„Wehret den Anfängen!“ – Der Gesinnungs-Totalitarismus der Political Correctness

Lesezeit: 4:00

Der postmodernde Totalitarismus trägt einen irreführenden Namen: Political Correctness. Er beherrscht den öffentlich-politischen Diskurs und zensuriert das Private. Er schreckt auch vor KGB-Desavouierungs-Methoden nicht zurück. Indem er Angst verbreitet. Als multi-pluralistischer "Toleranz"-Totalitarismus ist er heimtückischer als vorhergehende. PC zerstört und missbraucht das Instrument der Sprache, um so die objektive Wirklichkeit (im Orwell’schen Sinne eines "Neu-Sprechs” und "Neu-Denks”) zu pervertieren. Und er liquidiert heimtückisch die Aufklärung, indem er vorlügt, diese im Alleinvertretungsanspruch zu beherrschen.

Knapp 250 Jahre nach Kant stehen wir wieder am Anfang der Aufklärung.

Die zu Totalitaristen verkommenen Alt-Linken fürchten um ihre politische Vorherrschaft. Das angestrebte Ziel: "Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten - wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten -, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit." (Orwell)

Unter Requirierung von Faschismus-Ängsten soll jeder kritisch-demokratische Diskurs erstickt, soll eine Krypto-Diktatur installiert werden. Geschichte darf sich aber auch unter umgekehrten Vorzeichen niemals wiederholen. "Wehret den Anfängen!"

"Bestrafe einen. Erziehe hundert." (Mao-Tse-Tung)

"Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke." (George Orwell)

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. … Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum (die)Menschen … unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen." (Immanuel Kant: "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?")

"Das wirklich Beängstigende am Totalitarismus ist nicht, dass er Massaker begeht, sondern dass er das Konzept der objektiven Wahrheit angreift: Er gibt vor, die Vergangenheit wie die Zukunft zu kontrollieren." (G. Orwell, 1984)

"Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht." (Thomas Jefferson)

"Wem das Verbrechen nützt, der hat es begangen." (Seneca)

"Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte." (Martin Niemöller, evangelischer Theologe und ehemaliger KZ-Häftling)

"Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet." (Kafka: "Der Prozess")

"Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Kant)

Es geht um die Aufklärung seit Kant

Verhindern wir (so wie damals), dass erneut kritisch-pluralistisch-demokratische Denker ausgegrenzt, mundtot gemacht und mittels Gerichtsverfahren finanziell ruiniert werden sollen.

Der Kampf für eine demokratisch-offene Gesellschaft braucht aber auch finanzielle Unterstützung. Ein Fonds "Für demokratische Meinungsfreiheit – Gegen Gesinnungs-Totalitarismus" wird ab nun alle von der "Political-Correctness Verfolgten" juristisch und finanziell unterstützen.

Dieser Aufruf wird international verbreitet. Wenn jeder zwischen 50 und 100 Euro spendet, können wir viel bewegen. Für das Spendenkonto ist Professor Ley zeichnungsberechtigt. Es dient zur Abdeckung seiner Prozesskosten. Danach wird ein Fonds eingerichtet.

IBAN: AT66 2011 1280 5106 9203
BIC: GIBAATWWXXX (Erste Bank Wien).

Fallbeispiel Michael Ley

Gerade ist Professor Michael Ley ins Fadenkreuz der "politisch-korrekten"-Inquisition gerückt. Es werden andere folgen …

Ley ist studierter Soziologe und habilitierte an der Universität Innsbruck. Er ist bekannt für seine kulturkritischen Veröffentlichungen. In"Der Selbstmord des Abendlandes - Die Islamisierung Europas" (2015) begreift er den radikalen Islam als "die schlimmste Gefahr für Demokratie und Menschenrechte im 21. Jahrhundert". Ley kritisiert die Errichtung eines post-nationalen Europas (ohne jegliche nationale, kulturelle, religiöse sowie sexuelle Identität) durch links-nihilistische EU-Eliten.

In "Die kommende Revolte" (2012) scheinen sich seine düsteren Visionen zu bewahrheiten: "Es wird in Europa zu einer Revolution kommen. Die Folgen: Kriminalität, ethnisch-religiöse Auseinandersetzungen, politische Radikalisierung". Und Ley benennt die Verursacher dieser Dystopie: "Das Ziel der 68er Generation war es, die bestehende Gesellschaft zu zerstören: Mit ihrem Multikulturalismus und der extremen Islamisierung stehen sie kurz davor. Hitler und seine fehlgeleiteten Kinder haben eines gemeinsam: den Größenwahnsinn." ("Die Generation der 68er – Hitlers Kinder").

Ley’s Gedanken sind getragen von der Idee der europäischen Aufklärung, der Sorge ob der Zunahme eines neuen Antisemitismus in ganz Europa, der (anders als früher) von einem islamistischen Fundamentalismus ausgeht und sich in Terroranschlägen oder Messermorden äußert. Letzterer richtet sich gegen die Grundverfassung der christlich-jüdisch-demokratischen Kultur des Abendlandes.

Am 13. Februar hatte Ley an einer politischen Diskussion zum Thema "Islamischer Antisemitismus" teilgenommen (Veranstalter: FPÖ-Vizekanzler Strache). Zwei Monate später wurde er in einem Gerichtsverfahren wegen Übler Nachrede gegenüber Dr. Farid Hafez zu 2400.- EUR verurteilt, und zwar wegen folgender Aussage:

"Und an dieser Konferenz totalitärer judenfeindlicher Führer in Köln hat der neue Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft teilgenommen, zusammen mit Herrn Hafez, ein Muslimbruder, ebenfalls aus Österreich."  

Das Beängstigende an dem Verfahren: Laut Auskunft von Rechtsanwältin Dr. Barki wurden alle Beweisanträge (unter anderem drei Zeugen-Nennungen) durch Richter Wagner abgewiesen. Es wurde auch nicht (wie sonst üblich) ein außergerichtlicher Vergleich vorgeschlagen. Dr. Ley wird gegen das Urteil Berufung einlegen.

Der "Aufruf" kann auch von anderen Medien übernommen werden. Elmar Forster (Autor, Historiker und Blogger) ist ausdrücklich nicht für das Spenden-Konto verantwortlich.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Kashofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2019 22:03

    "Ein Fonds "Für demokratische Meinungsfreiheit – Gegen Gesinnungs-Totalitarismus" wird ab nun alle von der "Political-Correctness Verfolgten" juristisch und finanziell unterstützen."
    Ein dreifacher Familienvater hat auf Facebook seine Abscheu gegen ein Plakat der ÖBB zur Bewerbung des Family-Tickets mit zwei Männern mit Kleinkind geäußert. Er hat seinen Arbeitsplatz verloren und musste einen Umerziehungskurs mitmachen. Und nun wollen ihn die zwei Männer verklagen. Der Familienvater ist ein einfacher Arbeiter, aber als Stadtrat für die FPÖ auch politisch tätig. Hätte er eine Chance auf Unterstützung durch den Fonds?
    Ich habe bereits über die Querschüsse für Dr. Ley gespendet.

  2. Ausgezeichneter Kommentator11er
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Mai 2019 18:49

    Vielen Dank, Herr Forster für den Aufruf.

    So weit ich gelesen habe, war "Muslimbruder" der Knackpunkt, das war das einzige, das nicht nachweislich so ist.

    Habe meinen bescheidenen Beitrag für Hr. Dr. Ley geleistet

alle Kommentare

  1. Zraxl (kein Partner)
    24. Mai 2019 14:38

    "Knapp 250 Jahre nach Kant stehen wir wieder am Anfang der Aufklärung."

    Die "Aufklärung" war zur einen Hälfte eine Lüge und zur anderen Hälfte eine Illusion. Kant hat mit seiner "Definition" versucht, diesem holen Begriff wenigstens etwas Leben einzuhauchen, aber er musste damit natürlich scheitern und hat das auch gewusst. Vergessen wir die Aufklärung und versuchen wir wenigstens!, uns unseres EIGENEN Verstandes zu bedienen, wenn es schon zur Vernunft nicht reicht.

    Die "Aufklärung" scheitert an ihren inneren Widersprüchen und nicht daran, dass sie jemand liquidieren möchte. Sapere Aude!

    • ehemalsHotzenplotz2 (kein Partner)
      25. Mai 2019 10:54

      Man sollte Kreiskys "Lernen Sie Geschichte, ja!" beherzigen. Daß die Aufklärung sowohl Lüge als auch Illusion gewesen sei, ist absichtlich polemisch (haßerfüllt) und ungewollt einfach dumm (dumpf, geistig verzwergt). Die Aufklärung richtete sich in ihrem Kern gegen die jahrhundertelange Tyrannei der katholischen Kirche mit ihrer gnadenlosen, flächendeckenden Inquisition und totalen geistigen Knebelung. Sogar die Erkenntnis, daß sich die Erde um die Sonne dreht, was schon die Babylonier wußten, wurde inquisitorisch verfolgt. Die Aufklärung hat hier den Himmel des freien Denkens wieder geöffnet, ohne sie wäre etwa ein Voltaire nicht möglich gewesen. Und heute ist Aufklärung notwendiger denn je

    • Zraxl (kein Partner)
      25. Mai 2019 20:43

      Na dann sind wir ja eh fast einer Meinung. Ja, die "Aufklärung" war ein Krieg gegen die Katholische Kirche, der mit allen Mitteln geführt wurde und für den den "Aufklärern" kein Mittel zu schlecht war. Nur mit einem hatte die "Aufklärung" absolut nichts am Hut: Mit selbstständigem Denken.

      Der tatsächliche Fortschritt kam aus einer ganz anderen Ecke, nämlich aus den Skriptorien der Klöster, aus der Scholastik des Hochmittelalters, später aus den weltlichen Universitäten, die Naturwissenschaften entwickelten sich weiter und brachten schließlich eine wirkliche geistige Revolution zustande, mit der die Neuzeit begann. Das war um das Jahr 1500.

  2. Peter Kurz
    24. Mai 2019 12:11

    Habe soeben gespendet!

  3. Brigitte Kashofer
    22. Mai 2019 22:03

    "Ein Fonds "Für demokratische Meinungsfreiheit – Gegen Gesinnungs-Totalitarismus" wird ab nun alle von der "Political-Correctness Verfolgten" juristisch und finanziell unterstützen."
    Ein dreifacher Familienvater hat auf Facebook seine Abscheu gegen ein Plakat der ÖBB zur Bewerbung des Family-Tickets mit zwei Männern mit Kleinkind geäußert. Er hat seinen Arbeitsplatz verloren und musste einen Umerziehungskurs mitmachen. Und nun wollen ihn die zwei Männer verklagen. Der Familienvater ist ein einfacher Arbeiter, aber als Stadtrat für die FPÖ auch politisch tätig. Hätte er eine Chance auf Unterstützung durch den Fonds?
    Ich habe bereits über die Querschüsse für Dr. Ley gespendet.

    • Forster
      22. Mai 2019 23:28

      Das wäre meine Hoffnung! Vielleicht entsteht daraus eine Bewegung. Zwei Medien haben bereits Interesse an der Veröffentlichung des "Aufrufs" bekundet...

  4. 11er
    22. Mai 2019 18:49

    Vielen Dank, Herr Forster für den Aufruf.

    So weit ich gelesen habe, war "Muslimbruder" der Knackpunkt, das war das einzige, das nicht nachweislich so ist.

    Habe meinen bescheidenen Beitrag für Hr. Dr. Ley geleistet

    • Forster
      22. Mai 2019 21:55

      Besten Dank!
      "Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun." (Edmund Burke)





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