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Griechenland – Irland: Zwei Länder, zwei Welten

Hätte in den letzten zwei Jahren kein einziger Grieche einen Handgriff getan, ein Produkt verkauft, eine Dienstleistung verrichtet, einen Akt umgeblättert: Um wie viel wäre es uns teurer gekommen, wenn wir sie dennoch alle entlohnt hätten? Um keinen Cent. Denn der aufsummierte Wert der diversen Hilfen für Griechenland seit Mai 2010 beträgt zweimal das griechische BIP. Also die Summe aller Einkommen, aller Löhne, Honorare und Rechnungen derselben zwei Jahre – zumindest soweit diese nicht schwarz, also an Steuer, Sozialversicherung und Statistik vorbei gezahlt worden sind.

Mit anderen Worten: Europa und der Währungsfonds haben sämtliche griechischen Einkommen bezahlt, ohne dass sich in diesem Land etwas geändert hätte.

Dennoch hat der hohe EU-Politiker recht, mit dem ich dieser Tage ein Hintergrundgespräch hatte: Europa kann es sich auch dauerhaft leisten, das kleine Land durchzufüttern. Auf meine zweite Frage aber musste er zugeben, was sich Europa sicher nicht mehr leisten kann: nämlich auch noch Frankreich, Spanien oder Italien in gleicher Weise zu finanzieren. Europa ist nicht einmal bei einem einzigen der genannten großen Länder imstande, dieses auch nur annähernd so wie die Griechen zu unterstützen.

Dennoch begann Europa nun ohne viel Debatten in die „Rettung“ Spaniens einzusteigen: Dessen Banken bekommen mehr als 39 Milliarden Euro. Dieser Betrag wird – erstmals – über den Schuldenmechanismus ESM abgewickelt. Besonders bestürzend ist dabei: Ebenfalls erstmals fließt Rettungsgeld, ohne dass sich das betreffende Land strikten Auflagen eines Programms der Troika unterwerfen muss (also von IWF, EZB und EU-Kommission). Die spanische Regierung lehnt das ab.

Warum? Erstens würde der Status eines „Programmlandes“ ihren nicht gerade unterentwickelten Stolz kränken; zweitens müsste sich dann die Regierung strikten und kontrollierten politischen Auflagen unterwerfen; und drittens würden dann die 39 Milliarden die spanische Staatsverschuldung verschlechtern. So wird nun so getan, als ob die 39 Milliarden nur mit den Banken zu tun hätten und nichts mit Spanien.

Nicht weniger deprimierend stehen Italien – insbesondere nach dem halben Rücktritt von Premier Monti – und Frankreich mit seinem Antisanierungsprogramm da. Zum Glück gibt es einen Lichtblick: Irland. Das kleine Land hat nach einer harten Sanierungsphase gute Chancen, schon 2013 den Rettungsschirm wieder verlassen und sich wieder normal finanzieren zu können.

Ein kleiner Trost in schlechten Zeiten. Es zeigt sich: Einem Land zu helfen, dessen Menschen um die eigene Verantwortung wissen, hat sich als durchaus sinnvoll erwiesen. In Irland hat es weder Streiks noch Unruhen noch antideutsche Demonstrationen gegeben, sondern ein kollektives Zähne-Zusammenbeißen. In solche Länder werden auch private Geldgeber – die derzeit ihr Geld mit Vorliebe in die Aktienmärkte tragen – bald wieder Vertrauen fassen. Aber eben nur in solche.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2012 07:31

    Erschreckend und ärgerlich finde ich, Aussagen von "hohen" EU-Politikern, sich leisten zu können Griechenland dauerhaft durchzufüttern. Ja, sogar präpotent und naiv sondergleichen. Was sagt dazu, ein österreichischer oder sonstiger europäischer Steuerzahler, der dafür seine Steuern dauerhaft einsetzen muss, ohne irgendeinen Einfluss nehmen zu können. Was sagt dazu ein Grieche, der keinen Arbeitsplatz bekommt, obwohl daueralimentiert von den "Herrsche und Teile"-Gönnern der hohen EU-Politik. "Hohe" EU-Politiker, die sich in ihrer gnädigen friedensstiftenden Haltung vielleicht auch noch einbilden, man könnte Mentalitäten ändern. In Wahrheit picken diese Herrschaften an Ihren Sesseln, dass man wahrscheinlich schon hohe Konzentrationen an Putzbenzin braucht, um die da runterzuwaschen.

    Die Schuldenlast eines Landes und der Wille die Schulden aus eigener Kraft abzutragen hängt mit der Häufigkeit der Korruption zusammen. Diese Korruption ist auch hoch oben in dem Bürokratiemonster EU angekommen. Das ist ein Fakt und das sollten "hohe" EU-Poltiker ansprechen. Zudecken und verschleiern, verschlimmert das Problem und versenkt die Länder der EU in die Bedeutungslosigkeit. Das hat Europa nicht verdient. Das sollten wir uns nicht gefallen lassen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2012 06:59

    Aber für die City of London und Goldman Sachs ist Griechenland viel attraktiver als Irland, denn in Griechenland werden Gewinne eingefahren, wie schon seit den großen Kriegen nicht mehr.
    Und das mit einer europäischen "Staatsgarantie", also ohne Risiko, solange Deutschland mitmacht.
    Das erst diese Woche abgelaufene griechische Staatsschuldenrückkaufsprogramm hat einen großen Erfolg gebracht. Mit 10 Mrd. Euro wurden Schulden im Wert von 30 Mrd. Euro getilgt. Für jeden Mathematiker eine Geldvernichtung von 1 zu 3. Nicht aber für die Hedgefonds, die diese Ramschpapiere zu Schleuderpreisen aufgekauft hatten, und jetzt mit einem viel höheren Wert los wurden. Gekauft hatten sie, weil sie wußten, daß die Troika dieses Schuldentilgungsprogramm vom Auszahlen der nächsten Tranche abhängig machen würden.

    Und wer zahlt die Differenz? Oder sehe ich das falsch, und habe vielleicht grundlegende mathematische Begriffe nicht richtig mitbekommen?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2012 04:53

    AU hat den Nagel auf den Kopf getroffen: "In Irland hat es ein kollektives Zähne-Zusammenbeißen gegeben."
    Dieser Nagel gehoerte in jedes linke Hirn geschlagen, dabei gleichzeitig die pc durchloechernd als staendig wirkendes Antirezeptivum gegen passivierende Opfergedanken belassen.
    Es hilft nun einmal nix, wenn man, ob verschuldet oder unverschuldet im Schlamassel sitzend, nach permanenter Alimentierung von aussen schreit und es selber ablehnt, dien Hauptbeitrag zu verrichten.
    Das ist wie in einem Entwicklungsland, das die Verantwortung fuer Entwicklung laengst an NGOs abgegeben hat.
    Das ist wie der Sozialstaat, der Grundsicherungen und andere ueberbordende Sozialleistungen erfindet, dabei Loehne und Steuern immer hoeher schraubt und sich wundert, dass die Produktion ins Ausland fluechtet und sich gehen lassende Menschen in die soziale Haegematte. Schuld an den Einkommensdifferenzen, an den Schulden hat dann der Kapitalismus.
    Auf die Idee, dass der Sozialstaat und fehlendes kollektives Zaehnezusammenbeissen Hauptschuld haben koenne, kommt keiner mehr. Der Strom fliesst ja aus der Steckdose und das Essen waechst im Supermarkt. Is ja (noch) immer genug da.
    Noch.

  4. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2012 01:34

    ............und wie vorausgesagt auch zwei Himmelsrichtungen!

    Dieses praktische Beispiel sagt mehr als alle Theorie, denn es untermauert beinhart die bis dahin hartnäckig als böses Vorurteil bezeichnete Erkenntnis, daß der Norden mehr Leistungsbereitschaft zeigt als der Süden. Ob das jetzt klima- oder mentalitätsabhängig ist bzw. eines das andere bedingt, wird sich nicht genau feststellen lassen, aber das Ergebnis ist für Europa und die EU so und so katastrophal.

    Wurde beim EU-Beitritt Österreichs von einem nicht mehr unter uns weilenden Politiker die Befürchtung geäußert, daß der "fleißige Norden, den faulen Süden finanzieren wird müssen", kommt es jetzt noch schlimmer:
    Denn wenn Spanien und Portugal krachen, oder gar Italien oder Frankreich, wird die Angelegenheit für den Norden UNFINANZIERBAR und damit überholt die Realität den schlimmsten Alptraum.

    Gibt es tatsächlich nurmehr eine Lösung, nämlich daß der Norden rasch aufwacht und den Süden in die Eigenverantwortung entläßt? Leicht wird es nicht, aber wie schon an anderer Stelle erwähnt - besser ein Ende mit Schrecken, als ein Desaster ohne Ende, wenn die eine Himmelsrichtung die andere womöglich in den Abgrund reißt!

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2012 05:53

    Wir alle kennen auch bienenfleißige Italiener, Spanier, Griechen bei den Deutschen, Briten und auch Iren ist es - wie man hört - auch nicht viel anders!
    Der Mengenunterschied liegt wohl in der umwelt- und genbedingt "leichteren" Mentalität unserer südeuropäischen Freunde, denen halt die "nordische" Arbeitsmoral und oft gar nicht so sympathische Sturheit von uns Germanen-Abkömmlingen nicht in gleichem Maße gegeben ist.

    Also bitte, bleiben wir den "faulen Südländern" gegenüber einigermaßen fair!

    Als Versuch einer bescheidenen Ehrenrettung gegenüber dem griechischen Volk, rate ich meiner verehrlichen Kollegenschaft, zum letzten Literatur-Krimi des Petros Markaris, "Zahltag" (2012, Diogenes-Verlag) zu greifen, der nicht nur brilliant geschrieben ist, die Verkommenheit der griechischen politischen Machtstrukturen zwar glasklar herausstreicht, im wesentlichen jedoch die den Griechen derzeit aufgebürdeten Probleme im täglichen Leben, im Beruf, in der Gesellschaft menschlich berührend aufzeigt.
    Zumindest derzeit ist es wahrlich kein Honigschlecken, ein Grieche zu sein.

    Abschließend und mich wiederholend:
    Schauen wir lieber auf unsere eigenen krummen Füß', bevor wir andere hämisch beurteilen!

    Einen guten Morgen wünscht Ihnen

    der Wertkonservative!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    13. Dezember 2012 16:27

    OT - Ohne eigene Worte, es verschlägt einem zusehends die Sprache.

    http://oe1.orf.at/static/pdf/strafanzeige.pdf

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    5x Ausgezeichneter Kommentar

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorhit-and-run
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Dezember 2012 19:56

    Eine die Tyrannei der EU-Bonzen dokumentierende Chuzpe ist es , zu behaupten, die EU könnte es sich leisten, Griechenland dauernd zu erhalten: Wer soll denn die EU, bzw genauer die Euro-Zone sein, wenn nicht die völlig wehrlos gemachten Steuerzahler? Und wer soll denn in wirtschaftlicher Sicht zur Alimentierung Griechenlands beigesteuert haben, wenn nicht jene Länder, deren Wertschöpfung die materielle Bedeckung des Euro (noch) sicherstellt?

    Sind die Österreicher nicht auch wegen der Griechenland-Rettungsaktionen stärker geschröpft worden als je zuvor? Falls angeblich nicht: woher kommen denn die rd 20 Mrd Euro, die überschlagsmäßig geschätzt dem Anteil Ö an den Griechenland-Hilfen ab 2000 bis Sommer 2012 entsprechen? (800 Mrd EUR und ein 40stel der Einwohner der Eurozone - rd 320 Mio - wurde zugrundegelegt, tatsächlich ist es mehr als ein 40stel, weil es auf die Wirtschaftskraft ankommt.)

    Ich erinnere an intensivierte Besteuerungsmaßnahmen der letzten Zeit: Mineralölsteuer, NOVA-Sätze, Vermögenszuwachssteuern bei Kapital- und Immobilienvermögen (mit Besteuerung von inflationsbedingten Scheingewinnen!), Anhebung zahlreicher kommunaler Gebühren weit über den Inflationsausgleich (in Wien inkl Parkplatzgebühren!), drohende ORF-Haushaltsbesteuerung ...

    Die Griechenland-Hilfen gliedern sich übrigens wie folgt (bis Sommer 2012):
    EU-Fonds (langjährig): 141 Mrd EU
    GR-Darlehen I der EU (ohne IWF): 73 Mrd EUR
    EZB-Ankauf v GR-Anleihen: 45 Mrd EUR
    GR-Darlehen II der EU (ohne IWF): 144,7 Mrd EUR
    Schuldennachlass ("Haircut"): 100 Mrd EUR
    Refinanzierungskredite für GR-Banken (LTRO): 80 Mrd EUR
    Notfallkredit für griech. EZB-Zweigstelle (ELA): 109 Mrd EUR
    Außenhandel-Defizite der GR-Notenbank (Target II): 104 Mrd EUR **)

    796,7 EUR, somit rd 800 Mrd EUR, hat Griechenland also bis jetzt die EU-Steuerzahler und/oder Banken/Sparer/Investoren gekostet.
    Diese Angaben zur Griechenland-Hilfe sind unter anderem einem Artikel auf unzensuriert.at zu entnehmen, geschrieben vom ehemaligen slowakischen Parlamentspräsidenten Richard Sulik. Wobei dieser allerdings "Haircut"-Verluste ausblendete und IWF-Kredite hinzurechnete.

    http://www.unzensuriert.at/content/008650-Solidarit-t-mit-Griechenland-konkreten-Zahlen


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  7. Gasthörer (kein Partner)
    15. Dezember 2012 13:20

    Eine Ironie der Geschichte ist: AU ermöglicht hier im Blog EU-kritische Kommentare, wie es sie in diesem Land auf diesem Niveau und in ihrer Ausgewogenheit kaum woanders geben wird.

    Jedoch war AU zur Zeit der EU-Abstimmung in den 90er Jahren leitender Redakteur der "Presse" für Außenpolitik und gab mehrfach stolz zu, dass er seine Position damals dazu nutzte, aus allen Rohren für den Beitritt Stimmung zu machen. Gutes und Böses ist manchmal eben sehr nahe beieinander.

  8. hit-and-run (kein Partner)
    14. Dezember 2012 19:56

    Eine die Tyrannei der EU-Bonzen dokumentierende Chuzpe ist es , zu behaupten, die EU könnte es sich leisten, Griechenland dauernd zu erhalten: Wer soll denn die EU, bzw genauer die Euro-Zone sein, wenn nicht die völlig wehrlos gemachten Steuerzahler? Und wer soll denn in wirtschaftlicher Sicht zur Alimentierung Griechenlands beigesteuert haben, wenn nicht jene Länder, deren Wertschöpfung die materielle Bedeckung des Euro (noch) sicherstellt?

    Sind die Österreicher nicht auch wegen der Griechenland-Rettungsaktionen stärker geschröpft worden als je zuvor? Falls angeblich nicht: woher kommen denn die rd 20 Mrd Euro, die überschlagsmäßig geschätzt dem Anteil Ö an den Griechenland-Hilfen ab 2000 bis Sommer 2012 entsprechen? (800 Mrd EUR und ein 40stel der Einwohner der Eurozone - rd 320 Mio - wurde zugrundegelegt, tatsächlich ist es mehr als ein 40stel, weil es auf die Wirtschaftskraft ankommt.)

    Ich erinnere an intensivierte Besteuerungsmaßnahmen der letzten Zeit: Mineralölsteuer, NOVA-Sätze, Vermögenszuwachssteuern bei Kapital- und Immobilienvermögen (mit Besteuerung von inflationsbedingten Scheingewinnen!), Anhebung zahlreicher kommunaler Gebühren weit über den Inflationsausgleich (in Wien inkl Parkplatzgebühren!), drohende ORF-Haushaltsbesteuerung ...

    Die Griechenland-Hilfen gliedern sich übrigens wie folgt (bis Sommer 2012):
    EU-Fonds (langjährig): 141 Mrd EU
    GR-Darlehen I der EU (ohne IWF): 73 Mrd EUR
    EZB-Ankauf v GR-Anleihen: 45 Mrd EUR
    GR-Darlehen II der EU (ohne IWF): 144,7 Mrd EUR
    Schuldennachlass ("Haircut"): 100 Mrd EUR
    Refinanzierungskredite für GR-Banken (LTRO): 80 Mrd EUR
    Notfallkredit für griech. EZB-Zweigstelle (ELA): 109 Mrd EUR
    Außenhandel-Defizite der GR-Notenbank (Target II): 104 Mrd EUR **)

    796,7 EUR, somit rd 800 Mrd EUR, hat Griechenland also bis jetzt die EU-Steuerzahler und/oder Banken/Sparer/Investoren gekostet.
    Diese Angaben zur Griechenland-Hilfe sind unter anderem einem Artikel auf unzensuriert.at zu entnehmen, geschrieben vom ehemaligen slowakischen Parlamentspräsidenten Richard Sulik. Wobei dieser allerdings "Haircut"-Verluste ausblendete und IWF-Kredite hinzurechnete.

    http://www.unzensuriert.at/content/008650-Solidarit-t-mit-Griechenland-konkreten-Zahlen

  9. Friedhelm Bestek (kein Partner)
    14. Dezember 2012 14:15

    Wie recht Alfred Krupp aus Essen im 19. Jahrhundert hatte: "Der Zweck der Arbeit soll das Gemeinwohl sein - dann bringt Arbeit Segen, dann ist Arbeit Gebet." Beherzigte man heute diesen Wahlspruch, gäbe es kein Schuldeneuropa und keine parasitären Schuldenstaaten. Siehe auch "preußische Tugenden" auf Wikipedia - ungemein bedenkenswert...

  10. consuela rodrigez (kein Partner)
    14. Dezember 2012 13:00

    Russland und die Westmächte arbeiten Hand in Hand – Valdai International
    Geschrieben von Maria Lourdes - 30/08/2012
    Sie kontrollieren die Ökonomien, Banken, Finanzen, Außenpolitik, Armeen, Medien und andere Aspekte …
    http://lupocattivoblog.com/2012/08/30/russland-und-die-westmachte-arbeiten-hand-in-hand-valdai-international/

  11. november (kein Partner)
    14. Dezember 2012 09:36

    Hier ein Blog, den ich entdeckt habe. Da kann man nachlesen, was die Iren von der europäischen/deutschen Wirtschaftspolitik halten.

    http://www.irisheconomy.ie/

  12. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    14. Dezember 2012 07:26

    War Unterberger in "Volkswirtschaft" eigentlich nur inskribiert oder hat er je einen Hörsaal von innen gesehen? Das BIP wäre also "die Summe aller Einkommen, aller Löhne, Honorare und Rechnungen"?!?

    • Trollwatsch (kein Partner)
      14. Dezember 2012 09:00

      Und daraus lernen wir was genau?

    • november (kein Partner)
      14. Dezember 2012 09:34

      Ja, von VWL versteht A.U. nicht gerade viel, aber für den Börsenkurier scheint es zu reichen.

      Europa und der Währungsfonds haben sämtliche griechischen Einkommen bezahlt, ohne dass sich in diesem Land etwas geändert hätte

      Auch diese Aussage ist eigenartig. Soweit mir bekannt, sind die sogenannten "Hilfen" hauptsächlich an die Banken gegangen, im In- und vor allem Ausland.

      Ebenso der Vergleich mit Irland. Die Krise dort ist eine Folge der geplatzten Immobilienblase, die Arbeitslosigkeit dort wäre ähnlich hoch wie in Griechenland, wenn die irische Tendenz zur Auswanderung nicht höher wäre. Irland wird noch sehr lange brauchen, möglicherweise auch ein paar Jahrzehnte, um sich vollkommen erholt zu haben, von Griechenland gar nicht zu reden...

    • Neppomuck (kein Partner)
      14. Dezember 2012 14:32

      Wie wahr.

      „… BIP. Also die Summe aller Einkommen, aller Löhne, Honorare und Rechnungen derselben zwei Jahre – zumindest soweit diese nicht schwarz, also an Steuer, Sozialversicherung und Statistik vorbei gezahlt worden sind.“

      „Das Bruttoinlandsprodukt (Abkürzung: BIP) gibt den Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen) an, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen.“
      Wiki

      Wer den Unterschied erkennt, darf sich „Bakkalaureus h. c.“ nennen.
      Ansonsten: "Bevor ihr streite, klärt die Begriffe.“
      Konfuzius

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      14. Dezember 2012 22:07

      Na ja, das BIP hat schon einen recht unmittelbaren Bezug zum Volkseinkommen. Aber so verkürzt wie Unterberger sollte man das wohl nicht darstellen, wenn man sich das Studium der Volkswirtschaft und die Matura mit Auszeichnung umhängt.

  13. socrates
    13. Dezember 2012 18:12

    Die Politik beim Nichtaufdecken von Schwarzgeldgeschäften:
    Justizministerin Beate Merk über die Affaire Mollath, daß der Hypo-Vereinsbank-Bericht "schweige", wenn es darum geht ""Schwarzgeldvorwürfe aufzudecken", es gebe "ganz und gar" keinen Zusammenhang zwischen Schwarzgeldgeschäften und Mollaths Zwangseinweisung, es komme "keiner in eine psychiatrische Klinik, wenn [ihn] nicht Fachärzte untersucht haben" und es habe erst den Bericht über den angeblichen Anruf eines Richters bei den Finanzbehörden gebraucht, um den Anstoß für ein Wiederaufrollen des Falles geben zu können.
    Die Angaben sind allerdings falsch, wie unter anderem der Süddeutschen Zeitung auffiel: Auf Seite 7 des Revisionsberichts ist wörtlich vom "Schwarzgeld" einer "allgemein bekannten Persönlichkeit" die Rede und auf Seite 16 von "vielen" und "gravierenden" Verstößen gegen das Geldwäschegesetz durch HVB-Mitarbeiter. In mehreren Gutachten zur Unterbringung Mollaths werden die Schwarzgeldgeschäfte als Beleg für seine angebliche Geisteskrankheit angeführt – und diese Atteste entstanden bis 2011 nicht durch Untersuchungen, sondern aus der Ferne. Der einzige Nervenarzt, der Mollath bis dahin tatsächlich untersuchte, kam zu dem Ergebnis, dass der Mann durchaus nicht verrückt sei.
    Viele Bekannte, die ihre Abfertigung nach Beratung in Aktien anlegten, hatten einen Totalverlust. Wenn ich höre: 1,5 Mrd in Kasachstan, ~0,5 Mrd in Salzburg, dann frage ich mich warum die Pensionen nicht erhöht werden. Geld zum Verlieren gibt es offenbar genug.

  14. brechstange
    13. Dezember 2012 16:42

    Nachdem es die Bankenunion noch nicht gibt, greift man zu Mitteln der Steuerhinterziehung, um eine Bank unter Druck zu setzen.

    Der Goldman Sachs-Achleitner, seines Zeichens AR-Vorsitzender der Deutschen Bank, wird eine neue Kultur in der Bank einführen. Hängt das möglichweise damit zusammen, dass die Dt. Bank gut in der Abwicklung des Handels in Yuan ist anstatt den Dollarumweg zu präferieren?
    Ist der richtige Mann zur rechten Zeit am richtigen Ort?

  15. Brigitte Imb
    13. Dezember 2012 16:27

    OT - Ohne eigene Worte, es verschlägt einem zusehends die Sprache.

    http://oe1.orf.at/static/pdf/strafanzeige.pdf

    • brechstange
      13. Dezember 2012 16:39

      Sprachlos werden wir aber trotzdem nicht, Frau Imb.

    • Brigitte Imb
      13. Dezember 2012 16:57

      Nein, wir müssen all unseren Unmut hinausschreien und achten daß wir gehört werden.

    • socrates
      13. Dezember 2012 20:22

      Brigitte Imb
      Wie bei Mollath, nur ist niemand in der geschlossenen Anstalt. Früher war das bei den Kummerln üblich, deshalb schewigen die Medien.

  16. socrates
    13. Dezember 2012 15:48

    Warum verfolgt man immer noch nicht die Steuerflüchtlinge? Gibt es noch genug Pensionen und Werte zum Stehlen durch die Bankster?
    " Einem Land zu helfen, dessen Menschen um die eigene Verantwortung wissen, hat sich als durchaus sinnvoll erwiesen." gilt wohl nur für die Steuerzahler. Der Rest hat die politische Verantwortung, was auch immer das ist. Poldi Gratz hat das Rinterzelt und die Reichsbrücke "politisch verantwortet", nichts geschah. Jetzt folgt ihm die Burgstaller nach.

  17. Der Zweifler
    13. Dezember 2012 13:08

    Von wegen, keine antideutsche Stimmung in Irland, und ob es die gibt, wenn auch keine Demos:
    http://nachrichten.t-online.de/irland-es-gibt-eine-enorme-anti-merkel-stimmung-/id_56838166/index

    Und eine Kabarettistentruppe tingelt durch Irland und macht sich über die Frau Merkel lustig. Wer den Schaden hat, braucht sich um den Spott nicht zu kümmern!
    Die Deutschen sind eben an allem Schuld und das für immer und ewig.

  18. Brigitte Imb
    13. Dezember 2012 12:39

    Na "GsD", die "Griechenmilliarden sind freigegeben, satte 53 Mrd. erhält das Land (bzw. die Banken) noch heuer.

    Ich hoffe, daß die EU Despoten dereinst dafür in der Hölle schmoren müssen, vorher wäre natürlich wirksamer, aber das wird der Apparat schon zu verhindern wissen.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1323577/Eurogruppe-gibt-Hilfstranche-fuer-Griechenland-frei?_vl_backlink=/home/index.do

  19. Alexander Renneberg
    13. Dezember 2012 12:00

    o.t.

    das ist ja jetzt eine ganz wichtige sache, fass oliver rathkolb, fass, und der werner lobo ist sicher auch wieder mit dabei ! hauptsache man kann wieder jemanden beschmutzen und nazi, nazi rufen!

    http://wien.orf.at/news/stories/2563009/

    • Erich Bauer
      13. Dezember 2012 12:20

      Da gibt's doch in Anif eine Karajan-Büste. Vielleicht sollte man diese austauschen... "Die weinende Burgstaller".

    • Brigitte Imb
      13. Dezember 2012 12:24

      Ein wirkliches Drecksg'sindel, das die Sauereien der eigenen nicht stört. Und wenn diese Schmutzfinken Karajan anlasten, seine politischen Netzwerke für seine Karriere eingespannt zu haben, bedeutet das gar nichts anderes, als daß die Politik unseriös ist.

    • S.B.
      13. Dezember 2012 14:08

      @Brigitte Imb

      Kein Unterschied zu den heutigen "Staatskünstlern", sie fressen den Mächtigen genauso aus der Hand.

    • simplicissimus
      13. Dezember 2012 15:46

      ob wir einmal auch so eine hexenjagd nicht nur auf die schuldigen (das sowieso) sondern auch auf die mitläufer der europäischen verschuldungswirtschaft veranstalten werden?

    • socrates
      13. Dezember 2012 16:08

      Welser Möst hat recht, wenn er Salzburg absagt!

    • Brigitte Imb
      13. Dezember 2012 16:26

      socrates,

      Bingo! Womöglich hat der bereits einen "verbrannten" Braten gerochen, nach den Osterfestspielskandalen und er möchte erst gar nicht in Teufels Küche reinschnuppern. Respekt!

  20. Majordomus
    13. Dezember 2012 11:30

    Passend zum Thema eine Pressemeldung von ntv (http://www.n-tv.de/ticker/EZB-muss-heikle-Griechenland-Dokumente-nicht-freigeben-article9636061.html )

    Bloomberg-Klage abgewiesen: EZB muss heikle Griechenland-Dokumente nicht freigeben

    Europas Bürger dürfen nicht alles wissen, schon gar nicht zur Griechenland-Krise.

    Das Europäische Gericht Erster Instanz (EuG) in Luxemburg hat eine Klage der Nachrichtenagentur Bloomberg zurückgewiesen, die Zugang zu zwei brisanten Dokumenten der Europäischen Zentralbank (EZB) eingefordert hatte, wie die Agentur dapd meldete. Es ging in den internen Papieren vom Frühjahr 2010 um die Auswirkung komplizierter Finanztransaktionen auf Defizit und Schuldenstand Athens und anderer Euro-Länder.

    Die EZB verweigerte die Preisgabe der Informationen, und zwar zu Recht, wie die Richter urteilten. Die Begründung: Die Veröffentlichung hätte "den Schutz des öffentlichen Interesses" gefährdet. Die Publikation der heiklen Daten und ihre öffentliche Fehleinschätzung hätten Griechenlands Zugang zu den Finanzmärkten erschweren und die Steuerung der Wirtschaftspolitik beeinträchtigen können, erklärte das EuG.

  21. fokus
    13. Dezember 2012 11:06

    Nein, die Südländer sind keinesfalls dumm und/oder faul, sie können sogar sehr fleißig sein, oder alles nur Vorurteile?

    http://www.orf.at/stories/2124284/2124251/

  22. Erich Bauer
    13. Dezember 2012 10:52

    Gesamtsternderl: 54, bei 13 Kommentatoren (inkl. Subkommentatoren)... Das zeigt mir, daß sich sehr viele aktive Leser einbringen...

  23. Observer
    13. Dezember 2012 08:41

    Die finanziellen Probleme Irlands (wie auch Islands) lassen sich mit denen in Griechenland in keiner Weise vergleichen. Zwischen diesen Staaten sind nicht nur einige tausend Kilometer sondern vor allem eine völlig andere Einstellung der Bevölkerung, besonders aber der Machthaber vorhanden.
    Für Italien, Spanien und Frankreich stellt sich nun die Frage, sollen wir es zur Bewältigung unser eigenen Probleme nun den Portugiesen bzw. Irländern oder doch lieber den Griechen nachmachen? Leider wurde der letztere Weg durch die schlechte EU-Politik (Stichwort: Rettungsschirm) schmackhaft gemacht, sodass kein besonderes Interesse besteht, aus eigener Kraft den turnaround zu schaffen.
    Nur zur Erinnerung:
    Griechenland hat "nur" ca. 10 Millionen Einwohner, Frankreich, Italien und Spanien zusammen fast 175 Millionen.
    Ob wir dies auch "derpacken" können?

  24. brechstange
  25. Alfred E. Neumann
    13. Dezember 2012 07:59

    Vielleicht liegt das daran, dass die Iren fleissige und duldsame Katholiken sind?

  26. brechstange
    13. Dezember 2012 07:45

    Italien will sich verselbständigen. Meinem Gefühl nach wird das auch früher oder später passieren.
    Ganz so blöd scheint der Grillo nämlich nicht zu sein. Zumindest weiß er, dass die Schulden Italien erdrücken werden und sieht hohe Zinsen als heilsamen Schock.
    Das wird sehr unangenehm für die risikoscheuen Investoren, die zwar hohe Zinsen wünschen und trotzdem ein Auffangnetz namens Rettungsschirm.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/12/13/euro-kritiker-grillo-ueber-italien-dieses-wunderbare-land-stirbt/

    • Jewgeni Gorowikow
      13. Dezember 2012 10:14

      @ brechstange

      Wenn Italien sich völlig verselbstängt - wird es dann als Gesamtstaat bestehen bleiben? Oder zerfallen? Und welchem Teil Italiens werden die Schulden dann "umgehängt" werden?

    • cmh (kein Partner)
      14. Dezember 2012 09:09

      Dem Süden natürlich!

  27. HJR
    13. Dezember 2012 07:45

    OT - Ein neues Konzept (oder doch nicht?)

    1966 wurde in Frankfurt Peter Handkes Stück "Publikumsbeschimpfung" uraufgeführt. Ich erinnere mich noch gut an die folgenden Jahre, in denen dieses Stück - zumindest in Literatur und Theaterkreisen - heftige Diskussionen auslöste.

    Heute ist das Theater zwar (noch) nicht tot, aber große Diskussionen löst es nicht mehr aus. Diese Diskussionen ranken sich um andere Themen - die meist mit Geld zu tun haben. So ist das aber auch wieder nicht richtig, denn Geld ist nicht das wirkliche Thema. Eigentlich geht da um viel, enorm viel Geld und darum wie man dieses Geld unter Wahrung des Anscheins von Ordnungsmäßigkeit und (gerade noch vertretbarem) Anstand aus dem üblichen Kreislauf "abzweigen" kann. Dazu musste man - wie Handke - die Bühnengestaltung "umdenken" bzw. "umdrehen", indem man z.B. das bis dahin passiv beteiligte Publikum zum Teil der Szenerie (an den Geldmärkten) werden ließ.

    Allerdings muss man - sobald der Groschen gefallen ist, warum das "revolutionär" war - sagen, dass das so neu auch wieder nicht war, hat doch schon ein gewisser Potemkin eine trostlose Landschaft mit Hilfe von ein paar Kulissen in ein anscheinend wohlgefälliges Dorfleben verwandelt.

    Nun, irgendwann wird jemand feststellen, dass Lehmann und Konsorten eben ein auch nur neues Theaterkonzept erfunden haben. Eines, in dem das bisher passive Publikum des Theaterstücks "Wir Wohlstandsgesellschafter" nicht nur den Eintrittspreis gezahlt sondern die Sponsorrolle übernommen hat - und zwar mit unbeschränkter Haftung und allen Konsequenzen. Bis das aber zum Publikum durchgedrungen sein wird, fließt noch viel, sehr viel Wasser die Donau hinunter und manche werden's nie verstanden haben (das sind vermutlich unsere heutigen Politiker, deren einige irgendwann in ihren Memoiren ein paar kluge Worte aus fremden Werken zu diesem Thema plagiieren werden.
    ======================
    horst.rathbauer@gmx.at
    www.CONWUTATIO.at

  28. brechstange
    13. Dezember 2012 07:31

    Erschreckend und ärgerlich finde ich, Aussagen von "hohen" EU-Politikern, sich leisten zu können Griechenland dauerhaft durchzufüttern. Ja, sogar präpotent und naiv sondergleichen. Was sagt dazu, ein österreichischer oder sonstiger europäischer Steuerzahler, der dafür seine Steuern dauerhaft einsetzen muss, ohne irgendeinen Einfluss nehmen zu können. Was sagt dazu ein Grieche, der keinen Arbeitsplatz bekommt, obwohl daueralimentiert von den "Herrsche und Teile"-Gönnern der hohen EU-Politik. "Hohe" EU-Politiker, die sich in ihrer gnädigen friedensstiftenden Haltung vielleicht auch noch einbilden, man könnte Mentalitäten ändern. In Wahrheit picken diese Herrschaften an Ihren Sesseln, dass man wahrscheinlich schon hohe Konzentrationen an Putzbenzin braucht, um die da runterzuwaschen.

    Die Schuldenlast eines Landes und der Wille die Schulden aus eigener Kraft abzutragen hängt mit der Häufigkeit der Korruption zusammen. Diese Korruption ist auch hoch oben in dem Bürokratiemonster EU angekommen. Das ist ein Fakt und das sollten "hohe" EU-Poltiker ansprechen. Zudecken und verschleiern, verschlimmert das Problem und versenkt die Länder der EU in die Bedeutungslosigkeit. Das hat Europa nicht verdient. Das sollten wir uns nicht gefallen lassen.

  29. Anton Volpini
    13. Dezember 2012 06:59

    Aber für die City of London und Goldman Sachs ist Griechenland viel attraktiver als Irland, denn in Griechenland werden Gewinne eingefahren, wie schon seit den großen Kriegen nicht mehr.
    Und das mit einer europäischen "Staatsgarantie", also ohne Risiko, solange Deutschland mitmacht.
    Das erst diese Woche abgelaufene griechische Staatsschuldenrückkaufsprogramm hat einen großen Erfolg gebracht. Mit 10 Mrd. Euro wurden Schulden im Wert von 30 Mrd. Euro getilgt. Für jeden Mathematiker eine Geldvernichtung von 1 zu 3. Nicht aber für die Hedgefonds, die diese Ramschpapiere zu Schleuderpreisen aufgekauft hatten, und jetzt mit einem viel höheren Wert los wurden. Gekauft hatten sie, weil sie wußten, daß die Troika dieses Schuldentilgungsprogramm vom Auszahlen der nächsten Tranche abhängig machen würden.

    Und wer zahlt die Differenz? Oder sehe ich das falsch, und habe vielleicht grundlegende mathematische Begriffe nicht richtig mitbekommen?

    • brechstange
      13. Dezember 2012 07:09

      Nein, Sie sehen das nicht falsch, Herr Volpini. Das nennen diese Kapazunder in der EU Bändigung des Finanzmarkts. Korrupt bis auf die Knochen sind die meisten.

    • simplicissimus
      13. Dezember 2012 07:28

      unfassbare schweinerei.

    • Freak77
      13. Dezember 2012 10:11

      @ Herr Dr. Volpini

      Während wir hier gemeinsam diskutieren erfolgte schon wieder ein "historisches EU & Euro - Projekt" - und Deutschland hat wieder nachgegeben (von Österreich, Fekter ganz zu schweigen). Noch mehr Macht bei der EZB!

      Oder werden hier die Diebe zu den Polizisten gemacht? -

      Euro-Retter werden Bankenwächter

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-finanzminister-einigen-sich-auf-bankenaufsicht-a-872621.html

      Europas Finanzminister wollen heute ein historisches Projekt beschließen:

      Eine gemeinsame europäische Aufsicht soll den Kern einer Bankenunion bilden - Deutschland hat sich dagegen lange gewehrt. Es geht auch um die Frage, wer künftig für Fehler der Finanzinstitute zahlen muss.


      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gipfel-der-finanzminister-deutschlands-angst-vor-der-bankenaufsicht-a-872348.html

    • moderatus
      13. Dezember 2012 10:19

      @ brechstange, WK
      Der Krebsschaden ist, dass wir die Kinder nicht "füttern" sondern ihnen Geld schicken. Wenn zu mir ein armer Bettler kommt und 1 Euro will, gebe ich ihm meine Wurstsemmel. Verzehrt er diese, ist er wirklich arm. Besteht er auf Geld, hält sich mein Mitgefühl in Grenzen.

    • A.K.
      13. Dezember 2012 12:56

      @Anton Volpini
      ***************************************

    • Anton Volpini
      13. Dezember 2012 19:09

      Ich find es unglaublich, wie offen der ORF in seinen Nachrichten über diese Sache in seinen Nachrichten berichtet, brechstange, ohne allerdings die Zusammenhänge zu erklären. Die bauen wohl auf all die schlechten Schulergebnisnachrichten, die sie selbst produzieren, und glauben, wir alle sind schon so verblödet, daß diese Meldungen gar nicht mehr vertuscht werden müssen.

      simplicissimus, ich krieg schön langsam das Gefühl, daß ich keinem Politiker mehr trauen darf. Wenn das so stimmt, dann stecken sie alle mitten drinn in diesem Finanzkarussel, inclusive Schäuble. Die Merkel muß zumindest eine Mitwissende sein!

      Freak77, ja sie bauen ihr Pyramidenspiel vor unseren Augen weiter. Sie haben keinen Genierer mehr. Sie bauen darauf, daß wir uns als Geisterfahrer fühlen, nur weil alle Autos uns entgegenkommen. Aber lassens bitte den Dr. weg. Ich fühl mich als Bauer viel wohler!

      A.K. warum melden Sie sich jetzt so selten? Ihre Beiträge sind immer eine Wohltat. Ist nicht diese Entwicklung des Teufels, so knapp vor der Schlacht von Harmagedon?

    • Anton Volpini
      13. Dezember 2012 19:13

      streiche einmal "seine Nachrichten" !

  30. Wertkonservativer
    13. Dezember 2012 05:53

    Wir alle kennen auch bienenfleißige Italiener, Spanier, Griechen bei den Deutschen, Briten und auch Iren ist es - wie man hört - auch nicht viel anders!
    Der Mengenunterschied liegt wohl in der umwelt- und genbedingt "leichteren" Mentalität unserer südeuropäischen Freunde, denen halt die "nordische" Arbeitsmoral und oft gar nicht so sympathische Sturheit von uns Germanen-Abkömmlingen nicht in gleichem Maße gegeben ist.

    Also bitte, bleiben wir den "faulen Südländern" gegenüber einigermaßen fair!

    Als Versuch einer bescheidenen Ehrenrettung gegenüber dem griechischen Volk, rate ich meiner verehrlichen Kollegenschaft, zum letzten Literatur-Krimi des Petros Markaris, "Zahltag" (2012, Diogenes-Verlag) zu greifen, der nicht nur brilliant geschrieben ist, die Verkommenheit der griechischen politischen Machtstrukturen zwar glasklar herausstreicht, im wesentlichen jedoch die den Griechen derzeit aufgebürdeten Probleme im täglichen Leben, im Beruf, in der Gesellschaft menschlich berührend aufzeigt.
    Zumindest derzeit ist es wahrlich kein Honigschlecken, ein Grieche zu sein.

    Abschließend und mich wiederholend:
    Schauen wir lieber auf unsere eigenen krummen Füß', bevor wir andere hämisch beurteilen!

    Einen guten Morgen wünscht Ihnen

    der Wertkonservative!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      13. Dezember 2012 06:38

      Mein erster Absatz ist durcheinandergekommen und somit verballhornt.
      Er sollte so lauten:
      "Wir alle kennen auch bienenfleißige Italiener,Spanier, Griehcne bei den Deutschen, Briten und auch Iren ist es - wie man hört - auch nicht viel anders!"
      Ab dem 2. Absatz - siehe oben!

    • Wertkonservativer
      13. Dezember 2012 07:35

      Herrgottsakra!
      Wieso komme ich da nicht richtig durch; die Technik is a Hund!
      Der erste Absatz - nur zur Komplettierung - sollte in etwa so lauten:

      Wir alle kennen auch bienenfleißige Italiener, Spanier, Griechen bei den Deutschen, Briten, und auch bei den Iren soll es ja auch nicht viel anders sein!

      Wie gesagt: ab dem 2. Absatz - siehe oben!
      Diese Geschichte habe ich wohl ein wenig verhaut; bitte um Nachsicht!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      13. Dezember 2012 07:56

      Jetzt geb' ich's auf: ich komme mit meiner Berichtigung nicht durch, da bleibt irgendetwas stecken:

      Ergänzend der lange Rede kurzer Sinn:

      wir kennen auch jede Menge stinkfauler Österreicher, die sich vom arbeitenden Teil der Bevölkerung lustvoll aushalten lassen; bei den Deutschen, Briten und auch Iren soll es ja nicht viel anders sein.
      Schluss des grausamen Spiels; bitte um Verständnis!

      /mail to: gerhard@michler.at

    • brechstange
      13. Dezember 2012 08:03

      Herr Michler,

      es stimmt, die eigenen faulen Kinder sind mitzufüttern, doch kann ich denen klarmachen, wie lang das geht. Aber muss ich die faulen Kinder des Nachbarn mitfüttern, obwohl der Nachbar genug hätte, aber sein Geld versteckt, damit der Herr Michler Erbarmen hat und außerdem keine Handhabe, keinen Einfluss?

    • Wertkonservativer
      13. Dezember 2012 08:23

      Bitte um kurze Aufklärung hinsichtlich Ihrer kryptischen Worte, liebe @ brechstange:

      das mit dem "Erbarmen des Herrn Michler" kann ich mit meinen altersschwachen Ganglien ja gerade noch verarbeiten;
      was Sie jedoch mit "...außerdem keine Handhabe, keinen Einfluss?" meinen, erschließt sich mir nicht!
      Falls Sie da auf mich abzielen: ich brauche keine "Handhabe", und will schon gar keinen Einfluss ausüben!
      Erhellen Sie mich bitte!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      13. Dezember 2012 08:33

      Herr Michler,

      ich meinte damit, dass wir auf Griechenland trotz Haftungen, Garantien und Zahlung niemals Einfluss haben werden, wie die leben sollten. Das sollten wir uns auch nicht anmaßen, daher bin ich eben für striktes No-Bailout.

    • Karl Knaller
      13. Dezember 2012 10:39

      Ich sag's ja: die Logorrhoe is a Hund... Aber unser aller Mitgefühl ist Ihnen sicher, lieber Herr Michler!

    • Karl Knaller
      13. Dezember 2012 10:41

      ... ganz zu schweigen von der senilen Bettflucht (=> 05:33 h !!!)

    • Wertkonservativer
      13. Dezember 2012 12:42

      Wissen Sie, Herr Knaller, dass ich mich schon einige Tage lang gewundert hatte, von Ihnen nichts mehr für mich Nachteiliges zu hören!??
      Zur Aufklärung Ihres Logorrhoe-Vorwurfes und der senilen Bettflucht (die man hier wohl etlichen Damen und Herren vorwerfen könnte), Folgendes zur Beruhigung Ihrer Nerven:

      Da meine liebe Frau schon wochenlang nach einer heiklen Operation im Spital verbrachte, nutzte ich meine daraus resultierende Mehrzeit durch Beiträge-Schreiben im A.U.-Forum.

      Eigentlich wüsste ich nicht, was Sie das angeht, zumal ich bereits einige Male für Verständnis hinsichtlich meiner periodischen Schreibwut hier (der auch zwanzig bis dreißig weitere, meist honorige Mitblogger frönen) ersucht habe.

      Und noch kurz zur senilen Bettflucht: da ich normalerweise gegen 22 Uhr ins Bettchen hupfe, bin ich dann zwischen 5 und 6 Uhr morgens bestens ausgeruht, frühstücke und lese ab ca. 6,15 den Kurier, schaue mir dann auch die Beiträge der nächtlichen Bettflüchter (zwischen 1 und 2 Uhr nachts) an, um dann üblicherweise meinen eigenen Senf auf die A.U.-Kommentare zu streichen.

      Diesmal ein wenig ausführlicher, werter KnallerKarli!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Anton Volpini
      13. Dezember 2012 15:17

      Eine sehr gute Antwort lieber Wertkonservativer. :-))
      Sie befinden sich da in durchaus guter Gesellschaft!

    • Wertkonservativer
      13. Dezember 2012 15:44

      Eine Wohltat und Freude, von Anton Volpini verstanden und positiv bewertet zu werden!

      Herzlichen Dank nach Kärnten!

      Ihr
      Gerhard Michler

    • Karl Knaller
      13. Dezember 2012 18:04

      Gut so, gut so. Also: weitermachen! Bis zur nächsten (wieder ehrenwörtlich endgültigen?) Verabschiedung aus dem Forum. Denn die kommt ja sicher...

    • Anton Volpini
      13. Dezember 2012 18:41

      Sehr geehrter Hr. Karl Knaller

      Warum diese herabwürdigende Art?
      Sie hatten doch immer wieder durchwegs gute und positive Beiträge zu vermelden.
      Glauben Sie nicht, wir sollten in diesem Blog das Zusammenhaltende vor dem Trennenden stellen?
      Also, bleiben Sie bitte sachlich und widmen Sie sich weiterhin den Themen, die uns Hr. Dr. Unterberger aufzeigt.

  31. simplicissimus
    13. Dezember 2012 04:53

    AU hat den Nagel auf den Kopf getroffen: "In Irland hat es ein kollektives Zähne-Zusammenbeißen gegeben."
    Dieser Nagel gehoerte in jedes linke Hirn geschlagen, dabei gleichzeitig die pc durchloechernd als staendig wirkendes Antirezeptivum gegen passivierende Opfergedanken belassen.
    Es hilft nun einmal nix, wenn man, ob verschuldet oder unverschuldet im Schlamassel sitzend, nach permanenter Alimentierung von aussen schreit und es selber ablehnt, dien Hauptbeitrag zu verrichten.
    Das ist wie in einem Entwicklungsland, das die Verantwortung fuer Entwicklung laengst an NGOs abgegeben hat.
    Das ist wie der Sozialstaat, der Grundsicherungen und andere ueberbordende Sozialleistungen erfindet, dabei Loehne und Steuern immer hoeher schraubt und sich wundert, dass die Produktion ins Ausland fluechtet und sich gehen lassende Menschen in die soziale Haegematte. Schuld an den Einkommensdifferenzen, an den Schulden hat dann der Kapitalismus.
    Auf die Idee, dass der Sozialstaat und fehlendes kollektives Zaehnezusammenbeissen Hauptschuld haben koenne, kommt keiner mehr. Der Strom fliesst ja aus der Steckdose und das Essen waechst im Supermarkt. Is ja (noch) immer genug da.
    Noch.

  32. S.B.
    13. Dezember 2012 01:34

    ............und wie vorausgesagt auch zwei Himmelsrichtungen!

    Dieses praktische Beispiel sagt mehr als alle Theorie, denn es untermauert beinhart die bis dahin hartnäckig als böses Vorurteil bezeichnete Erkenntnis, daß der Norden mehr Leistungsbereitschaft zeigt als der Süden. Ob das jetzt klima- oder mentalitätsabhängig ist bzw. eines das andere bedingt, wird sich nicht genau feststellen lassen, aber das Ergebnis ist für Europa und die EU so und so katastrophal.

    Wurde beim EU-Beitritt Österreichs von einem nicht mehr unter uns weilenden Politiker die Befürchtung geäußert, daß der "fleißige Norden, den faulen Süden finanzieren wird müssen", kommt es jetzt noch schlimmer:
    Denn wenn Spanien und Portugal krachen, oder gar Italien oder Frankreich, wird die Angelegenheit für den Norden UNFINANZIERBAR und damit überholt die Realität den schlimmsten Alptraum.

    Gibt es tatsächlich nurmehr eine Lösung, nämlich daß der Norden rasch aufwacht und den Süden in die Eigenverantwortung entläßt? Leicht wird es nicht, aber wie schon an anderer Stelle erwähnt - besser ein Ende mit Schrecken, als ein Desaster ohne Ende, wenn die eine Himmelsrichtung die andere womöglich in den Abgrund reißt!

    • FranzAnton
      13. Dezember 2012 05:35

      Dümmer sind die Südländer keinesfalls, wie etwa die alte Hochkultur Ägyptens erweist; man müsste bloss hart bleiben, ihnen kein Geld, sondern notfalls Suppenküchen schicken; die pure Not würde sie zum Umdenken motivieren.

      So lange aber bei uns die in jeglicher Hinsicht desaströsen Marxisten zu großen Einfluss auf den Gang der Dinge nehmen, wird der Ratio keine Chance eingeräumt werden.

    • S.B.
      13. Dezember 2012 14:05

      @Franz Anton

      Keine Frage, da stimme ich Ihnen zu, deshalb habe ich auch von "dumm" in meinem Beitrag nichts geschrieben.





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