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FN 618: Die Nebentätigkeiten der Abgeordneten

Lesezeit: 1:00

Die (deutschen) Gewerkschaften tadeln in einer neuen „Studie“, die auch von der „Süddeutschen“ groß berichtet wird, dass jeder vierte Bundestags-Abgeordnete eine Nebenbeschäftigung hat.

Bei uns wird das von Gewerkschaft&Co ebenso getadelt. Warum bitte? Eigentlich sollte man ja im Gegenteil jene drei Viertel der Abgeordneten kritisieren, die keine andere Tätigkeit haben. Sie haben viel mehr als die anderen den Kontakt zur normalen Bevölkerung verloren. Für sie ist Politikersein der einzige Beruf. Sie sind viel mehr als Berufstätige nur von der Partei abhängig, damit sie auch wieder aufgestellt werden, um der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Freilich: Ein echter Apparatschik will ja wohl gerade solche Kreaturen ohne eigene Meinung, die alles der Partei zu danken haben.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 01:12

    Ganz im Gegenteil: Politiker ohne Brotberuf sollten a priori kein passives Wahlrecht haben. Die Politfunktionäre, die nie in ihrem Leben die reale Arbeitswelt kennnenlernten oder Mangels eigener Erwerbsfähigkeit durch ihrer Partei voll erpreßbar sind, werden niemals meine sondern immer nur ihre Interessen vertreten. Und warum sollte ich sie dann wählen?

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 00:26

    Ja klar, es sollen doch die 75% Berufsschmarotzer, pardon Berufspolitiker, nicht unbedingt fauler angesehen werden als die 25% der nebenbeschäftigten Abgeordneten.

    Wo sind die Zeiten, in denen Politik ehrenamtlich, od. wenigstens nebenberuflich ausgeübt wurde? Die heutigen politischen Selbstbedienungsmechanismen, gleichen der Dekadenz des franz. Hofes zu Versailles.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 07:54

    Demnächst bitte noch bepuderte Zöpfchen und Zierdegen - je weniger Ahnung vom Leben, desto besser für das Stimmvieh, das die Apparate so in die Gesetzgebung hineinschwemmen. Gut dann für den Tag des großen Köpferollens - man erkennt sie leichter ...

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 08:22

    Die Frage stellt sich allerdings, ob der Großteil unserer Abgeordneten überhaupt dazu in der Lage wäre eine ordentliche Nebentätigkeit auszuüben, außer bei Kammern, politischen Vereinen etc.?

  5. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 01:15

    Wenn mit der deklarierten Nebentätigkeit eines Abgeordneten kein Interessenskonflikt oder gar Mißbrauch entsteht, dann sind solche Volksvertreter viel weniger anfällig für Korruption und Vereinnahmung, weil sich ihnen neben der Praxisnähe auch noh nach Beendigung der Politikerlaufbahn eine Existenzmöglichkeit bietet.

    In diesem Sinne müßte man unseren Abgeordneten eine solche Nebentätigkeit sogar "verordnen"!

  6. Ausgezeichneter KommentatorEco
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 13:23

    Politikschmarotzer raus aus den politischen Körperschaften. Ohne je einer außerpolitischen Beschäftigung ( das Wort " Arbeit " stellt sich ja gar nicht )
    nachgegangen zu sein, schreiben sie der arbeitenden Bevölkerung vor, wo es lang geht.
    Angefangen von Cap. Karas, Schieder, Spindelegger, Faymann ( pardon er war Taxifahrer ) u.v.a.
    Ohne Partei sind sie nichts, sagen manche sogar dümmlich.
    Wie schaut die Karriere dieser Berufspolitiker aus ?
    Rote Falken, Soz.Jugend, CV, Bauernkammersekretär, AK-sekretär, Wirtschaftsbundsekretät, Wirtschaftskammersekretär, Gewerkschaftsfunktionär, Nationalrat, ( Bundesrat ) Regierungsmitglied .
    Alle kassieren und wollen denen ihren unbedarften Willen aufzwingen, die einer
    ehrlichen Arbeit nachgehen. Sie reden wie Blinde von der Farbe - und werden gewählt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. April 2014 08:36

    Die Damen und Herren Abgeordnete sollten neben ihrer "aufreibenden" Parlamentstätigkeit durchaus aus etwas Schweißtreibendes hackeln: täte den meisten von ihnen wohl gut!

    Wichtig wäre allerdings, dass sie dann auch im Parlament etwas Gescheites zum Volkswohl beitragen.
    Zu diesem Zweck sind sie von uns ja auch gewählt!!!

    (mail to: gerhard@michler.at)


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    23. April 2014 09:46

    Gerade die Gewerkschaften haben es notwendig! Wo doch eine ganze Reihe österreichischer Abgeordnete sozusagen im "Nebenberuf" (oder gar im Hauptberuf) Gewerkschaftsfunktionäre sind. Gusenbauer hatte das ja weitgehend abgestellt, unter Faymann haben wir es aber wieder voll da.

  2. Eco
    22. April 2014 13:23

    Politikschmarotzer raus aus den politischen Körperschaften. Ohne je einer außerpolitischen Beschäftigung ( das Wort " Arbeit " stellt sich ja gar nicht )
    nachgegangen zu sein, schreiben sie der arbeitenden Bevölkerung vor, wo es lang geht.
    Angefangen von Cap. Karas, Schieder, Spindelegger, Faymann ( pardon er war Taxifahrer ) u.v.a.
    Ohne Partei sind sie nichts, sagen manche sogar dümmlich.
    Wie schaut die Karriere dieser Berufspolitiker aus ?
    Rote Falken, Soz.Jugend, CV, Bauernkammersekretär, AK-sekretär, Wirtschaftsbundsekretät, Wirtschaftskammersekretär, Gewerkschaftsfunktionär, Nationalrat, ( Bundesrat ) Regierungsmitglied .
    Alle kassieren und wollen denen ihren unbedarften Willen aufzwingen, die einer
    ehrlichen Arbeit nachgehen. Sie reden wie Blinde von der Farbe - und werden gewählt.

  3. Josef Maierhofer
    22. April 2014 09:56

    Wer nominiert diese untätigen Figuren zu Feudalgehältern ?

    Die Parteien.

    Wer beschließt die Feudalgehälter und Pensionen dieser Nomenklatura ?

    Die Parteien.

    Wer wählt solche Parteien ?

    Der 'freie' Bürger, die Klientel, die Schmarotzer, ...

    Tief sind wir gesunken.

  4. Wertkonservativer
    22. April 2014 08:36

    Die Damen und Herren Abgeordnete sollten neben ihrer "aufreibenden" Parlamentstätigkeit durchaus aus etwas Schweißtreibendes hackeln: täte den meisten von ihnen wohl gut!

    Wichtig wäre allerdings, dass sie dann auch im Parlament etwas Gescheites zum Volkswohl beitragen.
    Zu diesem Zweck sind sie von uns ja auch gewählt!!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  5. terbuan
    22. April 2014 08:22

    Die Frage stellt sich allerdings, ob der Großteil unserer Abgeordneten überhaupt dazu in der Lage wäre eine ordentliche Nebentätigkeit auszuüben, außer bei Kammern, politischen Vereinen etc.?

  6. Gerhard Pascher
    22. April 2014 07:57

    Jedes Ding hat zwei Seiten.
    Einerseits können 100%ige Berufspolitiker sich voll ihrer übertragenen Aufgabe widmen, haben aber gleichzeitig die erwähnten Nachteile (keine Erfahrung des realen Erwerbslebens, Abhängigkeit von Parteien usw.). Andererseits sind Politiker mit "Nebenberufen" (man beachte Mehrzahlbildung!) oft nur politisch tätig, um für die ihnen außerparlamentarischen Tätigkeiten bessere Geschäftserfolge zu erzielen. Es gibt zwar Spielregeln bezüglich der zusätzlichen Tätigkeiten, aber diese werden sehr lasch gehandhabt.

    Ideal wäre es, wenn sich erfolgreiche Menschen, welche den Wunsch haben, für einige Jahre dem Volk etwas Gutes zu tun, sich uneigennützig (also ohne Politikerbezüge, nur Spesenersatz) dem Gemeinwohl zur Verfügung stellen würden. Vereinzelt sieht man solche Philanthropen in anderen Ländern. Damit könnte man den Weizen von der Spreu trennen.

    Viele Politiker verstehen es auch nicht, sich besser zu verkaufen. Die oftmaligen TV-Sitzungsübertragungen mit teilweise leeren Sitzen, Anwesende welche sich mit völlig anderen Dingen beschäftigen und teilweise polemischen Reden zeigen ein sehr schlechtes und negatives Bild von ihrem Beruf gegenüber den Wählern. Andererseits versuchen Spitzenpolitiker in gezeigten Interviews ihr von Beratern erlerntes Können, wie man alles immer positiv darstellen kann. Aufgeklärte Bürger erkennen dabei aber vielfach nur eine Show.

  7. Helmut Oswald
    22. April 2014 07:54

    Demnächst bitte noch bepuderte Zöpfchen und Zierdegen - je weniger Ahnung vom Leben, desto besser für das Stimmvieh, das die Apparate so in die Gesetzgebung hineinschwemmen. Gut dann für den Tag des großen Köpferollens - man erkennt sie leichter ...

  8. mischu
    22. April 2014 01:15

    Wenn mit der deklarierten Nebentätigkeit eines Abgeordneten kein Interessenskonflikt oder gar Mißbrauch entsteht, dann sind solche Volksvertreter viel weniger anfällig für Korruption und Vereinnahmung, weil sich ihnen neben der Praxisnähe auch noh nach Beendigung der Politikerlaufbahn eine Existenzmöglichkeit bietet.

    In diesem Sinne müßte man unseren Abgeordneten eine solche Nebentätigkeit sogar "verordnen"!

  9. Haider
    22. April 2014 01:12

    Ganz im Gegenteil: Politiker ohne Brotberuf sollten a priori kein passives Wahlrecht haben. Die Politfunktionäre, die nie in ihrem Leben die reale Arbeitswelt kennnenlernten oder Mangels eigener Erwerbsfähigkeit durch ihrer Partei voll erpreßbar sind, werden niemals meine sondern immer nur ihre Interessen vertreten. Und warum sollte ich sie dann wählen?

  10. RR Prof. Reinhard Horner
    22. April 2014 00:46

    reinhard.horner@chello.at

    Ist das schlimm,Nenn sich Politiker während ihrer demokratisch begrenzten Funktionszeit auf ihre Aufgaben ohne Nebentätigkeiten konzentrieren?

    Kreaturen ohne eigene Meinung sei die Absicht der Politiker? Geht es nicht vielleicht eher um eine Erwartung der Kritiker?

    • Inger
      22. April 2014 13:46

      Brigitte Imb - normalerweise habe ich an ihren Ausführungen nichts zu kritisieren.
      Heute kann ich nicht anders! Tut mir direkt irgendwie leid.
      Aber ich muss sie schon fragen, wie kommen sie darauf, dass in der Politik ehrenamtlich gearbeitet wurde? Tja zu Kaisers Zeiten - aber das hat man abgeschafft und das mit gutem Recht. Zu Kaisers Zeiten gab es keine "Normalen" in der Politik, da waren nur reiche Adelige in der Lage, sich der Politik zu widmen.
      Und das hat man aus gutem Grund abgeschafft und daher die Menschen, die sich dafür zur Verfügung gestellt haben, entschädigt. Weil, es kann doch keine gute Politik sein, die nur von Leuten gemacht wird, die es sich leisten können.
      Oder sind sie da anderer Meinung?
      Und ehrlich, mir tun auch die Vorurteile direkt weh, die man so gegen Politiker hat.
      Aber, das habe ich auch schon ausgeführt, als ich mich zu dem Beitrag vor drei tagen "Sie stehlen wie die Raben" ausführlichst geäussert habe.
      Ich weiss nicht, diese Pauschalverurteilungen und Beurteilungen die find ich unfair.
      Es gibt soviele Männer und Frauen, die aus purem Idealismus, wenn auch relativ gut bezahlt, einen großen Teil ihres Lebens der Politik widmen. Da meine ich nicht die, die aus der vorgegebenen Schiene Kammern und so, dann den Sessel wechseln, sondern die, die ganz normal ihren Auf- und Einstieg in die Politik machen. Ich kenne Politiker jeden Coleurs, aber alle haben eines gemeinsam, sie haben sich ganz normal hinaufgedient. vom kleinen Gemeinderat dann ins Parlament oder in den Landtag. Alle hatten die Hoffnung, dort dann etwas bewegen zu können. Aber dem ist nicht so, wenn man neu einsteigt, bekommt man einen Platz ganz hinten, sowohl räumlich gesehen, als auch auf der Rednerliste.
      Da gibt es dann solche Diskussionen wie, der XY hat daheim dauern die Go offen, aber im Parlament sieht und hört man nichts von ihm. Da ist dann die Enttäuschung groß, obwohl der Betroffene gar nichts dafür kann. Je weiter vorn man ist, umso mehr Redezeit und das zum Zeitpunkt der TV-Übertragung, die sogenannten Hinterbänkler dürfen sich zwar abstrampeln, aber offiziell schaut es so aus, als seien sie gar nicht vorhanden.
      Solche Leute wie Cap und Co verdecken natürlich den Blick auf die Realität. Da gibt es ein paar, die hucken seit Ewigkeiten in den ersten Reihen und die verdecken den
      Blick auf die, die strebsam ihrem Job nachgehen, sowohl im Parlament als auch im Wahlkreis. Die Abgeordneten haben ihrer Partei im Parlament zu dienen, daheim dann in der Bezirksarbeit. Weil sie kommen ja auch aus diesem Reservoir. Und die sogenannte Parteisteuer, also ein Teil des Abgeordnetengehaltes hilft ja auch die Parteistrukturen zu erhalten.
      Ich komme wieder darauf zurück, die Bürger sollten sich vielmehr für ihre Gemeinde interessieren. wenn sie hin und wieder zu Gemeinderatssitzungen gingen, dann würden sie zumindest ein bisschen eine Ahnung haben, wie sich die Leute bewähren, die dann von den Bezirksparteileitungen für die diversen Listen nominiert werden. Die Quereinsteiger schlagen ja oft hohe Wellen, aber nur beim Einstieg, weil meistens ist ihr politiisches Dasein nicht sehr langlebig, weil Politik ist ein hartes Brot und ohne Arbeit geht auch da gar nichts. Nur, und das ist das Problem, man sieht halt nicht recht viel davon.
      Ich weiss natürlich, es gibt überall solche und solche, aber ich meine, man darf die vielen, die wirklich aus Überzeugung arbeiten, nicht mit denen in einen Topf schmeissen, denen es wirklich nur um's Geld geht.

    • terbuan
      22. April 2014 14:47

      @Inger

      Einen Beitrag verfehlt, die Brigitte Imb steht darunter, aber egal, ich gebe Ihnen recht, es gibt noch Idealisten in der Politik, aber die Schmarotzer überdecken diese leider, sie sind zu leise, zu bescheiden und zu unbedankt!

  11. Brigitte Imb
    22. April 2014 00:26

    Ja klar, es sollen doch die 75% Berufsschmarotzer, pardon Berufspolitiker, nicht unbedingt fauler angesehen werden als die 25% der nebenbeschäftigten Abgeordneten.

    Wo sind die Zeiten, in denen Politik ehrenamtlich, od. wenigstens nebenberuflich ausgeübt wurde? Die heutigen politischen Selbstbedienungsmechanismen, gleichen der Dekadenz des franz. Hofes zu Versailles.

    • Inger
      22. April 2014 16:29

      Bedauerlicherweise habe ich die Antwort für Brigitte Imb falsch platziert. Aber lieber terbuan, sie wird es finden.
      Eigentlich hab ich auch noch was vergessen weil mir immer soviel zu dem Thema einfällt.
      Ich meine auch, es wäre ganz wichtig, dass man die Dauer des Abgeordnetenmandats beschränkt. Weil alle, die zu lange gut gepolstert sitzen, haben keinen Anreiz mehr, sich im bürgerlichen Beruf, so sie überhaupt einen haben, auf dem Laufenden zu halten bzw fortzubilden und daraus entstehen dann die sogenannten Berufspolitiker, die verteidigen ihre Position in den vorderen Reihen - sie können ja sonst nichts - und die, die vielleicht idealistisch und auch gut wären, haben gar keine Chance, sich einen der vorderen Plätze zu ergattern. Und damit versinken sie im politischen Nirwana, daraus entsteht dann der Frust der Wähler und so weiter und so fort. Ich denke da müsste man ansetzen, dann wäre das Bemühen aller größer. Aber so ? Da siegt der mit den besten Ellenbogen, das ist ja sattsam bekannt.

    • Brigitte Imb
      22. April 2014 20:15

      @ Inger,

      vielen Dank für Ihre ausführliche Replik, der ich zum überwiegenden Teil klar zustimme.
      Es ist schon richtig, daß Politiker grundsätzlich niemals ehrenamtlich gearbeitet haben und daß es unfair ist zu pauschalieren. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur Nostalgisches vorbringen, wo ich halt im ländl. Raum Ehrenamtlichkeit immer wieder erleben durfte (*, wo die politische Korrektheit noch nicht so in der Sprache verankert war und wo klar war, daß nie ALLE gemeint sein können. Und ja, selbstverständlich kenne auch ich viele - natürlich Lokalpolitiker(LP) -, die sich für ihre Gemeinde einsetzen, mit den besten Absichten.
      Dabei durfte ich beobachten wie diese LP von der übergeordneten Instanz belogen und betrogen werden. Sie erhalten völlig falsche Angaben, natürlich ohne Belege und sie werden, so sie nicht auf Linie und gar aufmümpfig sind, einfach abgeschossen, od. wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen. Fast kein Unangepaßter schafft es zu höheren Weihen, wie etwa in eines der Parlamente. Wer bei den Systemparteien auf dieser Ebene angekommen ist, dem wurde sicher bereits einiges an Kadergehorsam abverlangt. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wie von Ihnen bereits ausgeführt, ist vor dem "Abschuß" keiner sicher.

      (* Ehrenamtlich wurde auch boykottiert. In meiner kl. Heimatgemeinde fühlte sich mein Vater - der eine Vet. Praxis betrieb - bemüßigt als aufklärender Mensch in den Gemeinderat einzuziehen. Natürlich parteifrei (gab eh fast nur Schwarze) und ohne jegliche Bezüge, bzw. Vergütungen. Dies führte über kurz od. lang zu Vorwürfen er sei ein "eingeschleuster" Roter. Ich weiß es nicht mehr genau wie lange er sich diesen Job im GR antat, sicher nicht über Gebühr. Zudem herrschte wirklich ein intellektueller Unterschied; das ging soweit, daß eine ihm von der Tierärztl.HS angebotene Versuchsstation im GR abgelehnt wurde. Die "Bauernschädeln" meinten dieses "neumoderne Zeugs" nicht zu brauchen. Daraufhin wurde diese Anstalt, sehr erfolgreich, in Wieselburg errichtet und "unsere" Bauern konnten später v. den künstl. Befruchtungen gar nicht genug bekommen.(Auf diesem Gebiet war mein Vater Vorreiter und schrieb darüber seine Diss.)

      So, nun wissen Sie noch beinahe meine ganze Familiengeschichte..;-)

      Als Conclusio muß ich schreiben - u. bin beinahe wieder geneigt zu pauschalieren -, (alle) Politiker sind DUMM. Was nat. nicht stimmen kann, denn mein Vater war alles andere als dumm, ganz im Gegenteil. Und er war doch auch einmal, wenn auch kurz u. nur lokal, ein POLITIKER.

      Ach ja, Ihre Idee mit der begrenzten Dauer für ein Mandat ist gut (aber nicht neu), wird aber überall dort wo es zur Anwendung kommen sollte umgangen. S. Erdogan u. Putin, et al.

      Zudem gehören die 75% Berufsschmarotzer zurückgestutzt. Ohne Zivilberuf sollten derartige Stellen gar nicht zu bekommen sein. Die Entwicklung geht ohnedies in die für uns falsche Richtung und bald werden die Steuerzahler 100% Berufsschmarotzer zu bezahlen haben.

      LG





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