Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen



Europa wo bist Du?

Lesezeit: 2:00

Henryk M. Broder nennt es die „Lust am Einknicken“, andere nennen es Pazifismus, wieder andere nennen es schlicht Feigheit. Die Rede ist von einer sehr weit verbreiteten Geisteshaltung. Es handelt sich um eine Form des Appeasements, das in tolerantem, weltgewandtem und verständnisvollem Gewand daherkommt und nicht nur Feigheit ist, sondern pazifistische Dummheit. Eine tödliche Geisteshaltung, die Europa Kopf und Kragen kosten wird.

Während die europäischen Medien die konservativen und neokonservativen Denker und Publizisten nur allzu gern als „Kriegstreiber“ und „Falken“, als „intolerant“ und als „Hardliner“ verdammen, steigen die Konflikte auf der ganzen Welt. Der europäische Pazifist hingegen phantasiert von nuklearer und konventioneller Abrüstung und vergisst dabei auf die Realität. Allen Beteuerungen zum Trotz wird es keine nukleare und konventionelle Abrüstung geben. Zumindest nicht in jenen Ländern, die den Frieden wirklich gefährden.

Das hört freilich der europäische Pazifist überhaupt nicht gern, lieber finanziert er ein Stadion in Kabul, in dem dann später Hinrichtungen durchgeführt werden, oder er pumpt Geld nach Gaza, das dann Terrorismus finanziert. Er zahlt dem Terrorführer Gaddafi eine Atomanlage. Er freut sich über kulturellen Austausch mit Brutalos in Saudi-Arabien. Er klassifiziert den Einsatz für Frauenrechte in Afrika und im Islam als „imperialistische Einmischung“. Er genießt die relative Sicherheit hierzulande und verurteilt Interventionen gegen Terroristen in Afghanistan als bösen Angriffskrieg. Der europäische Pazifist: er hat den Durchblick.

Für all jene, die sich dieser infantilen Ideologie des europäischen Pazifismus nicht anschließen wollen, gibt es eine andere Möglichkeit. Es gibt die Möglichkeit, das Gehirn anzuwerfen und zu fragen: Wie können wir uns verteidigen? Die Antwort darauf wäre denkbar einfach: Zuvorderst müssen unsere Politiker lernen, dass sie unangenehme Wahrheiten aussprechen und schwierige Entscheidungen treffen müssen.

Die da wären (unter anderem): Die islamische Welt ist kein Freund, sie ist ein Gegner. Die europäische Friedensordnung ist eine große Lüge, unser Sozialsystem und die „europäische Friedensordnung“ sind nämlich nur deshalb „möglich“ (gewesen), weil die USA für uns die Verteidigungskosten übernommen haben. Die Resultate dieser Erkenntnis sind dann: Appeasement hat noch nie in der Geschichte gewirkt, Abschreckung dagegen schon. Die logische Konsequenz eines solchen Denkprozesses: die Entwicklung einer ordentlichen europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Will Europa überleben, führt daran kein Weg vorbei. Derzeit schaufelt sich Europa sein eigenes Grab.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print


alle Kommentare

  1. Juana29Foster (kein Partner)
    02. Juli 2010 12:27

    If you want to buy a house, you will have to get the loans. Furthermore, my father all the time utilizes a college loan, which supposes to be really useful.

  2. pragmatiker (kein Partner)
    05. April 2010 22:06

    waschechte österreicher sind entweder austro maochisten oder austro sadisten
    ....und so gibt man sich es gegenseitig.

    das muss für aussenstehende verwunderlich anzusehen sein.

    bei der schlacht von mogersdorf haben sich die masochisten marienlieder singend von den türken die köpfe abschlagen lassen.

    die parallelen zur jetzt zeit sind unverkennbar.

  3. HDW (kein Partner)
    05. April 2010 18:20

    Henryk Broders Freund Joschka Fischer empfahl den Deutschen ja sich am Hindukusch zu verteidigen, er selber blieb aber lieber zu Hause im Grunewald Luxus. Marcel Friedmann spielt ja auch schon den Kriegstreiber in Afganistan. So sehen die Friedensapostel heute aus! Ein bißchen anders als Karl von Ossietzky oder doch nicht?

  4. camillo meinhart (kein Partner)
    05. April 2010 01:55

    Karl Kraus forderte nach dem 1.Weltkrieg seine Kollegen - also Journalisten - dazu auf, ihre Artikel aus den Kriegsjahren vor einem Publikum Kriegsversehrter zu lesen. Was wir in Afghanistan zu suchen haben - wem aber - und das ist noch viel wesentlicher - ein Krieg immer dient und gedient hat - nämlich der Wirtschaft, den Besitzenden, den Mächtigen - vor allem dann wenn ihre eigene Legitimation zweifelhaft wurde, das ist die wichtigste Frage.
    Der Islamismus ist nicht unser Feind, er ist in erster Linie einmal der Feind jener Regenten, die im Nahen Osten unsere Freunde sind - was gleich bedeutend mit Korruptes Dreckspack ist. Dagegen richtet sich diese Bewegung und erst dann - lange danach - kommen kulturimperialistische Ambitionen gegen Europa.

    • Markus Schmidt (kein Partner)
      08. April 2010 18:29

      Na dann schaffen wir die Wirtschaft und die Besitzenden einfach ab, dann gibt es nach Ihrer Logik keinen Krieg mehr.

  5. j.r.tm (kein Partner)
    03. April 2010 20:03

    Zum Glück haben die Oststaaten ein anderes Gespür für VErteidigungspolitische Notwendigkeiten als Österreich. Das Gleiche gilt auch für Griechenland und seinen hohen Verteidigungshaushalt. Deutschland ist eine der führenden Nationen im Rüstungsexport. (Dank der vorerst für grüne Energieumwandlung entwickelten Brensstoffzelle die in U-Booten verwendet wird.) GB und Frankreich unterhalten Atom-Uboote.

    Die Schwäche liegt natürlich in der Einsatzfähigkeit außerhalb Europas.

    • Gennadi (kein Partner)
      04. April 2010 15:09

      Sie meinen, nukleargetriebene U-Boote wären nur innerhalb Europas einsetzbar?

  6. Maria Klingler (kein Partner)
    03. April 2010 14:37

    Beschwichtiger sind laut Churchill Träumer, die das Krokodil füttern, weil sie hoffen, als Letzte gefressen zu werden.
    FROHE OSTERN EUCH ALLEN!

  7. Stachel (kein Partner)
    03. April 2010 11:58

    Europa soll sich selbstverständlich verteidigen können, dafür muss in jeder Hinsicht vorgesorgt werden; allerdings ist es keineswegs seine Aufgabe (und auch nicht jene der USA oder von sonstwem), Kriege in anderen Ländern zu führen, auch nicht unter dem Vorwand der (vorbeugenden?) "Selbstverteidigung" oder der Verteidigung von Freiheit und Demokratie - das ist nämlich ein Vorwand und nichts anderes.

  8. Gennadi (kein Partner)
    03. April 2010 09:35

    Weitgehend unbemerkt blieben die Vertragsabschlüsse des kommunistischen Diktators von Venezuela mit Cubas Castro und Russlands Putin. Putin lieferte bereits große Mengen an Waffen (darunter auch transportable Nuklearsprengsätze), sagte weitere zu und sicherte sich Einfluss auf die venezuelanische Ölförderung.
    Des Diktators Ziele kann man sehr aufdringlich in allen, von ihm noch nicht zugesperrten Medien lesen: Seine gesellschaftlichen Vorstellungen in Südamerika auszubreiten. Mit allen Mitteln, versteht sich. Europa? Verschläft auch dieses.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      03. April 2010 09:37

      Ah ja, und vergessen Sie bei Ihrer Aufzählung nicht die gesamte westliche Welt, die mit dem kommunistischen und menschenverachtenden chinesischen Regime Kooperationsverträge sonder Zahl abschließt. Wenn schon Moralapostel.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      03. April 2010 13:45

      STF, ich habe für die chinesischen Kommunisten gewisse Sympathien. Sie sorgen für eine religionsfreie Zone und dafür, dass die Leute Geld verdienen anstatt welches zu kosten.

    • Gennadi (kein Partner)
      04. April 2010 15:11

      STF, vergesse ich ganz sicher nicht. Am wenigsten das Kuschen Fischers, als er auf Zuruf Chinas den Dalai Lama wieder auslud. Den sogar Barack Hussein Obama empfing.

  9. Helmut Schramm (kein Partner)
    03. April 2010 08:08

    Zu folgendem Kommentar: Gennadi
    2. April 2010 um 19:39

    Ich glaube, Sie sollten auch einmal eine andere Lektüre als die Krone versuchen. Die bereits im Dezember 1955 durch den UN-Beitritt eingeschränkte (genau genommen, damit aufgehobene) Neutralität ist schon längst rechtlich gefallen. Spätestens mit dem Beitritt zur EU. Weiter von einer Neutralität zu träumen, ist eben nur ein (mediengesteuerter) Traum.


    DIE NEUTRALITÄT ÖSTERREICHS KANN MAN RECHTMÄSSIG GENAUSO WENIG MIT DEM BEITRITT IN DIE EU ANSCHAFFEN, WIE UNSERE EIGENSTAATLICHKEIT.

    ES WURDE EIN BUNDESSTAAT EU GESCHAFFEN - OHNE ZUSTIMMUNG DES ÖSTERREICHISCHEN VOLKES.

    DIE KRONEN ZEITUNG SCHRIEB BIS JETZT KEIN WORT ÜBER DAS VOLKSBEGEHREN EU-AUSTRITT, WELCHES ALLE FREIHEITSLIEBENDEN ÖSTERREICHER UNTERSCHREIBEN MÜSSEN!

    • Gennadi (kein Partner)
      03. April 2010 09:22

      Ich meine, Sie verwechseln die Ansichten des Onkel Hans mit realen Gegebenheiten. Das Österreichische Volk entschied sich mit rund 2/3-Mehrheit für den EU-Beitritt. War das denn keine Volksabstimmung? Was sonst? Die EU wurde dadurch auch nicht geschaffen, sondern bestand bereits.

      Lesen Sie die enstprechenden Verträge. Schon der Beitritt zur UNO war mit der Neutralität nicht vereinbar. Der erfolgte bekanntlich schon am 14.12.1955. Der Beitritt zur EU schloss - darauf wurde unmissverständlich hingewiesen - die de jure-Aufgabe der Neutralität ein. Gemeinschaftrecht geht vor nationalem.

      Man kann also, richtig, die Neutralität nicht anschaffen, sondern sollte rechtliche Grundlagen eben akzeptieren. Was freiheitsliebende Österreicher "müssen" oder nicht, entscheiden sie selbst.

    • Stachel (kein Partner)
      03. April 2010 12:02

      DIE NEUTRALITÄT ÖSTERREICHS KANN MAN RECHTMÄSSIG GENAUSO WENIG MIT DEM BEITRITT IN DIE EU ANSCHAFFEN, WIE UNSERE EIGENSTAATLICHKEIT.
      Die Neutralität "anschaffen"? Was heißt das? Wie geht das? Vielleicht sollten Sie nachdenken (eh nur ein bisschen) bevor Sie einen derartigen Unsinn verzapfen?!

  10. Philipp Starl (kein Partner)
    03. April 2010 00:34

    OT: Der Wind hat sich gedreht, die Klimahysteriker werden immer weniger ernst genommen. Der Spiegel hat das bis dato beste Dossier verfassen lassen, das ich je zu dem Thema gelesen habe. Endlich hat der Spuk schön langsam ein Ende, ob jetzt aber die Staaten diese Trendwende ernst nehmen, bleibt abzuwarten; das Gegenteil ist zu befürchten, aber wenigstens verlassen wir bei diesem Thema endlich den religiösen Boden und sprechen über Fakten:

    http://networkedblogs.com/2f9GN

    Unbedingt alle sieben Seiten lesen!

    • Philipp Starl (kein Partner)
      03. April 2010 00:36

      Addendum: einfach auf den vom EF bereitgestellten Link klicken.

    • j.r.tm (kein Partner)
      03. April 2010 20:07

      Die Klimahysteriker tragen mehr zur Verteidigung Europas bei als alles andere.
      Sorgen die doch durch das Fördern neuer Technoligien dafür, dass der Energiehunger, der uns von der islamischen Welt abhängig macht, eher im Inland gestillt wird.

  11. VIKTOR (kein Partner)
    03. April 2010 00:03

    Gott sei Dank Herr Unterberger ! Ein klares Wort,gelassen ausgesprochen !
    Die EU, ich meine damit sämtliche verantwortliche Stellen,Funktionäre,Abgeordnete,Beamte,Vertreter ihrer Staaten und sonstige Personen die Einfluss auf die " Gesetze " dieses Europas haben (natürlich auch die von Österreich delegierten),sollten sich weniger damit
    beschäftigen,uns Bürger mit den unwichtigsten,das Subsidiaritätsprinzip das Regionalrecht und die Freiheit des Einzelnen verletzenden Regelungen zu ärgern,wie z.B. Glühbirnenverordnung (größter Korruptionsskandal),Salzgehalt im Brot, allgemeines zwingendes Rauchverbot (wir Österreicher haben hier die in Europa vernünftigste Regelung,mit der Trennung von Rauchern und Nichtrauchern) usw.,sondern sich endlich mit den höchst notwendigen Aufgaben befassen :
    Finanzverfassung Europas (eigene europäische Ratingagenturen) ! Wie kann es sein,daß ein Hr.Rubini,seines Zeichens Univ.Prof.in den USA,den finanziellen Untergang Europas prophezeit,wo doch die Krise von den USA ausgegangen ist und dieses
    Land selbst schwerst verschuldet ist ?
    Veteidigungsdoktrin Europas ! Wir haben länderweise verschieden geregelte Verteidigungsbudgets.Was dabei herausschaut sieht man an Österreich,wo unser Bundesheer zugrunde gerichtet wurde.Es gibt in der EU nur 2 Atommächte (England und Frankreich),anstatt einer europäischen gemeinsamen Atomstreitmacht.
    Wertediskussion ! Es muß sich für europäische Bürger und vor allem Jugendliche wieder auszahlen (vor allem finanziell),Familien zu gründen und mehr europäische Kinder in die Welt zu setzen.
    Strengste Einwanderungsbestimmungen und rigorose Grenzkontrollen an den Schengengrenzen,um den Bürgern mehr eigenen Lebensraum und Sicherheit zu geben !

    Diese Prioritätenliste läßt sich noch weiter fortsetzen.Sie sollte nur die wichtigsten Vorhaben umfassen,aber diese sollten unsere EU Verantwortlichen Tag und Nacht betreiben,anstatt sich lächerlichen Beschäftigungstherapien hinzugeben.

    • xRatio (kein Partner)
      03. April 2010 00:31

      "Es muß sich für europäische Bürger und vor allem Jugendliche wieder auszahlen (vor allem finanziell),Familien zu gründen und mehr europäische Kinder in die Welt zu setzen."

      Schon wieder jemand der die Gunst der Stunde zum Abzocken anderer nutzen möchte.

      Kommen Sie für Ihre Blagen gefälligst alleine auf oder verzichten Sie drauf.

      xRatio

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      03. April 2010 09:41

      Strengste Einwanderungsbestimmungen und rigorose Grenzkontrollen an den Schengengrenzen,um den Bürgern mehr eigenen Lebensraum und Sicherheit zu geben !


      Kann es sein, dass Sie wenig Ahnung von den Schengen-Abkommen haben? Schon einmal was vom Stichwort "Festung Europas" gehört?

    • VIKTOR (kein Partner)
      03. April 2010 16:34

      zu xRatio :
      Sie scheinen kinderreiche europäische Familien nicht zu lieben und wollen mit Ihrer Steuerleistung,nicht zu deren Förderung beitragen.Ihnen ist es sichtlich lieber wenn Ihre Pension einstens von Moslems oder Schwarzafrikanern bezahlt wird.Ob die dann Ihnen noch zahlen wollen ?

      zu Schnabeltierfresser :
      Das Schengenabkommen ist zu schwach und wird nicht rigoros exekutiert.Wieso können sonst ständig Schlepper,in großen Mengen,neue Illegale nach Europa einschleusen? Ich bin nicht fremdenfeindlich,aber wir haben genug damit zu tun und zu zahlen,die bereits bei uns befindlichen Ausländer zu integrieren.Fahren Sie einmal mit der U-Bahn,Sie hören fast kein deutsches Wort mehr ! Daher Festung Europa !Versuchen Sie einmal illegal in die "Festung USA" einzureisen.Ich habe die Kontrollen an der mexikanischen Grenze mitgemacht,die lückenlosen militärische Bewachung auf der amerikanischen Seite miterlebt.So schützt man seine Bürger !"

    • systemfehler (kein Partner)
      03. April 2010 22:08

      Das ist ja eine nette Diskussion unter Blinden: Es gibt weder eine "Festung Europa" noch eine eine "Festung USA" wie die jeweiligen Millionenheere illegaler Einwanderer traurigerweise bekunden. Sowohl in Europa alsauch in den USA amtieren Verräterregierungen, welche ihr eigenen Volk nicht schnell genug zugunsten einer identitätslosen Sklavenbevölkerung austauschen können. Mir wird das hier echt zu blöd hier.

    • xRatio (kein Partner)
      04. April 2010 00:59

      VIKTOR meint:
      "Ihnen ist es sichtlich lieber wenn Ihre Pension einstens von Moslems oder Schwarzafrikanern bezahlt wird.Ob die dann Ihnen noch zahlen wollen ?"


      Es ist zwar das Standard"argument" gewisser Abzocker, daß ihre Blagen "die Renten verdienen".

      Das ändert nichts daran, daß es sich um eklatanten Schwachsinn handelt.

      Ebenso wie heute, zahlen wir auch "einstens", im Alter, selbst. Das tun bestimmt nicht Sie, Ihre Blagen, schon gar keine Moslems oder was Ihnen sonst noch einfällt.

      Wenn ich heute zum Arzt renne, Lebensmittel oder Unterkunft brauche, zahle ich dafür. Sie nicht?

      Das ändert sich im Alter nicht im geringsten.

      Sonst erklären Sie mir doch mal, wieso :-) :-)

      Sicher, Leute die ihr Leben lang nichts anderes getan haben, müssen auch im Alter abzocken.


      xRatio

  12. xRatio (kein Partner)
    02. April 2010 23:01

    "Es handelt sich um eine Form des Appeasements, das in tolerantem, weltgewandtem und verständnisvollem Gewand daherkommt und nicht nur Feigheit ist, sondern pazifistische Dummheit. Eine tödliche Geisteshaltung, die Europa Kopf und Kragen kosten wird."

    Genauso ist es.

    Auch, ja besonders ein liberaler Staat (das sind nach ihrer Verfassung(!) alle Staaten der westlichen Welt), hat mit aller Härte und Konsequenz gegen innere und äußere Gewalt vorzugehen, egal in welchem ideologischen Gewand sie daherkommt.

    KEINE TOLERANZ DER INTOLERANZ, heißt es schon bei Voltaire.

    Aber was will man von Guti-Gutis, verdummten, verblödeten, weichgespülten Waschlappen groß erwarten.

    Daß dies Gesindel wie weiland Chamberlain in Wahrheit mal wieder auf der Seite des Totalitarismus steht, wird es noch bitter zu bereuen haben.


    xRatio

  13. M.U. Shrooms (kein Partner)
    02. April 2010 22:20

    Es gibt da noch einen Aspekt, der untergeht. Die Abgehobenen an der eu-Spitze und die Journalisten haben offensichtlich die USA als Vorbild im Kopf, natürlich pazifistisch mit einer Art ernanntem Vize-Obama.

    Die Territorien in den USA wurden von Angelsachsen in Besitz genommen, und heute noch redet jeder wie ein Angelsachse, der etwas zu sagen haben will, kleidet sich wie sie und denkt wie sie. Sogar in Großstädten, wie WASPs mittlerweile in der Minderheit sind, ist das so.

    Europa besteht aber aus ziemlich unterschiedlichen Völkern, ein Italiener ist mit einem Schweden so vergleichbar wie ein Schotte mit einem Spanier. Man wird sich für Europa wohl etwas Neues und Adäquates einfallen lassen müssen, wenn es funktionieren soll.

    Vor hundert Jahren wird das nicht möglich sein. Inzwischen könnte man für den Kommissionschef die Methode der Tibeter kopieren, wie sie ihren jeweiligen Dalai Lama finden.

    • Gennadi (kein Partner)
      03. April 2010 09:23

      Von Angelsachsen in Besitz genommen?
      Au !!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      03. April 2010 21:24

      Nicht au sagen Gennadi, wie wars denn dann? Sind sie eingeladen worden, habe sie das Land gekauft oder leer vorgefunden, oder wie isses denn gewesen?

    • Gennadi (kein Partner)
      04. April 2010 15:19

      Naja.
      Asiatische Einwanderer siedelten sich vor etlichen tausend Jahren in Amerika an, rotteten dabei die Urbevölkerung aus. Die Angeln und Sachsen eroberten erst Britannien, als sich Norweger bereits in Nordamerika ansiedelten. Von dazwischen liegenden Siedlungswellen hat man noch zuwenig Funde. Später kamen Spanier, Franzosen, Holländer, Engländer, Iren, Deutsche, Polen...
      Für weitere historische Exkurse fehlt der Platz.

      Also, wer ist von wem eingeladen worden?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      04. April 2010 18:40

      Verzeihung, Philipp Starl, wusste nicht, dass Sie es sind.

  14. bart (kein Partner)
    02. April 2010 22:08

    Die Referenden in Europa sind abgeschafft, die Herrschaft des Volkes (= Demokratie) ebenfalls. Der Totalitarismus wird in der politischen Gegenwart immer konkreter und die Fehler der Vergangenheit werden von den Systemparteien selbst wieder zur Anwendung gebracht.

    • Gennadi (kein Partner)
      04. April 2010 15:21

      Refrenden in der EU fehlen, richtig.
      Doch die Österreicher wurden gefragt, ob sie zur EU wollten.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      04. April 2010 18:44

      A bissl spitzfindig, Gennadi? Das Referendum von damals hat heute keine Bedeutung mehr, und in der eu gibt es keine demokratische Struktur. Alle oben drauf sind ernannt.

      Das Petitionsrecht, das nun beraten wird, ist für den Hugo. Ich brauche kein "Recht", ein Bitte vortragen zu dürfen.

  15. bart (kein Partner)
    02. April 2010 22:02

    Die Vereinigten Staaten von Europa haben die nicht mehr einzutreibenden Bankschulden verstaatlicht. Naturgemäß haben die sich in Auflösung befindlichen Nationalstaaten selbst kein Geld. Jeder Bürger der Eurozone muss 1.200 Euro locker machen, nur um die Staatsschulden Giechenlands zu tilgen; dann kommen noch Italien, Spanien, Protugal usw. an die Reihe.

    In Europa ("erfolgreichster Wirtschaftsraum 2010") herrscht die Oligarchie der Gewissenlosen (Misswirtschaft und Korruption). Die EU ist eine einzige Verhöhnung der europäischen Bürger. Wie im antiken Rom zerschlägt und zerstört die EU die Eigenständigkeit "ihrer" Völker, damit sie ihre Herrschaft über diese ausbreiten kann.

    P.S.: Wie lange dauert es noch, bis in Europa die Kritiker auf Baukränen baumeln?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 22:36

      bart, die Presse hat ja längst den Begriff "europafeindlich" als Totschlagargument. In der DDR sagte man damals staatsfeindlich.

      Vielleicht kommt nach Islamphobie auch Europaphobie als Krankheitsbild.

  16. systemfehler (kein Partner)
    02. April 2010 19:52

    Ich finde es einigermaßen befremdlich, dass in einem Artikel, in dem die Selbstaufgabe Europas beklagt wird, ausgerechnet der schmierige Hendryk Broder zitiert wird. Wer glaubt, er habe in dem ehemaligen Redakteur der Sexpostille "St. Pauli Nachrichten" einen Anwalt des traditionellen Europas, sollte sich das folgende Zitat Juden Broders, der ja hier einige Fans zu besitzen scheint, aus einem Interview der Berner Zeitung (8. 2. 2007) mit ihm auf der Zunge zergehen lassen:

    “Ich glaube tatsächlich, dass Europa ein übernahmereifer Kontinent ist… Ich finde es grundsätzlich gut, dass das so genannte ‘weisse, heterosexuelle, blonde, arische’ Europa seinem Ende entgegen geht…”

    http://www.unzensiert.zeitgeist-online.de/2009/10/22/broders-liebe-zu-europa/

    Wer auf Broder hereinfällt, fällt natürlich auch auf die ebenfalls jüdischen kontrollierten "PI-News" herein, welche ebenfalls vor der muslimischen Gefahr warnen (die ich gar nicht leugnen will), aber verschweigen, dass die Muslime auf jüdische Initiative nach Europa geholt wurden und von den jüdisch kontrollierten Medien bis zum heutigen Tage gedeckt werden.

    Bestenfalls sind scheinbar mitfühlende Äußerungen von Juden bezüglich der Misere Europas Krokodilstränen, schlimmstenfalls Anstiftung eines Rassen- bzw. Religionskrieges in Europa, in dem man die Rolle des lachenden Dritten übernehmen will.

    • rossi (kein Partner)
      02. April 2010 21:56

      Adolf, bist du es?

    • systemfehler (kein Partner)
      02. April 2010 22:06

      Volldepp, bist du es?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 22:24

      Seids nicht so voreilig, da kann was dran sein. Ich habe gestern mein Motorrad nicht aus dem Service bekommen. Jetzt sehe ich mir einmal den Mechaniker an, ob da nicht eine jüdische Großmutter dahinter ist. Die Kerle sind überall.

    • tartaros (kein Partner)
      02. April 2010 22:32

      Das ist ja wieder typisch, dass Sie den Broder in den Dreck ziehen. Ihnen ist wirklich nichts zu blöd, um gegen die Juden zu hetzen.

    • harrytisch2009 (kein Partner)
      02. April 2010 22:38

      das mit margot käßmann war schon mal eine deutliche warnung... und was sie mit dem armen michael jackson gemacht haben, weiß ja auch jeder. hinter pokemon stecken sie ja auch, die bösen zionisten.

      aber es gibt widerstand:

      WARUM WIR DEMONSTRIEREN:

      Angeblich wurde am sogenannten „14. Oktober“ 1955 von Jim Henson die Figur „Kermit der Frosch“ erfunden. Eine dreiste Propagandalüge der 1918/45 aufoktroyierten „alliierten“ Hetzpresse!
      So haben die Siegermächte schon immer unsere DEUTSCHE Geschichte in ihrem Sinne verbogen und geknechtet.

      WIR KLÄREN AUF!
      Die Figur „Kermit der Frosch“ ist alles andere als eine amerikanische „Erfindung“,
      vielmehr ein dreister Ideendiebstahl!
      Bereits 1916, kurz vor seinem Atlantikflug, entwickelte der vaterlandsliebende Patriot, unser aller Idol Horst-Wingolf Würfelhorst, ein verkannter Pionier der frühen Raketenforschung eine Geheimwaffe gegen die Versailler Schundverträge und den unprovozierten Überfall auf die DEUTSCHEN Kolonien, einen Propellerhubtriebgeschossprojektilwerfergranatenabwehrzeppelin mit dem klangvollen Namen „KampfEnergieRasterManipulationsInstrumentenTransmitter“, kurz „KERMIT“. Dieser hätte für eine vielversprechende Strategieeffektwende im unprovozierten und blutigen Ausgang des PREUSSISCH-dänischen Grenzkrieges verursacht oder sogar herbeigeführt und geriet vorerst in Vergessenheit.
      Nach dem Ende des Krieges kehrte der damals 15-jährige Navyoffizier, Hochgradfreimaurer und überzeugte Zionist Jim Henson hochdekoriert in seinem Minenräumschnellunterseeboot aus dem indischen Ozean mit den aus einem DEUTSCHEN Militärspähschrauber in späh Völkerrechtswidrig entwendeten Geheimdokumenten über die Operation KERMIT in seine ausländische „Heimat“ zurück. Dort nahm er telepathischen Kontakt zu seinen Freunden der bolschewistisch-außerirdischen Invasions-, Aggressions- und Dimensionsflotte vom Planetensystem Hugo XII im Andromedanebel auf und erhielt den Befehl,
      aus Würfelhorsts Plänen ein auf Kinder anzuwendendes Erziehungssystem zur Unterwerfung des DEUTSCHEN Volkes unterworfen werden sollte. Die „Muppet-Show“ war geboren. Jeder, der nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, kann schon bei oberflächlicher Betrachtung erkennen, dass gerade die Figur „Kermit“ permanent unterschwellige Todesbotschaften und Hasstiraden im Sinne der US-zionistischen One World-Multikulti-Verschwörung, die nichts anderes im Sinne hat, als eines Tages das gesamte DEUTSCHE Volk zu willfährigen Sklavenrobotern nach Hugo XII zu exportieren.
      Die einzige Chance der Menschheit, diese Katastrophe abzuwenden und die Verschwörung rückgängig zu machen, besteht darin, die in den Innereien der Erde ihrer Befreiung harrende 7. Wurzelrasse der Atlanten zu befreien und ihrem gerechten Schicksal zuzuführen.
      Entschiedenes und pragmatisches Handeln ist angedacht!
      Wir fordern:
      Sofortige Kapitulation der unprovoziert versteckten dänischen Besatzungstruppen!
      Sofortige Absetzung der geheimen französischen Besatzungsmacht im DEUTSCHEN Ruhrgebiet!
      Ausländisches Wasser raus aus DEUTSCHEN Flüssen!

      NATIONALPATRIOTISCHE ANGRIFFSOFFENSIVE (Liste 9)
      - GERECHTIGKEIT IST WÄHLBAR!

      V.i.S.d.P.: Hartmut F. Zwischenreuther, Am Soldatenfriedhof 88a-h, 21075 Hamburg

    • rossi (kein Partner)
      02. April 2010 22:40

      > systemfehler: Falls ich in 18 Tagen vergesse: Ich wünsche Dir bereits jetzt alles Gute zum Geburtstag.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 22:45

      ...und die London Underground ist doch eine zionistische Maulwurforgansiation.

    • Samtpfote (kein Partner)
      02. April 2010 23:13

      Jetzt ziehe ich die Spülung. Da will einer aufs Klo.
      Und BaBa.

    • Samtpfote (kein Partner)
      02. April 2010 23:15

      Damit kein Irrtum aufkommt. War auf harrytisch2009 gemünzt - und einen Stock höher, oder 2 , oder 3 :-)

    • systemfehler (kein Partner)
      03. April 2010 01:32

      @ tartaros

      Was heißt denn hier, den "Broder in den Dreck ziehen"? Tatsache ist, dass Broder sich seine ersten journalistischen Sporen bei der Sexpostille "St. Pauli Nachrichten" verdient hat. Und aus meiner Sicht ist seitdem sein Niveau nicht unbedingt angestiegen, auch wenn Sie das als sein Fan anders sehen mögen. Aber auch die Artikel aus der Feder Broders, zu denen Sie in den letzten Tagen verwiesen hatten, waren nicht besser.

      Und das Zitat aus der Berner Zeitung, so enthüllend es bezüglich der wahren Absichten Broders ist, stimmt ja anscheinend auch. Tja, lieber @tartaros, die Wahrheit kann ganz schön weh tun. Sie müssen jetzt sehr tapfer sein.

      @ restliche Poster

      Außer billiger Polemik mit wahrlich abgegriffenen Scherzchen aus der zionistischen Trickkiste haben Sie ja anscheinend nichts zu bieten, weshalb ich auch nicht weiter auf die verbalen Amokläufe eingehen muss, da diese wahrlich für sich selbst sprechen.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      03. April 2010 16:00

      "...“St. Pauli Nachrichten”..."

      Die "Klosterpornos" nicht zu vergessen... HAHAHHAHAHA! Die stecken da auch HAHAHAHAHAHA! dahinter HIHIHIHIHIHIHI! Das hat System! Ich muss aufhören... mein Zwerchfell...................................

    • Jaun (kein Partner)
      03. April 2010 19:31

      Abgesehen davon, dass man so nicht zitiert (ein link zu einer Seite ohne weiteren Beleg):
      Warum sollte ein Jude "abendlandfreundlicher" sein als ein Christ? Die christlichen Funktionäre aller Konfessionen fördern die Einwanderung mit allen Mitteln. Selbst der Papst ist nach Aussage katholischer Funktionäre moslemfreundlich und will deren Beheimatung. Wenn Linkssozialisten und Grüne an irgendwelchen Ausländergesetzen nichts mehr zu kritisieren haben, reissen Caritas und Diakonie noch immer ihr Maul auf.
      Dass die Europäer aussterben, ist den Funktionären der christlichen Kirchen doch scheissegal, denn die anderen der ganzen Welt muss man in Liebe aufnehmen - das ist viel wichtiger.
      Laut Nietzsche ist ein Christ dreimal der Jude. Warum halten es Deutschnationale nicht aus, wenn jemand wie ein Drittelchrist ist, ohne ein Christ zu sein? Was Sie dem Broder vorwerfen, gilt genau so für praktisch alle Funktionäre christlicher Glaubensgemeinschaften!

    • systemfehler (kein Partner)
      03. April 2010 21:35

      @ E.B.

      Sie sind ja ein grottenschlechter Schauspieler! Kleine Panikattacke?

    • systemfehler (kein Partner)
      03. April 2010 21:48

      @ Jaun

      Na ja, der Nietzsche, der übrigens entgegen dem allgeimenen Gerücht unter Untergebildeten ("Wegbereiter Hitlers blabla) ein Judenfreund reinsten Wassers war, hatte schon einen gewissen Hang zur Übertreibung. Ich würde auch nicht so weit wie Erich Ludendorff gehen, der bekannte General des 1. Weltkriegs, der die Auffassung vertrat, Christentum sei Judentum für Nichtjuden.

      Ich denke, dass Christen in der Regel (es gibt allerdings viele Ausnahme) die nützlichen Idioten der Juden sind. Dies gilt besonders dann, wenn sie noch klerikal sind, da die großen christlichen Kirchen sich dermaßen an die Juden verkauft haben, dass es nicht mehr feierlich ist. Übrigens nutzt diese Selbstaufgabe ("ältere Brüder im Glauben) der katholischen Kirche auch gar nichts, wie die jetzige Hetzkampagne der jüdischen Medien gegen die katholische Kirche (Broder mischt übrigens munter mit) zeigt.

      Also zusammengefasst: Man muss schon zwischen einem aktiven Zerstörer wie Broder und einem Normalchristen unterterscheiden, der seine europäische Identität seinem Glauben zum Opfer bringt, weshalb von ihm kein Widerstand gegen die Zerstörung der europäischen Völker durch das selbsternannte und vom Normalchristen (wie gesagt, es gibt viele Ausnahmen) idiotischerweise anerkannte "auserwählte Volk" zu erwarten ist.

    • loyalbushie (kein Partner)
      03. April 2010 22:54

      Wenn die "europäische Identität" darin besteht, sozialistischen oder antisemitischen Schwachsinn wie Sie zu verbreiten, dann ist es nur zu begrüßen, wenn die verschwindet. Ich hoffe nur, dass es die Avantgarde der Moderne - Nazis und Kommunisten - auf dem Weg dorthin nicht noch schafft, die Kirchen, Klöster und sonstigen steinernen Zeugen einer Zeit zu schleifen, in der es in Europa noch so etwas wie Kultur und Lebensart gegeben hatte. Denn sonst taugt dieser Kontinent nicht mal mehr als großes Freilichtmuseum...

    • systemfehler (kein Partner)
      03. April 2010 23:12

      @ Bushfan

      Hier geben sich ja die Juden die Klinke in die Hand...

      Wenn hier jemand, der einen schwachsinnigen Sympathieblog für USrael betreibt, argumentlos über meine Kommentare herumschimpft, dann ist das Musik in meinen Ohren! Fehlt nur noch, dass der Troll @THJ auftaucht und seinen üblichen Schwachsinn ablädt.

      Woraus Sie meine Sympathie für einen "Sozialismus" herauslesen, bleibt wohl Ihr Geheimnis. Und warum eine begründete Kritik an der jüdischen "Elite" grundsätzlich "Schwachsinn" sein soll, bedarf wohl auch einer Begründung. Aber das überfordert Sie wahrscheinlich.

  17. Gennadi (kein Partner)
    02. April 2010 19:31

    Kopf in den Sand stecken...

    Man empört sich über den Iran, weil der doch vielleicht Atombomben bauen könnte. Und übersieht gern, daß der Iran schon seit Jahren nukleare Sprengköpfe hat, es mangelt allerdings noch an zuverlässigen Trägermitteln.
    Man will abrüsten. Und ignoriert einfach, daß die Sowjetunion, pardon Russland, nuklear bestückte Raketen in Kaliningrad stehen hat. laut russischem Stabschef ausdrücklich für Erstschlagskapazitäten.
    Man möchte von den Taliban das Zugeständnis haben, Schulen und Krankenhäuser nicht mehr anzugreifen, dann dürfen sie auch mitregieren. Dabei vergisst man völlig, wer die Taliban sind und welceh Ideologie und Ziele sie vertreten.
    Europa unterstützt El Baradaj, der mit internationaler Finanzhilfe nun in Ägypten die Muslimbrüder an die Macht bringen will.
    Dafür bringt es Europa nicht fertig, dem Islamisten-Märchen entgegenzutreten, Vermummungen und Kopftücher seien religiöse Symbole.
    Man verbreitet (heute) über die Medien, militante Palästinenser hätten Israel angegriffen. Vermeidet dabei geflissentlich zu erwähnen, dass es sich um Killer der Al Qassam-Brigaden handelt, Teil der international als terroristisch eingestuften Hamas.
    Hamas? Ach ja. Man sieht gern weg, wenn in Österreich radikale Islamistengruppen Geld für die Hamas sammeln. Warum denn auch erwähnen, erhalten die Terrorgruppen Hamas und Fatah doch Jahr für Jahr bis zu einer Milliarde Euro von der EU. Mit diesen Geldern beschaffte die Hamas in den letzten Monaten modernste Waffen.
    Die Eliminierung eines Top-Terroristen in Dubai, durch seine Waffenkäufe mitverantwortlich für eine große Zahl Toter, wird überaus brav als Ermordung verkauft und dem Mossad in die Schuhe geschoben.
    Weg von dieser Region.
    Europa unterstützt weiter und finanziell intensiv den ANC. Der Südafrika in Chaos und Armut führte und im Zuge seiner Apartheid-Politik weiße Afrikaner unterdrückt und auszurotten versucht.
    Europa unterstützt weiterhin den Terroristen Mugabe, der in seinem Land die weißen Einwohner bereits weitgehend liquidierte.
    Nur wenige Beispiel, von vielen.

    Der europäische, politisch korrekte Pazifismus ist wahrlich ein Sonderfall an Selbsttäuschung. An dem, wie an allem anderen in der Welt, doch nur die böse amerikanische Rechte Schuld tragen kann.

    • E.B. (kein Partner)
      02. April 2010 19:56

      Nur zu einem Detail Ihrer sehr schönen und richtigen Ausführungen: daß die Ermordung des Top-Terroristen in Dubai dem Mossad "in die Schuhe geschoben" wird, dürfte den israelischen Geheimdienst wirklich unter seinem Wert handeln. Die können so was nämlich, und tun's auch, wenn sie's für notwendig halten. Was glauben Sie denn? Daß der Bursche einem simplen Raubüberfall zum Opfer gefallen ist?

    • Gennadi (kein Partner)
      03. April 2010 09:26

      Wenn der Mossad auch mitspielte, andere hatten größeres Interesse daran. Der feine Unterschied.

  18. H.F. (kein Partner)
    02. April 2010 19:27

    Na jetzt zeigt sich Unterbergers wahres Gesicht immer deutlicher. Das ist die Art von "Frieden" die fundamentalistische Christen wie er predigen. Die islamische Welt ist der Feind - naja differenzieren konnte er ja noch nie aber auf seine alten Tage wird es immer schlimmer. Ich stelle bei mir übrigens inzwischen eine masochistische Ader fest - tagtäglich lese ich diesen Müll nur um mich darüber aufzuregen.

    • Gennadi (kein Partner)
      02. April 2010 19:33

      Sie haben in einem recht. Nämlich damit, daß Unterberger Islam und Islamisten verwechselte.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      02. April 2010 19:37

      Es gibt tatsächlich Feinde, nicht nur "Feindbilder". Fragen Sie in Bosnien, Sudan, Somalia, Nigeria nach. Und fragen Sie, von wem in der überwiegenden Anzahl der Fälle die Gewalt ausgeht.

    • Gennadi (kein Partner)
      02. April 2010 19:45

      Nach politisch korrekter Darstellung: Von der religiös-konservativen Rechten in den USA.

    • Segestes (kein Partner)
      02. April 2010 20:20

      @Gennadi: Nicht die Islamisten sind unser Hauptproblem, sondern die Durchschnitts-Moslems, die ihre Gesetzesreligion einfach ernster nehmen als die säkularisierten Durchschnitts-Christen unserer Breiten.
      Man muss kein Islamist sein um Ehrenmorde zu begehen, seine hier aufgewachsene Tochter mit einem Ziegenhirten aus Anatolien zu verheiraten oder mit der Tradition der Hirnwindel zu erziehen.
      Leute die dies aber so machen, sind alles ganz "normale" Moslems.
      Und solche archaischen Figuren aus dem intellektuellen Hinterwald hier nicht haben zu wollen, macht einen noch lange nicht zum Bösmenschen.
      Es hat lange genug gedauert, das Christentum auf ein erträgliches Maß zurechtzustutzen.
      Ich empfinde kein Vergnügen dabei, dass die Errungenschaften von Humanismus und Aufklärung, durch importierte, orientalische Hinterwäldler zunichte gemacht werden.

    • rossi (kein Partner)
      02. April 2010 22:03

      > Segestes: Ich stimme Ihrem Kommentar vollinhaltlich zu.

    • Gennadi (kein Partner)
      03. April 2010 09:30

      Segestes, "Ehrenmorde", arrangierte Ehen und ähnliches haben doch wirklich nichts mit Moslems zu tun, sondern liegen in regionalen Traditionen begründet, nicht aber in religiösen. Eben dieses falsche Bild, solches Verhalten pauschal "den Moslems" zu unterstellen, kritisierte ich.

      Islamisten haben mit Religion nichts am Hut, sondern verfolgen politische Ziele. Nehmen Sie einfach die islamistischen Paradevereine in Österreich, Liga Kultur, Islamische Föderation und Islamische Glaubensgemeinschaft.

  19. loyalbushie (kein Partner)
    02. April 2010 19:08

    Europa verfolgt eine kluge Strategie: Durch rigiden Werterelativismus, Antiamerikanismus, Israelfeindlichkeit, Verbannung der letzten Reste des Christentums aus dem öffentlichen Leben sowie Sozialismus, Genderideologie, Frühsexualisierung schon im Kindergarten und Gehirnwäsche in Medien und Schulen soll dieser Erdteil so hässlich und unerträglich gemacht werden, dass potenzielle Eroberer freiwillig einen großen Bogen drum machen!

    http://loyalbushie.wordpress.com/2010/02/18/evan-sayet-uber-moderne-liberale/

  20. Segestes (kein Partner)
    02. April 2010 19:03

    "...weil die USA für uns die Verteidigungskosten übernommen haben"

    Kunststück, wenn man doch seitens der USA, bevor noch der letzte Gewehrlauf kalt war, Patentämter in Deutschland 1945 generalstabsmäßig leergeräumt hat.
    Patente und darauf basierende Produkte, die Deutschland und Österreich, ab den 50er-Jahren, für Unsummen zurückkaufen durften.
    Ein beträchtlicher Teil der US-Wirtschaft, beruht auch heute noch darauf.
    Wir schulden den Amis deshalb überhaupt nichts dafür, dass sie während des kalten Krieges den Wauwau für Westeuropa gespielt haben. Das Finanzielle wurde unfreiwillig mehr als nur beglichen.
    Mal davon abgesehen, dass es für Europa zehn Mal besser gewesen wäre, hätten die USA mit Nazideutschland einen Separatfrieden geschlossen, inklusive Entmachtung der Nazis natürlich, um dann gemeinsam gegen Stalin vorzugehen. Etwas, dass sich ja auch die viel gerühmten Attentäter um Staufenberg so vorgestellt haben.
    Stattdessen haben die USA mit Stalin in Jalta paktiert und halb Europa für fast ein halbes Jahrhundert dem kommunistischen Totalitarismus und dem wirtschaftlichen Verfall preisgegeben.
    Auch etwas, das wir Westeuropäer selbst heute noch über unsere EU-Beiträge die nach Osteuropa fließen, bezahlen dürfen.
    Die kurzsichtige Politik der USA war es also, die Europa in Summe Billionen gekostet hat.
    Für das soll man nun auch noch Dankbarkeit gegenüber den Amis heucheln?

    Und der 11. September galt den USA und ihrem 51. Bundesstaat Israel, den es übrigens längst nicht mehr gäbe, würde die US-Politik nicht dermaßen in den Klauen der Israel-Lobby sein und als Folge daraus Israel mit Geld und Waffen regelmäßig aufpäppeln.

    Die EU war in der muselmanischen Welt, bis zur Erklärung absoluter Nibelungentreue gegenüber den USA, weitaus besser angeschrieben und die Attentate in London und Madrid hätte es nicht gegeben, wenn GB und Spanien die USA ihre dreckigen Kriege hätten alleine ausfechten lassen.

    Den Islamismus/orthodoxen Islam wird man sicher nicht los, indem man im Orient Kreuzzüge unter fadenscheinigen Vorwänden führt.
    Den kann man nur bekämpfen, wenn man hier lebenden Moslems endlich klar die Grenzen aufzeigt und wenn man endlich auch das integrationsresistente, frauenfeindliche, unsäkulare Lumpenproletariat dorthin zurückschickt, wo es herkommen - selbst dann wenn es dort potentiell ungemütlich werden kann.
    Und die viel zitierte Genfer-Flüchtlingskonvention, ist doch längst zu einer Streitschrift von Multikulti-Apologeten verkommen, die in erster Linie dem Missbrauch Tür und Tor öffnet und als Deckmantel für eine stille Völkerwanderung herhalten muss.
    Das ist doch alles nur noch zum Kotzen.
    Wie kann es da unsere Guten und ihre medialen Sturmgeschütze verwundern, dass ein minderbegabter Heini wie Strache, der pikanterweise gerade bei den Türken Österreichs auf Schleimtour ist, immer mehr Wählerstimmen einheimsen kann?

    • Undine (kein Partner)
      02. April 2010 22:27

      @SEGESTES, Wir brauchen beileibe den USA nicht dankbar zu sein. Wir nicht und noch weniger die Deutschen. Neben den leergeräumten PATENTÄMTERN, denunschätzbaren noch unveröffentlichten wissenschaftlichen Arbeiten haben sich die USA auch in überreichem Maße der deutschen WISSENSCHAFTER bedient. WERNHER VON BRAUN, um nur einen zu nennen. Wen die USA nicht nahmen, den nahmen die RUSSEN. Ohne besagte WISSENSCHAFTER in der RAUMFAHRT wären weder die AMIS noch die RUSSEN so bald auf dem MOND gelandet. Dazuhaben sich auch noch andere Sieger bereichert, wo sie nur konnten. ROBERT MAXWELL, alias LUDVIK HUCH, der als 17-jähriger der BRITISCHEN Armee beitrat, und in der Folge mit UNMENGEN an unveröffentlichen wissenschaftlichen WERKEN deutscher WISSENSCHAFTER seinen immensen Reichtum begründete. Daß er ein Großbetrüger war, der tausende Pensionisten um ihre Pensionen betrog, steht auf einem anderen Blatt.

    • Undine (kein Partner)
      02. April 2010 22:29

      QSEGESTES, ich vergaß zu schreiben, wie gut mir Ihr ausgezeichneter Kommentar gefallen hat.

  21. dieter (kein Partner)
    02. April 2010 19:00

    Wann und wo hat den die USA den Islam zum Gegner erklärt? Nein, auch Bush tat das niemals und betrieb genauso wie europäische Politiker ständig den Dialog mit islamistischen Organisationen. Weiters drängt die USA auf eine EU-Mitgliedschaft der Türkei und die Einwanderungsfrage ist ein absolutes Tabuthema. Wenn man die Einwanderung aus muslimischen Ländern beschränken würde, dann wäre man "schlimmer als die Terroristen", heißt es in den USA einvernehmlich aus dem Establishment.

    In den USA gibt es keinen Henryk Broder. Jedenfalls keinen, der seine Islamkritik so ausgiebig in Fernsehen und Massenmedien verbreiten kann. Die Europäer gehen mit Cartoons, Kopftuch- und Minarettverboten bzw. Diskussion darüber ganz klar auf Konfrontationskurs zum Islam.

    Auch Europa ist in Irak und Afghanistan beteiligt und hat ein enormes Verteidigungsbudget. Der Klischeehafte Unterschied trifft also nicht zu.

    Islamismus verhält sich zum Islam, wie Alkoholismus zum Alkohol, sagt Henryk Broder. Genau diese Weisheit ist bei den amerikanischen Eliten und Intellektuellen immer noch nicht angekommen. Die Amerikaner gehen noch immer davon aus, dass der Islamismus eine völlig neuartige politische Konstruktion wäre, die den Islam lediglich missbrauche. Der Islam ist also zum Islamismus gekommen, wie die Jungfrau zum Kind.

    So kommt es, dass die USA genauso viel Geld in der islamischen Welt verteilen, wie die Europäer und gegenüber einer Reihe von theokratischen und mittelalterlichen Regimen freundlich gegenüber steht und sie als Verbündete sieht. Andere Regime werden ohne ersichtliche Methodik hingegen zur Achse des Bösen gezählt. Man beschenkt und bomardiert die Muslime zugleich.

    Die Grundannahme der Neocons ist, dass alle Muslime im Herzen eigentlich überzeugte individualistische, feministische, antiautoritäre, westliche Liberaldemokraten wären, die sich nach Befreiung durch die USA sehnten. Das es anders sein könnte, ist für sie unvorstellbar.

    Die echten (Paleo)konservativen, von denen man heute wenig hört, weil die Neocons sie erfolgreich marginalisiert haben, wollen Nicht-Interventionismus und Zuwanderungsstopp.

  22. S. Oberreit (kein Partner)
    02. April 2010 18:25

    dazu passend ein buchtipp. wer wissen will was die europäer erwartet:

    Bat Ye'or - Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam (Resch, 2005)

  23. Menschmaschine (kein Partner)
    02. April 2010 16:29

    dazu der vor jahren von scholl-latour in den raum gestellte vorschlag, deutschland müsse, um in der welt ernstgenommen zu werden, eine atommacht werden. klingt auf den ersten blick etwas schräg, ist aber nicht ganz von der hand zu weisen.

    • Norman Bates (kein Partner)
      02. April 2010 16:43

      Der Gröpaz, siehe: http://www.stern.de/kultur/tv/geisseln-der-talkshows-peter-scholl-latour-der-grosse-welterklaerer-1551996.html

    • Menschmaschine (kein Partner)
      03. April 2010 02:03

      mißglückte parodie, finde ich.
      auch wenn er vielleicht zu oft in talkshows auftritt ist seine expertise unangefochten und seine fundierte meinung ein wohltuender kontrastpunkt im linksliberalen mainstream-matsch.

  24. rossi (kein Partner)
    02. April 2010 16:09

    Dass der Verteidigungswille der Österreicher praktisch nicht vorhanden ist (2 verlorene Kriege > Minderwertigkeitsgefühle u. Machtlosigkeit > Kompensation durch den Wahn, die ganze Welt liebe uns > Mozart, Wr.Schmäh+goldenes Herz, Heuriger, besser die Russen unter den Tisch saufen, Lipizzaner > usw), machte es der Politik schon immer leicht, nicht einmal das Allernotwendigste in das Heer zu investieren. Als 1996 die 1000-Jahresfeier unter anderem mit einer "großen" Parade am Ring "gekrönt" wurde, hatte man den Eindruck, eine Baufirma beim Entsorgen unproduktiv gewordener Bagger und Kräne beobachten zu können. Das argumentative Doppelpassspiel der Österreicher : Wir geben nichts aus, da unnötig - die haben nichts, also unnötig.

    • kpax (kein Partner)
      02. April 2010 16:15

      @ rossi

      Ich glaube sie verwechseln da die militärische mit der geistigen Landesverteidigung.

      Österreicher und die Westeuropäer im allgemeinen wissen einfach nicht mehr wie es ist, um die Freiheit kämpfen zu müssen, die wir tagtäglich genießen. Das und die Nazi-Vergangenheit verbunden mit der "mea culpa"-Mentalität der ehemaligen europäischen Kolonialisierungsmächte (insbesondere Großbritannien) vernichtet den letzten Funken Wertschätzung für das Heimatland und bahnt den Weg für linke Kulturrelativierer und Terroristenversteher, denen noch dazu alle großen Medien willfährig sind.

      http://www.youtube.com/user/patcondell

    • rossi (kein Partner)
      02. April 2010 16:24

      >kpax: Es wäre nett, mir das doch präziser zu erklären. Ich finde, dass die geistige UND militärische Landesverteidigung bei uns praktisch nicht vorhanden ist. Was verwechsle ich da bloß?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 18:20

      Glaube auch, dass es nix zu verwechseln gibt, es gehört beides her. Der Schwachsinn, dass man die Russen einfach unter den Tisch zu trinken brauchte, scheint ja auch lange zu halten.

    • Gennadi (kein Partner)
      02. April 2010 19:10

      Rossi, wie kommen Sie auf 2 verlorene Kriege? Waren es nicht schon mehr? Der letzte allerdings liegt schon mehr als 90 Jahre zurück.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      02. April 2010 19:43

      @ kpax

      @
      Österreicher und die Westeuropäer im allgemeinen wissen einfach nicht mehr wie es ist, um die Freiheit kämpfen zu müssen, die wir tagtäglich genießen.

      Mein 89-jähriger, wie mein Vater sagen das immer wieder:
      Die Menschen heute haben keine Ahnung, wie es in den 30er Jahren, in den Kriegsjahren und bis zu den Mitt-50er Jahren war.

      Mein Vater hat eine 4-jährige Tischlerlehre absolviert, ohne Bezahlung, für Kost und Quartier, meine Mutter auch. Die hatten noch großes Glück.

      In Wien wurden die Arbeitslosen ausgesteuert (ein Fixbetrag statt Arbeitslose) und kamen danach, wenn sie noch die Kraft hatten mit der ganzen Familie und den Kindern aufs Land, um bei den Bauern zu betteln. Ein Tag auf dem Feld für ein einziges warmes Essen war damals in den 30er Jahren wie ein Lottosechser im heutigen Jargon der Glücksritter auf Kredit.

      Wer Pech hatte, ist verhungert. Mein Vater hatte in den 30er Jahren eine Ziehschwester aus Wien, meine Mutter 2 Ziehgeschwister auch aus Wien. So konnten wenigstens die Kinder vor dem Verhungern bewahrt werden.

      Hunderttausende Österreicher haben ihr Glück in Übersee versucht in dieser Zeit.

      Mein 89-Jähriger hat nach dem Krieg Anfang der 50er Jahre geheiratet. Seine Braut musste bis zur Hochzeit ein einziges Bett mit Ihrer Schwester teilen und er selbst lebte in einem feuchten Souterrainzimmer zu dritt mit seinen Eltern. Platz und Geld gab es nicht.

      Ich selbst kann mich an die Freiheitsbemühungen erinnern, an die Russen, an die Angst, an den Wiederaufbauwillen, an die Zeit, wo es beim Greißler bereits hin und wieder was gab, an meine Gesichtsnarbe und gleichzeitig erste aktive Kindheitserinnerung mit 2 Jahren, wo es für eine Wunde keine Salbe gab und die Nachbarin Eichenrinde draufgegeben hatte, was zu einer Operation führte. Der praktische Arzt hat für horrendes Geld 35 Spritzen draufgegeben um den Schmerz und das Trauma in Grenzen zu halten. Ich sehe noch den Schnee, den Pferdeschlitten, das Blut und den Verband.. Ich erinnere mich an meine gefrorenen Füße, die bis zum etwa 30. Lebensjahr immer wieder gejuckt haben.

      1955 haben im ganzen Land die Kirchenglocken geläutet, da war ich bereits in der 2. Volksschule und der Lehrer der einklassigen Volksschule hat über die Bedeutung dieses Tages im Oktober gesprochen. Es konnte nur noch besser werden.

      Kinderbeihilfe, Heiratsbeihilfe, Förderungen für alles Mögliche und Unmögliche, Verschwendungssucht der Extraklasse auf Kredit hat uns von oben wieder nach unten gebracht.

      Mein Vater (gest. 2007) hat immer wieder gesagt, dass es so wäre, wie in den 30er Jahren, wären nicht diese Kredite.

      Es stimmt, die heutige Spaßgesellschaft hat wirklich keine Ahnung, was sie erwarten wird, wenn die Rückzahlungen schlagend werden.

    • rossi (kein Partner)
      02. April 2010 22:13

      >Gennadi: Ich beziehe mich auf die letzten 2 Kriege, von denen es Zeitzeugen gibt und die unseren politischen Alltag (> Vergangenheitsbewältigung) sehr wohl beeinflussen. Habe ich einen Krieg verschlafen?

    • Undine (kein Partner)
      02. April 2010 22:39

      @ROSSI, da war einmal eine UMFRAGE wegen des mangelhaft ausgestatteten BUNDESHEERES. Die Leute wurden gefragt, wie sie sich eine Hilfe im Ernstfall vorstellen. Die für mich verblüffende Antwort lautete in den meisten Fällen: die DEUTSCHEN würden uns schon helfen. Na, die wären schön blöd, finde ich!

    • Undine (kein Partner)
      03. April 2010 16:16

      Josef Maierhofer, darf ich Ihrem Kommentar noch etwas hinzufügen, weil sie von den sog. "AUSGESTEUERTEN" sprachen; dazu kam es dann noch häufig zu Verzweiflungstaten: viele dieser Bedauernswerten nahmen sich das Leben, weil sie für ihre Familien nicht mehr sorgen konnten. Da war für die Hinterbliebenen dann das eh schon schlimme Los natürlich noch sclimmer, wenn das Familienoberhaupt fehlte!

  25. kpax (kein Partner)
    02. April 2010 15:51

    ...und wer eine Kostprobe dieses Appeasements sehen will braucht nur auf die homepage der rosaroten "Qualitätszeitung" gehen, wo vor kurzem eine Friedensforscherin erklärt hat, dass man die politische Message der Selbstmordattentäterinnen von Moskau zu tolerieren hat.

    Sehr zu empfehlen in diesem Zusammenhang:

    http://www.freiewelt.net/nachricht-2134/%22die-linke-hat-uns-verlassen%22---interview-mit-michael-miersch.html

  26. ProConsul (kein Partner)
    02. April 2010 15:45

    ausgezeichneter Artikel Herr Dr. Unterberger. Was soll man da noch hinzufügen?

  27. Rosi (kein Partner)
    02. April 2010 14:50

    Super Analyse.

    Irgendwie denkt man da an auch die Deakdenz im römischen Reich, das letztlich unterging - einige Entwicklungstendenzen bei uns heutzutage sind den dort beschriebenen Zuständen gar nicht so unähnlich.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 14:54

      Eine duraus überlegenswerte Parallele. Einzigrre Unterschied - die WAREN, im Gegensatz zu Europa/EU, fast tausend Jahre eine Weltmacht.
      LG N.Scholik

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 15:00

      Sg. Mag. Scholik, so besehen hat sich auch Europa über 5 Jahrhunderte nicht schlecht geschlagen.

      Ob eine Macht 5 Jahrhunderte übersteht oder 10 - einfach eine Frage des Zufalls?

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 15:45

      Bei der Dekadenz war ich mir nie sicher, letztlich wird aber der Grund gewesen sein. Westrom kam ja nicht umhin, ganze Stämme zu integrieren, was auch lange funktioniert hat. Auch die weströmische Armee hat bis zuletzt funktioniert. Allerdings hat die dekadente Gesellschaft so lange alle fähigen Heerführer eliminiert, bis keine von Format mehr da waren. Nach Stilichos Ermordung waren die Personalreserven endgültig verbraucht, und den Rest kennen wir. Wenige Jahrzehnte später war Westrom filetiert.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 15:56

      Lieber Phaidros,

      Europa hat sich sicher nicht schlecht geschlagen, sieht man die Entwicklung und stellt, so wie wir heute, den integrativen Fortschritt seit 1945 fest. Allerdings: Römisches Reich =/war Imperium, Europa ...

      Unser Problem ist, dass wir in der zu erwartenden Entwicklung der Weltordnung (multipolar) als "Europa"/Union nur dann eine Rolle spielen werden können, wenn wir nicht bei der Wirtschaftsunion halten, sondern den Weg zur politischen = außenpolitisch einheitlich-handlungsfähigen Union RASCHEST und EFFIZIENT vorantreiben, bevor es zu spät ist. Jede andere, vornehmlich nationalstaatlich basierte Ordnung Europas bringt das ganze Komzept zum Scheitern, und in dieser neuen, multipolaren Weltordnung mit "playern" wie USA, China, Indien, Japan, Russland, Brasilien, vielleicht BRICs (Brasilien/Russalnd/Indien/China/Südafrika als "Union") und eines fernen Tages auch ASEAN, würden alle euroopäischen Nationalstaaten, wären sie auf sich gestellt, sehr, sehr schlecht aussehen.

      Schon Japan, ungleich stärker als alle europäischen Nationalstaaten, beginnt zu erkennen, dass man ohne integrative Allianz (die Zweckpartnerschaft mit den USA ist da zu wenig und zu labil/interessensgebunden) kaum Karten für die Zukunft hat (wirtschaftlich stark, rohstoffmäßig arm, militärisch [alleine] viel zu schwach ...).

      Nur eine echte Union kann da in Zukunft mithalten. Wenn das aber die Europäer nicht wollen, unserer Regierungen zu schwach sind, das zu erkennen bzw. umzusetzen, dann werden wir lange vor "Rom" in die Bedeutungslosigkeit (oder große Abhängigkeit) zurückfallen.
      LG N.Scholik

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 18:28

      Verehrter Herr Magister, das ist Integrations-Schwurbel der bekannten Art. Japan alleine ist stark genug, die müssen sich nirgends anlehnen, und Europa auch.

      Eine echte Wirtschaftsunion in Europa wäre auch stark genug. Das Problem liegt in der abgehobenen Art, in der einige Eliten das handhaben. Von der gesamten Führungsspitze der eu ist keine einzige Person demokratisch legitimiert, alle sind ernannt. So benehmen sie sich auch. dazu passt auch der EUGH, der mindestens so abgehoben agiert.

      Der Präsident der USA ist direkt gewählt, ein direkt gewählter EU-Kommissionschef hätte ein anderes Auftreten und auch handeln. So wird das nichts, und zwar zu Recht.

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 22:13

      @Mag. Scholik: Sie sprechen mir aus der Seele! Allerdings wurde ich für die Ansicht, dass die Nationalstaatlichkeit zurückgedrängt werden muss (ok, ich hab damals überhaupt von aufgeben gesprochen) als "totalitärer Wahnsinniger" tituliert, was Ihnen hoffntlich erspart bleibt.

      Und M.U.Shrooms, Sie haben ebenfalls ganz recht: so wir das nix.

      Mein persönliches Fazit: Ziel richtig, Weg falsch (schon allein, weil nicht zum Ziel führend)

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 22:33

      Phaidros, die Nationalstaaten sind ein Produkt des 19ten Jahrhunderts, sie haben längst nicht mehr diese Form oder dieses Selbstverständnis. Sie durch eine "eu" zu ersetzen ist kontraproduktiv. Wir haben in Brüssel nichts anderes als ein Nivellierungsinstitut.

      Die eu hat als Wirtschaftsgemeinschaft begonnen, das allein hätte völlig ausgereicht. Auch die Abgehobenen droben wären damit klar gekommen. Eine politische Union muss anders gemacht werden. Bis heute gibt es an der eu-Spitze kein einziges gewähltes Organ. Politischer Wille von Bürgern wird nach oben hin rückstandsfrei ausgefiltert.

      Bis dahin gilt für mich Schiller: Der Starke ist am mächtigsten allein.

      Das ist übrigens die Antwort auf den unsäglichen Spruch "vereint sind auch die Schwachen mächtig".

    • Phaidros (kein Partner)
      03. April 2010 07:23

      Werter M.U.Shrooms,

      die EU hat nur insofern als Wirtschaftsgemeinschaft begonnen, als man in der "europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl" zwischen Deutschland und Frankreich Ressourcen auf eine Weise verflechten wollte, dass die beiden europäischen Erzrivalen einander nicht mehr bekriegen können.

      Sie hat also als Friedensprojekt begonnen.

      Und das zum Ende gedacht führt zum europäischen Staat (hoffentlich jedenfalls, selbst wenn er tatsächlich noch 100 Jahre entfernt ist, was ich für realistisch halte)

      "Der Starke ist am mächtigsten allein" mag zwar stimmen, hat aber mit Europa nichts zu tun: hier gibt es keinen Starken. Es gibt global betrachtet 4 oder 5 "nicht Winzlinge", aber mehr auch schon nicht. Mein Argument ist immer dasselbe: Angesichts von 3 Milliarden aufbrechenden Asiaten und 1 Milliarde erwachender Afrikaner bleibt 500 Mio Europäern gar nichts anderes übrig wie der Schulterschluss!

      Dieser sollte besser überlegt, durchgeplant und auf freiem Entschluss fußend erfolgen als womöglich durch äußere Umstände oktroyiert. Was aber - vermutlich nicht mehr zu unseren Lebzeiten - aber doch ziemlich sicher der Fall sein würde.

      Aber keine Sorge: dass diese EU es nicht ist, noch sein kann, steht ebenso außer Frage! Etwas anderes haben wir aber nun mal nicht.

      Also machen wir das Beste daraus: wie bei jedem Pubertierende müssen erst Richtungen gefunden, Schienen verlegt werden. Verläuft die Entwicklung gesund, hängt man sich nicht gleich auf wegen ein paar vorübergehenden Pickeln im Gesicht. Und deswegen sollten wir auch nicht gleich das ganze Projekt in Bausch und Bogen verdammen, sondern verbessern!

      Das sind wir nachkommenden Generationen einfach schuldig - schließlich frachten wir ihnen ja auch genug finanzielle Schulden auf. Da muss nicht auch noch politische*) Inkompetenz dazu kommen.

      Ich möchte einer Generation angehören, von denen die Nachgeborenen sagen "die haben das auch die Schiene gebracht", nicht "diese alten Deppen haben das aus Egoismus versemmelt. Deswegen arbeiten jetzt WIR ohne soziale Absicherung in der Lohndumpingfabrik und kleben Turnschuhe für den asiatischen Markt zusammen".

      MfG phaidros.vie@wot.at

      *) hier nicht als parteipolitisch gemeint!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      03. April 2010 20:33

      Werter Phaidros,

      das alles imponiert mir nicht und überzeugt mich nicht. Wie die EWG und ihre Vorläufer begonnen haben weiß ich wohl.

      Die eu, ich immer nur kleinschreiben kann, hat keinerlei demokratische Legitimation, ihre abgehobenen Spitzen haben auch gelernt, dass sie die Bürger beliebig vorführen können. Es gibt auch keine Anstrengung, eine gewählte Kommission als Vorläuferin einer Regierung einzusetzen. Sie hat keinerlei Gestaltungskraft, es kommen nur Verbote, Einschränkungen und Nivellierungen hervor.

      Jedes Volk scheint, nichts anderes als seine Vorstellung von Verboten einbringen zu wollen, oder fällt Ihnen eine einziges Wagnis ein?

      Vor den Asiaten habe ich nicht die geringste Angst. Was zu Ende sein muss ist der Sozialimport, mit dem wir aus allen Ländern die Bequemen und Anmaßenden importieren.

    • Phaidros (kein Partner)
      03. April 2010 21:38

      Lieber M.U.Shrooms, ich hoffe,Sie behalten recht. MfG

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      04. April 2010 00:17

      Lieber Phaidros,

      wünschen Sie sich nicht, dass ich recht behalte. Wie, das habe ich Ihnen privat geschrieben.

  28. Spectator (kein Partner)
    02. April 2010 14:44

    Originalzitat aus dem KURIER (2. April 2010) betreffend die mangelnde Einsatzmöglichkeit - Fähigkeit:
    "Damit die Krax`n auch anspringen und wir uns wehren können, wenn Liechtenstein, Luxemburg oder die Schweizer Garde in Österreich einmarschieren".
    Da ist versuchte Volksverblödung zur Potenz!
    Leider habe ich dafür mein sauer verdientes Geld hingelegt. Aber künftig werde ich es mit gut überlegen, den KURIER zu erwerben!

  29. M.U. Shrooms (kein Partner)
    02. April 2010 14:07

    Ahmadinedschad und die Bombe?

    Er will ja nur spielen, er tut eh nix.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 14:13

      10 Jahre später, hoppla, Israel ist atomar verseucht, hama uns halt geirrt, sry Israelis.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 14:22

      A blede Gschicht. Und wo an dem Tag der Wind hinweht?

    • Adenauer (kein Partner)
      02. April 2010 16:13

      Israel, Pakistan, Indien, Nordkorea usw. haben bereits die A-Bombe.
      Lt. USA auch der Irak, oder täusch ich mich da?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 22:41

      Mehr Respekt, Adenauer. Wenn der Geheimdienst sagt, sie sind da, dann sind sie da. Irgendwann findet man sie.

      Ich glaube als ordentlicher Staatsbürger auch an die jährliche Budgetrede des jeweils amtierenden Finanzministers.

  30. M.U. Shrooms (kein Partner)
    02. April 2010 14:04

    Shakespeare sagt dazu:

    Was am gemeinen Mann Geduld wir nennen,
    ist bleiche Memmenfurcht in edler Brust.

    Die Amis schicken Truppen, um ihre Dinge zu regeln, die Chinesen verzichten auf Politik und kaufen in großem Maßstab ein, Europa schickt Schwätzer in die Welt.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      02. April 2010 20:23

      Wie so oft hat Shakespeare auch diesbezüglich recht:
      Nur daß die feige Memmenfurcht nicht mehr in edler Brust wabert, sondern opportunistischen Bauchrednern, deren IQ zuverlässig unter der Raumtemperatur liegt.
      "Europa schickt Schwätzer in die Welt." Präziser und knapper und wahrer als Sie kann man die Misere nicht beschreiben, M.U.Shrooms.
      Chapeau claque!

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      02. April 2010 22:11

      IQ unter der Raumtemperatur, das passt, Kompliment zurück!

  31. martin (kein Partner)
    02. April 2010 14:02

    Auch auf die Gefahr hin, erneut als "Parteisoldat" hingestellt zu werden, möchte ich schon betonen, dass hier in der Person Darabos ein Sündenbock gesucht und gefunden wurde. Das österr. Bundesheer war schon vor ihm eigentlich eine Farce im Vergleich zu anderen Armeen. Nicht einmal ein so "strammer" Verteidigungsminister wie R. Lichal hat es fertiggebracht, aus unserem Heer eine schlagkräftige Truppe zu machen. Wie soll das auch gehen, bei unseren Ressourcen? Und deswegen hat sich Ö halt darauf verlassen, dass es sich trotz seiner nominellen Neutralität immer eines NATO - Beistandes im (unwahrscheinlichen) Fall des Falles sicher sein kann. Um ein Heer nach Schweizer Vorbild aufzubauen, fehlt es nicht nur am Willen der Politik, sondern auch am Willen der Bevölkerung, in deren Köpfen ein solches Heer einfach keine Tradition hat. Und weil A.U. von Abschreckung geschrieben hat: die war halt irgendwann nach Beginn der atomaren Hochrüstung ein willkommenes Argument für genau diese. Es ist ja grotesk, dass die USA und die UdSSR Abkommen ausgehandelt haben über die Beschränkung der Atomsprengköpfe, und nach Erfüllen dieses Abkommens hätte man die Erde weiterhin 10x vernichten können. Eine Augenauswischerei sondergleichen.
    Und es ist schon so, dass das Geld für irgendwas in der Politik vom Finanzminister kommt. Darabos war vielleicht ungeschickt genug, mit seinem Sparwillen vorzupreschen, aber auch wenn er das nicht gemacht hätte, hätte er nicht mehr Geld bekommen. Darabos weiß ja selbst, dass er nicht gut dasteht, wenn unter ihm das Heer zu einem Scherbenhaufen wird. Aber ich fürchte, dass könnte dzt. auch kein anderer Verteidigungsminister verhindern, selbst wenn dieser General wäre (was in einer Demokratie problematisch wäre).
    Angesichts dessen, aber auch aus vielen anderen Gründen bin ich ebenfalls für eine gemeinsame europäische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik.

    • Kurt22 (kein Partner)
      02. April 2010 14:22

      @martin: Ich bin ein wenig sprachlos, ich muß Ihnen zustimmen. Sind Sie es wirklich?? :-)

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 14:30

      Lieber Martin,

      da ist schon was dran ... alle Verteidigungsminister des ÖBH-2 haben die Zustände gering bis gar nicht ändern können, und auch alle anderen Punkte Ihrer Darstellung sind größtenteils zutreffen. Deshalb werden sie aber weder moralisch richtig noch akzeptabel. Trittbrettfahren, Verantwortung nur bei den anderen sehen, Solidarität ausschließlich fordern und nie geben, eine falsche Sicht der Neutralität hochhalten und die anderen zahlen lassen ...

      Was ich Herrn Darabos persönlich vorwerfe ist das Faktum, dass er als selbst gewählter Wehrdienstverweigerer nicht den Mut/Anstand gehabt hat zu sagen
      " Das mache ich nicht". Sich jetzt als Hüter einer Institutiion aufzuspielen, die man kategorisch abgelehnt hat, ist weder glaubwürdig noch moralisch korrekt.
      LG N.Scholik

    • martin (kein Partner)
      02. April 2010 14:33

      Mag Scholik

      Na dann ist Darabos halt ein Parteisoldat, der den Wünschen seiner Herren entsprochen hat. Das trifft aber wohl auf alle Minister zu (z.b. auf Bandion-Ortner, obwohl die nominell kein ÖVP-Parteimitglied ist). Das Darabos lieber Innenminister wäre, ist bekannt.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      02. April 2010 14:35

      martin,
      "...dass das Geld für irgendwas in der Politik vom Finanzminister kommt..."

      Vom Finanzminister kommt leider gar nichts. Der kostet nur.

    • martin (kein Partner)
      02. April 2010 14:37

      Und er teilt aus - Geld nämlich.

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 14:37

      Und deswegen hat sich Ö halt darauf verlassen, dass es sich trotz seiner nominellen Neutralität immer eines NATO – Beistandes im (unwahrscheinlichen) Fall des Falles sicher sein kann.

      Was ich jetzt schreibe bezieht sich jetzt auf die Zeit bis Ende der 70er: da wäre ich nämlich nicht so sicher. Hätte der WaPa versucht, eine N/S-Front in Deutschland durch Österreich zu umgehen, dann hätte die NATO ebendas zu verhindern gewusst: durch den Einsatz taktischer Atomwaffen.

      So schaut's nämlich aus, die atomare Bedrohung ist für uns eher vom Westen ausgegangen als vom Osten.

      Abgesehen von diesem Detail: ebenfalls mein Kompliment - einverstanden!

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 14:38

      Und deswegen hat sich Ö halt darauf verlassen, dass es sich trotz seiner nominellen Neutralität immer eines NATO – Beistandes im (unwahrscheinlichen) Fall des Falles sicher sein kann.

      Was ich jetzt schreibe bezieht sich jetzt auf die Zeit bis Ende der 70er: da wäre ich nämlich nicht so sicher. Hätte der WaPa versucht, eine N/S-Front in Deutschland durch Österreich zu umgehen, dann hätte die NATO ebendas zu verhindern gewusst: durch den Einsatz taktischer Atomwaffen.

      So schaut's nämlich aus, die atomare Bedrohung ist für uns eher vom Westen ausgegangen als vom Osten.

      Abgesehen von diesem Detail: ebenfalls mein Kompliment - ganz einverstanden!

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • martin (kein Partner)
      02. April 2010 14:41

      phaidros

      Das hatten also die ganzen Anarchisten, die damals in der BRD demonstrierten, nicht so unrecht?

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 14:51

      @ Martin 1433h
      Was hat das mit seiner/der persönlichen Glaubwürdigkeit zu tun? Ist das keine Qualität, die von Inhabern hoher politischer Ämter erwartet werden muss?
      Meine Kritik hat übrigens überhaupt nix mit seiner Parteizugehörigkeit zu tun (dass halt die SPÖ einen solchen Mann zum Verteidigungsminister gemacht hat, entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie). Wenn man Ideale oder Prinzipien hat, dann muss man auch zu ihnen stehen. So einfach/kompliziert ist das.
      LG N.Scholik

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 14:52

      @martin: ich verstehe nicht?

      Ich rate mal:

      Die NATO hätte im Falle eine Frontumgehungsbewegung durch den WaPa, uns mit Personal nicht beistehen können, das ja an einer Front gebunden gewesen wäre. Die Umgehung hätte aber auf jeden Fall verhindert werden müssen!

      Wie verhindert man aber einen Durchmarsch durch ein Gebiet, das man nicht verteidigen kann billig und zuverlässig? Man verstrahlt es.

      War das die Frage?

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • martin (kein Partner)
      02. April 2010 14:57

      Nein, phaidros, die Demonstranten in der BRD, von denen ich geschrieben habe, haben dem Westen, insbesondere der USA, die Schuld an dem gesamten Dilemma gegeben und die Russen dabei völlig ausgeblendet. Wenn Sie jetzt schreiben, das die damalige atomare Bedrohung eher vom Westen als vom Osten ausging, bekommen diese Demos in nachhinein eine bestimmte Berechtigung.

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 15:03

      @martin: Ah - jetzt kapier' ich! Ja, wenn wir die als "Stellvertreter-Demonstranten" gelten lassen, dann schon. Denn pikanterweise waren andere Regionen - von dieser Bedrohung jedenfalls - ja nicht in derelben Form betroffen, wenn überhaupt.

    • rossi (kein Partner)
      02. April 2010 15:39

      >martin: Diese Anarchisten waren/sind Kommunisten, denen Ideologiezugehörigkeit wesentlich mehr bedeutete als das Schicksal ihrer Landsleute. Aber das kennen Sie ja.......Ihr Analyse unseres Bundesheeres finde ich übrigens richtig, ebenso, dass Sie Hendrix mögen.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      02. April 2010 20:48

      @ Phaidros, 14:38/14:52 :

      Es würde mich überraschen, wenn Sie darin recht hätten, dass taktische Atomwaffen Ende der 70er Jahre schon zur Verfügung standen.

      Kann mich natürlich auch irren, glaube aber, dass es derartige Waffen erst etwa ab Ende der 80er gegeben hat.

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 22:07

      Sg. Hr. Mühlhauser,

      schauen Sie mal z.B. auf http://de.wikipedia.org/wiki/Honest_John

      Produktion ab 1960. Wäre übrigens purer Zufall, wenn ich da ausgerechnet die erste erwscht hätte. "Taktisch" ist ja lediglich ein Euphemismus für "weniger Sprengkraft", was aber immer noch gewaltig ist!

      MfG

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      05. April 2010 12:02

      @ martin

      @ Und er teilt aus – Geld nämlich.

      Er teilt nicht Geld aus, sondern Schuldscheine.

      Wenn Sie genau hinschauen auf das, was er austeilt, steht ganz deutlich (unter staatsschulden.at) drauf: Rückzahlbar durch Sie und Ihre Kinder und Enkel zum Zinssatz von 1% pro Jahr innerhalb der nächsten Generationen.

  32. Mag. N. Scholik (kein Partner)
    02. April 2010 12:48

    Wir sind hier - trotz noch geringer Teilnahme - teilweise sehr rasch in der "Uralt-Diskussion" Hobbes vs Kant, Realismus vs Idealismus gelandet. So sehr jeder Mensch auf Kant hoffen soll, gebietet die Vernunft und Vorsicht (und seitens der pol. Führung die Verantwortung!) so lange bei Hobbes zu bleiben, bis alle Menschen "Kants" geworden sind. Da das in absehbarer Zukunft weder stattfinden kann noch wird, bleibt allein die realistische Beurteilung anwendbar.

    Am allerschlimmsten ist aber das, was viele Institutionen/Menschen/Staaten derzeit aufführen: im Denken Hobbes, im Handeln Kant - und was dabei herauskommt, hat man in der Geschichte schon oft gesehen und danach meist als "schreckliches Massaker" beweinen müssen. Si vis pacem ....
    LG N.Scholik

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 13:04

      Eine interessante Allegorie. Europa und zum Teil die USA stehen im Geiste Kants. Die Europäer vergessen aber, dass für den Rest der Welt der bellum omnium contra omnes herrscht.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      02. April 2010 13:28

      @Mag. N. Scholik
      Weder Hobbes noch Kant beschreibt die Wirklichkeit zutreffend (letzter will es ja auch gar nicht, weil wir das Ding an sich ohnehin nicht erkennen können - er kann es auch nicht, weil seine komischen Theorien ihm den Blick vernebeln, was sehr gut in seiner Schrift "Vom ewigen Frieden" sichtbar ist).

      Beide sind Ideologen. Die Welt ist anders.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      02. April 2010 13:28

      Patriae inserviendo consumer. Wenn das nicht mehr existiert - die EU braucht dafür Evolutionszeiträume - sind beide Poster oberhalb frei von Illusionen. Ich wünschte mir es wären mehr. Denn Illusionen sind das schlimmste Gift für den Menschen.

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 13:40

      @W. Schrems

      Ich denke, dass beide - in ihrer Vision - ideologischen Unterbau festgelegt haben. Natürlich ist die reale Welt immer anders, aber eine Linie im Handeln kann/oder soll auf einem prinzipiellen Fundament beruhen. Im politischen Handeln - über das wir hier sprechen - sind eben die beiden Säulen Realismus und Idealismus Fundamente von Herangehensweisen. Und ich meine, dass Realpolitik und Realismus in der Politik wohl zu unterscheiden sind.

      Ich halte - als überzeuger Realismus-Anhänger - das Studium und die Ideale/Ziele Kants für durchaus lesens-, überlegens- und wünschenswert.
      Weder aber warte ich auf die Umsetzung, noch halte ich sie für möglich.
      LG N.Scholik

  33. Philipp Starl (kein Partner)
    02. April 2010 12:08

    Ich möchte hier gar nicht auf das "Warum?" eingehen. Denn die Gründe für Europas Sicherheitspolitik sind so mannigfaltig und diffizil, dass man darüber zehn Doktorarbeiten schreiben könnte. Man würde schon beim 100- jährigen Krieg ansetzen, es über den Dreißigjährigen Krieg fortspinnen, über Hitler kommen und wieder von vorn bei den 68ern anfangen. Man sieht hier recht schnell, das "Warum?" ist weder relevant, noch möglich in diesem Forum abzuarbeiten.

    Deshalb sei der Blick auf die nahe Zukunft gerichtet, die, wenn auch viel schwieriger einzuschätzen, doch in gewisser Weise absehbar ist und vor allem die höchste Relevanz für das Glück unseres Volkes besitzt. Dabei sollte man sich die einzelnen Bedrohungsszenarien ansehen, die zumindest eine theoretische Möglichkeit der Realisierung entfalten können.

    1) Terrorismus.

    2) Innereuropäische Konflikte.

    3) Außereuropäische Konflikte.

    ad 1) Man sollte sich die Ereignisse der vergangenen zehn Jahre ansehen. Da gab es 9/11, da gab es Madrid, London. Die Zahl der Opfer wurde immer weniger (wobei jeder einzelne Tote zuviel ist, ich möchte hier also nichts verharmlosen), seit nunmehr 5 Jahren gab es in Europa keinen Anschlag, der Tote zur Folge hatte (soweit mir erinnerlich). Die Bedrohung des Terrorismus ist selbstverständlich allgegenwärtig, wie uns das traurige Beispiel von Moskau zeigt. Doch sind die Terroristen zu großen Anschlägen fähig? Sind sie fähig, abertausende Menschen zu bedrohen? Die zahlreichen fehlgeschlagenen Anschläge deuten eher auf eine zu schwache Infrastruktur hin. Traurig sind in diesem Zusammenhang lediglich die massiv gewordenen Fänge des Leviathans in Form von Freiheitsbeschneidungen im Namen der Terrorbekämpfung. Datenspeicherung, Nacktscanner, zahlreiche Verbote, diverse Überwachungsmöglichkeiten ohne rechtsstaatliche Grundlage; der gläserne Bürger ist längst Realität geworden. Abschließend muss man sagen, dass die größere Gefahr für den Bürger eher die Konsequenzen des Staates ist, denn der Terrorismus selbst. Übrig bleibt zwar noch die Folgewirkung eines eventuellen Terroranschlags in Form von Hass auf Moslems, doch dazu unten.

    ad 2) Militärische Konflikte innerhalb Europas sind für die nächste Zeit so gut wie auszuschließen. Bis die Staaten einer Europäischen Union wieder zu Feinden werden, die sich militärisch bekriegen, dauert es Jahrzehnte. Die größte Gefahr geht hier von Bürgerkriegen aus, die sich im Zuge der nächsten riesigen Rezession ergeben werden. Hier sind drei Punkte entscheidend: der latent schwellende Konflikt zwischen Moslems und Europäern, die immer größer werdende Kluft zwischen Nettoempfängern und Nettozahlern (die schon jetzt eine so genannte Mittelstandsplattform zur Folge hat) und der immer niedriger werdende Bildungsgrad, welcher schließlich in sozialen Konflikten und immer höher werdender Gewaltbereitschaft kulminiert (schon jetzt muss man traurigerweise fast täglich von irgendwelchen Familientragödien in der Zeitung lesen): hierzu aus der Kriminalstatistik des BMI für 2007: Auch in einem anderen Bereich wurde eine bedenkliche Entwicklung festgestellt – die
    Kriminalität von Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren stieg österreichweit um
    15,3 Prozent an. Gegenüber dem Jahr 2001 bedeutet das sogar einen Anstieg von 51,2%.

    Doch für die Staaten bedeutet dies keine Gefahr, die Konsequenzen werden eher radikale Parteien, Regierungsumstürze und dergleichen sein.

    ad 3) Hier gibt es diverse Bedrohungsszenarien, auf die ich mangels Absehbarkeit (und weil dem Leser der Text dann viel zu lang wird ;) ) nicht näher eingehen möchte, lediglich eine Kennzeichnung der Wahrscheinlichkeit:

    a) Die iranische Atombombe oder ein in einem multilateralen Krieg endender Präventivschlag der Israelis (sehr wahrscheinlich).

    b) Die heraufdräuende Machtkampf zwischen China und Russland (wahrscheinlich).

    c) Die größte Bedrohung für Europa: der Konflikt zwischen Pakistan und Indien mit der hohen Wahrscheinlichkeit verbunden, dass eine Atombombe in falsche Hände gerät (oder schon ist).

    d) Das Wiedererstarken eines autoritär regierten Russlands (auf Grund der wirtschaftlichen Lage eher unwahrscheinlich zunächst).

    Anzumerken ist freilich, dass jeder dieser Konflikte durch eine Folgewirkung eine große Drohkulisse für ein vom Bürgerkrieg zerrütetes, durch infantile Sicherheitspolitik militärisch herabgewirtschaftetes Europa darstellt.

    Ich entschuldige mich für die Länge (kommt sowieso nicht oft vor ;) ).

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 12:39

      Lieber Herr Starl,

      eine meiner Ansicht nach sehr gute und seriöse Analyse. Über diverse Gewichtungen kann man sich immer unterhalten/diskutieren. Die Europäische Union - wenn man davon ausgeht, dass Europa in der multipolaren Welt der nächsten Jahrzehnte eine aktive, unabhängige (vor allem von den USA) Rolle spielen möchte oder muss - kann daher nicht als "reine" Wirtschaftsgemeinschaft überleben.

      Sie muss - so ist es ja im Rahmen der ESVP vorgesehen - europäische Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen schaffen. Das ist - bei einer "EU-Bevölkerung" von 400+ Mio - nur zentral möglich, sinnvoll und realisierbar. Das wiederum bedingt den Aufbau europäischer Streitkräfte, unter einem europäischen Kommando, ergänzt durch eine europäische Rüstungspolitik, überdacht von einer europäischen Dioplomatie.

      Das aber bedeutet - vor allem in diesen Kernbereichen (+ Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung/Bildung) europäische und nicht nationalstaatliche Strukturen. Schwierigst umzusetzen, aber wozu die derzeitige, halbherzige Methode führt, sehen wir ja.

      Wenn wir die Sache ernst nehmen, kommen wir um eine sachliche, un-emotionale Diskussion über die Schaffung von - in diesen Bereichen! - zentraleuropäischen Strukturen nicht herum.
      LG N.Scholik

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 12:45

      Ich danke für das Kompliment. Ad rem: über die Effizienz und Schlagkraft einer zentral geführten europäischen Streitmacht ließe sich vortrefflich streiten. Jedoch halte ich diese Überlegungen für weniger relevant, da die einzelnen europäischen Staaten dies niemals durchsetzen werden (wollen). Man stelle sich vor, ein Franzose muss tun, was Deutschland sagt, oder ein Brite, was Frankreich sagt. Ich halte dies für utopisch, möchte aber nochmals darauf hinweisen, dass Ihr Beitrag in der Theorie richtig sein kann.

    • Martin Bauer (kein Partner)
      02. April 2010 13:22

      Philipp Starl...

      Russland zählt zu Europa!
      Wie weit ist Moskau von Wien entfernt?
      Wie weit ist Tschernobyl von Wien entfernt?
      Ich erinnere nur daran, dass just an dem Tag des Reaktorunfalls, eine Ostwetterlage herrschte. Atypisch für das Frühjahr.
      Israel zählt zu Europa (warum weiss ich nicht) und bemüht sich um eine EU-Annäherung.

      So gesehen haben wir in Europa ein Terrorismus- und potentielles Kriegsrisiko.

      Geographische Entfernungen sollen uns nicht verleiten, Krisenherde weit weg zu denken.

      Wir werden um eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik/Armee nicht herumkommen.

      14cmartinbauer@aon.at

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 13:35

      @ Bauer

      Nunja, ein Land, dessen Fläche sich zu über 2/3 auf asiatischem Boden befindet, würde ich allein schon deswegen nict zu Europa zählen. Weiters kann ich Ihre Aussage auch anderweitig nicht nachvollziehen. Russland war seit je her ein Gegenpol zu Europa. Es hat andere Philosophien, eine ganz eigene Geschichte (die nur rudimentär mit Europa zu tun hat). Manchmal war Russland ein Freund Europas, manchmal ein Feind, doch niemals war Russland Europa!

      Warum Sie Israel als zu Europa gehörig ansehen, ist mir angesichts Ihrer Aussage, Sie wüssten selbst nicht warum, ebenfalls ein Rätsel.

      Ihre Aussage, Europa brauche eine gemeinsame Streitkraft haben Sie weder begründet, noch haben Sie eine Einschätzung der Aussicht auf Verwirklichung gegeben.

      Endlich war der Sinn meines Schlussatzes mit Ihrer Kernaussage, wir dürften derartige Entwicklungen nicht ignorieren, kongruent, weshalb sich mir die Frage der Existenz Ihres Kommentars stellt.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      02. April 2010 13:48

      @ Starl, 12:08 :

      Also um die iranische Atombombe würde ich mir keine Sorgen machen, weil mit derem Einsatz die Mullahs die "Errungenschaften" der iranischen Revolution begraben müssten. So dumm können nicht einmal Glaubensfanatiker sein, die ja auf die Expansion ihrer Ordnungsvorstellungen setzen, wozu es aber einer Basis bedarf, die nicht in der Steinzeit verharrt.

      Einziges Einsatzszenario einer solchen Bombe wäre eine "Götterdämmerung" der iranischen Theokratie - wenn es also nichts mehr zu verlieren gibt, weil der Feind schon fast vor den Toren des Regierungssitzes steht, um diese "permamente Revolution" für immer auszulöschen.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 13:54

      @ Mühlhauser

      Dass der Iran die Atombombe anstrebt, bezweifelt wohl niemand. Dass er sie eines Tages haben können wird, auch niemand. Warum Sie sich um eine Atombombe in den Händen eines solchen Regimes, das erwiesenermaßen Kontakte zu radikalen Terroristen hat und ostentativ die Vernichtung Israels fordert, keine Sorgen machen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      02. April 2010 14:16

      Herr Starl, das sind nicht mehr Terroristen als es div hochrangige israelische Politiker waren, und sie haben eine Staatsordnung aufgebaut, die zwar abendländischen Vorstellungen nicht entsprechen mag, aber unbestreitbar leidlich funktioniert.

      Hat man so etwas einmal aufgebaut, dann lebt man auch geistig in dieser Ordnung. Die islamische Gottesordnung dient ja als Modell, die in die Welt hinausgetragen werden soll. - Dazu passt es nicht, vielleicht 10 A-Bomben auf Israel abzufeuern, nur um dann die 100 fache Kapazität selber "serviert" zu bekommen. Der Rest wäre Steinzeit und kein "Kulturexport".

    • martin (kein Partner)
      02. April 2010 14:18

      Philipp Starl

      Russland ist nachwievor ein Vielvölkerstaat. Und jene Menschen, die westlich des Ural leben, sind denke ich schon Europäer. Und Moskau ist sehr wohl eine europ. Stadt. Dass Israel als zu Europa gehörig angesehen wird, liegt wohl in seiner Sonderstellung in der Region, in der es liegt, begründet. Partner hat Israel in Asien keine, in Europa hingegen sehr wohl. Und die Führung in Teheran muss schon wirklich sehr behämmert sein, wenn es die A-Bombe einsetzt (was das aber leider tatsächlich nicht ganz ausschließt).

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      02. April 2010 14:25

      Israel zählt zu Europa (warum weiss ich nicht)


      Weil sie in der UEFA Mitglied sind?

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 14:29

      Herr Mühlhauser, wie kommen Sie auf die Idee, dass der Iran die Bombe selbst einsetzt? Hat der Iran nicht durch zahlreiche Stellvertreterkriege mithilfe der Hisbollah eindrucksvoll bewiesen, dass er mit Terroristen kooperiert?

      Bei einem eventuellen atomaren Schlag durch Terroristen würde die Völkergemeinschaft wohl kaum einen Gegenschlag gegen den Iran ausführen, schon gar nicht mit China im Sicherheitsrat.

      Einzig Israel würde antworten, würde aber die vollkommene Auslöschung riskieren.

    • Kurt22 (kein Partner)
      02. April 2010 14:32

      @STF14:25: Beim Eurovisionssongkontest sind´s auch dabei, das gönn´ich denen.
      Und ihre Handballer spielen in der serbischen Liga mit.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 14:32

      @ STF

      Georgien ist beim Eurovisionssongcontest dabei, also ebenfalls Europa. Aserbaidschan und Armenien? Europa!

    • Martin Bauer (kein Partner)
      02. April 2010 16:40

      Philipp Starl

      Die grösste weltweite aktive, (politische?), das Leben der Bevölkerung beeinflussende Gemeinschaft ist nicht die UNO sondern die des Sports! (IOC ...)
      Da zählt Israel zu Europa - genauso wie Russland.

      Dass die Israeli sich der EU annähern ist ja bekannt.

      Und wissen Sie, was in Ägypten und in Libyen passiert, wenn die beiden Alten sterben? Und in der folge mit Algerien, Marokko? Alles vor unserer Haustür.

      Oder wer sagt Ihnen, dass in Irland, wenn es wirtschaftlich kracht, nicht wider der Konflikt ausbricht? Grösser als vorher?

      Nochmals, im Ernstfall will ich wissen, dass Europa auch militärisch handeln kann.
      Das wollte ich damit sagen.

      Das alles als Blödsinn abzutun ist natürlich leicht. Aber im Ernstfall ...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      02. April 2010 18:57

      @ Philipp Starl: die Kaukasusregion ist aber auch kulturhistorisch Europa zuzuordnen. Der nahe Osten nicht.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 19:26

      Die Kaukasusregion ist kulturhistorisch Europa zuzuordnen? Dafür erwarte ich voller Neugier Einzelheiten und Argumente, die dafür sprechen.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      02. April 2010 20:17

      @ Starl, 14:29 :

      Herr Mühlhauser, wie kommen Sie auf die Idee, dass der Iran die Bombe selbst einsetzt?


      Der Einsatz einer A-Bombe im klassisch terroristischen Rahmen ist schon sehr unwahrscheinlich. Sie könnte nicht per Flugzeug oder Schiff transportiert werden, weil strahlende Ladung leicht aufgespürt werden kann. Weiters erzielt eine solche Bombe einen optimalen Effekt nur bei Detonation über dem Erdboden. Der gleiche Effekt lässt sich daher viel leichter erzielen, wenn in Untergrundlabors chemische Massenvergiftungssubstanzen bzw gar biochemische Waffen "gebraut" werden.

      Hat der Iran nicht durch zahlreiche Stellvertreterkriege mithilfe der Hisbollah eindrucksvoll bewiesen, dass er mit Terroristen kooperiert?


      Sie wissen ja, was dem einen Terroristen, sind dem anderen Freischärler. Israel führt selber Tötungsakte außerhalb des rechtlichen Rahmens durch, und verdankt sich das Aufkommen der Taliban der US-Unterstützung dazumal; auch die regierungsfeindlichen Contras in Mittelamerika und die kosovarische UCK wurden von den USA unterstützt, letztgenannte Terrororganisation auch von der EU . - Daraus, dass Israel durch seine Assassinierungen anwendbares Recht missachtet, lässt sich ja (hoffentlich) auch nicht schließen, dass es die A-Bombe im Erstschlag gegen andere einsetzt.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      02. April 2010 20:21

      @ Starl, 19:26 :

      Die Kaukasusregion wird vielleicht kulturhistorisch nicht Europa zuzuordnen sein.

      Jedoch ist das russische literarische Erbe ein fester Bestandteil des europäischen Kulturgutes. Nicht umsonst stand die Hauptstadt des kaiserlichen Russlands, Petersburg, eindeutig auf europäischem Boden.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 20:26

      @ Mühlhauser

      Mit dem "kleinen" Unterschied, dass Israel nicht die Auslöschung anderer Staaten fordert. Ihre Bezeichnung der Hisbollah als Freischärler finde ich irritierend, gelinde gesagt.

      Über die technischen Möglichkeiten machen Sie sich keine Sorgen, denn der Iran wird den Terroristen nicht nur eine Atombombe verkaufen.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 20:29

      Nochmal an Herrn Mühlhauser:

      Die europäische Kultur erfuhr sehr viele Einflüsse aus anderen Ländern und Regionen. Ich will gar nicht anfangen, alles originär Amerikanische auf unserem Kontinent aufzuzählen, trotzdem sind die USA zweifelsohne nicht Europa zuzuordnen.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      02. April 2010 21:19

      @ Starl:

      Mit dem “kleinen” Unterschied, dass Israel nicht die Auslöschung anderer Staaten fordert.


      Sie wissen aber schon, dass mit dieser "Auslöschung" nicht jene eines Volkes (Völkermord), sondern jene eines Staatsgebildes gemeint ist, da viele in der arabischen Welt die von der UNO verordnete Gründung Israels 1947 nicht anerkennen.

      Ihre Bezeichnung der Hisbollah als Freischärler finde ich irritierend, gelinde gesagt.


      Muss ich Sie daran erinnern, dass die Palästinenser die weitaus größeren Leidtragenden des nicht gelösten Palästina/Israelkonfliktes sind, und diese ihre wirtschaftliche Notlage, die sie ihrer Lebensmöglichkeiten beraubt, als Folge ungleicher Machtverhältnisse verstehen? Eine solche Situation zieht Aufruhr nach sich und Unterstützer an, die sich übrigens auch karitativ und unterrichtend betätigen ...

      Ich will gar nicht anfangen, alles originär Amerikanische auf unserem Kontinent aufzuzählen, ....


      Mit dem Unterschied, dass der besagte russische Einfluss seit Mitte des 19. Jahrhunderts besteht, der amerikanische jedoch erst ab 1945, sieht man einmal vom Charleston-Tanz (richtig geschrieben?) ab.

      ... trotzdem sind die USA zweifelsohne nicht Europa zuzuordnen.


      Weshalb sollte dann der Nahe Osten Europa zuzuordnen sein - oder habe ich etwas missverstanden?

      (Mein nächstes Posting hier gibt es übrigens erst Samstag abend; muss mich losreißen!)

    • Philipp Starl (kein Partner)
      02. April 2010 21:35

      Sie unterliegen hier, denke ich, einem Irrtum. Die Hisbollah gehört nicht zur Hamas oder zur Fatah, die Hisbollah kämpft um eine Machtübernahme im Libanon und verwendet Zivilisten als lebende Schutzschilder.
      Zum Konflikt Palästina- Israel möchte ich mich nicht äußern, da dieser Themenkomplex einfach viel zu umfangreich ist. Festzuhalten ist aber, dass die Israelis ihre Nachbarstaaten nicht zerstören wollen und die Besiedlungen völkerrechtswidrig sind. Dies wird auch immer wieder zurecht gerügt.

      Zu Ihrer Aussage, der Iran wolle nur den Staat Israel auflösen, folgende Zitate des Herrn Ahmadinedjad:

      "Es ist nicht länger akzeptabel, dass eine kleine Minderheit Politik, Wirtschaft und Kultur in weiten Teilen der Welt durch komplizierte Netzwerke dominiert und eine neue Form der Sklaverei schafft"

      "Wir wollen den Holocaust weder bestätigen noch leugnen. Wir sind gegen jede Art von Verbrechen an jedwedem Volk, aber wir wollen wissen, ob dieses Verbrechen wirklich geschehen ist oder nicht."

      Wer hier noch glaubt, man wolle "lediglich" den Staat Israel abschaffen, sollte sich näher mit der Thematik befassen.

      Also dass der Nahe Osten Europa zugerechnet werden kann, müssen Sie von jemand anderem haben, ich schrieb das nie, muss ein Missverständnis sein.

      Gut anderes Beispiel: Einflüsse Chinas oder aus dem arabischen Raum, beides unbestritten kulturbildend und trotzdem nicht Teil Europas

    • xRatio (kein Partner)
      03. April 2010 00:07

      Lieber Herr Starl,

      kann Ihre subtilen Unterscheidungen zwischen diversen Völkern hier und dort auf der Welt leider nicht nachvollziehen.

      Meine Meinung ist:

      ALLE liberalen Völker der Welt sollten zusammenhalten und ALLE dieselbe unnachsichtige Politik gegenüber Gangstern und Barbaren gleich welcher Art verfolgen.

      ALLE!

      Ob wir im Brauchtum etc irgendwelche Gemeinsamkeiten haben oder nicht, ist doch piepegal. Im Gegenteil:

      Vive la difference! :-)

      Bin sicher, daß das im Grunde auch Ihre Meinung ist. Kann mich natürlich täuschen.

      xRatio

    • Philipp Starl (kein Partner)
      03. April 2010 00:31

      @ xratio

      Selbstverständlich sollen die westlichen Staaten eng kooperieren und jeder für sich für einen Krieg gewappnet sein. Mein Beitrag soll ja eine Streitschrift für ein Österreich sein, das sein Militär ernst nimmt und es dementsprechend finanziert und ausrüstet.

      Insofern geh ich mit Ihnen natürlich d'accord.

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      03. April 2010 23:16

      @ Starl 21:35 :

      Ich habe die Hisbollah nicht direkt als Freischärler bezeichnet, sondern habe eher zur Verdeutlichung, wie die Wertung von Gewalt von der Perspektive abhängt, von der Polarität Terroristen - Freischärler gesprochen. Die Hisbollah kämpft zugegebenermaßen nicht im besetzten Gebiet, sie hat aber die gegen die Besetzung des Südlibanons gekämpft und führt die Unterstützung der Sache der Palästinenser in ihrem Programm.

      Hat der Iran nicht durch zahlreiche Stellvertreterkriege mithilfe der Hisbollah eindrucksvoll bewiesen, dass er mit Terroristen kooperiert?


      Wenn Sie sich aber den Libanonkrieg 2006 vor Augen halten, dann müssen Sie mir beipflichten, dass man mit der Luftwaffe ein Land ärger knechten kann als durch Besatzung. Rund 1.500 Zivilisten sind durch die israelischen Vergeltungsschläge um's Leben gekommen, teils sogar in christlich bewohnten Siedlungen. Das ist auch nicht mit den vergleichsweise ineffizienten Gegenangriffe durch Primitivraketen zu rechtfertigen. Weshalb sollte nur das eine Terror sein, das andere aber als etwas besseres gelten? Nur weil man es als hoheitlichen Vergeltungsschlag bezeichnen kann?

      Vielen Dank für Ihre Zitate des Herrn Ahmadinedjad. Ich sehe darin keinen Hinweis auf einen beabsichtigten Völkermord. Das scheint mir auch Ihr zweites Zitat zu bestätigen. Die Infragestellung eines Geschichtsbildes kann wohl schwerlich einem Völkermord gleichkommen, auch wenn das in weiten Teilen der Welt heutzutage irrational so ausgelegt wird.

      Und ich finde, es sollte jedem Land selber überlassen bleiben, sich diesem oder jenem Kultureinfluss zugehörig zu fühlen. Europa wird sich allerdings kein Land zugehörig fühlen können, weil es keinen Kulturmonolith "Europa" gibt.

      Mit dem "Nahen Osten" habe ich mich geirrt, das belief sich tatsächlich auf eine Unterstellung. Sry

    • Norbert Mühlhauser (kein Partner)
      04. April 2010 00:57

      Nachtrag @ Starl:

      Um Ihrer etwaigen Argumentation vorzugreifen, der Libanon samt der Hisbollah hätte seine Lage selbst durch provokative Gewalteskalation zu verantworten, möchte ich hinzufügen, dass Israel seine Vergeltungsschläge damit rechtfertigte, die Bürger Libanons hätten es eben verabsäumt, für eine Entwaffnung irregulärer Milizen zu sorgen. - DAS von einem Land zu verlangen, das einen glaublich 30-jährigen Bürgerkrieg hinter sich hat, in dem nichts entschieden und niemand entwaffnet werden konnte, ist hanebüchen.

  34. Josef Maierhofer (kein Partner)
    02. April 2010 11:48

    Verteidigung ist eine Art von Angriff.

    Ich muß selbst mit mir im Klaren sein und nach außen (dem Gegner) deutliche Signale geben.

    Beispiel aus 1972:
    Washington DC, Greyhound Station etwa 14:00 im heißen Juli.

    Eine Gruppe sehr großer, offenbar angesoffener, Schwarzer steht herum. Ich komme mit einem Freund dorthin zum Bus. Der größte von der Sorte hält dem Freund ein Messer vor das Gesicht und fordert Geld.

    Bevor noch die anderen irgendwie was tun konnten, hatte ich meinen Koffer hingestellt, meine Arme justiert gehabt, seinen Arm mit dem Messer weggedreht und (leider) seinen Oberarm gebrochen.

    Sofort nahm ich seinen anderen Arm drückte den ganzen Kerl zu Boden und stellte meinen Schuh in sein Genick, sodaß er nicht mehr weg konnte, und habe die anderen anvisiert mit den Augen.

    Die wagten sich nicht mehr in die Nähe.

    Hätte ich auch nur 1/10 Sekunde gezögert, das Ganze hätte fatal enden können oder sogar lätal.

    Es gab nach Eintreffen der Polizei große Probleme und einen 1 1/2 tägigen Aufenthalt, bis bewiesen war, daß es eindeutig Notwehr war, daß die Identität geklärt war und ein Verfahrenstermin feststand, zu dem ich dann aber seltsamer weise nicht mehr gebraucht wurde. Offenbar war das Schuldbekenntnis des Täters ausreichend. Aber positiv muß ich vermerken, daß ein Untersuchungsrichter sofort da war nach etwa 3 Stunden.

    Daß Österreichs Verteidigungskraft nicht einmal mehr punktweise glaubwürdig ist, darüber können auch eine unzureichende Zahl von untauglichen Eurofighter Flugzeugen ohne ordentliche Waffensysteme an Board nicht hinwegtäuschen.

    Daß es vermutlich andere Europäer ähnlich getan haben und der EU deshalb beigetreten sind, um diese 'lästige Verpflichtung' abzuschieben auf 'die Anderen', auf die EU, konnte ich erahnen, hier aber bei Dr. Unterberger recherchiert lesen.

    Auch übermächtige Gegner (Beispiel 1956 Ungarnkrise) schrecken vor Entschlossenheit zurück.

    Negativbeispiel: Deutscher Einmarsch in Österreich 1938, keine Wehrbereitschaft. Das hat uns enorm viele Nachteile nach dem 2. Weltkrieg eingehandelt, wie z.B. Deutsches Eigentum, Reparationsleistungen, etc.

    Er innern wir uns an dieses Desaster. Ein einziger Schuß, ein einziger Kampf und wir wären sich vor der Welt besser dagestanden.

    Blicken wir ins Tierreich, alle haben in der Natur eine Überlebenschance und Verteidigungsmöglichkeit. Der Mensch der 'Spaßgesellschaft' ist zu faul, zu abgelenkt, zu pazifistsch, ... etc. dazu und wird deshalb aufgefressen werden können und vermutlich auch werden.

    Bei unserer weit verbreiteten Multikulti Gesinnung, würden wir uns insoweit verteidigen, als daß wir unsere Häuser, wie 1938, dem Eroberer zur Verfügung stellen als Multi-Kulti Beitrag sozusagen, wie bisher, ein paar tausend mehr fallen ja nicht mehr auf. Ungemütlich wird es dann, wenn die Eroberer aber nicht friedlich sind und Zerstörung im Sinn haben, Deportierung, Versklavung, möge man doch an all diese weit verbreiteten Formen in der modernen Zivilisation am ganzen Erdball denken.

    Es gibt Gesellschaften, die sind verteidigungsbereiter als die unsrige. Der Slogan Angriff ist die beste Verteidigung ist nur allzu wahr.

    Nach dem Zerfall der EU, wenn sie so weitermacht mit der Schuldenpolitik, mit der Zerstörung des gesunden Menschenverstandes, etc. wären wir als Österreich wieder aufgefordert unsere Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen.

    Die Gesinnung hat sich in den Zeiten der Spaßgesellschaft geändert. War früher (Ende der 60-er Jahre noch) das Militär in Österreich angesehen, so wird es jetzt mit Flurschadensprozessen, etc. eingedeckt, verfallen die Kasernen und der Inhalt (Soldaten, 11 Selbstmorde im Burgenland beim Assistenzeinsatz und Ausrüstung, Scharfschützengewehre werden verschrottet, u.s.w.) und verspottet von einer Sorte der eigenen Bevölkerung.

    Die ganze österreichische Nation im Sandkasten mit dem Schnuller im Mund und den Pampers an, wenn es ernste Situationen zu bewältigen gäbe. Ist ja alles so friedlich und gut.

    Die EU sichert Frieden, ich denke das ist ein Aberglaube. Sie ist dazu nicht imstande und macht auch keine Anstrengungen dafür. Für mich ist die EU eine Quatschbude, die bei allen Problemen bisher versagt hat, wie Jugoslawienkrise, Gaskrise, etc.

    Die Schweizer tun zumindest das, was im Bereich des möglichen ist, um sich im Ernstfall zu verteidigen.

    Ueli Maurer gegen Norbert Darabos, Schweizer Einstellung gegen österreichische.

    Der Unterschied: Bei den Österreichischen Verteidigungsministern nennt Wikipedia bei den Namen die Parteibezeichnung ... offenbar können unsere Verteidigungsminister ohne Partei nicht mehr stehen ...

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      02. April 2010 11:51

      pardon: ... wir wären sicher vor der Welt dagestanden.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      02. April 2010 11:55

      pardon,pardon:

      … wir wären sicher vor der Welt besser dagestanden.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      02. April 2010 12:50

      Sehr interessant. Aus der Praxis gegriffen und gut reflektiert.

      Haben Sie mit diesem Schwarzen noch Kontakt?

      Könnten Sie vielleicht unseren Zivildienstminister beraten - und die anderen Politiker, "Intellektuellen" und Bischöfe gleich dazu?

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      02. April 2010 16:07

      @ Wolfram Schrems

      Einmal habe ich im Gefängnis von Washington DC angerufen, konnte aber nicht mit ihm sprechen, ich habe nur erfahren, daß er eine Menge weitere Delikte begangen hatte und auch dafür einsaß.

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      02. April 2010 16:48

      @ Wolfram Schrems

      Eine Beratung werde ich mangels detailliertem Fachwissens vermutlich nicht durchführen können, aber die geäußerte Meinung, daß weder unser Verteidigungsminister, noch unser Herr Bundespräsident, noch unser Herr Bundeskanzler und schon gar nicht unsere Kardinäle mit Verteidigung was am Hut haben, kann ich teilen.

      Was ich zur Motivation und zum Problem als Meinung zu sagen habe, habe ich getan, Reden ist besser als Schweigen, und kann nur hoffen, daß es genug Menschen gibt, die auch so denken und eventuell einflußreiche, die das den Politikern nahebringen können.

      Im heutigen Profil findet sich neben der schweren Diskriminierung der größten Religionsgemeinschaft Österreichs unter dem Titel 'Wo Gott wohnt' eine 'Abrechnung' der 'Sinistren' mit den sinistren Methoden des Vatikans ein Foto mit Dorobos & Faymann und einigen Grundwehrdiener mit Spaten und ohne Waffen, wo die Spardisziplin gelobt wird. Wir wären zu unserer Zeit dafür noch wegen Schädigung des Ansehens des Bundesheeres verurteilt worden. Faymann&Dorobos dürfen das Heer, aufrechte Österreicher, vehöhnen, wäre die Frage ?

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      02. April 2010 17:47

      @Josef Maierhofer
      Danke für Ihre Stellungnahmen!

      Das wichtigste haben Sie jedenfalls verstanden, egal, ob Sie sonst noch detailliertes Fachwissen haben oder nicht, daß demonstrative Nicht-Bereitschaft zur Verteidigung den Aggressor immer ermuntert.

      Das letzte Mal, daß ich übrigens von "Umfassender Landesverteidigung" etwas gehört habe, war glaube ich, am Gymnasium. Es gibt keine Landesverteidigung mehr, weil es auch kein Land mehr gibt, das man verteidigen könnte. Wir sind spätestens seit Lissabon praktisch in dem Brei EU aufgegangen und können jetzt unsere Soldaten in den Tschad oder nach Afghanistan schicken.
      Ein Trauerspiel. Ein Karfreitag für Österreich, den wir seit einigen Jahrzehnten erleben.

    • Gennadi (kein Partner)
      02. April 2010 19:42

      Maierhofer, mit Floskeln wie "Deutscher Einmarsch in Österreich 1938, keine Wehrbereitschaft" werfen Sie sich selbst um. Keine Wehrbereitschaft? Wohl keine Befehle. Schon vergessen, daß zum Zeitpunkt des Einmarsches schon längst die ganze Regierung festgesetzt war?

    • Josef Maierhofer (kein Partner)
      02. April 2010 19:57

      @ Gennadi

      Sie haben recht.

      Es war noch schlimmer, eine Einladung des Agressors mittels der richtigen Regierung, die dafür eingerichtet wurde und sich dann der Gauleitung untergeordnet hat.

  35. S. Oberreit (kein Partner)
    02. April 2010 11:26

    es war winston churchill, der sinngemäß sagte: appeasement bedeutet, ein krokodil zu füttern, in der hoffnung, als letzter gefressen zu werden.

  36. Hein Komisch (kein Partner)
    02. April 2010 11:25

    wahrscheinlich ist europa zwischen tot und leben, ein grenzgänger europa...*g*

  37. Martin Bauer (kein Partner)
    02. April 2010 09:32

    Diesem Artikel ist nichts hinzuzufügen! Volle Zustimmung!

    Ausser:

    nur wie ändern?

    14cmartinbauer@aon.at

  38. Helmut Schramm (kein Partner)
    02. April 2010 09:29

    Österreich braucht keine gemeinsame europäische Sicherheits- u. Verteidigungspolitik. Österreich ist zur Neutralität verpflichtet und sollte den Staatsvertrag und das Bundesverfassungsgesetz ernst nehmen.

    Das österreichische Volk ist mehrheitlich dieser Meinung, ist aber nicht frei, weil die so genannten Volksvertreter anderen "Befehlen" gehorchen und nicht den Mehrheitswillen des Volkes umsetzen.

    Wer eine demokratische Republik Österreich erhalten will, wo das Recht vom Volk ausgehen soll, muss aus dem Unrechtsstaat EU austreten!

    www.eu-austritt.blogspot.com
    www.webinformation.at

    • Gennadi (kein Partner)
      02. April 2010 19:39

      Ich glaube, Sie sollten auch einmal eine andere Lektüre als die Krone versuchen. Die bereits im Dezember 1955 durch den UN-Beitritt eingeschränkte (genau genommen, damit aufgehobene) Neutralität ist schon längst rechtlich gefallen. Spätestens mit dem Beitritt zur EU. Weiter von einer Neutralität zu träumen, ist eben nur ein (mediengesteuerter) Traum.

  39. Mag. N. Scholik (kein Partner)
    02. April 2010 09:15

    Eine hervorragende und bitter notwendige Analyse des untragbaren Zustandes der europäischen "Einheit" und Geisteshaltung in Sachen Sicherheits- und Verteidigungs-politik. Es dürfen/sollen/müssen unbedingt Parallelen mit der Situation in Europa vor dem Zweiten Weltkrieg gezogen werden - nur diesmal eben von Beginn an auf der globalen Ebene.

    Was aber TUN? Wie vorgehen, damit die europäische Politik aufwacht, die internationale Lage richtig beurteilt und die längst notwendigen Maßnahmen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich zu setzen beginnt? Gerade wir in Österreich sind das Negativbeispiel par excellene - sicherheitspolitische Trittbrettfahrer der schlimmsten Sorte, sich hinter einer - bewusst - völlig falsch verstandenen Neutralitätsdefinition versteckend, das sicherheitspolitische Instrument auf den Hund gebracht, Solidarität immer nur verlangend aber nie substanziell mittragend ... Kein Wunder, dass man auf der weltpolitischen Bühne die EU maximal als Wirtschaftsfaktor Ernst nimmt. Unsere Kinder und Enkel werden dafür einen bitteren Preis bezahlen und uns die Schuld geben. Und ganz Unrecht haben sie dann nicht. Nur helfen wird das auch nicht.

    Streitkräfte - und gerade multinationale, wie es die europäischen sein müssen - sind ein viel zu komplexes Instrument, um im Ernstfall "aus dem Boden gestampft" werden zu können.

    M. Ansicht nach einer der wichtigsten und besten Kommentare AUs in diesem Blog.
    LG N.Scholik

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 09:35

      Noch ein Zusatz; man hat mir in diesem Blog, weil eben Kritiker der vorhin erwähnten österreichischen Version von Sicherheitspolitik, "Nestbeschmutzung" vorgeworfen ... bitte diesen link ansehen und dann urteilen, wer etwas "beschmutzt" ...

      http://www.profil.at/articles/1013/560/265643/die-armee-europas

      LG N.Scholik

    • Kurt22 (kein Partner)
      02. April 2010 10:24

      @Mag. Scholik: Die Roten haben das Bundesheer nie gemocht (die könnten ja wieder auf die Genossen schießen), die Grünen sowieso nicht (´91 in Radkersburg war das BH gut genug), die Schwarzen haben sich nie getraut, eine klare Linie zu zeigen, eine "Taktik", die sie mittlerweile auf praktisch ihre gesamte Politik anwenden. Aber wozu eine Meinung haben und dazu stehen, lieber warten, was "Krone" und "Österreich" dazu sagen. Nirgendwo ist der Unterschied zwischen dem, was jemand als Gehalt bekommt und was er verdient so groß, wie in der Politik.

    • Erich Bauer (kein Partner)
      02. April 2010 10:32

      Mag. N. Scholik,

      Ihr Hinweis auf das "Profil" bringt noch etwas zutage. Der eigentliche Schuldige ist, laut diesem Schreiberling, der "heimliche Oberbefehlshaber" "Josef Pröll", der Finanzminister. Man fragt sich ob diese schriftliche Absonderung von einem einfachen oder schon sehr einfältigen "Stammtischbesucher" stammt. Denn die Prioritäten der Staatsausgaben werden von der Regierung erstellt. Und der zuständige "Fachminister" sieht die äußere Sicherheit scheinbar als nicht sehr wichtig an: „Ich sehe es als meine Aufgabe an, die Einsparungen zu realisieren.“, so der burgenländische Grenzgänger und Bewacher. Der Finanzminister ist nämlich auch nur ein "Fachminister" und kein "Geldverteiler". Er ist schlechtestenfalls eine überforderte Auszahlungsbehörde.

      Zurück zur intellektuellen Ausstattung heimischer Journaille. Man muß sich tatsächliche fragen ob diese "Tintenstrolchis" so blöd sind, oder nur so blöd tun. Einiges spricht für Zweiteres. Das wäre dann durchgestylte, flächendeckende Manipulation. Grenzüberscheitend in ihrer intellektuellen Zumutbarkeit. Was wird hier gespielt, wenn das "Konrad-Profil" im ORF Werbeeinschaltungen macht? Gleichzeitig irgendwelche "Schattengefechte" zu "Wirtschafts- und Budgetthemen" zwischen Rot und Schwarz inszeniert werden. Man könnte meinen: "Pack schlägt sich, Pach verträgt sich...."

    • Beatrix R (kein Partner)
      02. April 2010 10:40

      "Nirgendwo ist der Unterschied zwischen dem, was jemand als Gehalt bekommt und was er verdient so groß, wie in der Politik".

      Genial ausgedrückt und erweiterbar auf: zahlreiche Menschen in Führungspositionen (versteckte "Möchtegernpolitiker"), Künstler,.....

    • Kurt22 (kein Partner)
      02. April 2010 10:52

      @Beatrix R.: Ein Spruch auf einem meiner früheren Arbeitsplätze war: Wenn man manchen Leuten das bezahlen würde, was sie verdienen, könnten sie nicht einmal einen Kanarienvogel erhalten!
      Ich wünsche frohe Ostern!

    • Mag. N. Scholik (kein Partner)
      02. April 2010 11:21

      @ E.B. 1032h
      Es ist wirklich sehr schwierig herauszuarbeiten, wer/wo/wann in Sachen ÖBH schuldhaft agiert bzw. NICHT agiert hat. Ein kleiner Versuch.

      1. (Wahl)Volk: dem ist, so lange es am Nationalfeiertag ("Gemma Panza schaun") Gratisgulasch, eine (keine) Parade und das Burli mit Helm, angetreten in der Ehrenkompanie, gibt, alles ASndere völlig wurscht, das wirklich Sachliche: völlig egal.
      Schuldfaktor (Skala 1-10, aufsteigend): 5

      2. Oberste militärische Führung
      Die hat sich, zwar demokratisch-richtig, in Anerkennung des Primats der Politik, ihrer Fach- und Führungsverantwortung seit Beginn des ÖBH-2 immer mit der weinerlich-tragischen Aussage "Wir müssen Schlimmeres verhinern" ... der Verantwortung entzogen. Ein einziger hoher Offizier [!!] (GM Bach/Befehlshaber Gruppe II) hat sich öffentlich negativ geäußert und ist zurückgetreten.
      Schuldfaktor: 10

      3. Politik/Regierungen
      Schuldfaktor 10+

      4. Minister
      Fachminister: gleichgültig =/oder nicht Fachmann. Aber: die Kombination Minister+Generalstab hat die Gesanmtverantwortung. Ein Wehrdienstverweigerer als Verteidigungsminister ist völlig undiskutabel und kann nur mehr als schlechtesteraller Scherze betrachtet werden. Der allerdings mit 2 Mia €+/Jahr um einiges zu teuer ist.
      Schuldfaktor: 10

      5. Oberbefehlshaber
      Jeder Kommentar überflüssig. Das Schweigen zu den - derzeit besonders - untragbaren Zuständen würde ich als Mischung aus Populismus und persönlicher Abneigung gegen das Insrument und die Funktion interpretieren. Vergabe eines Schuldfaktors sinnlos.

      6. Presse/Rundfunk
      Erst seit einiger Zeit wird die Sache auch thematisiert, aber immer nur kurz und "angriffig", fast bis selten analytisch und wirklich inmformierend.
      Schuldfaktor: 7

      Wir haben allein in den letzten 10 Jahren ca. 25 Mia € ausgegeben, um nun, und da greife ich gerne die (etwas plakative, aber durchaus zutreffende) Bezeichnung aus dem Profil auf "[...] eine Wach- und Schließgesellschaft mit zwangsverpflichte-tem Teenagerperosnal, das auf Patrouille im Burgenland das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärkt; eine Feuerwehr mit schwerem Bergegerät; ein technisches Hilfswerk für Katastrophenschutz."

      Und wie soll da bitte ein vernünftiger, nationaler Konsens über Instrument-Zweck-Mittel-Auftragserfüllung zu Stande kommen und umgesetzt werden?
      LG N.Scholik

    • Erich Bauer (kein Partner)
      02. April 2010 11:50

      Mag. N. Scholik,

      FAZIT (persönliche Meinung):

      Die Staatssäule "ÄUSSERE SICHERHEIT": ein Schutthaufen. Mit dem herumliegenden "Baumaterial" bewußtseinserweiternde Miniesterien zusammengeschustert. Denke dabei an unselige "Gender"-Ministerien. Und nicht zu vergessen das "Lebensministerium".

      Die Staatssäule "INNERE SICHERHEIT": was soll man dazu sagen?

      Die Staatsäule "STAATSVOLK", erinnert an Jugoslawien, als es noch mit "starker Hand" geführt wurde.

      Die Staatssäule: "STAATSGEBIET": werden irgendwann andere bestimmen.

  40. rado (kein Partner)
    02. April 2010 08:16

    Zur infantilen Dummheit kann man bestimmt auch den Britischen Rocksänger Bob Geldof zählen. Ein Paradebeispiel des geistig beschränkten Kampagnenprominenten für Abrüstung wie einst die Lady Di. Mit seinen Aktionen Band Aid und Live Aid hat er in den Achzigern hunderte Millionen Spendengelder für Äthiopien zusammengetragen. Jetzt sagte ein ehemaliger Rebellenführer aus Äthiopien, dass 95 Prozent der Spendengelder für den Aufbau der Rebellenarmee verwendet wurden.

  41. Reinhard (kein Partner)
    02. April 2010 06:59

    Was will man erwarten von einer Generation weichgespülter und gehirngewaschener Kriegsverliererenkel, denen man geradezu mit Scientology-Methoden eine Kollektivscham für die bösen Verbrechen ihrer Ahnen eingedroschen hat?
    "Wenn dich einer provoziert, ignorier ihn einfach, dann hört er auch wieder auf..."
    Solange an Schulden diese himmelschreiende Blödheit als Form der Konfliktbewältigung gelehrt wird, wird es nur noch schlimmer.
    Man sieht es ja: Islamisten hören sofort auf, wenn man sie ignoriert.
    Angreifer ziehen sich verschämt zurück, wenn sich ihr Opfer nicht wehrt.
    Terroristen werfen ihre Bombengürtel weg, wenn ihnen ein Kerzerlmarsch entgegenkommt.

    Die Denkazfgabe ist nicht "Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin!" sondern "Stell dir vor es ist Krieg und nur dein Feind geht hin!"
    Wieviel Dummheit kann ein Volk aufbringen, bevor es untergeht?

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 07:06

      Verstehe schon. Sie meinen: wir müssen hier einfach viel intensiver ignorieren...

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 07:08

      Ups, auf "senden" angekommen!

      "Stell Dir vor es ist krieg, und nur der Feind geht hin" ist ganz genau die eigentliche BEdeutung dieses Gedichts!

      (Und übrigens: mein voriger Post war ironisch, ich hab nur das Smiley versemmelt!)

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • mike (kein Partner)
      02. April 2010 09:43

      Ist eine Frage, wie weit Werterelativismus - sprich Dekadenz - schon fortgeschritten ist ..

    • Kurt22 (kein Partner)
      02. April 2010 10:07

      Wir hätten ja auch mit unseren Kindern diskutieren sollen, wenn sie auf die Straße laufen wollten.
      Außerdem werde ich jetzt sofort meine Alarmanlage ausschalten, weil dann kommt kein Einbrecher zu mir, da ihn meine Ignoranz in die Flucht schlägt.

    • Johann Scheiber (kein Partner)
      02. April 2010 11:33

      @mike

      Danke für ihre Stichworte. Werte sind immer relativ, weil jeder Einzelne seine Werte und deren Hierarchie ohne vernünftige Rechtfertigung nach Gutdünken setzen kann. In der Wertlogik ist selbst Gott als Wert von der Wert setzenden Subjektivität abhängig.

      Werte, Wertrelativismus und Dekadenz, das sind drei Begriffe für ein und dasselbe Phänomen. Hier sitzt der Hase im Pfeffer.
      Solange der europäische Geist am Wertgefasel hängt, wird sich nichts ändern.

      Werte, Wertrelativismus und Dekadenz, das ist die kürzeste Fassung des Kapitels: Der europäische Nihilismus aus Nietzsches Buch: Der Wille zur Macht.

      Die Herrschaft der Kategorie der Werte und der daraus resultierende Nihilismus ist letztendlich auch dafür verantwortlich, was Nietzsche als den Tod Gottes beschrieben hat, nämlich, dass Gott seine Wirklichkeit in den Herzen und Köpfen der Menschen verloren hat.

      Den Tod Gottes, den Karfreitag, den haben wir heute als Datum, aber der Karfreitag, Tod Gottes. ist auch die adäquate Beschreibung unserer momentanen geistigen Situation.

      Sehr empfehlenswert zum Verstehen unserer Gegenwart ist Günter Rohrmosers Buch: Nietzsche als Diagnostiker der Gegenwart. Rohrmoser, der vor zwei Jahren verstorben ist, hat immer gesagt, Nietzsche habe als Therapeut versagt, aber er sei als Diagnostiker nicht zu überbieten, und daher müssten wir durch Nietzsche hindurchgehen, wenn wir weiterkommen wollen.

      Für Nietzsche war nach dem Tod Gottes der Nihilismus, die Herrschaft belangloser Werte, unausweichlich. Seine Gegenkonstruktion war der Übermensch, der, wie wir wissen, ein einziger Absturz, ein Desaster war.

      Den Christen ist verheißen nach dem Tod Gottes, nach dem Karfreitag, die Auferstehung, der Ostersonntag. Dass aber so wenige, im Vertrauen darauf, voll Hoffnung und Glauben sind,

    • Johann Scheiber (kein Partner)
      02. April 2010 11:35

      ....das macht das Christentum von der Todeskultur ununterscheidbar.

      fehlt oben, sorry

    • Phaidros (kein Partner)
      03. April 2010 07:25

      @Kurt: und wenn der Einbrecher doch kommen sollte: zeigen Sie's dem Sch*ßer mal so richtig, schlafen Sie einfach weiter! HAH! MfG

  42. Phaidros (kein Partner)
    02. April 2010 06:52

    Das Problem ensteht im Kopf, wenn man "die Waffe" als solches verdammt, ohne zu differenzieren, ob sie zum Angriff oder zur Verteidigung eingesetzt wird.

    Die islamische Welt als "Gegner" zu bezeichnen, geht mir zu weit, da es Positionen auf Jahrhunderte einzementieren würde! Als "Nachbar" wäre treffender. Denn ebenso, wie der bilaterale Austausch mit dem Nachbarn über die Qualität des nachbarlichen Verhältnisses entscheidet, ist es auch im zwischenstaatlichen bzw. interkulturellen Bereich.

    Und ebenso, wie ich mir immer die Möglichkeit vorbehalten werde, meinen Nachbar aus meiner Wohnung zu verweisen (und das ist KEIN Misstrauen ihm gegenüber) wären wir gut beraten, das als Kulturkreis ebenso zu handhaben.

    (Nur!) Dann kann aus der Nachbarschaft auch echte Freundschaft werden: auf Augenhöhe.

    MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Kurt22 (kein Partner)
      02. April 2010 10:09

      Wie heißt es so schön: Ein guter Zaun gibt einen guten Nachbarn.

    • rossi (kein Partner)
      02. April 2010 11:31

      >Phaidros: Das für jeden, sogar für infantile Gutmenschen, selbstverständliche Recht, Fremde nach eigenem Befinden in seine Wohnung zu lassen oder auch nicht, wird aber auf nationaler Ebene mit unhinterfragter Selbstverständlichkeit als FREMDENFEINDLICHKEIT von nahezu allen Österreichern angesehen. Manipulation total!

    • Phaidros (kein Partner)
      02. April 2010 12:30

      @rossi - weil's irgendwie drauf passt:

      Zitat Methusalix (aus "Das Geschenk des Cäsar"?):

      "Ich habe nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!"

      Da steckt eigentlich alles drin, oder? ;)

      @Kurt: Genau. Kollegen sind in erster Linie Kollegen (und nicht Freunde) und Nachbarn sind Nachbarn (und nicht Freunde). Natürlich können sowohl aus Kollegen wie auch aus Nachbarn echte Freunde werden. Oder aber auch nicht. Oder eben auch echte Feinde ("Maschendrahtzaun"!).

      Und auf beide Möglichkeiten sollte man immer eingestellt sein. Wir benehmen uns aber Leuten gegenüber freundschaftlich, die sich uns gegenüber aufführen wie Feinde.

      Und mit dieser Wortwiederholungsparade verabschiede ich mich ins Osterwochenende, und wünsche allen ein fröhliches welches!

      MfG phaidros.vie@gmail.com

    • Kurt22 (kein Partner)
      02. April 2010 14:27

      @phaidros12:30: Und Freunde sucht man sich für gewöhnlich aus, und das sollte man auch mit Zuwanderen tun.
      Ebenfalls ein schönes Osterfest und schöne Feiertage, Kurt.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2020 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung