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Das ist der Anfang von Merkels Ende

Jetzt kann man fast schon Wetten eingehen, dass Angela Merkel beim nächsten Parteitag der CDU nicht mehr als Vorsitzende antritt. Und dass sie dann bald auch als Bundeskanzlerin abgeht.

Denn jetzt hat die CDU/CSU-Fraktion ihren engsten Vertrauten Volker Kauder in einer Kampfabstimmung als Fraktionsvorsitzenden (Klubobmann) abgewählt. Er wurde durch den 50-jährigen Finanzpolitiker Ralph Brinkhaus ersetzt. Hinter diesem hatten sich alle Merkel-Kritiker versammelt. Da half es nicht einmal mehr, dass Merkel die CSU-Spitze dazu gebracht hat, sich offiziell für Kauder auszusprechen.

Wenn in der Spitzenpolitik einmal die Basis aufbegehrt, wenn einmal der Ruf ertönt "Der Kaiser hat ja gar keine Kleider an!", dann gibt es kein Halten mehr. Dies gilt umso mehr, als sich vor der letzten Wahl die Merkelianer mit etlichem Erfolg bemüht hatten, dass möglichst wenig Merkel-Kritiker in den Bundestag einziehen können. Die Zusammensetzung des Parteitags ist jedoch von den (bisherigen) Parteimächtigen noch viel weniger kontrollierbar als die Fraktion.

Daher hätte die Parteichefin nur noch dann Chancen auf eine Wiederwahl, wenn bis zum Parteitag die Union bei den anstehenden Landtagswahlen gewinnen sollte - CDU und CSU werden aber schwer verlieren. Daher wird es mit Sicherheit einen Gegenkandidaten geben. Daher kann Merkel höchstens nur noch mit einem ganz knappen Ergebnis rechnen. Daher wird sie dem wohl zu entgehen trachten.

Ein guter Tag für Deutschland und Europa.

 

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