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Fußnote 443: Herr Cernko, die Logik und die Bankkunden

Es sind nur kleine Sätze, aber sie zeigen, dass es auch in den Köpfen der Spitzenbanker sehr wirr zugeht; und dass sie oft genausoviel Unsinn reden wie die Politik.

Der Bank-Austria-Chef Willibald Cernko hat soeben in der „Presse“ erklärt: Es werde keine Überwälzung der Bankenabgabe auf die Kunden geben, denn „der Wettbewerb erlaubt es gar nicht.“ Interessant. Hätte der Bankchef recht, hätte auch Werner Faymann recht. Und er könnte den Banken noch und noch und noch Steuern aufladen. Die Gesetze der Ökonomie sagen nämlich ganz eindeutig: Gerade wenn der Wettbewerb funktioniert, dann werden Steuererhöhungen weitergegeben, weil ja dann zu Grenzkosten angeboten werden muss, alles andere wäre selbstzerstörerisch. Aber offenbar wird man in Österreich Bankchef, ohne auch nur eine Ahnung von Ökonomie zu haben. Und auch ohne eine Ahnung vom Leben der Kunden einer Bank zu haben: Denen ist bisher noch jede Steuer- und Kostenerhöhung sowie jede Zinssenkung mit spitzen Fingern weitgereicht worden. Wären die ökonomischen Grundrechenarten wirklich außer Kraft gesetzt, könnte Herr Cernko ja seinen Kunden wenigstens die Inflationsverluste ersetzen.

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