Linksruck - jetzt! drucken

Lesezeit: 6:00

Wir alle haben noch das vielsagende Bild vor Augen, wie sich die Grünen aus dem österreichischen Parlament verabschiedet haben. Die Ex-Abgeordnete Sigi Maurer saß mit schwarzem Kleid da, ein Sektglas in einer Hand und den ausgestreckten Mittelfinger der anderen in die Kamera gestreckt. Zwar wollte sie damit angeblich nur ihren "Hatern" die Meinung zeigen, man konnte sich aber nicht des Eindrucks erwehren, dass Frau Maurer da eigentlich dem Wähler den Stinkefinger zeigte, der eben nicht nach ihrem Gusto gewählt hatte.

Vermutlich, weil er zu dumm ist – schließlich ist das ja das gängige linke Erklärungsmodell für fast alles. Vor allem für bürgerlich-konservative Wahlerfolge. Die Rechts-Wähler sind eben einfach zu dumm, die Genialität der schlauen Linken zu erfassen.

Nun ist das Ausscheiden der GrünInnen aus dem Parlament in Wien aber kein singuläres Ereignis, sondern nur eine Episode in einem schon länger laufenden Stück. Bei fast jeder Wahl verlieren mittlerweile linke Parteien quer durch Europa. In Ländern wie Frankreich, Griechenland oder den Niederlanden sind die vormals mächtigen Sozialdemokraten zu 5-6-Prozent-Parteien geschrumpft. In Deutschland fuhr die SPD das schlechteste Ergebnis aller Zeiten ein und in Österreich verlor die SPÖ den Kanzler und die GrünInnen flogen überhaupt aus dem Parlament. In Italien dürfte im Frühjahr schon die nächste krachende Niederlage auf die regierenden Linken und ihre Welcome-Politik lauern.

Der linke Niedergang lässt sich nicht mehr verheimlichen, die linken "Konzepte" der offenen Grenzen, der Dauer-Umverteilung der Einkünfte der Fleißigen und der Verköstigung von jedermann aus überall haben vorerst ausgedient. Wobei die "Refugees welcome!"-Politik ab 2015 den Linken den Todesstoß versetzt hat.

Die linksgrünen Akteure reagieren auf die plötzliche Änderung der Stimmung in der Bevölkerung nach einem jahrzehntelangen ständigen Wettstreit um die noch linkeren Positionen panisch. Interne Querelen und Selbstzerfleischung sind an der Tagesordnung.

Und überall wird jetzt nach Erklärungen und Lösungen gesucht. Wie sollen sich die Linken nur positionieren, um den tiefen Fall zu stoppen? Statt jedoch endlich in den Spiegel zu blicken und ehrlich die Realität zur Kenntnis zu nehmen, reagieren die verängstigten GutmenschInnen völlig anders. Die Wahlergebnisse sagen zwar ganz eindeutig, dass der Großteil der Wähler genug hat von Asyl-Tsunamis, Technikfeindlichkeit, Lastenfahrrädern, Klima-Religion, totaler Brüssel-Hörigkeit, Tugend-Terror, Gender-Irrsinn und Quotenregelungen für eh alles – aber das wird negiert.

Die Dauergängelung durch linke Protagonisten, Sozialmissbrauch in nie gekanntem Ausmaß durch angebliche "Flüchtlinge" und "Hochqualifizierte" (meist in Personalunion), rasante Islamisierung, Sicherheitsprobleme, Vergewaltigungsepidemien und dergleichen treiben die Wähler konservativen Parteien regelrecht in die Arme.

Doch wie reagieren große Teile der Linken? Mit Verdrängung! Sie wollen das alles offensichtlich nicht wahrhaben, flüchten sich noch tiefer in ihre diffuse Ideologie und fordern allen Ernstes einen weiteren Linksruck. Jetzt erst recht! Sie meinen, das Problem identifiziert zu haben: zu wenig linkes Profil!

