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Nicht die Lehrer, sondern Richter, Beamte und Politiker am Pranger

Eine neue Imas-Umfrage zeigt wieder einmal, wie sehr das Bild der Medien von der Wirklichkeit von dem abweicht, das die Österreicher sehen. Ein besonderes Opfer dieser Verzerrung sind die Schulen.

Vor allem die halbgebildeten Journalisten in Boulevard-Medien und ORF können sich seit Jahr und Tag nicht genug tun an regelmäßigen Attacken auf Lehrer, Schulen und Bildungssystem. Die Österreicher wissen es aber besser.

Das zeigt eine neue Imas-Umfrage, die an die Österreicher zusammen mit einer langen Themenliste folgende Frage gestellt hat: „Wenn Sie Vergleiche zwischen Österreich und den übrigen westeuropäischen Ländern ziehen: Was von dieser Liste ist Ihrem Gefühl nach bei uns besser als in den meisten anderen EU-Staaten?“

Da gibt es ein eindeutiges Ergebnis: Weitaus am schlechtesten wegkommt „Der Umgang des Staates mit den Steuergeldern“: Da glauben nur 7 Prozent, dass dieser Umgang bei uns besser als anderswo wäre, hingegen 23, dass er schlechter ist (Die Mehrheit entschied sich bei fast allen Fragen für ein Weder-Noch). Gleich an zweitschlechtester Stelle steht eine relativ ähnliche Frage: „Die Sauberkeit und Anständigkeit in Politik und öffentlichem Leben“ (Besser sagen 8 Prozent, schlechter 16).

Wenig Begeisterung löst auch „Das Verhalten der Beamten und Behörden gegenüber den Bürgern“ aus (Besser: 14, schlechter: 14). Besonders erstaunlich sind die schlechten Noten für die „Gerechtigkeit bei den Gerichten (Gleichheit vor dem Gesetz)“. Auch da sehen nur 16 Prozent Österreich als besser dastehend an und 13 als schlechter.

In diesem Vergleich hat überraschenderweise die vielgescholtene „Ausbildung an den Schulen“ ein viel besseres Image (Besser: 24, schlechter: 13). Spitzenreiter sind freilich die Ärzte – was aber zu erwarten war (Besser: 64, schlechter: 2) – und „Die Altersversorgung (Besser: 51, schlechter 6).

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl Rinnhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2011 18:33

    Aktuelle Rundfunkmeldung 27. 6., etwa 16.30 h, Ö II Steiermark).
    „Die Steiermark-ÖVP schert von der Bundes-ÖVP aus und gibt eine Empfehlung zum Unterschreiben des Bildungsvolksbegehrens von Dr. Androsch ab"

    Also: ÖVP Steiermark für Gesamtschule. Von dieser Landesorganisation mit ihrem "eigenständigen Weg" ist Solidarität zu Spindeleggers Team nicht zu erwarten, wie ich schon in einigen meiner letzen Beiträge feststellte. Auch Min. Karl als Wissenschaftsministerin, ÖVP- LR Edlinger-Ploder, ÖVP Veit Sorger (Industriellenvereinigung) votierten unmissverständlich für die Gesamtschule, und SPÖ/Grüne--Positionen, bezeichnenderweise kommt Schilcher (ÖVP-Ex-Landesschulratspräsident) aus dieser - um für das Androsch-Volksbegehren zu arbeiten und SPÖ-Positionen rhetorisch gewandt landauf-landab zu bewerben.

    Weitere steirische hohe ÖVP – Funktionsträger samt schulpsychologischem Dienst werden sei Langem von der SPÖ für ihre Ziele instrumentalisiert (wie übrigens der in Schulfragen weitgehend ahnungslose und immer weniger luzide wirkende Dr. Androsch selbst), überholen diese in einigen Positionen und Handlungsmustern nochmals links, gefallen sich in der Rolle, „fordernde“ Lehrer zu diskreditieren (die weitgehend der Unterstützung der vorgesetzten Behörde entbehren) und somit die wichtigste Grundlage fruchtbar-nachhaltigen Bildungsprozesses (Vertrauen der Schulpartner zueinander) - zu entziehen.

    Vielmehr sollte man eine engagierte Initiative als Gegenposition unterstützen: www.bildungsplattform.or.at. Sie hat viel größere Affinität zu einer Schule, in der Leistung noch etwas zählt, als die ideologisch motivierte Gleichmacherei-Einheitsbrei-Spaß-und-Kuschelpädagogik-Berechtigungsinflations-Position des Androsch-Volksbegehrens, das sich mit No-Na-Argumenten Zukunftstauglichkeit eines damit de facto endgültig verunstalteten, nicht konkurrenzfähigen Bildungswesens arrogiert.

    Ein Trauerspiel, dass eine vorgeblich der Leistung und Verantwortung verpflichtete Partei – bzw. eine Landesorganisation davon – nicht auf die Idee kommt, Exponenten einer differenzierten Leistungsschule zu unterstützen, sondern das exakte Gegenteil zu empfehlen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2011 22:02

    Heuchlerischer geht's wohl wirklich nicht! Wenn es stimmt, daß Hannes Androschs später Sprößling tatsächlich eine Privatschule besucht, nochdazu eine Klosterschule, während der Herr Papa das sozialistische Modell der Gesamtschule, bzw "Mittelschule für alle" mit einem "Volksbegehren" bewirbt, das die fortschreitende Verblödung unserer Jugend forcieren wird, kommt man aus dem fassungslosen Staunen nicht heraus.

    Hat den alten Sozi noch niemand vor versammeltem Publikum gefragt, was er sich dabei eigentlich denkt?
    Dazu fällt einem nur der alte abgedroschene Spruch ein:
    WASSER PREDIGEN UND WEIN TRINKEN=Für das gewöhnliche Volk die Gesamtschule fordern, aber das kostbare eigene Bubi in die Privatschule geben.

    Nein, heuchlerischer geht's wirklich nicht mehr. Das Schulgeld dürfte wohl beim "Salzbaron" keine Rolle spielen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2011 18:37

    Ich gebe zu, inzwischen zu Umfragen ein gespaltenes Verhältnis zu haben; ich habe zwar - aus purer Gutmütigkeit - jahrelang die mindest einmal im Monat eintrudelnden umfangreichen Umfrage-Briefe des Fessel-Institutes jeweils penibel beantwortet, doch kürzlich "den Hut draufgehaut" und die Leute ersucht, mich nicht mehr zu berücksichtigen.

    Wenn ich höre, dass nach Befragung von - sagen wir -600 Personen beiderlei Geschlechtes und verschiedenen Intelligenzgrades dann -wozuauchimmer - ein Ergebnis von 34,67 % ja oder nein herauskommt, kann ich eigentlich nur mehr lachen!

    Die Einschätzung der Durchschnittsbürger zu gewissen Fragen und Entwicklungen ist schon im eigenen Lande mit Vorsicht zu genießen. Aber, wie mike1 ganz richtig erwähnt, über Verhältnisse in anderen Ländern Europas befragt, werden die meisten Beurteilungen wohl Klischees bedienen: die Engländer sind steif und fad, die Italiener feurige Machos, die Schweden meist blond, die Ukrainer alle Mafiosi, usw. usf.

    Zur Ehrenrettung der Lehrerzunft: in meinem Freundeskreis befinden sich zumindest zehn meist inzwischen pensionierte AHS- und HAK-Lehrer; durchwegs feine Leute, die ihren Job jahrzehntelang mit großem Idealismus und Wissen ausgeübt haben.

    Dass sich die "Götter in Weiß" an der Spitze der Positiv-Wertungen befinden, wundert wohl niemanden! In der Ordination unseres Hausarztes wird auch die Frau Gemahlin dieses verdientvollen Mannes (sie sitzt am Computer, immerhin drei Klassen Handelsschule) von vielen Patienten ganz selbstverständlich mit "Frau Doktor" angesprochen! So stark ist der Strahlkraft des weißen Kittels, dass auch Unberufene sich in diesem Glanz sonnen können!

    Aber noch kurz zu der Umfrage (die ich nicht verfolgt habe): nur ein kleiner Teil der Befragten wird wohl wirklich relevante Vergleichsmöglichkeiten zwischen unseren und den jeweiligen Verhältnissen in den anderen Ländern haben; daher halte ich das Ergebnis kaum für sehr aussagekräftig.

  4. Ausgezeichneter Kommentatoralfons adam Partner Homepage
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2011 17:11

    Vorausschicken möchte ich, daß es (noch immer) fachlich und menschlich hochqualifizierte Richter gibt. Bedauerlicherweise solidarisieren sie sich mit solchen, die den Ruf der Rechtssprechung sicher noch weiter beschädigen werden. Ganz sicher bin ich mir, daß in den 60iger Jahren, als meine Berufstätigkeit begonnen hat, das fachliche Niveau und das menschliche Bemühen der Richterschaft viel besser waren. Was ich in den letzten Jahren meiner anwaltlichen Berufspraxis selbst erleben und von Kollegen erfahren mußte, würde bei detaillierter Darstellung niemand glauben, weil man es einfach nicht für möglich hält. Es wundert mich nicht, daß immer mehr Mitbürger solche Erfahrungen machen, die das Ansehen der Gerichtsbarkeit sinken lassen. Ein Rezept dagegen weiß ich nicht. Eine Änderung zum Positiven ist wohl erst zu erwarten, wenn der allgemeine Moralpegel steigt. Und das ist nicht in Sicht.

  5. Ausgezeichneter KommentatorMartin Bauer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2011 18:39

    Na, was sagt man dazu (ad Richter etc....)??

    http://www.krone.at/Oesterreich/Ermittlungen_gegen_ORF-Mann_Moschitz_eingestellt-Skinhead-Doku-Story-269866

    copy right Leo Koller: "Ich kann gar nicht so viel fr...."

  6. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2011 20:46

    Erstens müßte bei allen diversen Umfragen der Auftraggeber dabeistehen, dann könnte man die Ziffern wesentlich besser interpretieren.

    Zweitens, da sich unter den Journalisten die meisten Schul- bzw. Studienabbrecher tummeln, ist deren Bewertung nicht verwunderlich.

    Und zuguterletzt: ich kenne eine Menge Leute im Bekanntenkreis, die beschlossen haben, bei politischen Auftraggebern einer Umfrage partout das Gegenteil zu sagen, als sie tatsächlich denken.

    Ergo sollte man Meinungsumfragen immer mit gesunder Skepsis begegnen und ihnen nicht die Aussagekraft zuerkennen, die sie vorgeben zu haben!

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Juni 2011 23:33

    Bald werden auch die Lehrer, und zwar möglicherweise berechtigt, vom Volk an den Pranger gestellt werden, denn die Regierung wartet mit einem neuen Attentat auf das Bildungssystem auf. Es sollen vermehrt Migranten, welche bisher an mangelnden Deutschkenntnissen gescheitert sind - zugelassen werden, die PH zu besuchen. Diese könnten zugewanderte Schüler besser verstehen.
    Irgendwie schlägt´s 13! Offensichtlich reicht es noch nicht, dass nur jeder 4. Schüler sinnerfassend lesen kann, es muß wohl mindesten die Hälfte werden.

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/lehrerbildung/673160/Regierung-wirbt-um-Lehrer-mit-Migrationshintergrund-?parentid=0&act=0&showMask=0

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorA.E.I.O.U
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Juni 2011 18:40

    Die Kritik an den Beamten ist größtenteils berechtigt.

    Aber manche von ihnen haben es wirklich nicht leicht.

    So sind z.B. Polizisten immer Schweine: Wenn sie jemanden verletzen, sind sie Schweine und wenn sie sich beschimpfen und anrotzen lassen müssen, sind sie arme Schweine.

    Auch Richter haben es nicht leicht. Eine Partei ist immer auf den Richter böse, oft sogar beide Streitparteien. Deshalb drohen ja die Richter bei der 1. Tagsatzung, der sog. Vorbereitenden Tagsatzung, unverhohlen mit den hohen Kosten, insb. den Sachverständigenkosten und verlangen gleich einmal einen überhöhten Vorschuss, damit es den Parteien leichter fällt, einen Vergleich zu schließen und der Richter keine Arbeit hat. Denn dieser verdient auch nicht mehr, wenn er im Monat 20 Prozesse mehr abwickelt. Diese Form der Arbeitsverweigerung resultiert auch aus der Tatsache, dass nicht wenige Sachverständige in 3 Stunden mehr verdienen, als ein durchschnittlich verdienender Richter im ganzen Monat.

    Die Qualität der Richter mißt sich nicht allein in der Kenntis des Verfahrensrechtes und des materiellen Rechts. Diese versteht sich von selbst, obwohl es da auch immer wieder große Defizite gibt. Das Problem bei den Richtern ist, dass sie der Prozess nicht interessiert. Sie wollen nur ein leichtes Urteil schreiben können. Deshalb ist auch die Beweisaufnahme oft einseitig und vom Richter einseitig in eine Richtung gelenkt. Was sich da abspielt, ist wirklich unerträglich.

    Warum immer wieder sehr schwache Sachverständige von Richtern bestellt werden ist Insidern klar: Der Sachverständige macht im Großen und Ganzen das, was der Richer will. oder Der SV lädt den Richter nach der Verhandlung zu einem opulenten Essen ein. Oder: Andere Richter sind froh, wenn der SV ihnen die Arbeit abnimmt und den Prozess führt. Da gibt es auch viel Freunderlwirtschaft. Widerlich, einfach nur widerlich.

    Und man glaubt es kaum, bei Gericht lügt der Richter am meisten. Welch rechtlicher Unsinn in Form von Drohungen an Rechtsunkundigen verbrochen wird, geht auf keine Kuhhaut. Alles mit dem Ziel: Arbeitsvermeidung.


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  1. Kaedn (kein Partner)
  2. Sailor (kein Partner)
  3. Kevin (kein Partner)
  4. Jessica (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:03

    And I thought I was the sensible one. Thanks for setting me sthtagri.

  5. Maryellen (kein Partner)
    19. Januar 2015 19:43

    This potnisg knocked my socks off

  6. Segestes (kein Partner)
    29. Juni 2011 07:55

    Tolle Umfrage.
    Den Katalog hätte man aber noch durch folgende, ähnlich bedeutungsschwere Fragen ergänzen können?
    Ist der Tag heller als die Nacht?
    Macht Wasser nass?
    Muss man nach Bohneneintopf furzen?

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. Juni 2011 09:50

      Zu den "öffentlich rechtlichen Medien" hätte man schon fragen können.

      Da hätte der Österreicher wenigstens die Möglichkeit, aus unmittelbar möglichen Vergleichen zu schöpfen.

      Was bei allen anderen Punkten wohl weniger der Fall ist.
      Da geht es mehr um "gefühlte Erfahrungen" als "erfahrene Gefühle".

      Vor allem der "Gott im weißen Mantel" kommt mir da unverdienter Weise zu gut weg.

  7. Dr.Ulrich Rapp (kein Partner)
    28. Juni 2011 22:09

    Herr Spindelegger ist für Leistung. Für ihn und die ÖVP sind zwei Fünfer eine Leistung. Wenn die ÖVP glaubt, sie könne sich das leisten, gut, dann soll sie sich aber nicht wundern, wenn die Leute FPÖ wählen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      29. Juni 2011 07:18

      Als gelernter Landesbeamter ist Herr Spindelegger eigentlich die personifizierte Leistung!

    • Wertkonservativer
      29. Juni 2011 15:02

      Kein Mensch, und auch nicht Dr. Spindelegger, sagt, dass zwei Fünfer eine Leistung darstellen!
      In der an sich lächerlichen Diskussion hat der Genannte zumindest erreicht, dass drei Fünfer mit Sicherheit "keine Leistung" darstellen.
      Intelligente ÖVP-Kritik stelle ich mir schon ein wenig differenzierter und zielgerichteter vor, werter Herr Doktor Rapp!

      Und der Herr Strache, der in ganz Europa herumfährt, um gleichgesinnte Organisationen und Kumpane aufzureissen? Der hat wie die gesamte FPÖ weder zukunftsgerichtete Konzepte, von dem hört man nur rückwärtsgewandte Oppositionsplärrerei ohne auch nur einen Hauch charismatischer Attitüde!

      Der wird das Kraut mit Sicherheit nicht fettmachen. Wetten wir, dass der Mann in drei, vier Jahren weg vom Fenster ist? Der ist nur ein Schreier, kein wirklicher Steher! Da schlupft eher das Kamel durch ein Nadelöhr, als dass der H.C. ein Staatsmann wird!
      Nichts für ungut, werter Herr Dr. Rapp!

      (mailto: gerhard@michler.at)

  8. A.E.I.O.U (kein Partner)
    28. Juni 2011 18:40

    Die Kritik an den Beamten ist größtenteils berechtigt.

    Aber manche von ihnen haben es wirklich nicht leicht.

    So sind z.B. Polizisten immer Schweine: Wenn sie jemanden verletzen, sind sie Schweine und wenn sie sich beschimpfen und anrotzen lassen müssen, sind sie arme Schweine.

    Auch Richter haben es nicht leicht. Eine Partei ist immer auf den Richter böse, oft sogar beide Streitparteien. Deshalb drohen ja die Richter bei der 1. Tagsatzung, der sog. Vorbereitenden Tagsatzung, unverhohlen mit den hohen Kosten, insb. den Sachverständigenkosten und verlangen gleich einmal einen überhöhten Vorschuss, damit es den Parteien leichter fällt, einen Vergleich zu schließen und der Richter keine Arbeit hat. Denn dieser verdient auch nicht mehr, wenn er im Monat 20 Prozesse mehr abwickelt. Diese Form der Arbeitsverweigerung resultiert auch aus der Tatsache, dass nicht wenige Sachverständige in 3 Stunden mehr verdienen, als ein durchschnittlich verdienender Richter im ganzen Monat.

    Die Qualität der Richter mißt sich nicht allein in der Kenntis des Verfahrensrechtes und des materiellen Rechts. Diese versteht sich von selbst, obwohl es da auch immer wieder große Defizite gibt. Das Problem bei den Richtern ist, dass sie der Prozess nicht interessiert. Sie wollen nur ein leichtes Urteil schreiben können. Deshalb ist auch die Beweisaufnahme oft einseitig und vom Richter einseitig in eine Richtung gelenkt. Was sich da abspielt, ist wirklich unerträglich.

    Warum immer wieder sehr schwache Sachverständige von Richtern bestellt werden ist Insidern klar: Der Sachverständige macht im Großen und Ganzen das, was der Richer will. oder Der SV lädt den Richter nach der Verhandlung zu einem opulenten Essen ein. Oder: Andere Richter sind froh, wenn der SV ihnen die Arbeit abnimmt und den Prozess führt. Da gibt es auch viel Freunderlwirtschaft. Widerlich, einfach nur widerlich.

    Und man glaubt es kaum, bei Gericht lügt der Richter am meisten. Welch rechtlicher Unsinn in Form von Drohungen an Rechtsunkundigen verbrochen wird, geht auf keine Kuhhaut. Alles mit dem Ziel: Arbeitsvermeidung.

    • Gerhild Baron
      28. Juni 2011 18:52

      Liebe Undine, mir nannte bereits vor Jahren eine Dame, die wirklich informiert war, da sie eine Spitzenfunktion in der Elternvertretung der katholischen Privatschulen hatte, eine Liste von Namen von hohen und höchsten SPÖ-Funktionären, deren Sprösslinge alle in katholischen Privatschulen waren .... daran hat sich wohl bis heute nichts geändert (s. auch die Gusenbauer-Tochter). Sie werden schon wissen, warum !

      Erbärmlich der Auftritt von Herrn Schilcher im Zentrum. Wenige Tage davor und dies ist OT Herr Mitterlehner, der sich die Öffnung des Sonntags durchaus vorstellen kann. Der eine vertritt die Leistungsfeindlichkeit und der andere unterminiert den
      Sonntag - wofür steht die ÖVP eigentlich noch ??

    • cmh (kein Partner)
      28. Juni 2011 18:54

      Dazu kommt noch, dass es soviele Rechtsanwälte gibt, die natürlich die Weihen erhalten haben und die gerichtsspezifischen Umgangsformen beherrschen.

      Daher ist es einem Rechtssuchenden gar nicht mehr möglich, sich vor einem Richter mit seiner ungewaschenen natürlichen Redeweise Gehör zu verschaffen. Denn ein Rechtssuchender, der ohne Anwalt auftrickst ist ein Querulant.

      Der Rechtslehrer Jhering, Verfasser der berühmten Schrift: Der Kampf ums Recht, hat in der ersten Auflage dieses Büchleins - er war damals Professor in Wien - die Herangehensweise in Wien mit der in England verglichen. Während in Wien laufend gesucht wird, einen mehr oder weniger faulen Kompromiss zu finden, ist der Engländer vom Sprortsgeist beseelt und kämpft um sein Recht. Meiont Jhering. Und mehr hat er nicht gebraucht. Die nackten Kaiser wollten ihm schon die Augen auskratzen und er hat sich in der 2. Auflage entschuldigt.

      Also ganz neu sind die Zustände nicht, aber es ist schlimmer geworden.

    • cmh (kein Partner)
      28. Juni 2011 19:05

      zu Gerhild Baron (gehören Sie nicht weiter nach unten?)

      Es ist genau das, was mich so müde und stinksauer macht.

      Alle wussten ganz genau, dass die Gewerkschafsbonzen in Penthäusern lebten, alle wissen ganz genau, wohin die Roten ihre Kinder schicken, alle wissen ganz genau, dass die SPÖ eine beinharte PERsonalpolitik betreibt und alle müssten es wissen, dass man nicht auf ewig mehr ausgeben kann als man verdient hat.

      Dazu kommt noch ein Gusenbauer, der nach Modell Schröder in der Meinung diese nicht einhalten zu müssen, Wahlversprechen abgab, dass sich die Balken bogen. Dass er dann wider Erwarten die Wahl gewann und er in die Verlegenheit kam, diese Flunkereinen einhelten zu müssen, machte ihn manifest zum Lügner.

      Aber wenn auch überall das Sprichwort gilt: Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht, so wird es heutzutage durch eine noch größere Falotterei wieder gutrgemacht.

      Da ist doch Hopfen ud Maltz verloren.

    • Undine
      28. Juni 2011 21:32

      @Gerhild Baron

      Fein, daß Sie sich melden, liebe Frau Baron! Mein Antwortmail an Sie vor einigen Wochen ist nämlich "zurückgekommen" als nicht "zustellbar" sozusagen! Das hat mir leid getan, weil ich Ihnen mein dadurch entstandenes Schweigen nicht erklären konnte!
      Ja, die Politiker, allen voran die proletarischen Sozis und ihre Alluren! Kaum sind sie am Futtertog, greifen sie schon so tief hinein wie's nur geht! Dazu gehören natürlich Penthäuser um einen Pappenstiel in teuerster Gegend und teure Privatschulen für die Sprösslinge.....Um unser Steuergeld läßt sich's für diese Parvenues recht gut leben.

  9. Brigitte Imb
    27. Juni 2011 23:33

    Bald werden auch die Lehrer, und zwar möglicherweise berechtigt, vom Volk an den Pranger gestellt werden, denn die Regierung wartet mit einem neuen Attentat auf das Bildungssystem auf. Es sollen vermehrt Migranten, welche bisher an mangelnden Deutschkenntnissen gescheitert sind - zugelassen werden, die PH zu besuchen. Diese könnten zugewanderte Schüler besser verstehen.
    Irgendwie schlägt´s 13! Offensichtlich reicht es noch nicht, dass nur jeder 4. Schüler sinnerfassend lesen kann, es muß wohl mindesten die Hälfte werden.

    http://diepresse.com/home/bildung/schule/lehrerbildung/673160/Regierung-wirbt-um-Lehrer-mit-Migrationshintergrund-?parentid=0&act=0&showMask=0

    • Karl Rinnhofer
      28. Juni 2011 03:48

      @Brigitte Imb
      Ist nur ein Mosaikstein in der konsequent qualitätsvollen Weiterentwicklung unseres Schulwesens. Vielleicht wird es noch zum Kriterium für Lehreranstellung, über sprachliche und fachliche Voraussetzungen, wie sie der gesunde Menschenverstand von Lehrern erwartet, NICHT zu verfügen.

      Passt gut zur kolportierten Aussage eines „innovativen“ Schulinspektors an eine sehr engagierte, doch (leider) infolge Leistungsforderungen exponierte Lehrerkollegin, als bekannt geworden war, dass sie stets Vorzugschülerin gewesen und das Studium „magna cum laude“ abgeschlossen hatte: Solche Lehrer seien fehl am Platz, denn sie könnten nie und nimmer Verständnis für schlechte Schüler aufbringen ... !

    • phaidros
      28. Juni 2011 06:46

      Das hat aber auch einen anderen Aspekt: es wird leichter werden sich mit Eigeninitiative durchzusetzen.

      Wissen kann man auch aus Büchern erwerben, Sprachen auch in privaten Kursen erlernen. Die Institution Schule hat zum Glück kein Monopol auf Bildungsvermittlung, und man wird niemals eines etablieren können. Das alles wird also von Engagierten ganz selbstverständlich getan werden, und die Betreiber der Bildungsinflation*) werden merken müssen, dass ihre Bemühungen, Bildungseliten zu tilgen dazu geführt haben werden, diese einzuzementieren. Was insofern wertfrei ist und nicht schlecht, als es einfach einer eigenen Entscheidung bedürfen wird, einer anzugehören.

      *) wobei »Inflation« hier ausdrücklich nicht die Vergrößerung der Bildungsmenge meint! ;-)

    • Undine
      28. Juni 2011 09:36

      @phaidros

      An Ihren Überlegungen ist etwas dran!

    • ProConsul
      28. Juni 2011 10:05

      phaidros

      Das sehe ich genauso.

      Zu den von Unterberger angesprochenen 'halbgebildeten Journalisten der Boulevard-Medien' darf ich folgendes zitieren:

      "Seit den frühen 1960er Jahren tauchte ein neues Massenphänomen auf. Es entstand ein neues 'Lumpenproletariat' von Intellektuellen und intellektualisierten Jugendlichen - die Produkte eines sich ständig erweiternden Systems sozialistischer (öffentlicher) Bildung -, enfremdet vom Hauptstrom bürgerlicher Moral und Kultur (während sie sehr viel komfortabler als das alte Lumpenproletariat von dem Wohlstand lebten, der von dieser Basisikultur geschaffen worden war). Multikulturalismus und kultureller Relativismus (Leben und leben lassen) und egalitärer Antiautoritarismus (respektiere keine Autorität) wurden von zeitlich begrenzten und vorübergehenden Phasen der geistigen Entwicklung (Jugend) zu einer permanenten Einstellung unter erwachsenen Intellektuellen und ihren Studeneten erhoben." (Hans-Hermann Hoppe, Demokratie der Gott der keiner ist, S.385)

    • cmh (kein Partner)
      28. Juni 2011 18:41

      Der reine Augenschein zeigt doch das gleiche schon seit einigen Jahren.

      Zunächst waren nur die Verkäufer in den Apotheken Magistri. Dann wurden es auch im Buchhandel immer mehr Akademiker. Am stärksten hat es die Akademiker im Bankenbereich getroffen. Waren es früher "Bankbeamte", so sind es heute lauter Akademiker.

      Bei der EDV-Branche ist es ähnlich. Früher waren die Programmierer (also die Leute fürs Grobe und den Kundenkontakt) hauptsächlich verspielte Schulabbrecher. Jetzt kann man das alles studieren.

      Wer jetzt behauptet, dass die Umstände für diese Tätigkeiten oder gar diese selbst schwieriger geworden sind, dann ist der ein Schelm.

      Das Abwandern von akademischen Schulen aus ÖSterreich habe ich bereits an anderer Stelle beklagt. Wenn es bei uns diese Excellenc gäbe, müsste man nicht immer darüber reden.

      Auch der Begriff des Orchideenstudiums ist schon längst nicht mehr das, was es früher war. Verstand man darunter etwa Numismatik oder Byzantinistik oder Sinologie, so sind diese weiter unter ihrem Wert geschlagen.

      Würde ich gefragt, was ein aktuelles Orchideenstudium wäre:

      http://www.wu.ac.at/vw3/institut/habilitationsassistentin/katharinamader

      Auf die Dame - sie ist sicher sehr intelligent - bin ich in der WU-Zeitung gestoßen. Was sie macht. ????? Bei feministischer Ökonomie scheint es, ja muss es so sein, dass man nach Jahrhunderten des Suchens nach Alternativen zum homo oeconomicus (eine Entscheidungsregel und kein Bimmelträger aber was soll's) nun doch endlich die femina oeconomica gefunden haben muss. Und an deren Wesen wird die Welt genesen - bis zur nächten Krise halt.

      Also bevor jetzt manche sich an einzelne Wörter festklammern: wir haben nicht zuwenige, sondern zuviele Akadmiker.

    • xRatio (kein Partner)
      28. Juni 2011 23:04

      Bereits ein diskretes «Dr.» kann einen Nachnamen schmücken. Noch mehr beeindruckt der Zusatz Professor.

      Professor ohne Abitur und Uni? - Geht alles.

      http://www.pi-news.net/2011/06/professor-ohne-abi-und-uni-geht-alles/

    • byrig
      28. Juni 2011 23:08

      genau,brigitte imb-und der steirische "schulexperte" schilcher wird heftig beifall klatschen und dabei ein eruptives körperliches vergnügen haben-unter beifall der ganzen steirer-övp!

    • xRatio (kein Partner)
      28. Juni 2011 23:14

      Bildung:
      Frau Professor Fragezeichen | Die Weltwoche, Ausgabe 10/2011

      Nationalrätin Katharina Prelicz-Huber darf sich Professorin nennen.

      Ohne Matura...

      http://www.weltwoche.ch/weiche/hinweisgesperrt.html?hidID=540689

    • Brigitte Imb
      29. Juni 2011 15:01

      @ byrig

      Bitte, nennen Sie mich nicht in einem Atemzug mit dem "Schulexperten" Schilcher, beim Wein könnt´ich noch ein Auge zudrücken, der ist im Gegensatz zum Experten gut!

  10. Undine
    27. Juni 2011 22:02

    Heuchlerischer geht's wohl wirklich nicht! Wenn es stimmt, daß Hannes Androschs später Sprößling tatsächlich eine Privatschule besucht, nochdazu eine Klosterschule, während der Herr Papa das sozialistische Modell der Gesamtschule, bzw "Mittelschule für alle" mit einem "Volksbegehren" bewirbt, das die fortschreitende Verblödung unserer Jugend forcieren wird, kommt man aus dem fassungslosen Staunen nicht heraus.

    Hat den alten Sozi noch niemand vor versammeltem Publikum gefragt, was er sich dabei eigentlich denkt?
    Dazu fällt einem nur der alte abgedroschene Spruch ein:
    WASSER PREDIGEN UND WEIN TRINKEN=Für das gewöhnliche Volk die Gesamtschule fordern, aber das kostbare eigene Bubi in die Privatschule geben.

    Nein, heuchlerischer geht's wirklich nicht mehr. Das Schulgeld dürfte wohl beim "Salzbaron" keine Rolle spielen.

    • libertus
      27. Juni 2011 22:22

      Wie wahr, wie wahr!

      Einen FPÖler oder BZÖler hätten die Medien schon in der Luft zerrissen.
      Deren Sprösslinge hätte keine ruhige Minute mehr in der Privatschule genießen können!

      Jedenfalls beweist Androsch damit eindeutig, daß es den Sozis mit ihren Forderungen nurmehr um wenig gebildetes Stimmvieh geht!

    • Gandalf
      27. Juni 2011 22:35

      @ Undine
      Sie haben völlkommen recht. Ich kenne eine Reihe von "Klein - Androsch's", die vor Sendungsbewusstsein fast platzen und die ganze Welt mit egalitären Reformen beglücken wollen. Ihre Kinder sind aber dann, nach einem Studium in Havard oder zumindest an der Columbia Universität in den prominentesten kapitalistischen Firmen oder Kanzleien tätig. Und selber fährt man auf Urlaub - nein, nicht nach Jesolo, sondern nach Honolulu oder Bali. Na Ja. So sind sie halt, unsere Edelsozis!

    • Brigitte Imb
      27. Juni 2011 23:36

      @ libertus

      Ja klar, denn so "g´scheit wie die Bures oder der Hr. Bundeskasperl, et al, ist bald jemand und wie sollten diese Leuchten sonst weiterhin die Oberhand behalten können.

    • byrig
      28. Juni 2011 00:07

      was dazu kommt:je älter er wird,desto linker wird androsch!
      und so linke vollkoffer(ah,das tut gut,auch einmal ein bisschen proletarisch reden zu können) wie dieser "bildungsexperte" aus der steiermark,dieser provinzler schilcher,aber övp-mitglied in leitender steirischer funktion nach wie vor,unterstützen androsch!!!
      was aber nicht wunder nimmt,betrachtet man den durchaus erfolglosen führer dieser steirer-organisation,den blassen,uncharismatischen,in niederösterreich geborenen schützenhöfer.
      in nö ist er halt nix geworden.

    • Karl Rinnhofer
      28. Juni 2011 04:05

      @Undine
      Diese Heuchelei ist weit verbreitet; als (in diesem Punkt zeitweiser) Insider kann ich versichern: Die Öffentlichkeit würde staunen, welche Politiker, welche die „Sozialisierung der Bildungsgüter“, und „einzig mögliche Chancengleichheit in Gesamtschulen“ gebetsmühlenartig beschwören, ängstlich besorgt sind, dass IHRE Kinder NICHT in solchen landen und damit ihre allfälligen Begabungen verschütten lassen, sondern mit der abgeschotteten Welt teurer Privatschulen ein angemessenes Bildungsbiotop zuweisen.
      Das entspricht dem gewünschten Gesellschaftsmodell gerade der Gesamtschul-Fanatiker: Sie verraten ihre vorgebliche Klientel der „bildungsfernen Schichten“ durch Abwertung der staatlichen Schulen, wollen durch sozioökonomische Privilegierung des Privatschulbesuchs ihrer Kinder eine schmale Eliteschicht und ein breites, mit wertlosen Attesten ausgestattetes akademisches Proletariat ohne Perspektiven nach dem Motto „Wer nichts weiß, glaubt alles“.

    • Alex
      28. Juni 2011 10:13

      so sind sie halt, unsere verlogenen Salonsozialisten

    • cmh (kein Partner)
  11. libertus
    27. Juni 2011 20:46

    Erstens müßte bei allen diversen Umfragen der Auftraggeber dabeistehen, dann könnte man die Ziffern wesentlich besser interpretieren.

    Zweitens, da sich unter den Journalisten die meisten Schul- bzw. Studienabbrecher tummeln, ist deren Bewertung nicht verwunderlich.

    Und zuguterletzt: ich kenne eine Menge Leute im Bekanntenkreis, die beschlossen haben, bei politischen Auftraggebern einer Umfrage partout das Gegenteil zu sagen, als sie tatsächlich denken.

    Ergo sollte man Meinungsumfragen immer mit gesunder Skepsis begegnen und ihnen nicht die Aussagekraft zuerkennen, die sie vorgeben zu haben!

  12. Karl Rinnhofer
    27. Juni 2011 19:38

    @Wertkonservativer
    Grundsätzlich bin ich natürlich bei Ihnen, doch was hilft’s: Mit dieser Ihnen eigenen, stets versöhnlichen Art kommt man im gegenwärtigen Zeit der Werteerosion nicht weiter und wird immer auf der Verliererstraße landen. („Bescheidenheit ist eine Zier . doch weiter kommt man ohne ihr“)

    Ich möchte – in Ihrem Sinne - durchaus Gutes (aus der Vergangheit) bestätigend anmerken:: Im Bereich der Höheren Schule gab es in der Steiermark mit den Landesschulinspektoren Dr. Hartwig, Dr. Wiesmaier und DDr. Steiner (letzerer auch ÖVP – Landtagsabgeordneter) hervorragende Persönlichkeiten, die stets und zweifelsfrei hinter einer leistungsbetonten Schule standen und das Gymnasium nie zur Disposition gesetzt hätten. Die Genannen sind mittlerweile tot; manche ihrer (ideologiehörigen, instrumentalisierten oder populistischen) Nachfolger agier(t)en genau gegenteilig; manch (auch ÖVP-naher) Schulbehördenvertreter gefällt sich darin, sich linker als „offiziell“ Linke zu gebärden, (an sich gesetzeskonform) „fordernden“ Lehren in den Rücken zu fallen, leistungsfernen Verleumdern willig sein Ohr zu leihen.

    Der „Doyen der gymnasialen Schulaufsicht“ bekam, wie er mir in seinen letzten Lebenstagen erzählte, „de facto Hausverbot“ und fühlte sich als „persona non grata“; wer für die gymnasiale Langform votierte, bekam Schwierigkeiten („Leute sind untragbar, die glauben, mit dem Erhalt des Gymnasiums das Abendland retten zu wollen“); Lehrer, die den Bestand der alten Sprachen mit Argumenten legitimierten, um deren Weiterbestand zu sichern, (etwa in Elternabenden), wurden bei eben diesen abgewiesen (ähnlich erging es Vertretern anderen formalbildenden – nunmehr abwählbaren - Fächern, z.B. Darstellende Geometrie), während man den Vertretern der Alternativen bereitwillig ein Informationsbühne bot.

    Abschließend eine Bestätigung Ihres Befundes, wonach der Ausdruck „Gymnasium“ geradezu für obsolet erklärt wurde: Ähnlich ging es Begriffen wie „Elite“, „Pflichtbewusstsein“, „Leistung“ , „Pünktlichkeit“ oder „Belastbarkeit“ – sie wurden negativ besetzt bzw. für obsolet erklärt. Und wer sich Leistungswettbewerben (z.B. internationalen Spracholympiaden in alten Sprachen) erfolgreich stellte – musste sich mancherorts hinterher in hochnotpeinlichen Gesprächen dafür rechtfertigen und nachgerade für den Erfolg entschuldigen – es könnte ja durch die Überlegenheit dieser der „soziale Zusammenhang in der Klasse“ gefährdet sein ... !

    • PostScriptum
      27. Juni 2011 19:47

      Ich möchte mich hier einmal offiziell für Ihre Beiträge bedanken, Herr Rinnhofer. Sie liefern immer wieder sehr interessante Einblicke und Detailkenntnisse der Innenpolitik.

      Also danke für die Zeit und die Müh'!

    • Karl Rinnhofer
      27. Juni 2011 19:48

      Ich ersuche um Entschuldigung bei den Lesern: Diesen Kommentar legte ich aus unachtsamkeit an der falschen Stelle ab; ist Subkommentar zu Beitrag von "Wertkonservativer",s.u. Ja, ja - ein falscher Mausklick .... !

    • Schani
      28. Juni 2011 02:42

      Gymnasion einstens-eine Stätte,an der man in nacktem Zustand sportliche Wettkämpfe durchführte.
      Gymnasium heute-eine Stätte,an der geistige Nackerbatzeln aus der Politik herumfuhrwerken!

    • Immanuel
      28. Juni 2011 03:52

      @PostScriptum
      Ich freue mich aufrichtig über Ihre anerkennenden Worte; erwidere das „Kompliment“ aus Überzeugung: Wir lernen nicht nur von A.U., sondern den niveauvollen Beiträgen engagierter Bloger-Kollegen.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      28. Juni 2011 23:20

      Auch ich bin ein Rinnhofer-Fan, und nicht erst seit heute!

      Die Gelegenheit, es zu sagen, bietet sich an: Meine G'schrappen erleben dieses Gewäsch vom "sozialen Zusammenhalt der Klasse" und "Eliten sind asozial" ebenfalls, wenn auch an einem bundesdeutschen Gymnasium. Dabei sind sie alles andere als Streber, sondern spielen lieber Klavier, blödeln, schreiben depperte Schüttelreime, hören Beethoven, gehen schwimmen, radeln und lesen (zur Zeit) Thomas Mann und Joseph Roth, prüfen mich mit Cicero- und Tacitus-Texten ... während ihre Mitschüler sich mit bleichen Nachhilfelehrern quälen.

      Was lernen wir daraus? Das schulische Niveau wird in Österreich ebenso systematisch gesenkt wie in Deutschland; denn meine Kinder sind weiß Gott keine Genies oder Überflieger. Aber wenn die Latte so niedrig hängt, springt man halt lachend drüber. Zu unseren Zeiten war's härter.

      Herzliche Grüße an Herrn Rinnhofer und die Alpenrepublik!

  13. Martin Bauer
    27. Juni 2011 18:39

    Na, was sagt man dazu (ad Richter etc....)??

    http://www.krone.at/Oesterreich/Ermittlungen_gegen_ORF-Mann_Moschitz_eingestellt-Skinhead-Doku-Story-269866

    copy right Leo Koller: "Ich kann gar nicht so viel fr...."

    • terbuan
      27. Juni 2011 19:04

      Dazu ein nettes Posting zu diesem Bericht:
      ...jeder weiß, dass diese beiden vom ORF "gekauft" wurden. zumindest wurden sie "szenemäßig" eingekleidet, logischerweise dürften sie auch ein "taschengeld" für ihren auftritt in Wr.Neustadt erhalten haben (obwohl sie in Wien 10. wohnen). wer jetzt noch glaubt, sie waren nicht "gebrieft", darf in der nächsten ORF-doku als staatsanwalt auftreten."

    • libertus
      27. Juni 2011 20:41

      Sauerei!

      Österreich ist eine Bananenrepublik, ihr Recht geht vom ORF aus! *kotz*

    • brechstange
      27. Juni 2011 21:04

      Man fragt sich jetzt nur, warum der Oberhauser vom ORF hat gehen müssen, als er das von der Staatsanwaltschaft angeforderte Rohmaterial herausgeben wollte und warum dieses Anforderungsurteil dann wegen einer konstruierten Befangenheit aufgehoben hat werden müssen. Wozu der Aufwand, lieber ORF, wenn auf den Bändern eh nichts ist.

  14. Wertkonservativer
    27. Juni 2011 18:37

    Ich gebe zu, inzwischen zu Umfragen ein gespaltenes Verhältnis zu haben; ich habe zwar - aus purer Gutmütigkeit - jahrelang die mindest einmal im Monat eintrudelnden umfangreichen Umfrage-Briefe des Fessel-Institutes jeweils penibel beantwortet, doch kürzlich "den Hut draufgehaut" und die Leute ersucht, mich nicht mehr zu berücksichtigen.

    Wenn ich höre, dass nach Befragung von - sagen wir -600 Personen beiderlei Geschlechtes und verschiedenen Intelligenzgrades dann -wozuauchimmer - ein Ergebnis von 34,67 % ja oder nein herauskommt, kann ich eigentlich nur mehr lachen!

    Die Einschätzung der Durchschnittsbürger zu gewissen Fragen und Entwicklungen ist schon im eigenen Lande mit Vorsicht zu genießen. Aber, wie mike1 ganz richtig erwähnt, über Verhältnisse in anderen Ländern Europas befragt, werden die meisten Beurteilungen wohl Klischees bedienen: die Engländer sind steif und fad, die Italiener feurige Machos, die Schweden meist blond, die Ukrainer alle Mafiosi, usw. usf.

    Zur Ehrenrettung der Lehrerzunft: in meinem Freundeskreis befinden sich zumindest zehn meist inzwischen pensionierte AHS- und HAK-Lehrer; durchwegs feine Leute, die ihren Job jahrzehntelang mit großem Idealismus und Wissen ausgeübt haben.

    Dass sich die "Götter in Weiß" an der Spitze der Positiv-Wertungen befinden, wundert wohl niemanden! In der Ordination unseres Hausarztes wird auch die Frau Gemahlin dieses verdientvollen Mannes (sie sitzt am Computer, immerhin drei Klassen Handelsschule) von vielen Patienten ganz selbstverständlich mit "Frau Doktor" angesprochen! So stark ist der Strahlkraft des weißen Kittels, dass auch Unberufene sich in diesem Glanz sonnen können!

    Aber noch kurz zu der Umfrage (die ich nicht verfolgt habe): nur ein kleiner Teil der Befragten wird wohl wirklich relevante Vergleichsmöglichkeiten zwischen unseren und den jeweiligen Verhältnissen in den anderen Ländern haben; daher halte ich das Ergebnis kaum für sehr aussagekräftig.

    • libertus
      27. Juni 2011 20:48

      Sehr gescheit und paßt genau zu den Erfahrungen, die ich derzeit im Bekanntenkreis mache! Gratuliere!

    • byrig
      28. Juni 2011 00:25

      ich habe lange überlegt,wertkonservativer,ob ich ihnen zu diesem thema schreiben soll.jetzt tu ichs trotzdem.
      vor einiger zeit habe ich bei einer diskussion betreffend akademischer probleme gefragt,wieso eine mitbloggerin,nichtakademikerin,so ei interesse zeigt und mitdisskutiert.
      ihre reaktion war empörung,wertkonservativer,vielleicht können sie sich erinnern,ich bin sogar sicher.
      sie haben mir auch mitgeteilt,kein akademiker zu sein.
      jetzt kritisieren sie arztfrauen,die ungefähr ihren ausbildungsstand haben,die als "frau doktor" angesprochen werden und sich so ansprechen lassen.
      warum ich das schreibe-besser poste?
      ich hab mich damals entschuldigt.aber als moralische instanz,die je nach situation entscheidet,akzeptiere ich sie sicher nicht.bei aller freundschaft und aller übereinstimmung,die wir sachlich oft haben.

    • Wertkonservativer
      28. Juni 2011 05:20

      @ byrig

      ganz kann ich Ihnen da nicht folgen!

      Ich wollte da nicht die "Frau Doktor" veräppeln, sondern bestenfalls die doktorsüchtigen Patienten! Die Frau meines Ärztes hat ja schließlich nie verlangt, als "Frau Doktor" angeesprochen zu werden.

      An die Diskussion mit Ihnen kann mich nicht erinnern, auch nicht an Ihre Entschuldigung (für was übrigens?).
      Ich habe mein Jugendschicksal offen ausgesprochen (nach Aussiedlung sechs Klassen Mittelschule in Wien, dann sofort in den Arbeitsprozess), und schon daher Nichtakademiker sicherlich nicht wissentlich heruntergesetzt oder beleidigt.

      Jetzt dämmert's mir: Sie waren damals recht sarkastisch und wirklich entschuldigungssreif!
      Aber meine kleine Pointe von gestern? Muss ich mich jetzt auch entschuldigen?
      Sagen Sie es mir, werter byrig!

      (mailto: gerhard@michler.at)

    • Undine
      28. Juni 2011 09:28

      @byrig

      Diese unrühmliche Diskussion von damals hatte ich fast schon vergessen! Aber da Sie sie selbst ansprechen, möchte ich mich dazu kurz äußern.
      Es ist ein haushoher Unterschied, ob jemand das Gymnasiums wegen "allgemeinen Versagens"und mangelnder Qualitäten abbricht oder ob ein wissensdurstiger Schüler notgedrungen in Notzeiten es verlassen MUSS!
      Vom Wertkonservativen weiß ich, daß er, der im Krieg seinen Vater, zwei seiner Brüder und zu allem dazu auch noch die Heimat und die Existenzgrundlage verloren hatte, gezwungen war, die Mutter im verzweifelten Lebenskampf zu unterstützen. Das hieß, daß er--obwohl mit großem Wissensdurst ausgestattet--das Gymnasium verlassen MUSSTE, weil er gezwungen war, Geld zu verdienen, damit sich die kleingewordene Familie über Wasser halten konnte. An ein Studium war deshalb nicht zu denken; damals wurde den Leuten nicht, wie jetzt, alles nachgeworfen.

      Zu dieser Zeit war es nicht so, daß Krethi und Plethi die Gymnasien bevölkerten und in der Folge die Universitäten. Heute hat wirklich jeder, auch die größten NULLEN die Chance, das Gymnasium zu besuchen und anschließend eine Universität, auch wenn er/sie keinerlei geistige Vorraussetzungen dafür vorzuweisen hat.

      Es ist also ein Riesenunterschied, ob jemand seine Zeit auch ohne jegliches Interesse im Gymnasium absitzt oder ob jemand, obwohl mit reichlich Intelligenz und Wissensdurst Ausgestatteter gezwungen ist, die Schule aus oben genannten Gründen abzubrechen.

      Der Wertkonservative ist damit nicht alleine, denn in dieser Zeit konnten viele junge Menschen trotz ihrer geistigen Fähigkeiten keinen Akademikergrad erwerben.

      Ich weiß nicht mehr, wer den Satz geprägt hat:
      MEINE BÜCHER SIND MEINE UNIVERSITÄT

      Dieser Satz scheint für unseren lieben Wertkonservativen gegolten zu haben und tut es wohl noch immer.

    • Wertkonservativer
      28. Juni 2011 10:05

      Liebe Undine,

      jetzt bin ich wirklich sprachlos und beschämt; mich mit einem derartigen Aplomb zu verteidigen, das treibt mir altem Knaben die Tränen in die Augen!

      Vielen Dank, edle und hochgesinnte Frau!

    • Undine
      28. Juni 2011 22:02

      @Wertkonservativer

      Jetzt ist's aber an mir, "rot" (natürlich auf keinen Fall politisch!!!) zu werden! :-)

    • byrig
      28. Juni 2011 23:24

      es ging damals überhaupt nicht um den wertkonservativen.sondern er hat mich empört gerüffelt,als ich einer nichtakademischen mitbloggerin die frage stellte,warum sie bei den in frage stehenden doktorarbeiten des deutschen verteidigungsministers gutenberg und des österreichischen eu-kommissars gar so engagiert mitdiskutiert.
      der werte wertkonservative empfand das als gemein,da hab ich mich entschuldigt.
      jetzt äussert er ähnliches bei den arztfrauen.,die seiner meinung nach gerade einmal die handelsschule abgeschlossen haben und hinterm computer sitzen.
      werter wertkonservativer,ich will jetzt durchaus keinen konflikt beginnen.nur hat mich ihre damalige zurechtweisung bezüglich meines akademischen snobismus doch so getroffen,dass ich das nicht vergessen habe und deshalb jetzt so geantwortet habe.

    • Wertkonservativer
      29. Juni 2011 08:14

      Werter @ byrig:

      ich kann mich wirklich nicht mehr an meine - von Ihnen so heftig kommentierte - Replik auf Ihre Äußerung erinnern, und bitte Sie hiemit, mir diese - sei es im Forums-Rahmen, oder aber im Mail-Verkehr (gerhard@michler.at) - wieder in Erinnerung zu rufen. Wie ich mich zu kennen glaube, kann ich mir nicht recht vorstellen, damals wirklich EMPÖRT Stellung genommen zu haben.
      Falls doch, bin ich bereit, diese meine damalige Äußerung nicht nur zu bedauern, sondern mich für diese auch zu entschuldigen!

    • Florin
      29. Juni 2011 09:25

      Da die damalige Empörung u.a. eher von mir als von Ihnen ausging, werter Wertkonservativer, hier der Link:

      http://www.andreas-unterberger.at/2011/02/fusnote-172-nicht-doktor-karl-theodor/

      Leider weiß ich nicht wie man präzise den Abschnitt verlinkt, den man meint. Sie müssen etwa bis zu Mitte "hinunterscrollen" um die entsprechenden Bemerkungen zu finden. Im Nachhinein eher erheiternd; einer der vielen Stürme im Wasserglas in diesem Blog.

    • Wertkonservativer
      29. Juni 2011 12:45

      Jetzt, werter @byrig, ist dank @florins Schatzgräberei Ihre damalige Sonderleistung und die anschließende Diskussion der Öffentlichkeit wieder zugänglich.

      Wenn Sie ehrlich sind (und das sind Sie, wie ich Sie vom Blog aus kenne), werden Sie feststellen, dass erstens nicht ich der Hauptankläger war (bestenfalls ein Mitläufer), und zweitens, dass Sie damals ja recht seriös zurückgerudert sind und sich bei Brigitte Imb quasi entschuldigt, weiters auch Florin und mir die maßvollen Nasenstüber nicht krumm genommen haben.

      Also, bitte, etwas mehr Gerechtigkeit für den so hart angeklagten Wertkonservativen!
      (Meine damals nach Ihrem Rückzugsgefecht gemachte Schlussbemerkung sollte Ihre jetzigen Bemerkungen mir gegenüber doch etwas relativieren)!

      Beste Grüße;! (von meiner Seite Schluss der Debatte)

      (mailto: gerhard@michler.at)

    • byrig
      30. Juni 2011 00:25

      ja,schluss damit!l.g.an alle!

  15. Karl Rinnhofer
    27. Juni 2011 18:33

    Aktuelle Rundfunkmeldung 27. 6., etwa 16.30 h, Ö II Steiermark).
    „Die Steiermark-ÖVP schert von der Bundes-ÖVP aus und gibt eine Empfehlung zum Unterschreiben des Bildungsvolksbegehrens von Dr. Androsch ab"

    Also: ÖVP Steiermark für Gesamtschule. Von dieser Landesorganisation mit ihrem "eigenständigen Weg" ist Solidarität zu Spindeleggers Team nicht zu erwarten, wie ich schon in einigen meiner letzen Beiträge feststellte. Auch Min. Karl als Wissenschaftsministerin, ÖVP- LR Edlinger-Ploder, ÖVP Veit Sorger (Industriellenvereinigung) votierten unmissverständlich für die Gesamtschule, und SPÖ/Grüne--Positionen, bezeichnenderweise kommt Schilcher (ÖVP-Ex-Landesschulratspräsident) aus dieser - um für das Androsch-Volksbegehren zu arbeiten und SPÖ-Positionen rhetorisch gewandt landauf-landab zu bewerben.

    Weitere steirische hohe ÖVP – Funktionsträger samt schulpsychologischem Dienst werden sei Langem von der SPÖ für ihre Ziele instrumentalisiert (wie übrigens der in Schulfragen weitgehend ahnungslose und immer weniger luzide wirkende Dr. Androsch selbst), überholen diese in einigen Positionen und Handlungsmustern nochmals links, gefallen sich in der Rolle, „fordernde“ Lehrer zu diskreditieren (die weitgehend der Unterstützung der vorgesetzten Behörde entbehren) und somit die wichtigste Grundlage fruchtbar-nachhaltigen Bildungsprozesses (Vertrauen der Schulpartner zueinander) - zu entziehen.

    Vielmehr sollte man eine engagierte Initiative als Gegenposition unterstützen: www.bildungsplattform.or.at. Sie hat viel größere Affinität zu einer Schule, in der Leistung noch etwas zählt, als die ideologisch motivierte Gleichmacherei-Einheitsbrei-Spaß-und-Kuschelpädagogik-Berechtigungsinflations-Position des Androsch-Volksbegehrens, das sich mit No-Na-Argumenten Zukunftstauglichkeit eines damit de facto endgültig verunstalteten, nicht konkurrenzfähigen Bildungswesens arrogiert.

    Ein Trauerspiel, dass eine vorgeblich der Leistung und Verantwortung verpflichtete Partei – bzw. eine Landesorganisation davon – nicht auf die Idee kommt, Exponenten einer differenzierten Leistungsschule zu unterstützen, sondern das exakte Gegenteil zu empfehlen.

    • terbuan
      27. Juni 2011 18:44

      Es ist schier unglaublich, was sich diese steirische ÖVP leistet, Subventionsmißbrauch durch Verlagerung der Produktion nach China, kein Problem, von der Desavouierung der Bevölkerung des Ausseerlandes ganz zu schweigen, die Rückkehr der AT & S Zentrale nach Leoben genügt dieser Partei offensichtlich um sich mit diesem Herrn ins Bett zu legen!
      Oder liegt der Schützenhofer mit dem Voves schon dort? Ich glaub's einfach nicht!

    • Wertkonservativer
      27. Juni 2011 18:54

      Werter Herr Rinnhofer,

      die Steirer sind und waren schon immer - oft charaktervolle - Querschädeln und Sturköpfe; denken wir doch an den inzwischen sagenhaften LH Krainer!
      Die Gegnerschaft zu Wien und anderen Bundesländern wirkt sich - auch in der SPÖ (siehe Voves) - immer wieder in heftigen Wortgefechten aus.

      Zur Schulfrage: ich bin genauso unglücklich wie Sie; was soll aber herauskommen, wenn ein Schilcher dort das alleinige Sagen im Schulbereich hat!

      Eine Frage der Gerechtigkeit: beurteilen wir die Performance der ÖVP nicht nur von den Rändern (und Ländern) her, sondern von der Haltung der Gesamtpartei: die ist eindeutig pro differenzierte Leistungsschule, und somit für die Beibehaltung der Gymnasium-Unterstufe!
      Ist es Ihnen auch schon aufgefallen: das Wort "Gymnasium" ist dem Wortschatz der Medien und der Politiker inzwischen komplett abhanden gekommen: es wird - ganz verschämt - nur mehr von der "Oberstufe" gesprochen! Dass zu einer Oberstufe auch ganz selbstverständlich eine "Unterstufe" gleicher Ausrichtung gehört, wird geflissentlich übersehen.

    • terbuan
      27. Juni 2011 19:08

      Wertkonservativer
      alles schön und gut, aber dies ist kein gutes Zeugnis für die Führungsqualität des Parteiobmanns, in so einer wichtigen Angelegenheit DARF so etwas ohne Konsequenzen nicht passieren, sonst kann sich die Partei gleich selbst aufgeben!

    • Wertkonservativer
      27. Juni 2011 19:29

      Recht hast', Terbuan!

    • Karl Rinnhofer
      27. Juni 2011 19:43

      @Wertkonservativer (Bitte um Entschuldigung an alle Leser; positionierte vorhin den Subkommentar an der falschen Stelle)

      Grundsätzlich bin ich natürlich bei Ihnen, doch was hilft’s: Mit dieser Ihnen eigenen, stets versöhnlichen Art kommt man im gegenwärtigen Zeit der Werteerosion nicht weiter und wird immer auf der Verliererstraße landen. („Bescheidenheit ist eine Zier . doch weiter kommt man ohne ihr“)

      Ich möchte – in Ihrem Sinne - durchaus Gutes (aus der Vergangheit) bestätigend anmerken:: Im Bereich der Höheren Schule gab es in der Steiermark mit den Landesschulinspektoren Dr. Hartwig, Dr. Wiesmaier und DDr. Steiner (letzerer auch ÖVP – Landtagsabgeordneter) hervorragende Persönlichkeiten, die stets und zweifelsfrei hinter einer leistungsbetonten Schule standen und das Gymnasium nie zur Disposition gesetzt hätten. Die Genannen sind mittlerweile tot; manche ihrer (ideologiehörigen, instrumentalisierten oder populistischen) Nachfolger agier(t)en genau gegenteilig; manch (auch ÖVP-naher) Schulbehördenvertreter gefällt sich darin, sich linker als „offiziell“ Linke zu gebärden, (an sich gesetzeskonform) „fordernden“ Lehren in den Rücken zu fallen, leistungsfernen Verleumdern willig sein Ohr zu leihen.

      Der „Doyen der gymnasialen Schulaufsicht“ bekam, wie er mir in seinen letzten Lebenstagen erzählte, „de facto Hausverbot“ und fühlte sich als „persona non grata“; wer für die gymnasiale Langform votierte, bekam Schwierigkeiten („Leute sind untragbar, die glauben, mit dem Erhalt des Gymnasiums das Abendland retten zu wollen“); Lehrer, die den Bestand der alten Sprachen mit Argumenten legitimierten, um deren Weiterbestand zu sichern, (etwa in Elternabenden), wurden bei eben diesen abgewiesen (ähnlich erging es Vertretern anderen formalbildenden – nunmehr abwählbaren - Fächern, z.B. Darstellende Geometrie), während man den Vertretern der Alternativen bereitwillig ein Informationsbühne bot.

      Abschließend eine Bestätigung Ihres Befundes, wonach der Ausdruck „Gymnasium“ geradezu für obsolet erklärt wurde: Ähnlich ging es Begriffen wie „Elite“, „Pflichtbewusstsein“, „Leistung“ , „Pünktlichkeit“ oder „Belastbarkeit“ – sie wurden negativ besetzt bzw. für obsolet erklärt. Und wer sich Leistungswettbewerben (z.B. internationalen Spracholympiaden in alten Sprachen) erfolgreich stellte – musste sich mancherorts hinterher in hochnotpeinlichen Gesprächen dafür rechtfertigen und nachgerade für den Erfolg entschuldigen – es könnte ja durch die Überlegenheit dieser der „soziale Zusammenhang in der Klasse“ gefährdet sein ... !

    • Karl Rinnhofer
      27. Juni 2011 19:45

      @Terbuan
      Ja, unfassbar angesichts der Fakten - aber keineswegs unerwartet, wer die einschlägige Entwicklung in den letzen Jahren kennt.

    • PostScriptum
      27. Juni 2011 19:53

      @ Rinnhofer

      In Ihrer Aufzählung haben Sie die Grinsekatze vergessen. Warum der nicht schon offiziell SPÖ- Mitglied ist, wundert mich schon lange.

    • terbuan
      27. Juni 2011 20:01

      Gerhard & Karl
      Danke für Eure Zustimmung, aber jetzt bin ich erst richtig zornig, aber nicht wegen Euch!
      Als quasi zweiheimischer Wahlsteirer ist in den letzten 20 Jahren eine sehr starke emotionale Bindung an dieses "störrische Bergvolk" stetig gewachsen.
      Und als bei den letzten Gemeinderatswahlen im traditionell roten Ausseerland die SPÖ in fast allen Gemeinden die Mehrheit verloren hat, war ich sehr glücklich über diesen Ausgang, nach Jahrzehnten haben wir in Altaussee wieder einen Bürgermeister der ÖVP!
      Die Hauptursache für diese erdrutschartige Veränderung waren die Aussagen des Wahlausseers Androsch, der in einem Interview mit der Steirerkrone die breite Bürgerintitative zum Erhalt der Ausseer Chirurgie als eine "Aktion einer Handvoll profilierungsneurotischer Wichtigmacher" abgekanzelt hat!
      Man kann sicherlich über den Erhalt kleiner Krankenhäuser und deren Ausstattung in einem geografisch vor allem im Winter schwer zugänglichen Gebiet diskutieren, aber nicht in diesem Ton und hinter dem Rücken der Bevölkerung!
      Und jetzt kommt die steirische ÖVP daher und unterstützt dieses Volksbegehren dieses Herrn, der für viele hier ein Verräter ist, das ist einfach der Gipfel der Blind-und Blödheit!
      Verzeiht mir bitte diese harschen Töne, aber es mußte sein.

    • byrig
      27. Juni 2011 21:28

      paradoxerweise ist die steirer-övp endgültig unter dem niederösterreicher schützenhöfer zur unwählbarkeit verkommen.
      statt verräter wie den schilcher sofort zu feuern,wird die haltung,den sozialisten androsch beim volksbegehren zu unterstützen,parteilinie!
      und die steirischen övp-wähler gutieren sowas sicher nicht,wie man an terbuans reaktion erkennt!
      unter dieser führung wird es die steirer-övp niemals schaffen,wieder nr.1 zu werden.und diese steirer-övp hätte die führung auch nicht verdient!

    • diko
      27. Juni 2011 22:36

      terbuan
      byrig
      Karl, sowieso
      genausau ist es !!!!!

    • diko
      27. Juni 2011 22:38

      GENAUSO, pardon

    • Reinhard (kein Partner)
      29. Juni 2011 05:49

      Und wenn dann die Steirer enttäuscht den Roten und den Schwarzen das Achterdeck zukehren und ihr Kreuzchen bei den Blauen machen, wird Restösterreich, kunstvoll aus den Redaktionsstuben der Qualitätsmedien dirigiert, den Kanon der bösen Kellernazis in den südlichen Bergen schmettern...
      Aber welche Wahl hat man noch, wenn die Schwarzen die Roten (und, siehe Graz, gelegentlich auch die Grünen) in hohem Bogen weit links zu überholen versuchen?

  16. alfons adam
    27. Juni 2011 17:11

    Vorausschicken möchte ich, daß es (noch immer) fachlich und menschlich hochqualifizierte Richter gibt. Bedauerlicherweise solidarisieren sie sich mit solchen, die den Ruf der Rechtssprechung sicher noch weiter beschädigen werden. Ganz sicher bin ich mir, daß in den 60iger Jahren, als meine Berufstätigkeit begonnen hat, das fachliche Niveau und das menschliche Bemühen der Richterschaft viel besser waren. Was ich in den letzten Jahren meiner anwaltlichen Berufspraxis selbst erleben und von Kollegen erfahren mußte, würde bei detaillierter Darstellung niemand glauben, weil man es einfach nicht für möglich hält. Es wundert mich nicht, daß immer mehr Mitbürger solche Erfahrungen machen, die das Ansehen der Gerichtsbarkeit sinken lassen. Ein Rezept dagegen weiß ich nicht. Eine Änderung zum Positiven ist wohl erst zu erwarten, wenn der allgemeine Moralpegel steigt. Und das ist nicht in Sicht.

    • Gandalf
      27. Juni 2011 22:52

      @ alfons adam
      ja, Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Die linksdrehenden Tendenzen in der Richterschaft, vor allem aber bei den Staatsanwälten, sind seit der unseligen Zeit des grossen Gauklers und seines bösen Justizgeistes Broda immer stärker geworden, und so lange immer nur rote oder schwache Persönlichkeiten Justizminister werden, wird sich das auch nicht ändern. Daher haben auch alle recht, die in der Umfrage ihre Skepsis gegenüber der Justiz ausgesprochen haben. Bestes Beispiel ist doch die skandalöse Einstellung des Verfahrens gegen den ORF- Desperado Ed(?) Moschwitz, oder wie immer der Kerl auch wirklich heissen mag.

    • Undine
      28. Juni 2011 16:35

      @Gandalf

      Und nicht zu vergessen: Das Urteil gegen Frau Elisabeth Sabaditsch-Wolff! Diese völlig unbescholtene Frau wurde von einem ÖSTERREICHISCHEN GERICHT SCHULDIG GESPROCHEN, weil sie ehrlich und guten Glaubens negative Wahrheiten den Islam betreffend ausgesprochen hat. Man faßt es einfach nicht.

      Wer nach solchen Urteilen--Ed. Moschitz / Elisabeth Sabaditsch-Wolff--noch Vertrauen in die österreichische Justitz haben soll, den wird man bald mit der Lupe suchen können. Auf der einen Seite ein ORF-Mann, der eine "DOKUMENTATION" bis aufs Äußerste in typisch linker Manier MANIPULIERT hat, auf der anderen Seite eine Frau, die aus jahrzehntelanger persönlicher Erfahrung vor den Schattenseiten des ISLAM warnt. Der eine wird freigesprochen, die andere verurteilt.In meinen Augen beides Fehlurteile!

  17. PostScriptum
    27. Juni 2011 17:10

    Manchmal kommt mir beim Gedanken an Österreich unweigerlich das Bild des topfiten 40- jährigen, rauchenden Familienvaters, der eines Tages wegen einer Lappalie im Krankenhaus landet und bei dem Lungenkrebs im Endstadium diagnostiziert wird.

    Auch in Österreich wird es eines Tages, und dieser Tag wird nur noch ein paar Jahre auf sich warten lassen, heißen: rien ne va plus!

    • M.S.
      27. Juni 2011 22:52

      Ich fürchte, wenn kein Wunder geschieht - und Wunder geschehen in der Politik selten, können wir diesen Tag schon früher als in ein paar Jahren erwarten.

  18. terbuan
    27. Juni 2011 17:08

    Auf der Homepage von ORF-OÖ wird diese Umfrage auch besprochen.
    Von der Zustimmung zum Bildungswesen findet man jedoch keine Zeile.
    Man möchte offensichtlich dem Volksbegehren des Salzbarons keinesfalls in den Rücken fallen!
    http://ooe.orf.at/stories/522635/

    Davon abgesehen war dies wieder einmal "nona" Fragen, mangels Vergleichsmöglichkeit votiert man im Zweifel lieber für das eigene Land, zumal es den meisten Menschen hier ja derzeit vergleichsweise (noch) sehr gut geht!

  19. mike1
    27. Juni 2011 17:02

    nun ja, wieder eine umfrage, mit deren ergebnissen man nicht wirklich was anfangen kann.
    dass wir in österreich noch ein halbwegs schönes leben führen können, ist ja offensichtlich, aber wer weiß denn schon wirklich, in welchen ländern was besser oder schlechter ist ? ist z.b. die altersversorgung bei uns wirklich besser als woanders ? möglicherweise ja, vielleicht aber auch nicht. so geht's bei allen diesen fragen. ich hab mir die umfrage angesehen, ich halte sie nicht wirklich für aussagekräftig.
    es ist ja auch schwer für viele, solche fragen beantworten zu können, wenn man aus den eigenen vier wänden (= österreich) nicht herausgekommen ist und sich medienmäßig auf den orf oder die krone, etc. etc. verläßt.
    ich selbst bin schon sehr viel in der welt herumgekommen, ich getraue mich aber trotzdem nicht, alles wirklich beurteilen zu können.





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