Die Verlogenheit unserer westlichen Gesellschaften ist schwer zu ertragen

Autor: Christian Klepej

Wo die Liebe hinfällt: Aktuelles zum Thema "Femizide"

Autor: Viktor Pölzl

Europäische Bargeldobergrenze: Enteignung, Überwachung und Kontrolle als Ziel

Autor: Werner Reichel

Helfen Sie mit, Frau Kraker!

Autor: Willi Sauberer

Die Niederösterreich-Partei?

Autor: Markus Szyszkowitz

Flieg Vogel, flieg!

Autor: Markus Szyszkowitz

EZB hebt Leitzins – jetzt also doch

Autor: Markus Szyszkowitz

Xi forever?

Autor: Markus Szyszkowitz

Chorherr-Prozess: Rechtssprechung ist eben nicht gleich Gerechtigkeit

Autor: Ursula Stenzel

Was kommt da noch aus Brüssel?

Autor: Markus Szyszkowitz

Alle Gastkommentare

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Das Klima, die Justiz und der starke Mann


Selten hat das, was die Österreicher denken und untereinander diskutieren, so stark differiert wie in den letzten Tagen von dem, was sie von der Politik hören und was sie in den klassischen Medien lesen oder erfahren (sofern sie diese überhaupt noch konsumieren). Diese enorm gewachsene Differenz erklärt zusammen mit dem, was die Österreicher an skandalösen Vorgängen in Teilen der Justiz erleben müssen, ganz eindeutig die rapide und gefährliche Steigerung der Sehnsucht nach einem "starken Mann", die sich nur in der schwarz-blauen Ära des Sebastian Kurz vorübergehend reduziert hatte.


Wenn es der SPÖ wirklich ans dicke Geld geht


Wer die Geschichte und inhaltlichen "Haltungen" der SPÖ während der letzten Jahrzehnte halbwegs kennt, der erkennt – jenseits der taktisch genialen, aber eigentlich geradezu kriminellen Umwandlung von Teilen der Staatsanwaltschaft und fast aller ORF-Redaktionen in De-Facto-Außenstellen der Partei – drei konstant gebliebene Schwerpunkte inhaltlich sozialistischer Identität. Zwei davon sind nun durch die politische Wende, die der stimmlose Burgenländer Hans Peter Doskozil vorantreibt, erstmals fundamental in Frage gestellt. Wobei eine der beiden von ihm attackierten SPÖ-Pfeile im Grunde Hunderte Milliarden wert ist – aber gerade der Angriff auf diese Abteilung linker SPÖ-Identität ist außerhalb des Burgenlandes kaum bekannt.


Naivität ist schlimm – noch schlimmer ist, nicht daraus zu lernen


Manches Mal tut es not, eigene Fehler zuzugeben. Gerade in einer Zeit, da vielerorts die Vorweg-Verurteilung von Menschen und Handlungen durch heuchlerische Agitatoren und viertelinformierte – aber dafür "politisch korrekte" – Journalisten & Co tagtäglich passiert, sollte man sich eigentlich selbst davor hüten, allzu schnell seine Meinung einzubetonieren. Aber dennoch passiert es immer wieder. Dennoch agiert man bisweilen zu voreilig und schließt sich unsachlichen Vorverurteilungen an. Das sollte man aber zumindest dann offen eingestehen, wenn man sich dessen klar wird.

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Der hässliche Deutsche ist wirklich hässlich geworden


Selbst jene Europäer, die sich oft über deutsche Siege bei Fußballspielen gefreut haben, waren diesmal auf andere Weise froh. Sie waren aus vollem Herzen schadenfroh, als die deutsche Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft eine peinliche Niederlage gegen Fußballzwerg Japan erlitten hatte. Denn sie sahen, wie lächerlich, wie widerlich die Inszenierung der deutschen Fußballer – wie auch der deutschen Medien und Politik – war, nur weil ihnen die Fifa das Tragen der schwulen Regenbogen-Armbinde untersagt hat. Das Verlieren aller Maßstäbe, das Absinken Deutschlands in einen linken Woke-Sumpf hat sich nicht nur bei der inszenierten Aufregung um diese Armbinde gezeigt. Auch in vielen anderen Fragen kann man nur noch an Heinrich Heine denken und seinen berühmten Vers variieren: Denk ich an Deutschland bei Tag oder Nacht, ist man sehr bald zum Entsetzen gebracht.

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Die große Stimme aus der ÖVP-Geschichte wird erstmals deutlich


Mindestens fünfmal im Jahr begehen ORF und andere feministische Medien zur Langweile des Publikums irgendeinen "Equal Pay Day", also einen sich durch zahllose Beiträge ziehenden Klagetag wegen des geringeren durchschnittlichen Bruttolohns von Frauen – ohne auch nur irgendwie auf die Ursachen einzugehen (wie die deutlich kürzeren Wochenarbeitszeiten von Frauen, wie ihre in Hinblick auf die Entlohnung sehr oft falsche Berufswahl, wie ihr noch immer viel niedrigeres Pensionsalter …). Unerwünschte Gedenktage werden hingegen prinzipiell von den Linksmedien ignoriert, wie es etwa vor wenigen Tagen der Internationale Männertag gewesen ist. Die gleiche manipulative Tendenz zeigt sich auch bei historischen Erinnerungen. Mindestens zwei Dutzend Mal im Jahr wird an Verbrechen der NS-Zeit oder an Bruno Kreisky erinnert. Hingegen ist jetzt ein – noch dazu relativ runder – Jahrestag der jüngeren österreichischen Geschichte völlig wegignoriert worden, weil er nicht in die linke Geschichtsumschreibung passt..

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Krypto, geheimnisvoll, kriminell


Als ich vor einiger Zeit bei einem Risikoverantwortlichen eines internationalen Konzerns mein Wissen über Krypto-Währungen vertiefen wollte, bekam ich eine erstaunliche Antwort: "Wir legen unser Geld nirgendwo an, wo wir nicht alles verstehen." Spätestens die jetzige Milliarden-Pleite um die Krypto-Börse FTX macht bewusst: Auch wenn eine Investition, eine Geldanlage große Vorteile haben dürfte, so sollte man im Zweifel doch die Finger davon lassen. Das denken sich derzeit Millionen Menschen, die weltweit ihr Geld ganz oder teilweise bedroht sehen.

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Türkei ade – Scheiden täte gar nicht weh


Russland versucht, weil es beim Landkrieg schwere Rückschläge erlitten hat, die Ukraine nun aus der Luft und mit der Artillerie durch zahllose Schläge gegen rein zivile Ziele zu zermürben. Die ganze freie Welt hat die russischen Aktionen zu Recht als Terrorismus verurteilt und gibt dem Aggressor zumindest durch Sanktionen eine deutliche Antwort. Die Türkei tut haargenau dasselbe gegen die kurdischen Territorien in Syrien und im Irak. Sie hat allein in den letzten Stunden nach eigenen Angaben 471 "Ziele" aus der Luft und mit Artillerie angegriffen, die ganz zweifellos überwiegend zivile Ziele sind. Und die freie Welt – tut gar nichts. Das ist eine widerliche Diskrepanz.

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Kurz und Doskozil: Wo sie Recht – und wo sie gepatzt haben


Der ORF und einige andere Linksaußenmedien benutzten die Umfrage der burgenländischen SPÖ über die bundesweiten Wahlchancen der Partei mit unterschiedlichen Spitzenkandidaten um neuerlich die infame Lüge zu verbreiten, dass Sebastian Kurz einst mit Hilfe von gefälschten Umfragen (und noch dazu nur mit diesen) an die ÖVP- und Regierungsspitze gekommen sei. Das ist wohl die seit langem unverschämteste der vielen linken Geschichtslügen. Denn Tatsache ist (trotz aller anderslautenden Verschwörungs-Bastel-Bemühungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft), dass damals zahllose unterschiedliche Umfragen wie auch sämtliche politische Beobachtungen einen dramatischen Unterschied zwischen den ÖVP-Wahlchancen mit Kurz und denen mit dem damals amtierenden Reinhold Mitterlehner gezeigt haben. Ebenso weiß ganz Österreich, dass die SPÖ mit Doskozil – allerdings in gesundem Zustand – weit bessere Chancen hätte als mit Pamela Rendi-Wagner. Jenseits dieses absurden Nebenkriegsschauplatzes der linken Medienmaschine gibt es aber ganz klare und erstaunlich viele Parallelen zwischen den beiden.

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Amerika, die Rasse und die Gerechtigkeit


In Amerika steht eine der unsinnigsten Regelungen vor der Abschaffung: die sogenannte "Affirmative Action", die zynischerweise als "positiv" bezeichnete Diskriminierung bei der Zulassung zu Universitäten. Sollte der Oberste Gerichtshof, wie sich zumindest deutlich abzeichnet, diese verbreitete Übung wirklich abschaffen, dann gibt es nicht nur ein Stück mehr Gerechtigkeit in der Welt; denn Amerika strahlt immer auf viele andere Länder aus. Dann ist zweifellos auch die Qualität von Lehre und Wissenschaft ein Stück besser abgesichert. Aber noch ist es nicht offiziell, dass der Gerichtshof, der durch Trump erstmals seit langem keine linke Mehrheit hat, so entscheidet. Doch viele Hinweise sprechen jedenfalls dafür, dass er das in den nächsten Tagen tun wird.

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Das grüne Panik-Hochamt


Am Ende ging es nur ums Geld. Wieder einmal. Und wie meist war man sich nur darin einig, dass Geld fließen soll – aber nicht wie viel. Damit ist auch der Grundsatz-Beschluss über den Geldfluss völlig irrelevant (ganz abgesehen davon, dass auch alle konkreteren Beschlüsse der ägyptischen Großkonferenz nur rechtlich unverbindliche Absichtserklärungen gewesen wären). Dieser "Beschluss" ist das ganze Ergebnis der heurigen groß aufgezogenen Klimakonferenz. Wären da nicht 34.000 Menschen extra für diese Konferenz aus allen Kontinenten nach Ägypten geflogen, könnte man das Ergebnis mit "Gut ist‘s gegangen, nichts ist geschehen", abhaken. Aber alleine die Kosten für dieses Ergebnislos-Hochamt der Klimapanik-Gläubigen sind empörend – von der Tatsache ganz abgesehen, dass da viele Privat- und Sonderflüge dabei waren, die nach dem grünen Glaubensbekenntnis ja eigentlich überhaupt das Böseste vom Bösen sind. Allein aus Österreich sind – neben zahllosen Beamten – sowohl Bundespräsident wie auch zwei Minister dort gewesen.

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Das Genie als Berserker


Das Agieren von Elon Musk wird seit Wochen nur in einer Hinsicht debattiert: Ist es gut oder schlecht für die Meinungsfreiheit, was der Käufer des Kurznachrichtendienstes dort jetzt ändert? So atemberaubend das auch ist, zumindest ebenso aufregend ist aber auch der Führungsstil des – zumindest bis vor kurzem – reichsten Amerikaners.

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Jetzt muss man bald Mitleid mit Katar haben


Und nun wird auch noch das Bier verboten. Damit ist für das Mediengericht endgültig und schon vor dem ersten Fehlpass klar: Das kann keine gute Fußballweltmeisterschaft werden. Dabei sollte man eigentlich ziemlich beruhigt sein, wenn jetzt ein Alkoholverbot zum offenbar größten Ärgernis der nun beginnenden Spiele in Katar geworden ist. Denn auch in Europa hätte ein solches Verbot manche – angeblich – fußballerisch motivierten Schlachten verhindert. Und in der Tat: So sehr an Katar auch manches zu kritisieren ist, so sehr ist in den letzten Tagen auch klar geworden: Die Kritiker der Spiele übertreiben arg. Sie haben alle Relationen verloren.

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Schon wieder so viele gute Nachrichten aus aller Welt


Angesichts von so viel Infamie, Aggression und Problemen in Land und Welt – und angesichts einer nur über das Negative berichtenden Medienlandschaft – braucht man bisweilen auch die guten Nachrichten, um nicht ganz zu verzweifeln. Derer gibt es in Wahrheit zum Glück mehr als genug. Und seien es zumindest gute Lehren aus Italien, aus Schweden, aus dem Irak, aus Deutschland, aus Amerika, aus Großbritannien, aus Ungarn, vom Papst, und selbst aus Nahost, aus der EU und der UNO. Aber auch in Österreich findet man ein paar gute Nachrichten.

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Wie verkommen können unsere Universitäten noch werden?


Dazu hat die Republik wohl nicht die Universitäten in die Selbständigkeit entlassen. Hoffentlich zumindest. Von der knieweichen Reaktion auf linksextremistische Hörsaalbesetzer über den Bau skurriler "Trans"-Klos auf Steuergeld bis zur noch knieweicheren Reaktion auf eine plagiierende Ministerin bekommt man speziell bei der Wiener Uni zunehmend den Eindruck: Es ist schade um jeden Euro an Steuergeld, der dort hineinfließt. Wenn sich eine Uni so hemmungslos in eine Außenstelle der Grünen verwandelt, dann sollen doch bitte die Grünen  den Betrieb auch finanzieren.

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Wöginger hat Recht – inmitten peinlicher Patzer


Österreich wie Europa stehen dem Überhandnehmen des illegalen Zustroms von völlig bildungsfernen, aber kriminalitätsnahen Massen aus außereuropäischen, vor allem islamischen Ländern völlig hilflos gegenüber. Außer gelegentlichen scharfen, aber wirkungslos bleibenden Worten des Innenministers (ob er nun Karner, Nehammer oder Kickl heißt) fällt Österreich seit Jahren kein Gegenmittel ein. Diese Hilfslosigket hat viel mit der unerträglichen Judikatur des Verfassungsgerichtshofs und der beiden europäischen Gerichtshöfe zu tun. Diese berufen sich dabei wiederum auf die Europäische Menschenrechtskonvention. Daher hat ÖVP-Klubobmann August Wöginger absolut recht mit seiner Kritik an dieser Konvention und vor allem der zugehörigen Judikatur (ebenso wie FPÖ-Politiker mit ähnlichen Aussagen schon länger Recht hatten und der einstige Bundeskanzler Schüssel mit seiner noch viel weiter zurückliegenden – allerdings damals noch in einem anderen Zusammenhang stehenden – Kritik an der europäischen Judikatur ebenfalls). Das ändert aber absolut nichts daran, dass auch Wöginger in diesem Zusammenhang peinliche Fehler mitzuverantworten hat.

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Wie die Linksparteien ihre Identität verloren haben


Das große historische Verdienst der Linken, der Sozialisten, der Gewerkschafter war eindeutig das Engagement für die kleinen Leute, für die Menschen, die am Rande stehen. Sie haben – Hand in Hand mit den Bürgerlich-Liberalen – gegen die einstige Feudal-Aristokratie das zentrale Prinzip der Gleichberechtigung aller Menschen durchgesetzt. Dieses Verdienst kann nicht aus der Geschichte eliminiert werden, auch wenn der Linken vor allem im 20. Jahrhundert die blutig-totalitäre Perversion des Kommunismus entsprungen ist, auch wenn der Wohlstand der Massen letztlich ganz eindeutig durch andere Faktoren als die Agitation der Linken ermöglicht worden ist: durch die gigantischen Fortschritte von Wissenschaft und Technik, durch den Nutzen korrekt funktionierender Staatsverwaltungen und Gerichte, durch die Globalisierung und durch die Segnungen einer freien Marktwirtschaft. Aber unbestreitbar ist das Erkämpfen der Demokratie gegen Feudal- und Privilegiensysteme vor allem ein Verdienst der Linken. Umso beschämender, umso katastrophaler ist, dass sich die Linke am Ende des 20. Jahrhunderts von den kleinen Leuten hochmütig abgewandt und eine von Jahr zu Jahr elitärere Identität angenommen hat.

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Zuerst Russland, dann China


Inzwischen hat wohl jeder Politiker Europas bis zur dritten Reihe scharf die Vorgänger-Generation getadelt, weil diese uns bei der Energieversorgung in eine total einseitige Abhängigkeit von Russland gebracht hat. Sie haben mit diesem Tadel absolut recht, politisch wie ökonomisch. Umso unverständlicher ist, dass sie jetzt haargenau den gleichen schweren Fehler in Hinblick auf China begehen.

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"Verhandlungen!" – aber bitte worüber?


Die Ukraine hat einen dritten großen Sieg bei der Vertreibung der russischen Invasoren errungen. Das hat prompt wieder bei europäischen und gutmenschlichen Schreibtisch-Tätern den Ruf laut werden lassen: "Jetzt soll es Verhandlungen geben!" Die ungerufenen Ratgeber sagen freilich nicht das einzig Wichtige dazu: Verhandlungen worüber? Diese Ratschläge von außen sind damit in Wahrheit eine Infamie – auch wenn es einige Anzeichen gibt, dass es zwischen der Ukraine und Russland durchaus etliche geheime Gesprächs-Kanäle gibt. Die auch zu funktionieren scheinen, die aber in keinem Fall den großen Friedensschluss zum Thema haben können.

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Die „Erfolge“ der grünen Justiz: Schwarz und Blau müss(t)en sich wieder aussöhnen


Ob das das Ziel der Grünen, der Justizministerin und ihrer Korruptionsstaatsanwälte gewesen ist? Wenn ja, dann kann man ihnen nur gratulieren: Mission geglückt. Denn die ÖVP ist bei Meinungsumfragen auf den dritten Platz abgestürzt. Kleiner Schönheitsfehler: Nicht die SPÖ und schon gar nicht ihre grüne Vorhut sind an erster Stelle gelandet, sondern die Blauen, die man doch eigentlich seit Jahren mit einem ständigen Trommelfeuer von der "Aufdeckung" inkorrekter Liederbücher in irgendeiner Bibliothek bis hin zum illegalen Lauschangriff von Ibiza für erledigt gehalten hatte. Irgendwie blöd gelaufen – vor allem wenn man bedenkt, dass die Linke um der Zerstörung der ÖVP willen sogar bereit gewesen ist, auch gleich den Rechtsstaat zu demolieren.

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Wie der Rechtsstaat vor die Hunde geht


Warum hat ein demokratischer Rechtsstaat eigentlich Strafgerichte und Gefängnisse? Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort: zum Schutz der Bürger und zur Abschreckung von Tätern durch Spezial- und Generalprävention. Speziell in den letzten Tagen und Wochen ist aber gleich auf drei Ebenen dramatisch klar geworden: Die österreichische Strafjustiz erfüllt immer weniger ihren Hauptzweck. Dafür ist insbesondere – aber nicht nur – diese Justizministerin verantwortlich. Sie und die von ihr geförderten Staatsanwälte sehen die wichtigste (oder gar einzige) Aufgabe der Strafjustiz nicht im Schutz der Bürger, sondern in der Verfolgung unerwünschter Politiker. Genau die gleiche Motivation prägte einst das "Rechtssystem" totalitärer Diktaturen im Zeichen von Hammer und Sichel oder Hakenkreuz oder heute die russische, türkische und chinesische "Justiz".

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Chorherr: Was an der Oberfläche läuft – und was darunter


Klarer denn je hat sich beim sogenannten Chorherr-Prozess die Unfähigkeit wie auch Einäugigkeit der Korruptionsstaatsanwaltschaft gezeigt. Diese hat offenbar wirklich nicht viel im Kopf – aber die unbeschränkte Lizenz zum Wüten durch eine linksradikale Justizministerin in der Hand. Wenn ein Journalist in einem Artikel so viele objektiv eindeutige Fehler produzieren würde wie die WKStA in ihrer Anklageschrift, würde ihm sein Chefredakteur empfehlen, sich doch einen anderen Beruf zu suchen (zumindest ein solcher, der nicht nur die eigenen Karrieresprünge, sondern primär das von ihm geleitete Medium im Auge hat). Dabei haben Journalisten in der Regel meist nur ein paar Stunden Zeit für ihr Werk. Die Staatsanwaltschaft hatte hingegen drei Jahre Zeit für das Erstellen ihrer Anklageschrift.

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Kleine haben wieder eine Überlebenschance im Krieg


Die potentiellen Lehren aus dem Ukraine-Krieg sind zahlreich und wertvoll. Sie sollten auch in Österreich dringend diskutiert und analysiert werden – nicht nur von den sicher honorigen und gutmeinenden Offizieren des Bundesheeres. Und nicht nur durch den Neubau eines staatlichen Krisenzentrums. Denn österreichische Heeresverantwortliche stecken seit Jahrhunderten in der Tradition, sich immer auf vergangene Kriege, nie aber auf die drohenden nächsten Auseinandersetzungen vorzubereiten. Doch in der ganzen politischen Klasse scheint von der Verteidigungsministerin bis hin zur Opposition weit und breit niemand mehr zu tiefergehenden sicherheitspolitischen Analysen imstande – und schon gar nicht bereit, dann auch noch auf einer Umsetzung der wichtigsten Erkenntnisse aus den Vorfällen des heurigen Jahres zu beharren. Eine Analyse in elf Punkten.

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Der Eisberg aus Medienjauche


Das ist bisher nur die Spitze des Eisberges gewesen. Es war zwar richtig und unumgänglich, dass zwei Chefredakteure bekannter Medien wegen ihres unappetitlichen Verhaltens (wenn auch einige Tage zu spät) ihre Funktion verloren haben. Aber ebenso klar ist, dass die von der Staatsanwaltschaft in die Öffentlichkeit gebrachten Medienchats nur die Spitze eines demokratiepolitisch und rechtsstaatlich bedenklichen Eisbergs gewesen sind. 90 Prozent der Sauereien und Korruption im österreichischen Medienwesen treiben weiterhin ungestört unter der Oberfläche der öffentlichen Aufmerksamkeit dahin. Über diese wird nirgendwo diskutiert – von den Medien selber schon gar nicht. Und während sich alle mit den nun abgesetzten ("auf Urlaub gegangen") Chefredakteuren von "Presse" und ORF und ihren Stillosigkeiten befassen, sind wir in Zusammenhang damit, aber ganz außerhalb der Medienwelt mit einem Justizskandal konfrontiert, der noch viel größer ist als alles, was sich rund um die Medien abspielt.

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Der reiche Mann von Downing Street


 Kann ein sehr wohlhabender Mann, dessen Frau noch reicher ist und die ihre Einkünfte überdies im Ausland versteuert, ein guter Regierungschef werden? Noch dazu in dem noch immer sehr wichtigen Großbritannien? Die Bestellung von Rishi Sunak hat – neben der Freude darüber, dass in der Londoner Downing Street Defizit und Staatsverschuldung im Gegensatz zur Kurzzeit-Vorgängerin wieder ernst genommen werden – eine intensive Debatte auch über diese Frage ausgelöst.

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Jetzt ist bewiesen: Die Inflation ist doch kein Kind des Krieges


In fast allen europäischen Ländern behauptet die Politik zu wissen, was die Ursache der ärgsten Inflation seit den Nachkriegsjahren ist. Die Regierungen haben in Wladimir Putins Drehen am Gashahn die Hauptursache gesehen. Linksaußen wie rechtsaußen hat man hingegen ständig davon gesprochen, dass die europäischen und amerikanischen Sanktionen gegen Russland die Ursache seien (und als Konsequenz gleich auch verlangt, Putin die Lizenz zum Länderstehlen zu geben, nur damit wieder Gas flösse). Die wahren Ursachen sind jedoch total andere, wie nun eindeutig bewiesen ist.

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„Die Presse“, die „Wiener Zeitung“ und deren Zukunft


Viele Menschen bedrängen mich, doch endlich zum dramatischen Schicksal jener beiden Zeitungen etwas zu sagen, deren Chefredakteur ich einst gewesen bin. Ich tue das nur ungern, weil man da ja nie wirklich objektiv sein kann. Schon gar nicht dann, wenn  man zweimal gegen seinen Willen aus eindeutig (aber nie nachweislich zugegebenen) ideologischen Motiven gekündigt worden ist. Beide Zeitungen haben in meiner Leitungszeit (was nachweisbar ist) die weitaus höchsten Leserzahlen ihrer Geschichte; siehe etwa die Zahlen der Media-Analyse für die "Presse", die nur in meiner Zeit die Fünf-Prozent-Grenze überstiegen hatten.

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Die Vorderbühne und die zwei Hinterbühnen Österreichs


Nur noch mit lautem Lachen kann man auf die Groteske reagieren, die uns das zwischen Parlament und Justiz errichtete Kasperltheater dieser Republik derzeit bietet, während einige andere Dinge völlig ignoriert werden. Wie der schlimmste Krieg in Europa seit 1945, wie die drohende Energieknappheit, wie die immer frecher werdenden Migrantenunruhen. In den Hauptrollen: erstens, die Akteure eines Parlaments-Ausschusses als dauerbelämmerte Krokodile, die sich ständig gegenseitig auf den Kopf schlagen; zweitens, die angeblich mit dem Kampf gegen die Korruption beauftragte (aber an dieser in Wahrheit völlig desinteressierte) Staatsanwaltschaft als infame und machtgierige Intriganten-Clique; und drittens Thomas Schmid als mafioser Simpel, der eigentlich den grauen Kardinal spielen möchte, aber nur von ebenfalls eitlen Dummköpfen ernstgenommen wird. Sie alle spielen ihre Rollen sauschlecht. Denn der Großteil des Publikums ahnt längst, dass da in Wirklichkeit etwas ganz anderes auf dem Programm steht.

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Korruption: Nehammer vergisst auf die ärgste Form der Korruption


Das ist unverständlich. Das ist dumm. Das könnte den Absturz der ÖVP perpetuieren. Und das könnte die SPÖ, die eindeutig ärgste Korruptionspartei Österreichs, an die Spitze der Macht bringen. Das wiederum würde auch jenseits des Korruptionsproblems eine Katastrophe für dieses Land bedeuten (was man auch an Hand der katastrophalen Entwicklung im ampelregierten Deutschland unschwer prophezeien kann, dessen ökonomische Daten sich seit Antritt der Regierung Scholz dramatisch schlechter entwickeln als die des restlichen Europas).

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Der Terror auf den Straßen …


… und in den Museen. Jeder, der einmal jung war, weiß, dass junge, hormongetriebene Menschen bisweilen über die Stränge schlagen. Sei es aus hemmungsloser (meist alkoholschwangerer) Lust am Spaß oder an der pubertären Provokation; sei es aus dem Glauben, irgendwelche obskuren Politideen an Demokratie und Rechtsstaat vorbei mit Gewalt und Rechtsbruch durchsetzen zu müssen. Jeder, der die Stimmung der demokratischen Bevölkerungsmehrheit kennt, weiß aber auch, dass diese von der Politik vor allem eines einfordert: die konsequente Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung, den Schutz gegen solche Exzesse. Egal, welcher Grund als Anlass für sie vorgeschoben wird.

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Lula und die Österreicher


Mit hauchdünner Mehrheit hat in Brasilien der ehemalige Präsident Lula das Amt zurückgewonnen. Nach der Berichterstattung der österreichischen Medien scheint dabei ja nur eines erstaunlich: nämlich, dass der sehr rechte Gegenkandidat Bolsonaro als Inbegriff des Bösen auch nur eine einzige Stimme gegen (den sehr linken und daher automatisch guten) Lula errungen hat. Eigentlich  ist aber für einen Österreicher etwas ganz anderes erstaunlich, das Lula freilich auch in eine Reihe mit vielen anderen Spitzenpersönlichkeiten stellt. Und das eigentlich auch der heimischen Politik viel zu denken geben müsste. Wäre auch nur eine Partei bereit zu denken.

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