Wer den Menschen die Arbeit wegnimmt, begeht eine schwere Sünde drucken

Lesezeit: 6:00

Nun, das sage nicht ich, sondern niemand geringerer als Papst Franziskus. Über die Generalaudienz am 15. März 2017 berichtet Radio Vatikan:

„Wer den Menschen die Arbeit wegnimmt, begeht eine schwere Sünde. Klare Worte des Papstes bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz. Er kritisierte jene Geschäftsleute, die „aus wirtschaftlichem Kalkül" oder um bei Verhandlungen die Oberhand zu gewinnen, Menschen die Arbeit entziehen. Damit zerstörten sie „die Würde der Betroffenen“. In einer von ihm spontan im Redetext hinzugefügten Passage am Schluss der Audienz rief er vor tausenden Pilgern und Besuchern die Wirtschaftsverantwortlichen auf: „Tut alles in eurer Macht Stehende, damit jeder Mann und jede Frau eine Arbeit finden kann und so den Kopf hoch tragen und den anderen mit Würde ins Gesicht sehen kann. Wer aber für wirtschaftliche Manöver und nicht ganz transparente Verhandlungen Fabriken schließen lässt und so Arbeitsplätze beseitigt, der begeht eine schwere Sünde.““

Nun, wer den Papst kennt, wird sich über solche von ihm spontan hinzugefügte und inhaltlich nicht selten wirklich so weitreichende wie pikante Worte wohl nicht mehr wundern. Das macht er regelmäßig, wohl weil sein Herz mit ihm irgendwie durchgeht und das ist ja sehr sympathisch. Dann geht es ihm um die Not der Menschen und immer sagt er uns allen, wie wichtig der Mensch ist in seiner Würde und dass dieser im Zentrum unserer Überlegungen stehen muss.

Doch oft sind solche spontane Aussagen auch überschießend und simplifizierend. Sie haben schon einen wahren Kern, aber viele beschleicht das Gefühl, dass man es so nicht ausdrücken darf. Nicht selten nimmt dann der Vatikan später offiziell Stellung und stellt klar, was der Papst damit eigentlich gemeint habe. Eigentlich – soll heißen, dass er das eben nicht gemeint habe, was alle doch verstanden hatten. Klingt schon etwas nach einem Zurückrudern, ohne dies als ein solches zu bezeichnen. Ob das denn auch wahrhaftig ist? Na lassen wir diese Frage einfach offen.

In diesem Fall gab es bis jetzt ja keine solche vatikanische Interpretation und Richtigstellung dessen, was der Papst spontan gesagt hat. Wir verstehen es vielleicht doch einfach richtig, wenn wir es einfach auf uns wirken lassen. So habe auch ich mich gefragt – als einer von diesen Aussagen durchaus potenziell Betroffener – wie diese päpstlichen Aussagen bei mir ankommen. Und das klingt für mich dann so:

  1. Die Wirtschaftsverantwortlichen sollen alles in ihrer Macht Stehende tun, damit jeder Mann und jede Frau eine Arbeit finden kann und so den Kopf hoch tragen und den anderen mit Würde ins Gesicht sehen kann.
    1. Wer ist damit denn angesprochen? Wer soll alles tun, damit jeder Mann und jede Frau Arbeit findet? Und wer ist mit dem Begriff der „Wirtschaftverantwortlichen“ denn gemeint? Kann ein kleiner Gewerbetreibender diesem Aufruf gerecht werden, indem er Menschen Arbeit gibt, für die er eigentlich nichts zu tun hat? Und wie vielen soll er denn Arbeit geben? Einem, fünf oder gar zehn? Oder sind Konzernverantwortliche gemeint, die technische Neuerungen dann nicht einführen dürfen, wenn diese Arbeitsplätze kosten?
    2. Ist es wirklich schwere Sünde, Produktivitätssteigerungen abzulehnen, um der Arbeitsplätze von überholten Tätigkeiten willen? Sind IT-Systeme genauso von Übel wie Förderbänder, Produktionsautomaten und Roboter?
    3. Warum lässt der Papst die Politiker außen vor, die viel zu einem wirtschaftsfreundlichen Umfeld beitragen können, das erst die Schaffung von Arbeitsplätzen möglich macht?
    4. Meint er vielleicht auch das Arbeitsmarktservice, dessen Auftrag es ja gerade auch ist, „alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit jeder Mann und jede Frau eine Arbeit finden kann“?
    5. Will er – ohne dies klar zu sagen - die Überbürokratisierung geißeln, die arbeitsplatzvernichtend wirkt, oder die nationalen Abschottungen?
    6. Bricht er vielleicht gar eine Lanze für die WTO?
  2. Wer aus ökonomischen Gründen Fabriken schließen lässt und so Arbeitsplätze beseitigt, der begeht eine schwere Sünde.
    1. Seine Betonung der Bedeutung von Fabriksschließungen ist vielleicht einem konkreten Anlassfall geschuldet, aber weiß der Papst schon auch, dass das Gros der Arbeitsplätze schon lange nicht mehr in Fabriken zu finden ist?
    2. Hat er auch überlegt, dass es oft in Summe gesehen arbeitsplatzrettend ist, bestimmte unrentable Standorte zu schließen, um das Unternehmen insgesamt nicht zu gefährden? Versteht er das Prinzip der Markwirtschaft, dass jedes Unternehmen danach trachten muss, möglichst effizient zu sein, weil es sonst vom Markt verschwindet?
  3. Wer aber für nicht ganz transparente Verhandlungen Fabriken schließen lässt und so Arbeitsplätze beseitigt, der begeht eine schwere Sünde.
    1. Verhandlungen haben es oft einfach an sich, dass sie intransparent sind. Alle Karten aufzudecken führt wohl zu keiner besonders erfolgreichen Verhandlungsposition. Fordert der Papst also volle Transparenz in allen Verhandlungen?
    2. Wenn Fabriksschließungen eine schwere Sünde sein sollten, ist es besser diese Arbeitsplätze gegen jede wirtschaftliche Vernunft (vorläufig) zu retten, um damit die Insolvenz des ganzen Konzerns zu riskieren? Oder ist es ein Dilemma: Wer Arbeitsplätze abbaut, sündigt schwer, wer aber ein Unternehmen nicht vor der Insolvenz rettet, sündigt noch schwerer? Das wäre eine seltsame Logik!
  4. Was impliziert diese Position des Papstes für alle diejenigen, die Arbeitsplätze schaffen könnten und dies nicht tun? Begehen auch sie eine schwere Sünde? Also derjenige, der ein Unternehmen gründen könnte, aber sich doch für einen Job als Angestellter entscheidet, jeder der eine Haushaltshilfe, einen Chauffeur etc. anstellen könnte und sich doch dazu entscheidet, seine Fenster selbst zu putzen und sein Auto selbst zu fahren? Sind dies alles schwere Sünden? Wohl kaum. Also geht es dem Papst um eine Bestandsgarantie von bestehenden Arbeitsplätzen und damit die Behinderung jeglichen technischen Fortschritts? Es klingt fast so und dennoch kann man sich schwer vorstellen, dass er das wirklich gemeint und durchdacht hat.

Irgendwie klingt das alles doch sehr nach Planwirtschaft und wir wissen nur zu gut, dass Planwirtschaft letzten Endes eine Maschinerie zur Arbeitsplatzvernichtung ist. Ich vermute, dass einfach wieder einmal sein Herz mit ihm durchgegangen ist und er vielleicht doch nur gemeint hat, wie besonders wichtig es für Entscheidungsträger aller Ebenen und aller Bereiche sei, immer die ganz konkreten Menschen mitzudenken, welche immense Bedeutung Arbeit für sie hat und auf deren Rücken keine leichtfertigen Entscheidungen zu treffen. So aber hat er in seinen Formulierungen faktisch jeden Unternehmer, der natürlich auch immer wieder Arbeitsplätze abbauen wird müssen, als potenziell schweren Sünder bezeichnet.

Für einen Papst, dessen Hauptanliegen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sind, ein wahrlich seltsamer Zugang.

Mag. Johannes Leitner ist verheiratet und Vater von sechs Kindern. Er ist Leiter eines genossenschaftlichen Revisionsverbandes, Steuerberater und war langjähriger Leiter einer christlichen Laiengemeinschaft im Raum Wien. Er ist Mitautor des 2012 erschienenen Buches „Sexueller Missbrauch in Organisationen; Erkennen-Verstehen – Handeln“.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2017 14:43

    Es hat einmal einen polnischen Papst gegeben der erfolgreich den Kommunismus bekämpft hat, jetzt gibt es einen der den Schmarren am liebsten wieder einführen will.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2017 14:21

    Super Artikel.

    Ja, wer Menschen Arbeit wegnimmt, begeht eine schwere Sünde.

    Denken wir das einmal andersrum: Ist es nicht eine schwere Sünde jedes einzelnen, Arbeit nicht zu suchen, das Sozialsystem auszunützen, zu verlangen und begehren.

    Sind diese Sorten nicht längst in der Mehrheit ?

    Natürlich wird einen eigenverantwortlicher Unternehmer nicht leichtfertig Arbeitsplätze aufs Spiel setzen, bedrohen, oder gar erpressen, auch er muss Rechenschaft ablegen vor dem Herrn, genauso wie derjenige, der das Sozialsystem ausnützt statt selbst Verantwortung für sich zu übernehmen.

    Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sind eine Gewissensfrage, die jeder normale Mensch versteht, ganz besonders die Christen sollten das.

    Aber, wie bei allem, liegen da Gebrauch und Missbrauch, Sinn und Unsinn knapp nebeneinander.

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2017 21:29

    Vergessen wir diese dreckigen, verfluchten Kommunisten! Ein Papst der den so unglaublich erfolgreichen 'real existierenden Kommunismus' so toll findet.
    Bischöfe die eine Zuwanderung von moslemischen Mehrheiten befürworten, ohne ihre Kollegen im Orient einmal über die Folgen zu befragen - läuft ja toll in Syrien, Ägypten oder im Irak.
    Selbige Kirchenführer, welche unsere Glaubensgenossen im Orient als Dreck behandeln, aber die Moslems als von Gott gesandte 'Facharbeiter'.

    Die nächste Kirchenspaltung steht an, und diesmal ist es wieder Geld, halt kein Ablasshandel sondern die gigantische Sozialindustrie, welche via Beschäftigte und Steuergeldtransfers, viel Macht bedeutet - ich kenne keine Stelle im Testament wo 'Macht' als erstrebenswert für die Gläubigen genannt wird.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Kashofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2017 23:30

    Weiß der Papst auch, dass es den Menschen keineswegs um Arbeit geht, sondern um Einkommen? Arbeit gibt es nämlich immer genug!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    19. März 2017 18:58

    Das alles klingt irgendwie nach den uns regierenden PolitikerInnen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    18. März 2017 20:59

    Wenn das sein Stellvertreter auf Erden ist, dann muß Scheffe derzeit furchtbar Kopfschmerzen haben. Aber kann er nicht dem sonstigen Personal irgendwie mitteilen, sie sollen auf den Kleinen aufpassen. Jetzt hat er sich schon wieder angemacht?
    Na ja, vielleicht doch besser das Modell mit dem Einäugigen. Die beiden Raben sind genügsamer als die ganze barockisierende Puttenbande ... und das mit den Heldenmädchen, so zwischendurchmal wenn Scheffin nicht hinschaut, das hat direkt was Menschliches ...

  7. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2017 11:22

    Der Papst stammt aus der südamerikanischen linken "revolutionären" Szene, ohne Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen und Erfordernissen und mit starker Tendenz zum Kommunismus.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2017 11:22

    Der Papst stammt aus der südamerikanischen linken "revolutionären" Szene, ohne Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen und Erfordernissen und mit starker Tendenz zum Kommunismus.

  2. Ausgezeichneter KommentatorAnmerkung
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. März 2017 14:57

    Ja, es könnte tatsächlich der Vatikan problemlos mit der SPD tauschen, also der Herr Schulz Papst werden und der Herr Bergoglio die SPD übernehmen.

    So wie auch in Wien der Herr Häupl, wenn es da nicht das Altersproblem gäbe, sich ja keinen besseren Nachfolger als den Herrn Schönborn wünschen könnte.

    Das Seltsamste aber sind all die Christen, die noch immer verbissen dahinter her sind, sich ihre Ideologie schönzuglauben, nur um in ihrer Bequemlichkeit nicht gestört zu werden und in einer Mitgliedschaft verweilen zu können, die ihnen als vermeintlich antikommunistisch Orientierten schon der Bergpredigt-Kommunismus gründlich austreiben müsste.

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  1. BenjaminHeinrichP (kein Partner)
    • BenjaminHeinrichP (kein Partner)
      22. März 2017 09:21

      War nie Fan von Papst Franziskus, aber dass ist endlich mal etwas, dass ich unterschreiben kann.Bin mir bewusst,dass die Funktion des Papstes(nicht nur religiöse) sondern auch eine politische ist, ist man doch der Vertreter des Vatikanstaates.
      Alle die hier sagen,dass das dumm oder sozialistisch ist bzw. die armen Unternehmer so nicht leben können,die mögen ihre Sicht der Dinge haben.
      Ich bin langzeitarbeitslos. Und die meisten von euch waren nicht einmal einen Tag arbeitslos.Ihr wisst ja nicht wie das ist.
      Finde wichtig, wenn der Papst sowas sogar mit positiven Worten beschreiben kann im Sinne der Menschlichkeit"den Kopf hoch tragen und den anderen mit Würde ins Gesicht sehen können[...]"

    • Anmerkung (kein Partner)
      22. März 2017 12:29

      Als Langzeitarbeitsloser können Sie sich ja gut vorstellen, wie es auf die nach Europa eingeladenen Mühseligen und Beladenen, also auch auf die Langzeitarbeitslosen - bisher vorwiegend aus Asien und Afrika, aber da die europäische Menschlichkeit heute grenzenlos auftritt, letztlich auf die Sozialfälle der ganzen Welt - wirken muss, dass ihnen die Äußerungen des Papstes, der Kanzlerin Merkel und von deren Genossen vortäuschen, man brauche sich nur auf den Weg nach Europa zu machen, um seinem Elend auf Dauer zu entkommen.

      Werden Sie das Gerede des unfehlbaren Herrn auch dann noch unterschreiben, wenn mit dem zusammenkrachenden Sozialstaat auch Ihre Unterstützungen zum Teufel gehen werden?

    • Benjamin Heinrich-P (kein Partner)
      22. März 2017 21:15

      Als Österreicher intetessiert mich in erstet Linie wie es in Österreich weitergeht.
      Bislang haben nur FPÖ und SPÖ sowie Team Stronach zur Arbeitslosen-Misere einige sinnvolle Wortmeldungen beigetragen.Da Kern nicht vom Volk gewählt ist, Team Stronach ziemlich am Ende ist (ist bedauerlich) kann nur die FPÖ hier halbwegs ohne um Stimmen betteln zu müssen ein sinnvolles Massnahmenpaket vorschlagen.
      Ich warte und es kommt wenig.
      Arbeitsmarkt sollte auf Österreicher begrenzt werden und,Arbeitnehmer mehr Mitspracherecht haben nicht Vasall wie bei Apple sein. Ich trete nicht pro Völkerwanderung auf. Wien hat bereits nogo plätze! Menschlichkeit bedeutet nicht immer Gutmensch.
      Danke für Ihre Antwort.

  2. Wolfram Schrems (kein Partner)
    21. März 2017 15:55

    Das sind alles sehr berechtigte Fragen.

    Die doktrinäre Verwirrung des Papstes ist schon längst ein schweres Ärgernis. Die apostolischen Schreiben sind Kraut und Rüben - und viele giftige Pflanzen. Der hl. Ignatius von Loyola wird über diesen Aberwitz nicht sehr erfreut sein.

    Die Aussagen des Papstes zur Wirtschaft sind daher ebenfalls äußerst unpräzise. Die Katholische Soziallehre kennt zwar eine gewisse Bandbreite, dennoch muß ein Papst genau sagen, was er meint.

    Die KSL gehört aber nicht zum Kernbestand des Glaubensdogmas
    Insofern wäre es besser, der Papst würde zur Ökonomie schweigen und dort reden, wo er soll.
    Die schleunigste Beantwortung der Dubia wäre jetzt angezeigt!

  3. Anmerkung (kein Partner)
    21. März 2017 14:57

    Ja, es könnte tatsächlich der Vatikan problemlos mit der SPD tauschen, also der Herr Schulz Papst werden und der Herr Bergoglio die SPD übernehmen.

    So wie auch in Wien der Herr Häupl, wenn es da nicht das Altersproblem gäbe, sich ja keinen besseren Nachfolger als den Herrn Schönborn wünschen könnte.

    Das Seltsamste aber sind all die Christen, die noch immer verbissen dahinter her sind, sich ihre Ideologie schönzuglauben, nur um in ihrer Bequemlichkeit nicht gestört zu werden und in einer Mitgliedschaft verweilen zu können, die ihnen als vermeintlich antikommunistisch Orientierten schon der Bergpredigt-Kommunismus gründlich austreiben müsste.

  4. Torres (kein Partner)
    21. März 2017 11:22

    Der Papst stammt aus der südamerikanischen linken "revolutionären" Szene, ohne Ahnung von wirtschaftlichen Zusammenhängen und Erfordernissen und mit starker Tendenz zum Kommunismus.

  5. Pennpatrik
    19. März 2017 23:01

    Dann ist es wohl auch eine schwere Sünde, Kunstwerke im Milliardenwert zu besitzen und sie nicht zu verkaufen, um Firmen zu gründen, die Arbeistplätze schaffen, um Armen und Bedürftigen zu helfen und die Not der Flüchtlinge in Afrika zu lindern?

  6. carambolage
    19. März 2017 22:20

    Schon möglich, dass der Papst sein Herz am rechten Fleck hat (oder am Linken, je nach Betrachtungsseite).
    Immer wieder hört man von ihm Statements, die er und Andere eigentlich mühselig erklären müsste/n.
    Deshalb bin ich, bis auf die 10 Gebote, sehr skeptisch was er so sagt.
    Dieser Papst kann an die Geistesgröße seines Vorgängers nicht heranreichen. Das alleine wäre nicht schlimm, aber man kann ihn so schwer einordnen und das macht Vorsichtig.
    So geht es mir mit unserem Kardinal ebenso, schreibt sehr schön um das Evangelium zu erklären und gibt dann Interviews, worüber man den Kopf schütteln muss - letztens über die Burka.

    • Benjamin Heinrich (kein Partner)
      22. März 2017 09:30

      Sehr gut, ich halte anderere Sager von Franziskus wie Sie sie hier aufführen für weit verfehlter als diese (aus Unternehmersicht) skandalöse Wortmeldung(sage nicht ich, dass sagen die Wirtschaftsbosse).
      Ach p.s. an die Wirtschaftsbosse: Ihr werdet wie die ÖVP enden!

      Aber dafür, dass viele hier Merkel nicht mögen verrate ich euch einen Trick denn Merkel/und alle anderen Parteien außer AfD nutzen: Schüssel-Copy.
      Wie sagte Schüssel: Wenn ich 3.bin gehe ich in Opposition.
      Wie sagen Merkel und Co: Keine Koalition mit AfD.
      Aber wie sagte einst Faymanns SPÖ: Keine Koaliton mit FPÖ.
      Wie siehts jetzt aus? Lediglich die Grünen würden sowas noch offiziell zu behaupten trauen. Die SPÖ lernte dazu.

  7. simplicissimus
    19. März 2017 18:58

    Das alles klingt irgendwie nach den uns regierenden PolitikerInnen.

    • glockenblumen
      19. März 2017 19:35

      Dieser Papst, wie auch seine Bischöfe, besonders jene in Österreich und Deutschland, entlarven sich immer mehr als Linkspopulisten, die mit dem Christentum wie Jesus es gelebt und gelehrt hat, offensichtlich wenig bis gar nichts am Hut - respektive Mitra - haben! :-((

  8. Brigitte Kashofer
    18. März 2017 23:30

    Weiß der Papst auch, dass es den Menschen keineswegs um Arbeit geht, sondern um Einkommen? Arbeit gibt es nämlich immer genug!

  9. dssm
    18. März 2017 21:29

    Vergessen wir diese dreckigen, verfluchten Kommunisten! Ein Papst der den so unglaublich erfolgreichen 'real existierenden Kommunismus' so toll findet.
    Bischöfe die eine Zuwanderung von moslemischen Mehrheiten befürworten, ohne ihre Kollegen im Orient einmal über die Folgen zu befragen - läuft ja toll in Syrien, Ägypten oder im Irak.
    Selbige Kirchenführer, welche unsere Glaubensgenossen im Orient als Dreck behandeln, aber die Moslems als von Gott gesandte 'Facharbeiter'.

    Die nächste Kirchenspaltung steht an, und diesmal ist es wieder Geld, halt kein Ablasshandel sondern die gigantische Sozialindustrie, welche via Beschäftigte und Steuergeldtransfers, viel Macht bedeutet - ich kenne keine Stelle im Testament wo 'Macht' als erstrebenswert für die Gläubigen genannt wird.

    • Wyatt
      19. März 2017 07:29

      Wie schaut's eigentlich bei den "Saudis" (Arabien) aus, wenn man die Bibel im Gepäck hat und dort ein Ketter'l mit Kreuz trägt?

    • Zraxl (kein Partner)
      20. März 2017 18:18

      Ja, dssm, und ich kenne eine Stelle, in der ein heuchlerischer und anmaßender Klerus als Otterngezücht bezeichnet wird (Mt 23,33).

  10. Helmut Oswald
    18. März 2017 20:59

    Wenn das sein Stellvertreter auf Erden ist, dann muß Scheffe derzeit furchtbar Kopfschmerzen haben. Aber kann er nicht dem sonstigen Personal irgendwie mitteilen, sie sollen auf den Kleinen aufpassen. Jetzt hat er sich schon wieder angemacht?
    Na ja, vielleicht doch besser das Modell mit dem Einäugigen. Die beiden Raben sind genügsamer als die ganze barockisierende Puttenbande ... und das mit den Heldenmädchen, so zwischendurchmal wenn Scheffin nicht hinschaut, das hat direkt was Menschliches ...

  11. Bob
    18. März 2017 14:43

    Es hat einmal einen polnischen Papst gegeben der erfolgreich den Kommunismus bekämpft hat, jetzt gibt es einen der den Schmarren am liebsten wieder einführen will.

  12. Josef Maierhofer
    18. März 2017 14:21

    Super Artikel.

    Ja, wer Menschen Arbeit wegnimmt, begeht eine schwere Sünde.

    Denken wir das einmal andersrum: Ist es nicht eine schwere Sünde jedes einzelnen, Arbeit nicht zu suchen, das Sozialsystem auszunützen, zu verlangen und begehren.

    Sind diese Sorten nicht längst in der Mehrheit ?

    Natürlich wird einen eigenverantwortlicher Unternehmer nicht leichtfertig Arbeitsplätze aufs Spiel setzen, bedrohen, oder gar erpressen, auch er muss Rechenschaft ablegen vor dem Herrn, genauso wie derjenige, der das Sozialsystem ausnützt statt selbst Verantwortung für sich zu übernehmen.

    Gerechtigkeit und Barmherzigkeit sind eine Gewissensfrage, die jeder normale Mensch versteht, ganz besonders die Christen sollten das.

    Aber, wie bei allem, liegen da Gebrauch und Missbrauch, Sinn und Unsinn knapp nebeneinander.

    • Benjamin Heinrich (kein Partner)
      22. März 2017 09:25

      Sind Sie in der Mehrheit?
      Dazu muss man die Beschäftigungsstatistiken konsultieren.
      Ich behaupte nicht, dass diese manipulationsfrei sind.
      Man findet zwar nicht unbedingt heraus wieviele "echte" selbstständige existieren aber immerhin die Anzahl jener die Arbeiten und Steuern zahlen.
      Ich halte die Statistiken zur Beschäftigung nicht unbedingt für manipulationsfrei, weil die wahre Arbeitslosenzahl wirklich höher sein müsste als in Statistiken behauptet wird.
      Natürlich kann man Schwarzarbeiter nicht inkludieren, doch denke ich dass wesentlich mehr Leute nie zum AMS gehen die dort mindestens einmal hätten sein könnnen(z.b. wenn die Eltern noch Tochter/Sohn durchfinanzieren) oder reiche Erben.





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