Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Privatisierungskandidat Nummer eins: die Universitäten

Die Unis haben für Proteste „vorlesungsfrei“ gegeben. Daran sieht man, dass es dort in den Köpfen nicht richtig tickt.

Auch das Tagebuch hat die Zusammenlegung von Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium und vor allem die merkwürdige Neuschaffung eines Einsektions-Ministeriums als politischen Fehler hart kritisiert. Und ebenso selbstverständlich ist, dass in einer Demokratie jeder gegen alles protestieren und demonstrieren kann und darf und soll.

Nur: Wenn große Universitäten mit der Wiener Hauptuni an der Spitze für eine solche Demonstration „vorlesungsfrei“ geben, dann ist etwas in der Grundeinstellung fundamental falsch. Eine Uni ist nämlich nicht das Bundesheer, wo man „freigibt“. Manche Rektoren halten sich aber offensichtlich noch immer für eine Obrigkeit oder für leibhaftige Stellvertreter des Kaisers, die etwas „geben“ könnten. Aber in Wahrheit geben sie nicht, sondern nehmen (den Studenten eine Leistung weg). Wider alle Amtspflichten.

Das Verhalten der Rektoren zeigt die ganze Malaise unserer immer schlechter werdenden Hohen Schulen. Wenn keine Vorlesungen und Seminare gehalten werden, dann ist das keine Gnade, sondern dann lernen unsere künftigen Akademiker einfach (noch) weniger.

In amerikanischen und anderen Privatuniversitäten hingegen verstehen sich die Lehrkräfte als Dienstleister an den Studenten. Wenn dort einmal eine Vorlesung ausfällt, dann pochen die Studenten darauf, dass ihnen das Entgangene zu einem anderen Zeitpunkt nachgereicht wird. Denn sie wissen ja, dass ihnen bei Vorlesungsausfall etwas genommen und nicht etwas „gegeben“ wird. Sie zahlen ja auch dafür. Sie wollen sich ja exzellent auf die Berufswelt vorbereiten. Daher offerieren die Professoren schon ganz von alleine einen Ersatztermin, wenn wirklich einmal eine Lehrveranstaltung ausfallen sollte. Und einem Rektor, der vorlesungsfrei „gibt“, würde der Psychiater geschickt.

In den hiesigen Gratis- und Massen-Unis ist das hingegen alles egal. Da kommt kein Professor oder Rektor auf die Idee, dass man dann halt etwa einmal an einem Samstag oder in der ersten Februarwoche das Ausgefallene nachholen könnte. Da gibt es für jeden Studenten, der sich den Uni-Betrieb lange genug antut, am Schluss ein Zeugnis. Da finanzieren wir Steuerzahler zwar den ganzen Spaß, können aber nie die Qualität der Leistung einfordern.

Bei uns drängt die Hochschülerschaft keine Sekunde lang darauf, dass Rektoren und Professoren ordentliche und vollständige Leistungen bieten. Dass Versäumtes prinzipiell immer nachgeholt wird. Also natürlich auch dann, wenn man ein Minister-Revirement für so schlimm hält, dass man dagegen demonstrieren muss. Die ÖH geriert sich ja eher als Interessenvertretung für Transgender-Personen denn als eine solche lernwilliger Studenten.

Weder Rektoren noch die ÖH erinnern sich daran, dass es in den Neunziger Jahren schon einmal einen Wissenschaftsminister gegeben hat, der ebenfalls gleichzeitig für wirtschaftliche Bereiche (Verkehr) und die Wissenschaft zuständig gewesen ist. Und dass damals niemand dagegen protestiert hat, obwohl damals der Minister viel relevanter für die Unis gewesen ist, weil er sich noch fast überall einmischen konnte. Was dann ja unter Schwarz-Blau abgeschafft worden ist. Aber damals dachte niemand an Proteste oder geschmacklose schwarze Fahnen – schon allein deshalb nicht, weil ja ein SPÖ-Mann Verkehrsundwissenschaftsminister wurde.

Die Unis haben noch immer nicht begriffen, dass sie schon etliche Jahre volle Freiheit haben. Professoren und Studenten wollen stattdessen weiterhin auf dem Schoß des Ministers sitzen und sich irgendetwas erbetteln, dass ihnen dann „gegeben“ wird. Oder eben nicht. Daher halten sie immer noch ihren Minister für relevant. In Amerika wissen sie gar nicht, ob überhaupt jemand für sie „zuständig“ ist.

Die Erkenntnis darauf kann nur sein: Die Zeit der staatlichen Unis läuft ab. Effizient können nur noch private Institutionen sein. Wo das Qualitätsimage auf dem Markt im Wettbewerb entscheidet und nicht die Frage, wer am lautesten ruft. Wo der Kunde, also der Student König ist. Wo die Studenten nur eines wollen: Dass ihnen die besten verfügbaren Köpfe in ihrer Universitätszeit möglichst viel beibringen, damit sie selbst möglichst viel lernen und eine erfolgreiche berufliche Zukunft haben.

Einem Kunden kann man nicht „freigeben“, man kann ihn nur schlecht bedienen.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLe Monde
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2013 12:59

    Bummelstudentin Siegried Maurer (Grüne), ehemals ÖH-Vorsitzende, sitzt jetzt für die Grünen im Parlament. Kein bisher angefangenes Larifaristudium konnte sie abschließen. Jetzt sitzt sie da, wo in Österreich offenbar nach der Reihe die meisten sitzen, die in ihrem Leben noch nie wirklich gearbeitet haben!

