die Minderheit oder Mehrheit ist,obwohl eine Menge Sessel leer sind. Eine schöne Demokratie haben wir. Hauptsache wir grenzen ein drittel der Wähler aus.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    19. Oktober 2015 21:33

    Jetzt da die Katze aus dem Sack ist, es wird noch besser:

    Die BA wird aufgesplittet.
    Privatkunden an die BAWAG.
    High Value Kunden an die Schoellerbank.
    Ost HQ nach Mailand.
    Immobilien bleiben in Wien.
    Beamtete Mitarbeiter gehen in eine Stiftung.
    Rund EUR 7 Mrd. Haftungen bleiben in Wien.
    Das kostet das ein paar tausend Jobs und einige hundert Mio. Steuern und Abgaben.

    Im März 2016 läuft die Standortgarantie aus.

    Nett, nicht wahr, so ein Ausverkauf?

    Aber gewählt haben sie die immer wieder und auch diesmal wir es nicht die SPÖ sein, die schon die CA zerstört, die Länderbank in den Untergang geritten und dann die BA verkauft haben.
    Nein, die SPÖ wird unschuldig sein.

    Wetten?


alle Kommentare

  1. Tik Tak (kein Partner)
    19. Oktober 2015 21:33

    Jetzt da die Katze aus dem Sack ist, es wird noch besser:

    Die BA wird aufgesplittet.
    Privatkunden an die BAWAG.
    High Value Kunden an die Schoellerbank.
    Ost HQ nach Mailand.
    Immobilien bleiben in Wien.
    Beamtete Mitarbeiter gehen in eine Stiftung.
    Rund EUR 7 Mrd. Haftungen bleiben in Wien.
    Das kostet das ein paar tausend Jobs und einige hundert Mio. Steuern und Abgaben.

    Im März 2016 läuft die Standortgarantie aus.

    Nett, nicht wahr, so ein Ausverkauf?

    Aber gewählt haben sie die immer wieder und auch diesmal wir es nicht die SPÖ sein, die schon die CA zerstört, die Länderbank in den Untergang geritten und dann die BA verkauft haben.
    Nein, die SPÖ wird unschuldig sein.

    Wetten?

  2. daLUPO (kein Partner)
    19. Oktober 2015 13:51

    Medien lassen sich kaufen, Wirtschaftsleistung halt nicht!

    Seit Faymann geht es bergab. Möchte nicht wissen, wie viel er und seine Politiker Kollegen von der Steuerreform profitieren. 5 Jahre nur die eigenen Taschen voll stopfen.

    5 Jahre sind eindeutig zu lang, 5 Jahre Stillstand kann sich kein Staat mehr leisten. Die Rechnung wird teuer!

  3. Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
    19. Oktober 2015 11:41

    Aha! Österreich soll ein Wirtschaftsabkommen schließen, in welches nicht einmal AbgzNR Einsicht nehmen dürfen.
    "Bures forderte von US-Botschaft Zugang zu TTIP-Dokumenten
    Von Apa | 09.08.2015 - 20:59
    Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) fordert, dass heimischen Parlamentariern Zugang zu den TTIP-Verhandlungsdokumenten in der US-Botschaft in Wien erhalten sollen. In einem Brief an Botschafterin Alexa Wesner schrieb Bures, "dass mehr Transparenz und demokratische Einbindung im Rahmen der TTIP-Verhandlungen zu einer Versachlichung führen würden", berichtete die "Kronen Zeitung" am Sonntag."
    Und was ist mit ÖVP-Leitl (WB) und ÖVP-Kapsch (IV)? Warum fordern die das nicht auch?

    • Specht (kein Partner)
      19. Oktober 2015 14:49

      Das klingt so unwahrscheinlich frech und wird trotzdem fast immer übergangen: Bei TTIP wird eine Blankovollmacht ausgestellt, ein Vertrag unterzeichnet der für Unterzeichner verborgene Passagen enthält. Weit sind wir gekommen.

  4. Torres (kein Partner)
    19. Oktober 2015 11:10

    Es ist traurig aber wahr, dass man den korrupten Verzetnitsch schon als Beispiel für einen verantwortungsvollen Gewerkschaftschef anführen kann; das zeigt ja nur, wie tief - zusätzlich zur Regierung - auch die Gewerkschaft unter Typen wie Foglar, Katzian, Kaske (letzterer zwar AK, aber aus derselben "Familie") abgesunken ist.

  5. Bob
    17. Oktober 2015 10:37

    Solange im Parlament der undemokratische Fraktionszwang herrscht, wird sich in Österreich nie etwas ändern. Wenn man eine Abstimmung im Parlament verfolgt, kommt man zum Schluß das lauter Marionetten hier handeln. Selbst der Präsident schaut zwei Sekunden nach links und zwei Sekunden nach rechts und weiß sofort ob das die Minderheit oder Mehrheit ist,obwohl eine Menge Sessel leer sind. Eine schöne Demokratie haben wir. Hauptsache wir grenzen ein drittel der Wähler aus.

    • Normalsterblicher
      17. Oktober 2015 20:09

      Fraktionszwang wird es immer geben, solange nicht - fraktionsweise - geheim abgestimmt werden darf.

      Denn dass die Partei, oder ein Parteikonvent, bestimmt, wer überhaupt auf den Listen in der Wahlzelle aufscheint, darum kommen wir nicht herum. Daran ändern auch Vorzugsstimmen-Regelungen nichts.

  6. Bob
    17. Oktober 2015 10:25

    Wie soll es mit so einer Regierung wieder bergauf gehen. Größere Realitätsverweigerer hat es ja noch nie gegeben. Und auf der Reservebank sitzen noch größere Idioten.
    Aber wir Bürger sind ja selbst schuld. Es darf jeder Trottel wählen, Hauptsachen er hat einen IQ hoch genug um zu atmen und einen Stift zu halten.
    Und einen gehörigen Teil von Unvermögen liefern dann die Deppen der EU.

  7. dssm
    17. Oktober 2015 10:17

    Es ist ja ganz einfach. Entweder die Lohn- und Lohnnebenkosten sind zu hoch oder es mangelt an der Produktivität. Denn wir fallen ja bei den Stückkosten in ein ganz grosses Loch.

    Also entweder mehr Leute einer produktiven Arbeit zuführen oder Löhne und Sozialabgaben kürzen.
    Klingt nach einem einfachen Programm!

    Also mehr Leute in der Produktion: Weniger Bürokratie! Pensionsalter hinauf! Einfacheres Steuersystem! Einfachere Arbeitsvorschriften! Arbeitszeit verlängern! Bildung heißt Technik statt Soziologie, Lehre statt Politikwissenschaften!

    Oder die Lohnkosten runter: Pensionsalter rauf! Weniger Bürokratie! (…) Sieh an, da wären ja schon wieder die gleichen Punkte?!?

    Welche im Parlament vertretene Partei vertritt auch nur einen dieser Punkte? Und schon haben wir das Problem entdeckt: Demokratie; es ist Wählerwunsch, daß sich nichts bewegt.

    • Sensenmann
      17. Oktober 2015 11:12

      ************************! DAS ist des Pudels Kern! Aber jede noch so um Wechsel bemühte politische Bewegung scheitert am Desinteresse selbst der Betroffenen (kaum jemand will sich engagieren, wie jeder weiß, der vertsucht hat, etwas politisches auf die Beime zu stellen) und gut 2/3 der Ösis finden es eben voll in Ordnung, wie es ist.

      Wenn ein paar Mittelständler nur 1% ihres Umsatzes in eine entsprechende Bewegung investieren würden und andere die politische Knochenarbeit übernehmen ließen, ginge da schon was. Wenn man gleichzeitig der Österreichischen Verräter Partei die Geldmittel entzieht, dann schaut es in Kürze ganz anders aus.

      Derzeit leistet sich zwar der Multimillionär und Freimaurer Haselsteiner eine Partei, aber diese hat einen wesentlichen Nachteil: Sie ist links und damit volkszerstörend, wie ihre EUdSSR-Hörigkeit, ihre Zustimmung zur straffreien Ermordung von Kindern bis unmittelbar vor der Geburt, ihr Eintreten für schrankenlose Aufnahme von fremdvölkischen Eindringlingen, das Eintreten für eine Bildungsnivellierung durch Gesamtschule (ein originär marxistisches Ziel), die Leugnung der Unterschiede von Menschen, Völkern und Kulturen mit Nichtachtung und Ablehnung der Nation und ihr Hang zum Totalitarismus (Berufsheer, Volksentwaffnung) hinlänglich beweist.

      Es wäre leicht, sich bessere Politiker zu kaufen. Aber da das nicht gewollt ist,werden die KMUs weiter Jammern und als SKlaven des Marxismus ausgeblutet werden, anstatt Selbigem auf die Schnauze zu hauen...

    • dssm
      17. Oktober 2015 11:59

      @Sensenmann
      Das mit Engagement ist gefährlich. Vor allem für Leute mit Familie und einem Arbeitshintergrund lokaler Natur.

      Da gibt es den Raika-Direktor der gegen den Wahnsinn der FMA aufbegehrt hat, der bei der Vollversammlung die Dokumente vorgelegt hat. Zwangsweise verabschiedet.
      Da gibt es den Hypo-Direktor und beliebten Bürgermeister von Goldegg, dem sein Parteiwechsel am Arbeitsplatz ernste Scherereien eingebracht hat (zu seinem Glück wurde er gewählt und ist Landesrat, sonst wäre er wohl arbeitslos).
      Da gibt es jenes Ingenieurbüro, welches die 'Felsenvermehrung' bei einer Strassenbaustelle kritisiert hat und seither nur mehr international tätig ist.
      Da gibt es den Müllentsorger, der öffentlich kritisiert hat, daß die Ausschreibung nicht der Bestbieter, sondern derjenige der eine neue Tribüne für das Fußballstadion gesponsert hat, gekriegt hat.

      Geldmittel sind nicht das Problem, aber Leute die sich auch hinstellen können.
      usw. usf.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. Oktober 2015 21:14

      @ dssm:

      Zu hohe Lohn- und Lohnnebenkosten sind ja gleichbedeutend mit Produktivitätsdefiziten!

      Produktive Volkswirtschaften können sich ein höheres Lohnniveau leisten. Ein zu hohes Lohnniveau zwingt andererseits zu Produktivitätssteigerung.

      Unter Grasser wurde der Eingangssteuersatz von 21 % gestrichen, und gebracht hat es nichts, weil sofort die Umverteiler auf den Plan treten und Alarm schreien, sobald die Volkswirtschaft auflebt. Dem Wahlvolk wird dann sogleich vermittelt: Hurra, es ist was zum Verteilen da! Und landet alles sofort wieder in die Taschen der "politischen Ökonomie". Daran vermochte die Streichung des Eingangssteuersatzes also nichts zu ändern.

      Jetzt haben wir riesige Schulden, und weitere Streichungen bei der Einkommensteuer und den SV-Abgaben würden noch mehr Schulden bedeuten oder eine konfiskatorische Besteuerung all jener, die entweder etwas über dem Durchschnitt verdienen oder sich ein Vermögen angespart haben (Vermögensteuer!). An diesem Koordinatensystem kann sich nichts ändern, solange riesige Schuldenberge abgezahlt werden müssen.

      Eine Streichung all jener beschäftigungspolitischen Maßnahmen für von den Unis abgehende Psychologiestudenten (und dgl) kommt ja bei der gegenwärtigen politischen Großwetterlage, in der dies alles mit der K.O.-Parole "Mehr Bildung!" verbrämt/behübscht wird, nicht in Betracht, wie wir gesehen haben - was zu immer mehr Drangsalierungen, Kontroll-/Herrschaftsunterworfenheit und Bürokratiebelastungen der Bürger führen wird.

      Und je mehr das Pensionsantrittsalter angehoben wird, umso entrechtender wird die Regelung für Männer, die bekanntlich rd 5 Jahre kürzer leben. Übrigens: laut einem Presse-Bericht über RH-Prüfungen bekommt ein 1995 geborener Akademiker bei Pensionsantritt als Wiener Landesbeamter brutto 3.291,- EUR /Mt, als Kärntner Landesbeamter 3.594 EUR, wohingegen der gleichgestufte Bundesbeamte EUR 2.268,- Pension bekäme. Siehe

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/509333/Landesbeamte_Fruh-im-Ruhestand-und-Pensionszuckerl

  8. Josef Maierhofer
    17. Oktober 2015 10:01

    Wir sind teilweise bereits unter das Niveau Griechenlands gefallen, was die Wettbewerbsfähigkeit anbelangt, was die Schuldenquote anbelangt, dauert es nicht mehr lange bis wir Griechenland 'überholt' haben.

    Die Linke realisiert das nicht, lässt uns medial belügen und hat keinerlei Rezept für eine Hebung der Wettbewerbsfähigkeit, sie lässt medial sich in Bilanzfälschung, Schönreden, Verschweigen, Lügen üben und übt sich selbst in Klientelbedienung, Selbstbedienung und unkontrollierter Einwanderung, sie übt sich in 'Homo, Trans, Hinüber' und Genderismus, sie übt sich in Grundsicherung und Schmarotzertum, in Arbeitslosigkeitsverschleierung, im Kinderverderben und in der Schulzerstörung, 'Enteignet die Reichen', etc., statt an die wahren und schmerzhaften Probleme heranzugehen und Lösungsvorschläge zu liefern.

    Und das Volk applaudiert und skandiert 'Refugees Welcome', 'Nieder mit Faschismus' (Nieder mit Strache), .... viel mehr skandiert es inzwischen nicht mehr, seit das Versagen der Schulpolitik durchschlägt. Sehr bald wird auch das Versagen der Sozialpolitik, der Zuwanderungspolitik, der Pensionspolitik und der EU-Politik durchschlagen.

    Aber an die Arbeitsplätze denken sie nicht, an die Menschen hier und an die wahren Probleme, sie denken bloß an Ideologie (= ....).

    Und unsere Mehrheitsbeschaffer machen da mit.

    Nein, die sind genauso unwählbar geworden und es wäre tatsächlich Zeit für den Rücktritt dieser Regierung und für Neuwahlen, bevor noch alles zu spät ist für Österreich. Es wird ein schmerzhafter Weg nach oben und ein beschwerlicher, zu tief sind wir gesunken.

  9. Pumuckl
    17. Oktober 2015 10:00

    Kann man ein Investor einem Wirtschaftsraum - einem Staat Vertrauen entgegenbringen, WENN DESSEN MEHRHEITSPARTEI EINEN KANZLER GUSENBAUER DURCH WERNER FAYMANN ERSETZT ?

    Ich denke der freundliche Herr Faymann wäre doch schon hoffnungslos überfordert, wenn man ihm etwa die Verantwortung als Direktor eines IKEA-Möbelhauses aufbürden würde.

    • Sensenmann
      17. Oktober 2015 10:47

      In diesem Dreckstaat würde ich nicht einmal einen Erdapfel investieren. Denn sogar dessen Vermehrung würde mir durch vertrottelte Gesetze verunmöglicht.
      (Grünes Geschwurbel ersetzt langjährige und teure Zulassungs- und Prüfverfahren von Pflanzenschutzmitteln...)
      Ein derart durch und durch korrupter Staat mit nicht vorhandener Finanzmarktaufsicht, einer Justiz deren einziges Bestreben der Schutz von Verbrechern ist und die jede Wirtschaftskriminalität unbestraft lässt, der keine Rechtssicherheit bietet und permanent rückwirkend in bestehende Verträge eingreift wird keine Investitionen anziehen.

      Einschub: Wer erinnert sich noch an diesen Betrügowitsch oder wie auch immer der heißt, der dieses Konglomerat von angeblichen Immobilienfirmen und Banken aufgebaut hat, dessen einziger Zweck Anlagebetrug und Bereicherung des Managements war, der aber ungehindert die Früchte seines Tuns genießt, weil sien Verfahren durch alle Instanzen geht. Da es schon Jahre dauerte, überhaupt eine Vrfolgung einzuleiten, lässt man den Gang in die nächste Instanz eben 10 Jahre liegen...

      Wer investiert in einem Staat, dessen Bürger mit lemminghaftem Trieb ihre Selbstvernichtung herbeisehnen, wo Tüchtigkeit, Fleiß und Anstand nur was für Dumme sind und der von Leuten regiert wird, deren Ausbildung darin besteht, ein paar Jahre in beheizten Räumen zugebracht und sich dann in diversen Politorganisationen volksschädlich betätigt zu haben.

      Wer investiert in einem Staat, der über die Hälfte der erarbeiteten Leistung stiehlt, um damit siene Feinde zu alimentieren?

      Eben.

      Drum schaut es so aus wie es ausschaut und 70% finden das ganz toll!

  10. Gerhard Pascher
    17. Oktober 2015 07:36

    Laut WKO-Präsident Leitl geht es schnell wieder bergauf, wenn erstens das nun geplante TTIP-Abkommen mit den USA in Kraft tritt und zweitens die Migranten in Österreich sofort in der Wirtschaft Arbeitsplätze einnehmen dürfen.
    So einfach stellt sich der "kleine Maxi" das vor.

  11. kritikos
    17. Oktober 2015 01:30

    Wann?
    Wenn sich Österreicher in ausreichender Zahl entscheiden, nächstes Mal nicht mehr rot zu wählen.
    Wenn die (hoffentlich noch am Leben gebliebene) ÖVP den Mut hat, mit der FPÖ eine sachgerechte, wirtschaftsorientierte Koalition zu bilden.
    Wenn sich die eben Genannten trauen, der Gewerkschaft Prügel zwischen die Räder zu setzen, und sich an D oder GB (unter Thatcher) orientieren.
    Wenn sie in Folge der Sozialpartnerschaft nur einen Stockerlplatz lassen.
    Wenn sie , die Obigen, Maßnahmen setzen, die zur ausgewogenen Medienlandschaft führen.
    Wenn die Genannten den ORF komplett umkrempeln.
    Und alle diese Aktionen in raschen Zug durchsetzen und nicht in gewohnter Weise Zeit verstreichen lassen.
    Die Liste ist durchaus ergänzbar!





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