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Die Tschechen sind klüger geworden

Statt Peinlichkeiten der Anbiederung an den russischen Machthaber zu verbreiten, hätte der österreichische Bundespräsident einfach das sagen sollen, was sein tschechischer Amts- und Parteikollege Zeman zum 100. Jahrestag der Ermordung des Thronfolger und des Ausbruchs des Weltkrieges sagt.

Milos Zeman hat nämlich goldene Worte gefunden. An diesem Lob ändert der Umstand nichts, dass seine Landsleute jahrzehntelang bitter für den tschechischen Nationalismus gebüßt haben, der ja eine der Ursachen des Untergangs der k. und k. Monarchie war. Vielleicht ist diese lange Zeit der Buße sogar der Grund, dass man in Prag die Dinge heute viel deutlicher sieht als in Wien. An diesem Lob ändert auch der Umstand nichts, wie schlimm sich in den späten Vierziger Jahren Tschechen gegenüber den Vätern und Mütter heutiger Österreicher (und Deutscher) verhalten haben.

Es geht aber nicht um die Vergangenheit. Sonst müsste man natürlich immer auch den sofortigen tschechischen Verweis auf Lidice und andere schlimme Taten in den Jahren davor berücksichtigen, ebenso wie die Diskriminierung der Deutschsprachigen noch davor, die Diskriminierung der Slawen wieder davor usw. Es geht aber um Gegenwart und Zukunft.

Da hat der Sozialist Zeman darauf verwiesen, dass es in der Nähe sehr gefährliche Kriegsherde gibt – was einem Heinz Fischer unbekannt ist. Er hat auch die Nato als überaus notwendig gelobt. Da würde der alte Linke Fischer überhaupt eher tot umfallen, bevor ihm die Nato lobend über die Lippen kommt. Dabei gibt es überhaupt keinen Zweifel: Es war einzig und allein die Nato – ja, insbesondere die von manchen so gehassten Amerikaner! – die nach dem Zweiten Weltkriegs jahrzehntelang Österreichs gutes Überleben gegen die Drohung aus dem Osten möglich gemacht und gesichert hat.

Noch besser aber war Zemans Satz, dass auch in Zukunft Sicherheit „nicht kostenlos“ sein werde, dass es keine Garantie für diese Sicherheit gebe. Diesen Satz sagt er mit vollem Recht zu einem Zeitpunkt, da gleich vier Megakriege auszubrechen drohen oder schon ausgebrochen sind. Da das österreichische Bundesheer nicht einmal mehr das Geld für Benzin hat und endgültig inexistent geworden ist. Da in der Luft die Sparmaßnahmen dieser Regierung dazu führen, dass Österreich schon insgeheim bei Tschechien und der Nato anklopft, ob man dort vielleicht an Wochenenden den Schutz der Alpenrepublik zu übernehmen gewillt ist. Weil Österreich wird an Wochenenden ja nicht mehr gesichert.

Dabei lese ich in der Verfassung, dass der Bundespräsident theoretisch Oberbefehlshaber des Bundesheeres ist. Aber ein Heinz Fischer macht keine Sekunde den Mund in der schwersten Stunde dieses Heeres zu dessen vehementer Verteidigung auf. Da ist mir Zeman trotz all seiner bisweilen überschäumenden Lust zum Alkohol zehnmal lieber als dieser Bundespräsident.

Ja: Zeman hat auch die EU gelobt. Deren Friedensbedeutung ist zwar nicht sehr groß (und im EU-Wahlkampf total übertrieben worden). Aber die EU hat jetzt mit ihren Sanktionen zumindest zeitweise ein Einlenken der Russen erreicht. Und ausgerechnet dann, wenn die EU einmal etwas Friedensförderndes bewirkt, spricht sich ein Fischer, der sonst ja immer in seinen Sonntagsreden die EU lobt, gegen die Beschlüsse der EU aus. Man fasst es nicht.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2014 08:41

    Mit der Aufhebung der Benes Dekrete hätte er berühmt werden können. Solange die existieren braucht er keine anderen Themen zu suchen.
    Die EU kann durch Aufhebung der Benes Dekrete zeigen, dass sie gegen Rassismus kämpft. Sonst hat es die Krim besser!

  2. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2014 09:19

    Ja, dieser Zeman ist natürlich würdig und geeignet, die Positionen der CIA zu vertreten und der EUdSSR und der kriegshetzenden NATO, die mit Vorliebe unter Lügenpropaganda Angriffskriege betreibt (Jugoslawien z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=MYcRjHX50og ) Rosen zu streuen.

    Dieser Bolschewik war ja auch der Meinung, die Sudetendeutschen seien zu Recht vertrieben worden und es wäre ihnen dabei noch zu gut gegangen, denn als Verräter hätten sie - da 90% von ihnen die für Henleins Partei gestimmt hätten - sowieso den Tod verdient.

    Nach den Maßstäben der NATO hätte die damalige Tschechei dafür in Schutt und Asche gebombt werden müssen, und man hätte Übergriffe und Genozid gar nicht erst erfinden müssen. Aber es ist ja etwas Anderes. Wer auf der Achse des Guten reitet, der darf streng nach Gesetz und Beschluß morden und zerstören, dafür muss man schon Verständnis haben.

    Zeman meint, die Vertreibung sei ein internationales Abkommen gewesen und damit rechtmäßig. Daß das Münchener Abkommen ein ebensolches war und damit den Wechsel der Staatsbürgerschaft der Sudetendeutschen in internationalem Konsens herbeiführte, wird natürlich übersehen.

    Logischerweise macht dieser Zeman den Amis den Hof, waren es doch diese, die sich an der Ausmordung der Sudetendeutschen teils beteiligten, teils diese wohlwollend geschehen ließen, wie die in jüngerer Zeit offenbar gewordenen privaten Film- und Fotoddokumente beweisen. Da stehen Amis rauchend und schwatzend herum, währen zu ihren Füßen ein deutscher Bub krepiert oder halbtot geschlagene deutsche Soldaten über den Acker kriechen, da fahren Amis mit LKW's über die im Straßengraben niedergeknallten und teils noch lebenden deutschen Zivilisten um diese zu zermalmen unter Johlen des tschechischen Mobs.
    Ja, die "Hüter und Bewahrer der westlichen Demokratie und Zivilisation" dürfen das und niemand wird das kritisieren. (Von den Russen sind mir wenigstens einzelfälle bekannt, daß diese sogar Tschechen, die es zu arg trieben, erschossen haben, was bei der russischen Vertiertheit schon was heißt...)

    Der Herr Zeman ist also ein idealer Fürsprecher von EU und NATO und ein würdiger Kritiker der Russen. (Deren Knute die Tschechen ganz zu Recht zu kosten bekammen, waren sie doch das einzige Volk, das sich die Kommunisten nach dem Krieg freiwillig wählte!).

    Zur Ehrenrettung der Tschechen heute muss man sagen, daß diese Kreatur nur von 24% im ersten Wahlgang gewählt wurde und in der Stichwahl dann von 54% (bei 59% Wahlbeteiligung). Mehr als 2/3 der Tschechen haben den Bolschewiken also nicht gewählt.

    Andererseits mag ich ihn. Er hat klar gestellt, daß die Benes-Dekrete gültig sind - vom Verfassungsgericht bestätigt - und zum Rechtsbestand der EU gehören.
    Da sie nichts Anderes aussagen, als die Tatsache, daß man auch die eigenen Staatsbürger fremder Ethnie - sofern sie sich gegen den Staat in dem sie gerade leben stellen - ausmorden und vertreiben darf. Die EU hat das akzeptiert, die Mehrheit hat das demokratisch gebilligt.

    Sollte jemand beizeiten dem türkischgen Sultan mitteilen, bevor der seine in Westeuropa lebenden Landsleute weiterhin zur Speerspitze einer eroberungsmacht hochstilisiert. 24 Stunden ein Handgepäck ist nämlich im Fall des Falles durchaus rechtens. Wenn es - wie im Artikel 13 des Postsdamer Abkommens - "geordnet" geschieht.

    Und unsere Yankeefreunde werden uns doch nicht verweigern, was sie Russen, Polen, Tschechen, Israelis usw. so problemlos zugestanden haben, oder?

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2014 12:03

    "Es war einzig und allein die Nato – ja, insbesondere die von manchen so gehassten Amerikaner! – die nach dem Zweiten Weltkriegs jahrzehntelang Österreichs gutes Überleben gegen die Drohung aus dem Osten möglich gemacht und gesichert hat."

    Na, ja - es waren aber auch beherzte Politiker, von denen heute in Österreich leider keiner mehr zu finden ist, die seinerzeit mit Hilfe der Bevölkerung einen Regierungsputsch der Kommunisten in Wien verhinderten.

    Nachzulesen bei Franz Olah:
    Olah rüstete Aktivisten aus seiner Bauarbeitergewerkschaft mit Schlagstöcken aus, lieh bei Unternehmern Lastautos aus und trat den kommunistischen Rollkommandos auch im sowjetischen Sektor Wiens schlagkräftig entgegen, während die Polizei hier nach Anweisung der Besatzungsmacht nicht einschreiten durfte. Die Kommunisten hatten mittlerweile aus Moskau erfahren, dass die Sowjetunion mitten im Koreakrieg keinen Unruheherd in Österreich haben wollte, und gaben letztlich auf.

    Vielleicht müssen wir uns wieder auf eine derartige Situation einstellen, wenn die Prioritäten unseres Bundesheeres aus einer 5-Tage-Woche (freies Wochenende!) und der Einrichtung von Kindergärten bestehen.

    "Und ausgerechnet dann, wenn die EU einmal etwas Friedensförderndes bewirkt, spricht sich ein Fischer, der sonst ja immer in seinen Sonntagsreden die EU lobt, gegen die Beschlüsse der EU aus."

    Ganz so ist es nicht, denn Fischer betonte wörtlich:
    "Es gebe keinen Zweifel daran, dass Österreich ein loyales Mitglied der EU sei und sich an die Beschlüsse halte."

    Daher keine Gefahr eines Alleingangs, den Fischer sowieso nie wagen würde!

    Und im Übrigen würde ich einem mit Alkoholmißbrauch kämpfenden Zeman niemals über den Weg trauen, denn morgen oder gar im Geheimen sieht er die Sache wieder ganz anders - siehe auch die abgehörten Repräsentanten in Polen.
    Politiker sind in erster Linie Opportunisten und da ist Zeman sicher keine Ausnahme!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2014 09:12

    Also diesen umstrittenen Zeman als Vorbild hinzustellen ist schon etwas kühn!
    War er eigentlich nüchtern bei dieser Ansprache?
    http://www.blick.ch/news/torkelnder-praesident-ein-glas-zu-viel-fuer-milos-zeman-id2304535.html

  5. Ausgezeichneter KommentatorDr. Otto Ludwig Ortner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2014 11:42

    Die tschechische Staatsführung ist ein Pack von reuelosen Raubmördern. Das Massaker von Lidice wurde von der tschechischen Exilregierung vorsätzlich angestiftet - denn die Ermordung eines Beamten ist gewiß keine Kriegshandlung - , die hiezu die Dummheit Adolf Hitlers nützte, der auf die Provokation des Heidrich - Attentates hereinfiel. Die tschechische Exilregierung hatte jedoch auf auf eine fünfstellige (10.000+) Opferzahl gehofft, die auch Hitler befahl Man war in London sehr traurig, daß die Henker - weisungswidrig - nur eine niedrige dreistelilge Opferzahl exekutierten. Daß der von mir geschätzte Herr Dr. Unterberger diesen Sachverhalt verkennt, insbesondere, daß die NATO der von Rußland restaurierten Republik Österreich mit der Verleumdung und Ächtung Waldheims und damit der Republik Österreich den Vernichtungskrieg erklärte, ist erstaunlich. Denn nur Rußland hielt diese Banditen - das sind Verleumder - in Schach. Doch muß man die NATO nicht mehr fürchten - durch die Infamie der "Watchlist" wurde sie zu Papiertiger.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2014 15:37

    @ Tullius Augustus

    Milos Zeman ist Wendehals erster Ordnung - vom nationalbolschewistischen Tschechen zum nationalsozialistischen Tschechen, der sich an die Schutzmacht USA anbiedert. Zeman hat die Benessekrete, pardon Benesdekrete nicht etwa bloß stillschweigend gehalten, er hat sie ausdrücklich begrüßt. Mit derselben Begründung, mit der seinerzeit die Wannsee Konferenz ihr Ausrottungsprogramm an Juden 'legitmierte' - nämlich: da leben Menschen in unserem Staat, die uns Tschechen gegenüber illoyal sind und weggehören. Gefragt hat er die erst gar nicht, das haben die Tschechen nämlich immer gleich von vorneherein gewusst, ganz ähnlich wie bei diesem Himmler. Der hat die Juden auch nicht gefragt, ob sie mit der Kriegserklärung der amerikanischen Zionisten an Deutschland von 1934 (? 1933) einverstanden sind oder nicht - das hat er denen einfach unterschoben.

    Weder beeindruckt die Tschechen (oder die EU) bis heute, daß diese Deutschen seit vielen Jahrhunderten autochthone und legitime Einwohner ihres Landes waren, noch daß sie sich dieses Landes nicht gewaltsam bemächtigt haben, noch daß diese Jahrhunderte zuvor die zahlenmäßige Mehrheit auch als Kulturträger stellten (oder kennt jemand eine tschechische Schriftsprache oder ein Nationalepos - etwa das Nibelungenlied auf Tschechisch und dergl. von vor 1880 ?) noch beeindruckt die Tschechen, daß diese Menschen anlässlich des Friedensdiktates von St Germain von den Vereinigten Staaten um ihr Selbstbestimmungsrecht betrogen wurden - nein, die sollten alle weg, aus dem Weg, die erinnern uns nur daran, was wir möglichwerweise alles selbst für Unrecht auf uns geladen haben, als wir sie zwei jahrzehntelang unterdrückt und entrechtet hatten.
    Bitte nicht jetzt mit Lidice kommen. Gemessen am Standard der Zeit war die Geiselnahme und Erschießung (brutal und sicherheitspolitisch strohdumm, aber durch die HLKO damals gerechtfertigt) keineswegs aussergewöhnlich. General Wavell (der erfolglos und ruhmlos gebliebene Gegenspieler Rommels in Nordafrika) hat die indischen Dörfer reihenweise umgelegt - mit Mann und Maus, mit Kind und Kegel - wenn indische Patrioten als Untergrundkämpfer einmal eine Ölpipeline gesprengt hatten. Von den Russen zu schweigen und das Verhältnis 1: 10 bis 1:100 für jeden getöteten Amerikaner (man fürchtete dort den Werwolf - eine weitgehende Propagandakulisse aus Göbbels Küche) verkündeten und exekutierten diese auch als Besatzungsmacht in Nordwestdeuschland. Zeman schmeichelt, weil er die Amerikaner als die kommenden Sieger dieser Krise sieht. Vielleicht kann man dann, wie seinerzeit unter deutschem Protektorat, beim Krieg dabei sein ohne Opfer zu bringen, willig kollaborieren (zu Schwerstarbeiterrationen ernährt, auch noch mitten im Krieg ein Bevölkerungswachstum verzeichnen) und am Ende über die Frauen, Kinder und Greise der Verlierer herfallen, diese auf das sadistischste zu Tode bringen und sich am Schluß als Helden feiern lassen? So sieht es aus, was Zeman gelernt hat. Nämlich gar nichts.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Juni 2014 06:57

    Ich moechte Zemans Rede in keiner Weise abschwaechen und freue mich, wenn ein tschechischer Politiker einmal was Vernuenftiges sagt.

    In einem Punkt aber muss ich widersprechen:

    Es waren eindeutig die Westmaechte (die den Kern der NATO bilden und sie aucvh gegruendet hatten), die den Schutz Oesterreichs vor einem uebermaechtig gewordenen oestlichen Kommunismus noetig gemacht haben.

    Die zugrundeliegende Ursache der Misere darf halt nicht uebersehen werden.
    Voellig unabhaengig nun vom Ukrainekonflikt und etwaigen positiven Ansaetzen da und dort. Man kann nun meinen, die Zeiten fuer Revanchismus sind vorbei, man soll das alte Unrecht vor neunzig Jahren ruhen lassen. Gut, ist eine Ansicht.
    Ich jedenfalls moechte aber nicht immer Vasall sein, der fuer immer fragwuerdigere Machtspiele ausgenutzt wird. Das ist eine andere Ansicht.

    Es muss doch noch eine andere Politik der Staerke moeglich sein, als NATO-Bombereien oder EU-Aufpudelei.


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  1. Torres (kein Partner)
    27. Juni 2014 12:39

    Unterberger ruft hier wieder das Märchen ins Leben, wonach die NATO und die Amerikaner "Österreichs gutes Überleben gegen die Drohung aus dem Osten möglich gemacht und gesichert hat". Er glaubt also wirklich (oder will es den Lesern weis machen), dass die USA im Falle einer Aggression der Sowjetunion gegen Österreich einen (Atom-)Krieg gegen die Sowjetunion begonnen hätten. Hihihi, kann man da nur sagen. Die "Neutralität" war während des Kalten Krieges wohl das Gefährlichste, was man sich vorstellen konnte.

  2. Erich Bauer
    27. Juni 2014 10:58

    Trägt vielleicht ganz gut zum Verständnis für den"Westwind" bei. Woher der "Westwind" weht...

    (Auszug): „Mit solch einem drastischen Rückgang der Wirtschaftsleistung hat niemand gerechnet“, hieß es am 25. Juni auf Welt Online über den „heftigsten Einbruch der Wirtschaftsleistung“ der USA seit 2008.

    http://ef-magazin.de/2014/06/26/5464-herr-ponzi-sucht-das-unglueck-niemand-haette-es-wissen-koennen

    • terbuan
      27. Juni 2014 11:24

      Jetzt kann man auch verstehen, warum "ef" bei den Links am rechten Rand des Tagebuchs nicht mehr aufscheint. Dafür aber die "Bürgerinitiative Österreich"!;-)))

    • Erich Bauer
      27. Juni 2014 11:53

      Das ist mir noch gar nicht aufgefallen... Naja, "ef" ist wechselseitig links/rechst-extrem! Vorsicht! Das könnte festgefügte Weltbilder durcheinanderbringen...

    • Erich Bauer
      27. Juni 2014 11:59

      Ob das mit der "ef"-Skepsis über die "Klima-Bürokraten-Zocker" zu tun hat...? :-) Eine IPCC/ZAMG-Verschwörung? :-)

  3. Tik Tak (kein Partner)
    27. Juni 2014 08:46

    Ja, ja, ist schon gut Unterberger.

    Der "Ruß" kommt und die Pyrkergasse ist sicher in Gefahr.
    Vielleicht beschränken Sie sich in Zukunft auf Inlandsthemen, von denen verstehen Sie wenigstens ein bischen was.
    Auch wenn Sie damit dann keine Browniepoints bei Ihren Freunden in der Wagramer Straße ernten.

    Übrigens, mein Angebot mit dem One Way Ticket und/oder den Bildungsreisen steht immer noch.

  4. terbuan
    26. Juni 2014 22:43

    Am Ende dieses unerquicklichen Diskussionstages über den tschechischen Präsidenten etwas zum Schmunzeln, nicht wir sind der Operettenstaat, es sei denn der österreichische Tatortkommissar Harald Krassnitzer wird künftig Verteidigungsminister!

    "Zeman fordert NATO-Einmarsch in der Ukraine - Verteidigungsminister jagt nebenberuflich Verbrecher"

    "Der tschechische Verteidigungsminister Martin Stropnicky ist im richtigen Leben nämlich Schauspieler. Noch dazu ein richtig guter. 2002 wurde er als bester Theaterschauspieler des Landes geehrt. In den vergangenen Jahren leitete er die wichtigste Sprechbühne des Landes, das Prager „Theater in den Weinbergen“. Auf seine Künstlerkarriere mag der Minister auch jetzt nicht gänzlich verzichten.

    Seit Monaten jagt er in der Fernseh-Krimi-Serie „Kriminalpolizei Andel“ als Hauptkommissar Ivan Tomecek kleinere und größere Kriminelle auf dem privaten Kanal „TV Nova“. Das von ihm geleitete Kommissariat Andel - der Ort Andel ist eine stark belebte Kreuzung im Prager Stadtteil Smichov - gibt es in der Wirklichkeit zwar nicht. Die Fälle aber, mit denen sich die Fernseh-Kriminalisten befassen, sind tatsächlichen Begebenheiten nachgestellt".....

    http://www.landeszeitung.cz/index.php/meinung/581-zeman-fordert-nato-einmarsch-in-der-ukraine-verteidigungsminister-jagt-nebenberuflich-im-tv-Verbrecher

    Gibt es noch eine Steigerung von bizarr? Ein Ex-Kommunist als Präsident und Kriegstreiber und sein Schauspieler, der Kriegsminister!

  5. Gandalf
    26. Juni 2014 21:43

    Mit - wirklich ernsthaftem - Bedauern stelle ich fest, dass sich bisher unser, seiner eigenen Einschätzung nach Geschichtskundigste und geistig weit über uns armen historischen Halb- und Total- Laien stehende Mitblogger bisher in diesem thread nicht einmal mit einem Beistrich zu Wort gemeldet hat. Dafür gibt es freilich mehrere Erklärungen: Erstens: Er findet Diskussionen, die eh immer nur die armen Amis blamieren, unter seiner Würde; würde passen; oder zweitens: Er hat eingesehen, dass er mit seinen Ausfällen doch ein wenig über das Ziel, zumindest jenes der amerikanischen Mittelstreckenraketen, hinausgeschossen hat; würde weniger passen; oder, drittens: Er hat realisiert, dass seine bisherige Sicht der Geschichte des 20. Jahrhunderts eine von kryptokommunistischen Geschichtsprofessoren, bei denen er (wahrscheinlich) studiert und seine Geschichtskundigkeit erworben hat, völlig falsche ist, und sucht nun einen seriösen Geschichtslehrer - das kann allerdings sehr, sehr lange dauern! Oder, viertens, er ist einfach bereits in den Ferien - dann sollten wir ihm aufrichtig gute Erholung wünschen.

    • Xymmachos
      27. Juni 2014 09:22

      @Gandalf
      "Herr, dunkel ist der Rede Sinn..." jedenfalls für mich. Bitte Klartext! Welcher Mitblogger ist gemeint?

    • Wyatt
      27. Juni 2014 19:56

      als bezahlter Auftragsblogger hat er selbstverständlich Urlaubsanspruch.

    • Gandalf
      27. Juni 2014 21:41

      @ Wyatt: :-))

      @ Xymmachos: Nicht jeder ist sein Freak...

  6. Erich Bauer
    26. Juni 2014 18:40

    So und jetzt muss ich das noch draufsetzen. Das Gesamtverhalten dieses EU-Popanz erklärt sich so auch in der Ukraine-Krise.
    Prof. Schachtschneider und Nigel Farage:

    http://www.youtube.com/watch?v=Yzpr40c3wLo

    Ich wünsche gute Nachtruhe…

  7. Erich Bauer
    26. Juni 2014 18:13

    Die Lektüre von Christian Rainer (profil) ist sehr zu empfehlen. Auch dort scheinen schon die Nerven blank zu liegen... :-) Wahrscheinlich hat es damit zu tun, dass er nicht und nicht Mittel und Wege findet, die Sicht der "Boltzmanngasse" redaktionell rüberzubringen. :-) Um diese ultimative Hauptredaktion im Alsergrund wenigstens ein bisschen zufrieden zu stellen, greift er in seiner Verzweiflung zur Leserbeschimpfung...:-) Der Leserkommentarbereich wurde natürlich sofort von den Agenten der "Reisnerstrasse" völkerrechtswidrig okkupiert! :-)

    http://www.profil.at/articles/1411/568/373502/christian-rainer-barack-putin

    Wie schon erwähnt vernichtet die Ukraine-Krise die Glaubwürdigkeit all der aufgestellten Volxempfänger. Und das ist sehr gut so. Jede Krise ist eine Chance...

  8. Helmut Oswald
    26. Juni 2014 15:37

    @ Tullius Augustus

    Milos Zeman ist Wendehals erster Ordnung - vom nationalbolschewistischen Tschechen zum nationalsozialistischen Tschechen, der sich an die Schutzmacht USA anbiedert. Zeman hat die Benessekrete, pardon Benesdekrete nicht etwa bloß stillschweigend gehalten, er hat sie ausdrücklich begrüßt. Mit derselben Begründung, mit der seinerzeit die Wannsee Konferenz ihr Ausrottungsprogramm an Juden 'legitmierte' - nämlich: da leben Menschen in unserem Staat, die uns Tschechen gegenüber illoyal sind und weggehören. Gefragt hat er die erst gar nicht, das haben die Tschechen nämlich immer gleich von vorneherein gewusst, ganz ähnlich wie bei diesem Himmler. Der hat die Juden auch nicht gefragt, ob sie mit der Kriegserklärung der amerikanischen Zionisten an Deutschland von 1934 (? 1933) einverstanden sind oder nicht - das hat er denen einfach unterschoben.

    Weder beeindruckt die Tschechen (oder die EU) bis heute, daß diese Deutschen seit vielen Jahrhunderten autochthone und legitime Einwohner ihres Landes waren, noch daß sie sich dieses Landes nicht gewaltsam bemächtigt haben, noch daß diese Jahrhunderte zuvor die zahlenmäßige Mehrheit auch als Kulturträger stellten (oder kennt jemand eine tschechische Schriftsprache oder ein Nationalepos - etwa das Nibelungenlied auf Tschechisch und dergl. von vor 1880 ?) noch beeindruckt die Tschechen, daß diese Menschen anlässlich des Friedensdiktates von St Germain von den Vereinigten Staaten um ihr Selbstbestimmungsrecht betrogen wurden - nein, die sollten alle weg, aus dem Weg, die erinnern uns nur daran, was wir möglichwerweise alles selbst für Unrecht auf uns geladen haben, als wir sie zwei jahrzehntelang unterdrückt und entrechtet hatten.
    Bitte nicht jetzt mit Lidice kommen. Gemessen am Standard der Zeit war die Geiselnahme und Erschießung (brutal und sicherheitspolitisch strohdumm, aber durch die HLKO damals gerechtfertigt) keineswegs aussergewöhnlich. General Wavell (der erfolglos und ruhmlos gebliebene Gegenspieler Rommels in Nordafrika) hat die indischen Dörfer reihenweise umgelegt - mit Mann und Maus, mit Kind und Kegel - wenn indische Patrioten als Untergrundkämpfer einmal eine Ölpipeline gesprengt hatten. Von den Russen zu schweigen und das Verhältnis 1: 10 bis 1:100 für jeden getöteten Amerikaner (man fürchtete dort den Werwolf - eine weitgehende Propagandakulisse aus Göbbels Küche) verkündeten und exekutierten diese auch als Besatzungsmacht in Nordwestdeuschland. Zeman schmeichelt, weil er die Amerikaner als die kommenden Sieger dieser Krise sieht. Vielleicht kann man dann, wie seinerzeit unter deutschem Protektorat, beim Krieg dabei sein ohne Opfer zu bringen, willig kollaborieren (zu Schwerstarbeiterrationen ernährt, auch noch mitten im Krieg ein Bevölkerungswachstum verzeichnen) und am Ende über die Frauen, Kinder und Greise der Verlierer herfallen, diese auf das sadistischste zu Tode bringen und sich am Schluß als Helden feiern lassen? So sieht es aus, was Zeman gelernt hat. Nämlich gar nichts.

  9. Erich Bauer
    26. Juni 2014 13:04

    Retro-Perspektiven mit den Fakten der Gegenwart in Beziehung zu setzen, also verzweifelt an den Haaren herbeizuziehen… ich sag es mal so. Das ist ein weiteres inhaltsleeres „Argument“. Dergleichen fügt sich nahtlos in das seit Monaten, von den Leitmedien betriebene Chickenhawk-Geplärre ein. Auch die Chickenhawk-Tussi van der Leyen ist schon ganz kirre. Da auch den Leitmedien stichhaltige, plausible „Argumente“ für das Waffen-Gerassel völlig abgehen, tut man seit Monaten nichts anderes, als den Kreml „astrologisch“ zu vermessen! Die einzige Erklärung dafür ist wohl der Erklärungsnotstand!

    Elmar Brok (EU-Parlament, CDU), Urgestein in der Europapolitik, bekannte in einem Interview ganz gelassen, dass die Sanktions-Politik gegen Russland nach oben hin offen ist. Auf die Frage, ob im Juli NATO-Manöver in der Ukraine stattfinden werden, meinte er, dass das „von der Situation am BODEN“ abhängt… Also, dass die Möglichkeit einer NATO-Intervention ERNSTHAFT angedacht wird! Da war der Vorschlag der CSU dieser ukrainischen Terminatorin doch den Friedensnobelpreis angedeihen zu lassen geradezu köstlich. Unnötig zu erwähnen, dass die CSU die kranken Gewaltphantasien dieser Zopf-Tussi-Kriminellen nicht einmal ansatzweise verurteilt hat. Es sieht so aus, als ob die „maingestreamten“ Polit-Darsteller von ähnlichen Drogenphantasien schwer beeinträchtig sind.

    Fernab der Retro-perspektivischen-Traumata zeigt sich eine beängstigende GEGENWART! Man will unter allen Umständen den Niedergang des $-Papiergeldes vermeiden. In diesem Dilemma sehen die Polit-Darsteller den Krieg sogar als NOTWENDIGKEIT. Sollte das mit der Ukraine derzeit doch nicht so klappen, lässt man jetzt die ISIS im Irak hemmungslos die Zivilbevölkerung abschlachten… in der „Hoffnung“, dass der Iran interveniert…

  10. Obrist
    26. Juni 2014 12:52

    Ein ganzes Volk und allen voran sein Staatspräsident verstecken ihr (hoffentlich) schlechtes Gewissen hinter einem fragwürdigen Gesetz.
    Die Benschdekrete waren nichts anderes als eine nachträgliche Legalisierung für die (selbst für kranke Gehirne) unvorstellbaren Gräueltaten, die an zigtausenden Frauen, Kindern, verwundeten Soldaten etc. (also völlig Wehrlosen) von der tschechischen Bevölkerung betrieben wurden. Mit etwas Geschick kann man diese von der neuen Geschichtsschreibung totgeschwiegenen Berichte im Internet recherchieren. Dieser nationale mörderische Exzess, an dem in irgendeiner Weise fast jede Familie beteiligt war, muss der Gerechtigkeit willen, genauso wie jene Nachkriegsvorkommnisse in Slowenien und Unterkärnten etc. endlich seriös geschichtlich aufgearbeitet werden. Nur so wäre eine objektive Auseinandersetzung mit unserer jüngeren Geschichte und damit auch ein europäischer Umgang miteinander auf Augenhöhe möglich. Auch, wenn Tschechien eines der ersten Opfer Hitlers war, so hat sich dieses Land immerhin das Verheizen seiner Väter und Söhne im Krieg erspart. Ich sage das als jemand, dessen 1918 in das neue Österreich eingewanderter tschechischer Großvater sich ein halbes Leben aus obengenannten Gründen für seine Herkunft geniert hat, und darunter bis zu seinem Tod sehr gelitten hat.
    Man kann nur aus einer Geschichte lernen, die, ohne Pathos und politischem Kalkül analysiert wird, sonst wird man nie lernen, den unendlichen Wert des Friedens zu verstehen.

  11. mischu
    26. Juni 2014 12:03

    "Es war einzig und allein die Nato – ja, insbesondere die von manchen so gehassten Amerikaner! – die nach dem Zweiten Weltkriegs jahrzehntelang Österreichs gutes Überleben gegen die Drohung aus dem Osten möglich gemacht und gesichert hat."

    Na, ja - es waren aber auch beherzte Politiker, von denen heute in Österreich leider keiner mehr zu finden ist, die seinerzeit mit Hilfe der Bevölkerung einen Regierungsputsch der Kommunisten in Wien verhinderten.

    Nachzulesen bei Franz Olah:
    Olah rüstete Aktivisten aus seiner Bauarbeitergewerkschaft mit Schlagstöcken aus, lieh bei Unternehmern Lastautos aus und trat den kommunistischen Rollkommandos auch im sowjetischen Sektor Wiens schlagkräftig entgegen, während die Polizei hier nach Anweisung der Besatzungsmacht nicht einschreiten durfte. Die Kommunisten hatten mittlerweile aus Moskau erfahren, dass die Sowjetunion mitten im Koreakrieg keinen Unruheherd in Österreich haben wollte, und gaben letztlich auf.

    Vielleicht müssen wir uns wieder auf eine derartige Situation einstellen, wenn die Prioritäten unseres Bundesheeres aus einer 5-Tage-Woche (freies Wochenende!) und der Einrichtung von Kindergärten bestehen.

    "Und ausgerechnet dann, wenn die EU einmal etwas Friedensförderndes bewirkt, spricht sich ein Fischer, der sonst ja immer in seinen Sonntagsreden die EU lobt, gegen die Beschlüsse der EU aus."

    Ganz so ist es nicht, denn Fischer betonte wörtlich:
    "Es gebe keinen Zweifel daran, dass Österreich ein loyales Mitglied der EU sei und sich an die Beschlüsse halte."

    Daher keine Gefahr eines Alleingangs, den Fischer sowieso nie wagen würde!

    Und im Übrigen würde ich einem mit Alkoholmißbrauch kämpfenden Zeman niemals über den Weg trauen, denn morgen oder gar im Geheimen sieht er die Sache wieder ganz anders - siehe auch die abgehörten Repräsentanten in Polen.
    Politiker sind in erster Linie Opportunisten und da ist Zeman sicher keine Ausnahme!

  12. Dr. Otto Ludwig Ortner
    26. Juni 2014 11:42

    Die tschechische Staatsführung ist ein Pack von reuelosen Raubmördern. Das Massaker von Lidice wurde von der tschechischen Exilregierung vorsätzlich angestiftet - denn die Ermordung eines Beamten ist gewiß keine Kriegshandlung - , die hiezu die Dummheit Adolf Hitlers nützte, der auf die Provokation des Heidrich - Attentates hereinfiel. Die tschechische Exilregierung hatte jedoch auf auf eine fünfstellige (10.000+) Opferzahl gehofft, die auch Hitler befahl Man war in London sehr traurig, daß die Henker - weisungswidrig - nur eine niedrige dreistelilge Opferzahl exekutierten. Daß der von mir geschätzte Herr Dr. Unterberger diesen Sachverhalt verkennt, insbesondere, daß die NATO der von Rußland restaurierten Republik Österreich mit der Verleumdung und Ächtung Waldheims und damit der Republik Österreich den Vernichtungskrieg erklärte, ist erstaunlich. Denn nur Rußland hielt diese Banditen - das sind Verleumder - in Schach. Doch muß man die NATO nicht mehr fürchten - durch die Infamie der "Watchlist" wurde sie zu Papiertiger.

  13. Lieber Augustin
    26. Juni 2014 11:31

    Klug reden kann er ja gut, der Milos Zemann.

    Natürlich ist eine hochwirksame militärische Sicherung Österreichs nicht gratis.
    Und leider ist unser Heer finanziell so eingeschränkt, dass ihm bald nichts mehr bleiben wird ausgenommen seine pragmatisierten Beamten, und die nur weil sie unkündbar sind.

    Wir sind derzeit mit der Rettung unserer HypoAlpeAdria finanziell voll ausgelastet, die saugt leider alle Mittel aus unserem Budget, da muss das Heer zurückstehen.
    Aber sobald das Institut wieder über dem Berg ist und wieder kräftig Gewinne an das Budget abführt, werden wir auch wieder Geld für modernes schlagkräftiges Heer haben.

    'Österreicha halts eich z'samm, bis ma neiche Waffn ha'm! Daunn wer'n die Ami schaun wie mir die Russn haun!' (unbekannter Author aus dem Egerland).

    Aber so klare Worte sind von UHBP leider nicht zu hören. Statt dessen macht er guten Wind in alle Richtungen, um von vornherein keine Konflikte mit anderen Staaten, z.B. Türkei oder Russland, aufkommen zu lassen. Wie rückgradlos!

    • Brigitte Kashofer
      26. Juni 2014 23:28

      Rückgrat - daher rückgratlos; leicht zu merken, denn Fische haben an der Stelle Gräten

  14. Gerhard Pascher
    26. Juni 2014 09:44

    Heinz Fischer werden wir nicht mehr ändern können, der ist und bleibt eine schwache Figur in der Geschichte Österreichs. Oberbefehlshaber des Bundesheeres ist er nur auf dem Papier, tatsächlich hat der Verteidigungsminister das Sagen.

    Unser Bundesheer ist in einem jämmerlichen Zustand und sollte - nach vielen Reformbemühungen - endlich redimensioniert und auf neue Beine gestellt werden. Der Präsenzdienst (mit 6-monatiger Schnellausbildung und keinen weiteren Übungen) ist hinausgeworfenes Geld und sollte durch wenige, aber gute Profis ersetzt werden. Eine Zusammenarbeit mit den Nachbarländern ist unbedingt angebracht, so ggfs. auch bei der Luftraumüberwachung.

    Übrigens stellt sich nun heraus, dass das Abstimmungsergebnis "Pro Präsenzdienst" vor über einem Jahr eigentlich nur eine Zustimmung für den Zivildienst war.

    P.S.: Ich habe einen Verwandten im Bundesheer. Der berichtet mir regelmässig von den vielen unnützen (und beschäftigungslosen) Dienstposten, der überproportionalen Anzahl von Offizieren, den sinnlosen Ausbildungen der meist nicht begeisterungsfähigen Jugendlichen usw. Da ein Großteil des nun nochmals gekürzten Budgets für Personalaufwand verwendet werden muss, sitzen die Leute meist nur mehr in den Kasernen herum und vertreiben sich die Zeit bis zum sog. Dienstschluß.

  15. Sensenmann
    26. Juni 2014 09:19

    Ja, dieser Zeman ist natürlich würdig und geeignet, die Positionen der CIA zu vertreten und der EUdSSR und der kriegshetzenden NATO, die mit Vorliebe unter Lügenpropaganda Angriffskriege betreibt (Jugoslawien z.B.: http://www.youtube.com/watch?v=MYcRjHX50og ) Rosen zu streuen.

    Dieser Bolschewik war ja auch der Meinung, die Sudetendeutschen seien zu Recht vertrieben worden und es wäre ihnen dabei noch zu gut gegangen, denn als Verräter hätten sie - da 90% von ihnen die für Henleins Partei gestimmt hätten - sowieso den Tod verdient.

    Nach den Maßstäben der NATO hätte die damalige Tschechei dafür in Schutt und Asche gebombt werden müssen, und man hätte Übergriffe und Genozid gar nicht erst erfinden müssen. Aber es ist ja etwas Anderes. Wer auf der Achse des Guten reitet, der darf streng nach Gesetz und Beschluß morden und zerstören, dafür muss man schon Verständnis haben.

    Zeman meint, die Vertreibung sei ein internationales Abkommen gewesen und damit rechtmäßig. Daß das Münchener Abkommen ein ebensolches war und damit den Wechsel der Staatsbürgerschaft der Sudetendeutschen in internationalem Konsens herbeiführte, wird natürlich übersehen.

    Logischerweise macht dieser Zeman den Amis den Hof, waren es doch diese, die sich an der Ausmordung der Sudetendeutschen teils beteiligten, teils diese wohlwollend geschehen ließen, wie die in jüngerer Zeit offenbar gewordenen privaten Film- und Fotoddokumente beweisen. Da stehen Amis rauchend und schwatzend herum, währen zu ihren Füßen ein deutscher Bub krepiert oder halbtot geschlagene deutsche Soldaten über den Acker kriechen, da fahren Amis mit LKW's über die im Straßengraben niedergeknallten und teils noch lebenden deutschen Zivilisten um diese zu zermalmen unter Johlen des tschechischen Mobs.
    Ja, die "Hüter und Bewahrer der westlichen Demokratie und Zivilisation" dürfen das und niemand wird das kritisieren. (Von den Russen sind mir wenigstens einzelfälle bekannt, daß diese sogar Tschechen, die es zu arg trieben, erschossen haben, was bei der russischen Vertiertheit schon was heißt...)

    Der Herr Zeman ist also ein idealer Fürsprecher von EU und NATO und ein würdiger Kritiker der Russen. (Deren Knute die Tschechen ganz zu Recht zu kosten bekammen, waren sie doch das einzige Volk, das sich die Kommunisten nach dem Krieg freiwillig wählte!).

    Zur Ehrenrettung der Tschechen heute muss man sagen, daß diese Kreatur nur von 24% im ersten Wahlgang gewählt wurde und in der Stichwahl dann von 54% (bei 59% Wahlbeteiligung). Mehr als 2/3 der Tschechen haben den Bolschewiken also nicht gewählt.

    Andererseits mag ich ihn. Er hat klar gestellt, daß die Benes-Dekrete gültig sind - vom Verfassungsgericht bestätigt - und zum Rechtsbestand der EU gehören.
    Da sie nichts Anderes aussagen, als die Tatsache, daß man auch die eigenen Staatsbürger fremder Ethnie - sofern sie sich gegen den Staat in dem sie gerade leben stellen - ausmorden und vertreiben darf. Die EU hat das akzeptiert, die Mehrheit hat das demokratisch gebilligt.

    Sollte jemand beizeiten dem türkischgen Sultan mitteilen, bevor der seine in Westeuropa lebenden Landsleute weiterhin zur Speerspitze einer eroberungsmacht hochstilisiert. 24 Stunden ein Handgepäck ist nämlich im Fall des Falles durchaus rechtens. Wenn es - wie im Artikel 13 des Postsdamer Abkommens - "geordnet" geschieht.

    Und unsere Yankeefreunde werden uns doch nicht verweigern, was sie Russen, Polen, Tschechen, Israelis usw. so problemlos zugestanden haben, oder?

  16. terbuan
    26. Juni 2014 09:12

    Also diesen umstrittenen Zeman als Vorbild hinzustellen ist schon etwas kühn!
    War er eigentlich nüchtern bei dieser Ansprache?
    http://www.blick.ch/news/torkelnder-praesident-ein-glas-zu-viel-fuer-milos-zeman-id2304535.html

  17. Eco
    26. Juni 2014 08:56

    Der Eindruck Fischer bei Putins Besuch war desaströs. Die alte Devise " lieber ROT, als tot " ist wieder klar zum Ausdruck gekommen. Höchste Zeit, dass seine
    Amstzeit zu Ende geht. Er ist sicher der schlechteste BP, den Österreich je hatte.
    Die Angst, in der Hofburg könnte die Kälte einziehen, war ihm ins Gesicht geschrieben. Soll sich an seinem Intimus Marxist Bruno Aigner ein Beispiel nehmen, der hat schon wohlweislich den Pullover an.

  18. dssm
    26. Juni 2014 08:51

    Die Nato ist ein Verein von wehrlosen Kleinkindern, die sich um einen schützenden Vater ringen, welcher die armen Kinder im Gegenzug zur Kinderarbeit einteilt.

    Realistisch betrachtet schimpfen wir doch nur deshalb so viel über die USA, weil diese schamlos ihre Stärke (auch zu unserem Schutz!) ausnützen, wie es wohl jede Firma auch täte. Das lassen sich die Amerikaner halt zahlen. Einfacher wäre es den Sozialstaat bei uns abzubauen und ein bisschen mehr in das Militär zu investieren. Dann bräuchten wir nicht schimpfen und die westlichen Länder wären gleichberechtigte Partner; worüber der durchschnittliche Amerikaner wohl sehr froh wäre.

    Aber lieber importieren wir noch ein paar weitere Kulturbereicherer und stopfen denen das Geld vorne und hinten gleichzeitig hinein, anstatt das Militär, wie in der Verfassung vorgegeben(!!!), entsprechend auszustatten. Und dies passiert spiegelbildlich in allen westlichen Ländern.

  19. socrates
    26. Juni 2014 08:41

    Mit der Aufhebung der Benes Dekrete hätte er berühmt werden können. Solange die existieren braucht er keine anderen Themen zu suchen.
    Die EU kann durch Aufhebung der Benes Dekrete zeigen, dass sie gegen Rassismus kämpft. Sonst hat es die Krim besser!

  20. Riese35
    26. Juni 2014 07:02

    Ein gut funktionierendes und finanziell ausgestattetes Bundesheer wäre für Österreichs Sicherheit wichtig.

    Noch wichtiger ist aber die EU und ihre Sanktionspolitik. Dann brauchen wir kein Bundesheer mehr und bekommen Sicherheit gratis. Alle Gespräche abbrechen und Sanktionen verhängen. Das ist die Lösung! Ein Hoch auf die EU! Ein Hoch auf Sanktionen! Sanktionen machen alle Waffen überflüssig!

    • dssm
      26. Juni 2014 08:54

      Womit dann österreichische Soldaten bei allen EU-Einsätzen dabei sind. Die Mütter werden eine Freude haben!
      Womit im Inneren nicht der heimische Soldat dem Demonstranten entgegensteht, sondern ein fremder, die lokale Sprache nicht sprechender, auf Befehle aus weit entfernten Zentralen horchender, Soldat. Toll!

    • Sensenmann
      26. Juni 2014 11:52

      @ dssm Ich denke, Riese35 hat vergessen einen Satz hinzuzufügen: "Wer Sartire findet, darf sie behalten." - wenn ich ihn recht kenne ;-)

    • socrates
      26. Juni 2014 13:02

      Dssm
      Da müssen wir eine Heeres-Tourismus Steuer Einführen!

    • Riese35
      26. Juni 2014 19:21

      @dssm: "Womit im Inneren nicht der heimische Soldat dem Demonstranten entgegensteht, sondern ein fremder, die lokale Sprache nicht sprechender, auf Befehle aus weit entfernten Zentralen horchender, Soldat. Toll!"

      Ja, das wäre wirklich toll! Die entfernte Zentrale wäre nämlich Brüssel. Und die ist ja demokratisch legitimiert. Dort hat ohnedies Lunacek das Sagen. Was die sagt, plappern alle sozialpopulistischen Parteien (Sozialisten, Grüne, diverse Volksparteien) nach. Sie kann sich deren Unterstützung sicher sein. Wir würden viele Ausgaben für unser überflüssiges Heer einsparen und könnten das Geld zielgerichteter zum Kauf von Wählerstimmen für fortschrittliche Parteien, zur Unterstützung unterdrückter und verfolgter Frauen und Homosexueller einsetzen. Ausschreitungen bei Demonstrationen würden sich dann nicht mehr gegen Unschuldige richten, sondern gegen die wahren Schuldigen, die reaktionären Kräfte, die noch immer nichts aus der Geschichte gelernt haben. Österreichs Sozialparadies könnte so zum Vorbild für die ganze Welt werden. Die EU macht dabei sicher mit! Wetten?

  21. simplicissimus
    26. Juni 2014 06:57

    Ich moechte Zemans Rede in keiner Weise abschwaechen und freue mich, wenn ein tschechischer Politiker einmal was Vernuenftiges sagt.

    In einem Punkt aber muss ich widersprechen:

    Es waren eindeutig die Westmaechte (die den Kern der NATO bilden und sie aucvh gegruendet hatten), die den Schutz Oesterreichs vor einem uebermaechtig gewordenen oestlichen Kommunismus noetig gemacht haben.

    Die zugrundeliegende Ursache der Misere darf halt nicht uebersehen werden.
    Voellig unabhaengig nun vom Ukrainekonflikt und etwaigen positiven Ansaetzen da und dort. Man kann nun meinen, die Zeiten fuer Revanchismus sind vorbei, man soll das alte Unrecht vor neunzig Jahren ruhen lassen. Gut, ist eine Ansicht.
    Ich jedenfalls moechte aber nicht immer Vasall sein, der fuer immer fragwuerdigere Machtspiele ausgenutzt wird. Das ist eine andere Ansicht.

    Es muss doch noch eine andere Politik der Staerke moeglich sein, als NATO-Bombereien oder EU-Aufpudelei.

  22. Tullius Augustus
    26. Juni 2014 06:15

    Die Tschechen haben in langen, leidvollen Jahren der Besetzung durch die Russen gelernt was es bedeutet:

    - die Rhetorik die von den Russen kommt: Das andauernde Reden vom Frieden kombiniert mit den scheinbaren, vorgetäuschten Taten: Das dauernde Vor und Zurück, Hin und Her: Eine Friedenskonferenz, eine Konsultation, eine Initiative nach der anderen & dennoch entsteht er nicht, der Friede.

    - das was die Russen wirklich wollen und in Wahrheit tun, nämlich diametral gegen den Frieden in Europa zündeln, weil es in Europa noch immer die Friedensordnung von 1945, der Nato, der USA und des Westens gibt.

    Milos Zeman & die Tschechen haben die Russen und besonders Putin schon lange durchschaut, sie haben ihre Kolonialherrenmentalität leidvoll kennen gelernt, sie haben auch eine ganz ähnliche Sprache wie das Russische.

    Und die Lügen & Rechtfertigungen von Putin und Russland.

    Und die Tschechen sind realistisch und nicht so naiv und voll verzweifelter, eifernder Konfliktscheu wie die Westeuropäer und die wendigen sich immer durchlavierenden Österreicher die es immer charmant schaffen zu allen Seiten genau das zu sagen was sie hören wollen. Oder wird es im nächsten Europäischen Rat eine Kopfwäsche für Faymann geben?

    Die Tschechen haben es leidvoll lernen müssen wie die Welt funktioniert und sie haben in Milos Zeman auch einen Präsidenten der das offen und klar ausspricht.

    Milos Zeman in Prag ist halt ein Oberbefehlshaber der nationalen Streitkräfte der seine Pflichten sowie die internationalen Realitäten kennt und ernst nimmt: Bravo!





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