    Kein Wunder, dass dieses Land den Bach runter gehen muss!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2013 09:02

    Soll Kapsch, Androsch & Co wirklich über die Universitäten entscheiden?
    Studiengebühren sind wirkungsvoller und können sofort eingeführt werden.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2013 07:39

    Also bei uns werden alle Vorlesungen nachgeholt, auch wenn der Professor mal krank ist, wird das nachgeholt. Es bekommt auch jeder zeitgerecht Prüfungstermine. Die "Ferienzeiten" werden mit Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und für Veröffentlichungen gefüllt. Urlaub verfällt oft.

    Die schwarzen Fahnen finde ich persönlich gegenüber wirklich Trauernden pietätlos. Schwarze Flaggen verkommen zu einer Form des Protests in einer Zeit, in der die Endlichkeit der Menschen und der Tod verdrängt und viele Angehörigen ins Altersheim "abgeschoben" werden. Das möglichst auf Steuerzahlerskosten.

  4. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2013 09:48

    Das Ausstellen von Zertifikaten um formale Kriterien zu erfüllen ist ein typisches Zeichen einer untergehenden Kultur. Da das Zertifikat ja keine realen Wissensstände nachweist, ist es daher völlig egal ob man nun einmal öfter oder weniger oft an einer Vorlesung teilgenommen hat.

    Arm sind wie immer die Techniker und Naturwissenschaftler, denn bei denen gibt es einen realen Lehrstoff und der will begriffen werden! Aber wegen so einer kleinen Minderheit einen Aufstand machen?

  5. Ausgezeichneter KommentatorStadtindianer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2013 12:56

    Die "Errungenschaften" der 68er gehören kurz überacht und dann wieder beseitigt:
    Der Kommunismus, das politische Agitieren, das Verschwenden von Zwangsbeiträgen der ÖH, Spielwiese für linke Ideologienachwuchsbeauftragte, die Vorstellung dass alles im Leben gratis ist, Leistung ein Relikt der Konservativen, Selbstverantwortung als rechtsextremer Makel.
    Da ist viel zu tun. Mit oder ohne eigenem Minister.

  6. Ausgezeichneter KommentatorM.S.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2013 21:22

    O-T
    Der Bundespräsident meinte bei der Angelobung, man sollte der neuen Regierung einen Vertrauensvorschuss geben. Die hat aber jetzt schon 5 Jahre den Vertrauensvorschuss nicht genützt. Wie lange noch?

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Dezember 2013 14:02

    OT---aber dieser Beitrag sollte ernst genommen werden, weil er der Wahrheitsfindung näher kommt, was zwar unerwünscht, aber gerade deshalb dringend notwendig ist---falls man überhaupt jemals daran denken sollte, dieser zum Licht zu verhelfen:

    "Kriegserklärung des britischen Königs George VI. älter als angenommen"

    http://www.unzensuriert.at/content/0014523-Kriegserkl-rung-des-britischen-K-nigs-George-VI-lter-als-angenommen

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorluponero
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    18. Dezember 2013 15:31

    Private Unis, auch in den USA agieren nach den Marktgesetzen, nach Angebot und Nachfrage. Wären sie so schlecht oder so "zu teuer" wie manche hier andeuten würde keiner hingehen. Das Gegenteil ist der Fall, sie sind heiss begehrt.

    Leoben bildet in Österreich wegen der überschaubaren Größe und der angebotenen Fächer eine Ausnahme, Techniker wissen halt was sie wollen, im Gegensatz zu vielen Pseudowissenschaften.

    Vielleicht wird der Studienbetrieb durch die Zusammenlegung der Kompetenzen mit dem Wirtschaftsministerium insgesamt bedarfsorientierter, wer braucht schon Leute die 3-4 Studien beginnen und keines fertig bringen, wahrscheinlich nur die Grünen im Parlament…...


alle Kommentare

  1. Roberta (kein Partner)
  2. Yamaguchi (kein Partner)
    21. Januar 2015 19:28

    God help me, I put aside a whole afeotnron to figure this out. http://atwbpoip.com [url=http://uzkpinjbz.com]uzkpinjbz[/url ] [link=http://quklkm.com]quklkm[/link ]

  3. Erik (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:26

    Always the best content from these pruiigdoos writers.

  4. Amine (kein Partner)
    19. Januar 2015 17:05

    These pieces really set a standard in the inyudtrs.

  5. Haider
    18. Dezember 2013 22:39

    Vor Jahrzehnten erlebte ich Vorlesungen auf der damaligen TH-Wien (heute Uni), die von ausgesprochenen Praktikern gehalten wurden. Von jeder könnte ich heute noch viele Details berichten. Die Pflichtvorlesungen vieler Hochoffizieller haben kaum nachhaltigen Eindruck hinterlassen, meist nur Fadesse. Herzblut ist dicker als pragmatisiertes Geplätscher. Egal wo man hinschaut!

  6. Tik Tak (kein Partner)
    18. Dezember 2013 19:19

    Aber ned wirklich Unterberger.

    Das Verhalten der Rektoren hat eine lange Tradition auf die die sich berufen können.

    1982 wurde an einigen österreichischen Universitäten, wie auch Schulen, tagelang "frei gegeben", damit die Studenten und Schüler in Hainburg die Aubesetzung betreiben konnten.
    1986 gab es einen Studentenstreik bei dem, zumindest an der WU, bei der der Vizerektor, damals der fachlich bis heute weitgehend unbeleckte, abgehalfterte Ex-IBM Verkäufer Hansen, den Studenten einen Streik geradezu aufgezwungen hat.

