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Gut geschmiert

 Es ist nicht wirklich die feine Art, wenn jemand im ÖBB-Aufsichtsrat ein Tonband mitlaufen lässt und dessen Inhalt dann hinausspielt. Aber seit in den Aufsichtsräten Belegschaftsvertreter drinnen sitzen, könnte man ja in der österreichischen und deutschen Großindustrie diese Gremien auch gleich öffentlich tagen lassen.

Jenes Tonband zeigt jedenfalls verräterische Hinweise auf bewusst kriminelles Handeln. Es ging 2008 ganz offensichtlich darum, auf dem tarnenden Umweg über einen „Beratervertrag“ mit einem ungarischen Lobbyisten den Kauf der ungarischen Bahn-Cargo durch Bestechung zu ermöglichen. Vor allem die Äußerungen des Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker machen klar, dass der Zweck der sieben Millionen Euro Beraterhonorar ganz eindeutig war.

Wer mag durch Hinausspielen des Tonbands Pöchhacker ans Leiberl gewollt haben? Nun, aus dem Gewerkschafts-Eck ist schon einmal eine Affäre inszeniert und Pöchhacker attackiert worden, weil er einen Fahrschein als Spesenausgabe verrechnet hat (offenbar wäre eine Taxirechnung passender gewesen). Konkrete Beweise gibt es aber keine für eine neuerliche Wiederholung solcher Umgangsformen zwischen Parteifreunden.

Es ist aber wohl kein Zufall, dass nun knapp nach den Wiener Wahlen – und lange vor weiteren Urnengängen – plötzlich allerorten heftigst rote Schmutzwäsche gewaschen wird. So ist etwa gleichzeitig die mutmaßliche Millionenkorruption im ebenfalls knallroten AKH aufgedeckt worden, die ebenfalls schon etliche Zeit zurückliegt. So werden gerade neue Details über die Beziehungen von Alfred Gusenbauer zu den einst auch mit Karl Heinz Grasser engst kooperierenden Lobbyisten-Brüdern Hochegger in die Öffentlichkeit gespielt.

Bis zu den nächsten Wahlen ist da eh alles längst vergessen, dürften sich da derzeit manche denken. Und jetzt kann man sich missliebiger Genossen problemlos entledigen (ohne dass die Entlediger unbedingt sauberer sein müssten). Möglich ist natürlich auch, dass politische Gegner Pöchhackers die Sache aufgedeckt haben, um sich für den brutal parteipolitischen und defizitmachenden Kurs der ÖBB zu rächen. Was nur zu diesem Zeitpunkt parteipolitisch eine wenig effiziente Rache wäre.

Zur Veranschaulichung nur einige von Pöchhackers vermeintlich vertraulichen Sprüchen: „Wir können aber auch nicht protokollieren, dass wir Schweinereien erlauben . . . Wir können natürlich so naiv sein, dass wir kein Geschäft mehr machen . . . Die Frage nach der Leistung eines Lobbyisten ist naiv . . . Also, das ist jetzt eine Grundsatzfrage, wenn wir das in Zukunft alles ganz ernst nehmen, dann ist es gescheiter, man verabschiedet sich.“ Und so weiter.

Nun, Pöchhacker hat in der Sache und ökonomisch absolut Recht. Strafrechtlich hat er absolut Unrecht. Denn es wird seit einigen Jahren streng bestraft, auf welchem Umweg immer ausländische Entscheidungsträger zu bestechen. Auch wenn sich in vielen östlichen und südlichen Ländern Politiker immer nur bei der richtigen Schmierung zu Entscheidungen durchringen. Wofür man etwa auch einst bei einem Aufsehen erregenden Kauf einer südosteuropäischen Telekom-Firma durch Österreicher deutliche Indizien beobachten konnte.

Pikanterweise hatten in den Jahren davor heimische Firmen Bestechungsgelder für ausländische Entscheidungsträger noch von der Steuer absetzen können. Das hat sich nun ins Gegenteil gewandelt. Die Gebräuche in manchen – vor allem ärmeren – Ländern taten dies jedoch keineswegs.

Ein unlösbares Dilemma, da ein so exportabhängiges Land wie Österreich halt nicht nur in der Schweiz und Skandinavien Geschäfte machen kann? Liegt die Lösung etwa darin, wieder so ehrlich zu sein, und zuzugeben, dass man unehrlich ist? Das bereitet gewiss Bauchweh – ist aber realistischer als der Glaube, die Politiker in den fraglichen Ländern würden sich charakterlich eines Tages doch ändern.

Wirklich helfen würden nur rasche Privatisierung und Deregulierung: Denn zumindest danach haben Politiker einfach viel weniger Möglichkeiten, ihre Hände erpresserisch aufzuhalten. Noch strengere Strafen helfen hingegen nichts – denn man wird ja nur sehr selten erwischt. Da geht man schon manches Risiko ein, im Interesse von Unternehmen und Arbeitsplätzen.

Erwischt wird man höchstens, wenn man nicht alle Mitwissenden bedient. Wenn man neuerdings nicht mehr jeden Gewerkschaftswunsch erfüllt. Oder wenn man in Aufsichtsratssitzungen so offen redet wie Pöchhacker. Aber der kommt ja aus der Bauwirtschaft, wo man besonders wenig Erfahrung mit allzu viel Transparenz bei Auftragsvergaben hat.

Oder ist das alles nur Folge des oft sehr merkwürdigen Verständnisses roter Manager von wirtschaftlichen Zusammenhängen? Dieses Verständnis konnte man ja unlängst in einem der zahllosen ÖBB-Inserate aus Vorwahlzeiten ablesen (mit denen mutmaßlich Zeitungen so bestochen werden sollten wie ungarische Politiker - wobei wie immer in diesem Zusammenhäng natürlich die Unschuldsvermutung gilt): „Aus einem Euro, der für eine moderne Bahn ausgegeben wird, werden zwei Euro Wohlstand. Das ist kein Wunder, sondern ein Gesetz der Wirtschaft."

Also, wenn die Genossen mit ihren „Gesetzen" wirklich recht hätten, dann sollte die Republik doch noch ein paar hundert Milliarden mehr Schulden machen. Und dann sollte man ÖBB-Bahnhöfe nicht nur alle 21, sondern alle 5 Jahre neu bauen. Das Perpetuum mobile ist endlich erfunden. Und niemand gibt den ÖBB den Nobelpreis dafür - sondern setzt wahrscheinlich einige Manager hinter Gitter.

Ist diese Welt nicht ungerecht? 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Oktober 2010 06:54

    Es ist schon merkwürdig, dass die roten malversationen erst nach der wien-wahl ans licht kommen, der zeitplan ist wieder einmal perfekt. Bei dieser inszenierung spielen natürlich die bestochenen medien ebenfalls brav ihren part.
    Die indizien deuten schon in beiden fällen auf gewerkschaftliche intrigen hin...
    vor allem der herr haberzettel ist ja auch schon früher als meister des untergriffs aufgefallen: sind ja bei den öbb schon manager wegen ihrer politischen vergangenheit rasch aus ihren posten gemobbt worden...man erinnere sich nur an einen freiheitlichen immobilien-manager, der eine rechtsradikale vergangenheit hatte, da war der herr haberzettel sofort scheinheilig empört, obwohl derjenige längst seiner vergangenheit abgeschworen hatte.

    was den herrn haberzettel aber noch nie gestört hat, ist die ekelhafte rechtsradikale vergangenheit des wiener bürgermeisters, der nicht irgendein mitglied, sondern ein führender funktionär einer schlagenden mittelschulverbindung war. Häupls damalige kumpane waren auf den straßen wiens mit "Heil Borodajkewycz"-rufen unterwegs und es gab einen toten.
    Jetzt hat häupl sicherlich seiner vergangenheit abgeschworen, ob er jedoch mit einer derartigen vita in einer anderen westlichen zivilisierten großstadt als roter bürgermeister tragbar wäre, ist sehr fraglich...aber da hält es die SPÖ mit dem Lueger: "wer nazi ist, bestimmen wir"

  2. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Oktober 2010 08:03

    Interessant wäre jetzt ob im Zuge dieser Affäre auch irgendjemand den ungarischen Behörden unangenehme Fragen stellt. Immerhin muss bei der Bestechung doch auch jemand am anderen Ende sitzen.

    Übrigens: Wirklich von Bestechung geredet hat Pöchhacker auf den bisher bekannt gewordenen Teilen des Tonbandes nie. Er hat von teuren Telefonanrufen des Lobbyisten gesprochen, die man nicht nach Leistung bezahlen kann, weil die Wirkung so groß ist. Tatsächlich kann es manchmal ja deutlich effektiver sein Freunde eines Politikers auf seine Seite zu ziehen als den Politiker selbst.
    Letzten Endes läuft es so ziemlich auf das Selbe hinaus, ist aber noch schwerer nachzuweisen.

    Beraterverträge, Gegengeschäfte, Spenden an befreundete Fußballvereine...soll viele Möglichkeiten geben jemanden freundlich zu stimmen, ohne ihm in irgend einer Form Geld zukommen zu lassen.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Oktober 2010 06:47

    Guten Morgen,
    wieder einmal die ÖBB, langsam können einem die Mitarbeiter dieses in Wahrheit bankotten Staatsbetriebes wirklich leid tun. Vor allem jene fleißigen und pflichtbewußten Eisenbahner, die trotz aller Widrigkeiten von innen und außen den Bahnbetrieb noch einigermaßen in Gang halten, kein Wunder, dass viele von ihnen die ihnen gegebenen Möglichkeiten nutzen um möglichst bald aus dem Unternehmen in den Ruhestand zu flüchten.
    Der konkrete Anlaß zeigt einmehr mehr den moralischen Verfall unserer Gesellschaft und auch insbesondere der Wirtschaft, wo Korruption an der Tagesordnung zu sein scheint!
    Da findet ja geradezu ein Wettlauf ums Überleben statt, wer nicht schmiert, bekommt keine Aufträge, wer keine Aufträge bekommt, kann nicht mehr ertragreich wirtschaften und ist auf dem Weg in die Pleite.
    Der Fall Siemens hat uns ja gezeigt um welche Dimensionen es dabei geht und Siemens ist wahrlich kein Einzelfall, es kommen immer nur Spitzen eines Eisbergs ans Tageslicht, dessen Ausmaße man sich nur annäherungsweise vorstellen kann!
    Und wenn dann die korrupten Politiker Antikorruptionsgesetze beschließen, dann ist diese Alibihandlung ungefähr so wie die Einrichtung der Transferdatenbank, wo gleich Schlupflöcher eingebaut werden indem ganz wesentliche Leistungsgeber und Leistungsnehmer einfach ausgeklammert werden!

  4. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Oktober 2010 12:07

    In dieser Republik ist außer dem zahlenden Volk kaum jemand interessiert Mißstände aufzuzeigen, schon gar nicht aufzudecken.
    Die Parteien ziehen dabei bestimmt an einem Strang und es ist anzunehmen, dass bereits im Vorfeld jedes Deals entsprechend "Tantiemen" an Beteiligte u. Schweiger fließen.
    Naja, sollte dann doch eine "kl. Ungereimtheit" an den Tag gelangen, haben es die Politiker so weit in der Hand, auch die Justiz zu behindern, bzw. deren Ermittlungen abzudrehen.
    Unsere Softdiktatur macht es möglich, s. Pröll in NÖ.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/606249/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

  5. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Oktober 2010 06:51

    Dass die beiden Groß-(nunmehr Mittel-) Parteien sich den Staat seit Jahrzehnten unter sich aufteilen, ist jedem mündigen Bürger unangenehm bewusst.

    Beide Parteien haben ihre gehüteten Einflussbereiche; die vielen Kanäle zur Befriedigung und Unterbringung der jeweiligen "Anhänger" (vom Gerichtspräsidenten bis zum Klopersonal öffentlicher Bedürfnisanstalten!), liegen offen zu Tage, konnten jedoch bis heute - trotz Unmuts weiter Teile der
    Bevölkerung - nicht wirklich zugeschüttet werden.

    Nicht nur die beiden zitierten Parteien, auch die Freiheitlichen müssten noch sehr hart an sich arbeiten, um eine seriöse Wahl-Option zu sein bzw. zu werden.
    Die Freiheitlichen schon deshalb, weil sie in den wenigen Jahren ihrer Regierungsbeteiligung nichts Anderes taten als die Etablierten: ihre (teils unqualifizierten) Leute in hohe und höchste Positionen zu hieven.
    Fast ist man versucht, zu sagen "a Bund Hadern!" !
    Nun, heute Abend gibt es die Möglichkeit, ausführlich über das Thema zu diskutieren! Ob's was nützt?

  6. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Oktober 2010 08:54

    Früher war man bei der Verkaufsförderung eben noch kreativer. So gab es angeblich in den südamerikanischen Staaten Schreibtische mit Mittelladen, welche in beide Richtungen geöffnet werden konnten. Da konnte der Verkäufer/Bittsteller während des Gespräches diese Lade diskret zu sich ziehen und ein gefülltes Kuvert (fast) unbemerkt hineinlegen.
    :-)

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Oktober 2010 06:32

    Es gilt wie so oft: man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter und alle die sich darauf einlassen, müssen früher oder später mit den Folgen rechnen - man nennt es auch oft = ausgleichende Gerechtigkeit!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSegestes
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Oktober 2010 12:24

    "Tonband"

    Ich glaube ja nicht, dass heute noch irgendjemand freiwillig Tonbänder für so etwas verwendet ;)

    Persönlich würde ich mir aber wünschen, dass einmal bei Lohn- und Gehaltsverhandlungen, ein Aufzeichnungsgerät mitläuft. Oder noch besser, die ganze Veranstaltung sollte man gleich als Live-Stream ins Netz stellen.
    Kein Mauscheln und Packeln mehr hinter gepolsterten Türen.
    Das wäre dann sozusagen Demokratie 2.0


alle Kommentare

  1. Zavrina (kein Partner)
    21. Februar 2015 00:11

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  8. Segestes (kein Partner)
    31. Oktober 2010 12:24

    "Tonband"

    Ich glaube ja nicht, dass heute noch irgendjemand freiwillig Tonbänder für so etwas verwendet ;)

    Persönlich würde ich mir aber wünschen, dass einmal bei Lohn- und Gehaltsverhandlungen, ein Aufzeichnungsgerät mitläuft. Oder noch besser, die ganze Veranstaltung sollte man gleich als Live-Stream ins Netz stellen.
    Kein Mauscheln und Packeln mehr hinter gepolsterten Türen.
    Das wäre dann sozusagen Demokratie 2.0

    • Josef Maierhofer
      31. Oktober 2010 14:26

      Bravo !

      Einerseits.

      Andererseits aber werden Sie vermutlich auch von sich selbst wissen, daß man nicht immer alles auf die Waagschale lgen kann, Meinungen und Entscheidungen bilden sich oft erst während Diskussionen.

      Ad Einerseits:

      Es liegt nahe, bei der heutigen Verkommenheit und den heutigen Manipulationen, Korruptionen, Packeln, Mauscheln, etc. das alles lieber gleich einmal genauer wissen zu wollen und die Proponenten und deren Fähigkeiten gleich persönlich abschätzen zu können.

      Jedenfalls halte ich das für gut, weil dann jeder Bürger das alles mitsehen kann und sich dafür interessieren kann und auch seine Stimme erheben kann, es fördert die direkte Demokratie, die wir doch, ähnlich den Schweizern, mit 200 Jahren Verspätung erlernen sollten.

    • Klaus (kein Partner)
      31. Oktober 2010 16:37

      Demokratie 2.0 braucht kein Mensch. Das ist linksgrün basisdemokratischer Quatsch.

    • Segestes (kein Partner)
      31. Oktober 2010 18:01

      @Josef Maierhofer: Tja, die Schweiz kann man wirklich nur beneiden.
      Allerdings bezweifle ich, dass unserer Politkaste je freiwillig auf Machtbefugnisse zugunsten der Bevölkerung verzichtet. Da schwadroniert man lieber weiter davon, dass die Bevölkerung intellektuell eh nicht in der Lage ist, komplexe Themen richtig zu bewerten. Vollkommen anders ist es da natürlich um die Qualitäten unseres Abnick-Parlaments bestellt ^^

      @Klaus: Na, schon wieder ein neuer Nick, du logopädisierender Agent Provocateur?
      :)

    • Reinhard (kein Partner)
      31. Oktober 2010 18:29

      @Segestes
      Gebe Ihnen vollkommen Recht; schon wenn man sich anschaut wie unser Kannsnich Fayperson seine Gummiwirbelsäule verrenken muss um sich aus dem Wahlversprechen gegenüber der Krone, in EU-Fragen das Volk direkt abstimmen zu lassen, jetzt, wo es um schlappe 12 Milliarden österreichische Steuerteuros geht, wieder herauszuwinden, sieht man, wie die hochedle Elite aus den Parteifeudalhäusern über Mitbestimmungsrecht für die primitive Plebs denkt.

  9. Neppomuck (kein Partner)
    31. Oktober 2010 12:13

    Eine etwas einseitige „Unterhaltung“:

    „Wer Unternehmen kauft sollte Bilanzen lesen können, denn wer Unternehmen verkauft, wird in den meisten Fällen „kreativ“ gestaltete Bilanzen vorlegen.

    Jeder Preisvorstellung steht eine Kalkulation gegenüber. Provisionen sind Kosten und damit Bestandteil jeder Kalkulation.
    Wenn Herr „A“ mit Herrn „B“ Geschäfte macht, ist das Angelegenheit von A und B. Solange man sich im, meinetwegen gut ausgeschöpften „Rahmen der Gesetze“ bewegt, geht das sonst niemanden was an.
    Wenn jedoch Herr „C“ bei derartigen Geschäften (zu)zahlt, noch dazu ohne gefragt zu werden, wird jeder Eigentums-Transfer bedenklich.
    Und wäre daher, allein schon im Interesse von „C“, durch eine begleitende Kontrolle (auch des Systems) seitens unabhängiger Prüfeinrichtungen zu überwachen.

    Womit eigentlich schon alles gesagt ist, denn wer wäre (vor allem in Österreich) schon „unabhängig“? Man nennt diesen beklagenswerten Zustand „systemimmanent“.

    Doch weiter:

    In einem System Fehler zu suchen ist recht und billig, Fehler verursachen Probleme, Probleme kosten meistens nicht kalkulierbare Summen Geldes. Was im Grunde jede begleitende Kontrolle rechtfertigt, obwohl die ja auch Geld kostet. Nur darf dadurch die Suppe nicht teurer werden als das Fleisch.
    Man kann also durchaus auch mit Fehlern zu leben, was man als „pragmatische Grundhaltung“ bezeichnen könnte, denn auch das Auffinden und die Beseitigung von Fehlern unterliegt kaufmännischen Zwängen.

    Verursacht aber das System Probleme, die bilanztechnisch betrachtet nicht „unter der Wahrnehmungsgrenze“ bleiben, dann bleibt nur mehr, das System zu wechseln.“

    Kurze Nachdenkpause des „Gesprächspartners“.

    „In einem fernen Land, Effendi, schon … aber bei uns, in Bagdad?“

    • Neppomuck (kein Partner)
      31. Oktober 2010 12:18

      Corr.: ... mit Fehlern leben ... (das "zu" also weg)

    • Josef Maierhofer
      31. Oktober 2010 14:32

      Sie sagen da etwas, was mir auch immer wieder auffält.

      Völlig unfähige Leute treffen Entscheidungen über Dinge, die sie gar nicht kennen, beherrschen und können.

      Völlig überfroderte Leute treffen Entscheidungen nach FRisten und nicht nach Entscheidungsreife (ausreichender Diskussion und etwaiger Nacharbeit).

      Das trifft in fast allen öffentlichen Bereichen zu und in vielen privaten Bereichen auch.

      Immer wieder:
      Es soll jeder jene Beiträge leisten, die er am besten kann !

      Danke Neppomuck !

  10. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    31. Oktober 2010 09:36

    Beratungshonorare sind zu über 90% Bestechungsgelder. Egal ob ÖBB, Rumpolds oder sonst wer!

    • brechstange
      31. Oktober 2010 10:23

      ... oder Honarare, mit denen man sich gegenseitig bedient, bis das Unternehmen bankrott ist.

    • Reinhard (kein Partner)
      31. Oktober 2010 12:02

      Beratungshonorare sind die Bezahlung für Beratungen. Wer sich schon einmal die Mühe gemacht hat, ein Unternehmen komplett zu auditieren, zu durchleuchten und die Prozessabläufe zu dokumentieren um hinterher ein auf genau dieses Unternehmen abgestimmtes Konzept zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung zu erarbeiten, der weiß, dass das sein Geld wert ist. Für diese Beratungen ist nicht ein Cent Bestechungsgeld.
      Zum kotzen ist nur, dass Bestechungsgelder über Scheinberatungen abgerechnet werden, weil sich Beratungen so schön kaschieren lassen. Eine seriöse Beratung bringt immer einen nachweisbaren Erfolg/Nutzen, und zum Glück sind die Zeiten vorbei, als sich jeder dahergelaufene Scharlatan "Unternehmensberater" nennen durfte. Wie durch solche als Berater getarnten Geldwäscher für Geschäftsabschlüsse oder ratlosen Unternehmern Hoffnung suggerierenden Scharlatanen einem ganzen Berufsstand immenser Schaden zugefügt wird, ist widerlich. Auch die Wortmeldung des Redaktionsbekannten passt in dieses Schema, das wir übrigens momentan auch bei den Bankern erleben - die weitaus Meisten machen ihren Job ordentlich, helfen Firmen und damit auch deren Belegschaften und dem ganzen Rest der Gesellschaft, wieder auf die Beine zu kommen, wenn die Chefetage ratlos vor den Scherben einer verfehlten Geschäftspolitik steht oder einfach nur mutlos auf der Stelle tritt und der Erfolg stagniert. Aber weil es eine Handvoll schwarze Schafe gibt (und diese, jetzt passt der Satz, zu locker 90% aus dem Dunstkreis der Parteien stammen) wird eine ganze Gruppe analytischer, kreativer und erfolgreicher Berater (die übrigens nie in solche "Unternehmen" wie ÖBB hineinkommen, denn dort würde es parteineutral Ramazotti spielen) in den Schmutz gezogen.
      Noch ein Grund mehr, die staatliche und politische Verfilzung mit einer pseudoprivaten Wirtschaft zu zerschlagen und der wirklich wirtschaftskompetenten Privatwirtschaft den vorzug zu geben. Da wird zwar auch geschmiert, aber kein Unternehmer kann mal nebenher auf Steuermillionen zum Verbladern an Günstlinge zugreifen...

    • Observer
      31. Oktober 2010 13:24

      Reinhard:
      Sie haben völlig recht, es gibt vielfach hart verdientes Geld bei Unternehmensberatungen. Was ich aber anmerken möchte ist, dass sehr oft die aus den Untersuchungen ergebenen Empfehlungen dann gar nicht in die Tat umgesetzt werden. Damit ist der Aufwand aber auch "für die Katz" gewesen. Meistes treffen solche Entscheidungen für Aufträge und die nachfolgende Nichtumsetzung Leute, welche dafür keinerlei Risiko (mit Einsatz Ihres eigenen Kapitals) tragen. Darin sehe ich das größte Problem bei der Bestellung von CEOs und den Aufsichtsräten.

    • Josef Maierhofer
      31. Oktober 2010 14:35

      @ Observer

      Das Wort eines ISO Auditors:

      Würden die Firmen alle organisatorischen Vorgaben, die sie sich selbst mit den Auditoren zusammen erarbeitet haben, auch umsetzen, wir hätten keine Angst vor Konkursen mehr zu haben.

    • Reinhard (kein Partner)
      31. Oktober 2010 18:25

      Ich kann Ihnen Beiden nur zustimmen!
      Aus meiner praktischen Erfahrung kann ich nur sagen, dass selbst Unternehmer bzw. Eigentümer die von ihnen selbst angeforderte und bezahlte Dienstleistung nicht umsetzen. Andere setzen es so dogmatisch um, dass sie Veränderungen in den Voraussetzungen ignorieren und mit dem eisernen Besen den falschen Weg kehren.
      Allerdings kann man das den Dienstleistern nicht anlasten; wenn ein guter Koch ein vorzügliches Mahl bereitet und der Gast aus Angst, er könnte sich die Zunge verbrennen, oder aus reiner Unlust zur Mühe des Speisens dieses Mahl in den Eimer schüttet, kann der Koch nichts dafür und hat sein Geld trotzdem voll und ganz verdient. Ebenso, wenn der Gast verendet, weil er während des Essens merkt dass er gegen ein Bestandteil allergisch reagiert, es aber trotzdem mit Gewalt einschoppt. Auch dafür kann der Koch nichts.
      Deswegen mag ich nicht, wenn wegen der Blödheit oder Faulheit der Kunden der Dienstleister geprügelt wird. (Dies gilt übrigens vollinhaltlich auch für Lehrer, Ausbilder etc.)

    • brechstange
      01. November 2010 10:58

      @reinhard
      In der Tat muss man natürlich zwischen echten Beratern und "Sich-Bedienern" unterscheiden.

  11. Von Einem, dem es bald reicht (kein Partner)
    31. Oktober 2010 08:50

    Und jetzt muss Unterberger dem Publikum noch erklären, WAS SEIN LieblingskanzlerSchüssel in Gemeinschaft mit dem in der Zwischenzeit im Suff verendeten Haider mit der "Zerschlagung" - welch teuflische Wirklichkeit hat dieses Wort erfahren - der ÖBB in verschiedene "Gesellschaften" erreicht hat: Dass nicht nur rote Unfähigkeit, die in gewissen Sinn (zum Glück für die Republik) "gesetzlich behindert" war, nun auch unter " Mithilfe" schwarzer und (damals) noch "blauer" Spezialisten zusätzlich nicht mehr zu zählende Trotteleien in die Wege "leiteten", deren Verursacher dann "das Volk" nur unter Heranziehung riesiger Beträge, die es natürlich aus seiner Tasche - berappen durfte (ähnlich wie bei den Bank-"Managern" endlich in den A..... treten konnte. Gebüßt - im eigentlichen Sinn - haben diese wirschaftswunderlichen Einfälle - einmal mehr - vor allem diejenigen Eisenbahner, die diese ehrenvolle Berufs-Bezeichnung verdienen, auf Jene, auf die man so gerne verbal und journaillistisch aus allen noch so ahnungslosen und unbedarften Lagern ungestraft wollüstig hindreschen darf.
    Vielleicht sollte Unterberger - wenn ihn wieder einmal die Eisenbahner-Aversion überfällt - über so manches nachdenken.

    @SuPa und @terbuan sei hier für ihre sachlichen Kommentare gedankt!

    • Josef Maierhofer
      31. Oktober 2010 14:45

      Sie brauchen wirklich keine Angst zu haben, Dr. Schüssel wird meines Erachtens nicht mehr kommen, er wird unter den gegenwärtigen Umständen das ablehnen.

      Nicht nur rote Unfähigkeit ist es was Österreich zerstört, das ist korrekt, und unter anderem auch bei den ÖBB wurden da unter der Regierung Schüssel Fehler gemacht. Die rote Schuld daran ist die passive Resistenz, die Kooperationsverweigerung, etc. die diese Schäden multipliziert hat, statt daß man damals gesagt hätte, gut, wir haben jetzt zwar eine neue Organisation, mit der wir nicht glücklich sind, aber helfen wir mit, den Schaden zu minimieren oder auszugleichen, machen wir das Beste draus !

      Das ist ja dort nunmehr ja nicht mehr gegeben und die ÖBB sind wieder rein rot und könnten ja jetzt zeigen, was sie können, wenigstens im operativen Bereich positiv zu werden, aber nicht durch Manipulation und Geldumschichtung, sondern ehrlich und wirklich.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      31. Oktober 2010 16:22

      Soweit ich mich erinnern kann, war die Umstrukturierung (Zerschlagung) der OeBB der erste Schritt zur Teilprivatisierung. Von den drei grosse Teilbereichen sollte der Personenverkehr und der Gueterverkehr verkauft werden, die Infrastruktur in staatlicher Hand bleiben. Daher war die neue Struktur auch sinnvoll und notwendig. Da die Privatisierung jedoch nicht durchgezogen wurde, ist die ganze Aktion natuerlich hirnrissig. Das koennen Sie aber nicht dem Schuessel anlasten, sondern jenen, die den Verkauf verhindert haben.

    • Von Einem, dem es bald reicht (kein Partner)
      31. Oktober 2010 16:27

      @maierhofer

      Vielen Dank! Aber Sie brauchen mir nicht Mut zu machen - ich bin mir sicher, dass Schüssel nicht mehr kommt. Für so blöd kann ich keinen Schwarzen, keinen Blauen halten. Haiders Anus kann nicht mehr angebetet werden - diese jämmerliche Truppe liegt nach vielen Finanzstreichen a la ÖBB in den letzten Zügen. Und Schüssel???... Für mich wäre es mehr Trost, würde man ALLE, die diese Maläse verursacht und Jene, die dabei zugeschaut und erst HINTERHER(!) alles besser wussten bzw. wissen, erbarmungslos zur Kasse bitten...

      Ps: Sie scheinen auch ein "etwas" problematische(s) Verhältnis, oder sollte man sie Komplexe nennen - zur Bahn zu besitzen - hoffentlich nicht auch zu Ihren von Ihnen erwähnten Verwandten! Den Gedanken, dass hier ein klein wenig Neid mitspielen könnte, verbeiße ich mir natürlich!
      Vielleicht kann ich beim neuen Konzernchef ein gutes Wort einlegen und Sie dürfen einmal bei einem Job Ihrer Wahl zusehen! Ähnlich Lopatka! Leider kam er bis dato noch nicht! Dabei wäre er soo gerne einmal zur Bahn gegangen!

    • Josef Maierhofer
      31. Oktober 2010 17:04

      @ Von Einem, dem es bald reicht

      Daß auch bei der Bahn gearbeitet werden muß, steht außer Zweifel, und daß die Menschen an den Kassen, Werbeplätzen, in den Logistikbereichen, in den Zügen, am Bahndamm, u.s.w. auch arbeiten, steht auch außer Zweifel. Daß sie auch bis 65 arbeiten würden, auch das wage ich sogar zu behaupten, wenn ich mit meinen Verwandten rede.

      Der Fall stinkt aber, wie Sie auch erkennen, weiter oben und da gibt es doch tatsächlich welche, die den arbeitswilligen Menschen bei der ÖBB massive Beeiflussungen zukommen lassen, sie regelrecht bei der Arbeit behindern, mit dem Parteibuch terrorisieren.

      Es ist richtig, ich habe mein Leben lang nicht bei der Bahn gearbeitet, weil ich einen anderen Beruf hatte und noch habe. Meine Transferbilanz ist (außer mit der Kinderbeihilfe für meine Tochter bis zum Studium) nicht bekleckert durch Passiva. Ich habe dem Staat alles immer nur gezahlt und dafür Jahrzehnte lang bis zu 4000 Stunden pro Jahr gearbeitet und Steuern bezahlt. Ich habe keine Geschäfte gemacht, sondern ich habe gearbeitet und nur den Gegenwert dafür genommen.

      Ich suche keinen Job bei der Bahn, aber ich kann mir gut vorstellen, daß es auch dort Arbeit gibt und Menschen, die diese ausführen. Was es dort nicht geben sollte: Parteibücher und Gewerkschafter, die sind dort sicher nicht notwendig. Was es dort geben sollte, normale Lebensarbeitszeit, normale Entlohnung und normale Pensionen, wie vergleichbare Berufe anderswo auch.

    • Trollfresser (kein Partner)
      01. November 2010 10:31

      Sehr geehrter Von Einem,

      welchen Känzler täten Sie sich wünschen?

      Lassen Sie sich mit der Antwort ruhig Zeit.

    • cmh (kein Partner)
      01. November 2010 10:43

      Das GErede von den Fehlern Schüssels geht mir schon längere Zeit gegen den Strich. Nicht deswegen weil etwa Schüssel keine Fehler gemacht hat, sondern weil dieses Gesudere meiner Meinung nach ein Hauptgrund für seine Wahlniederlage gegen Gusenbauer war.

      Was stellt man sich den vor, wie man den gesammelten Unsinn der davor liegenden 40 roten Jahre beseitigt hätte. Etwa durch einen schwarzen KAnzler bei (ausgewogen selektiver) Beibehaltung der bestehenden Pfründe? Hat man etwa geglaubt, das geschieht innerhalb einer Legislaturperiode?

      Offensichtlich hätten unsere Obergscheiden auch kein Problem damit, während laufender Operation das Chirurgenteam zu wechseln wenn der Blutdruck fällt. Stirbt der Patient war es natürlich der Fehler des alten Chirurgenteams und nicht der obergscheiden Auswechsler.

      Man sagt ja immer, aus der GEschichte kann man nichts lernen. Natürlcih kann man etwas lernen man muss nur schauen. In erster Linie auf die handelnden Personene.

      Schaue ich mir so einen Haberzettel, einen Blecha, einen Khol oder auch eine Maurer an, so erinnern mich die frappant an alte zaristische Großgrundbesitzer oder alten spanischen Agraradel - beide kurz vor ihrer Vernichtung.

      Also, bitte zurücklehnen, wir haben die einmalige Gelegenheit, erster Reihe fußfrei sitzend einige Überraschungen in der nährern zukünftigen GEschichte miterleben zu dürfen. Blöd nur, dass es in der Geschichte keine erste Reihe fußfrei für zu unterhaltende Beobachter gibt.

    • APM (kein Partner)
      01. November 2010 16:00

      @trollfresser

      Einen mit Hirn! Wenn Sie einen wissen , lassen Sie mich an diesen verborgenen Schatz teilhaben! Aber bitte muten Sie mir nicht zu, an Schüssel als einen solchen zu glauben! Das Drama des Niedergangs begann mit mit Sinowatz. Von da an ging's steil bergab.

  12. fosca
    31. Oktober 2010 06:32

    Es gilt wie so oft: man liebt den Verrat, aber nicht den Verräter und alle die sich darauf einlassen, müssen früher oder später mit den Folgen rechnen - man nennt es auch oft = ausgleichende Gerechtigkeit!

  13. M.S.
    31. Oktober 2010 00:35

    OT
    Vielen Dank den Organisatoren und Herrn Dr. Unterberger für die Vorbereitung und Gestaltung des heutigen Treffens. Es war sehr schön einmal so viele nette Menschen persönlich kennen zu lernen. Es war ein interessanter und vergnüglicher Abend.
    Nochmals herzlichen Dank

    • terbuan
      31. Oktober 2010 00:51

      Auch Ihnen vielen Dank für die Teilnahme und
      herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

    • Brigitte Imb
      31. Oktober 2010 01:05

      Da möchte ich mich der Meinung v. M.S. anschließen, es war einfach nett.

    • fosca
      31. Oktober 2010 06:29

      Da gebe ich doch glatt meinen Senf dazu und danke ebenfalls für das informative und unterhaltsame Zusammenkommen!
      Auf ein Neues! ;-)

    • Wertkonservativer
      31. Oktober 2010 09:26

      Auch ich habe den Abend genossen:
      Geballte Intelligenz rund um unseren A.U., charmante Frauen-Power (Brechstange, Durga, Chr.Imb, Undine u.v.a.: ich knie nieder!), hoffnungsvolle Junge (noch vermehrungsbedürftig, kommt schon noch!) Insgesamt, für mich:
      "Ein Fest mit Lampionbeleuchtung!"

    • Alexander Renneberg
      31. Oktober 2010 13:04

      schließe mich ebenso an.
      danke terbuan und m. bauer für die organisation.

    • Josef Maierhofer
      31. Oktober 2010 14:49

      Leute, es war gut, zusammen zu sein !

      Möge es Österreich was helfen, über die anliegenden Probleme offen zu reden.

      Ich war gerne da.

      Danke Dr. Unterberger !

    • Undine
      31. Oktober 2010 15:54

      Ja, ich finde auch, es war ein sehr schöner, gelungener, interessanter Abend!

    • Wertkonservativer
      31. Oktober 2010 16:04

      Bei meiner Damen-Aufzählung habe ich Fosca vergessen! Entschuldigung!

    • Brigitte Imb
      31. Oktober 2010 16:09

      @Wertkonservativer

      Bitte noch einmal niederknien .*g*

    • fosca
      31. Oktober 2010 17:08

      @Brigitte Imb

      Dangöö! ;-)

      @Wertkonservativer

      Ende gut, alles gut! *g*

    • Brockhaus
      31. Oktober 2010 18:43

      Ich kann mich nur anschließen und bedanke mich auf das herzlichste für den interessanten, informativen Abend, an dem ich nur nette, sympatische und aufrichtige Menschen kennenlernen durfte.
      Mein Dank gilt insbesondere terbuan, m.bauer und Herrn Dr. Unterberger, sowie allen, die für den gelungenen Abend verantwortlich zeichnen.

  14. Norbert Mühlhauser
    30. Oktober 2010 22:50

    Abgesehen davon, dass in diesem Fall kein Auftrag zu einer bestimmten Bestechung nachweisbar sein wird und wahrscheinlich auch nicht erteilt wurde, und dass der dotierte Lobbyist ein enormes Eigeninteresse hat, möglichst viel des "Dispositionskapitals" einzubehalten statt als Schmiergeld weiterzureichen:

    Unterberger kommt wieder einmal die undankbare Aufgabe zu, auf das Unrecht hinzuweisen, dass ein Unternehmen einen Geschäftsfall nur deshalb nicht abwickeln können soll, weil möglicherweise Korruptionsvorschriften in Ländern anderer potentieller Erwerber und Konkurrenten lascher sind.

    Und es stimmt natürlich, dass Aktiengesellschaft mit nennenswertem Anteil an privatrechtlichen Investoren eine objektivere Verkaufsabwicklung erforderlich machen.

    • Norbert Mühlhauser
      30. Oktober 2010 22:52

      Sollte "Aktiengesellschaften mit nennenswertem Anteil" heißen, also Mehrzahl.

  15. socrates
    30. Oktober 2010 16:49

    Gut geschmierte Medien
    Wenn ich unsere Zeitungen, die "den durchschnittlichen Kronenzeitungsleser" belehren, der bei ihr wenigstens antworten könnte und nicht die Meinung der Presse übernehmen müsste um gebildet zu wirken, so fällt mir auf, daß die wichtigste Meldung über die Attentate oder Nichtattentate fehlt.
    Halbe Wahrheit = Ganze Lüge.
    Ob die Zünder funktioniert hätten, ob der Versand der beiden Päckchen nur ein Testlauf war, warum man genau die jüdische Community in Chicago als Ziel ausgesucht hatte, ob es dafür eine Begründung gibt, die mit Obamas Wahl enger Regierungsmitarbeiter aus dieser Community in Zusammenhang gebracht werden kann?
    Vor den Wahlen gibt das viele Kombinationen und Möglichkeiten, auch um aufzuzeigen woher Obama mit Etzes versehen wird. Die Qualitätsmedien filtern, was wir nicht wissen sollen.
    http://www.heise.de/tp/blogs/8/148655

    • socrates
      30. Oktober 2010 17:09

      liberation.fr sagt dazu:
      "Le président américain Barack Obama avait indiqué vendredi que les colis étaient adressés «à des lieux de culte juifs, à Chicago», son fief électoral, où il doit passer la nuit de samedi à dimanche, dans le cadre d’une ultime tournée avant les législatives de mardi."

    • Martin Bauer
      31. Oktober 2010 09:07

      Um den Vermutungen noch eine d'raufzusetzen:
      Ich vermute ein Mal, die ganze Aktion wird Ohamabama ziemlich viel Stimmen bringen.

  16. Josef Maierhofer
    30. Oktober 2010 15:34

    Korruption fällt nicht mehr auf.

    Eigentlich ist diese 'Ehrlichkeit' überall zu beobachten, nicht nur bei den ÖBB, die 'Ehrlichkeit' namens Korruption.

    Das geht bis hinauf in die Kanzlerkreise, aus dem sich ein Poster bemüßigt gefühlt hat, 'Näheres' zu Dr. Unterbergers Ende bei der Wiener Zeitung kund zu tun. Er hätte 'nur' einen Kompromiss eingehen müssen und ein 'Beiwagerl' (auf Deutsch: Parteivormund) akzeptieren müssen.

    Ich habe dem Poster damals geantwortet, daß Dr. Unterberger ganz sicher nicht wegen ein paar tausend Euro im Monat korummpiert werden kann und auch nicht mit Erpressung.

    Also die 'verwandten' Untugenden Korruption und Erpressung, sie liegen sehr eng zusammen, fallen uns eigentlich gar nicht mehr auf.

    Man kann sich also gegen Geld (fast) alles kaufen, ganz sicher auch einen Dr. Unterberger, solange es sich um einen fairen und korrekten Deal handelt, aber nicht mit Korruption und Erpressung, wie im Eurofighter Skandal, im ÖBB Skandal, etc., etc.

    Wir sollten alle unser Gewissen schärfen und die Erkennungs- und Unterscheidungsfähigkeit.

  17. terbuan
  18. papi66
    30. Oktober 2010 12:48

    Korruption, Bestechungen und Schmiergeldzahlungen im Kleinen so wie im Großen hat es immer schon gegeben und es sind immer zwei dazu notwendig, ein Geber und ein Nehmer!

    Auffällig und erschreckend ist allerdings, dass bei Aufträgen der öffentlichen Hand die Schmiergeldzahlungen, die Korruption schon fast die Normalität ist.

    An das Tageslicht kommen Korruptionsfälle immer dann, wenn der Neid, die Gier derer, die sich übergangen fühlen, durchbricht.

    Wenn ich an die derzeitigen Bahnhofsgroßbaustellen in Wien denke, fallen mir sofort der Herr Winter und das AKH ein.

    Dass am Flughafen Wien Schwechat einiges schief läuft, pfeifen schon die Vögel von den Dächern.

    Es gilt natürlich naturgemäß für alle Großbaustellen die Unschuldsvermutung!

  19. Brigitte Imb
    30. Oktober 2010 12:07

    In dieser Republik ist außer dem zahlenden Volk kaum jemand interessiert Mißstände aufzuzeigen, schon gar nicht aufzudecken.
    Die Parteien ziehen dabei bestimmt an einem Strang und es ist anzunehmen, dass bereits im Vorfeld jedes Deals entsprechend "Tantiemen" an Beteiligte u. Schweiger fließen.
    Naja, sollte dann doch eine "kl. Ungereimtheit" an den Tag gelangen, haben es die Politiker so weit in der Hand, auch die Justiz zu behindern, bzw. deren Ermittlungen abzudrehen.
    Unsere Softdiktatur macht es möglich, s. Pröll in NÖ.

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/606249/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

  20. terbuan
    30. Oktober 2010 11:52

    Das mit dem Tonband kann aber unter Umständen eine ganz feine Art sein. Die Laura hat ja auch immer eines mitlaufen und schneidet für uns die besten Dialoge heraus! :-)

  21. Undine
    30. Oktober 2010 11:21

    Ich kann mir gut vorstellen, daß auf gar nicht so wenigen POLITIKERKONTEN --oder wo auch immer---Monat für Monat ein mehr oder weniger großes "DANKESCHÖN" von DANKBAREN Leuten eingezahlt wird.

    • Norbert Mühlhauser
      30. Oktober 2010 16:07

      Aber nein doch, wo denken Sie hin! Das macht man mit Konsulentenverträgen, Aufsichtsrats- und manchmal auch Vorstandsposten, NACHDEM die üblichen Verdächtigten von der politischen Bühne abgetreten sind.

  22. Graf Berge von Grips
    30. Oktober 2010 11:14

    Nr. 285
    Das schmierende Geld muss man als Kollateralkosten verbuchen!
    Wer das nicht versteht, hat heute im Business nichts zu suchen.

    • terbuan
      30. Oktober 2010 11:34

      Wer nicht schmiert ist draußen, unbestritten,
      denn schlechte Beispiele verderben gute Sitten!
      Bitte untertänigst um Vergebung Graf Grips,
      Sie haben mich inspiriert, ganz ohne Schwips! :-)

  23. Celian
    30. Oktober 2010 10:36

    Es zeigt sich wieder mal, daß man nicht von oben per Dekret verordnen kann, was so nicht zu ändern ist.
    Das Antikorruptionsgesetz kann nicht leisten was es verspricht, wenn der Nährboden der Korruption systemimmanent ist.
    Wer sich allerdings daran hält, ist dann auch noch der Dumme. So schießen sich die wenigen Braven selber raus.

  24. Observer
    30. Oktober 2010 08:54

    Früher war man bei der Verkaufsförderung eben noch kreativer. So gab es angeblich in den südamerikanischen Staaten Schreibtische mit Mittelladen, welche in beide Richtungen geöffnet werden konnten. Da konnte der Verkäufer/Bittsteller während des Gespräches diese Lade diskret zu sich ziehen und ein gefülltes Kuvert (fast) unbemerkt hineinlegen.
    :-)

  25. Markus Theiner
    30. Oktober 2010 08:03

    Interessant wäre jetzt ob im Zuge dieser Affäre auch irgendjemand den ungarischen Behörden unangenehme Fragen stellt. Immerhin muss bei der Bestechung doch auch jemand am anderen Ende sitzen.

    Übrigens: Wirklich von Bestechung geredet hat Pöchhacker auf den bisher bekannt gewordenen Teilen des Tonbandes nie. Er hat von teuren Telefonanrufen des Lobbyisten gesprochen, die man nicht nach Leistung bezahlen kann, weil die Wirkung so groß ist. Tatsächlich kann es manchmal ja deutlich effektiver sein Freunde eines Politikers auf seine Seite zu ziehen als den Politiker selbst.
    Letzten Endes läuft es so ziemlich auf das Selbe hinaus, ist aber noch schwerer nachzuweisen.

    Beraterverträge, Gegengeschäfte, Spenden an befreundete Fußballvereine...soll viele Möglichkeiten geben jemanden freundlich zu stimmen, ohne ihm in irgend einer Form Geld zukommen zu lassen.

    • brechstange
      30. Oktober 2010 09:40

      "Letzten Ende läuft es so ziemlich auf das Selbe hinaus, und die Unternehmen mit weniger Finanzkraft sind pleite, der Insolvenz-Ausgleichsfonds muss für die Gehälter und Löhne einspringen, sowie später das AMS.
      Wieder einmal gewinnen die ach so tollen Führungskräfte auf Kosten der Allgemeinheit.

    • Der kleine Nick
      30. Oktober 2010 14:06

      Für Leute, deren Horizont bis zum sprichwörtlichen Tellerrand reicht (der geographisch manchmal mit dem eigenen Portemonnaie zusammenfällt), sind "andere Enden" naturgemäß - leider - uninteressant. Aber Sie haben völlig recht!

  26. thomas lahnsteiner
    30. Oktober 2010 06:54

    Es ist schon merkwürdig, dass die roten malversationen erst nach der wien-wahl ans licht kommen, der zeitplan ist wieder einmal perfekt. Bei dieser inszenierung spielen natürlich die bestochenen medien ebenfalls brav ihren part.
    Die indizien deuten schon in beiden fällen auf gewerkschaftliche intrigen hin...
    vor allem der herr haberzettel ist ja auch schon früher als meister des untergriffs aufgefallen: sind ja bei den öbb schon manager wegen ihrer politischen vergangenheit rasch aus ihren posten gemobbt worden...man erinnere sich nur an einen freiheitlichen immobilien-manager, der eine rechtsradikale vergangenheit hatte, da war der herr haberzettel sofort scheinheilig empört, obwohl derjenige längst seiner vergangenheit abgeschworen hatte.

    was den herrn haberzettel aber noch nie gestört hat, ist die ekelhafte rechtsradikale vergangenheit des wiener bürgermeisters, der nicht irgendein mitglied, sondern ein führender funktionär einer schlagenden mittelschulverbindung war. Häupls damalige kumpane waren auf den straßen wiens mit "Heil Borodajkewycz"-rufen unterwegs und es gab einen toten.
    Jetzt hat häupl sicherlich seiner vergangenheit abgeschworen, ob er jedoch mit einer derartigen vita in einer anderen westlichen zivilisierten großstadt als roter bürgermeister tragbar wäre, ist sehr fraglich...aber da hält es die SPÖ mit dem Lueger: "wer nazi ist, bestimmen wir"

    • terbuan
      30. Oktober 2010 07:46

      Gibt es da nicht im ORF-Archiv ein paar alte Filme dazu? Wären ganz nützlich für einen künftigen Krieg der Diadochen :-)

    • simplicissimus
      30. Oktober 2010 08:11

      was erwartet man sich von jemandem, der lauthals "nie wieder" brüllt und dann schnell einem che guevara ein denkmal aufstellt?
      was hat er denn damit gemeint? nie wieder bürgerliche gesetzgebung? che hat ja bekanntlich das "gesetz der wand" langweiligen bürgerlichen gerichtsverfahren vorgezogen. und hundertfach exekutiert. nachzulesen in dessen eigenem werk.

      totale unglaubwürdigkeit hat heute den namen eines bürgermeisters.

    • Wertkonservativer
      30. Oktober 2010 11:54

      Diese "einschlägige" Häupl-Vergangenheit war mir unbekannt! Ein Chamäleon, dieser Mann. Ein blauer Saulus, der ein roter Paulus wurde (Heiliger Paulus, bitte vergib mir!).

    • Brigitte Imb
      30. Oktober 2010 14:13

      Häupl war der "´Roland" bei der "Rugia zu Krems".

      http://zeitwort.at/index.php?page=Thread&threadID=4898

    • Leopold Koller (kein Partner)
      31. Oktober 2010 01:48

      Jetzt hoerts aber gschwind auf , Leutln. Der Wampo ist kein Rechtsradikaler. Sozialist ist er auch keiner. Er ist ein FETTGEFRESSENER, VERSOFFENER, PRIMITIVER Opportunist. Sowas soll man einem in Oesterreich ja nicht verdenken. Oder?

  27. Wertkonservativer
    30. Oktober 2010 06:51

    Dass die beiden Groß-(nunmehr Mittel-) Parteien sich den Staat seit Jahrzehnten unter sich aufteilen, ist jedem mündigen Bürger unangenehm bewusst.

    Beide Parteien haben ihre gehüteten Einflussbereiche; die vielen Kanäle zur Befriedigung und Unterbringung der jeweiligen "Anhänger" (vom Gerichtspräsidenten bis zum Klopersonal öffentlicher Bedürfnisanstalten!), liegen offen zu Tage, konnten jedoch bis heute - trotz Unmuts weiter Teile der
    Bevölkerung - nicht wirklich zugeschüttet werden.

    Nicht nur die beiden zitierten Parteien, auch die Freiheitlichen müssten noch sehr hart an sich arbeiten, um eine seriöse Wahl-Option zu sein bzw. zu werden.
    Die Freiheitlichen schon deshalb, weil sie in den wenigen Jahren ihrer Regierungsbeteiligung nichts Anderes taten als die Etablierten: ihre (teils unqualifizierten) Leute in hohe und höchste Positionen zu hieven.
    Fast ist man versucht, zu sagen "a Bund Hadern!" !
    Nun, heute Abend gibt es die Möglichkeit, ausführlich über das Thema zu diskutieren! Ob's was nützt?

  28. brauchtKeinSternderl
    30. Oktober 2010 06:51

    Wer ohne »Sternderldruck« posten möchte, der kann ganz entspannt hier antworten.

    • phaidros
      30. Oktober 2010 06:57

      OT, aber vielleicht ein amüsantes Stück Trivia:

      Der Spruch: »Wer gut schmiert, der gut fährt.«, hat einen ganz praktischen Ursprung:

      Die Achslager bei Kutschen konnten nicht völlig dicht hergestellt werden, sodass das Fett – das auch stoßdämpfende Wirkung hatte – mit der Zeit austrat. Bei den Relaisstationen wurden nicht nur Pferde gewechselt, sondern auch nachgefettet.

      Klar übrigens, dass der Bursche, der das machte, gerne umso tiefer in den Fetttopf langte, um dadurch die Fahrt der Reisenden bequemer zu gestalten, je ordentlicher das »Schmiergeld« ausfiel, das ihm die Passagiere zusteckten..

    • terbuan
      30. Oktober 2010 07:09

      phaidros
      ...und das viele Öl mutiert heutzutage zu protzigen Villen, teuren Yachten, bequemen Privatjets und nicht zuletzt zur Finanzierung bzw. Abfindung von Zweit- und Drittfrauen :-)

    • Undine
      31. Oktober 2010 16:09

      @Phaidros

      Danke für den Hinweis auf den Ursprung des Begriffes "Schmiergeld"!
      Ich hatte mir noch keine Gedanken darüber gemacht.
      Also, mir wurde noch nie eines angeboten; schade, auf diese Weise werde ich auch nie erfahren, ob ich's angenommen hätte! :-)

    • Florin
      31. Oktober 2010 16:35

      Nicht einmal Schmiergeld kann man sich mehr leisten;)

  29. terbuan
    30. Oktober 2010 06:47

    Guten Morgen,
    wieder einmal die ÖBB, langsam können einem die Mitarbeiter dieses in Wahrheit bankotten Staatsbetriebes wirklich leid tun. Vor allem jene fleißigen und pflichtbewußten Eisenbahner, die trotz aller Widrigkeiten von innen und außen den Bahnbetrieb noch einigermaßen in Gang halten, kein Wunder, dass viele von ihnen die ihnen gegebenen Möglichkeiten nutzen um möglichst bald aus dem Unternehmen in den Ruhestand zu flüchten.
    Der konkrete Anlaß zeigt einmehr mehr den moralischen Verfall unserer Gesellschaft und auch insbesondere der Wirtschaft, wo Korruption an der Tagesordnung zu sein scheint!
    Da findet ja geradezu ein Wettlauf ums Überleben statt, wer nicht schmiert, bekommt keine Aufträge, wer keine Aufträge bekommt, kann nicht mehr ertragreich wirtschaften und ist auf dem Weg in die Pleite.
    Der Fall Siemens hat uns ja gezeigt um welche Dimensionen es dabei geht und Siemens ist wahrlich kein Einzelfall, es kommen immer nur Spitzen eines Eisbergs ans Tageslicht, dessen Ausmaße man sich nur annäherungsweise vorstellen kann!
    Und wenn dann die korrupten Politiker Antikorruptionsgesetze beschließen, dann ist diese Alibihandlung ungefähr so wie die Einrichtung der Transferdatenbank, wo gleich Schlupflöcher eingebaut werden indem ganz wesentliche Leistungsgeber und Leistungsnehmer einfach ausgeklammert werden!

  30. SuPa
    30. Oktober 2010 06:38

    Zwischern den Zeilen von Unterbergers Artikel kann man entnehmen, dass der Autor das "Schmieren" als ein in der Wirtschaft notwendiges und zu akzeptierenddes Übel betrachtet. Auch wenn Pöchhacker diese Art von Auftragsbeeinflussung in der Bauwirtschaft als üblich betrachtet, so ist seine Empfehlung als AR-Vorsitzender bei der ÖBB völlig fehl am Platz. Ein Rücktritt von dieser Funktion wäre daher konsequent, aber er hat ja kein moralisches Gewissen. Normalerweise kommt ein Geschäft dann zustande, wenn beide Teile mit dem Verhältnis Preis:Qualität:Service einverstanden sind. Mittels Schmierung wird dieses Prinzip aber gestört. Und diese Beträge müssen im Preis einkalkuliert werden bzw. ist der Gewinn dann entsprechend geringer. Im Endeffekt zahlen also die Schmiergelder die Kunden bzw. im ÖBB-Fall der Steuerzahler, da ja der Staatszuschuß entsprechend erhöht wird. Im Fall des ungarischen Schienenguterverkehrs wäre es sogar besser gewesen, wenn dieses Geschäft für die ÖBB gar nicht zustande gekommen wäre, denn nun stellt sich heraus, dass dabei nur weuitere ÖBB-Verluste entstehen.
    Derc SPÖ und den Gewerkschaften solche Enthüllungen als parteitaktischen Gründen vorzuwerfen, ist einfach absurd.

    • Reinhard (kein Partner)
      31. Oktober 2010 10:31

      Leider ist "Schmieren" an allen Stellen Gang und Gäbe.
      Das beginnt bei dem leckeren Geschäftsessen oder der feinen Weihnachtsflasche Chateauneuf du Pape für den potenziellen Geschäftspartner, geht über ein Flugticket nach Madagaskar für den Arzt der die Medikamente des richtigen Herstellers verkauft bis hin zu Scheinverträgen mit gegenleistungsfreiem Honorar für Ex-Kanzler oder Homepages für Minister. Geschäfte werden in der Realität eben nicht über Preis und Leistung geregelt sondern immer und überall über die Personen der Verkäufer und Käufer. Wenn es zwischen den beiden passt, kommt das Geschäft eher zu Stande, wenn nicht, dann nicht.
      Und wenn wir ganz ehrlich sind, gehen wir auch leiber zu einem Frisör, der uns sympathisch ist, wo wir uns gut beraten und wertgeschätzt fühlen, auch wenn es ein paar Cent teurer sein sollte als beim unpersönlichen oder gar unsympathischen Salon. Und beim Chinesen lassen wir uns auch die Flasche Pflaumenwein oder den Kalender einpacken - auch das ist Bestechung, um wiederzukommen. Nur in einer anderen Größenordnung, aber Politik und Wirtschaft sind auch nur das ins Riesige verzerrte Abbild der Einstellung des eigenen Volkes.

      Das wirklich Verwerfliche ist nicht die Bestechung an sich (sie sollte es sein, ist es rechtlich auch, aber menschlich gehört sie zur Natur des Menschen) sondern dass für diese Bestechung erstens andere zur Kassa gebeten werden, nämlich wir Steuerzahler, und auch die aus dem Geschäft eventuell erwachsenden Verluste an uns durchgewunken werden.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      31. Oktober 2010 16:47

      @Reinhard:
      Ein Unternehmen, das Groß- oder Staatsaufträge erlangen will, muss schmieren; ansonsten kriegen Konkurrenten, die schmieren bzw. höher schmieren, den Zuschlag.
      Jeder, der einmal in diesen Gefilden gearbeitet hat, weiß das — und all das gutmenschlich entrüstete Geheul über diese längst bekannten Verhältnisse ist pure Heuchelei: Nicht Siemens oder General Electric agiert kriminell; denn der investierte Silberling erhält Arbeitsplätze, die anderweitig verlorengingen. Kriminell sind die Nehmer des Silberlings, die damit gegen ihre Amts- und Diensteide verstoßen.
      Je bananiger der potentiell auftraggebende Staat ist, um so unverschämter sind die Schmiergeld- oder Kickback-Erwartungen der Entscheidungsträger.
      Dies gilt auch für den Staatsbetrieb ÖBB, ein Faß ohne Boden. Ohne Hoden wär' besser, denn das tät' wenigstens die Kosten für "die Damen im ersten Stock" einsparen, die den p.t. Auftragserteilern stillschweigend drauf- (besser: drunter-) gelegt werden.
      So laufen die Geschäfte, und so werden sie auch weiterhin laufen: "Manus manum lavat" stimmte schon vor den alten Römern.

    • Observer
      01. November 2010 09:01

      Reinhard und Marcus Aurelius:
      leider stimmen alle Ihre Ausführungen. Zum lateinischen Sprichwort Manus manum lavat möchte ich noch eine Erweiterung anbringen:
      "Eine Hand wäscht die andere - und beide das Gesicht"
      Eigentlich sollte es Gesichter lauten, denn beide Partner waschen sich anschliessend in Unschuld.





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