Wie politische Hyperkorrektheit Rechtsradikalen in die Karten spielt drucken

Lesezeit: 3:30

Vom Grunde her ist politische Korrektheit ein sehr nobles Unterfangen. Gegen offensichtliche oder auch nur unbedachte Diskriminierung vorzugehen, ist notwendig, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren. Diskriminierung hat der Autor dieses Artikels selbst erfahren, als er im Alter von neun Jahren von Polen nach Deutschland kam. Alleine die anfänglichen Sprachdefizite führten dazu, dass man von Mitschülern „Kanake“ bezeichnet und gemobbt wurde, und so zunächst zum einsamen Wolf mutierte oder nur bei Außenseitern Anschluss fand. Wenn mit der Erziehung zur politischen Korrektheit solche Ausgrenzungen unterbleiben, ist viel gewonnen.

Jedoch darf das Bemühen ums Gute nicht überstrapaziert werden. Wird nämlich jedwede soziale Interaktion nur noch nach der Maßgabe, man dürfe niemanden diskriminieren, ständig misstrauisch beäugt, verfallen alle in Paranoia. Dabei ist die Auffassung dessen, was diskriminierend sei, inzwischen ziemlich abstrus. So wird das Hinzufügen von kulturellen Eigenschaften aus anderen Kulturen in die eigene bisweilen als Beleidigung der anderen Kultur aufgefasst. Zumindest sah die University of East Anglia diese Gefahr und verbot unlängst das Tragen von mexikanischen Hüten an ihrem Campus, die dank eines angrenzenden mexikanischen Restaurants in Umlauf kamen. 

Keine Frage, Dinge wie Black Facing oder lächerliches Bloßstellen anderer Kulturen gehören unterbunden. Wenn man aber jeglichen wohlwollenden kulturellen Austausch per se als Angriff auf die aufgegriffene Kultur auffasst, dann wird nicht nur die so friedenssichernde Verständigung unterbunden, sondern das eigentlich überkommene isolationistische, nationalistische und separatistische Denken befeuert. Das ist doch aber im Kern nichts anderes als das typische Gedankengut von Rechtsradikalen, die unter allen Umstände ihre Kultur wahren und unter sich bleiben wollen und dabei nicht gerade freundlich auf Vermischung von Kulturen reagieren. Führt man den Gedanken zu Ende, lässt sich gar eine „Rassenhygiene“ ebenso leicht politisch korrekt begründen.

Man kann natürlich nicht behaupten, die politisch Hyperkorrekten seien nun Rechtsradikale. Zumindest sind sie aber gewaltig naiv und voll vor blindem Eifer – wohlwollend gesprochen. Dennoch treten bei ihnen zweifelsfrei geradezu dieselbe Gehässigkeit und Intoleranz zutage wie bei Rechtsradikalen, wenn es darum geht, die von ihnen ausgemachten Schuldigen zu bekämpfen. Das Schlimme ist, dass sie das, was sie vorgeben zu bekämpfen, mit voller Macht fördern. Oder ist etwa der letztjährige Zutrittsverbot für weiße Besucher zu einer Kunstausstellung am Pomona College (USA), die Kunst von „people of color“ nur für ihresgleichen präsentierte, keine Rassenapartheid? Als Begründung wurde vorgeschoben, die Anwesenheit Weißer würde Unwohlsein bei den „non-white“-Besuchern hervorrufen.

Dabei wenden die Überkorrekten auch noch Methoden an, die ebenso nicht mit den vermeintlich vertretenen Werten übereinstimmen. Oder ist Gewaltandrohung gegen Männer, die auf einer Podiumsdebatte über das Frauenthema Schwangerschaftsabbruch mitdiskutieren sollen, Ausdruck von gegenseitigem Respekt? Vielmehr ist dieser Vorfall von 2014 am Christ Church College in Oxford nichts anderes als der Wunsch nach einer Geschlechterapartheid.

Wurzel des ganzen Übels ist ein Zeitgeist, der bei aller berechtigten Antidiskriminierung die Verständigung und den kulturellen Austausch vergessen hat. Es muss einen Ausgleich zwischen beiden Anliegen geben, der in einem freien Raum für das respektvolle Näherkommen mündet, der auch kleine ungewollte Ausrutscher erlaubt. Alle Unbill des Lebens fernhalten zu wollen, ist unrealistisch. Dann geht der Schuss nach hinten los. Zuallererst muss der Begriff „politische Korrektheit“ mitsamt seinen Sprachneuschöpfungen wie Mikroaggressions, die alles menschliche Dasein auf die beleidigte (neudeutsch traumatisierte) Leberwurst reduzieren, in die Mottenkiste verbannt werden.

Stattdessen bedarf es einer Hinwendung zu althergebrachten Gerechtigkeitsidealen, wie Toleranz, goldene Regel oder auch den Werten der Aufklärung, die Freiheit, Gleichheit und Solidarität mit einem positiven Blick auf den Menschen anstreben. Für diese Hinwendung tritt übrigens die Folgende Petition ein: Werte der Aufklärung als europäische Leitkultur.

Michael Zabawa ist ein nach Deutschland aus dem „Ostblock“ Zugewanderter, der im Gegensatz zu vielen Einheimischen viel von diesem Land hält und etwas an dieses Land zurückgeben möchte.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2016 15:42

    "Keine Frage, Dinge wie Black Facing oder lächerliches Bloßstellen anderer Kulturen gehören unterbunden".
    Eben nicht.
    Denn wer ist der, der bestimmt, was unterbunden gehört.

    Eine freie Gesellschaft beinhaltet eben auch die Möglichkeit, sich Gefahren auszusetzen. Egal, ob sie verbal, visuell oder selbst gewählt sind.
    Es gibt ein Beleidigungsgesetzt. "Kanake" war zweifellos eine solche. Unter Erwachsenen war das schon vor 20 Jahren nicht erlaubt.

    Das Problem, das wir heute haben, ist, dass wir unsere Probleme nicht mehr selbst regeln können. Wir können über unser Eigentum nicht mehr selbst bestimmen. Wir müssen denken, was Andere uns zu denken erlauben.

    Um das Problem zu lösen stellt sich aus meiner Sicht nur eine Frage: War es vorher besser oder schlechter?
    Meiner Meinung nach war es besser. Daher ist der Zustand vor dem Terror der political correctness wieder herzustellen.

    Ich gebe noch ein Beispiel: Wir durften 1996 noch "Neger" sagen. Zweifellos wurde über diese Menschen noch in einer Art gesprochen, die heute nicht mehr korrekt wäre. Aber wir hatten einen guten Umgang mit Ihnen. Die Hautfarbe hatte keine Bedeutung für den persönlichen Umgang.
    In den USA musste ich damals feststellen, dass niemand mehr "negro" sagte, aber keiner einen zu sich nach Hause einladen würde.
    Mir hat unsere Art des Umgangs besser gefallen.
    Was will ich damit sagen? Es geht nicht um die Bewertung einzelner Situationen sondern um die Bewertung der Gesamtsituation, die sich meiner Meinung nach für die Farbigen verschlechtert hat. Es hat sich nur eine äußerliche Blase gebildet, die den Anschein einer Verbesserung erweckt.
    Das ist dasselbe wie die (heimlich) unterdrückte Wut gegen Schwule und Lesben, die ich vor 20 Jahren noch nicht konstatierte.

  2. Ausgezeichneter KommentatorBob
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2016 11:17

    Ich habe selten einen so wirren Artikel gelesen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBob
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2016 11:30

    PS:
    Heute werden nicht die Ausländer sondern die Deutschsprachigen in der Volksschule gemobbt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorMariahilferin
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    10. März 2016 08:43

    Werter Herr Zabawa – wie immer Sie auch in Wirklichkeit heißen mögen!

    Im Jänner haben Sie auf Robert Misiks Website mit dem Titel "Unsere Werte – Der ultimative Katalog" Werbung für Ihre Petition gemacht.
    http://misik.at/2015/12/unsere-werte-der-ultimative-katalog/
    (Nebenbei gesagt ist der Inhalt dieses Videos an linkspopulistischer Primitivität kaum zu überbieten.)
    Nun melden Sie sich hier zu Wort. Eine merkwürdige Auswahl an Publikationsorten, die dem UTB nicht gerade zur Ehre gereicht.

    Was Ihre Petition betrifft, die Sie mit dem Schriftzug "liberté, égalité, fraternité" bebildern, so ist sie ein typisches Beispiel für weltfremden, geschichtsvergessenen und in Ihrem Fall auch ersichtlich studentischen Glauben an den Endsieg des Geistes der Französischen Revolution.

    Sie sollten lieber was mit Ihrem vermutlich noch ganz frischen BWL-Diplom anfangen oder sich Ihrem anderen Hobby, dem Federball, widmen.

    PS: Warum haben Sie eigentlich diesen Namen gewählt? Sie werden doch wissen, dass das Internet nur einen mehrfachen Mörder aus den USA und einen Küchenchef in Regensburg kennt, wobei letzterer nur durch die Wochenempfehlung Schweinsmedaillons in die Netzannalen eingegangen ist.

  5. Ausgezeichneter KommentatorLot
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    10. März 2016 10:20

    Ich zitiere:

    Kapitel: Das Wesen der Aufklärung: " Aufklärung´ (`Illumination´, `Enlightenment´) ist das Projekt der Loslösung (`Emanzipation´) von Gott und schließlich von jeglicher Autorität, der väterlichen, der staatlichen und der kirchlichen unter Rekurs auf die einzelmenschliche Vernunft. `Sapere aude´heißt die Kampfansage Kants an jede Obrigkeit und jedes Dogma ... Der Kampf kam erst zur Ruhe, als keine Obrigkeit und keine objektive Wahrheit mehr anerkannt wurde" (S 26).

    Kapitel: Gemeinsame "europäische Werte"?: "Der Kern der Aufklärung selbst, der in allen Ableitungen sich widerspiegelt, wir mit einem Schlage erfaßt durch die Feuerbach-These:Gott ist ein Geschöpf des Menschen, der Mensch kein Geschöpf Gottes. Mit dieser These, die von allen `Säkulristen ´nachgebetet wird, geht einher die Erschütterung unserer gesamten westlichen Kultur und Zivilisation, die einst vom Christentum geprägt wurde. `Europa hat Christus verlassen. Deshalb stirbt es. Ganz allein deshalb´, notiert Dostojewskij 1871 in sein Tagebuch. Wenig später verkündet Friedrich Nietzsche den `Tod Gottes´ und spricht uns des Mordes schuldig" (S.28)

    Alle Zitate aus der Broschüre von Friedrich Romig: "Political Correctness - Der Weg ins politische und geistige Chaos", Luehe-Verlag, D-24390 Süderbarup, Dezember 2015, 45 Seiten, € 4,--). Leicht zu bestellen über luehe-Verlag@t-onlinde.de.

    F.V. hat hier im Blog am 21.02 auf diese Broschüre aufmerksam gemacht und empfohlen, sie unbedingt zu lesen, sie sei "eine systematische, messerscharfe, unverzichtbare Analyse!".

    Ich kann mich dem nur anschließen. Sie räumt mit dem Unsinn des Herrn Michael Zabawa oder des Altkommunisten Misik vom STANDARD in eines Weise auf, wie ich es so konzentriert noch nirgends gelesen habe.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorastuga
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2016 00:59

    “Political correctness is the natural continuum from the party line. What we are seeing once again is a self-appointed group of vigilantes imposing their views on others. It is a heritage of communism, but they don't seem to see this.”

    Political Correctness (PC) ist die natürliche Weiterführung der Partei-Linie.
    Was wir hier zum wiederholten Male sehen ist eine selbsternannte Gruppe von Wächtern die anderen ihre Sichtweise aufzwingen.
    Es ist ein Erbe des Kommunismus, aber sie scheinen das nicht zu erkennen.
    Doris Lessing (Literatur-Nobelpreisträgerin)

  7. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    4x Ausgezeichneter Kommentar

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorastuga
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. März 2016 00:59

    “Political correctness is the natural continuum from the party line. What we are seeing once again is a self-appointed group of vigilantes imposing their views on others. It is a heritage of communism, but they don't seem to see this.”

    Political Correctness (PC) ist die natürliche Weiterführung der Partei-Linie.
    Was wir hier zum wiederholten Male sehen ist eine selbsternannte Gruppe von Wächtern die anderen ihre Sichtweise aufzwingen.
    Es ist ein Erbe des Kommunismus, aber sie scheinen das nicht zu erkennen.
    Doris Lessing (Literatur-Nobelpreisträgerin)

  2. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    4x Ausgezeichneter Kommentar

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  1. peter789 (kein Partner)
    14. März 2016 06:12

    Antirassismus ist Rassismus gegen Weiße!

  2. Gast (kein Partner)
    13. März 2016 14:29

    Ich bin überrascht einen so unsinnigen Artikel im UTB lesen zu müssen. Als ob sich Autoren dieses Schlages nicht sowieso in jedem beliebigen Systemblatt genug austoben könnten....

    Diese Leier ist nur allzu bekannt. Hab`gar nicht fertiggelesen, ist mir einfach schade um meine Zeit.

    • peter789 (kein Partner)
      14. März 2016 06:14

      Aber um einen sinnlosen Kommentar zu schreiben, dazu fehlte dir nicht die Zeit?

  3. Neppomuck (kein Partner)
    12. März 2016 10:14

    "Politische Korrektheit ..."
    Der klassische Fall einer "Contradictio in adjecto".
    Was bitte wäre an Politik korrekt?

    Das Beiwort "politisch" kehrt sogar den Begriffsinhalt des anhängenden Wortes ins Gegenteil:
    Siehe
    “Politische Verantwortung”
    “Politische Eliten”
    „Politischer Prozess“
    “Politische Bildung”
    und eben
    „Politische Korrektheit“ ….

    Konfuzius wusste, warum er den folgenden Satz der Menschheit zugänglich machte:
    "Bevor ihr streitet, klärt die Begriffe!"
    Er war eben kein "68er".
    Wie hätte er auch sollen?

  4. astuga (kein Partner)
    12. März 2016 00:59

    “Political correctness is the natural continuum from the party line. What we are seeing once again is a self-appointed group of vigilantes imposing their views on others. It is a heritage of communism, but they don't seem to see this.”

    Political Correctness (PC) ist die natürliche Weiterführung der Partei-Linie.
    Was wir hier zum wiederholten Male sehen ist eine selbsternannte Gruppe von Wächtern die anderen ihre Sichtweise aufzwingen.
    Es ist ein Erbe des Kommunismus, aber sie scheinen das nicht zu erkennen.
    Doris Lessing (Literatur-Nobelpreisträgerin)

  5. Gennadi (kein Partner)
    11. März 2016 16:35

    Woher "Zabawa" immer stammen mag:
    Mit Kanaken bezeichnete man Türken, kommt von Canakkale.
    Aber sicher wärs nicht politisch korrekt, von Türken zu sprechen. Also erfindet man, aus Polen zu kommen.

    • wolf (kein Partner)
      11. März 2016 17:17

      Wie wäre es, sich erst zu informieren, bevor Sie große Töne spucken?

    • Gennadi (kein Partner)
      12. März 2016 19:28

      Habe ich Sie angespuckt?
      Tut mir leid - habe nichts gegen Türken.

  6. wolf (kein Partner)
    11. März 2016 14:17

    Ihrem Kommentar ist natürlich vollinhaltlich zu zu stimmen, zumal endlich einmal eine differenzierte Herangehensweise gewählt wurde.

    Dass Sie hier nicht auf große Gegenliebe - also eben auf christlich-katholischen Gegenhass - stoßen werden, war Ihnen sehr wahrscheinlich klar, schließlich ist das 'liberal', das hier so prominent vor 'konservativ' steht, nichts weiter als ein propagandistisches Feigenblatt, damit die faschistoiden, rassistischen, antisemitischen Äußerungen der Blog-Schreiber ein wenig kaschiert werden können.

    Machen Sie sich nichts daraus. Wer hier beschimpft wird, des kaunn ka Schlechta sei

    • Gennadi (kein Partner)
      12. März 2016 19:30

      Wer hier beschimpft wird, des kaunn ka Schlechta sei...

      Danke für das Kompliment! Bin wieder versöhnt.

    • glockenblumen
      13. März 2016 19:47

      @ Gennadi
      ******************* Touche!

    • Der Scharlatan (kein Partner)
      13. März 2016 22:54

      erfreulicherweise hat jemand mal den Artikel zu Ende gelesen. Dass man bei einer Argumentation zuerst das wenigstens etwas würdigt, was man danach endgültig abweist, ist wohl vielen unbekannt. Was Herrn Misik angeht, so durfte er sich an der Kritik linker Selbstgefälligkeit erfreuen. Ob nun jemand links ist oder konservativ, ist mir ziemlich schnuppe, solang er Manns genug ist, sich kritisieren zu lassen und den Link zur Petition stehen lässt, auch wenn sie seine Position nicht teilt. Und typisch links ist die Petition sicherlich nicht. Die besonnene Mitte ist die eigentliche Zielgruppe. Diese wird immer mehr aufgerieben zwischen linken Gutmenschen und Rechtsradikalen, die sich für konservat

  7. Zraxl (kein Partner)
    11. März 2016 14:14

    "Keine Frage, Dinge wie Black Facing oder lächerliches Bloßstellen anderer Kulturen gehören unterbunden."

    Genau!
    Verbietet endlich den Negerfrauen, dass sie ihre schönen Wuschelhaare glätten!
    Verbietet endlich den Negern beiderlei Geschlechts, dass sie bleichende Schminke tragen!
    Verbietet endlich die bei uns verbreitete Kritik, dass in mohammedanischen Ländern alte Männer kleine Mädchen heiraten!
    Verbietet endlich die Kritik an der Beschneidung der weiblichen (und männlichen) Geschlechtsorgane!
    Verbietet endlich die Kritik am Führerkult in Nordkorea!
    Verbietet endlich die Kritik an Massenvergewaltigungen in Indien!
    Verbietet endlich die italienischen Restaurants in Österreich!

  8. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      11. März 2016 13:06

      Dieser polnische Schwätzer, oder sollte ich besser Schleimer sagen, erklärt uns, daß political correctness doch eigentlich ganz gut sei. So einem Langohr die Lektüre von Romigs kleiner Schrift (ich zitierte sie schon öfters hier) anzuempfehlen spare ich mir, da die Intention dieses Geschwafels einerseits klar ist – die Errungenschaften des Auf-klärichts wie Sauerbier anzupreisen, und andrerseits Ideologen und geistigen Taglöhnern sowieso nichts beizubringen wäre.

      Seine persönliche Befindlichkeit, daß er als „Kanake“ apostrophiert worden sei, rührt mich zu Tränen. Aber ich glaub´s ihm trotzdem nicht, weil man Polen doch gewöhnlich als „Polacken“ abschätzig bezeichnete, der gute Zabawa erzählt uns wohl eine neue Version der „Lügen des Odysseus“. Aber außerdem soll er froh sein, daß ihn die deutschen Gastgeber nicht nach dem altehrwürdigen Gesetz des Hammurabi – „Auge um Auge, und Zahn um Zahn ...“ - behandelt haben, denn dann wäre gar nicht mehr in der Lage sich zu beschweren. Im günstigsten Fall hätte man ihn zum Teufel gejagt, im Fall der assyrischen (aber auch alt-testamentarischen) Gesetze, die ob ihres Alters allein schon ehrwürdig und der Beachtung wert wären, wäre er wohl erschlagen worden.

    • Brigitte Imb
      11. März 2016 20:48

      *Knickserl* werter @F.V.

      Seit gestern warte ich auf IHRE Antwort zu diesem Pamphlet, herzlichen Dank.

  9. Lot
    10. März 2016 10:20

    Ich zitiere:

    Kapitel: Das Wesen der Aufklärung: " Aufklärung´ (`Illumination´, `Enlightenment´) ist das Projekt der Loslösung (`Emanzipation´) von Gott und schließlich von jeglicher Autorität, der väterlichen, der staatlichen und der kirchlichen unter Rekurs auf die einzelmenschliche Vernunft. `Sapere aude´heißt die Kampfansage Kants an jede Obrigkeit und jedes Dogma ... Der Kampf kam erst zur Ruhe, als keine Obrigkeit und keine objektive Wahrheit mehr anerkannt wurde" (S 26).

    Kapitel: Gemeinsame "europäische Werte"?: "Der Kern der Aufklärung selbst, der in allen Ableitungen sich widerspiegelt, wir mit einem Schlage erfaßt durch die Feuerbach-These:Gott ist ein Geschöpf des Menschen, der Mensch kein Geschöpf Gottes. Mit dieser These, die von allen `Säkulristen ´nachgebetet wird, geht einher die Erschütterung unserer gesamten westlichen Kultur und Zivilisation, die einst vom Christentum geprägt wurde. `Europa hat Christus verlassen. Deshalb stirbt es. Ganz allein deshalb´, notiert Dostojewskij 1871 in sein Tagebuch. Wenig später verkündet Friedrich Nietzsche den `Tod Gottes´ und spricht uns des Mordes schuldig" (S.28)

    Alle Zitate aus der Broschüre von Friedrich Romig: "Political Correctness - Der Weg ins politische und geistige Chaos", Luehe-Verlag, D-24390 Süderbarup, Dezember 2015, 45 Seiten, € 4,--). Leicht zu bestellen über luehe-Verlag@t-onlinde.de.

    F.V. hat hier im Blog am 21.02 auf diese Broschüre aufmerksam gemacht und empfohlen, sie unbedingt zu lesen, sie sei "eine systematische, messerscharfe, unverzichtbare Analyse!".

    Ich kann mich dem nur anschließen. Sie räumt mit dem Unsinn des Herrn Michael Zabawa oder des Altkommunisten Misik vom STANDARD in eines Weise auf, wie ich es so konzentriert noch nirgends gelesen habe.

    • Erich Bauer
      10. März 2016 17:34

      Sehr erfreulich Ihr Beitrag Sg. @Lot.

      Der Gast-Scharlatan hat sich zurückgezogen, kraft Argumentationsnotstandes. Er begibt sich in die schützenden Arme der Antifa-SA. Was für eine Kreatur. Mit geheuchelten, freundlichen Nasenlöchern wird ES ausgeschickt...

  10. Mariahilferin
    10. März 2016 08:43

    Werter Herr Zabawa – wie immer Sie auch in Wirklichkeit heißen mögen!

    Im Jänner haben Sie auf Robert Misiks Website mit dem Titel "Unsere Werte – Der ultimative Katalog" Werbung für Ihre Petition gemacht.
    http://misik.at/2015/12/unsere-werte-der-ultimative-katalog/
    (Nebenbei gesagt ist der Inhalt dieses Videos an linkspopulistischer Primitivität kaum zu überbieten.)
    Nun melden Sie sich hier zu Wort. Eine merkwürdige Auswahl an Publikationsorten, die dem UTB nicht gerade zur Ehre gereicht.

    Was Ihre Petition betrifft, die Sie mit dem Schriftzug "liberté, égalité, fraternité" bebildern, so ist sie ein typisches Beispiel für weltfremden, geschichtsvergessenen und in Ihrem Fall auch ersichtlich studentischen Glauben an den Endsieg des Geistes der Französischen Revolution.

    Sie sollten lieber was mit Ihrem vermutlich noch ganz frischen BWL-Diplom anfangen oder sich Ihrem anderen Hobby, dem Federball, widmen.

    PS: Warum haben Sie eigentlich diesen Namen gewählt? Sie werden doch wissen, dass das Internet nur einen mehrfachen Mörder aus den USA und einen Küchenchef in Regensburg kennt, wobei letzterer nur durch die Wochenempfehlung Schweinsmedaillons in die Netzannalen eingegangen ist.

    • glockenblumen
      10. März 2016 10:37

      @ Mariahilferin
      *******************************

    • F.V. (kein Partner)
      11. März 2016 13:15

      Mariahilferin,

      ich merkte erst beim Lesen ihres Kommentars, um welchen linx-linken Dreck es sich bei derartigen "Petitionen" handelt.

      Umso überraschter bin ich, daß der Groß-Guru diesem Dreck hier abzuladen gestattet. - Hat er am Ende die gemeinsamen Wurzeln auch seiner liberalen Ideologie erkannt und deshalb keine Hemmungen gehabt, die Leser mit diesem Buchstaben-Müll zu erfreuen?

  11. Pennpatrik
    09. März 2016 15:42

    "Keine Frage, Dinge wie Black Facing oder lächerliches Bloßstellen anderer Kulturen gehören unterbunden".
    Eben nicht.
    Denn wer ist der, der bestimmt, was unterbunden gehört.

    Eine freie Gesellschaft beinhaltet eben auch die Möglichkeit, sich Gefahren auszusetzen. Egal, ob sie verbal, visuell oder selbst gewählt sind.
    Es gibt ein Beleidigungsgesetzt. "Kanake" war zweifellos eine solche. Unter Erwachsenen war das schon vor 20 Jahren nicht erlaubt.

    Das Problem, das wir heute haben, ist, dass wir unsere Probleme nicht mehr selbst regeln können. Wir können über unser Eigentum nicht mehr selbst bestimmen. Wir müssen denken, was Andere uns zu denken erlauben.

    Um das Problem zu lösen stellt sich aus meiner Sicht nur eine Frage: War es vorher besser oder schlechter?
    Meiner Meinung nach war es besser. Daher ist der Zustand vor dem Terror der political correctness wieder herzustellen.

    Ich gebe noch ein Beispiel: Wir durften 1996 noch "Neger" sagen. Zweifellos wurde über diese Menschen noch in einer Art gesprochen, die heute nicht mehr korrekt wäre. Aber wir hatten einen guten Umgang mit Ihnen. Die Hautfarbe hatte keine Bedeutung für den persönlichen Umgang.
    In den USA musste ich damals feststellen, dass niemand mehr "negro" sagte, aber keiner einen zu sich nach Hause einladen würde.
    Mir hat unsere Art des Umgangs besser gefallen.
    Was will ich damit sagen? Es geht nicht um die Bewertung einzelner Situationen sondern um die Bewertung der Gesamtsituation, die sich meiner Meinung nach für die Farbigen verschlechtert hat. Es hat sich nur eine äußerliche Blase gebildet, die den Anschein einer Verbesserung erweckt.
    Das ist dasselbe wie die (heimlich) unterdrückte Wut gegen Schwule und Lesben, die ich vor 20 Jahren noch nicht konstatierte.

    • glockenblumen
    • Helmut HGR.
      10. März 2016 20:58

      Ich glaube, die "Wut" gegen Schwule und Lesben hat erst begonnen, als diese, und die dazugehörenden Politiker und Organisationen, begonnen haben uns zu erklären, Schwulsein wäre schön.
      Und wir müßten das akzeptieren, sonst wären wir rückständig, Nazis, nicht modern, oder was immer sonst für Grausliches.

      Man denke an den Berliner Bürgermeister: "Ich bin schwul, und das ist gut so!"

      Als dann später begonnen wurde bereits Volksschulkinder zu indoktrinieren ist zumindest mein Zorn gestiegen. Ich habe Familie, die Kinder sind, Gott die Dank, über das Volksschulalter hinaus.

      Gut ist es natürlich nicht, was Klaus Wowereit, der bekennende Schwule, sagt; aber man hat, damals, vor ca. 50 Jahren, das Schwulsein und die Lesben, zumindest in meinen Kreisen, akzeptiert, und man hat darüber ein paar Witze gemacht. Das war es dann. Die Kirchenmeinung war natürlich anders.

    • Torres (kein Partner)
      11. März 2016 13:22

      @Helmut HGR.
      Sehr richtig: Ich hatte und habe nach wie vor absolut nichts gegen Schwule, Lesben, Transgender und was es noch so auf dem Gebiet gibt. Was zwei (oder von mir aus auch mehr) Erwachsene einverständlich miteinander tun, ist deren Sache und geht niemanden etwas an. Dies ist allerdings der Punkt: wenn mir ständig penetrant eingeredet und mittels "Regenbogenparaden" "Life-Bällen", Plakaten usw. vorgeführt wird, wie viel mehr Spaß als die armen Heteros die Schwulen haben und wie großartig das Schwulsein ist, bekomme ich auch eine Wut gegen sie.

    • F.V. (kein Partner)
      12. März 2016 12:19

      Ich ging und gehe deshalb zu keinen Fußballspielen, weil ich diese Ansammlung von hirnlosen „Fans“ und Hooligans meiden will, ich vermeide auch Lustbarkeiten, wie ein Oktoberfest, weil hier Massenaufläufe stattfinden, die meist nach kurzer Zeit wegen Besoffenheit zum Mob mutieren können, und ich halte mich auch von Demonstrationen oder „Gegen“-Demonstrationen fern, weil ich mich von Parolen-dreschenden „Führern“ nicht vor deren Karren spannen lassen möchte.

      Dabei fände ich es sehr interessant, wie in s c h n e l l e r Bewegung eine echte Spiel-Strategie umgesetzt wird, die eigentlich ohne direkte Verständigung der Spieler oft in unglaublicher Präzision funktioniert. Auch war und ist mir das Bier nach „Comment“ und in guter Gesellschaft maßvoll zu trinken durchaus ein Vergnügen, und daß ich politischen Diskussionen nicht aus dem Weg gehe, muß ich nicht erst beweisen. – Es sind die Umstände, die einer Sache ein Plus oder Minus voransetzen.

      Was nun die Frage der Perversion betrifft, so ist m. A. die hier geäußerte Haltung mehr als falsch, sich zwar gegen die öffentliche Zuschaustellung zu wehren, aber nichts gegen deren „private“ Übung zu haben. Ethik ist nämlich keine Angelegenheit, die zwischen privat und öffentlich unterscheidet; hier gibt es nur „entweder/oder“. Die Bereiche sind auch niemals hermetisch voneinander zu trennen, die „private“ Perversion reicht also immer auch ins öffentliche Leben. Man muß hier die Sache wie eine Infektionskrankheit betrachten: ein eitriges Geschwür gehört radikal entfernt, um eine Blutvergiftung und Tod zu verhindern.

      Für eine Gemeinschaft ist es nämlich sehr wohl erheblich, ob diese auch nach ungeschriebenen Moralvorstellungen „funktioniert“ oder man in falsch verstandener Toleranz – also der „Tolleranz“ – glaubt jeden Dreck dulden zu müssen. Ein Verbrechen wird immer dann zum Verbrechen, wenn es die gültigen „Gesetzes-Tafeln“ ignoriert.

      Gelänge es den Umstürzlern neue Tafeln aufzurichten, dann sähe die Sache anders aus. Dann wären die „Heilige“, so aber eben nur Verbrecher! - Worum es also hier geht ist nichts mehr oder weniger, als die Verteidigung jener „Werte-Tafeln“, die seit Tausenden von Jahren auch unsere Kultur und Zivilisation prägten (es geht nicht bloß um irgendeinen belanglosen Einzelfall).

  12. Bob
    09. März 2016 11:30

    PS:
    Heute werden nicht die Ausländer sondern die Deutschsprachigen in der Volksschule gemobbt.

  13. Bob
    09. März 2016 11:17

    Ich habe selten einen so wirren Artikel gelesen.





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