Bargeldverbot: Alle Macht dem Leviathan!

Lesezeit: 5:30

Die beiderseits des Atlantiks betriebene Politik der „finanziellen Repression“ zeigt Folgen: Auf der Suche nach Möglichkeiten zum bloßen Erhalt der Vermögenssubstanz werden Sparer in Anlagen gezwungen, die weit jenseits ihrer normalen Risikobereitschaft liegen. Blasenbildungen wie im nur scheinbar sicheren Immobilienbereich oder bei dubiosen „Wert“papieren – und damit das Risiko schmerzhafter Vermögensverluste – sind die Folge.

Die Erwartung, das Geld würde zunehmend an Kaufkraft verlieren, steigert weiters die Zeitpräferenzrate, was zu einer Verringerung der Sparneigung und erhöhten Konsumausgaben führt. Dauerhafter Wohlstand setzt die Existenz eines soliden Kapitalstocks voraus – der nicht zu verwechseln ist mit dem vom Bankensektor in beliebiger Menge herzustellendem Papier-  oder Buchgeld. Dieser Kapitalstock wird aber unter den herrschenden Bedingungen nicht nur nicht aufgestockt, sondern sogar aufgezehrt. Daher sollte man sich hinsichtlich der auf uns zukommenden Entwicklung keiner Illusion hingeben: Es geht bergab. Der „Peak Wohlstand“ liegt hinter uns. Den Jungen wird es, und das nicht nur materiell, schlechter gehen als der zügig auf die Pension zumarschierenden Generation der Babyboomer.

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, dräut eine weitere Bedrohung, derer sich die meisten Zeitgenossen noch gar nicht bewusst geworden sind: Die schleichende Einführung von Bargeldverboten. Unter allerlei Vorwänden werden von den herrschenden Dressureliten immer weiter reichende Einschränkungen des Bargeldverkehrs verordnet. Möglichst alle Zahlungen sollen über elektronisch überwachte Konten abgewickelt werden. Eine Hitliste der beliebtesten Märchen dazu:

  • Es geht lediglich darum, Steuerhinterziehern das Handwerk zu legen,
  • Bezahlen mit Kredit- oder Bankomatkarte ist wesentlich bequemer,
  • Beim Verlust einer Kreditkarte tritt, anders als bei Bargeld, keinerlei Schaden ein,
  • Anständige Bürger“ haben ohnehin nichts zu befürchten.

Da es zu den weit verbreiteten menschlichen Schwächen gehört, erst durch Schaden klug zu werden, haben die Obertanen in einigen Ländern bereits beachtliche Erfolge bei der schrittweise erfolgenden Abschaffung des Bargeldes erzielt: Italien geht mit leuchtendem Beispiel voran. Bereits jetzt gilt ein Limit von 1.000 Euro, das – falls das Land bis dahin über eine handlungsfähige Regierung verfügt – ab Mitte des Jahres auf 50 (!) Euro heruntergesetzt werden soll. Damit wird der allgegenwärtigen Cosa Nostra unzweifelhaft ein schwerer Schlag versetzt. Sie ist damit wohl so gut wie fertig. Dass indes der Besuch einer braven Familie im Eissalon schon bald im Kriminal enden könnte, falls vergessen wurde, die Kreditkarte einzustecken und sich der Gelataio auf die Annahme von Bargeld einlässt, tut dieser brillanten Maßnahme keinen Abbruch.

In Griechenland endet der Bargeldspaß bei 1.500, in Spanien bei 2.500 Euro, in Frankreich sind die regierenden Neobolschewiken noch nicht ganz mit sich im Reinen und brüten über ein zweckmäßiges Limit, in England ist der Gebrauch von 500,-- Euro-Scheinen verpönt und in Schweden träumt man bereits von der totalen Kontrolle durch den Leviathan und einem „Leben ohne Bargeld“.

Wenn das eben in Zypern über die Bühne gehende Drama nur ein Gutes gebracht hat, dann die brachial erteilte Lehre, was ein „Leben ohne Bargeld“ in einer entwickelten, arbeitsteiligen Gesellschaft bedeutet: blankes Chaos. Hätten die zypriotischen Haushalte nicht noch über gewisse Bestände an Bargeld verfügt, wäre es ihnen nach der hoheitlich verordneten fast zweiwöchigen Schließung der Banken nicht einmal mehr möglich gewesen, selbst einfachste Grundbedürfnisse zu befriedigen, also etwa Lebensmittel einzukaufen. Wer allein auf „virtuelles“ Geld in Gestalt bunter Plastikkarten angewiesen ist, muss im Fall der Fälle eben hungern. Wer an den politischen Schalthebeln sitzt, entscheidet dagegen, ob – und von wem – gegessen wird oder nicht. Entspricht das dem Wunsch mündiger Bürger?

Dass Nomenklatura und Bankenwelt entschlossen auf eine Abschaffung des Bargeldes hinarbeiten, leuchtet indes ein. Den Apparatschiks in den Politbüros geht es um eine weitere Ausdehnung ihrer Macht: Wenn es ihnen gerade nicht passt, kann sich der Bürger auf legale Weise dann nicht einmal mehr ein Stück Brot kaufen. Für die Banken ist es der zusätzlich winkende Umsatz. Schließlich bringt jede einzelne Transaktion den Finanzhäusern Geld.

Ein Leben ohne Konto wäre nicht mehr möglich – selbst einem Einsiedler nicht. Die Kontrolle des Staates über seine Bürger wäre nahezu total, denn schließlich hinterlässt jede Benutzung von Kredit- oder Bankomatkarten Spuren. Dass mit der Abschaffung des Bargeldes auch privates Eigentum ein Stück weiter dem Zugriff des Fiskus ausgesetzt wird, liegt auf der Hand. Konten einzufrieren oder abzuräumen ist für den Staat allemal bequemer, als Haussuchungen vorzunehmen, um unter Matratzen verstecktes Geld zu konfiszieren. Seine treuesten Handlanger und Komplizen – die Geschäftsbanken – stehen jederzeit bereit, dem Großen Bruder zu helfen.

Wer einwendet, er habe tatsächlich nichts zu verbergen, und es sei ihm daher egal, ob die Regierung jeden seiner Schritte überwacht, sollte sich einen Moment lang in die Lage eines regierungskritischen Nonkonformisten versetzen. Hätten die Terrorregimes des 20. Jahrhunderts über Mittel verfügt, in dem Maße jede Geldbewegung zu kontrollieren oder zu unterbinden, wie es in der Alten Welt gerade verwirklicht wird, wären die von ihnen produzierten Leichenberge noch deutlich höher ausgefallen. Und viele weitere Menschen wären dann schlicht verhungert…

Der naive Traum vom real existierenden Rechtsstaat kann – spätestens nach den rezenten Ereignissen auf Zypern – endgültig begraben werden. Jedes Vertrauen auf die Rechtmäßigkeit staatlichen Handelns läuft seither auf grobe Fahrlässigkeit hinaus. Der Staat ist und bleibt – wie es die zypriotische Regierung eben beispielhaft vorgeführt hat – eine kriminelle Organisation. Seine Macht kommt aus den Gewehrläufen – denen seiner eigenen Büttel oder denen der Eurogendfor, also der europäischen Gendarmerie. Rechtssicherheit gibt es nicht (mehr).

Es ist zu spät, den Anfängen zu wehren. Jetzt geht es – bis zum bevorstehenden Kollaps des herrschenden Ponzi-Systems – nur noch um Schadensbegrenzung. „Leben ohne Bargeld“ bedeutet, den in den Regierungsvierteln lauernden Räuberbanden auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein. Der Besitz von Bargeld dagegen ist ein Ausdruck von Freiheit. Entschlossener Widerstand gegen seine Abschaffung ist daher Bürgerpflicht.

Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2013 12:13

    Unsere Freiheit stirbt in tausend kleinen Schritten. Die Abschaffung des Bargeldes freilich ist ein größerer unter diesen.

    Die Barbarei unserer Tage ist der permanente Erosionsprozess, dem der selbstbestimmt lebende Mensch auf allen Wirkungsebenen ausgesetzt ist. Der Staat macht sich zum Werkzeug der Parteien der Unfreiheit, die hinter der lächelnd-fürsorglichen Maske die Totaladministration / beherrschung des Einzelnen erzwingen. Das ist Ergebnis eines Sozialismus, der selbst von jenen, die sich heute Freiheitlich nennen, offenkundig allerorten befördert wird. Die sogenannten NGO's sind nur die letzten Sturmtrupps einer das Leben in totalitärer Manier niederpädagogisierenden, meist auch eher niederplärrenden Minderheit besserwisserischer Zeitgenossen, deren Zeigefinger zur Belehrung der anderen zwar hoch erhoben, stets freilich auch eingespeichelt ist um nur ja nicht zu versäumen, wenn der Wind sich dreht, damit derselbe Finger zum rechten Zeitpunkt auch mit donnernder Tonlage und vor Empörung zornbebender Stimme auf die Andersdenkenden herabgesenkt weisend diesen unauslöschliche Verdammnis verkünden kann.

    Wenn wir diese Zeloten der Unfreiheit, die sich vor unsern Augen anschicken, einen rotgrün terroristischen Gutemenschenpolizeistaat zu schaffen nicht stoppen, landen wir im größten Irrenhaus der Geschichte. DAs ist dort, wo die bundesdeutsche Büsser- , Selbsthasser und Opfergesellschaft schon angekommen ist. In der junge Männer von zugewanderten kriminellen Banden subkultureller Provenienz zu Tode geprügelt werden, und der linksverblödete Hurenjournalismus dies nicht nur verschweigt, sondern danach auch die Deutungshoheit über den kriminellen Akt erringt, dessen feige Bewertung darin degeneriert, man müsse doch jedenfalls verhindern, daß dieses Ereignis 'zum Missbrauch durch Rechts' verwendet werde. Der Mord an sich und seine näheren Umstände hingegen besorgt jene nicht, die die Gefahr von 'Rechts' zum Satanas unserer Zeit ausgerufen haben. So rufen sie herbei, was sie vermeintlich wehren wollen. Nur noch ein Schritt, und die Lemminge der schweigenden Mehrheit werden auch bei uns in den Abgrund stürzen.

    Erhebung gegen diesen Moloch ist erste Bürgerpflicht. Die späteren Folgen würden sonst härter sein, als die gegenwärtigen Repressalien - denn die PC Gesellschaft ist ein Papiertiger.

  2. Ausgezeichneter KommentatorYoshinori Sakai
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2013 10:11

    @ Andreas Tögel

    Das ist eine ganz ausgezeichnete Beobachtung und Analyse, danke! Und vor allem: Wie mir scheint, wurde das Thema "Bargeldverbot" - in den Medien die ich verfolge - praktisch nicht angesprochen. Also dieses Thema wurde praktisch ausgeblendet.

    Was kann man als Einzelner, bzw. als "Freundeskreis" effektiv tun gegen das Bargeldverbot? Eigentlich nur das was Sie oben über sich selber schreiben: Überall im Supermarkt und in den Geschäften mit Bargeld bezahlen und im Übrigen halt dieses Thema und die damit verbunden Problematik weiterverbreiten - in persönlichen Gesprächen, E-mails, Internetdiskussionen usw.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2013 09:43

    Ganz ihrer Meinung, sehr geehrter Herr Tögel, abgesehen ihrer wiederholten, eines denkenden Menschen unwürdigen Polemik gegen den Staat.
    Den Staat schlechthin zu verdammen, das ist das gleiche, wie wenn man einer Waffe kriminelle Absichten unterstellt und dafür den außer Acht läßt, der sie in der Hand hat.

    Unsere Staaten befinden sich mittels der Parteivasallen und der Auftragsmedien in der Hand der Auftraggeber ihrer Freunde, der libertären Lohnschreiber in den USA, die mit der versuchten Beseitigung der Idee des Staates den letzten Widerstand der Völker und Nationen brechen und damit die menschliche Freiheit endgültig und global eliminieren wollen.

    Der Staat ist nur die Form des Behauptungs- und Daseinswillens eines zu einer Nation gereiften Volkes. Der Staat ist kein Gott und auch nicht mit dem bürokratischen Monster zu verwechseln zu dem ihn unsere fremdbestimmten Parteiponzen aller Lager deformiert haben.
    Der Staat ist die Wirklichkeit der konkreten und der allgemeinen Freiheit, im Staat realisiert sich die volle Freiheit weil in ihm der freie selbstbestimmte Wille sich selbst zur größeren Freiheit aller individuellen Einzelwillen zusammenfaßt.
    Der Staat ist auch die Wirklichkeit der sittlichen Idee eines Volkes, weil er das behütet und bewahrt, was diesem Volk heilig ist.

    In diesem Zusammenhang hoffe ich fest, heute am Ostermorgen, dass die Menschen Europas ihren Gott, den auferstandenen Gott, Jesus Christus und den dreieinigen Gott der Freiheit und der Liebe wiedererkennen und wieder in die Mitte stellen und sich wieder seinem verläßlichen Schutz anheimgeben.
    Es gibt keine andere Hoffnung, frohe Ostern!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2013 16:56

    Vorarbeit wird bereits von der Kommission geleistet. Tückisch bezeichnet man das Recht auf ein Bankkonto als Menschenrecht.

    Auszug aus
    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=100:eu-sanktionen&catid=5:europa

    "Dazu passend das Juncker-Zitat (erschienen im Spiegel 52/1999): “Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

    Verifizierung des Zitats durch Junckers Pressesprecher:

    Sehr geehrte Frau Ghazal,

    Da Sie uns von der Uni Leipzig kontaktiert haben, gehe ich davon aus, dass wir auch auf Deutsch korrespondieren können.

    Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Frage, weil dieses Zitat von Herrn Juncker sehr oft als Beweis des undemokratischen Europas herhalten muss, in dem Politiker über die Köpfe der Bürger hinweg dauernd Komplotte schmieden würden.

    Das ist allerdings gar nicht der Fall, weil Herr Juncker hier nicht von politischen Entscheidungen des europäischen Rats spricht, die die Politik der Union betreffen, sondern ausschließlich von einem internen Vorgang im Rat selbst.

    Das Zitat von Herrn Juncker ist korrekt wiedergegeben worden, damals im Spiegel.

    Das Zitat bezieht sich ausschließlich auf die interne Funktionsweise des europäischen Rats, also der Versammlung der Staats- und Regierungschefs der EU. Herr Juncker wollte damit einfach sagen, dass Elemente, die der europäischen Integration förderlich sind, im Rat – wo sie normalerweise auf sehr heftigen Widerstand, besonders Großbritanniens, stoßen – so eingebracht werden, dass sie am Anfang eigentlich gar nicht erkennbar sind, sondern erst viel später erkennbar werden. Es ist eine altbewährte europäische Strategie, in Verträge oder Schlussfolgerungen Passagen hinein schreiben zu lassen, die eine zukünftige Entwicklung im Sinne der europäischen Integration möglich machen oder zumindest nicht verhindern.

    Ich hoffe, dass diese kurze Erklärung für Sie hilfreich ist.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Guy Schuller

    Presseprecher"

  5. Ausgezeichneter Kommentatorphaidros
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2013 07:10

    Die verordnete Bargedlosigkeit fürchte auch ich.

    Sollte sie einreten, wird tatsächlich das Gegenteil der früheren Empfehlung richtig: möglichst alles mit »Quickcard«.

    Das ist zwar nur ein seidener Faden, aber wenigstens derzeit – noch – anonym. Angeblich. Natürlich sind 400€ Maximum auch nicht gerade viel.

    Andererseits muss ich gestehen: zur unbestreitbar notwendigen Bekämpfung organisierter Kriminalität fällt mir auch nichts ein. »Wer die Freiheit opfert, um Sicherheit zu erhalten, wird am Schluss beides verlieren« sagt sich leicht, nützt aber wenig. Denn wenn man die Freiheit nicht opfert, sitzt man immer noch mit dem Problem da.

    Wie auch immer: was mich betrifft, ich hebe immer an denselben 2,3 Bankomaten in der Nähe meiner Wohnung immer denselben Betrag ab und mache nur das Unvermeidliche bargeldlos.

  6. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. März 2013 11:29

    Die Kenia-Koalition, wie sie soeben in Kärnten ihre Probe hält, wird über die meisterlich dargelegten Bedenken d'rüberfahren.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    02. April 2013 11:36

    Sehr geehrter Herr Tögel,
    danke für ihre Antwort. Ich teile ihre Kritik am Zustand der Staatenwelt zu hundert Prozent. Aber wo ist eine Alternative?

    Tausend kleine Liechtensteins sind es nicht, denn dann hätten die brutalen Konzernstrukturen und die Geldmacht völlig freie Fahrt. Max Weber meinte dass die staatliche Bürokratie die einzige Gegenmacht gegen die Konzernbürokratie sei. Seit der EU ist das natürlich anders, die Eurokratie ist ein Hilfsinstrument der Konzerne geworden und die Parteien sind die Hilfsapparate der Geldmacht.

    Aber dort, wo sie die Lösung sehen, da sehe ich das Hauptproblem, im Individualismus.
    Liberalismus und Individualismus sind notwendige Momente der Freiheit, aber bei weitem keine hinreichenden. Der Liberalismus ist nämlich nicht in der Lage die gemeinsame historische Substanz von Völkern, Nationen, oder Europas zu bewahren, verhält sich dazu bestenfalls neutral, meistens aber aktiv destruktiv, wie das der ganze Linksliberalismus beweist, aber auch jener Liberalismus, der sich vorbehaltlos mit dem natur- und kulturzerstörenden Kapitalismus in ein Bett legt.

    Wie jeder Mensch, so brauch aucht jedes Volk, jede Nation Richtung, Sinn, Substanz. Der Nationalismus kann diese Substanz nicht mehr sein, soviel ist klar, Ideologien wie der Liberalismus und der Sozialismus aber auch nicht mehr.

    Die durch die Moderne entfesselte Furie des Verschwindens hat eines jedenfalls bewirkt, die Wiederkehr der Religionen und zwar weltweit. In den Horizont der Überlegungen kommt wieder der alte Zusammenhang, dass jeder Staat auf einem Ethos beruht und jedes Ethos auf einer Religion. Wir haben nicht die Wahl, ob Europa morgen wieder religiös wird, sondern nur die Wahl welche Religion morgen tonangebend sein wird. Und da kann es für keinen denkenden und aufgeklärten modernen Menschen einen Zweifel geben. Zu Europa, zum Kontinent der Freiheit gehört die Religion der Freiheit, das Christentum. Nur das Christentum mit der ganzen abendländischen Metaphysiktradition, mit der atemberaubenden Kunst- und Kulturentfaltung ist mit dem cogito ergo sum, dem Grundsatz der modernen Welt kompatibel, weil im Christentum, und nur im Christentum der Mensch absolutes Moment des Absoluten selbst ist.

    Die geistige Grundlage des zukünftigen Europa kann nur eine neue Metaphysik sein, eine neue Synthese von Glauben und Denken. Wir sind gar nicht weit davon entfernt, das war auch das Lebensthema des großen Papstes Benedikt XVI.

    Die Substanz ist das eine, das andere wäre natürlich eine politische Totalreform mit der obersten Priorität der Redelegation der Macht an das Volk. Subsidiarität heißt, dass die kleinere Einheit definiert, was sie an die größere abgibt, nicht umgekehrt. Der Name Zentralismus ist aus dem politischen Vokabular zu streichen.

    Politisch konkret plädiere ich für die Reinstallation des Reiches mit der einzig möglichen Reichshauptstadt, Wien, der mit Rom und vorbehaltlich des himmlischen Jerusalem, erhabensten Stadt der Welt. Wien hat die himmlische Musik und diese Musik ist die zentrale Macht der Rekonstruktion und der Vereinigung des Menschengeschlechts.

    Dazu plädiere ich für einen Wahlkaiser, gewählt durch den Reichsrat der freien Länder. Die deutschen Länder und die Länder der ehemaligen Donaumonarchie werden sich anschließen. Damit wäre in der europäischen Mitte eine Friedensfestung errichtet, um die herum auch alle anderen Nationen oder Königreiche gedeihen könnten. Entscheidend wäre natürlich die Achse nach Moskau, denn die große russische Nation ist für Europa unverzichtbar.

    Da Mammon, dieser uralte Götze gerade von Gott zertrümmert wird, wird es auch eine neue gerechte Geldordnung geben, und statt dem Freihandel, wirklichen Welthandel auf der Basis wechselseitigen Vorteils und Anerkennung aller Völker dieser Erde. Dies wird auch die Migrationsströme umkehren, weil die durch die Konzerne verwüsteten Länder aller Kontinente alle erblühen werden.

    Auferstehung ist angesagt!


alle Kommentare

  1. Vanraj (kein Partner)
  2. Honomoto (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:23

    THX that's a great anrwse!

  3. Sania (kein Partner)
    20. Januar 2015 21:19

    Your thnniikg matches mine - great minds think alike!

  4. Geheimrat
    03. April 2013 13:48

    Nur zur Info:

    ABN stoppt Gold-Auslieferung

    Die niederländische Bank ABN Amro - eines der größten Finanzhäuser weltweit - stoppt die physische Auslieferung für Edelmetalle. Das teilte die Bank in einem Schreiben an ihre Kunden mit. Die neue Regelung gilt ab April.

    http://www.mmnews.de/index.php/gold/12568-abn-stopp-gold-auslieferung

    Auch nicht schlecht:

    Euro: Wie lange noch?
    Das Vertrauen der Bürger in den Staat und vor allem den Euro und die Eurozone ist dramatisch erodiert. Zypern könnte einer der letzten Sargnägel für die Gemeinschaftswährung sein. Der Euro ist wirtschaftlich und politisch bereits gescheitert.

    957 Kommentare

    http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/12556-eurozone-1

    • F.V. (kein Partner)
      03. April 2013 14:55

      Danke für den Hinweis!

      Das ging ja schneller als erwartet.

      Nun ist also die Flucht iins gold auch abgeschnitten. Was sagen die "Oprimisten" und EU-/Euro-Gesundbeterbeter dazu?

    • phaidros
      04. April 2013 06:24

      Sehr einfach: es gibt kein ›Gesundbeten‹. Das ist eine Projektion schlicht formatierter Gemüter, an denen sie sich ihre kleinen Gemütchen reiben und erhitzen können, was eine Lieblingsbeschäftigung darstellen dürfte.

      Niemand sagt, dass ›es gut‹ ist. Aber anders wäre es nicht besser wäre, eher schlechter.

  5. cmh (kein Partner)
    02. April 2013 15:48

    Die Wirtschaft, so wie sie heute eben besteht, benötigt etwa alle 60-100 spätestens ein "Reset", bei dem die Karten neu gemischt werden können.

    So einfach, auch wenn es einem nicht passt, ist das - leider!

    • cmh (kein Partner)
      02. April 2013 15:49

      60-100 Jahre soll es natürlich heissen.

    • F.V. (kein Partner)
      02. April 2013 16:59

      cmh,

      so ist es eben ... Was Sie mit "reset" bezeichnen, sind Kriege oder "Währungsreformen", ein Euphmismus für totale Enteignung und völlige Verelendung der Menschen. Und das paßt eben nicht.

      Darum denken manche Leute nach, was die innersten ursachen für dies Zyklen sein könnten. Und wenn wir die Lösung gefunden haben, dann können wir drangehen sie zu implementieren.

      Das ist aber gerade der Gegenstand der Beiträge von einigen Diskutanten hier, wenngleich wohl die Mehrheit das Problem nicht wirklich ganz begriffen hat.

      Der gleich nach Ihnen schwätzende p.t. Horner zum Beispiel hat´s nicht. Sonst benötigt er für seine "Weisheiten" weniger Buchstaben, hier hat er eine ganze Müllhalde abgeladen. Vielleicht eine Art Dada.

  6. Johann Scheiber
    02. April 2013 11:36

    Sehr geehrter Herr Tögel,
    danke für ihre Antwort. Ich teile ihre Kritik am Zustand der Staatenwelt zu hundert Prozent. Aber wo ist eine Alternative?

    Tausend kleine Liechtensteins sind es nicht, denn dann hätten die brutalen Konzernstrukturen und die Geldmacht völlig freie Fahrt. Max Weber meinte dass die staatliche Bürokratie die einzige Gegenmacht gegen die Konzernbürokratie sei. Seit der EU ist das natürlich anders, die Eurokratie ist ein Hilfsinstrument der Konzerne geworden und die Parteien sind die Hilfsapparate der Geldmacht.

    Aber dort, wo sie die Lösung sehen, da sehe ich das Hauptproblem, im Individualismus.
    Liberalismus und Individualismus sind notwendige Momente der Freiheit, aber bei weitem keine hinreichenden. Der Liberalismus ist nämlich nicht in der Lage die gemeinsame historische Substanz von Völkern, Nationen, oder Europas zu bewahren, verhält sich dazu bestenfalls neutral, meistens aber aktiv destruktiv, wie das der ganze Linksliberalismus beweist, aber auch jener Liberalismus, der sich vorbehaltlos mit dem natur- und kulturzerstörenden Kapitalismus in ein Bett legt.

    Wie jeder Mensch, so brauch aucht jedes Volk, jede Nation Richtung, Sinn, Substanz. Der Nationalismus kann diese Substanz nicht mehr sein, soviel ist klar, Ideologien wie der Liberalismus und der Sozialismus aber auch nicht mehr.

    Die durch die Moderne entfesselte Furie des Verschwindens hat eines jedenfalls bewirkt, die Wiederkehr der Religionen und zwar weltweit. In den Horizont der Überlegungen kommt wieder der alte Zusammenhang, dass jeder Staat auf einem Ethos beruht und jedes Ethos auf einer Religion. Wir haben nicht die Wahl, ob Europa morgen wieder religiös wird, sondern nur die Wahl welche Religion morgen tonangebend sein wird. Und da kann es für keinen denkenden und aufgeklärten modernen Menschen einen Zweifel geben. Zu Europa, zum Kontinent der Freiheit gehört die Religion der Freiheit, das Christentum. Nur das Christentum mit der ganzen abendländischen Metaphysiktradition, mit der atemberaubenden Kunst- und Kulturentfaltung ist mit dem cogito ergo sum, dem Grundsatz der modernen Welt kompatibel, weil im Christentum, und nur im Christentum der Mensch absolutes Moment des Absoluten selbst ist.

    Die geistige Grundlage des zukünftigen Europa kann nur eine neue Metaphysik sein, eine neue Synthese von Glauben und Denken. Wir sind gar nicht weit davon entfernt, das war auch das Lebensthema des großen Papstes Benedikt XVI.

    Die Substanz ist das eine, das andere wäre natürlich eine politische Totalreform mit der obersten Priorität der Redelegation der Macht an das Volk. Subsidiarität heißt, dass die kleinere Einheit definiert, was sie an die größere abgibt, nicht umgekehrt. Der Name Zentralismus ist aus dem politischen Vokabular zu streichen.

    Politisch konkret plädiere ich für die Reinstallation des Reiches mit der einzig möglichen Reichshauptstadt, Wien, der mit Rom und vorbehaltlich des himmlischen Jerusalem, erhabensten Stadt der Welt. Wien hat die himmlische Musik und diese Musik ist die zentrale Macht der Rekonstruktion und der Vereinigung des Menschengeschlechts.

    Dazu plädiere ich für einen Wahlkaiser, gewählt durch den Reichsrat der freien Länder. Die deutschen Länder und die Länder der ehemaligen Donaumonarchie werden sich anschließen. Damit wäre in der europäischen Mitte eine Friedensfestung errichtet, um die herum auch alle anderen Nationen oder Königreiche gedeihen könnten. Entscheidend wäre natürlich die Achse nach Moskau, denn die große russische Nation ist für Europa unverzichtbar.

    Da Mammon, dieser uralte Götze gerade von Gott zertrümmert wird, wird es auch eine neue gerechte Geldordnung geben, und statt dem Freihandel, wirklichen Welthandel auf der Basis wechselseitigen Vorteils und Anerkennung aller Völker dieser Erde. Dies wird auch die Migrationsströme umkehren, weil die durch die Konzerne verwüsteten Länder aller Kontinente alle erblühen werden.

    Auferstehung ist angesagt!

  7. F.V. (kein Partner)
    02. April 2013 10:21

    Herr Tögel, Sie haben schon recht, wenn Sie sagen, daß niemand noch den „contract social“ gesehen oder unterschrieben hätte. Das ist eine von vielen Theorien über den Staat/die Gesellschaft, die obendrein den Nachteil hat, daß sie wohl im Geist der Französischen Revolution entstanden ist und davon jede Menge an Ideen enthält, die auch ich nicht goutiere. Was die Gewaltenteilung betrifft, rennen Sie auch ein offenes Scheunentor bei mir ein. Hier darf ich den Kutscher Europas, Clemens Fürst Metternich, aus seinem „Politischen Testament“ zitieren:

    „ ... Nicht mit dem Ringen der Gesellschaft nach Fortschritten, sondern im Fortschreiten nach der Richtung der wahren Güter: nach Freiheit als dem unausbleiblichen Ergebnisse der Ordnung, nach Gleichheit im allein anwendbaren Ausmaße der Gleichheit vor dem Gesetz; nach Wohlstand, nicht denkbar ohne die Grundlage der moralischen und materiellen Ruhe; nach Credit, welcher nur auf Basis des Vertrauens zu ruhen vermag - in allem habe ich die Pflicht der Regierung und das wahre Heil für die Regierten erkannt.

    Despotismus jeder Art habe ich als ein Symptom der Schwäche angesehen. Wo er sich Luft schafft, ist er ein sich selbst strafendes Übel; am unleidlichsten dann, wenn er sich hinter der Maske der Beförderung der Freiheit stellt!

    Monarchie und Republik sind mir zugängliche Begriffe. Monarchien auf republikanische und Republiken auf monarchischer Grundlage gestellt, sind Gestaltungen mit sich selbst im Widerspruch stehend, die ich nicht begreife. Beide, Monarchien und Republiken, können nur auf den die einen wie die anderen bedingenden Grundlagen gedeihen. Und die beste Verfassung für den Staat wird stets die sein, welche auf die Eigenthümlichkeiten, die jeder politische Körper an sich trägt, am besten paßt. Daß die monarchische Form in großen Reihen die längere Dauer zu seinen Gunsten hat, ruht auf geschichtlicher Erfahrung. Als Minister eines monarchisch gegliederten Reiches hatte ich mich mit Controversfragen nur in der Richtung der monarchischen zu beschäftigen. Daß ich die republikanische ausschloß, bedarf nach obiger Andeutung nicht der Erwähnung.

    Einen Staat ohne eine Verfassung halte ich für eine Abstraction, gleich wie die Annahme des Individuums ohne eine ihm angehörige Constitution. Denselben Begriff bietet mir die Anwendung eines gleichförmigen Verfassungsleistens auf alle Staaten.

    Der Begriff der Ponderation der Gewalten (von Montequieu aufgestellt) ist mir immer nur als eine irrthümliche Vorstellung der englischen Verfassung erschienen, unpraktisch in seiner Anwendung, weil der Begriff einer derartigen Ponderation in der Unterstellung des ewigen Kampfes wurzelt, statt in jener Ruhe, dieses ersten Bedürfnisses für das Leben und Gedeihen der Staaten. ...“

    Was hier von Metternich – anders als Sie Ihre Kritik begründen – ausgeführt wird, ist die Kritik an der Unterstellung ewigen Kampfes (und Mißtrauens), weil dies in Summe zur Aufhebung all der Kräfte führen muß, die eigentlich im Sinne des Gesamtwohls auf das Staatsziel gebündelt und fokussiert werden sollten. Es ist diese Konzeption auch nur eine der Demokratien, wo jeder jedem misstraut; in einer Monarchie ist das entbehrlich. Man regiert hier „selbst“ und hat – geeignete – Berater: engl. Krone – privy councel, Juden – Sanhedrin, ...

    Ihre Grundannahme ist die, daß die Menschen a. schlecht sind, b. nur den eigenen Vorteil suchen und c. daß sich selbstverständlich eine Klassenteilung ergibt und Herrschwende und Beherrschte.

    Diesem Befund kann man kaum widersprechen, außer, daß Ausnahmen die Regel bestätigen.
    Und auf die kommt es wohl an.

    Aber lassen Sie mich mit c. beginnen. Dies ist ein auch historisch beglaubigter Befund, aber in anderer Formulierung lautet er, daß die Gesellschaft eine gegliederte (= hierarchische) ist. Daher ist das Dogma der Revolution von der egalité eben so zerstörerisch, weil es statuiert, was nicht ist. Und darum funktionieren all die Entwürfe nicht, die hierauf aufbauen, zB die Demokratie.

    Was Metternich nüchtern feststellte, daß „die monarchische Form in großen Reihen die längere Dauer zu seinen Gunsten hat, ruht auf geschichtlicher Erfahrung“ trägt dem Rechnung, wobei „Dauer“ offensichtlich die – positive – Konsequenz von Ruhe, Wohlstand, Frieden, Ordnung, ... ist. Was ja wohl anzustreben richtig sein dürfte.

    Das (auch christliche wie preußische) Prinzip lautet schließlich: Suum cuique – jedem das Seine, und nicht: allen das Gleiche.

    In dem so konzipierten Staat – besser wäre der Begriff des Reiches – scheint es durchaus jene erwähnten Ausnahmen gegeben zu haben, die nicht in erster Linie egoistisch dachten und handelten, sondern tatsächlich das Ganze im Blick hatten. Auch hier überzeugt mich (wie jedermann) ein Blick auf die europäische Kulturlandschaft.

    Alles, was heute unseren Stolz auf die von „uns“ geschaffenen Kulturgüter und –leistungen ausmacht, ist fast ausschließlich in jenen monarchisch geprägten Zeiten entstanden, entsprang dem Willen und Wollen aufbauender Geister, und die dafür nötigen Dienste und Leistungen wurden keineswegs in Form von Sklavenarbeit erbracht, sondern waren wohl auch dem Gemeinsinn und –wollen zu danken. – Damit wäre auch a. und b. relativiert.

    Ich überblicke nicht die ganze Literatur an philosophischen, religiösen und staatspolitischen Schriften, aber es scheint mir unbestritten zu sein, daß der Mensch ein auf Gemeinschaft hin orientiertes Wesen ist. Sie ist also etwas, das nicht nur die Summe seiner atomistischen Einzelteile darstellt, sondern mehr, richtiger: etwas anderes mit eigener „Persönlichkeit“. Dieses Andere kann aber sinnvollerweise nur eine organische, gegliederte Ganzheit sein, die sich in geeigneter Weise organisiert. Hier räumte auch Metternich ein, daß dies Republiken oder Monarchien ... sein könnten, zweckmäßigerweise aber mit einer „Cosntitution“, die diesen „Körpern“ aufgrund ihrer Geschichte und sonstiger Eigenheiten am besten entspricht.

    Um nicht noch länger zu werden, spare ich mir Beispiele der Geschichte. Auch die weitere Ausführung über die Philosophie/Grundlagen der Gesellschaft, aber Sie können auf Spann zurückgreifen, dessen Gesellschaftsphilosophie halte ich für maßgeblich.

  8. Haider
    02. April 2013 01:10

    Ich danke Ihnen für diesen Beitrag, obwohl Sie mich immer wieder am "linken Fuß" erwischt haben. Die Bequemlichkeit ist halt leider ein nur zu menschliches Laster. Ich vermeide zwar tunlichst "Einkaufskarten" (warum muß der Billa wissen, wieviel Bier ich trinke oder wieveile Eier ich monatlich esse?), aber trotzdem. Einmal bezahlt man ein Reisearrangement mit Kreditkarte und schon flattern monatlich Kataloge ins Haus; einmal kauft man via Internet ein antiquarisches Buch und schon quillt der elektronische Briefkasten mit günstigen Antiquariatslisten über. Adressen werden eben per Mausklick weiterverkauft. Was sich im Internet abspielt, spottet ohnehin jeder Beschreibung. Nicht gewünschte, nicht bestellte, nicht interessierende Eingänge betragen weit über 90 % des Einganges.
    Meine einzige Hoffnung: Die derart unglaubliche Informationsfülle muß doch ein von Menschen konstruiertes System letztendlich zum Kollabieren bringen. Und vielleicht geht so mein Eier- bzw. Bierkonsum im Datenwirrwarr unter?

  9. Andreas Tögel
    01. April 2013 20:47

    An die Herren Scheiber und Villon:
    Es freut mich, daß immerhin Teile meines Kommentars Ihre Zustimmung finden. Zu Ihrer Kritik an meiner Ablehnung des Staates: Die Vorstellung, es könne so etwas wie einen „Rechtsstaat“ geben, der von reinen, edlen und selbstlosen Übermenschen geführt wird, dürfte, wie mir scheint, durch die Geschichte erledigt sein. So einen Staat gab es nie, gibt es nicht und wird es nie geben. Es gibt die weisen Altruisten eben nicht, die zu seiner Führung notwendig wären und es gibt heute weniger denn je einen Grund anzunehmen, daß es morgen welche geben könnte.

    Die Vorstellung vom „Rechtsstaat“ erscheint mir daher ebenso naiv wie die Illusion, es könne einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ geben. Der Sozialismus ist mitnichten an seiner schlechten Personalauswahl gescheitert. Es ist vielmehr so, daß er einen autodestruktiven Keim in sich trägt, der früher oder später zum Kollaps führt.

    Mit dem stets auf Gewalt – niemals auf Recht - gegründeten Staat verhält es sich nicht anders. Er schafft von Anfang an- ungeachtet der Regierungsform - zwei Klassen von Menschen. Eine parasitär lebende Obertanenkaste von Politikern und Beamten einerseits und ausgebeutete, produktive Untertanen andererseits (Lesenwert dazu: http://www.geokey.de/literatur/doc/Der_Staat_-_Franz_Oppenheimer.pdf ). Diese Interessengegensätze, an denen kein Weg vorbeiführt, sind unauflöslich. Was dem Staat nutzt, schadet dem Bürger und umgekehrt. Da der Staat aber über das Gewaltmonopol verfügt und erzwingen kann, was immer ihm nutzt, ist sein krebsartiges Wachstum bis zum Systemzusammenbruch garantiert – jedenfalls in (Wohlfahrts-)Demokratien, wo jeder meint, auf Kosten anderer leben zu können.

    Die Idee von der „Gewaltenteilung“ ist ebenso illusionär, wie die vom „Gesellschaftsvertrag“. Beide sind Produkte blühender Phantasie. Da alle Staatsagenten aus derselben Kasse bezahlt werden, spielt es keine Rolle, welcher Division sie zuzurechnen sind. Staatsbüttel stehen niemals auf Seiten des Bürgers, sondern stets auf der anderen Seite der Barrikade. Und einen „Gesellschaftsvertrag“ hat noch kein Mensch je gesehen, geschweige denn unterzeichnet.

    Was meinen Sie wohl, wie lange die immer tiefer im Schuldenstrudel versinkenden europiden „demokratischen Rechtsstaaten“ noch bestehen werden?

    Hans-Hermann Hoppe hat auf der Konferenz seiner „Property And Freedom Society“ im Jahr 2010 den Sachverhalt so auf den Punkt gebracht: „Der Staat soll demaskiert und präsentiert werden, als das was er wirklich ist: Eine von Banden von Mördern, Plünderern und Dieben geführte Institution, die von willigen Vollstreckern, Propagandisten, Kriechern, Betrügern, Lügnern, Clowns, Scharlatanen und nützlichen Idioten umgeben ist – eine Institution, die alles beschmutzt und verdirbt, was sie berührt.“ Besser kann man es nicht zusammenfassen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    A. Tögel

  10. Francois Villon (kein Partner)
    01. April 2013 09:21

    Die Kritik Tögels an den Versuchen die Menschen weiter zu kontrollieren und zu entrechten sind vollkommen zutreffend. Allerdings wird über diese europaweiten Versuche das Bargeld zu begrenzen und völlig aus der Welt zu schaffen durchaus und äußerst kritisch berichtet; freilich kaum in Österreich.

    Dem Einwand Scheibers bezüglich der Polemik gegen den Staat schließe ich mich ebenfalls uneingeschränkt an.

    Was hier von vielen verwechselt wird, ist die I d e e des Staates, der natürlich nach unseren Vorstellungen und gemäß abendländischer Kultur ein Rechtsstaat ist und das bonum commune als Ziel hat mit seinen heutigen k r i m i n e l l e n Usurpatoren.

    Diese Verwechslung hat Ähnlichkeit mit einer anderen: die Abschaffung des Straftatbestands der Tötung Ungeborener mit der Begründung, man könne/dürfe so viele Frauen nicht kriminalisieren.

    Man verwechselt hier die absolute Norm: „Du sollst nicht töten!“ mit der erbärmlichen Praxis und glaubt, wenn man die Norm abschafft, daß damit auch das Verbrechen verschwunden sei.
    Ein Irrtum.

    Beim Staat nicht anders: nicht dieser ist das Problem, sondern die Kriminellen, die den Staat zur Beute genommen haben. Diese sind mit Feuer und Schwert (und Kopf) zu bekämpfen.

    Die Probleme des Staates haben m.A. in der herrschenden individualistischen Doktrin ihre wesentliche Ursache. Damit ist aber klar, daß innerhalb des heutigen Systems Korrekturen oder „Verbesserungen“ de facto nicht möglich sind. Die conditio sine qua non ist ein

    1. Paradigmenwechsel zur ganzheitlichen, organischen Gesellschaftsphilosophie, wie sie im Werk Othmar SPANNS dargelegt wird.

    2. Etwas konkreter heißt dies die Schaffung des „sittlichen Staates“ wie ihn F. W. HEGEL in seiner Philosophie fordert. D. h. Rückkehr zur Transzendenz, einem „Über-sich“, der Wahrheit und Gerechtigkeit.

    Hier nehmen wir Bezug auf: J.J. KINDT-KIEFER: Die Fundamentalstruktur des Staates;
    O. SPANN: Wirtschaftslehre; Lebendige und tote Wissenschaft, u.a.
    J. G. FICHTE: „Geschlossner Handelsstaat“;
    Katholische Soziallehre.

    Dies impliziert den Rechtsstaat - Gerechtigkeit (Freiheit) – Solidarität. In der universalistischen, ganzheitlichen Gesellschaftsordnung ist der oberste Wert die Gerechtigkeit, in der individualistischen die Freiheit. Auch dazu eine – wenig bekannte – Anmerkung. Clemens Wenzel Fürst METTERNICH hat in seinem „Politischen Testament“ u. a. folgendes geschrieben:

    „Das Wort "Freiheit" hat für mich nicht den Wert eines Ausgangs-, sondern den eines tatsächlichen Ankunftspunktes. Den Ausgangspunkt bezeichnet das Wort "Ordnung". Nur auf dem Begriff von "Ordnung" kann jener der "Freiheit" ruhen. Ohne die Grundlage der "Ordnung" ist der Ruf nach "Freiheit" nichts weiter als das Streben irgendeiner Partei nach einem ihr vorschwebenden Zweck. In seiner tatsächlichen Anwendung wird der Ruf sich unvermeidlich als Tyrannei aussprechen. Indem ich zu allen Zeiten, in allen Lagen stets eine Mann der "Ordnung" gewesen bin, war mein Streben der wahren und nicht der trügerischen "Freiheit" zugewendet. "Tyrannei" jeder Art hat in meinen Augen nur den Wert baren Unsinns. Als Mittel zum Zweck bezeichne ich sie als das Schalste, was Zeit und Umstände Machthabern zu Gebote zu stellen vermögen. …“

    Die weiteren notwendigen Bedingungen, d. h. die Ziele des sittlichen Staates, sind – wie dies KINDT-KIEFER in „Über die Fundamentalstruktur des Staates. Theorie der sozialen Ganzheit“, Haupt (1940), darstellt:

    - die Ordnung,
    - die Wohlfahrt des Einzelnen und des Ganzen, d.h. Recht auf Arbeit, Sozialstaat und
    - der Frieden im Inneren wie nach außen.

    Diese – vor allem im Geistigen angesiedelten - Ober-Ziele konkretisieren sich in verschiedenen, anzustrebenden Teil-Zielen, auf die wir aber hier nicht näher eingehen können.

  11. brechstange
    31. März 2013 16:56

    Vorarbeit wird bereits von der Kommission geleistet. Tückisch bezeichnet man das Recht auf ein Bankkonto als Menschenrecht.

    Auszug aus
    http://www.conwutatio.at/index.php?option=com_content&view=article&id=100:eu-sanktionen&catid=5:europa

    "Dazu passend das Juncker-Zitat (erschienen im Spiegel 52/1999): “Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.”

    Verifizierung des Zitats durch Junckers Pressesprecher:

    Sehr geehrte Frau Ghazal,

    Da Sie uns von der Uni Leipzig kontaktiert haben, gehe ich davon aus, dass wir auch auf Deutsch korrespondieren können.

    Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Frage, weil dieses Zitat von Herrn Juncker sehr oft als Beweis des undemokratischen Europas herhalten muss, in dem Politiker über die Köpfe der Bürger hinweg dauernd Komplotte schmieden würden.

    Das ist allerdings gar nicht der Fall, weil Herr Juncker hier nicht von politischen Entscheidungen des europäischen Rats spricht, die die Politik der Union betreffen, sondern ausschließlich von einem internen Vorgang im Rat selbst.

    Das Zitat von Herrn Juncker ist korrekt wiedergegeben worden, damals im Spiegel.

    Das Zitat bezieht sich ausschließlich auf die interne Funktionsweise des europäischen Rats, also der Versammlung der Staats- und Regierungschefs der EU. Herr Juncker wollte damit einfach sagen, dass Elemente, die der europäischen Integration förderlich sind, im Rat – wo sie normalerweise auf sehr heftigen Widerstand, besonders Großbritanniens, stoßen – so eingebracht werden, dass sie am Anfang eigentlich gar nicht erkennbar sind, sondern erst viel später erkennbar werden. Es ist eine altbewährte europäische Strategie, in Verträge oder Schlussfolgerungen Passagen hinein schreiben zu lassen, die eine zukünftige Entwicklung im Sinne der europäischen Integration möglich machen oder zumindest nicht verhindern.

    Ich hoffe, dass diese kurze Erklärung für Sie hilfreich ist.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Guy Schuller

    Presseprecher"

  12. zweiblum
    31. März 2013 14:42

    Je mehr Freiheit es gibt, desto mehr wird die Gerechtigkeit dadurch gefährdet, dass die Stärkeren, Gescheiteren, Geschickteren die anderen schädigen.
    Max Horkheimer

    • Schani
      02. April 2013 00:09

      Und ich habe geglaubt, das stammt von Faymann. So kann man sich irren!

  13. Helmut Oswald
    31. März 2013 12:13

    Unsere Freiheit stirbt in tausend kleinen Schritten. Die Abschaffung des Bargeldes freilich ist ein größerer unter diesen.

    Die Barbarei unserer Tage ist der permanente Erosionsprozess, dem der selbstbestimmt lebende Mensch auf allen Wirkungsebenen ausgesetzt ist. Der Staat macht sich zum Werkzeug der Parteien der Unfreiheit, die hinter der lächelnd-fürsorglichen Maske die Totaladministration / beherrschung des Einzelnen erzwingen. Das ist Ergebnis eines Sozialismus, der selbst von jenen, die sich heute Freiheitlich nennen, offenkundig allerorten befördert wird. Die sogenannten NGO's sind nur die letzten Sturmtrupps einer das Leben in totalitärer Manier niederpädagogisierenden, meist auch eher niederplärrenden Minderheit besserwisserischer Zeitgenossen, deren Zeigefinger zur Belehrung der anderen zwar hoch erhoben, stets freilich auch eingespeichelt ist um nur ja nicht zu versäumen, wenn der Wind sich dreht, damit derselbe Finger zum rechten Zeitpunkt auch mit donnernder Tonlage und vor Empörung zornbebender Stimme auf die Andersdenkenden herabgesenkt weisend diesen unauslöschliche Verdammnis verkünden kann.

    Wenn wir diese Zeloten der Unfreiheit, die sich vor unsern Augen anschicken, einen rotgrün terroristischen Gutemenschenpolizeistaat zu schaffen nicht stoppen, landen wir im größten Irrenhaus der Geschichte. DAs ist dort, wo die bundesdeutsche Büsser- , Selbsthasser und Opfergesellschaft schon angekommen ist. In der junge Männer von zugewanderten kriminellen Banden subkultureller Provenienz zu Tode geprügelt werden, und der linksverblödete Hurenjournalismus dies nicht nur verschweigt, sondern danach auch die Deutungshoheit über den kriminellen Akt erringt, dessen feige Bewertung darin degeneriert, man müsse doch jedenfalls verhindern, daß dieses Ereignis 'zum Missbrauch durch Rechts' verwendet werde. Der Mord an sich und seine näheren Umstände hingegen besorgt jene nicht, die die Gefahr von 'Rechts' zum Satanas unserer Zeit ausgerufen haben. So rufen sie herbei, was sie vermeintlich wehren wollen. Nur noch ein Schritt, und die Lemminge der schweigenden Mehrheit werden auch bei uns in den Abgrund stürzen.

    Erhebung gegen diesen Moloch ist erste Bürgerpflicht. Die späteren Folgen würden sonst härter sein, als die gegenwärtigen Repressalien - denn die PC Gesellschaft ist ein Papiertiger.

  14. Cotopaxi
    31. März 2013 11:29

    Die Kenia-Koalition, wie sie soeben in Kärnten ihre Probe hält, wird über die meisterlich dargelegten Bedenken d'rüberfahren.

  15. Yoshinori Sakai
    31. März 2013 10:11

    @ Andreas Tögel

    Das ist eine ganz ausgezeichnete Beobachtung und Analyse, danke! Und vor allem: Wie mir scheint, wurde das Thema "Bargeldverbot" - in den Medien die ich verfolge - praktisch nicht angesprochen. Also dieses Thema wurde praktisch ausgeblendet.

    Was kann man als Einzelner, bzw. als "Freundeskreis" effektiv tun gegen das Bargeldverbot? Eigentlich nur das was Sie oben über sich selber schreiben: Überall im Supermarkt und in den Geschäften mit Bargeld bezahlen und im Übrigen halt dieses Thema und die damit verbunden Problematik weiterverbreiten - in persönlichen Gesprächen, E-mails, Internetdiskussionen usw.

  16. Johann Scheiber
    31. März 2013 09:43

    Ganz ihrer Meinung, sehr geehrter Herr Tögel, abgesehen ihrer wiederholten, eines denkenden Menschen unwürdigen Polemik gegen den Staat.
    Den Staat schlechthin zu verdammen, das ist das gleiche, wie wenn man einer Waffe kriminelle Absichten unterstellt und dafür den außer Acht läßt, der sie in der Hand hat.

    Unsere Staaten befinden sich mittels der Parteivasallen und der Auftragsmedien in der Hand der Auftraggeber ihrer Freunde, der libertären Lohnschreiber in den USA, die mit der versuchten Beseitigung der Idee des Staates den letzten Widerstand der Völker und Nationen brechen und damit die menschliche Freiheit endgültig und global eliminieren wollen.

    Der Staat ist nur die Form des Behauptungs- und Daseinswillens eines zu einer Nation gereiften Volkes. Der Staat ist kein Gott und auch nicht mit dem bürokratischen Monster zu verwechseln zu dem ihn unsere fremdbestimmten Parteiponzen aller Lager deformiert haben.
    Der Staat ist die Wirklichkeit der konkreten und der allgemeinen Freiheit, im Staat realisiert sich die volle Freiheit weil in ihm der freie selbstbestimmte Wille sich selbst zur größeren Freiheit aller individuellen Einzelwillen zusammenfaßt.
    Der Staat ist auch die Wirklichkeit der sittlichen Idee eines Volkes, weil er das behütet und bewahrt, was diesem Volk heilig ist.

    In diesem Zusammenhang hoffe ich fest, heute am Ostermorgen, dass die Menschen Europas ihren Gott, den auferstandenen Gott, Jesus Christus und den dreieinigen Gott der Freiheit und der Liebe wiedererkennen und wieder in die Mitte stellen und sich wieder seinem verläßlichen Schutz anheimgeben.
    Es gibt keine andere Hoffnung, frohe Ostern!

    • FranzAnton
      31. März 2013 20:15

      Sie haben m.E. recht damit, Herr Scheiber, die stellenweise aus dem Ruder laufende Diktion des Herrn Tögel einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Dem Grunde nach hat Herr Tögel aber wohl recht; unzweifelhaft haben unsere selbergewählten Politbonzen die aktuell dräuenden Entwicklungen durch jahrzehntelange Schuldenmacherei und andere verquere Bestrebungen hervorgerufen.
      Wenn ich, weiters, Ihre Betrachtung zur idealen Funktion des Staates bedenke, so ist unsere Republik realiter wohl ein hübsches Stück weit davon entfernt; vielen unserer Politbonzen ist gewiss absolut nichts heilig, wenn es um deren eigenen Machterhalt geht.
      Ad "Es gibt keine andere Hoffnung, frohe Ostern", so gilt es zu bedenken, daß die Schöpfung von uns Menschen keinesfalls als ideal empfunden wird, was deren Schöpfer von Anfang an gewusst haben muss; allerdings hat er ebenso gewusst, daß im Lauf der Äonen intelligente Lebewesen, also Menschen, entstehen würden, deren Ratio grundsätzlich ausreichen würde, um die evolutionären Pobleme (dazu gehören u.a. etwa die Krankheiten, oder die schädlichen Emotionen wie Neid, Rachedurst, Übermut, Realitätsverweigerung, Gier, etc., welche Ursache vieler Kriege sind ...) in den Griff zu bekommen. M.E. zählt also Gott darauf, daß die Menschen selber klug genug sein sollten, ihre Probleme vernünftig zu lösen; beten allein genügt nicht, sondern Handeln ist angesagt. Und abermals wiederhole ich deshalb: Direktdemokratie muß unbedingt implementiert werden, um unser Land vor unseren hypertrophen Politbonzen zu retten; bei den letzten Volksbefragungen haben die Leute m.E. gut und richtig entschieden. Dies ist die einzige reale Hoffnung, welche uns vor dem ansonsten drohenden, buchstäblich Orwell'schen Horror retten kann. Daher möchte ich für folgende Homepage werben: http://www.demokratie2013.at/ und bitte alle, die hier posten, sich dort (oder auch anderswo, jedenfalls aber pro Direktdemokratie) zu engagieren.

    • Johann Scheiber
      31. März 2013 22:48

      Bin ganz ihrer Meinung, FranzAnton. Habe den Vorschlag unterschrieben!

    • Noch immer (kein Partner)
      01. April 2013 13:50

      @FranzAnton: so dermaßen viele gendergerechte "innen" (Bürger_innenrat!) auf www.demokratie2013.at/, dass einem beim Lesen ganz schlecht wird - sind denn schon alle völlig durchgeknallt?

    • Brigitte Imb
      01. April 2013 15:09

      Das habe ich mir auch gedacht und darum noch nicht unterschrieben.

    • FranzAnton
      01. April 2013 17:12

      Liebe Frau Imb, S.g. Noch immer (kein Partner)!

      Wenn Direktdemokratie einmal eingeführt ist, kann auch über diesen von Ihnen beklagten Unsinn eine Volksabstimmung abgehalten werden. Bitte zu bedenken: Egal, wer Direktdemokratie befördert, er hat es nicht mehr in der Hand, worüber abgestimmt wird! Persönlich unterstütze ich daher jeden, der sich dieser Zukunftssache annimmt! Aktuell ist es einfach das Wichtigste, unseren, seit Jahrzehnten überwiegend schädlich agierenden Machthabern diese ihre eigenmächtig viel zu weit ausgedehnte Macht zurechtzustutzen; alles Andere ist Nebensache!

    • Brigitte Imb
      01. April 2013 20:35

      Ok, erledigt.

    • Schani
      02. April 2013 00:16

      Franz Anton,
      ich hätte gerne unterschrieben, aber wo attac draufsteht, ist Kommunismus drinnen. Und mit denen gemeinsam kann ich nicht.

  17. phaidros
    31. März 2013 07:10

    Die verordnete Bargedlosigkeit fürchte auch ich.

    Sollte sie einreten, wird tatsächlich das Gegenteil der früheren Empfehlung richtig: möglichst alles mit »Quickcard«.

    Das ist zwar nur ein seidener Faden, aber wenigstens derzeit – noch – anonym. Angeblich. Natürlich sind 400€ Maximum auch nicht gerade viel.

    Andererseits muss ich gestehen: zur unbestreitbar notwendigen Bekämpfung organisierter Kriminalität fällt mir auch nichts ein. »Wer die Freiheit opfert, um Sicherheit zu erhalten, wird am Schluss beides verlieren« sagt sich leicht, nützt aber wenig. Denn wenn man die Freiheit nicht opfert, sitzt man immer noch mit dem Problem da.

    Wie auch immer: was mich betrifft, ich hebe immer an denselben 2,3 Bankomaten in der Nähe meiner Wohnung immer denselben Betrag ab und mache nur das Unvermeidliche bargeldlos.





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