Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Fußnote 190: Natascha und die Angst vor dem Gericht

Natascha Kampusch beklagt sich bitter über die Republik, weil diese ihr keine Entschädigung für angebliche oder wirkliche Fahndungsfehler zahlt. Sie will aber trotzdem keinesfalls klagen. Das überrascht. Aber eigentlich überrascht es überhaupt nicht.

Denn damit ist genau das passiert, was Kampusch-kritische Experten schon seit längeren prophezeien. Kampusch will jeden Prozess vermeiden. Denn in einem solchen müsste sie erstmals auch zu sehr kritischen Fragen Stellung nehmen, zu ihren bisherigen Widersprüchen und zur Frage, weshalb sie nicht mehrere nachweislich gegebene Fluchtmöglichkeiten genutzt hat. Was für Kampusch vielleicht noch schlimmer ist: In einem solchen Verfahren müssten – unter strenger Wahrheitspflicht! – auch jener Mann, der vielen als mutmaßlicher Mittäter gilt, sowie dessen ebenfalls sehr dubiose Schwester aussagen. Warum aber will sie solche Aussagen unbedingt vermeiden, wo sie doch so gerne das Geld für den Kampusch-Fonds hätte? Damit gibt es wohl ein weiteres Indiz, dass die ganze Geschichte total anders abgelaufen sein muss, als uns bisher von Kampuschs Umgebung und der Wiener Staatsanwaltschaft eingeredet wird.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNorman Bates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Mai 2011 12:39

    Mein Eindruck ist, dass man ganz stark versucht hat, das Fräulein Kampusch zu vermarkten. Das fing beim ORF und den ersten Interviews durch Herrn Feuerstein an, zog sich über diverse Medien- und Talk-Show-Auftritte über das Buch bis hin zu aktuellen medialen Kampagnen oder Initiativen.

    Sie hatte ein gutes Ausgangspotential (hübsches Aussehen, nettes Auftreten, überraschend redegewandt und eloquent), welches anderen Verbrechensopfer mit Sicherheit oft fehlt.

    Daraus erkannten ihre Berater offensichtlich einen lukrativen Business Case. Es tat sich also eine Möglichkeit auf, um auf dem Markt durch diese Talk-Show-Auftritte, Bücher, etc. viel Geld zu verdienen. Sie war vermutlich gar nicht abgeneigt, wie hätte sie es aufgrund der fehlenden Lebenserfahrung auch einschätzen können. Es klingt ja alles recht gut. Man ist reich und schön.

    Interessanter finde ich jedoch die diesem Ansinnen der kommerziellen Vermarktung zuwiderlaufenden Themenkreise samt deren Bruchlinien. Da wären einmal die Familie und diese seltsamen medialen Kampagnen gegen ihren Vater und auch teilweise gegen die Mutter. Warum tut man das und um was geht es da eigentlich noch nach dieser langen Zeit?

    Der zweite, und wohl viel größere Themenkreis, ist aber jener des Selbstmordes des ermittelnden Soko-Chefs Franz Kröll, die Ergebnisse von Adamovich, das interessante Schreiben des ehemaligen OGH-Präsidenten Johann Rzeszut und all diese immer wieder geäußerten Vorwürfe, die bis hin zur Existenz einer österreichischen Variante eines Kinder-Porno-Ringes á la Belgien reichen, in die höchste Kreise involviert sein könnten.

    Die ganze Geschichte ist gelinde gesagt etwas seltsam, ich möchte aber dennoch mit einer Anleihe an den bewährten Positivismus unseres Wertkonservativen enden und hoffen, dass sich das irgend wann einmal aufklärt und die schlimmsten Befürchtungen nicht wahr sind.

    Und wir haben ja auch ausreichend andere wichtige Themen …

  2. Ausgezeichneter Kommentatorlibertus
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Mai 2011 01:24

    Solange Frau Kampusch nicht selbe mit der ganzen Wahrheit herausrückt, soll sie auch keinen Anspruch auf Entschädigung haben. Weiters hat man auch noch nie irgendwelche Aktivitäten ihres Fonds gelesen oder gehört. Mir tut die junge Frau ob ihres schweren Schicksals wirklich leid, aber sie sollte sich bessere Berater suchen und sich am Beispiel der Fritzl-Opfer orientieren. Dann käme sie endlich zur Ruhe.

  3. Ausgezeichneter KommentatorRR Prof. Reinhard Horner
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Mai 2011 01:43

    reinhard.horner@chello.at

    Die Wahrheit und das Verdienen

    Die lange erlittenen Beeinträchtigungen in dieser Kindheit und Jugend verdienen großes Mitgefühl. Dass sie selbst nicht die unverkürzte Wahrheit preisgeben will, hat sie schon mehrmals ausgesprochen. Das ist auch verständlich. Dass sie trotzdem immer wieder die Öffentlichkeit bemüht, schon weniger.

    Gar nicht akzeptabel ist, wie sie seit Beginn ihrer Flucht von etlichen Leuten zu deren Vorteilsnahmen benützt wird. Offensichtlich verdienen da auch einige Personen weiterhin.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Mai 2011 10:03

    wenn ich mich recht entsinne war die kanzlei lansky der rechtsbeistand.
    die kanzlei lansky ist oder war soweit ich weiss auch für news zuständig.

    da war doch auch so eine g´schicht mit der öbb und einem vertrag welcher der kanzlei über jahre hinweg beträchliche summen beschert hat.

    und über den damals handelnden psychiater wollen wir besser den mantel des schweigens breiten, handelt es sich bei diesem um eine weniger gute figur.

  5. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Mai 2011 06:25

    Ist Natascha Kampusch nicht nun ein Opfer Ihres Rechtsbeistandes geworden? Denn dort wittert man Geschäftsmöglichkeiten, wobei der Klient nur Mittel zum Zweck ist. Haben wir hier in Österreich bald US-amerikanische Verhältnisse, wo hinter einem Rettungswagen schon Vertreter von Anwaltskanzleien fahren und dem noch benommenen Unfallopfer in der Klinik zu einer Unterschrift zur Vertretungsvollmacht mit Erfolgsbeteilung motivieren? Zumindest ist es eine wunderbare Werbung für die Kanzlei, wenn man sich einen promonenten Fall annimmt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Mai 2011 00:08

    Bei allem nötigen Respekt, den man einer Geisel zu entgegenbringen hat. Aber dieses mediengeile Subjekt, das sich nur allzu gerne als bemitleidenswertes Hascherl darzustellen weiß, läßt mit ihren exaltierten Wünschen erheblichen Zweifel an "ihrer Geschichte" aufkommen.

    Offenbar sind die Einkünfte aus ihrem Bestseller aus dem letzten Jahr schon aufgebraucht. Neue Quellen müssen angezapft werden. Wie lange will sie noch mit der Mitleidstour ihren Opferstatus ausschlachten?

  7. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteirer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Mai 2011 00:29

    Ehrlich gesagt tue ich mir mit Angriffen auf Frau Kampusch schwer. Sie wurde zweifellos als Kind missbraucht und jahrelang in diesem schrecklichen Verließ
    eingeschlossen. Dass sie dann mit der Zeit gegenüber dem Täter auch das sogenannte Stockholm-Syndrom entwickelt hat, ist mehr als verständlich.
    Hat er sie doch auch in völlige Abhängigkeit von sich gebracht.
    Und dass sie jetzt die vielen, ihr gestohlenen Lebensjahre kompensieren will ist doch auch klar.
    Sie tut mir noch immer schrecklich leid, welche Ungereimtheiten es auch immer von ihrer Seite her gibt. Ich wünsche ihr auch für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAnton Aushecker Partner Homepage
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Mai 2011 00:50

    Allen sei zwecks detaillierter Lektüre zum Fall der Blog von Manfred Seeh (Die Presse) empfohlen.
    http://diepresse.com/blog/salonseeh/

    Es gibt dort zwar einige Kommentatoren, die eine interessante destruktive Linie verfolgen, aber in Summe auch viel interessanten Input. Die Community hat eine große Zahl an Widersprüchen herausgearbeitet, die tatsächlich erhebliche Zweifel an Einzeltäterthesen begründen. Frau Kampusch tut gut daran, jegliche Prozesse zu meiden.

    Dennoch bleibt - wieder einmal - ein sehr ungutes Gefühl zu unserer Justiz bzw. Polizeiarbeit zurück. Es ist gut möglich, dass weitere Personen in diesen Fall involviert sind, die nach wie vor unbehelligt sind - und es gibt dazu eine Staatsanwaltschaft, die damit gut leben kann.


alle Kommentare

  1. Sara (kein Partner)
    22. Januar 2015 09:06

    Che8re Bettina ;sur un sujet aussi grave pour une fois je ne ferai pas le mariolle.Enfin par trop.Je suis en effet bcaueoup plus re9serve9 que vous sur le grand message d'espoir et de confiance dans la vie (en substance c'est e7a, hein?) que cette histoire nous donne.Comme je dis souvent (parce que je teinte en noir mon suppose9 humour plus souvent qu'e0 son tour) on verra e0 l'autopsie .Nous n'avons pas assez de recul pour voir les de9ge2ts que la personnalite9 de N. Kampusch a pu subir.Seul le temps et une observation allie9e e0 un accompagnement sans faille pourra eatre en mesure de dire sans trop de beatises Le message que vous de9livrez est frappe9 au coin de l'optimisme et de la pense9e positive.Ce que je cone7ois et respecte.Je suis pour ma part bcaueoup plus circonspect et je l'avoue plus pessismiste de nature pour croire e0 un de9nouement heureux.Je le souhaite mais n'y crois gue8re. http://crgtradqpix.com [url=http://twljtfhvyum.com]twljtfhvyum[/url ] [link=http://vfiznwlxkwf.com]vfiznwlxkwf[/link ]

  2. Sabnam (kein Partner)
    21. Januar 2015 18:41

    N'est-il pas bien trop tf4t pour se prononcer sur l'e9tat re9el de Natascha?Oui, son inrtiveew semble eatre une expression parfaite de ce qu'est la re9silience. Elle est passe9e sans interme9diaire de l'ombre la plus sombre e0 la lumie8re la plus forte. Quand le me9diatisation s'essouflera, Natascha se retrouvera vraiment face e0 son histoire et la parenthe8se risque d'eatre beaucoup plus qu'il n'y paraeet. N'oublions pas le me9decin sur le plateau, juste derrie8re l'inrtiveewer. Ce de9tail n'en est pas un.Oui, il existe des enfants d'une force hors du commun. Leur capacite9 de re9sistance les ame8ne e0 surmonter l'horreur. Pas du jour au lendemain, car lorsque la joie de la libe9ration s'estompe et que la vie reprend son cours quotidien, commence, dans une nouvelle et diffe9rente ombre, le lent travail de reconstruction.Son contrf4le de ses e9motions, ses mains qui se frottent, ses poings qui se le8vent, son visage e9trangement lisse, sont autant d'indicateurs que la re9alite9 n'est peut-eatre pas aussi simple Peut-eatre que tout ira bien, et je le lui souhaite. Ou pas. Peut-eatre que la Natascha que nous avons vu est totalement fabrique9e, ou pas. Deux autres bonnes questions, e0 mon sens, sont: pour quoi tant de me9diatisation? pour quoi tant de gens sont de9range9s par sa force -apparente-?Beau dimanche, Bettina,Isabelle

  3. EvieSetyawati (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:38

    As I can't attend the meneitg next week, here are my comments on die alarmbereiten:The book is certainly not an easy read, although I was glad to have stuck with it. Rf6ggla uses reported speech throughout, often reporting what other people are saying to a first-person narrator without the narrator's own comments. It is also entirely in lower case, which made less of a difference but marked it from the beginning as experimental .Once I'd got over the difficulties of reading a book in the subjunctive form I did appreciate the point of it all, with relation to the subject matter. The voice is detached and deliberately ugly; verb forms such as ich kennte jarred every time I read them. And I eventually found that very effective in communicating the collection's mood disaster at every turn. There were times when I wondered whether there was some continuity between the stories, whether that first-person narrator was the same person, for instance. I didn't find an answer to that question but it didn't matter.I was interested to read above that Rf6ggla has a background in theatre, because the stories often felt reminiscent of new German drama. I could imagine them being staged, perhaps with added outlandishness a stage made of mud, naked actors in animal masks, whatever. And she seemed to take the underlying panic seriously, although she plainly didn't like her characters. I'm glad I read it and now know what everybody's raving about with Kathrin Rf6ggla. I'm glad she's pushing the envelope with her writing and addressing contemporary issues in a fresh way. But, and this is a big but, this is not a book I'd want to press upon others. It's very special and unique but for me it was more about how she wrote and the mood she created than the stories themselves, which aren't exactly plot-led. I'm also unsure whether rendering the reported speech would work well in translation. But if you read German and are interested in avant-garde writing, do read this book.

  4. Gennadi (kein Partner)
    08. Mai 2011 09:10

    Die Finanzprokuratur mußte den Antrag ablehnen, weil kein Verfahren stattgefunden hat, in dem Rechte verletzt worden sein konnten. Die Arbeit von Ermittlungsbeamten ist nicht belangbar.

    Trotzdem sehr schade. Denn:
    Bis heute ist nicht geklärt, ob überhaupt eine Entführung stattgefunden hat, was davor und danach passiert ist, wer weshalb involviert war, wieso NK (wäre sie wirklich festgehalten worden) nicht schon viel früher davongerannt ist. Der Eindruck einer Inszenierung wird so lange bestehen, als NK sehr publikumswirksam schweigt.

  5. Torres (kein Partner)
    05. Mai 2011 11:03

    Da hat Unterberger genau das Gefühl ausgedrückt, das auch ich von Anfang an hatte: das, was uns von Natascha Kampusch und ihren Eltern vorgeführt wurde, hat mit den tatsächlichen Geschehnissen kaum etwas zu tun, da wurde der Öffentlichkeit ein Schmierentheater allererster "Güte" vorgespielt, und es wäre hoch an der Zeit, dass die Ermittlungsbehörden hier die Wahrheit herausfinden - aber offenbar wollen die es gar nicht. Manche haben es ja versucht (etwa Adamovich), aber das wurde ihm ja gerichtlich verboten.

    • Erich Bauer
      05. Mai 2011 11:17

      Gefühl: "Dutroux"...?

    • AGLT (kein Partner)
      05. Mai 2011 13:15

      Adamovich wurde es nicht nur verboten, er wurde auch als Person in den Medien auf das Schändlichste diskreditiert!

  6. Politicus1 (kein Partner)
    05. Mai 2011 09:54

    Als Dr. Unterberger Chefredakteur der Wiener Zeitung war, hatte die WZ schlüssig und nachvollziehbar auf "Ungereimtheiten" in der causa Kampusch hingewiesen. Schade, dass er gerade zum Zeitpunkt der neuerlich und zusätzlich angeordneten Überprüfungen des Falles die WZ verlassen musste.
    Dass die NK und ihre "Berater" ein Gerichtsverfahren mit einer Zeugenaussage unter Eid meiden wie der Teufel das Weihwasser, ist sonnenklar. Daher ist der Finanzprokuratur zu ihrer Vorgangsweise nur zu gratulieren.
    Die handelnden Personen in diesem Fall sind wie Mikadostäbchen - wer sich zuerst rührt, gefährdet sich und das ganze Konstrukt...

  7. einfacheinnick (kein Partner)
    05. Mai 2011 08:04

    Nach dieser Ablehnung werden wir neben Eltern-Beschimpfung wie vor kurzem in einem italienischen Interview jetzt AUCH wieder Österreich-Beschimpfungen von NK lesen ...

    Hat sich eigentlich Fonsi schon dazu geäußert? Schon irgendeine Fäkalität abgelassen?

  8. Anton Aushecker (kein Partner)
    05. Mai 2011 00:50

    Allen sei zwecks detaillierter Lektüre zum Fall der Blog von Manfred Seeh (Die Presse) empfohlen.
    http://diepresse.com/blog/salonseeh/

    Es gibt dort zwar einige Kommentatoren, die eine interessante destruktive Linie verfolgen, aber in Summe auch viel interessanten Input. Die Community hat eine große Zahl an Widersprüchen herausgearbeitet, die tatsächlich erhebliche Zweifel an Einzeltäterthesen begründen. Frau Kampusch tut gut daran, jegliche Prozesse zu meiden.

    Dennoch bleibt - wieder einmal - ein sehr ungutes Gefühl zu unserer Justiz bzw. Polizeiarbeit zurück. Es ist gut möglich, dass weitere Personen in diesen Fall involviert sind, die nach wie vor unbehelligt sind - und es gibt dazu eine Staatsanwaltschaft, die damit gut leben kann.

  9. Sternderlfetischist (kein Partner)
    05. Mai 2011 00:45

    Äusserst schäbig, Ihr struntzdummes Natascha-Bashing, Herr Unterberger.

    • Politicus1 (kein Partner)
      05. Mai 2011 09:56

      Kleiner Irrtrum!
      Nicht A.U. basht die NK..
      Die NK basht jetzt wie wild ihren Vater!

    • Erich Bauer
      05. Mai 2011 10:34

      Politicus1,
      "...Die NK basht jetzt wie wild ihren Vater!..."

      Damit erfüllt sie die Grundvoraussetzung für die Aufnahme in den Keller des Rothauses... Sternderlfetischist wurde wegen ihr dort rausgemobbt...

  10. M.U. Shrooms (kein Partner)
    05. Mai 2011 00:06

    Wer da an den Einzeltäter glaubt, der glaubt auch ans Christkind.

  11. Rosi
    04. Mai 2011 21:57

    Eine sehr undurchsichtige Sache.
    Ich kenne niemanden persönlich, dem diese Frau mit ihren dauernden Auftritten und dem ganzen Medienrummel letztendlich nicht auf die Nerven ging, selbst jene, die anfangs noch interessiert die Berichte gelesen haben.
    Man würde an seiner Einschätzung zweifeln, gäbe es nicht tatsächliche Opfer wie die Fritzls.
    Kampusch wirkt berechnend, sie sollte endlich die ganze Wahrheit sagen - und in jedem Fall die Öffentlichkeit endlich in Ruhe lassen.
    Mein Mitgefühl gilt trotzdem beiden, Frau Fritzl und Frau Kampusch.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, Integrationsunwillige und
    Integrationsunfähige sollen Österreich verlassen.

    • Sternderlfetischist (kein Partner)
      05. Mai 2011 00:46

      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass du dich gleich mitschleichen solltest.

    • jump (kein Partner)
      05. Mai 2011 08:21

      @Rosi
      NK ist kein "tatsächliches Opfer"? Also schön langsam laufe ich echt Gefahr,meine gute Kinderstube zu vergessen! Sie wurde ja auch nur als zehnjähriges Mädchen entführt, alles halb so wild!

    • Alexander Renneberg
      05. Mai 2011 09:20

      jumpi,

      sie haben eine gute kinderstube? nur zu vergessen sie diese, wen interessiert´s.

      und nur nebenbei, nach der flucht ist man genau solange opfer wie man eben opfer sein möchte, aus welchen gründen auch immer. pekuniären möglicherweise.

      so jump, und jetzt können sie und die anderen linken heulsusen ihre ach so gute kinderstube vergessen, na los, ich warte...
      aber wie immer kommt bei euch linken buberln nichts als heiße luft.

    • Martin Klein (kein Partner)
      05. Mai 2011 10:21

      Wer als Kind jahrelang unter welchen Umständen immer eingesperrt war, hat wohl jedes Recht, die leistungen unserer Polizei in Frage zu stellen und deren Arbeitgeber, die Republik, zur Kasse zu bitten. Im übrigen muss keiner lesen, was über Kampusch geschrieben wird, man kann ja weiterblättern oder andere Medien konsumieren.
      Aber es ist ja leicht, auf die "Integrationsproblemkinder" zu schimpfen, besonders wenn man aus Einzelfällen allgemeinheits-Probleme zimmert.(Bitte um Entschuldigung bei allen Zimmerleuten).
      Habe übrigens jüngst Sarrazin gelesen, dessen Elaborat sich relativ leicht widerlegen ließe, wenn man aufzeigt, wie er seine Statistik von zweifelhaften Prämissen ableitet.......

    • Norman Bates
      05. Mai 2011 10:28

      @Martin Klein

      Warum tun es dann nicht (Sarrazin widerlegen), wenn es so einfach ist?

      Ich lese immer nur (auch in deutschen Qualitätszeitungen), dass das noch keinem gelungen ist, da er sich wie ein Buchhalter penibel an alle Fakten und Statistiken gehalten hat.

      Sie könnten berühmt werden!

  12. Norman Bates
    04. Mai 2011 12:39

    Mein Eindruck ist, dass man ganz stark versucht hat, das Fräulein Kampusch zu vermarkten. Das fing beim ORF und den ersten Interviews durch Herrn Feuerstein an, zog sich über diverse Medien- und Talk-Show-Auftritte über das Buch bis hin zu aktuellen medialen Kampagnen oder Initiativen.

    Sie hatte ein gutes Ausgangspotential (hübsches Aussehen, nettes Auftreten, überraschend redegewandt und eloquent), welches anderen Verbrechensopfer mit Sicherheit oft fehlt.

    Daraus erkannten ihre Berater offensichtlich einen lukrativen Business Case. Es tat sich also eine Möglichkeit auf, um auf dem Markt durch diese Talk-Show-Auftritte, Bücher, etc. viel Geld zu verdienen. Sie war vermutlich gar nicht abgeneigt, wie hätte sie es aufgrund der fehlenden Lebenserfahrung auch einschätzen können. Es klingt ja alles recht gut. Man ist reich und schön.

    Interessanter finde ich jedoch die diesem Ansinnen der kommerziellen Vermarktung zuwiderlaufenden Themenkreise samt deren Bruchlinien. Da wären einmal die Familie und diese seltsamen medialen Kampagnen gegen ihren Vater und auch teilweise gegen die Mutter. Warum tut man das und um was geht es da eigentlich noch nach dieser langen Zeit?

    Der zweite, und wohl viel größere Themenkreis, ist aber jener des Selbstmordes des ermittelnden Soko-Chefs Franz Kröll, die Ergebnisse von Adamovich, das interessante Schreiben des ehemaligen OGH-Präsidenten Johann Rzeszut und all diese immer wieder geäußerten Vorwürfe, die bis hin zur Existenz einer österreichischen Variante eines Kinder-Porno-Ringes á la Belgien reichen, in die höchste Kreise involviert sein könnten.

    Die ganze Geschichte ist gelinde gesagt etwas seltsam, ich möchte aber dennoch mit einer Anleihe an den bewährten Positivismus unseres Wertkonservativen enden und hoffen, dass sich das irgend wann einmal aufklärt und die schlimmsten Befürchtungen nicht wahr sind.

    Und wir haben ja auch ausreichend andere wichtige Themen …

    • Gennadi (kein Partner)
      08. Mai 2011 09:06

      Die Vermarktung erfolgte durch Max Friedrich und Monika Pinterits. Beide mit langer Werbe-Erfahrung.

  13. Alexander Renneberg
    04. Mai 2011 10:03

    wenn ich mich recht entsinne war die kanzlei lansky der rechtsbeistand.
    die kanzlei lansky ist oder war soweit ich weiss auch für news zuständig.

    da war doch auch so eine g´schicht mit der öbb und einem vertrag welcher der kanzlei über jahre hinweg beträchliche summen beschert hat.

    und über den damals handelnden psychiater wollen wir besser den mantel des schweigens breiten, handelt es sich bei diesem um eine weniger gute figur.

    • Politicus1 (kein Partner)
      05. Mai 2011 09:58

      da gab es auch noch eine causa Udo Proksch...

  14. brechstange
    04. Mai 2011 09:57

    Die Kampusch tut mir wirklich leid.

    Entführt, missbraucht und nach ihrer Befreiung wieder "missbraucht" und das für Geld, für Prestige, für mediale Aufmerksamkeit, für mögliche Vertuschungsaktionen. Es ist echt grauslich.

    Dass sie kein Verfahren möchte, ist nach meiner Ansicht klar. Verdrängen und vergessen ist für sie weniger belastend.

    • phaidros
      04. Mai 2011 10:25

      Seh ich ähnlich. Kann man die junge Frau nicht einfach in Ruh' lassen?

    • Alexander Renneberg
      04. Mai 2011 10:44

      phaidros,

      kann diese junge frau nicht die öffentlichkeit endlich in ruhe lassen?

      kampusch ist selber an dem rummel schuld, sie will ihn und gleichzeitig regt sie sich darüber auf und geht damit 98% aller menschen maximal auf den geist.

      und vergessen wir nicht iheren vorgestrigen mdialen rundumschlag gegen ihren vater, sorry, aber peinlicher gehts wohl nimmer, und opfer ist man nur solange wie man es selbst sein möchte.

    • brechstange
      04. Mai 2011 11:08

      @Renneberg

      Sie vergessen, dass Kampusch zum Zeitpunkt ihrer Entführung 11 Jahre alt war, 11 Jahre. Denken Sie mal nach, welch Entwicklungsschritte sie nicht machen konnte, welch Überlebensstrategien sie machen musste.
      Dann mit 19 in Freiheit, in einer verlogenen mediengeilen Gesellschaft mit sich aufdrängenden Beratern und möglicherweise weiteren Kriminellen mit Vertuschungsabsichten und einer Familie, die keine Stütze ist.
      Wie soll sie sich da rational zurechtfinden?
      Anzuprangern wären in erster Linie die Rechtsanwaltskanzlei Lansky&Ganzger, die Kampusch benutzen und alle anderen nicht in Erscheinung tretenden Berater.

    • phaidros
      04. Mai 2011 11:16

      Ach so. Das habe ich gar nicht mitgekriegt.

      Denn schlussendlich bin ich über meine Medienauswahl immer noch selber der Herr. Und daher nervt's mich nicht. Beim Radio und Fernsehen dreh' ich weg, bei der Zeitung blättere ich drüber (wobei schon die Medienauswahl als solche hilft, jeden Nervtötfaktor zu minimieren). Und wirklich zwingen, mich mit einem Thema zu befassen kann mich auch niemand. Blöd is' eigentlich nur im Kino, wo man nicht ausweichen kann.

      Kann so eine Herangehensweise nur empfehlen - entspannt ungemein.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Alexander Renneberg
      04. Mai 2011 11:19

      Brechstange,

      Alles richtig was sie schreiben, doch sollte nach 4 jahren mal ruhe einkehren, respektive bei allem respekt vor dem unbill den frau kampusch erlitten hat, darf eine persönliche weiterentwickung von ihr erwartet werden.

      Opfer ist man genau solange wie man selbst opfer bleiben möchte.

    • schreyvogel
      04. Mai 2011 12:39

      Phaidros,
      wieso können Sie einem Kino nicht ausweichen? Das geht doch ganz leicht, das mach ich schon lange.

    • phaidros
      04. Mai 2011 13:25

      Wenn man halt drin sitzt, mein ich, schreyvogel. Manchmal will man ja doch was auf der Leinweand sehen (zuletzt Titanic und davor - war das Herr der Ringe? Oder war's umgekehrt? Hmm, ich glaub, Sie haben recht: so lästig ist das auch wieder nicht.)

    • Undine
      04. Mai 2011 15:50

      Natascha Kampusch wurde von allem Anfang an von einer Gruppe von LINKEN in Beschlag genommen und nicht mehr losgelassen: Gabriel Lansky (ein ziemlich fragwürdiger Typ), der Psychiater Dr. Max Friedrich (außer im ORF nicht sonderlich geschätzt), dann all diese Gutmenschen, die ständig um sie herumwuselten und sich wichtig machten.
      Wie schön ihre Kindheit verlaufen ist, kann ich nicht beurteilen. Daß sie nach ihrer Selbstbefreiung nicht zu ihrer Mutter ziehen wollte, spricht Bände. Dieses jahrelange unfaßbare Martyrium, das ihr die Kindheit und Jugend auf grausame Weise raubte und dann, kaum befreit, wird sie wieder VEREINNAHMT und indirekt mißbraucht von eher zweifelhaften Leuten. MMn wurde sie "beraten", weitere Namen zu verschweigen.

    • Undine
      05. Mai 2011 13:49

      Soll natürlich heißen: Wie schön ihre Kindheit BIS zur ENTFÜHRUNG verlaufen ist,....

    • Taurus (kein Partner)
      05. Mai 2011 21:14

      In links-journalistischer "Solidarität" wird immer wieder verschwiegen, dass nicht nur die SPÖ-affine Kanzlei Gabriel Lansky (NEWS) , sondern auch der linke "Medienberater" und SPÖ-Wahlkampfstratege Dietmar Ecker, weiland PR-Sekretär des SP-Finanzministers Ferdinand Laina, von Beginn an die Dame NK "gemanagt" hatte...Vom Herrn Feurstein von ORF natürlich abgesehen.

  15. Cotopaxi
    04. Mai 2011 09:27

    Werter Herr Dr. Unterberger!

    Danke, dass sie dem Fall K. nur eine Fußnote widmen.
    Mehr ist diese Angelegenheit wirklich nicht mehr wert.

  16. HJR
    04. Mai 2011 07:48

    Jeder halbwegs im österreichischen (besonders im wiener) "Milieu" sozialisierte Österreicher hat ein Gespür für das gewisse "Odeur", welches eine Sache verbreitet, die nicht (ganz) "koscher" ist. Dieses Odeur habe ich in letzter Zeit praktisch permanent in der Nase - nicht nur im Fall Kampusch oder Tierschützer oder Entacher oder ..., oder ...

    Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
    D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
    Ein Komet reist ohne Unterlaß
    Um am Firmament und hat kein’ Paß;
    Und jetzt richt´t a so a Vagabund
    Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund;
    Aber lass’n ma das, wie’s oben steht,
    Auch unt’ sieht man, dass ’s auf ’n Ruin losgeht.

    Abends traut man ins G’wölb sich nicht hinein
    Vor Glanz, denn sie richten s’ wie d’ Feentempel ein;
    Der Zauberer Luxus schaut blendend hervur,
    Die böse Fee Krida sperrt nacher ’s G’wölb’ zur.
    Da wird einem halt angst und bang,
    Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang.

    Am Himmel is die Sonn’ jetzt voll Capriz,
    Mitten in die Hundstag’ gibt s’ kein´ Hitz’;
    Und der Mond geht auf so rot, auf Ehr’,
    Nicht anderster, als wann er b’soffen wär’.
    Die Millichstraßen, die verliert ihr’n Glanz,
    Die Milliweiber ob’n verpantschen s’ ganz;
    Aber lass’n ma das, herunt’ geht’s z’ bunt,
    Herunt’ schon sieht man’s klar, die Welt geht z’grund.

    Welche hätt’ so ein’ g’scheckten Wickler einst mög’n,
    A Harlekin is ja grad nur a Spitzbub dageg’n;
    Im Sommer trag’n s’ Stiefel, à jour-Strümpf’ im Schnee,
    Und statt Haub’n hab’n s’ gar Backenbärt’ von tull anglais.
    Da wird einem halt angst und bang,
    Ich sag’: D’Welt steht auf kein’ Fall mehr lang.

    Der Mondschein, da mög’n s’ einmal sag’n, was s’ woll’n,
    Ich find’, er is auf einer Seiten g’schwoll’n,
    Die Stern’ wer’n sich verkühl’n, ich sag’s voraus,
    sie setzen sich zu stark der Nachtluft aus.
    Der Sonn’ ihr G’schundheit ist jetzt a schon weg,
    Durch’n Tubus sieht man’s klar, sie hat die Fleck’;
    Aber lass’n ma das, was oben g’schieht,
    Herunt’ schon sieht man, ’s tut’s in d’Länge nicht.

    Sie hab’n Zeitungen jetzt, da das Pfennig-Magazin,
    Da is um ein’ Pfennig all’s Mögliche drin;
    Jetzt kommt g’wiß bald a Zeitschrift heraus, i parier’,
    Da krieg’n d’Pränumeranten umsonst Kost und Quartier.
    Da wird einem halt angst und bang,
    Die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang.

    Die Fixstern’, sag’n s’, sein alleweil auf ein’ Fleck’,
    ’s is erlog’n, beim Tag sein s’ alle weg;
    ’s bringt jetzt der allerbeste Astronom
    Kein’ saub’re Sonnenfinsternis mehr z’amm’.
    Die Venus kriegt auch ganz ein’ andere G’stalt,
    Wer kann davor, sie wird halt a schon alt;
    Aber wenn auch ob’n schon alles kracht,
    Herunt’ is was, was mir noch Hoffnung macht.

    Wenn auch ’s meiste verkehrt wird, bald drent und bald drüb’n,
    Ihre Güte ist stets unverändert geblieb´n;
    Drum sag’ i, aus sein’ Gleis’ wird erst dann alles flieg’n,
    Wenn Sie Ihre Nachsicht und Huld uns entzieh’n.
    Da wurd’ ein’ erst recht angst und bang,
    denn dann stund’ d’Welt g’wiß nicht mehr lang.

    http://www.youtube.com/watch?v=lxN9uBQ7L7k

    • HJR
      04. Mai 2011 07:51

      Nachtrag:
      Im Übrigen bin ich der Meinung, niemand ist im Besitz der Wahrheit und Alles ist zweifelhaft - denn das ist die Natur unserer Welt.

    • phaidros
      04. Mai 2011 10:26

      "denn das ist die Natur unserer Welt."

      Tja, das ist noch nicht letztgültig geklärt! ;-)

    • HJR
      04. Mai 2011 20:16

      @phaidros, 10:26
      "Niemand ist im Besitz der Wahrheit" kann ernsthaft nicht bezweifelt werden.
      "Alles ist zweifelhaft" hätte vielleicht besser mit "alles ist hinterfragbar" formuliert werden sollen.
      Und wenn beides zutrifft, dann scheint mir das die Natur der Welt zu sein,

    • phaidros
      05. Mai 2011 05:50

      Schon gut, HJR, war ja nur ein Witzer! BG

  17. Observer
    04. Mai 2011 06:25

    Ist Natascha Kampusch nicht nun ein Opfer Ihres Rechtsbeistandes geworden? Denn dort wittert man Geschäftsmöglichkeiten, wobei der Klient nur Mittel zum Zweck ist. Haben wir hier in Österreich bald US-amerikanische Verhältnisse, wo hinter einem Rettungswagen schon Vertreter von Anwaltskanzleien fahren und dem noch benommenen Unfallopfer in der Klinik zu einer Unterschrift zur Vertretungsvollmacht mit Erfolgsbeteilung motivieren? Zumindest ist es eine wunderbare Werbung für die Kanzlei, wenn man sich einen promonenten Fall annimmt.

    • HJR
      04. Mai 2011 09:10

      Allerdings kann man in Österreich nicht nur Opfer von Rechtsanwälten werden. Auch Psychiater - man erinnere sich an die ersten, von Friedrich moderierten Auftritte der Kampusch - können das schaffen.

    • Alexander Renneberg
      04. Mai 2011 10:12

      HJR genau meine worte on topic.
      der psychiater ist meiner ansicht nach eine miese figur.

    • Undine
      04. Mai 2011 10:26

      @HJR

      Da stimme ich Ihnen zu! Besagter Psychiater ist ein ganz besonderes Exemplar dieser Spezies! Wen der ORF zu seinem Liebkind auserkoren hat, an dem hält er eisern fest.

    • Alexander Renneberg
      04. Mai 2011 10:46

      die frage ist, wieviele menschen sitzen hinter gittern aufgrund der aussagen besagten psychiaters? und wieviele davon möglicherweise zu unrecht?

    • Undine
      04. Mai 2011 11:46

      @Alexander Renneberg

      Ergänzung: Und wie viele Leute sitzen aufgrund des Verschweigens im Fall Kampusch NICHT hinter Gittern!?! Wer wird vom linken ORF-Liebling Psychiater Dr. Friedrich, der sich immensen Einfluß auf Natascha Kampusch angeeignet hat, möglicherweise gedeckt?

    • Alexander Renneberg
      04. Mai 2011 12:27

      undine

      wer kann soviel macht haben, dass keiner redet.

      jeder verschwörung scheitert an der anzahl der mitwisser.

    • Alexander Renneberg
      04. Mai 2011 12:27

      jede, sorry

  18. Wertkonservativer
    04. Mai 2011 05:22

    Frau Kampusch hat ein trauriges Schicksal erlitten, das sie nun - wahrscheinlich unter Mithilfe gutmeinender Ohrenbläser - auch finanziell nützen wollte.

    Das ist eine auch bei Menschen ohne tragisches Schicksal sehr übliche Handlungsweise, und ich würde ihr das nicht allzu krumm nehmen.
    Meine Meinung dazu: sie sollte sich in Hinkunft sehr zurücknehmen und möglichst wenig die Öffentlichkeit mit ihrem Schicksal bemühen.
    Bücher, Filme und andere Öffentlichkeitsauftritte würden dann wohl auch die letzten Sympathie-Reste verscheuchen.

  19. Spiegelfechter
    04. Mai 2011 02:16

    Frau Kampusch hat wohl kaum eine ihr zurechenbare Schuld zu verbergen, vielmehr hat sie durch die Schuld anderer schweren Schaden erlitten. Sie verdient dafür nicht nur Mitgefühl, sondern hat gewiss auch Anspruch auf materielle Entschädigung; fraglich ist allerdings gegen wen, und jedenfalls nur um den Preis eines jahrelangen mühsamen Verfahrens, verbunden mit weiterer Entblössung, und damit mit einer Vergrösserung des bereits erlittenen Schadens. Es droht ihr ein Pyrrhussieg. Um dieses Dilemma ist sie nicht zu beneiden, keinesfalls verdient sie dafür Häme.

    • jump (kein Partner)
      05. Mai 2011 08:15

      Vielen Dank für diesen sachlich-differenzierenden Beitrag! Ein "ungekrönter" Schreiber würde für solche Zeilen vermutlich von den Hardcore-Unterbergerianern geprügelt und verhöhnt werden.

  20. RR Prof. Reinhard Horner
    04. Mai 2011 01:43

    reinhard.horner@chello.at

    Die Wahrheit und das Verdienen

    Die lange erlittenen Beeinträchtigungen in dieser Kindheit und Jugend verdienen großes Mitgefühl. Dass sie selbst nicht die unverkürzte Wahrheit preisgeben will, hat sie schon mehrmals ausgesprochen. Das ist auch verständlich. Dass sie trotzdem immer wieder die Öffentlichkeit bemüht, schon weniger.

    Gar nicht akzeptabel ist, wie sie seit Beginn ihrer Flucht von etlichen Leuten zu deren Vorteilsnahmen benützt wird. Offensichtlich verdienen da auch einige Personen weiterhin.

  21. Norbert Mühlhauser
    04. Mai 2011 01:43

    Das ist eine mittlerweilen bereits "alte" Geschichte:

    Sollen die Empfindsamkeiten Einzelner im öffentlichen Raum mehr Gewicht haben als ein objektiv verstandendes Recht?

    Je mehr das psychologische Moment an Macht gewinnt, umso mehr auch diejenigen Kreise, die Schutzzonen des Innenlebens definieren und Emotionalität transportieren können.

    Die Subjektivierung des Rechts ist geeignet, den Grundsatz des gleichen Rechts für alle zu untergraben und damit breite Bevölkerungskreise ihrer objektiven rechtsstaatlichen Anrechte zu berauben. Dann wird Recht nämlich nur vollzogen, wo der mediale Druck - oder dessen gezielte Absenz - obwaltet.

    • Cotopaxi
      04. Mai 2011 06:21

      Genau, siehe den sogenannten "Tierschützer"-Prozess.

      Es ist fraglich, ob ohne mediales Trommelfeuer auf die Richterin ihr Spruch auch so ausgefallen wäre, wie er eben ist.

      Gut, dass die Angelegenheit in die nächste Instanz wandert.

  22. libertus
    04. Mai 2011 01:24

    Solange Frau Kampusch nicht selbe mit der ganzen Wahrheit herausrückt, soll sie auch keinen Anspruch auf Entschädigung haben. Weiters hat man auch noch nie irgendwelche Aktivitäten ihres Fonds gelesen oder gehört. Mir tut die junge Frau ob ihres schweren Schicksals wirklich leid, aber sie sollte sich bessere Berater suchen und sich am Beispiel der Fritzl-Opfer orientieren. Dann käme sie endlich zur Ruhe.

    • Norbert Mühlhauser
      04. Mai 2011 02:04

      Der psychologischen Nachbetreuung sind die Flausen der Frau Kampusch, wie der Kampusch-Fonds, wohl anzulasten.

      Unabhängig davon, dass Priklopil zweifellos Unrecht verübt hat, muss die besondere Fragilität der seelischen Situation von K. nach ihrer Befreiung, und damit ihre leichte Beeinflussbarkeit, darin gesehen werden, dass sie sich mit dem Täter fraternisiert und auch deshalb arrangiert hat, weil er sich innerhalb gewisser Grenzen um ihr Wohlergehen bemüht hat. Die mediale Verwertung, die auf juristischen Tatbestandsschablonen und der Skandalisierung der Öffentlichkeit basierte, stand mit den Erfahrungen wohl in einem derart krassen Widerspruch, dass Frau K. angesichts des moralischen overkills, der auf Sie einwirkte, sich zur Kompensation in Form einer Fondsgründung getrieben sah.

    • Gennadi (kein Partner)
      08. Mai 2011 09:12

      Sie sah sich gar nicht getrieben, sondern wird seit Jahren von ihren Beratern getrieben. Was meinen Sie, wieviel ihr Anwalt für einen ganz einfachen, nichtsdestoweniger verfehlten, § 8 AHG-Antrag erwirtschaftet hat.

  23. Richard Mer
    04. Mai 2011 00:31

    Wenn es den Rechtsstaat noch gibt, dann wird es wohl heißen entweder klagen, oder kein Geld. Für die interessierte aber sparsame Öffentlichkeit ist das wohl eine win-win Situation.

  24. thomas lahnsteirer
    04. Mai 2011 00:29

    Ehrlich gesagt tue ich mir mit Angriffen auf Frau Kampusch schwer. Sie wurde zweifellos als Kind missbraucht und jahrelang in diesem schrecklichen Verließ
    eingeschlossen. Dass sie dann mit der Zeit gegenüber dem Täter auch das sogenannte Stockholm-Syndrom entwickelt hat, ist mehr als verständlich.
    Hat er sie doch auch in völlige Abhängigkeit von sich gebracht.
    Und dass sie jetzt die vielen, ihr gestohlenen Lebensjahre kompensieren will ist doch auch klar.
    Sie tut mir noch immer schrecklich leid, welche Ungereimtheiten es auch immer von ihrer Seite her gibt. Ich wünsche ihr auch für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

    • Norbert Mühlhauser
      04. Mai 2011 01:22

      Nun ja, als Angriff auf Frau Kampusch würde ich AUs Beitrag nicht bezeichnen. Frau Kampusch Verhalten wird darin vielmehr analysiert.

    • Cotopaxi
      04. Mai 2011 06:03

      @T.L: Ich kann mich nicht erinnern, das Fräulein K. behauptet hätte, von Ihrem/Ihren Entführer(n) missbraucht worden zu sein.

      Oder meinen Sie die Zeit vor Ihrer Entführung?

  25. Celian
    04. Mai 2011 00:08

    Bei allem nötigen Respekt, den man einer Geisel zu entgegenbringen hat. Aber dieses mediengeile Subjekt, das sich nur allzu gerne als bemitleidenswertes Hascherl darzustellen weiß, läßt mit ihren exaltierten Wünschen erheblichen Zweifel an "ihrer Geschichte" aufkommen.

    Offenbar sind die Einkünfte aus ihrem Bestseller aus dem letzten Jahr schon aufgebraucht. Neue Quellen müssen angezapft werden. Wie lange will sie noch mit der Mitleidstour ihren Opferstatus ausschlachten?





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung