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Freier Welthandel – oder zurück in die Not

Es ist der nächste Tsunami an politisch-populistischer Dummheit, der da auf Europa zurollt. Er wird mit Sicherheit schwere wirtschaftliche und soziale Schäden in der Ersten wie der Dritten Welt anrichten. Zwei Gruppen treiben ihn an: Die einen sind die, die es immer gut meinen, aber keine Ahnung von ökonomischen und sozialen Zusammenhängen haben, bei den anderen ist der ideologische Hass auf die Erfolge der freien Marktwirtschaft der Antriebsmotor. Beide wollen mit sogenannten Lieferkettengesetzen die Unternehmen zwingen, nur noch aus solchen Ländern und von solchen Unternehmen zu kaufen, die alle von Europa diktierten sozialen Standards einhalten.

Der dadurch ausgelöste Schaden wird jedoch schlimm werden. Aller Wohlstandsgewinn für Milliarden Erdenbürger durch die Globalisierung, durch die internationale Arbeitsteilung ist dadurch bedroht.

In Europa werden nach der Reihe Unternehmen zusperren oder in andere Kontinente übersiedeln müssen, wenn sie die billigen Vorprodukte nicht mehr einführen dürfen, weil diese nicht zu den verlangten Sozialbedingungen produziert worden sind. Dadurch würden ihre eigenen Endprodukte auf den Weltmärkten viel zu teuer und wären damit chancenlos. Das wird nicht nur den Konsumenten, sondern auch den Arbeitnehmern und damit den Gewerkschaften schwer schaden, obwohl diese eigentlich besonders lautstark solche Gesetze fordern.

Noch größer ist der Schaden für die Dritte Welt. Es ist zwar richtig, dass die Menschen dort viel unsozialere Bedingungen als die Europäer haben: längere Arbeitszeiten, kaum Urlaube, niedrigere Löhne und vieles andere mehr. Aber die Menschen dort wissen im Gegensatz zu unseren Sozialromantikern: Nur so konnten sie erstmals einen echten Arbeitsplatz erobern, nachdem alle Generationen davor zwischen Subsistenzlandwirtschaft und Verhungern bei schlechten Ernten ihr Leben fristen mussten, das meist sehr kurz und immer elend war.

Wollen wir sie wirklich dorthin zurückstoßen? Verstehen wir nicht, dass fast alle Jobs in der Dritten Welt kaputt wären, müssten sie so (samt allen sozialen Nebenleistungen) bezahlt werden wie bei uns? Begreifen wir nicht, dass die Dritte Welt gerade durch die Globalisierung der letzten Jahrzehnte gewaltige Fortschritte erzielt hat in Sachen Lebenserwartung, Gesundheit, Bildung und Lebensstandard? Dass dadurch manche Länder bereits völlig aufgeholt haben? Wissen wir nicht, dass auch unsere Vorfahren nur durch harte Arbeitsbedingungen samt Kinderarbeit während des Beginns der Industrialisierung den Schritt aus der Not heraus geschafft haben?

Ich schreibe in jeder Nummer von Österreichs einziger Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung "Börsen-Kurier" die Kolumne "Unterbergers Wochenschau".

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