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Fußnote 193: Eine neue Welt in 29 Jahren

Ein einziges Bild sagt mehr als Tausend Worte (und Zahlen): nämlich darüber, wie sich China seit dem Beginn des Kapitalismus verändert hat.

Das Bild zeigt die Stadt Chongqing in der Mitte Chinas zweimal, einmal im Jahre 1980 und einmal 2009. Der Unterschied ist ein Symbol, wie sich diese Welt in ganz wenigen Jahren verändert. Heute hat Chongqing im innersten Kern 4,3 Millionen Einwohner, 1980 waren es 2,5 Millionen. Damit ist die aber kaum schneller gewachsen als die Weltbevölkerung. Diese stieg im gleichen Zeitraum von 4,4 auf 6,9 Milliarden. Was aber viel stärker gewachsen ist, ist das Einkommen der Asiaten und ihr Anteil am Welthandel. Der hat sich als Folge unseres vor allem von den Chinesen gestillten Konsumhungers verdoppelt. Was die USA längst zum Bittsteller gegenüber China gemacht hat. Wer kann da noch zweifeln, dass das auch völlig neue Machtkonstellationen und kulturelle Dominanzen auslösen wird? Chongqing ist auch in einer anderen Hinsicht ein starkes Symbol: Wird der ganze Verwaltungsbezirk genommen, ist die Stadt mit 29 Millionen die größte der Welt. Und niemand hat ihren Namen noch vor wenigen Jahren gekannt …

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 13:55

    Aus persönlichen Erfahrungen weiß ich, daß Chinesen (und auch Inder), sowohl in China, als auch in Österreich, sehr fleißige, leistungsorientierte Menschen sind, deren Mentalität in keiner Weise der Sozialhängemattenphilosophie, die in Österreich vorzuherrschen scheint, und in vieler Weise unterstützt wird, entspricht. Daher wundert es mich nicht, daß diese fleißigen Leute auch entsprechende Werte schaffen. Hut ab, kann man da nur sagen.
    Was die Probleme der Europäer, und in sehr hohem Ausmaß auch die der Österreicher, betrifft bezüglich Überalterung und Überfremdung, und da speziell die Art der Zuwanderer, die wieder vor allem Sozialhilfeempfänger sind, die natürlich auch die wirtschaftliche Lage extrem negativ beeinflussen, die hohen Steuern und die wirtschaftsfeindliche Lage in Europa, so sind all die Probleme hausgemacht! Selber schuld, kann man da nur sagen.
    Arm sind nur jene Europäer, die auch leistungsorientiert und fleißig sind, aber offensichtlich in der Minderheit, oder zumindest nicht in der Lage, sich politisch duchzusetzen.
    Europa in der Form, wie wir es kennen, wird zugrundegehen, wenn sich nicht Grundsätzliches ändert. Das haben die Europäer selbst in der Hand - noch. Es ist sicher schon später, als manche vermuten ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 07:58

    Indien und China, vielleicht auch Braslilien sind trotz ihrer vielfältigen Probleme die Länder der Zukunft, während sich Europa auf dem absteigenden Ast befindet, sei es durch enorme Schuldenlasten ( Portugal, Griechenland), sei es durch zunehmende Islamisierung und Afrikanisierung (vor allem Frankreich und Großbritannien). Und dazu noch ein Deutschland, das sich hauptsächlich dem Ökologisierungswahn hingibt und in missionarischem Eifer die ganze Welt bekehren will.......

  3. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 07:11

    Das Bild zeigt Faymann auf der Chineseischen Mauer.
    Dort hat man ihn und die österreichische Delegation hinkomplimentiert, nachdem Faymann angeblich das Thema rund um Wei Wei angesprochen hat.
    Warum fragen wir die Chinesen nicht einfach, ob sie den Faymann nicht dortbehalten wollen, als Mauerwächter vielleicht, oder so......

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 16:10

    Wo stehen wir heute in Europa?
    Eine alternde Gesellschaft saturiert und selbstgefällig, mit offenen Schleusen für jede Art von Einwanderern, die in den Genuss sozialistischer Segnungen kommen möchten.
    So treffend definiert Roland Baader heute in ef den Sozialismus:

    "Der Sozialismus ist eine Religion der Lüge. Ihre Glaubenssätze sind: Neid und Missgunst, Hass und Verachtung, Faulheit und Mittelmäßigkeit, Raub und Diebstahl!"

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 17:54

    Nicht ganz OT, passend zu meinem vorherigen post:
    Soeben auf Radio Steiermark gehört, ein Bericht über die Entwicklung der Stadt Graz, man erwartet einen Bevölkerungszuwachs von 30.000 Personen in den nächsten Jahren und Bürgermeister Nagl (ÖVP) beklagt die Probleme der Integration. Und wer wird als nächste zu Wort gebeten, die kommunistische Stadträtin Elke Kahr, zuständig für Wohnungsangelegenheiten.
    Ist das noch zu fassen, die "bürgerliche" ÖVP regiert in Graz mit einer Kommunistin, der Wertkonservative möge mir verzeihen, aber diese Partei ist absolut zum Vergessen, diese Partei hat alle ihre Grundsätze über Bord geworfen und denkt nur mehr an Machterhalt!
    Ich wiederhole noch einmal, die ÖVP mit der KPÖ in einer Koalition in Graz!
    Da wundern wir uns noch über merkwürdige Verbandelungen der "Linken" in Deutschland, die ÖVP ist dabei, die Kommunisten in Österreich salonfähig zu machen! Was haben wir noch in diesem Land zu erwarten.
    Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

  6. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 05:31

    Ich habe hier - speziell aus meiner beruflichen Erfahrung heraus - wiederholt angemerkt, dass die fernöstlichen "Giganten" (speziell China und Indien) drauf und dran sind, unsere westliche Welt nachhaltig zu verändern und Zug um Zug zu vereinnahmen.
    Als Beispiel nannte ich die europäische Stahlindustrie, die sich bereits mehrheitlich im Besitz indischer Magnaten befindet. Weitere Beispiele können jederzeit beigebracht werden.
    Wir müssen damit rechnen, dass diese Entwicklung unaufhaltsam weitergeht!
    Die Milliarden fleißiger, lernbegieriger und teils noch hungriger Menschen werden mit Hilfe vieler junger, dynamischer und intelligenter Techniker und Wirtschaftsleute die Weltwirtschaft immer mehr dominieren, und mit ihrem unerschöpflichen Humanpotential uns Abendländler Zug um Zug in die Ecke drängen.

    Das ist - wenn man es so sehen will - eine viel größere "Gefahr", als die der "Umvolkung" durch türkischstämmige Einwanderer, die wir derzeit so heiss diskutieren.
    Die kommenden Jahrzehnte werde große Erschütterungen in unser und das Leben unserer Nachkommen bringen: wir werden mit unseren effektiv schwachen Kräften nicht in der Lage sein, diese Entwicklung nachhaltig zu verhindern oder auch nur wirksam zu beeinflussen!
    Leider!

  7. Ausgezeichneter Kommentatoralfons adam Partner Homepage
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    06. Mai 2011 11:26

    An den Ausführungen des "Wertkonservativen" ist für mich der Hinweis auf die jungen Menschen in Indien und China interessant. Wir sollten uns darüber klar sein, daß die - horribile dictu - "Umvolkung" unausweichlich kommen wird, wenn wir so weiterleben wie bisher. Nicht die Kleinheit Europas ist das Problem sondern die Vergreisung. Gerade auch für die Wirtschaft wären junge innovative Menschen wichtig. Doch wir verhindern Nachkommenschaft oder rotten sie aus. Gleichzeitig wird die Erfahrung älterer Menschen gering geschätzt.
    Für die einen ist es ein Tabu, für die anderen wegen angenommener Erfolglosigkeit solcher Bemühungen oder weil die Sache "gegessen" ist, kein Thema: Es gibt dennoch nur einen Ausweg und eine Zukunftshoffnung - den Kampf gegen die Verhütungs- und Abtreibungsmentalität.


alle Kommentare

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    21. Januar 2015 20:12

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  5. libertus
    09. Mai 2011 23:35

    Tja, der Gigantismus hält endgültig Einzug und wird unsere bisherige Kultur in "good old Europe" in absehbarer Zeit ablösen.

    Ob es eine Lebensqualitätsverbesserung bedeutet sei dahingestellt, der Zug steht auf Schiene, ist nicht mehr aufzuhalten und zwingt uns über weite Strecken nurmehr auf die Zuschauerränge - möge die Übung gelingen!

  6. kpax (kein Partner)
  7. Salmon (kein Partner)
    07. Mai 2011 15:46

    Was ist denn das für eine braune Kloake in der Stadt?
    Vor den Chinesen sollte man sich nicht zu Tode fürchten. Das sogenannte Veralterungsproblem wird China heftiger treffen als anderswo. Europa ist da wesentlich viriler, weil es Zuwanderung und Durchmischung gibt. Den hiesigen Blogteilnehmern passt das natürlich nicht, aber rollende Züge kann man nicht aufhalten. Und wenn ich hier von Umvolkung lese, so ist das auch wieder so ein Quatsch. Gesellschaften verändern sich immer.

    • Segestes (kein Partner)
      07. Mai 2011 16:49

      "Gesellschaften verändern sich immer."

      Die erste Frage ist: Wohin?
      Und die zweite: Wer bestimmt das "Wohin"?
      Eine Minderheit von elitären, kryptointellektuellen Klugsch...
      oder die autochthone Mehrheitsbevölkerung?

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 16:50

      Dieser "Zug" rollt meistenteils in die Segregation.
      Und bildet "Brückenköpfe".

      Damit ist aber niemandem geholfen.

  8. november_rain (kein Partner)
    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 13:19

      Deutlicher konnte man den Beweis für die Existenz der "5. Kolonne" aus Anatolien nicht erbringen, als dies damit (unsere ...) dem Obertürken gelungen ist.

    • terbuan
      07. Mai 2011 15:11

      Danke für den Link,
      Gül hat Recht, es sind "seine Leute" und das sollen sie auch bleiben, er kann sie gleich mitnehmen!

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      07. Mai 2011 16:25

      Fleischhacker ist vor allem in seinen Kommentaren sehr fundiert und wohltuend unpolemisch. Auch wenn ich seine Meinung oft nicht teile, macht es mir Freude, mich mit ihm auseinanderzusetzen, weil er sachlich bleibt und nicht unfair wird.

      Ganz im Unterschied zu Unterberger, der mit dem Schaum vor dem Mund seine 7 ewigselben Feindbilder (Sozis, Grüne, Ausländer, Moslems, Schwule, Kampusch, Energiesparlampen) pflegt und das aus äusserst unsachliche, polemische und teilweise verlogene Art.

  9. Sternderlfetischist (kein Partner)
    07. Mai 2011 08:36

    Teilweise schlecht aus Wikipedia abgeschrieben unter Weglassung wichtiger Tatsachen:

    Unterberger:
    "Wird der ganze Verwaltungsbezirk genommen, ist die Stadt mit 29 Millionen die größte der Welt."

    Wikipedia:
    "Wenn ausschließlich die administrativen Stadtgrenzen herangezogen werden, ist Chongqing die größte Stadt der Welt. Die Fläche des Verwaltungsgebietes der Stadt ist mit 82.403 Quadratkilometern annähernd so groß wie der Staat Österreich (83.879 Quadratkilometer) und besteht überwiegend aus Gebieten mit ländlicher Siedlungsstruktur."

    Das mit der grössten Stadt der Welt ist natürlich völliger Unsinn (auch auf Wikipedia), denn wenn man Niederösterreich und Wien zu einem Verwaltungsbezirk erklären würde, dann würde dieser ebenfalls überwiegend aus Gebieten mit ländlicher Siedlungsstruktur bestehen, trotzdem wäre Wien-Niederösterreich keine Stadt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 09:47

      Das Entscheidende zu erfassen und auf den Punkt zu bringen: Das nenne ich wahre Intelligenz.

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      07. Mai 2011 10:44

      Korrekt. Und genau da scheitert Unterberger.

    • simplicissimus
      07. Mai 2011 12:03

      falsch. au erfasst äusserst häufig das entscheidende und bringt es auf den punkt. manchmal rutschen fehler hinein, die zu vermeiden wären. die 29-millionen-stadt aussage hier ist vielleicht ein peinlicher fehler aber im kontext weitgehend irrelevant.
      niemand ist perfekt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 13:36

      Warum sollte man bei einer chinesischen Metropole nicht die gleichen Usancen hernehmen wie z.B. für New York oder Los Angeles (NY Metropolitan Area, bzw. LA M.A.)?
      Ich sehe da weder einen Unsinn noch einen Fehler.
      Bestenfalls Rabulistik.

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      07. Mai 2011 16:34

      Weil die NY Metropolitan Area auch nicht als Stadt gesehen wird, umfasst diese doch Teile der Bundesstaaten New York, New Jersey und Pennsylvania. Üblicherweise spricht man von New York City, wenn man von New York als Stadt spricht.

      Im übrigen unterscheidet sich die NY Metropolitan Area gewaltig vom Verwaltungsgebiet Chongqing, denn letzteres ist schlicht eine Verwaltungseinheit, die ländlich geprägt ist, während die New York Metropolitan Area schlicht dichtestes Siedlungsgebiet ist, und genau deshalb zur Metropolitan Area wurde. In Chongqing ist von einer Metropilitan Area ausserhalb der eigentlichen Stadt weit und breit nichts zu sehen.

      Schlampig "recherchiert" (= einen kurzen, oberflächlichen Blick in Wikipedia geworfen) und polemisch aufbereitet halt. Und dafür soll man zahlen auch noch?

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 16:47

      Zahlen sie halt nicht und lasssen s' den Herrn Unterberger verhungern.
      Es müsste ihm außerdem geradezu peinlich sein, dem geistigen Prekariat die Sozialzuwendungen aus dem Sack zu nehmen.

    • dergo
      08. Mai 2011 01:16

      Werter Sternderlfetischist, liegt dann 'Der Spiegel' auch falsch?

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,389299,00.html

      '1997 erklärte der Staatsapparat Chongqing zur regierungsunmittelbaren Stadt, ein Status der Unabhängigkeit, den in China nur wenige Metropolen haben, darunter Peking und Shanghai. Damit nicht genug: Neben dem Stadtgebiet mit rund 7,5 Millionen Einwohnern gehört seither auch das Umland von der doppelten Größe der Niederlande mit zahlreiche Kleinstädten und Dörfern zur Verwaltungszone. Mit insgesamt 31,7 Millionen Bürgern ist Chongqing damit aus administrativer Sicht die größte Stadt der Welt - ein gigantisches Reservoir an Arbeitskraft.'

      und wie würden Sie 'municipality' übersetzen ?

      http://en.cq.gov.cn/

      Chongqing is the only municipality directly under the central government in western China. Located on the upper reaches of the Yangtze River, Chongqing is southwest China's biggest industrial and commercial center, communi ........

      Glauben Sie wirklich, daß die alle falsch liegen?

      Sie können gerne beim Bürgermeister von Chongqing anfragen:

      http://en.cq.gov.cn/Government/MayorOffice/ !

    • Neppomuck (kein Partner)
      08. Mai 2011 10:34

      Sternderl hat doch nur den Auftrag, die Debatte hier nach Möglichkeit zu stören.
      So "bindet" man die "Kräfte" des ideologischen Widerparts und versaut jede sinnvolle Diskussion in ideologiefreien Blogs, ähnlich wie das die die Aufgabe der Zensur in den diversen "gleichgeschalteten" Foren ist.

      Tja, außer "linken" können die Linken nix.

    • dergo
      08. Mai 2011 11:53

      @ Neppomuck

      'Sternderl hat doch nur den Auftrag, die Debatte hier nach Möglichkeit zu stören.'
      ... das mag sein, trotzdem bietet er/sie mir die Möglichkeit abstrakte Größen mit realen Werten zu unterlegen und so eventuell manchem Blog-Teilnehmer Denkanstösse zu Größen, Potentialen und Entwicklungen zu vermitteln.
      Wussten Sie zum Beispiel, daß Chongqing etwa 1,5 mal so groß wie Wien ist ? - an der Größe des jeweiligen Landes gemessen!

      Ausserdem meine ich, im letzten Absatz irrt der Sternderlfetischist. Wenn man Wien-Niederösterreich zu einer Stadt erklärt, dann IST es eine Stadt - ob er will oder nicht.
      Beim Kampf um das Bürgermeisteramt möcht ich bitte 'Erste Reihe fußfrei' ! Pröll-Häupl - das stellt Simmering-Kapfenberg weit in den Schatten!

  10. Segestes (kein Partner)
    07. Mai 2011 07:26

    "kulturelle Dominanzen" - China wir die Welt nie kulturell dominieren.

    Auch Englisch wird als "lingus franca" noch extrem lange nicht, z.B. von irgend einem chinesischen Kauderwelsch, abgelöst werden, da diese Sprache schon viel zu fest in der Welt verwurzelt ist. Man bedenke nur, wie lange sich Latein als sprachlich dominierendes Element gehalten hat, selbst dann noch, als das Weströmische Reich sich bereits seit zig Jahrhunderten von der Bildfläche vertschüsst hatte.

    Sicher, China wird eine zentrale Rolle innehaben - aber eben bloß als Wirtschaftsmacht.
    Die Chinesen nehmen längst massenhaft westliche Gepflogenheiten an (was nicht unbedingt gut ist, außer man steht auf einen kulturellen Einheitsbrei), umgekehrt wird sich der Einfluss, wie bisher schon, in erster Linie aufs Essen, also auf China-Restaurants, beschränken.
    China ist eine beinharte Diktatur. Für die Jugendkultur, die z.B. das Nachäffen von US-"Bräuchen" ja so liebt, als Vorbild also vollkommen unattraktiv.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      07. Mai 2011 16:04

      @Segestes:
      Ois O.K., Chef — oba waun S' unbedingt lateinisch daherkumman miassn, daun pittäh richtig, gööö?
      Das Nomen "lingus" gibt es nur in einer zusammengesetzten Bezeichnung (compositum) für oralsexuelle Praktiken, fängt mit "c" an.
      Sie können aber nur regionsübergreifende Sprache meinen: "lingua franca" (nur als Femininum vorhanden, simple a-Deklination).

    • Segestes (kein Partner)
      07. Mai 2011 16:21

      Beschwerden bitte direkt an die besch...eidene Rechtschreibkorrektur meines Browsers richten (die ich zugegebenermaßen besser überwachen hätte sollen, anstatt alles abzunicken).
      Ich weiß jedenfalls durchaus, dass das lingua franca heißt, und nicht lingus.
      Da ich den Begriff in diesem Forum schon mehrfach in der korrekten Form verwendet habe, kann man das auch gerne nachprüfen (Krönchen vorausgesetzt).
      Und jetzt werden bitte keine Korinthen mehr gek...

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      07. Mai 2011 23:01

      @Segestes:
      Korinthen oder Rosinen — Prolet bleibt Prolet. Wenn er sich blamiert, ist der schuld, der ihn darauf hinweist. Freundschaft!

    • Segestes (kein Partner)
      08. Mai 2011 06:07

      Da du ja nicht sinnerfassend lesen kannst/willst, bzw. nur das wahrnimmst,
      was der von dir angestrebten Deutungsweise zupass kommt,
      verschone mich zukünftig bitte mit deiner banalen Wortklauberei,
      du siebengescheiter Großhirnakrobat von eigenen Gnaden.

  11. terbuan
    06. Mai 2011 17:54

    Nicht ganz OT, passend zu meinem vorherigen post:
    Soeben auf Radio Steiermark gehört, ein Bericht über die Entwicklung der Stadt Graz, man erwartet einen Bevölkerungszuwachs von 30.000 Personen in den nächsten Jahren und Bürgermeister Nagl (ÖVP) beklagt die Probleme der Integration. Und wer wird als nächste zu Wort gebeten, die kommunistische Stadträtin Elke Kahr, zuständig für Wohnungsangelegenheiten.
    Ist das noch zu fassen, die "bürgerliche" ÖVP regiert in Graz mit einer Kommunistin, der Wertkonservative möge mir verzeihen, aber diese Partei ist absolut zum Vergessen, diese Partei hat alle ihre Grundsätze über Bord geworfen und denkt nur mehr an Machterhalt!
    Ich wiederhole noch einmal, die ÖVP mit der KPÖ in einer Koalition in Graz!
    Da wundern wir uns noch über merkwürdige Verbandelungen der "Linken" in Deutschland, die ÖVP ist dabei, die Kommunisten in Österreich salonfähig zu machen! Was haben wir noch in diesem Land zu erwarten.
    Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

    • terbuan
      06. Mai 2011 20:55

      Jetzt gibt es noch einen Leckerbissen von der Frau Kahr, da wird sich unser t.l. besonders freuen (aus einem Interview mit der Kleinen Zeitung):

      "KAHR: Ich halte den Marxismus für die menschlichste Antwort. Was Parteien im Osten daraus gemacht haben, war natürlich etwas anderes. Aber man kann nicht sagen, dass alles negativ war, also etwa Errungenschaften für die Arbeiterschaft. Das Modell Jugoslawien unter Tito mit kostenlosem Gesundheitsnetz und Bildung für alle, das den Vielvölkerstaat zusammengehalten hat, hat mich beeindruckt. Noch heute hat Tito für die Menschen dort einen hohen Stellenwert."

      Ich frage mich schon auch warum dieses Thema, ÖVP im Boot mit der KPÖ in diesem Forum nicht thematisiert wird?

    • Celian
      06. Mai 2011 23:13

      lwerter terbuan,

      ich teile Ihre Faßungslosigkeit in bezug auf die Ausbreitung des Kommunismus. Die ÖVP hat allerdings kaum eine Alternative, da die Meinungs-Grundströmung für die Wiederholung des kommunistischen Expermiments plädiert, trotz wiederholtem Fehlschlag.

      Aber wie heißt es schon bei William Saroyan: Wer sich der Vergangenheit nicht erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.

      Das scheint unser (der Menschheit) Schicksal zu sein.

    • Wahrheit (kein Partner)
      07. Mai 2011 09:13

      Die grüne Vize-BG Lisa Rücker fördert heuer wieder in Graz Radfahrkurse für muslimische und afrikanische Frauen, fragt mich jetzt bitte nicht ob die beiden Gruppen auch zusammen fahren dürfen ...

    • Quark (kein Partner)
      07. Mai 2011 10:37

      Sg. Terbuan,

      ich fürchte Sie übersehen etwas. in Graz werden die Stadträte automatisch nach Wahlergebnis verteilt. Deswegen sitzen im Stadtrat (Regierung) ALLE Parteien (auch FPÖ, Grüne, SPÖ) und haben AMTSFÜHRENDE (Minister) Positionen (anders als in Wien, wo nur die koalierenden Parteien die amtsf. SR stellen, die anderen Nichts-amtsf. SR). Also kooaliert die ÖVP nciht mit der KPÖ, sie ist gezwungen zusammen zu arbeiten bzw. wenigstens zusammen zu sitzen. genauso wie die Grünen mit der FPÖ, etc.
      Davon unabhängig gibt es die Kooalition, die ist ÖVP-Grün und die hat die Mehrheit und kann die Ideen/Gesetzesvorlagen der anderen Stadträte ablehnen und eigene ausfertigen (ohne SR-Posten).

      Also wie auch immer Sie es mit Grün halten (ob Sie die auch schon als K ansehen), das "gespenst des K" ist noch weit entfernt, die KPÖ ist eine regionale Gruppe, die in Graz beliebt ist und halbwegs bürgernahe Politik macht (regionale Parteien gibts ja überall, (Dinkhauser in T, zb)) und seit ihr großes Zugpferd Kaltenegger weg ist brechen sie auch bei den wahlen ein (halbiert das letzte mal).

      ich glaube Sie stört das Etikett KPÖ, der Inhalt hat längst so gut wie nichts mehr mit dem verbrecherischen K den wir aus er UdSSR, etc kennen zu tun.

      lg Quark

    • Neppomuck (kein Partner)
      07. Mai 2011 11:06

      Und wie sehen sie diese Einschätzung, quark:

      "Der politische Rechte ist vom Neonazi so weit entfernt wie der Fußballfreund vom Hooligan."
      Botho Strauß

    • Wertkonservativer
      07. Mai 2011 12:13

      Lieber Terbuan,

      ich war auch ein wenig konsterniert über Ihre so harte Maßregelung der Grazer ÖVP.

      Es ist evident, dass es in der Grazer Stadtregierung zwischen ÖVP und KPÖ keinerlei Koalitionsabkommen gibt; das hätte sicher gleich nach erfolgter Bekanntgabe entsprechend hämische Echos gegeben.
      Schwarz/Grün gefällt mir auch nicht zu 100%, doch war eben eine der "demokratischen" Möglichkeiten.
      Also, bitte, vielleicht doch etwas Dampf ablassen; an allem sind die Schwarzen ja doch nicht schuld!
      Nichts für ungut!

    • terbuan
      07. Mai 2011 13:31

      at all
      ..dies ist mir alles bekannt, aber, "wer sich mit Hunden ins Bett legt darf sich nicht wundern....
      Alleine schon die Tatsache, dass vom ORf bei einem Grazer Thema die ÖVP in einem Atemzug mit der KPÖ genannt wird ist schlimm genug!
      Und quark, die Aussagen der Frau Kehr zeigen ja ganz exakt, dass diese Partei nach wie vor ganz auf der marxistischen Linie daherkommt!

  12. terbuan
    06. Mai 2011 16:10

    Wo stehen wir heute in Europa?
    Eine alternde Gesellschaft saturiert und selbstgefällig, mit offenen Schleusen für jede Art von Einwanderern, die in den Genuss sozialistischer Segnungen kommen möchten.
    So treffend definiert Roland Baader heute in ef den Sozialismus:

    "Der Sozialismus ist eine Religion der Lüge. Ihre Glaubenssätze sind: Neid und Missgunst, Hass und Verachtung, Faulheit und Mittelmäßigkeit, Raub und Diebstahl!"

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:38

      Demzufolge sind die meisten der Blogkommentatoren (du inklusive) Sozialisten.

  13. Rosi
    06. Mai 2011 13:55

    Aus persönlichen Erfahrungen weiß ich, daß Chinesen (und auch Inder), sowohl in China, als auch in Österreich, sehr fleißige, leistungsorientierte Menschen sind, deren Mentalität in keiner Weise der Sozialhängemattenphilosophie, die in Österreich vorzuherrschen scheint, und in vieler Weise unterstützt wird, entspricht. Daher wundert es mich nicht, daß diese fleißigen Leute auch entsprechende Werte schaffen. Hut ab, kann man da nur sagen.
    Was die Probleme der Europäer, und in sehr hohem Ausmaß auch die der Österreicher, betrifft bezüglich Überalterung und Überfremdung, und da speziell die Art der Zuwanderer, die wieder vor allem Sozialhilfeempfänger sind, die natürlich auch die wirtschaftliche Lage extrem negativ beeinflussen, die hohen Steuern und die wirtschaftsfeindliche Lage in Europa, so sind all die Probleme hausgemacht! Selber schuld, kann man da nur sagen.
    Arm sind nur jene Europäer, die auch leistungsorientiert und fleißig sind, aber offensichtlich in der Minderheit, oder zumindest nicht in der Lage, sich politisch duchzusetzen.
    Europa in der Form, wie wir es kennen, wird zugrundegehen, wenn sich nicht Grundsätzliches ändert. Das haben die Europäer selbst in der Hand - noch. Es ist sicher schon später, als manche vermuten ...

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • terbuan
      06. Mai 2011 14:40

      Danke Rosi,
      ich unterschreibe jedes Ihrer Worte!

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 16:35

      Rosi,
      "...Das haben die Europäer selbst in der Hand..."

      Hm... das mit den "Europäern" ist so eine Sache... EUROPA war und ist (immer noch) ein "Kunstgebilde". Sprachlich, kulturell und historisch durch unterschiedliche Gemeinwesen geprägt. Und genau darin liegt die Stärke dieses Erdteils. Wer immer versucht hat (und Versuche gab es einige) daraus ein homogene Masse zu schmelzen, hat einen "Völkerkerker" geschaffen, der wie ein Druckkochtopf explodieren mußte. So endeten alle diese "Friedenprojekte"!

      Europa hat in der Vergangenheit wissenschaftlich und kulturell der gesamten Welt etwas Einzigartiges vorgelegt. NICHT durch EINHEIT, sondern durch VIELFALT!!! Die unterschiedlichsten und vielfältigsten Gemeinwesen standen damals im Wettstreit. Das war das ERFOLGSREZEPT!!!

      Nur absolutistisch, monarchistische "Degenerationen" wollten und wollen (immer noch) eine "homogene" (homophile?) Masse aus dieser genialen heterogenen Vielfalt machen. Ganz bestimmt aus EIGENNUTZ!

      Es liegt daher nicht in der Hand der "Europäer", sondern eines einzelnen Gemeinwesens (Staat), der aufsteht...

    • Rosi
      06. Mai 2011 17:15

      @Erich Bauer

      Auch China und Indien sind nicht riesige Länder mit jeweils identischer Kultur ohne lokale Eigenheiten. China hat z.B. allein mehr als 50 verschiedene Nationalitäten, Indien über 100 Sprachen verschiedener Sprachfamilien.
      Die Grundeinstellung ist aber bei beiden, daß der einzelne Mensch nicht fragt, was der Staat für ihn tun kann, sondern dort herrscht sinngemäß der Grundsatz: Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott. Und diese von den Bürgern gelebte Selbstverantwortung ist letztendlich das Erfolgsrezept der Chinesen und der Inder.

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 17:20

      Und warum ging vor allem der wissenschaftliche, enorme Output nicht von dort aus? Können Sie mir das sagen? Woran könnte das liegen?

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 17:52

      Rosi,

      Als "Erfolgsrezept" das indische Kalkutta oder oder die Massen der chinesischen Höhlenbewohner anzusehen, halte ich für etwas "übertrieben". (*lach*) Ich würde sagen, da fehlt einiges an "gewachsenen" Entwicklungsstufen. Und diese Entwicklungsstufen konnten sie nie haben. Weil es eben an GRUNDSÄTZÄLICHENM fehlt. Sie hatten nie die Erkenntnisse, die sich in Europa, aus bestimmten Grund, einstellten. Tun Sie mir bitte den Gefallen und unterstellen Sie mir jetzt nicht RASSISMUS.

      Diese von Ihnen "Hilf-dir-selbst-dann-hilft-dir-Gott" FREIHEIT wird dort weder so empfunden, noch sieht man es dort als WIRTSCHAFTSKONZEPT!

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 18:05

      Im übrigen, werde ich mich jetzt zurückziehen und wünsche ein schönes Wochenende. Der Muttertag möge ohne "Ödipus"-, "Elektra"- oder sonstiger "Komplexe" über die Bühne gehen. Das gilt vor allem für die jüngeren NAZI-Widerstandstkämpfer. Behelligt damit euer Mütterchen wenigstens nicht an diesem Tag...

    • Rainer (kein Partner)
      07. Mai 2011 07:43

      "Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
      Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen."

      Hui! Das ist ja total abartig, menschenverachtend und nazofaschistorechtsextremo ... ach, suchen Sie es sich selbst aus!
      Wie kalt der Wind des unmenschlichen Neoliberalismus weht, müssen organisierte Bettler in der Steiermark erfahren. Oder, wie "die Presse" so schön schreibt:
      "Die Bettler bleiben ratlos zurück oder sind in ihre Heimat zurückgekehrt."
      (http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/654934/Steiermark_Bettelverbot-kommt-Roma-gehen?from=suche.intern.portal )
      Interessant eigentlich, wie flexibel manche Menschen trotz ihrer fürchterlichen Armut sind ...

      Ich bewundere ja die Damen und Herren, die zB im Supermarkt arbeiten, obwohl sie für ihre gewiss nicht einfache und stressige Arbeit nicht mehr oder sogar weniger als andere erhalten, wie etwa jener junge Mann, der auf Grund seiner Drogenvergangenheit eine höhere Pension (!) erhielt, als ich im Monat verdiene, und der sein eigenes Kind ein bisschen unglücklich anfasste (es gilt natürlich die Unschuldslammvermutung).
      Ah, aber dafür zahlt man doch gerne Steuern!

    • simplicissimus
      07. Mai 2011 12:12

      rosi: volle zustimmung. der jahrhundertelange kalte wind in europa hat die gesellschaften zu kulturellen, wirtschaftlichen und technischen höchstleistungen angespornt. jetzt liegen sie übersättigt und verweichlicht auf der matte und lassen sich die trauben in den mund wachsen. wenn dieser warme wind plötzlich abflaut, wird die lebensunfähige (nazi-worte wie "abartig" verwenden neuerdings linksfaschisten) gesellschaft unter kurzem geschrei einfach erfrieren. full stopp.

    • simplicissimus
      07. Mai 2011 12:21

      ach rainer, offensichtlich hab ich zu rasch gelesen...
      im eifer des gefechts.

    • Rosi
      07. Mai 2011 18:27

      @ Erich Bauer

      Tut mir Leid, Herr Bauer, ich komme leider erst jetzt dazu, Ihnen zu antworten, aber ich hoffe, Sie lesen meine Antwort trotzdem noch...

      'Und warum ging vor allem der wissenschaftliche, enorme Output nicht von dort aus? Können Sie mir das sagen? Woran könnte das liegen?'

      Möglicherweise liegt es daran, daß die Erfindungen, die aus China kommen, für uns schon viel zu selbstverständlich sind. Dazu fällt mir zum Beispiel Keramik (die ersten Töpferöfen), Porzellan und Papier ein, Dinge, die in unserer industriellen und kulturellen Entwicklung wesentliche Grundlagen waren. Und auch die Nudeln sind keine italienische Erfindung. Die wurden von Marco Polo von China nach Italien gebracht.
      Auch die Seidenstraße ist ein wesentlicher Hinweis darauf, wieviele Güter von China nach Europa gebracht wurden.

      Die Chinesische Kultur ist eine der ältesten der Menschheit. Die erste historisch belegbare Dynastie ist die Shang ab dem 15. Jahrhundert v. Chr. Die Anfänge der chinesischen Schrift liegen fast 5000 Jahre zurück. Das Konzept der Chinesischen Schriftzeichen ermöglichte den Völkern über Jahrhunderte, miteinander zu kommunizieren, da die Bedeutung der Schriftzeichen über die verschiedenen Sprachen und Dialekte eindeutig war. So ist es auch heute noch für Chinesen möglich, jahrhundertalte Texte zu lesen, und deren Sinn zu erfassen.

      Was die technischen Errungenschaften der Gegenwart betrifft, braucht man, glaube ich, nicht viel zu schreiben. IBM hat seine PC Produktion vor einigen Jahren nach China gegeben. Wir verwenden in der Familie chinesische Handys (Lenovo 3GW100), die in der Leistung ungefähr zwischen iPhone 3 und 4 liegen, aber inklusive Verzollung etwa halb so viel kosten wie das iPhone 3. Allerdings wird das Produkt außerhalb Chinas nicht verkauft, da der chinesische Markt groß genug ist. Bisher wurden 8 Mio Stück verkauft.

      In der heutigen Zeit mag einer der Gründe, weshalb chinesische Produkte bei uns nicht so bekannt sind, in der europäischen Bürokratie liegen. Stevia ist zum Beispiel ein natürlicher Süßstoff, für den China derzeit der größte Produzent ist, aber die EU noch keine Einfuhr zuläßt. 'Stevia ist auch für Diabetiker geeignet und erhöht nicht den Blutzuckerspiegel. Sie hat eine plaquehemmende Wirkung und ist darum vorbeugend gegen Karies und damit zahnfreundlich.'(Wikipedia)

      Kennen Sie das Buch: 'China Der Aufstieg einer hungrigen Nation'?
      http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/596296/
      Das Buch beschreibt den Unterschied in der Einsatzfreude und Arbeitsmoral zwischen Europäern und Chinesen, und zeigt, weshalb China auf- und Europa absteigt.

      Auch Indien gehört zu den ältesten Kulturen der Erde. Bereits 2000 v.Chr. wurden die ersten literarischen Werke erstellt.
      Indien, wie auch Afrika, hatte den Nachteil der Kolonisation durch die Europäer, was negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Völker hatte. Speziell in Indien wurde dadurch die kulturelle Entwicklung in erheblichem Maße gestört.
      Seit der Unabhängigkeit Indiens 1947 gab es einen wesentlichen Aufstieg.
      Die Computer Industrie in und um Bangalore ist hinlänglich bekannt, und die Tatsache, daß viele Firmen ihre 'Helpdesks' nach Indien verlegt haben, setzte jedenfalls voraus, daß dort intelligente Leute sind.

      Um auch hier ein plastisches Bild für Einsatzfreude und Motivation zu zeichnen, eignet sich der Vergleich des U-Bahnbaus in Wien und New Delhi. Die Stadt Wien benötigte von Baubeginn bis zum ersten Echtbetrieb neun Jahre. Heute 41 Jahre nach Baubeginn beträgt das Gesamtstreckennetz etwa 75 km.
      Der Baubeginn der Metro Delhi war 1998, die erste Linie mit einer Länge von über 25 km wurde 2002 eröffnet. Heute hat das Streckennetz mehr als 154 km.
      Übrigens kostet eine Jahreskarte für das gesamte Metrostreckennetz 500 Rupien, das sind etwa 8 Euro...

      Und um nochmals auf das Bild von AU zurückzukehren: Es braucht keine 29 Jahre, um die Entwicklung von Städten wie Shanghai oder New Delhi fast 'greifen' zu können - es reicht, wenn man in einem Abstand von 5-10 Jahren eine dieser Städte, oder jede beliebige andere Großstadt in einem dieser Länder, besucht, und man erkennt sie kaum wieder.

    • Rosi
      07. Mai 2011 18:49

      @ Rainer

      Folgende Begebenheit paßt da auch dazu:

      New Delhi, Außenbezirk, wir halten an einer Kreuzung, an dieser sitzt ein Bettler.
      Unser indischer Bekannter meinte: 'Gebt den Bettlern nichts, diese Bettler belästigen die Leute, statt zu arbeiten. Ein Arbeiter, der den ganzen Tag hart in der Fabrik arbeitet, verdient weniger als dieser Bettler in einer Stunde. Der Mann bettelt nicht, weil er darauf angewiesen ist, sondern er sieht das als seinen Job an, sonst würde er aufhören, wenn er genug zum Kauf von Essen erbettelt hat.
      Die Unterstützung der Bettelei führt nur dazu, daß immer mehr Leute betteln statt arbeiten. Das geht sogar so weit, daß Kinder absichtlich verstümmelt werden, damit sie mehr Chance beim Betteln haben.'

      Interessant, daß Sie diesen jungen 'Drogenpensionisten' erwähnen. Auch ich habe mich gefragt, wie ein junger Mensch ohne die nötigen Beitragsleistungen überhaupt - und noch dazu zu so einer hohen - Pension kommt. Aber das wurde in den Medien nicht thematisiert.

    • Rainer (kein Partner)
      08. Mai 2011 06:57

      @ Rosi

      "Interessant, daß Sie diesen jungen 'Drogenpensionisten' erwähnen. Auch ich habe mich gefragt, wie ein junger Mensch ohne die nötigen Beitragsleistungen überhaupt - und noch dazu zu so einer hohen - Pension kommt. Aber das wurde in den Medien nicht thematisiert."

      Wobei dieser Fall ja nur auf Grund des tragischen Hintergrunds medial aufbereitet wurde. Die Frage ist ja: Wieso wird ein junger Mensch auf unsere Kosten in Pension geschickt, weil der anscheinend ach so arme junge Mann Drogen genommen hat?
      Ich verstehe voll und ganz, warum immer weniger junge Leute Bock auf eine Ausbildung oder aufs Arbeiten haben, wenn andere ein finanziell einträglicheres und ungezwungeneres Leben auf Kosten der Deppen, die ihnen das finanzieren, führen können.
      Das ist so atemberaubend abartig, dass es einen wortlos zurücklässt. Und man komme mir nicht mit dem "Einzelfall"! Wie viele werden alleine in Österreich "pensioniert", weil sie saufen oder Drogen nehmen? WTF??? Ist saufen eine Krankheit? Ja? Kann ich mich auf eure Kosten pensionieren lassen, wenn ich glücksspielsüchtig bin? Oder wenn ich auf Grund eines Gendefekts diesen unbezwingbaren Drang habe, zweimal am Tag ins Puff zu gehen, was mich an den Rande des Ruins drängt, weshalb ich ein Anrecht darauf habe, dass "der Staat" mir die Bordellbesuche bezahlt?

      Ah, aber sehen Sie: Die Unmoralischen, Perversen, Unmenschlichen, das sind natürlich wir ...

    • Undine
      08. Mai 2011 09:56

      @Rainer

      Danke für den Link!

      "Die Bettler selbst bleiben ratlos zurück. „Wir haben keine Hoffnung mehr“, sagt einer. 118 Euro monatlich bekommt er für seine dreiköpfige Familie an staatlicher Sozialhilfe. 91 Euro davon fallen für Strom weg, 20 Euro für Wasser."

      Da kann doch bei diesen Zahlenangaben etwas nicht stimmen!

      Wenn ein slowakischer "Berufsbettler", der jahrelang in Graz ---wie auch zahllose seiner "Kollegen" ---gebettelt hat, sich nun beklagt, daß er mit der staatlichen Sozialhilfe nicht das Auslangen findet, muß man erstens dazu sagen, daß man mit 118 Euro etwas "weiter kommt" als in Ö.

      Zweitens aber finde ich eine STROMRECHNUNG von 91 Euro im MONAT und 20 Euro für Wasser schlicht und ergreifend E R L O G E N!

      Wie es diese Familie fertigbringt, ausgerechnet in der Slowakei um 91 Euro monatlich Strom zu verbrauchen, wo der Strom dort sicherlich billiger ist als bei uns, ist mir schleierhaft.

      Wenn dem Pfarrer Pucher und den übrigen Leuten an den slowakischen Bettlern wirklich so viel gelegen ist, sollten sie ihnen die Mühe des häufigen Reisens Slowakei und retour doch ersparen. Es wäre sinnvoller, den slowakischen Bettlerfamilien das SPENDENGELD in ihr Heimatdorf zu überweisen. Damit könnte man den Leuten das demütigende Betteln ersparen und den Grazern die unangenehme Bettlerflut.

    • Rosi
      08. Mai 2011 12:59

      @Rainer

      'Wobei dieser Fall ja nur auf Grund des tragischen Hintergrunds medial aufbereitet wurde. '

      Stimmt. Die Spitze des Eisbergs.
      Mich würde interessieren, ob es eine Statistik gibt: Leute, die aus Krankheitsgründen in Pension geschickt wurden - nach Alter, ab wann sie in Pension sind, und Ursache.
      Geben wird es das sicher, oder zumindest auswertbar ist es. Aber öffentlich zur Verfügung gestellt wird diese Statistik sicher nicht denen, die das Ganze zahlen, nämlich den Steuerzahlern. Wenn es so ist, eigentlich arg. Grundsätzlich hat der Steurzahler - und nur er - Anrecht darauf zu erfahren, wo sein Geld verblieben ist.

      Die offiziellen Stellen gehen mit unserem Steuergeld sehr locker um.
      Vielleicht sollte man ihre Gehälter umstellen auf 'negative Provisionsbasis' - desto mehr (fadenscheinige) Anträge und Geld sie bewilligen, desto weniger landet auf ihrem eigenen Gehaltskonto :-)

    • Rosi
      08. Mai 2011 13:03

      @Undine

      '...sollten sie ihnen die Mühe des häufigen Reisens Slowakei und retour doch ersparen...'

      Rätsel am Rande: Von den = Kosten = der 'Bettelreisen' hört und liest man eigentlich nie ...

  14. alfons adam
    06. Mai 2011 11:26

    An den Ausführungen des "Wertkonservativen" ist für mich der Hinweis auf die jungen Menschen in Indien und China interessant. Wir sollten uns darüber klar sein, daß die - horribile dictu - "Umvolkung" unausweichlich kommen wird, wenn wir so weiterleben wie bisher. Nicht die Kleinheit Europas ist das Problem sondern die Vergreisung. Gerade auch für die Wirtschaft wären junge innovative Menschen wichtig. Doch wir verhindern Nachkommenschaft oder rotten sie aus. Gleichzeitig wird die Erfahrung älterer Menschen gering geschätzt.
    Für die einen ist es ein Tabu, für die anderen wegen angenommener Erfolglosigkeit solcher Bemühungen oder weil die Sache "gegessen" ist, kein Thema: Es gibt dennoch nur einen Ausweg und eine Zukunftshoffnung - den Kampf gegen die Verhütungs- und Abtreibungsmentalität.

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 12:48

      alfons adam,

      PRODUKTIVITÄT wird in unseren Breiten BESTRAFT! In jeder Hinsicht! Schon seit JAHRZEHNTEN! Sollte auf jeden Gewerbebrief als WARNUNG ausgewiesen sein! Wer sich hierzulande SELBSTÄNDIG macht, gefährdet seine EXISTENZ. Die Wahrheit ist: Er hat so gut wie keine Chance! Die wirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen sind nur für das BEAMTENTUM förderlich!

      Sie werden doch nicht ernsthaft erwarten, daß sich junge, produktive, unternehmerische Menschen für IRGENDJEMAND auf dem INKA-Altar des WOHLFAHRTSSTAATES ausweiden lassen...

    • Observer
      06. Mai 2011 13:07

      alfons adam:
      Der Kampf gegen die Verhütungs- und Abtreibungsmentalität sollte hohe Priorität bekommen. Das Gefasel, dass die Schlechterstellung von Familien usw. den Leuten das Kinder kriegen verleidet, ist kompletter Schwachsinn. Vielmehr ist es der Wunsch nach völlig freiem Leben ohne Verantwortung gegenüber anderen Personen und besonders des Nachwuchses das wahre Motiv. Die eigenen Personen werden ohnedies von anderen Leuten der nächsten Generation bezahlt. Tatsache ist, dass es in den vergangenen tausenden von Jahren eben nicht nur Wunschkinder gegeben hat und die Leute auf ihre Art auch glücklich waren. Heutzutage ist eben der Schwangerschaftsabbruch (= Mord an Ungeborenen) unter bestimmten Voraussetzungen legal und die Verhütungspille ist - medizinisch betrachtet - eine Scheinschwangerschaft, welche dem weiblichen Körper ständig vorgegaukelt wird.

    • brechstange
      06. Mai 2011 13:19

      @observer

      Und mit "Mein Bauch gehört mir." propagiert wird.

      Das zeugt von Lebensfeindlichkeit und Egoismus. Manchmal frage ich mich, welche Erfahrungen Menschen mit derartigem Gedankengut wohl gemacht haben müssen.

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      07. Mai 2011 08:41

      Wäre mal interessant, zu erfahren, wieviele Kinder die hier so künstlich Erregten selbst schon in die Welt gesetzt haben?

    • simplicissimus
      07. Mai 2011 12:17

      als natürlich erregter darf ich antworten: 3. und 2 werden folgen. haben sie kinder oder gehören sie zur modernen homo-sexismus generation?

  15. Martin Bauer
    06. Mai 2011 09:15

    Zum Thema Wachstum erschien heute in der PRESSE ein hervorragfender Artikel von Daniel Treisman:

    http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/657863/Russland-greift-zur-TomSawyerStrategie

    Absolut lesenswert!

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 09:40

      Landwirtschaft, Gewerbe, Industrie. So einfach ist das. Wenn die Industrie außer Landes gebracht wird, weil Pfui, wird das "Arbeitsleid" weniger... Mit einer Super-Akademikerquote ist kein Staat zu machen. Akademiker sind halt Dienstleister. Nicht selten stehen sie im Dienst eines "Hauptschulabbrechers", der ein Unternehmen auf die Beine stellt.. Ob unsere künftigen Akademiker in China, Indien, Brasilien etc. Unterschlupf finden? Ob sie dort übehaupt gebraucht werden? Erinnere mich "gerne" an ein Gespräch (Mitte der 90er) mit höheren Persönlichkeiten aus ÖBB und SGP. Deren Zukunftsvisionen damals schon sehr "global" ausgerichtet waren. "Nur mehr im 'Engeneering' liegt die Zukunft. Nicht mehr in der industriellen Fertigung..."

    • brechstange
      06. Mai 2011 10:21

      @Erich Bauer

      Das mit der Dienstleistungsgesellschaft, die die Produktion ablöst, ist der größte Denkfehler den Wirtschaftswissenschaftler je gemacht haben. Die Folgen sind enorm, weil Dienstleistung lebt von den vorgelagerten Wirtschaftszweigen, daraus schöpft sich die Innovation. Alles andere ist losgelöst und verläuft im Sande. Wir sind am besten Weg.

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 11:14

      brechstange,
      "...Alles andere ist losgelöst..."

      Besonders der "Wettbewerb" wurde von der Wirtschaftstätigkeit losgelöst. Denn die "Globalisierung" war kein Naturereignis. Dazu bedurfte es nur der "Loslösung" des sog. Ursprungszeugnisses... Das geschah ganz AKTIV durch die EU. Und die europäischen Konzerne hatten als Erste die Möglichkeit den "Wettbewerb" durch Abwanderung AUSZUSCHALTEN... Diese Segnungen wurden sogar als "positiv Argument" probagiert. "Marktteilnahme" nur noch als KONSUMENT... welch ein Paradies... Die marxistische Verwirklichung von UTOPIA...

  16. thomas lahnsteirer
    06. Mai 2011 07:58

    Indien und China, vielleicht auch Braslilien sind trotz ihrer vielfältigen Probleme die Länder der Zukunft, während sich Europa auf dem absteigenden Ast befindet, sei es durch enorme Schuldenlasten ( Portugal, Griechenland), sei es durch zunehmende Islamisierung und Afrikanisierung (vor allem Frankreich und Großbritannien). Und dazu noch ein Deutschland, das sich hauptsächlich dem Ökologisierungswahn hingibt und in missionarischem Eifer die ganze Welt bekehren will.......

    • terbuan
      06. Mai 2011 13:34

      Herr lahnsteirer,
      ....ein Deutschland, das....in missionarischem Eifer die ganz Welt bekehren will...
      Das glauben Sie aber wirklich selbst nicht!
      Im Gegenteil, Deutschland spielt den reuigen Sünder für ewig und läßt sich jeden Gutmenschentum-Schmarren freudig aufschwatzen!
      Den Status als Zahlmeister Europas bekommt es dann als Draufgabe....

  17. Observer
    06. Mai 2011 07:36

    Der Zuzug vom "Land" in die Grossstädte zeigt viele grosse Nachteile, welche bei uns glücklicher weise nicht passieren.
    Die nun vielfach bewunderte wirtschaftliche Entwicklung in der VR China in den letzten 30 Jahren hat auch viele Schaattenseiten und es wird bald zu einen grossen Aufschrei kommen, welcher tausendmal grösser als das Tian'anmen-Massaker von 1989 sein wird. Denn die politische Philosophie der wirtschaftlichen Freiheit bei gleichzeitiger politischer Knechtschaft wird nicht mehr lange anhalten. Die chinesische Führung hat jetzt schon alle Hände voll zu tun, die immer mehr sichtbaren Wünsche nach wirklicher demokratischer Freiheit zu unterdrücken. Leider werden diese Wünsche der breiten Zivilbevökerung auch dort viel Leid und Tote bringen. Ich bin schon gespannt, wie dazu der Westen und im besonderen die USA reagieren wird.

  18. Anton Volpini
    06. Mai 2011 07:11

    Das Bild zeigt Faymann auf der Chineseischen Mauer.
    Dort hat man ihn und die österreichische Delegation hinkomplimentiert, nachdem Faymann angeblich das Thema rund um Wei Wei angesprochen hat.
    Warum fragen wir die Chinesen nicht einfach, ob sie den Faymann nicht dortbehalten wollen, als Mauerwächter vielleicht, oder so......

    • Freier Benutzername
      06. Mai 2011 08:44

      Sehr geehrter Herr Volpini,
      ich erlaube mir, Sie zu korrigieren, wenn ich darf: "Weiwei" ist nur der Vorname des guten Mannes, "Ai" sein Familienname. Wie bei ostasiatischen Namen üblich, steht der Familienname vorn und der Vorname hinten. Wenn Sie also nicht absichtlich unhöflich sein möchten (was ich nicht annehme), dann würde ich vorschlagen, bei Ostasiaten (Chinesen, Taiwanesen, Japaner, Vietnamesen etc.) immer den ganzen Namen zu schreiben. Also in diesem Fall "Ai Weiwei".

    • inside
      06. Mai 2011 09:18

      freier benutzername

      Ihren Belehrungen sei hinzugefügt, dass dies auch östlich von Attnang Puchheimn gilt.
      Soviel Zeit muss sein.

    • inside
      06. Mai 2011 09:18

      westlich natürlich .. :-)

    • Freier Benutzername
      06. Mai 2011 09:38

      inside:

      Ich wollte niemandem auf den Schlips treten, und falls ich es dennoch getan habe, dann entschuldige ich mich. Dieser Fehler wird dermaßen oft gemacht, daß ich irgendwann einmal dazu übergegangen bin, Leute darüber aufzuklären. Wobei es bei Privatpersonen ja egal ist, aber der Unsinn steht auch in gefühlten 1/3 aller chinabezogenen Zeitungsartikel. Und dort empfinde ich das schlicht als Ignoranz. Denn wie soll ich einen Journalisten ernst nehmen, der mir etwas über China erzählen will und dann nicht einmal die Namen richtig schreibt?

    • inside
      06. Mai 2011 10:06

      Ironie *aus* :-)

    • Anton Volpini
      06. Mai 2011 10:11

      @Freier Benutzername

      Das war mir tatsächlich nicht bewußt, da bin ich wohl unseren schlampigen Medien auf den Leim gegangen. Herzlichen Dank für Ihren Hinweis, ich weiß das sehr zu schätzen, hat man doch uns als Kindern ständig von der "chinesischen Höflichkeit" erzält.

    • Anton Volpini
      06. Mai 2011 10:15

      ...erzäHlt!
      Meine Großmutter hat sogar versucht, (wenn auch mehr oder weniger erfolglos) meinem Bruder und mir chinesische Manieren beizubringen....

  19. Celian
    06. Mai 2011 07:07

    Nicht die Exporte sind es, die uns reich machen, es sind die Importe. Denn man exportiert ja nur, um wiederum Waren importieren zu können. Was nützen den Chinesen ein paar Billionen Dollars an Forderungen. Davon können sie sich nichts kaufen. Nicht im eigenen Land. Und die Amerikaner können sich jederzeit Dollars nachdrucken. No problem. Das scheinen die Chinesen bisher noch nicht verstanden zu haben.

    Auch ist es falsch von Kapitalismus in China zu sprechen. China wird kommunistisch regiert und planwirtschaftlich gesteuert. Häusermarkt, Zinsen alles streng reglementiert. Nicht einmal ein chinesischer Investment-Fonds kann frei handeln. Als unlängst 200 Mrd. Dollar in Europa investiert wurden, geschah dies auf Anweisung der Regierung. Der Wechselkurs des Renminbi wird durch Dollar-Käufe gezielt niedrig gehalten. Dadurch unterstützt die chinesische Regierung die amerikanische Staatsschuld. Wie lange wollen die Chinesen das noch durchhalten? Die Immobilien-Blase Chinas platzt irgendwann einmal. China ist ein Koloß auf tönernen Füßen. Japan läßt grüßen.

  20. Wertkonservativer
    06. Mai 2011 05:31

    Ich habe hier - speziell aus meiner beruflichen Erfahrung heraus - wiederholt angemerkt, dass die fernöstlichen "Giganten" (speziell China und Indien) drauf und dran sind, unsere westliche Welt nachhaltig zu verändern und Zug um Zug zu vereinnahmen.
    Als Beispiel nannte ich die europäische Stahlindustrie, die sich bereits mehrheitlich im Besitz indischer Magnaten befindet. Weitere Beispiele können jederzeit beigebracht werden.
    Wir müssen damit rechnen, dass diese Entwicklung unaufhaltsam weitergeht!
    Die Milliarden fleißiger, lernbegieriger und teils noch hungriger Menschen werden mit Hilfe vieler junger, dynamischer und intelligenter Techniker und Wirtschaftsleute die Weltwirtschaft immer mehr dominieren, und mit ihrem unerschöpflichen Humanpotential uns Abendländler Zug um Zug in die Ecke drängen.

    Das ist - wenn man es so sehen will - eine viel größere "Gefahr", als die der "Umvolkung" durch türkischstämmige Einwanderer, die wir derzeit so heiss diskutieren.
    Die kommenden Jahrzehnte werde große Erschütterungen in unser und das Leben unserer Nachkommen bringen: wir werden mit unseren effektiv schwachen Kräften nicht in der Lage sein, diese Entwicklung nachhaltig zu verhindern oder auch nur wirksam zu beeinflussen!
    Leider!

    • phaidros
      06. Mai 2011 05:41

      Aber - und das ist die gute Nachricht - wir werden als Markt immer so interessant bleiben, dass unsere schiere Größe ein völliges Unter-die-Räder-kommen verhindern wird. Vorausgesetzt, es gelingt uns, das Experiment Europa nicht in den Graben zu fahren. Denn für einzelne Nationalstaaten sehe ich da nicht die geringste Chance. Da wäre es völlig egal, ob man aus Brüssel oder aus asiatischen Firmenzentralen fernregiert würde. (Oder doch nicht?)

      Auch für Finanzplätze und akademische Hochburgen kann und wird es meiner Einschätzung nach immer möglich bleiben, die Rolle von Big Playern zu spielen (natürlich wieder nur für ein Europa, und entsprechende Freiheiten auf den jeweiligen Märkten vorausgesetzt)

      Guten Morgen!

      phaidros.vie@gmail.com

    • Igo
      06. Mai 2011 07:03

      Stimme ihren (wertkonservativer) ersten Paragraphen vollkommen zu.
      Der nachfolgende P. aber hat es in sich: "eine viel größere "Gefahr", als die der "Umvolkung" durch türkischstämmige Einwanderer.."
      Ja na und, sag ich da! Warum nicht..die arbeiten, die sind "hungrig"...also sollen sie auch vorankommen. Die schaffen (sich) etwas, mit eigenen Händen (und Hirnen). "Wer arbeitet, soll auch essen", oder? (ja, weiss schon, ist die Umkehrung des Pauluszitates).
      War nicht auch unsere Nachkriegsgeneration eine fleissige, Ärmel hochkrempelnde? Und heute? Wir wissen, wie es um uns heute steht.
      Und zu unseren türkischstämmigen Einwanderern brauche ich mich ja nicht explizit äussern.

    • brechstange
      06. Mai 2011 07:18

      @phaidros

      Größe hat nichts mit Erfolg zu tun, sehen Sie die Schweiz als Beispiel.

      Der Erfolg lebt von Disziplin zum einem und Freiheit zum anderen. Dazu gehört die Freiheit im Welthandel, was ua zu Chinas Aufstieg beitrug, zu unserem natürlich auch und Freiheit zum Handeln ohne große bürokratische Hürden. Doch hier ist die EU dabei unsere Freiheit (Klima, Gender, etc.) einzuschränken zu unserem Wettbewerbsnachteil. Dieses zu lösen, wird für die Herausforderungen, die auf uns zukommen, lebensnotwendig sein.

    • HJR
      06. Mai 2011 07:49

      @brechstange
      Ihrer Argumentation in Bezug auf die nicht relevante "Größe" stimme ich völlig zu. Daher gibt es auch (in Fachkreisen) immer wieder Diskussionen um die "optimale Firmengröße", eine theoretisch bisher jedenfalls nicht lösbare Frage.
      Ich frage mich schon lange, ob es eine "optimale Größe" auch für politische Gebilde gibt. Antwort habe ich keine, aber auch hier scheint mir ihr Hinweis auf die Priorität der Freiheit richtig zu sein. (In diese Richtung argumentiert auch Popper).

    • phaidros
      06. Mai 2011 08:38

      Erfolg nicht, liebe brechstange, da bin ich völlig bei Ihnen, aber Zermahlen werden. Läge die Schweiz als Schweizistan irgendwo zwischen den anderen "~stans", so hätte sie keinerlei Chance auf Erfolg. Auch der Erfolg der Schweiz (wie immer der jetzt im Detail definiert sein mag) gründet sich darauf, dass sie inmitten eines der nach wie vor stärksten Wirtschaftsräume der Erde liegt.

      Und auch die so erfolgreiche Zeit Österreichs vor dem EU-Beitritt und der €-Einführung ist mit Vorsicht zu betrachten: wir hatten ja gar keine eigene Währung, sondern DM/7!

      Was die Kombination aus Disziplin und Freiheit betrifft, bin ich vollkommen bei Ihnen, halte aber entgegen, dass sich alles nur im rahmen des Möglichen abspielen kann. Der Igel mag so diszipliniert sein wie er nur kann und so frei wie es nur geht, unter dem LKW-Reifen hat er keine Chance...

      Und, mE ein weiteres, grobes Missverständnis: Globalisierung ist nicht etwas, das "jemand macht", und es ist schlecht, und wir sollten "es anders machen". Globalisierung ist ein Effekt, der einfach eintritt. Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht. Für mich kommen Isolationstendenzen - bei allem Respekt - der Suche nach einem Sandhaufen gleich, in den wir unsern Kopf stecken können.

      LG/phaidros.vie@gmail.com

    • Observer
      06. Mai 2011 08:53

      Das "Wunder" der preiswerten Sachen "Made in China", welche wir in allen Geschäften derzeit bekommen, wird sich bald ändern. Denn wenn die dortigen Löhne auch nur langsam ansteigen, wird der Wettbewerbsvorteil der Chinesen geringer werden. Dies hat die chinesische Führung bereits erkannt, daher werden nun zwei ganz wichtige Entscheidungen getroffen:
      1. Möglichst starke Beherrschung der weltweit erhältlichen Rohstoffe und
      2. Aufbau eigenen Marken und Handels-/Vertriebsnetze in der übrigen Welt, um vom Lohnhersteller zum völlig selbstständigen und unabhängigen Lieferanten zu werden.
      Die z.T. gestohlenen Technologien werden mit eigenen Ideen verbessert und die Verschuldung westlicher Staaten wird künftig verstärkt als Erpressung für die Abnahme von chinesischen Erzeugnissen verwendet.

    • brechstange
      06. Mai 2011 09:00

      @phaidros

      Isolationstendenzen widersprechen dem Freiheitsgedanken, doch im Wettbewerb stehend ist jedem das Hemd näher als der Rock. Wir dürfen im Hinblick auf die Globalisierung nicht alles preisgeben, die Wettbewerber tun es auch nicht. Daher finde ich den Weg, den der Westen geht, inzwischen mehr als schaumgebremst gut. Das hat nämlich zur Folge, dass Erlöse und Gewinne privatisiert werden und Kosten und Verluste sozialisiert. Den BRIC-Staaten kann es recht sein, den Global Players auch, solange sie nicht rausgeschmissen werden, unsere Volkswirtschaften sollten auf der Hut sein.

    • brechstange
      06. Mai 2011 09:15

      @observer

      Ein mögliches Szenario.

    • Wertkonservativer
      06. Mai 2011 09:30

      Liebe Brechstange,

      schon vieles richtig, was Sie sagen (die EU-Genderei würde ich - bei allem Missmut über die Entwicklung - jedoch nicht als weltwirtschaftlich relevante Komponente ansehen), doch kann ich nur phaidros beipflichten, wenn er die Unumkehrbarkeit der weltweiten Globalisierung anspricht.
      Es ist meine feste Meinung, dass wir ein starkes und in der (immer wieder zu hinterfragenden und in vielem reparierungsbedürftigen) EU freundschaftlich zusammenarbeitendes Europa dringend brauchen, um gegen die neuen starken "Weltmächte" einigermaßen gewappnet zu sein.

      Und die liebe Schweiz? Die biedert sich ja inzwischen auch bereits recht ungeniert an die EU an. Viel ist da nicht mehr von der stolzen Schweizer-Unabhängigkeit übrig!

      Nochmals:
      die nach einem Zerfall der EU wieder einzeln agierenden vielen Nationalstaates unseres Kontinents hätten, jeder für sich, sicher überhaupt keine Chancen, sich im Konzert der Großen und Mächtigen behaupten zu können.

      Europa in der EU, vielleicht (hoffentlich)!

      Kleinstaaterei war gestern; heute und morgen ist Konzentration aller Kräfte angesagt!

    • brechstange
      06. Mai 2011 10:26

      Sehr geehrter Herr Wertkonservativer,

      wer spricht von Kleinstaaterei, es geht um wirtschaftliche vernünftige Zusammenschlüsse und nicht um Bevormundung und Überbürokratisierung. Die besten sollten sich durchsetzen und nicht die best subventionierten, doch davon sind wir weit entfernt. Da hilft uns auch die EU nicht, wir sollten uns nicht hinter einem Gebilde verstecken, sondern unser Schicksal selbstbewusst in die Hand nehmen und im Staatenverbund entsprechend vertreten und auch unsere Interessen knallhart - wie die anderen - durchsetzen. Diese dauernde Anbiederung an die EU hängt mir zum Hals raus, Verzeihung.

    • Wertkonservativer
      06. Mai 2011 10:34

      Okay, liebe Brechstange:

      kein Wort mehr ohne meinen Anwalt!! :-)

    • phaidros
      06. Mai 2011 10:49

      Liebe brechstange, das (eines der) Probleme: bei Henry Hazlitt können Sie nachlesen, wie protektionistische (aber auch subventionistische!) Tendenzen Schaden stiften. Immer.

      Ich bin daher, was Subventionen und Wettbewerbsverzerrung betrifft, völlig bei Ihnen. Habe da aber weniger Sorge: die LKW-eifen Asien und Afrike (> 1 Mrd. Menschen!) werden und da schon das "Heu runterräumen". Denn Europa wird in selbst in seiner Gesamtheit keine Chance haben, wenn es "herumblödelt" - und nichts Anderes ist das Performen unter der Höchstleistung.

      Das Sozialisieren von Verlusten ist ein ernste Fehlentwicklung, da haben Sie völlig recht!

      Auch völlig recht haben Sie mit den sinnvollen Zusammenschlüssen und der Überbürokratisierung! Aber "gehe zurück zum Start" wird es meiner Einschätzung nach nicht geben - die EU ist das Boot in dem wir sitzen. Ein anderes steht, wie ich das sehe, nicht zur Verfügung.

      LG/phaidros.vie@gmail.com

    • Patriot
      06. Mai 2011 12:04

      Sehr geehrter Herr Wertkonservativer!

      Es ist mir ein bischen zu pauschal was sie schreiben. Ökonomisch sind durch den Aufschwung Chinas Win-Win-Situationen möglich. Europa ist schon heute in vielen Bereichen von China, Japan, den USA und Schwellenländern überholt worden. Trotztem genießen wir einen sehr hohen Lebensstandard. Es geht vor allem darum, daß wir uns Nischen erhalten die so profitabel sind, daß wir weiterhin notwendige Produkte und Rohstoffe am Weltmarkt besorgen können.

      Politisch haben sie Recht. Dort gibt es keine Win-Win-Situationen. Der Platzhirsch verdrängt die anderen. Wenn der Westen nicht mehr Platzhirsch ist, wird er vor anderen kuschen müssen. Allerdings hat Europa in den letzten Jahrzehnten das Kuschen eh schon eingeübt.

      Bei der Zuwanderung von Kulturfernen sehe ich leider auch keine Win-Win-Situation. Landstriche, Städte und Dörfer die türkisch-islamisch-orientalisch umgestaltet werden, sind für Einheimischem und ihre Kultur natürlich in gleichem Maße verloren. Und eine kulturelle Umgestaltung oder um es beim Namen zu nennen, eine "Umvolkung", ist anders als ein verfehltes Wirtschaftssystem nicht mehr rückgängig zu machen.

    • HJR
      06. Mai 2011 12:30

      @phaidros, 10:49
      Ich denke, niemand hat ein "Zurück an den Start" gefordert und -da haben Sie recht - darum kann es auch nicht gehen, aber dass ...
      ... die Erweiterungskommissare ihre Aufgabe in der Forcierung der Aufnahme immer mehr unterperfomanter Länder sehen;
      ... das diverse EU-Kommissare (für Gedöns, weil ja jeder Mitgliedsstaat seine adäquaten Politiker in die Kommission entsendet, sich vorwiegend mit Gender-, Basel-, Bologna- und sonstigen Nebbich-Themen befassen;
      ... das einst viel beschworene Subsidiaritätsprinzip mit Füßen getreten wird;
      ... der EuGH sich immer mehr als oberste politischen Instanz aller EU-Staaten gebärdet;
      ... für die nationale Souveränität wichtige EU-Richtlinien erlassen werden, ohne dass die europäischen Bürger eine Möglichkeit haben, hier demokratiekonform (nämlich wählend) einzugreifen;
      ... die nationalen Parlamente nur sich zu Abnickmaschinen für EU-Vorgaben aller Art degradieren lassen;
      ... die EU unter dem Mäntelchen "freier Marktwirtschaft" Oligopole (siehe Stromerzeugung) schafft, die alles andere als "Marktwirtschaft" zum Ziel haben;
      ... die EU dort, wo sie zum Nutzen aller Europäer eingreifen müsste (aktuelles nordafrikanisches Flüchtlingsproblem) in gem ütlichem "Laissez Faire" verharrt,
      Das geht offenbar nicht nur mir über die Hutschnur!
      Und noch schlimmer ist es, dass wir - die Bürger der EU-Staaten dagegen nichts tun können, weil jene Parteien, die schon in unseren Parlamenten nur schlecht und recht funktionieren, auch die Listen für das europäische Parlament fest in der Hand halten und wesentliche Entscheidungen bei der Entsendung der Kommissare treffen - was mich darauf bringt, dass die EU demokratisch eine Fehlkonstruktion darstellt (nicht nur, weil dort die Freiheit der Bürger gar kein Thema ist, denn die EU befasst sich ja mit Mitgliedsstaaten), die offenbar von Gewaltenteilung noch nie gehört oder dieses Prinzip völlig missverstanden hat (wie noch einiges mehr).
      Diese EU wird untergehen. Und wenn wir (Bürger!) es nicht schaffen, die Beseitigung der Defizite oder - wenn sie so wollen - eine "Perestroika" (Umbau) durchzusetzen, dann werden vermutlich auch wir Alten hier im Blog diesen Untergang noch erleben dürfen - es sei denn, das "Abendland" insgesamt ist schneller am Ende als die EU.

    • Wertkonservativer
      06. Mai 2011 12:49

      Werter HJR,

      Sie sind schon ein ganz speziell gestrickter Pessimist, dies allerdings auf sehr hohem Niveau!
      Im Grunde stimmt so ziemlich alles, was Sie der EU vorwerfen. Doch - ich habe es höherstehend wieder in den Raum gestellt -, sehen Sie taugliche Alternativen für eine Zeit nach der EU?
      Erhellen Sie bitte mein verstocktes Gemüt!
      Sie wissen inzwischen, dass ich meinungsmäßig hier ziemlich festgelegt bin; ich lasse mir aber von klugen Mit-Diskutanten andersgelagerte Welterklärungs-Vorschläge gerne durch den Kopf gehen.
      Nur zu, Freund HJR ! Danke im Voraus!

    • phaidros
      06. Mai 2011 13:31

      HJR, ich gebe Ihnen im Großen und Ganzen in allen Punkten recht!

      Die EU, in der wir da sitzen, gleicht mittlerweile einem lecken, morschen Seelenverkäufer von Kahn.

      ABER: wir sind auf hoher See damit! Und da ist alles besser als Freischwimmer zu sein. Daher sollten wir beginnen, unseren Kahn zu flicken - eine andere Wahl haben wir gar nicht (und äußere Sachzwänge werden uns dazu zwingen, davon bin ich überzeugt. Und dann werden auch die alten, aus gutem Grund urprünglich eingeführten Qualitäten der EU wieder hergestellt werden).

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange
      06. Mai 2011 13:43

      @hjr

      Sie haben vollkommen recht, die EU läuft sich zu Tode. Eine Perestroika ist dringender denn je vonnöten.

      Dem Herrn Wertkonservativen empfehle ich, sich mit den Entscheidungsprozessen der EU näher auseinandersetzen. Dem Europäischen Parlament wurden im Vertrag von Lissabon mehr Kompetenzen eingeräumt und wie nutzen sie diese: Auf Formalitäten wird herumgehackt, dann wirft man ihnen ein Zuckerstücken hin und schon hält die Mehrheit brav Pfötchen hoch. Der Inhalt war nebensächlich, kein einziges Wort, keine einzige Frage zum Inhalt. Sind sie doch abhängig von den Regierungschefs, die sie entsenden. Da beißt sich der Hund selbst in den Schwanz.

      Sie wollten Lösungen, sg Hr Wertkonservativer, radikales Eindämmen der Bürokratie, der Gesetzes- und Verordnungsflut und da fangen wir am besten beim Kopf an. Klare Regeln, die nachvollziehbar sind und die uns nicht mit einem Bein im Gefängnis stehen lassen.

    • Wertkonservativer
      06. Mai 2011 14:05

      Sie haben, liebe Brechstange, natürlich auch wieder recht.
      Aber meine Frage: wie wollen Sie und die anderen Mitstreiter hier im Forum hier im Forum die wundersame EU-Verwandlung in ein taugliches Überlebens-Vehikel wirksam befördern?

      Jetzt bitte ich auch Sie, mir da eine schlüssige Antwort zu geben (HJR ist sicher bereits beim Antworten auf meine Frage).
      Was können wir wirklich tun? Der H.C. wird da nichts dazu beitragen können bzw. wollen! Und immer nur die Lacks konstatieren, bringt überhaupt nichts!
      Sagen Sie doch, wie's gehen soll!
      Danke!

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 14:46

      Wertkonservativer,

      Eine effiziente, "knallharte" Wirtschaftsunion... Politik, insbesondere "Gesellschaftspolitik" hat dort nichts mehr zu suchen! Wenn einzelne "Vaterländer" GENDERN wollen... Sollen sie's... Sie werden in Grund und Boden gelacht...

    • Erich Bauer
      06. Mai 2011 15:40

      "...wie's gehen soll!..."

      Rückzug aus dem EU-ParlamentsSTADL (erzählem man mir bloß nicht, daß das auch nur irgendeinen Nachteil mit sich brächte). Zurückbeorderung unserer "Lobbyisten" von Brüssel (die "Privatwirtschaft" zB. Railka, wartet schon sehnsüchtig auf diese Verstärkung). Vernachlässigbare Konsequenz wäre, daß bei den "Banketten" der österreichische "Katzentisch" nicht mehr besetzt ist. VETOs könnte man auch von Österreich aus einlegen... bis man uns halt rausschmeißt...

    • HJR
      06. Mai 2011 18:14

      @alle, die auf meine Philippika eingegangen sind

      Danke für die im großen und ganzen zustimmenden Kommentare, die mir auch zeigen, dass ich meist richtig verstanden wurde. Noch einige Anmerkungen zur Erläuterung:

      Nein, ich sehe keine taugliche Alternative für eine "Zeit nach der EU" (Wertkonservativer) - die habe ich auch nirgends gefordert; kann ich auch nicht, denn die EU unterhält sich mit mir noch weniger, als meine nationalen Autoritäten. Außerdem möchte ich die EU an sich behalten! Was ich vorschlage - zu fordern habe ich nichts - ist, dass sich unsere Politiker (besonders die, die noch ab und zu einiger vernünftiger Gedankengänge fähig sind, mit Gleichgesinnten anderer EU-Länder zusammentun und
      ... das Boot trotz "hoher See" (phaidros) gründlich inspizieren und
      ... sich so eine Liste machen, wie ich sie skizziert habe und
      ... überlegen, was man mit Bordmitteln auf die Schnelle reparieren kann (damit uns der Kahn nicht schon im nächsten Sturm absäuft) und
      ... eine Generalrevision der EU planen (als Hypothese: Erich Bauers "knallharte Wirtschaftsunion" ohne gesellschaftspolitische und sonstige Gedönsziele) und - falls ich mir noch etwas wünschen dürfte:
      ... Reduzierung der Kommissarschwemme auf mindestens ein Drittel der heutigen Zahl, dafür Besetzung durch international ausgewiesene Fachleute und (mir persönlich wichtig)
      ... Schaffung der Europäischen Wehr-Union (vielleicht sogar nach dem Muster der "Legion") - nicht damit die EU endlich auch Krieg führen kann, sondern dass sie aufhört kann, die Rolle eines US-amerikanischen Aftervasallen zu spielen und nicht für jeden Sch..konflikt wie in Yugoslawien diese ... ich nenne sie jetzt mal Amis bitten müssen, damit die gleich in einen "Nation-Building-Dream" verfallen.

    • Wertkonservativer
      06. Mai 2011 19:22

      Werter Erich Bauer,

      die knallharte Wirtschaftsunion wäre schon was, das würde aber auch zumindest den gemeinsamen Euro weiterhin implizieren, und wohl auch den weiteren Wegfall der Binnengrenzen.
      Natürlich könnte man die Quatschbude EU-Parlament (und manches andere) einsparen.
      Das Friedensprojekt Europa würde dann aber zu einem reinen Wirtschaftskonstrukt werden, das zwar die europäische Wirtschaft wahrscheinlich gegen die Wirtschafts-Weltmächte stärken könnte, aber doch viele heute selbstverständliche Freiheiten innerhalb Europas wieder zurücknehmen würde.
      Ich glaube nicht, dass die EU wirklich nur auf die reinen Wirtschafts- und Finanzkompetenzen reduziert werden kann: die nächsten zehn, zwanzig Jahre werden zeigen, wohin Europa wirklich geht; wir als kleines Land werden es kaum wirksam beeinflussen können (und von uns aus auszutreten: den Mut traue ich uns nicht zu!)

    • HJR
      06. Mai 2011 20:19

      @Wertkonservativer
      Ich möchte Ihnen zur heutigen guten Nacht mal ein wenig Hoffnung Hoffnung machen:
      - China wird, was die Bevölkerungsdynamik anbelangt, ca. 2050 vor ähnlichen Problemen stehen, wie wir heute und das auf einem bis dahin unvorhersagbar gestiegenen Lohnniveau.
      - Die Armut und technologische Rückständigkeit in Indien ist so groß (die paar IT-Spezialisten reißen das nicht raus), dass hier erheblich größere Anstrengungen als in China notwendig sein werden, um diesen Level zu erreichen.
      - Aber wenn wir in Europa aufhörten, partout immer den größten Flaschen die wichtigsten Verantwortungsbereiche zu übergeben und ähnlich intensiv unsere christlich-bürgerlichen Argumente (ich sage jetzt nicht konservativ, weil ich vermeiden will, das mir das als "Beharrungsbeschluss" ausgelegt werden könnte) in ähnlicher Intensität unters Volk zu bringen, wie das die von mir hier schon erwähnten "Schreihälse" tun, dann - vielleicht - wäre das Ruder noch herumzureißen. Aber dazu dürften wir uns halt nicht wohlig grausend hier im Forum räkeln, sondern müßten wie einst Sokrates hinausgehen auf die Straße und den Leuten solange auf den Wecker gehen, bis diese uns den Schierlingsbecher reichen.
      Gute Nacht!





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