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Der Minister im AKH-Einzelzimmer

Auch wenn einem Politiker bisweilen wirklich leid tun, ärgert man sich doch heftig über manche ihrer Privilegien, für die unsereins teuer zahlen muss.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer hatte vor wenigen Wochen einen Unfall, bei dem er einen Beckenbruch erlitt. Das ist unangenehm und schmerzhaft. Ehrliches Mitgefühl! Trotzdem sollten im 21. Jahrhundert auch Politiker wissen, dass der Umgang mit ihnen und all das, was sie in Anspruch nehmen, von einer kritisch gewordenen Öffentlichkeit genau beobachtet wird.

AKH-Ärzte berichteten dem Tagebuch nachher jedenfalls, dass Hundstorfer im Wiener AKH in einem Einzelzimmer auf Sonderklasse gelegen sei, obwohl er keine Zusatzversicherung habe. Das wurde vom Pressesprecher des Ministers dementiert. „Sozialminister Hundstorfer verfügt über eine Zusatzversicherung“. Da ich ja noch nie von einem Pressesprecher angelogen worden bin, glaube ich dem Mann natürlich.

Nur habe ich auch selber eine Zusatzversicherung. Daher weiß ich: Wenn man dann im Ernstfall im Spital auch ein Einzelzimmer haben möchte (etwa weil man bei schnarchenden Mitbewohnern kein Auge zudrücken kann), dann muss erstens ein solches einmal vorhanden sein. Und zweitens muss man – je nach Spital – zwischen 100 und 200 Euro zahlen. Pro Tag. Denn fast keine Zusatzversicherung bezahlt auch Einzelzimmer.

Daher fragte ich dann den Pressesprecher, ob der Minister eine solche – überaus seltene – Zusatzversicherung hat, die auch die Unterbringung im Einbettzimmer abdeckt. Leider verstummte er daraufhin.

Nun gut. Mir ist es freilich (noch) gestattet, selbst meine Schlüsse zu ziehen. Und dabei denke ich immer an die Flexibilität und Servilität der großen Spitals- und Klinikchefs, wie sie mit Vergünstigungen a la Gratis-Einbettzimmer (die sie persönlich nichts kosten, sondern nur den Spitalträger, also im Fall des AKH die Wiener und österreichischen Steuerzahler) um die Gunst der Mächtigen buhlen. Und dass der – für das Krankenversicherungswesen zuständige! – Sozialminister in den Augen der Ärzte und Verwaltungs-Chefs eines öffentlichen Spitals ein solcher Mächtiger ist, dürfte wohl außer Frage stehen.

Nochmals: Volles Mitleid mit einem Sozialminister, der einen Unfall hat. Dennoch stellen sich mir jetzt einige seltsame Fragen:

  • Wieso eigentlich hat ein sozialdemokratischer Minister überhaupt eine Zusatzversicherung (wir glauben ja dem Pressesprecher), welcher Art immer?
  • Ist die SPÖ nicht genau jene Partei, die immer leugnet, dass es in Österreich eine Zweiklassenmedizin gibt?
  • Ist sie nicht jene Partei, die den Nutzen solcher Zusatzversicherungen immer als reine Propaganda privater Versicherungen abtut?
  • Gibt Hundstorfer damit nicht konkludent zu, dass unser Gesundheitswesen in einem solchen Zustand ist, dass es sehr wohl klug ist, eine Krankenzusatzversicherung abzuschließen?

Gewiss mögen Sozialdemokraten solche Fragen als unschicklich empfinden. Aber sie sind bei ihnen genauso legitim wie bei einem ausdrücklich kirchennahen Politiker etwa die eventuelle Frage nach einer doppelten Partnerschafts-Beziehung.

Und ja: Wirklich gute Besserung! Damit Hundstorfer uns noch ein paar Hundert Mal erklären kann, dass Österreich am Sozialversicherungssystem nichts ändern müsse, weil dieses (natürlich dank SPÖ) ja wirklich perfekt sei.

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alle Kommentare

  1. UKW (kein Partner)

    Ich hatte das (glaube ich) in der Krone gelesen, dass er in einem Einzelzimmer liegt. Die Journalistin hat das im Artikel nur beiläufig erwähnt. Leider hat die "Journalistin" vergessen nachzufragen, wie er zu dem Einzelzimmer kam. War ein echter Weihrauchartikel. Eine Homestory erster Güte. Würde mich nicht wundern wenn sich das Ministerium mit ein paar teuren Inseraten bei der Krone bedankt.

    Beiläufig hat er noch beiseite gewischt, dass die Gemeindebediensteten Privilegien haben. Wäre ja auch unsozial den Wiener Gemeindebeamten (deren Gewerkschafter er war) ihre teuren Privilegien auf Steuerzahlerkosten wegzunehmen.

    Kann ein Mann mit so unschuldigen Dackelaugen lügen? Unvorstellbar!



  2. peter789 (kein Partner)

    Peinlich für den Hunstorfer.
    Er weiß, dass Mainstreammedien nie und nimmer darüber berichten würden.
    Gut, dass es den Hrn. Unterberger gibt!

    PS.: Wer einem Sozi was glaubt ist selbst Schuld.



  3. usos (kein Partner)

    Geh, ich seh das alles nur als Mißverständnis. Natürlich wollte der Hundstorfer keine Bevorzugung.
    Leider hat er dann bei der Einlieferung ein Schriftstück unterschrieben, von dem er mal wieder annahm, es wäre nur eine Anwesenheitsliste, dabei war es der Antrag auf ein Einzelzimmer.
    So etwas darf man einem wackeren Mitglied der österreichischen Sozialdemokratie doch nicht übel nehmen, sie zeigen nur, wer eben gleicher ist als die anderen und wer dagegen etwas sagt, ist sofort ein Hetzer, unmenschlich, ein Nahtsi und was weiß ich noch, was so kranke linke Gehirne sich an Phrasendrescherei einfallen und einbilden.



  4. A.K.

    Bravo zu Dr. Unterbergers "Der Minister im AKH-Einzelzimmer"!



  5. cmh (kein Partner)

    Aufwachen Herr Dr. Unterberger, der Norbert Leser ist seit Ende letzten Jahres tot und dem Hindels tut auch schon ewig lange nichts mehr weh.

    Aber beide sind in ihrer Partei nie etwas wirkliches geworden. (Chefideologe Leser ist lächerlich. Nur wegen der Ideologie nämlich, da hatte er nie die richtige.)



  6. Alternativlos (kein Partner)

    Zum Beitrag von Pumuckl:

    TTIP: Dürfen USA bei Gesetzen mitreden?

    Ein bisher geheimer EU-Vorschlag sieht für das Abkommen mit den USA zwei gemeinsame Regulierungsgremien vor. In ihnen soll jede relevante Gesetzgebung vorbesprochen werden.

    http://diepresse.com/home/politik/eu/4648832/TTIP_Durfen-USA-bei-Gesetzen-mitreden?_vl_backlink=/home/politik/eu/index.do



  7. AppolloniO (kein Partner)

    Natürlich haben die Roten Bonzen eine Zusatzversicherung. Und natürlich schicken diese ihre Kinder auf`s Gymnasium oder auf Privatschulen.

    Und natürlich glauben noch immer über 30% der Wähler den Schmonzes über mehr Gerechtigkeit.



  8. Alter Modernisierungsverlierer (kein Partner)

    Schade, dass der Herr Sozialdemokrat durch sein Einzelzimmer nicht die Möglichkeiten hat, die BEREICHERNDE WIRKUNG der Koexistenz mit einer multikulturellen Großfamilie im Krankenzimmer zu genießen. Kann den Heilungserfolg nachhaltig steigern. Und wo bleibt da die Willkommenskultur? LOL



  9. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)

      Minister Hundsdorfer den Privilegienstadl festzumachen ist natürlich eine günstige Gelegenheit, aber in Wahrheit eher doch eine ideologisch motivierte Neiddebatte. Da der Minister wohl auch am Krankenbett berufliche (= „Regierungs“-),Aarbeit) nicht fernhalten kann, wäre aus diesem Grund ob der gebotenen Vertraulichkeit schon eine abgeschottete Unterbringung ohne jede „medizinische Indikation“ begründet und ohne Diskussion angesagt.

      Es gäbe ganz andere Gründe hier einzusteigen, wie ich nachfolgend in einem (natürlich nicht veröffentlichten) Lb an die OÖN darlegte.

      Einigung mit der Ärztekammer OÖ

      Offenbar war dem Herrn Landeshauptmann – und/oder seinen Ratgebern – der „Ausrutscher“ so pe

    • F.V. (kein Partner)

      peinlich (oder fürchteten Negativpresse im Jahr der Landtagswahlen), daß sie sich für eine schnelle Erledigung über den Tisch ziehen ließen.

      Wo liegen die Durchschnittseinkommen in Österreich? – Doch deutlich unter 120.000,-pa und diese werden – wenn überhaupt – auf der Basis von Kollektivverträgen, die in der Regel unter den Ist-Löhnen liegen, mit 1,7 – bis 2% angepaßt. Hier bei der Ärztekammer-Einigung gibt es für 120.000,- eine garantierte jährliche Anpassung von mindestens 5%!

      Auch die Überstunden-Regelung - von den beiden Verhandlern behauptet als die bei uns übliche Norm - ist eine Irreführung. Bei Einkommen dieser Höhe sind sie de facto immer pauschal mit abgedeckt, auch wenn dafü

    • F.V. (kein Partner)

      dafür eine bestimmte Stundenanzahl zugrunde gelegt würde. Kein leitender Angestellter in dieser Gehaltskategorie würde es wagen deren zusätzliche Bezahlung zu fordern. Die Einzelabgeltung mit den jeweiligen Zuschlägen ist ausschließlich bei (Hilfs-)Arbeitern üblich und gerechtfertigt, die aber auch vielleicht nur ein Viertel – wenn überhaupt – als Lohn lukrieren.

      Wie bescheiden sich da doch der Herr Dr. Niedermoser hier beim händisch arbeitenden „Blue-Collar-Worker“ einreiht.

      Auch die Erhöhung des Hausrücklasses aus den Sondergebühren von „Klassepatienten“ um 6% (von 25 nun auf 31%) ist läppisch.

      Da es keine Zweiklassenmedizin im Lande gibt, können diese Zusatzversicherungen ja per definitionem nicht für ärztliche Sonderleistungen gedacht sein, sondern für solche der „luxoriöseren“ Zimmer, Infrastruktur, Speisekarte, etc. Also für Leistungen der Häuser, aber nicht der Primarii. Da diese marginal erhöhten Abzüge von diesen Privilegien auch noch in einen „Sonder-/“Solidar“-fond“ der Ärztekammer fließen, ist mir nicht klar unter welchem Titel hier die ÄK mitschneidet. Für welche Leistungen? Wofür überhaupt?

      Herr ÄK-Bremsident Dr. Niedermoser konnte das auch nicht wirklich erklären, stammelte irgendwelche nichtssagenden und unzusammenhängende Vokabel, und dann war´s auch schon vorbei. Auch wenn er kein Demosthenes ist, müßte es ihm möglich sein den wahren Zweck dieses „Fonds“ und dessen Begründung so zu erklären, daß es ein FS-Zuseher begreifen könnte. Aber vielleicht war das ja gar nicht beabsichtigt.

      PS: Die Mitteilung meiner PVA für 2015 spricht von 1,7% Erhöhung der Pension. Dies wurde, weil die Inflationsrate angeblich geringer war, medial als besonders großzügig hingestellt.

      PPS: Die heutige OÖN berichtet, daß die Ärzte gegen den Handel protestieren, im Welser Klinikum sogar, daß etliche Primarärzte erwägen gegen Niedermoser einen Misstrauensantrag zu stellen. – Das finde ich „lustig“.

      Wie auch, daß sich gestern die Vertreter des Pflegepersonals, ob dieses großzügigen Gehaltserhöhung und künftigen Steigerungen, mindestens 20%ige Gehaltssteigerungen erwarten. Daß hier die Löhne niedrig sind, ist wohl so, und es zeigt, daß das System verrottet ist; nach wie vor.

  10. fulca (kein Partner)

    Der Neid ist schon a Hund !!!

    Ist man bei der BVA versichert (was der Minister vermutlich auch ist), zahlt diese sehr wohl ein Klasse -Zimmer.



    • kamamur (kein Partner)

      Leider Nein, werter fulca. Ich als Beamter ohne zusätzliche Versicherung teile mir mit zumeist 4-6 Personen mein Krankenzimmer. Ich danke aber schon jetzt für die Übermittlung der BVA-Adresse, die mir zukünftig die Möglichkeit der Sonderklasse einräumt.

  11. gast (kein Partner)
  12. grauer wolf (kein Partner)

    naja....ich sag mal, es wäre dem mitpatienten nicht zuzumuten bei einem minister im selben zimmer zu liegen. ich hatte das unglück in einem zimmer mit einem typpen zu liegen , der von 0700 bis 2300 dauernd zwischen 1 und 12 besuchern hatte. es ging zu wie am bahnhof. da kann man nicht gesund werden. daher ist es ok, wenn man den minister einzeln unterbringt. weniger wegen bonzenprivilegien als wegen dem mitpatienten,
    dass politiker prinzipiell gleicher als gleich sind,ist wieder was ganz anderes... bei mir hätte er sicher die flucht angetreten ich hätte ihm schon ausgiebig die meinung gesagt, bis man mir ein einzel luxuszimmer gegeben hätte, damit der minister seine ruhe haben kann ;-)



  13. fewe (kein Partner)

    Auch wenn diese Politiker, die wir haben völlig kostenlos arbeiten würden und sich alles selbst zahlen würden, sind die allermeisten von ihnen ein gewaliger Schaden für die Bevölkerung wegen ihrer Unfähigkeit und/oder Korruptheit.

    Der Schaden liegt darin, dass sie eine Funktion besetzen, von der aus Wertvolles für Österreich getan werden könnte. Ein Dr. Renner - und andere, die an der Befreiung Österreichs ihren Anteil hatten - hätte das zehnfache verdienen können, von fünf Primarärzten exklusiv in einem eigenen Krankenhaus behandelt werden können und er hätte es verdient.

    Mir ist egal, ob der Minister im Spital am Gang oder im Einzelzimmer liegt. Das Problem ist, wenn er ein Trottel ist.



    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

      Werter fewe, bei der Anführung des Dr. Karl Renner als hehre Lichtgestalt österreichischer Geschichte wäre ich sehr, sehr vorsichtig!

      Zu lesen: Der miese Antisemit Karl Renner: Eine Entlarvung

      16. März 2013 00:02 | Autor: Andreas Unterberger

      MfG

    • usos (kein Partner)

      Renner, der freudig mit "Ja" für den Anschluß stimmte und anschließend ein mieser Opportunist war? Wenn so einer schon eine Lichtgestalt der Sozen ist, wie schäbig ist dann erst der Rest?

    • fewe (kein Partner)

      @Prof. Walter A. Schwarz: Ich weiß, aber er hat wohl wesentlich dazu beigetragen, dass Österreich den Staatsvertrag bekommen hat. Er war wohl ein ziemlicher Opportunist. Er hatte ja auch in einem Brief an Stalin seine Verehrung des Kommunismus bekräftigt. Was er wirklich dachte weiß man vielleicht nicht.

      Definitiv dachte er aber an Österreich und die Österreicher. Das war auch sein Job und den hat er gut gemacht. Außer Kreisky und Schüssel gab es sonst niemanden von dem man das aus der späteren Zeit behaupten könnte, denke ich.

    • Freidenker (kein Partner)

      Dr. Renner war sicher noch ein ganz anderer Politiker FÜR Österreich als es die heutigen Herrschaften es sind.
      Merkwürdig ist schon, warum er gleich nach dem Krieg mit ausdrücklicher Billigung der Alliierten gleich Bundespräsident werden konnte, obwohl er vorher stets für einen Anschluss an das dt. Reich gewesen ist.
      Anläßlich der Ausstellung auf der Schallaburg im Jahre 2005 über den österreichischen Staatsvertrag erinnere ich mich auf einem Foto von 1945 von der Ringstraße Wiens die Aufschrift in weißen, großen Lettern auf einer zerbomten Hausfassade gesehen zu haben "Ami go home und nimm Renner und Körner gleich mit".

    • fewe (kein Partner)

      @Freidenker: Dr. Renner war schon lange vor Hitler für den Anschluss an Deutschland. Es gab ja nach dem 1. Weltkrieg sehr viele, die für einen Anschluss an Deutschland waren. Das hat also mit den Nazis nicht zwangsläufig zu tun, denke ich, dass er dann als der Anschluss gekommen war, auch noch dafür war. Vielleicht hatten die Amerikaner das so gesehen.

      Jedenfalls in Wikipedia habe ich gerade gesehen, dass Renners Tochter mit einem Juden verheiratet war. Wenn Renner ein Antisemit war, dann ist das jedenfalls originell.

    • Tetra (kein Partner)

      @fewe:
      Die Tatsache, dass seine Tochter mit einem Juden verheiratet war, lässt allerdings nur den Schluss zu, dass seine Tochter keine Antisemitin war. Über seine Einstellung kann man nur spekulieren oder recherchieren.

      Auch wenn Franz Schausberger sicher nicht der unparteiischste Historiker ist, der sich zu dem Thema geäußert hat, so ist seine Betrachtung doch erhellend.

      Ich denke zwar dass er kein Antisemit war sondern einfach nur einer der größten Opportunisten die dieses Land je hervorgebracht hat.
      Und was ich von Opportunisten halte niederzuschreiben verbietet mir meine Kinderstube.

      http://derstandard.at/1362108370032/Der-Anschluss-und-der-Judenhass-einer-SPOe-Ikone

  14. roaring6tie (kein Partner)

    Dass der Sozialminister eine Zusatzversicherung hat, wofür er bestimmt auch mehr zahlen muss, ist seine Privatsache. Anzukreiden ist ihm/seinem Pressesprecher aber, dass er täuscht / schwindelt und lügt. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, selbst wenn er (hin & wieder) dann die Wahrheit spricht. Dieses Tricksen und Herumeiern fällt, Dank Ihnen Hr. Hundsdorfer, erneut ALLEN Politikern auf den Kopf!! Sagen Sie, Hr. Minister, wie weit über ihre Nasenspitze hinaus denken Sie eigentlich - wenn Sie denken???



  15. thors

    Zu haro,27.1., 12.48 Uhr
    Als Beamter im Ruhestand und Zahler einer Zusatzversicherung kann ich Ihre Behauptung, Beamte kämen ohne Zusatzversicherung in den Genuß einer Sonderklasse im Spital nur als Falschmeldung entlarven. Es stimmt ganz einfach nicht ! Ob es bei Gemeinde Wien-Beamten ev. so ist, kann ich nicht beurteilen.
    Bei BVA-Versicherten (Beamtenversicherung) ist es jedenfalls in WIEN nicht so. Vielleicht in anderen Bundesländern ???



  16. Interessierter Leser

    Ich möchte nicht unbedingt Schleichwerbung betreiben, aber ich liege - wenn - nur im Einbettzimmer, durch eine Zusatzversicherung mit kleinem Aufpreis bei der Merkur- Versicherung. Die Medizin wird dadurch nicht besser (nicht erstklassig), aber der Aufenthalt erträglicher. Mit 2-Klassenmedizin hat das nicht viel zu tun!
    P.S. Bin kein Großverdiener, aber im Krankenhaus will i mei Ruah!Das ists mir wert.



  17. sin

    Kann es etwas Schöneres geben? Der Sozialminister ist das leuchtende Beispiel für die Zweiklassenmedizin (oder gibt es vielleicht noch mehr Klassen) in Österreich.
    Das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern läßt grüßen.



  18. Sensenmann

    Also was soll denn die Kritik? Ich muss doch sehr bitten! einem fetten Sozi-Bonzen steht doch IMMER eine Sonderbehandlung zu. Die hat ihm gefälligst das blöde Volk zu bezahlen, schließlich ist er gewählt!

    Eines Tages wird das Volk derlei Kaziken einen sehr erhöhten Platz zuweisen, um sich in Demut vor ihnen neigen zu können. Merks Wien!



  19. Sandwalk

    Man wird doch der Sozi-Nomenklatura noch das Einzelzimmer gönnen. Die haben das verdient, schließlich tun die doch so viel für uns. Sie sichern sogar die Arbeitsplätze vieler Journalisten im ORF, in Österreich, in der Krone und bei heute. Das ist doch höchst sozial.
    Das Einzelzimmer ist da eh nur ein bescheidener Ausgleich. Gell!



  20. mitzi

    Im Grunde sind mir die Sozialisten total wurscht, hier ist aber eine unglaubliche Wadelbeisserei im Gange. Jeder, der eine Zusatzversicherung hat, kann für ein Einzelzimmer aufzahlen. Ca. € 60,- pro Tag. Vielleicht hat der Minister das in aller Ruhe getan. Und als Beamter, hat er Anspruch auf Sonderklase.



  21. haro

    Zu diskutieren wäre auch, wieso alle Beamte -ohne teure Zusatzversicherung- das Privileg haben, im Krankenhaus auf Sonderklasse zu liegen. Und wieso partout kein einheitliches Sozialversicherungssystem geschaffen wird.

    Pflichtversicherungen sollten einheitliche Rechte und Pflichten gewährleisten für alle Pflichtversicherten sowohl im Sozial- wie auch im Pensionsversicherungssystem. Wer sich private Pensionsvorsorge oder Zusatzversicherungen leistet sollte natürlich auch entsprechend höhere Leistungen beanspruchen können.



    • Wertkonservativer

      mitzi und @ haro:

      als langjähriger Prämienzahler (siehe auch meinen Beitrag) finde ich diese Beamten-Bevorzugung schon auch irgendwie ungerecht und gegenüber "normalen" Prämienzahlern unangenehm diskriminierend!

      Oder zahlt der Staat den diversen Krankenversicherungsinstituten am Ende die Prämie für seine armen Beamten?

      Ich habe überhaupt nichts gegen die vielen braven und tüchtigen Staatsdiener!
      Diese Bevorzugung jedoch muss mir irgendwer Zuständiger erst schlüssig begründen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Brennstein

      Vielleicht liegt es daran, dass die Beamten und deren mitversicherten Familienangehörige einen 20% Selbstbehalt zu berappen haben, der auch einige 100 Euro im Jahr ausmachen kann?

      Dieser Selbstbehalt sollte für alle ASVGler eingeführt werden, damit sie unser Gesundheitswesen und die eigene Gesundheit zu schätzen wissen!

      Denn was nichts kostet, ist bekanntlich nichts wert.

    • Politicus1

      haro:
      wo haben ALLE Beamten ohne Zusatzversicherung ds Privileg der Sonderklasse?
      Da wäre ja alle Beamten strohdumm, die eine private Zusatzversicherung um teures Geld abgeschlossen haben.

    • gh57.at

      Werte(r) haro,
      Geschätzter Wertkonservativer,

      darf ich Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken, dass BVA-Versicherte bei vielen medizinischen Leistungen wie insbesondere Arztbesuchen einen Selbstbehalt bezahlen müssen, Gebietskrankenkassenversicherte (wie auch ich einer bin) hingegen nicht!

      Dadurch kann die BVA andere Leistungen wie z.B. Spitalsaufenthalte besser vergüten.

      Es gibt durchaus auch Firmen, die ihren höheren Angestellten Kranken- sowie Firmenpensionsversicherungen bieten.

    • Wertkonservativer

      @gh57.at:

      für mich nichts Besonderes: auch wir Selbständigen - bei der SVA Versicherten - zahlen den 20%igen Selbstbehalt auf alle Versicherungsleistungen!

    • Cotopaxi

      Nanu, der Wertkonservative beteiligt sich an einer Neiddebatte? Ist das nicht typisch sozialistisch?
      Oder ärgert er sich nur darüber, dass andere auch die Annehmlichkeiten beinahe kostenlos bekommen, für die er dummerweise umgerechnet 100.000 Schilling im Jahr zum Fenster hinauswirft?
      Jedenfalls hat er die Gelegenheit genutzt, mit seiner finanziellen Potenz zu prahlen und wie weit er es im Leben gebracht hat.;-)

    • Wertkonservativer

      @ Cotopaxi:

      bei so viel Gemeinheit fehlen mir - obwohl das sonst fast nie vorkommt - einfach die Worte!
      In Zukunft werde ich auf Ihre "Anschüttungen" nicht mehr antworten (zumindest nehme ich mir das ernstlich vor)!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  22. Obrist

    Hier spiegelt sich das Drama der österreichischen Ärzteschaft wieder. Während der Großteil der Mediziner um bessere Arbeitsbedingungen kämpft, fallen ihnen die Primarärzte (und Kammerpräsidenten) in den Rücken, indem sie ihren Kritikern submissest den roten Teppich ausrollen, statt den roten Bonzen das Umfeld zu bieten, das jene ihrer Bevölkerung tagtäglich zumuten.



  23. Josef Maierhofer

    Das ist der österreichische Untergang.

    Die Bonzen und Günstlinge, sie bedienen sich selbst, ohne die Gegenleistung dafür zu erbringen, so auch im genannten Fall.

    Baldige Genesung vom Unfall, Herr Hundstorfer, wünsch ich Ihnen und viel Zeit zum Nachdenken über Ihre Ideologie und möglichst viele unabhängige Medien zum Herausfinden der Wahrheit und die Rückkehr Ihrer eigenverantwortlichen Urteilsfähigkeit, auch über den tatsächlichen Zustand unseres Gesundheitssystems.



    • Wertkonservativer

      Was treibt Sie an, werter Herr Maierhofer, immer wieder und fast täglich vom Untergang Österreichs zu sprechen.

      Der alte Hiob war ein "Waserl" gegen Sie!

      Weder unser Heimatland Österreich wird untergehen, und zum Drüberstreuen: auch die in der Europäischen Union zusammenarbeitenden Länder werden nicht untergehen!

      Lasst Euch, liebe Schwarzseher im Blog, das Leben wegen etlicher menschlicher und anderer Unzulänglichkeiten allüberall das Leben nicht verdrießen!

      Schaut Euch doch um: die Jugend - die Zukunft unseres Landes - ist extrem positiv unterwegs, und wir alten Sch.....r werden wohl auch noch ein paar gute Tage sehen!

      Beste Grüße vom Wertkonservativen!

    • Cotopaxi

      "Die Jugend - die Zukunft unseres Landes - ist extrem positiv unterwegs"

      Dieser Befund mag vielleicht für das Reservat am Tulbinger-Kogel zutreffen. Die Situation in der Millionen-Stadt Wien sieht anders aus: Glimmstengel, 16er-Blech, Adipositas, Ganzkörpertätowierung, Piercings, Kopftuch, Propheten-Rauschebart, Handysucht und, und, und. ;-)

    • Claudius

      Ja, wertere Herr Maierhofer, bitte nicht zu sehr den Kopf hängen lassen.

      Ich möchte an das Hobby von ein paar Habsburger-Erzherzögen bzw. Kaisern erinnern:

      Überall in ihren Schlössern brachten diese die Buchstabenkombinationen AEIOU an.

      Daher kommt einer meiner Lieblingssprüche:

      "Austria Erit In Orbe Ultima"

      = Österreich wird ewig sein (bzw.: "Österreich wird für immer auf der Welt existieren")

    • Gerhard Pascher

      Der OPTIMIST sieht MÖGLICHKEITEN, der PESSIMIST nur SCHWIERIGKEITEN.
      Nicht nur beim halbvollen Glas, der halbvollen (nicht halb-leeren!) Flasche, sogar beim Loch in der Hose kann man sich freuen. Im letzteren Fall wegen der besseren Durchlüftung. :-)

      Natürlich ist es berechtigt, vorhandene Missstände aufzuzeigen und je nach eigenen Möglichkeiten auch abzustellen. Aber dauernd jammern, raunzen und matschkern ist nicht sehr konstruktiv. Vor allem dann, wenn keine Alternativen oder Verbesserungsvorsschläge gemacht werden.
      Daher wiederhole ich hier das sog. Gelasssenheitsgebet, welches dem US-Amerikaner Reinhold Niebuhr zugeschrieben wird:

      God, grant me the serenity to accept the things I cannot change,
      courage to change the things I can
      and wisdom to know the difference.


      Im Alter sollte man sich auch freuen über alle Dinge, welche man noch hat und kann, aber nicht ständig klagen über jenes, was nicht mehr vorhanden ist.

    • Wertkonservativer

      DANKE!

      Mir aus der Seele gesprochen, lieber Blogfreund Gerhard Pascher!

      Herzliche Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Josef Maierhofer

      @ Wertkonservativer

      Der Optimist sieht Möglichkeiten, der Pessimist Schwierigkeiten.

      Bleibt die Frage, welche Möglichkeiten Sie denn aus Ihrem Elfenbeinturm sehen, ich sehe sie in Wien am Reumannplatz ganz und gar nicht.

      Gerade an die Jugend denke ich dabei, was der von dieser Politik aufgehalst und angetan wird, welche Beispiele ihr gegeben werden, etc., ich hoffe, Sie können das auch sehen aus Ihrem Elfenbeinturm.

      @ Gerhard Pascher

      Bleibt die Frage, welche Möglichkeiten Sie denn sehen, ich sehe sie in Wien am Reumannplatz ganz und gar nicht.

      Ja, natürlich freue ich mich über meine Erfolge und die letzten Jahre, ich bin nicht verbittert, aber ich denke für die Jugend an die Zukunft, und die wird total verheizt für Ideologie (=Idiotie).

      Natürlich bete ich sehr oft um die Einsicht dieser Abräumkaste und darum, dass die Menschen aufhören mit dem Parteibuch, etc. und wieder beginnen, selbst was zu tun.

      Mein Bruder, Direktor bei Schindler in der Schweiz, bekommt Informationen über Österreich von seinen persönlichen Freunden bei der NZZ, und die sind keine guten, leider.

      Womit können Sie mich optimistisch stimmen ?

      @ Cotopaxi

      Ja, das sehe ich auch, im Elfenbeinturm scheint die Welt noch in Ordnung, gönne ich auch dem emsigen Herrn Michler.

    • Gerhard Pascher

      Josef Maierhofer:
      Ich kann Ihre Befürchtungen durchaus verstehen, da eine meiner Verwandten in unmittelbarer Nähe in Favoriten wohnt. Es ist überhaupt zu befürcheten, dass dieser Stadtteil (aber auch einige andere Wiener Bezirke) bald das Schicksal von Berlin-Neukölln, Bremen-Nord usw. bekommen wird. Der Bund aber besonders die rote Stadt Wien haben da völlig versagt. Aber es gibt noch Hoffnung, denn demnächst gibt es Wahlen in Wien und vielleicht auch in ganz Österreich.

    • Wertkonservativer

      @ Josef Maierhofer:

      was heißt hier "Elfenbeinturm" ?

      Ich bin (mit immerhin 81) noch international berufstätig, habe eine Riesenfamilie, stehe auch sonst mit beiden Beinen im Leben:
      glauben Sie wirklich, dass ich die Zeichen der Zeit nicht verstehe und nicht beurteilen kann?

      Klar, dass ich hier im Wienerwald nicht so viel Kontakt mit Immigranten habe, doch habe ich immer wieder auch in Wien zu tun, und kann daher abschätzen, was Euch Wiener halt so furchtbar stört!

      Doch könnt Ihr mit all dem Jammern die Situation kaum mehr umkehren: die Leute (in der Mehrheit ja bereits "Landsleute"!) sind da und werden nicht mehr weggehen!
      Da gibt's eben nur eines: sich an die Realitäten anpassen und die Leute (als Mitbürger) zumindest zur Kenntnis nehmen!
      Da wird auch der vorgesehene Pegida-Aufmarsch daran nicht viel ändern!
      Der Zug ist abgefahren!

      Sorry, that's my opinion!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi

      Stimmt vollkommen, dank der stümperhaften und verantwortungslosen Systempolitiker der SPÖVP ist der Zug bereits Richtung Landnahme der Orientalen in unserer Heimat abgefahren.
      Das, was die Wiener so furchtbar stört, wie der Wertkonservative so abschätzig meint, wird demnächst auch über den Tulbinger Kogel hereinbrechen.
      Wieso gibt es dort noch keine Asylantenunterkünfte für etwa 100 junge männliche Orientalen, die dann den ganzen Tag durch die Gegend schleichen und die einheimischen Frauen respektlos anmachen?
      Vielleicht wird es jetzt nach der Landtagswahl auch so weit sein? ;-)

    • Wertkonservativer

      @ Cotopaxi:

      Was raunzen Sie da von "Landnahme" ?

      Die zwei- bis dreihunderttausend Menschen anderer Herkunft (großteils ja eh' inzwischen österreichische Staatsbürger), werden uns 7 Millionen Alt-Österreichern "das Land nehmen"?
      Na, Sie haben anscheinend eine schlechte Meinung von Ihren "autochthonen" Landsleuten in unserem schönen Heimatlande!
      Wenig Selbstwertgefühl anscheinend auch!

      Dieses Herumgerede über drohende "Überfremdung" klingt total nach vergangenen Zeiten, und ist darüberhinaus - wie ich höherstehend bereits antönte - keinesfalls mehr reversibel!
      (Ihr Hinweis auf die "Orientalen" ist übrigens nicht ganz zutreffend: es sind ja auch eine ziemliche Menge Süd/Ost-Europäer unter ihnen).
      Da können Sie nun ätzen und herumreden, was und wie Sie wollen: die Realitäten sind auch durch noch so viele Kontra-Orgien nicht "wegzuwischen", ob es Ihnen und Anderen nun passt oder nicht!!
      So ist es, und es ist so! Bleiben Sie doch cool!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • ProConsul

      Der Wertkonservativer versteht leider nicht, dass es sich um eine beinharte Umvolkung handelt und diese wird noch viel brutaler werden, als wir es uns heute vorstellen können. Das hat leider nichts mit einem nur störenden Anblick von ein paar Ausländer auf der Straße zu tun.

    • Wertkonservativer

      @ ProConsul:

      jetzt kommen Sie auch noch mit "Umvolkung"!

      Wer volkt uns um? Wo sind die Böslinge, die uns das antun?
      Geheimnisvolle Mächte? Ein finsteres Komplott mächtiger Ungustln?

      Oder vielleicht doch ursächlich - als Folge der Nachkriegs-Hereinholung vieler arbeitsamer Hände zwecks Mitarbeit am Wiederaufbaus Österreichs - eine natürliche Entwicklung?

      Hören Sie bitte mit dem echt belasteten Wort "Umvolkung" auf!
      Es ist eine von keinerlei dubiosen Mächten geförderte Wanderungs-Entwicklung, die wir vielleicht einbremsen, in den inzwischen entstandenen Bevölkerungsstrukturen jedoch nicht rückgängig machen können!
      Auch Ihnen möchte ich sagen: bitte cool bleiben!

    • Cotopaxi

      Der Wertkonservative kann offensichtlich mit dem Umstand, dass in manchen Wiener aber auch Vorarlberger Volksschulen der Anteil der Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache bei über 90 % Prozent liegt, nichts anfangen und ist einem Erkenntnisgewinn nicht zugänglich.
      Dafür versucht er sich als Amateurpsychologe und erklärt empfundene Ängste als Problem des eigenen schwachen Selbstbildes.
      Damit plappert er aber nur die sattsam bekannten Strategien der deutschsprachigen Lügenmedien nach.

      Übrigens: auch Hermann Hesse gebrauchte das Wort Umvolkung 1927. ;-)

    • Wertkonservativer

      Was Sie nicht alles wissen, @ Cotopaxi !

      Jetzt wollen Sie mir noch einen meiner Lieblings-Lyriker miesmachen?
      Nicht schön von Ihnen!
      Übrigens: auch mit Ihrem laufenden Geseiere werden Sie die vielen Ausländer-Kinder nicht aus dem Land bringen!
      Vielleicht hilft da braves Mitmarschieren beim kommenden Pegida-Auflauf?

      Na, schau'n mir mal!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi

      Ist Geseiere die Schwarze Form des Roten Gesudere? ;-)

    • Wertkonservativer

      @ Cotopaxi:

      Geistvoll auch noch?
      Na Servas!

    • fewe (kein Partner)

      @Cotopaxi: Wenn es sich um eine Umvolkung handelt, dann sollte man auch Umvolkung sagen. Vielleicht ist meine Einstellung sonderbar, aber ich denke die Idee hinter Sprachen ist, dass man damit sagen kann, was man sagen will. Es drängt sich dann auf, das passende Wort zu verwenden ;-)

      Es ist sicherlich nicht der Untergang Österreichs, wenn ein Minister in einem Einzelzimmer im Spital liegt. Österreich braucht einfach einen gravierenden Regierungswechsel. FPÖ - sonst gibt es ja keine Alternativen. Die sind alles schon zu fettgefressen und faul geworden und haben nur ihre Freunderlwirtschaften im Kopf. Ich denke, das ergibt sich nach einigen Jahrzehnten zwangsläufig.

    • Cotopaxi

      @ fewe

      Ich bin auch dafür, die Dinge beim Namen zu nennen, wozu wären die Sprachen da?

  24. Gerhard Pascher

    Zusatzversicherungen sind für die Krankenhausbetreiber eine wichtige Einnahmequelle, um die üblichen Defizite zu verringern. Beim Essen bekommt man gelegentlich etwas dazu, was mich aber stört, ist die Tatsache, dass alle mitgebrachten Befunde (inkl. Röntgen und andere bildgebende Verfahren) neu erhoben werden und die Aufenthaltsdauer um einige Tage verlängert wird. Denn auch dies bringt zusätzliches Geld.



  25. Politicus1

    Nicht das Einzelzimmer - die Zusatzversicherung ist zu diskutieren

    Es kommt immer wieder vor, dass Patienten in ein Zwei- oder sogar Einzelzimmer gelegt werden, wenn solche leer stehen und es auch eine medizinische oder soziale Rechtfertigung gibt. Ich erinnere mich an einen Fall, wo eine alte Patientin in ein Einzelzimmer gelegt werden MUSSTE, weil sie derart "unruhig" war, dass es für die anderen Patientinnen unzumutbar wurde ....

    Das will ich aber wirklich nicht dem Herrn Minister unterstellen.

    Soll er sein Einzelzimmer haben und dort mit seinem Sekretariat Regierungsgeschäfte erledigen - zu tun gibt es genug.

    Stoff zur Diskussion sollte es aber mit ihm in der Arbeiterkammer, im sozialistischen Pensionistenverband, in der Sozialistischen Jugend und anderen Sektionen der SPÖ geben! Lieber Genosse, wie kannst du nur eine Zusatzversicherung haben, wo wir doch alle diese erkaufte Privilegierung einer Zweiklassenmedizin vehement ablehnen?
    Ist dir nicht bewusst, wie du uns da in den Rücken fällst?



    • Herby

      Ja, es fällt wirklich auf dass die sonst so aufmüpfigen Organisationen wie z.B. die S.J. (Sozialistische Jugend) sich in dem Fall so ruhig verhalten!

      Das wäre doch was für die Julia Herr von der S.J.: Die trägt doch so gerne T-Shirts mit politischen Botschaften:

      Zuletzt wegen der Cannabis-Freigabe: "Lieber bekifft ficken als besoffen fahren.":
      http://www.heute.at/storage/pic/bilder/news/politik/880115_1_cannabis-tattoo.jpg?version=1402644423

      http://images03.oe24.at/artner_HA1_2966.jpg/bigStory/154.190.909

      Vielleicht fällt Julia Herr zum Sozialminister ein ähnlich intelligenter Spruch ein?

      Das Bild das sich bei Hundstorfer bietet passt so gar nicht in die lautstark verkündete Ideologie der SPÖ.

      ;-)

    • fewe (kein Partner)

      Ja, das passiert auch manchmal. Man muss aber auch ein bisschen auf dem Boden der Realitäten bleiben. Ein Minister muss vielleicht telefonieren, wobei nicht jeder zuhören sollte und er wird Besuch bekommen. Außerdem ist es der Würde des Amtes nicht gerade zuträglich, wenn dann in News ein Bericht eines Zimmergenossen ist, der heimlich Bilder gemacht hat und ausbreitet, ob er geschnarcht hat etc.

      Also ich denke es hat durchaus seine Berechtigung, dass er nicht in einem Mehrbettzimmer ist. Ob er es bezahlt hat oder nicht.

  26. Alfred E. Neumann

    Animal farm: alle sind gleich, nur manche eben gleicher.



    • Herby

      Noch ein Zitat, der denkwürdige Schlusssatz des Buchs, weil die Schweine auf der Tier-Farm so besonders gleich waren:

      " .... Zwölf Stimmen schrien zornig, und alle klangen sie gleich. Und jetzt stand außer Frage, was mit den Gesichtern der Schweine passiert war. Die Tiere draußen blickten von Schwein zu Mensch und von Mensch zu Schwein, und dann wieder von
      Schwein zu Mensch; doch es war bereits unmöglich zu sagen, wer was war."


      Zum Download: http://www.william-tell.com/download/Orwell/George-Orwell-Farm-der-Tiere.pdf

    • annona

      Ich kann mich noch erinnern ,dass der "grandiose"Sozialminister Dallinger
      sogar seine Sonnenbrillen von der GKK bezahlen ließ -daran wird sich wohl nie ändern!!

  27. dssm

    Obwohl ich der Meinung bin, daß dieser Hundstorfer in das Gefängnis gehört und zwar weil er Aufsichtsratsstellvertreter bei einer der unappetitlichsten Bankpleiten war, so muss ich diese Sonderbehandlung eines Ministers doch anders sehen.

    Man stelle sich vor, er diskutiert mit einem Mitarbeiter ein neues Gesetz. Oder erfährt am Telefon eine unangenehme Arbeitslosenzahl. Wer immer davon weiß, könnte als Insider gutes Geld verdienen. Beim Sozialminister wird es jetzt nicht die 'nationale' Sicherheit sein, aber es ist kindisch den Herrn Minister wie einen kleinen Beamten zu behandeln!



    • aw70

      Exakt das - danke, dass Sie das aussprechen! Einen Minister ins Mehrbettzimmer zu legen ist eine Eselei. Immerhin ist er als Sozialminister zwar nicht der direkte Vorgesetzte der ganzen Spitalsorganisation (das wäre wohl eher der Gesundheitsminister). Aber er ist doch im weiteren Sinn für den Spitalsbetrieb wichtig genug, dass es im allgemeinen Interesse ist (!), ihm die Möglichkeit zu geben, ungestört zu sein.

  28. ProConsul

    Ich würde dem sozialistischen Minister wünschen, dass er im AKH in einem Mehrbettzimmer mit lauter Ausländern liegt, die auf unsere Kosten eine Rundumversorgung genießen, am besten mit ein paar Dschihadrückkehrern, die sich auf Steuerkosten wieder gesund pflegen lassen.



    • Torres (kein Partner)

      Genau deswegen hat er ja die Zusatzversicherung. Das "Upgrading" auf Einzelzimmer setzt er wohl als selbstverständlich voraus. Dazu passt ja, dass die Sozis und Grünen ihre Kinder in Privatschulen schicken bzw. mit dem großen Audi in die Schule bringen und natürlich keinesfalls im 10., 11., 14., 15. oder 16. Bezirk wohnen.

  29. Wertkonservativer

    Nun, meine Frau und ich zahlen seit fast sechzig Jahren die gar nicht geringen Prämien für unsere Kranken-Zusatzversicherung! In den ersten Ehejahren war dies ein beachtlicher Happen, den wir monatlich berappten.
    Heute, im Alter, genießen wir - im Bedarfsfall - diese uns durch jahrzehntelange Einzahlung selbstverständlich zustehende "Sonderbehandlung" (durchaus nicht immer im "Einzelzimmer)! Eine jährliche Prämienvorschreibung von derzeit immerhin rund € 7.800,-- ist für uns Selbständigen-Pensionisten ja auch nicht gerade ein "Lärcherl"!!

    Die immer wiederkehrenden lächerlichen Diskussionen hinsichtlich der (zumindest für Zusatzversicherungs-Zahler) völlig unberechtigten Anschuldigungen hinsichtlich "Zweiklassenmedizin) verursachen mir jeweils gar nicht so geringen Brechreiz!
    Da kann ich nur raten: nicht wehleidig raunzen - Versicherung abschließen, Prämien zahlen und anschließend - hoffentlich nicht zu oft - die Vorteile zusätzlich Versicherter genießen!

    Ob Herr Hundstorfer über eine Zusatzversicherung verfügt oder nicht (eher wohl nicht!?), könnte er wohl selbst ganz leicht offenlegen!
    Wenn nicht, und doch Erstklasse-Patient: Ministerbonus nennt man das (wird aber auch kleineren "Regional-Bonzen" gerne zugestanden)!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • DB (kein Partner)

      Die Lerche war's, nicht die Lärche.
      MfG,
      DB

    • kamamur (kein Partner)

      Ob ihres Alters geschätzter Wertkonservativer
      Zusatzversicherung für Min.Hundstorfer hin oder her. Aber vielleicht sollte mal die politische Elite aller Farben wieder am eigenen Leib verspüren, was sie schon lange nicht mehr kennen zB:
      -Gleiche Behandlung so wie das Fußvolk im Krankenhaus
      -Wohnorte dort, wo sie sich schon jahrzehntelang nur vor einer Wahl sehen lassen
      -keine Privatschulen und dgl. für Kinder und Enkel
      -keine Personenschützer,sie sollen die Sicherheit im Lande am eigenen Leib verspüren. uvam.
      Erst wenn unsere Politiker wieder Bodenhaftung erlangt haben (und nicht nur die Hand aufhalten - aktuell ehem. Vizekanzler Pröll/übrigens lt. Medien ein begnadeter Seitenspringer), bringe ich ihnen wieder Respekt entgegen.

  30. Pumuckl

    O. T. - ABER EIN ECHTER SKANDAL ! ! !

    ORF - TELETEXT Seite 122:

    USA: Mitspracherecht bei EU-Gesetzen?

    " . . . TTIP sieht Mitspracherecht bei Ausarbeitung von EU-Gesetzen vor. . . . Die EU,
    die Mitgliedsstaaten und einzelne Regionen sollen wichtige Gesetze und Standards
    im Voraus mit den USA abstimmen. . . . "

    Das würde das endgültige Ende europäischer Demokratien bedeuten.

    NICHT VON DEN EUROPÄISCHEN VÖLKERN, SONDERN VON FED, WALLSTREET, PENTAGON und allenfalls noch von der CITY OF LONDON GINGE DANN DAS RECHT
    AUS ! ! !



    • Pumuckl

      Was wird da wohl unser sehr geschätzter @ Wertkonservativer dazu sagen?

      Herr Michler meint doch immer, wir sollten diese EU und unseren transatlantischen Partner USA viel mehr lieb haben.

      Ich muß halt leider immer daran denken was uns J. C. Junker verkündet hat: " . . . Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.

    • Gandalf

      Dafür, dass die USA die Richtlinien und Verordnungen der EU in ihrem Sinne beeinflussen, bedarf es gar nicht des TTIP; das besorgen bereits jetzt einerseits die Engländer als trojanisches Pferd in Brüssel und andererseits ein (un)erklärlicher vorauseilender Gehorsam der grosso modo linksdrehenden, also den u.s. Demokraten nahestehenden EU - Beamtenschaft.

    • Pumuckl

      @ Gandalf 09:07

      So lange die Briten noch ihre teure EU-Mitgliedschaft aufrecht erhalten, haben Sie schon recht. Aber England will ja austreten.

      Es wird wenig beachtet daß die Studentenunruhen welche 1968, auch unter Führung
      des bekennenden Päderasten Daniel Cohn Bendit, von Paris ausgingen, AUCH DESHALB BEGANNEN, WEIL DE GAULLE DEN BRITEN ZWEI MAL DEN BEITRITT IN DIE EWG VERWEIGERT HATTE.

      ENGLAND HATTE DOCH IN DER EU IMMER US-INTERESSEN VERTRETEN.

      Wenn US - Interessen in der EU durch solche TTIP - Vereinbarungen gesichert sind, ist die EU-Mitgliedschaft der Briten aus US-Sicht nicht mehr nötig.

    • Zraxl (kein Partner)

      @Pumuckl
      "Das würde das endgültige Ende europäischer Demokratien bedeuten."

      Sie meinen vermutlich das formale Ende europäischer Demokratien?

  31. Doppeladler

    Man lese nach bei George Orwells Animal Farm: "Some animals are more equal!"



  32. Pumuckl

    In meinem langen Leben erinnere ich mich an sicher 1 Duzend Fälle in denen Freunde oder Angehörige von Ärzten erstaunt erzählten, daß sie in einem Einzelzimmer seines Krankenhauses lagen.

    Es dürfte vielfach geübter Brauch sein, daß die Spitalerhalter tolerieren, wenn Primarien, gerade freie Einzelbetten, solcherart ohne Bezahlung dieser hohen Gebühr belegen.
    In zumindest einem Fall erinnere ich mich, daß eine, allerdings vom Primar besonders geschätzte, Turnusärztin ihrer Mutter eine solche Vergünstigung zukommen lassen durfte.

    Deshalb halte ich es wie der Lateinlehrer von @ kritiklos und meine, " wenn das ihre einzigen Fehler wären ".
    BEI DER GROSSEN ANZAHL AN " ZUM HIMMEL STINKENDEN " THEMEN, WELCHE UNS DIE POLITIK UND IHRE AKTEURE BIETEN, SOLLTE SICH EIN BLOG VOM NIVEAU DES A.U. TAGEBUCH, ÜBER SO EINEN " LERCHERLSCH... " NICHT EREIFERN!



    • Pumuckl

      Das Dutzend ohne " t " muß allen in den Augen weh tun. Mir auch, bitte um Verzeihung. Ich sollte meine Texte besser auf Fehler kontrollieren.

  33. J.H.

    Natürlich haben wir ein Zweiklassen-Gesundheitssystem, eines für den stinknormalen Bürger und eines für die privilegierten Sozibonzen.
    Das ist ja auch das Endziel der Genossen, genauso wie seinerzeit im Ostblock, dem großen Vorbild des realen Sozialismus.



  34. kritikos

    "Wenn das dein einziger Fehler gewesen wäre" sagte einst mein Latein-Professor. Fällt mir zur Notiz zur Zusatzversicherung von Herrn Hundsdorfer ein.
    Natürlich erheben sich mehrere Fragen der Vereinbarkeit, der Servilität, der Verschleierung etc.. Aber: Vielleicht hat besagter Minister in jungen Jahren von der bösen Zwei-Klassen-Medizin noch nichts gewusst? Oder ist er doch klüger als (seine) Idologie-Einflüsterer?
    Er möge gesund werden.
    (Ich habe auch eine! Ohne Ein-Bett-Zimmer!)



  35. Schani

    Eh kloa, ein richtiger Sozi ist gegen die Zweiklassenmedizin für die Reichen. Deshalb beansprucht er für sich als Arbeitervertreter sebstverständlich die Ersteklassemedizin!







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