    Damals gab es zwei Abstimmungen zu Beginn des Streiks:

    Bei der ersten Abstimmung waren fast nur WU Studenten anwesend, bei der wurde gegen den Streik gestimmt.
    Einen Tag später hat der Hansen etwa 100 Studenten aus der Hauptuni an die WU gekarrt und nochmals abstimmen lassen - endlich hatte er seinen Streik.
    Ein paar Wochen später gab es wieder eine Abstimmung, über das Ende des Streiks.
    8 Uhr morgens, fast nur WU Studenten anwesend und der Hansen war, als einer von 5 oder 6 Studenten gegen das Ende des Streiks, darunter auch die beiden Assistenten vom Hansen - im Gegensatz zu rund 300 Studenten die endlich wieder ihre Vorlesungen und Prüfungen erledigen wollten.

    Das Verhalten dieser "Führungskräfte" an österreichischen Universitäten ist nicht neu noch ist es originell.

    Aber es ist ein kleiner Teil der Erklärung warum es keine nennenswerte österreichische Universität in qualitativer Hinsicht gibt.

    Eine Privatisierung würden die auch noch zu verhindern wissen.

    Schließlich hätten sie durch die Autonomie der UInis längst für eine gewisse Selbständigkeit ihrer Häuser sorgen können.
    Dummerweise würde damit auch wirtschaftliche Selbständigkeit einhergehen.
    Und dieses steht schon gar nicht auf der Liste der Zukunftspläne österreichischer Universitäten.

    • Haider
      18. Dezember 2013 22:45

      Auch damals orientierte sich das Universitätssystem an der Pragmatisierung. Schützt diese auf der einen Seite vor staatlicher Willkür, so untergräbt sie leider erfahrungsgemäß jede wissenschaftliche Neugier. Überspitzt: "Satte sind immer faul."
      Werde ich jetzt gesteinigt?

  7. Aron Sperber (kein Partner)
    18. Dezember 2013 16:19

    Insbesondere die geisteswissenschaftlichen Fakultäten sind linke Hochburgen. Jobs für Publizistik-Absolventen gibt es allerdings naturgemäß nur wenige.

    Die marxistischen Professoren, die von den Studenten leben, stört dies jedoch nicht:

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2012/10/07/das-sein-pragt-das-bewustsein/

    Bleiben die Absolventen ohne Job, bleiben sie auch gute Marxisten. Die antiwestliche Haltung wird durch die persönliche Situation bestätigt und bestärkt.

    Für die Situation als “Generation Praktikum” wird natürlich nicht die eigene Entscheidung verantwortlich gemacht, sondern – wie man es auf der Uni gelernt hat - der Kapitalismus, der Neoliberalismus und der ausbeuterische Westen.

  8. luponero (kein Partner)
    18. Dezember 2013 15:31

    Private Unis, auch in den USA agieren nach den Marktgesetzen, nach Angebot und Nachfrage. Wären sie so schlecht oder so "zu teuer" wie manche hier andeuten würde keiner hingehen. Das Gegenteil ist der Fall, sie sind heiss begehrt.

    Leoben bildet in Österreich wegen der überschaubaren Größe und der angebotenen Fächer eine Ausnahme, Techniker wissen halt was sie wollen, im Gegensatz zu vielen Pseudowissenschaften.

    Vielleicht wird der Studienbetrieb durch die Zusammenlegung der Kompetenzen mit dem Wirtschaftsministerium insgesamt bedarfsorientierter, wer braucht schon Leute die 3-4 Studien beginnen und keines fertig bringen, wahrscheinlich nur die Grünen im Parlament…...

    • Francois Villon (kein Partner)
      19. Dezember 2013 13:24

      Vor Jahren saß ich anläßlich eines Urlaubs in Kanada mit einem Ehepaar am Tisch und es stellte sich schnell heraus, daß es mit den amerikanischen Universitäten in enger Verbindung stand.

      Mich interessierte vor allem, welche Studiengebühren/-kosten US-Studenten pro Semester zu berappen haben, um studieren zu dürfen. Dies vor allem, weil bei uns zu allen Zeiten die Studiengebühren zu einer Heiligen Kuh politischer Ideologie gemacht wurden, obwohl sie nicht annähend die wirklichen Kosten des Studiums repräsentieren – also eher ein Feigenblatt, denn Kostenersatz sein konnten, und ich wissen wollte, wie dies in den USA gehandhabt wird. Folgendes wurde mir erzählt:

      Dies sei sehr unterschiedlich, es komme darauf an, ob es sich um Studenten des eigenen oder aus anderen (US-)Bundesstaaten handle. Die eigenen Studenten zahlen deutlich geringere Studiengebühren.

      Die Privat-Universitäten seinen erheblich teurer als die Staatsuniversitäten, wobei dort meist das Image der Universität die Höhe der Gebühren mitbestimme. Um auch nicht begüterten Studenten ein Studium zu ermöglichen, seien die Staatsuniversitäten geschaffen worden.
      Einen genauen Betrag konnte man mir nicht sagen, aber es wurde bestätigt, daß es fünfstellige Dollarbeträge seien. Weil das immer noch eine beträchtliche Summe ist, gibt es ein breites Stipendienwesen und auch günstige Sudenten-Darlehen.

      Bemerkenswert schien mir zu sein, daß selbst US-Bürger aus verschiedenen Bundesstaaten unterschiedliche Gebühren zu zahlen haben, d. h. die Bundesstaaten, die ja die je eigenen Universitäten erhalten, begünstigen ganz selbstverständlich die eigenen Bürger. Es wäre daher auch bei uns nicht einzusehen, warum wir fremde Staatsbürger zu Diskontpreisen bei uns studieren lassen sollten. Die Gleichbehandlung verschiedener Sachverhalte ist ja keine „Disksriminierung“.

