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Der wahre Heinisch-Skandal

Lesezeit: 5:00

Es sind schon oft irgendwo Schularbeitshefte aufgetaucht, wo sie nicht sein sollten. Daher regt mich der „Datenskandal“ im Gegensatz zu den restlichen Medien nicht sonderlich auf. Daran scheint nur dreierlei schlimm: Erstens, dass die Frau Heinisch-Hosek zwei Monate lang auf Informationen zum Datenleak nicht reagiert hat (ein Minister bekommt freilich täglich zahllose Mails); zweitens der bifie-Hochmut gegenüber seinen Informanten (auch wenn das einer der vielen Hinausgeworfenen des bifie ist); und drittens, dass die Mailadressen Zehntausender Lehrer eine Zeitlang ungeschützt waren (die aber in den allermeisten Fällen eh allen Schülern und Eltern bekannt sind, so wie einst fast alle Telefonnummern im Telefonbuch standen, also viel intimere Kontaktdaten). Schülernamen sind auf dem ominösen rumänischen Server hingegen keine gestanden. Was mich statt dieser Datengeschichte viel mehr empört, ist das allgemeine Schweigen zum wirklichen Skandal rund um altlinke Ideen der neuen Unterrichtsministerin.

Denn über die Gefahren durch diese Ideen wird erstaunlicherweise nirgendwo gesprochen. Obwohl bei ihrer wirklichen Realisierung sehr viele Bürger empört sein werden. Die Ministerin will nämlich die Ziffernnoten – vorerst – in den ersten drei Volksschulklassen abschaffen und durch verbale Beurteilungen ersetzen. Das ist aus vielen Gründen eine Dummheit.

  • Denn erstens demotiviert und ärgert ein verbales Zeugnis alle jene Schulkinder, die bisher stolz auf ihre guten Noten sein konnten. Alle Kinder wollen sich bei jeder (schulischen, spielerischen oder sportlichen) Betätigung gerne messen und vergleichen – das begreifen nur die Kuschelpädagogen nicht. Genau aus diesem Grund waren die einstigen "Jungscharspiele" ein totaler Flop.
  • Zweitens steckt da ganz offensichtlich der nächste linke Versuch dahinter, Schülern wie Lehrern das böse Leistungsdenken abzugewöhnen. Ihre Parolen lauten ja: „Matura für alle“ und „Nur ja niemand darf durchfallen“ (siehe auch das Gerede der sich in die Liebe verabschiedenden Frau Rudas von einer Abschaffung der Matura).
  • Und drittens sind die Schulen schon wieder mit einem schädlichen Produkt eines kurzsichtigen und ideologischen Pädagogen-Geschwätzes konfrontiert. Es haben ja schon so viele am Schreibtisch erfundene Pädagogik-Moden zur nachhaltigen Verschlechterung der Schulen beigetragen.

Die vom Ministerium ausgeschickten Pädagogen berufen sich darauf, dass Ziffernnoten nur teilweise mit echter Leistung zusammenhängen. Ja, gewiss. Das weiß man seit Generationen. Leistung lässt sich in ihrer Gesamtheit nie exakt messen. Deswegen hat es Kindern in Schwierigkeiten auch oft geholfen, wenn nach einem Schulwechsel die Chemie zwischen den neuen Lehrern und ihnen viel besser war. Deswegen gibt es auch so viele Debatten über die komplizierten Objektivierungsversuche bei der neuen Zentralmatura.

Das ist aber kein Argument gegen Ziffernnoten. Denn die verbalen Beurteilungen haben genau dasselbe Problem wie die in Ziffern: Lehrern sind halt manche Schüler sympathisch und andere nicht. Auch Lehrer sind keine Übermenschen.

Verbale Beurteilungen sind in vielen Fällen bloßes Gewäsch. Auf solchen verbalen Zeugnissen steht halt dann formelartig meist der nichtssagende Satz: „Du hast Dich bemüht“. Und erst mühsame Exegese wird auf Vergleichswegen herausfinden, dass es besser (oder schlechter?) wäre, wenn dort stünde: „Du hast Dich sehr bemüht“. Wegen solcher (sogar einklagbaren!) Formelhaftigkeit sind ja auch die verbalen Arbeitszeugnisse längst total unbrauchbar geworden. Und werden von allen Personalchefs ignoriert. Wichtig ist ihnen höchstens die dabeistehende Telefonnummer, wo sie dann die Wahrheit zu hören bekommen.

Vom Ministerium wird verbreitet, dass man ja in einem Ziffernsystem „Werte, Arbeitshaltung und Sozialkompetenz“ nicht messen könnte. Das ist heiter. Denn es waren ja einst genau die linken Pädagogen, die die Betragens-Note bekämpft haben, die generationenlang genau das gemessen hatte. Jetzt wird dasselbe wieder eingeführt – halt verbal.

Das einzige, was Heinisch-Hosek anstelle der Noten an Konkretem bietet, sind „verbindliche Elternaussprachen“. Nun, erstens könnte man Aussprachen ja auch bei Ziffernnoten verbindlich machen. Zweitens sind Eltern, die nicht schon freiwillig mit den Lehrern reden, ohnedies eine Katastrophe. Und drittens hat die Ministerin nicht dazugesagt, was denn die Konsequenzen wären, wenn solche Eltern auch bei den „verbindlichen“ Aussprachen nicht erscheinen. Wahrscheinlich 50 Nach-Termine, 30 Mahnungen und 80 Briefe, damit eine SPÖ-Ministerin nur ja immer ihre Kuschel- und Sozialkompetenz zeigt. Die man ja auch am langen Bestemm der Vorgängerin gegen jede ernsthafte Konsequenz bei kontinuierlichem Schulschwänzen beobachtet hat.

Hinter dem Ruf nach Verbalen Beurteilungen steht natürlich wieder die linke Einheitsbrei-Strategie. Das Ziel ist altbekannt, die Strategie ist nur ein wenig anders. Ohne Noten, ohne Leistung, ohne Differenzierung sollen alle Kinder neun Jahre lang nebeneinander sitzen. Bis dann halt die nächste Reform nach rot-grün-pinker Art kommt und sagt, dass ja Bildungsweg-Entscheidungen mit 15 viel zu früh wären; dass man mindestens bis zum Alter von 18 alle in die gemeinsame Schule schicken müsse. Und ein paar Jahre später wird wohl jemand draufkommen, dass es eigentlich auch sehr ungerecht sei, wenn man nicht jedem seinen Bachelor-Titel zukommen lasse (hoffentlich in gegenderter Form).

Noch einmal zurück zum „Datenskandal“. Es ist zwar logisch, dass jetzt alle über die präpotente Frau Heinisch-Hosek, die Unfähigkeit ihres Kabinetts und das so von sich selbst eingenommene bifie herfallen. Das gehört zum politischen Spiel. Aber viel erstaunlicher ist das Schweigen von Lehrer- und Elternvertretern zum wichtigsten Aspekt der Angelegenheit: zur Tatsache, dass die Daten zu Schule und Schultype weiterhin geheimgehalten werden, wenn sie nicht gerade irgendwo in Rumänien stehen. Niemand will offenbar Transparenz.

Niemand will die Daten einzelner Schüler wissen. Aber die Qualität von Lehrern und Schulen geht uns sehr wohl etwas an. Das kann kein Privatwissen sein. Die Schule ist ein Dienstleister und keine Obrigkeit. Und wir sind die Kunden, die das Beste für unsere Kinder wollen. Sollten nicht eigentlich Kunden die Könige sein?

PS: Für die Firma Kapsch, der das offensichtlich passiert ist, ist die Sache eigentlich besonders unerfreulich. Kapsch wird aber in den Medien überaus freundlich ausgespart. Warum nur . . .

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2014 07:32

    Ich finde v.a. das P.S. diskussionswürdig, soferne die in der PRESSE kolportierten Zusammenhänge tatsächlich so gelaufen sind:
    Die Firma des Präsidenten der österreichischen Industriellenvereinigung erhält einen Auftrag, dessen Kosten - sicherlich nicht nur im dreistelligen Eurobereich - vom österreichischen Steuerzahler bezahlt werden.
    Und dann geschieht etwas, was am Bau durchaus üblich ist. Der Auftrag wird an eine Tochterfirma ausgelagert. Diese Tochterfirma der Firma Kapsch hat aber ihren Sitz in Rumänien. Diese gibt den Auftrag schließlich auch noch weiter, sodass letztendlich ein rumänisches Unternehmen den Auftrag mit brisantem Inhalt (Hunderttausende vertrauliche, datengeschützte österreichische Informationen) bearbeitet.
    Nun mag es schon sinnvoll sein, z.B. für die Erlangung und Ausführung von Aufträgen in Rumänien eine Subfirma vor Ort zu haben. Das spricht für den unternehmerischen Hausverstand des Herrn Präsidenten Kapsch.

    Völlig anders ist jedoch die Sache zu sehen, wenn ein österreichischer Industriepräsident einen sensiblen österreichischen Auftrag letztlich einer rumänischen Firma zukommen lässt, und damit auch einen Gutteil österreichischer Steuergelder von Österreich weg in den Ostbalkan verlagert!

    Da stellt sich doch die Frage, ob ein solcher Unternehmer noch für das Präsidentenamt der Österreichischen Industriellenvereinigung tragbar ist, auch wenn er für die Unterrichstministerin ob seines überraschend gezeigten öffentlichen Eintretens für die Gesamtschule ein durchaus angenehmer Geschäftspartner sein mag ...

  2. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2014 05:37

    Wenn die Schwarzen anders koaliert hätten, so hätten wir so manches Problem nicht und könnten hoffnungsfroher in die Zukunft sehen. So einfach ist das. Nach 5 Jahren Schmiedt haben wir jetzt 5 Jahre Heinisch-Hosek. Und was kommt danach? Wie viele verlorene Generationen wollen wir noch produzieren?

  3. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2014 02:59

    Was ihre Vorgängerin C. Schmied begonnen hat, soll offensichtlich unter Heinisch-Hosek vollendet werden, nämlich der endgültige Todesstoß für unser Schul- bzw. Bildungssystem.

    Fehlt nur noch, daß die Linken auch bei sportlichen Wettkämpfen - wie z. B. jüngst bei der Olympiade - verlangen, keine Medaillen mehr zu vergeben, sondern lediglich verbale Beurteilungen, oder dürfen solche Veranstaltungen in Zukunft gar nicht mehr stattfinden?

    Aber wenn es dann um das Feiern der Besten für unser Land geht, da stehen sie alle wieder in vorderster Reihe und drängen sich um den Platz an der Leistungsonne. Wenn das nicht die Absicht und die Heuchelei dieser Gestalten entlarvt, was dann?

    Ad P.S.: Wer weiß, welche Vetternwirtschaft einmal mehr hinter dieser Firma steckt, daß man sie als Verursacher nicht an das Licht der Öffentlichkeit zerrt? ;-)
    Bei den Sozis und ihren korrumpierten Medien muß man immer damit rechnen!

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2014 08:45

    Das Abschaffen der Schulnoten passt gut zum 'gleicher Lohn für gleiche Leistung'.

    Es ist schon unangenehm für die Frauen-/Gender-/Tanssexuelle-/MigrantenministerInnen wenn Sie eben diesen gleichen Lohn einfordern und dann ein wohlmeinender Bürger auf Qualifikationsunterschiede verweist. Eine 'genügend' ist eben kein 'sehr gut'. Eine AHS-Matura halt keine HTL-Matura. Ein Bachelor in Kommunikationswissenschaften halt kein Diplom in Chemie.

    In der realen Wirtschaft, also da wo reale Kundenwünsche erfüllt werden wollen, wird ein grosser Unterschied beim Einstiegsgehalt gemacht, je nach Ausbildungstyp und den dort erworbenen Noten.

    Und schon schließt sich der Kreis! Keine Noten und Einheitsschule nimmt dem Arbeitgeber die Möglichkeit der Vorselektion.

    Es bleibt dabei, betrieblich abwandern bevor es zu spät ist! Denn all diese völlig unausgebildeten heutigen Schüler kommen dann wohl nur mit Zwang in Lohn und Brot.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2014 09:46

    Dass die meisten Eltern nicht kapieren, was da gespielt wird, ist traurige Tatsache.

    Dass die Linken zur Zerstörung des Bildungssystems angetreten sind, ist auch Tatsache.

    Dass die Linken am liebsten meinungslose Faule um sich haben ('lasst dicke Männer um mich sein ...') ist auch Tatsache, die sich darin äußert, dass ein Arbeitsverweigerer mehr Mindestsicherung erhält als ein regulär Arbeitender.

    Dass die Partei der Linken samt ihren 'Unterstützern' diese Vorhaben hauptsächlich zu Selbstbedienungszwecken und zu Machtausübung gegen das Volk ausführt, ist auch traurige Tatsache. Das erklärt die eingangs gemachte Feststellung, dass die Verbildung gezielt ausgeführt wird, um nur ja möglichst wenig Fleißige und Kluge zu haben, damit man seinen Selbstbedienungsgeschäften bonzenhaft und ungestört nachgehen kann.

    Das Ganze firmiert unter 'Demokratie'.

    Nun frage ich mich, gibt es schon so wenige Denkende und Demokratiefähige unter uns ?

  6. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2014 12:47

    Was regt sich Hr.Dr.Unterberger auf, daß die Schulen immer weniger leistungsorientiert werden - was brauchen wir Noten in der Volksschule, was brauchen wir eine Matura - es reicht doch vollkommen, wenn die Studenten auf der Uni dann Lesen, Schreiben und Rechnen lernen! Das reicht dann schon, um Sozialhilfeempfänger zu werden. Lediglich das - klitzekleine - Problem, wer das dann bezahlen soll, scheint noch nicht gelöst - denn der Rest der Welt speziell die intelligenten Leute in Asien sind sehr wohl leistungsorientiert, denn sie wissen, daß sie sonst auf der Welt nicht bestehen können.
    Wenn dann unsere schwach oder gar nicht geforderten armen jungen Menschen auf diese 'bösen' Nicht-Realitätsverweigerer treffen, spielt's Granada ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Februar 2014 12:42

    Zu Dr. Unterbergers „PS: Für die Firma Kapsch, der das offensichtlich passiert ist, ist die Sache eigentlich besonders unerfreulich. Kapsch wird aber in den Medien überaus freundlich ausgespart. Warum nur . . .“.
    Solches Schweigen der Medien zu skandalösen Vorgängen kommt nicht nur der Firma Kapsch zu Gute. Häufig gibt es statt Berichte über skandalöse Vorgänge Schweigen darüber in den Medien und als Kompensation dafür Inserate...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGustav Anonym
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. März 2014 14:09

    Hätte jemand vielleicht Zugang zu den nun unverhofft veröffentlichten Daten des bifie? Ich würde gerne selbst ein paar Auswertungen durchführen und die Ergebnisse natürlich gerne hier zur Verfügung stellen.

    Ist vielleicht jemand mal ein Link auf diesen rumänischen Server untergekommen?


alle Kommentare

  1. cmh (kein Partner)
    02. März 2014 11:12

    Verbindliches Elterngespräch?

    Wie wäre es da mit öffentlichen Prüfungen? Eine einzige Jahresabschlussprüfung, an der alle Eltern durchgehend anwesend zu sein haben. Wenn nicht, dann kein Weiterkommen.

    Nur so ein Gedanke.

  2. Rau
    02. März 2014 09:58

    Richtig! Fussball spielen mit Wattebällchen bringt nix! Da gehört schon eine ordentliche Lederwuchtel her, die einem dann und wann auch schon mal die Nase bricht, wenn sie einen zu direkt trifft ,)

  3. Wuffzeck (kein Partner)
    01. März 2014 15:35

    Absoltut richig!
    Nur folgendes noch als Argumentergänzung:
    Hinter jeder "Ziffernnote" stand und steht sowieso eine "verbale Beurteilung".

  4. RR Prof. Reinhard Horner
    01. März 2014 14:15

    reinhard.horner@chello.at

    Warum nur ...

    Klar, denn die Rücksicht auf die Industriellenvereinigung, die in mehrfacher Weise an der Demolierung bewährter Elemente unseres Bildungswesens mitwirkt, steht auf dem Programm.

  5. Gustav Anonym (kein Partner)
    01. März 2014 14:09

    Hätte jemand vielleicht Zugang zu den nun unverhofft veröffentlichten Daten des bifie? Ich würde gerne selbst ein paar Auswertungen durchführen und die Ergebnisse natürlich gerne hier zur Verfügung stellen.

    Ist vielleicht jemand mal ein Link auf diesen rumänischen Server untergekommen?

  6. Hegelianer (kein Partner)
    01. März 2014 10:46

    Der gefährlichste Unfug ist es, unbestimmte Konstrukte wie "Werte" und "Sozialkompetenz" gleichrangig mit Leistung handeln zu wollen. Mit den alten Betragensnoten hat dies genau gar nichts zu tun. Indes wird einer Ideologisierung Tür und Tor geöffnet. Schwache und/oder faule Schüler seien dann eben "sozial kompetent" oder vertreten die richtigen "Werte" (sprich: sie sind "für Europa" und "gegen Rechts"). Manch guter Schüler hingegen sei sozial nicht kompetent, schlicht, weil er besser ist als die anderen, bzw. er vertritt nicht die richtigen "Werte", wenn das Elternhaus z.B. als national gilt.

    • Undine
      01. März 2014 13:56

      @Hegelianer

      ************!
      Auf den Punkt gebracht!

      "...Schwache und/oder faule Schüler seien dann eben "sozial kompetent" oder vertreten die richtigen "Werte"..."

      Hauptsache, diese empfinden nach Ende der abgesessenen Schulpflicht alles Abnormale als normal!

    • cmh (kein Partner)
      02. März 2014 11:13

      "Werte" und "Sozialkompetenz"?

      Warum nicht gleich "politische Gesinnung"?

  7. Erich_47 (kein Partner)
    01. März 2014 10:17

    Schon wenn ich 20 Schüler beurteile kann ich für faire differenzierte Formulierungen kaum garantieren. Das System kann in der Volksschule gut funktionieren, aber dort finden sowieso bereits zumindest an den Sprechtagen intensive Gespräche der Lehrerinnen (Lehrer gibt es dort fast keine)mit den Müttern (Väter kommen selten) statt.

    Allerdings: wenn ich im Semester 150 oder mehr Schüler verbal beurteilen soll, dann geht das nur mehr mit standardisierten Vorlagen. Jeder Lehrer an AHS oder BMHS wird mir das gerne bestätigen. Und für Zweifler: bei 5 bis 6 Klassen mit durchschnittlich 30 Schülern in Fächern mit Tests oder Schularbeiten kommen wir locker auf diese Zahl. Durchschnittlich 30 deshalb, weil die ersten Jahrgänge einer HTL in den technischen Abteilungen immer mit 36 Schülern (davon leider max. 4 bis 5 Mädchen) aufgefüllt werden. Mir graute vor der Idee, auch die einzelnen Tests verbal beurteilen zu müssen. Ich hatte mir ein Prozentsystem zurechtgelegt, das zwar offiziell verboten war, aber inoffiziell sehr gerechte Ergebnisse lieferte.

    Schon für die Beurteilung der von mir seinerzeit betreuten Diplomarbeiten an der HTL, für die der Landesschulinspektor seitenlange Erklärungen einforderte, hatte ich mir ein Schema zurechtgelegt. Natürlich wollte ich jeden Maturanten gerecht und richtig bewerten. Zum Schluss musste ja sowieso das ganze Geschriebene in eine einzige Note gegossen werden! Die Erklärungen waren daher nur juristische Absicherungen für die nächsthöhere Instanz im Falle eines Einspruchs!

    Noch eine Anmerkung: wenn ein Schüler gerade noch negativ ist (45% richtig) und ein anderer fast alles falsch hatte (10% richtig), dann wirft die beiden unser derzeitiges System in einen Topf. Ergibt der nächste Test bei beiden eine befriedigende Leistung, dann darf ich dem 45%er leichten Herzens eine gute 4 geben, aber dem 10%er nicht sagen, dass er fast noch negativ ist. Auch der 10%er steht dann auf Genügend. Zumindest, wie es die nächsthöhere Instanz sieht.

    • Undine
      01. März 2014 10:51

      @Erich_47

      *********************************!

      "Mir graute vor der Idee, auch die einzelnen Tests verbal beurteilen zu müssen. Ich hatte mir ein Prozentsystem zurechtgelegt, das zwar offiziell verboten war, aber inoffiziell sehr gerechte Ergebnisse lieferte."

      Danke für Ihre offenen Worte und Gratulation zu Ihrem inoffiziellem, individuellem Beurteilungsmodus! Zwischen vorgegebener Theorie und geübter Praxis verläuft sichtlich eine große Kluft!

      "Allerdings: wenn ich im Semester 150 oder mehr Schüler verbal beurteilen soll, dann geht das nur mehr mit standardisierten Vorlagen."

      Man fragt sich zurecht: Wozu das ganze "verbale Beurteilen", wenn es doch viel einfacher und prägnanter mit Ziffern von 1 bis 5 geht.

      Wenn man zusätzlich die ganzen Schulversuche der letzten Jahrzehnte und deren Effizienz Revue passieren läßt, weiß man, daß auch die heute favorisierte Methode der Bewertung wieder sang- und klanglos verschwinden wird!

    • cmh (kein Partner)
      02. März 2014 11:18

      @Erich 47

      Denke ich mir auch und ich beurteile das verbal mit meinen Textbausteinen A1, A11, und A111 sowie AA1 und AAA.

      Noch Fragen?

      NB: Wie freue ich mich doch immer über die computergenerierten Geburtstagsmails die ich fallweise erhalte.

  8. Undine
    01. März 2014 09:00

    A.U. schreibt:

    "Die Ministerin will nämlich die Ziffernnoten – vorerst – in den ersten drei Volksschulklassen abschaffen und durch verbale Beurteilungen ersetzen. Das ist aus vielen Gründen eine Dummheit."

    Es kommt auch noch hinzu, daß ein Zeugnis mit Ziffernnoten wesentlich übersichtlicher ist---da weiß man wenigstens, "was" man hat. Ein Kind konnte sich früher über "lauter Einser" freuen und mit Recht stolz sein. Die höchste Steigerung war in meiner VS-Zeit ein "Römischer Einser" in meinem Schulheft! Ich sehe heute noch meinen ganze 8cm großen Röm. Einser vor mir---ach, was habe ich mich damals insgeheim gefreut und war natürlich angespornt!

    Damals, so erinnere ich mich, gab es auch "Zwischennoten", die man als Kind sehr wohl gut zu deuten wußte: 1-2, 2? usw.; zudem gab auch die Größe der Ziffer Auskunft über die Leistung und ein "unterstrichener" Einser kam in der Rangfolge gleich nach dem "Römer"!

    Ich kann mir vorstellen, daß die verbale Beurteilung die Schulkinder etwas ratlos macht und als etwas nebulos empfunden wird. Früher wußten die Lehrer schon auch, wie man Kinder zu guter Mitarbeit bringen konnte---und man liebte und achtete sie dafür!

  9. Haider
    01. März 2014 00:33

    Verstehe ich das richtig? "1" ist eine nichtverbale/faschistoide und "sehr gut" eine verbale/sozialistisch gute, "2" eine nichtverbal-schlechte und "gut" eine verbal-traumhafte usw .... Benotung? Welche Idiotie. Seit Jahrzehnten gibt es derartigen Unsinn in Arbeitszeugnissen. Selbstverständlich ist dort sofort ein formaliserter Quatsch entstanden, sonst hätte sich doch jeder Arbeítgeber vor den klagenden Gewerkschaftern fürchten müssen. Für wie dumm halten uns die Marxisten? Der ganze Nomenklaturenunsinn (B-Zug, II. Klassenzug, Leistungsgruppen oder Bürgerschule/Hauptschule/Neue Mittelschule etc.) ist doch reine marxistische Augenauswischerei. Das Austauschen der Türtaferl ist nur in den Augen von Sozis REFORM. Mehr haben sie in ihrer Geschichte noch nie zusammengebracht. Straßenschilder wechseln ist in deren Augen große Politik.

  10. sin
    28. Februar 2014 22:06

    Kapsch betreffend: Jetzt ist mir klar, warum der Firmenchef so vehement für die Gesamtschule eintritt. Wieder einmal zeigt sich leider: "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe"...
    Zur verbalen Beurteilung: Es wird dann wohl auch Schüler geben, die sich nach der Notengebung zurücksehnen. Denn diese lässt manche Schüler in einem viel milderen Licht erscheinen, als wenn die reale Situation beim Namen genannt wird. Frau Heinisch- Hossek kann sich das ja an ihrer eigenen Beurteilung als Ministerin leicht ausmalen. Selbst die schlechteste Note ist für sie immer noch günstiger als die verbale Beurteilung. Am 18. Dezember informiert, gibt sie sich Ende Februar als Vorkämpferin der Aufklärung, nachdem sie die ganz Zeit nichts gemacht hat.
    Es könnte heißen:"Trotz ihres netten Auftretens erfüllt sie in keiner Weise die Anforderungen zur erfolgreichen Führung eines Ministeriums".

    • cmh (kein Partner)
      02. März 2014 11:21

      Denke ich mir auch und eigentlich ist dieser Mann rücktrittsreif.

      Denn wenn das, was er getan hat nicht korrupt ist...

  11. Cotopaxi
    28. Februar 2014 16:26

    o.T.

    Seltsames Wording der Presse-Schreiberling ;-)

    Lateinamerikaner, die mittels Schlepper in die USA gebracht werden wollen, werden als Migranten bezeichnet.
    Menschen aus dem Rest der Welt, die mittels Schlepper in die EU gebracht werden wollen, werden dagegen durchwegs als Flüchtlinge bezeichnet.
    Warum dieses differenzierte Wording? Welche politische Absicht steckt dahinter?
    Auf diese Art und Weise haben zumindest in den Augen der Gutmenschen die USA, das Land des Hussein Obama., kein Flüchtlingsproblem.

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/1568854/Von-Schleppern-eingesperrt_Armee-befreite-61-Migranten?from=gl.home_panorama

  12. Brigitte Imb
    28. Februar 2014 16:12

    OT - Bürgerbeteiligung

    Eine Petition der Oppositionsparteien für einen Unersuchungsausschuß zur HAA kann unterschrieben werden.

    https://www.parlament.gv.at/SEC/Zustimmen.shtml?popup=true&gpCode=XXV&inr=8&ityp=PET&ebiDocumentUri=%2FPAKT%2FVHG%2FXXV%2FPET%2FPET_00008%2Findex.shtml .

  13. Politicus1
    28. Februar 2014 16:06

    Entwarnung!
    „Der Server und die Daten waren gesichert, der Folder mit den betroffenen Daten Passwort-geschützt und der Prototyp der Applikation, ebenfalls auf dem Server, war nur einem beschränkten Personenkreis zugänglich“
    "Über einen Schadcode seien die Schutzmechanismen ausgehebelt und das gesicherte Verzeichnis mit den Daten der Informellen Kompetenzmessung (IKM) zugänglich gemacht worden."
    Laut Kapsch-BusinessCom-Geschäftsführer Franz Semmernegg müsse über einen Insider eine Schadsoftware eingespielt worden sein.
    http://orf.at/#/stories/2220249/

    gesichert .. Passwort-geschützt ... nur einem beschränktem Personenkreis zugänglich ...

    Na, dann wird ja sehr rasch möglich sein, den Bösewicht (oder die Bösewichtin) aus dem beschränktem Personenkreis ausfindig zu machen ...

  14. Rosi
    28. Februar 2014 12:47

    Was regt sich Hr.Dr.Unterberger auf, daß die Schulen immer weniger leistungsorientiert werden - was brauchen wir Noten in der Volksschule, was brauchen wir eine Matura - es reicht doch vollkommen, wenn die Studenten auf der Uni dann Lesen, Schreiben und Rechnen lernen! Das reicht dann schon, um Sozialhilfeempfänger zu werden. Lediglich das - klitzekleine - Problem, wer das dann bezahlen soll, scheint noch nicht gelöst - denn der Rest der Welt speziell die intelligenten Leute in Asien sind sehr wohl leistungsorientiert, denn sie wissen, daß sie sonst auf der Welt nicht bestehen können.
    Wenn dann unsere schwach oder gar nicht geforderten armen jungen Menschen auf diese 'bösen' Nicht-Realitätsverweigerer treffen, spielt's Granada ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  15. A.K.
    28. Februar 2014 12:42

    Zu Dr. Unterbergers „PS: Für die Firma Kapsch, der das offensichtlich passiert ist, ist die Sache eigentlich besonders unerfreulich. Kapsch wird aber in den Medien überaus freundlich ausgespart. Warum nur . . .“.
    Solches Schweigen der Medien zu skandalösen Vorgängen kommt nicht nur der Firma Kapsch zu Gute. Häufig gibt es statt Berichte über skandalöse Vorgänge Schweigen darüber in den Medien und als Kompensation dafür Inserate...

    • Undine
      28. Februar 2014 14:58

      @A.K.

      "Häufig gibt es statt Berichte über skandalöse Vorgänge Schweigen darüber in den Medien und als Kompensation dafür Inserate..." *******!

      So geht's halt zu bei uns in Bagdad---ist doch ganz normal, oder?

  16. La Rochefoucauld
    28. Februar 2014 11:45

    Ganz selten teile ich in diesem Fall die Meinung von A.U. aus eigener Erfahrung mit zwei kleinen Kindern in der Volksschule nicht vollständig.

    Beide hatten in der 1. Klasse keine klassischen Noten, sondern eine 12-seitige schriftliche Beurteilung ihrer Leistungen in folgenden Kategorien und Subkategorien (jeweils in Klammer) erhalten:

    - Arbeits- und Sozialverhalten
    - Deutsch (Sprechen, Schreiben)
    - Lesen
    - Rechtschreiben
    - Verfassen von Texten
    - Sprachbetrachtung
    - Mathematik (Natürliche Zahlen, Rechenoperationen +/-, Geometrie, Maßeinheiten)
    - Sachunterricht
    - Musikerziehung
    - Bewegung und Sport
    - Bildnerische Erziehung
    - Englisch
    - Werken (Textil, Technisch)
    - r.k. Religion

    Zu jeder einzelnen Kategorien waren im Durchschnitt ca. 6-8 unterschiedliche fix vorgegebene Feststellungen (im Idealfall zu erbringende Leistungen) angedruckt und die Lehrerin hat zu jeder dieser Feststellungen mit einem gelben Markerstift in einem Balken entweder 1 bis 4 Kästchen markiert.

    In Deutsch waren diese Feststellungen auszugsweise:
    - Ich höre anderen zu und warte, bis ich an der Reihe bin
    - Ich spreche deutlich
    - Ich kann verständlich und zusammenhängend erzählen
    - Ich schreibe Buchstaben richtig ab
    - Ich schreibe in der richtigen Zeile
    - etc.

    In Mathematik:
    - Ich kenne die Zahlen und Mengen im Zahlenraum 100
    - Ich arbeite selbständig mit Rechenspielen
    - Ich rechne im Zahlenraum 10 + und -
    - etc.

    Am Ende des Halbjahres und des Jahres haben wir in einem Gespräch mit der Lehrerin diese 12 Seiten ausführlich besprochen.

    So schlecht ist dieses System aus meiner Sicht. Zumindest für das erste, vielleicht auch für das zweite Schuljahr. Für die Eltern ist es sehr viel ausführlicher, als wenn die Kinder "nur" mit dem klassischen Zeugnis 1-5 heimkommen. Man wird deutlicher und frühzeitiger über vorhandene Schwächen informiert und kann versuchen, an diesen daheim zu arbeiten. Die Schwierigkeit - und hier gebe ich A.U. wieder recht - wird sein, wie und wann man von so einem System wieder zu einem System 1-5 umschalten kann. Eine verbale Beurteilung ("er hat sich bemüht") sehe ich in diesem System auch nicht. Aber vielleicht gibt es diese an anderen Schulen. Das entzieht sich meiner Kenntnis.

    • La Rochefoucauld
      28. Februar 2014 11:50

      Der letzte Absatz soll natürlich mit "So schlecht ist dieses System aus meiner Sicht NICHT" beginnen. Mea culpa.

    • fenstergucker
      28. Februar 2014 12:36

      @La Rochefoucauld

      Wenn es sich bewährt, könnte man dieses System mit den Ziffernnoten kombinieren, aber ganz darauf verzichten ist ein Unding.

    • La Rochefoucauld
      28. Februar 2014 12:45

      @fenstergucker

      Das stimmt. Grundsätzlich betrachtet sind die ausgefüllten 4 Kästchen zu jeder einzelnen Feststellung (siehe oben) ja fast schon eine Note. Eine Ebene höher aggregiert hätten wir wieder die Noten. Eine rein verbale Beurteilung gab es bei uns zumindest nicht.

    • terbuan
      28. Februar 2014 13:16

      @La Rochefoucauld

      Eines meiner Enkelkinder besucht die Grund(Volks)schule in Werder/Havel, Bundesland Brandenburg.
      Dort wurde in der 1. Klasse das gleiche System angewendet, mit nur kleineren Abweichungen bei der von Ihnen erläuterten Struktur.
      Die Beurteilungen bestehen aus Textbausteinen, welche von der Lehrkraft individuell angepasst werden.
      Ich kann Ihrer Beurteilung nur voll und ganz zustimmen, es ergab sich ein sehr gutes Bild über das Verhalten und die Fortschritte des Kindes.
      Der Übergang auf das Benotungssystem ab der 2. Klasse war übrigens problemlos.

    • Undine
      28. Februar 2014 15:12

      @La Rochefoucauld

      "...in der 1. Klasse keine klassischen Noten, sondern eine 12-seitige schriftliche Beurteilung ihrer Leistungen..."

      Nur eine bescheidene Frage: Wie sehen dann diese "schriftlichen" Beurteilungen in Schulklassen aus, deren Schüler---sagen wir einmal über den Daumen gepeilt---ACHT verschiedene Muttersprachen haben, wobei die Eltern dieser Kinder oft des Lesens und Schreibens auch ihrer eigenen Sprache unkundig sind?

      Verfassen in diesem Fall acht Dolmetscher die verbale Beurteilung, die dann von den Eltern nicht einmal verstanden wird??? Ziffern von eins bis fünf wären gerade noch verständlich.

      Früher einmal, als in Ö noch alle Kinder deutscher Muttersprache waren (ja, das ist kein Märchen, das gab es tatsächlich einmal!), wäre diese schriftliche Beurteilung ---zumindest in der 1. Kl. VS ---kein (Verständigungs-) Problem gewesen---aber heutzutage? In Wien?

    • La Rochefoucauld
      28. Februar 2014 15:31

      @Undine

      Es gibt keine verbale Beurteilung. Es gibt das von mir oben beschriebene Beurteilungssystem samt Gespräch mit der Lehrerin, die zu jedem einzelnen Punkt ihre Meinung mit den Eltern bespricht. Zumindest für mich war das keine Beurteilung, sondern mehr eine Erläuterung oder Begründung.

      Eltern, die selbst nicht der deutschen Sprache ausreichend mächtig sind, tun sich natürlich mit diesem System noch ein wenig schwerer. Wobei meine Erfahrung ist, dass diese Eltern erst gar nicht zu dieser Besprechung hingehen. Ich glaube aber, dass diese eher bildungsfernen Schichten auch bei einem 4er oder 5er im Zeugnis ihrer Kinder auch nicht wüssten, was sie daheim tun sollten, um diesen Umstand zu beheben.

      Für uns selbst war dieses Beurteilungssystem ein Erfahrungsgewinn, da viel detaillierter als ein Zeugnis auf den Entwicklungsstand des Kindes eingeht.

    • Undine
      28. Februar 2014 15:58

      @La Rochefoucauld

      Danke für Ihre ausführliche Antwort! Auch Ihr Kommentar ist sehr interessant ---ich hatte nur Schwierigkeiten, mir das alles in der Praxis in einer Wiener Schule vorzustellen, wie ich mir überhaupt das Unterrichten heutzutage sehr schwierig vorstelle, wenn die deutsch sprechende Lehrperson kaum verstanden wird.....

    • La Rochefoucauld
      28. Februar 2014 16:19

      @Undine

      Bei uns (ein Wiener Bezirk innerhalb des Gürtels) ist der Ausländer-/Migrantenanteil zwar auch schon beachtlich. Ich würde sagen so ca. 50% der Kinder haben Migrationshintergrund.

      Davon ist aber der größte Teil aus ex-Jugoslawien und die bemühen sich eigentlich redlich und auch die Eltern sprechen durchaus vernünftig Deutsch (wenn auch mit dem typischen Akzent).

      Türken haben wir keine in der Klasse (das hat zu Beginn des Schuljahres auch die Lehrerin überrascht). Dafür aber ein Mädchen aus Indonesien, eines aus Saudi-Arabien und eine Polin. Schwierig haben es eigentlich nur die beiden Mädchen aus Indonesien und Saudi-Arabien, wo die Eltern offensichtlich nicht Deutsch sprechen. Wie sich die beiden schulisch entwickeln werden, wird man noch sehen.

    • Undine
      28. Februar 2014 23:55

      @La Rochefoucauld

      Von einer befreundeten, mittlerweile pensionierten Professorin (Mathematik, Chemie, Physik) an einem Linzer Gymnasium kenne ich den Ausdruck "-ic-Klassen", die vorwiegend aus kroatischen Schulkindern zusammengesetzt sind. Über diese Kinder wußte sie viel Positives zu berichten; sie seien ganz besonders fleißig, wissensdurstig und aufmerksam, insgesamt besser als "unsere" Schüler. Diese Freundin ist nicht gutmenschlich angehaucht, deshalb wiegt ihr Urteil sehr objektiv.

  17. Lieber Augustin
    28. Februar 2014 11:37

    Das beste Rezept hat gestern der berühmte Professort R. Taschner in der "Presse" geliefert:

    Statt der "ad nauseam geführten" Diskussionen über Schulformen oder "das zentrale Testen von 'Kompetenzen'" (Zentralmatura?) sollte man die universitäre Ausbildung der Lehrer so verbessern, dass sie die Kinder "unangreifbar, glaubwürdig und beeindruckend" unterrichten können.

    "Denn das sollte immer gelingen: In jeder Klasse unterrichtet mindestens eine Lehrerpersöhnlichkeit, die jungen Menschen fachlich wie auch menschlich als glänzendes Vorbild begegnet".

    Konsequenterweise fordert er die "stant pede"-Schließung des BIFIE und die Übertragung seiner Aufgaben auf die kompetenten Beamten des Ministeriums.

    So einfach wäre das also, Frau Ministerin:
    Lehrer künftig zu glänzenden Vorbildern ausbilden, und das BIFIE auflösen.
    Warum tun Sie es nicht, wenn eine so hohe Intelligenz wie Prof. Taschner dies so dringend empfiehlt?

    Oder wissen Sie nicht, wo die vielen vorbildlichen Lehrer herkommen sollen? Dann nehmen Sie doch Kontakt mit Prof. Taschner auf und fragen Sie ihn das.

    • Undine
      28. Februar 2014 15:25

      @Lieber Augustin

      Gibt es eigentlich noch die früher an Lehrer-Bildungsanstalten angeschlossenen sog. "ÜBUNGSSCHULEN", in denen die "werdenden" Lehrer regelmäßig und so oft wie möglich hospitieren und praktisch üben können, bzw. müssen? Oder wo sonst kann es überprüft werden, ob sich der/die Betreffende als Lehrperson eignet? Gibt es ein Ausleseverfahren VOR Antritt des Studiums?

    • LF
      28. Februar 2014 18:32

      @ Undine 15:25
      Ja, die gibt es im Prinzip noch - leider spiegeln sie aber meines Wissens keineswegs die Realität in einer Wiener VS! Zumindest nicht die einer VS - Klasse mit 100(!)% Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache, die es mittlerweile auch geben soll.

    • cmh (kein Partner)
      02. März 2014 11:29

      Ich schließe mich der Meinung des Prof. Taschner an. Es sollte jedoch auch der Vollständigkeit halber überlegt werden, nicht das Biefie, sondern das Ministerium samt seinen nachgeordneten Behörden stante pede aufzulösen.

      Das Kultusamt ist eh schon beim Assistenzkanzler Ostermayer hinzuresortiert worden.

  18. Cotopaxi
    28. Februar 2014 10:50

    o.T.

    Baumeister Lugner ist wirklich bewundernswert, denn er schafft es wirklich, bei jeder Gelegenheit ins Bild zu kommen, danach kommt aber schon Dr. Faymann:

    http://diepresse.com/home/leben/mensch/opernball/1568687/Opernball_Blutige-Schlaegerei-um-Johannes-B-Kerner

    • Gast (kein Partner)
      01. März 2014 15:52

      @Cotopaxi

      Seit wann ist Faymann denn "Doktor" ?!
      Sind Sie sicher, dass er überhaupt Matura hat ?

      Übrigens: Ob Frau Rudas wohl OHNE Matura (die sie ja nicht mehr für notwendig hält) und OHNE entsprechend dicke Brieftasche (wer weiß was noch alles von Vorteil war...) je eine Chance an der Standford University bekommen hätte ?

    • cmh (kein Partner)
      02. März 2014 11:31

      Nicht einmal ihren Abgang - bringt die Laura zsamm!

  19. Josef Maierhofer
    28. Februar 2014 09:46

    Dass die meisten Eltern nicht kapieren, was da gespielt wird, ist traurige Tatsache.

    Dass die Linken zur Zerstörung des Bildungssystems angetreten sind, ist auch Tatsache.

    Dass die Linken am liebsten meinungslose Faule um sich haben ('lasst dicke Männer um mich sein ...') ist auch Tatsache, die sich darin äußert, dass ein Arbeitsverweigerer mehr Mindestsicherung erhält als ein regulär Arbeitender.

    Dass die Partei der Linken samt ihren 'Unterstützern' diese Vorhaben hauptsächlich zu Selbstbedienungszwecken und zu Machtausübung gegen das Volk ausführt, ist auch traurige Tatsache. Das erklärt die eingangs gemachte Feststellung, dass die Verbildung gezielt ausgeführt wird, um nur ja möglichst wenig Fleißige und Kluge zu haben, damit man seinen Selbstbedienungsgeschäften bonzenhaft und ungestört nachgehen kann.

    Das Ganze firmiert unter 'Demokratie'.

    Nun frage ich mich, gibt es schon so wenige Denkende und Demokratiefähige unter uns ?

    • cmh (kein Partner)
      02. März 2014 11:35

      Wenn die Eltern ihren Schulabschluss nur grad so hinbracht haben - wen wunderts.

      Und gerade das ist die verderbliche Langzeitwirkung der sozialistischen Schulpoitik samt der sozialistischen Gesellschaftspolitik.

      Mittlerweile beginne ich mir schon die Zeit zurückzuwünschen, in der wir von vertrottelten Adeligen regiert wurden und vor die Wahl gestellt, würde ich dieses Sytem der Diktatur durch vertrottelte Sozen vorziehen.

  20. dssm
    28. Februar 2014 08:45

    Das Abschaffen der Schulnoten passt gut zum 'gleicher Lohn für gleiche Leistung'.

    Es ist schon unangenehm für die Frauen-/Gender-/Tanssexuelle-/MigrantenministerInnen wenn Sie eben diesen gleichen Lohn einfordern und dann ein wohlmeinender Bürger auf Qualifikationsunterschiede verweist. Eine 'genügend' ist eben kein 'sehr gut'. Eine AHS-Matura halt keine HTL-Matura. Ein Bachelor in Kommunikationswissenschaften halt kein Diplom in Chemie.

    In der realen Wirtschaft, also da wo reale Kundenwünsche erfüllt werden wollen, wird ein grosser Unterschied beim Einstiegsgehalt gemacht, je nach Ausbildungstyp und den dort erworbenen Noten.

    Und schon schließt sich der Kreis! Keine Noten und Einheitsschule nimmt dem Arbeitgeber die Möglichkeit der Vorselektion.

    Es bleibt dabei, betrieblich abwandern bevor es zu spät ist! Denn all diese völlig unausgebildeten heutigen Schüler kommen dann wohl nur mit Zwang in Lohn und Brot.

    • cmh (kein Partner)
      02. März 2014 11:37

      Ich könnte mir ein gutes Plakat für den Republikbrenner Kaske vorstellen.

      "Gerechtigkeit hilft, die Löhne in Österreich hochzuhalten.

      Helfen Sie der Kaske AK, die Unternehmen in Rumänien zu unterstützen."

  21. Politicus1
    28. Februar 2014 07:32

    Ich finde v.a. das P.S. diskussionswürdig, soferne die in der PRESSE kolportierten Zusammenhänge tatsächlich so gelaufen sind:
    Die Firma des Präsidenten der österreichischen Industriellenvereinigung erhält einen Auftrag, dessen Kosten - sicherlich nicht nur im dreistelligen Eurobereich - vom österreichischen Steuerzahler bezahlt werden.
    Und dann geschieht etwas, was am Bau durchaus üblich ist. Der Auftrag wird an eine Tochterfirma ausgelagert. Diese Tochterfirma der Firma Kapsch hat aber ihren Sitz in Rumänien. Diese gibt den Auftrag schließlich auch noch weiter, sodass letztendlich ein rumänisches Unternehmen den Auftrag mit brisantem Inhalt (Hunderttausende vertrauliche, datengeschützte österreichische Informationen) bearbeitet.
    Nun mag es schon sinnvoll sein, z.B. für die Erlangung und Ausführung von Aufträgen in Rumänien eine Subfirma vor Ort zu haben. Das spricht für den unternehmerischen Hausverstand des Herrn Präsidenten Kapsch.

    Völlig anders ist jedoch die Sache zu sehen, wenn ein österreichischer Industriepräsident einen sensiblen österreichischen Auftrag letztlich einer rumänischen Firma zukommen lässt, und damit auch einen Gutteil österreichischer Steuergelder von Österreich weg in den Ostbalkan verlagert!

    Da stellt sich doch die Frage, ob ein solcher Unternehmer noch für das Präsidentenamt der Österreichischen Industriellenvereinigung tragbar ist, auch wenn er für die Unterrichstministerin ob seines überraschend gezeigten öffentlichen Eintretens für die Gesamtschule ein durchaus angenehmer Geschäftspartner sein mag ...

    • FranzAnton
      28. Februar 2014 08:05

      Die im Unterrichtsministerium gegebenen Zustände spotten offensichtlich jeglicher Beschreibung; selbstredend wäre in dieser Sache ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss Gebot der Stunde; nicht zuletzt die Connections zwischen Ministerium und Kapsch sowie die Art und Weise der Auftragsvergabe müssten intensiv ausgeleuchtet werden, was die Koalition natürlich mit Zähnen und Klauen verhindern wird. Hoffentlich bleiben die Reporter an der faulig riechenden Sache dran, damit die Öfentlichkeit sieht, wie nicht nur mit ihren Steuern, sondern auch mit der Schulqualität Schindluder getrieben wird. Danke übrigens für den Hinweis Presse.

    • Markus Theiner
      28. Februar 2014 08:10

      Warum sollte die Sache anders aussehen weil er IV-Präsident ist? Er bleibt ja trotzdem Unternehmer und soll ja gerade als Unternehmervertreter nicht den "unternehmerischen Hausverstand" gegen Mitleid mit dem österreichischen Steuersystem eintauschen.

      Viel ärgerlicher ist es eher, wenn er diesen unternehmerischen Hausverstand nicht auch in seiner Eigenschaft als IV-Präsident anstrengt und sich bemüht die Rahmenbedingungen zu vermeiden, die es sinnvoll machen die Aufträge auf den Balkan zu schieben. So weit zur politischen Funktion.

      Für das Unternehmen selbst stellt sich aber die Frage ob die Auslagerung rechtens war, denn da gibt es ja durchaus im österreichischen (Datenschutz)recht Vorgaben unter was für Voraussetzungen man solche Aufträge weiter geben darf, wo eigentlich auch der Auftraggeber ein Auge drauf haben müsste.

    • Freak77
      28. Februar 2014 09:40

      @ Markus Theiner

      Das österr. Datenschutzrecht, das ziemlich streng ist - exakt das ist der springende Punkt! Durchaus möglich, dass in Rumänien das dortige Datenschutzrecht nicht so streng ist.

      Ob da eine Fahrlässigkeit seitens Fa. Kapsch bei einem Staatsauftrag dabei war? Oder waren diese Umstände dem beauftragenden BIFIE bekannt?

      Das Auftragsschreiben sollte angesehen werden: Was ist da vereinbart worden? Sind alle Risiken abgedeckt worden und Vorsorge getroffen worden? Gibt es die Möglichkeit für Schadenersatz?

      Klar ist, dass dem BIFIE und dem österr. Unterrichtsministerium Schaden zugefügt wurde.

      Die seriöse Firma Kapsch wird beauftragt, diese lagert die Arbeiten an die Tochterfirma in Rumänien aus. Und die Tocherfirma beauftragt vor Ort einen Subunternehmer: irgendeine Spreisslfirma in Rumänien - ich meine das kann's ja auch nicht sein.

      Für die Beantwortung dieser Fragen wird die Firma Kapsch gerade stehen müssen.
      Und die Frau Heinisch-Hosek soll sich mehr darum kümmern was in Ihrem Ressort passiert - die kann sich nicht einfach abputzen.

    • Xymmachos
      28. Februar 2014 12:42

      @Politicus1
      Daß zwischen dem Eintreten des Herrn Kapsch für die Gesamtschule und der Erteilung des überaus lukrativen Auftrages an seine Firma auch nur irgendein Zusammenhang besteht - das wollen Sie doch hoffentlich nicht andeuten!?

    • Torres (kein Partner)
      01. März 2014 10:35

      Dazu müsste man wissen, wieviel das Unterrichtinsterium der Firma Kapsch dafür gezahlt hat (bzw. angeboten hat). Da könnte es durchaus sein, dass man den Auftrag gar nicht kostendeckend im Inland hätte ausführen können und eine Auslagerung in ein Billigland gar nicht zu umgehen war. Und immerhin gehört Rumänien zur EU - es hätte ja auch Indien, China oder die Ukraine sein können.

  22. Wertkonservativer
    28. Februar 2014 06:44

    Na super!!

    Das nennt man einen optimalen Karriere-Knick: und das noch dazu extrem selbstverschuldet!

    Frau Heinisch-Hosek:
    jetzt sind Sie wieder da, wo Sie hingehören, nämlich im tiefsten Mittelmaß!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      28. Februar 2014 07:05

      Tieftest Mittelmaß?

      Für wen ihn der Rot-Schwarzen Koalitionsregierung trifft das nicht zu?

    • Wertkonservativer
      28. Februar 2014 07:55

      @ Cotopaxi:

      Diesmal sogar einigermaßen zutreffend: Eigenbau oder irgendwo abgeschrieben?
      Nun, freue mich schon auf Ihr nächstes Bonmotscherl zu ÖVP-Lasten!!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • dssm
      28. Februar 2014 08:53

      @Wertkonservativer
      Jetzt einmal ganz allen Ernstes! Cotopaxi hat ja wohl ein Lob ausgesprochen, denn ich sehe bei der Bundes-ÖVP kein Mittelmaß, sonder nur sozialistisch verbohrte, komplett unfähige, dafür gut bezahlte Nieten. (Wenn man fairerweise Herrn Kurz ausnimmt, der ist noch nicht lange genug dabei …). Wie halt in den anderen Bundesparteien auch.

      Wir haben in kurzer Zeit eine Gemeinderatswahl. Glauben Sie mir, niemand (ausser vielleicht Kurz) ist da als 'Wahlhilfe' aus Wien willkommen. Trotzdem, oder gerade desshalb, werden die ÖVP-Bürgermeister wieder ein schönes Ergebnis einfahren. Und wie schon einmal gesagt, würde sich so ein linker Genosse aus Wien anschleichen, wäre es Aufgabe der Dorffeuerwehr diesen noch an der Ortseinfahrt festzusetzen, damit er keinen Schaden anrichten kann.

  23. Cotopaxi
    28. Februar 2014 05:37

    Wenn die Schwarzen anders koaliert hätten, so hätten wir so manches Problem nicht und könnten hoffnungsfroher in die Zukunft sehen. So einfach ist das. Nach 5 Jahren Schmiedt haben wir jetzt 5 Jahre Heinisch-Hosek. Und was kommt danach? Wie viele verlorene Generationen wollen wir noch produzieren?

    • Wertkonservativer
      28. Februar 2014 08:02

      @ Cotopaxi:

      nun, mit der Anti-EU- und -Euro-Partei FPÖ wäre es für die Schwarzen kaum möglich bzw. sinnvoll gewesen, eine Koalition zu bilden!

      So einfach ist das!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      28. Februar 2014 09:58

      @ WK

      Es mag zwar für die Schwarzen Eigeninteressen sinnvoll sein, mit den Roten eine Koalition zu bilden, aber das geht eindeutig zu Lasten des österreichischen Volkes.

    • Riese35
      28. Februar 2014 10:14

      @WK: Warum?

      Tschechien und Polen stehen gut da und sind nicht im Euro. Ganz im Gegenteil fördert die eigene Währung nur den Wettbewerb. Wenn jemand Stimmen gegen den Euro erhebt, heißt es ja nicht automatisch, daß nach reiflicher Beurteilung und Abwägen aller Für und Wider am Ende auch wirklich ein Austritt steht. Gerade von den Regierungsparteien wäre viel mehr sachliche Kritik und echte Sachpolitik als die ständigen EU-Lobhudeleien angebracht, die Populismus pur sind, nur halt für einen anderen Teil der Bevölkerung. Die FPÖ versteht es, diesen SPÖVP-Populismus offenzulegen.

      Und wieso Anti-EU? Nur weil Kritik geübt wird? Diese mangelnde Kritik, die Verblendung eines Karas, die Vergötterung der EU als neue Religion machen den EU-Populismus der SPÖVP aus und ermöglichen erst der FPÖ, sich als einzige Partei zu positionieren, die gewisse Entwicklungen in der EU kritisch sieht. Wollen wir wirklich in der EU einen starken Zentralstaat, der überall hineinregiert, oder doch eher einen Staatenbund? Warum darf diese Frage nicht debattiert werden und steht jeder, der nicht in die zum Dogma erhobenen EU-Anbetungschöre mit einstimmt, außerhalb des politisch akzeptierten Bogens?

    • Wertkonservativer
      28. Februar 2014 13:05

      Werter Blogfreund @Riese 35:

      zunächst besten Dank für Ihre seriöse Replik!

      Zu den Währungen Tschechiens und Polens kann ich mangels genügender Einblicke nicht kompetent antworten.
      Ich könnte mir jedoch ganz gut vorstellen, dass sich diese Länder aus guten Gründen wohl auch irgendwann einmal dem Euro anschließen werden!
      Die hier im Blog fast flächendeckende Ablehnung der Europäischen Gemeinschaft ist für mich nicht nachvollziehbar. Dass in dieser Zusammenballung hochintelligenter Menschen die existenziellen Vorteile der europäischen Zusammenarbeit innerhalb der EU-Gremien derart verkannt werden, ist mir ein Rätsel der Sonderklasse!

      In den nächsten Wochen werden wohl viele namhafte und wichtige Persönlichkeiten unseres Landes und Europas ihre Stimme pro Europa erheben: vielleicht wird es da manchen Europa-Hassern bzw. Europa-Skeptikern klar werden, dass es auch genügend wichtige europäische Menschen gibt, die in der EU und dem Euro die einzige realistische Bastion gegen die neuen "Weltmächte" Asien und Weltfinanz sehen!

      Hier im A.U.-Forum stehe ich mit meinem Europa-Bekenntnis allein auf weiter Flur!
      Im realen Leben unseres Kontinents ist die Entwicklung zur freiwilligen Zusammenarbeit der europäischen Länder im Rahmen der EU wohl unumkehrbar, so viel hier auch dagegen gewettert wird!

      Was soll da die FPÖ, in Verhaberei mit anderen Außenseiter-Partien, nach der EU-Wahl wohl ausrichten können?
      Bitte mir nicht allzu böse sein! Meine Antwort: Nullkommajosef!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      28. Februar 2014 16:06

      @ WK

      Ein schönes Beispiel der europäischen Zusammenarbeit kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich das bundesdeutsche Geschnatter in Wiens öffentlichen Verkehrsmitteln genieße:

      Der österreichische Steuerzahler darf, ob er will oder nicht, dem bundesdeutschen studentischen Bodensatz das Studium finanzieren. Wir haben es ja.
      Und demnächst muss der Bundesdeutsche zum Medizinstudium nicht mehr nach Wien oder Graz reisen, nein, er kann schon in Linz aus dem Zug steigen.

      Pühringer, Fekter und blondem Schönling sei Dank! ;-)

    • Wertkonservativer
      28. Februar 2014 16:24

      @ Riese35:
      Kleiner Nachschlag (mit Verlaub!):

      Von Zentralstaat kann bei der EU ja wohl keine Rede sein: da stimmen im EU-Parlament ja die in den einzelnen Mitgliedsländern gewählten Mandatare für ihre Länder demokratisch zu allen EU-Gesetzen ab.
      Ein Staatenbund ist die Europäische Union ja im wesentlichen schon heute!
      Wo sind die Probleme?
      Die "Vergötterung der EU als neue Religion"? Davon ist wohl keine Rede!
      Im Endeffekt ist nmA. die EU eine Zweck- und Schicksalsgemeinschaft in einer immer problematischeren und gefährlicheren Weltumgebung!
      Sie ist zwar laufend zu verbessern und in ihrer Wirkweise zu optimieren; sie jedoch kurzerhand in den Gully der Geschichte zu verfrachten, wäre jedoch ziemlich sicher extrem unklug, und überdies aufgrund der bereits vielfältigen "Verzahnungen" ohne gröbere Zores kaum mehr durchführbar!

      Nur zur Klarstellung: ich erhalte weder von Herrn Barroso, noch von Herrn Karas irgendwelche Revenuen für meine Pro-EU-Einstellung!
      (Mache ich alles komplett gratis; erwarte mir keinen Dank, bestenfalls Häme seitens der Kollegenschaft!!)

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      28. Februar 2014 16:36

      @ WK

      Ich bin davon überzeugt, dass, wenn es darauf ankommt, die Briten eher die Interessen der USA vertreten werden, als die der EU. Und auch Polen und Tschechien fühlen sich der USA besonders verpflichtet.

    • Gerhard Pascher
      28. Februar 2014 18:20

      Werter Wertkonservativer,
      Sie stehen als "glühender Europäer" hier nicht alleine.
      Ein Austritt Österreichs aus der EU wäre nur die letzte Konsequenz, wenn es langfristig keine Änderungen/Verbesserungen geben würde. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich etwas ändern wird.
      Die FPÖ will nicht sofort aus der EU austreten, sondern kritisiert die großen Fehlentwicklungen. Es geht vielmehr darum, der EU eine neuen Rechte-Pflichten-Katalog zu verpassen. Daher sollten nur solche Parteien und Kanditaten EU-Wahl die Stimme bekommen, welche sich zu einem solchen Wandel bekennen und dafür in Zukunft einsetzen.
      Ähnliches gilt auch für die Gemeinschaftswährung Euro. Die Grundideen (Mastrichtkriterien) waren gut, nur leider wurden sie von vielen Staaten ohne vorgesehenen Sanktionen gebrochen.l

    • Wertkonservativer
      28. Februar 2014 20:06

      Nun, das ist ein Wort, lieber Herr Pascher.

      Das erste Mal seit langer Zeit, dass - neben mir - ein grundsätzliches Ja zur EU und zum Euro deponiert wird.
      Sicher werden Änderungen und Adaptierungen notwendig sein, doch das Ziel muss klar sein: die EU mit allen ihren Institutionen zu stärken und sie zur "Stimme Europas" in der Welt fitzumachen!
      Die Völker Europas sollen und müssen ihre eigenen Identitäten überwiegend selbstbestimmt bewahren können, doch die vitalsten Herausforderungen der Jetztzeit mit vereinten Kräften unter Schirmherrschaft der EU einvernehmlich und kraftvoll zu lösen imstande sein!
      Danke, werter Herr Pascher, für Ihre wichtigen und mutigen Worte!
      Ich fühle mich hier nun nicht mehr so ganz allein!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  24. Gerhard Pascher
    28. Februar 2014 05:33

    Das unnütze bifie gehört sofort aufgelöst und wenn HH einen ordentlichen Charakter hat/hätte, dann sollte sie wegen dieser Causa zurücktreten.
    Hat sie aber nicht, daher wird sie uns weiterhin erhalten bleiben und die bifie-Spitze wird halt mit anderen Freunderln besetzt werden und der Vertrag mit Kapsch wird weiterhin bestehen bleiben. In anderen Ländern gibt es in solchen Fällen auch politische Konsequenzen - siehe kürzlich in Deutschland, Japan usw. Aber in Österreich werden entstandene Probeme - wie z.B. Burgtheater, HAA usw. - eben anders gelöst.

  25. mischu
    28. Februar 2014 02:59

    Was ihre Vorgängerin C. Schmied begonnen hat, soll offensichtlich unter Heinisch-Hosek vollendet werden, nämlich der endgültige Todesstoß für unser Schul- bzw. Bildungssystem.

    Fehlt nur noch, daß die Linken auch bei sportlichen Wettkämpfen - wie z. B. jüngst bei der Olympiade - verlangen, keine Medaillen mehr zu vergeben, sondern lediglich verbale Beurteilungen, oder dürfen solche Veranstaltungen in Zukunft gar nicht mehr stattfinden?

    Aber wenn es dann um das Feiern der Besten für unser Land geht, da stehen sie alle wieder in vorderster Reihe und drängen sich um den Platz an der Leistungsonne. Wenn das nicht die Absicht und die Heuchelei dieser Gestalten entlarvt, was dann?

    Ad P.S.: Wer weiß, welche Vetternwirtschaft einmal mehr hinter dieser Firma steckt, daß man sie als Verursacher nicht an das Licht der Öffentlichkeit zerrt? ;-)
    Bei den Sozis und ihren korrumpierten Medien muß man immer damit rechnen!





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