Bankenunion – der nächste Irrsinn!

Lesezeit: 13:30

Schrittweise verzichtet der Staat auf seine Souveränitätsrechte. Überdeutlich wird das am Verzicht auf das „Majestätsrecht“ des Staates, seine Währung sowie die Möglichkeiten und Grenzen seiner Geld- oder Kreditschöpfung selbst zu bestimmen.

Die Einführung des Euro als gemeinsame Währung hatte den Zweck, den europäischen Staaten ihr im ökonomischen Sinne wichtigstes Souveränitätsrecht wegzunehmen und es auf die Banken, „die Herren des Kredits“, zu übertragen. „Gebt mir die Kontrolle über den Kredit, und mir ist es dann ganz gleichgültig, wer die Gesetze macht“. Mit dieser Einsicht hat Mayer Amschel Rothschild (1744-1812), der Gründer eines aus bescheidenen Anfängen entstandenen weltweiten Bankenimperiums, das von einem österreichisch-kanadischen Selfmade-Milliardär kreierte und nun schon geflügelte Wort vorweggenommen: „Das Geld macht die Regel“.

Nicht von ihrer Haftung, wohl aber von ihrem Majestätsrecht entkleidet, hängt nun das Wohl und Wehe der Staaten von den Bankherren ab. Wer diese sind und wie sie miteinander kommunizieren, hat ein kluger Kabarettist aus der (deutschen Kabarett-Sendung) „Anstalt“ jedem, der es wissen will, vor Augen geführt. Seine Einlage ist inzwischen zu einem Klassiker geworden.

Die Gründung der Europäischen Währungsunion war wohl der größte wirtschaftspolitische Fehler, der nach dem Zweiten Weltkrieg gegen den Rat von rund 700 Nationalökonomen, die sich in diversen Manifesten zu Wort meldeten, begangen wurde. Die Währungsunion wurde letztendlich auch nicht ökonomisch, sondern politisch begründet: Sie sollte zum Zusammenrücken der europäischen Staaten und zur „Vertiefung“ ihrer Gemeinschaft beitragen. Beides ging fehl. In der zweiten Hälfte des Jahres 2012 geriet die Währungsunion „an die Schwelle ihres Auseinanderbrechens“ (EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen am 11. Juni 2013 vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe). Keinem Beobachter konnte entgehen, dass die Spaltung der Europäischen Union mit jedem Tag seit Bekanntwerden der Griechenlandpleite zunahm. Wirtschaftliche Stagnation, Massenarbeitslosigkeit und soziale Spannungen sind, so Asmussen, jetzt politisch kaum noch beherrschbar. Verschiedentlich erfordert die Niederschlagung von Streiks und Bewegungen der „Empörten“ bereits den massiven Einsatz der Exekutive.

Der Euro ist eine „Fehlkonstruktion“. So ist es jetzt selbst aus dem Munde von Bundeskanzlerin Merkel und ihrem Finanzminister Schäuble zu hören. Der ehemalige Ministerpräsident Italiens, Silvio Berlusconi, schockte seine Kollegen in Brüssel mit der hingeworfenen, doch richtigen Bemerkung: „Den Euro nimmt niemand ernst. Es steht hinter ihm kein Staat“. Berlusconi drückte damit aus, was für den Inhaber des Monnet-Lehrstuhls in Wien, Prof. Breuss, als Verstoß gegen das währungspolitische Grundprinzip gilt: „One State – One Money“.

Für den britischen Außenminister William Hague geschah die Gründung der Währungsunion in einem „Anflug von kollektivem Wahnsinn“. Als Folge säßen jetzt ihre Mitglieder in einem „brennenden Haus mit verschlossenen Türen“. Es werde versucht „mit Benzin (noch mehr Schulden) zu löschen“, doch das funktioniere natürlich nicht. Zu diesem Urteil kommt auch der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Klaus: „The Eurozone has failed“, titelte er ein Essay im Wallstreet Journal. Die dort angeführten Gründe für den Fehlschlag sind einleuchtend. In seinem Buch „Europa?“ (2010) hat er sie in aller Breite dargestellt.

Der Versuch, das Scheitern des Euro zu verhindern, hat zu einer fortgesetzten Reihe von Rettungsmaßnahmen geführt, die sich allesamt als nutzlos erwiesen und als Resultat nur „Zeit gekauft“ haben, mit der der Konkurs noch verschleppt wird, wie einer der besten österreichischen Kenner der Materie, Botschafter Scheich, urteilte. Die Rettungsringe erwiesen sich allesamt als aus Blei, sie zogen die Ertrinkenden noch weiter in die Tiefe und schädigten zugleich sowohl die Retter als auch die ganze Weltwirtschaft.

Die Rettungsmaßnahmen haben inzwischen Ausmaße angenommen, die noch vor kurzem unvorstellbar waren. Allein für Griechenland mussten, wie der ehemalige Präsident des slowakischen Parlaments, Richard Sulik, vorrechnete, die Retter sich verpflichten, an die 800 Milliarden Euro bereitzustellen. Nur „die Illusionskünstler tun weiter so, als könne Griechenland die Kredite irgendwann zurückzahlen“, schrieb Holger Steltzer in der FAZ (vom 28. 11. 2012).

Das verrückte Konzept der Bankenrekapitalisierung

Griechenland war der erste Staat, für den ein Rettungsschirm aufgespannt werden musste. In einer Nacht- und Nebelaktion wurde die sogenannte No-Bailout-Klausel im Mai 2010 vom Tisch gewischt, die Europäische Zentralbank übertrat das Verbot der Staatsfinanzierung und wenig später wurde mit dem EFSF (European Financial Stability Facility) ein Instrument zur vorübergehenden, auf drei Jahre begrenzten Krisenbewältigung geschaffen. Wieder zwei Jahre später wurde dieses Instrument durch ein neues, den ESM (European Stabilitiy Mechanism), jetzt mit unbegrenzter Dauer, ersetzt.

Bald darauf machten außer Griechenland auch Irland, Portugal, Spanien und Zypern von diesen Rettungsinstrumenten Gebrauch, deren Umfang mit 700 Milliarden noch begrenzt ist. Forderungen, diesen durch Haftungszusagen garantierten Finanzierungsrahmen zu „hebeln“, ihn „unbegrenzt auszuweiten“ und ihn auch zur „Bankenrekapitalisierung“ unter Umgehung der Haftung des Schuldnerstaates einzusetzen, werden inzwischen vehement vorgetragen und sind teilweise ja auch schon dem Grundsatz nach auf der Ebene der Finanzminister vereinbart.

Mit dem Problem der „Bankenrekapitalisierung“ ist nun das gesamte Banken-, Kredit-, Geldschöpfungssystem der Europäischen Währungsunion und hier insbesondere die Rolle des Europäischen Zentralbank (EZB) und die ihr angeschlossenen nationalen Notenbanken ins Blickfeld geraten. Mit 9,4 Billionen Euro an ausstehenden Krediten in den PIIGSC-Staaten (Portugl, Irland, Italien, Griechenland, Spanien, Zypern) gleicht das europäische Bankensystem einem Schiff, das in den sich hoch auftürmenden Wellen der Finanzmärkte aus dem Ruder gelaufen und nicht mehr durch Staatseingriffe steuerbar ist. Statt zu steuern, müssen sich die Staaten darauf beschränken, Haftungen für sich und fremde Staaten oder für eigene und fremde Banken zu übernehmen. Wohlstandstransfers oder Umverteilungen zum „Durchfüttern“ zahlungsunfähiger Schuldner müssen sie dulden und im Endeffekt werden sie wohl auch ihre Steuerzahler direkt oder indirekt zur Kasse zu bitten haben.

Im Auge des Taifuns befindet sich nun die EZB. Sie hat durch ihre Selbstverpflichtung zur „unbegrenzten“ Staatsfinanzierung (OMT) nicht nur gegen ihr eigenes Statut und den Lissabonvertrag verstoßen, sondern in einem Verzweiflungsschritt auch die Geldschleusen in einer Weise zu öffnen versprochen, durch die Geld für Staaten und Banken, aber auch für betuchte Privatschuldner und Spekulanten nun „billiger wie Dreck“ geworden ist.

Unversehens haben sich im Zusammenwirken von EZB, Nationalen Notenbanken, Privatbanken und Hedgefonds durch Outright Monetary Transactions (OMT), Securities Market Programmes (SMP), Long-Term Refinancing Operations (LTRO), Emergency Liquidity Assistance (ELA), und Target 2-Salden auf ingeniöse Weise Ponzi-Schemata entwickelt, welche auf Kosten solider Staaten und ganzer Bevölkerungsschichten den Herren der Banken riesige Profite risikolos verschaffen. So kaufen Privatbanken in großem Stil höherverzinsliche Schrottanleihen (z.B. zu 4 und mehr Prozent p.a.) von Pleitestaaten, hinterlegen sie als Collateral bei der EZB gegen frisches Geld (zu 0,5 Prozent p.a.), kaufen damit wiederum Staatsanleihen, die sie neuerlich hinterlegen (usf. bis in alle Ewigkeit) und erfreuen sich damit an einer sich immer höher schraubenden Profitspirale.

Bluten muss für diese Profite die Bevölkerung, deren Staaten auf die Ausübung ihres Majestätsrechtes zur Geldschöpfung verzichtet haben. Vor den Richtern des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe schilderte der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung dieses Ponzi-Schema auf folgende Weise: „Die mittelbare Finanzierung der Staaten durch die EZB hat in der Krise riesige Ausmaße angenommen. So waren allein 77 Prozent der Pfänder, die griechische Banken ihrer Notenbank einreichten, griechische Staatspapiere … Auch spanische und italienische Banken konzentrieren ihre Anlagen in Staatspapiere zu über 80 Prozent auf das jeweils eigene Land“.

Allein die Tatsache, dass die Geldschöpfung der EZB zu 80 Prozent den PIIGSC zugute kommt, die nur 30 Prozent zum BIP der Eurozone beisteuern, lässt erkennen, welch gewaltige Kaufkraft- und Wohlstandstransfers von den soliden zu den unsoliden Staaten stattfinden. Die EZB sitzt am Hebel der Transferunion, ohne dass sich ein einziges Parlament, geschweige denn ein einziger Bürger gegen die Transfers wehren kann, die ihm meist nicht einmal bewusst sind.

Zentrale Bankenaufsicht: Eine gefährliche Drohung

Die Bankenunion soll dieses System nun verfestigen. Ihr Hauptzweck ist es, solide Staaten, Banken und Bürger für unsolide zahlen und haften zu lassen. Aus diesem Grund haben nun bald 200 Nationalökonomen deutscher Zunge, darunter auch fünf Österreicher, gegen die Pläne zur Errichtung der Bankenunion Stellung genommen. In einem „offenen Brief“ wehren sie sich dagegen, dass „Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas“ für die absehbaren „riesigen Verluste aus der Finanzierung der inflationären Wirtschaftsblasen der südlichen Länder“ in Haftung genommen werden. Mit allem Nachdruck lehnen sie die Bankenunion als Schritt „in die kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Eurosystems“ ab, schließlich seien „die Bankschulden fast dreimal so groß wie die Staatsschulden und liegen in den fünf Krisenländern im Bereich von mehreren Billionen Euro“ (FAZ, 5. 7 .2012). Die Risken aus der Vergemeinschaftung von Bankschulden seien einfach untragbar.

Ihre Sorge ist berechtigt. Mit der Installierung einer „zentralen Bankenaufsicht“ bei der EZB macht man den Bock zum Gärtner. Die EZB ist es, die den Banken unverhältnismäßig hohe Kredite gegen Schrottpapiere zur Verfügung stellt. Ihr Interesse ist es daher, überschuldete Banken über Wasser zu halten, um so eigene Verluste zu vermeiden. Bevor noch mit den Prüfungen begonnen werden kann, ist das Regelwerk auszuarbeiten, das Banken ihren Geschäften zugrunde legen müssen. Solche Normen oder Regeln sind der Maßstab für jede Prüfung. Zur Durchführung wird eine riesige Behörde mit hoch qualifizierten Beamten entstehen, denn nichts ist schwieriger als die Prüfung von Banken. Die Prüfung soll sich ja auf alle Banken mit mehr als 30 Milliarden Ausleihungen erstrecken, außerdem auf die drei größten Banken eines jeden Landes sowie auf Banken, deren Ausleihungen mehr als 20 Prozent des BIP eines Landes ausmachen.

Die arbeitfähige Installierung der „zentralen Bankenaufsicht“ ist wiederum die Bedingung für die Rekapitalisierung von Banken durch den ESM, um einerseits die EZB zu entlasten und andererseits die Erhöhung der Staatsschuldenquoten zu vermeiden. Die Erhöhung der Staatsschulden träte ein, wenn die Staaten für die Rekapitalisierung ihrer Banken selbst Kapital vom ESM oder von den Finanzmärkten in Anspruch nehmen müssten. Das wollen sie nicht, weil es ihre Bonität gefährden könnte. So zwingen sie lieber die Bürger anderer Staaten, ihr Geld in Bankbeteiligungen anzulegen und sie gegen ihren Willen und ohne Einflussmöglichkeiten indirekt zu Anteilseignern an Banken zu machen.

Offen ist die Frage, in welcher Weise und Höhe die EZB haftet, wenn trotz ihrer Aufsicht eine Bank Konkurs anmeldet und abgewickelt werden muss. Durch Fehler bei der Aufsicht könnten ungeahnte Forderungen von Bankgläubigern gegenüber der EZB entstehen.

Für die Abwicklung von Pleitebanken im Konkursfalle müssen die Bürger gleich mehrfach zahlen und haften. Einmal durch Einzahlungen in einen Garantiefonds der Banken, welcher die Einlagen bis zu einer bestimmten Grenze (derzeit 100.000,- Euro) sichern soll. Die Alimentierung eines europäischen Garantiefonds wird mit Sicherheit über die Erhöhung der Bankgebühren erfolgen. Zum anderen werden die Einleger Verluste tragen müssen, wenn ihre Einlagen die Garantiesumme überschreiten. Die geringe Garantiesumme reicht bei kaum einem Kleinunternehmer aus. Den Unternehmen wird jedenfalls nichts übrig bleiben, als ihre Einlagen zu versichern (CDS) und die daraus entstehenden Kosten auf ihre Kunden abzuwälzen.

Die EU beabsichtigt eine eigene Behörde für die Bankabwicklung einzurichten. Jeder Konkursverwalter kann ein Lied davon singen, wie schwer es ist, die Aktiva einer Bank zu versilbern. Mit Hypo Alpe Adria, Volksbanken und Kommunalkredit sind wir Österreicher gebrannte Kinder. Sicher ist jedenfalls, dass die Kosten der Konkursabwicklung von den Mitgliedsstaaten der Bankenunion und ihren Bürgern zu tragen sind.

Bankenaufsicht, Bankprüfung, Bankenrekapitalisierung und Bankenabwicklung öffnen die Tore für Korruption, Bestechung und Veruntreuung in ungeahnter Weise. Die Verluste, die aus der Korruption resultieren, sind Kollateralschäden, die weitere Kosten verursachen. Sie steigen beträchtlich mit der Übertragung von Funktionen auf zentrale Behörden durch Überdehnung der Kontrollspannen.

Das Konstrukt ist auf Rechtsbruch gebaut

Der Euro kann sich heute nur halten, weil durch Rechtsbruch alle Prinzipien aufgehoben wurden, die bei der Schaffung der Währungsunion Pate standen. Die Rechtsbrüche sind inzwischen Legion. Niemals, so war vereinbart, sollte ein Staat für andere Staaten haften oder zahlen müssen. Das vertraglich gesicherte Bailout-Verbot wurde umgangen. Ausgeschlossen wurde die Finanzierung von Staatsausgaben durch die EZB. Weder auf dem Primär- noch auf dem Sekundärmarkt sollte die EZB Staatsanleihen aufkaufen dürfen. Sie hat diese Vorschrift gebrochen.

Notfallkredite (ELAs) sollten lediglich zur Überbrückung von Tagesengpässen bei der Liquidität dienen. Die EZB missbrauchte die ELAs zur langfristigen Staatsausgabenfinanzierung (Irland, Spanien, Griechenland, Italien). Mit ihrer Selbstverpflichtung zum „unbegrenzten“ Aufkauf von Staatsanleihen (OMT) hat die EZB in die ihr verbotene Fiskalpolitik eingegriffen. Durch diese Eingriffe hat die EZB die Zinsspreizungen verkleinert und die Bonitätssignale der Finanzmärkte außer Kraft gesetzt. Mit der Belehnung von Anleihen zahlungsunfähiger Staaten (GR, E, IR, I, P, C) sowie durch die Nichtkonsolidierung von Target 2-Krediten hat die EZB die durch Parlamentsbeschluss festgelegten Haftungsgrenzen der EZB-Mitglieder aufgehoben.

Die EZB hat mitgeholfen, die Völker von vorne bis hinten zu belügen und zu betrügen. Nie haben die Völker einer Vergemeinschaftung der Schulden von Staaten oder Banken zugestimmt. Ihnen wurde versichert, unter gar keinen Umständen je für andere Staaten oder fremde Banken zahlen und haften zu müssen. Ausdrücklich wurde jeder Transfer ausgeschlossen. Gegen ihren Willen, und teils auch ohne es überhaupt zu bemerken, befinden sie sich jetzt in einer Schulden-, Haftungs-, Banken-, Transfer- und Fiskalunion, die sie ihres Eigentums und ihrer Zukunft beraubt. Unter tatkräftiger Mithilfe der EZB sind sie Sklaven der Bankherren geworden, und müssen um ihr pures Überleben bangen. Überfordert durch die Intrigen der Spitzenbanker, haben ihre Politiker und Volksvertreter sie bis auf ganz wenige im Stich gelassen. Bevor jetzt  die Sommerpause beginnt werden die Staatschefs und ihre Finanzminister noch im Juni in Brüssel bzw. im Juli auf der Insel Mallorca grünes Licht zur Weiterfahrt auf dem Irrweg geben, der über die zur Genehmigung anstehenden „zentralen Bankenaufsicht“ zur Vergemeinschaftung der Bankschulden führt.

Nach den im Herbst abgehaltenen Bundestags- und Nationalratswahlen wird es „auf der Fahrt ins Verderben“ (H.-W. Sinn) kein Halten mehr geben. In der Hoffnung auf eine sozialistische Mehrheit opponiert in Deutschland nicht einmal mehr die extreme Linke gegen die Bankenunion (!), in Österreich kann sich die Regierungskoalition auf die heuchlerischen Grünen als Mehrheitsbeschaffer verlassen.

Das Volk fühlt sich nur noch verraten und verkauft.

Der Autor ist Dozent für Volkswirtschaftslehre und Volkswirtschaftspolitik. Seine letzte Publikation zum Thema: ESM-Verfassungsputsch in Europa (Edition Antaios 2012).

Einschlägige Quellennachweise:

Erwin Pelzig: Neues aus der Anstalt (ZdF):Grandios wird erklärt, wie Banker die Welt regieren: http://www.rottmeyer.de/neues-aus-der-anstalt-goldman-sachs-verschworung/

Botschafter i. R. Manfred Scheich: http://www.andreas-unterberger.at/2013/03/europa-in-der-sackgasse/

Vaclav Klaus, damals Ministerpräsident der Tschechischen Republik: „The Eurozone has Failed“, in: Wall Street Journal vom 1. Juni 2010. http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704875604575280452365548866.html

Vaclav Klaus: Europa? Buchrezension: http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=242)

Richard Sulik, ehem. Präsident des Slowakischen Parlaments: http://www.unzensuriert.at/content/008650-Solidarit-t-mit-Griechenland-konkreten-Zahlen

Hans-Werner Sinn, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung in München : Gutachten für den BVerfGH Karlsruhe vom 12.06.13: http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-Archiv/2013/Q2/pm-201230612-sinn-ezb-kurs.html.

Jürgen Stark, zurückgetretener Chefvolkswirt der EZB, am 21.09.12: Diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1293077/Stark_EZB-bewegt-sich-ausserhalb-ihres-Mandats.

Hans-Werner Sinn zitiert aus dem Urteil des BVerfG, 2 BvR 1390/12 vom 12.09.12 wie folgt:: „Ein Erwerb von Staatsanleihen am Sekundärmarkt durch die Europäische Zentralbank, der auf von den Kapitalmärkten unabhängige Finanzierung der Haushalte der Mitgliedstaaten zielte, ist als Umgehung des Verbotes monetärer Haushaltsfinanzierung … untersagt.“

http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/policy/Staff-Comments-in-the-Media/Press-articles-by-staff/Archive/Eigene-Artikel-2012/medienecho_ifostimme-wiwo-17-09-2012.html

Hauke Janssen: So wurden wir belogen“: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/muenchhausen-check-merkel-und-schaeuble-ueber-die-euro-krise-a-867147.html

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2013 07:28

    Der Analyse Dr. Romigs ist – wie immer – nichts hinzuzufügen. Als ich diesen Artikel vor über einer Woche schon zu lesen bekam und einige Tage danach er noch immer nicht als Gastkommentar erschienen war, dafür jede Menge an Themen über Nebenkriegsschauplätze, glaubte ich, daß diese Ablenkungs-Diskurse Methode hätten und stellte ihn daher beim Gastbeitrag „Friedensprojekt Euro“ ins UTB. Sozusagen als Kontrast zu den illusorischen Wunschvorstellungen mancher Leser.

    Zu meiner Überraschung gab es keine Stellungnahmen dazu, und heute ist Romigs Gastkommentar für die „Partner“ bereits den ganzen Tag sichtbar, und es hat sich einer erst dazu geäußert. Was muß man daraus schließen?

    Nun, man kann dazu ja nicht mit Polemiken gegen die „Sozen“ oder die Wankelmütigkeit Spindeleggers, die „faschistoiden Grünen“, etc. vom Leder ziehen. Es liegt eine klare Lageanalyse vor, ebenso die unbezweifelbare Feststellung, daß wir in ganz Europa keine Rechtsstaatlichkeit mehr haben und daß die Dimension der finanziellen Katastrophe derart ist, daß es völlig unmöglich erscheint hier ungeschoren davon zu kommen.

    Da aber auch die Meinung, daß alle Bankster und Politiker Dummköpfe seinen, die dies nicht verstünden (was schon wegen der Heerscharen an ausgewiesenen Fachleuten, die dazu seit Jahren ihre Einwände und Warnungen durchaus hörbar vorbrachten, nicht in Betracht kommt), bleibt nur diese Erklärung für dieses Tun:

    Es handelt sich um ein Komplott gegen die Menschen, die Völker, die souveränen Staaten, die bestehende Ordnung, gegen die Tradition und die Kontinuität des geschichtlichen Herkommens, die persönliche Freiheit und die unserer Völker, und um die Auflösung aller Dinge, unsere abendländische, christliche Kultur.

    Was wäre aber zu tun? – Wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren und das Unvermeidliche abwarten? Oder doch den Realitäten ins Auge sehen, wozu die Verinnerlichung und Akzeptanz der Romigschen Analysen (auch jener früheren!) gehörte. Und jene, die es begriffen haben müßten sich (durchaus über den österreichischen Schrebergarten hinausgehend), also grenzüberschreitend sammeln für die Zeit danach.

    Wenn kein hinreichend großes Residuum an Personen nach dem unausweichlichen Crash übrig bleibt, die wissen w a s und w i e zu tun ist, die Strukturen und größere Organisationen managen können, die die Ordnung im Chaos und die Sicherheit aufrecht zu erhalten im Stande sind, dann wäre die Lage wirklich hoffnungslos.

    Die kindischen Beifallskundgebungen oder das völlig wirkungslose Anpöbeln der Polit-Figuren in Österreich, die ohnedies nur Bauern auf dem Brett sind, Befehlsempfänger der Anonyma, löst kein Problem und trägt auch nicht zum besseren Verständnis der Lage bei. Etwas Clausewitz wäre hilfreich.

    Dr. Romig ist sozusagen "unser" Turm in der Schlacht. Seine zahlreichen präzisen Analysen sind die Orientierung für ein künftiges Handeln - wenn es soweit ist.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorfokus
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2013 12:10

    An diesem unsäglichen Konstrukt Euro wird die ursprünglich geniale Idee eines friedlich vereinten Europas zu Grunde gehen.
    Leider muß man hinzufügen, je früher - umso geringer könnte man den Schaden halten. Vielleicht ist danach ein für alle Staaten vertretbarer Neuanfang möglich.

  3. Ausgezeichneter KommentatorScipio
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Juni 2013 13:59

    Guter Artikel von Hans Scharang heute im Presse-Spectrum:

    http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/1421582/Vergesst-dieses-Europa?parentid=0&act=2&isanonym=null#kommentar0

    Durch die EU Propaganda, so Scharang, wird alles zur Lüge!

  4. Ausgezeichneter KommentatorScipio
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juni 2013 10:59

    @ Komma

    Sie haben recht, Ihrem Urteil über Scharang (2. Hälfte seines Artikels) muß ich beitreten. Ähnlich wie "F. V" zu "fokus" bemerkt und mit Quellen belegt (Prof. Chossudovsky) hat wohl auch Scharang keine Ahnung über die Hintergründe des EU-Komplotts zur Auslöschung unserer Nationen. Dazu sandte mir ein Leser des AU-Blogs gestern den Text der Rede John F. Kennedy über die Geheimen Gesellschaften, die das Land bedrohen, gehalten am 21.04.1961 vor den amerik. Zeitungsherausgebern, in Ton und Text verfügbar (!), aus dem Kennedy-Gedenkarchiv: http://homment.com/kennedy-secracy .

    Und er schickte auch noch eine deutsche Übersetzung (auszugsweise) mit: http://homment.com/kennedy-rede , mit einem Zitat, das eigentlich alles sagt:

    "Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die miltärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis enthüllt."

    Die gleichen "verschworenen" Kräfte haben die EU geschaffen und stehen jetzt auch hinter der Bankenunion! Doch das auszusprechen, das scheuen unsere Medien mehr als der Teufel das Weihwasser. Dabei hat selbst der kleine Schieder (Sekretär im ö.Fin.Ministerium), der dieser Tage in Brüssel die Bankenunion schlußverhandelt, seine Weisungen und Weihe vor ein paar Wochen von den Bilderbergern bekommen. Jetzt wird er sogar schon als "Hoher EU-Kommissär" gehandelt. Das nur, damit wir wissen, wie die Dinge wirklich laufen!

    Dem Schluß im Gastkommentar Romigs: Wir werden von unseren Politikern "verraten und verkauft", ist nur noch hinzuzufügen: "... und nach Strich und Faden belogen und betrogen".

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFrancois Villon
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2013 07:28

    Der Analyse Dr. Romigs ist – wie immer – nichts hinzuzufügen. Als ich diesen Artikel vor über einer Woche schon zu lesen bekam und einige Tage danach er noch immer nicht als Gastkommentar erschienen war, dafür jede Menge an Themen über Nebenkriegsschauplätze, glaubte ich, daß diese Ablenkungs-Diskurse Methode hätten und stellte ihn daher beim Gastbeitrag „Friedensprojekt Euro“ ins UTB. Sozusagen als Kontrast zu den illusorischen Wunschvorstellungen mancher Leser.

    Zu meiner Überraschung gab es keine Stellungnahmen dazu, und heute ist Romigs Gastkommentar für die „Partner“ bereits den ganzen Tag sichtbar, und es hat sich einer erst dazu geäußert. Was muß man daraus schließen?

    Nun, man kann dazu ja nicht mit Polemiken gegen die „Sozen“ oder die Wankelmütigkeit Spindeleggers, die „faschistoiden Grünen“, etc. vom Leder ziehen. Es liegt eine klare Lageanalyse vor, ebenso die unbezweifelbare Feststellung, daß wir in ganz Europa keine Rechtsstaatlichkeit mehr haben und daß die Dimension der finanziellen Katastrophe derart ist, daß es völlig unmöglich erscheint hier ungeschoren davon zu kommen.

    Da aber auch die Meinung, daß alle Bankster und Politiker Dummköpfe seinen, die dies nicht verstünden (was schon wegen der Heerscharen an ausgewiesenen Fachleuten, die dazu seit Jahren ihre Einwände und Warnungen durchaus hörbar vorbrachten, nicht in Betracht kommt), bleibt nur diese Erklärung für dieses Tun:

    Es handelt sich um ein Komplott gegen die Menschen, die Völker, die souveränen Staaten, die bestehende Ordnung, gegen die Tradition und die Kontinuität des geschichtlichen Herkommens, die persönliche Freiheit und die unserer Völker, und um die Auflösung aller Dinge, unsere abendländische, christliche Kultur.

    Was wäre aber zu tun? – Wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren und das Unvermeidliche abwarten? Oder doch den Realitäten ins Auge sehen, wozu die Verinnerlichung und Akzeptanz der Romigschen Analysen (auch jener früheren!) gehörte. Und jene, die es begriffen haben müßten sich (durchaus über den österreichischen Schrebergarten hinausgehend), also grenzüberschreitend sammeln für die Zeit danach.

    Wenn kein hinreichend großes Residuum an Personen nach dem unausweichlichen Crash übrig bleibt, die wissen w a s und w i e zu tun ist, die Strukturen und größere Organisationen managen können, die die Ordnung im Chaos und die Sicherheit aufrecht zu erhalten im Stande sind, dann wäre die Lage wirklich hoffnungslos.

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    Wie ist der Stand der Dinge?Die Klage wurde ja am 3.1.13 beim EuGH eingereicht (ein Hinweis dauarf auf der Webseite wfcrde nicht schaden). Die EZB hatte zwei Monate Zeit zur Klage Stellung zu nehmen. Nach Adam Riese ist diese Frist am letzten Samstag abgelaufen und trotzdem hf6rt/findet man nichts dazu.Wissen Sie mehr?Vielen Dank und beste Grfcdfe,eine interessierte Unterstfctzerin

  10. Faadumo (kein Partner)
    20. Januar 2015 16:27

    Ich finds ja gut, dass kleine Geldbetre4ge siathbcr von den grf6dferen abgehoben sind. Das macht es einfacher, zwischen grodf und klein zu trennen. Wenn ich also 50€ bezahlen will, mf6chte ich mich nicht unbedingt durch 1- und 2€-Noten suchen mfcssen (okay, sie sind natfcrlich auch grf6dfer, trotzdem).Mal sehen, wann und ob es eine globale We4hrung geben wird ;)

  11. Jeffery (kein Partner)
    20. Januar 2015 16:17

    Das we4re komfortabel. Zwar kf6nnen eignie nicht so richtig mit dem Geld umgehen, wenn sie es nicht in der Hand halten, aber ich fe4nds genial, wenn man fcberall mit EC-Karte bezahlen kf6nnte. Dann bre4uchte man im Portemonnaie nur noch Kartenfe4cher :)

  12. Argentina (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:22

    Ich nehme mal an, Ihr meint beide den gleichen Hugendubel...Gestern noch war ich in Wfcrzburg, aber gut, da hatte ich anereds zu tun, ne4mlich eine junge Dame an ihren Studienort umzuziehen.Wenn ich weidf, was ich ffcr ein Buch will, dann gehe ich tatse4chlich zu amazon - oder zu einer der Buchhandlungen, wo ich hin und wieder vorbeikomme. Denn die haben es schwer genug, und mfcssen auch von etwas leben - auch wenn sie meist bestellen mfcssen, was ich will.Wenn ich stf6bern will, dann wfcsste ich momentan keine Buchhandlung zu nennen, die so viel Auswahl hat bei den Themen und Gattungen, die mich interessieren. 10 Regalmeter Lyrik zum Beispiel...

  13. Heinrich Elsigan (kein Partner)
    28. Juni 2013 07:28

    Lieber Herr Unterberger,
    ich teile Ihre Meinung nicht 100%.
    Was den €uro betrifft stimme ich aber mit Ihnen überein, dass es eine grandiose Fehlkonstruktion war, angefangen bei der EZB als Blaupause der deutschen Notenbank, über fehlende reale Ausgleichszahlungen zwischen den nationalen Notenbanken (die 12 Districts der FED gleichen jedes Jahr am 1. April die überschüssigen Salden über FED oder andere Fonds aus, das ist etwas flexibler als das starre Bretton Woods mit Gold. Die EU entschied sich für Anschreiben und am Bierdeckel stehen = Target2 Salden), bishin zu unterschiedlichen Staaten mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft, Steuern, Staatsschulden und Ratings, ...

    Ich bin im Nachhinein direkt froh, dass sich 2008 die Subprimemarket-Krise zur weltweiten Finanzkrise ausweitete. Dann dadurch kam es zu einer wirklich großen Kreditklemme und die Staatsschuldensituation einiger Südländer und die Kreditfinanzierung von nicht nachhaltigen Blasen und Booms wurde so in aller Klarheit sichtbar.

    Griechenland ist ab 2008 zahlungsunfähig, weil es kein frisches Geld mehr an den internationalen Finanzmärkten ab diesem Zeitpunkt leicht zu normalen Konditionen mehr aufnehmen konnte, aber für den bestehenden Schuldendienst (Kredite) ab da höheren Zinsen (=schlechteres Rating) zahlen musste!

    Insoferne verstehe ich die vielseitigen glücklosen Rettungsaktionen schon.
    Ich hätte es auch nicht als EU-Politiker und Regierungschefs getraut, ein Land der €-Zone in komplette Staatsinsolvenz zu schicken.

    Bei den PIIGSC Staaten bin ich etwas anderer Meinung.
    Ich würde die 2 I (Italien und Irland) eher durch ein F ersetzen, denn Frankreich hat noch viel mehr Probleme als Italien oder Irland. Italien hat geringe Auslandsverschuldung, mehr echte wertschöpfende Industrie in Norditalien als Spanien, Griechenland oder Portugal und hat weiters 1-2 kleinste Reförmchen (Pensionsystem) durchgezogen. Sicher ist das zu wenig, aber die meisten anderen EU-Staaten (auch Österreich) ringen sich nicht einmal zu kleinen Minireformen durch. In Irland hat die eigene Bevölkerung mehr Lasten als in den anderen PIIGSC Staaten getragen um aus dem eigenen Bankenschlamassel herauszukommen.

    Auch was die EZB (eigentlich konkret Mario Draghi) betrifft, verstehe ich die Notwendigkeit jeder einzelnen Aktion. Herr Draghi kann immer nur mit in die Illegalität hingehenden Mitteln Feuerwehr spielen, es liegt an den Staaten und ihren Regierungen und an Brüssel hier echte Lösungen zumindest einmal zu planen. Werden mit Vogel Strauss Methode alle bestehenden Probleme in Brüssel ignoriert und setzen gleichzeitig die Regierungen der heftigsten Krisenstaaten keine nötigen Reformen um, dann sind Herr Draghis Mittel rein auf solche Notfallmaßnahmen begrenzt.

  14. Scipio
    24. Juni 2013 10:59

    @ Komma

    Sie haben recht, Ihrem Urteil über Scharang (2. Hälfte seines Artikels) muß ich beitreten. Ähnlich wie "F. V" zu "fokus" bemerkt und mit Quellen belegt (Prof. Chossudovsky) hat wohl auch Scharang keine Ahnung über die Hintergründe des EU-Komplotts zur Auslöschung unserer Nationen. Dazu sandte mir ein Leser des AU-Blogs gestern den Text der Rede John F. Kennedy über die Geheimen Gesellschaften, die das Land bedrohen, gehalten am 21.04.1961 vor den amerik. Zeitungsherausgebern, in Ton und Text verfügbar (!), aus dem Kennedy-Gedenkarchiv: http://homment.com/kennedy-secracy .

    Und er schickte auch noch eine deutsche Übersetzung (auszugsweise) mit: http://homment.com/kennedy-rede , mit einem Zitat, das eigentlich alles sagt:

    "Wir haben es mit einer monolithischen und ruchlosen weltweiten Verschwörung zu tun, die ihren Einfluß mit verdeckten Mitteln ausbreitet: mit Infiltration statt Invasion, mit Umsturz statt Wahlen, mit Einschüchterung statt Selbstbestimmung, mit Guerillakämpfern bei Nacht, statt Armeen am Tag. Es ist ein System, das mit gewaltigen menschlichen und materiellen Ressourcen eine komplexe und effiziente Maschinerie aufgebaut hat, die miltärische, diplomatische, geheimdienstliche, wirtschaftliche, wissenschaftliche und politische Operationen verbindet. Ihre Pläne werden nicht veröffentlicht, sondern verborgen, ihre Fehlschläge werden begraben, nicht publiziert, Andersdenkende werden nicht belobigt, sondern zum Schweigen gebracht, keine Ausgabe wird in Frage gestellt, kein Gerücht wird gedruckt, kein Geheimnis enthüllt."

    Die gleichen "verschworenen" Kräfte haben die EU geschaffen und stehen jetzt auch hinter der Bankenunion! Doch das auszusprechen, das scheuen unsere Medien mehr als der Teufel das Weihwasser. Dabei hat selbst der kleine Schieder (Sekretär im ö.Fin.Ministerium), der dieser Tage in Brüssel die Bankenunion schlußverhandelt, seine Weisungen und Weihe vor ein paar Wochen von den Bilderbergern bekommen. Jetzt wird er sogar schon als "Hoher EU-Kommissär" gehandelt. Das nur, damit wir wissen, wie die Dinge wirklich laufen!

    Dem Schluß im Gastkommentar Romigs: Wir werden von unseren Politikern "verraten und verkauft", ist nur noch hinzuzufügen: "... und nach Strich und Faden belogen und betrogen".

    • F.V. (kein Partner)
      24. Juni 2013 18:31

      Ein – kurzes – Resümee des unten genannten Artikels, der ebenfalls Romigs Analyse zu 100% bestätigt.

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/18/merkel-und-obama-die-angst-der-politik-vor-dem-biss-der-finanz-eliten/

      In den Deutschen Wirtschafts Nachrichten (18. 6.) wird der Ökonom Joseph Stiglitz zitiert, der in bemerkenswerter Offenheit enthüllt hatte:

      Es geht um die Unterwerfung der Nationen unter ein feudalistisches System. Obama sei im Netz der Finanz-Eliten gefangen; diese erwarten Ergebnisse und folgen einem Plan: mit der neuen Freihandels-Zone soll Angela Merkel bewegt werden, Europa für die US-Interessen zu öffnen.

      Der große Plan, von dem schon der ehem. britische Times Korrespondent Douglas Reed im Jahre 1938(!) unter dem Titel From Smoke to Smother berichtete. Die deutsche Ausgabe erschienen 1952 unter dem Titel „Der große Plan der Anonymen“, Thomas-Verlag, Zürich.

      Warum ist Obama ein „Gefangener“? – Weil US-Wahlen nicht von Wählern sondern vom Big Money entschieden werden.

      Siehe auch William PFAFF am 29. 12. 2001 (IHT): "Der wichtigste Wandel, der in letzter Zeit stattfand, ist die Aufwertung der Rolle des Geldes bei der Bestimmung der Frage, wie Amerika regiert wird. Diese Rolle war niemals gering, aber sie gewann eine neue Dimension, als der Oberste Gerichtshof entschied, daß Geld, welches für die Wahl von Kandidaten und für die Förderung von privaten und kommerziellen Interessen in Washington ausgegeben wird, eine Form der verfassungsmäßig geschützten Meinungsäußerung darstellt. Dadurch wurde eine repräsentative Republik umgewandelt in eine Plutokratie."
      Bzw. derselbe in IHT, 24. 1. 2002: “The Problem of Politics is Money”.

      Stiglitz, der ja 1999 unfreundlich aus seinem Job als Chef-Volkswirt des IWF gefeuert wurde, hat als Insider und Wissender auch die Methoden der Finanz-„Elite“ bereits 2001 publik gemacht – und sie konnten inzwischen ja durch Beobachtung „verifiziert“ werden.
      .
      Die vier Stufen, nach denen der IWF vorgeht:

      Zunächst soll es Privatisierungen geben. Alles, was in die Hände der Finanz-Elite geraten kann, ist willkommen. Stiglitz sagt, dass die Amerikaner die gnadenlose Ausbeutung des russischen Volkes durch die mit Washington verbundenen Oligarchen zur Zeit des Präsidenten Boris Jelzin bewußt unterstützt haben.

      Stufe zwei ist die Liberalisierung der Kapitalmärkte. Eigentlich eine gute Idee: Investments sollen länderübergreifend ohne Hindernisse möglich sein. Wie Brasilien und Indonesien jedoch gezeigt hätten, sei das Geld nur in eine Richtung geflossen – aus den Ländern raus.

      Stufe drei ist die Einführung von „marktgerechten Preisen“. Auch das eine gute Idee. Praktisch jedoch hat dies jedoch dazu geführt, daß die Preise Nahrungsmittel, Wasser und Heizgas explodierten.

      Ein Zwischenschritt zur finalen Lösung: „IWF-Unruhen“.

      Stiglitz wörtlich: „Wenn ein Land am Boden liegt, preßt der IWF das letzte Blut aus ihm heraus. Sie drehen die Hitze so lange auf, bis das Ganze explodiert.“ Beispiele: Indonesien, Bolivien und Ecuador.

      Soziale Unruhen haben den unschätzbaren Vorteil, daß die Preise für Unternehmen und andere Assets in den betreffenden Ländern sinken, und daher die Einverleibung durch multinationale Konzerne zu einem hochprofitablen Geschäft werden lassen.

      Die vierte und letzte Stufe schließlich ist der Freihandel.

      Stiglitz vergleicht die Errichtung von Freihandelszonen unter Aufsicht der Welthandelsorganisation WTO mit den „Opium-Kriegen“. Im 19. Jahrhundert hatten Amerikaner und Europäer einen knallharten Kolonialkrieg begonnen, der dazu dienen sollte, den Freihandel zu fördern.

      Lateinamerika, Asien und Afrika wurden mit Militär-Blockaden gezwungen, ihre Grenzen zu öffnen. Europäer und Amerikaner dachten nicht daran, ihre Märkte zu öffnen, sondern agierten weiterhin protektionistisch. Heute, so Stiglitz brauche man keine Militär-Blockaden. Heute werde dies mit Finanz-Blockaden gemacht.

      Es lohnt den ganzen Artikel anzusehen!

    • Scipio
      25. Juni 2013 10:37

      Zu den beiden Schlußabsätzen des Scipio-Kommentars vom 24.06., 10:59

      Heutige Meldung: http://www.welt.de/wirtschaft/article117417573/Das-Gezerre-um-Europas-wackelige-Bankenunion.html

      Zwei Sätze daraus: "Die Finanzminister, von denen viele nicht einmal alle komplizierten Details der Materie verstehen, wollen das Thema mit Sicherheit nicht ihren Chefs überlassen. Diese wären mit den ersten Knackpunkten schon überfordert."

      Es betrifft die Verhandlungen am Mittwoch (26.ds.) in Brüssel und dem darauffolgenden Treffen der Staatschefs.

  15. fokus
    23. Juni 2013 12:10

    An diesem unsäglichen Konstrukt Euro wird die ursprünglich geniale Idee eines friedlich vereinten Europas zu Grunde gehen.
    Leider muß man hinzufügen, je früher - umso geringer könnte man den Schaden halten. Vielleicht ist danach ein für alle Staaten vertretbarer Neuanfang möglich.

    • F.V. (kein Partner)
      23. Juni 2013 13:52

      „An diesem unsäglichen Konstrukt Euro wird die ursprünglich geniale Idee eines friedlich vereinten Europas zu Grunde gehen.“

      Fokus, Ihr obiger Satz zeigt einmal mehr, daß Sie zwar viel schwätzen, aber halt nur dummes Zeug. Sie sind einer jener gutmenschlichen Schönschreiber, die all die dummen Klischees aufgreifen und mit Blah-blah bedienen. Hätten Sie nur die geringste Ahnung von Geopolitik und dem, was in den Jahrzehnten seit 1945 passierte, denn würden sie nicht so einen Unsinn wie „die ursprünglich geniale Idee eines friedlich vereinten Europas“ verzapfen.

      Lesen sie das Buch Chossudovskys – oder die Einleitung dazu, die ich Ihnen gerne zustelle – oder sonstige Publikationen, die das systematische Komplott im Detail nachzeichnen, dann würde es auch Ihnen dämmern, daß die EU und alle vor- und Nachläufer nie etwas mit dem Frieden in Europa zu tun hatten, sondern mit der One World, der absoluten Herrschaft des Kapitals und daß die „Gründerväter“, wie Monnet, nur amerikanische CIA-Agenten waren.

      Ich – und klügere andere Leute - habe dazu schon öfters Belege beigebracht, und sofern Sie nicht bloß das eigene Geschreibsel lesen und sich das anderer Diskutanten merken würden, wären Sie ja belehrt. Aber sie scheinen es vorzuziehen „stromlinienförmige“ Kommentare abzugeben, nicht anzuecken, um vielleicht wieder den läppischen Sternderl-Wettbewerb zu gewinnen. Sie machen sich aber damit nur lächerlich, und der Beifall geistiger Taglöhner ist – wie Sie vielleicht auch einsehen können – überhaupt nichts wert.

      Inzwischen ist sogar in der Presse – scipio wies auf den Kommentar Scharnags hin – Treffenders zu lesen, als es Ihre nichtssagende Wortspende ist.

    • fokus
      23. Juni 2013 17:16

      @F.V.

      Auch wenn Ihnen meine Kommentare nicht genehm sind und das kann bei dem einen oder anderen auch durchaus auf Gegenseitigkeit beruhen, habe ich Ihnen etwas Wertvolles voraus: ich lasse andere Meinungen, die sich nicht mit meiner decken, gelten und setze mich damit SACHLICH auseinander, ohne den anderen persönlich anzugreifen.
      Sie haben offensichtlich den Sinn eines FAIREN Diskussionsfourms nicht begriffen und suchen lediglich Stunk. Bitte, nicht mit mir!

      Ich werde mir weiterhin erlauben, MEINE Sicht der Dinge hier preiszugeben, auch wenn "Experten" wie Sie bzw. solche von Ihnen empfohlene nicht mit mir übereinstimmen und umgekehrt.
      Wie bei allen Diskursen plädiere ich für VIELFALT statt EINFALT!

      P.S.: "Starwars" ist Schnee von gestern, bitte nach vorne blicken, so wie beim politischen Zeitgeschehen!!

  16. Waltraut Kupf (kein Partner)
    23. Juni 2013 11:09

    Normalerweise betrachtet man siamesische Zwillinge hinsichtlich ihrer Lebensqualität nicht als etwas Wünschenswertes. Man wird, wo immer das möglich ist, eine Trennung operativ zu erzielen trachten. Der hier behandelte Irrsinn ist damit zu vergleichen, daß man einigen gesunden Personen Organe entnimmt, den Rest zusammennäht und einen gleichsam siamesischen Mehrling in monströser Größe erhält, der aber nur kümmerlich dahinvegetieren und sich nicht selbständig bewegen kann. Weil die bösen Biologismen verpönt sind und man die bisher abartigen Dinge für normal und erwünscht zu halten hat, so wird auch diese Spottgeburt bejubelt werden, dient sie doch allen Eigenschaften, die bisher dem Teufel zugeschrieben wurden, vor allem dem Mammon und der Lüge.

  17. Francois Villon (kein Partner)
    23. Juni 2013 07:28

    Der Analyse Dr. Romigs ist – wie immer – nichts hinzuzufügen. Als ich diesen Artikel vor über einer Woche schon zu lesen bekam und einige Tage danach er noch immer nicht als Gastkommentar erschienen war, dafür jede Menge an Themen über Nebenkriegsschauplätze, glaubte ich, daß diese Ablenkungs-Diskurse Methode hätten und stellte ihn daher beim Gastbeitrag „Friedensprojekt Euro“ ins UTB. Sozusagen als Kontrast zu den illusorischen Wunschvorstellungen mancher Leser.

    Zu meiner Überraschung gab es keine Stellungnahmen dazu, und heute ist Romigs Gastkommentar für die „Partner“ bereits den ganzen Tag sichtbar, und es hat sich einer erst dazu geäußert. Was muß man daraus schließen?

    Nun, man kann dazu ja nicht mit Polemiken gegen die „Sozen“ oder die Wankelmütigkeit Spindeleggers, die „faschistoiden Grünen“, etc. vom Leder ziehen. Es liegt eine klare Lageanalyse vor, ebenso die unbezweifelbare Feststellung, daß wir in ganz Europa keine Rechtsstaatlichkeit mehr haben und daß die Dimension der finanziellen Katastrophe derart ist, daß es völlig unmöglich erscheint hier ungeschoren davon zu kommen.

    Da aber auch die Meinung, daß alle Bankster und Politiker Dummköpfe seinen, die dies nicht verstünden (was schon wegen der Heerscharen an ausgewiesenen Fachleuten, die dazu seit Jahren ihre Einwände und Warnungen durchaus hörbar vorbrachten, nicht in Betracht kommt), bleibt nur diese Erklärung für dieses Tun:

    Es handelt sich um ein Komplott gegen die Menschen, die Völker, die souveränen Staaten, die bestehende Ordnung, gegen die Tradition und die Kontinuität des geschichtlichen Herkommens, die persönliche Freiheit und die unserer Völker, und um die Auflösung aller Dinge, unsere abendländische, christliche Kultur.

    Was wäre aber zu tun? – Wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren und das Unvermeidliche abwarten? Oder doch den Realitäten ins Auge sehen, wozu die Verinnerlichung und Akzeptanz der Romigschen Analysen (auch jener früheren!) gehörte. Und jene, die es begriffen haben müßten sich (durchaus über den österreichischen Schrebergarten hinausgehend), also grenzüberschreitend sammeln für die Zeit danach.

    Wenn kein hinreichend großes Residuum an Personen nach dem unausweichlichen Crash übrig bleibt, die wissen w a s und w i e zu tun ist, die Strukturen und größere Organisationen managen können, die die Ordnung im Chaos und die Sicherheit aufrecht zu erhalten im Stande sind, dann wäre die Lage wirklich hoffnungslos.

    Die kindischen Beifallskundgebungen oder das völlig wirkungslose Anpöbeln der Polit-Figuren in Österreich, die ohnedies nur Bauern auf dem Brett sind, Befehlsempfänger der Anonyma, löst kein Problem und trägt auch nicht zum besseren Verständnis der Lage bei. Etwas Clausewitz wäre hilfreich.

    Dr. Romig ist sozusagen "unser" Turm in der Schlacht. Seine zahlreichen präzisen Analysen sind die Orientierung für ein künftiges Handeln - wenn es soweit ist.

    • F.V. (kein Partner)
      23. Juni 2013 09:29

      Nachtrag:

      Eben kam der Hinweis auf das unten erwähnte Buch. Prof. Chossudovsky ist ein sehr bekannter und kompetenter Analyst des Weltgeschehens und seine Artikel bzw. Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

      The Globalization of Poverty and the New World Order von Michel Chossudovsky

      https://store.globalresearch.ca/store/the-globalization-of-poverty-and-the-new-world-order/

      Über den angegebenen Link wird leider nur ein knapper Hinweis auf das Buch und eine Bestellmöglichkeit angeboten.

      “The current system, Chossudovsky argues, is one of capital creation through destruction. The author confronts head on the links between civil violence, social and environmental stress, with the modalities of market expansion.”
      - Michele Stoddard, Covert Action Quarterly

      In meiner Mitteilung war auch ein Auszug (6 Seiten) – das Vorwort zur 2. Auflage – dabei, der einen Überblick über die Welt-Ereignisse der vergangenen 40 – 50 Jahre gibt und damit die Zielgerichtetheit der Ereignisse, die Fädenzieher im Hintergrund und die (verlogenen) Motive aller Aktionen deutlich macht.

      Wer diese wertvolle Zusammenfassung möchte kann sie per mail von mir bekommen. Dieses „Vorwort“ ist eine geradezu phantastische Ergänzung/Bestätigung des Romigschen Gastkommentars, insofern, als seine Analysen sich wie ein weiteres Puzzle in das von Chossudovsky dargelegte Geschehen nahtlos einfügen.

  18. Scipio
    22. Juni 2013 13:59

    Guter Artikel von Hans Scharang heute im Presse-Spectrum:

    http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/1421582/Vergesst-dieses-Europa?parentid=0&act=2&isanonym=null#kommentar0

    Durch die EU Propaganda, so Scharang, wird alles zur Lüge!

    • Komma
      23. Juni 2013 16:21

      ad Scipio

      Ihrem Lob für den Scharang-Artikel kann ich mich nur für die erste Hälfte anschließen. In der zweiten Hälfte kommt seine Verfangenheit in der kommunistisch.marxistisch-sozialistischen Ideologie zum Ausdruck. Geistig hat er seine Mitgliedschaft in der KPÖ (1973-1978) wohl nie überwunden. So baut er sich in der zweiten Hälfte des Artikels mit dem Begriff "Kapitalismus" einen abstrakten Popanz auf, gegen den er als Don Quichotte anreitet. Ein seriöser Schriftsteller darf einfach einen Satz wie diesen nicht schreiben: „Die Europäische Union ist ein Projekt des Kapitals“. Das „Kapital“ ist kein Subjekt, das irgendetwas projektieren kann. „Kapital“ ist immer nur ein Instrument in den Händen jener, die damit etwas bewirken , z. B. Unternehmungen und Wirtschaft ausbauen, dem Fortschritt auf die Beine helfen, Marktanteile gewinnen, noch mehr Kapital akkumulieren, Macht ausüben, andere ausbeuten oder versklaven oder sonst etwas wollen.

      So war denn auch die Europäische Union kein Projekt des „Kapitals“, sondern ein Projekt der USA-Führung (vor allem Roosevelts und seiner Freunde) zur Neuordnung Europas nach dem Sieg über Hitler-Deutschland. Die Blue Prints für dieses Projekt wurden von den amerikanischen Think Tanks ausgearbeitet und lagen bereits 1944 fix und fertig vor, und zwar bis hin zu einer Europäischen Währungsunion! Sie konnten dabei ja auch auf die seit 1922 vorliegenden und immer weiter ausgebauten Konzepte von Coudenhove-Kalergi und seiner „Paneuropabewegung“ zurückgreifen, und taten das auch (http://www.andreas-unterberger.at/2013/05/paneuropa-ij-wie-eine-falsche-idee-zur-erzwungenen-realitaet-werden-soll/#comment-246667 )

      Es war Roosevelt der frühzeitig erkannte, DASS DER NEUORDNUNG EUROPAS SEINE ZERSTÖRUNG VORANGEHEN musste. So berichtet uns Fürst Udo von Württemberg, OSB, dass Roosevelt, ein „Freimaurer des 32. Grades“, auf einer Geheimkonferenz bereits 1936 (!!) erklärte, „ganz Europa, nicht nur Deutschland, Italien, Österreich, sondern ganz Europa ist durch einen uneingeschränkten Bombenkrieg zu vernichten. Europa muß zu Wüste gemacht werden.“ Und Udo von Württemberg fährt fort: „Das Großkapital, das International Judentum, der Liberalismus, die Freidenker, sie alle haben sich zusammengetan, um die Achsenmächte zu vernichten“, und das lange vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs! Damit ist wohl klar, wessen Projekt die Europäische Union ist. Der Hinweis von "F. V." auf "The Globalization of Poverty and the New World Order von Michel Chossudovsky" und die Strategie "of destruction" ist hier sehr nützlich: Sie wird durchgezogen. "Es handelt sich um ein Komplott gegen die Menschen, die Völker, die souveränen Staaten, die bestehende Ordnung, gegen die Tradition und die Kontinuität des geschichtlichen Herkommens, die persönliche Freiheit und die unserer Völker, und um die Auflösung aller Dinge, unsere abendländische, christliche Kultur."

      Scharang sieht in „Aufklärung“, Französischer Revolution, 1945 und 1968 und wohl auch in dem, ich nehme an zu seinem Bedauern, „schon nach wenigen Jahren abgebrochenen sowjetischen Versuch eine sozialistische Gesellschaft zu schaffen“, „Glücksmomente“ auf dem Weg „der Emanizipation der Menschheit“ statt Zwischenstationen auf dem Weg in die Hölle der Sklaverei.





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