      Weiters, daß die Gebühren sich offensichtlich an den tatsächlichen „Betriebskosten“ der Universität orientieren und aus diesem Grund um mehrer Größenordnung höher sind als die bei uns jeweils diskutierten Studiengebühren. (Auch zu meiner Studienzeit waren die ca. 300,- öS/Semester ein läppischer Betrag.)

      Insofern orientieren sich die US-Universitäten am Grundsatz Angebot und Nachfrage. Und an dem weiteren ganz selbstverständlichen, daß etwas, das nichts kostet nichts wert sei.

      Solche Politik würde sicher erheblich zur Behebung des Kapazitätsproblems und/oder zur Verbesserung des Lehrer/Studierenden-Verhältnisses beitragen, weil wohl die Spaßstudenten oder jene der Orchideenfächer drastisch abnehmen würden. Vor allem, wenn ein allfälliges Stipendien- und Darlehens-System an die Verpflichtung geknüpft würde, für eine bestimmte Zeit dem Land sein Wissen/Können zur Verfügung zu stellen bzw. die Rückzahlung des Darlehens auch verdienen zu müssen.

      Daß die US-Universitäten billig oder eh nicht so teuer wären, stimmt jedenfalls nicht.

  9. Margarita Teresa (kein Partner)
    18. Dezember 2013 15:28

    Da ist dem Blogautor wohl der (berechtigte) Ärger über die dauerblockierte Ringstraße durchgegangen.
    Gestern war nämlich keineswegs vorlesungsfrei - nur wurde das Demonstrieren nicht als Fehlstunde vermerkt. Bei Lehrveranstaltungen mit Anwesenheitspflicht ist das begreiflicherweise wichtig.
    Gelesen wurde trotzdem, und die Lehrveranstaltungen wurden auch besucht.

    Daß die ÖH jetzt plötzlich ihr Herz für das Wissenschaftsministerium (bzw. Töchterle) entdeckt, das ihr sonst als Hort des Bösen gegolten hat, ist seltsam, steht aber auf einem anderen Blatt.

  10. Alternativlos (kein Partner)
    18. Dezember 2013 13:27

    Du sagen, ich fahren...

    Zum Ausgleich wird jetzt das Diplomstudium der Taxiwissenschaften eingeführt. Besonders Begabte sind zum Doktoratsstudium in diesem Fach zugelassen.....

  11. Pestalozzi d.j. (kein Partner)
    18. Dezember 2013 12:10

    Wenn schon die Erwachsenen so hirnlos sind, wie wir es gerade erleben (siehe Besetzung des Außenministeriums oder des "Familienministeriums", Entlassung von Fekter und Töchterle), sollten doch wenigstens die Jungen (also die Studenten) mit Vernunft einspringen. Aber die heutigen StudierendInnen (in Person der ÖH) scheren sich wirklich mehr um Transgenderprobleme als um ein erfolgreiches Studium in möglichst kurzer Studienzeit. Na ja, jeder wie er kann.

  12. Robert Bond (kein Partner)
    18. Dezember 2013 10:52

    und noch was:

    Es dürfte der geschätzten Aufmerksamkeit des Tagebuchautors entgangen sein, dass heute in sehr vielen Lehrveranstaltungen Anwesenheitspflicht besteht. Wenn der Rektor den Studenten die Teilnahme an den Protesten ermöglichen will, muss er ihnen auch frei geben. Ob er das darf, kann ich nicht beurteilen. Würde mich aber wundern, wenn nicht. Schließlich darf auch jeder Gymnasialdirektor einen "schulautonomen Tag" ausrufen.

  13. Robert Bond (kein Partner)
    18. Dezember 2013 10:46

    Bitte Herr Unterberger, wenn schon nicht recherchieren, dann wenigstens ein bisserl informieren. Wo ist denn die Zeit der staatlichen Universitäten vorbei? Meinen's die aufstrebenden chinesischen Hochschulen? Die sind sowas von staatlich, so staatlich gibts bei uns gar nicht. Oder Oxford und Cambridge? Die University of Toronto? Alles staatlich und alles natürlich kein Vergleich zur FH Wiener Neustadt. Die einzigen Privaten, die in der Top-Liga mitspielen sind einige US-Unis. Und bei denen wurde (zumindest für Harvard, Princeton und Yale) der Grundstock des Vermögens durch umfangreiche Schenkungen von Ländereien (übrigens zuvor enteignetes Indianerland) gelegt.

    • Robert Bond (kein Partner)
      18. Dezember 2013 11:34

      wichtige Ergänzung: Das waren Schenkungen des (Bundes)Staates. Bei uns müssen die Universitäten Miete für die Bundesgebäude zahlen, in denen sie untergebracht sind. So schauen die Probleme aus.

  14. Hegelianer (kein Partner)
    18. Dezember 2013 10:16

    Ausschließlich Privatunis können auch mir "gestohlen" bleiben - Grundlagenfächer wie Philosophie können hier kaum unverkürzt betrieben werden.

    Weiß man eigentlich schon, wie das neue Ministerium heißen wird? Etwa: "Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft"? Dann wäre alles ja halb so schlimm - auch wenn Mitterlehner schon per se ein Symbol für Geistferne ist und (anders als dereinst Einem) so ziemlich die Antithese zu Töchterle.

  15. Francois Villon (kein Partner)
    18. Dezember 2013 10:09

    Gerstern (17. 12.) wurde der Rektor der Universität Wien in der ZIB 2 interviewt.

    Vorangekündigt war das mit Überschriften über den geharnischten Protest der Studenten, Universitäten und des scheidenden Wissenschaftsministers Töchterle. Letzter sagte eigentlich in Wahrheit wenig, außer daß er philosophisch sozusagen fragte quid hoc ad aeternitatem, was in Wahrheit die Bedeutung der „Aufreger“ stark relativierte. - Wie recht er doch hatte.

    Und seine Magnifizenz bekundete während des langen Interviews ständig sein Vertrauen in die Maßnahmen und Personen, die die Auflösung des Wissenschaftsministeriums veranlaßten bzw. seine subalterne Existenz Sektion im Ministerium des Ökonomischen Kalküls künftig vertreten. Also von Protest keine Rede, aber dafür geschmeidige Anpassung. Und die Beteuerung, daß es eigentlich doch nicht so schlecht um die Universitäten stünde.

    Wogegen seine Magnifizenz allerdings sehr stark protestierte, war die Symbolik, die die Auflösung bewirke, um aber auch hier – gegen Ende des Interviews – festzustellen, daß diese ebenso stark wiederhergestellt worden sei, weil die „Wissenschaft“ vor der „Wirtschaft“ und „Forschung“ an erster Stelle genannt würde. – Das ist in der Tat eine starke Ansage.

    PS: Ein hübscher Aphorismus (© ETAPPE, Hsg. Günter Maschke und Dr. Heinz-Theo Homann, Ffm.)

    • F.V. (kein Partner)
      18. Dezember 2013 16:18

      Habe erst jetzt bemerkt, daß der angekündigte Aphorismus nicht mitgekommen ist.

      Hier ist er:

      Kronjuwelen der Macht:
      Todesstrafe, Folter, Leibrente und Professoren-Prostitution.

  16. Verdi (kein Partner)
    18. Dezember 2013 09:45

    9/11-Bericht soll Saudis belasten
    Zwei Senatoren, der Republikaner Walter Jones und der Demokrat Stephen Lynch, fordern die Veröffentlichung von 28 zensierten Seiten des offiziellen Berichts über die Anschläge von 9/11 in New York und Washington, berichtet die "New York Post".
    Bush ordnete Zensur an ...
    http://derstandard.at/1385171368133/911-Bericht-soll-Saudis-belasten

    Man beachte die Kommentare!!!

    • F.V. (kein Partner)
      18. Dezember 2013 10:21

      Verdi,

      das ist ein Unsinn.

      Die Amis kommen mit derartigen „Enthüllungen“ immer dann an die Öffentlichkeit, wenn sie jemand unter Druck setzen wollen. Mit irgendwelchen Tatsachen hat das nichts zu tun. Muster: Massenvernichtungswaffen des Saddam Hussein.

      Die Saudis mögen viel Geld haben und auch im Nahen Osten alle möglichen Terroraktionen finanzieren, etc., aber für eine Logistik, Organisation, Führung und Durchführung eines Komplotts wie es 9/11 war, sind sie einfach zu dumm und zu unfähig. Dies war ein inside-job des US-Establishments, des „Tiefen Amerikas“ und hatte geopolitische Hintergründe und Ziele der „einzigen Weltmacht“ als Motiv und auslösende Ursache.

      Im Übrigen ist der Fall für alle Wissenden (und Staatskanzleien mit Ausnahme jener von Bananen-Republiken) längst geklärt.

    • Verdi (kein Partner)
      18. Dezember 2013 13:07

      F.V.
      Stimmt schon was sie sagen. Es geht mir auch nicht darum, sondern nur, dass die offizielle Version zu bröckeln beginnt und die Amis jetzt einen neuen Feind (Schuldigen) aufbauen müssen um die wirkliche Wahrheit zu vertuschen. Außerdem hat der Mohr seine Schuldigkeit getan.
      Deshalb habe ich auf die Kommentare hingewiesen!

    • Tik Tak (kein Partner)
      18. Dezember 2013 18:56

      Das ist Teil eines typischen US Politspiels.

      Da gibt es den Artikel in der NY Post ( http://nypost.com/2013/12/15/inside-the-saudi-911-coverup/ ) zu diesem Thema.

      Der zielt darauf ab, Saudi Arabia ein wenig ruhigzustellen.
      Der Originalartikel ist übrigens weit besser und informativer als der Abklatsch aus dem Standard.

      Das wird durch einen Gastkommentar in der NY Times beantwortet ( http://www.nytimes.com/2013/12/18/opinion/saudi-arabia-will-go-it-alone.html )

      Worum es tatsächlich gehen dürfte ist nichts das mit 9/11 zu tun hat.

      Saudi Arabia will, als Antwort auf die eingebildete Bedrohung durch einen nuklear bewaffneten Iran, die längst bezahlten Nuklearwaffen aus Pakistan beziehen.
      Das würde in der Region zu einem weiteren Wettrüsten führen, schließlich will nicht nur Riadh Nuklearwaffen, sondern auch die UAE, der Oman und die Türkei.
      Das wiederum hat ein paar besonnene, ja sowas gibt es in den USA durchaus noch, Politiker auf den Plan gerufen, die Saudis ein wenig zurechtzustutzen.

      Eine der üblichen hilflosen Blaming Aktionen von Bürokraten.

      Da wird die Regierung Bush dafür verantwortlich gemacht, daß die Saudis, trotz erwiesener Terrorfinanzierung, einfach nicht auf die Plätze verwiesen wurden.
      Der Vorwurf düfte zwar gerechtfertigt sein, wird aber nichts mehr bringen, Bush ist in Pension und damit ist die Sache erledigt.

      Too little, too late.

      Das ist ein Sturm im Wasserglas.

      Was immer wirklich zu 9/11 passiert ist, die offizielle Version ist mehr eine Art Marketing Version für die Errichtung von Homeland Security und ein paar Kriege, werden wir, wenn überhaupt, erst in ein paar Jahrzehnten erfahren.

      Wie hat ein österreichischer General gesagt, als er erfahren hat, daß Al Quaeda 9/11 verursacht haben soll: "Wer aus einer Höhle und nur über Boten eine solche Aktion organisieren kann, muß ein Logistikgenie sein. Den würden wir sofort nehmen."

  17. M.S.
    17. Dezember 2013 21:22

    O-T
    Der Bundespräsident meinte bei der Angelobung, man sollte der neuen Regierung einen Vertrauensvorschuss geben. Die hat aber jetzt schon 5 Jahre den Vertrauensvorschuss nicht genützt. Wie lange noch?

  18. Freak77
    17. Dezember 2013 18:59

    Wo der Herr Christoph Schwarz von Der PRESSE recht hat, hat er recht:

    Im interessanten Leitartikel der Printausgabe vom Mittw. 18.12.2013 wo er Mitterlehner und die Koalition ziemlich kritisiert:

    Reinhold Mitterlehner sollte rasch seine „Potenziale optimieren“

    Der Wirtschaftsminister versucht sich mit Managerattitüde an der Wissenschaft. Das nötige Feingefühl lässt er dabei vermissen. So kann das nur schiefgehen.


    (CHRISTOPH SCHWARZ)

    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/1508722/LEITARTIKEL_Reinhold-Mitterlehner-sollte-rasch-seine-Potenziale

    Das von Herrn Schwarz angesprochene Interview vom Morgenjournal (vom Die. 17.12.) kann hier gehört werden:

    http://oe1.orf.at/konsole?show=ondemand

    • Buntspecht
      17. Dezember 2013 19:49

      Na ja, Chistiph Schwarz ist auch der große Befürworter der gemeinsamen Schule und predigt ständig von der Vererbung der Bildung, die man mit den linken Schulträumen endlich verhinder müsse und behauptet ständig im Einklang mit den Linken, in Österreich müsse man mit 10 Jahren Berufsentscheidungen treffen und lässt sich das auch nicht ausreden. Es ist ja fast ein Kompliment von ihm beschimpft zu werden.

  19. Undine
    17. Dezember 2013 14:02

    OT---aber dieser Beitrag sollte ernst genommen werden, weil er der Wahrheitsfindung näher kommt, was zwar unerwünscht, aber gerade deshalb dringend notwendig ist---falls man überhaupt jemals daran denken sollte, dieser zum Licht zu verhelfen:

    "Kriegserklärung des britischen Königs George VI. älter als angenommen"

    http://www.unzensuriert.at/content/0014523-Kriegserkl-rung-des-britischen-K-nigs-George-VI-lter-als-angenommen

    • dssm
      17. Dezember 2013 16:27

      Nichts neues unter der Sonne.
      Aber viel viel viel mehr würden mich die britischen Dokumente zum Ausbruch des WKI interessieren, denn da kommt all das Übel her. Leider sind die ja immer wieder als ganz besonders streng geheim klassifiziert worden. Warum wohl?

  20. Undine
    17. Dezember 2013 13:36

    OT---aber ein kleiner Nachtrag zu Nelson Mandela sei mir gestattet:

    "Südafrikas Kommunisten verabschieden sich vom Genossen Mandela "

    http://www.unzensuriert.at/content/0014528-S-dafrikas-Kommunisten-verabschieden-sich-vom-Genossen-Mandela

    • socrates
      17. Dezember 2013 14:06

      Nelson Mandela ist wine typische Figur der westlichen Politik. Lange Zeit wurde er als Terrorist von den USA und Konsorten geführt, dann wurde er ihr Held.
      Ebenso: Vor 1980 kämpften die Russen in Afghanistan und waren böse, dann kämpften USA und Konsorten in Afghanistan bis heute und waren gut.
      Zur Beurteilung ob Gut oder Böse braucht es ein Datum!

      He was considered a terrorist and so was his ANC colleagues by SOME foreign governments (most notably the US, UK and Israel up until the early 90s) BUT not by most governments.
      Whether he was a terrorist or not is subjective as it is with ALL military groups whether they be State armies or paramilitaries.
      What is not subjective is that Nelson Mandela is a great example of hypocrisy and rewriting history by some (you know who you are).
      US state department had him listed as a terrorist.

  21. Le Monde
    17. Dezember 2013 12:59

    Bummelstudentin Siegried Maurer (Grüne), ehemals ÖH-Vorsitzende, sitzt jetzt für die Grünen im Parlament. Kein bisher angefangenes Larifaristudium konnte sie abschließen. Jetzt sitzt sie da, wo in Österreich offenbar nach der Reihe die meisten sitzen, die in ihrem Leben noch nie wirklich gearbeitet haben!

    Kein Wunder, dass dieses Land den Bach runter gehen muss!

  22. Stadtindianer
    17. Dezember 2013 12:56

    Die "Errungenschaften" der 68er gehören kurz überacht und dann wieder beseitigt:
    Der Kommunismus, das politische Agitieren, das Verschwenden von Zwangsbeiträgen der ÖH, Spielwiese für linke Ideologienachwuchsbeauftragte, die Vorstellung dass alles im Leben gratis ist, Leistung ein Relikt der Konservativen, Selbstverantwortung als rechtsextremer Makel.
    Da ist viel zu tun. Mit oder ohne eigenem Minister.

  23. Sküs
    17. Dezember 2013 12:05

    Ich möchte die Rektoren nicht schützen, aber ganz so stimmt das mit dem Freigeben nicht. Der Originaltext des Emails des Rektors der Uni-Wien liest sich so:

    "Auf Grund des Wunsches der HochschülerInnenschaft an der Universität Wien ersucht Sie das Rektorat, den Studierenden, die an Kundgebungen teilnehmen, aus ihrem Nichterscheinen bei Lehrveranstaltungen am Dienstag, dem 17. 12. 2013 ab 16 Uhr keine studienrechtlichen Nachteile erwachsen zu lassen".

    Einige Professoren (dem Autor namentlich bekannt) halten diese "politische" Weisung für unangemessen und halten ihre Lehrveranstaltungen trotzdem unverändert; Studenten sind erwachsene Menschen - wer nicht kommen will, kann (wie bei fast allen Lehrveranstaltungen zweimal im Semester unentschuldigt fehlen, bevor er negativ beurteilt wird. Das kann ja jeder selbst beurteilen. Also viel Lärm um wenig...

    PS: das Rektorat hält sich nicht an seine eigenen Genderrichtlinien: das Binnen-I ist nämlich neuerdings total out ;) Denn das Binnen-I ist (Zitat) "heternormativ" und demonstriert den Machtanspruch der beiden Geschlechter "Männer" und "Frauen". Das "dritte" Geschlecht (was immer das sein soll) wird dadurch benachteiligt. Zu schreiben ist neuerdings "Lehrer_innen" (durch das kleine "i" wird der Machtanspruch relativiert und das dritte Geschlecht (Transgender...) ist wieder gleichberechtigt! Na Go(ö)tt_innen sei Dank!

  24. Josef Maierhofer
    17. Dezember 2013 10:45

    Missbrauch.

    Dass unsere Unis missbraucht werden zu Wärmestuben, Indoktrination, Ideologie, Aufmarschpotential für Demonstrationen, etc. ist schon leidvoll genug, dass man aber auch noch 'vorlesungsfrei' gibt, dass schlägt wohl alle Rekorde.

    • dssm
      17. Dezember 2013 11:43

      sehen Sie es positiv!
      Ein Tag weniger Gender-, Marxismus-, Migrationsbereicherungs-, Arbeitistschlecht-, Korruptionistgutindoktrination.

  25. dssm
    17. Dezember 2013 09:48

    Das Ausstellen von Zertifikaten um formale Kriterien zu erfüllen ist ein typisches Zeichen einer untergehenden Kultur. Da das Zertifikat ja keine realen Wissensstände nachweist, ist es daher völlig egal ob man nun einmal öfter oder weniger oft an einer Vorlesung teilgenommen hat.

    Arm sind wie immer die Techniker und Naturwissenschaftler, denn bei denen gibt es einen realen Lehrstoff und der will begriffen werden! Aber wegen so einer kleinen Minderheit einen Aufstand machen?

    • A.K.
      17. Dezember 2013 13:43

      @dssm:
      Danke für "...Arm sind wie immer die Techniker und Naturwissenschaftler, denn bei denen gibt es einen realen Lehrstoff und der will begriffen werden! Aber wegen so einer kleinen Minderheit einen Aufstand machen?"

  26. Buntspecht
    17. Dezember 2013 09:28

    Wer erinnert sich schon an Vranitzky und seinem Verkehrs- Wissenschafts- und Kunstminister Rudolf Scholten, an Viktor Klimas Verkehrs- und Wissenschaftsminister Caspar Einem? Wer stieß sich in der Folge an einem Bildungs- Wissenschaft- und Kulturministerium, nirgends schwarze Fahnen? Aber Wissenschaft und Wirtschaft geht gar nicht! Verkehr und Wissenschaft aber jahrelang schon. Hat damals die Hochschülerschaft "Verkehr" (besonders schwulen) mit Wissenschaft verwechselt?

  27. Anonymer Feigling
    17. Dezember 2013 09:28

    >> Einem Kunden kann man nicht „freigeben“, man kann ihn nur schlecht bedienen

    Als Student habe ich mich immer als Kunde gefühlt und bin nie auf die Idee gekommen, Vorlesungen zu schwänzen.

    Einmal stand ich vor einem Dilemma:
    Freitag Nachmittag: Entweder Vorlesung oder letzte Aufführung von „Hänsel und Gretel“ vor dem Sommer (womöglich sogar die letzte Aufführung für viele Jahre)
    Nie und nimmer hätte ich es rechtzeitig nach Vorlesungsende in die Oper geschafft.

    Was tat ich?
    Ich bat den Herrn Professor seine Vorlesung einfach um 1 Stunde nach vor zu verschieben. Keiner hatte etwas dagegen und meine unglückliche Lage war gerettet. So konnte ich die Vorlesung und die Oper besuchen.

    Heute bin ich froh, so gehandelt zu haben.

    2 Jahrzehnte später besuchte ich mit meiner 3-jährigen Tochter „Hänsel und Gretel“ in der Volksoper. Und was sah ich da? Der gleiche Uhu mit den roten leuchtenden Augen, den ich aus Graz kannte, lachte mir entgegen. Wie klein doch die Welt ist!

  28. Politicus1
    17. Dezember 2013 09:26

    das alles wegen nur 300,000 Euros...?
    Die Eingliederung des Wissenschaftsministeriums in das Wirtschaftsministerium spart lediglich das Gehalt des Ministers - geschätzte 300,000.- im Jahr.
    War es das wert, hiefür die grottenschlechte Optik zu riskieren?
    Hätte Spindelegger seinen neuen Staatssekretär (ohne besondere Aufgaben) im Finanzministerium zum Familienstaatssekretär gemacht, wären die Familienangelegenheiten dort, wo das Geld für die Familien herkommt und außerdem im Ressort des Vizekanzlers gleichzeitig "Chefsache".
    Und dann hätten wir uns auch noch den Posten eines Wissenschaftsministers und die notwendigen 300,000 im Jahr leisten können ...

    Aber, vielleicht passt halt ein Univ.Prof. Töchterle nicht so ganz in das Gruppenbild der neuen Bundesregierung ...

    • Buntspecht
      17. Dezember 2013 12:01

      In früheren Zeiten war es an das Verkehrsministerium (Scholten und Caspar Einem) angegliedert und niemand hat sich aufgeregt, es waren ja rote Minister!

  29. zweiblum
    17. Dezember 2013 09:02

    Soll Kapsch, Androsch & Co wirklich über die Universitäten entscheiden?
    Studiengebühren sind wirkungsvoller und können sofort eingeführt werden.

  30. Wertkonservativer
    17. Dezember 2013 08:21

    An unseren Hohen Schulen ist in den Leitungsgremien noch recht viel "Obrigkeitsdenken" eingenistet.
    Die Entscheidung, den Studenten für Protestmärsche "freizugeben" (und sich damit gleich auch selbst "Lehrarbeit" zu ersparen), ist ein starkes Zeichen für den Verfall echter, souveräner Führungskraft in den obersten Etagen unserer Unis!

    Wohl anzunehmen, dass bei dieser Entscheidung auch eine gewisse eigene Proteststimmung hinsichtlich der Ministerien-Zusammenlegung unter den Lehrenden "mitgespielt hat":
    anfechtbar und kritikwürdig ist sie allemal!

    (mail to: gerhard@michler.at

  31. brechstange
    17. Dezember 2013 07:39

    Also bei uns werden alle Vorlesungen nachgeholt, auch wenn der Professor mal krank ist, wird das nachgeholt. Es bekommt auch jeder zeitgerecht Prüfungstermine. Die "Ferienzeiten" werden mit Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und für Veröffentlichungen gefüllt. Urlaub verfällt oft.

    Die schwarzen Fahnen finde ich persönlich gegenüber wirklich Trauernden pietätlos. Schwarze Flaggen verkommen zu einer Form des Protests in einer Zeit, in der die Endlichkeit der Menschen und der Tod verdrängt und viele Angehörigen ins Altersheim "abgeschoben" werden. Das möglichst auf Steuerzahlerskosten.

    • Karl Rinnhofer
      17. Dezember 2013 08:08

      @Brechstange ... und genau wegen dieser seriösen Leistungsbezogenheit hat die betreffende Anstalt auch den besten Ruf aller Unis in Österreich.

      Auch der zweite Teil des Beitrages ist zutreffend: Schwarze Fahnen zu diesem Anlass sind unangemessen. Geschmack- und pietätlos.

    • Nestor 1937
      17. Dezember 2013 09:07

      ........und bitte wie heißt die mustergültige von Brechstange erwähnte "Anstalt" ?

    • Florin
      17. Dezember 2013 10:00

      Montanuni Leoben

    • Anonymer Feigling
      17. Dezember 2013 10:44

      > Montanuni Leoben

      Na, das hätte man sich ja denken könnte. Immer diese Techniker, die da mit ihren beiden Beinen fest auf dem Boden stehen!

      Waren die Techniker nicht die letzten, die einen "Doktor" erringen konnten, lange nach den Philosophen, Theologen und Juristen?
      (Habe nun ach, Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie, durchaus studiert, mit heißem Bemühen. ... Heiße Magister, heiße Doktor gar, ...)

      Man sollte diesen Technikern den Doktortitel wieder aberkennen. Die fallen mit ihrem Fleiß einfach unangenehm auf.

      Spaß beiseite!
      Jetzt noch ein paar Tatsachen:

      Was sind 100 Juristen auf dem Meeresboden?
      Ein guter Anfang!

      Ein Mediziner und ein Techniker werden aufgefordert, ein Telefonbuch auswendig zu lernen. Wie reagieren sie darauf?
      Der Techniker fragt: Warum?
      Der Mediziner: Bis wann?

      Wie schaut eine Computertastatur für einen Mediziner aus?
      Sie besteht aus einer Taste und dazu wird ein 10cm dickes Bedienungshandbuch geliefert.

    • Undine
      17. Dezember 2013 22:23

      @Brechstange

      *******!
      Der Ruf der Montanuni Leoben war immer der beste; die Absolventen gingen immer weg wie die warmen Semmeln.

  32. kritikos
    17. Dezember 2013 02:14

    Es ist sehr bedeutsam - und mir leider nicht mehr präsent gewesen -, dass es schon einmal die Kombination Wissenschaft+Wirtschaft gegeben hat. Und sich keiner aufgeregt hat! Wissen das die Rektoren nicht oder deren Untergebene, um die Chefs zu informieren? Und warum greifen das die Medien nicht auf? Alles schon gesteuert?
    Die Unis in den Privatbereich zu schicken, ist auch anderswo nicht die Regel. Allerdings sind private Unis, besonders in den USA, ein begehrtes Ziel der Studenten und den staatlichen meist unterlegen. Ein Weg für Österreich? Bei den Kosten der privaten US-Unis? Na, den Aufschrei möchte ich nicht hören.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung