Tiefe Verachtung drucken

Lesezeit: 9:30

Meine Tätigkeit als Assistent an einem Institut für Genetik einer deutschen Universität sollte für ein Probejahr an einem österreichischen Gymnasium unterbrochen werden. Mein damaliger Chef versicherte mir, einen Assistentenposten frei zu halten. Karriere nicht ausgeschlossen.

In Österreich stellte ich mit Staunen fest, dass das Unterrichten eine anstrengende Sache ist. Weniger begabte Schüler sind durch ihre schiere Existenz eine gewisse Kampfansage, begabte Schüler noch mehr, weil sie regelmäßig bohrende Fragen stellen. Auch gelangweilte Schüler sind eine Herausforderung, wenn man bei ihnen versucht, zumindest halbwegs Interesse für das Fach zu erwecken.

Schnell wurde mir klar, dass der Lehrer mehr machen kann, als Wissen zu vermitteln. Der Lehrer ist ein Weltbildvermittler, er kann jungen Menschen beibringen, wie man Wissen einordnet, wie man kritisch denken lernt und wie man Begeisterung entwickeln kann. Nachdem ich das verstanden hatte, bin ich dieser Idee als Lehrer bis zu meinem letzten Schultag treu geblieben. Ich habe mich auch nie gescheut, den Schülern öffentlich agierende Ideologen, Schwafler und Blender als solche vorzuführen. Gerade in meinen naturwissenschaftlichen Fächern war das leicht zu bewerkstelligen.

Während meiner Unterrichtstätigkeit erschien um die Jahrtausendwende die erste PISA-Studie, die von den Medien ignoriert wurde. Die damalige PISA-Studie reihte Österreich in allen Kategorien jeweils im ersten Drittel aller Teilnehmerländer ein. PISA 2000 erbrachte für Österreich so hervorragende Werte, dass diese von den Medien nicht berichtet wurden. „Good news“, vor allem im politisch-pädagogischen Bereich, sind für Medien unbrauchbar.

Drei Jahre später kam es zu einem so genannten „Absturz“ der Ergebnisse. Man muss weder ein Statistik- noch ein sonstiger Experte sein, um zu erkennen, dass hier Mess- oder Rechenfehler vorliegen müssen. Denn innerhalb von drei Jahren änderten sich weder Lehrer noch Schüler noch Lehrpläne so gravierend, dass es zu einem derartigen Leistungsabsturz kommen konnte. Die eklatanten Schwächen der PISA-Studie blieben unseren selbsternannten „Bildungsexperten“, die plötzlich wie rot-grüne Aliens in der Öffentlichkeit erschienen waren, verborgen, sind aber echten Fachleuten aus der Wissenschaft längst bewusst.

Ein Aspekt wird sogar die Lehrer überraschen. Selbst wenn alle österreichischen Schüler einen Sprung nach vorne machten, würden die Bildungs-Risikogruppen nicht kleiner, weil die Daten nachträglich so „normalisiert“ werden, dass ein bestimmter Teil immer die Risikogruppe bildet. Andernfalls würde PISA seinen politischen Zweck nicht erfüllen, nämlich Argumentationshilfen für selbsternannte „Bildungsexperten“ zu liefern.

Nachdem vor ungefähr zehn Jahren urplötzlich eine schauderhaft anmutende Herde von „Bildungsexperten“ die öffentlichen Bühnen betreten hatte, folgte eine quälende Kakophonie ungebetener Wortspenden, die bis heute andauert. Kaum eine TV-Talkshow, kaum ein Wochenmagazin oder eine Tageszeitung, in der uns nicht Selbstdarsteller, die nach ihrer Schulzeit nie eine Klasse von innen gesehen haben, die Schulwelt erklären. Öffentliches Narrentum ersetzt Wissen und Ausbildung.

So diffamierte Ostern 2013 „Bildungsexperte“ Andreas Salcher in einem Interview der Vorarlberger Nachrichten die Lehrer pauschal, als er meinte, dass die österreichischen Lehrer „Osterhasenpädagogik“ betrieben. Sie versteckten ihr Wissen vor den Schülern und diese müssten es mühsam suchen. Niemand wusste, was er mit diesem Unsinn gemeint hat, Salcher weiß es wahrscheinlich selbst nicht. In einem seiner Bücher („Der talentierte Schüler und seine Feinde“) heißt es: „Mathematik ist wichtig, Tanzen ist auch wichtig“. So sieht also die neue Schulwelt eines „Bildungsexperten“ aus – der intellektuelle Tiefgang des 21. Jahrhunderts.

Ein weiterer „Bildungsexperte“ ist Bernd Schilcher aus der schönen Steiermark. Wäre er nicht ein erklärter Favorit von Bildungsministerin Claudia Schmied, so hätten ihn „Falter“ und einige Boulevardzeitungen öffentlich längst in Stücke gerissen. Denn seine geschiedene Frau darf seit Jahren in ihrem autobiografischen Buch („Ich bin ich“ von Judith Jannberg (Fischer Taschenbuch Verlag)) ungestraft behaupten, von ihrem Mann jahrelang körperlich und seelisch misshandelt worden zu sein. Ein Frauenquäler als „Bildungsexperte“. In Österreich ist alles möglich, solange man die richtigen Beziehungen zu den richtigen Politikern pflegt und die Medien bei diesem infamen Spielchen (schweigend) mitmachen.

Sind nicht die Lehrer die wahren Experten?

Erstaunlicherweise werden Lehrer so gut wie nie zur Bildungspolitik befragt, und wenn, dann haben sie es mit tendenziös argumentierenden „Experten“ zu tun, wie Mag. Verena Nägele am 12. Mai 2013 in der ORF-Sendung „Im Zentrum“. Sie war die einzige fachkundige Diskussionsteilnehmerin, was daran zu erkennen war, dass die anwesenden „Experten“ sofort das Thema wechselten, wenn die Kollegin die Kompetenzkarte ausspielte. Als der Moderator Nägele als Vertreterin der Lehrergewerkschaft fragte, wie sie zu den vielen schulautonomen Tagen stehe, und sie sagte, dass die Lehrergewerkschaft diese längst abschaffen wollte, die Schüler und Eltern aber dagegen waren, war das Thema augenblicklich erledigt.

Auch zu den PISA-Resultaten haben Lehrer etwas zu sagen. So bekannte eine Lehrerin aus Korea, dass in ihrem Land nur die besten Schüler aus den besten (Privat)schulen an den PISA-Testungen teilnehmen. In Österreich werden die Schüler gänzlich anders ausgewählt, was bedeutet, dass internationale Vergleiche von PISA-Zahlen nichts sagend sind.

Trotzdem veranstalten (uninformierte) Journalisten jedes Mal einen Mords-Zinnober, wenn wieder berichtet werden darf, wie wenig unser viel zu teures Bildungssystem leistet. Erstens leistet das österreichische Bildungssystem die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit der Welt, zweitens fließt ein großer Teil des Bildungsbudgets nicht in die Schulen, sondern in eine aufgeblähte unproduktive Verwaltung. Insider wissen, dass das österreichische Unterrichtsministerium eine Geldschleuder ist.

Erst vor einem Jahr schockte DDr. Manfred Spitzer die Öffentlichkeit mit seinem Buch „Digitale Demenz“, als er – wissenschaftlich fundiert – berichtete, dass der exzessive Gebrauch des Internets die Schüler systematisch verblödet, wobei Mädchen wegen ihrer sozial motivierten stärkeren Nutzung sozialer Netzwerke mehr gefährdet sind als gleichaltrige Burschen. Für uns Informatiklehrer ist das nichts Neues, wir wissen das seit vielen Jahren.

Wir Lehrer sind schon deswegen die wahren Bildungsexperten, weil nur wir über zeitliche Längsschnittvergleiche verfügen. Ein Lehrer, der mindestens zwanzig Jahre unterrichtet hat, weiß wie kein anderer, wie die Jugendlichen ticken, wie sie gestern und vorgestern getickt haben. Keine Vergleichsstudie kann dieses Erfahrungswissen ersetzen. Innerhalb der Lehrerschaft werden diese Themen sehr wohl diskutiert, aber Redaktionen unserer Medien hören lieber auf Blenderlegenden. So etwas lässt sich in einer oberflächlichen Mediengesellschaft besser verkaufen.

Gesamtschule – Scheindiskussion über Nebensächlichkeiten

Wie schlampig unsere Gesellschaft diskutiert, erkennt man an einfachen Details. So wird seit Jahren über die Einführung der Gesamtschule – auch „gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen“ genannt – diskutiert, aber niemand hat es der Mühe wert gefunden zu fragen oder zu erklären, wie diese aussehen soll. Eher Hauptschullehrpläne? Eher Gymnasiumslehrpläne? Zwei Leistungsgruppen? Vier Leistungsgruppen? Zweite Fremdsprache? Wie sieht die „innere Differenzierung“ genau aus? Ist diese beim bereits einsetzenden Lehrermangel überhaupt machbar?

All das wären entscheidende Fragen, aber damit setzen sich „Bildungsexperten“ mangels Kompetenz nicht auseinander. Stattdessen werden der Öffentlichkeit Gemeinplätze wie „Integration“, „Inklusion“, Bildungsgerechtigkeit“ usw. als intellektuelles Fastfood zum Fraß vorgeworfen, über das nachzudenken nicht lohnt.

Ein Faktum wird beinahe schon pathologisch ignoriert. Eine „Gesamtschule“ der Zehn- bis Vierzehnjährigen gibt es in anderen Ländern zwar nominell, nicht jedoch in der Realität. Da sich das Bildungsbürgertum nirgendwo auf der Welt das Bildungsprinzip nehmen ließ und sich auch in Zukunft nicht nehmen lassen wird, entstanden überall dort teure Privatschulen, wo der Staat versuchte, Ergebnisgleichheit durch Nivellierung zu erreichen.

Eine entscheidende Frage hat kürzlich der Neuseeländische Professor John Hattie in seiner Metastudie „Visible Learning“ beantwortet. Welcher Faktor unter Tausenden ist derjenige, der am ehesten zu einem Bildungserfolg führt? Es sind weder Internet, noch Overheadprojektoren, schon gar nicht „blended learning“ (ein neudeutscher Begriff, der kurz nach seiner Bejubelung wieder verendet ist), nicht „eigenverantwortliches Lernen“, auch nicht irgendein anderer Begriff aus der flachen Welt der Reformpädagogik. Der stärkste messbare pädagogische Wirkungsfaktor ist die Person des Lehrers.

Der Lehrerberuf ist trotzdem erfüllend

Diese Erkenntnis provoziert am Ende meiner Lehrerlaufbahn unabwendbar die Frage aller Fragen: Würdest du, wenn du mit deiner Erfahrung noch einmal zur Welt kämst, wieder Lehrer werden wollen?

Ja, ich würde es wieder machen, denn ich habe den Wechsel von der Wissenschaft in die Schule nie als Abstieg empfunden. Der Lehrerberuf hat einen unschätzbaren Vorteil. Es ist ein grandioser Beruf, wenn man ihn als Berufung auffasst. Der Lehrerberuf ist trotz aller Belastungen, die in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben, ein wertvoller Beruf. Man ist von jungen Menschen umgeben, die man über Jahre hinweg vom Kind bis zum Erwachsenen begleiten darf. Gibt es etwas Schöneres?

Bei all dieser Erkenntnis darf jedoch nicht übersehen werden, dass es sehr wohl soziale Probleme gibt. Es gibt Jugendliche, die allein gelassen sind, in der Familie keine Motivation erfahren und daher eine spezielle Betreuung brauchen. Niemand weiß das besser als Klassenvorstände und andere Lehrer, an denen vernachlässigte Schüler in den Pausen hängen wie Kletten. Ganztagsbetreuung als Angebot ist daher eine wichtige Option, aber das allein löst noch keine Probleme, wie manche „Experten“ glauben. Dreh- und Angelpunkt aller Chancen eines jungen Menschen sind weder Schulstrukturen noch technische Fragen. Wer das glaubt, ist ein „Experte“ oder Träumer, meist beides. Dreh- und Angelpunkt aller Chancen sind natürliche Begabung, Familie und Lehrer. Punkt.

Nochmals Lehrer werden? Ja! Ich würde es wieder machen, ich würde es mir aber dreimal überlegen, nochmals in Österreich Lehrer werden zu wollen. Meine Frau und ich bekamen zu Beginn unserer Lehrertätigkeit die Chance, an einem privaten College in Toronto die Lehrerlaufbahn zu beschreiten. Damals habe ich mich für Österreich entschieden, heute würde ich Kanada den Vorzug geben. Dies nicht wegen des Verdienstes, sondern ausschließlich wegen der erkennbar höheren gesellschaftlichen Wertschätzung.

Ich bereue es keine Sekunde, Lehrer geworden zu sein, und ich erinnere meine Kollegen gelegentlich daran, darauf stolz zu sein, einen großen Beruf ausüben zu dürfen. Meine tiefe Verachtung gehört den Leuten, die unter dem Deckmantel der Diskussion und der Meinungsfreiheit auf dem Lehrerberuf herumtrampeln, weil in einer gehirnweichgespülten und smartphonisierten Boulevardmediengesellschaft Oberflächlichkeit und Blendertum mehr zählen als Bildungsbegeisterung. Sollte es den „Bildungsexperten“ gelingen, mit Hilfe abseitiger Schulstrukturdebatten und einem fortlaufenden Lehrerbashing – um es neudeutsch auszudrücken – gleichermaßen teure wie nutzlose Scheinreformen herbeizuschwafeln, wird sich der bereits begonnene Lehrermangel weiter beschleunigen. Wer will schon einen Beruf ergreifen, in dem man es inkompetenten „Bildungsexperten“, deren Fachwissen in der Öffentlichkeit enorm überbewertet wird, nie recht machen kann.

Die nächste Generation wird einen hohen Preis dafür zahlen, dass erfahrene und verantwortungsbewusste Lehrer heute nicht ernst genommen werden und wir uns von dilettantisch-zynischen Medien laufend versalchern, verschilchern und androschisieren lassen.

Mag. Dr. Rudolf Öller, Jg. 1950;
Gebürtiger Oberösterreicher; Studium „Biologie und Erdwissenschaften“ in Salzburg; Studium der Genetik mit Dissertation an der Universität Tübingen;
Unterricht Biologie, Physik, Chemie, Informatik an einem (katholischen) Privatgymnasium, einer privaten BHS und einem öffentlichen Gymnasium in Bregenz.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juli 2013 06:38

    Sehr geehrter Herr Öller!

    Herzlichen Dank für Ihren Beitrag.
    Mir stellt sich allerdings eine Frage: Wieso zeigt nicht eine Vielzahl von Lehrern öffentlichkeitswirksam auf, und legt ihre Erfahrungen sowie die daraus resultierenden Erkenntnisse hinsichtlich Gestaltung eines optimalen Schulsystems dar? Ständig höre ich von der Lehrergewerkschaft, aber von dort kommen ebenfalls keine Inputs hinsichtlich Verbesserung des Schulsystems!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juli 2013 14:07

    ......"versalchern, verschilchern und androschisieren".....
    Köstlich und treffend zugleich, danke Herr Öller für diesen hervorragenden und gleichzeitig bedrückenden Kommentar!

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juli 2013 19:39

    Es stimmt mich sehr nachdenklich, daß es auch an den PISA-Studien viel zu bemängeln gibt, kann man überhaupt irgend etwas von den Informationen aus den Medien glauben?

    Überall die Experten! Sie wissen alles besser – bis dann jemand aus der Praxis kommt …
    Aber die Experten bestimmen die Richtung.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juli 2013 19:30

    So bald Bildung zum ideologischen Spielball linker Möchtegern-Weltverbesserer wird, haben auszubildende Kinder und Jugendliche bereits verloren.

    Wie wir aus dieser hervorragenden Analyse sowie aus der herrschenden Experten- und Medienhysterie unschwer erkennen können, befinden wir uns bereits mitten drin. Der angerichtete Schaden kann über Generationen nicht wieder gutgemacht werden.

    Es bleibt die Frage, lassen sich die schlimmsten Auswirkungen durch entsprechendes Wahlverhalten im Herbst noch verhindern?

  5. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2013 07:26

    Herrn Dr. Öllers Gastkommentar ist sehr erfrischend, vor allem seine deutlichen Worte über die „Experten“. Interessant auch die Bemerkungen über die sonderbaren Veränderungen bei PISA bzw. die Strategie anderer Länder.

    Im Fernsehen wurde einmal ein Bericht über – ich glaube Japan/China? – gebracht, wie hier die Kinder mit extremer finanzieller Hilfe der Eltern zu Höchstleistungen gebracht werden, weil man wohl erkannt hat, daß man nur mit besten Leistungen den Zugang zu den besten Universitäten und damit einen beruflichen Aufstieg schaffen kann. Die zeitliche Beanspruchung dieser Kinder war so extrem, daß man von gestohlener Kindheit nur noch reden könnte. Ein wohl sehr übertriebenes Modell einer Leistungsorientierung, aber doch ein deutlicher Hinweis darauf, welche Verbrechen an der Zukunft unserer Kinder durch die dümmlichen Schulexperimente und politisch motivierten Indoktrinierungen begangen werden.

    Da meine Frau auch Lehrerin war hatte ich sehr guten Einblick in den Schulalltag an verschiedenen Schulen. Darum weiß ich aus Erfahrung, daß Herr Dr. Öller recht hat. Es ist allerdings auch so, daß sehr viele Lehrer ihren Beruf keineswegs so auffassen, wie dies Dr. Öller tat.

    Was die Akademisierung des Berufs (sogar der Kindergärtnerinnen) betrifft, so dürfte das nicht wirklich begründet sein, außer um einen Vorwand für höhere Gehaltsforderungen zu liefern. Der Einstieg zB meiner Frau erfolgte nach der Matura und einer einjährigen Ausbildung an der LBA. Sie dürfte aber äußerst erfolgreich gewesen sein, denn einerseits verlangten die Eltern der Kinder jeweils zu fast 100% die Einschulung in ihrer Klasse (was natürlich nicht möglich war und für die Kollegin der Parallelklasse eine recht unangenehme Lage bereitete) und andrerseits haben alle ihre Schüler, soweit sie in ein Gymnasium gingen dieses jeweils bestens absolviert, wie auch spätere Studien.

    Die Gründe dafür waren nach meinem Empfinden: sie hatte die Kinder sehr gerne und sah jeweils das Positive in ihnen und sie bereitete sich jeden Tag sehr gründlich und mit nicht weniger Zeit als in der Schule auf den Unterricht vor. Das bestätigt die von Dr. Öller genannten tatsächlichen Erfolgskriterien im Lehrberuf.

    Die Leiterin der Schule, eine auf dem (schwarzen) Polit-Ticket hier hinbeförderte Dame war faul, dumm, intrigant aber eitel, was die äußeren Pseudo-Kriterien des „Erfolgs“ betrafen. Sie ließ an der Schule neben der klassischen Pädagogik auch Montessori zu und bevorzugte diesen Typus in schamloser Weise. Der „Erfolg“ war: einerseits eine geradezu feindselige Spaltung des Lehrkörpers ob der Bevorzugung der einen und deren öffentlicher schaumschlägerischen „Erfolgs-Präsentation“ ohne echte Erfolge, andrerseits völlige Beliebigkeit, Disziplinlosigkeit, absolute Unordnung in den Montessori-Klassen, erkennbare Faulheit der betreffenden Lehrerinnen, weil sie sich weder vorbereiteten, noch den Kindern systematisch die erforderlichen Kulturtechniken – Rechnen, Schreiben, Lesen, Heimatkunde – beibrachten, etc. Das war alles so lange „lustig“, als es noch keine Zeugnisse/Noten gab – bis zur 4. Klasse, als dann das böse Erwachen kam, und diese Kinder die Aufnahme in ein Gymnasium nicht schafften, und soweit doch, dort meist größte Schwierigkeiten hatten oder überhaupt scheiterten. Das vormittägliche Sekt-Frühstück dieser Direktorin mit ein paar Claqueuren – meist „grüner“ Eltern -, das Mobbing einiger Kollegen war Alltag.

    Da meiner Frau auch gelegentlich – beim Turmen – auffiel, daß Kinder mit blauen Flecken übersäht zur Schule kamen – also zu Hause mißhandelt wurden, oder manche sich völlig verstört zeigten und merkwürdig äußerten - also offensichtlich vom „Onkel“ sexuell mißbraucht wurden – zeigte sie dies im Dienstweg der Direktorin und der Schulbehörde an. Hier übten sich die Behörden im intensivsten Wegsehen und taten nichts. Ein paar Alibihandlungen mit Ferndiagnosen der Schul-„Psychologen“ (mit Abwiegeln) waren alles. Nur nicht hier anstreifen.

    Das Mobbing der Direktorin gegen manche Lehrerin ging so weit, daß eine, von der meine Frau sagte, daß sie eine ganz hervorragende Lehrerin war, entnervt in die Pension flüchtete, eine zweite, die noch weit davon entfernt war, bemühte mehrfach die Schulbehörden – mithilfe der Kollegen und meiner Frau, was aber kaum wirksame Erleichterung schaffte, denn die Ursache, eine intrigante Direktorin wurde nicht entfernt.

    Als sie schließlich auch in Pension ging, aber immer noch der alten Gewohnheit entsprechend „zum Sektfrühstück“ bzw. Tratsch in die Schule kam, bekam sie von ihrer Nachfolgerin Hausverbot.

    Die Erlebnisse mit meinen Söhnen im Gymnasium wären ein weiteres Kapitel über Lehrer, die den Beruf leider verfehlt hatten.

    Das, und das Im-Regen-stehen-lassen der Lehrer durch die Schulbehörden sind die zweite Seite der von Dr. Öller beschriebenen Situation. Sie hat aber bereits mit der Häkel-Fräul´n aus Vorarlberg – schwarz – begonnen und ist nicht auf die roten Experimente allein zurückzuführen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juli 2013 20:02

    Sehr geehrter Herr Dr.Öller,

    ich beglückwünsche Sie zu Ihrem Berufsleben! Würde es -in allen Berufen - viele B e r u f e n e wie Sie geben, die Welt sähe anders aus!

  7. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Juli 2013 09:48

    @ FranzAnton: "...Wieso zeigt nicht eine Vielzahl von Lehrern öffentlichkeitswirksam auf...

    ... weil es grundsätzlich unmöglich ist, gegen parteipolitische DIALEKTIK sachlich und fachlich kompetent zu ARGUMENTIEREN... Das politische Spiel funktioniert nach sehr schlichten Regeln. Um die Massen (Stimmen) zu gewinnen darf man ihr keineswegs komplexe Sachverhalte aufbürden. Der Hinweis des Autors auf eine ÜRF-"Diskussion" zeigt die Dreistigkeit selbsternannter Partei-Polit-Experten drastisch auf... wenn´s nicht paßt, wird über Einwände einfach nur kalt lächelnd darüber hinweg gegangen.

    Partei-Polit-Büttel"Experten" kritzeln auf die Schnelle ein "Bildchen" (z.B. "Gerechtigkeit") hin... jedes Gegenargument ist dann GEGEN "Gerechtigkeit". Gegen diese massenhypnotische Wirkung ist kein sachlich Kraut gewachsen...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Juli 2013 07:26

    Herrn Dr. Öllers Gastkommentar ist sehr erfrischend, vor allem seine deutlichen Worte über die „Experten“. Interessant auch die Bemerkungen über die sonderbaren Veränderungen bei PISA bzw. die Strategie anderer Länder.

    Im Fernsehen wurde einmal ein Bericht über – ich glaube Japan/China? – gebracht, wie hier die Kinder mit extremer finanzieller Hilfe der Eltern zu Höchstleistungen gebracht werden, weil man wohl erkannt hat, daß man nur mit besten Leistungen den Zugang zu den besten Universitäten und damit einen beruflichen Aufstieg schaffen kann. Die zeitliche Beanspruchung dieser Kinder war so extrem, daß man von gestohlener Kindheit nur noch reden könnte. Ein wohl sehr übertriebenes Modell einer Leistungsorientierung, aber doch ein deutlicher Hinweis darauf, welche Verbrechen an der Zukunft unserer Kinder durch die dümmlichen Schulexperimente und politisch motivierten Indoktrinierungen begangen werden.

    Da meine Frau auch Lehrerin war hatte ich sehr guten Einblick in den Schulalltag an verschiedenen Schulen. Darum weiß ich aus Erfahrung, daß Herr Dr. Öller recht hat. Es ist allerdings auch so, daß sehr viele Lehrer ihren Beruf keineswegs so auffassen, wie dies Dr. Öller tat.

    Was die Akademisierung des Berufs (sogar der Kindergärtnerinnen) betrifft, so dürfte das nicht wirklich begründet sein, außer um einen Vorwand für höhere Gehaltsforderungen zu liefern. Der Einstieg zB meiner Frau erfolgte nach der Matura und einer einjährigen Ausbildung an der LBA. Sie dürfte aber äußerst erfolgreich gewesen sein, denn einerseits verlangten die Eltern der Kinder jeweils zu fast 100% die Einschulung in ihrer Klasse (was natürlich nicht möglich war und für die Kollegin der Parallelklasse eine recht unangenehme Lage bereitete) und andrerseits haben alle ihre Schüler, soweit sie in ein Gymnasium gingen dieses jeweils bestens absolviert, wie auch spätere Studien.

    Die Gründe dafür waren nach meinem Empfinden: sie hatte die Kinder sehr gerne und sah jeweils das Positive in ihnen und sie bereitete sich jeden Tag sehr gründlich und mit nicht weniger Zeit als in der Schule auf den Unterricht vor. Das bestätigt die von Dr. Öller genannten tatsächlichen Erfolgskriterien im Lehrberuf.

    Die Leiterin der Schule, eine auf dem (schwarzen) Polit-Ticket hier hinbeförderte Dame war faul, dumm, intrigant aber eitel, was die äußeren Pseudo-Kriterien des „Erfolgs“ betrafen. Sie ließ an der Schule neben der klassischen Pädagogik auch Montessori zu und bevorzugte diesen Typus in schamloser Weise. Der „Erfolg“ war: einerseits eine geradezu feindselige Spaltung des Lehrkörpers ob der Bevorzugung der einen und deren öffentlicher schaumschlägerischen „Erfolgs-Präsentation“ ohne echte Erfolge, andrerseits völlige Beliebigkeit, Disziplinlosigkeit, absolute Unordnung in den Montessori-Klassen, erkennbare Faulheit der betreffenden Lehrerinnen, weil sie sich weder vorbereiteten, noch den Kindern systematisch die erforderlichen Kulturtechniken – Rechnen, Schreiben, Lesen, Heimatkunde – beibrachten, etc. Das war alles so lange „lustig“, als es noch keine Zeugnisse/Noten gab – bis zur 4. Klasse, als dann das böse Erwachen kam, und diese Kinder die Aufnahme in ein Gymnasium nicht schafften, und soweit doch, dort meist größte Schwierigkeiten hatten oder überhaupt scheiterten. Das vormittägliche Sekt-Frühstück dieser Direktorin mit ein paar Claqueuren – meist „grüner“ Eltern -, das Mobbing einiger Kollegen war Alltag.

    Da meiner Frau auch gelegentlich – beim Turmen – auffiel, daß Kinder mit blauen Flecken übersäht zur Schule kamen – also zu Hause mißhandelt wurden, oder manche sich völlig verstört zeigten und merkwürdig äußerten - also offensichtlich vom „Onkel“ sexuell mißbraucht wurden – zeigte sie dies im Dienstweg der Direktorin und der Schulbehörde an. Hier übten sich die Behörden im intensivsten Wegsehen und taten nichts. Ein paar Alibihandlungen mit Ferndiagnosen der Schul-„Psychologen“ (mit Abwiegeln) waren alles. Nur nicht hier anstreifen.

    Das Mobbing der Direktorin gegen manche Lehrerin ging so weit, daß eine, von der meine Frau sagte, daß sie eine ganz hervorragende Lehrerin war, entnervt in die Pension flüchtete, eine zweite, die noch weit davon entfernt war, bemühte mehrfach die Schulbehörden – mithilfe der Kollegen und meiner Frau, was aber kaum wirksame Erleichterung schaffte, denn die Ursache, eine intrigante Direktorin wurde nicht entfernt.

    Als sie schließlich auch in Pension ging, aber immer noch der alten Gewohnheit entsprechend „zum Sektfrühstück“ bzw. Tratsch in die Schule kam, bekam sie von ihrer Nachfolgerin Hausverbot.

    Die Erlebnisse mit meinen Söhnen im Gymnasium wären ein weiteres Kapitel über Lehrer, die den Beruf leider verfehlt hatten.

    Das, und das Im-Regen-stehen-lassen der Lehrer durch die Schulbehörden sind die zweite Seite der von Dr. Öller beschriebenen Situation. Sie hat aber bereits mit der Häkel-Fräul´n aus Vorarlberg – schwarz – begonnen und ist nicht auf die roten Experimente allein zurückzuführen.

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  1. Jessica (kein Partner)
    22. Januar 2015 00:05

    President Obama could have checked Mitt sereavl times during the debate. Mitt contradicted various statements/policy objectives he had put out in the past. Obama will presumably bring out with the big guns with a more offensive strategy, as he'll definitely bring up the 47% comment, as well as more mitt shit that needs to be addressed!! ie how the hell romney plans to reduce the deficit and also reduce income tax rates AND eliminate tax breaks (while also stating which tax breaks). http://ynxnzdrtva.com [url=http://tsjjutmapl.com]tsjjutmapl[/url ] [link=http://zdyhndhxu.com]zdyhndhxu[/link ]

  2. BaladaBleep (kein Partner)
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  4. Observer
    24. Juli 2013 16:10

    Es gibt solche und solche Lehrer. Viele (nicht alle!) beginnen ihre Berufslaufbahn mit viel Enthusiasmus und wollen aus den ihnen anvertrauten Schüler das Beste herausholen und sie zu wertvollen Menschen für das spätere Leben vorbereiten.

    Verschiedene Umstände und Hemmnisse von Seiten der Schüler, der Eltern, der Kollegen und auch der Direktion and Schulbehörden bringen die zuerst genannten Ziele aber bald ins Wanken und so kapituliert man schließlich und sehnt sich im Laufe der Zeit nach dem frühestmöglichen Pensionantritt.

    Im Rahmen einer Bildungsreform sollte u.a. daher nicht nur über den Abbau möglicher bestehender Privilegien nachgedacht werden, sondern vielmehr wirklich engagierte Lehrkräfte ein höheres Einkommen als die Mitläufer unter dem Lehrkörper bekommen.

  5. Ex-Lehrer (kein Partner)
    21. Juli 2013 22:10

    Habe es mir durchgelesen... geb ihm in vielem Recht. Was ich auch schon (öffentlich) gefragt habe: Wieso fragt niemand die Lehrer, die aus dem Beruf ausgestiegen sind, was sie denn verändern würden/möchten?
    Und NATÜRLICH sind es die Lehrpersonen, die entscheidend auf den "Lernerfolg" der Kinder weinwirken - dazu brauch ich keine Studie (auch keine, die ich selbst in Auftrag gegeben habe... ;) ).
    Nur: Wer und wie selektiert die Leute, die Lehrer werden wollen, wirklich nach ihrer Eignung? Und wer schützt sie dann vor allen Bildungsexperten (zu denen ich auch einen größer werdenden Teil der Elternschaft zähle, der glaubt, weil jeder einmal in der Schule war, zu wissen, wovon er spricht).
    Ich merk schon, ich steiger mich da wieder rein... und lass es... als ehemaliger Lehrer... ;)

  6. A.K.
    19. Juli 2013 12:33

    Herrn Mag. Dr. Rudolf Öller herzlichen Dank für seinen nivauvollen Gastkommentar "Tiefe Verachtung"!
    Der Titel verweist leider nicht als Stichwort auf den beachtlichen Inhalt.
    Als Nicht-Lehrer kann ich seine Ausführungen trotzdem sehr gut in Erinnerungen an meine lange zurückliegende Schulzeit nachvollziehen. Ich hatte das Glück ebenfalls mehrheitlich Lehrer zu haben, die ihren Beruf als Berufung sahen und denen ich heute noch danke.

  7. schreyvogel
    17. Juli 2013 22:17

    Herr Dr. Öller, Francois Villon,
    danke für die tiefen Insider-Einsichten in die wahre Problematik der Schulreformen.

  8. Francois Villon (kein Partner)
    17. Juli 2013 07:26

    Herrn Dr. Öllers Gastkommentar ist sehr erfrischend, vor allem seine deutlichen Worte über die „Experten“. Interessant auch die Bemerkungen über die sonderbaren Veränderungen bei PISA bzw. die Strategie anderer Länder.

    Im Fernsehen wurde einmal ein Bericht über – ich glaube Japan/China? – gebracht, wie hier die Kinder mit extremer finanzieller Hilfe der Eltern zu Höchstleistungen gebracht werden, weil man wohl erkannt hat, daß man nur mit besten Leistungen den Zugang zu den besten Universitäten und damit einen beruflichen Aufstieg schaffen kann. Die zeitliche Beanspruchung dieser Kinder war so extrem, daß man von gestohlener Kindheit nur noch reden könnte. Ein wohl sehr übertriebenes Modell einer Leistungsorientierung, aber doch ein deutlicher Hinweis darauf, welche Verbrechen an der Zukunft unserer Kinder durch die dümmlichen Schulexperimente und politisch motivierten Indoktrinierungen begangen werden.

    Da meine Frau auch Lehrerin war hatte ich sehr guten Einblick in den Schulalltag an verschiedenen Schulen. Darum weiß ich aus Erfahrung, daß Herr Dr. Öller recht hat. Es ist allerdings auch so, daß sehr viele Lehrer ihren Beruf keineswegs so auffassen, wie dies Dr. Öller tat.

    Was die Akademisierung des Berufs (sogar der Kindergärtnerinnen) betrifft, so dürfte das nicht wirklich begründet sein, außer um einen Vorwand für höhere Gehaltsforderungen zu liefern. Der Einstieg zB meiner Frau erfolgte nach der Matura und einer einjährigen Ausbildung an der LBA. Sie dürfte aber äußerst erfolgreich gewesen sein, denn einerseits verlangten die Eltern der Kinder jeweils zu fast 100% die Einschulung in ihrer Klasse (was natürlich nicht möglich war und für die Kollegin der Parallelklasse eine recht unangenehme Lage bereitete) und andrerseits haben alle ihre Schüler, soweit sie in ein Gymnasium gingen dieses jeweils bestens absolviert, wie auch spätere Studien.

    Die Gründe dafür waren nach meinem Empfinden: sie hatte die Kinder sehr gerne und sah jeweils das Positive in ihnen und sie bereitete sich jeden Tag sehr gründlich und mit nicht weniger Zeit als in der Schule auf den Unterricht vor. Das bestätigt die von Dr. Öller genannten tatsächlichen Erfolgskriterien im Lehrberuf.

    Die Leiterin der Schule, eine auf dem (schwarzen) Polit-Ticket hier hinbeförderte Dame war faul, dumm, intrigant aber eitel, was die äußeren Pseudo-Kriterien des „Erfolgs“ betrafen. Sie ließ an der Schule neben der klassischen Pädagogik auch Montessori zu und bevorzugte diesen Typus in schamloser Weise. Der „Erfolg“ war: einerseits eine geradezu feindselige Spaltung des Lehrkörpers ob der Bevorzugung der einen und deren öffentlicher schaumschlägerischen „Erfolgs-Präsentation“ ohne echte Erfolge, andrerseits völlige Beliebigkeit, Disziplinlosigkeit, absolute Unordnung in den Montessori-Klassen, erkennbare Faulheit der betreffenden Lehrerinnen, weil sie sich weder vorbereiteten, noch den Kindern systematisch die erforderlichen Kulturtechniken – Rechnen, Schreiben, Lesen, Heimatkunde – beibrachten, etc. Das war alles so lange „lustig“, als es noch keine Zeugnisse/Noten gab – bis zur 4. Klasse, als dann das böse Erwachen kam, und diese Kinder die Aufnahme in ein Gymnasium nicht schafften, und soweit doch, dort meist größte Schwierigkeiten hatten oder überhaupt scheiterten. Das vormittägliche Sekt-Frühstück dieser Direktorin mit ein paar Claqueuren – meist „grüner“ Eltern -, das Mobbing einiger Kollegen war Alltag.

    Da meiner Frau auch gelegentlich – beim Turmen – auffiel, daß Kinder mit blauen Flecken übersäht zur Schule kamen – also zu Hause mißhandelt wurden, oder manche sich völlig verstört zeigten und merkwürdig äußerten - also offensichtlich vom „Onkel“ sexuell mißbraucht wurden – zeigte sie dies im Dienstweg der Direktorin und der Schulbehörde an. Hier übten sich die Behörden im intensivsten Wegsehen und taten nichts. Ein paar Alibihandlungen mit Ferndiagnosen der Schul-„Psychologen“ (mit Abwiegeln) waren alles. Nur nicht hier anstreifen.

    Das Mobbing der Direktorin gegen manche Lehrerin ging so weit, daß eine, von der meine Frau sagte, daß sie eine ganz hervorragende Lehrerin war, entnervt in die Pension flüchtete, eine zweite, die noch weit davon entfernt war, bemühte mehrfach die Schulbehörden – mithilfe der Kollegen und meiner Frau, was aber kaum wirksame Erleichterung schaffte, denn die Ursache, eine intrigante Direktorin wurde nicht entfernt.

    Als sie schließlich auch in Pension ging, aber immer noch der alten Gewohnheit entsprechend „zum Sektfrühstück“ bzw. Tratsch in die Schule kam, bekam sie von ihrer Nachfolgerin Hausverbot.

    Die Erlebnisse mit meinen Söhnen im Gymnasium wären ein weiteres Kapitel über Lehrer, die den Beruf leider verfehlt hatten.

    Das, und das Im-Regen-stehen-lassen der Lehrer durch die Schulbehörden sind die zweite Seite der von Dr. Öller beschriebenen Situation. Sie hat aber bereits mit der Häkel-Fräul´n aus Vorarlberg – schwarz – begonnen und ist nicht auf die roten Experimente allein zurückzuführen.

    • Torres (kein Partner)
      17. Juli 2013 12:16

      Der Bericht über die durch finanziellen Einsatz der Eltern zu Höchstleistungen getriebenen Schüler betraf Südkorea.

    • F.V. (kein Partner)
      17. Juli 2013 15:14

      Torres,

      danke für den Hinweis. Ich konnte mich nicht mehr erinnern, war mir ohnedies unsicher bezüglich der von mir vermuteten Länder.

    • cmh (kein Partner)
      25. Juli 2013 20:55

      Nehmen Sie es mir nicht übel, aber so wie bei Ihnen läuft die Rede immer in Österreich.

      Da beginnt man mit klugen Argumenten, wenn es aber dann um die eigenen Kinder geht, dann wird intrigiert, dass sich die Balken brechen. Dazu gibt es dann immer noch als Sahnehäubchen eine Schnurre darüber, welch menschlich Wracks sich an den Schulen sogar als Direktorin tummeln dürfen.

      Weiter Ingredienzien sind natürliche die misshandelten Kinder, die nur der Superlehrerin (Erin Brochovich sauch oba) auffallen, was aber zum Leidwesen der Superlehrerin von allen weggewischt wird und natürlich nicht zu vergessen die totale Inkompetenz der Liesel Gehrer. (Bitte aufwachen: nur noch die Schwarzen scheissen auf ihre eigene Minsterin, die Roten haben die schon längst vergessen.)

      Ein besonderes Gustostückerl ist natürlich das folgende: "Die Erlebnisse mit meinen Söhnen im Gymnasium wären ein weiteres Kapitel über Lehrer, die den Beruf leider verfehlt hatten." Hier muss man sich zunächst die Frage stellen, ob es sich dabei um die Erlebnisse Ihrer Söhne oder um Ihre höchstpersönlichen beim Begleiten der Kinder zur Schule (Haben Sie denen auch die Schultasche bis vor die Türe getragen?)

      Aber ich muss anerkennen, Sie haben an Kürze, wenn auch noch nicht an Inhalt gewonnen. Machen Sie weiter so.

      Jetzt dürfen Sie geiferen!

    • F.V. (kein Partner)
      26. Juli 2013 12:02

      cmh,

      ich weiß nicht, was an dem Zustandsbericht falsch war. Sie können höchstens seine Richtigkeit anzweifeln, bedauerlicherweise ist er aber korrekt, eigentlich in den kritisierten Details viel schlimmer, als in der Kürze dargestellt.

      Da ich erkennbar kein "Schwarzer" bin, trifft auch die Kritik an meiner Kritik der "Liesl" auch nicht wirklich ins Schwarze. Aber die rote "Bildungs"-Politik ist mir natürlich ebenso verhaßt. DA ich mich aber der angeblich "christlichen" Volkspartei näher sähe, ist mir deren Verrat an allem und jedem was diesen Grundsätzen entspräche, wirklich widerlich. Das ist der Grund meines ceterum censeo ...

      Sie liegen auch völlig falsch in Ihrer "Diagnose", daß ich den "mißratenen eigenen Kindern" die Schultasche getragen hätte. Mir ist als selbst in "freier Wildbahn" Tätiger klar, daß die Kinder etwas können müssen, Leistungswillen gefördert werden muß, und die Schule nicht wegen der Noten, sondern der - erhofften - Bildung wegen besucht werden muß. Mir wäre eine schlechte Note völlig egal, wenn der Lerher grundsätzlich die Kinder mag und dies als Forderung/Förderung versteht, aber ich habe alle Vorbehalte, wenn einer selbst ein verkorkster Sonderschüler war und - mir unverständlicherweise - es in den Lehrerberuf schaffte.

      Was ich dazu zu sagen hatte, habe ich ja an anderer Stelle zu diesem Thema gesagt.

      DAs - unsachliche - Geifern überlasse ich Ihnen.

  9. Schani
    16. Juli 2013 20:02

    Sehr geehrter Herr Dr.Öller,

    ich beglückwünsche Sie zu Ihrem Berufsleben! Würde es -in allen Berufen - viele B e r u f e n e wie Sie geben, die Welt sähe anders aus!

  10. machmuss verschiebnix
    16. Juli 2013 19:41

    Ein genialer Beitrag, durch und durch - vielen Dank dafür !

  11. dssm
    16. Juli 2013 19:39

    Es stimmt mich sehr nachdenklich, daß es auch an den PISA-Studien viel zu bemängeln gibt, kann man überhaupt irgend etwas von den Informationen aus den Medien glauben?

    Überall die Experten! Sie wissen alles besser – bis dann jemand aus der Praxis kommt …
    Aber die Experten bestimmen die Richtung.

  12. fokus
    16. Juli 2013 19:30

    So bald Bildung zum ideologischen Spielball linker Möchtegern-Weltverbesserer wird, haben auszubildende Kinder und Jugendliche bereits verloren.

    Wie wir aus dieser hervorragenden Analyse sowie aus der herrschenden Experten- und Medienhysterie unschwer erkennen können, befinden wir uns bereits mitten drin. Der angerichtete Schaden kann über Generationen nicht wieder gutgemacht werden.

    Es bleibt die Frage, lassen sich die schlimmsten Auswirkungen durch entsprechendes Wahlverhalten im Herbst noch verhindern?

  13. terbuan
    16. Juli 2013 14:07

    ......"versalchern, verschilchern und androschisieren".....
    Köstlich und treffend zugleich, danke Herr Öller für diesen hervorragenden und gleichzeitig bedrückenden Kommentar!

  14. Erich Bauer
    16. Juli 2013 09:48

    @ FranzAnton: "...Wieso zeigt nicht eine Vielzahl von Lehrern öffentlichkeitswirksam auf...

    ... weil es grundsätzlich unmöglich ist, gegen parteipolitische DIALEKTIK sachlich und fachlich kompetent zu ARGUMENTIEREN... Das politische Spiel funktioniert nach sehr schlichten Regeln. Um die Massen (Stimmen) zu gewinnen darf man ihr keineswegs komplexe Sachverhalte aufbürden. Der Hinweis des Autors auf eine ÜRF-"Diskussion" zeigt die Dreistigkeit selbsternannter Partei-Polit-Experten drastisch auf... wenn´s nicht paßt, wird über Einwände einfach nur kalt lächelnd darüber hinweg gegangen.

    Partei-Polit-Büttel"Experten" kritzeln auf die Schnelle ein "Bildchen" (z.B. "Gerechtigkeit") hin... jedes Gegenargument ist dann GEGEN "Gerechtigkeit". Gegen diese massenhypnotische Wirkung ist kein sachlich Kraut gewachsen...

    • FranzAnton
      16. Juli 2013 19:04

      Bin allerdings grundsätzlich der Meinung, daß es Sinn macht, seinen Standpunkt öffentlich zu vertreten. Insbesondere Lehrer müssen ihr Mundwerk stets geistesgegenwärtig einzusetzen wissen, sonst wären sie wohl unterrichtsuntauglich; die Schüler tendieren ja bekannlich dazu, ihre Lehrerschaft (quasi als Reibebaum)ständig herauszufordern. Fehlt es etwa am gewerkschaftlichen Zusammenhalt? In diesem Forum wurde stets lauthals der Niedergang unseres Bildungssystems beklagt, mit, für mich durchaus plausiblen Argumenten; sehen die Lehrer die aktuelle Entwicklung etwa in anderem, positiveren Licht, weil man von ihnen dazu so gut wie nichts hört?

  15. FranzAnton
    16. Juli 2013 06:38

    Sehr geehrter Herr Öller!

    Herzlichen Dank für Ihren Beitrag.
    Mir stellt sich allerdings eine Frage: Wieso zeigt nicht eine Vielzahl von Lehrern öffentlichkeitswirksam auf, und legt ihre Erfahrungen sowie die daraus resultierenden Erkenntnisse hinsichtlich Gestaltung eines optimalen Schulsystems dar? Ständig höre ich von der Lehrergewerkschaft, aber von dort kommen ebenfalls keine Inputs hinsichtlich Verbesserung des Schulsystems!





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