Taschner – der faszinierende Kämpfer gegen Denkverbote drucken

Lesezeit: 4:00

Rudolf Taschner ist der mit Abstand spannendste Quereinsteiger auf Sebastian Kurz' Bundesliste. Nicht trotz, sondern wegen seiner Überlegungen zu "g'sunder Watsch'n" und Klimawandel.

Anfangs fand ich den Ansatz von Sebastian Kurz, auf die ÖVP-Bundesliste ausschließlich Quereinsteiger zu setzen, etwas krampfig: zu viel Effekthascherei, zu viel Politikerbashing. Schließlich ist Politik ein komplexes Fach, das wesentlich von Profis lebt, die inhaltliche Visionen mit poltischem Handwerk – von der Kommunikation über die Legistik – verbindet.

Ohne "Alles oder nichts" wäre es nicht gegangen

Mittlerweile ist mir klar, dass dieser Alles-oder-Nichts-Ansatz die Voraussetzung dafür war, spannende parteifreie Bürgerliche für eine Kandidatur gewinnen zu können. Sich auf eine Liste unter Berufspolitiker zu mischen, bedeutet anscheinend nach wie vor eine Stigmatisierung, der sich kein erfolgreicher Bürgerlicher aussetzen will. Die politikerfreie Liste war aber vor allem die Voraussetzung dafür, bei der Zusammenstellung wirklich freie Hand zu haben. Mit dem ersten Parteikandidaten wären sofort die übrigen ÖVP-Grüppchen vorstellig geworden.

Dem perfekt funktionierenden (Kommunikations-)Team von Kurz traue ich zu, die politisch unerfahrenen Quereinsteiger bis zum Wahltag daran zu hindern, in die bereits gezückten offenen Messer zu laufen.

Taschner: Der Karlheinz Töchterle der Naturwissenschaften

Der erste, der ins politisch-mediale Sperrfeuer geriet, war der Mathematiker Rudolf Taschner. Er ist nicht nur der mitreißendste Bannerträger für die dringend notwendige Fokussierung auf die zukunftsträchtigen MINT-Fächer. Er gehörte (neben Christian Ortner) auch zu meinen liebsten "Querschreibern" in der "Presse". Ihn zu lesen, ihm zuzuhören ist fast immer ein Genuss. Seine beeindruckende humanistische Bildung in Kombination mit seinen schonungslosen Analysefähigkeiten hat es ihm erlaubt, zu fast allen Themen pointierte quergeschriebene Kommentare abzugeben. Ein Karlheinz Töchterle der Naturwissenschaften sozusagen.

Zwei Beiträge aus den letzten fünf Jahren werden aber jetzt gegen ihn verwendet.

Der böse Klimwandelketzer

Kollektive Schnappatmung löst das Ausgraben eines fast zwei Jahre alten Kommentars aus. Dort hatte sich Taschner erdreistet, eine konkrete wissenschaftliche These vorzustellen, warum es trotz Erhöhung des CO2-Anteils in der Atmosphäre nicht zu einer Erwärmung des Klimas kommen wird.

Menschen, die es in ihrem Leben nicht einmal bis auf die Uni geschafft haben, werfen dem renommierten Mathematiker nun vor, in fachfremden Gebieten zu dilettieren – ohne eine Sekunde darüber nachzudenken, dass die zentrale Herausforderung der Klimaforschung in der Erstellung geeigneter mathematischer Modelle besteht. Wenig überraschend geht deshalb auch kein einziger der Schnappatmer auf die inhaltliche Diskussion ein – sich ebenfalls mit der Wirkung von Aerosolen auf das Klima auseinandersetzen zu müssen, wäre ja auch wirklich eine Zumutung.

Es ist anscheinend vollkommen egal, welche inhaltlichen Argumente man vorbringt – über das Dogma des Klimawandels darf nicht mehr diskutiert werden. Ein Zustand, von dem Papst Johannes Paul II. nach seinem Diskussionsverbot über die Frauenpriesterweihe nur träumen konnte.

Das wahre Verbrechen Taschners besteht aber darin, dass er die Gründe für die erdrückende Meinungswalze aufzeigt: unerschöpfliche Forschungsgelder, weltweite Aufmerksamkeit, annehmlicher Kongresstourismus.

Allein dafür, dass sich Taschner den Denkverboten nicht beugt, gebührt ihm nicht nur inhaltliche, sondern auch menschliche Hochachtung.

Kämpfer gegen Denkverbote

Vor mehr als fünf Jahren wandte sich Taschner gegen die "aufdringliche Heuchelei maßregelnder pädagogischer Eiferer". Der bekannte Journalist Peter Pelinka hatte seinem erwachsenen Sohn im Scherz eine "Watschen" angedroht. Als die Political-Correctness-Meute über ihn hergefallen war, sah sich Pelinka genötigt, sich öffentlich von seiner Aussage zu distanzieren. Taschner bedauerte den Kotau. Er berichtete aus seinem eigenen Leben, dass die anlassbezogenen Watschen seiner Eltern bei ihm keine Traumatisierung hinterlassen hätten – im Unterschied zu seiner Zeit im Internat, wo er keine körperliche Gewalt erlebt und sich trotzdem viel ohnmächtiger gefühlt hatte.

Wie subjektiv Kinder Gewalt empfinden, habe ich vor einiger Zeit in ähnlicher Weise in diesem sehr persönlichen Blogbeitrag beschrieben. Taschner liefert in seinem Text eine spannende Begründung dafür: "Auf der einen Seite das Gewitter mit dem kurzen, reinigenden Schmerz, verbunden mit dem Wissen, dass gleich danach die Sonne wieder scheinen würde. Wohl auch deshalb, weil die Eltern das Entgleiten ihrer Hand sofort danach selbst insgeheim bedauerten. Und auf der anderen Seite die lang anhaltende Düsternis der bösen, peinigenden Unwetterstimmung, die man nicht vertreiben kann und bei der kein Ende abzusehen ist. Beides erlebt: kein Vergleich!"

Ich weiß nicht, ob Taschner mit seiner These recht hat. Aber ich weiß, dass ihm niemand – genauso wenig wie mir – sein subjektives Empfinden absprechen kann. Und ich weiß, dass es uns als Gesellschaft weiterbringt, darüber nachzudenken, wo Gewalt überhaupt beginnt und welche Formen von Gewalt es gibt.

Es ist diese intellektuelle Herausforderung, für die ich Taschner so schätze – und es stimmt mich traurig, dass er es nach seiner Nominierung Pelinka gleich gemacht und sich von seinen damaligen Gedanken distanziert hat.

PS: Wer lernen will, wie die persönliche Vernichtung Andersdenkender lernen will, soll einen Blick auf die heutige Änderungshistorie von Taschners Wikipedia-Eintrag werfen.

Mag. Florian Unterberger ist Pressesprecher bei einer internationalen Anwaltskanzlei, Vater von vier Kindern und kirchlich engagiert.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2017 11:28

    Danke für diesen Kommentar!*****************************

  2. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2017 15:29

    >> "... es stimmt mich traurig, dass er es nach seiner Nominierung Pelinka gleich gemacht und sich von seinen damaligen Gedanken distanziert hat."

    Genau das habe ich erwartet. Es war zu erwarten. Leider. Gehofft habe ich, daß er zu seinen Gedanken und Worten steht. Denn genau darum faszinieren uns solche Persönlichkeiten und wollten wir sie wählen. Auch Kurzens Ankündigungen und Wortmeldungen faszinieren, zumindest teilweise (die Quoten z.B. faszinieren leider ganz und gar nicht).

    Wer aber die politische Lage hier kennt, weiß, daß solche Hoffnungen nur dann Realität werden, wenn ein göttliches Wunder eintritt. Zu groß ist der Widerstand, und zu groß ist die Furcht, dafür auch kämpfen zu müssen.

    Es gäbe nämlich noch einen ganz aktuellen Punkt, der dringenden Handlungsbedarf erforderte. Am 2.8.2017 schrieb Rudolf Taschner: "Wir brauchen Politiker, die Geschichte zu studieren verstehen"
    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/5262754/Quergeschrieben_Wir-brauchen-Politiker-die-Geschichte-zu-studieren

    Wie wohltuend klingt das im Gegensatz zum Hofburgzerstörungsprojekt: „Keine Atempause - Geschichte wird gemacht“, so das Motto des "tollen Siegerentwurfs" für die Generalplanung des Hauses der Geschichte Österreich in der Neuen Burg; siehe http://wien.orf.at/news/stories/2857021/ . Dafür wird sogar die wertvolle Instrumentensammlung in der Hofburg geopfert.

    Muß man Geschichte nun studieren oder machen? Das ist zu entscheiden! Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung.

    Für die ÖVP gäbe es ein reiches Betätigungsfeld. Sie müßte viele wichtige Richtungsentscheidungen treffen, Taten, und es nicht bei den Worten belassen. Wenn es so gesagt wird, ist es auch umzusetzen, und koste es einen harten Kampf. Das erwartet man sich von der ÖVP, von einem Sebastian Kurz und einem Rudolf Taschner. Das erwartet sich der Wähler. Die ÖVP müßte hinter diesen Persönlichkeiten und ihren Aussagen stehen und sie in Taten umsetzen.

    Bis jetzt ist die ÖVP leider überall umgefallen. Es gibt (noch?) keine Anzeichen, daß es die ÖVP mit einer Umsetzung ernst meint. Ganz im Gegenteil. Es werden sogar Bilder entsorgt, um sich dem Sozialismus anzudienen. Wenn das so weitergeht, werden Kurz und Taschner bald Geschichte sein - leider. Es sei denn, sie lassen sich kaufen. Bei Taschner ist das sicher nicht zu erwarten. Wenn man ihn nicht läßt, wird er gehen. Er ist nicht darauf angewiesen. Wir wählen leider nicht diese Persönlichkeiten, sondern eine Parteiliste.

    Es wären umgehend dringende Maßnahmen zu setzen:
    - Auflösung des ORF
    - Stop des Hofburgprojekts
    - Radikale Kehrtwende in der Familien-, Kultur und Schulpolitik.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAC58
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2017 14:24

    Witzig dabei ist ja, dass die fakenewser der 1. Änderung vom 08.08. beim editieren in Wikipedia offensichtlich der Meinung waren, dass sie hier Abschreckung betreiben.
    Für mich persönlich sind diese Aussagen aber genau das Sympathische an Taschner, v.a. auch deshalb weil er damit Einer aus einer Hand Voll Mutiger wird.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2017 12:50

    Die LinksRotGrünen haben schon deutlich sichtbare Angst vor einem Prof. Taschner im Parlament. Allen voran gleich der grüne Vorarlberger Schuldirektor.

    Sie durchsuchen schon die eigenen Listen und stöbern bis zu ihren Hinterbänklern - aber sie finden niemand! Niemand, der dem Prof. bei einer Diskussion im Plenum auch nur den kleinen Finger wird reichen können.

    Bleibt nur noch der Ausweg mit dem Gendern. Sie werden verlangen, dass Prof. Taschner nicht nur vom Multiplikator spricht, sondern politisch korrekt von Multiplikatoren und MultiplikatorInnen ...

  5. Ausgezeichneter KommentatorWaltraut Kupf
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    11. August 2017 00:52

    Kurz ist ein Instrument seiner Geldgeber und mithin der internationalen Player. Das Ganze mutet ein wenig wie "des Kaisers neue Kleider " an. Warum soll denn aus einer hinterlistigen, mediokren, prinzipienlosen Partei plötzlich die große Heilsbringertruppe werden? Alle, die sich hier etwas erwarten und diversen Täuschungsmanövern auf den Leim gehen, tun mir leid. Bemitleidenswert sind wir allerdings alle insoferne, als das christliche Abendland bis zum point of no return weiter ruiniert werden wird. Wenn Erdogan, wie angekündigt, Europa in wenigen Tagen erobern könnte und das wohl auch, wenn die Zeit reif ist, tun wird, so sind nicht nur die Linken daran schuld, sondern auch die ÖVP, die an der speichelleckerischen Selbstannullierung Österreichs tatkräftig mitwirkt, die katholische Kirche korrumpiert hat und eine ungeheuerliche Wählertäuschung betreibt. Möge ich Unrecht haben. an ihren Taten werden sie zu messen sein.

  6. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2017 19:02

    Buchempfehlung: Taschner, "Woran glauben" (kein religiöses sondern ein philosophisches Buch)

    Vielleicht kommt die Zeit wieder, in der ÖVPler tolle Bücher geschrieben haben (Drimmel, Piffl).

  7. Ausgezeichneter KommentatorGünter Pollak
    2x Ausgezeichneter Kommentar

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  1. Segestes (kein Partner)
    13. August 2017 22:06

    Wir wissen doch alle, wozu Kurz und seine hochgejubelte Truppe da sind: Damit die FPÖ nicht in den Himmel wächst und nach der Wahl die SPÖVP weiterpackeln kann. Vielleicht gibts ein paar Scheinverhandlungen mit den Blauen, aber mehr wohl nicht.

    Die Kurz-Partie ist bezüglich der ihr zugedachten Rolle also eine Art Neuauflage des Team Stronach. Und es wird wieder genügend Merkbefreite geben, die darauf reinfallen.

    Freilich, wen der perfide Plan gelingt, ist dieser Staat bzw. die autochthone Bevölkerung geliefert. Da sollte man sich nichts vormachen.

    Von daher: Es ist mir völlig wurscht, wen Kurz aufbietet. Wer ÖVP wählt, wählt die große Koalition und den staatlichen Tod im Migrations-Chaos

  2. fredl (kein Partner)
    13. August 2017 12:06

    Sehr geehrter Herr Autor, Sie begeistern sich für das Bäumchen Taschner ohne den Wald zu sehen, in den er sich umpflanzen hat lassen. Entweder passt er in den Wald und er ist Opportunist, oder er ist als Revolutzer ein unglaublicher Naivling. Der Volksmund würde bei der Konstellation ÖVP und Taschner "Do hots wos" (Da stimmt Irgendetwas nicht) sagen. Ihnen fällt das offensichtlich nicht auf. Weil ich von Ihrem kirchlichen Engeagement lese: Verhält sich fast wie echte Gottesfürchtigkeit und die Umtriebe der Kirche. Passt leider auch nicht zusammen. Ist Ihnen das wenigstens schon aufgefallen?

  3. fredl (kein Partner)
    13. August 2017 11:11

    ..und Justizminister Brandstätter, immerhin Kurz-Stellvertreter, ist ein Kämpfer gegen die freie Meinungsäußerung und ein Kreuzritter für die Kriminalisierung von Gesinnung. Also für jeden was dabei auf der Kurz-Liste. Eine querschnittgelähmte Sportlerin hat er auch schon und einen grünen (!!!) Quotenmoslem, nebst den Reissverschluß-Quoten-Weibern, Wissenschaftlern etc. Ganz zu schweigen von den Bünden- und Kämmerern, die ihren Platz aufgrund Quote haben. Das Einzige was fehlt ist ein Abgeordneter aus der normalen arbeitenden Bevölkerung. Von denen gibts auf der Kurz-Liste nämlich keinen Einzigen! Wer aus der arbeitenden Bevölkerung Kurz wählt, dem ist nicht mehr zu helfen. KEIN X ÖVP!

  4. Waltraut Kupf
    11. August 2017 00:52

    Kurz ist ein Instrument seiner Geldgeber und mithin der internationalen Player. Das Ganze mutet ein wenig wie "des Kaisers neue Kleider " an. Warum soll denn aus einer hinterlistigen, mediokren, prinzipienlosen Partei plötzlich die große Heilsbringertruppe werden? Alle, die sich hier etwas erwarten und diversen Täuschungsmanövern auf den Leim gehen, tun mir leid. Bemitleidenswert sind wir allerdings alle insoferne, als das christliche Abendland bis zum point of no return weiter ruiniert werden wird. Wenn Erdogan, wie angekündigt, Europa in wenigen Tagen erobern könnte und das wohl auch, wenn die Zeit reif ist, tun wird, so sind nicht nur die Linken daran schuld, sondern auch die ÖVP, die an der speichelleckerischen Selbstannullierung Österreichs tatkräftig mitwirkt, die katholische Kirche korrumpiert hat und eine ungeheuerliche Wählertäuschung betreibt. Möge ich Unrecht haben. an ihren Taten werden sie zu messen sein.

    • Riese35
      11. August 2017 08:14

      Genau diese Befürchtungen habe ich auch. Mag sein, daß mancher, der daran mitwirkt, von edlen Motiven getrieben wird. Einerseits fehlen mir aber die Zeichen (Taten), daß das alles ernst gemeint ist, und andererseits gibt es viele Zeichen, die genau in die Gegenrichtung zeigen (Abhängen Dollfußbild, Quoten, Islam gehört zu Österreich etc.).

      In der Politik zählen Taten, das Durchkämpfen bis zum Ziel auch gegen Widerstand. Edle Motive allein sind zu wenig. Vielleicht hat Kurz genau deshalb das Dollfußbild abgehängt, weil Dollfuß Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet und damit den ersten Regierungschef nach dem Krieg, der zuvor für den Anschluß war, desavouiert hat?

    • Nestor 1937
      12. August 2017 09:09

      Frau Kupf, ich schätze Ihre Diskussionsbeiträge. Auch und besonders wenn es um den Heumarkt geht.

      Aber hier schießen Sie vollkommen am Ziel vorbei. Die ÖVP hätte die Kirche korrumpiert? Bitte?

      Für die lahme ÖVP und die weite bürgerliche Welt ist der Sebastian Kurz ein großer Hoffnungsträger, wenn er seinen Stil beibehält und seine Linie weiterverfolgt.

    • Zraxl (kein Partner)
      13. August 2017 14:35

      Die Katholische Kirche hat ein Riesenproblem, das ist wahr. Schuld daran ist aber nicht die ÖVP, sondern der Episkopat. Der lustige weiße Mann aus Rom wirkt neuerdings noch als Brandbeschleuniger.

      Kurz ist ein Hoffnungsschimmer - nicht mehr und nicht weniger. Kurz hat immerhin schon vieles richtig gemacht und richtig benannt. Dass er ausgerechnet den Herrn Brandstetter zum Vizekanzler gemacht hat und dass sein neues Personal vor lauter politischer Korrektheit nicht weiß, wohin es sich als erstes bücken muss, ist wiederum die andere Seite.

  5. Pennpatrik
    10. August 2017 19:02

    Buchempfehlung: Taschner, "Woran glauben" (kein religiöses sondern ein philosophisches Buch)

    Vielleicht kommt die Zeit wieder, in der ÖVPler tolle Bücher geschrieben haben (Drimmel, Piffl).

    • fredl (kein Partner)
      13. August 2017 11:37

      Was tut der Taschner, wenn er doch ach so ein Revolutzer ist, bitte bei der ÖVP? Vielleicht hat er sich ja bei der Adresse geirrt. Wer tatsächlich regelmäßig seine eigene, vom Mainstream abweichende Meinung kundtut, ist ein gewisser Herr Lugar, der im Gegensatz zum Revolutions-Messias Taschner die passendere Tür gefunden hat. Der Querdenker Taschner hingegen ist im Political-correctness- und gendering-Hauptquartier gelandet. Ich lach mich tot, Herr Taschner, Sie gnadenloser Revolutionär! Ich warte täglich auf eine ÖVP-Aussendung, dass Sie sich bei ihrer Klimaanalyse vielleicht doch geirrt haben und das CO2 ganz fanatisch bekämpfen werden, Sie kleiner Che Guevara!

    • Zraxl (kein Partner)
      13. August 2017 16:19

      Ich habe sehr großen Respekt vor Prof. Taschner, aber alleine der Titel "Woran glauben. 10 Angebote für aufgeklärte Menschen" ist eher ein bisserl ein Witz (oder ein Widerspruch im Buchtitel!). Dazu gibt es dann im Interview im Kurier noch den bemerkenswerten Satz: "Jemand der glaubt, will nicht, dass es bewiesen wird. Dann wäre sein Engagement des Glaubens sinnlos gewesen." Dieser Satz ist im ersten Anschauen falsch und bei näherer Betrachtung schlicht unsinnig. Falsch deswegen, weil jemand der glaubt ja davon überzeugt ist dass es stimmt, und wenn das Geglaubte dann beweisbar ist, voilá!

    • Zraxl (kein Partner)
      13. August 2017 16:32

      Unsinnig ist die Aussage deswegen, weil ein "Beweis" ja nur die Rückführung einer Aussage auf "ganz bestimmt als richtig geglaubten Annahmen", d.h. Axiomen, bedeutet, wobei die Rückführung nach "ganz bestimmt als richtig geglaubten Schlussregeln" erfolgt. Das ist ein bisschen viel Glauben, den hier der aufgeklärte Mensch dem Glaubenden gegenüberstellt ;-)

  6. El Capitan
    10. August 2017 17:27

    Walser wird im Herbst nicht mehr im Parlament sein, denn die Grünen werden an der 4%-Hürde scheitern.

    • Nestor 1937
      12. August 2017 14:01

      Das wäre wünschenswert,
      aber nicht realistisch.

      Die kämpferischen Homosexuellen und die Kampfemanzen machen allein schon bei 5% aus!

  7. Riese35
    10. August 2017 15:29

    >> "... es stimmt mich traurig, dass er es nach seiner Nominierung Pelinka gleich gemacht und sich von seinen damaligen Gedanken distanziert hat."

    Genau das habe ich erwartet. Es war zu erwarten. Leider. Gehofft habe ich, daß er zu seinen Gedanken und Worten steht. Denn genau darum faszinieren uns solche Persönlichkeiten und wollten wir sie wählen. Auch Kurzens Ankündigungen und Wortmeldungen faszinieren, zumindest teilweise (die Quoten z.B. faszinieren leider ganz und gar nicht).

    Wer aber die politische Lage hier kennt, weiß, daß solche Hoffnungen nur dann Realität werden, wenn ein göttliches Wunder eintritt. Zu groß ist der Widerstand, und zu groß ist die Furcht, dafür auch kämpfen zu müssen.

    Es gäbe nämlich noch einen ganz aktuellen Punkt, der dringenden Handlungsbedarf erforderte. Am 2.8.2017 schrieb Rudolf Taschner: "Wir brauchen Politiker, die Geschichte zu studieren verstehen"
    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/5262754/Quergeschrieben_Wir-brauchen-Politiker-die-Geschichte-zu-studieren

    Wie wohltuend klingt das im Gegensatz zum Hofburgzerstörungsprojekt: „Keine Atempause - Geschichte wird gemacht“, so das Motto des "tollen Siegerentwurfs" für die Generalplanung des Hauses der Geschichte Österreich in der Neuen Burg; siehe http://wien.orf.at/news/stories/2857021/ . Dafür wird sogar die wertvolle Instrumentensammlung in der Hofburg geopfert.

    Muß man Geschichte nun studieren oder machen? Das ist zu entscheiden! Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung.

    Für die ÖVP gäbe es ein reiches Betätigungsfeld. Sie müßte viele wichtige Richtungsentscheidungen treffen, Taten, und es nicht bei den Worten belassen. Wenn es so gesagt wird, ist es auch umzusetzen, und koste es einen harten Kampf. Das erwartet man sich von der ÖVP, von einem Sebastian Kurz und einem Rudolf Taschner. Das erwartet sich der Wähler. Die ÖVP müßte hinter diesen Persönlichkeiten und ihren Aussagen stehen und sie in Taten umsetzen.

    Bis jetzt ist die ÖVP leider überall umgefallen. Es gibt (noch?) keine Anzeichen, daß es die ÖVP mit einer Umsetzung ernst meint. Ganz im Gegenteil. Es werden sogar Bilder entsorgt, um sich dem Sozialismus anzudienen. Wenn das so weitergeht, werden Kurz und Taschner bald Geschichte sein - leider. Es sei denn, sie lassen sich kaufen. Bei Taschner ist das sicher nicht zu erwarten. Wenn man ihn nicht läßt, wird er gehen. Er ist nicht darauf angewiesen. Wir wählen leider nicht diese Persönlichkeiten, sondern eine Parteiliste.

    Es wären umgehend dringende Maßnahmen zu setzen:
    - Auflösung des ORF
    - Stop des Hofburgprojekts
    - Radikale Kehrtwende in der Familien-, Kultur und Schulpolitik.

    • fredl (kein Partner)
      13. August 2017 12:21

      Wer von den Kurz´schen Ankündigungen fasziniert ist und dieses Blabla glaubt, während seine Taten (Gendering, Quoten, ORF, Moslemisierung, Meinungsdelikte, Soros etc. etc.) genau das Gegenteil bedeuten, der ist das Endprodukt völliger Enthirnung. Sorry.

  8. steinmein
    10. August 2017 14:43

    Vermutlich wird ein Gastkommentar in der Presse leider nicht mehr zu lesen sein. Herr Nowak wird sich schwertun, einem ( nunmehr) Politiker auch für unpolitische Ansichten Spielraum zu geben.

  9. AC58
    10. August 2017 14:24

    Witzig dabei ist ja, dass die fakenewser der 1. Änderung vom 08.08. beim editieren in Wikipedia offensichtlich der Meinung waren, dass sie hier Abschreckung betreiben.
    Für mich persönlich sind diese Aussagen aber genau das Sympathische an Taschner, v.a. auch deshalb weil er damit Einer aus einer Hand Voll Mutiger wird.

  10. glockenblumen
    10. August 2017 14:02

    Schließe mich @Bob an
    ******************************************!

  11. Günter Pollak
    • glockenblumen
      10. August 2017 14:16

      Eine Frau, die sich als echte Frau deklariert, ist in den Augen der vermeintlich progressiven Feministinnen* heteronormativ-stereotyp-todlangweilig und selbstverständlich eine pöhse Rechte.....
      Die öffentlich-linkischen Sender nutzen so ein Interview als mediale Hinrichtung, wenn Tatsachen ausgesprochen werden, die die selbstgefälligen Wahrheitspropheten nicht hören wollen
      Wieviele doch schon wurden von diesen linxlinken Institutionen diffamiert, öffentlich lächerlich gemacht und zur Persona non grata erklärt!!

      *(welch ein Hohn, daß ausgerechnet diese Weiberinnen, denen so alles weiblich-anziehende fehlt und eigentlich GEGEN die Frauen agieren, sich als Feministen bezeichnen

  12. Politicus1
    10. August 2017 12:50

    Die LinksRotGrünen haben schon deutlich sichtbare Angst vor einem Prof. Taschner im Parlament. Allen voran gleich der grüne Vorarlberger Schuldirektor.

    Sie durchsuchen schon die eigenen Listen und stöbern bis zu ihren Hinterbänklern - aber sie finden niemand! Niemand, der dem Prof. bei einer Diskussion im Plenum auch nur den kleinen Finger wird reichen können.

    Bleibt nur noch der Ausweg mit dem Gendern. Sie werden verlangen, dass Prof. Taschner nicht nur vom Multiplikator spricht, sondern politisch korrekt von Multiplikatoren und MultiplikatorInnen ...

  13. Bob
    10. August 2017 11:28

    Danke für diesen Kommentar!*****************************

    • Günter Pollak
      10. August 2017 13:30

      Kann mich diesem Dank nur anschließen.

      Es ist der Versionsunterschied zwischen dem 4. Mai und dem 8. August, der besonders lesenswert ist.





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