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Jean Ziegler und die Wahrheit

Und wieder hat die grün-linke Kulturschickeria samt ihren journalistischen Hofnarren eine Märtyrerstory erfunden. Und wie fast immer stimmt fast nichts daran. Was jenen Kreis nicht hindert, die Geschichte mit großer Begeisterung weiterzuerzählen. Hautdarsteller ist der linksradikale Schweizer Soziologe Jean Ziegler, der behauptet, von den Salzburger Festspielen auf Druck einer düsteren Verschwörung als schon eingeladener Referent wieder ausgeladen worden zu sein.

Der wortmächtige Ziegler hat die Chance erkannt, sich wieder einmal in den Vordergrund zu reden. Er porträtiert sich seit einigen Tagen als doppeltes Opfer: einerseits einer kapitalistischen, andererseits einer jüdischen Verschwörung. (Hatten wir das nicht schon einmal?)

Ziegler bezeichnet sich einerseits als unschuldiges Opfer von „UN-Watch“, einer Organisation des American Jewish Committee, die ihn in der Tat schon mehrfach für seine antidemokratischen Positionen kritisiert hat. Von einer jüdischen Gruppe kritisiert zu werden, macht ihn in vielen linken Kreisen automatisch zum Heiligen.

Der Schweizer verbreitet zugleich – wie bei ihm üblich, ohne irgendeinen Beweis vorzulegen, – die Behauptung, dass Sponsoren der Salzburger Festspiele wie der Lebensmittelkonzern Nestle seine Ausladung betrieben hätten. Ziegler hatte nämlich in den vergangenen Jahren in seinem blinden – längst auch für die Schweizer Sozialdemokraten nicht mehr tragbar gewesenen – Hass auf die Marktwirtschaft auch Nestle mehrfach heftig attackiert. Und Nestle ist seit Jahren ein Sponsor der Festspiele.

Es gibt aber absolut keine Beweise, dass die Sponsoren der Festspiele überhaupt davon gewusst haben, dass Ziegler für diese Rede auserkoren war. Die ersten Meldungen über Ziegler und Salzburg sind erst in Zusammenhang mit Zieglers Ausladung aufgetaucht. Auch die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, die für die Auswahl der Eröffnungsfestredner zuständig ist, und die Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler betonen, dass sie nie mit einem Sponsor über das  Redeprojekt Ziegler gesprochen haben. Und dass die Ausladung einzig eine Entscheidung Burgstallers gewesen ist, die darin von Rabl-Stadler unterstützt wird. Der Grund der Ausladung: Zieglers Nähe zu Muammar Gaddafi, die in Zeiten wie diesen irgendwie blöd ausschauen würde.

Ziegler dementiert jedoch heftig eine solche Nähe. Er sondert zur Unterstreichung dieses Dementis sogar heftige Kritik an Gaddafi ab, nennt diesen „völlig verrückt“ und unterstützt verbal die Aufständischen. Das genügt den üblichen Verdächtigen – also den politisch in aller Regel völlig ahnungslosen Kulturjournalisten und einigen Linksaußen-Autoren wie Elfriede Jelinek oder Peter Turrini – um flammende Solidarität für Ziegler zu äußern. Das Recherchieren von Fakten ist bei dieser Gruppe ja noch nie Mode gewesen. Ihnen ist die tatsachenfreie Erregung viel wichtiger, ist sie doch einfacher und zeitgeistiger.

Denn sonst hätten die Journalisten nur in ihr Archiv gehen müssen und dort etwa schon am 25. April 1989 die erste Meldung gefunden: „Der libysche Staatschef Muammar el Gaddafi hat einen mit 250.000 Dollar (rund 3,2 Millionen Schilling) dotierten "Menschenrechtspreis" gestiftet. Das teilte der sozialdemokratische Schweizer Parlamentsabgeordnete und Genfer Soziologieprofessor Jean Ziegler am Sonntag mit.“ Und weiter: „Die Preisträger werden von einem Komitee bestimmt, dem außer Ziegler der Chef der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO, Sam Nujoma, der französische Jurist Robert Charvin, der sudanesische Rechtsprofessor Nasser Cid und der Gründer des Weltbundes der Partnerstädte, Jean-Marie Bressand, angehören.“

Mit anderen Worten: Ziegler wurde damals einer der wichtigsten Propaganda-Träger des libyschen Diktators. Er hat sich dabei an der besonders zynischen Operation eines Gaddafi-„Menschenrechtspreises“ beteiligt. Ein solcher Preis eines terroristischen Staatschefs, der ganze Flugzeuge in die Luft jagt, muss einem in seiner Verlogenheit erst einfallen. Ziegler war dabei aber nicht nur als Mitglied des Komitees, das die Preisträger auswählt, aktiv, sondern sogar als dessen Sprecher. Da kann man mit extrem großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass er das nicht nur für Gotteslohn, pardon Allahs Lohn gemacht hat. Die für diesen Preis reservierten zehn Millionen Dollar wurden – ausgerechnet – von einer Stiftung nach Schweizer Recht verwaltet.

Und noch 2009 ist Ziegler erklärtermaßen nur deshalb nicht als eingeladener Ehrengast zu den libyschen Revolutionsfeiern angereist, weil Gaddafi gerade zwei Schweizer Geschäftsleute als Geiseln genommen hatte – deren Freilassung Ziegler übrigens immer wieder, wenn auch zu Unrecht ankündigte. Ohne diesen Zwischenfall wäre er auch 2009 noch gerne nach Libyen geflogen.

Distanzierungen Zieglers von Gaddafi sind hingegen erst zu finden, seit dessen Sturz unmittelbar bevorzustehen scheint. Dennoch beten die diversen Feuilletons jetzt die neuentdeckte Aversion Zieglers gegen Gaddafi brav und kritiklos herunter.

Gabi Burgstaller ist daher ein ehrliches Kompliment für die Ausladung Zieglers zu zollen. Die Salzburger Landeschefin hat sich ja schon mehrfach als mutige Selbstdenkerin profilieren können. Was in der Politik eine eher seltene Erscheinung ist.

Freilich hätte sie auch schon vor der ersten Einladung an Ziegler mehr denken lassen können. Denn die Positionen des linksradikalen Hasspredigers sind seit langem bekannt – und werden etwa in Ö1 fast wöchentlich voller Andacht verbreitet. Es ist auch mehr als diskutabel, ob der Stargast der Wiener Audimax-Randalierer als Festspiel-Redner von irgendjemandem ernstgenommen worden wäre.

Wir lernen daraus wieder einmal so manches: Erstens, gewinnbringende Stiftungen nach Schweizer Recht sind nur einem Ziegler und einem Gaddafi, aber niemandem anderen erlaubt. Denn sonst wird die Stiftung von Ziegler verdammt.

Und zweitens: Immer dann, wenn der verlogene Zynismus am größten ist, sind die Grünen am nächsten. Denn sie machen mit diesem Herrn Ziegler eine Gegenveranstaltung zu den Festspielen in Salzburg.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2011 07:06

    Dieser Beitrag Dr. Unterbergers mit der anschließenden Diskussion ist für mich ein gutes Beispiel, warum ich diesen Blog so schätze!
    Zu einem scheinbar belanglosen Thema, weil ein Nichtstattfinden immer belanglos ist, das von Agitatoren zu einem Aufreger gemacht wurde, von mir aber trotzdem nur am Rande beachtet wurde, erklärt Dr. Unterberger die Zusammenhänge und seine Schlußfolgerungen.
    Und hier, sowie in der anschließenden Diskussion erfahre ich viel Neues (Kontakt mit dem Massenmörder Ché, lybische Konnection, salzburger Zickenstadl etc. ),
    Information, die ich in einem anderen Medium so nie bekommen würde. Dafür möchte ich Dr. Unterberger und allen Blogteilnehmern danken!

  2. Ausgezeichneter KommentatorAlfred E. Neumann
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2011 18:00

    Die Linken dürfen immer alles. Und stets ohne Genierer.

    (Gusenbauer berät Nasarbajew, Fischer den REWE-Konzern, Schröder den russischen Konzern TNK-BP Ltd.)

    Und Ziegler war eben ein Freund von Che Guevara und Gaddafi, na und?

  3. Ausgezeichneter KommentatorRichard Mer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2011 18:32

    Der Hinweis auf Ö1 ist gut. Es gab dort einmal ein gespenstisches Ziegler Gespräch, wie aus einem anderen Universum. Er hat über Che Guevara gesprochen, und über ein Treffen von ihm (Ziegler) mit dem anderen (Che) in Genf. Ziegler wollte laut Eigenangabe damals unbedingt die Kommunisten in Kuba unterstützen, die laut seiner Schilderung noch in schweren Kämpfen standen. Und Che hat zu ihm gesagt: "Mein Platz ist dort mit der Waffe, Dein Platz ist hier, in der Höhle des Löwen". In der Erzählung von Ziegler klang das wie das Gespräch von zwei alten, abgekämpften Kameraden, die viel gemeinsam durchgemacht haben, und auf gemeinsamer Augenhöhe sprechen. Deswegen ist Jean Ziegler ja auch der Leider-nicht-Revolutionär.

    Michael Häupl ist so ein anderer Leider-nicht-Revolutionär, spätestens seit der Statue. Die Vorstellung, dass dieser dicke Wiener und dieser dicke Genfer mit einer Waffe neben Che die kubanischen Tabakfelder unsicher machen ist derart absurd, man muss ihm schon einen gewissen Sinn für gespenstische Inszinierungen haben, und einen ordentlich abgestumpften Sinn für Realität, um so etwas so pathetisch sagen zu können wie Herr Ziegler.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2011 17:36

    Also, den Herrn Ziegler und seine Weltsicht habe ich bis vor kurzem eigentlich gar nicht wahrgenommen; ist das schlimm?

    Wenn das, was A.U. über Herrn Zieglers Verbandelung mit Herrn Gaddafi stimmt (was wohl anzunehmen ist), dann ist der Mann nicht ernst zu nehmen: ein richtiger Wendehals!
    Die Grünen werden hier ja täglich negativ abgehandelt: jedenfalls sind die ärger als alle Roten zusammen. Allerdings, eine Rothaut ist mir - so wie A.U. - in letzter Zeit schon öfter angenehm aufgefallen: die Salzburg-Gabi! Die scheint wirklich in Ordnung zu sein!

    Dagegen Jelinek, Turrini und die ganze Rot-Grün-Unkultur-Blase: da dreht sich einem ja wirklich der Magen um!
    Kulturland Österreich, weit hast Du's gebracht!

  5. Ausgezeichneter Kommentatormax
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2011 17:42

    Ich frage mich nur, wie ums Himmels Willen jemand auf die abstruse Idee gekommen ist, Ziegler überhaupt in Erwägung zu ziehen. Als Schweizer kenne ich diesen Herrn leider schon etwas länger. Selbstverständlich war Ziegler immer ein klar deklarierter Freund Gaddaffis. Ebenso wie er Freund Mugabes, Castros, Guevaras, Chavez und anderer liebenswerter Kerlchen war/ist. Auch sein Antisemitismus ist wohlbekannt. Weiter bekannt ist, dass Ziegler drauflos lügt, wenn er den Mund aufmacht. Wegen unwahrer Behauptungen in seinen Büchern hat er so gut wie jeden zivilrechtlichen Prozess verloren, der gegen ihn angestrengt wurde. Deshalb hat der Gute auch mittlerweile über sechs Millionen Franken Schulden. Und das bei seinem Gehalt und seiner Pension!
    Nun ist es aber so, dass Ziegler bei uns nicht mal mehr als Pausenclown durchgeht. Selbst bei seiner sozialistischen Partei ist er untendurch. Spricht man einen seiner Genossen auf ihn an, wird die Miene leicht säuerlich. Schliesslich war Ziegler sich dann auch nicht zu schade, nachdem ihn die SP Genf nicht mehr zur Nationalratswahl portieren wollte, auf der Liste der Jungsozialisten(!) in Zürich anzutreten. War dann nicht so furchtbar erfolgreich.
    Umso verwunderlicher ist für mich nicht nur die Einladung, sondern auch die Reaktion auf die Ausladung dieses Dorftrottels vor allem in den Leserforen von Presse, Kurier, etc.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2011 18:11

    "Und noch 2009 ist Ziegler erklärtermaßen nur deshalb nicht als eingeladener Ehrengast zu den libyschen Revolutionsfeiern angereist, weil Gaddafi gerade zwei Schweizer Geschäftsleute als Geiseln genommen hatte – deren Freilassung Ziegler übrigens immer wieder, wenn auch zu Unrecht ankündigte. Ohne diesen Zwischenfall wäre er auch 2009 noch gerne nach Libyen geflogen."

    Was unseren Darabos nicht davonabhielt mit unserer Militärmusik nach Tripolis zu reisen um Gaddafi seine (unsere) Referenz zu erweisen.
    Im selben Jahr erlaubte Darabos dem Österr. Bundesheer nicht mehr, bei den Abstimmungsfeierlichkeiten 1920 am Ulrichsberg in Kärnten teilzunehmen.

    Patriotismus ist nicht erlaubt, Verherrlichung eines Diktators schon.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorgaberl
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. April 2011 18:26

    Da einige Kollegen/Innen den Herr Ziegler nicht so gut kennen, möchte ich ihn einmal vorstellen:

    Jean Ziegler (* 19. April 1934 als Hans Ziegler in Thun, Schweiz) ist ein Schweizer Soziologe, Politiker und Sachbuch- und Romanautor.
    Ziegler war befreundet mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir – die seinen Vornamen in Jean änderte– sowie mit Che Guevara, dessen Chauffeur er während der Teilnahme Kubas an der ersten Weltzuckerkonferenz der UNO in Genf in der Schweiz war. Auf seinen Wunsch, dass er ihn bei der Rückreise nach Kuba mitnehme, antwortete ihm eigenen Aussagen zufolge Che Guevara: „Der Kopf des Monsters ist hier. Hier ist dein Platz, hier musst Du kämpfen. Ziegler blieb in der Schweiz, studierte fortan Soziologie, trat vom Protestantismus zum Katholizismus über und verwendete an Stelle der deutschen die französische Sprache.
    Kubas Politik lobt er im Hinblick auf Ernährung, Gesundheit und Bildung der Bevölkerung. Er bestreitet, dass Kubaner generell an der Ausreise gehindert würden und dass Kuba ein Spitzelstaat sei. Das Land werde vielmehr von einer von Amerikanern beherrschten Mediengesellschaft permanent in einer völlig zynischen Art diffamiert. Probleme mit der Menschenrechtssituation in Kuba wolle er nicht unter den Tisch kehren, erachtet andere Probleme aber als wichtiger für die Weltgemeinschaft.
    (aus: Wikipedia)

    Ziegler über Gadaffi:

    "Das von den meisten westlichen Medien verbreitete Bild eines unbeherrschten Potentaten ist nach meinem Eindruck total falsch. Muammar al-Ghadhafi ist kein nach Willkür schaltender Charakter. Er ist rational, zweckgerichtet, vernunftgeleitet."
    Jean Ziegler im Juli 2008 gegenüber der Schweizer Zeitung "Sonntags-Blick", zitiert vom Zürcher "Tages-Anzeiger".

    "Das Volkskomitee für den Internationalen Gaddafi-Preis für Menschenrechte im Massenzeitalter setzt sich zusammen aus: (...) 13. Mr John Ziegler, Mitglied)".
    Aus dem Gründungsdokument des "Gaddafi-Preises für Menschenrechte" (1989).

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormax
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. April 2011 17:42

    Ich frage mich nur, wie ums Himmels Willen jemand auf die abstruse Idee gekommen ist, Ziegler überhaupt in Erwägung zu ziehen. Als Schweizer kenne ich diesen Herrn leider schon etwas länger. Selbstverständlich war Ziegler immer ein klar deklarierter Freund Gaddaffis. Ebenso wie er Freund Mugabes, Castros, Guevaras, Chavez und anderer liebenswerter Kerlchen war/ist. Auch sein Antisemitismus ist wohlbekannt. Weiter bekannt ist, dass Ziegler drauflos lügt, wenn er den Mund aufmacht. Wegen unwahrer Behauptungen in seinen Büchern hat er so gut wie jeden zivilrechtlichen Prozess verloren, der gegen ihn angestrengt wurde. Deshalb hat der Gute auch mittlerweile über sechs Millionen Franken Schulden. Und das bei seinem Gehalt und seiner Pension!
    Nun ist es aber so, dass Ziegler bei uns nicht mal mehr als Pausenclown durchgeht. Selbst bei seiner sozialistischen Partei ist er untendurch. Spricht man einen seiner Genossen auf ihn an, wird die Miene leicht säuerlich. Schliesslich war Ziegler sich dann auch nicht zu schade, nachdem ihn die SP Genf nicht mehr zur Nationalratswahl portieren wollte, auf der Liste der Jungsozialisten(!) in Zürich anzutreten. War dann nicht so furchtbar erfolgreich.
    Umso verwunderlicher ist für mich nicht nur die Einladung, sondern auch die Reaktion auf die Ausladung dieses Dorftrottels vor allem in den Leserforen von Presse, Kurier, etc.


alle Kommentare

  1. Piyush (kein Partner)
    21. Januar 2015 23:21

    This looks great, and I enjoyed the usuunally verbose description. If you're coming full circle then that might mean your hitting on something true to yourself. Or something? Regardless, this looks really nice. http://huptnbhhrk.com [url=http://uoojlpo.com]uoojlpo[/url ] [link=http://vtwxorl.com]vtwxorl[/link ]

  2. Christopher (kein Partner)
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  3. Maryline (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:08

    I was disappointed he didn't ansewr her questions. I actually wanted to hear about his interview with Mrs. Palin and Mr. Ziegler used his time instead to make snarky comments about MSNBC and other liberal media networks or put Ms. Brewer on the defense. I live on the east coast so I don't get his show; my computer freezes when I go to his website so I couldn't listen to the interview - I truly wanted to hear him but he squandered his time and therefore killed his own message - which did not do him or Mrs. Palin any favors.

  4. bernie (kein Partner)
    08. April 2011 23:27

    oje... Andy! es wird immer noch schlechter....

    Deine Ausführungen > Kompliment an Frau LHFR Burgstaller wg. "Ausladung etc. < werden eben diese wohl eher nicht erfreuen...! :-(
    Burgstaller ist nämlich nach wie vor überzeugt vom aussergewöhnlich hohen "gesellschaftlichen Wert" des Herrn Ziegler... von seiner Wichtigkeit in dieser Welt.

    Im Übrigen: Jemand der es bereits einmal fertigbrachte, Herrn BP Fischer ein Naheverhältnis zum nordkoreanischen Regime anzuschreiben, dem ist tatsächlich jede weitere, über die bloße leibliche Erhaltfähigkeit hinausgehende Vernunftfähigkeit abzusprechen.
    >>> Geistig angesiedelt irgendwo zwischen vegetativen Reflexmustern und krankhaften Fieberträumen.

    Nur so kann man derart verquer und entstellend daherschreiben wie jener hier oben (und wie schon so oft zuvor!)

    Ob hier bloße, ebenso destruktive wie primitive Absicht dahinter steht oder doch schon tatsächlich krankhafter Zwang ist nicht ganz eindeutig zu erkennen.
    Ich denke jedoch, es trifft Zweiteres zu!

    Man braucht sich nur die übrigen "Erkenntnisse" dieses Meisters hier in diesem, seinen Forum "anzutun"!
    Dann weiß man was man hat!

    Das Wichtigste::
    Herr Ziegler hat für seinen unermüdlichen Einsatz um die Menschen(rechte) und für sein unermüdliches Aufzeigen der gesellschaftlichen Skandale und Abgründe in dieser (ach so bürgerlichen) Welt den Friedensnobelpreis längst verdient!

    Derartige Zivilcourage und Geradelinigkeit, derartiger Mut und Beherztheit muß für eine eigentlich nur noch peinlich kleingeistige Buchhalternatur wie Unterberger sie darstellt, schon sehr provozierend und verstörend wirken.

  5. c.Blocker (kein Partner)
    08. April 2011 00:38

    Herr Unterberger,

    es ist doch völlig logisch , dass ein Mitglied im " Board of Directors " des Hayek Institutes eine radikal andere Meinung hat als ein Soziologe der sich um den Hunger in der Welt kümmert. Die Fronten sind doch eindeutig verteilt.
    Ebenso eindeutig ist, dass es unmöglich sein kann, dass ein Jean Ziegler eine Eröffnugsrede hällt und ein Brabec-Lemate ( und seine Großkunden ) entsspannt im Puplikum sitzen und zuhören.
    Sie beleidigen Ihre eigene Intelligenz, wenn sie nach Beweisen suchen, ob etwa die Sponsoren mitbekommen haben , dass ihr Erzfeid die Eröffnungsrfede hällt.
    Das klingt ähnlich wie Ernst Strasser, der den BBC Mitarbeitern eine Falle stellen wollte.

    Herr Unterberger, ich bin mit vielen Ihrer wertkonservativen Ansichten einer Meinung,
    aber wenn es um Arm und Reich geht, dann kommen in ihrem Blog die Ratten aus den Löchern !!
    Man kann vieles an Jean Ziegler negativ interpredieren wenn man will.
    Die Frage ist nur, wem geht es besser wenn er sich in der früh bei rasieren in den Spiegel schaut. Wobei sich Herr Unterberger als Schreibtischaktivist eigentlich keine Vorwürfe machen muss. Er schreib ja eigentlich nur was ihm seine Freunde erzählen.

    Schlimm ist es nur für Frau Burgstaller. Sie hatte es ursprünglich mutig gemeint, musste dann einen Rückzieher machen und bekommt nun als "Höchststrafe" noch Lob von den Neoliberalen.

    P.S. Ihr Blog wird immer unsynpatischer !!

    • max (kein Partner)
      08. April 2011 01:14

      Am Morgen in den Spiegel schauen können geht besonders gut, wenn man die Wahrheit über sein Idol ausblendet. Ziegler ist ein Freund der Diktatoren, das ist nun mal unbestritten. Das hat er zur genüge selber so bestätigt. Schauen Sie sich seine Kommentare zu Castro, Guevara, Mugabe und auch Gaddaffi an. Da bleibt jetzt wirklich nichts offen. Auch wenn es der Gute heute nicht mehr wahrhaben will. Das wollten damals auch die linken Lobpreiser von Stalin später nicht mehr.
      Selbstverständlich können Sie auch belegen, dass die ach so bösen Sponsoren den Auftritt dieses Trottels verhindert haben. Ein CEO der Nestlé hat auch schlicht nix anderes zu tun. Weil man das dumme Geschwätz eines Ziegler ja so furchtbar ernst nehmen muss. Alle, die dies bis jetzt getan haben, haben Prozesse gegen Ziegler gewonnen. Googeln Sie mal Kopp und Ziegler. Das war nicht nur eine krachende Niederlage, das war eine juristische Hinrichtung.
      Sie mögen ja ein Linker sein. Wieso allerdings Sie nicht einmal den Schweizer Linken trauen, die Ziegler wohlweislich kalt gestellt haben, ist mir doch eher ein Rätsel.

    • c.Blocker (kein Partner)
      09. April 2011 00:42

      @ max

      Ich frage mich warum man hier im Blog sofort als Linker schubladisiert wird, nur weil man dem Hayek-Dogma nicht blind Gefolgschaft schwört.

      Vielleicht haben sie ja in einigen Punkten recht. Trotzdem sollten sie sich überlegen, warum sie einem Menschen, der sich in seinem ganzen Leben um die Hungernden in der Welt kümmert, so hasserfüllt gegenüber treten und sich dabei zu Beschimpfungen wie " Trottel" hinreißen lassen.
      Die edlen Menschen von Nestle hingegen sind so mit der Weltrettung beschäftigt, dass sie keine Zeit für das dumme Geschwätz von Andersdenkenden haben. Das soll man glauben ? Wenne es um das Hochglanzimage geht , dann sind Leute wie Brabec-Lemate hochsensibel !!!

      Im Sinne eines Querdenkens würe ich ihnen empfehlen eines seiner Bücher zu lesen.
      z.B. Imperium der Schande oder Wie kommt der Hunger in die Welt.
      Ich befürchte allerdings sie werden es nicht tun und ihre Meinungsbildung auf Internetrecherchen besachränken.

      P.S. wenn man Kopp und Ziegler googelt, dann kommt man zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Kopp Verlag und Herrn Ziegler. Allerdings Roland Wilhelm Ziegler und nicht Jean Ziegler.

    • max (kein Partner)
      10. April 2011 04:55

      Als Linker "schubladisiert" wird man nicht, wenn man Hayek nicht mag, sondern wenn man das dumme Geschwafel von Herrn Ziegler ernst nimmt. Um die Hungernden in der Welt kümmert sich Ziegler einen Dreck. Wenn Sie sich seine Aktivitäten einmal genauer ansehen, betrachtet er erstens Hungernde sehr selektiv, zweitens zieht er aus jedem und allem den Schluss, der böse kapitalistische Westen ist schuld. Gähn. Ziegler ist ein simpler verlogener, sozialistischer, totalitärer Agitator (Was ich mit dem eher wohlmeinenden Ausdruck Trottel subsummiert habe), den jegliche Hungerleider nur so lange interessieren, solange er deren Leid ideologisch verwursten kann.

      P.S. nachdem Sie sich beim googeln nur auf die ersten Ergebnisse beschränkt haben, vielleicht noch eine Präzisierung: Hans W. Kopp und Jean Ziegler.

  6. grumpf (kein Partner)
    06. April 2011 14:51

    Um es mit Michael Fleischhacker zu sagen: "Hubsi Kramar ist ein Trottel!"

    Ex aequo mit Hans Ziegler.

  7. S. Oberreit (kein Partner)
    06. April 2011 12:26

    Jean Ziegler ist ein typischer Vertreter der linken Intelligenzia, die seit Jahrzehnten nur noch Blender, Propagandisten und Scharlatane hervorbringt.

    Die wahren großen und visionären Denker und Geister sind mittlerweile ausschließlich im konservativen und rechten Spektrum zu finden. Sie werden allerdings nicht wahrgenommen, weil sie vom linken Mainstream ignoriert und verfolgt werden.

    Einer dieser großen Denker ist etwa der Franzose Jean Raspail. Habe unlängst ein Interview von diesem herausragenden Autor gelesen:

    Wir leben seit langer Zeit in einer Welt, in der die Politiker und Meinungsmacher zweierlei Sprachen sprechen: die eine öffentlich und proklamatorisch, die andere privat und verstohlen, als hätten sie ein doppeltes Gewissen, eines, das sie wie eine Fahne zur Schau tragen, ein anderes, das sich ins Gebüsch der anrüchigen Ideen zurückgezogen hat, die man nur vor einem kleinem Publikum zu äußern wagt. Da sind auch viel Dummheit und Unaufrichtigkeit mit im Spiel. Wenn beispielsweise ein Chirac ohne mit der Wimper zu zucken von einem Europa spricht, „dessen Wurzeln genauso muslimisch wie christlich sind“, ist man sprachlos.

    Zur Enschuldigung der heutigen linken wie rechten Politiker, oder genauer gesagt, um so etwas wie mildernde Umstände einzuräumen, muß man erkennen, daß diese augenblicklich ihr soziales Todesurteil unterzeichnen würden, wenn sie anfingen, gegen den Strom der Meuten zu schwimmen, gegen die Medien, Menschenrechtler, Oberlehrer, Mutualisten, Publizisten, Juristen, Links-Christen, Seelsorger, Psychologen und was weiß ich noch.

    Denn hier steht ihnen eine fürchterliche Phalanx gegenüber, die der Brust unserer eigenen Nation entsprungen ist, und die sich dennoch mit voller Inbrunst in den Dienst des „Anderen“ gestellt hat: Big Other. Eine Hydra aus guten Absichten und Manipulationen, ein humanitärer Brei, der sich aus allen Sorten von menschlichem Elend nährt. Dem Beispiel von Orwells Alptraum folgend, sieht und überwacht uns der Big Other. Er ist das Kind der herrschenden Denkungsart, er hat die mitleidigen Seelen für sich gewonnen, er streut den Zweifel unter den Allerklügsten, nichts entgeht ihm. Schlimmer noch, er läßt nichts durchgehen. Und die guten Menschen folgen ihm wie seine Stadtväter, betäubt, randvoll mit engelsgleichen Gewißheiten, zugleich aber in insgeheimer Furcht vor dem Terror seiner Druckmittel, wenn sie es wagen sollten, sich von seinen absoluten Wahrheiten zu entfernen. So hat er den „Franzosen des Stammes“ den Hals umgedreht, um das Gelände freizuräumen. (…)

    „Das gemischte Frankreich“ ist eine historisch-semantische Betrügerei, die uns ein unverschämtes Amalgam aufzwingt, die Einwanderung von außereuropäischen Massen, die kaum länger als fünfzig Jahre zurückreicht.

    Es stimmt, daß Frankreich das Produkt einer superben und günstigen Mischung auf gallo-romanischer Grundlage ist, aus Franken, Burgundern, Wikingern, Westgoten und so weiter, aus Elsässern, Basken, Katalanen, Juden aus Elsaß-Lothringen, Bretonen, Provençalen und so weiter, aus Italienern, Spaniern, Polen, Portugiesen. Das ist das Europa, das es zu sich eingeladen hat. Das sind sie, die „Franzosen des Stammes“! Und wenn sie heute wieder erwachen? Wenn sie gegen die süßlichen Ukas des Big Other revoltieren, gegen seinen trägen Konformismus, seinen universellen Totalitarismus im Dienste des „Anderen“?

    Was ist das „Andere“?

    Das was nicht zu unserer Religion gehört, zu unserer Kultur, zu allem, das die Grundlagen unserer Zivilisation bildet, und dessen massenhafte Anwesenheit den Bau unseres Landes zutiefst verändern wird.

    Träumen Sie, wie der Cid, von einer Reconquista?

    „Das Heerlager der Heiligen“ endet mit der Beschreibung einer totalen Öffnung der Grenzen, was den Erzähler an den melancholischen Satz eines alten Prinzen Bibesco erinnert: „Der Fall von Konstantinopel ist ein Unglück, das uns erst letzte Woche zugestossen ist.“ Nun gut, das ist es. Ich bin zutiefst in diesem Land verwurzelt, und ich sehe voller Schmerz, wie es an allen Ecken und Enden in seine Einzelteile zerlegt wird. Ein Traum von einer Wiedereroberung? Ja, davon spreche ich.

  8. Aron Sperber (kein Partner)
    06. April 2011 10:15

    Jean Ziegler zur Minarett-Abstimmung:

    „Das hat mit der verklemmten Mentalität des Schweizer Kleinbürgers zu tun. Der Moscheeturm wird als ein Phallussymbol wahrgenommen. Der Kleinbürger fürchtet sich vor einer Vergewaltigung durch eine aggressive Macht, durch den Islam. Das Ganze ist natürlich völlig irrational.“

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/11/30/bajonette-oder-phallussymbole/

  9. Sagoph (kein Partner)
    06. April 2011 07:52

    Wenn Sie schon das Thema ansprechen, so glaube ich, dass die zukünftigen "Juden" möglicherweise autochthone Österreicher sein werden. Dafür sehe ich mehrere Gründe. Durch ihren eklatanten Kindermangel (und Zuzug von gebärfreudigen Moslems) werden diese zur Minderheit werden, zuallererst in den Städten. Zweitens, durch die relativ höhere Bildungsbereitschaft erreichen sie machtvolle und auch finanziell ergiebige Positionen, welche sich weitervererben und unter dem schon erwähnten Phänomen der relativ kleinen Geburtenrate ebendieser zu einer immer größeren Anhäufung von Macht und Reichtum führen werden. Sollte die Demokratie dann noch funktionstüchtig sein, welche Hr. Unterberger anscheinend nur bedingt unterstützt, könnte ein Ausgleich und eine Stabilisierung noch möglich sein. Ansonsten werden die gierigen Sturschädel wohl früher oder später gestürzt werden und in den Annalen der Geschichtsbücher verschwinden wie soviele zuvor.

    • Gennadi (kein Partner)
      06. April 2011 09:48

      Streng genommen, sind solche Kommentare bereits jenseits der Grenze des strafrechtlich Erlaubten.

    • kaffka (kein Partner)
      06. April 2011 15:42

      @ Sagoph

      Sie haben gut aus dem Sarrazin abgeschrieben. Es hätte sich gehört, diese wichtige Quelle beim Namen zu ändern.
      (Guttenberg hat es den Kopf gekostet, es nicht zu tun!)

    • kaffka (kein Partner)
      06. April 2011 15:44

      @Sagoph
      natürlich zu "nennen" und nicht zu "ändern!
      Sorry!

    • kaffka (kein Partner)
      06. April 2011 15:45

      @ Gennadi

      Welche Kommentare und warum?

    • Erich Bauer
      06. April 2011 16:50

      Gennadi,
      "...Streng genommen..."

      verletzen Sie schon beim Aufstehen, wenn Sie sich morgens aus dem Bett wälzen, 10 Gesetze und 50 Verordnungen. Sagt mein Steuerberater. Das Vernachlässigen einer Quellenangabe gehört natürlich dazu...

  10. Brigitte Imb
    05. April 2011 23:29

    Die GrünInnen machen´s möglich - er wird doch quasseln.

    http://salzburg.orf.at/stories/508555/

    • november_rain (kein Partner)
      05. April 2011 23:51

      Man darf das nicht so eng sehen. Die Grüninnen glauben, Hans Ziegler wäre ein Zeuge der Auferstehung Che Guevaras. Das alleine entschuldigt alles.

  11. 30er - erbe (kein Partner)
    05. April 2011 22:35

    spielt lotto für nur 30 euro kann man übermorgen schon sehr reich sein und in pension gehen...
    nehmt euch zu herzen: wenn man heute so verkauft, wie man gestern verkauft hat, dann verkauft man übermorgen wahrscheinlich überhaupt nichts mehr!*

  12. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    05. April 2011 22:28

    Dei linksgrünen Salzburger Festspiele, ich hau mich ab.

    Viel interessanter für uns wertkonservative Leser wäre, warum der Juppi Heesters jetzt wirklich vom niederländischen Königshaus ausgeladen wurde?

    • contra
      05. April 2011 22:56

      @Schnabeltierfresser

      Och, laß doch den alten Mann in Ruhe, letztklassig auf Schwache einzudreschen.

    • november_rain (kein Partner)
      05. April 2011 22:58

      Möglicherweise weil sich Joopie nicht genug vom Nationalsozialismus distanziert hat. Ich glaube zwar nicht, dass er ein Nazi war, aber er hat während des Krieges in Deutschland gelebt. Auch Königshäuser stehen unter dem Druck grünroter Medien.

    • november_rain (kein Partner)
      05. April 2011 23:00

      Ah, habe wohl STFs beißende Ironie nicht verstanden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      06. April 2011 07:38

      Was heißt 'alter Mann' bei Jahrgang 1949?

  13. Francois Villon (kein Partner)
    05. April 2011 21:18

    Der Artikel des Dr. Unterberger ist was er ist: eine Aneinanderreihung von ebenso unbewiesenen Behauptungen, wie er sie den „Linken“ vorwirft. Eine aus seiner dümmlich-kapitalistischen Sicht, die er für „Marktwirtschaft“ hält, ideologische – aber keinesfalls logische – „Beweiskette“.

    Ohne die angebliche „linke Weltanschauung“ des Jean Ziegler näher zu kennen – ich las nur wenige Veröffentlichungen von ihm und das schon vor längerer Zeit – hatte ich den Eindruck, daß er einen wesentlich besseren und tieferen Einblick in die Zusammenhänge des heutigen Weltgeschehens hat, das Dr. Unterberger.

    Die Dämonisierung des libyschen „Revolutionsführers“ ist zwar z. Zt. „in“, aber eine Heuchelei sondergleichen. Nein, nicht Heuchelei, sondern Desinformation im Dienste der US-Raubkriegspolitik. Was er an diesem Punkt allein alles „beweiskräftig“ festgemacht hat, ist weiter nichts als erbärmliche Arschkriecherei bei jenen, die die veröffentlichte Meinung vorgeben.

    Naja, der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an.

    Die Parolen des Oberguru haben ein Gerücherl.

    • Wetten dass... (kein Partner)
      05. April 2011 22:15

      Beweise kosten nicht mehr als 30 Euro heut zu tag...
      Früher war es so und ist auch heut soooo.

    • 30er (kein Partner)
      05. April 2011 22:22

      *Wetten dass... - so billig sind die Verschwörungen? Die Kurse haben sich kaum geändert...

    • Karmo (kein Partner)
      06. April 2011 00:59

      Angeblich? Es bezeichnet sich doch selbst als Marxist. Darüberhinaus hat er immer ganz einfache Welterklärungsmodelle. Dann redet er immer davon (er wiederholt seine Phrasen unentwegt), dass der Westen jeden Tag Kinder ermordet in der Dritten Welt. Apropors Phrasen, ihre Verteidigungsrede für Gaddafi inkl. US-Bashing ist auch selbstentlarvend.

    • Erich Bauer
      06. April 2011 16:37

      Francois Villon,
      "...ideologische – aber keinesfalls logische – „Beweiskette“..."

      Ich bin geneigt Sie für den "Ranftl-Award" vorzuschlagen... Obwohl, mit dem "Gadhaffi"-Bashing" hab' ich auch gewisse "menschenrechtliche" Probleme... "Menschenrechte" für einen Stamm, für den anderen nicht... Bei "Menschenrechten" ist es wie mit der "Nächstenliebe". Deren Mangel wird immer Dritten vorgeworfen. Daß "Heuchelei" bei Ihnen eine solche Empörung hervorruft empfinde ich ein bißchen "kindisch". Auch wenn Sie das mit "die AMIS" sind schuld "relativieren"...

    • F.V. (kein Partner)
      06. April 2011 20:20

      Herr Bauer, was ist das für ein Award, den ich da vielleicht bekomme?

      Ich weiß wirklich nicht.

    • Erich Bauer
      08. April 2011 09:14

      F.V.,

      Nun ja, "Ranftl" ist ein notorischer Leserbriefschreiber. Vornehmlich in der KRONE. Er taucht aber auch schon im STANDARD auf. Nichts für ungut. Aber ich habe mich über Sie nur ein bißchen geärgert. Ich hätte erwartet, daß gerade Sie ohne "Unterberger-Bashing" auskämen... Bitte mich nicht falsch zu verstehen. Ich betrachte mich weder als "Sittenwächter" noch als "Dobermann-Schutzhund" für Unterberger... Zumal ich selbst auch manchmal ganz gerne die Handschuhe ausziehe. Ich bin überzeugt, Sie verstehen was ich meine...

      Übrigens, den "Ranftl"-Award haben Sie ja noch nicht bekommen. Außer Sie wollen ihn sich unbedingt verdienen... :-)

      Mit besten Grüßen.

    • Francois Villon (kein Partner)
      10. April 2011 12:08

      Herr Bauer, danke für die Aufklärung. Da ich kein Krone-Leser bin, kannte ich den Ranftl nicht.

      Aber Sie haben recht: ich habe auch hier schon zu viel geschrieben. Der Grund: ein Freund, der hier schon Gastbeiträge schrieb, machte mich auf das TB aufmerksam - und hatte die Hoffnung, daß man hier noch Nicht-mainstream Positionen vertreten könne. Das hat mich bewogen mitzudiskutieren.

      Das ist in der Tat - unzensierte Ansichten vertreten zu können - das größte Verdienst an Dr. Unterbergers TB. Nur die sektenhafte Bejubelung von seinen Artikeln, auch wenn sie wirklich zweitklassig sind oder den Spagat versuchen politische Ideen zu "vereinen", die einfach Entgegengesetztes repräsentieren (zB "liberal-konservativ"), finde ich jämmerlich und müssen kritisiert werden, wenn alles nicht zum Bierzelt mutieren soll.

      Wenn ich den Dr. Unterberger kritisiere, dann ist hier immer noch eine gewisse Wertschätzung der Grund, denn andernfalls würde ich jemand, den ich für einen geistigen Taglöhner hielte und der nur Müll fabriziert, nicht einmal ignorieren.

      Zu meiner Kritik an den Begriffen/politischen Positionen: in der Presse wurde Dr. Burger von einem pc-"Kultur"-Journalisten angepinkelt. In Zuge dieser Diskussion schrieb Michael Scharang (Die Presse) auch über Wolfgang Müller-Funk und dessen Eindreschen auf Rudolf Burger. Er machte vor allem klar, was die Begriffe ideengeschichtlich einmal bedeuteten, und daß sie sich heute in nichts aufgelöst haben. Nur deshalb kann DR. U. von "liberal-konservativ" reden. Es bedeutet nämlich nichts mehr.

      Aber wie soll man dann sich noch verständlich machen?

      Was mir zu oft durchschimmert ist jene miserable Mischung aus bürgelichem Pseudo-Idealismus und praktischem Materialismus, von der Carl Schmitt schon meinte, daß man diese Mißgeburt nicht widerlege, sondern verachte.

  14. numerus clausel (kein Partner)
    05. April 2011 19:44

    Burgstaller - Festspiele - Olympiabewerbung...
    War da nicht mal was? Wurde das schon alles geklärt, oder unterm Teppich gekehrt?

  15. Segestes (kein Partner)
    05. April 2011 19:25

    Zitat:"(Hatten wir das nicht schon einmal?)"

    Oh ja, das hatten wir schon - und zwar überaus häufig.
    Nein, weniger das nazoide Geschwurbel an sich, sondern viel mehr die Unterstellung,
    das Gegenüber würde insgeheim dieser ungustiösen Ideologie frönen.
    Sehr amüsant, dass sich neuerdings auch die Konservativen und Rechten bemüßigt fühlen, die allseits bekannte Keule auszupacken.
    OK, das linke Lager ist selbst schuld, jetzt bekommt es eben von der eigenen Medizin zu kosten.
    Andererseits kommt hier der grundsätzliche Verdacht auf, dass Argumente durch bloße Anschuldigungen ersetzt werden sollen.

    • 30+ (kein Partner)
      05. April 2011 19:26

      Die Linken brauchen genauso Geld wie die Rechten - bitte nur keine Gier, es ist genug Brot vorhanden.
      Teilen!!!

  16. judasch (kein Partner)
    05. April 2011 18:32

    30 silberlinge genügen und ihr seit wieder gerettet...g

    • Sonderangebot13 (kein Partner)
      05. April 2011 18:37

      keiner will in die gschicht eingehen, kostet nur 30 silberlinge...
      sichere anlage!+

    • Hinterfotzig (kein Partner)
      05. April 2011 18:52

      Klingt gut, aber ist eine Versuchung im Strickmuster...

  17. Neppomuck (kein Partner)
    05. April 2011 18:25

    Eine Lanze für Ziegler:

    Wer sich nicht scheut, Erkenntnisse (!) wie „die oberste Stufe des Kapitalismus ist die organisierte Kriminalität“ (Buch „Die Barbaren kommen. Kapitalismus und organisiertes Verbrechen“) publik zu machen, kann nicht von Grund auf schlecht sein.

    Dass man, wenn man angesichts der Kapriolen schlagenden Globalisierung auch einmal kritische Worte findet, Beifall - den man sich ja nicht aussuchen oder zurückweisen kann - von den Grünen oder aus sonst einer Ecke erntet, ist das Schicksal jedes denkenden Menschen, der die Probleme dieser Welt von der Meta-Ebene herab betrachtet und nicht aus einem ideologisch determinierten Schublädchen heraus seinen Kren auf die Würstchen dieser Welt streut, die von der Meinungsmafia entweder als "koscher" oder als „pfui gack“ definiert werden.

    Und wenn er (J. Ziegler) Gadafi nicht konsequent seit Lockerbie als Mörder und Schreckensterrorist gemieden hat wie der Leibhaftige das Weihwasser, dann befindet er sich durchaus in illustrer Gesellschaft.
    Wobei einem Staatsmann wie Tony Blair oder einer Staatsfrau wie Condy Rize derartige Appeasement-Gesten wesentlich schlechter zu Gesicht standen als einem linksorientierten Soziologen, der schon aus einer gewissen philosophischen Redlichkeit heraus an der Weltsicht aller maßgebenden Herrscher dieser Welt Interesse zu haben hat.

    Auch ist von einer Hommage Zieglers an G. W. Bush nichts bekannt. Was zwar von der Dimension der Opferzahlen her eine ganz andere Kategorie wäre, die Großen des Restes der Welt aber nicht im geringsten gestört hat, ihm (Dschordsch Dabbeljuh) ihre freundlichen Aufwartungen zu machen.

    Ob er jetzt hier oder dort oder gar nicht eine Rede in Salzburg hält ist unerheblich.
    Man sollte diesen großen alten Mann, der immerhin zu sagen wagt, was seine Erkenntnisse ihm auftragen, nicht zum Münzen politischen Kleinstgeldes heranziehen.

    Das hat er und sein Wirken, mag es vom Wandel der Paradigmen in dieser Welt auch von einer gewissen Inkonsistenz (da und dort) geprägt sein, nicht verdient.

    • gms (kein Partner)
      06. April 2011 02:12

      Keine Ahnung, wie Sie die Lanze für Ziegler einsetzen wollen, aber es scheint unstrittig, daß Sie diesen durchgeknallten Zausel nicht näher kennen resp. live erlebten.

      Ihn einen "großen alten Mann" zu nennen, bloß seines ungebremsten Mitteilungsbedürfnisses wegen ("was seine Erkenntnis ihm aufgetragen hat"), läßt ob des mitschwingenden Pathos auf einen sarkastischen Unterton hoffen, auch wenn dieses Hoffen vermutlich vergeblich ist.

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. April 2011 14:33

      Es ist immer schön, in miesen Zeiten wie diesen, wo die Sonne der Diskussionskultur am Horizont der Unterdurchschnittlichkeiten kratzt, um auch weltanschaulichen Zwergen einen langen Schatten zu verleihen, eine derart ausgewogene, stringente und pointierte Kritik lesen zu dürfen.

      Aber genug der Ironie, ein Ziegler in seiner Offenheit, die auf Grund seines langen Lebens und seiner weitläufigen Interessen zwangsläufig facettenreich sein muss, ist mir allemal lieber als die Stellungsnahmen domestizierter An- und Nachbeter der gerade opportunen Meinungen sich bereitwillig in die Knechtschaft begebender Hofschranzen der Macht, seien sie jetzt links oder rechts der Wall-Street angesiedelt, und die damit das Geschäft der vordergründig oft als ideologische Gegner dargestellten Drahtzieher besorgen.

  18. max (kein Partner)
    05. April 2011 17:42

    Ich frage mich nur, wie ums Himmels Willen jemand auf die abstruse Idee gekommen ist, Ziegler überhaupt in Erwägung zu ziehen. Als Schweizer kenne ich diesen Herrn leider schon etwas länger. Selbstverständlich war Ziegler immer ein klar deklarierter Freund Gaddaffis. Ebenso wie er Freund Mugabes, Castros, Guevaras, Chavez und anderer liebenswerter Kerlchen war/ist. Auch sein Antisemitismus ist wohlbekannt. Weiter bekannt ist, dass Ziegler drauflos lügt, wenn er den Mund aufmacht. Wegen unwahrer Behauptungen in seinen Büchern hat er so gut wie jeden zivilrechtlichen Prozess verloren, der gegen ihn angestrengt wurde. Deshalb hat der Gute auch mittlerweile über sechs Millionen Franken Schulden. Und das bei seinem Gehalt und seiner Pension!
    Nun ist es aber so, dass Ziegler bei uns nicht mal mehr als Pausenclown durchgeht. Selbst bei seiner sozialistischen Partei ist er untendurch. Spricht man einen seiner Genossen auf ihn an, wird die Miene leicht säuerlich. Schliesslich war Ziegler sich dann auch nicht zu schade, nachdem ihn die SP Genf nicht mehr zur Nationalratswahl portieren wollte, auf der Liste der Jungsozialisten(!) in Zürich anzutreten. War dann nicht so furchtbar erfolgreich.
    Umso verwunderlicher ist für mich nicht nur die Einladung, sondern auch die Reaktion auf die Ausladung dieses Dorftrottels vor allem in den Leserforen von Presse, Kurier, etc.

    • Undine
      05. April 2011 20:44

      Da ich @max jedes Wort glaube, was er über "Jean" Hans Ziegler schreibt, würde ich wirklich gerne wissen, WER ihn denn wohl eingeladen hat, eine Rede ausgerechnet bei den Salzburger Festspielen zu halten. Wer ist also für die Schnapsidee, einen alten LINKSEXTREMISTEN einzuladen, zuständig?

    • Reinhard (kein Partner)
      06. April 2011 06:02

      Undine, es werden wohl dieselben sein, die ihn jetzt wieder ausladen, weil der gestern noch duftende Wohlgeruch Gaddafis plötzlich zum Gestank erklärt wurde.
      Mit Wendehälsigkeit hatten die Linken noch nie ein Problem...

    • Gennadi (kein Partner)
      06. April 2011 09:50

      Eingeladen hatte ihn Burgstaller.

  19. Hmm (kein Partner)
    05. April 2011 17:26

    Ein großzügiger Umgang mit der Wahrheit, wilde Spekulationen, latente Verschwörungsfantasien, moralisch höchst flexibel - bleibt nur die Frage: Ist Ziegler ein linker Unterberger oder ist Unterberger ein rechter Ziegler?

    Achso, nein Unterberger ist ja soetwas wie ein Journalist - einer der nicht müde wird Ansprüche zu stellen (Recherche) die er selbst nur allzu oft nicht einlösen kann. Aber immerhin ein sehr einfallsreicher, statt knalllinks oder linksgrün ist es heute einmal die grün-linke Kulturschickeria - Abwechslung muss sein.

    • Erich Bauer
      05. April 2011 18:16

      Da Sie zwischen Kolummne, Kommentar, Bericht und Weblog augenscheinlich nicht unterscheiden können, sind auch Ihre werten Rechercheforderungen nicht richtig enrst zu nehmen. Ihr Erguß ist halt ein "Leserbrief"... "Schau in die KRONE". Ich werde Sie hinkünftig "Ranftl" nennen...

  20. Robert Bond (kein Partner)
    05. April 2011 17:16

    und wieder fehlt was. Zu gern hätte ich gewusst, wo die "erste Meldung" aus dem Jahr 1989 herkommt. Zur Recherche gehört nämlich auch Transparenz...

    • max (kein Partner)
      05. April 2011 18:06

      Die Meldung kommt u.A. von UPI und dem Time-Magazin. Ziegler war 1989 - 2009 Vizepräsident der Stiftung Nord-Süd XXI (gemäss Eintrag im Genfer Handelsregister). Die Stiftung Nord-Süd XXI wurde von Gaddaffi ins Leben gerufen, von ihm mit 10 Mio.$ ausgestattet und mit der Organisation des Gaddaffi Menschenrechtspreises beauftragt. Die Preisträger stellen so in etwa das Who is Who des internationalen Antisemitismaus dar. Höchstwahrscheinlich war Ziegler selbst einer der Preisträger, ist dort doch ein John Zegler als Preisträger aufgeführt. Genug Transparenz?

    • Robert Bond (kein Partner)
      05. April 2011 19:18

      ja, danke. Solche Quellenangaben würde ich mir halt von Unterberger erwarten (so Sie nicht Unterberger sind...)

  21. Rosi
    05. April 2011 14:12

    'Von einer jüdischen Gruppe kritisiert zu werden, macht ihn in vielen linken Kreisen automatisch zum Heiligen.'
    Erstaunen über Erstaunen - ich dachte immer, die Linken, speziell die Österreichischen und Deutschen, sind alle heftigst pro-jüdisch eingestellt ... das klingt aber nun nicht so, eher das Gegenteil.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Undine
      05. April 2011 15:57

      @Rosi

      Auch ich hab' an diesem Satz ergebnislos herumgekiefelt; auf die deutschen und österreichischen Linken trifft er auf keinen Fall zu!
      Im Übrigen bin ich ganz Ihrer Meinung (Ceterum censeo....)!

    • Rosi
      05. April 2011 16:18

      @Undine

      Selten, aber doch, ist AU wohl auch rätselhaft ?

      Das ist schön, daß Sie auch dieser Meinung sind!
      (Diese Geschichte hat mich im Geschichtsunterricht sehr beeindruckt, und wenn das Konzept vor 2000 Jahre funktioniert hat, sollte es doch jetzt auch eine Chance haben - hoffe ich zumindest. Einen Versuch ist es jedenfalls wert.)

    • Erich Bauer
      05. April 2011 16:54

      Rosi + Undine,

      So viel und oft werden sie ja gar nicht kritisiert. Nicht einmal, wenn Grün-Ströbele 1 Million tote Israelis als Neustart für eine Nahost-Lösung andenkt... (Nachzulesen "Unter Linken" von Jan Fleischhauer). Die müssen sich halt wirklich anstrengen...

    • Peter H. (kein Partner)
      05. April 2011 17:46

      Linksgrüner Antisemitismus getarnt als Antizionismus

      Der Innenausschuss des Deutschen Bundestages hatte 2008 mehrere Experten zum Thema Antisemitismus geladen. Herausragend war dabei der Beitrag von Henryk M. Broder, der schonungslos Klartext redet und besonders das Beispiel des grünen Antisemiten Ströbele deutlich hervorhebt.

      Hier einige Auszüge aus der Rede von Henryk M. Broder:

      Der moderne Antisemit findet den ordinären Antisemitismus schrecklich, bekennt sich aber ganz unbefangen zum Antizionismus, dankbar für die Möglichkeit, seine Ressentiments in einer politisch korrekten Form auszuleben. Denn auch der Antizionismus ist ein Ressentiment, wie der klassische Antisemitismus es war. Der Antizionist hat die gleiche Einstellung zu Israel wie der Antisemit zum Juden. Er stört sich nicht daran, was Israel macht oder unterlässt, sondern daran, dass es Israel gibt. Und deswegen beteiligt er sich so leidenschaftlich an Debatten über eine Lösung der Palästina-Frage, die für Israel eine Endlösung bedeuten könnte, während ihn die Zustände in Darfur, in Zimbabwe, im Kongo und in Kambodscha kalt lassen, weil dort keine Juden involviert sind. Fragen Sie doch mal den außenpolitischen Sprecher der Linken, wie viele Stellungnahmen er in den letzten Monaten zu „Palästina“ abgegeben hat und wie viele zu Tibet. Danach reden wir weiter.
      Früher – sagen wir: zurzeit von Wilhelm Marr, Karl Lueger und Adolf Stoecker – war alles ganz einfach. Es gab die Juden, die Antisemiten und den Antisemitismus. Nach 1945 gab es dann aus den bekannten Gründen einen Antisemitismus ohne Juden, und heute haben wir es wieder mit einem neuen Phänomen zu tun: einem Antisemitismus ohne Antisemiten. Neu ist auch das Berufsbild des Freizeitantisemiten, der tagsüber seiner regulären Arbeit nachgeht – unter Umständen sogar bei einer Bundesbehörde – und nach Dienstschluss „israelkritische“ Texte verfasst, die dann auf obskuren antizionistischen Websites erscheinen. Niemand will ein Antisemit sein, aber in der Hall of Shame der Antizionisten wird der Platz langsam knapp.
      Antisemitismus und Antizionismus sind zwei Seiten derselben Münze. War der Antisemit davon überzeugt, dass nicht er, der Antisemit, sondern der Jude am Antisemitismus schuld ist, so ist der Antizionist heute davon überzeugt, dass Israel nicht nur für die Leiden der Palästinenser, sondern auch dafür verantwortlich ist, was es selbst erleiden muss.
      Die Älteren unter Ihnen werden sich vielleicht noch an den Satz erinnern, mit dem ein grüner Politiker, der noch immer dem Bundestag angehört, zurzeit des Golfkrieges die irakischen Raketenangriffe auf Israel Anfang 1991 kommentierte: „Die irakische Raketenangriffe sind die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels.“ Derselbe grüne Politiker sprach sich damals auch gegen die Lieferung von Defensivwaffen wie den Patriot-Raketen an Israel aus, weil diese ebenfalls zur Eskalation der Lage beitragen würden. Heute, 17 Jahre später, hören und lesen wir ähnliche Sätze über Raketenangriffe aus dem südlichen Libanon und dem Gazastreifen auf Israel – dass sie die logische, fast zwangsläufige Folge der Besatzungspolitik Israels seien und dass Israel gut daran täte, nicht zu reagieren, um eine Eskalation zu vermeiden. Denn der moderne Antisemit verehrt Juden, die seit 60 Jahren tot sind, nimmt es aber lebenden Juden übel, wenn sie sich zur Wehr setzen. Er ruft „Wehret den Anfängen!“, wenn eine handvoll Hobbynazis in Cottbus aufmarschiert, rechtfertigt aber die Politik des iranischen Präsidenten und den Fortgang der Geschäfte mit dem Iran.
      (……)
      Wenn ich Ihnen in aller Demut und Bescheidenheit eine Empfehlung geben darf: Überlassen sie die Beschäftigung mit dem guten alten Antisemitismus à la Horst Mahler den Archäologen, den Antiquaren und den Historikern. Kümmern Sie sich um den modernen Antisemitismus im Kostüm des Antizionismus und um dessen Repräsentanten, die es auch in Ihren Reihen gibt. (…)

    • Erich Bauer
      05. April 2011 17:56

      Peter H.,

      Wunderbar, diese Rede. Unterstreiche ich doppelt und dreifach. Und trotzdem frage ich mich seit einiger Zeit, eigentlich eher seit kurzem, was ist mit diplomatischen Konsequenzen, wann kommt der Aufschrei (völlig berechtigt) von der Kultusgemeinde. Warum nur dann, "wenn eine Handvoll Hobbynazis in Cottbus aufmarschiert...?" Was geht hier vor?

    • Gennadi (kein Partner)
      05. April 2011 18:25

      Rosi, die Linken, speziell die österreichischen, sind sehr eng mit den Islamisten und derem Hass auf alles Jüdische verbunden. Schauen Sie sich nur die Veranstalter der Gaza-Demonstrationen an. Von der linksextremen AIK bis zur islamistischen IGGiÖ bis zu Parteifunktionären wie Al-Rawi forderten dort alle die Vernichtung Israels und aller Juden.

    • Undine
      05. April 2011 21:03

      Wenn das so ist, wie die Vorposter schreiben, daß die wahren Antisemiten und Antizionisten eigentlich bei den Linken bis Linksextremen zu suchen sind, warum wird, angefangen von Ariel Muzikant bis zu den Linken Politikern und linkslinken "Künstlern" immer gleich die Nazikeule geschwungen, wenn ein paar depperte junge Burschen "Sieg heil" schreien und diese Würstel immer sofort als FPÖ-Anhänger beschuldigt???

    • Rosi
      05. April 2011 21:23

      Erich Bauers Frage ist berechtigt. Peter H., danke für den aufschlußreichen Beitrag. Solche Beiträge helfen, manche Sachen besser zu verstehen.
      Herr Gennadi, ich habe das vermutlich wahrgenommen, aber da ich es nicht einordnen konnte, habe ich es verdrängt. Denn ich habe dieselbe Frage wie Undine.
      Das Einzige, das mir dazu einfällt, ist die Tatsache, daß eine Person die eigenen Fehler, die sie am Anderen wahrnimmt, besonders stören...

    • Reinhard (kein Partner)
      06. April 2011 06:24

      Undine, der Grund liegt darin, dass die Linken zwar Antisemiten sind, dies aber nicht ausleben dürfen, da es ja eine Wiederbetätigung wäre (der schrecklichste Judenverfolger nach Hitler war übrigens Stalin); also verstecken sie sich hinter dem Antizionismus. So können sie eines der vielen die extremen Linken mit den extremen Rechten verbindenden Elemente ausblenden und verhindern, dass sie miteinander verwechselt werden könnten.
      Der Rest sind politische Sandkastenspiele sinnsuchender selbsternannter Weltenretter: Wenn die antifaschistischen Drachentöter in ihren glänzenden gutmenschlichen Rüstungen keinen Drachen finden, kleben sie zur Not einer Katze ein paar Schuppen und Flügel an (oder lassen ihr von ORF-Gebühren ein Nazi-T-Shirt kaufen) und malträtieren das arme Viech genüsslich zu Tode. Das verkaufen sie dann als neue Heldentat, verleihen sich dafür gegenseitig Preise und strahlende Orden und klopfen sich ob ihres heroischen Kampfes gegenseitig die Schultern krumm, bis es mal wieder Zeit für den nächsten Drachen wird. Katzen gibt es genug. Erfüllungsgehilfen auch.

    • Heger (kein Partner)
      06. April 2011 09:46

      Diese Antisemitismus - Antizionismus - Geschichte, die angeblich bei den Linken so verbreitet ist, ist doch Unfug. Nur weil sich hier offenbar alle mit Herrn Unterbergers Ergüssen einig fühlen, wird's nicht richtiger. Nestwärme ersetzt Tatsachen nicht.
      Jedes Land, das in gewaltsame Handlung verwickelt ist, muß sich kritischer Betrachtung stellen. Egal ob USA, China oder Israel, auch wenn Henryk M. Broder dann gekränkt ist.

      Und, liebe Undine, es kommt vor, daß "diese Würstel immer sofort als FPÖ-Anhänger beschuldigt" werden, weil sie das defakto zumeist auch sind.

    • Erich Bauer
      06. April 2011 10:08

      "...muß sich kritischer Betrachtung stellen..."

      Verstehe. Die Grün-Ströbele(End)-Lösung fällt unter "kritische Betrachtung"...

    • Reinhard (kein Partner)
      06. April 2011 13:08

      Heger, Sie werden auch hier genug kritische Kommentare zum Vorgehen Israels finden (wenn auch unter Berücksichtigung der beständigen Terrorangriffe auf israelische zivile Ziele wie Kindergärten und Krankenhäuser). Aber die Forderung der Abschaffung des Staates Israel hat mit einer "kritischen Betrachtung" nichts gemeinsam und entlarvt den Urheber als Judenhasser.
      Vor allem, wenn im Gegenzug die "kritischen Betrachtungen" gegen Mubarak, Gaddafi und andere Frontgenossen der Sozialistischen Internationale erst einsetzen, wenn die Roten sich nicht mehr offen mit Diktatoren an einem Tisch sehen lassen können, gegen die das eigene Volk aufsteht oder die sogar darauf schießen (da haben sie sich seit dem Prager Frühling direkt weiterentwickelt...).
      Hochgejubelte antizionistische Ideologien, Bruderschaft mit brutalen pseudosozialistischen Diktatoren - Heger, was Nestwärme und die Ignoranz von Tatsachen angeht, sollten Einwürfe von links vorsichtiger erfolgen. Pilgern Sie lieber nach Mödling zum von der Wiener SPÖ-Grün-Regierung gehegten und gepflegten Stalin-Taferl und gedenken Sie dort der Millionen vom Roten Helden ermordeten Juden. Und malen Sie sich dabei in Gedanken aus, was die gleichen Rotgrünen Rathausmarxisten aufführen würden, täte eine andere Partei eine Gedenktafel für den millionenfachen Judenmörder Hitler aufstellen.
      Linke Heuchelei kennt keine Grenzen.

      Und was die Würstel angeht - gehören die "Roten Falken" mit ihren Nazischmierereien auch zu den FPÖ-Anhängern? Da ist mir doch parteipolitisch irgendwas entgangen...

    • Undine
      06. April 2011 13:23

      @Heger

      Da gibt's doch diese LINKSLINKE Institution namens ZARA, antifaschistisch bis in die "Knochen". Werden dort nur "rechte Würstel", die vielleicht "Sieg heil" gerufen oder den rechten Arm schräg hochgehoben haben, "behandelt" oder auch "linke Würstel", die das PALÄSTINENSERTUCH als Ausdruck ihrer Gesinnung tragen?

  22. Anton Volpini
    05. April 2011 07:06

    Dieser Beitrag Dr. Unterbergers mit der anschließenden Diskussion ist für mich ein gutes Beispiel, warum ich diesen Blog so schätze!
    Zu einem scheinbar belanglosen Thema, weil ein Nichtstattfinden immer belanglos ist, das von Agitatoren zu einem Aufreger gemacht wurde, von mir aber trotzdem nur am Rande beachtet wurde, erklärt Dr. Unterberger die Zusammenhänge und seine Schlußfolgerungen.
    Und hier, sowie in der anschließenden Diskussion erfahre ich viel Neues (Kontakt mit dem Massenmörder Ché, lybische Konnection, salzburger Zickenstadl etc. ),
    Information, die ich in einem anderen Medium so nie bekommen würde. Dafür möchte ich Dr. Unterberger und allen Blogteilnehmern danken!

    • Wertkonservativer
      05. April 2011 14:32

      Ich schätze das A.U.-Forum, werter Anton Volpini, aus den gleichen Gründen, wie von Ihnen so trefflich angeführt.

      Was mich begrenzten Geist in letzter Zeit ein wenig bedrückt, ist der von etlichen Mitbloggern immer wieder in die Diskussionen gebrachte extrem hohe Wissens- und Weisheits-Level, dem ich als alter Damian manchmal nicht mehr ausreichend zu folgen vermag.

      Aber wie gesagt, besser hochklassig als kleinkariert! Hoch lebe Dr. Unterberger und sein Forum!

  23. libertus
    05. April 2011 00:27

    Jean Ziegler wird den Salzburger Festspielen als Eröffnungsredner nicht fehlen und wenn es nach der Qualität ginge, hätte man Elke Heidenreich nochmals einladen müssen. Sie hat 2008 das beste Eröffnungsreferat überhaupt gehalten und Herr Ziegler wäre an diesem Maßstab sowieso kläglich gescheitert.

    So gesehen die richtige Entscheidung der zuständigen Personen und eine Aufwertung dieser Festspiele, bravo!

  24. Alexander Renneberg
    • HJR
      05. April 2011 08:00

      Eine entsprechende Meldung bringt heute auch der Kurier, gepaart mit einem weiteren Artikel über den "zweiten Anlauf" des Quoten-Duumvirats Schmied + Heinisch-Bindestrich-Hosek zu einem neuen Leherdienstrecht - der Amon, den wir schon in meinen jüngeren Tagen nicht ernst genommen haben, sitzt auch dabei.

      Weiters dort mitgeteilt, das die Grüne Alev Korun "hohes Potential Zweisprachiger schätzt", wobei semantisch unklar bleibt, ob es sich um eine Schätzung im Quatitavien Sinn handelt oder um die Wertschätzung bzw. Hervorhebung. Jedenfalls geht es darum, Herrn Erdogan zu beweisen, dass nicht wir die Türken zu assimilieren trachten, sondern Türkisch zur offiziellen Fremdsprache gemacht werden soll (zum Artikel). Und das in einem Land, welches kleiner ist als Bayern, in dem schon Bosnisch und Serbisch Maturafächer sind, obwohl kaum jemand hierzulande (auch nicht die Lehrer) ausreichende Englischkenntisse aufweisen kann. Allmählich fragt man sich, ob man die "Umvolkungsthese" des Herrn Mölzer wirklich so am Thema vorbeiging. Hier habe ich tief Luft geholt und mir eingestanden, dass da wahrscheinlich die falschen Pferde mit mir durchgegangen sind, denn da bei uns (fast) niemand mehr ein korrektes Deutsch schreiben (geschweige denn im Stegreif und womöglich auch noch druckreif sprechen) kann, ist es natürlich notwendig, sich mit den näheren und nicht so näheren Nachbarn in deren Sprache auseinandersetzen zu können. [(Ich muss hier abbrechen, bevor ich noch unmittelbar sofort meinen persönlichen "Wuttag" nehme!)

    • HJR
    • Undine
      05. April 2011 09:31

      @HJR

      ZITAT aus Ihrem Link:

      "Eines bedeutet dieser Schritt nicht: dass Deutsch als Unterrichtssprache ersetzt wird. Die Matura muss - bis auf Fremdsprachen - weiter auf Deutsch abgelegt werden"

      Bei einem Satz wie diesem beginnen bei mir unüberhörbar die Alarmglocken zu läuten, denn sobald so ein Satz einmal formuliert ist, wird er innerhalb kurzer Zeit um EIN Wort erweitert zu lesen sein: "Eines bedeutet dieser Schritt NOCH nicht......"
      Kurze Zeit später heißt e bereitss: "Eines bedeutet dieser Schritt......"

      Man setzt bei "Veränderungen"erfolgreich auf den GEWÖHNUNGSEFFEKT: Sobald ein L I N K E S THEMA---siehe Gesamtschule, Abschaffung der Wehrpflicht, etc angeschnitten worden ist, wird es zielsicher so lange im ORF "behandelt", bis sich die Leute an das Thema gewöhnt haben, worauf es auch bald durchgesetzt ist. Basta.

      Wenn Alev Korun unter "hohem Potential" die hohe POTENZ (va der Moslems/Türken) verstehen sollte, kann man ihr nur beipflichten, denn wenn sie auch größtenteils keinerlei berufliche Ausbildung haben---ihren "ehelichen Pflichten" kommen sie jedenfalls mit großem Eifer und ERFOLG nach.

      Zum Thema ASSIMILIEREN: Das werden die Türken auch noch schaffen, nämlich UNS zu ASSIMILIEREN!

    • HJR
      05. April 2011 12:11

      @Undine
      Trefflich, ganz trefflich! Danke.

    • Norman Bates
      05. April 2011 13:02

      @HJR

      "persönlichen Wuttag nehmen" ist köstlich.

      Kann man den im Timesheet eintragen und wieviele Wuttage stehen einem denn jährlich zu? ;-)

    • cmh (kein Partner)
      05. April 2011 18:31

      Also ich bin auch für ein Maturafach Türkisch.

      Das ist eine ordentliche, nicht indoeuropäische agglutinierende Fremdsprache. WEr also am bekannten flektierenden Latein gescheitert ist, dem das Ungarische zu zungenbrecherisch ist und dem Englisch einfach zu einfach sein sollte, der ist hier genau richtig.

      Vor allem richtig verstanden kann es kein Fach sein, in dem Türken Nachhilfe in der von ihnen nicht ordentlich gelernten ersten Muttersprache erteilt wird, sondern es sollte eine lebende Fremd(!)sprache (ich hoffe die Bedeutung ist auch der potenten Frau Korun geläufig) sein. Das bedeutet zumindest eine Unterrichtsstunde am Tag ohne Türken.

      Im übrigen halte ich es mit dem Türkischen wie der alte Cato mit dem Griechischen. Der hat das gelernt um den ganzen Graeculos im alten Rom zu sagen: "Schleichtseuch".

    • Brigitte Imb
      05. April 2011 23:24

      Norman,

      das muß die "Echo-Gewerkschaft" regeln, aber ich denke wer´s braucht sollte 365,25 T. bekommen.

    • kaffka (kein Partner)
      06. April 2011 16:55

      @ Undine

      Gäbe es in Österreich die Abtreibung nicht, wäre damit die Potenz der Österreicher leichter zu beweisen.

  25. Gandalf
    04. April 2011 20:08

    Frau Burgstaller hat, erfreulicherweise, rechtzeitig die Notbremse gezogen. Allerdings hätte sie schon viel früher überlegen sollen, welch ein Risiko mit der Einladung von zweifelhaften linken Pseudodenkern verbunden ist: Ich hoffe, viele Leser dieser Zeilen erinnern sich an das letztklassige Verhalten eines gewissen "Lord" Dahrendorf (wer kennt den Scharlatan heute, nur drei oder vier Jahre nach seinem Tod, überhaupt noch?): Dieser weit überschätzte, selbsternannte Super- Ober- Links- Liberale ohne wirkliche Bedeutung hat doch tatsächlich 1986 seine Einladung als Eröffnungsredner der Salzburger Festspiele abgelehnt, weil das demokratisch gewählte Staatsoberhaupt der Republik Österreich im Auditorium sitzen würde!
    Aber das Rednerpult im Festspielhaus, an dem einst Persönlichkeiten wie Carl Zuckmayer, Sir Karl Popper, Hermann Josef Abs, Gerd Bacher und Franz Kardinal König gestanden sind, wäre wohl nicht nur für den Herrn Lord, sondern in viel höherem maße für den ganz unlordischen Hans Ziegler weitaus zu hoch gewesen, oder besser: sowohl Herr Dahrendorf unseligen Andenkens als auch Herr Ziegler wären für die Salzburger Festspiele eher eine Beleidigung als eine Bereicherung gewesen.

    • Alexander Renneberg
      04. April 2011 21:26

      sehens, in wahrheit nimmt den festredner nur ein kleiner teil der anwesenden tatsächlich ernst. vielmehr sind sie mit der eigenvermarktung beschäftigt, die hernach stattfindet.
      da hätte der ziegler auch nicht rasend viel schaden anrichten können......

  26. allgab
    04. April 2011 19:29

    Die Lobeshymnen auf Frau Burgstaller kann ich leider nicht mitsingen. Scheint es doch so, dass sie zuerst den alten Kuba-Verehrer gerne eingeladen hat und zwar auf Vorschlag der Robert-Jungk-Stiftung. Warum man gerade diese vom grünen Bundespräsidentenkanditaten Jungk gegründete Stiftung fragen muss, ist mir schleierhaft.
    In Salzburg weiß jeder, dass es einen erbitterten Zickenkrieg zwischen Burgstaller und der Frau Rabl-Stadler gibt. Ich glaube eher, dass Burgstaller- wie der Standard richtig vermutet- sich bei den Linksextremen mit dieser Einladung anbiedern und ihre Feindin, die Festspielpräsidentin desavouieren wollte, sich aber die Präsidentin mit dem schlagkräftigen Libyenargument durchgesetzt hat und die Burgstallerin jetzt im Regen steht.
    Ich halte die Burgstallerin für eine mediengeile, schwache Politikerin. Aber was soll schon Gescheites aus Oberösterreich kommen.

    • terbuan
      04. April 2011 20:00

      Diese Pauschalverunglimpfung der Oberösterreicher möchte ich jetzt aber entschieden zurückweisen, das haben sich die Bewohner dieses schönen und erfolgreichen Bundeslandes wahrlich nicht verdient!
      Den Zickenkrieg nehme ich Ihnen sofort ab, ich kenne zwar nur die Frau Rabl-Stadler persönlich, aber das reicht!

    • Alexander Renneberg
      04. April 2011 21:10

      ist die salzburger landeshauptfrau oberösterreicherin? wußt ich nicht. woher haben sie diese info?

    • Alexander Renneberg
      04. April 2011 21:15

      tatsächlich, wiki machts möglich. frau burgstaller ist tatsächlich nahe der salzburger grenze in oö auf die welt gekommen.

      als oberösterreicher muss ich allerdings ihre pauschalverurteilung zurückweisen. woher, gaberl, stammen sie übrigens?

    • terbuan
      04. April 2011 21:17

      Der Geburtsort der Frau LH ist Niederthalheim, Bezirk Vöcklabruck.

    • Alexander Renneberg
      04. April 2011 21:19

      danke herr terbuan ;-) da hatten wir wohl einen ähnlichen gedanken zur fast gleichen zeit.

    • allgab
      04. April 2011 21:36

      An alle Kollegen/Innen, vor allem an die Oberösterreicher !
      Das mit den Oberösterreichern war ein blöder Scherz, tut mir leid, selbstverständlich ist Oberösterreich ein tolles Land. Und im Gegensatz zu Kärnten, Niederösterreich und Wien, wo die größten landesfürstlichen Verschwender sitzen, ist Oberösterreich schuldenfrei.
      Als SalzburgerIn ist man noch aus Jugendzeiten leider eine völlig ungerechtfertigte Herablassung gegen Oberösterreicher gewöhnt.
      Die damaligen O-Nummern wurden als Erdäpfelnummern bezeichnet. Vielleicht ist es den Wienern unter ihnen schon aufgefallen: in Salzburg hält man sich gerne für den Nabel der Welt. Oje schon wieder ein Klischee
      Bitte um Verzeihung !

    • terbuan
      04. April 2011 21:39

      Herr Renneberg,
      das ist heute nicht Ihr Tag, jetzt haben Sie schon wieder etwas verwechselt!
      Wir haben jetzt als neue Poster einen ALLGAB und einen GABLER, das hier ist vom allgab, der gabler steht weiter unten :-))))

    • terbuan
      04. April 2011 21:41

      allgab
      und die Salzburger waren die Stierwascher!

    • Alexander Renneberg
      04. April 2011 21:43

      au, blöd, sorry für die verwechslung der nicks. ich kenn mich ja schon nimmer aus vor lauter neuen menschen hier. aber danke fürs drauf hinweisen herr terbuan. sie sind wirklich der totale forumswächter, ihnen entgeht nichts!

    • allgab
      04. April 2011 22:56

      @ Alexander Renneberg
      ja so ist es, dem Herrn Terbuan entgeht nichts, wir sollten ihn zum Ehrenblogwart
      der AU-Seite ernennen oder politisch korrekt zum ABV(Abschnittsbevollmächtigten) dieser Seite

    • Norman Bates
      04. April 2011 23:03

      ... und der allgab bekommt dann die "thomas-lahnsteiner-gedenkmedaille" in silber, oder? ;-)

    • HJR
      05. April 2011 08:12

      @allgab
      Als TirolerIn (man beachte die gendergerechte Schreibweise) kränke ich mich ein wenig über die nicht namentliche Nennung meiner Heimat im Ausfluss der Rabl-Stadler/Burgstaller-Debatte.

    • Erich Bauer
      05. April 2011 08:51

      Also mein Nickname ist "panzerechse". Ich verwende ihn notgedrungen in diesem Blog, wenn ich mein privates "MacBook" hochfahre. Es läßt mich nicht mit "Erich Bauer" einsteigen. Ich kann nur jedem raten die "panzerechse" mit der "Nickerei" nicht zu behelligen. Sie ist äußerst reizbar. Das gäbe ein Blutbad. Dieses wunderbare Wesen wartet ganz ruhig im Fluß auf die "Gnus"...

      Das meine ich jedenfalls bitter ernst!

    • allgab
      05. April 2011 11:09

      Na schlimmstenfalls frisst die Panzerechse den für diesen blog zuständigen ABV

  27. Josef Maierhofer
    04. April 2011 18:57

    Ich habe bis heute nicht gewußt, daß es diesen Ziegler mit diesen Eigenschaften überhaupt gibt.

    Bravo Frau Burgstaller ! Man darf Fehler wohl noch rechtzeitig ausbessern.

  28. Richard Mer
    04. April 2011 18:32

    Der Hinweis auf Ö1 ist gut. Es gab dort einmal ein gespenstisches Ziegler Gespräch, wie aus einem anderen Universum. Er hat über Che Guevara gesprochen, und über ein Treffen von ihm (Ziegler) mit dem anderen (Che) in Genf. Ziegler wollte laut Eigenangabe damals unbedingt die Kommunisten in Kuba unterstützen, die laut seiner Schilderung noch in schweren Kämpfen standen. Und Che hat zu ihm gesagt: "Mein Platz ist dort mit der Waffe, Dein Platz ist hier, in der Höhle des Löwen". In der Erzählung von Ziegler klang das wie das Gespräch von zwei alten, abgekämpften Kameraden, die viel gemeinsam durchgemacht haben, und auf gemeinsamer Augenhöhe sprechen. Deswegen ist Jean Ziegler ja auch der Leider-nicht-Revolutionär.

    Michael Häupl ist so ein anderer Leider-nicht-Revolutionär, spätestens seit der Statue. Die Vorstellung, dass dieser dicke Wiener und dieser dicke Genfer mit einer Waffe neben Che die kubanischen Tabakfelder unsicher machen ist derart absurd, man muss ihm schon einen gewissen Sinn für gespenstische Inszinierungen haben, und einen ordentlich abgestumpften Sinn für Realität, um so etwas so pathetisch sagen zu können wie Herr Ziegler.

    • allgab
      04. April 2011 19:10

      Und bitte beim "Revolutionär" Häupl nicht vergessen, dass er vorher fürhrender Funktionär einer besonders üblen, schlagenden Mittelschulverbindung war

    • byrig
      04. April 2011 22:29

      warum diese verbindung allerdings übel gewesen sein soll,möchte ich schon wissen.nur weil der häupl dabei war?

    • allgab
      05. April 2011 11:20

      @ byrig
      In meiner Schulzeit kannte ich einige der Mitglieder der "Rugia" zu Salzburg.
      Üble Antisemiten, die aus ihrem Herzen keine Mördergrube machten. Die "Rugia zu Krems" soll damals (64-70) auch nicht anders gewesen sein, eher noch ärger.
      Wie das heute ist, weiß ich nicht.

    • Gast der Zweite (kein Partner)
      06. April 2011 16:40

      "Die Vorstellung, dass dieser dicke Wiener und dieser dicke Genfer mit einer Waffe neben Che die kubanischen Tabakfelder unsicher machen..."

      Einfach nur super!!! - Selten so gelacht.

      DANKE

    • kaffka (kein Partner)
      06. April 2011 17:08

      @ allgab

      Richtigstellung: Häupl war nicht Mitglied eine "schlagenden" Mittelschulverbindung, sondern Mitglied einer Verbindung des Mittelschüler-Katell-Verbandes (katholisch) und hat es dort nicht zu einem "führenden Funktionär " gebracht. (vermutlich war er nichteinmal "vollberechtigtes" Mitglied).

  29. gaberl
    04. April 2011 18:26

    Da einige Kollegen/Innen den Herr Ziegler nicht so gut kennen, möchte ich ihn einmal vorstellen:

    Jean Ziegler (* 19. April 1934 als Hans Ziegler in Thun, Schweiz) ist ein Schweizer Soziologe, Politiker und Sachbuch- und Romanautor.
    Ziegler war befreundet mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir – die seinen Vornamen in Jean änderte– sowie mit Che Guevara, dessen Chauffeur er während der Teilnahme Kubas an der ersten Weltzuckerkonferenz der UNO in Genf in der Schweiz war. Auf seinen Wunsch, dass er ihn bei der Rückreise nach Kuba mitnehme, antwortete ihm eigenen Aussagen zufolge Che Guevara: „Der Kopf des Monsters ist hier. Hier ist dein Platz, hier musst Du kämpfen. Ziegler blieb in der Schweiz, studierte fortan Soziologie, trat vom Protestantismus zum Katholizismus über und verwendete an Stelle der deutschen die französische Sprache.
    Kubas Politik lobt er im Hinblick auf Ernährung, Gesundheit und Bildung der Bevölkerung. Er bestreitet, dass Kubaner generell an der Ausreise gehindert würden und dass Kuba ein Spitzelstaat sei. Das Land werde vielmehr von einer von Amerikanern beherrschten Mediengesellschaft permanent in einer völlig zynischen Art diffamiert. Probleme mit der Menschenrechtssituation in Kuba wolle er nicht unter den Tisch kehren, erachtet andere Probleme aber als wichtiger für die Weltgemeinschaft.
    (aus: Wikipedia)

    Ziegler über Gadaffi:

    "Das von den meisten westlichen Medien verbreitete Bild eines unbeherrschten Potentaten ist nach meinem Eindruck total falsch. Muammar al-Ghadhafi ist kein nach Willkür schaltender Charakter. Er ist rational, zweckgerichtet, vernunftgeleitet."
    Jean Ziegler im Juli 2008 gegenüber der Schweizer Zeitung "Sonntags-Blick", zitiert vom Zürcher "Tages-Anzeiger".

    "Das Volkskomitee für den Internationalen Gaddafi-Preis für Menschenrechte im Massenzeitalter setzt sich zusammen aus: (...) 13. Mr John Ziegler, Mitglied)".
    Aus dem Gründungsdokument des "Gaddafi-Preises für Menschenrechte" (1989).

    • Gandalf
      04. April 2011 19:22

      Danke, Gaberl!
      Mir hat sich leider, berufsbedingt, Herr Ziegler schon vor Jahren auf den Magen geschlagen. Seien wir froh, dass er nicht in Salzburg seine Propagandasuada loslassen kann (zumindest nicht bei der Eröffnung der Festspiele). Bei solchen falschen Propheten muss man sich immer wiederfragen: Sind sie so dumm oder sind sie so böse?

    • terbuan
      04. April 2011 19:45

      "Simone de Beauvoir - die seinen Vornamen in Jean änderte..."
      Dazu war sie wohl nicht wirklich in der Lage.
      Wikipedia im politischen Bereich zu zitieren ist sehr problematisch, das steht sehr viel Unsinn und Linkslastiges drin.
      Die Diskussions-Seite dahinter ist manchmal dazu recht aufschlußreich!

    • Undine
      04. April 2011 22:13

      @gaberl

      Spätestens bei der Erwähnung der Namen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir im Zusammenhang mit "Jean/Hans Ziegler weiß man, wie viel's geschlagen hat; Che Guevara rundet das Bild nur noch ab.

  30. brechstange
    04. April 2011 18:11

    "Und noch 2009 ist Ziegler erklärtermaßen nur deshalb nicht als eingeladener Ehrengast zu den libyschen Revolutionsfeiern angereist, weil Gaddafi gerade zwei Schweizer Geschäftsleute als Geiseln genommen hatte – deren Freilassung Ziegler übrigens immer wieder, wenn auch zu Unrecht ankündigte. Ohne diesen Zwischenfall wäre er auch 2009 noch gerne nach Libyen geflogen."

    Was unseren Darabos nicht davonabhielt mit unserer Militärmusik nach Tripolis zu reisen um Gaddafi seine (unsere) Referenz zu erweisen.
    Im selben Jahr erlaubte Darabos dem Österr. Bundesheer nicht mehr, bei den Abstimmungsfeierlichkeiten 1920 am Ulrichsberg in Kärnten teilzunehmen.

    Patriotismus ist nicht erlaubt, Verherrlichung eines Diktators schon.

  31. Alfred E. Neumann
    04. April 2011 18:00

    Die Linken dürfen immer alles. Und stets ohne Genierer.

    (Gusenbauer berät Nasarbajew, Fischer den REWE-Konzern, Schröder den russischen Konzern TNK-BP Ltd.)

    Und Ziegler war eben ein Freund von Che Guevara und Gaddafi, na und?

    • Undine
      04. April 2011 22:19

      @Alfred E. Neumann

      Wären die Herren Gusenbauer, Fischer, Schröder oder eben Ziegler "rechts" gepolt, würden sie im linksgepolten ORF wochenlang die Schlagzeilen beherrschen ob ihrer Schandtaten. Weder ein Tsunami noch ein Gaddhafi könnte sie von dort verdrängen.

    • Wertkonservativer
      05. April 2011 06:52

      Auf den Punkt gebracht, werter A.E. Neumann!

    • kaffka (kein Partner)
      06. April 2011 10:29

      Immer öfter denke ich darüber nach, was in den Köpfen der "Besten" Kommentatoren so vorgeht.

      Im gegenständlichen Fall haben sich 35 K (von vermutlich zu diesem Zeitpunkt 60 Juroren) beteiligt.

      Was stellt in ihren Augen einen guten Kommentar dar?
      Ist es eine Äusserung zum Inhalt, zum Stil oder zur besonderen Freundschaft zum Kommentator?

      Oder stellt der Kommentar eine wichtige Ergänzung zu U.s Artikel dar oder wird auf hoher Diskussionsebene einer Ansicht U.s entgegengehalten. (Hat etwas gefehlt, war etwas ungenau, gab es dazu noch andere Sichtweisen?)

      Oder war es nur das Bedürfnis sich selbst in Szene zusetzen? Oder U. nur anschütten? Oder besonders belobigen, weil er genau die eigene Meinung vertreten hat?

      Ich werde es bestimmt nicht erfahren, könnte mir aber auch egal sein, vielleich regt meine Meldung dazu an zB. die Artikel der heutigen Preisträger unter diesem Aspekt nochmal zu beurteilen. (gabs da wirklich keine besseren?)

  32. Johann Scheiber
    04. April 2011 17:53

    Das die Frau LH Burgstaller Flagge gezeigt hat ist anzuerkennen. Aber die Frau Rabl-Stadler und Konsorten haben aus den Salzburger Festspielen längst eine bürgerliche Titanic gemacht die sich auf der luxuriösen und hochsubventionierten Fahrt in den Untergang immer wieder gerne mit einer linken zeitgeistigen Narrenkappe schmückt.
    Der Ziegler hätte in diese Dekadenzshow zur Ausbeutung von Mozart und Co. durchaus gepasst. Mit großer Andacht hätten die Wirtschaftskapitäne, Spitzenbürokraten und Adabeis ihre Prügel bezogen.

    • Erich Bauer
      04. April 2011 18:04

      "...längst eine bürgerliche Titanic gemacht..."

      Schönes Bild, welches Sie da zeichnen. Gestelzte Tangoschritte im Ballroom... Vorne am Bug die Gallionsfigur: "Wir sind die Könige der Weeeelt..."

    • Anton Volpini
      04. April 2011 18:27

      ...ihre Prügel bezogen.

      So wie voriges Jahr Daniel Kehlmann mit seiner Kritik am Regietheater!

    • Erich Bauer
      04. April 2011 18:32

      "...mit seiner Kritik am Regietheater..."

      Und der Bürger schauet stumm...
      Um den ganzen Tisch herum...

    • Alexander Renneberg
      04. April 2011 20:47

      anton volpini, erich bauer,

      das publikum, die bürgerlichen waren begeistert, das feuilleton tobte ebenso wie die theatermacher, gipfelnd in der niedermachung kehlmanns.

      und keiner der gäste von z.b. don giovanni die ich kenne, konnte bestätigen die aufführung hätte ihnen gefallen. von der inszenierung her. was soll don giovanni auch im wald mit einer bushaltestelle.
      was die regie in salzburg verbricht macht die musik, der gesang und die darbietung wieder gut.

      und so regen sich die bürgerlichen hernach in der riedenburg, im pfefferschiff, etc. etc. auf, und alle, inkl. mir harren der kommenden festspiele.

      bürgerliche auf der straße? never. und genau da liegt das problem.

  33. Celian
    04. April 2011 17:44

    Ja der Herr Ziegler. Gestern hat er noch in der einen Hand die rote Mao-Bibel, in der anderen die grüne Gaddafi-Fibel hoch gehalten und gegen alles Westliche gehaßpredigt und Gaddafi bildlich die Füße geküßt. Heute ist er vom Glauben an die grüne Revolution abgefallen und polemisiert gegen die bösen Westmächte wie sie ihm nur unterstellen können, daß er jemals einen Fuß in den libyschen Sand gesetzt hat. Das Typische für solche lebende Karikaturen mit verkümmertem Rückgrat ist es, daß sie selbst auch noch glauben, was sie sagen. Und dabei nicht merken, daß sie mit ihrer 180 Grad Kehrtwende jegliche Glaubwürdigkeit in den Sand setzen.

    Schön daß es noch Medien wie Ö1 gibt, die vorbehaltlos an ihre MärtyrerInnen glauben, was auch immer die ihnen erzählen. Wenn jetzt noch Ö1 die Gekränkte geben und den Salzburger Festspielen die Live-Übertragungen vor die Füße knallen und stattdessen die Ziegler-Festspiele live im Radio übertragen würde, wäre die linke Opferrolle perfekt ausgewalzt. Der Standard würde sicher auch gerne darüber berichten. Dort war er ja schon immer ein gern gesehener Gast.

  34. Wertkonservativer
    04. April 2011 17:36

    Also, den Herrn Ziegler und seine Weltsicht habe ich bis vor kurzem eigentlich gar nicht wahrgenommen; ist das schlimm?

    Wenn das, was A.U. über Herrn Zieglers Verbandelung mit Herrn Gaddafi stimmt (was wohl anzunehmen ist), dann ist der Mann nicht ernst zu nehmen: ein richtiger Wendehals!
    Die Grünen werden hier ja täglich negativ abgehandelt: jedenfalls sind die ärger als alle Roten zusammen. Allerdings, eine Rothaut ist mir - so wie A.U. - in letzter Zeit schon öfter angenehm aufgefallen: die Salzburg-Gabi! Die scheint wirklich in Ordnung zu sein!

    Dagegen Jelinek, Turrini und die ganze Rot-Grün-Unkultur-Blase: da dreht sich einem ja wirklich der Magen um!
    Kulturland Österreich, weit hast Du's gebracht!

    • brechstange
      04. April 2011 18:17

      Zumindest erkennt Frau Burgstaller, was sehr unpassend gewesen wäre und für die SPÖ peinlich geworden wäre. Ich denke nur an den Auftritt Darabos' mit unserer Militärmusik in Tripolis zum 50. Revolutionstag. Ich frage mich, sind Darabos und Konsorten, einschl. der Wirtschaftsteile, die für ihr Geschäft auch ihre Schwiegermutter verkaufen würden, schon so dekadent, dass sie einen Revolutionstag verherrlichen, der viele Opfer forderte. Oder glauben, die wirklich Gaddafi hätte sich friedlich an die Macht geputscht?

    • HJR
      05. April 2011 08:22

      Also, lieber WK, den "Herrn Ziegerl" in einem schon nicht mehr kurzen Leben als "Wertkonservativer" eigentlich nicht wahrgenommen zu haben, halte ich nicht unbedingt für schlimm, ...

    • cmh (kein Partner)
      05. April 2011 18:49

      Nur damit es nicht vergessen wird, obwohl es schon fast zwei Jahre her ist_

      http://diepresse.com/home/wirtschaft/boerse/508305/GaddafiFonds-kauft-sich-in-Oesterreich-ein

  35. Anton Volpini
    04. April 2011 17:10

    Und trotzdem sollte man sich den Dokumentarfilm: "We feed the world" anschauen!
    Wie man auch "Darwin´s Nightmare" von Hubert Sauper gesehen haben sollte.

    Und für alle, die jetzt die Stirne runzeln, das hat nix mit links zu tun!

    • Johann Scheiber
      04. April 2011 17:57

      Wie die Sache mit den Karikaturen in Dänemark war, hat sich Nestle sehr beeilt in den arabischen Ländern zu verkünden, dass keine Produkte aus Dänemark verkauft werden!

    • Anton Volpini
      04. April 2011 18:21

      @Johann Scheiber

      In "We feed the world" kommt (neben Ziegler) der Nestle Chef Peter Brabeck-Letmathe zu Wort. Da erkennt man erst, welche Angst die multinationalen Konzerne vor den NGOs haben. Eine Anbiederung an die arabischen Märkte wegen der Mohamet Karikaturen ist da nur logisch.

    • brechstange
      04. April 2011 18:24

      Die Firmenpolitik von Nestle und vielen anderen Weltkonzernen ist auf jeden Fall hinterfragenswert.
      Kürzlich forderte Brabeck-Lemathe (Nestle-Vorstandschef) Wasser zu einem verkaufbaren Produkt zu machen. Ein neuer profitabler Geschäftszweig sollte erschlossen werden, dafür gibt es Lobbying in Brüssel für neue den Konzern dienende Gesetze. Jeder Weltbürger soll 20 Liter gratis bekommen, der Rest ist zu bezahlen.

    • Lorenz Valla
      04. April 2011 18:37

      @ brechstange 18:24

      Kürzlich forderte ... (Nestle-Vorstandschef) Wasser zu einem verkaufbaren Produkt zu machen.

      Aber Sie wissen schon, dass Sie das Wasser, das aus Ihrer Leitung kommt, sehr wohl bezahlen? (Nämlich mit den Betriebskosten, die viele Menschen zusammen mit dem Hauptmietzins als "Miete" kennen, an die Gemeinde!)

      Wasser ist also bereits ein Gut, für das ein Markt besteht.

    • Erich Bauer
      04. April 2011 18:44

      "...Wasser ist also bereits ein Gut, für das ein Markt besteht..."

      Ich denke da an "Perrier"...

    • brechstange
      04. April 2011 19:16

      @Lorenz Valla, Erich Bauer

      Natürlich bezahlen wir den Anteil an Transport und Leitungssystem, das kann natürlich nicht kostenlos sein. Perrier ist ein Mineralwasser, auch die Abfüllung ergeben kosten. Doch Rohwasser kostet in Ö nichts, doch deren Erschließung und natürlich die Abwasserkosten. Brabeck-Lemanthe will auch Rohwasser bewerten und das wird dann teuer für uns, vor allem wenn sich die Weltkonzerne die Wasserrechte unter den Nagel reißen.

    • Alexander Renneberg
      04. April 2011 21:52

      bummm, ohne den herrn lorenz(o) valla wäre mir das nicht aufgefallen. bisher hab ich geglaubt das wasser kommt einfach aus der leitung, wie der strom aus der steckdose.

      danke, danke, dass sie mich mit einem ihrer seltenen postings so erhellt haben. und das gleich dermaßen.

    • Erich Bauer
      05. April 2011 08:16

      brechstange,
      "...Perrier ist ein Mineralwasser..."

      Es gibt wesentlich billigere Mineralwassersorten... Perrier ist halt das Teuerste. Für Damen und Herren von Welt. Sowas nennt man "Markt". Und auf den "Markt" hab ich mich bezogen. Zumal es in sehr vielen Ländern empfohlen ist, das Leitungswasser nicht als Trinkwasser zu verwenden.

    • Lorenz Valla
      05. April 2011 14:51

      @ brechstange, 4.April, 19:16

      Genau da liegt ja das Missverständnis, das ich aufzuzeigen versucht habe:

      Sie sprechen von "Kosten", ich spreche von "Markt" (was auch Brabeck-Lemathe wohl sagen wollte, vgl. http://tinyurl.com/3m6zhn9 ).

      Aber gut, Herr Renneberg als Politiker wird Ihnen da sicher die weitere richtige Aufklärung geben, denn politische Menschen wissen schließlich auf allen Feldern Bescheid, was sie laufend brillant unter Beweis stellen.

    • Alexander Renneberg
      05. April 2011 20:34

      lorenzo, ich bin begeistert, da haben sie tatsächlich einmal recht mit einem posting. wie haben sie denn das genau gemacht?

      aber: wie lautet ihr satz denn nun in richtigem deutsch? versuchen sie es erneut.

      p.s. leider sind ja leute wie sie von brillanz weit entfernt, was genau meinen sie also?

      und diesmal wenn es geht in verständlichem deutsch, wischen´s ihnen halt mal vorsorglich den schaum vom mund.





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