Die grüne Verbots-, Umverteilungs- und Willkommenspartei

Mit der – hoffentlich nachhaltigen – Abschwächung der Pandemie rücken wieder andere Themen in den politischen Fokus, allen voran das Klimathema gefolgt von brisanten Forderungen im Bereich der Migration: von der rascheren Gewährung von Staatsbürgerschaften bis zum Ausländerwahlrecht. Auch die Zurückdrängung oder gar Abschaffung des Bargeldes zwecks besserer Kontrolle der Bürger verschwindet ebenso wenig von der Agenda der EU wie eine Vergemeinschaftung der Schulden.

Da lohnt sich ein Blick ins mächtigste Land der EU, wo heuer noch eine Wahl ansteht, die auch entscheidend für Weichenstellungen in Europa sein wird.

Obwohl die von interessensgeleiteten Medien herbei geschriebenen Hoffnungen über den grünen Vormarsch inzwischen einem gewissen Realismus gewichen sind, ist es durchaus im Bereich der Möglichkeiten, dass die Grünen, dank der Schwäche der SPD als stärkste Partei im linken Spektrum, Partner der Union werden könnten. Das könnte Deutschland – nach österreichischem Vorbild – eine Koalition "des Besten aus zwei Welten" bescheren.

Ein guter Anlass, sich das grüne Wahlprogramm sowie aktuelle Aussagen der Grünen-Spitze anzusehen: Zentral ist der Kampf gegen die Klimakatastrophe. Hier wollen die Grünen durch Regeln und Verbote sicherheitshalber vorbeugend verhindern, dass sich – Gott behüte! – der Bürger falsch entscheiden könnte. Also sollen etwa Einwegbecher verboten werden, "ambitionierte Recyclingquoten", eine "ansteigende nationale Quote für emissionsfreie Autos" sowie Obergrenzen bei der Großviehhaltung für ‚richtiges‘ Verhalten sorgen.

Grüne Thinktanks gehen da noch weiter:  dramatisches Absenken des städtischen Autoverkehrs auf ein Fünftel(!) sowie des Flugverkehrs, Reduktion des Wohnraums pro Person, Halbierung der Zahl der Elektrogeräte und dramatischer Rückgang des Fleischkonsums. Keine Peitsche ohne Zuckerbrot: laut Wahlprogramm wollen die Grünen einführen: eine Mobilitätsprämie, ein Klimawohngeld, eine Kindergrundsicherung, ein Recht auf Wohnen und auf Reparatur von Elektrogeräten. Im grünen Umverteilungsstaat sollen die ‚Richtigen‘ Wohltaten erhalten, so etwa  soll "Diversity" kräftig gefördert werden. Von der Wirtschaft, die noch nicht ganz abgeschafft wird, denn irgendeine Kuh muss man ja melken, wird laut Grundsatzprogramm aus 2020 erwartet, dass sie "übergeordnete Ziele nicht konterkariert, sondern befördert".  Deutsche Wirtschaftsverbände befürchten eine "grüne Planwirtschaft" mit kräftig steigenden Wettbewerbsnachteilen.

"Auf allen Ebenen" des Wissenschaftsbetriebes soll es eine Frauenquote von 40 Prozent geben, bei diplomatischen und internationalen Verhandlungen gar von 50 Prozent.

Schon jetzt warnen Experten, dass eine maßlos überteuerte und überzogene Klimapolitik unser Wachstum dramatisch reduzieren und damit enormen gesellschaftlichen Schaden anrichten könnte. Statt radikalem Öko-Fundamentalismus ist Pragmatismus und technische Innovation gefragt. Dazu kommt die Befürchtung, dass die Sorge ums Klima für weiterreichende dirigistische Eingriffe in die Rechte der Bürger missbraucht werden könnte. Was umso leichter geschehen könnte, als der durch die Corona-Maßnahmen bereits an Einschränkungen gewöhnte Bürger eher bereit sein könnte, die "vorübergehende"(?) Beschneidung von Bürgerrechten zu akzeptieren, um "alternativlose" Maßnahmen zur Rettung des Klimas zu ermöglichen.

Bleibt noch das Migrationsthema: Einbürgerungen für die "Neu-Ankommenden" sollen radikal erleichtert werden. Die grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock fordert eine "einladende Zuwanderungspolitik" und ihr Co-Vorsitzender Robert Habeck ist schon mit der Bemerkung aufgefallen, dass er "Vaterlandsliebe abstoßend" finde.

Die Stimmung des Wahlvolkes treffen die Grünen damit nicht, denn mittlerweile zeigt die Diskussion um eine Neubewertung der Willkommens-Euphorie von 2015 unmissverständliche Ergebnisse. So hat etwa das renommierte Allensbacher Meinungsforschungsinstitut – noch vor den jüngsten Gräueltaten in Würzburg und Wien – erhoben: 80 Prozent der Deutschen fordern eine effizientere Kontrolle der Zuwanderung, 77 Prozent mehr Konsequenz bei der Abschiebung abgelehnter Asylwerber und zwei Drittel verlangen höhere Anforderungen an Migranten, die im Land bleiben wollen.

In drei Monaten werden wir wissen, inwieweit die Deutschen bereit sind, diesen grünen Kurs zu unterstützen und damit möglicherweise "das Beste aus zwei Welten" zu riskieren.

Dr. Herbert Kaspar ist Publizist und Kommunikationsexperte und hatte lange wichtige Funktionen im Österreichischen Cartellverband inne. Das ist eine aktualisierte und etwas erweiterte Fassung des Kommentars aus der Juli-"Academia". 

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alle Kommentare

  1. Kritischer Geist (kein Partner)

    Die politische Linke lehnt die westlich-bürgerliche Kultur, die sich in den letzten 300 Jahren entwickelt hat, ab. Sie versucht deshalb seit 150 Jahren mit verschiedenen Gesellschaftsprojekten oder -experimenten, diese Kultur zu zerstören. Ob Klassenkampf, antiautoritäre Erziehung, Genderismus oder Multikulti - all das dient der Überwindung (respektive Vernichtung) jener Kultur, die von den Linken abgrundtief gehasst wird. DAS - und nur das - ist das verbindende Element aller linken Parteien, Gruppierungen und Politik.



    • astuga (kein Partner)

      Die Linken sind nützliche Idioten.
      Lohnender ist es aber hinzusehen, wer sie sich nützlich macht.

      Anthony Sutton, Wall Street and the Bolshevik Revolution: The Remarkable True Story of the American Capitalists Who Financed the Russian Communists

      Oder auch Google: Rockefeller+Mao

  2. Wise Wolf CEE (kein Partner)

    Geliefert wie bestellt... Feind meines Feindes ist mein Freund.. Schön von Ferne zu beobachten wie diese Präpotente-Impotenz Ende findet...



  3. https://kurzelinks.de/81tk (kein Partner)

    Siehe auch Google:
    "Graphene oxide vaccine" oder "Graphene oxide Pfizer vaccine"

    Es gibt Meldungen, dass derartige Graphen Oxide-Nanoparticle (GO-NP's) bereits jetzt teilweise als Adjuvantien (Impfverstärker) enthalten sein sollen.
    Dazu lässt sich aber ohne weiteren Beweis momentan nichts genaueres sagen.
    Sollten sie jetzt noch nicht enthalten sein, so wird jedenfalls daran gedacht sie einzusetzen.

    Als Adjuvans wie als sog. (Graphene oxide) Quantum dots - eine Nano-Tätowierung, zB. als zukünftiger Identitäts- oder Impfnachweis.
    Wer das für Verschwörungstheorie hält, einfach selbst recherchieren.



  4. Zraxl (kein Partner)

    Der Kauf eines Elektoautos bis zu einam Anschaffungspreis von 60000 Euro wird staatlich gefördert. Es ist ganz wichtig, dass Leute mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 1500 Euro Steuern zahlen, etwa 20%UST auf jeden Einkauf, damit diese Förderungen für Luxusautos bezahlt werden können.

    Die Proleten, die sich nicht einmal ein Auto um 60.000 Euro leisten können, sollen eben zu Fuß gehen. Es reicht ja, wenn sie von ihrem Steuergeld die Förderungen zahlen.



  5. Alexander Huss

    Bei den Deutschen wundert mich gar nichts mehr. Bei denen hat das Fördern von Sozialversagern Tradition.

    Im Dezember 1932 machten die reichsdeutschen Wähler die Partei eines berufs,- ausbildungs- und abschlusslosen, gebürtigen Oberösterreichers zur stärksten Partei. Das Ergebnis ist bekannt.

    Im Jahre 1998 kam ein Mann in Regierungsverantwortung, der in seiner Jugend Steine auf Polizisten warf und sogar im Verdacht stand, einen Molotowcocktail auf ein Polizeiauto geworfen zu haben. Die Beamten entkamen nur in letzter Sekunde dem Verbrennungstod.

    Besagter Politiker hat ebenfalls nichts gelernt, es besitzt lediglich den Taxischein für die Stadt Frankfurt.

    Dessen ungeachtet wurde er deutscher Außenminister, und heute berät er Regierungen.

    Die jetzige Kanzlerkandidatin hat in ihrer Biographie geschummelt und, wie man feststellen darf, für ihr Buch seitenweise anderer Texte wortwörtlich übernommen.
    Ich frage mich, was da noch auf Deutschland und letztlich auch auf uns noch zukommt.



    • pressburger

      Merkel ? Steile Karriere von Pfarrers Tochter, bis zu SED Sekretärin für Agitation und Propaganda. Wenn das keine Qualifikation für das Amt des Bundeskanzlers war ?

    • Saile (kein Partner)

      Im Jahre 2020 machten die österreichischen Wähler die Partei eines berufs-, ausbildungs- und abschlusslosen gebürtigen Wieners zur stärksten Partei.

      Das Ergebnis werden Sie hoffentlich noch erleben Herr Huss!

    • Sandokan (kein Partner)

      Ich frage mich, ob in den sog. Rosenholz Dateien (siehe Wikipedia) auch etwas über Merkel steht.

      Sie wurden während des Kollaps der DDR vom CIA aufgekauft bzw beschafft.
      Jahre später ließ man der BRD eine bereinigte Fassung zukommen, bei der offenbar einige Einträge fehlten.

  6. pressburger

    Man kann es auch kurz machen, mit einem Wort bezeichnen, was die Grünen sind - Bolschewiken.
    Die Grünen haben das gleiche Programm, gehen genau menschenverachtend vor, wie ihre Vorbilder, Lenin, Stalin, Trotzkij.
    Die Grünen werden enteignen, Privatbesitz rauben, die Meinungsfreiheit offiziell verbieten, die Medien endgültig gleichschalten, die Gesellschaft in gesinnungstreue Genossen und bürgerliche Reaktionäre, spalten.
    Die Herrschaft der Grünen wird zu Verelendung der Massen, mit oder ohne NEP, führen.
    Die Bespitzelung wird zu Bürgerpflicht erhoben.
    Das wollen die Deutschen. Die Deutschen sind Diktatur und Diktatoren, süchtig. Aktuell Entzugserscheinungen. Diktatorin Merkel hat den Deutschen, noch nicht den ultimativen Kick besorgt.
    Deswegen der Wunsch des deutschen Volkes. Die Zeit für eine richtige Diktatur ist gekommen.
    "...... die Reihen fest geschlossen, die Partei hat immer Recht."



    • Riese35

      Dieselben Gedanken sind mir beim Lesen dieses Artikels gekommen: "Man kann es kurz machen," so wie Sie es beschrieben haben.

      Die, die sich heute "Grüne" nennen, weisen nicht nur die gleichen Merkmale wie die Bolschewiki auf, sie sind es auch historisch in einer geraden, ununterbrochenen Linie, nur daß sie ständig zur Tarnung ihren Namen gewechselt haben.

      Sie retten uns vor der Klimakatastrophe genau so, wie ihre direkten Vorfahren die Arbeiterschaft vor der Ausbeutung der Unternehmer befreit und geschützt haben. Das Resultat des Letzteren ist bekannt. Man mußte nur einen Blick in die sozialistischen Staaten etwa um 1988/1989 werfen.

    • Riese35

      Ich verstehe nicht, warum unser Wahlvolk heute bei uns so eine große Sehnsucht nach diesen Verhältnissen entwickelt.





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