Noch mehr Umverteilung, noch mehr Steuern für die Leistungsträger und noch mehr Großzügigkeit für alle anderen sollen die Erlösung bringen. Immer mehr vom Gleichen. Ja, die linken Traumtänzer entfachen unter sich und ihresgleichen eine regelrechte Linksruck-Hysterie. Überall ist das zu hören und zu lesen. In diversen Foren, vor allem im rosaroten Standard-Forum, versteigen sich viele oberschlaue moralisch Überlegene zu Behauptungen wie "Asyl und Islam sind Randprobleme" und es brauche lediglich mehr Steuergeld für alle Allah-Fans und alles würde gut.

Doch nicht nur Standard-lesende Bobos, auch viele der Verantwortlichen selbst sind genau dieser Meinung. Als vier Grüne auf Ö1 die grüne Wahlniederlage diskutierten, kamen sie auf alle möglichen Ideen. Nur dass ihr begeistertes Willkommensklatschen bis zum bitteren Ende (also bis zum Wahltag) und all die unappetitlichen Folgen davon eine entscheidende Rolle gespielt haben könnten, diese Erleuchtung kam keinem.

Ähnliches war und ist bei der SPÖ zu beobachten. Mit dem Slogan "Hol Dir, was Dir zusteht" wollte man an alte Klassenkampf-Zeiten anschließen und Neid gegen alle angeblich Reichen schüren, während man die wirklichen Anliegen der Bevölkerung gekonnt ignorierte. Auch die SPD in Deutschland setzte auf altbackenen Klassenkampf aus dem vorigen Jahrhundert, scheiterte und sieht die Lösung in noch mehr Klassenkampf.

Gerade erst aus der Regierung gewählt, schickt die SPÖ mit Andreas Schieder einen farblosen Apparatschik vom linken Rand der Partei in den Kampf um die Nachfolge von Bürgermeister Häupl in Wien. Ausgerechnet jenen Mann, der mit Sonja Wehsely verheiratet ist, die selbst für Häupl zu linksextrem war und wegen Unfähigkeit zu Siemens abgeschoben wurde. Was denkt man sich bei solchen Personalentscheidungen? Wohl nicht viel. Lerneffekt? Null!

Oder die Diskussionsrunde im ORF bei "Im Zentrum" über die Sinnkrise der Sozialdemokraten. Da ergab sich die groteske Situation, dass zwei Linksextremisten (Konstantin Wecker und eine Journalistin der Süddeutschen Zeitung) gemeinsam mit Moderatorin Claudia Reiterer über Noch-Kanzler Kern herzogen, weil er viel zu wenig links sei.

Da wurde von Rückverstaatlichungen über offene Grenzen bis zu noch höherer Besteuerung für Leistungsträger alles gefordert, was Ultralinke sich erträumen. Verblendung pur. Wecker liebäugelte sogar mehr oder weniger offen mit einer marxistischen Revolution oder etwas Ähnlichem. Unwidersprochen übrigens. Die ORF-Moderatorin hatte mit dessen Extrempositionen, zu der auch die Forderung nach "mehr Radikalität gegen die ganzen Nazis" gehörte, keinerlei Probleme.

Das bringt uns zu einem entscheidenden Punkt. Denn während die Bevölkerungsmehrheit den Pfad der linken Tugend verlassen hat, gibt es noch eine zweite Gruppe von Blasenbewohnern neben der linken Polit- und Kunst-Schickeria, die die Realität nicht und nicht wahrhaben will. Und das sind die Journalisten der (meisten) etablierten Massenmedien. Sowohl im Staatsfunk, als auch bei vielen privaten Medien wird weiter ein strammer Linkskurs verfolgt.

Die Wahlniederlagen führten nur dazu, dass die Umerziehungsversuche gegenüber den Lesern/Hörern/Zusehern noch einmal intensiviert wurden. Da wird weiter grüne Propaganda betrieben, bis die Schwarte kracht.

So war etwa nicht einmal kurz ein Thema, dass es vor allem weltfremde grüne Maximalforderungen waren, die die deutschen Koalitionsverhandlungen gerade scheitern ließen. Die Grünen waren nicht bereit, von irgendwas herunterzusteigen. Ob maximaler Familiennachzug für Millionen Asylanten, totaler Kohleausstieg, Abschied vom Verbrennungsmotor – die Grünen wollten als kleinste Partei alles diktieren. Aber dafür gab es in den Medien kein Wort des Tadels. Schuld sind weiter und immer nur alle anderen! Im aktuellen Fall gerade FDP-Chef Lindner als neuer Staatsfeind Nummer 1.

Diese mediale Blase, die sogar noch "das grüne Verhandlungsgeschick" in Deutschland lobt, führt wohl auch dazu, dass sich linksgrüne Politiker und ihre Günstlinge in ihren Forderungen nach einem noch kräftigeren Linksruck bestärkt fühlen. Linke Medien und linke Wortführer schaukeln sich gegenseitig auf und zementieren den Kurs ein, der Vollgas in Richtung linker Wand führt. Als Ergebnis all dieser Bemühungen kann bei Umsetzung am Ende nämlich eigentlich nur eine öko-stalinistische Diktatur stehen. Die ist aber sicher kein Verkaufsschlager – zumindest solange es noch Wahlen gibt.

Allen bürgerlich-konservativen Kräften kann das alles also nur recht sein, denn so wird sich das völlige Zerbröseln der Sozialisten aller Couleur nahtlos fortsetzen bzw. sogar noch beschleunigen. Und es wird der Wähler sein, der diesen ach so schlauen Herrschaften am Ende den Finger zeigen wird.

Darum nur zu: Linksruck – jetzt! Darauf ein Glas Sekt!

Niklas G. Salm war lange Redakteur bei einer Tageszeitung und hat dem Mainstream-Journalismus aufgrund eklatanter Fehlentwicklungen bewusst den Rücken gekehrt. Er schreibt unter Pseudonym.

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  1. Ausgezeichneter KommentatorBob
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2017 09:16

    Wir werden noch viel von den linken "Aktivisten" (in wirklichkeit Anarchisten) zu spüren bekommen. Die Gesetze gelten nur für Normalbürger (auch Nazis genannt), für das linke Gesindel sind sie unerheblich, und werden strafrechtlich kaum verfolgt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2017 23:38

    Ich möchte da jetzt nicht noch ausführen was Hr. Salm zu einer servus-tv-diskussion vom letzten Donnerstag zu diesem Thema schon ausführlich dargestellt hat, hier der link dazu:

    http://www.orf-watch.at/Debatte/2017/11/objektivitt-contra-subjektivitt

    Ich möchte nur ergänzen, dass dieser dort auch genannte wirre junge Mann, David.... (der Name ist mir entfallen) auch noch von sich gegeben hat:
    er meinte so in etwa, die FPÖler seien natürlich alle Antisemiten - offenbar weiss er nicht einmal, dass die FPÖ in ihren Reihen auch jüdische Mitglieder hatte und hat. Er erschien mir überhaupt sehr unwissend, auch in bezug auf die Linken so ganz allgemein.
    Er hat nur damit geprotzt, dass er natürlich ein "gewalttätiger Aktivist" ist und gab auch Beispiele dafür an.
    Vielleicht sollte der sich nicht nur mit den in seinen Augen unbedingt zu verhindernden Rechten beschäftigen, sondern auch etwas näher mit der SPÖ:

    https://diepresse.com/home/innenpolitik/kulisse/580699/SPOe-verliert-juedische-Mitglieder

    Bei dieser Diskussion ist mir auch noch aufgefallen, dass ein richtiger linker Grüner auch mit dem Alter nicht gelassener und weiser wird, sondern genauso stur und unüberlegt, wie er sein Leben lang war. Karl Öllinger ist ein, wie man so schön sagt "politischer Ungustl" allerärgsten Ausmasses immer gewesen und ist es immer noch.

    Und die Deutschen haben auch so einen Grünen, der einem den letzten Rest von Verständnis für diese Partei austreibt. Dieser Anton Hofreiter ist auch so ein Ungustl - der erzählt auch G'schichtln von den Sondierungsgesprächen ohne selbst dabei gewesen zu sein. Das erklärt natürlich dann, wie dieses Wirrwarr von Gerüchten entsteht.
    Da kann man dann auch nur sagen Prost - Mahlzeit!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorriri
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    26. November 2017 23:48

    Mich hat ja erstaunt, dass die Sozis vor der NR-Wahl nicht vor der eminenten Gefahr eines Kurz gewarnt haben, der vielleicht in die Gemeindebauten schießen läßt, wie es im 1934-Jahr passiert ist.
    Dann hat aber Kern informiert, die SPÖ wird einen modernen und fairen Wahlkampf führen und hat Herrn Silberstein engagiert. Somit war das 34er Jahr hinfällig, und andere schwerwiegende ÖVP Verfehlungen wurden präsentiert.
    Mit einer Beharrlichkeit wird dies ständig 'Im Zentrum' der vereinigten Bolschewiken aufbereitet und durch den ORF verbreitet. Z.B. ein Herr Prantl hat dort freie Hand, oder andere ganz wichtige Komiker.
    Nur sind die bereits Unglaubwürdig, der Manipulation und der Lüge überführt.
    'Es ist Zeit' das der politische ORF abgedreht wird.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2017 06:41

    Solange die Linken die Medien beherrschen, kann es ihnen fast wurscht sein, ob die GrünInnen im Parlament sitzen, und ob die Roten in der Regierung sind.
    Was zählt ist die Meinungsmache - und die bleibt in ihren Händen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJohn
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2017 07:21

    „Wobei die "Refugees welcome!"-Politik ab 2015 den Linken den Todesstoß versetzt hat.“. Schon genial von Frau Merkel, wie sie die Linken ruiniert hat. Mit einem Streich! Und dabei haben wir alle geglaubt, sie würde nur nicht checken, was sie da anrichtet!

    Weit gefehlt, das war ein toller Schachzug, oder? Vielleicht sollt sie aber aufpassen, dass auch ihre vermeintlich konservative Partei nicht als so weit links wahrgenommen wird, dass sie im gleichen Strudel untergeht!

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2017 09:56

    Zu den linksgrünen Medien
    Ich poste gelegentlich auch in der Online PRESSE.
    Seit kurzem fällt mir auf, dass bei politisch interessanten Artikeln das Leserforum anscheinend wieder sehr deutlich zensiuriert wird.
    Das erkennt man z.B. daran, wenn Kommentare nur im Stundenabschnitt veröffentlicht werden und eigene Meinungen nicht durchgehen, wenn sie nur ein Haar in der grünen Suppe kritisieren.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. November 2017 07:22

    ……..Sie wollen das alles offensichtlich nicht wahrhaben, flüchten sich noch tiefer in ihre diffuse Ideologie und erklären sich z. B. Sicherheitsprobleme, Vergewaltigungsepidemien, zum Beispiel so:

    Das hat es früher im ähnlichen Ausmaß wie heute gegeben, - so hörte man es neulich - nur wagten damals die wenigsten eine Anzeige, wie die so auf- u. abgeklärten "Linken".

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  1. fxs (kein Partner)
    03. Dezember 2017 11:55

    Die Linke Medienmafia trommelt ja schon ihre Themen:
    "Paradise-Papers oder wie die Reichen sich darum rumdrücken Steuern zu bezahlen". Hier wird skandalisiert, dass schlicht im Rahmen der bestehenden Gesetze Steuerlasten optimiert werden. Und dass der Veröffentlichung der Paradise-Papers ein Verbrechechen zugrunde liegt, liegt nur daran, dass Datendiebstal eben eine Verbrechen ist. Dieses Verbrechen wird jedoch systematisch verschwiegen.
    "Vermögensverteilung": Hier wird beklagt, dass etwa die 20% reichsten Österreicher etwa so viel besitzen, wie die anderen 80%. Und raus wird natürlich die Forderung nach Steuern abgeleitet. Verschwiegen wird natürlich der öffentliche Realitätenbesitz.

  2. haro
    28. November 2017 17:17

    Herzlichen Dank für diese gute Analyse !

  3. Konfrater
    28. November 2017 14:48

    Ich hab es zwar in diesem Forum schon einmal zitiert, aber weil es so treffend ist hier noch einmal die Definition des amerikanischen Schriftstellers Ambrose Bierce was ein "Fanatiker" ist: Ein Fanatiker ist jemand, der, wenn er darauf aufmerksam gemacht wird, dass er in die falsche Richtung geht, seine Anstrengungen verdoppelt.

  4. Konfrater
    28. November 2017 14:46

    Vermutlich weil die Bewohner der Wiener Gemeindebauten inzwischen mehrheitlich FPÖ wählen?

  5. Sensenmann
    27. November 2017 19:51

    Es ist alles gut!
    Wenn ein Konzept nicht funktioniert: More of the same!!

    Die Maurers und Kerns dieser Welt glauben sie werden nicht mehr gewählt, weil sie zuwenig bolschewikert sind!

    Man muss sie darin bestärken! Die Sozis brauchen unbedingt den Schieder in Wien und die Vasilakuh soll bitte noch ein paar Verbote und Blödheiten auskotzen, wir brauchen dringend eine Totalsperre des Rings und die Südost-Tangente muss der Welt erste Fahrradschnellstraße werden!

  6. Stern
    27. November 2017 15:12

    So ist es!

    "In der Geschichte findet man Ereignisse von solcher Wucht freilich selten, sodass man dafür einen neuen Begriff kreieren müsste: Den der Kataklypse; ein plötzliches, völlig unerwartet hereinbrechendes historisches Ereignis, das bestehende Verfallsprozesse auf eine kurze Zeitspanne von wenigen Jahren verdichtet: Die Refjugee-Crisis 15 gehört dazu.
    Hätte es diese nicht gegeben:
    Der minder-begabte und minder-gebildete ehemalige österr. BK Faymann wäre noch im Amt und würde auf-geschminkt sogar noch einige Jahre fotogen etwas hermachen; die Wiener Sozialisten könnten weiterhin ihren antiquiert-kommunistisch inspirierten antikapitalistischen Hexen-Sabbath-Kehraus auf dem Wiener Rathausplatz in Form eines Theaterstücks aus dem 19. Jhd., mit roten Nelken am Revers, ´Freundschaft!´ brüllend und rote Taschentücher schwenkend, in Richtung Burgtheater abfeiern.
    Das (zwischen der roten und schwarzen Reichshälfte) seit mehr als 60 Jahren penibel austarierte Machtverteilungsgefüge der österr. Republik würde weiter seinen Dornröschenschlaf halten (entweder unter einem roten Bundespräsidenten oder unter einem schwarzen Pendant: Ob sie nun Hundsdorfer oder Khol geheißen haben mochten, der sich einmal auf einer Wahldiskussion erdreistete die politische Realpraxis in Abrede zu stellen, dass im österr. Schulwesen schon lange nicht mehr Schuldirektoren nach Parteibuchzugehörigkeit ernannt werden würden).
    Das österr. Volk hätte weiterhin geglaubt, dass im österr. Parlament die Schau-Hahnenkämpfe zwischen Rot und Schwarz ernst ausgefochtene demokratische Willensbekundungen gewesen wären und diese sich nicht spätestens am Parlamentsbuffet in typisch österr. Packelei ins wohlwollend-sagende Nichts aufgelöst gehabt hätten. Der jetzige Bundeskanzler Kern wäre als geachteter ÖBB-Super-Manager die Karriereleiter in staatsnahen Betrieben herumgereicht worden und hätte an dem österr. Dream vom Tellerwäscher aus Simmering zum Star-Manager weiterspinnen können…
    Doch dann geschah das Unerwartete: Die west-europäischen Pseudo-Eliten standen spätestens zwei Jahre nach dem von ihnen entfesselten Welcome-Service und ihrer absurden Open-Border-Politik wie blank in ihren Unterhosen oder Slips da: Verdächtigt werden sie jetzt (schlimmstenfalls) der Mitwirkung als Handlanger einer Weltverschwörung zur Beseitigung europäischer Nationalstaaten oder aber (bestenfalls noch) als unfähig-inkompetente Staatslenker, weil nicht einmal mehr fähig gewesen, ihres Volkes Grenzen zu sichern (die ihres eigenen Regierungsbezirks durch Anti-Terror-Zäune sehr wohl)."
    aus: https://www.fischundfleisch.com/elmar-forster/nationalratswahl-oesterreich-2017-orban-ante-portas-39975

    • Sensenmann
      27. November 2017 20:02

      Danke!******************************************************!
      Sehr guter Link!!!

  7. elfenzauberin
    27. November 2017 13:36

    Die Mehrheit der Journalisten (< 70%) verorten sich im linken oder grünen politischen Lager. Rechts der Mitte existiert eine Meinungswüste, die von der Systemjournaille nicht bearbeitet wird. Ganz im Gegenteil agieren die linksdrehenden Journalisten immer auf die gleiche Art und Weise.

    Wenn irgendwo etwas passiert, dann sieht der gemeine Journalist erst einmal nach, was denn so im Spiegel steht, was die Süddeutsche oder die Zeit zu dem Thema meint oder man sieht gleich nach, was Armin Wolf für eine Meinung vertritt. Nach derartiger "Recherche" ist sich der linksdrehende Journalist sicher, dass er auf dem Pfad der Tugend ist und praktisch nichts falsch gemacht hat. Auf die naheliegende Idee, dass er sich als Journalist in einer Meinungsblase mit extrem schmalen Meinungskorridor befindet, auf diese Idee kommt er nicht.

    Dieser Effekt ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass in praktisch allen Medien diesselbe linksdrehende Sichtweise transportiert wird. Der Journalist von heute ist in erster Linie ein Volkserzieher, dem es um die Vermittlung ideologischer Inhalte und um die Vermeidung der Veröffentlichung konträrer Standpunkte geht. Das Mittel zur Durchsetzung dieses Vorhabens ist die political correctness.

    Es gäbe eine einfache Abhilfe: Reduktion der Presseförderung auf Null Euro und Verbot von Inseraten von politischen Parteien und deren Vorfeldorganisationen samt den verbandelten NGOs.

    • Undine
      27. November 2017 13:53

      @elfenzauberin

      *********************************************!
      Momentan haben wir zwar einen grünen BP, grüne Journalisten und grüne Lehrer / Professoren und eine verhetzte grüne Menge an Schülern---aber die Grünen als Partei sind perdu; im Parlament sind sie nicht mehr vertreten, den Ableger Liste Pilz gibt's nur noch ohne Pilz, und das ist gut so.

    • elfenzauberin
      27. November 2017 15:15

      @Undine

      Danke für die Blumen!

      Die Situation ist momentan allerdings recht gefährlich. Wie unser Blogmaster schon in einem rezenten Artikel richtigerweise bemerkt hat, sind die linksgrünen Organisationsstrukturen nach wie vor intakt. Dazu gehören eben die Medien, die Universitäten, die Schulen, die Justiz, die NGOs usw.

      Aus dieser Richtung werden Querschüsse en masse kommen. Will die konservative Reichshälte wiedergewählt werden, wird sie um grobe Umfärbungen nicht herum kommen.

  8. Pennpatrik
    27. November 2017 12:15

    Und Seehofer bezeichnet die große Koalition mit der SPD als "optimale" Lösung. Mit der Kommunistin Merkel liegt er auch auf einer Linie.
    Ich wünsche ihm eine krachende Niederlage in Bayern.

  9. Peregrinus
    27. November 2017 11:32

    Der Abgang von Sigrid Maurer muss betrüben. Leider hat sie es als hervorragender Teil der Elite nicht geschafft, wieder in das Parlament einzuziehen. Dazu ein Auszug aus Wikipedia: „Maurer studierte Musikwissenschaft und Politikwissenschaft an der Universität Innsbruck (2004–2009), beendete diese Studien jedoch ohne Abschluss. Von 2011 bis 2017 studierte sie mit Bachelorabschluss Soziologie an der Universität Wien.“

    Dass sie bei diesen idealen Voraussetzungen als Wissenschaftssprecherin bei den Grünen werden konnte, liegt auf der Hand. 22 Semester (in Jahren: 11) Studium mit einem Bacchelorabschluss (Mindeststudiendauer: 6 Semester), noch dazu einem aus Soziologie, bedeuten einen Höhepunkt in einer akademischen Karriere. Bei dieser Laufbahn hat man einen tiefen Einblick in die Wissenschaft.

    Von Juli 2009 bis Juni 2011 war Sigrid Maurer laut Wikipedia sogar Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft. Welches „Studium“ sie in dieser Zeit betrieb, geht aus Wikipedia nicht hervor. Zumindest in der Wiedergabe ihrer Kariere bei Wikipedia handelt es sich um einen weißen Fleck in der Landkarte. Wir erfahren aber, dass sich Sigrid Maurer schon im Jahr 2005 in der Hochschülerschaft engagiert hat. Alles herausragende Qualifikationen für einen Wissenschaftssprecher. – Vivat academia.

    Ob „Stinkefinger“ oder nicht, wer will da schon urteilen. Hat sich Maurer Anleitungen beim einstigen „Bildungs“sprecher der Grünen geholt? – Vivat et res publica.

  10. simplicissimus
    27. November 2017 10:43

    Hervorragende Analyse Herr Salm, die in der Seele gut tut!

  11. Politicus1
    27. November 2017 09:58

    und gerade schreibt die Online-PRESSE:
    ""Anders als in den meisten politischen Kommentaren in den Medien wird das Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat von der Mehrheit der Wahlberechtigten als positiv wahrgenommen."

    Immerhin - sie geben es wenigstens zu ...

  12. Politicus1
    27. November 2017 09:56

    Zu den linksgrünen Medien
    Ich poste gelegentlich auch in der Online PRESSE.
    Seit kurzem fällt mir auf, dass bei politisch interessanten Artikeln das Leserforum anscheinend wieder sehr deutlich zensiuriert wird.
    Das erkennt man z.B. daran, wenn Kommentare nur im Stundenabschnitt veröffentlicht werden und eigene Meinungen nicht durchgehen, wenn sie nur ein Haar in der grünen Suppe kritisieren.

    • Torres (kein Partner)
      29. November 2017 10:43

      Nicht nur das. Es wird auch immer öfter bei "heiklen" Themen die Kommentarfunktion überhaupt geschlossen. Mich wundert ja, dass Christian Ortner immer noch jeden Freitag seine Artikel schreiben darf.

  13. Bob
    27. November 2017 09:16

    Wir werden noch viel von den linken "Aktivisten" (in wirklichkeit Anarchisten) zu spüren bekommen. Die Gesetze gelten nur für Normalbürger (auch Nazis genannt), für das linke Gesindel sind sie unerheblich, und werden strafrechtlich kaum verfolgt.

  14. Romana
    27. November 2017 08:46

    Trotzdem werden sich die deutschen Grünen in eine schwarz-rote Koalition einhängen und werden bei Merkel und Schulz offene Ohren für ihre Refjutschi-Agenda finden.
    Exzellente Analyse der Mentalität und der Situation der Linksgrünen von N. Salm.

  15. glockenblumen
    27. November 2017 07:32

    eine großartiger Kommentar von Pat Condell dazu, welch nahezu irreparables Unheil die linken Kontroll- und Verbotsparteien in Europa angerichtet haben und wie gerne sie dieses Zerstörungswerk fortsetzen möchten
    Der Feind sitzt offenbar immer in den eigenen Reihen, wie kann man so ehrlos, so charakterlos sein?

    https://www.youtube.com/watch?v=2rSXIvZnCrY

    • logiker2
      27. November 2017 11:41

      wie ist es möglich, dass es Bürger gibt, welche diese Gesellschaftsverbrecher wählen ?

  16. Wyatt
    27. November 2017 07:22

    ……..Sie wollen das alles offensichtlich nicht wahrhaben, flüchten sich noch tiefer in ihre diffuse Ideologie und erklären sich z. B. Sicherheitsprobleme, Vergewaltigungsepidemien, zum Beispiel so:

    Das hat es früher im ähnlichen Ausmaß wie heute gegeben, - so hörte man es neulich - nur wagten damals die wenigsten eine Anzeige, wie die so auf- u. abgeklärten "Linken".

    • riri
      27. November 2017 10:48

      Diese Probleme hat es tatsächlich schon früher gegeben, in der russischen Besatzungszone zwischen 1945 und 1955.
      Mit dem Argument für das ähnliche Ausmaß von heute, bestätigen die Linken von Rot/Grün den Niedergang herbeigeführt zu haben.

  17. John
    27. November 2017 07:21

    „Wobei die "Refugees welcome!"-Politik ab 2015 den Linken den Todesstoß versetzt hat.“. Schon genial von Frau Merkel, wie sie die Linken ruiniert hat. Mit einem Streich! Und dabei haben wir alle geglaubt, sie würde nur nicht checken, was sie da anrichtet!

    Weit gefehlt, das war ein toller Schachzug, oder? Vielleicht sollt sie aber aufpassen, dass auch ihre vermeintlich konservative Partei nicht als so weit links wahrgenommen wird, dass sie im gleichen Strudel untergeht!

  18. Politicus1
    27. November 2017 06:41

    Solange die Linken die Medien beherrschen, kann es ihnen fast wurscht sein, ob die GrünInnen im Parlament sitzen, und ob die Roten in der Regierung sind.
    Was zählt ist die Meinungsmache - und die bleibt in ihren Händen.

    • Wyatt
      27. November 2017 07:30

      Ja genau, und das passiert mit "alles weiß ich ganz genau aus der Zeitung und TV" - nach wie vor bestens, wobei der Grundstein zur der, dem "System" gefälligen Einheitsmeinung bereits von den Kindergartenpädagogen gelegt wird.

    • Ingrid Bittner
      27. November 2017 08:25

      Na ja, ganz wurscht wird es ihnen nicht sein können, wenn die Grüninnen nicht mehr im Parlament sitzen, weil es fehlt ja jetzt an der Kohle. Und die vielen Aktionen der Grünen gegen die Rechten kosten ja auch Geld und ob die so viele Sponsoren haben???

  19. riri
    26. November 2017 23:48

    Mich hat ja erstaunt, dass die Sozis vor der NR-Wahl nicht vor der eminenten Gefahr eines Kurz gewarnt haben, der vielleicht in die Gemeindebauten schießen läßt, wie es im 1934-Jahr passiert ist.
    Dann hat aber Kern informiert, die SPÖ wird einen modernen und fairen Wahlkampf führen und hat Herrn Silberstein engagiert. Somit war das 34er Jahr hinfällig, und andere schwerwiegende ÖVP Verfehlungen wurden präsentiert.
    Mit einer Beharrlichkeit wird dies ständig 'Im Zentrum' der vereinigten Bolschewiken aufbereitet und durch den ORF verbreitet. Z.B. ein Herr Prantl hat dort freie Hand, oder andere ganz wichtige Komiker.
    Nur sind die bereits Unglaubwürdig, der Manipulation und der Lüge überführt.
    'Es ist Zeit' das der politische ORF abgedreht wird.

  20. Ingrid Bittner
    26. November 2017 23:38

    Ich möchte da jetzt nicht noch ausführen was Hr. Salm zu einer servus-tv-diskussion vom letzten Donnerstag zu diesem Thema schon ausführlich dargestellt hat, hier der link dazu:

    http://www.orf-watch.at/Debatte/2017/11/objektivitt-contra-subjektivitt

    Ich möchte nur ergänzen, dass dieser dort auch genannte wirre junge Mann, David.... (der Name ist mir entfallen) auch noch von sich gegeben hat:
    er meinte so in etwa, die FPÖler seien natürlich alle Antisemiten - offenbar weiss er nicht einmal, dass die FPÖ in ihren Reihen auch jüdische Mitglieder hatte und hat. Er erschien mir überhaupt sehr unwissend, auch in bezug auf die Linken so ganz allgemein.
    Er hat nur damit geprotzt, dass er natürlich ein "gewalttätiger Aktivist" ist und gab auch Beispiele dafür an.
    Vielleicht sollte der sich nicht nur mit den in seinen Augen unbedingt zu verhindernden Rechten beschäftigen, sondern auch etwas näher mit der SPÖ:

    https://diepresse.com/home/innenpolitik/kulisse/580699/SPOe-verliert-juedische-Mitglieder

    Bei dieser Diskussion ist mir auch noch aufgefallen, dass ein richtiger linker Grüner auch mit dem Alter nicht gelassener und weiser wird, sondern genauso stur und unüberlegt, wie er sein Leben lang war. Karl Öllinger ist ein, wie man so schön sagt "politischer Ungustl" allerärgsten Ausmasses immer gewesen und ist es immer noch.

    Und die Deutschen haben auch so einen Grünen, der einem den letzten Rest von Verständnis für diese Partei austreibt. Dieser Anton Hofreiter ist auch so ein Ungustl - der erzählt auch G'schichtln von den Sondierungsgesprächen ohne selbst dabei gewesen zu sein. Das erklärt natürlich dann, wie dieses Wirrwarr von Gerüchten entsteht.
    Da kann man dann auch nur sagen Prost - Mahlzeit!





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