Was ist los mit den Grünen? drucken

Was zum Teufel ist los mit den Grünen? Während sich die deutschen Grünen schön langsam zu einer wählbaren Alternative zu den Großparteien mausern und sich eindeutig ein bürgerliches Image verpasst haben, gehen die österreichischen Grünen in exakt die andere Richtung.

Links heißt die Devise. Und dabei werden sogar die Kommunisten links überholt. Ob Mietobergrenze von sieben Euro pro Quadratmeter oder wienweites Zwangsparkpickerl, Genderdiktat – nichts ist vor den Grünen sicher. Wer nicht ihrer Meinung ist, der wird öffentlich angeprangert, lächerlich gemacht oder, wenn gar nichts mehr hilft, in die rechte Ecke gestellt. Die Nazikeule als Ultimo Ratio hilft im Zweifelsfall immer.

Doch der Weg, den die Grünen in jüngster Zeit beschreiten, bereitet mir Unbehagen. Extremstes Unbehagen, fühle ich mich doch bei manchen ihrer Aktionen an die ehemalige sozialistische SED-Regierung in der DDR erinnert. Da werden schon mal von Landtagsabgeordneten die Gräuel des internationalen Kommunismus mit fast 93 Millionen Toten heruntergespielt und relativiert.

Jüngstes Beispiel grüner politischer Willkür ist das vom grünen Kultursprecher Klaus Werner-Lobo initiierte Auftrittsverbot der Band „Die Hinichen” im Gasometer. Für jene Leser, denen diese Band kein Begriff ist: Die Hinichen sind eine Band, die schon seit den frühen 90er Jahren mit extrem ordinären und niveaulosen Liedern praktisch darum bettelt, nicht gespielt zu werden. Jedes zweite Wort ist ein Schimpfwort oder anderer Gewaltausdruck. Jedenfalls eine Band, die nicht zu kennen keinesfalls ein Fehler ist.

Man mag nun zu den Liedern und Texten der Musiker stehen wie man mag, aber ein Auftrittsverbot haben die Künstler nicht verdient. Wir leben (noch) in einem freien Land, und wer für derlei Songs, die erst nach dem fünften Bier halbwegs anhörbar werden, Geld ausgeben mag, der soll das tun.

Nicht so denken jedoch die Grünen. Klaus Werner-Lobo hatte gegen den Auftritt der Hinichen interveniert, da sie aus seiner Sicht sexistische und menschenverachtende Texte vortragen würden. Und da der Gasometer eine von der Gemeinde Wien geförderte Kunst- und Kultureinrichtung ist, schien es dem grünen Kultursprecher angebracht, kurzerhand zu intervenieren und der Band den Auftritt zu untersagen.

So weit, so gut! Man stelle sich nun aber vor, was gewesen wäre, wäre dieses Verbot nicht von Klaus Werner-Lobo, sondern von einem schwarzen oder einem freiheitlichen Politiker ausgegangen. Die grünen Bildungsbürger wären auf die Barrikaden gestiegen, hätten einen spontanen Protestflashmob organisiert, den Verkehr zum erliegen gebracht. Der ORF hätte sonntags das Programm geändert und „im Zentrum“ hätten allerlei Leute, die glauben, zum Thema etwas sagen zu können, diskutiert. Vermutlich hätte es auch einen Club 2 zum Thema Zensur gegeben. Und der verantwortliche Politiker hätte früher oder später klein beigegeben und öffentlich relativiert, dass alles falsch verstanden und aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

So etwas passiert aber nicht bei den Grünen. Im Gegenteil. Kritiker werden angefeindet, selbst ins rechte Eck gestellt und befreundete linke Ideologen veröffentlichen Lobeshymnen über die Entscheidung Werner-Lobos auf ihren Blogs.

Die Grünen wissen alles besser

[…] „Auch Klaus würde sagen: Die Kunst ist frei. Und er würde hinzufügen: Aber was die machen, ist eben nicht Kunst. Nur leider sind wir in einer Welt, in der es nicht die letztgültige Instanz gibt, die bestimmt, was Kunst ist. “[…]

Dieses Zitat stammt nicht von einer rechten Webseite, sondern aus einem Blogpost von Robert Misik, einem der führenden linken Blogger Österreichs, einigen bekannt durch seinen allwöchentlichen Videoblog auf derstandard.at. Misik ist kein Grüner, treibt sich aber im Umfeld von Werner-Lobo um.

Leider sind wir in einer Welt, in der es nicht die letztgültige Instanz gibt, die bestimmt, was Kunst ist. 

Worte wie diese muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen. Das letzte Mal, das solche Meldungen in Östereich öffentlich gesagt wurden, war in den 1960er Jahren. Da mussten Künstler zeitweilig auch ins Gefängnis. Und ein paar Jahrzehnte früher wurde sowieso entschieden, welche Kunst in Ordnung und welche „entartet” ist.

Zugegeben: Misik führt in seinem Blogpost aus, dass es besser gewesen wäre, die Hinichen auftreten zu lassen. Aber Verzeihung, Herr Misik, so kann man das nicht schreiben. Sie wären der Erste, der das bei anderen kritisiert.

Offenbar wollen die österreichischen Grünen wieder solch ein absolutistisches System aufbauen, denn anders kann man sich deren aktuelle Parteilinie nicht erklären.

Ich glaube aber, dass sie sich damit keinen Gefallen tun. Denn nicht alle Grünwähler sind von der aktuellen Entwicklung angetan. Die Denkweise von Leuten wie Vassilakou, Werner-Lobo, Reimon und anderen sagt nämlich nicht allen Grünwählern zu. Ich selbst habe in den letzten Wochen mit einigen Grünwählern gesprochen, die sich durch derartige Aktionen mehr und mehr politisch heimatlos wähnen. Und mit den Fundis alleine werden die Grünen auf kurz oder lang nichts reißen. Nicht umsonst haben sie erst vor wenigen Wochen bei der Wahl in Graz einen ordentlichen Dämpfer bekommen.

Meine Befürchtung ist ja, dass die Grünen ganz fix damit rechnen, in der nächsten Regierung dabei zu sein. Schwarz-Rot wird sich nämlich nicht mehr ausgehen, also braucht man ein Beiwagerl, das die fehlenden Prozentpunkte zur Mehrheit beisteuert. Da das weder die blauen noch Stronach sein werden und das BZÖ nächstes Mal vermutlich nicht im Nationalrat ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eben die Grünen dieses Beiwagerl sein werden.

Nur – unter den jetzigen Bedingungen sind die Grünen vermutlich das Schlimmste, was Österreich passieren kann. Vor ein paar Jahren hätte ich mir auch nie gedacht, dass ich jemals sagen werde, dass ich glaube, die Grünen seien die größte Gefahr für die Demokratie und den Meinungspluralismus in diesem Lande. Allerdings deuten alle Zeichen auf eben dies hin.

Ich möchte mit einem Zitat des italienischen Schriftstellers Ignazio Silone enden:

„Der neue Faschismus wird nicht sagen: ich bin der Faschismus. Er wird sagen: ich bin der Antifaschismus.”

Natascha Chrobok ist Wienerin, Bloggerin (http://www.nattl.at/) und Twitter-Politik-#stammtisch-Organisatorin.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare drucken

  1. Ausgezeichneter KommentatorS.B.
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Dezember 2012 01:49

    Ich würde mich über die Grünen in Deutschland nicht auch nur der kleinsten Illusion hingeben, denn die treten dort als Wölfe im Schafspelz auf - sprich etwas gemäßigter, um sich von den noch weiter links stehenden Kommunisten = "die Linke" abzugrenzen und so im Wahljahr 2013 in Regierungsverantwortung zu kommen.
    In Österreich ist auf Bundesebene kein nennenswerter Wahlerfolg der Kommunisten zu erwarten, daher können unsere "Melonen" ihr wahres Gesicht zeigen und mit allen zu Gebote stehenden Mittel deren Felder abdecken.
    Und sollten sie bei uns nächstes Jahr den gewünschten Wahlerfolg erzielen, werden sie von diesen linkstotalitären Methoden noch schamloseren Gebrauch machen. Hoffentlich erkennen das die Wähler rechtzeitig und verhindern einen grünen Koalitionspartner!

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. Dezember 2012 00:03

    Was tun Sie sich nur an? Sie lesen die Blogpost von Robert Misik wirklich? Dafür hätten Sie sich den Pour le Mérite für besondere Leidensfähigkeit verdient.
    Ihre Wr. Wahl/Regierungsprognosen kann ich jedoch nicht teilen. Die SEP [Sozialistische EinheitsPartei] wird sich nach den nächsten Wahlen in Wien sehr schwer tun. Vor allem wird es nach dem vorhersehbaren Debakel völlig neuer Repräsentanten bedürfen und ob diese bereit sein werden, blind in ihr Verderben zu rennen, will ich als bekennender Optimist bezweifeln.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsingle
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2012 23:22

    Das BZÖ ist zwar mediale tot,doch schaltet wenigstens nicht Inserate in Massemedien auf Steuerzahler -Kosten!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsingle
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2012 23:22

    Das BZÖ ist zwar mediale tot,doch schaltet wenigstens nicht Inserate in Massemedien auf Steuerzahler -Kosten!

alle Kommentare drucken

  1. Fiete Jansen (kein Partner)
    02. Januar 2013 21:10

    Vielleicht stellt sich ja der Genosse Kamerad Parncutt als prominenter Quereinsteiger und Spitzenkandidat zur Verfügung. :D

    Dann kann er den "wohlwollenden Diktator" abgeben, den sein Kumpan Jorgen Randers schon mal gefordert hatte, um das Klima zu retten:

    http://integrationsblogger.de/ja-zum-umweltschutz-nein-zu-antihumanistischer-ideologie/?lang=de

  2. Sensenmann
    29. Dezember 2012 04:38

    Die Grünen sind nicht "grün". Umweltschutz ist ihnen kein Anliegen. Ihr Anliegen ist die bolschewistische Diktatur unter dem hehren Vorwand, die Natur schützen zu müssen.
    Mittlerweile versteigt sich das linksgrüne Ungeziefer nicht mehr bloß zu Sprüchen wie "Wer Österreich liebt, muss Scheiße sein!", nein, nun fordert man bereits die Todesstrafe für "Klimaleugner", also die, die der "Holy Church of Global Warming" nicht den Tribut zahlen wollen, und das Dogma vom menschengemachten Klimawandel nicht glauben wollen!
    Kein schlechter Scherz, oh nein!
    Dazu verstieg sich ein veritabler österreichischer Universitätsprofessor, nämlich der an der Uni Graze lehrende Musikprofessor Richard Parncutt.
    (Ja, auch diese offenbar ökomarxistische Sumpfblüte düngen wir mit Steuergeld! Wieso muss man bei Musik eigentlich gleich Ökobolschewist sein?)
    Er forderte vom 25. Oktober bis 27. Dezember dieses Jahres auf den Internetseiten der Uni tatsächlich die Todesstrafe für sogenannte “Klimaleugner”!

    Das liest sich so:

    GW deniers fall into a completely different category from Behring Breivik. They are already causing the deaths of hundreds of millions of future people. We could be speaking of billions, but I am making a conservative estimate.
    (Anmerkung: Wohl ebenso konservativ wie die Millionen Toten am Rinderwahn, die man 2005 für die nächsten 30 Jahre prognostiziert hatte...)

    Und dann:

    GW is different. With high probability it will cause hundreds of millions of deaths. For this reason I propose that the death penalty is appropriate for influential GW deniers. More generally, I propose that we limit the death penalty to people whose actions will with a high probability cause millions of future deaths.

    Das Netz vergisst zum Glück nichts.
    www.uni-graz.at/richard.parncutt/climatechange.html+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de" rel='nofollow' target='blank'>http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:rqQOIJaq-HkJ:www.uni-graz.at/richard.parncutt/climatechange.html+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de>

    Dem grünen Möchtegernhenker wurde die Sache offenbar zu heiß, er hat den Text mittlerweile gelöscht.
    Wir wissen ja, was der Ökobolschewismus will, wir kennen die ganzen Wahnsinnigen, die lieber ganze Völker im Dreck verrecken sehen, als vielleicht ein Erdwürmchen zu schädigen und wir wissen, daß diese Geisteskrankheit keine Heilung kennt, aber mit 10% Narren kann ein Volke eben noch gerade kaum leben.
    Soll sein. Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
    Aber die Forderung deses Parncutt nach Todesstrafe fürs "Klimaleugnen" ist eine Zeichen neuer Qualität des grünen Irrsinns.
    Jetzt scheint er das Stadium erreicht zu haben, das ein tollwütiger Köter kurz vor dem Zubeißen hat.
    Aber Kampfansagen und herbe Worte schrecken mich nicht.

    Daher glaube ich , Österreich wird eines Tages, der nicht mehr allzu fern sein dürfte, neben einem Sozialistengesetz auch noch ein Industrie- und Gewerbeschutzgesetz brauchen. Da kommt dann u.a. rein:
    § 12 "Wer die Desindustrialisierung Österreich durch
    a.) Auferlegung einer Gesamtsteuer- und Abgabenlast von über 20% des Umsatzes eines Unternehmens, oder
    b.) Forderungen nach Belastungen von Betrieben für Umweltschutz, welche über die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes geltenden Umweltstandards hinausgehen, oder
    c.) durch Verächtlichmachung von Industrie und Gewerbe in der Öffentlichkeit
    betreibt oder ihrer Betreibung Vorschub leistet ist, so die Tat nicht nach anderen Gesetzen mit strengerer Strafe bedroht ist, mit Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren, im Wiederholungsfalle nicht unter 10 Jahren zu bestrafen.

    Nun, Parncutt, wie findet Er das? Ich kanns auch noch etwas "gummiparagraphischer" formulieren, damit das Tatbild noch diffuser wird, wie man es bei Ihresgleichen so liebt. Wir können's natürlich auch rückwirkend in Kraft setzen (auch eine Spezialität ihrer Freunde).

    Und nun darf Er nachdenken, ob er mit seinen Ökobolschewiken schneller die Todesstrafe für mich durchbekommt, oder schneller mit seinen grünen Freunden 5 Jahre Gefängnis ausfasst.

    Ich denke, nach dem nächsten "Hard Landing" der Weltwirtschaft wird für Grüne nicht mehr viel Spielwiese vorhanden sein. DEN Luxus wird sich dann niemand mehr leisten. Wird wohl nix mit meiner Hinrichtung werden.

  3. sergej-der-orange (kein Partner)
    28. Dezember 2012 15:00

    Frau Chrobock auch wenn ich vermute , dass sie selbst eine "dieser grünen"war hat ja recht.
    Auch wenn das normal ist das diese greiner gegenseitig gern besudeln will ich als njet greiner was offenbaren: Hängt die gr.... solange es noch bäume gibt denn sie sind nicht gut "zu Vögeln" sondern würden am liebsten wie im aktuellen film "red dawn" die räuberleiter für eine nord-koreanische oder diesmal all. chinesische Belagerung machen,Hauptsache kommunistisch.

    zensUristisch. ich hoffe zum Wohle unser aller Heimat östereich ,dass die grünen gemeinsam mit Team stronach im Parlament die Koffer packen müssen ,denn was ihr in Wien aufführt (schei-abstimmung zur Parkraumbewirtschaftung +mit Gewalt umsetzen ,Klassenkampf forcieren,Radfahrer vor Autofahrer stufen) ist bestimmt ein Faschismus nach polit-Gesinnung links vor rechts...! Ihr spinnt liebe grünen!

  4. Hegelianer (kein Partner)
    27. Dezember 2012 12:11

    Die GrünInnen sind von Anbeginn eine klassische Lehrerpartei. Daher haben sie immer recht und wissen alles besser.

  5. S.B.
    26. Dezember 2012 13:06

    In Österreich beschäftigen sich die Grünen fleißig mit der Vergangenheit und in Symbiose mit dem "Rotfunk" gelingen ihnen immer wieder entsprechende "Erfolge"!

    http://wien.orf.at/news/stories/2564648/

  6. mannbar
    25. Dezember 2012 10:40

    Das sehe ich ganz anders. Die Grünen in Deutschland sind durchaus sehr links, gerade so wie die hiesigen. Und beide sind zugleich auch bürgerlich, was - zugegeben - nicht immer leicht zusammengeht. Alternativen sind beide aber keine, nach meinem Verständnis, was sie traut vereint.

    Schlicht konservativ ist man, was die Natur angeht. Kommunistisch im Sinne von links-etatistisch ist man auch, was die Natur angeht, hier aber diese als Instrument ("Klimawandel") heranziehend, um Unternehmen wie Menschen zu knechten und an die Staats-Kandarre zu nehmen. Bürgerlich ist man, was den eigenen - gediegenen - Lebensstil anlangt.

    Die Grünen sind für mich im Herzen Bourgeois, die nach außen hin, also vornehmlich dort, wo es sie selbst in ihrer Bürgerbehaglichkeit wenig behelligt, links sind, um die anderen zu ärgern, runterzumachen. Die bürgerliche Leistungsgesellschaft nur in einem Maß kritisierend, dass bürgerliche Leistungsträger ein schlechtes Gewissen haben - trotzdem aber den intellektualisierenden Grünen weiterhin - qua Fremdleistung - ein gutes Leben zu erhalten.

  7. single (kein Partner)
    21. Dezember 2012 23:22

    Das BZÖ ist zwar mediale tot,doch schaltet wenigstens nicht Inserate in Massemedien auf Steuerzahler -Kosten!

  8. xRatio (kein Partner)
    15. Dezember 2012 14:44

    Wie weit es die SozialistINNenpest inzwischen überall gebracht hat, sieht man am

    UNRECHTSSTAAT DEUTSCHLAND
    Klarstellungen von Rechtsanwalt Michael C. Schneider, Frankfurt am Main
    http://www.pi-news.net/2012/12/unrechtsstaat-deutschland/

    Wir haben eine wunderbare freiheitlich-demokratische Grundordnung. Auf dem Papier. Papier kann man vielfältig einsetzen, etwa als Grillanzünder oder als hartes Toilettenpapier, wenn die weichen Rollen gerade alle sind. Aber wie sieht es in Wirklichkeit aus mit diesem Land? Gibt es noch markante Unterschiede zum NS-Staat und der UdSSR, oder haben wir auf der Eisbahn nach unten schon so viel Fahrt aufgenommen, dass das Ende bereits feststeht?

    Die meisten Menschen denken, wenn man vom NS-Staat spricht, an diejenigen, die im KZ ihr Leben verloren haben. Und wenn man vom Stalinismus spricht, an diejenigen, die im Gulag verfault sind. Aber für die meisten Menschen in Unrechtsregimen ist das Leben irgendwie normal: Sie passen sich an, mogeln sich durch, machen vielleicht durch Speichelleckerei Karriere. Der Testfall, ob ein Rechtsstaat vorhanden ist, sind immer diejenigen, die sich nicht anpassen. Die von einer Regierung fordern, dass sie sich an Gesetze hält, auch wenn sie ihr gerade nicht passen. Die von einem Parlament fordern, dass es nicht Mann für Mann und Frau für Frau von Lobbyisten gekauft ist. Die von einer Verwaltung verlangen, dass sie effektiv ist, indem sie Gesetze anwendet, und effizient, indem sie das so preiswert wie möglich tut. Und die von Gerichten fordern, dass sie Gesetze auf Einzelfälle anwenden, anstatt Kadi-Justiz nach Gusto zu betreiben und ihren politischen Präferenzen, ihren persönlichen Vorurteilen, der Political Correctness, dem Zeitgeist, der Vorliebe für die eine oder andere Seite oder der gemeinsamen Mitgliedschaft bei Rotary oder in einer Freimaurer-Loge durch ihre Urteile greifbaren Ausdruck zu verleihen. Oder schlicht ihrer Unlust, nach dem Mittagessen noch arbeiten zu müssen.

    Der Rechtsstaat ist verloren gegangen, weil niemand ihn wirklich gewollt hat. Die Superclass will nur eines: Noch mehr Milliarden. Und dafür baut sie Politiker auf, besticht sie, erpresst sie, bespitzelt sie und sorgt von Zeit zu Zeit dafür, dass unbequeme Köpfe den Weg alles Irdischen etwas schneller gehen, als dies der natürliche Ablauf der Dinge vorgesehen hätte. Die Trashclass will zwei oder drei Dinge: Brot, was metaphorisch auch den Flachbildfernseher, die Spielkonsole und das neue iPhone auf Kosten der Allgemeinheit einschließt. Spiele, was sinnfällig in der Bundesliga als Ersatzreligion zum Ausdruck kommt, die an die Stelle dessen getreten ist, was früher katholische, evangelische oder marxistische Kultgemeinschaften waren. Und für den Fall, dass es sich nicht um heimischen, sondern um importierten Trash handelt: Die Verhältnisse so ändern, dass sie sind wie zuhause. Weil da alles schöner war, trotz Armut, Rückständigkeit und Bürgerkrieg, oder gerade deswegen.

    Zwischen der Superclass, die sich Spielzeuge wie die UN und die EU hält, um nach Art neuer Pharaonen die Massen zu knechten und 10.000 Pharaonen 7.000.000.000 Sklaven gegenüber zu stellen, die mit ihrer Sklaverei glücklich sein sollen (und die Trashclass ist glücklich, Dieter Bohlen sei Dank!), und die in nur 20 Jahren (1992 – 2012) das Grundgesetz abgeschafft und durch die Brüsseler Bürokratie ersetzt hat, und der Trashclass, die die Autos derer anzündet, die sich keine bewachten Einzelgaragen leisten können, wird wie in einem faulenden Hamburger die Mittelklasse eingeklemmt, das Stück Fleisch, das erstaunlicherweise (oder eigentlich überhaupt nicht erstaunlicherweise) immer dünner, und dünner, und dünner wird.

    Eigentlich braucht es nur einen Blick auf die jährliche Aufbringung und Verteilung des Steueraufkommens, um zu erkennen, dass Deutschland längst kein Rechtsstaat mehr für die Bürger ist, sondern ein Unrechtsstaat für die Superclass zum Zweck persönlicher Bereicherung und für die Trashclass, die wie ein Hammer auf dem Amboss der Mittelschicht für manipulative Veränderungen eingesetzt werden kann.

    Steuern kommen nicht der Allgemeinheit zugute, weshalb man sich von Zeit zu Zeit unbedingt die Frage stellen sollte, ob es der Vernunft entspricht, an den bürgerfeindlichen und durch nichts mehr legitimierten oder legitimen Moloch Steuern zu zahlen. Öffentliche Gebäude, Straßen und Plätze verfallen, in den Schulen lernen die Schüler immer weniger, in den Universitäten sind die Naturwissenschaften den Geisteswissenschaften bei der Verkündung pseudo-wissenschaftlicher Ideologien gefolgt (Klimaforschung), und auf eine funktionierende Landesverteidigung und Polizei, also auf äußere und innere Sicherheit, wird spätestens seit der Abschaffung der Wehrpflicht und den letzten Sparprogrammen der Landeshaushalte mehr oder weniger verzichtet.

    Wo aber bleiben die Steuergelder dann, wo doch jeder weiß, dass sie der Allgemeinheit nicht zugute kommen? Nun, jedenfalls nicht bei der Mittelschicht, die sie durch Spitzensteuersätze durch harte Arbeit als Arzt, Architekt oder Anwalt aufbringt. Steuergelder werden nach ganz oben und ganz unten verteilt, und oft geschieht das simultan. Wenn beispielsweise eine Subventionierung der Gesundheitsfürsorge für “die Armen” stattfindet, dann wird damit zunächst einmal deren nachweislich ungesunder Lebensstil subventioniert und positiv sanktioniert: Alkohol, Tabak, Fett, Zucker mit den Folgeerscheinungen Herzproblemen, Lungenproblemen, Krebs, allgemein höhere Anfälligkeit für Erkrankungen jeder Art und der Bedarfsschaffung an Medikamenten für und gegen alles. So arbeiten Superclass und Trashclass Hand in Hand: Die Trashclass stellt den Bedarf her, die Superclass, die (auch) in Pharma-Unternehmen investiert hat, befriedigt ihn, und die noch gesunden und arbeitsfähigen Angehörigen der Mittelschicht dürfen die Bedarfsschaffung (durch Hartz-IV-Sätze, die Alkoholismus und Tabakabhängigkeit möglich machen, weil sie zu hoch sind) und die Bedarfsbefriedigung (durch Finanzierung öffentlicher Gesundheitsvorsorge direkt über Beiträge und quer über Steuern) finanzieren, bis sie unter dieser Last zusammenbrechen.

    Und da die Deutschen einfach nicht zusammen brechen wollen, denn sie sind ein zähes Volk und haben den 30-jährigen Krieg, zwei Weltkriege und manches andere zwar verloren, aber überlebt, wird dieses Umverteilungsmodell noch doppelt externalisiert: Durch Import von Trash-People, weil der einheimische Trash nicht genügt, und durch geschenkweisen Export von Kapital unter dem Vorwand von Krediten an andere EU-Mitgliedstaaten, weil immer noch zu viel Geld in Deutschland ist und die Deutschen nicht so leicht zu vernichten sind, wie die über allem stehende Elite das erhofft hatte.

    Und immer ist es die Linke, die das eigentliche Spiel der Superclass spielt, wie nur wenige Wähler erkennen. Denn mehr Sozialstaat bedeutet immer, dass mehr Geld an eine nicht produktive Trashclass fließt, aber von dort weiter zu den Bankern, Versicherern, Brauereien, Tabakkonzernen und Pharma-Giganten, die europa- und weltweit die Bedürfnisse des Trash durch wachsende Produktion bedienen. So darf der deutsche Gastwirt zwar keine Raucher in seine Gastwirtschaft lassen, ohne ein Bußgeld zu riskieren, aber er muss mit seinen Steuern dafür sorgen, dass im Wege der gutmenschlichen Entwicklungshilfe Tabakbauern in der dritten Welt den Tabak anbauen und Raucher irgendwo erst die Tabak- und dann die Pharmakonzerne so richtig reich machen.

    Und dieses System der Umverteilung nach unten, nach oben, nach draußen und wieder nach oben ist so offensichtlich, dass es einer gerütteten Portion Blödigkeit bedarf, es nicht zu durchschauen, aber diese Portion bringen die manipulierten Massen ohne jede Frage mit.

    Und die Mittelschicht merkt zwar, wie sie immer ärmer, unfreier und unglücklicher wird, aber sie wagt bisher nicht den Aufstand. Oder hat es in Deutschland eine einzige Demo dagegen gegeben, dass mit dem gewaltigen Unterschied zwischen Spitzensteuersatz für Einkommen aus Arbeit und Abgeltungssteuer für Kapitaleinkünfte ein fleißiger Chirurg etwa das Doppelte von dem bezahlen muss, was ein fauler Aktionär, der seine Aktien irgendwann geerbt hat, für seine Einkünfte berappen muss? Oder dass Hartz-IV keine Gegenleistung fordert, so dass es in unserem Land tatsächlich Menschen gibt, die für öffentliche Tätigkeiten wie das Aufsammeln von Müll in Parks herangezogen werden könnten, aber Geld fürs Nichtstun erhalten?

    Die Superclass ist durch Gewohnheit, Lobby und Kriminalität, insbesondere Korruption, immer vertreten und kommt auf ihre Kosten. Die Trashclass hat den Druck der Straße, und wenn von Zeit zu Zeit Mittelklassewagen ohne bewachte Einzelgarage brennen, dann bekommt sie schon, was sie will.

    Nur die Mittelklasse hat nichts. Denn sie ist mit Arbeiten beschäftigt. Da hat man keine Zeit, Politiker zu bestechen oder Demonstrationen zu besuchen und Flaschen mit brennbaren Flüssigkeiten zu werfen. Die Mittelklasse hat nichts, denn ihr wird alles weggenommen.

    So ist die Lage, und das unheilvolle Bündnis aus ganz oben und ganz unten wird alles tun, damit sie sich nicht ändert, bis die Mittelklasse in Deutschland ausgeblutet ist. Sobald dies der Fall ist, wird die Superclass geographisch weiterziehen, vielleicht nach Staaten wie Vietnam, weil sich dort eine neue Mittelschicht bildet, die man dann wieder zerstören und aussaugen kann. Und die Trashclass wird einige Jahrzehnte Bürgerkrieg veranstalten, ehe sie dann den biologischen Gegebenheiten folgend schrumpft und schließlich ausstirbt.

    Um die Rutschbahn in die Tiefe feucht und gleitfreundlich zu halten, werden auf dem Weg nach unten alle Rechte der Bürger, also der Mittelschicht, Stück für Stück abgeschafft, unter den kritischen aber folgenlosen Sprechblasen eines Bundesverfassungsgerichts, das es längst aufgegeben hat, sich den Feinden von Freiheit, Demokratie und rechtlicher Ordnung entgegen zu stellen, dass ihnen manchmal gar auf geheimnisvolle Weise zuarbeitet, so, wenn es darum geht, auch den letzten Euro aus der Tasche eines schwer arbeitenden deutschen Zahnarztes heraus zu ziehen, als Euro-Rettung nach Griechenland zu überweisen und dann an eine Bank mit Sitz in Frankfurt, Paris oder London zurück zu transferieren, denen die Griechen Zinsen aus Staatsanleihen schulden.

    Und niemand will das ganze Bild sehen. Die Partei Die Linke erkennt richtig, welchen Nutzen die Superclass aus dieser Politik zieht, und die Partei NPD erkennt richtig, dass ein guter Teil der Politik darauf angelegt ist, den fleißigen Deutschen aus der Mittelschicht auszubluten, um Trash-People, die man sich ins Land geholt hat, oder solche, zu denen man das Kapital exportiert, zu beglücken. Aber dass es zwischen ganz oben und ganz unten ein unheilvolles Zusammenspiel gibt, das zu sehen würde erfordern, beide Sichtweisen, soweit sie zutreffen, zu kombinieren, und das wäre ja sowohl ein wenig national als auch wenig sozialistisch, und da weckt bereits die Begrifflichkeit Schauder in den Hirnen, wenn dort überhaupt noch irgend etwas zu wecken ist außer gelegentlicher Kauf-, Spiel- und Feierlaune.

    Vergessen Sie bitte, dass man Ihnen irgend wann einmal erzählt hat, Deutschland sei eine Demokratie. Das ist Deutschland nicht. Deutschland ist eine Provinz in einem kolossalen Moloch namens EU, der ohne Beachtung demokratischer Prinzipien, Strukturen und Entscheidungsprozesse durch eine allmächtige Bürokratie gesteuert wird, die sich ihre Macht ein wenig mit der Weltbank und ein wenig mit einer Gruppe von etwa zwanzig europäischen Großbanken teilen muss, aber sonst mit niemand, schon gar nicht mit dem Bürger. Und, nein: Es ist nicht wichtig, welche Partei sie wählen. Alle etablierten Parteien sind Exekutivorgane der europäischen und z. T. transatlantischen Machteliten, und selbst wenn ein Abgeordneter im Bundestag einmal ein anständiger Kerl sein und etwas für sein Volk tun wollen sollte, so wird das nichts daran ändern, dass die Entscheidungen von Boards getroffen werden, die von Hand verlesen wurden, die keiner gewählt hat und die von oben nach unten durchregieren.

    Glauben sie nicht daran, dass Deutschland sozial sei. Deutschland ist asozial. Fleiß, Energie und Anstrengung werden durch leistungsfeindliche Spitzensteuersätze bestraft, die zusammen mit den indirekten Steuern wie der Umsatz- und der Mineralölsteuer und den Sozialabgaben 90 % der Bruttoeinnahmen wieder absaugen, wenn jemand bereit ist, seine Steuer ehrlich zu erklären und zu bezahlen. Demgegenüber kommt der Aktieninhaber, der nicht arbeitet, sondern arbeiten lässt, mit 25 % Abgeltungssteuer billig weg, und investiert er klug in Industrien, die umfassend subventioniert werden, so beträgt seine reale Steuerlast vielleicht weniger als 10 %, da bereits seine Gewinne aus Kapital stammen, das nicht Aktionäre, sondern Steuerzahler zur Verfügung gestellt haben. Und wie oben – so unten. Die Trashclass bringt 0 % Leistung und zahlt 0 % Steuern, im Gegenteil wird sie beschenkt, ohne etwas dafür zu tun, und darf sich dann noch darüber beschweren, wie unsozial das Ganze sei.

    Und lassen Sie sich bitte nicht erzählen, Deutschland sei ein Bundesstaat. Früher gab es das einmal. Eine unabhängige Bildungspolitik der Länder beispielsweise. Aber mittlerweile ist das alles so weit vereinheitlicht, dass der Tag absehbar ist, an dem der bayerische Abiturient auch nicht mehr mehr kann als derjenige aus Bremen, und dass die Bachelorisierung zu einem allgemeinen Qualitätsverlust geführt hat, kann nur den überraschen, der überhaupt keinen Kontakt mehr zu jungen Leuten hat. Und die Länderpolizeien werden gerade über die sogenannten Terrorismusbekämpfung in ein Amalgam aus Verfassungsschutz, Bundespolizei und Geheimdiensten eingeschmolzen, dank Beteiligung des MAD vielleicht künftig mit zunehmend militärischer Ausrichtung, so daß dem Ausnahmezustand dann nichts mehr im Wege stehen dürfte, schon gar nicht der lästige Föderalismus vergangener Jahrzehnte.

    Und ein Rechtsstaat, das soll Deutschland auch einmal gewesen sein. Aber Rechtsstaat bedeutet Verfassungs- und Gesetzesbindung aller Staatsgewalt. Dass unsere Regierung auf Verfassungsrecht und europäische Verträge uriniert, exkremiert und vomitiert, dürfte in den Jahren 2008-2012 nach dem x-ten Euro-Rettungspaket contra legem und dem y-ten kriminellen Anleihenkauf durch die EZB eigentlich nur noch den bedauernswerten Geschöpfen zweifelhaft sein, die des Lesens und Schreibens nicht kundig sind. Dass die Verwaltung desgleichen tut, zeigt sich, je höher man in der Hierarchie steigt. Während es durchaus redliche Bürgermeister und Angestellte der Kommunalverwaltungen geben mag, werden Posten in Bundes- und Landesministerien ab einer bestimmten Ebene nur noch nach Parteibuch, Political Correctness und nachgewiesener Willfährigkeit besetzt, und nicht selten reichen korruptive Netzwerke bis tief in die Landesregierungen gleich welcher politischer Farbe. Und was die Rechtsprechung angeht, so kann ich nach zehn Jahren im Geschäft und mehr als zweitausend Akten jedem nur den Rat geben, jeden Tag das Gebet “und bewahre uns vor dem Bösen, vor allem vor der Justiz” zu sprechen, denn hinter vorgehaltener Hand mutmaßen viele Insider, dass Rechtsbeugung nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel ist. Dass Richter Gesetze auf Einzelfälle anwenden, ist ein Gerücht. Kadi-Justiz nach Gusto ist inzwischen genau so normal wie Entscheidung auf der Grundlage rechtlich nachvollziehbarer Überlegungen, und es ist ein Trend zum Schlechteren erkennbar. Entscheidungsleitend im Gerichtsverfahren sind politische Präferenzen; persönliche Vorurteile; Political Correctness; Zeitgeist; die Freundschaft mit der einen oder anderen Seite; die gemeinsame Mitgliedschaft bei Rotary oder in einer Freimaurer-Loge (die regelmäßig verleugnet wird); die Unlust, nach dem Mittagessen noch arbeiten zu müssen; der Hass auf Bürger, die auf ihrem Recht bestehen, und die deswegen Querulanten sein müssen; Allmachtphantasien mit und ohne Krankheitswert; fehlende Lebenserfahrung und persönliche Reife bei jungen Richterinnen; mangelnde geistige Beweglichkeit, fachliche Fortbildung und Altersstarrsinn bei alten Richtern; Korpsgeist von Kammern, Senaten und ganzen Gerichten, in denen auch bei gröbsten Verstößen keiner seinem geschätzten Kollegen bescheinigen wird, befangen zu sein oder fachlich erheblich falsch zu liegen; Sparzwänge, die eine in 100 Stunden vorbereitete Klage in 1 Stunde bescheiden lassen; sexistische Vorurteile gegen Männer und für Frauen; rassistische Vorurteile gegen Weiße und für Schwarze; religiöse Vorurteile gegen Christen und für Muslime; soziale Vorurteile gegen Vermieter und für Mieter, wenn der Richter selbst Mieter ist; soziale Vorurteile gegen Mieter und für Vermieter, wenn der Richter selbst Vermieter ist; soziale Verachtung für Arbeitgeber und Parteinahme für Arbeitnehmer, weil der Richter trotz alle richterlichen Unabhängigkeit gegenüber der Landesjustizverwaltung auch in einem Abhängigkeitsverhältnis ist und daher alles freie, unabhängige, eigenständige hasst. Rechtsstaat? Im Leben nicht. Wenn sich die Fehlurteile aus Parteinahme oder Desinteresse neben den gefälschten Protokollen, in denen man lesen kann, wer was angeblich gesagt oder nicht gesagt hat bei seiner Vernehmung, bis zur Zimmerdecke stapeln, verliert man solche Illusionen und muss sich in jedem neuen Verfahren mit oder ohne Botulinumtoxin zwingen, Züge von Verachtung, Abscheu und Mitleid gegenüber der jeweiligen Richterbank nicht zu deutlich auf dem Gesicht zu tragen.

    Neben den fundamentalen Staatsprinzipien sind auch die Grundrechte das Papier nicht wert, auf dem sie stehen, sondern werden ständig weiter abgebaut, nach Art einer behutsamen Wurstscheibchentaktik, bei welcher, man weiß nicht wie, die Salami mit hauchdünnen Schnitten immer kürzer wird, bis gar nichts mehr von ihr übrig ist.

    Das Recht auf Leben ist mit der Entwicklung der Gesetzgebung zur Abtreibung antastbar geworden, und diese Tendenz wird sich fortsetzen. Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen und eine Liberalisierung erst der passiven, dann der aktiven Sterbehilfe wird dazu führen, das sozialverträgliche Frühableben durch subtilen Druck zu erzwingen und nur noch die am Leben zu lassen, die als Arbeitssklaven oder als staatlich subventionierte Konsumenten von einer messbaren Bedeutung für den Wirtschaftskreislauf sind. Wir mögen auch jubeln, wenn Drohnen gegen unsere Feinde eingesetzt werden, dass wird sich aber ändern, wenn auch missliebige Bürger im Inland zum Abschuss freigegeben werden.

    Das Recht auf körperliche Unversehrtheit wird auch hier und da abgebaut. So sollte jedem einsichtigen Menschen klar sein, dass Bluttests zur Aufklärung geringfügiger Verstöße im Straßenverkehr unverhältnismäßig sind, schon wegen des Infektionsrisikos, aber die Gerichte sehen das seit langem anders. Impfzwänge werden, auf Drängen der Pharmaindustrie, eine immer größere Bedeutung erlangen. Und die Entwicklung des Transplantationsrechts in einigen Staaten von der Zustimmungs- und Widerspruchslösung lässt auch für Deutschland einen Trend erahnen, an dessen Ende der Körper als Ersatzteillager für freien staatlichen Zugriff stehen wird. Man braucht nicht unbedingt zwei Nieren. Vielleicht wird auch hier aus sozialen Gründen die Pflicht eingeführt, mit denen zu teilen, die keine funktionierende Niere haben. Dass mit solchen Entwicklungen die Menschenwürde auch ihr letztes Sonntagspathos einbüßt, dürfte klar sein.

    Der Grundsatz, dass alle Menschen gleich sind, insbesondere Männer und Frauen, ist ein dreckiger Latrinenwitz, denn natürlich ist das Gegenteil der Fall: Als es noch eine Wehrpflicht gab, konnten sich Frauen zwar in die Bundeswehr hinein-, Männer aber nicht aus ihr heraus klagen, und mussten mindestens Zivildienst leisten. Bevorzugung von Männern im Arbeitsrecht ist ein Frevel, aber die Anhebung des Frauenanteils gilt als legitimer Zweck. Und auch wenn weit und breit keine Spitzenmanagerin gefunden werden kann, die genug Vorstandserfahrung für ein Aufsichtsratsmandat mitbringt, werden wir bald sehen, wie inkompetente Blondinen an ihren männlichen Kollegen vorbei in die Aufsichtsräte strömen, um sie mit ihrer fehlenden Lebenserfahrung zu bereichern. Frauen sind gleicher als Männer. Migranten sind gleicher als Einheimische, denn sie bekommen überall einen Migrantenbonus und erfahren nichts als Verständnis, wenn sie nicht arbeiten: Arbeiten? Wie denn, ohne Sprachkenntnisse. Sprache lernen? Geht nicht, zu schwierig. Nicht kriminell sein? Aber zuhause in Vulgarien oder im Moslovo oder sonstwo ist das doch erlaubt, dann kann man doch nicht wissen, dass das in Deutschland verboten sein soll. Schwarze sind gleicher als Weiße. Wenn beide einen Unfall haben, ist der Weiße schuld, denn kein Polizist will sich dem Verdacht des Rassismus aussetzen, auch dann nicht, wenn er weiß, dass er es mit einem afrikanischen Ring aus gewerbsmäßigen Versicherungsbetrügern zu tun hat, die von Blechschäden leben. Muslime sind gleicher als Christen. Die Kreuze im öffentlichen Raum müssen weg, so hat es das Bundesfaselgericht entschieden, aber Totalverschleierung im öffentlichen Raum, das muss schon sein. Mainstreamer sind gleicher als Dissidenten. Die sozial arrivierten Grünen dürfen städtische Räume nutzen, bei der NPD wird die Verwaltung immer einen Grund finden, dass sie es nicht dürfen, und wenn es drohende Anschläge von dritter Seite sind. Dabei ist nicht erkennbar, dass die einen extremer wären als die anderen, und wie der Fall Horst Mahler zeigt, sind links- und rechtsextrem in Fällen austauschbar. Trotzdem sind die einen gleicher als die anderen. 2 tote Rechtsextreme sind nämlich hochoffiziell gefährlicher als 10.000 lebende Islamisten. Jeder von jenen – obwohl tot – ist so gefährlich wie 5.000 von diesen – obwohl lebend – und wer das nicht versteht, der ist ganz bestimmte eine Nazi-Sau.

    Und lassen Sie sich von niemand erzählen, es gäbe in Deutschland Glaubensfreiheit. Die können Sie in der Pfeife rauchen, jedenfalls außerhalb von Gaststätten. Wenn ein überzeugter Christ einen Gynäkologen, der seinen Lebensunterhalt mit der Schlachtung Ungeborener verdient, in nachdrücklicher Weise darauf hinweist, dass er das für Unrecht hält, dann wird er die nächsten Jahre wegen Beleidigung, Bedrohung oder unter irgend einem anderen Vorwand im Gefängnis verbringen, denn die Religionsfreiheit gestattet solche Äußerungen nicht. Wenn hingegen ein Muslim brutal und unter Verletzung des zivilisatorischen Mindeststandards ein Schaf schlachtet, weil er glaubt, seine Religion gebiete ihm das, dann kommt er damit durch, und wenn er seinem Sprößling ein Teil von dessen bestem Stück absäbeln lässt, auch damit. Und wenn er seine Tochter ehrenmordet, dann wird seine fanatische religiöse Haltung nicht als niederer Beweggrund und als Strafschärfungsgrund angesehen, sondern man wird alles tun, Verständnis und Nachsicht für seine kulturelle Distanz aufzubringen und aus dem Mord einen Totschlag und aus dem Totschlag eine Körperverletzung mit Todesfolge zu machen, und wenn der Richter sich noch dreimal am Kinn kratzt, dann wird er vielleicht zu dem Ergebnis kommen, dass man bei 33 Messerstichen noch nicht unbedingt von einem Tötungsvorsatz ausgehen muss, und dass das Ganze deshalb so schlimm nun auch wieder nicht ist, dass man da nicht nach wenigen Jahren wieder auf die Menschheit losgelassen werden könnte. Vielleicht wird der Ehrenmörder dann früher entlassen als der verbohrte Pfarrer, der Gynäkologen anpöbelt.

    Und die Meinungsfreiheit? Ja, natürlich dürfen Sie eine Meinung haben. Aber sie frei zu äußern und zu verbreiten, das geht nur, wenn sie mit dem Zeitgeist und der Political Correctness zu 100 % kompatibel ist. Ist Ihre Meinung weit genug links, dann ist sie unangreifbar. Gehört sie zur politischen Mitte oder liegt rechts davon, dann stehen Sie unter Verdacht. Und aus dem Verdacht wird Gewissheit, und wenn Sie sich im Internet geäußert haben, ist prozessual jede Staatsanwaltschaft in Deutschland zuständig, also wird sich mit Sicherheit irgend ein linksextremer Staatsanwalt finden, der einen linksextremen Richter kennt, der Sie dann auch verurteilen wird. Wegen Beleidigung, wegen Volksverhetzung, wegen Bedrohung, wegen Billigung von Straftaten – was immer man mit viel Phantasie in eine kontroverse Meinung hinein lesen kann, wenn man sich erst einmal dazu entschlossen hat, dass sie der eigenen Meinung nicht entspricht und daher verboten sein muss. Vielleicht werden sich ja wegen der unfreundlichen, aber wahren Dinge, die hier über einige Gruppen der Bevölkerung gesagt bzw. geschrieben werden, bald die Strafanzeigen gegen den Verfasser stapeln, der sich allerdings nur der Wahrheit und seinem Gewissen verpflichtet weiss und nicht dem Zeitgeist, nicht der Political Correctness und auch nicht dem Code, nach dem die Eliten kommunizieren, wenn sie sich und andere belügen wollen.

    Auch von der Pressefreiheit haben die meisten Menschen völlig unzureichende Vorstellungen, denn sie glauben, Redakteure oder Chefredakteure seien pressefrei. Das ist Nonsens, denn die herrschende Lehre bejaht eine Richtlinienkompetenz dessen, dem das Blatt gehört. Wenn also einige wenige Familien in Deutschland alle Zeitungen aufgekauft haben (wie man hört, ist das der Fall) und dann nur Chefredakteure einstellen, die ihre mehr oder weniger pathologische Sicht von Mensch, Staat und Gesellschaft verbreiten und dafür sorgen, dass das auch die Redakteure tun, dann können diese wenigen Familien im Stil eines Politbüros festlegen, ob z.B. die regierende Clique in Syrien gut oder böse ist, und dann können sie diese Linie so lange und mit so vielen Fälschungen, Lügen und Manipulationen flächendeckend durchsetzen, bis der Schütze Arsch glaubt, die Welt zu retten, wenn er sich dorthin schicken lässt, und der im Bundestag vegetierende Gutmensch sich als Bessermensch erfährt, wenn er eine gewisse Anzahl von Schützenärschen dorthin verfrachtet und für das Gute und Bessere bluten läßt. Also nehmen Sie das mit der Pressefreiheit nicht so ernst. Pressefreiheit ist die Freiheit derjenigen Angehörigen der Superclass, denen große Zeitungsimperien gehören, alle anderen zu erpressen, und vom Fernsehen und Rundfunk gilt letztlich nichts anderes.

    Wissenschaftsfreiheit existiert übrigens auch nicht. Wissenschaft als Beruf wird in Deutschland von Professoren ausgeübt, und die sind Beamte und haben eine Besoldung und eine Pension zu verlieren. Wenn also ein Jurist oder Islamwissenschaftler zu dem Ergebnis käme, dass der Islam grundgesetzfeindlich ist, dann könnte ruck zuck die Besoldung oder Pension weg sein, denn eine solche Wahrheit ist nicht erwünscht und damit per definitionem böse und nazistisch. Und wirklich spannend wird es, wenn nicht Meinungswissenschaften wie die Juristerei betroffen sind, bei denen alle möglichen alles Mögliche meinen können, sondern echte und saubere Tatsachenwissenschaften wie die Naturwissenschaften. Wenn Sie Klimatologe sind und mit 38 endlich Professor werden, und wissen, dass Sie in den verbleibenden 30 Jahren bis zur Emeritierung mit 68 nur noch Forschungsgelder bekommen, wenn Sie sich der Doktrin der menschengemachten globalen Erwärmung anschließen, und dass Sie, wenn Sie sich verweigern, nie vom Juniorprofessor zum Ordinarius aufsteigen, und als Ordinarius nie zum Direktor eines mit umfangreichen Mitteln ausgestatteten Instituts, sondern dass man Sie in ein kleines, miefendes Zimmer setzen wird, in dem der Teppich fault und es von der Decke tropft, werden Sie dann verdammt noch mal schreiben, dass die böse Industrie mit ihrem schlimmen CO2 an allem schuld ist, auch wenn Sie als Naturwissenschaftler eigentlich wissen, dass das Klima von externen Faktoren, im wesentlichen von der Sonne, bestimmt wird? Und wenn Sie als Intelligenzforscher die Statistiken des US-Militärs seit dem 1. Weltkrieg kennen, die immer das Gleiche belegen, nämlich dass Ostasiaten schlau sind, Europäer etwas weniger schlau und Schwarze viel weniger schlau, werden Sie sich trauen, darüber auch nur einen wahren Satz zu schreiben, wenn Sie wissen, dass wegen dieses verminten Themas ein Nobelpreisträger bei seiner eigenen Universität Hausverbot bekommen hat?

    An das Recht auf die Erziehung der eigenen Kinder werden Sie nur so lange glauben, bis man Ihnen wegen eines kleinen Klapses alle Kinder weggenommen und Sie selbst ins Gefängnis gesteckt hat. Dann werden Sie auch verstehen, warum die staatliche Zwangserziehung mit Schule, Kindergarten, Kinderkrippe immer früher einsetzen soll: Eltern wissen nicht, was gut für ihre Kinder ist, das weiss nur der totalitäre Staat, ob nun Hitler, Stalin, Mao oder Barroso an der Macht sind.

    Und an die schiere Existenz eines Schulwesens, das vom Grundgesetz ja garantiert wird, glaubt auch nur noch, wer nicht Schulbücher der 1970er Jahre mit Schulbüchern der 2010er Jahre einmal gründlich verglichen hat: An die Stelle von kurzen, prägnanten Sätzen zur Sache und die nötigen Formeln, Tabellen und Diagramme ist langatmiges, zeitgeistdurchflossenes Geschwafel getreten, das in bunte Bilder eingebettet ist, und zwar selbst in den objektiven und strengen Naturwissenschaften. Schließlich ist es nicht so wichtig, dass Kinder die Photosynthese verstehen, wie es wichtig ist, dass sie frühzeitig beigebracht bekommen, dass Kohlendioxid böse ist und schuld daran, wenn Bangladesch demnächst absäuft.

    Dann war da noch die Sache mit der Versammlungsfreiheit. Das kann man sehr kurz halten: Linke und islamische Versammlungen sind immer zulässig, weil sie der Ausübung der Meinungsfreiheit dienen und die Meinungsfreiheit so wichtig ist. Rechte und christliche Versammlungen sind fast immer unzulässig, weil schon die Anträge nicht formgerecht ausgefüllt sind, weil mit Straftaten seitens der Versammlungsteilnehmer und wenn alles nicht hilft, mit Ausschreitungen der Gegendemonstranten zu rechnen ist. Und das war´s dann. Und so wichtig ist die Meinungsfreiheit dann doch nicht. Sie ist sogar ausgesprochen unwichtig, wenn es um Meinungen geht, die nicht erwünscht sind. Also man kann unproblematisch dagegen sein, dass in Stuttgart ein neuer Bahnhof gebaut wird, weil davon nämlich das Überleben der Menschheit als Gattung abhängt, dass der nicht gebaut wird, aber man kann doch nicht dagegen sein, dass in Stuttgart flächendeckend die Scharia eingeführt wird. Also das wäre doch wohl rassistisch. Das geht gar nicht.

    Und Vereine oder Parteien zu gründen oder unbehelligt von V-Leuten der Geheimdienste, der Staatsschutzabteilungen der Polizei und der Verfassungsschutzämter zu betreiben, das geht auch nur, wenn die Parteien weit genug links sind. Die Richterskala, die Richter hier anlegen, ist nach links offen, aber nach rechts endet sie bei der CSU. Man darf also gegen den Euro-Faschismus der EU poltern, man darf aber nichts gegen ihn unternehmen wollen. Sonst ist man ein Nazi, und der Verein oder die Partei wird verboten. Und wenn sich auch bei angestrengtem Nachdenken nichts findet, das als Verbotsgrund taugt, dann entsenden die an der Macht befindlichen Faschisten eine Unzahl von V-Leuten, die solange Geschmacklosigkeiten absondern, die nach Nazismus klingen und vielleicht auch nazistisch sind, bis die ganze Partei unterwandert, vergiftet und umgedreht ist … und man sie endlich verbieten kann. Wenn Sie also die letzten Ruinen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung einreißen wollen, dann haben Sie bei der NPD oder sonst am rechten Rand keine Chance. Dann müssen Sie schon zu der Linken oder den Grünen, oder Sie schließen sich der großen Koalition aus der CDSPDU an, die bereits alle Hoheitsrechte meistbietend an die EU verscherbelt hat und den Rechtsstaat nur noch im Präteritum kennt.

    Und wenn Sie noch zu den Naivlingen gehören, die an die Berufsfreiheit oder an die Unverletzlichkeit der Wohnung glauben, dann machen Sie einfach probeweise von Ihrer Meinungsfreiheit Gebrauch. Dann werden Sie schon sehen, wie schnell Sie nicht nur Ihren Job los sind, sondern auch die Zulassung, die Sie benötigen, um Ihren Job ausüben zu können, und sei es nur eine Gewerbeerlaubnis, die man Falschdenkern weder geben noch lassen darf. Und wie oft aufgrund von Durchsuchungsbeschlüssen fremde Menschen bei Ihnen ein- und ausgehen, weil man Ihnen seitens einer Staatsanwaltschaft oder Steuerfahndung etwas anhängt, was Ihre Wohnung zum Tummelplatz von Leuten macht, die Kisten hinaustragen, Computer verschwunden lassen, und wenn Sie Pech haben und an korrupte Bullen geraten (die soll es ja leider geben) vielleicht umkehrt das eine oder andere in Ihrer Wohnung platzieren werden, was Ihnen dann rechtlich und sozial das Genick brechen wird, angefangen bei Kinderpornographie und weiter über extremistische Hetzschriften und Drogen bis hin zu Waffen, die Sie alle noch nie gesehen haben, für die Sie aber gewissermaßen hängen werden. Bekannt wurde vor vielen Jahren ein strafrechtliches Wiederaufnahmeverfahren eines bedeutenden Hamburger Strafverteidigers, dessen Mandanten von einem Schlapphut wohl Drogen untergeschoben worden waren. Die Drogen sollten in einem Wohnwagen und dieser in einem Schiffscontainer transportiert worden sein. Bis der Rechtsanwalt dann die Luft aus den Reifen ließ. Erst bei dem Wohnwagen, der auch ohne Luft in den Reifen nicht in den Schiffscontainer passte, in dem er angeblich transportiert worden war, weil er dafür einfach zu hoch war, und dann aus dem bereits rechtskräftigen Urteil, das auch nur eine Luftnummer zum Nachteil eines unschuldigen, aber offenbar unbequemen Menschen gewesen war.

    Und das Eigentum? Wenn man schon nichts mehr sein darf, darf man dann wenigstens noch etwas haben? Ja, aber erst nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben, siehe oben. Und was dann bleibt, muss nicht viel sein.

    Was bleibt dann noch? Ist man wenigstens noch Deutscher? Ja, aber nicht mehr so richtig. Denn der maßgebliche Grundgesetzartikel über die Auslieferung wurde schon vor vielen Jahren verfassungswidrig, aber unter dem Beifall des Bundesfaselgerichts, geändert: Wenn irgend ein EU-Staat Sie nicht mag und einen strafrechtlichen Vorwurf gegen Sie fingiert, dann werden Sie ohne Wimpernzucken ausgeliefert und vermodern für den Rest Ihres Lebens in einem Dritte-Welt-Knast in Süd- oder Osteuropa. Das ist kein Witz. Lesen Sie es in Art. 16 Abs. 2 S. 2 Grundgesetz nach. Sie sind also – ohne es zu wissen – gar kein Deutscher mehr, sondern ein rechtloser Sklave der EU-Bürokratie und der Eurokraten, die nach Belieben mit Ihnen verfahren dürfen, denn das dürfen Pharaonen mit ihren Sklaven eben.

    Sie haben sich nicht gewehrt. Sie sind untätig geblieben. Sie haben sogar weiter Ihre Steuern gezahlt, um denen die Mittel in die Hand zu geben, die Sie vernichten wollen. Denen, die den Völkermord so weit treiben, dass Sie Fremde importieren, auch wenn diese schon vorher ankündigen, dass sie alle Einheimischen als Ungläubige abmurksen wollen. Gegen die wehren Sie sich nicht. Sie wehren sich nicht. Sie bleiben untätig. Sie zahlen Steuern. Sind Sie glücklich?

    • MSc
      24. Dezember 2012 15:01

      Herzlichen Dank für diesen Link !

    • Xymmachos
      26. Dezember 2012 23:29

      Dem Dank für diesen link kann ich mich nur anschließen !!!

    • xRatio (kein Partner)
      28. Dezember 2012 02:35

      Danke namens des Autors und Rechtsanwalts Schneider für die Blumen.

      Freut mich sehr, wenn derart grundlegende und anspruchsvolle Artikel heuzutage noch oder endlich wieder Zuspruch finden.
      Könnte ja fast von mir sein. :-)))

      xRatio

    • schreyvogel
      29. Dezember 2012 16:05

      Traurig aber wahr, zu 100%!

  9. Da Hiniche (kein Partner)
    13. Dezember 2012 09:24

    Ich erlaube mir einen Teil meines Kommentars aus dem Beitrag darunter zu kopieren:

    Ich bin gegen das Verbot, auch im subventionierten Gasometer, zumal da auch sonst so ziemlich alles auftreten darf. Tatsache ist aber, dass es haltbar ist. Es gibt diese Subventionsbedingungen und die wurden nun durchgesetzt.
    Das kann man (so wie ich) fragwürdig finden aber man hat es von der Freiheit von Kunst und Meinung an sich zu trennen. Das ist eine Kritik an der städtischen Kulturförderung und hat kaum etwas mit Meinungsfreiheit zu tun.

    Es handelt sich auch nicht um ein Auftrittsverbot an sich, diese Vernebelung um Empörungseffekte zu erzielen ist nicht angebracht.

    Zu dem unten angestellten Zitat, das in Unterbergerkreisen auffallend oft bemüht wird sei folgendes gesagt: Nicht jeder Schmarrn der in irgendwelchen rechten Zitatesammlungen herumgeistert sollte kritiklos übernommen werden. Wer dem Zitat nachrecherchiert wird feststellen, dass es nicht eine ansatzweise valide Quelle dafür gibt, das dürfte ein reiner Selbstläufer sein. Ohne eine Quelle ist allerdings jedes Zitat wertlos, zumal man so jedem irgendetwas unterschieben könnte.

  10. Maigret
    12. Dezember 2012 07:40

    Menschen wie Misik und Lobo waren und sind das Rückgrat von totalitätren Systemen. Diese Mundwerksburschen könnten ihnen auch wortgewandt erklären, warum Straf- und Umerziehungslager eigentlich eine gute Sache sind.

  11. RR Prof. Reinhard Horner
    12. Dezember 2012 02:22

    reinhard.horner@chello.at

    Links oder unterhalb?

    Diese Äußerungen und Handlungsweisen stehen doch nicht links, sondern längst unterhalb eines demokratischen Minimalniveaus. So soll man sie auch benennen.

    Dass sich der Grüne mit einem Auftrittsverbot durchgesetzt hat, das dürfte es nicht geben. Im Übrigen hätte er - "hinich", wie er selbst ist - "Die Hinichen" als seelisch-geistig Verwandte ruhig auftreten lassen können.

  12. S.B.
    12. Dezember 2012 01:49

    Ich würde mich über die Grünen in Deutschland nicht auch nur der kleinsten Illusion hingeben, denn die treten dort als Wölfe im Schafspelz auf - sprich etwas gemäßigter, um sich von den noch weiter links stehenden Kommunisten = "die Linke" abzugrenzen und so im Wahljahr 2013 in Regierungsverantwortung zu kommen.
    In Österreich ist auf Bundesebene kein nennenswerter Wahlerfolg der Kommunisten zu erwarten, daher können unsere "Melonen" ihr wahres Gesicht zeigen und mit allen zu Gebote stehenden Mittel deren Felder abdecken.
    Und sollten sie bei uns nächstes Jahr den gewünschten Wahlerfolg erzielen, werden sie von diesen linkstotalitären Methoden noch schamloseren Gebrauch machen. Hoffentlich erkennen das die Wähler rechtzeitig und verhindern einen grünen Koalitionspartner!

  13. Haider
    12. Dezember 2012 00:03

    Was tun Sie sich nur an? Sie lesen die Blogpost von Robert Misik wirklich? Dafür hätten Sie sich den Pour le Mérite für besondere Leidensfähigkeit verdient.
    Ihre Wr. Wahl/Regierungsprognosen kann ich jedoch nicht teilen. Die SEP [Sozialistische EinheitsPartei] wird sich nach den nächsten Wahlen in Wien sehr schwer tun. Vor allem wird es nach dem vorhersehbaren Debakel völlig neuer Repräsentanten bedürfen und ob diese bereit sein werden, blind in ihr Verderben zu rennen, will ich als bekennender Optimist bezweifeln.






verbleibende Zeichen: 2000

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden