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Die flachen und die steilen Steuern

Was ist gerechter? Eine progressive Steuer, bei der mit steigendem Einkommen ein immer höherer Prozentsatz fällig wird, oder eine Flat tax, bei der immer der gleiche Prozentsatz kassiert wird? Eine ethische Debatte über Gerechtigkeit lässt sich nächtelang führen. Beide Steuermodelle haben manches für sich. Aber zweifellos hat bei uns die progressive Steuer derzeit die höheren moralischen Ebenen für sich. Daher haben wir eben bei der Einkommensteuer eine Progression, daher wird bei vielen anderen scheinbar „flachen“ Steuern durch Freibeträge, durch niedrigere Sätze beispielsweise für Lebensmittel versucht, auch hier die Ärmeren zu bevorzugen und die Reicheren abzukassieren.

Ein kluger Staat würde freilich diese ethische Diskussion nicht führen. Der würde eher rational nachdenken: Was ist einfacher in der Einhebung? Wo gibt es weniger Steuerflucht und Steuerwiderstände? Was ist gut für das nationale BIP? Wo habe ich am Ende genug Einnahmen, um auch sozialen Schutz für alle Familien, Kranken und Alten zu finanzieren? Und da spricht alles für eine einfache und klare Flat tax ohne viele Ausnahmen und Schlupflöcher.

Dieses Prinzip hat sich in osteuropäischen Ländern mit etlichem Erfolg durchgesetzt. Trotz Senkung und Angleichung der Spitzensteuersätze war am Ende mehr in der Staatskasse. Weil die Leistungsträger besser motiviert waren. Weil die Steuerzahler ehrlicher wurden. Und weil es Steuerpflichtige gegeben hat, die ihre Einkommen plötzlich in Flat-tax-Ländern deklariert haben und nicht in „progressiven“ Ländern.

Eine Ausnahme dieser Erfolgsstory ist Ungarn – aber aus ganz anderen Gründen. Dort hat man durch andere neue Steuern und Schikanen begonnen, ganz gezielt Investoren – also vor allem Ausländer – zu schröpfen, um die einheimischen Wähler zu schonen. Diese eigenwillige Erfindung eines nationalen Sozialismus durch eine sonst konservative Regierung musste natürlich Schiffbruch erleiden.

Neben flachen und progressiven Steuern gibt es aber auch noch ein drittes Modell: die Pauschalbesteuerung in etlichen Schweizer Kantonen. Dort zahlt man ab einer gewissen Einkommenhöhe keinen Rappen zusätzlicher Abgaben mehr. Dieses Modell ist eine Hauptursache des Schweizer Reichtums, hat es doch zu einem Zuzug aus der ganzen Welt in diese Teile der Schweiz geführt. Für jeden, der viel zu versteuern hat, ist die Übersiedlung in die Schweiz hochinteressant – und im Gegensatz zum Verstecken von Geldern auf Schweizer Konten völlig legal. Man braucht nur die Zustimmung der betreffenden Gemeinde.

Für viele ist das trotz aller Erfolge ein absolut unmoralisches Modell. Daher ist in Österreich auch ein Finanzexperte gescheitert, der es vorgeschlagen hat – obwohl er eigentlich aus rotem Uradel und der Bank Austria gekommen ist. Gegen den nicht definierbaren Begriff Gerechtigkeit muss bei uns offenbar der Begriff Erfolg immer scheitern.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2012 00:45

    Die Steigerung zum "nicht definiebaren Begriff Gerechtigkeit" ist eindeutig die sogenannte "soziale Gerechtigkeit", denn dahinter verbirgt sich auch noch Klassenkampf, Diebstahl an Eigentum und Umverteilung von Mehrleistern zu Gering- oder Nichtsleistern.

    Solange dieser ideologische Mißbrauch eine Mehrheit findet, ist ein neues Erfolgssteuermodell nicht durchsetzbar, obwohl sich die Flat-Tax in der Praxis überall bewährt - selbstverständlich mit entsprechenden Rahmenbedingungen und Regeln zur Abfederung von groben Ungleichheiten, jedoch unter Schließung sämtlicher Steuerschlupflöcher.

    Aber dann würden den Linkslinken viel zu viele Wahlschlager bzw. Wahlzuckerln verloren gehen. Und die starke Lobby der Finanz- und Steuerberater wäre bei einem vereinfachten Steuersystem, das auf dem berühmt gewordenen "Bierdeckel" Platz hätte, ebenfalls brotlos.
    Damit ist weder die eine, noch die andere Regierungspartei an einer Änderung interessiert!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2012 03:44

    Wenn die Machthaber korrupt sind, und das Steuergeld nur mehr zum eigenen Machterhalt über Wählerbestechnungen mißbrauchen, dann ist kein Steuersystem gerecht.
    Um den Machthabern die Möglichkeiten zur Korruption weitgehenst zu entziehend, wäre der von Dr. Unterberger skizzierte schweizer Weg der richtige, der von Fürst Hans Adam von Lichtenstein in seinem Buch " Der Staat im 3. Jahrtausend" noch perfektioniert wird.

  3. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2012 01:39

    "Soziale Gerechtigkeit" heißt, wie die Geschichte bewiesen hat, daß alle gleich arm sind (ausgenommen ein paar wenige, die 'gleicher' sind). Ein dem Menschen zutiefst widerstrebendes, heute aber weithin angebetetes Ideal ist die Gleichheit. Sie ist der Gegensatz zur Freiheit und mit ihr unvereinbar. Gleichheit kann immer nur mit Zwang erreicht werden.

    Der Vorteil der ehemals sozialistischen Staaten ist, daß dort einem Großteil der Bevölkerung noch gut in Erinnerung ist, was Gleichheit (bei uns mit dem Tarnbegriff "soziale Gerechtigkeit" umschrieben) im täglichen Leben bedeutet. Deshalb sind so manche bei uns verbreitete Methoden der Verführung - für den durchschnittlichen, österreichischen Spießbürger (inkl. einem Großteil unserer Politiker) unverständlich - dort in den ehemals sozialistischen Staaten (derzeit noch) wirkungslos.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2012 07:37

    Warum diskutieren wir groß über Gerechtigkeit von Steuersystemen?

    Wenn wir es zulassen, dass die EU von den Zentralisten "weiterentwickelt und vertieft" wird, werden wir die Steuern künftig nach Brüssel abliefern, das nach einem Steuersystem, das den Brüssler Zentralisten voraussichtlich mit großem Einfluss aus Frankreich beliebt. Wir müssen uns dann eben umsehen, was wir über den Finanzausgleich zurückerhalten.

    Ich für mich kann nur sagen: Wehren wir uns gegen diese Bestrebungen!!!

  5. Ausgezeichneter KommentatorDerTurm
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2012 07:31

    Bitte was soll daran moralisch sein, wenn aufgrund der jahrzehnte lang nicht angepassten Steuerklassen tagtäglich mehr qualifizierte Berufstätige in die höchste Steuerklasse fallen und mehr als die Hälfte des Lohnes für ihre Arbeit abliefern dürfen.

    Und das in Zeiten, da wir von der Politik zudem die letzten zehn Jahre mit Inflationsraten um die zehn Prozent (mit Ausnahme der letzten beiden Jahre) gestraft wurden, also drastische Reallohnverluste und damit schmerzhafte Kaufkraftverluste hinnehmen mussten?

    Auch bei der FlatTax muss jemand, der mehr verdient, mehr abliefern, das aktuelle Steuersystem, das vorallem den ehemaligen Mittelstand überproportional belastet, ist moralisch höchst verwerflich.

    So gesehen ist es nicht im geringsten verwunderlich, dass immer mehr gut qualifizierte Fachkräfte das Weite suchen, es kann nur jedem empfohlen werden.

    Die einzig gerechte Gerechtigkeit, kann nur sein, jedem sein (hart erarbeitetes) Eigentum zu lassen, insbesondere Steuersätze jenseits von 20% sind moralisch völlig inakzeptabel.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2012 00:48

    Bei rund 50% Einkommenssteuer, einer Lawine Mineralösteuer, 20% MwSt., etc., da kann einem schon einmal die Lust auf z.B. letztere vergehen, zumal die dekantente Politikerkaste mit dem Steuergeld nicht sorgfältig umgeht. Sie würden auch mit 100% nicht auskommen, denn Steuergeld ausgeben und Schulden aufnehmen gehört anscheinend zu den wesentlichen Politikerarbeiten.
    1 Steuerzahler muß jetzt schon für 3 Alimentierte aufkommen, das kann langfristig nicht funktionieren, denn irgendwann wird der Steuerzahler auch seine Lust verlieren, ein 3/4 Jahr für andere zu arbeiten.
    Eine Flat Tax wäre mehr als gerecht und würde für die Leistungsbereiten endlich wieder Anreiz zum Arbeiten geben.

    Die Slowakei verabschiedet sich gerade von der Flat Tax, obwohl die nun eingehobenen 25% im Gegensatz zu unserer Steuerrate geradzu human sind.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1320692/Die-Slowakei-schafft-ihre-legendaere-Flat-Tax-ab?_vl_backlink=/home/index.do

  7. Ausgezeichneter KommentatorPaneuropa
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Dezember 2012 10:39

    Die Slowakei war mit ihrer 19 Prozent Flattax ein hervorragendes Beispiel für die Erfolgsgeschichte Mitteleuropas nach dem Ende des Eisernen Vorhanges. Nun wird auch die Slowakei, mit einer Sozialistischen Regierung diesen Erfolgsweg verlassen. Interessant dazu sind die Hintergründe, wie es dazu kommen konnte. Die Slowakei hatte ein bürgerlich-katholisch-liberale Regierungskoalition, die sich ursprünglich gemeinsam gegen die Europäische Schuldenunion aussprach. Dann mußte die Regierungschefin (aus einer Partei der Europäischen Volkspartei) zu Genossin Merkel nach Berlin. Als sie zurückkam war die slowakische Regierungschefin Radicova plötzlich für den ESM und alle anderen Dummheiten, für die auch Genossin Merkel eintritt. Damit aber war klar, daß die Regierungskoalition, der man zufällig gerade zur gleichen Zeit gewisse Korruptionsvorwürfe machte, zerbrechen würde. Neuwahlen, die nach Meinungsumfragen eine Mehrheit links der Mitte bringen würden, mußten somit die logische Folge sein. So kam es auch.
    Und jetzt soll mir einer sagen, die Genossin Merkel sei so dumm gewesen das nicht zu wissen. Ein Land, das mit seiner vernünftigen Einkommenssteuerpolitik für Steuerwettbewerb in Europa sorgte, mußte von diesem Weg des Erfolges abgebracht werden. Die sozialistische Agenda von Angela Merkel zeichnet sich immer klarer ab.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    07. Dezember 2012 10:07

    Mein Vorschlag: Umsatzsteuern und Teile der Einkommens- und Gewerbesteuern bekommt der Staat, aber alles andere soll sich jedes Bundesland selbst gestalten können, also die Höhe der Einkommenssteuer, Gemeindeabgaben, etc. Vereinfacht eben so, wie es in der Schweiz praktiziert wird. Dann fällt der Länderausgleich weg, bei dem in Österreich die bevölkerungsreichen Bundesländer mehr erhalten.
    Dann würde es vielleicht einmal in Wien eine Denkänderung eintreten, denn mittlerweile verabschieden sich immer mehr Betriebe, da mit der rotgrünen Bürokratie kein vernünftiges Wirtschaften möglich ist.
    Ein interner Wettkampf der Bundesländer bringt sicher mehr als diese ewige Gleichmacherei, die letztendlich nur eine NIvellierung nach unten bedeutet. Alle sollen eben gleich schlecht sein und wenn wer etwas besser kann, wird er gleich verdächtigt. Dieses Vernaderertum muß aus Österreich endlich verschwinden, aber mit den Roten wird so etwas leider nicht möglich sein.


alle Kommentare

  1. Chacidy (kein Partner)
    10. Februar 2015 19:48

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  4. Single (kein Partner)
    08. Dezember 2012 03:24

    Ja Herr Doktor es ist eine gute Frage.
    Aber wie wärs mit einer "Fair" -Tax also 39% für alle die jährlich über 14793,09€ brutto verdienen.
    Alle unter diesem Betrag sollte nur 10% Steuern zahlen (Außnahme Menschen die geringfügig arbeiten da bleibt alles wie es ist).

    Das BZ hätte so ein Modell: bzoe.at/unsere-politik/konzepte/steuerrechner.html

  5. Susanna (kein Partner)
    07. Dezember 2012 11:39

    Ach, wenn man doch einfach einen "Zehent" abliefern könnte!

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Dezember 2012 12:29

      Die Einführung des "Zehent" (Zehnt-Kriege z.B. in Irland, 1831- 1836) hat u.a. im ausklingenden Mittelalter (Bauernkriege) zu langanhaltenden Streitigkeiten geführt.
      Heute wäre man heilfroh darüber, nur 10 % seines Einkommens abliefern zu dürfen.
      Derzeit beläuft sich diese Abgabenhöhe selbst im Niedriglohnbereich bereits um die 75 %.
      (Abgaben und Steuern, natürlich auch inkl. der Arbeitgeberanteile, die müssen ja auch von den Arbeitnehmern erwirtschaftet werden)

  6. Torres (kein Partner)
    07. Dezember 2012 11:35

    Unterberger hat offenbar übersehen, dass die Slowakei gerade kürzlich (teilweise) von der ursprünglichen flat tax von 19% abgegangen ist. Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass die einzig halbwegs gerechte und vor allem auch einfache und für jeden schnell einsichtige und berechenbare Steuer eben diese flat tax (mit einem gewissen Freibetrag) ist. Die wird aber (zumindest bei uns) sicher nie kommen, weil damit der Staat ja die ständigen und nicht sofort ersichtlichen Mehreinnahmen aus der "kalten Progression" sofort verlieren würde.

  7. numerus clausel (kein Partner)
    07. Dezember 2012 10:07

    Mein Vorschlag: Umsatzsteuern und Teile der Einkommens- und Gewerbesteuern bekommt der Staat, aber alles andere soll sich jedes Bundesland selbst gestalten können, also die Höhe der Einkommenssteuer, Gemeindeabgaben, etc. Vereinfacht eben so, wie es in der Schweiz praktiziert wird. Dann fällt der Länderausgleich weg, bei dem in Österreich die bevölkerungsreichen Bundesländer mehr erhalten.
    Dann würde es vielleicht einmal in Wien eine Denkänderung eintreten, denn mittlerweile verabschieden sich immer mehr Betriebe, da mit der rotgrünen Bürokratie kein vernünftiges Wirtschaften möglich ist.
    Ein interner Wettkampf der Bundesländer bringt sicher mehr als diese ewige Gleichmacherei, die letztendlich nur eine NIvellierung nach unten bedeutet. Alle sollen eben gleich schlecht sein und wenn wer etwas besser kann, wird er gleich verdächtigt. Dieses Vernaderertum muß aus Österreich endlich verschwinden, aber mit den Roten wird so etwas leider nicht möglich sein.

  8. Neppomuck (kein Partner)
    07. Dezember 2012 09:51

    Wir haben in Österreich keine "progressive" (=exponentielle) Steuerkurve, sondern eine "Flat-tax", die sich im unteren Einkommensbereich der Nulllinie nähert, bis sie bei etwa 10.750,- €uronen Jahreseinkommen ganz verschwindet.

    • Neppomuck - noch immer (kein Partner)
      07. Dezember 2012 11:55

      Auch sonst strotzt der Artikel nur so vor Unsinn, Herr Unterberger.

      „Gerecht“ ist eine sehr subjektive Einschätzung.
      Ist es „gerecht“, wenn Flaschenköpfe wie … (bitte nach Gutdünken Namen einsetzen) ein X-faches des Durchschnittseinkommens beziehen (meistens auf Regimentsunkosten), ohne dies durch entsprechende Leistung zu rechtfertigen?
      Ist es eine Bevorzugung der Armen (und eine Benachteiligung der sog. „Reichen“) in diesem Land, wenn Lebensmittel einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz unterliegen? Essen die Reichen nix? Mitnichten. Meist sogar teurere Sachen als die Armen, es müssen ja nicht unbedingt Tonnen von Wachteleiern sein.

      Ein „kluger Staat“, was soll das sein?
      Es gibt kluge Wähler und (eher seltener) kluge Politiker, aber „kluge Staaten“? Nie gehört.
      Da liegt nämlich der Hase im Pfeffer und nicht bei Steuersätzen (obwohl „Steuern steuern“ sollten) und anderen Regelwerken. Wenn die „Obertanen“ nicht zu wirtschaften verstehen, werden die „Steuerkühe“ noch so viel Milch geben können, es wird immer zu wenig da sein. Was ja nicht unbeabsichtigt ist, schließlich müssen ‚Hoheit über Gelddruckmaschinen‘ und das Verleihsystem einen immer größeren Stellenwert einnehmen. Das zeigt schon allein die Tatsache, dass die Großkopfeten sich völlig unbehelligt über die selbst erlassenen Regeln hinwegsetzen dürfen. Wieso eigentlich?

      „Nationales BIP“? Klassischer Fall von Pleonasmus, denn was heißt das „I“ hier. Richtig. „Inland“.

      Steuerpflichtige, die ihr Einkommen in „flat-tax-Ländern“ deklarieren?
      Was soll denn das bedeuten.
      Hat man die freie Wahl der „Steuerbürgerschaft“? Weltweit noch dazu?
      Wohl nicht.

      Die (typisch österreichischen) Steigerungsformen von „gescheit“ - nämlich „gescheiter, gescheitert“ - könnten schon mehr die Ursache dafür sein, dass es der Schweiz besser geht als uns, aber das liegt sicher nicht am Steuersystem, sondern daran, dass nahezu alle Strukturen von Politik und Wirtschaft in unserem Land vernetzt, verwoben und damit nachgerade ein „Inertialsystem“ hinsichtlich Leistungsabhängigkeit darstellen. Freunderln, Parteigänger, meist der eigenen Person nützliche, Sektenmitglieder (Willkommen in der Sekte“ – Vranz zu Vickerl) und sonstige ‚Brüdern und Schwestern‘ (©Hermine Phettberg) lassen die vielzitierte Leistungsbereitschaft stagnieren. So macht man halt Schulden, wenn der „Markt“ (mangels Marktentsprechung – auch eine Folge der unzureichenden "Leistung") nix mehr hergibt.

      Und zuletzt ein Hinweis auf das „Gesetz des abnehmenden Grenznutzens“:
      Überall Steueroasen einzurichten wird die sozialen Systeme gefährden, egal wo.
      Wenn man davon absieht, dass der Nutzen von Grenzen durch den weitgehenden Wegfall derselben kaum mehr abnehmen kann.

      Was fehlt, wäre, bei gleichzeitiger Wiedererrichtung der EU-Grenzen für Waren und Geldtransfers nach außen, eine Steuerharmonisierung innerhalb Europas. Damit fallen alle Steuerflucht- und
      -betrugssysteme flach.

  9. socrates
    06. Dezember 2012 12:48

    Spanien verlangte von seinen Steuerflüchtligen 10% für das Weißwaschen. Es bekam höhnisches Gelächter, sonst nichts. Das wäre eine Flattax gewesen.

  10. Paneuropa
    06. Dezember 2012 10:39

    Die Slowakei war mit ihrer 19 Prozent Flattax ein hervorragendes Beispiel für die Erfolgsgeschichte Mitteleuropas nach dem Ende des Eisernen Vorhanges. Nun wird auch die Slowakei, mit einer Sozialistischen Regierung diesen Erfolgsweg verlassen. Interessant dazu sind die Hintergründe, wie es dazu kommen konnte. Die Slowakei hatte ein bürgerlich-katholisch-liberale Regierungskoalition, die sich ursprünglich gemeinsam gegen die Europäische Schuldenunion aussprach. Dann mußte die Regierungschefin (aus einer Partei der Europäischen Volkspartei) zu Genossin Merkel nach Berlin. Als sie zurückkam war die slowakische Regierungschefin Radicova plötzlich für den ESM und alle anderen Dummheiten, für die auch Genossin Merkel eintritt. Damit aber war klar, daß die Regierungskoalition, der man zufällig gerade zur gleichen Zeit gewisse Korruptionsvorwürfe machte, zerbrechen würde. Neuwahlen, die nach Meinungsumfragen eine Mehrheit links der Mitte bringen würden, mußten somit die logische Folge sein. So kam es auch.
    Und jetzt soll mir einer sagen, die Genossin Merkel sei so dumm gewesen das nicht zu wissen. Ein Land, das mit seiner vernünftigen Einkommenssteuerpolitik für Steuerwettbewerb in Europa sorgte, mußte von diesem Weg des Erfolges abgebracht werden. Die sozialistische Agenda von Angela Merkel zeichnet sich immer klarer ab.

    • logiker2
      07. Dezember 2012 09:42

      ich denke auch, dass die Gefährlichkeit der Genossin Merkel hinsichtlich einer EUdSSR noch viel zu sehr unterschätzt wird. Dazu ein Zitat aus dem Buch "System Merkel" von Hinrich Rohbohm. "Angela Merkels penetrantem Bemühen, nirgendwo anzuecken - seine Ursprünge liegen in ihrer DDR - Sozialisation, die inzwischen ein bundesdeutsches Charakteristikum ist -, entspricht das Rundlich-Amorphe ihrer Erscheinung, das wiederum die Fähigkeit zu äußerster Anpassung und Fügsamkeit verrät."

  11. socrates
    06. Dezember 2012 10:21

    Das Problem ist, daß die Reichen KEINE STEUERN zahlen. Alles sonst ist Sand in die Augen der Kleinen:

    Medienteam deckt Offshore-Geheimnisse auf Rainer Sommer 30.11.2012
    Ein Team aus Investigativjournalisten kämpft sich durch das Dickicht der britischen Offshore-Companies, die sich großer internationaler Beliebtheit bei der Verschleierung von Eigentumsverhältnissen und Steuerpflichten erfreuen
    Der Guardian hat gemeinsam mit der BBC und dem Washingtoner "International Consortium of Investigative Journalists" (ICIJ) die britische Offshore-Industrie untersucht. Dabei konnten sie nicht nur die tatsächlichen Eigentümer etlicher Londoner Luxus-Immobilien identifizieren, sondern auch eine Riege an 28 sogenannten "Nominee Directores", die in insgesamt 21 500 Offshore-Gesellschaften Vorstandspositionen ausüben.
    Die Namen dieser "Nominee Directores" erscheinen zwar in offiziellen Dokumenten und ihre Wohnsitze sind über die "obskursten Orten in der ganzen Welt" verstreut, doch ihr Engagement dient zumeist allein dazu, die wahren Beteiligten an sensiblen wirtschaftlichen Transaktionen zu verheimlichen – was angesichts der nicht wenigen Fälle, wo sich veruntreute oder wenigstens unversteuerte Gelder auf Nimmerwiedersehen auf karibischen Inseln verlieren, wohl auch global von erheblicher Bedeutung sein dürfte.
    Mehr als eine Million Offshore-Gesellschaften auf den British Virgin Islands
    Angesiedelt sind diese Gesellschaften vor allem auf den British Virgin Islands (BVI) in der Karibik, wo seit 1984 mehr als eine Million Offshore-Gesellschaften gegründet wurden, aber auch in Irland, Neuseeland, Belize und UK. Die beigestellten Direktoren üben offenbar keinerlei operative Funktionen aus, sondern sind zumeist nicht einmal informiert, für welche Geschäfte sie da mit ihrer Unterschrift geradestehen.
    Nun ist das nach britischem Recht nicht grundsätzlich illegal, allerdings sei, wie die Regierung behauptet, durch einen Richterspruch aus dem Jahre 1999 klar, dass "eine Situation ungesetzlich ist, wenn jemand die Geschäftsführung vieler Unternehmen übernimmt, aber jede Verantwortung ablehnt".
    Wie das Investigationsteam indes feststellt, werde dieses Verbot jedoch schlichtweg ignoriert. So zerren Guardian & Co die rührigsten Offshore-Direktoren vor den Vorhang, etwa das britische Ehepaar Sarah and Edward Petre-Mears, das von den Kanalinseln auf die Karibikinsel Nevis übergesiedelt ist und ihre Dienste an mehr als 2000 Unternehmen verkauft hat, die Immobilien für russische Millionäre erwarben oder Pornosites oder Spielkasinosbetrieben.
    Eigentümer von Luxus-Immobilien identifiziert
    Die Investigativjournalisten durchforsteten "mehrere Gigabytes" an britischen Daten und konnten tatsächlich die Eigentümer etlicher prominenter Londoner Immobilien identifizieren, wobei sie betonen, dass mit den nunmehr gescheiterten Verschleierungsversuchen nicht unbedingt auch Rechtsverletzungen verbunden sein müssen. Klar sei jedoch, dass hier nicht nur Diskretion gesucht werde, sondern insbesondere auch mehr oder weniger legale Steuerschlupflöcher.
    Ziel der bis nächstes Jahr laufenden Initiative ist laut ICIJ-Direktor Gerard Ryle, "den Weg von Billionen an Dollars durch ein globales Schatten-Finanzsystem ans Licht zu bringen". Wie das Beispiel der Britisch Virgin Islands zeigt, sei das jedoch nicht so einfach. So hat auch die dortige Regierung in der Regel keine Ahnung, wem die in ihrem Gebiet angesiedelten, steuerbefreiten Gesellschaften tatsächlich gehören und was sie tun. Das einzige was sie wissen, sei der Name der lokalen Agenten dieser Firmen, die gegen eine beträchtliche Jahresgebühr die formale Unternehmensgründung und das Personal organisiert haben.
    Für ausländische Behörden, die mehr über ein solches Vehikel erfahren wollen, besteht die einzige Chance, mehr zu erfahren, im Nachweis schwerer Kriminalität im Zusammenhang mit diesen Gesellschaften, einfacher Steuerbetrug reicht nicht aus, die Behörden in Bewegung zu setzen. Was diese allenfalls unternehmen, beschränkt sich zudem darauf, den lokalen Agenten aufzufordern, dass bekanntgeben soll, was er weiß, was sich dann aber zumeist auf die Nennung der vorgeschobenen Direktoren oder von wiederum vorgeschobenen Aktionären in weiteren Offshore-Zentren beschränkt. Die befragten Agenten könnten zudem angeben, sie hätten keinerlei weitere Informationen, weil die Geschäfte über einen sogenannten "Introducer" gelaufen wären, der wiederum in einem Land wie Zypern oder Panama sitze, das Informationen ebenfalls nur sehr zögerlich verfügbar macht.
    Offshore-Zentren sind "süchtig"
    Daran werde sich auch nicht viel ändern, da BVI nach schlicht den aus diesen Geschäften bezogenen Einnahmen süchtig sei. So kassierte die vom britischen Gouverneur Boyd McCleary verwaltete Insel im Vorjahr 180 Millionen Dollar an Registergebühren, was mehr als 60 Prozent des Regierungsbudgets ausmachte. Im Gegenzug verlieren die britischen und andere Steuerbehörden allerdings oft ein Mehrfaches an Steuern oder bei Immobilientransaktionen anfallenden Gebühren.
    Warum die britische Regierung dies zulässt, ergibt sich aus einem Report von Michael Foot, einem führenden Mitarbeiter der Bank of England und der Finanzmarktaufsicht Financial Services Authority. Der hatte 2009 Alistair Darling, dem damaligen Labour-Regierungschef dezidiert erklärt, dass die Abschaffung der Privilegien der Virgin Islands vermutlich zu "erheblichen Geschäftsverlusten für die Londoner City" führen würde - ganz zu schweigen davon, dass mit den ausländischen Geldern weite Teile des britischen Handelsdefizits finanziert werden.

    • brechstange
      06. Dezember 2012 12:33

      Danke für die Info.

      Immer mehr kristallisiert sich raus, dass da den Regierenden jemand mit der "Pistole im Nacken" sitzt. Sie sind kompromittierbar, im besten Fall "nur" abhängig.

      Ursache der Krise sind Korruption und Organisierte Kriminalität, die in dem globalisierten System alle Möglichkeiten ausschöpfen. Nun lobbyiert man eben für möglichst große Strukturen, damit man das Spiel noch weitertreiben kann.

    • Freak77
      06. Dezember 2012 13:51

      @ socrates: Danke! und *****************

  12. Freak77
    06. Dezember 2012 09:57

    OT: Ein neuer Blog einer Wehrpflichtbefürworterin:

    http://berufsheer.diefakten.at/

    Barbara Blaha, ehemals ÖH-Vorsitzende und seit 2007 Ex-SPÖ-Parteimitglied, betreibt ein Blogprojekt ( http://berufsheer.diefakten.at/ bzw.: www.wehrpflicht.diefakten.at ), in dem sie sich kritisch mit den Argumenten der Berufsheerbefürworter auseinandersetzt.

  13. Josef Maierhofer
    06. Dezember 2012 09:51

    Je einfacher die Steuer, desto besser.
    Je mehr sie die Arbeit belastet, desto schlechter.

    Ich meine dazu, die Flat Tax beim Einkommen wäre jedenfalls einfach und würde den bürokratischen Aufwand zur Einhebung erheblich senken. Sie wäre leicht verständlich und, meiner Meinung nach, auch gerecht.

    Steuern, die jedoch die Arbeit belasten, wie das ganze Abgabenunwesen, das umsatzorientiert eingehoben wird und nicht Kostenverursacher mäßig, es sind für mich auch Steuern, Steuern, die den Lohn extra belasten, wie etwas Arbeitgeberanteile bei Sozialabgaben, etc., die sind für mich unbegründet. Ich zahle als Unternehmer einen Bruttolohn, der ins Produkt zu kalkulieren ist, und aus und nicht noch einen Rattenschwanz von solchen, solchen und solchen Abgabenschwülsten, die enorme Kosten verschlingen in der Buchhaltung, solche Steuern lehne ich ab.

    Umsatzsteuer sollte für mich zum Erhalt des Staatswesens dienen.

    Wenn wir nun vom Taubenfüttern reden, so ist es klar, dass die Tauben dort zufliegen, wo es Futter gibt, aber es gibt dort dann auch die Hinterlassenschaft der Tauben. So ist es auch mit den Kapitalflüchtlingen, ihr Fluch, wenn die Zeiten schlechter werden, gesellschaftlich oder gesetzeshalber oder wirtschaftlich, etc., ziehen sie weg und der Effekt der Rezession wird dadurch mächtig verstärkt, wie wir in Ungarn sehen und in Österreich bereits spüren. - Das Glück ist ein Vogerl, will man es fassen, fliegt es weg.

    Insgesamt aber sieht die Flat Tax gut aus für Österreich und seine Attraktivität als Standort.

  14. Wertkonservativer
    06. Dezember 2012 09:23

    "Weniger Staat, mehr privat!":

    das hat schon Dr. Schüssel "getrommelt", das ist der Leitspruch der BIÖ unseres phaidros; das ist der Wunschtraum der meisten Blogger hier!

    Der Haken dran: es "entsteht" immer mehr Staat, da die Anforderungen an ihn von allen Seiten steigen, und die Regierungen (nicht nur in Österreich) daraufhin mit weiteren "Raubzügen" in Richtung Vermehrung der Staatsaufgaben reagiert.

    Natürlich mit unserem Steuergeld! Mit was sonst, bitte?

    8(mail to: gerhard@michler.at)

    • Erich Bauer
      06. Dezember 2012 09:42

      "...da die Anforderungen an ihn von allen Seiten steigen..."

      Nicht von ALLEN Seiten... nur von gewissen. "Weniger Staat, mehr privat!", ist ein uralt Leitspruch von "Heidis LIF".

  15. Erich Bauer
    06. Dezember 2012 08:47

    Je weniger ein Staat an Steuereinnahmen beansprucht, umso besser funktioniert er. Wenn die direkten Nutznießer an Steuereinnahmen die Steuerhöhe bestimmen... pervertiert er... fiskalisch und moralisch.

  16. Observer
    06. Dezember 2012 08:14

    Ob steile oder flache Kurve und auch die sog. Flat tax: der Staat ist hungrig nach dem durch uns verdienten Geld. Die Parteien überbieten sich regelmässig und fast jedes beschlossene Gesetz verursacht zusätzliche Ausgaben. Da die eingenommenen Steuern aber dazu gar nicht mehr ausreichen, wird eifrig am Kapitalmarkt Geld ausgeborgt, welches kaum mehr zurückgezahlt werden kann.

    Die einzige Lösung aus dieser Teufelsspirale:
    Weniger Staat, mehr privat.

    Dazu gehört ein Rückbau auf allen Gebieten inklusive der Sozialaufwändungen. Zumindest ist bei vielen Leistungen ein Selbstbehalt gefordert, welcher automatisch auch zum effizienteren Einsatz der Geldmittel und Verhinderung von Verschwendungen beiträgt. Denn heutzutage lohnt es sich kaum noch, eigene Leistung zu erbringen, wenn man auch so ganz gut über die Runden kommt.

    • Josef Maierhofer
      06. Dezember 2012 09:54

      Voll OK, aber private Produktivität, nicht, was man hier auch oft meint in Österreich, private Unnötigkeit, die es natürlich nicht nur in der Politik gibt.

  17. brechstange
    06. Dezember 2012 07:37

    Warum diskutieren wir groß über Gerechtigkeit von Steuersystemen?

    Wenn wir es zulassen, dass die EU von den Zentralisten "weiterentwickelt und vertieft" wird, werden wir die Steuern künftig nach Brüssel abliefern, das nach einem Steuersystem, das den Brüssler Zentralisten voraussichtlich mit großem Einfluss aus Frankreich beliebt. Wir müssen uns dann eben umsehen, was wir über den Finanzausgleich zurückerhalten.

    Ich für mich kann nur sagen: Wehren wir uns gegen diese Bestrebungen!!!

    • Wertkonservativer
      06. Dezember 2012 10:53

      Liebe @ brechstange,

      von mir erhalten Sie - natürlich taxfrei - den Titel
      "wehrhafteste und unbeugsamste EH-Gegnerin!"
      zugesprochen!

      Wenn Sie sich nun auch noch kurz Zeit nehmen würden, uns schlüssig zu erläutern, wie diese und andere EU-Bestrebungen durch uns arme Austriaken wirksam bekämpft bzw. vereitelt werden könnten:
      da würde ich dann endgültig den Hut vor Ihnen ziehen!

      Dank im voraus, und liebe Grüße,

      Gerhard Michler

    • brechstange
      06. Dezember 2012 12:40

      Herr Michler,

      wir sollten für eine Volksabstimmung plädieren,
      wir sollten die schwedische Methode einfordern, die den Gegnern die Mittel gibt, ihre Positionen gleichwertig mit den finanzstarken Lobbyisten darstellen zu können,
      wir sollten auf Eigenverantwortung und Subsidarität setzen,
      wir müssen die Rattenfänger, die dazu auch noch unsere Steuergelder nehmen, aufdecken und
      nach Abwägung der Informationen gegen Zentralisierung und Vertiefung der EU stimmen. Dafür hat nämlich bereits 1994 kein Mensch gestimmt.

      Das war jetzt nur eine schnelle Aufzählung und nichts Vollständiges, Herr Michler, rein aus Zeitgründen. Ich hoffe, Ihrer Frau geht es gut.

    • Wertkonservativer
      06. Dezember 2012 13:51

      Danke, liebe @ brechstange!

      Ich ziehe vor Ihnen den Hut!
      (und meiner Frau geht's, den Umständen angemessen, auch schon wieder besser!

      Grüße,

      Gerhard Micholer

  18. DerTurm
    06. Dezember 2012 07:31

    Bitte was soll daran moralisch sein, wenn aufgrund der jahrzehnte lang nicht angepassten Steuerklassen tagtäglich mehr qualifizierte Berufstätige in die höchste Steuerklasse fallen und mehr als die Hälfte des Lohnes für ihre Arbeit abliefern dürfen.

    Und das in Zeiten, da wir von der Politik zudem die letzten zehn Jahre mit Inflationsraten um die zehn Prozent (mit Ausnahme der letzten beiden Jahre) gestraft wurden, also drastische Reallohnverluste und damit schmerzhafte Kaufkraftverluste hinnehmen mussten?

    Auch bei der FlatTax muss jemand, der mehr verdient, mehr abliefern, das aktuelle Steuersystem, das vorallem den ehemaligen Mittelstand überproportional belastet, ist moralisch höchst verwerflich.

    So gesehen ist es nicht im geringsten verwunderlich, dass immer mehr gut qualifizierte Fachkräfte das Weite suchen, es kann nur jedem empfohlen werden.

    Die einzig gerechte Gerechtigkeit, kann nur sein, jedem sein (hart erarbeitetes) Eigentum zu lassen, insbesondere Steuersätze jenseits von 20% sind moralisch völlig inakzeptabel.

    • M.S.
      06. Dezember 2012 13:52

      @Der Turm
      Genau so ist es! Die Worthülse von der "sozialen Gerechtigkeit" ist nichts anderes als eine unverschämte Irreführung der weniger Begüterten in der Bevölkerung. Denn diese sind die, die zuerst und am stärksten die Folgen einer fortgesetzten Schulden- und progressiven Steuerpolitikpolitik spüren werden.

  19. Anton Volpini
    06. Dezember 2012 03:44

    Wenn die Machthaber korrupt sind, und das Steuergeld nur mehr zum eigenen Machterhalt über Wählerbestechnungen mißbrauchen, dann ist kein Steuersystem gerecht.
    Um den Machthabern die Möglichkeiten zur Korruption weitgehenst zu entziehend, wäre der von Dr. Unterberger skizzierte schweizer Weg der richtige, der von Fürst Hans Adam von Lichtenstein in seinem Buch " Der Staat im 3. Jahrtausend" noch perfektioniert wird.

  20. Riese35
    06. Dezember 2012 01:39

    "Soziale Gerechtigkeit" heißt, wie die Geschichte bewiesen hat, daß alle gleich arm sind (ausgenommen ein paar wenige, die 'gleicher' sind). Ein dem Menschen zutiefst widerstrebendes, heute aber weithin angebetetes Ideal ist die Gleichheit. Sie ist der Gegensatz zur Freiheit und mit ihr unvereinbar. Gleichheit kann immer nur mit Zwang erreicht werden.

    Der Vorteil der ehemals sozialistischen Staaten ist, daß dort einem Großteil der Bevölkerung noch gut in Erinnerung ist, was Gleichheit (bei uns mit dem Tarnbegriff "soziale Gerechtigkeit" umschrieben) im täglichen Leben bedeutet. Deshalb sind so manche bei uns verbreitete Methoden der Verführung - für den durchschnittlichen, österreichischen Spießbürger (inkl. einem Großteil unserer Politiker) unverständlich - dort in den ehemals sozialistischen Staaten (derzeit noch) wirkungslos.

  21. Brigitte Imb
    06. Dezember 2012 00:48

    Bei rund 50% Einkommenssteuer, einer Lawine Mineralösteuer, 20% MwSt., etc., da kann einem schon einmal die Lust auf z.B. letztere vergehen, zumal die dekantente Politikerkaste mit dem Steuergeld nicht sorgfältig umgeht. Sie würden auch mit 100% nicht auskommen, denn Steuergeld ausgeben und Schulden aufnehmen gehört anscheinend zu den wesentlichen Politikerarbeiten.
    1 Steuerzahler muß jetzt schon für 3 Alimentierte aufkommen, das kann langfristig nicht funktionieren, denn irgendwann wird der Steuerzahler auch seine Lust verlieren, ein 3/4 Jahr für andere zu arbeiten.
    Eine Flat Tax wäre mehr als gerecht und würde für die Leistungsbereiten endlich wieder Anreiz zum Arbeiten geben.

    Die Slowakei verabschiedet sich gerade von der Flat Tax, obwohl die nun eingehobenen 25% im Gegensatz zu unserer Steuerrate geradzu human sind.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/1320692/Die-Slowakei-schafft-ihre-legendaere-Flat-Tax-ab?_vl_backlink=/home/index.do

  22. S.B.
    06. Dezember 2012 00:45

    Die Steigerung zum "nicht definiebaren Begriff Gerechtigkeit" ist eindeutig die sogenannte "soziale Gerechtigkeit", denn dahinter verbirgt sich auch noch Klassenkampf, Diebstahl an Eigentum und Umverteilung von Mehrleistern zu Gering- oder Nichtsleistern.

    Solange dieser ideologische Mißbrauch eine Mehrheit findet, ist ein neues Erfolgssteuermodell nicht durchsetzbar, obwohl sich die Flat-Tax in der Praxis überall bewährt - selbstverständlich mit entsprechenden Rahmenbedingungen und Regeln zur Abfederung von groben Ungleichheiten, jedoch unter Schließung sämtlicher Steuerschlupflöcher.

    Aber dann würden den Linkslinken viel zu viele Wahlschlager bzw. Wahlzuckerln verloren gehen. Und die starke Lobby der Finanz- und Steuerberater wäre bei einem vereinfachten Steuersystem, das auf dem berühmt gewordenen "Bierdeckel" Platz hätte, ebenfalls brotlos.
    Damit ist weder die eine, noch die andere Regierungspartei an einer Änderung interessiert!

    • Obmar
      06. Dezember 2012 07:32

      ************)

      Nicht um terbuan und Andere zu ärgern sondern für den hervorragenden Beitrag.

    • terbuan
      06. Dezember 2012 14:28

      @Obmar
      der terbuan ärgert sich nicht über gute Kommentare und dieser von libertus ist
      *****gut!
      Er ärgert sich nur wenn er das gefühlt hat, ver...scht zu werden, z.B. mit fachlich unrichtigen und dann noch hoch bewerteten Kommentaren :(!





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