Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Umfragen und Wahlen: Deutschland, das BZÖ und die Neos

Wir blicken alle wie die Kaninchen auf die Schlange: Mit immer mehr Spannung werden die ständig allerorten veröffentlichen Umfragen beobachtet – sie sind aber aus vielerlei Gründen nicht nur unpräzise, sondern auch falsch.

Umfragen sind vor allem eine Strategie von Zeitungen und Fernsehanstalten, sich mit „exklusiven“ Inhalten zu füllen. Sie sollen ähnlich wie ein Horoskop die Neugier befriedigen, künftige Entwicklungen vorzeitig zu erfahren. Das sieht man derzeit auch in Deutschland, wo entgegen allen bisherigen Usancen diesmal bis zuletzt Umfragen veröffentlicht werden. (Ausgerechnet) „Bild“ tut dies sogar noch am Wahltag. Und die öffentlichen-rechtlichen Anstalten taten dies heuer erstmals noch drei Tage vor der Wahl.

Diese späten Veröffentlichungen lösen mit Sicherheit immer Rückwirkungen auf das Verhalten der Wähler aus. Wer etwa gibt schon gerne seine Stimme einer Partei, die gar nicht ins Parlament kommt?

In ihrer Gier, Aufmerksamkeit zu erregen, lassen sich viele Medien bei den Veröffentlichungen auch immer wieder zu wilden Übertreibungen hinreißen. Wenn sich etwa ein dreiprozentiges „Intervall“ – das bedeutet den Bereich, in dem eine Partei laut Langtext der Umfrage liegt, – eine einprozentige Verschiebung gibt, dann sagt dies in Wahrheit absolut nichts. In der medialen Darstellung insbesondere der Boulevard-Medien wird das jedoch zur Sensation hochgespielt. Dabei sprechen alle Umfragen, wenn man sie genau liest, nur von solchen Intervallen.

Bei Wahlumfragen gibt es aber auch noch etliche nicht durch Sensationsgier verursachte Verzerrungen. Diese lassen sich auch gar nicht verhindern. Die von Laien oft als vermeintliches Problem angesprochene Größe der Stichprobe ist dabei noch das kleinste Problem.

Viel mehr Anlass zu Skepsis und Vorsicht sollte die – langfristig noch dazu wachsende – Zahl von Antwortverweigerern und Spätentscheidern sein. Was auch immer der wahre Grund sein mag, ein Fünftel bis ein Drittel sagt jedenfalls entweder: „Weiß nicht“ oder: „Das geht Sie gar nichts an“. Das wird übrigens besonders oft dann geantwortet, wenn ein sparsamer Auftraggeber aus Ostdeutschland bei den österreichischen Wählern anrufen lässt. Deutschdeutsch befragt zu werden, erweckt ja bei den meisten Österreichern keine sonderlichen Sympathien.

Diese große Dunkelziffer wird jedoch bei Veröffentlichungen immer konsequent verschwiegen. Die Institute versuchen vielmehr, die Verweigerer zu schätzen – und irren dabei immer zwangsläufig. Lange war es etwa so, dass sich FPÖ-Wähler auch bei noch so vertraulichen oder raffinierten Fragtechniken gerne verschweigen. Blau zu wählen war ja als böse abgestempelt und daher bekannte man sich nicht gerne einem Fremden gegenüber dazu.

Aber ist dieses FPÖ-Phänomen noch immer so? Oder geniert man sich vielleicht inzwischen schon eher, sich zu einer Regierungspartei zu bekennen als zu irgendeiner Oppositionsgruppe? Niemand weiß es.

Und schon gar nicht wissen die Institute, wie sie neue Parteien bezüglich der Schätzwerte behandeln sollen. Dabei gibt es in Österreich derzeit jede Menge davon: Stronach, Neos, Piraten.

Wie unzuverlässig Aussagen bei Umfragen sind, zeigt auch ein erstaunliches Phänomen der aktuellen Umfragen. Darauf hat dieser Tage der Meinungsforschungsexperte Peter Ulram hingewiesen: Fragt man die Österreicher (auch als Mittel, um Antwortverweigerer doch irgendwie einschätzen zu können), wen sie denn beim letzten Mal gewählt haben, dann sagen nur ein bis zwei Prozent: „BZÖ“. In Wahrheit war die Partei jedoch damals von zehn Prozent gewählt worden.

Aber offenbar verdrängen heute viele ihre BZÖ-Stimme. Oder sie haben einfach Jörg Haider wählen wollen und inzwischen ganz vergessen, dass man dazu BZÖ ankreuzen musste.

Haider hatte ja damals das sieche BZÖ im letzten Moment noch einmal in die Höhe gerissen, als er sehr viele ÖVP-Wähler angesichts der Zerstrittenheit ihrer eigenen Partei (siehe etwa die Intrigen der Prölls gegen Parteichef Molterer) für sich gewinnen konnte. Das war Haider damals mit einer bewussten Mischung aus wertkonservativen und wirtschaftsliberalen Positionen gelungen, die ihn als die bessere ÖVP erscheinen ließen.

Dieser Kurs war dann freilich beim BZÖ bald in Vergessenheit geraten und überdies durch etliche Affären von Kärnten bis Telekom überdeckt worden. Die Haider-Taktik wurde aber im jetzigen Wahlkampf von Josef Bucher zumindest in Hinblick auf liberale Positionen ein wenig wiederbelebt. Die wertkonservativen hat er allerdings nicht wirklich übernommen; Bucher hat sich deswegen auch einen Konflikt mit seinem Parteifreund Stadler eingehandelt (insbesondere rund um das Abtreibungsthema).

Allein das Beispiel BZÖ zeigt, wie schwer es ist, aus irgendwelchen Umfragen ein Wahlergebnis zu prognostizieren. Dies gelingt umso weniger, als niemand die eigentlich viel ehrlicheren Rohdaten, also die echten Umfrage-Ergebnisse veröffentlicht. Publiziert wird immer nur eine Schätzung des Wahlausgangs.

Das führt dann zu bisweilen lustigen taktischen Spielchen. So ließ die SPÖ in den letzten Wochen verbreiten, dass sie bei den geheimen Rohdaten viel bessere Ergebnisse für die Neos hätte, als die veröffentlichten Ergebnisse anzeigen würden.

Man muss da freilich schmunzeln, sobald man die Absicht durchschaut hat: Damit sollen ganz offensichtlich bürgerliche Wähler, die ihre Stimme nicht vergeuden wollen, doch noch zum Wählen der Neos gebracht werden. Das ist eine sehr ähnliche Strategie wie einst, als die SPÖ und insbesondere Heinz Fischer die Gründung des LIF unterstützt hatten. Auch damals hatte die SPÖ ja geglaubt, diese – weitgehend mit den heutigen Neos identische – Gruppierung würde vor allem der ÖVP schaden. Sie hat aber in Wahrheit den Grünen geschadet und ist praktisch immer auf der Seite der SPÖ gestanden.

Die allergrößte Unsicherheit ist aber durch die Wähler selber entstanden: Nur noch 40 Prozent haben laut Ulram wenigstens Reste einer emotionalen Bindung an daeine Partei. Und nicht einmal das bedeutet automatisch die Wahl dieser Partei. Dabei war dieser Bindungs-Wert einige Wahlen vorher noch doppelt so hoch.

Das Alles heißt nun nicht, dass Meinungsforschung sinnlos wäre. Ganz im Gegenteil. Man muss aber immer wissen, was da alles für Unwägbarkeiten und Ungenauigkeiten dahinterstecken, wie Medien und Parteien damit manipulieren. Und vor allem, dass es am Ende doch auf jede einzelne Stimme ankommt.

Also: Wir werden auch weiter wählen gehen müssen. Und das ist auch gut so.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2013 08:36

    Eine Meisterleistung in der Wählermanipulation war es, die Neos als "bürgerlich" zu klassifizieren.
    Wie kann eine Partei, die einen kämpferischen Kirchenfeind und Nudelsieb tragenden Pastaverehrer als einen Spitzenkandidat nominiert, auch nur einen Hauch von Bürgertum vertreten?
    Der Zweck heiligt den linksrotgrünen Medien die Mittel:
    Die Neos sollten den ÖVP- und FPÖ-Wählern als "bürgerliche" Alternative zu den beiden Altparteien präsentiert werden.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2013 02:44

    Auch für Meinungsumfragen gilt in erster Linie:

    "Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean!"

    Dieser Ozean wird den Wahlausgang an diesem Sonntag in Deutschland und nächsten Sonntag in Österreich entscheiden und das ist gut so!

    Alles Andere wäre Kaffeesudleserei!

  3. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2013 14:55

    Wer erinnert sich noch an den beginnenden, immer steiler werdenden Aufstieg Jörg Haiders? Schon damals bekamen es die Sozis ordentlich mit der Angst zu tun. Bei linksgesteuerten Umfragen gab man dem jungen Haider keine Chance; man tat so, als sei jede Stimme für ihn aufgrund "schlechter" Umfrageergebnisse ohnedies eine "vergeudete" Stimme. Jörg Haider eilte dennoch von Sieg zu Sieg---trotz der spärlichen Umfrageergebnisse.

    Als die "schlechten" Umfrageergebnisse auch nichts halfen, legte man 3 Wahltermine einfach auf einen Tag zusammen: Kärnten, Tirol und Salzburg. Die angstvolle Überlegung: Jörg Haider kann nicht in 3 Bundesländern zugleich wahlkämpfen---was sich als fataler Irrtum entpuppte.

    Als sich alle Methoden, Haider zu bremsen, als wirkungslos erwiesen hatten, versuchte man es plötzlich mit extrem hohen Umfragewerten, die nahezu unmöglich zu erreichen waren---um nach der Wahl behaupten zu können, Jörg Haider habe ja, obwohl die FPÖ tatsächlich ordentliche Zugewinne gemacht hatte, er habe eigentlich VERLOREN, denn seine Umfragedaten seien höher gewesen. Das verstehe ich unter CHUZPE---ein sprachlich häßliches, aber zutreffendes Wort für ein häßliches Verhalten.

    Und dann leistete man sich Stan Greenberg.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2013 11:00

    Umfragen sind sinnlos geworden, denn keine Partei hat ein klares unveränderliches Programm. Also kann es auch keine Kernwähler geben.
    Da sich alle Programme täuschend ähnlich sehen und während der Legislaturperiode auch Kernpunkte des Programmes leichtfertig geopfert werden, ist es dem Wähler unmöglich im Sinne einer repräsentativen Demokratie zu wählen. Da würde der Wähler nämlich jene Gruppe wählen, mit der er die meisten Übereinstimmungen bei Grundsatzfragen hat.

    Daher reicht ein kleiner Anlaß und der Wähler macht sein Kreuz bei einer anderen Partei oder bleibt überhaupt zu Hause. Dieser Anlaß kann noch einen Tag vor der Wahl kommen ...

  5. Ausgezeichneter KommentatorPumuckl
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2013 12:50

    Ich wiederhole eine bereits von @ Gregor H (k.P.)* und nochmal von @ Francois Villon (k.P.)** m.E. nicht hinreichend deutlich gepostete sehr wichtige Information:

    Seit Jahrzehnten suchte ich vergeblich weiterführende Literatur zur 1895
    erschienenen PSYCHOLOGIE DER MASSEN von GUSTAVE LE BON

    Durch oben angeführte Beiträge wurde ich fündig!

    Siegmund Freuds MASSENPSYCHOLOGIE UND ICH-ANALYSE (1921) nimmt zwar mehrfach auf LE BON Bezug, sagt aber wenig über die gerade vor Wahlen aktuelle PLANMÄSSIGE TÄUSCHUNG DER MASSEN aus.

    In den o.a. Kommentaren von @ Gregor H. und @ Francoirs Villon ist der Hinweis auf das1928 erschienene, sehr aufschlußreiche Buch " PROPAGANDA "des Freudneffen EDWARD BERNAYS viel zu undeutlich !

    Unter EDWARD BERNAYS googeln und UMFANGREICHE BEITRÄGE ZUM HEUTIGEN THEMA FINDEN ! ! !


    * @ Gregor H. (k.P) 08:29 in " Ein Wahlkampftag im ORF " vom 18. Sept. 01:22
    mit nur *** bewertet und nur einem Co-Kommentar.

    * @ Francois Villon (k.P.) in " Suche nach dem geringsten Übel " vom 19. Sept 00:56 mit nur ** bewertet.

    "PS" Aus der geringen Beachtung durch Kommentare und Sternderln schließe ich, daß diese wichtige Information von vielen Partnern übersehen wurde und versuchte somit ihr stärkere Beachtung zu verschaffen.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorplusminus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2013 16:33

    ORF enttäuscht?
    "Feigmann" und "Schwindelegger" kneifen.
    Hoffentlich schlägt sich das auch auf das Wahlergebnis nieder!

    http://orf.at/#/stories/2199471/

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2013 07:18

    Eine gefährliche Drohung von links:

    Der ÖRF meldet in den Frühnachrichten:
    "Laut Meinungsumfragen wünscht sich Mehrheit der Deutschen ein große Koalition!"

    Und der Spiegel trommelt, als wäre die Wahl schon vorbei:

    "Machtoption Große Koalition: SPD-Linke stellt Bedingungen für Bündnis mit Merkel"

    Maßgebliche Vertreter des linken SPD-Flügels stellen sich auf eine Große Koalition ein, trotz erheblicher Widerstände. Ihre Zustimmung wollen sie sich von der Union aber teuer bezahlen lassen. Schon kursieren erste inhaltliche Bedingungen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-linke-stellt-bedingungen-fuer-moegliche-grosse-koalition-a-923188.html

    Natürlich ist die FDP ein Wackelkandidat, aber keiner weiß, inwieweit sie durch Zweitstimmen von CDU-Wählern doch noch gerettet wird.

    Das ist natürlich ein Dorn im Auge des linken Mainstreams und die BZ kontert umgehend:

    "Die FDP hat den Bogen überspannt"

    http://www.berliner-zeitung.de/bundestagswahl-2013/zweitstimmenkampagne-der-fdp-die-fdp-hat-den-bogen-ueberspannt,20889098,24382788.html

    Kein Wunder, dass immer mehr Menschen diese plumpen Manipulationen durchschauen und entweder "jetzt erst recht" wählen oder der Wahl überhaupt fern bleiben!


alle Kommentare

  1. Wind (kein Partner)
  2. Matei (kein Partner)
  3. Marge (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:56

    The Mossad? No. Never. Don't be ridiculous. It would be arsbud to think the Israelis get up to this sort of thing. Never. Are you on drugs? And is that a tinfoil hat you're wearing?On a serious note, I suppose it's instructive for us that you fellows publicly celebrate the killing (or death?) of a European nationalist leader. At least we know on which side of the battlefront you place yourselves. http://gmfowjf.com [url=http://sltwbb.com]sltwbb[/url ] [link=http://fjcdnbjvkns.com]fjcdnbjvkns[/link ]

  4. Merve (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:36

    All these conspiracy thoieres fail the test of Occam's razor. Haider was seen to get drunk and take off in his car. Nobody made him do that, and once he did, his death requires no further explanation. Sports cars, high spirits, alcohol, and mountain roads make a lethal cocktail. Four times over the legal blood alcohol limit, twice the speed limit, and you want some other explanation?

  5. Robert (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:28

    it. Anyone who has been on the streets as a pdmeraaic, cop or fireman knows from experience how a combo of alcohol and fast car usually ends. I'm still glad he didn't hit any car coming from the other direction.

  6. Astrid (kein Partner)
    19. Januar 2015 14:47

    Grant and Takekaze--I've already potsed that Mossad had better things to do. But if I was going to kill this guy, Ozcam's Razor is exactly how I would cover it. We may assume he regularly gets bombed and drives at high speeds. A little patience and a little help is all that is required.

  7. Francois Villon (kein Partner)
    23. September 2013 10:45

    El Pais - eine "Qualitäts-Zeitung" - brachte vor Jahren eine herrliche Karikatur, die ich hier nur beschreiben kann. Zwei Elitäte besprechen offenbar die Diskrepanz zwischen dem was das Volk denkt und tut und dem, was die "Eliten" wollen. Der Text dazu lautete:

    "Lass uns eine Meinungs-Umfrage machen, damit sie (das Volk) wissen, was sie denken sollen."

    Gell, ganz paranoid.

    Interessant ist auch, was ein tiefer Insider dazu ganz offen darlegte.

    Steuerung der Emotionen(1)

    Eine Möglichkeit die Solidarität zu fördern, ist die Verwendung von Symbolen. ... Da wir wissen wie stark Gemälde und bestimmte Gebäude als politische Symbole wirken, sollte eine neue Ikonographie der menschli-chen Solidarität entwickelt werden. .... Man denke an die Symbole der Französischen Revolution in Paris: Grand Arche in La Defense, die Pyramiden im Louvre, die Säule am Place de la Bastille, ... als Zeichen des "Sieges" – bis heute - der Aufklärung, d. h. der Jakobiner und Freimaurer.

    Als Zamenhof 1887 das Esperanto erfand, hat er die Nützlichkeit einer gemeinsamen, von allem Menschen beherrschten Sprache erkannt, jedoch unterschätzt er ihre emotionale Bedeutung und den kulturellen Wert - und war sich offenbar nicht der Tatsache bewußt, daß eine Kunstsprache nicht das gleiche leisten konnte wie die jeweiligen Nationalsprachen(2). Aus diesem Grund und angesichts der Schwierigkeiten, wäre es sinnlos, schreibt Y. Dror, die Schaffung einer universalen Sprache, wie etwa das Esperanto, zu empfehlen. Doch als Teil der notwendigen "Revolution der Begriffe"(3) sollten bestimmte Worte wie "raison d´humanité(4) " und ähnliche „Wertbegriffe“ in alle Sprachen aufgenommen werden. Doch da solche Maßnahmen immer ein gewisses Risiko einschließen, müsse man solche Maßnahmen sehr sorgfältig vorbereiten(5).

    Konkrete, aber sorgfältig vorbereitete Maßnahmen zur Steuerung menschlicher Gefühle(6) in Richtung auf Solidarität mit der gesamten Menschheit sollten mit der Unterstützung führender Politiker und spiritueller Führer getroffen werden. Dazu gehören aber auch die entsprechenden Symbole, neue sprachliche Ausdrucksformen(7), die Einflußnahme durch bestimmte Institutionen und die Förderung geeigneter Programme in den Massenmedien(8) sowie das kreative Mitwirken der Künste(9). Möglichkeiten für eine Stärkung der psychischen Kräfte durch Erziehung(10) und Gesetzgebung(11) sollten in einzelnen Fällen auf ihre Wirksamkeit hin getestet werden.

    Was hier Dror vor ein paar Jahren schrieb ist weniger eine programmatische oder utopische These, sondern längst praktische Wirklichkeit. Im Falle „9-11“ wurde dieser Rat meisterlich exekutiert. Es ist allein schon die Chiffre „9-11“ symbolisch: ist dies doch der USA-weite Notruf! – Wie gut paßt dann die sofort ausgegebene Parole „America on attack!“ – also in akuter Not – dazu. Wie selbstverständlich ist da doch ein „patriotisches“ Projekt der „Homeland-Defense“, das natürlich und in Wahrheit ein NKWD oder dergleichen ist.

    Wir bauen an der "Schönen Neuen Welt".

    PS: Als Kürzlich - ich glaube Klaus - auf einen amerikanischen Artikel hinwies, der den jüngsten "Terror-Anschlag" im Washington DC Navy Yard als eine kriminelle Aktion Obamas demaskierte, hat diesen Artikel offenbar kaum wer gelesen, denn Resonanz war gleich null.

    Und aus diesem Grund sind wir eigentlich fast schon in der Schönen Neuen Welt angekommen.

    (1) Yehezkel Dror - Mitglied des Club of Rome: "Ist die Erde noch regierbar?", pg.156, 157. Die Zitate wurden leicht gekürzt und in den FN kommentiert.

    (2) Siehe Joh. Gottlieb Fichte über die Sprache

    (3) Was die Eroberung einer Festung in der Schlacht, ist die Besetzung der Begriffe mit neuen Bedeutungen.

    (4) C. Schmitt stellt schon fest, daß die schlimmsten Kriege und Unterdrückungen im Namen der Freiheit oder der Menschenrechte heutzutage stattfinden. So ist auch der Fortschritt und die "höhere" Zivilisation ausgedrückt in der Überwinden des "Gehegten Krieges" durch den "Gerechten", um der Neuen Weltordnung zum Durchbruch zu ver-helfen.

    (5) D. h. manipulieren.

    (6) Das US-Programm ist der Skinnersche Behaviourismus, jenes der Sowjetunion war der Reflex des Pawlow´schen Hundes.

    (7) Das ist die politisch korrekte Sprache und Ausdrucksform. Sie nahm ihren Ausgang in den USA mit den "Sullivan Priciples", denen sich US-Konzerne freiwillig unterwar-fen: Nichtdiskriminierung wegen Rasse, Religion, Geschlecht, etc. als umfassendes Eroberungs- und Beherrschungsmittel hat dies der italienische Kommunist A. Gramsci zum ideologisch-strategischen Programm erhoben. Das Ergebnis war der Marsch durch die Institutionen der 68-er.

    (8) Die uniforme Presse; weltweit 80 % aller TV-Bilder kommen aus drei Quellen.

    (9) Die Erkenntnis der Liberalen über die "Diktatur des Häßlichen" die Begriffe zu verwirren.

    (10) Ein Bekannter erzählte mir vor Jahren, daß in deutschen Höheren Schulen „9-11“ bereits ins Unterrichtsprogramm gekommen sei. Erstaunlich, wie schell das geht.

    (11) Z.B. jene Gesetze, die angeblich eine NS-Wiederbetätigung sanktionieren, aber die in Wahrheit der Aufrechterhaltung der heutigen hegemonialen Vorherrschaft und Unter-drückung der Meinungs- und Forschungsfreiheit, und auch der Ausschaltung jeglicher – wirklicher - Opposition dienen.

  8. Josef Maierhofer
    22. September 2013 20:40

    .... und dann die 'gefärbten' Ergebnisse, die bloß zur Stimmungsmache, Manipulation, etc. dienen sollen.

    Die allermeisten wählen ja wirklich aus Tradition, nach Sympathie, nach 'Bekanntheitsgrad', nach Argumenten, Programmen leider die wenigsten.

    Und manche wählen 'was in der Zeitung steht', was in der 'Konfrontation' geboten wurde, etc., ist ja alles 'Spaß' für die 'Spaßgesellschaft' ...

  9. plusminus
    22. September 2013 16:33

    ORF enttäuscht?
    "Feigmann" und "Schwindelegger" kneifen.
    Hoffentlich schlägt sich das auch auf das Wahlergebnis nieder!

    http://orf.at/#/stories/2199471/

    • fenstergucker
      22. September 2013 16:49

      Lieber biedern sich die beiden am Sonntag einem der beiden Gratisblattl an.
      Das läßt tief blicken.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. September 2013 10:11

      Auf ATV gestern das gleiche. Komische Taktik, hätte man sich das nicht von Anfang an überlegen können?

    • F.V. (kein Partner)
      23. September 2013 12:10

      Man stelle sich vor, wie der Tag eines Ministers oder Kanzlers in Zeiten wie diesen aussieht: ununterbrochen läppische Fernseh-Duelle, Bürger-"Kontakte", Maske und Schminke, beim 8-klassigen Volxschüler auch noch der Friseur, Briefings, Interviews, etc.

      D. h. sie tun überhaupt nichts anderes mehr.

      Zwar ist das für das Land fast noch ein Glück, denn wenn sie "arbeiten", kommt regelmäßig nur eine Verschlimmerung des Zustandes heraus. Aber es ist doch bemerkenswert, weil diese Figuren damit ad oculos zeigen, daß sie in Wahrheit überflüssig sind.

      Und im UTB wird dieses Überflüssige ganz überflüssig eifrig diskutiert.

  10. Undine
    22. September 2013 14:55

    Wer erinnert sich noch an den beginnenden, immer steiler werdenden Aufstieg Jörg Haiders? Schon damals bekamen es die Sozis ordentlich mit der Angst zu tun. Bei linksgesteuerten Umfragen gab man dem jungen Haider keine Chance; man tat so, als sei jede Stimme für ihn aufgrund "schlechter" Umfrageergebnisse ohnedies eine "vergeudete" Stimme. Jörg Haider eilte dennoch von Sieg zu Sieg---trotz der spärlichen Umfrageergebnisse.

    Als die "schlechten" Umfrageergebnisse auch nichts halfen, legte man 3 Wahltermine einfach auf einen Tag zusammen: Kärnten, Tirol und Salzburg. Die angstvolle Überlegung: Jörg Haider kann nicht in 3 Bundesländern zugleich wahlkämpfen---was sich als fataler Irrtum entpuppte.

    Als sich alle Methoden, Haider zu bremsen, als wirkungslos erwiesen hatten, versuchte man es plötzlich mit extrem hohen Umfragewerten, die nahezu unmöglich zu erreichen waren---um nach der Wahl behaupten zu können, Jörg Haider habe ja, obwohl die FPÖ tatsächlich ordentliche Zugewinne gemacht hatte, er habe eigentlich VERLOREN, denn seine Umfragedaten seien höher gewesen. Das verstehe ich unter CHUZPE---ein sprachlich häßliches, aber zutreffendes Wort für ein häßliches Verhalten.

    Und dann leistete man sich Stan Greenberg.

    • Maybach (kein Partner)
      23. September 2013 19:19

      Heute ist Haider wohl als das entzaubert, was er wirklich war, ein begabter Politiker, der sobald er an den Schalthebeln der Macht saß, den gleichen Mist baute wie alle die anderen von rot oder schwarz. Nur unentwegte Fans wie Sie können in ihm immer noch den Messias sehen, der wahrscheinlich vom Mossad oder heimtückischen Slowenen ermordet wurde ...
      Sehen Sie dem doch ins Auge: Er hat die gleiche Günstlingswirtschaft und Geldverschwendung gehabt wie seine Vorgänger Wagner etc. ---- Kärntner Blenderei und Großtuerei.

  11. terbuan
    22. September 2013 14:18

    OT Post an Jeannée

    Lieber Jeannée,

    ich hatte immer schon das Gefühl, dass sie hier im Blog fleißig mitlesen oder vielleicht sogar Partner sind und Kommentare schreiben.

    Ihre heutige Kolumne an den ÖVP-Chef Spindelegger über das Raiffeisenblattl "Kurier", die inseriernde ÖVP und den unsäglichen Schauspieler Erwin Steinhauer macht mich jetzt ziemlich sicher, der Kommentar könnte auch hier im Blog stehen!

    Sie schreiben über ein Mega-Inserat der ÖVP über ihre Wahlversprechen in der gestrigen Ausgabe und, zitiere
    ...dieselbe Zeitung aber (die im Ruf steht, dem bürgerlichen, also ihres Lager wohlgesonnen zu sein) boshafterweise die Seite vor dem schwarzen Mega-Inserat dem linkslinken Schauspieler und Kabarettisten Erwin Steinhauer widmet, der dort Sie (Spindelegger) und die ÖVP buchstäblich auseinandernehmen darf......"

    Dann zitieren Sie einige Aussagen des indoktrinierten Herrn Steinhauer gegen die seiner Meinung nach völlig indiskutable ÖVP. Ja, und sein SPÖ-Parteibuch hat er ja auch noch in der Löwelstraße abgegben, nach Bildung der schwarz-blauen Koalition!

    Lieber Jeannée, danke für diesen Beitrag und schauen Sie ruhig öfter einmal bei uns herein, Sie finden weit und breit keine besseren Anregungen!

    Herzliche Grüße
    terbuan, ein Partner und Poster

    • Gandalf
      22. September 2013 15:07

      Besonders gelungen ist Herrn Jeannee die Charakterisierung des "Kurier": er "stehe im Ruf, dem bürgerlichen Lager nahezustehen". Nun, wer es (noch) über sich bringt, ein Exemplar dieser ehemals seriösen Zeitung in die Hand zu nehmen, wird spätestens nach 15 Sekunden die treffende, gar nicht einmal sehr fein ziselierte, Ironie verstehen.

    • AGLT (kein Partner)
      23. September 2013 07:59

      ... naja, andererseits ist aber seine Vorliebe und sein inzwischen häufig auftretendes Lob für die Ewwa schwer nachzuvollziehen.

      Btw: Der Kurier hat ja gestern noch eines draufgesetzt und ein ganzseitiges Interview mit dem widerlichen linkslinken Präpotentling Stirnemann gebracht.

  12. lupo
    22. September 2013 13:46

    Meinungsforscher vertreten auch die These, daß sich nur ca. 20% der Wahlberechtigten an Parteprogrammen orientieren und davon können wieder nur wenige deren langfristigen Folgen verstehen.
    Die Übrigen lassen sich durch andere Faktoren - insbesondere wo sie ihre persönlichen Vorteile zu sehen glauben - zu ihrer Wahlentscheidung beeinflussen oder gehen wenn nichts hilft gar nicht wählen

    Ob die meisten Politiker ihre eigenen Parteiprogramme und deren langfristige Folgen für das Land überhaupt verstehen, wage ich zu bezweifeln..

  13. Pumuckl
    22. September 2013 12:50

    Ich wiederhole eine bereits von @ Gregor H (k.P.)* und nochmal von @ Francois Villon (k.P.)** m.E. nicht hinreichend deutlich gepostete sehr wichtige Information:

    Seit Jahrzehnten suchte ich vergeblich weiterführende Literatur zur 1895
    erschienenen PSYCHOLOGIE DER MASSEN von GUSTAVE LE BON

    Durch oben angeführte Beiträge wurde ich fündig!

    Siegmund Freuds MASSENPSYCHOLOGIE UND ICH-ANALYSE (1921) nimmt zwar mehrfach auf LE BON Bezug, sagt aber wenig über die gerade vor Wahlen aktuelle PLANMÄSSIGE TÄUSCHUNG DER MASSEN aus.

    In den o.a. Kommentaren von @ Gregor H. und @ Francoirs Villon ist der Hinweis auf das1928 erschienene, sehr aufschlußreiche Buch " PROPAGANDA "des Freudneffen EDWARD BERNAYS viel zu undeutlich !

    Unter EDWARD BERNAYS googeln und UMFANGREICHE BEITRÄGE ZUM HEUTIGEN THEMA FINDEN ! ! !


    * @ Gregor H. (k.P) 08:29 in " Ein Wahlkampftag im ORF " vom 18. Sept. 01:22
    mit nur *** bewertet und nur einem Co-Kommentar.

    * @ Francois Villon (k.P.) in " Suche nach dem geringsten Übel " vom 19. Sept 00:56 mit nur ** bewertet.

    "PS" Aus der geringen Beachtung durch Kommentare und Sternderln schließe ich, daß diese wichtige Information von vielen Partnern übersehen wurde und versuchte somit ihr stärkere Beachtung zu verschaffen.

  14. Tullius Augustus
    22. September 2013 11:21

    Ich bin neugierig wie in einer Woche, bei den NR-Wahlen die Grüne Partei in Wien abschneidet:

    Bekanntlich wurde die Mariahilferstraße im August gesperrt und eine Fußgängerzone mit Radfahrerlaubnis eingerichtet:

    Seither ist in Wien der Bär los: Die Sache funktioniert hinten und vorne nicht und es gab bisher schon mehrere Änderungen:

    Zwei aktuelle Meldungen in der Presse:

    Wiener Gemeinderat: Mariahilfer Straße wird adaptiert (mit derzeit 239 Diskussionsbeiträgen):

    http://diepresse.com/home/panorama/wien/1455326/Wiener-Gemeinderat_Mariahilfer-Strasse-wird-adaptiert?direct=1455326&_vl_backlink=/home/panorama/wien/1454901/index.do&selChannel =

    Mariahilfer Straße: Anrainerdemo gegen Stau (derzeit 97 Diskussionsbeiträge):

    http://diepresse.com/home/panorama/wien/1454901/Mariahilfer-Strasse_Anrainerdemo-gegen-Stau?direct=1455326&_vl_backlink=/home/panorama/wien/1455326/index.do&selChannel =

  15. dssm
    22. September 2013 11:00

    Umfragen sind sinnlos geworden, denn keine Partei hat ein klares unveränderliches Programm. Also kann es auch keine Kernwähler geben.
    Da sich alle Programme täuschend ähnlich sehen und während der Legislaturperiode auch Kernpunkte des Programmes leichtfertig geopfert werden, ist es dem Wähler unmöglich im Sinne einer repräsentativen Demokratie zu wählen. Da würde der Wähler nämlich jene Gruppe wählen, mit der er die meisten Übereinstimmungen bei Grundsatzfragen hat.

    Daher reicht ein kleiner Anlaß und der Wähler macht sein Kreuz bei einer anderen Partei oder bleibt überhaupt zu Hause. Dieser Anlaß kann noch einen Tag vor der Wahl kommen ...

    • Torres (kein Partner)
      23. September 2013 11:17

      Und umgekehrt, reicht oft ein kleiner Anlass, dass eine Partei plötzlich von einem, oder auch mehreren, ihrer "unabänderlichen" Grundsätze abgeht. Ganz abgesehen davon, dass diese "Grundsätze" ohnehin nur bis zur Wahl reichen und meist (typisch etwa die Grünen) zur reinen Makulatur werden, wenn die Möglichkeit zur Teilnahme an der Macht besteht.

  16. Politicus1
    22. September 2013 08:36

    Eine Meisterleistung in der Wählermanipulation war es, die Neos als "bürgerlich" zu klassifizieren.
    Wie kann eine Partei, die einen kämpferischen Kirchenfeind und Nudelsieb tragenden Pastaverehrer als einen Spitzenkandidat nominiert, auch nur einen Hauch von Bürgertum vertreten?
    Der Zweck heiligt den linksrotgrünen Medien die Mittel:
    Die Neos sollten den ÖVP- und FPÖ-Wählern als "bürgerliche" Alternative zu den beiden Altparteien präsentiert werden.

    • dssm
      22. September 2013 11:03

      Wir haben heute ein Problem der Sprache, erzeugt von den Linken im Wahn die Gesellschaft ändern zu wollen – in 1984 wird diese Wortwahl gut beschrieben.
      'Bürgerlich' wie in den Medien gebraucht hat nichts mit dem durchschnittlichen Bürger zu tun.

    • P.F. (kein Partner)
      23. September 2013 08:06

      "Politicus1":
      Was neos und LIF betrifft: ganz bei Ihnen! Doch die Gleichung christlich = bürgerlich stimmt nicht! Fast jeder hier hat schon über linke Christen geschimpft, ihnen sogar oft ihr Christentum abgesprochen; andrerseits wird aber übersehen, daß im bürgerllchen Lager der christliche Glaube stark geschrumpft sein dürfte. Für keine rechte Partei dürfte es vorteilhaft sein, ungläubige Wähler zu vertreiben.

  17. Observer
    22. September 2013 07:58

    Ich kenne das von Konferenzen und Jahresversammlungen: manche "labile" Zeitgenossen heben ihre Hand erst dann, wenn sie sich überzeugt haben, dass auch eine überwiegende Mehrheit dafür ist. Sie verhalten sich wie ein Herdenvieh, welches immer bei den Gewinnern sein will.

    In manchen Ländern ist es verboten, solche "last-minute-polls" zu veröffentlichen, ebenfalls hat man nun auch die verspätete Einsendungen bei Briefwahlen untersagt, da dabei vielfach mit dem Absendedatum gemogelt wurde.

    Seriöse Hochrechnungen verlangen ein ausreichendes sample, welche dem Aufbau der tatsächlichen Bevölkerung entspricht. Und wenn dies tatsächlich der Fall wäre, ist immer noch mit einer relativ großen Abweichung (Bandbreite) zu rechnen. Viele solcher "Sonntagsfragen" und "Politbarometer" werden von Interessensgruppen bestellt und auch bezahlt. Da sind auch die Meinungsforschungsinstitute gefordert, möglichst im Sinn des Auftraggebers zu reagieren. Denn damit wird - siehe oben - in letzter Minute auch noch eine Beeinflussung der sog. "Orientierungnomaden" erreicht.

  18. Cotopaxi
    • terbuan
      22. September 2013 07:59

      Kurze Medienrundschau:

      Ein agressiv tobender Mann mit dem Vornamen Tomas oder slowakisch Tomáš hat in offensichtlich rassistischer Absicht eine Afrikanerin (in anderen Medien Chinesin!) auf die Geleise der U.Bahn gestossen.

      Wien ist anders!

    • Cotopaxi
      22. September 2013 10:22

      Unsere systemtreuen Medien dürfen wahrlich stolz darauf sein, dass sie uns manipulativ einen Teil der Wahrheit verschweigen.
      Bei einem ähnlichen Vorfall vor einigen Monaten, da stürzte eine aggressive Negerin nach einem Disput wegen zu lauten Telefonierens auf die Gleise, war der Rassismusvorwurf sofort in der Schlagzeile, da der Kontrahent ein armer österreichischer Arbeiter war. ;-)

  19. terbuan
    22. September 2013 07:18

    Eine gefährliche Drohung von links:

    Der ÖRF meldet in den Frühnachrichten:
    "Laut Meinungsumfragen wünscht sich Mehrheit der Deutschen ein große Koalition!"

    Und der Spiegel trommelt, als wäre die Wahl schon vorbei:

    "Machtoption Große Koalition: SPD-Linke stellt Bedingungen für Bündnis mit Merkel"

    Maßgebliche Vertreter des linken SPD-Flügels stellen sich auf eine Große Koalition ein, trotz erheblicher Widerstände. Ihre Zustimmung wollen sie sich von der Union aber teuer bezahlen lassen. Schon kursieren erste inhaltliche Bedingungen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-linke-stellt-bedingungen-fuer-moegliche-grosse-koalition-a-923188.html

    Natürlich ist die FDP ein Wackelkandidat, aber keiner weiß, inwieweit sie durch Zweitstimmen von CDU-Wählern doch noch gerettet wird.

    Das ist natürlich ein Dorn im Auge des linken Mainstreams und die BZ kontert umgehend:

    "Die FDP hat den Bogen überspannt"

    http://www.berliner-zeitung.de/bundestagswahl-2013/zweitstimmenkampagne-der-fdp-die-fdp-hat-den-bogen-ueberspannt,20889098,24382788.html

    Kein Wunder, dass immer mehr Menschen diese plumpen Manipulationen durchschauen und entweder "jetzt erst recht" wählen oder der Wahl überhaupt fern bleiben!

    • dssm
      22. September 2013 11:09

      Zum Unterschied von uns haben die Deutschen eine reichliche Auswahl an verschiedenen(!) Positionen. Neben den üblichen verschieden radikalen Sozialisten: SPD, Grüne, Linke, CDU, CSU, FDP und AFD gäbe es noch die Partei der Vernunft oder die Republikaner wo durchaus glaubhaft andere Programme vertreten werden.
      Eigentlich Pech für die Deutschen, denn wenn es kracht, dann kann niemand sagen: „Es gab ja keine Alternative!“ (= glückliches Österreich).

  20. plusminus
    22. September 2013 02:44

    Auch für Meinungsumfragen gilt in erster Linie:

    "Was wir wissen ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean!"

    Dieser Ozean wird den Wahlausgang an diesem Sonntag in Deutschland und nächsten Sonntag in Österreich entscheiden und das ist gut so!

    Alles Andere wäre Kaffeesudleserei!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung