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Was ist liberal?

Die Volkspartei will liberaler werden, heißt es allenthalben. Würde sie das nur! Die ÖVP wird jedoch das Gegenteil, also linker und nicht liberaler.

Es sei denn, man spricht Amerikanisch, wo liberal (betont auf der ersten Silbe) das dort unbekannte „sozialdemokratisch“ bedeutet. Mehr Staatseinfluss, mehr Steuern, reglementierte Schulen, Bevorzugung von Schwulen. Die europäische Bedeutung von liberal (betont auf der letzten Silbe) heißt jedoch etwas ganz anderes: Weniger Staat – gleichgültig ob es um den Staat in seiner europäischen oder seiner nationalen Ausprägung geht –, niedrigere Steuern, mehr Freiheit und Vielfalt.

Wenn die Salzburger und steirische ÖVP sich neu, linker positionieren wollen, dann mögen sie nur. Die ÖVP ist ja auch schon davor von dem famosen Josef Pröll etliche Kilometer zum amerikanischen liberal hingeleitet worden. Selbstmord, auch politischer, ist ja straffrei.

Aber es ist einfach eine intellektuelle Zumutung, wenn ein Herr Haslauer, ein Herr Drexler und offensichtlich auch zwei oder drei neue Minister ihren Linksmarsch als liberal bezeichnen. Wenn sie – und die linken Mainstream-Medien – mit liberal nicht mehr liberal, sondern liberal meinen. Was sie offenbar nicht wissen: Rot, Grün und Pink sind schon erfunden. Da ist kein Platz mehr.

In jedem anderen Land der Welt hingegen hat der klassische Liberalismus vereint mit dem Konservativismus, zu dem auch das nationale und identitäre Denken gehören, die Mehrheit. Nur in Österreich nicht. Meinen die meist sehr provinziellen ÖVP-Wender, dass es ausgerechnet hierzulande nur noch linke, aber keine liberalen und konservativen Menschen mehr gibt? Oder verwechseln sie gar veröffentlichte mit öffentlicher Meinung?

Der große Vordenker des liberalen Denkens, Friedrich August Hayek, sieht zwar viele Ähnlichkeiten zwischen konservativ und liberal. Er hat sich aber primär immer deshalb als Liberaler bezeichnet, weil die Konservativen den Linken leider nur zeitweiligen Widerstand leisten. Liberale wüssten hingegen immer, wofür sie stehen. Während Konservative nach verlorener Schlacht oft das für richtig hielten, was die Linken durchgesetzt haben, wird das ein Liberaler nie tun. So Hayek in einem hochinteressanten Text.

In der Folge einige Punkte, wo etliche Schwarze heute glauben, durch Linksrücken liberal zu werden. Wo sie aber eben bestenfalls liberal werden, also sozialdemokratisch mit der Betonung auf der ersten Silbe.

Gesamtschule

Gegen die Neue Mittelschule sprechen aus liberaler Sicht schon die weit höheren Kosten für die Gesamtschule bei schlechteren Ergebnissen als die einstige Hauptschule. Dieser Kosten hat sich aber einst nicht nur die SPÖ, sondern auch die Pröll-Amon-ÖVP berühmt.

Statt des linken Prinzips von höheren Kosten (wie immer zu Lasten der Steuerzahler) und von noch mehr Egalität wären natürlich auch beim Schulthema ganz andere Grundsätze liberal (und richtig): öffentliche Sparsamkeit, individuelle Freiheit und mehr Leistung. Es ist mehr als erstaunlich, dass all die progressiven Anhänger der Gesamtschule die katastrophalen Ergebnisse der NMS im Inland und fast aller Gesamtschulen im Ausland einfach wegignorieren.

Jetzt werden die Schulen halt einfach nicht mehr getestet – und die „Liberalen“ schweigen. Ebenso wie sie zu den wirklichen Gründen schweigen, warum Finnland als einziges europäisches Gesamtschulland bei internationalen Tests gut abscheidet: Dort gibt es nämlich im Vergleich zu Österreich kaum ein Zehntel der Zuwanderer aus fremdsprachigen Kulturen.

Besonders unliberal an jeder Gesamtschule ist aber noch etwas ganz anderes: der mit ihrer Einführung verbundene Zwang. Liberal wäre ganz eindeutig das Gegenteil. Also dass jeder (je nach Alter: Eltern, Schüler) völlig frei den Schultyp auswählen können soll. Dass es schon ab dem sechsten Lebensjahr eine Vielfalt vom Staat gleich behandelter Schul- und Unterrichtsformen gibt; und dass es erst recht ab dem zehnten Lebensjahr mehr als die gegenwärtigen zwei Formen gibt. Aber keinesfalls nur eine einzige Form.

Das rot-grün-pinke Projekt einer Gesamtschule (oder wie sie von manchen sprachlich getarnt wird: einer „gemeinschaftlichen“ Schule) ist natürlich das absolute Gegenteil von einer solchen Wahlfreiheit.

Meinungsfreiheit

Kein einziges Mal hat sich einer der jetzt angeblich „Liberalen“ (ob in der ÖVP oder bei den Neos) gegen die fortschreitende Einschränkung der Meinungsfreiheit durch Strafgesetze gestellt. Dabei ist Meinungsfreiheit wohl überhaupt einer der obersten liberalen Werte. Diese Einschränkung erinnert lebhaft an Metternich mit seiner Zensur. Sie geschieht durch Gummiparagraphen nach Art der „Verhetzung“ oder den Ungeist der Political correctness.

Immer wieder muss man die „Liberalen“, die links für liberal halten, an Voltaire erinnern, der bis zum letzten die Meinungsfreiheit verteidigt hat. Er hat das gerade dann getan, wenn mit deren Hilfe ein totaler Unsinn gesagt wird, wenn Meinungsfreiheit für total Unrichtiges verwendet wird.

Abgesehen von der philosophischen Erkenntnis, dass zumindest in der diesseitigen Welt ohnedies niemand die ganze Wahrheit kennt: Die einst so bitter erkämpfte Meinungsfreiheit wird ja nur dann relevant, wenn jemand einer dummen oder falschen Meinung ist.

Vertragsfreiheit

Ein besonders wichtiger Teil der Freiheiten, für die wirklich Liberale immer gekämpft haben, ist die Vertragsfreiheit. Diese soll nun nach Wunsch breiter Teile der EU-Kommission durch ein sogenanntes „Diskriminierungsverbot“ auch im privaten Bereich dramatisch eingeschränkt werden. Nach Wunsch dieser immer stärker links beherrschten EU-Kommission wird man künftig als Arbeitgeber oder Wohnungsvermieter selbst beweisen müssen, warum man nicht den sich bewerbenden Schwulen oder Moslem angestellt beziehungsweise die Wohnung gegeben hat. Andere Bewerber kann man hingegen argumentationslos abweisen.

Das ist eine ganz dramatische Einschränkung der Vertragsfreiheit. Diese ist bisher dankenswerterweise auch zwei Mal von der ÖVP, als sie noch nicht so fortschrittlich-linksliberal war, abgelehnt worden.

Jetzt aber lässt sie – offenbar fortschrittlich geworden – auf EU-Ebene dem extrem links agierenden Sozialministerium unwidersprochen freie Bahn. Was der SPÖ die nächste Attacke auf die individuelle Freiheit ermöglicht (auch wenn man vor den EU-Wahlen wohlweislich nicht davon spricht).

Steuern

Da wurde vor der Wahl liberal versprochen, dass es mit der ÖVP keine Steuererhöhungen geben werde. Nach der Wahl legte der ÖVP-Obmann höchstpersönlich und ohne kommunizierte Not solche vor.

Die Steuerfrage ist übrigens von den hier aufgezählten der einzige Punkt, wo die Neos tatsächlich liberal im klassischen Sinne sind. Ansonsten positionieren sie sich ja leider meist links von der ÖVP.

Schwulenehe

Ein wirklich Liberaler würde bis heute vehement dagegen protestieren, dass seit einigen Jahren eine neue Gruppe ohne jeden Grund Privilegien zu Lasten Dritter bekommen hat. Diese Privilegien, welche die Schwulenaktivisten erkämpft haben, sind die Eintrittsrechte in Billigmieten zu Lasten von Wohnungseigentümern; sind die Gratis-Witwer-Pensionen, die sie nun Pröll und Gusenbauer sei Dank von uns erhalten.

Davon redet jedoch keiner der angeblich Liberalen. Vordergründig wird vielmehr um die Lächerlichkeit gestritten, ob Schwule nun „Nachnamen“ oder „Familiennamen“ haben. Was seit der prinzipiellen Kursänderung unter Josef Pröll nun schon wirklich wurscht ist.

Noch absurder ist: Die konservativen Katholiken kämpfen jetzt stark dagegen, dass schwule Verpartnerungen auf Standesämtern stattfinden. Statt dass sie gerade als Katholiken gegen JEDE Zeremonie auf Standesämtern eintreten. Genauso wie es jeder wirklich Liberale täte. Was diese Katholiken offenbar nicht mehr wissen: Die staatlichen Eheschließungen in der heutigen Form sind in Österreich erst im 20. Jahrhundert eingeführt worden – als Kampfinstrument gegen die religiöse Eheschließung.

Genauso kommen wirklich Liberale zu dem Schluss: Der Staat sollte absolut nichts mit irgendeiner privaten Zeremonie zu tun haben. Christen können eine solche in der Kirche veranstalten, und jeder andere, wo er sonst will. Am Donauturm, im alten Rittersaal, im Hubschrauber, im Gasthaus-Festsaal, in der Moschee.

Der Staat selbst hat hingegen so wie bei der Geburt, bei der Scheidung und beim Tod überhaupt nichts zu organisieren. Und schon gar nicht peinlich-schwülstige Hochzeitsreden eines Beamten. Der Staat hat ohne jede Zeremonie zu beurkunden und die rechtlichen Voraussetzungen zu prüfen. Aus.

Übrigens: Eheschließungen gingen einen liberalen Staat auch dann nichts an, wenn nicht ohnedies mindestens jede zweite Ehe in Trümmern, also meist Scheidungen enden würde.

Wenn sie dann gar kein Argument mehr haben, holen dann die Schwulen-Aktivisten ihr letztes Argument hervor: Aber Homosexuelle würden sich doch so brav und fürsorglich umeinander kümmern. Nun, glauben wir halt diese Behauptung (auch wenn wir keine statistische Evidenz dafür gefunden haben). Fragen wir lieber: Wenn das der Grund für die finanzielle Freizügigkeit des Staates sein soll – was ist dann mit all jenen, die sich ebenfalls brav und fürsorglich umeinander kümmern, aber ohne eine Ehe abschließen zu können oder wollen?

Was ist etwa mit den alt gewordenen Geschwistern, die sich in weit größerer Zahl um einander kümmern? Sollen die etwa gar vorgeben, eine inzestuöse Beziehung zu haben? Was ist mit den Bewohnern eines Klosters? Warum bekommt jener Mönch, der immer gekocht und geputzt hat, dann nicht auch eine Witwerrente nach dem anderen Mönch, der staatlicher Schulprofessor gewesen ist?

Witwenrenten

Ein wirklich Liberaler würde auch längst schon dagegen kämpfen, dass kinderlose Ehepartner eine fette Witwer- oder Witwenrente bekommen. Ohne dass für diese jemals ein Cent eingezahlt worden wäre. Warum bitte? Warum bekommen solche Hinterbliebene über ihre Eigenpension hinaus noch eine zweite Pension? Wo war ihre Leistung?

Bei der Einführung der Witwenrenten im 19. Jahrhundert hat man natürlich nur an die Versorgung von Witwen gedacht, die den Großteil ihres Arbeitslebens mit der Kinderaufzucht verbracht haben und die deswegen ohne Eigenpension dagestanden sind. Oder an die bei einem Arbeitsunfall früh verstorbenen Familienerhalter. Damals ist man ja meist vor dem Pensionierungsdatum gestorben. Damals hat ja fast jede Ehe Kinder in die Welt gesetzt oder zumindest diese Absicht gehabt. Da war es logisch und einfacher, gleich alle Witwen zu versorgen.

Das ist heute gewiss nicht mehr der Fall. Viele Ehen bleiben kinderlos. Die Gratis-Witwenrente ist sicher nicht für die Luxuspartnerin gedacht, die ohne Arbeitstätigkeit das Leben an der Seite des Karriere-Mannes verbringt und die sich nicht mit Lästigkeiten wie Kindern abgibt. Die dann aber eine dicke Witwen-Pension erhält.

Liberal heißt zum Unterschied von Interessenpolitik eben immer, nach rationalen, sparsamen und gerechten Lösungen zu suchen. Eine Berechtigung für solche Witwenrenten gibt es in einer liberalen Perspektive immer nur, wenn Kinder betreut worden sind.

Liberal vs. konservativ

Auch hier deckt sich übrigens eine echt liberale Sichtweise so wie in der Schulfrage weitgehend mit einer wertkonservativen. Nur haben skurrilerweise die Verbands-Konservativen – etwa die Familienverbände – nie nach der Abschaffung von Witwenrenten für Kinderlose gerufen. Dabei gäbe es wahrscheinlich nur so mehr Geld für Mehrkinderfamilien.

PS: Zeigt nicht der Wahlerfolg der Neos den Trend zu linker Liberalität? Nein, denn in den nie präzise werdenden Wortschwall des Matthias Strolz projiziert jeder etwas total anderes hinein. Und kaum werden die Neos präziser, dann wird bei ihnen wie einst bei Heide Schmidt liberal ganz offenkundig auch auf der ersten Silbe betont. Das kann man an der pinken Unterstützung für die Zwangsgesamtschule genauso ablesen wie an ihrer undifferenzierten Unterstützung für alle schwulen Anliegen.

PPS: Wer in den letzten Monaten nach irgendwelchen Positionslichtern des ÖVP-Obmannes zu den einschlägigen Streitpunkten sucht, der wird keine finden. Er hat sich ja von einem skurrilen PR-Berater ins Finanzministerium treiben lassen, wo er sich als schwer überfordert zeigt. Und schweigt ansonsten überall, wo die schlingernde ÖVP dringend Führung bräuchte.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 03:06

    "Was ist liberal?" Liber - frei, bzw. liberal - auf die Freiheit bezogen (od. ganz "abartig" freiheitlich).

    Dieser Terminus wird allzugerne in der heutigen Zeit, und da vorwiegend von der politischen Klasse, zweckentfremdet angewandt, bzw. mißbraucht. Im öffentlichen Leben ist Liberalismus kaum noch möglich, die Anlassgesetzgebung hat dafür gesorgt. Diese wuchert auch bereits in die privatesten Ecken, wo man nicht einmal den Posten um eine Putzfrau nach eigenen Wünschen ausschreiben darf. (Wer hat da eigentlich Vorrang: die Negerin od. die Lesbin, bei gleicher Qualifikation?)

    Zur lIberalen ÖVP - den ehemaligen Konservativen, bzw. Christdemokraten -, braucht man keine Worte mehr verschwenden, denn sie haben mit den Linken so gut wie fusioniert. Und wie bereits an anderer Stelle gepostet: Will die ÖVP jemals wieder (Bundes)Wahlen gewinnen, soll sie bei Orban Nachhilfe nehmen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 02:18

    Wie schon an anderer Stelle kommentiert, paßt es auch hier genau dazu:

    Die ÖVP verwechselt leider seit geraumer Zeit "raus aus dem konservativen Eck" und "liberaler werden" ganz einfach mit "LINKS ABDRIFTEN". Das hat nichts mit ihren "Bünden" und "Ländern" oder mit der großen Koalition zu tun, sondern ganz einfach mit einer unglaublichen Orientierungslosigkeit!

    Links haben wir in der Parteienlandschaft bereits ein dichtes Gedränge mit SPÖ, Grüne, Kommunisten, Piraten und NEOS (= eine Neuauflage des unseligen LIFs) Davon müßte sich die ÖVP eindeutig absetzen und sich endlich glasklar rechts positionieren bzw. sich eindeutig zu Werten bekennen, die links keinen Platz mehr finden, aber bei der Bevölkerung noch immer hoch im Kurs stehen, wie z. B. Familie, Kinder, Glaube, Heimat, Selbstverantwortung, Leistungsbereitschaft, Wirtschaft und Steuervernunft, Vertrags- und Meinungsfreiheit, Sicherheits- und Rechtssystem, usw. usw.

    Themen wie Gesamtschule, Homoehe, Adoptionsrecht für Homosexuelle, Zuwanderung mitsamt Umvolkung, linkspolitische Korrektheit, Genderismus, usw. usw. kann sie getrost hinter sich lassen, oder noch besser den Linken überlassen, die sind dort besser aufgehoben und werden in Zukunft vom Wähler entsprechend bewertet.

    Wenn die ÖVP endlich diese Unterschiede herausarbeitet und dafür einsteht, könnte es mit der Partei wieder aufwärts gehen. Mit einem falsch verstandenen Liberalismus, mit dem sie womöglich den linken Rand nochmals links überholen möchte wird es sicher nicht gelingen.

    Und mit dem derzeitigen, heillos überforderten ÖVP-Obmann ist in Österreich schon gar kein rechtskonservativ-liberaler Staat mehr zu machen!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorharo
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 13:02

    Wieder einmal besten Dank an A.U. für seinen treffenden Kommentar!

    So wie die FPÖ in allen Medien offen nieder gemacht wird, so wird die ÖVP von den linken Medien missbraucht und es werden manipulierend fast nur jene ÖVP-Meinungen veröffentlicht die mit den linken (den "guten") übereinstimmen (ähnlich ergeht es der katholischen Kirche) . Bei Wahlverlusten wird medial aber sofort diametral suggeriert dass die konservativen Meinungen in der ÖVP (die vorher gar nicht vorhanden oder zumindest nicht vorherrschend waren) schuld am Debakel seien. Das nur zur Ehrenrettung der einst konservativen ÖVP.

    Nur :

    Wie kann es sein dass eine mitregierende Partei wie die ÖVP die Medienoberhoheit und damit die Propaganda seit vielen Jahren völlig den Linken überlässt (und unterstützt!) anstatt sich selbst auch medienwirksam zu präsentieren und sich nicht an Hetze gegen die FPÖ beteiligt?

    Reitet sie der Teufel anstatt das heilige Herz?

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 09:50

    Ein nicht unwichtiger Punkt scheint mir auch die Schnüffelei des Staates in den Vermögensverhältnissen der Bürger zu sein. Ich wette, dass nach der jetzt erfolgten Aufgabe des Bankgeheimnisses für Ausländer innerhalb der nächsten 5 Jahre auch das inländische aufgegeben sein wird. Dann wird das Finanzamt - ohne Wissen des betroffenen Bürgers - in den Bankkonten herumschnüffeln dürfen. In Deutschland ist das schon üblich.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbécsi megfigyelö
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 04:06

    Leider sind Dr. Unterbergers Aussagen beschämend zutreffend. Doch bitte ich, die VP nicht zu einer ÖVP aufzuwerten. Die ständigen Gelüste in Richtung linker Unrat stoßen wertkonservative Menschen ab und sind zudem taktisch dumm. Drängen sich doch links eh genug Baddein.

    Ja, es gab Zeiten, wo die ÖVP tatsächlich österreichisch war. Heute plappert und äfft sie Vorgaben aus Washington und Brüssel hirnlos nach und transferiert dem heimischen Steuerzahler abgepreßtes Geld unter den verschiedensten wohlklingenden Vorwänden beflissen zu Goldman-Sachs. Selbst angesichts unverfrorenster EU-Diktate kennt die VP nur eines: Hände falten, Goschen halten!

    Neuester Schmäh sind TTIP-"Gespräche" (natürlich geheim) zur Knechtung der EU-Verbraucher als Vasallen der US-Monopole. Auch hier wird JVP-Kurz in die Verhandlungen ohne Meinung hineingehen und mit der Meinung Herrn Steinmeiers herauskommen: Europa hat jeglichen Willen zu Macht und Unabhängigkeit aufzugeben!

    Wetten, daß…?
    .

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 08:04

    Wenn ein Unternehmen ständig am Markt vorbei produziert, wird es früher oder später verschwinden, das gleiche gilt auch für politische Parteien.
    Die Damen und Herren ÖVP-Politiker sollten sich einmal diesen Beitrag zusammen mit ihren katastrophalen Umfragewerten durch den Kopf gehen lassen, falls sie überhaupt noch in der Lage sind, sinnerfassend zu lesen.
    Aber "Kopf" haben sie derzeit ohnehin nur einen! ;-)

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    06. April 2014 10:28

    Die große Schwester als Vorbild für die ÖVP:

    "CDU denkt über Ende der nationalen Staats-Haushalte nach"

    Die CDU hat am Samstag ihr EU-Wahlprogramm beschlossen. Der Euro ist demnach alternativlos. Eine gemeinsame Schuldenhaftung in Europa ist denkbar, wenn die nationalen Parlamente nicht mehr die Budget-Hoheit haben. Möglicherweise planen CDU und SPD eine entsprechende Grundgesetzänderung.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/06/cdu-denkt-ueber-ende-der-nationalen-staats-haushalte-nach/

    Man ist nur mehr sprachlos, sind die alle noch zu retten?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJ.Scheiber
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    07. April 2014 13:56

    Der Liberalismus wird dann problematisch, wenn er nicht von der zu Grund gelegten Ordnung, sondern vom sich der Ordnung gegenüber absolut setzenden partikulären Bewusstsein verstanden wird, welches das Ganze sowohl benutzt, wie auch verbraucht, ohne etwas zum Fortbestand und zur Neubildung des Gemeinwesens beizutragen.

    Dem Liberalismus wohnt geradezu ein gewisser Antiindividualismus inne, denn, weil kein Einzelner die Wirtschaft planen kann, wird in modernen Gesellschaften der Markt als kollektives Findungsverfahren präferiert und weil der Mensch korrumpierbar ist, gibt es die Gewaltenteilung zwecks checks and balances.

    Was Altkonservative wie Libertäre gleichermaßen übersehen, ist der innere Zusammenhang des Liberalismus mit dem Christentum. Denn das christliche Menschenbild - jeder Mensch ist einmalig, unendlich und vor Gott gleich, bildet die Substanz für die in der modernen Welt herausgebildete und im klassischen Liberalismus formulierte formale Freiheit.

    Die moderne formale Freiheit ist ebenso unverzichtbar, wie das Christentum als ihre substantielle Voraussetzung.
    Der Liberalismus ist heute völlig entartet, weil er sich von seinem Ursprung getrennt hat und das Christentum scheint, zumindest im Westen, erledigt zu sein, weil es mit der modernen Freiheit, als potentiellen Träger ihrer eigenen Substanz, noch immer nicht zu Rande kommt.


alle Kommentare

  1. Torres (kein Partner)
    08. April 2014 14:33

    In England regiert eine konservativ-liberale Koalition unter dem konservativen Premierminister David Cameron. Und was hat die britische Regierung gerade kürzlich eingeführt? Richtig, die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner (in Unterberger-Diktion: "die Schwulenehe"). Diese Nachricht müsste zwar auch bis zu Unterberger durchgedrungen sein; da sie sein Weltbild allerdings völlig durcheinanderbringen würde (d.h. pro-schwul = rot-grün bzw. Schwule/Lesben gehören staatlich und gesellschaftlich so lange diskriminiert, bis sie sich für den "richtigen " Weg entscheiden), nimmt er sie natürlich nicht zur Kenntnis (zumindest hat er bisher nichts dazu geschrieben), so quasi nach dem Grundsatz: "dass nicht sein kann was nicht sein darf". Aber vielleicht tue ich ihm Unrecht, und er denkt bereits angestrengt darüber nach, wie man Cameron zu einem links-grünen Gutmenschen umstilisieren könnte.

  2. Normalsterblicher
    07. April 2014 23:12

    Einwand!!!

    Die einst so bitter erkämpfte Meinungsfreiheit wird nicht nur dann relevant, wenn jemand einer dummen oder falschen Meinung ist, sondern auch dann, wenn die herrschenden Kräfte nicht im Besitz der ganzen Wahrheit sind, obwohl sie es zu sein glauben!

  3. Onkel Hans (kein Partner)
    07. April 2014 20:29

    LOL, der Berufskalmierer Rainer Novak von der ehemals freien PRESSE weiss auch schon, dass "der soziale Umgang junger Männer mit türkischen Großeltern in Städten langsam, aber sicher ein ernstes Problem" wird.
    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1587851/Der-Nutzniesser-der-angeblichen-Umvolkung?_vl_backlink=/home/index.do .

    Formuliert er nicht niedlich? "Junge Männer mit türkischen Großeltern" ;-)

  4. Segestes (kein Partner)
  5. Brigitte Imb
    07. April 2014 16:49

    Was ist nur mit den Medien los? Die Kritik an der Familienministerin, mit ihren Sorgen um die Schwulenehe und deren Adoptionsrecht, wird sogar abgedruckt und den Wahlschafen zugänglich gemacht. ;-)

    Ministerin ohne Portefeuille

    Was genau ist die Daseinsberechtigung eines Ministeriums für Familien, wenn "Familie" keinen Inhalt mehr hat?

    http://diepresse.com/home/meinung/cultureclash/1587118/Ministerin-ohne-Portefeuille

    • Onkel Hans (kein Partner)
      07. April 2014 20:34

      Ah do schau her, der Michael Prüller!

      Warum hat sich nur seine Meinung nicht stärker niedergeschlagen, als er noch Presse-stvChefredakteur war. Nachher sind alle dann wieder "konservativ".

  6. J.Scheiber (kein Partner)
    07. April 2014 13:56

    Der Liberalismus wird dann problematisch, wenn er nicht von der zu Grund gelegten Ordnung, sondern vom sich der Ordnung gegenüber absolut setzenden partikulären Bewusstsein verstanden wird, welches das Ganze sowohl benutzt, wie auch verbraucht, ohne etwas zum Fortbestand und zur Neubildung des Gemeinwesens beizutragen.

    Dem Liberalismus wohnt geradezu ein gewisser Antiindividualismus inne, denn, weil kein Einzelner die Wirtschaft planen kann, wird in modernen Gesellschaften der Markt als kollektives Findungsverfahren präferiert und weil der Mensch korrumpierbar ist, gibt es die Gewaltenteilung zwecks checks and balances.

    Was Altkonservative wie Libertäre gleichermaßen übersehen, ist der innere Zusammenhang des Liberalismus mit dem Christentum. Denn das christliche Menschenbild - jeder Mensch ist einmalig, unendlich und vor Gott gleich, bildet die Substanz für die in der modernen Welt herausgebildete und im klassischen Liberalismus formulierte formale Freiheit.

    Die moderne formale Freiheit ist ebenso unverzichtbar, wie das Christentum als ihre substantielle Voraussetzung.
    Der Liberalismus ist heute völlig entartet, weil er sich von seinem Ursprung getrennt hat und das Christentum scheint, zumindest im Westen, erledigt zu sein, weil es mit der modernen Freiheit, als potentiellen Träger ihrer eigenen Substanz, noch immer nicht zu Rande kommt.

  7. Erich_47 (kein Partner)
    07. April 2014 11:08

    Nicht ganz O.T. zum Thema Meinungsfreiheit:

    Kaum zufällig wird ein Leserbrief in den SN am Samstag 5.April veröffentlicht.
    Da bemüht sich eine Frau Mag. Widauer aus Wien XXI offenbar die meiste Unterrichtszeit in Geschichte, pol.Bildung, Ethik und Religion ihren Schülern beizubringen, dass es Worte gilbt, deren Verwendung ganz, ganz böse ist.
    (In sehr weiter Auslegung des Lehrplanes?)

    Die brave Lehrerin meint "Und dann verkündet Mölzer dreist, dass er an dem Wort "Neger" nichts findet" und stellt mit stolz erhobener Brust fest "Menschen wie er, die grundsätzliche Menschenrechte nicht akzeptieren, haben weder im Europaparlament noch in der österr. Politik etwas verloren". Klar dass sie hofft, dass er im Sinne des Antidiskriminierungsgesetzes angezeigt wird.

    Damit der Brief nicht zu kurz ist: auch der gute Mohr ist für sie heutzutage unangebracht! Frau Widauer denkt mit Schaudern an den Angelo Soliman (18.Jhdt.).

    Gut dass ihre Schüler von ihr juristisch ausgebildet werden und erfahren, dass in Österreich Gesetze diskriminierende Ausdrücke wie eben den "Neger" strafbar machen.
    (Ob sie auch das Wort "Schweinefleischfresser" erwähnt, das zur Beschimpfung von Christen immer wieder verwendet wird? Aber wahrscheinlich unterrichtet sie nicht islamische Religion)

    Ich habe Orwells "1984" wieder aus dem Bücherschrank geholt und werde gerne wieder über Newspeak und das Ministry of Truth lesen. Ich fürchte, bei uns ist es bald so weit.

    Wo finde ich übrigens die tägliche Liste der bösen Worte, die ich nicht mehr verwenden darf um nicht vor Gericht zu landen?? Muss ich da bei Frau Widauer den Unterricht besuchen?

    Nur als Nachsatz: die FPÖ hat mich noch nie als Wähler gewinnen können und Herr Mölzer ist für mich kein Vorbild.

  8. Tik Tak (kein Partner)
    07. April 2014 11:04

    Die ÖVP will.
    Die ÖVP plant.

    Auch Leichen können, bedingt durch die Gasproduktion der Zersetzungprozesse, bisweilen so wirken als würden sie noch Furzen können.

    Das kann man an der ÖVP aktuell ganz gut beobachten.
    Dennoch, die ÖVP ist längst tot.

    Da suchen übrigens gerade ein paar der üblichen Verdächtigen nach Versorgungsposten für die Zeit nach der Regierung.
    Dafür bieten die gerade "direkten Zugang zu den politischen Entscheidungsträgern in Österreich" an.
    Aktuell wäre ein Funktionär/Abgeordneter aus dem Parlamentsclub der ÖVP zu haben, welcher "direkten" Zugang zum Verbund und der ASFINAG für Projekte anbietet.
    Witzigerweise fast genau das selbe Angebot welches 2002 von einigen SPÖ Mandataren gemacht wurde.

    Der Exitus der ÖVP wie auch der Exodus der Funktionäre der ÖVP und ihrer Unterläufer hat längst begonnen.

    Es wäre an der Zeit für eine echte bürgerliche, liberale und gebildete Partei in Österreich.

    Über die ÖVP noch nachzudenken hat was von Nekrophilie, aber nicht mehr.

  9. cmh (kein Partner)
    07. April 2014 09:25

    Herr Redakteur, Sie sprechen Quack!

    Menschen "erziehen" ihre Kinder. Die "Aufzucht" sollte eher für die Tätigkeit mit dem lieben Vieh vorbehalten bleiben. Das ist genauso wie das grassierende "Pärchen", das heutzutage nicht nur im Zusammenhang mit der Aufzucht von Haustieren, sondern auch für zwei Menschen, zumeist unterschiedlichen Geschlechtes mit undefiniertem Beziehungsstatus, jedoch in reproduktionsfähigem (das ist gegendert!) Alter verwendet wird.

    Man sagt auch nicht Ehepärchen, sondern Ehepaar, womit der Unterschied klar geworden sein sollte.

    • AGLT (kein Partner)
      07. April 2014 09:54

      Danke! An diesem Wort stoße ich mich hier jedesmal - neben dem offensichtlichem Hass auf Kinderlose, die ja nach Ansicht von AU (und leider auch einiger Blogger hier) Menschen zweiter Klasse sind.

    • blem-blem
      07. April 2014 10:09

      Es geht nicht um die Aufzucht, sondern um das Aufziehen. Dass es für Sie ansprechender ist, Kinder zu erziehen als sie aufzuziehen, passt übrigens zu Ihrem autoritären Sprachpolizisten-Gehabe.

    • cmh (kein Partner)
      07. April 2014 11:59

      Sollten Sie mich mit autoritär meinen, so sehen Sie es als autoritär an, wenn einer vermeint, sich bei einem Wort auch etwas denken zu dürfen.

      Zwischen den Worten "Aufzucht", "aufziehen" und "erziehen" einen Unterschied machen zu können, ist für mich nicht autoritär, sondern ich versuche wenigstens eine gewisse Sprachkompetenz zu wahren. Diese Wörter bezeichnen Ähnliches, aber nicht das Gleiche. Im Antiautoritären alle diese Wörter in einen Topf zu werfen, macht alle nur ärmer.

      AU hat - egal was er gemeint hat - im Übrigen nicht "aufziehen", sondern "Aufzucht" verwendet. Das eine ist nicht das substanziierte andere.

    • blem-blem
      07. April 2014 13:21

      Nun, vom "Aufziehen von Kindern" wird sehr wohl gesprochen. Sprache hat aber auch was Spontanes, und nicht nur Manieriertes, an sich, so dass im gesprochenen Alltag die Unterschiede verschmelzen. Das Kinderaufziehen ist eben nicht so vertraut wie die Kinderaufzucht, das gesprochene Deutsch bewirkt einen Abschliff hin zur kürzeren Form ...

      Es kommt auch nicht auf die Worte an, sondern darauf, mit welchen Inhalten sie belegt sind. Das bestimmt sich aber nicht allein nach lautmalerischen Assoziationen. Exemplarisch dafür das Sprichwort "Honi soit, qui mal y pense", das wohl dafür steht, dass ein und derselbe Augenschein unterschiedlich konnotiert wird.

    • cmh (kein Partner)
      07. April 2014 15:17

      Es wurde aber nicht von aufziehen, sonder von Aufzucht gesprochen.

      Man könnte jetzt sagen, dass dies ein Streit um des Kaisers Bart ist. Nur das täuscht: es gilt hier, dem beginnenden Sprachraub entgegenzutreten.

      Mit dem Hinweis auf das Abschleifen der Sprache, was auch immer das sein mag, sagt man eigentlich nur, dass sich niemand mehr getraut, einen Regelverstoß als sochen zu benennen. Dies ist aber ein durchgehendes Problem unserer Gesellschaft, die meint, man könnte über Ethik und Moral, sowie hier über Sprache einfach abstimmen.

      Wobei man das durchaus kann: nur ist das das beste Mittel nicht nur die Sprache, sondern auch den Umgang der Sprecher untereinander zu vulgarisieren. Denn wenn es der Masse zu mühsehlig ist, bei zwei ähnlichen Wörtern auch etwas ähnliches zu denken und nicht nur - eh wurscht - das gleiche, dann verliert nicht nur die Sprache die Kraft, unterschiedliches zu nennen und dann zu denken.

      Wobei ich schon auch eine Lanze für die Autorität brechen will. Glauben Sie wirklich, eine Sprache, die sich wie eine Hure zu jedem Regelverstoß hergibt, wird von unseren Neobürgern/Neosprechern auch als ernstzunehmende Sprache angesehen? Das glauben vielleicht die antiautoritären Elfenbeinturmdusseln von den Unis (ich möchte vermeiden, die Bezeichnung der Kulturinstitution Universität hier in ihrer ganzen Länge zu verwenden.). Das ERgebnis wird nur eine Kreolisierung des Deutschen in Richtung dieser maghrebinischen Bandelwurmsprache ohne Geschlecht, Zahl oder Fall sein.

      Ich wollte nur, diese Uni-koffer würden sich hinstellen und den gleichen visionären Mut aufbringen wie der Baron Coudenhove-Kalergie, der eine europäische razza cosmica sein Ziel nannten. Man würde dieser Art von Germanisten ausrichten, sie sollten auf Turkologie umsatteln. Zumindest.

    • blem-blem
      07. April 2014 15:57

      Nein, vom "aufziehen" wurde tatsächlich nicht primär gesprochen, sondern von "Kinderaufzucht" als Synonym für's Kinderaufziehen. Also nicht "aufziehen", sondern (groß!:) Aufziehen. Nur in weiterer Folge habe ich (klein:) "aufziehen" dem "erziehen" gegenübergestellt.

      Kommt Ihnen die Formulierung "einen Großteil ihres Lebens mit dem Kinderaufziehen verbringen" nicht auch sperriger vor als "... mit der Kinderaufzucht verbringen"? Mir schon.

      Und lassen Sie es sich gesagt sein: das gesprochene Wort bestimmt die Sprache zumindest ebenso wie das geschriebene. Etliches in der Sprache wird ein Ergebnis der von Ihnen beklagten Verhurung sein, etwa die Konkatenation "im" für "in dem", aber sicher noch vieles mehr, worüber Sprachwissenschafter sicher besser berichten können.

      Mir ist auch keine "Tieraufzucht" als sprachliche Gepflogenheit vertraut. Insofern wird in der Regel vielmehr von "Tierzucht" gesprochen.
      Auch sind viele Redewendungen nicht logisch (=grammatikalisch aussagekräftig), aber nichtsdestotrotz etabliert.

  10. cmh (kein Partner)
    07. April 2014 09:17

    Ich wehre mich gegen die Voraussetzung aller Verhetzungsparagraphen: Ich bin nicht verhetzbar!

    Die Meinung des Gesetzgebers dazu, dass sein Souverän zu blöd zum Selberdenken ist, kann eigentlich nur mit einer handfesten Tracht Prügel geahndet werden.

    Daher sollte statt des VErhetzungsparagraphen, einen Blödheitsannahmeparagraphen mit den politischen Mandataren als Normadressaten erlassen.

  11. cmh (kein Partner)
    07. April 2014 09:11

    Selbstmord, der politische nämlich, soll straffrei sein? Damit ist doch nur den Defaitisten Tür und Tor geöffnet!

    Nicht umsonst stellt Dante den Papst Cölestin, der das Amt übernahm in Unkenntnis der Aufgabe, vor der er dann scheute und zurücktrat, in einen der oberen Höllenkreise zu den Wankelmütigen. Diese müssen bis an das Ende der Zeiten immer einer sich im Wind drehenden Fahne nacheilen. (Benedikt, der in genauer Kenntnis der Aufgabe und seiner Kräfte in die zweite Reihe trat, ist da keine Paralelle.)

    Und hier liegt der eigentliche Grund für den Niedergang der ÖVP: man kann sich nicht mehr auf sie verlassen! Im Gegensatz zu den Sozen, bei denen man im vorhinein immer genau weiss, was die nach sozialistischer Notwendigkeit machen werden, ist bei der ÖVP vor und nach der Wahl völlig unklar, wofür die stehen.

    Ich hatte gerade das wundersame Erlebnis eines ÖVP-Mandatars, der mit vielen Worten die Notwendigkeit der Homoehe propagierte, und sich dann auf die Frage, ob er denn selber schwul sei als mega angepisst outete. Was will den (zumindest) der von seinen Wählern? Der weiss doch nicht einmal, wer seine Wähler sind.

  12. Gennadi (kein Partner)
    07. April 2014 08:21

    "liberal" bedeutet in der Grundbedeutung, alle Regeln und Beschränkungen ablehnend. Die Urform von liberal ist daher der Anarchismus. Ich könnte mir nicht vorstellen, was die ÖVP jemals damit zu tun gehabt hätte.

    Die in den USA gebräuchliche Bezeichnung "liberal" bedeutet nicht, wie von A.U. irrtümlich verstanden, sozialdemokratisch. Dieser Begriff ist in den USA völlig unbekannt.
    "liberal" bedeutet dort kommunistisch im klassischen (d.h. sowjet-bolschewistischen) Sinn.

    • Gerald (kein Partner)
      07. April 2014 10:32

      Liberal bedeutet keineswegs alle Regeln und Beschränkungen ablehnend und hat mit Anarchismus schon gar nichts zu tun. Liberal bedeutet einfach nur freiheitsliebend, jedoch mit der wichtigen Einschränkung, dass diese Freiheit dort endet wo sie die Freiheit eines anderen einschränkt. Z.B. Sklaverei ist im Anarchismus möglich (da es ja keinerlei Regeln gibt) im Liberalismus nicht, da dabei jemand seiner Freiheitsrechte beraubt wird. Liberalismus bedeutet vor allem Betonung der Eigenverantwortung, aber nicht der Gesetzlosigkeit. Ein liberaler Staat gibt sehr wohl Regeln vor, aber nur Rahmenregeln. Wobei vermutlich ein vollständig liberaler Staat genausowenig funktionieren würde wie ein kommunistischer. Wie so oft liegt der goldene Weg irgendwo dazwischen, in Österreich und Europa allerdings marschieren wir seit einiger Zeit schnurstracks nach links und bei diesem Marsch macht auch die ÖVP leider begeistert mit.

    • baro palatinus (kein Partner)
      07. April 2014 14:03

      die anarchie ist die abwesenheit von herrschaft. also gibt's darin auch keine sklaverei.

      wär auch auf wikipedia gestanden.

  13. medemfilola- jun (kein Partner)
    07. April 2014 04:06

    OT

    Zumindest nicht-faschistisch ist das hier: https://www.youtube.com/watch?v=a88W0A3wK_E

    Genaugenommen ist "liberal" wohl am besten über die Ausschlußdefinitionen all dessen zu definieren, was nicht liberal ist .... bzw als eine Überspannung der Liberalität empfunden werden muß.

    • medemfilola- jun (kein Partner)
      07. April 2014 11:02

      Ich hab eben vorhin ein wenig "stöbergelesen" durch ihren Text Herr Dr. Unterberger und festgestellt --- genau: Siehe vorhin "Ausschlußdefinitionen" !

      Das so wichtig Positive an wirksam menschlichen Gesetzeswerken ist die Öffnung in die Richtung in der wirkliche Liebe und damit auch das einzig wirkliche Wachstum ausreifen können ...

      Am Niederregulieren und den daraus resultierenden Oppressionen (Sklavenhalterkulte, Menschenverachtungskulte, die Ideologie der massiven bis brutalen Frauenverachtung - Islam(vielfach im Koran zugrundegelegt)) führt immer zumindest in die "nachhaltigen Niederschwünge" und diese immer ins Chaos .....

      Nicht "Ordnung aus dem Chaos" (denn das ist eine lügnerische und selbst"verherrlichende" Bezugsreferenz die suggestiv darlegt als ob die Welt, das Universum und alles darin völlig prinzipiell ein Chaos ohne innerste Wegweisungen sei), sondern die menschengöttliche in der Schöpfung angelegte Ordnung herbeizuführen ist das Ziel. Friede mit dem Ewigen !

      Und dieser Friede beginnt mit dort am intensivsten wo nicht mehr Macht, sondern Liebe im Fokus steht ......

      Dies ist auch die Quintessenz dessen welches in der Seele des historischen Je/o/aschua`s ? auffindbar ist ------ im Johanaanschriftwerk am intensesten.

      Der Versuch der Machtseelen die ewige Dimension wirklichen Liebens durch ihre Lügenbrillen verzerrt sehen zu wollen und damit die Ewigen-Botschaft zur Unkenntlichkeit zu verunstalten und in eine ihrige zu verdrehen ist im Matthäusevanglium manifest geworden. Das Matthäusevangelium auf welchem auch der Koran basiert.

      Im Ringen um Macht betrügen, belügen und beschwindeln die Pseudedemokraten ihre Bevölkerungen bis weit über die Belastungsgrenzen ..... und statt Proponenten des Menschlichen zu sein wurden solch zu Gefolgsleuten extremer bis extremster Randgruppen .... bis hin zu solchen deren vermeintliche "Liebe" nur erkalteter Hass ist und das Gefühl von vermeintlichem "Leben" in solchen nur zurückkehrt, wenn sie sich in ihrem

    • medemfilola- jun (kein Partner)
      07. April 2014 11:05

      Hassen wieder "aufwärmen".

      Sollte dieser einstige jüdische Wanderprediger wirklich ein Betrüger gewesen sein ?

      Dann hättte Johanaan mit seinem Werk einen Nachruf mittels der besten Schwindeleien aller Zeiten geschrieben ......

      .. denn bereits der Anfang zeugt von so intensen Bewußtseinsstärken, dass dies von einem wirklich Primitiven niemals geschrieben hätte werden können.

      Amen

      Ende allen Sklavenhalterkulten, Ende allen Tiervergötzungskulten !

      Anbruch des Menschenzeitalters !

      Amen

    • medemfilola- jun (kein Partner)
      07. April 2014 11:35

      Aufbruch INS Menschenzeitalter !

      Wirklich Lieben bringt die Einbindung in die Kraft des Ewigen ....

      Es sind stets nur die Ausbrüche aus diesem Lieben welche in Folgen des Abirrens Kälte, Wut und Hassen gerieren ..... bis hinunter in Hirne, die ihre Seelen so ins Abgewendete wirbeln machten, dass solche im Morden die einzig machbare "höchste Erfüllung" sehen. Sure 8, Vers 17

      Mann ist beinah versucht einem ANDEREN Gott - einem Griechischen (Apokalypse) - Glauben zu schenken, der insbesondere in einer Seele so abgrundtief Selbstbetrügerisches sah, daß dieser schon früh vor seiner nächsten Wiedergeburt zum personifizierten "Tod" vorhergesagt worden ist .......

      Ihm und den seinen wollen auch heute noch viele vertrauen .... und bemerkenswert viele davon sitzen in "unserem" Haus, welches eigentlich "unser Haus" unserer DIREKT gewählten (kein Parteibonzen, kein Ideologievernaderte) MENSCHENRÄTE sein sollte ....... statt dessen treiben dort viele kriegerischer "Unterhändler" (welche Parlamentäre sind - Parlament) ihre bösen, hinterhältigen "Spiele" um der Macht wegen und ringen nicht für uns, sondern für ihre segregationistischen Bewegungen und beinah immer mit dem Rücken zur Bevölkerung stehend strecken solche nach hinten die Hände in unsere Taschen - sehr lang und sehr fingiert.

      Und selbst da wo solche noch meinen, sie täten wirklich etwas Sinniges --- wirds uns beim genauen Hinsehen sehr bewußt: Sie stecken so tief in ihren Scheinwelten, dass sie sogar dann, wenn solche von sich "wirklich meinten wirklich "bemüht gewesen zu sein" .... unterm Strich immer nur die intenseste Mühe für sich selbst rauskommt.

      Und selbst partiell wirklich Gutes wird in einem reissender werdendem Strom gigantischer Lügen (mit der Frontlüge: Islam ist Friede) nur noch zum "seelischen Psychopharmaka" des selbstsüchtigen Selbstbetrugs ...... denn auch hierin gilt den Heuchlern: Mit wirklicher Heilungsintention verabreicht ihr euch das nicht !

      ..... und auch an "uns" denkt ihr dabe

    • medemfilola- jun (kein Partner)
      07. April 2014 11:37

      an "uns" denkt ihr dabei - schon lange nicht mehr.

  14. BHBlog (kein Partner)
    07. April 2014 03:55

    Apropos Grüne.
    Was haben ÖVP und Grüne gemeinsam?
    http://benjaminheinrichblog.blogspot.co.at/2014/04/grune-im-sinkflug.html

    Sinkende Umfragewerte^^.
    Ich hoffe ja, dass die NEOS mehr die Stimmen der Grünen absorbieren, während die REKOS sich der ÖVP Wähler holt.
    Denn wer liberal wird ohne die Meinungsfreiheit stärken wollen, der gehört eben auch mit Wählerverlust bestraft.
    Anders lernts die ÖVP ja nicht!

  15. byrig
    07. April 2014 01:56

    konservativ aus heutiger sicht könnte heissen,dass wir österreich insgesamt,in seinem charakter,in dem,was es ausmacht,in grossen und ganzen erhalten wollen.
    das würde bedeuten,einer haltlosen zuwanderung,wie sie heute passiert,sei es im namen des asyls,oder der wirtschaftsflucht,nicht nur nicht seine sofortige zustimmung zu geben,sondern zu hinterfragen und abzuwehren.
    konservativ könnte auch heissen,dass linksfeministischen intentionen wie dem binnen-I eine eindeutige absage erteilt wird,wenn selbiges zur Pflichtverwendung erhoben werden sollte.
    konservativ könnte auch heissen,dass dem eindeutig linken mainstream in der eu etwas entgegengesetzt wird-im verbund mit anderen nichtlinken parteien,wie den britischen unter cameron.
    dann würde umso klarer herauskommen,was liberale wurstel ala drexler in wirklichkeit sind:erbärmliche,verantwortungslose selbstdarsteller.

  16. Brigitte Imb
    06. April 2014 23:24

    Sehr guter Artikel von Gudula Walterskirchen

    Rettet die Familie vor Politikern! Ministerin Karmasins Denkfehler

    Die ÖVP vergrault weiter ihre Wähler und gibt eines ihrer wichtigsten Kernthemen auf. "Liberale" Familienpolitik betreibt schon längst die politische Konkurrenz.

    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/walterskirchen/1587306/Rettet-die-Familie-vor-Politikern-Ministerin-Karmasins-Denkfehler

    • dssm
      06. April 2014 23:30

      An dieser Stelle einmal ein Danke für Ihre regelmäßigen aber ausgesuchten Links. Sie ersetzen ja fast schon Herrn Ortner. Danke!

    • Brigitte Imb
      06. April 2014 23:34

      Danke für die Blumen. Ich würd´eh gerne einen Pressespiegel zusammenstellen, da bräucht ich halt eine Seite......mir entgeht wenig aus der f. uns interessanten Medienlandschaft, aber ich kann ja nicht nur "OTs" bloggen ;-).

    • Brigitte Imb
      07. April 2014 01:22

      @dssm,

      schaunS´, da hab´ich noch etwas für Sie. Ein wenig mystisch, aber im Zusammenhang mit dem darauffolgenden Artikel wieder etwas klarer. Auf jeden Fall bin ich auf Ihre Interpretation gespannt.

      Rara avis in terris nigroque simillima cygno

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/10/09/was-ist-ein-schwarzer-schwan-in-der-wirtschaft/

      Preisverfall: Ist der Kupferpreis der Schwarze Schwan?

      http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/07/preisverfall-ist-der-kupferpreis-der-schwarze-schwan-2/

    • Majordomus
      07. April 2014 12:17

      @Brigitte Imb:

      Ich gehöre auch zu denen, die gerne Ihren Links folgen, deswegen auch meiner Seite an dieser Stelle einmal herzlichen Dank!
      Wenn Sie Ihre Daten einem sozialen Netzwerk anvertrauen wollen - für sowas wie einen "Pressespiegel" oder eine Linkliste würde sich evtl. Twitter eignen, da sich der Link ohnehin fast auf jeder Nachrichtenseite befindet und man Ihnen auch ohne einem eigenen Nutzerkonto folgen könnte (auf Twitter, natürlich). Just my 2 cents. Es gibt sicher auch andere Lösungen.

  17. mischu
    06. April 2014 23:16

    OT

    Wenigstens die Ungarn haben einen rechtsliberalen, wertekonservativen Ministerpräsidenten und wählen ihn auch vermutlich sogar mit 2/3 Mehrheit:

    http://kurier.at/politik/ausland/ungarn-viktor-orban-liegt-klar-voran/59.494.780

    Bravo, Gratulation zum eindeutigen Wahlsieg!

  18. Undine
    06. April 2014 23:15

    Wer weiß schon etwas über den Wahlausgang in Ungarn? Bei Google gibt es noch nichts Konkretes. Hoffentlich kann Orban einen ordentlichen Sieg heimtragen!

  19. Brigitte Imb
    06. April 2014 23:03

    Wann forscht endlich jemand für Heterosexuelle? ;-)

    Studie zu Homosexualität im Alter

    Eine Studie der Stadt Wien widmet sich Situation von homosexuellen Menschen im Alter. Die nun gestartete Umfrage wendet sich an alle Altersgruppen, um bereits jetzt zu erfahren, welche Vorstellungen es zur späteren Betreuung gibt.

    http://wien.orf.at/news/stories/2640374/

    • Undine
      06. April 2014 23:11

      @Brigitte Imb

      Wer sich um die homosexuellen Menschen im Alter kümmern soll? Schwule und Lesben nehme ich an---es scheint ja so viele zu geben. ;-I

  20. Politicus1
    06. April 2014 19:49

    gerade in der ZIB:
    da erfahre ich, dass der Bauernminister Asylwerbern erlauben möchte, in Österreich legal zu arbeiten.
    Heißt in der Realität:
    Jeder, der - wenn auch illegal - über die Grenze kommt und "Asyl, Asyl" ruft, hat automatisch den legalen Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt!
    Wir haben ja nur 403,000 Arbeitslose - davon ein Viertel Ausländer!

    Ach ja, genau so will eine liebarle ÖVP die Stammwähler bei der Stange halten ...
    Wer's glaubt wird selig! Spindelegger wird bald ein Heiliger sein ...

    • dssm
      06. April 2014 23:27

      Liberal ist diese Meinung des Agrarministers jedenfalls.
      Denn ein Liberaler will keine staatlichen Einschränkungen, für niemanden!

      In Realität verdächtige ich den werten Minister eher, daß er in der puren Not solche Äusserungen von sich gibt. Denn die vielen nicht arbeitenden Migranten kosten viel viel Geld. In Landwirtschaft und Tourismus (beides in Tirol stark) fehlen regelmäßig die (drastisch billigen) Arbeitskräfte, welch ebenso regelmäßig aus dem Ausland dann per sonder-sonder-sonder Erlaubnis importiert werden.

      Aber der Wertkonservative hat sich, wie Sie, die Mühe gemacht, ebenfalls eine Wertung aus erster Hand einzustellen. Mal sehen wer richtiger liegt. Ich hoffe als Nettozahler der Wertkonservative hat recht, aber in Anbetracht unserer täglich erlebten Realität...

  21. Gerhard Pascher
    06. April 2014 18:58

    Sehr geehrter Herr Dr.Unterberger, bitte senden Sie diese Aufstellung an die Bundes-ÖVP in der Lichtenfelsgasse z.H. Herrn Dr. Michael Spindelegger.

    Zu Ihrer Aussage, dass jede zweite Ehe geschieden wird, muss man noch hinzufügen, dass noch wesentlich mehr "wilde Partnerschaften" in Brüche gehen, dies geschieht einfach durch "Tschüß" oder "Schleich Dich". Übrigens gibt es zigtausende Lebensgemeinschaften älterer Leute, wobei die Gründe des "Nicht-Heiratens" hauptsächlich darin bestehen, dass die Witwen - welche meist auch eigene Pensionsansprüche haben - nicht die zusätzlichen Witwenpensionen der früheren Lebenspartner verlieren wollen. Eigentlich eine sinnwidrige Verwendung entgegen dem ursprünglichen Zweck.

  22. Cotopaxi
    06. April 2014 18:26

    o.T.

    Hat es nicht geheißen, dass Österreich im Augenblick zu wenig Religionslehrer für die Mohammedaner hat? Sind die alle karenziert, oder was? ;-)

    http://www.pi-news.net/2014/04/wien-islamlehrer-fuer-dschihad-karenziert/

  23. Josef Maierhofer
    06. April 2014 14:22

    Die ÖVP wird sagen, es gibt ja keine Bürgerlichen mehr, es gibt nur noch Linke in 'unseren' Reihen.

    Denn immerhin wird (wurde) sie noch gewählt.

    Das, was sie sich aber zusammen mit den Linken jetzt leistet, sollte selbst den treusten ÖVP Wähler endlich die Augen öffnen.

    So was ist weder liberal (zweite Silbe betont) noch konservativ, das ist schwer links.

    Da sind ja die Sozialisten von der FPÖ noch liberaler und konservativer.

  24. Collector
    06. April 2014 13:13

    AU tischt immer wieder den selben "Schmarrn" auf:

    Der Liberalismus sei ein Mischmasch "aus klassischem Liberalismus mit dem Konservativismus, zu dem auch das nationale und identitäre Denken gehöre".

    Liberalismus ist ein Kind der "Aufklärung". Die neuzeitliche "Aufklärung" (illumination, enlightenment) ist das Projekt der Loslösung ("Emanzipation") von Gott und schließlich von jeder Autorität - der väterlichen, der kirchlichen und der staatlichen - unter Rekurs auf die als "mündig" angenommene, einzelmenschliche Vernunft.

    Durch die "Entbindung" oder Entfesselung der Vernunft enstehen "Monstren" (Goya), "Dämonen" (Dostojewskij"), "Gespenster".

    Eritis sicut Deus: Durch die "seinsgeschichtliche Gottvergessenheit" kann das Böse vom Guten nicht mehr unterschieden werden, es entsteht Chaos. Auf Chaos folgt die Tyrannis. Liberalismus tendiert immer nach links, er endet schlußendlich
    stets im Kollektivismus (Ed. Shils).

    Mit Recht bezeichnen daher die Päpste den Liberalismus als "Pestseuche", "Häresie", "satanische Ideologie", hervorbringend eine "Struktur der Sünde" mit der "Kultur des Todes".

    Und wenn man den Päpsten nicht glaubt, dann vielleicht den Soziologen: Für sie führt der Liberalismus zu "Abschaffung des Menschen" (Tenbruck), die instrumentelle Vernunft zur "Diktatur des Irrationalen" mit Atombombe und Kernzerstörung.

    Wo Liberalismus und Konservativismus zusammentreffen "zischt" es wie bei "Feuer und Wasser". Und "nationalliberal" gibt es nur bei Freiheitlichen, die nicht konsequent denken können.

    Aber wie sollten das Journalisten mit ihren Vorurteilen und Scheuklappen begreifen? Vielleicht sollten sie mal Bodo Strauss lesen? Eine gute Besprechnung seiner letzten zwei Bücher im "Spectrum" dieser Woche ("Lichter des Toren" und "Die Fabeln von der Begegnung").

    • otti
      06. April 2014 15:59

      Kommentar zu "collector"

      entbehrlich,
      sehr entbehrlich,
      nur entbehrlich !!!!

    • Collector
      06. April 2014 18:09

      @otti

      sicher, Grundlagen sind wie Grundforschung entbehrlich - für das dicke Ende, das dann mit Sicherheit kommt.

    • La Rochefoucauld
      06. April 2014 20:08

      Ich schätze Collector, auch wenn er mir manchmal etwas zu verbissen und ideologisch-religiös verengt argumentiert.

    • simplicissimus
      06. April 2014 22:13

      Was Collector immer uebersieht: Jede Stroemung artet durch Uebertreibung aus. Was er dem Liberalismus an Negativem unterstellt, trifft im Extremfall genauso auf Religion und Kirche zu. Er vergisst, dass ueberall Menschen dahinter stehen. Mit Ihren Schwaechen. Deshalb ist kein System, keine Weltanschauung, keine Philosophie und keine Religion perfekt.

    • cmh (kein Partner)
      07. April 2014 09:38

      Libertas ist ein abendländischer Begriff, der eigentlich nur hier heimisch ist.

      Leider hat er die gleiche Wurzel, wie "Liberten", der zuchlose Wüstling.

      Es ist immer das Spannungsfeld zwischen Freiheit "von etwas", und Freiheit "zu etwas", in dem die meisten dieser Missverständnisse herstammen.

      So ist z.B. der Orientierungslose "frei" vom Zwang der Kompassnadel, der Orientierte aber "frei" in der Wahl seines Zieles. Der tatsächlich "Freie" ist in der Lage, zwischen diesen beiden Arten von "Freiheit" zu wählen.

    • baro palatinus (kein Partner)
      07. April 2014 14:13

      der collector sammelt wissen über propostionen von aristoteles bis foucault.
      bravo so weit.
      nur die inkohärenz seines weltbildes ist ihm nicht ganz begreiflich....
      wie sollte sie es auch sein?

      ahja und was den kollektivismus, die funktionalisierung des individuums sowie die dichotomie von links und rechts angeht; da sollten Sie noch einmal ein bisschen nachlernen.

    • Dr. Endre Attila Bárdossy (kein Partner)
      08. April 2014 17:56

      COLLECTOR hat zum letzten Beitrag von A. Tögel (Cf. "Wofür der Kapitalismus nichts kann") richtig bemerkt, dass das Kapital durch seine Verabsolutierung kein neutrales Werkzeug, sondern eine tödliche Ideologie geworden ist. Sie kann das Viergespann der Kardinaltugenden (Klugheit, Gerechtigkeit, Maß & Mut) nicht vermitteln. Diese waren in der abendländischen Geschichte, auch zu Smiths Zeiten noch, als Werte unterschwellig (privat & öffentlich) nicht gänzlich unwirksam, auch wenn sie den lebendigen Gottesbezug langsam, aber sicher eingebüsst haben.

      UNTERBERGER verweigert die Dominanz der Linksliberalen, Libertären und Libertinen im aktuellen Liberalismuspanorama wahrzunehmen. Diese sind nicht nur in Obama-Landia oder unter lateinamerikanischen Befreiungstheologen präsent, sondern bilden überhaupt in Brüssel, Straßburg, aber auch in der Kirche eine zunehmende Führungsspitze. Somit wird nicht nur die ÖVP immer mehr linksorientiert und liberal.

      Dass zum sachgerechten Wirtschaften die traditionelle Ordnung von Gütern, Diensten und Rechten, Eigentum & Kredit, Betrieb & Technik, Wissen & Können, Staat & Markt gehören, all das war auch im alten Rom und Griechenland hinlänglich bekannt.

      Die altenglische Dichotomie Wirtschaftsliberal & Wertkonservativ hat sich längst (spätestens ab 1900) verwittert. Die Zeiten, als Adam Smiths politische Ökonomie halbwegs noch eine Moral Science war, sind längst verblichen.

      Nach Benedikt XVI verkehren sich die abstrakten moralischen Werte, wenn sie in der liberalen Diktatur des Relativismus verhandelbar werden, gegen die Schöpfungsordnung. Sie bauen keine Brücke der Freiheit zu... etwas Höherem, sondern leiten eine Freiheit vom... ewigen Unum, Verum, Bonum ein.

      Wenn einmal der Verlust der Mitte vollzogen ist, dann kann eine dekadente Gemeinschaft im Schatten der toten, museal gewordenen Werte ihr Leben eine Weile länger arrangieren. Wenn der Ernstfall eintritt, wird sie jedoch feststellen müssen, dass sie auf liberalen Flugsand gebaut hat.

  25. haro
    06. April 2014 13:02

    Wieder einmal besten Dank an A.U. für seinen treffenden Kommentar!

    So wie die FPÖ in allen Medien offen nieder gemacht wird, so wird die ÖVP von den linken Medien missbraucht und es werden manipulierend fast nur jene ÖVP-Meinungen veröffentlicht die mit den linken (den "guten") übereinstimmen (ähnlich ergeht es der katholischen Kirche) . Bei Wahlverlusten wird medial aber sofort diametral suggeriert dass die konservativen Meinungen in der ÖVP (die vorher gar nicht vorhanden oder zumindest nicht vorherrschend waren) schuld am Debakel seien. Das nur zur Ehrenrettung der einst konservativen ÖVP.

    Nur :

    Wie kann es sein dass eine mitregierende Partei wie die ÖVP die Medienoberhoheit und damit die Propaganda seit vielen Jahren völlig den Linken überlässt (und unterstützt!) anstatt sich selbst auch medienwirksam zu präsentieren und sich nicht an Hetze gegen die FPÖ beteiligt?

    Reitet sie der Teufel anstatt das heilige Herz?

  26. Wertkonservativer
    06. April 2014 12:25

    Nach Ansehen der heutigen "Pressestunde":

    man verzeihe mir altem Wertkonservativen, wenn ich nach dieser Pressestunde mit BM Rupprechter eine recht emotionale Stellungnahme abgebe:

    Der Mann hat mich in einer Art und Weise beeindruckt, wie es für mich in der heutigen Personal-Öde ganz selten war und ist:
    souverän, mit klaren Vorstellungen hinsichtlich seiner zukünftigen Amtsführung, seiner Weltanschauung (die übrigens in bestem Sinn christlich ist), mit großem Blick auf die Zukunft naturnaher Landwirtschaft und Energiepolitik, und mit einem weiten Herz für die gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit:
    ein gestandener, intelligenter und sich eloquent äußernder Politiker!

    Leute wie ihn würden wir mehrere brauchen!
    Mit Kalibern der Art von BM Rupprechter schauen "Neuanfänger" wie Strolz und Stronach-Nachfolger ziemlich ärmlich aus!!!

    Darf ich als alter Schwarzer noch eine Hoffnung äußern?
    Dieser Mann hätte wohl die Statur, eines Tages den derzeitigen ÖVP-Obmann in würdiger und fairer Form abzulösen!!!
    Jedenfalls hat mich BM Rupprechter in einer Weise überzeugt, dass ich die heutige "Pressestunde" für mich durchaus in die Kategorie einer "Sternstunde" einzuordnen bereit bin!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Brigitte Imb
    • Wertkonservativer
      06. April 2014 15:24

      @ Brigitte Imb:

      Was stört Sie daran, dass der Handel die österreichischen Bauern fördert und unterstützt?
      Derzeit gibt es bei Billa , Merkur & Co. Weintrauben und sonstiges Obst aus Indien, Südafrika dabei bleibe ich!

    • Brigitte Imb
      06. April 2014 15:30

      Wozu Prämien? Reicht nicht ein ganz normaler Preis für die Ware?

    • Wertkonservativer
      06. April 2014 15:32

      @ Brigitte Imb:

      der Schluss-Satz ist "verballhornt"!
      Es sollte heißen:
      Jedenfalls ist Herr Rupprechter nach meiner bescheidenen Meinung ein guter Mann!
      Dabei bleibe ich!

      (mail to: erhard@michler.at)

    • Brigitte Imb
      06. April 2014 15:35

      WK, das ist Ihr gutes Recht. Mir kommt der Mann suspekt vor und ich glaube der wäre besser bei den Linken aufgehoben.

    • fenstergucker
      06. April 2014 15:38

      @Brigitte Imb

      ***

    • cmh (kein Partner)
      07. April 2014 09:42

      Wenn es in Österreich und damit in der ÖVP mehr Männer vom Schlage eines Rupprechter gäbe, dann würden sich alle diese Partikularmeinungen gegenseitig kontrollieren.

    • Majordomus
      07. April 2014 12:12

      @Brigitte Imb, 06. April 2014 15:35

      Ihr Gefühl trügt Sie nicht, Frau Imb. Minister Rupprechter war als Student auch bei den Anarchisten, wo ihn die Idee der Regellosigkeit gereizt hat, und bei den Trotzkisten - so wie Jacques Chirac und José Manuel Barroso auch. Daraus hat er viel politisches Verständnis mitgenommen... So sagte er es in einem Interview mit dem Standard am 28. Februar 2014.

    • Brigitte Imb
      07. April 2014 16:03

      Majordomus,

      vielen Dank für diese Information, die mir pers. wohltut u. meine Menschenkenntnis doch ein wenig bestätigt. Ich liege wirklich sehr selten mit meiner Einschätzung falsch.....a echte Hex. ;-)

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      07. April 2014 18:06

      Brigitte Imb und Majordomus:

      Auch ein Peter Pilz und der ORF-EU-Korrespondent Raimund Löw gehörten einst der Gruppe Revolutionärer Marxisten an. Das nennt man auch den Marsch in- und durch die Institutionen...

      Da grüßt man doch gleich mit einem herzlichen "Rot Front"!

      Und: Über die ideologische "Vergangenheit" seines Landwirtschaftsministers hatte der die ÖVP mit harter Hand führende ÖVP-Obmann aber schon gar nichts gewußt! Wetten? Ein Trauerspiel...

    • Majordomus
      07. April 2014 19:47

      Was ich zum Trotzkismus noch erwähnen möchte:

      "Eine unter anderem von trotzkistischen Bewegungen verwendete Methode ist jene des „Entrismus“, der offenen oder verdeckten Mitarbeit in Parteien und Organisationen. Ziel kann dabei sein, die eigene Ideologie zu verbreiten, Mitglieder zu gewinnen, den Kurs der Organisation zu verändern, in Zeiten der Marginalisierung beziehungsweise des Verbots revolutionärer Organisationen nicht vollständig vom politischen Geschehen isoliert zu sein oder eine legale politische Arbeitsmöglichkeit zu haben." (Wikipedia)

      Das sagt ja wohl alles. Vermutlich ist der Anderl nicht der einzige in der ÖVP. Das würde so manches erklären.

    • Brigitte Imb
      07. April 2014 20:38

      Majordomus *****

  27. M.S.
    06. April 2014 11:10

    "Gesellschaftliche Zusammenbrüche haben sich in der Geschichte der Menschheit immer rasend schnell und mit oft katastrophalen Begleiterscheinungen vollzogen, auch wenn die Ursachen sich zuvor nur allmählich hochgeschaukelt haben. Was wir heute sehen, ist ein langsames Hochschaukeln, das auf einen Kulminationspunkt zusteuert: eine lange, kleinteilige Liste von unheilvollen Entwicklungen, die weitere unheilvolle Entwicklungen nach sich ziehen und die sich gegenseitig verstärken. Die vielen, für sich genommen zwar besorgniserregenden, aber nicht katastrophalen Veränderungen unserer Gesellschaft verhalten sich dabei wechselseitig voneinander abhängig, sprunghaft, unkontrollierbar und unberechenbar, wie es bei dem chaotischen System einer komplexen Gesellschaft zu erwarten ist. Ursachen und Auslöser sind von Wirkungen und Symptomen nicht mehr unterscheidbar und nicht messbar. Wir wissen nur: Erreichen die sich gegenseitig verstärkenden Faktoren einen Kipppunkt und überwinden sie damit die die dämpfenden Faktoren, dann beschleunigen sich die Veränderungen dramatisch und es gibt kein Halten mehr."
    Auszug aus Kapitel 9 des Buches "Höllensturz und Hoffnung" Olzog-Verlag

  28. terbuan
    06. April 2014 10:28

    Die große Schwester als Vorbild für die ÖVP:

    "CDU denkt über Ende der nationalen Staats-Haushalte nach"

    Die CDU hat am Samstag ihr EU-Wahlprogramm beschlossen. Der Euro ist demnach alternativlos. Eine gemeinsame Schuldenhaftung in Europa ist denkbar, wenn die nationalen Parlamente nicht mehr die Budget-Hoheit haben. Möglicherweise planen CDU und SPD eine entsprechende Grundgesetzänderung.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/06/cdu-denkt-ueber-ende-der-nationalen-staats-haushalte-nach/

    Man ist nur mehr sprachlos, sind die alle noch zu retten?

    • M.S.
      06. April 2014 10:46

      Welches Unholds List
      liegt hier verhohlen?
      Welches Zaubers Rat
      regte dies auf?
      Wo ist nun mein Wissen
      gegendies Wirrsal?
      Wo sind meine Runen
      gegendies Rätsel?

  29. Cotopaxi
    • Riese35
      06. April 2014 16:44

      Wenn es mit der Politik bei uns so weitergeht wie jetzt (= transatlantische Kooperation: EU übernimmt die Kosten zur Lösung der Probleme der Türkei und der Ukraine, die USA übernehmen den daraus resultierenden Profit), werden wir in Europa noch froh sein, für die Chinesen so arbeiten zu dürfen. Denn die lachenden Dritten in einem Konflikt Westeuropa-Rußland sind die Chinesen, die bald ein technologisches Alleinstellungsmerkmal aufweisen werden, unaufhaltsam ihre Rüstungsausgaben in astronomische Höhen treiben und so den USA und der ganzen Welt nicht abzulehnende "Ratschläge" über Völkerrecht und Rechtsprechung geben werden.

  30. Wolfgang Bauer
    06. April 2014 09:50

    Ein nicht unwichtiger Punkt scheint mir auch die Schnüffelei des Staates in den Vermögensverhältnissen der Bürger zu sein. Ich wette, dass nach der jetzt erfolgten Aufgabe des Bankgeheimnisses für Ausländer innerhalb der nächsten 5 Jahre auch das inländische aufgegeben sein wird. Dann wird das Finanzamt - ohne Wissen des betroffenen Bürgers - in den Bankkonten herumschnüffeln dürfen. In Deutschland ist das schon üblich.

  31. dssm
    06. April 2014 08:38

    Lieber Herr AU!
    Es ist löblich wenn Sie das Liberale so preisen. Es ist löblich den guten Hayek zu zitieren.
    Es wäre auch löblich gewesen im restlichen Artikel dann auch liberal zu sein, Sie sind aber 'nur' wertkonservativ, etwas mir auch sehr sympathisches.

    Liberal wäre bei der Schule: Ganz ohne Staat!
    Metternich mit Tugendterror zu verwechseln ist auch nicht die feine Art. Metternich wollte ein herrschendes System erhalten, also verhielt sich so wie Obama mit seiner NSA; unsere Eliten (auch Obama) wollen uns zu neuen Menschen erziehen, das ist drastischer als ein bisschen Meinungsfreiheit.
    Steuern sind eine Folge von sozialistischer Politik, daher braucht man nicht über die Höhe diskutieren, denn der Staat (also die Mehrheit der Bürger) hat Zusagen über die Verwendung der Gelder gemacht und soll sich gefälligst daran halten (Vertrag!).
    Ein Liberaler mischt sich nicht in die Lebensentwürfe der Anderen ein! Der Fehler ist, daß es überhaupt staatlich verteilte Privilegien gibt. Die müssen weg, dann gibt es auch keine Schwulenprivilegien. Leider sind diese Privilegien mit klaren staatlichen (also Mehrheit der Bevölkerung) Zusagen verbunden, jedes Abweichen ist ein Vertragsbruch.

    Eine liberale Lösung sozialistischer Probleme ist unmöglich! Entweder den ganzen Sozialismus weg oder eben die Einschränkungen der Freiheit und des Wohlstandes hinnehmen.

    • cmh (kein Partner)
      07. April 2014 09:45

      Vertragsbruch?

      Wo nichts (mehr) ist, hat sogar der Kaiser sein Recht verloren.

  32. terbuan
    06. April 2014 08:04

    Wenn ein Unternehmen ständig am Markt vorbei produziert, wird es früher oder später verschwinden, das gleiche gilt auch für politische Parteien.
    Die Damen und Herren ÖVP-Politiker sollten sich einmal diesen Beitrag zusammen mit ihren katastrophalen Umfragewerten durch den Kopf gehen lassen, falls sie überhaupt noch in der Lage sind, sinnerfassend zu lesen.
    Aber "Kopf" haben sie derzeit ohnehin nur einen! ;-)

    • Cotopaxi
      06. April 2014 09:55

      Die ÖVP geht davon aus, dass sie systemrelevant sei und daher von der SPÖ in einer Koalition mitgeschleppt werde.Alternativlos.

  33. Wertkonservativer
    06. April 2014 07:36

    Wer weiß heute schon wirklich, was konservativ, liberal, links usw., ist?

    Unsere Werthaltungen als bürgerliche Menschen wollen wir für die Zukunft unserer Kinder gewahrt wissen!!!
    Für mich - ganz subjektiv gesehen - sind diese immer noch am besten (wenn auch nicht vollständig) bei der Volkspartei aufgehoben!
    Andere sehen es anders, was soll's?!?

    Da wir im April stehen, und heute noch dazu Sonntag ist, möchte ich den vielen Pessimisten hier ein Gedichtlein unserer herrlichen Lyrikerin Christine Busta widmen, dessen Hoffnungsgebot für unsere Seelenhygiene Medizin sein sollte:

    "
    APRIL
    (Meiner Mutter)

    Von Regen rauscht und rinnt die Nacht,
    daß ich aus Träumen aufgewacht.

    So rauscht es nun schon Tag um Tag,
    weiß Gott, wie das noch enden mag.

    Weiß Gott? Die Amsel weiß es auch:
    saß gestern abends naß im Strauch,

    und ob die Welt auch schier ertrank,
    der Strauch war grün, die Amsel sang!
    "

    (mail to: gerhard@michler.at)

  34. bécsi megfigyelö
    06. April 2014 04:06

    Leider sind Dr. Unterbergers Aussagen beschämend zutreffend. Doch bitte ich, die VP nicht zu einer ÖVP aufzuwerten. Die ständigen Gelüste in Richtung linker Unrat stoßen wertkonservative Menschen ab und sind zudem taktisch dumm. Drängen sich doch links eh genug Baddein.

    Ja, es gab Zeiten, wo die ÖVP tatsächlich österreichisch war. Heute plappert und äfft sie Vorgaben aus Washington und Brüssel hirnlos nach und transferiert dem heimischen Steuerzahler abgepreßtes Geld unter den verschiedensten wohlklingenden Vorwänden beflissen zu Goldman-Sachs. Selbst angesichts unverfrorenster EU-Diktate kennt die VP nur eines: Hände falten, Goschen halten!

    Neuester Schmäh sind TTIP-"Gespräche" (natürlich geheim) zur Knechtung der EU-Verbraucher als Vasallen der US-Monopole. Auch hier wird JVP-Kurz in die Verhandlungen ohne Meinung hineingehen und mit der Meinung Herrn Steinmeiers herauskommen: Europa hat jeglichen Willen zu Macht und Unabhängigkeit aufzugeben!

    Wetten, daß…?
    .

    • Wyatt
      06. April 2014 07:56

      @ bécsi megfigyelö

      traurig aber wahr, denn all die, die nicht den Vorgaben und dem Sinn Washington & Brüssels entsprechen - oder gar vorwiegend die Interessen ihrer eigenen Bevölkerung wahrzunehmen versuchen - wurden und werden bekriegt, durch CIA, NATO, und der medialen Lügenbrut.

    • Nemo
      06. April 2014 08:30

      TTIP-"Gespräche" ? Was soll das sein?

    • dssm
      06. April 2014 08:50

      @bécsi megfigyelö
      Was soll der Anti-Amerikanismus?
      Es sind nicht nur die US-Konzerne, da sind unsere Megabetriebe genau so dabei. Ab einer gewissen größe ist die Führung des Betriebes schwierig. Da der Mensch zum Zentralismus neigt macht die Sache nicht einfacher. Die Betriebe sind mächtig, denn ein paar Euros aus der Portokassa kann für eine politische Partei eine schöne Werbekampagne sein. Diese Betriebe überleben aber die Ineffizient der puren Größe nur, wenn der Staat entsprechende rechtliche und finanzielle Hilfestellungen gibt.

      Das hat nichts mit Amerika oder der EU zu tun, sondern mit einer 'behinderten' Marktwirtschaft.

    • kakadu
      06. April 2014 12:44

      @Nemo

      Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP)!

    • hamburger zimmermann
      06. April 2014 17:46

      @ dssm

      In eh nur drei Sätzen: Die Geheimverhandlungen in Sachen TTIP planen einen sogenannten Freihandelsvertrag, mit welchem es allen EU-Ländern unmöglich gemacht wird, Konsumentenschutzbestimmungen bestehen zu lassen oder neu zu schaffen, wenn diese dem US-Monopolkapital nicht gefallen.

      Sollte irgendein Staat solches dennoch wagen (die SPÖVP sicher nicht), erheben die USA dagegen Klage, die nicht etwa vor einem Gericht, sondern vor einem passend konstruierten Expertengremium abgehandelt wird. Und dann gibt’s Milliarden-Zahlungen wegen entgangenem Gewinn. Logo aus europäischen Steuergeldern, logo an Goldman, Sachs & Kumpane.

      Frau Merkel - gefangen in ihrer FDJ-Dressur "Von den US lernen, heißt siegen lernen" - ist emsig am Werk. Nicht für, sondern gegen Europa.

      Doch sind angesichts vorbereiteter Zwangsbeglückung mit Chlorhühnern und Monsanto-Genmanipulation Menschen in Sorge. Diese Angst billig als Anti-Amerikanismus niederzumachen, zeugt eher von schlichtem Intellekt.
      .

    • dssm
      06. April 2014 23:10

      @hamburger zimmermann
      Ich verstehe, wohl aufgrund meines schlichten Intellekts, Ihre Ausführung nicht.
      Der Freihandelsvertrag soll, wie ich ja geschrieben habe, den ganz grossen Konzernen auf Kosten der KMUs und Konsumenten helfen. Also Monsanto perverse Patente auf jahrtausendealte Kornsorten ermöglichen, das Chlor-Huhn ohne Kennzeichnung in die Regale bringen, geisteskranke 'Urheber'rechte durchsetzen, Wörter wie Champagner schützen usw.
      Was hat dies aber mit Amerika zu tun, ausser daß halt zufällig die uns nicht passenden Firmen dort drüben sitzen wie halt die dem amerikanischen Konsumenten nicht passenden Firmen bei uns sitzen?!?!

    • baro palatinus (kein Partner)
      07. April 2014 14:21

      Sie glauben also die wirtschaft sei von der politik entkoppelt?

  35. Brigitte Imb
    06. April 2014 03:06

    "Was ist liberal?" Liber - frei, bzw. liberal - auf die Freiheit bezogen (od. ganz "abartig" freiheitlich).

    Dieser Terminus wird allzugerne in der heutigen Zeit, und da vorwiegend von der politischen Klasse, zweckentfremdet angewandt, bzw. mißbraucht. Im öffentlichen Leben ist Liberalismus kaum noch möglich, die Anlassgesetzgebung hat dafür gesorgt. Diese wuchert auch bereits in die privatesten Ecken, wo man nicht einmal den Posten um eine Putzfrau nach eigenen Wünschen ausschreiben darf. (Wer hat da eigentlich Vorrang: die Negerin od. die Lesbin, bei gleicher Qualifikation?)

    Zur lIberalen ÖVP - den ehemaligen Konservativen, bzw. Christdemokraten -, braucht man keine Worte mehr verschwenden, denn sie haben mit den Linken so gut wie fusioniert. Und wie bereits an anderer Stelle gepostet: Will die ÖVP jemals wieder (Bundes)Wahlen gewinnen, soll sie bei Orban Nachhilfe nehmen.

    • Wyatt
      07. April 2014 18:20

      ....der Autofahrerclub ÖAMTC - dem doch ein Nahverhältnis zur ÖVP zugeordnet wird - erkennt in seinem monatlich erscheinenden Mobilitätsmagazin apr/14, auf Seite 50, den Trend, dass Reiseziele......" im Besuch eines örtlichen Events oder der TEILNAHME EINER STADTFÜHRUNG DURCH OBDACHLOSE" künftig wichtig seien.

  36. mischu
    06. April 2014 02:18

    Wie schon an anderer Stelle kommentiert, paßt es auch hier genau dazu:

    Die ÖVP verwechselt leider seit geraumer Zeit "raus aus dem konservativen Eck" und "liberaler werden" ganz einfach mit "LINKS ABDRIFTEN". Das hat nichts mit ihren "Bünden" und "Ländern" oder mit der großen Koalition zu tun, sondern ganz einfach mit einer unglaublichen Orientierungslosigkeit!

    Links haben wir in der Parteienlandschaft bereits ein dichtes Gedränge mit SPÖ, Grüne, Kommunisten, Piraten und NEOS (= eine Neuauflage des unseligen LIFs) Davon müßte sich die ÖVP eindeutig absetzen und sich endlich glasklar rechts positionieren bzw. sich eindeutig zu Werten bekennen, die links keinen Platz mehr finden, aber bei der Bevölkerung noch immer hoch im Kurs stehen, wie z. B. Familie, Kinder, Glaube, Heimat, Selbstverantwortung, Leistungsbereitschaft, Wirtschaft und Steuervernunft, Vertrags- und Meinungsfreiheit, Sicherheits- und Rechtssystem, usw. usw.

    Themen wie Gesamtschule, Homoehe, Adoptionsrecht für Homosexuelle, Zuwanderung mitsamt Umvolkung, linkspolitische Korrektheit, Genderismus, usw. usw. kann sie getrost hinter sich lassen, oder noch besser den Linken überlassen, die sind dort besser aufgehoben und werden in Zukunft vom Wähler entsprechend bewertet.

    Wenn die ÖVP endlich diese Unterschiede herausarbeitet und dafür einsteht, könnte es mit der Partei wieder aufwärts gehen. Mit einem falsch verstandenen Liberalismus, mit dem sie womöglich den linken Rand nochmals links überholen möchte wird es sicher nicht gelingen.

    Und mit dem derzeitigen, heillos überforderten ÖVP-Obmann ist in Österreich schon gar kein rechtskonservativ-liberaler Staat mehr zu machen!





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