Militärische Rüstung zwischen Markt und Plan

Autor: Andreas Tögel

Zuckerbrot und Peitsche

Autor: Leo Dorner

Grooming Gangs: Warum die Linke Frauen zum Freiwild erklärt

Autor: Werner Reichel

Österreich gegen Argentinien – ein ungleiches Match

Autor: Andreas Tögel

Feindbild der Linken ist der Reichtum, nicht die Armut

Autor: Andreas Tögel

Die Rückkehr der Apokalypse

Autor: Silvio Pötschner

Weltpolitik vom Unfeinsten

Autor: Leo Dorner

Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf

Autor: Andreas Tögel

IPCC, die Hure der Politik

Autor: Gerhard Kirchner

Von Wölfen, Bären und Muslimen: Wie linker Realitätsverlust Europa zerstört

Autor: Werner Reichel

Alle Gastkommentare

Der Papst tritt zurück … es lebe der Papst

Klar, die Meldung über den Rücktritt Benedikts XVI. hat uns alle sehr erschüttert. Weil wir einen großen kirchenhistorischen Moment erleben. Weil wir diesen Mann kennen und wissen, dass er sich so eine Entscheidung mit großer Tragweite sicher nicht leicht gemacht hat. Und vielleicht auch ein wenig, weil es so völlig überraschend kam, mitten im Jahr das Glaubens und ohne, dass irgendein Vati-geleaked hat oder eine gut informierte Quelle Andeutungen gestreut hat.

Einige meiner Freunde, mit denen ich telefonierte (ich hatte am Tag des Rücktritts viele solche Gespräche, wie man sie nur an bedeutsamen Tagen hat, wo Freunde einfach miteinander sprechen wollen) – waren ratlos. Andere waren euphorisch über den Mut und die Konsequenz. Einige waren wütend und nahmen dem Papst diesen Schritt übel. Alle waren bewegt.

Ich denke, auch Benedikt wusste, dass innerhalb weniger Stunden jeder Katholik weltweit darüber sprechen würde. Wer kann ermessen, wie oft er das Für und Wider erwogen hat? Zumal er ein so aufrechter, ein so korrekter, ein so der Verantwortung verpflichteter Mensch war und ist? Ich weiß das für mich, weil ich ihn persönlich kennen lernen durfte, ihn für meine Doktorarbeit interviewt habe und auch so über die Jahre immer wieder getroffen habe.

Mir hat etwas geholfen, was der St.Pöltner Diözesanbischof Küng dem ORF gesagt hat: „Der Geist Gottes hat die Kirche nie verlassen und das wird sich auch jetzt so zeigen." Das ist etwas ungemein Tröstliches. In der Bewegung darüber, dass uns „unser" deutschsprachiger Papst genommen ist, vergessen wir oft, wie lange die Geschichte mit den Päpsten schon währt und auf wie unglaubliche Weise doch das Wirken dieses geheimnisvollen Geistes in schon viel schwierigeren Momenten die Kirche getragen hat. Es kam immer ein neuer Papst, der richtige für die neue Zeit, und so wird es wieder passieren und (unter uns gesagt) auch noch lange, nachdem wir alle zu Staub zerfallen sind. Das hat etwas ungemein Tröstliches und Stützendes. Wir dürfen uns allerhöchstens für einen Monat verwaist fühlen, dann ist alles wieder beim „Neuen Alten". Denn wir glauben, dass wir von Gott getragen sind.

Der Papst tritt zurück – es lebe der Papst.

Dr. Eduard Habsburg-Lothringen ist Autor, Drehbuchschreiber und Medienreferent von Bischof Klaus Küng.

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung