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SN-Kontroverse: Strache-Aufregung

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

Berechtigte Aufregung um HC Strache?

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Unzumutbare Vergleiche

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

 

Irgendwie wiederholt er sich immer. Einmal sollen es nur „drei Krügerl Bier" gewesen sein, die er bestellt habe will, als er bei einem Treffen des Wiener Korporationsrings mit drei erhobenen, gestreckten und gespreizten Fingern der rechten Hand, dem „Kühnengruß", eine von dem deutschen Neonazi Michael Kühnen erfundene Variante des Hitlergrußes, fotografiert wurde.
 
Strache meinte zunächst, die Geste sei der alte „Gruß der Südtiroler Freiheitskämpfer". Nachdem Südtirolaktivisten erklärten, ihnen sei ein solcher Gruß unbekannt, erfand er die Bierkrügerl-Variante. Fotos, die seine Teilnahme an neonazistischen Wehrsportübungen belegen, waren für ihn zunächst nur Bilder über eine „Paintball-Übung".
 
Der Anlass für die jüngste Aufregung um seine Personen ist für ihn eine „Verdrehung" seiner Aussagen. Sein Vergleich der tanzenden Burschenschafter mit den „neuen Juden" sei falsch eingeordnet und dargestellt worden. Was daran falsch verstanden werden kann, ist schleierhaft. Schließlich fielen die Worte im Zusammenhang mit Straches Empörung über die Demonstrationen gegen den „Wiener Korporationsball", an dem regelmäßig Rechtsextreme teilnehmen und der heuer ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag in der Hofburg über die Bühne ging.
 
Die Proteste gegen den Ball sind in Straches Wahrnehmung „wie in der Reichskristallnacht". Das ist die verquere Welt des FPÖ-Obmanns. Obwohl Strache natürlich über den Novemberpogrom 1938 Bescheid weiß, bei der die Nazis Synagogen und Bethäuser in Brand gesteckt, Wohnungen geplündert und Geschäfte verwüstet haben. Mindestens 400 Juden und Jüdinnen wurden in dieser Nacht ermordet; 30.000 in Konzentrationslager deportiert. 
 
Die Protestes und Empörung über Straches unzumutbare Vergleiche sind berechtigt, nachvollziehbar und durchaus angemessen.

 


Ich fürchte keine falschen Vergleiche

Andreas Unterberger

 

Ich habe Null Sympathie für Gruppen, die ihre Identität primär aus den Napoleonischen Kriegen ableiten, die sich pubertärem Kampfsport hingeben. Eine Bedrohung stellen diese Burschenschaften aber nicht dar. Das tun auch nicht falsche historische Vergleiche. Verbale Irrtümer bedrohen niemanden, vor allem dann nicht, wenn sie in einem Privatgespräch gemacht werden, wenn sie eindeutig nicht antisemitisch sind (schließlich hat ja Strache die „Reichskristallnacht" eindeutig als etwas Abstoßendes zitiert), und wenn sie im Zeitpunkt einer nachvollziehbaren subjektiven Erregung fallen.
 
Eine fundamentale Bedrohung unserer demokratischen Regeln stellen aber sehr wohl jene dar, die gezielt Gewalt etwa gegen Besucher eines ihnen unsympathischen Balles ausüben. Das tun auch jene Parteien, die Gewalt mit offener und nicht bloß klammheimlicher Sympathie begleiten. Das tun auch Medien, die diese Gewalt erst thematisieren, als bekannt wurde, dass auch ein SPÖ-Politiker von einem mutmaßlichen Rechtsradikalen verletzt worden ist. Das tun jene staatsmonopolistischen Firmen wie die Casinos Austria, die unter Druck der Straße einen Ball verbieten.
 
Selbstverständlich muss man aufpassen, dass es keine neuen nationalsozialistischen Tendenzen gibt. Das wär ebenso katastrophal wie ein Erstarken des totalitären Kommunismus. Nur ist es geradezu lachhaft, wenn ausgerechnet die SPÖ Neonazi-Tendenzen entdeckt. Denn sie ist jene Partei, die mehr als jede andere hochrangige Altnazis in Regierungs-Funktionen gebracht hatte. Denn aktuellen Antisemitismus hört man heute vor allem bei den von Grün und Rot bejubelten „Occupy"-Demonstranten, während die letzten alten Nazis nur noch in Siechenheimen anzutreffen sind. Aber in Wahrheit will die Linke ohnedies mit solchen pseudomoralischen Gewaltaktionen nur vom offenkundigen Scheitern ihrer Schuldenpolitik ablenken.

 

 

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alle Kommentare

  1. Minerva (kein Partner)

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  4. kaffka (kein Partner)

    Bis zum heutigen Tag hat Dr. Unterberger gegen Frau Krawagna 75 Prozent Zustimmung gefunden.

    Wie lange wird sich Frau K. noch dem Wettstreit widmen.
    War es Ihr noch nicht genug?



  5. Aron Sperber (kein Partner)

    Muzicant hat Strache nun wg seines Nazi-Vergleiches nach dem Verbotsgesetz angezeigt.

    Natürlich war Straches Vergleich (so wie 90 % aller Nazi-Vergleiche) absurd und geschmacklos.

    wenn das nach dem Verbotsgesetz strafbar sein soll, so müsste man jedoch auch alle anderen (meistens von links kommenden) überzogenen Nazi-Vergleiche abstrafen:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/02/10/hitlers-und-merkels-vabanquespiel/



  6. astuga (kein Partner)

    Man muss heute ohnehin zunehmend zwischen Journalisten und politischen Auftragsschreiberlingen unterscheiden.

    Die heimischen Medien (egal ob Print oder Funk) sind nur mehr zum abgewöhnen.



  7. traurig-aber-wahr (kein Partner)

    Habe die Sendung nicht gesehen, aber was sich so hören lässt von selbst Grün-Sympathisanten wurde Kickl und Mölzer unrecht getan, während die Moderation bei im Zentrum sich politisch "links" gab und immer wieder die FPÖ ins rechte Eck stellte Pelinka: "Der Unterschied zwischen NSDAP und FPÖ ist, dass es bei der NSDAP keine Juden aufgenommen wurden als Mitglieder". Oder das es Novemberpogrome statt Reichskristallnacht hieße.

    Bei so einer unfairen Haltung seitens Staatspropaganda-Apparat Nummer 1 (ORF) wundert es kein bisschen wenn sogar die Grünen und sonst KPÖ-Wähler die FPÖ verteidigen.

    Muss aber auch sagen, dass ich weder auf Seite von FPÖ noch ORF bin, habe die Sendung selbst nicht gesehen. Aber eines kann ich genau sagen: Was den Umgang mit dem BZÖ angeht, weiß ich selbst schon wie feig , hinterhältig und arrogant der ORF ist (man muss sich nur die Seitenhiebe der Moderatoren anhören wie diesen abgehobenen Armin Wolf oder das Umschalten aufs Wetter auf ORF 3 bei Westenthalers Rede im Parlament ). Dieser Sender ist demokratiefeindlich und gehört privatisiert.
    Weil selbst bei den Fernsehprogrammen hat er nichts zu bieten.
    Würde man Pro 7 und ATV sowie ATV 2 vergleichen mit SKY und ORF, wären ORF 1 und ORF 2 inhaltlich auf PLatz 5 und Platz 6, Sky auf Platz 1 und Pro 7 auf Platz 2, die restlichen Plätze gingen an die ATV-Sender.
    Ja sicher haben die Privaten Werbung, aber dafür muss ich mir keinen Polit-Mist in dieser Form anhören. ATV ist bei "AM Punkt" immerhin fair und dort bestimmt nicht eine Laura Rudas wer im Publikum sitzt bei den Sendungen mit Zuschauerbeteiligung.
    Schönen Samstag!



  8. numerus clausel (kein Partner)

    Ich frage mich bei den vermummten Chaoten immer wieder, ob die so hässlich sind, dass sie nichtmal von der eigenen Mutter aufgrund ihrer Äußerlichkeiten geliebt werden können, oder ob es sich um heimliche Transen handelt, die sich gerne eine Burka anziehen wollen um so als türkische Transgender herumlaufen zu können.
    Kleine Beobachtung von gestern: In der Sendung "Österreich wählt" war auch die kindlich naive Weichselbraun, die hinsichtlich der Richtung für den Walzer meinte, der Rechtswalzer sei was für Burschenschafter und der Linkswalzer gehöre zum Opernball, also zu den Guten.
    Ist die wirklich so geistig naturbelassen, oder hat sie dafür eine extra Bonifikation vom ORF erhalten?



  9. Neppomuck (kein Partner)

    a) Nicht alles was argumentativ hinkt ist schon ein Vergleich.
    b) Nicht jeder braucht heißen Brei, um darum herumzureden, kalter Kaffee genügt vielen bescheidenen Geistern auch.

    Nazis (eigentlich sollten sie „Nasos“ heißen) waren Mitglieder der NSDAP, die es seit 1945 nicht mehr gibt.
    Füglich gibt es keine "Nazis" (Nasos) mehr.

    Jedoch eignet sich diese Bezeichnung hervorragend als (Tot-)Schlagwort, wenn man in der „politischen Diskussion“ selbige schon im Keim ersticken will.
    So weit, so schlecht.

    Die Strategie der Linken geht schon seit Jahren in die Richtung, alles was ihnen nicht zu Gesicht steht, „schmissig“ mit Randale zu „begleiten“.
    Vor allem, wenn die Objekte ihrer „Fürsorge“ „schmissverdächtig“ sind. Natürlich vermummt und damit abseits der Rechtsbestimmungen, denn ein „braver Linker“ hält nichts davon, Farbe zu bekennen. Stark ist man nur in der Anonymität der Masse, deren Gehirnmasse sich seit Jahren asymptotisch der Null-Linie nähert.

    Dies wohl auch in der Hoffnung, dass die damit verbundenen Kosten der Ordnungskräfte unsere „objektiven“ Polizeikommandanten etc. zum Verbot – nein, nicht der von Grün und Dunkelrot organisierten machtvollen Aufmärsche ihrer „Brigaden fürs Grobe“, sondern - des Objektes dieser anarchischen Ausuferungen anregen.
    Dass damit die Behörden gleichzeitig zum Erfüllungsgehilfen dieser undemokratischen Klüngel gemacht werden, sollte allein deren Problem sein.
    Ein Problem, dass man nicht dadurch aus der Welt schafft, indem wirtschaftlicher oder ideologischer Druck auf die selbst nur eingemieteten Hausherren der Hofburg ausgeübt wird.

    Aber Terror hat eben viele Gesichter (in seinen Reihen).
    Auch solche, die keine Gelegenheit versäumen, bei jedem sich bietenden Anlassfall laut „Nazi“ in Objektive und Mikrofone zu krähen, um sich in der“ ewigen Bestenliste der Antifa“ einzutragen, um damit ihre Zukunft, die weniger auf Leistung, sondern ausschließlich auf Willfährigkeit gegenüber den wahren Mächtigen in diesem Land beruht, zu sichern.

    Aber wie schon Wieslaw Brudzinski, polnischer Satiriker (geb. 1920) erkannt hat:
    „Schon mancher akzeptiert die Kette in dem Glauben, an ihrem Ende befinde sich der Rettungsanker.“

    Ein Trost mag bestehen bleiben:
    „Schön dumm ist auch schön.“



    • Undine

      @Neppomuck

      „Schön dumm ist auch schön.“

      Ihr Schlußsatz paßt haargenau auf den Kommentar von @numerus clausel bezüglich der "kleinen Weichselbraun"! :-)

    • Bodo

      @Neppomuck

      Der Ausdruck "Nazi" war eine Erfindung der J...n; damit wollten sie sich lustig machen über die NSDAP-Mitglieder analog der abwertend gemeinten Bezeichnung "Sozi" für die Sozialisten.

  10. Reinhard (kein Partner)

    Na, was ist uns denn da passiert?

    "Obwohl Strache natürlich über DEN Novemberpogrom 1938 Bescheid weiß, bei DER die Nazis Synagogen und Bethäuser in Brand gesteckt, Wohnungen geplündert und Geschäfte verwüstet haben."

    Ach Kathrinchen, es gibt nur zwei Möglichkeiten für diesen Ausrutscher:
    Erstens, es stand "die Reichskristallnacht" im Text und wurde später in "den Novemberpogrom" geändert oder zweitens, es stand gleich politisch korrekt da, aber im Kopf geisterte immer noch die allgemein gebräuchliche Bezeichnung "Reichskristallnacht" herum.
    Ja, das ist das tückische an der politischen Korrektheit: Sie entspricht nicht dem, was wir denken, sondern dem, wie wir diese Gedanken kunstvoll umformulieren sollen, damit sich nicht eine geifernde Horde selbst ernannter Sittenwächter unserer PC-Taliban auf uns werfen.
    Tja, da verhagelt es der Kommunikationsfachfrau schon mal die Rechtschreibung.
    Aber macht nix, ihr Job ist ja auch die Linksschreibung.



    • Torres (kein Partner)

      Gut beobachtet! Auch ein Zeichen dafür, mit welchem Mangel an Sorgfalt K.-P. ihre Artikel hinschludert, sie vor der Veröffentlichung anscheinend nicht durchliest und offenbar nicht einmal die Signale ihres Rechtschreibprogramms beachtet, das bekanntlich grammatikalische Fehler mit grüner Wellenlinie unterstreicht - aber vielleicht weiß sie das gar nicht, oder glaubt dem Computer nicht, oder benützt gar noch eine alte Schreibmaschine.

    • Udo (kein Partner)

      Sehr scharfsinnig, Reinhard, und herrlich dieses zutreffende Wortspiel "Linksschreibung"!

      @Torres
      K.-P. hätte noch so oft Korrekturlesen können, ein Rechtschreibprogramm ist ja zu kompliziert, das wäre ihr nicht aufgefallen, da es sich um eine Art freudscher Verschreiber (statt Versprecher) handelt, in dem sich ihre Denkweise selbst offenbart.

      Nicht einmal die Dauerprediger von PC denken "politisch korrekt".
      Da werden die PC wohl "noch mehr Bewusstsein schaffen" müssen, diesmal aber bei Frau K.-P. selbst.

  11. Steuerzahler (kein Partner)

    http://ef-magazin.de/2012/02/10/3405-lueneburg-meinungsfreiheit-auf-dem-altar-der-antifa

    Wer Sozialdemokraten und Grüne zu dem macht, was sie bekämpfen

    Der Totalitarismus wütete im 20. Jahrhundert so schwer in Deutschland, dass jeder Ansatz einer Wiederholung im Keim zu ersticken ist. In dieser Rolle sehen sich auch SPD-Jungsozialisten (Jusos) und Grüne: „Die deutsche Geschichte ist und bleibt unsere historische Verantwortung“, so eine Erklärung der Jusos; und im Entwurf der Grünen zu ihrem „Zukunftsforum Demokratie“ stellen diese fest: „Nach den Erfahrungen des Totalitarismus wissen wir ein für alle Mal, dass die Idee der Freiheit und demokratischen Beteiligung das einzig akzeptable Prinzip ist, das als Grundlage gesellschaftlicher Regeln gelten kann.“

    Ein Montag Ende Januar in Berlin. Unter dem Motto „Fight Capitalist War – Fight Capitalist Peace“ hatte die Antifa unter anderem im Indymedia-Portal zum Protest gegen einen Polizeikongress aufgerufen. Um 16 Uhr sammeln sich allmählich die Teilnehmer, um 17 Uhr geht es dann los. Die Versammlungsleiterin beendet die Demonstration jedoch überraschend schon um 17 Uhr 35. Sodann beginnt die Gewalt: Die Antifas plündern Geschäfte und greifen Verkehrspolizisten an. Bewohner eines ehemals besetzten und seit einem Jahr wieder vermieteten Wohngebäudes werden mit Steinschleudern beschossen, ihre Fenster eingeworfen und Mülltonnen werden in Brand gesetzt. Bilanz der Antifa-Gewalt: zahlreiche Sachschäden, 49 verletzte Polizisten. 31 Strafverfahren werden eingeleitet unter anderem wegen Landfriedensbruchs, versuchter schwerer Brandstiftung und versuchten Totschlags. Selbst der Verbindungsbeamte, der den Kontakt zwischen der Veranstaltungsleitung und der Polizei halten sollte, wird mit Pflastersteinen beworfen und in den Rücken getreten. Kommentare — inzwischen zum Teil gelöscht — auf Indymedia: „Echt guter Kick für den VerbindungzumVeranstalter-Bullen. Hoffentlich war das seine letzte Demo. Dann kann er in die Frühpension wenigstens noch eine Erinnerung mitnehmen.“ Und an anderer Stelle: „Die Streifenbullen sind nichts anderes, Mörder in Uniform! Alle Bullen wollen den Staat schützen und aufrecht halten, ob nun mit oder ohne Schutzuniform!“

    Zwei Tage zuvor in Braunschweig. Unter einem grauen Himmel eilen Wochenend-Shopper über den Kohlmarkt. Vor dem Brunnen tanzen auf einem Pult blaue und weiße Ballons im Wind. Hier haben Mitglieder der Partei „Die Freiheit“ einen Infostand aufgebaut. Es geht um den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und dessen Risiken. Die Männer sprechen Passanten an und verteilen Broschüren. In ihrem Programm fordert „Die Freiheit“ eine demokratische Legitimierung und Reformation der EU. Außerdem verlangt sie einen Zuwanderungsstopp bis zur „Lösung der vorhandenen Integrationsprobleme“, Spitzenkräfte sollen davon ausgenommen sein. „Missbrauch des Familiennachzuges“, so eine weitere Forderung, müsse „durch klare Regeln verhindert werden“, ferner solle das Ausländerrecht konsequent angewendet werden, wenn die „rechtlichen Grundlagen“ Deutschlands nicht akzeptiert würden. Nach einigen Stunden erklären die Herren den EMS für ausreichend kritisiert, den Feierabend für gekommen.

    Auch in Lüneburg wollte „Die Freiheit“ Anfang Februar mit einem Informationsstand für ihre Ansichten über den ESM und dessen Konsequenzen werben. Der Antrag war durch die Stadt bereits genehmigt worden. Dann rief die „Antifaschistische Aktion“ zusammen mit Jungsozialisten und Grünen zu einer Kundgebung auf, unter anderem wieder auf Indymedia.

    Umgehend erteilte der Lüneburger Bürgermeister Ulrich Mädge (SPD) ein Verbot — gegen den Informationsstand der „Freiheit“. Begründung: „Aufgrund der gegenteiligen Ansichten entstehen durch das Verteilen von Flyern unnötige Provokationen, die zu Konflikten führen können. Dies begründet Gefahren für einzelne Individualgüter. Das öffentliche Interesse auch am Schutz der Gesundheit und des Eigentums unbeteiligter Dritter überwiegt hier Ihrem Interesse an der Darstellung politischer Inhalte.“ Die Kundgebung von Antifa, Jusos und Grünen wurde nicht verboten. Ziel der Antifa war nicht bloß, die Meinungswerbung der Partei „Die Freiheit“ zu unterbinden. Ausdrückliches Ziel war auch, die Bemühungen, „in Niedersachsen einen Landesverband aufzubauen, zu stören.“ Auch dies wurde als Erfolg bewertet.

    Die Forderungen der Partei „Die Freiheit“ zur Integrations- und Europapolitik stehen nicht im Widerspruch zum Grundgesetz; dass sie damit Überzeugungen weiter Teile der Steuern zahlenden und wählenden Bevölkerung anspricht, die sich von den Bundestagsparteien nicht vertreten fühlen, das macht ihre Mitglieder nicht zu „Rechtspopulisten“. Tatsache ist: Der friedliche Informationsstand der Partei „Die Freiheit“ wurde verboten, weil die Stadtverwaltung Angst vor der Gewalt der Antifa hatte — welche auch die Gewalt der Jusos und Grünen geworden wäre.

    Wir sorgen uns vor einer Wiederholung der 1930er Jahre. Doch damals brachte der spätere SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher sein Urteil über die Kommunisten auf folgenden Punkt: „Der Weg der leider ziemlich zahlreichen proletarischen Hakenkreuzler geht über die Kommunisten, die in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten sind. Beiden ist gemeinsam der Hass gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt.“ Der Zweck heiligt nicht die Mittel; die Mittel der Antifa bestimmen deren Zweck. Der vermeintliche Kampf der Jusos und Grünen gegen den Totalitarismus ist an der Seite der Antifa zu einem Kampf gegen Meinungsfreiheit und Rechtsstaat geworden. Wir dürfen jedoch nicht selber zu dem werden, das wir bekämpfen. Es ist richtig, dass eine Demokratie immer auf dem Grat zwischen den Totalitarismen schreitet; stoßen wir sie nicht in den einen Abgrund, weil der andere so dunkel ist.



    • Reinhard (kein Partner)

      Wieso erscheinen solche Artikel nicht in den Systemmedien?
      Ach ja, die Inserate...

    • Undine

      @Steuerzahler

      *********!
      Man läßt also die linken Gewalttäter aus purer Angst vor deren Skrupellosigkeit gewähren und "bestraft" stattdessen eine nicht gewalttätige Gruppe, indem man dieser ihr friedliches Auftreten einfach verbietet, damit die Gewalttäter nicht unnötig gereizt werden! Man KAPITULIERT vor der LINKEN GEWALT, weil diese es versteht, sich in eine "friedvolle" Maskierung mit dem hehren Namen ANTIFASCHISMUS zu kleiden. Wie blöd und gehirngewaschen müssen die für dieses skandalöse Verhalten verantwortlichen Politiker denn sein? Da schlägt's wirklich 13!

    • Udo (kein Partner)

      Super Artikel!
      "Der vermeintliche Kampf der Jusos und Grünen gegen den Totalitarismus ist an der Seite der Antifa zu einem Kampf gegen Meinungsfreiheit und Rechtsstaat geworden. Wir dürfen jedoch nicht selber zu dem werden, das wir bekämpfen."
      Diese Selbstreflektion fehlt den heutigen Sozis vollkommen.

  12. Peter Flor

    Lieber WK:
    Bitte nicht "Ewiggestrige" als Bezeichnung für Neonazis. Die sind doch viel eher Ewig-Vorgestrige. Die wahren Ewiggestrigen sind die ewigen Antifaschisten, siebenundsechzig Jahre nach dem Tod der Herren Hitler und Mussolini!



  13. socrates

    Es gibt Bälle, die sind schlecht, und es gibt Bälle, die sind gut:
    Des Jüdischen Museums Purim Masked Ball - Ethnische Veranstaltungen...
    ethnicevents.com/?p=30141
    Originalsprache: Englisch
    Des Jüdischen Museums Purim Masked Ball, Ball, Lebensmittel, jüdischen Purim, Abstammung, jüdisch...Januar 24-Juni 30, 2012 | IL. Sehen Sie sich die Tanz: Ballett der Pariser Oper...
    Rassismus pur, aber von der jüdischen Seite und daher gut.
    Die jüdischen Freimaurer, die uns den Opernvorhang bescheren, haben bei der Inauguration bunte Uniformen und Degen (ev. Säbel, ich kenne mich nicht aus), Das ist gut. Die schlagenden Studenten, bunt mit Säbeln, sind schlecht, da nicht jüdisch. Jüdische Abstammung als Teilnahmevoraussetzung ist gut, deutsche Tradition schlecht.
    SPÖ Bälle und zahlreiche andere zum gleichen Termin gut, WKR - Ball schlecht.
    Sudetendeutsche können die Ereignisse der Reichskristallnacht nachempfinden, da sie von den Siegern auf Grund der in London beschlossenen Rassengesetze schwersten Progromen ausgesetzt waren. Darüber darf man allerdings nicht sprechen und es gibt keine Gedenktafeln, um die Einmaligkeit des Holocausts nicht zu gefährden.
    Lit.: jewish ball , matzah ball



    • kaffka (kein Partner)

      @ RR Prof. Reinhard Horner
      10. Februar 2012 14:34

      Angeblich der Objektivität (=positiv) dienende Artikelschreiber sollten sich zuerst selbst bei der Nase nehmen.

      Warum bezeichnet ER Äusserungen Anderer als RÜLPSER. Sind seine Ausführungen KEINE Rülpser?

  14. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    Nein, so nicht! Doch wehren wir akuten Gefahren!

    „Aufregung“ ist weder für noch gegen Herrn Strache „berechtigt“. Nehmen wir ihn doch nicht so wichtig, wie er sich selbst notorisch darzustellen sucht! Die Dummheit, die Impertinenz, aggressiv gegen Bälle zu agitieren, ist doch auch keinesfalls unterstützenswert.

    Eine Binsenweisheit: Gegenwart ist Geschichte und Zukunft. In dem, was wir im flüchtigen Heute (siehe Friedrich Schiller) empfinden, denken und tun, schaffen wir (unausweichlich auf der Grundlage unserer Vergangenheit) an unserer Zukunft. Um die Zukunft geht es! Und darum, wie wir kritisch bewusst oder unbedacht zwangsläufig, möglichst unverkürzt und unverfälscht mit der Grundlage aus unserer Geschichte umgehen, sie und die aktuellen Fakten – auch mit „Vergleichen“ – für unsere Haltung und unser Verhalten heranziehen. Bei Vergleichen ist nicht entscheidend, ob sie zu fürchten oder unzumutbar, sondern ob sie zutreffend sind, was damit beabsichtigt wird.

    Wenn man so wie nicht wenige Angreifer und Verteidiger des Herrn Strache – leider einschließlich Frau KKP und Herrn AU – das tun, sich in wohlfeiler Einseitigkeit ergeht, wird allzu viel davon verfehlt. Als Verfehlung der um Objektivität bemühten Bearbeitung und Veröffentlichung unserer Zeitgeschichte dürften Aufregungen um HC Strache keinesfalls dienen.

    Sosehr die Befunde „um HC Strache“ ernster zu nehmen sind, als das in der Verharmlosung und in der Angriffigkeit der Fall ist, macht das diese Persönlichkeit künstlich bedeutender, als sie es mit ihren Verkündigungen und ihren Rülpsern tatsächlich ist.

    Nicht zu vernachlässigen ist das Faktum, dass Nationalsozialisten und Internationalsozialisten nicht wenige deckungsgleiche Haltungen und Verhaltensweisen betätigen, mögen sie als rechts oder links außerhalb des demokratischen Spektrums eingeschätzt werden, mögen sie verfeindet oder verbrüdert (verhabert) in Erscheinung treten.

    Übrigens: Nicht die absterbenden Altnazi, sondern junge, verführbare Neonazi bedürfen unserer Aufmerksamkeit, unserer Wachsamkeit und unserer Sorgewaltung. Gleiches gilt für die demokratiefeindlichen Radikalinskis der anderen Seite. In beide Richtungen bitte tunlichst mit der gleichen Intensität!



    • FranzAnton

      Bravo! Ganz genau so sehe auch ich diese Angelegenheit.

      Insbesondere aber stören mich die, im Vergleich zu unseren rechten Burschenschaftern wesentlich zahlreicheren und aggressiveren, Brandsätze werfenden und Bomben mit sich tragenden, teils aus dem Ausland angereisten, gewaltbereiten, geradezu terroristisch agierenden Radikalisten, welche den ubiquitär grassierenden Anhängern des linken mainstreams leider nicht den kleinsten Kritikzseufzer entlocken.

      Wer die Untaten gewaltbereiter Gesetzesbrecher ignoriert, und solche befanden sich offenbar unter den Anti - Korporationsball - "Demonstranten" (welch irreführende, verharmlosende Bezeichnung), die Randalierer gar als Brüder im gleichen (linken) Geiste empfindet, entäußert sich gewiss jeglichen moralischen Anspruches, die Gegenseite, diesfalls verkörpert durch die Ballbesucher und HC Strache, zu kritisieren.

  15. Undine

    Zu diesem Thema paßt Hans Weigels Aufsatz, nachzulesen bei Google! Der war ein kluger, über jeden Zweifel erhabener Mann.

    "WENN ICH KOMMUNIST WÄRE"



  16. Wolfgang Bauer

    Weitere links-grüne Einseitigkeit: Kein Aufschrei bei muslimischem Antisemitismus. 'Was Antisemitismus ist, bestimmen wir! Und auch, was als gute und schlechte Gewalt zu gelten hat!' Es gibt offensichtlich auch schon gute Kilobomben - bisher Gott sei Dank nur, wenn sie vereinzelt auftreten. Aber wir sind ja noch nicht beim Endausbau der 'Diktatur des PR-Oligariats'.

    Lesenswert: 'Quergeschrieben' von Ch. Ortner in der Presse von heute.



  17. HDW

    Gemeinsam ist für Links und Rechts die populistische Basis, gemeinsam auch die Vorspiegelung eines Idealzustandes des Übereinstimmens von Theorie und Praxis. gemeinsam aberauchder historische Beweis des Gegenteils genau dessen! Angesichts der drohenden Reduktion des Lebensstandards der europäischen Massen wird die entsprechende Agitation zunehmen und mir erscheint das "Wehret den Anfängen" nicht mehr so absurd! Der Februarputsch ´17 ist in Italien schon gelungen, bis zum Oktober ist nicht mehr so lang Zeit!



  18. Rupert Wenger

    Realistisch gesehen gibt es keinerlei Gefahr einer Auferstehung des Nationalsozialismus. Wer so klar und eindeutig scheitert, wie diese Ideologie 1945, ist nicht mehr wieder zu beleben. Weiters gibt es kein Deutsches Reich mehr, womit auch die Großdeutsche Idee tot ist. Die Gefahr eines Anschlusses wie 1938 ist daher ebenfalls tot. Viel gefährlicher ist die eines schleichenden Anschlusses, weil unsere Politiker aus Mangel an Ideen und Entschlusskraft Österreich politisch als Wurmfortsatz Deutschlands positionieren. Dieser Vorwurf trifft aber weniger die Opposition sondern hauptsächlich die Regierungsparteien.
    Der Kampf gegen den Faschismus wird parteipolitisch missbraucht und wird daher leider zunehmend unglaubwürdig. Genau die, die gegen Vorurteile und für Toleranz vorzugehen behaupten, leben Vorurteile und Intoleranz am ehesten, wie es die Demonstrationen im Zuge des Balles deutlich erkennen lassen.
    Wenn sich Österreicher der Minderheit der Slowenen oder Kroaten oder einer anderen ethnischen Minderheit zugehörig fühlen, ist dies ihr gutes Recht, die Mehrheitsbevölkerung sollte es akzeptieren, wenn nicht sogar fördern, wenn es schon um das bloße Überleben der Minderheit geht, wie zum Beispiel in Kärnten. Kann die Minderheit der Österreicher, die sich als Deutsche fühlen, nicht das selbe Recht einfordern, wie die anderen Minderhaiten? Gefahr geht von ihr nichjt mehr aus, man sollte ihnen gegenüber einfach Toleranz üben.



    • Undine

      @Rupert Wenger

      "Kann die Minderheit der Österreicher, die sich als Deutsche fühlen, nicht das selbe Recht einfordern, wie die anderen Minderheiten"

      Diese Frage ist sehr berechtigt; ich frage mich schon lange, warum ich mir von jemandem, dessen Ideologie mir noch dazu äußerst unsympathisch ist, vorschreiben lassen muß, welcher Nation ich mich zugehörig fühlen darf und welcher nicht, warum die eine Zugehörigkeit gut und deshalb "erlaubt", die andere schlecht und aus diesem Grunde "nicht erlaubt" sein soll.

      Wer maßt sich an, diese Unterscheidung über meinen Kopf hinweg zu treffen?
      Die ach so "toleranten" Linken???

  19. mike1

    dazu mein kommentar vom 8.2.:

    hat nicht ein gewisser kreisky in seine regierung wissend (!) echte nazis in die regierung geholt? man erinnere sich an peter und co.....

    das vergessen die sozn heutzutage sehr gern...

    die linken sind genauso gefährlich wie die rechten, und wie heißt es: wehret den anfängen - gilt aber für beide !!



    • Reinhard (kein Partner)

      Auf diesen Sachverhalt angesprochen hat doch die Linkspropagandistin im letzten "Zentrum" einfach geantwortet: "Ja schon, aber die SPÖ hat ihre Vergangenheit aufgearbeitet, die FPÖ tut das nicht!"
      Die Aufarbeitung muss hinter verschlossenen Türen stattgefunden haben, aber das ist auch egal: Wenn die Linke das sagt, dann ist das so. So einfach ist das.

  20. Wertkonservativer

    Ich bin hier - ganz offen gesagt - argumentativ gespalten.
    Aus einer seit Jahrhunderten im Sudetenland beheimateten Familie kommend, waren meine Vorfahren und auch ich als junger Mensch eher deutsch- bzw. österreich-national denkend! Das Heimatvertriebenen-Schicksal unserer Restfamilie hat diese Einstellung eher noch verstärkt.

    Als Mensch, der grundsätzlich auf Ausgleich und gegenseitige Verträglichkeit der verschiedenen seriösen Weltanschauungen ausgerichtet ist, bin ich gegenüber Fanatismen aller Spielarten allerdings richtiggehend allergisch!

    Nochmals: Ich bin auch allergisch gegen die hier und andernorts von Antifa und p.c.-Verrückten betriebene Hetzjagd gegenüber Deutschtum und nationalen Deutsch-Emanationen!

    Doch klar muss auch sein: Übertreibungen in die eine oder auch andere Richtung sind schädlich und daher zu vermeiden; das gilt halt auch für die wenigen Retro-Rülpser mancher "Ewiggestriger", die eine an sich honorige und für viele als Hoffnung gegenüber den Politik-Verkrustungen unserer Systemparteien antretende Partei immer wieder ins Zwielicht bringt.

    Der Makel des Nationalsozialismus wird auch uns heutigen Deutschen und Österreichern von den "Siegern" und deren späteren Nachfahren gerne vor den Latz geknallt.
    Begegnen wir diesen Anwürfen und Vorhaltungen mit Gleichmut und dem gutem Gewissen, als Heutige an den Ungeheuerlichkeiten der NS-Jahre schuldlos zu sein, jedoch vor allem auch durch Unterlassen aller an diese unselige Zeit unserer Völker erinnerende Handlungen und unpassende Wortäußerungen!

    Dies ins Stammbuch vor allem der FPÖ, die sicher noch an ihrer Glaubwürdigkeit, ihrem personellen und tagespolitischen Standing zu arbeiten haben wird, um - wie es hierorts mehrheitlich erwartet wird - dann auch wirklich eines Tages zum Sprung zur "führenden Kraft" in unserem Lande ansetzen zu können.

    Wait and see, sagt der Engländer!
    Ich lasse mich gerne überraschen!

    (mail to: gerhard@michler.at)



    • Undine

      @Wertkonservativer

      Sehr weise gesprochen!

    • xRatio (kein Partner)

      WertKO stellt sich als politische DoppelNull täglich erneut unter Beweis.

      Blindgänger seiner Sorte halfen und helfen, den N- und I-Nazis den Weg zu bereiten.

      Blindgängern seiner Sorte ist im Interesse aller das Wahlrecht abzuerkennen.

      xRatio

    • Wertkonservativer

      XRatio,

      ich wiederhole mich: Sie sind - das sagen ja auch andere hier - ein ganz ungehobelter Kotzbrocken, und das zum Quadrat!

      (mauil to: gerhard@michler.at)

  21. Josef Maierhofer

    @ Frau Krawagna-Pfeifer

    Woher nehmen Sie, dass Strache ein Nazi ist. Dass er Sohn eines KZ-Wärters ist, das ist genug Grund ihn dazu zu machen, dass er in seiner Jugend die damals üblichen und vermutlich auch familiär bedingeten Blödsinne mitgemacht hat, was er dann Paintball genannt hat.

    Erstens, sind die Nazis 60 Jahre nach dieser schrecklichen Zeit wirklich ausgestorben, zweitens gibt es tatsächlich eine Menge Leute, die diese schreckliche Zeit imitieren (in Österreich unter 'Wiederbetätigung' bei Strafe verboten), aber dass die FPÖ oder gar Strache Wiederbetätigung, Extremismus, etc. fördern, dafür sieht wohl nur eine ideologisch verblendete Linksgrün-Sippe Grund zur Sorge.

    Wachsam sollen wir sein, aber nicht verhetzt und dümmlich fixiert auf unbegründete ideologische Ideen und Wahnvorstellungen.

    Ich weiß, die Linken haben in dieser jetzigen Form ausgedient und werden sich wohl schön langsam warm anziehen müssen, wenn sie wieder zu den Menschen durchdringen wollen und vor allem mit Ideen wie Anstand, Ehrlichkeit, Fleiß, Sparsamkeit, Eigenverantwortung, etc.

    Jeder normale Österreicher durchschaut dieses hysterische Linksgetue und Getöse um vermeintliche 'Beweise', ein Kasperltehater, dessen Verursacher ideologisch verdummte Personen, Medien und Parteiorganisationen sind.

    Die Realität, Frau Krawagne-Pfeifer, ja die liegt wohl dort, dass wir nun, nachdem die Linke 40 Jahre den Ton angegeben hat, die Rechnung zu bezahlen haben, die linke Ideologie verursacht hat, denken Sie lieber daran. Und des weiteren wird vermutlich eine Blitzableiterwahl stattfinden und die Linke wird mit einem Kanzler Strache auskommen müssen. Mögen die linken Parteien lieber dafür sorgen, dass es mehr Kooperation und mehr gemeinsame Themen gibt, statt weltfremd von Gender bis Emanzentum über Trans, Bi, Homo bis zur Sozialzuwanderung sündteuere weitere Geldverschwendung zu betreiben.

    @ Dr. Unterberger

    Auch mir sind diese Anlehnungen und punktweise übertriebenes 'Teutschtum' nicht sympathisch, muss aber schon sagen, dass diese Umtriebe schon im Nachlassen begriffen sind.

    Die Geschichte lebt halt weiter in den Menschen. Solange das alles im gesetzlichen Rahmen stattfindet, darf wohl jeder Verein, vom Wanderverein bis zum Ulrichsbergtreffen seine Ideen ausleben.

    Wäre ja noch schöner, wenn es diese Freiheit auch nicht mehr geben sollte, deren Einschränkung Frau Krawagna-Pfeifer da irgendwie suggeriert wie im tiefsten Kommunismus. Wo kämen wir da hin. würden wir eine sozialistische Ideologie verbieten wollen, auch wenn sie sichtlich und bewiesener maßen enormen Schaden im Land angerichtet hat, fiskal und mental durch eben diese einseitige Sicht und Ideologieverblendung, die nun sogar schon die Meinungsfreiheit beschneiden will.



    • Undine

      @Josef Maierhofer

      "Auch mir sind diese Anlehnungen und punktweise übertriebenes 'Teutschtum' nicht sympathisch, muss aber schon sagen, dass diese Umtriebe schon im Nachlassen begriffen sind"

      Auch mir sind sämtliche Spielarten von " -Tümelei" nicht sympathisch, weil immer irgendwie Fanatismus und Einseitigkeit dahintersteckt. Allerdings gilt das nicht nur für die vielgeächtete Deutschtümelei, sondern auch für die Slowenen-, Kroaten-, Juden-, Roma- oder Sinti-, Multikultitümelei und was es sonst noch an "-Tümeleien gibt! Wenn schon, dann gleiches Recht für alle "-Tümeleien"!!!

    • Josef Maierhofer

      @ Undine

      Genau, das habe ich gemeint, man kann ja diese an 'Dümmeleien' grenzenden '-tümeleien' in einer Gesellschaft der Meinungsfreiheit nicht ausgrenzen und daher auch nicht das 'Teutschtum'. Genau so was aber fordert da Frau Krawagna-Pfeifer und das nenne ich Intoleranz, wenn sich auch die Sozialisten sooo tolerant nennen wollen, genau das sind sie nämlich nicht, sie geben sich immer als Feinde der Österreicher, die nicht diesen unfinanzierbaren sozialenWahnsinn gutheißen und mitmachen wollen, sondern vernünftig denken.

      Aber meine Meinung darf ich schon sagen, dass mir dieese 'Teutsch-tümelei' unsympathisch ist.

    • Undine

      @Josef Maierhofer

      Natürlich! Bei mir meldet sich nur immer das Gerechtigkeitsempfinden, wenn ich erleben muß, wie man dem einen ein Recht abspricht, das man allen anderen selbstverständlich zubilligt. Manchmal fühlt man sich sogar veranlaßt, wenn die Ungerechtigkeiten zu groß werden, sich gelegentlich zum Advocatus Diaboli zu machen!

  22. Alexander Renneberg

    mir kommt das vor wie in dem film: "das leben des brian"

    "jehova, jehova"

    er hat jehova gesagt, steinigt ihn!

    http://www.youtube.com/watch?v=sZNyXlH_Zf4



  23. DieWahrheit

    Was mich ärgert, ist nicht so sehr "der Sager", sondern die abstoßende Art, wie dieses Zitat in die Öffentlichkeit gelangte. Ich stelle mir vor, daß dieser "Journalist" sich genauso an Strache und Nittmann angeschlichen hat wie seinerzeit Frau Dolna in meinem Seminar.

    Dieses Verhalten Journalimus zu nennen, beleidigt die alte Garde des Journalismus. Absolut widerlich und abstoßend. Kein Wunder, daß das Ansehen eines Journalisten so schlecht ist.



    • Undine

      @Die Wahrheit

      *********!
      Wenn Sie aus eigener leidvoller Erfahrung sprechen, ist Ihr Kommentar noch höher zu bewerten! Meine Hochachtung! Leichter lebt sich's halt mit "Geschmeidigkeit" als Charakterzug, wie man allerorts merken kann.....

  24. Anton Volpini

    Hätte Frau Krawagner-Pfeifer nicht den zeitlichen Zusammenhang mit dem Holocaust Gedenktag gebracht, ich könnte sonst für Ihre Darstellung so etwas wie leichte Sympathie verspüren. Das erste Mal überhaupt!
    Seit vorgestern wissen wir, daß an diesem Tag die Wiener Weiber der SPÖ ebenfalls ein Gschnas veranstalteten, völlig ungeachtet dieses Gedenktages.

    Aber genau das spielen sie uns seit langem vor, die Linken und die Rechten. Indem sie auf der jeweils anderen Seite skandalisieren um ihrer Empörung in übertriebener Weise freien Lauf zu lassen, versuchen Sie die eigene Daseinsberechtigung zu rechtfertigen und uns Bürgern mit diesem Theater die Sicht zu vernebeln. Das nur zu dem Zweck, um im Schutze des staatlichen Gewaltmonopols auf unsere Kosten ihr eigenes Geschäft zu betreiben, wie mein Freund Johann gestern eindrucksvoll dargelegt hat!



    • Konrad Loräntz

      .... es fand auch der Wiener Unteroffiziersball statt. Diese Berufsgruppe müsste sich ja vergleichsweise bewusster sein über die rotarmeeliche Befreiung / Einnahme (rein militärisch gesehen) von Auschwitz als die "Wiener Weiber".
      Aber wie hätte Ludwig Wittgenstein hier gesagt: Worüber man nicht sprechen darf, darüber soll man schweigen.

  25. simplicissimus

    es nutzt nix: eine offene, faire, konstruktive diskussion scheint nicht möglich. burschenschafter sind nazis, auch wenn sie sich vom nationalsozialismus distanzieren, basta. das ist keine verharmlosung und dagegen sind auch gewaltsame übergriffe gerechtfertigt. ordentliche verurteilung nicht nötig, es gilt das recht der wand. bilder stalins durch die strassen zu tragen, na bitte, höchstens eine jugendsünde unterdrückter ausländischer studenten. dümmliches herumgeblödel , jugendsünden oder lockere sprüche von rechten sind hingegen vollkommen inakzeptabel.
    und vergleichen dürfen überhaupt nur die, die links stehen, denn diese sind unverdächtig. auch wenn sie unter umständen burschenschafter oder sogar richtige nazis waren.

    ich habe genauso wie au nichts mit burschenschaften am hut, aber man muss sich gegen diese neofaschistischen tendenzen stellen, auch auf die gefahr hin, selber schmutzig angegriffen zu werden.



  26. Gandalf

    Krawagna, Horaczek und so weiter: Schwestern im Geiste. So weit in diesem Zusammenhang von Geist überhaupt noch die Rede sein kann.



    • Undine

      @Gandalf

      Die beiden "Damen" haben leider noch haufenweise "Schwestern im Geiste"! ;-(

  27. Spiegelfechter

    Straches kolportierter Vergleich mit der Reichskristallnacht leidet unter der Unverhältnismässigkeit, und ist deshalb gewiss angreifbar. Ihn als "unzumutbar" und "unerträglich" zu qualifizieren legt aber nahe, dass die Schreiberin die Ereignisse um den WKR Ball als zumutbar und erträglich ansieht. Die erkennbaren Parallelen zu übersehen, nämlich das Spiel mit dem willkommenen Volkszorn, und die "Ungeschlicklichkeit" der Polizei, die Taxis so weit vor der schützenden Polizeiabsperrung anzuhalten, dass für die Ballgästen noch ein Spiessrutenlauf bis dorthin zu absolvieren blieb, ist nicht weniger frivol als Straches Übertreibung.

    Die Reichskristalllnacht hatte ja auch "harmlosere" Vorläufer, etwa jene Bürgerinitiativen, die Juden zum Reinigen der Strassen geleiteten. Ich erinnere mich an ein Bild das vor vielen Jahren aus irgendeinem Gedenkanlass durch die Pressse ging, auf dem auf den Knien schrubbende Juden, diese antreibende Bürger und Polizisten (nicht SA, Polizisten!) zu sehen waren, die das Treiben interessiert verfolgten. Die Reichskristallnacht kam dann ein paar Monate später.



    • Undine

      @Spiegelfechter

      Es existieren auch Bilder aus dem heutigen Tschechien von "Straßeputzenden Deutschen" mit einem N=Nemec auf einer Armbinde (mit "Hatschek" auf dem ersten "e") = Deutscher. Diese Bilder werden aber nicht gerne gezeigt im ORF.

  28. Haider

    Eine riesige Nehmerindustrie weiß, daß die Geldquellen maßlos sprudeln sobald sie NAZI schreien. Und zwar nicht nur in Österreich oder Deutschland, ja in der ganzen EU. Nur die Bevölkerung wendet sich gelangweilt ab. Zu durchsichtig sind die endlos gleichen Hirngespinste.



  29. libertus

    Die Linke huldigt in erster Linie der selbsterfüllenden Prophezeiung, in dem sie solange das Neonazi- und Rechtsextremenbild der FPÖ heraufbeschwört, bis sie endlich wieder einen Sager gegenüber irgendeines "agence provocateurs" wie die Kuh durchs Dorf jagen kann.

    Und obwohl Strache wiederholt vor laufender Kamera beteuert, wie sehr ihn die entsetzlichen Ereignisse des Holocausts betroffen machen - das will man von ihm gar nicht hören. Viel lieber skandalisiert man Aussagen unter vier Augen, die in dieser Form gar nicht wirklich bewiesen sind.

    Man merkt die Absicht und ist nicht nur verstimmt, sondern nimmt erschreckend die übereinstimmende Ablenkung von den tatsächlich gewalttätigen Übergriffen wahr, welche sofort relativiert werden, geht es doch gegen Rechte und da sind alle Mittel erlaubt. Mit diesen Methoden wird an den Grundfesten des Rechtsstaates gerüttelt und erinnert in der Tat an unsägliche Zeiten, die letzten Endes vom Bürgerkrieg zum Weltkrieg führten.

    Wehret den Anfängen, denn wie sagte schon Ignazio Silone: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: . Nein, er wird sagen: "
    Ein Mann mit Weitblick!!



    • libertus

      Zitat leider verstümmelt, daher Korrektur:

      Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Nein, er wird sagen: "

    • libertus

      Oje, letzter Versuch:

      Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus."

    • simplicissimus

      ja, libertus, so bekannt der spruch schon ist, so richtig ist er. und so ungeheuerlich in der erkenntnis, dass man ihn kaum rauskriegt.





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