Das neue Ende der liberalen Demokratie in Europa

Autor: Leo Dorner

Im Gesundheitsmuseum

Autor: Silvio Pötschner

Eigentum, Notwehrrecht und Täterschutz

Autor: Andreas Tögel

Wöginger-Urteil: Geschenk an faule Politiker

Autor: Willi Sauberer

Elektrostahlerzeugung in Österreich

Autor: Gerhard Kirchner

Benebelte Erben

Autor: Silvio Pötschner

Freiheitsbeschränkung: Ein Anlass findet sich immer

Autor: Andreas Tögel

Kapitalismus: Leistungen, Herausforderungen, Perspektiven

Autor: Martin Rhonheimer

Im Labyrinth der Genderwissenschaften

Autor: Silvio Pötschner

Den ORF kann nur noch eine Neugründung retten

Autor: Christian Klepej

Alle Gastkommentare

Götze PISA oder: Die Verdrehung von Tatsachen

Wie auch jüngste Pressemeldungen der APA beweisen, kennt die Anbetung des Götzen PISA nach wie vor keine Grenzen. Die PISA-Studie wird beharrlich als „die" Messgröße für die Güte eines Bildungssystems hingestellt.

Alle Staaten und Kulturen werden auf diese Weise ständig über einen Kamm geschoren und soziale, kulturelle sowie strukturelle Unterschiede damit beiseite gewischt. Die Aussagekraft dieser PISA-Ergebnisse wird ständig überschätzt, aber nie wirklich hinterfragt. Dies ist unseriös und dient derzeit in Österreich nur einem Ziel: nämlich der Propaganda für die Gesamtschule. 

Ausgerechnet PISA-Spitzenreiter wie China, Korea, Singapur und Japan sollen uns nun neuerdings (neben dem früher hoch gelobten Finnland) als Vorbilder für unser Schulwesen verkauft werden. Ich bin äußerst überrascht darüber, dass die Gesamtschul-Lobby nun auch bei uns Drill und Gehorsam wie in Asien einführen will.

Es ist zwar richtig, dass in asiatischen Staaten eine Art von „Gesamtschule" besteht, man darf aber nicht vergessen, dass die Erziehung in diesen Staaten auf (für uns Europäer) übertriebener Härte gegenüber den Heranwachsenden, einer anderen Mentalität und einer nicht mit der unsrigen vergleichbaren Gesellschaft aufbaut.

In diesem Sinne appelliere ich, die PISA-Studie kritischer und distanzierter zu sehen und sie nicht für voreilige und platte Schlussfolgerungen zu missbrauchen.

Tit. Univ.-Prof. DDr. Dr. habil. Bernhard F. Seyr ist Sachverständiger für Pädagogik, Bildungsökonom, habilitierter Wirtschafts- und Organisationswissenschafter sowie Mitglied des Vorstands der„Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“.

Kommentieren (leider nur für Abonnenten)
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print




© 2026 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung